Von falschen Heiligen der Moderne oder: die Anbetung des Ego

Diefenbach mit seinem rousseauistisch verzogenen Sohn Helios der später seinen Vater terrorisierte
Karl Wilhelm Diefenbach (1851–1913) mit seinem rousseauistisch verzogenen Sohn Helios, der später seinen Vater terrorisierte

Der Maler Karl Wilhelm Diefenbach wird seit einigen Jahren als moderner Prophet gefeiert. Tatsächlich inszenierte er sich als ultimativer Messias der Neuzeit, als moderner Christus-Darsteller mit den Zügen Nietzsches, der in einem synkretistischen Ansatz die Natur, den Menschen und das Ego vergöttlichen wollte.

Ein Gastkommentar von Hubert Hecker

Die Frankfurter Kunsthalle Schirn ist in Teilen zu einem veritabler Kunst-Tempel eingerichtet worden. In ihm wird bis zum 14. Juni die Ausstellung gezeigt: „Künstler und Propheten. Eine geheime Geschichte der Moderne 1872 – 1972“. Darin hat die Kuratorin Pamela Kort ihre These veranschaulicht, dass die Kunstentwicklung der letzten 150 Jahre eine verschwiegene Kehrseite gehabt habe: Hinter den großen Kunstströmungen der Moderne wie Impressionismus und Expressionismus, gegenüber dem Geistigen in der abstrakten Kunst und der rationalen Bauhaus-Gestaltung soll man mehr als zwei Künstlergenerationen entdecken, die eher von irrationalen und esoterischen Gestaltungs-Motiven getrieben waren sowie mit lebensreformerischem und zivilisationskritischem Gehabe auftraten.

Zweifelhafte Einflüsse, falsche Gurus ohne echte Kunst

Als Urvater aller modernen Künstler-Propheten wird der aus dem nassauischen Hadamar stammende Karl Wilhelm Diefenbach vorgestellt. Sein berühmter Schattenbild-Fries „per aspera ad astra“ leitet die Besucher in die Ausstellung. Die dargestellte Prozession von Menschen und Tieren in unberührter Natur zum Paradies als Tempel der „Humanitas“ soll zugleich den Anspruch der prophetischen Künstler darstellen, durch Kunst die Menschheit vom Ballast einer als erdrückend empfundenen Zivilisation zu erlösen. Nachgezeichnet wird der Einfluss Diefenbachs über seine Schüler „Fidus“, Kupka und Gräser auf Arthur Roessler und Egon Schiele. In der Zwischenkriegszeit hätten zahlreiche „Inflationsheilige“, Sandalenprediger, Tanzgurus und Jesus-Apostel Diefenbachs Impulse weitergeführt. Schließlich sieht die Kuratorin in den Werken von Friedensreich Hundertwasser sowie Josef Beuys und dessen Schüler Jörg Immendorf Verbindungen zu Diefenbachs Motiven anklingen.

Die meisten Zeitungsrezensionen loben die Idee und Konzeption der Ausstellung. Nur von wenigen Rezensenten werden sowohl viele der behaupteten Einflusslinien infrage gestellt wie auch die Relevanz der Lebensreformbewegung auf die Kunst der Moderne relativiert. So erscheinen die Belege für Diefenbachs Einfluss auf die drei oben genannten Nachkriegskünstler doch arg dünn, wenn etwa mit der Umhängetasche Beuys‘, dem Kruzifix mit Sonnenrad oder seinem Revolutionsanspruch die Wirkung des Kohlrabi-Apostels veranschaulicht wird. Die Abstraktionsmotive in den Werken Kupkas sind gerade nicht auf die Abbild-Malerei von Diefenbach zurückzuführen. Auch der Einfluss der Tempelkunst von Fidus, Diefenbachs „Meisterschüler“, etwa auf Gropius und die Bauhaus-Gruppe dürfte in Wirklichkeit gegen Null gegangen sein. Fidus‘ berühmtes Bild von der Verzückung des nackten Jünglings bei der Sonnenanbetung hatte sicherlich Wirkung – aber eher auf die völkische Kunstszene und spätere Kitsch-Nachahmer als auf die moderne Kunst. Allenfalls hat Diefenbach mit der Idee vom gemarterten Propheten und leidenden Christus andere Künstler wie Schiele und Beuys inspiriert. Aber das ist weniger dem Prozess der modernen Kunstgeschichte zuzuordnen als der Esoterik. Überhaupt seien von den insgesamt zwanzig vorgestellten „Künstler und Propheten“ nur Kupka und Schiele, Hundertwasser und Beuys als formbewusste Kunstschaffende anzusehen, andere ohne künstlerische Substanz und weitere wie Nagel, Haeusser und Baader seien als „falsche Gurus ohne echte Kunst“ einzuordnen, wie der Rezensent der taz anmerkt.

Esoterische Künstler als geniale Selbstinszenierer

Diefenbach mit seinen Kindern und dem Schüler Fidus Selbstinszenierung als prophetischer Wegweiser ins irdische Paradies der vergöttlichten Natur
Diefenbach mit seinen Kindern und dem Schüler Fidus: Selbstinszenierung als prophetischer Wegweiser ins irdische Paradies der vergöttlichten Natur

Eine Gemeinsamkeit kann man schließlich doch noch bei allen modernen Propheten-Künstlern entdecken: Mit ihren Selbstdarstellungen waren sie geniale Selbstvermarkter. In mittelalterlichen Gemälden trat der Maler völlig hinter seinem Werk zurück. Bei vielen der modernen Künstler-Gurus hat man den Eindruck, dass die Selbstinszenierung das eigentliche Kunst-Event darstellt, dem das Werk untergeordnet ist. Diefenbach hatte diese künstlerische Selbststilisierung bei seiner Wiener Ausstellung 1892 perfektioniert, wie die Zeitschrift Bohemia damals schwärmte: „Das effectvollste Ereignis in den Ausstellungssälen aber ist es, wenn sich die Thür des Ateliers öffnet und Diefenbachs langbehaartes Haupt selbst sichtbar ist. Gern erzählt der Dulder (!) dem staunenden Publikum die Leidensgeschichte seiner Bekehrung zum Paradieszustand.“ Insbesondere in der späteren Kommune Himmelhof steigerte sich der Kult um den Genius Diefenbach zu einer Anbetung des Egos.

Diese Ego-Inszenierung beherrschte auch der deutsche Künstler Joseph Beuys. Bei einem Aufenthalt 1972 in Neapel und auf Capri, dem letzten Wirkort Diefenbachs, ließ er ein Ganzbild von sich in fortschrittlicher Pose mit Umhängetasche anfertigen. Auf das Bild schrieb er auf Italienisch: „Wir sind die Revolution“. Gemeint war: Ich bin die Revolution.

In zugespitzter Weise hatte der extremste Prophet der Zwischenkriegszeit, Ludwig Christian Haeusser, seine eigene Apotheose als ultimativer Messias der Neuzeit in Szene gesetzt. Der ehemalige Sekt-Vertreter soll sein Erweckungserlebnis in einem banalen Hotelzimmer in Frankfurt gehabt haben. Aber in seiner Botschaft präsentierte er sich den erlösungsgläubigen Massen als das Alpha und Omega einer neuen Zeit, ein moderner Christusdarsteller mit den Zügen Nietzsches. Sein Leitspruch lautete: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; der Übermensch und die Auferstehung und die Neue Zeit“. Der Anspruch dieses esoterisch durchgeknallten Champagner-Händlers als wiedererstandener Messias für die Neue Zeit/New Age entsprach in den Grundzügen dem Programm, dass der Ur-Guru Diefenbach eine Generation vorher propagiert und inszeniert hatte.

1872 begann Karl Wilhelm Diefenbach mit seiner Übersiedlung nach München seine Künstler-Karriere. Für dieses Jahr setzt Pamela Kort den Beginn der künstlerischen Erweckungsbewegung der Moderne an. Doch erst ab 1875, nach dem Tod seiner Eltern, lässt sich der Prozess der Persönlichkeitsveränderung des jungen Künstlers nachweisen, der nur wenige Jahre später zu einem sozialen Exzentriker werden sollte – mit Gott und der Welt verkracht. Sein zeitweise engster Schüler „Fidus“ charakterisierte Diefenbach Ende der 80er Jahre so: In seinen persönlichen Verhältnissen sei er „krankhaft erregt“ und mit vielen Zeitgenossen stets „in Hader verstrickt“; er bescheinigt ihm autoritäres Gehabe sowie übergriffige Ansprüche, die die Persönlichkeiten seiner Schüler, Freunde und Frauen missachteten; weiter beobachtete er „Kindlichkeit, Torheit, Unbesonnenheit und Maßlosigkeit“ bei seinem ehemaligen „Meisters“.

Was trieb Diefenbach zu seiner exzessiven Zivilisationskritik?

Diefenbachs Selbststilisierung als meditativer Christus
Diefenbachs Selbststilisierung als meditativer Christus

In seinem „Lebensbericht“ von 1897 ließ Diefenbach schreiben: Nach dem Tode seiner Eltern 1875 brach die „Revolution seines innersten Wesens gegen alle in Staat, Kirche, Schule, Gesellschaft und Familie überkommenen Verhältnisse, welche ihn anekelten oder aufs äußerste empörten, endlich aus“. In Wirklichkeit muss seine Lebens- und Persönlichkeitswandlung ein längerer Prozess gewesen sein, wie Diefenbach in seinem „Testament“ von 1909 selbst darlegt. Der katholische Standpunkt seiner Schwester Elisabeth habe ihn des Öfteren hinausgetrieben in ein „‘unmoralisches‘ Nachtleben auf der Straße mit Folgen“. Hinter diesen Andeutungen könnte eine Syphilis stehen, die er sich bei seinen nächtlichen Eskapaden zugezogen haben dürfte. Jedenfalls wurde er von Ärzten mit den damals üblichen Quecksilber-Mitteln traktiert. Diese Symptombehandlung konnte jedoch die Nebenwirkungen wie Schwächezuständen, Nerven- und „Gehirnleiden“ nicht beheben, über die Diefenbach in seinen Tagebüchern klagte. Die in seinem Körper steckende Syphilis könnte zusammen mit der Quecksilberbehandlung für seine psychische und mentale Persönlichkeitsveränderung mitverantwortlich gewesen sein, die sich in seinen radikalisierten Lebensansätzen, seiner Selbstüberschätzung und dem dauernden Hader mit Gott und der Welt zeigte. Weiter ist zu erwägen, ob nicht auch die Milieu-Erfahrungen seines „unmoralischen Nachtlebens auf der Straße“ Diefenbachs ethische und gesellschaftliche Werte-Koordinaten tiefgreifend verrückt haben. Jedenfalls ging sein abgrundtiefer Hass auf die Institution der Ehe in Schrift („entwürdigend und schmachvoll“) und Bild („Unterm Ehejoch“) weit über die damaligen Ansätze von „freier Liebe“ als einer „höheren Form“ des menschlichen Zusammenlebens hinaus.

Kritik an der „entarteten Gesellschaft“ und eine naturreligiöse Erlösungsvision

Doppelbild Diefenbachs als Dulder und Gekreuzigter
Doppelbild Diefenbachs als Dulder und Gekreuzigter

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Karl Wilhelm Diefenbach seit seinen Endzwanziger Lebensjahren mit Gott und der Welt im Streit lag. Er beschimpfte die Fürsten von Nassau und Preußen, die ihn jeweils mit einem kleinen Stipendium für sein Kunststudium unterstützt hatten, als habgierig und herrschsüchtig. Die Ärzte, die Diefenbach bei Typhus, Syphilis und vielen anderen Krankheiten behandelt hatten, nannte er doktorierte Esel oder Medizinpfaffen. Vom Verhalten in der Münchener Kunstakademie sprach er abschätzig als Lausbubenanstalt. Richter, Amtsleiter und Polizeioffiziere waren für Diefenbach Staats- und Justizpfaffen. Heftige Attacken richtete er gegen Priester, Kirche und Christentum. Auch mit seinen fünf Geschwistern entzweite er sich völlig. Neben diesem Streit mit Institutionen und Personen bekämpfte Diefenbach in polemischer Weise bürgerliche Verhaltensweisen wie Bier- und Weintrinken, Tabakrauchen, Fleischessen, Rasieren und enge Kleidung tragen. Das Institut der Ehe beschimpfte er als „gemeinen Zwang und fluchbeladene Frucht der Weltanschauung längst vergangener Zeiten“.

1881 zeitigte Diefenbachs Lebenswandlung erkennbare Konturen: Er wurde Mitglied der freireligiösen Gemeinde München, nahm am deutschen Freidenker-Kongress in Frankfurt am Main teil und trat aus der katholischen Kirche aus. Von dem Begründer der freireligiösen Gemeinden übernahm Diefenbach dessen pantheistische Naturreligion sowie als Konsequenz den Vegetarismus. Von dem Mitbegründer des deutschen Freidenkerbundes, Carl Scholl, ließ er sich zu einer aggressiven Kritik gegen die „römische Anmaßung“ der katholischen Kirche inspirieren. Scholls „Religion der Humanität“ stand wohl auch Pate, als Diefenbach im Jahre 1882 den Verein „Menschheit“ gründete. Drei Jahre später etablierte der Künstler in der Einöde Höllriegels-Gereute die „Humanitas“ genannte „Werkstätte für Religion, Kunst & Wissenschaft“. Schließlich stand er im Briefwechsel mit dem Naturheilpraktiker Arnold Rikli, dem Vorkämpfer des Naturismus und Begründer der Licht-Luft-Bäder.

Herrschaft über die „fügsame Weiblichkeit“, Polemik gegen das „Joch der Ehe“,

Diefenbach als gekreuzigter Christus
Diefenbach als gekreuzigter Christus

1877 hatte Diefenbach die Haushaltsgehilfin Maximiliane Schlotthauer kennengelernt, die er Maja nannte. Ein Jahr später „nahm ich die Maja zu mir“, wie er seiner Schwester Elisabeth anvertraute, „im Bedürfnis nach einer stillen, fügsamen, wie weiches Wachs mich umgebende Weiblichkeit“. Während einer Kur liierte er sich nur ein Jahr später mit der Madeleine Atzinger. 1880 wurde der gemeinsame Sohn Helios geboren. Die Atzinger war eine gebildete Frau, die zeitweise die junge Familie mit Sprach- und Klavierunterricht über Wasser halten musste. Sie spielte aber nicht die Rolle der fügsamen, wachsweichen Weiblichkeit, die dem herrischen Charakter Diefenbachs zu unterwürfigen Diensten war. Daher kam es zu dauernden, tiefgreifenden Entzweiungen zwischen dem Paar. In den Trennungsphasen hatte Diefenbach aber keinen Einfluss auf seinen Sohn, den er als „strahlende Verkörperung“ seiner eigenen, rousseauistischne Ideale erziehen wollte. Nur aus diesem Motiv heraus habe sich ihre Vater, so die Tochter Stella, „überhaupt dem Joch der Ehe gefügt“. Die zivilrechtliche Trauung, die am 27.  Januar 1882 stattfand, hatte daher für Diefenbach nur instrumentellen Charakter zum erzieherischen Durchgriff auf seinen Sohn. Zugleich empfand er das Hineingezogenwerden in die bürgerliche „Zwangsehe“ als eine Demütigung und Erpressung eines „satanisch raffinierten Weibes“.

Dieser Hintergrund ist für das Verständnis der dann folgenden prophetischen Initiation von Diefenbach entscheidend. Noch am Tag seiner Trauung „flüchtete“ er nach eigenen Aussagen in die Einsamkeit des Hohenpeißenbergs, der von einer barocken Wallfahrtskirche gekrönt ist. Vierzehn Tage später schrieb er nach einer durchwachten Nacht bei Sonnenaufgang eine „Vision“ auf. In Wirklichkeit war dieser zweiseitige Text ein biographisch gefärbtes Klagelied, das er schon oft gesungen hatte – über „Fürstenhabgier, Priesterwahn und Medizinertreiben, die der Menschen Menschlichkeit“ vernichten würden. Im zweiten Teil sieht er im Aufgang der Sonne seine eigene „wahre Menschengröße“ auferstehen. Er fühlt sich „frei trotz der Ketten“, den Kampf gegen „Wahn und Lüge“ aufzunehmen für der „Menschlichkeit Erwachen – gottbefreit“. Auch die Elemente dieses Kampfprogramms hatte Diefenbach aus Texten von Baltzer, Scholl und anderen „Freigeistern“ schon des Öfteren herausgerufen.

Der Prophet vom Hohenpeißenberg: Es ist kein Gott – und Diefenbach ist ein Prophet

Plakat von dem Diefenbach-Jünger Ludwig Christian Häusser, 1923
Plakat von dem Diefenbach-Jünger Ludwig Christian Häusser, 1923

Aber Propheten müssen zur sozialen Anerkennung ein Erweckungserlebnis vorweisen können. Und so inszenierte sich Diefenbach zu Beginn seines öffentlichen Wirkens – in Nachahmung von Jesus mit seinem 40tägigen Fasten in der Wüste. Am Ende seiner Einsamkeitsprüfung fühlt er sich von Offenbarungsstrahlen der Sonne erleuchtet und von der göttlichen Natur beauftragt, die Menschheit von Gott zu befreien.

Auch der Berg hatte als Offenbarungsort prophetische Bedeutsamkeit. Denn Diefenbachs Herabkunft vom Berge mit einem Erlösungsprogramm in den Händen weist ihn als neuen Elias aus – wenn nicht gar als Wiedergänger von Mose. Auch wenn er erst einige Monate später die neue Kutten-Kluft anlegte – inspiriert von dem Kleidungspionier Gustav Jäger, und noch später mit dem sommerlichen Barfußgehen begann: Diefenbachs große Geste der archaischen Selbstinszenierung als Prophet aus der Bergeinsamkeit zog unweigerlich die prophetischen Erkennungs-Attribute nach sich. Das bestätigt Pamela Kort in ihrem Katalog: „Als er von dem Berg heruntergestiegen war, legte er die Kutte eines Propheten an und ging fortan barfuß“. Im Bericht der Tagespost vom 2. Juni 2015 wird die prophetische Selbstinszenierung sogar als objektives Offenbarungsgeschehen behauptet: „Diefenbach erhielt auf dem Hohenpeißenberg seine Offenbarung“.

Das Programm von dem letzten Wort seiner Sonnenaufgang-Vision, „gottbefreit“, führte Diefenbach später in zwei Texten weiter: Neben seiner Predigt „Es ist kein Gott!“ entfaltete er in der Beischrift zu seinem künstlerischen Hauptwerk „per aspera ad astra“ ein weiteres Manifest zu seinem Kunst- und Lebensprogramm. Seine Grundthesen, mit Diefenbachs Worten zusammengefasst, lauten:

  1. Der Glaube an einen transzendenten Gott ist eine von der „finsteren Macht der Priester verkündete Lüge“. Sie ist „die Quelle allen Elends“. Wie ein „wüster Traum, einem Albdruck gleich“, lastet der Gottglaube noch „auf dem größten Teil der Menschheit. Die arme, irregeleitete Menschheit flehte zu toten Götzen um Erlösung.“
  2. Denn die „Menschheit ist gewichen einst vom Wege der Natur, nicht mehr erkennt sie ihrer Mutter Erde Liebe, die traute Stimme der Natur und ist dem Wahn“
  3. Diefenbach sieht sich „erwacht aus diesem unnatürlichen Schlaf, den Priester sorgsam hüten, und erkennt jenen wüsten Traum von einem Gott, der nichts als Irrtum und Lüge ist.“ Als Prophet „ruft er in die Welt hinein: Es ist kein Gott!“
  4. Durch diese Erkenntnis und Botschaft, „befreit von den Banden und dem Fluch des Irrtums“, kann sich der Mensch „zum wahren Gott des Lebens und des Heils“ erheben, zu dem „ewigen Urquell der durchgöttlichten Natur“.
  5. „Die göttliche Mutter NATUR“ schuf die Welt zu einem „blühenden Garten Eden“. In den Naturphänomenen können „die nicht entarteten Menschen das göttliche Werden“ betrachten und „Erkenntnis der Gottheit in All-Religion“
  6. Der Mensch muss auch zur „Erkenntnis seiner eigenen GÖTTLICHKEIT“ kommen, denn seine „Mutter, die NATUR, hat ihn rein und frei als höchstes Wesen geboren, nicht befleckt mit Erbsünd, Fluch und Schande“. Die Erkenntnis des eigenen göttlichen Selbst ist der Weg zur Erlösung, die Rückkehr ins Paradies.
  7. Denn die Mutter Natur hat dem Menschen auf der Erde „ein Paradies geschaffen mit Blumen und Früchten. Der Garten ladet Mensch und Tier zum Gottesmahle ein. Menschen und Tiere – im Wesen gleich als Emanation der Gottheit, nur verschieden im Grad der Entwicklung –, verschönen in Liebe vereint sich gegenseitig das Leben.“
  8. Da aber „der größte Teil der Menschheit“ durch die Verführung des „Satansinstituts der Kirche, des teuflischen Pfaffengeistes aller Künste sowie der teuflischen Staatsverfassung“ seine göttliche Ursprungsnatur verraten und verkauft hat, braucht sie Führer, die sie „den Weg zum Paradies leiten, den Weg zu Gott“.
  9. Diefenbach betrachtet die Kunst im Geiste seiner nächsten Geistesverwandten wie Shelley, Schiller und Richard Wagner als „das wesentliche Veredlungsmittel“, die Menschheit „vom Kadaver essenden ‚Raubthiermenschen‘ zum ‚Gottmenschen‘ zu führen in den Tempel der HUMANITAS“.
  10. Diefenbach strebte „die Verwirklichung der ‚frohen Botschaft‘ Jesu von der Menschheitserlösung und der Errichtung des ‚Reiches Gottes‘ durch die allgemeine Menschenliebe“ Aber wie beim „Edelmensch Jesus“ so würden „heute noch die Erlöser der Menschheit als ‚Gotteslästerer‘ und ‚Ketzer‘ verfolgt, ausgebeutet, in Elend, Verzweiflung oder Wahnsinn getrieben“.
  11. Diefenbach identifizierte sich in Text und Bild mehrfach mit dem gekreuzigten „Gottmenschen aus Nazareth“. In dieser allegorischen Selbststilisierung zum christusgleichen Martyrer der Menschlichkeit fühlte sich Diefenbach als messianischer Wegweiser der Menschheit zu ihrer „Höherentwicklung als gottgleiche Menschen“, die in diesem Zustand „inniger Liebe von allen zu allen, erlöst von Krankheit, Armut und jeglicher Not, sich in wunschloser Wonne selig im Paradiese fühlen“.

Geistesgeschichtliche Einflüsse auf Diefenbachs Lebensphilosophie

Joseph Beuys: Wir sind die Revolution, 1972
Joseph Beuys: Wir sind die Revolution, 1972

In Diefenbachs Manifesten und programmatischen Schriften sind einige Strömungen aus der europäischen Geistesgeschichte seit der Aufklärung zu erkennen. Mehrfach lässt er durchblicken, dass er der Priesterbetrugstheorie anhängt, wie sie von Aufklärungsphilosophen – etwa vom Baron d’Holbach (+1789) – aufgestellt worden war. Demnach wären religiöse Aussagen als lügnerische und betrügerische Erfindungen der kirchlichen Amtsträger anzusehen.

Weiterhin lässt Diefenbachs Rede, dass der Mensch „nicht befleckt mit Erbsünde“ aus dem Schoß der Mutter Natur hervorgegangen sei, auf die Rousseauische Denktradition schließen. Jean-Jacques Rousseaus (+1779) zentrales Axiom lautet: „Der Mensch ist frei geboren (…), aber er ist durch die Institutionen unserer Zivilisation in Ketten gelegt.“ „Der Mensch ist von Natur aus gut“, heißt es weiter im Zweiten Diskurs, da die Natur in sich gut sei. Als sich die Menschheit gesellschaftliche und politische Regeln gab sowie zivilisatorische Institutionen, verloren die Menschen nach Rousseau ihre paradiesische Natürlichkeit und natürliche Unschuld.

In einer Bekenntnisschrift Diefenbachs heißt es: „Erkenn Dich selbst! – In DIR ist Gott! … Nur die Erkenntnis Deiner GOETTLICHKEIT befreit Dich von den Banden und dem Fluch des Irrtums.“ Die „Erkenntnis“, dass ein transzendenter Gott nicht existiere, sondern das Göttliche einzig im Menschen zu sehen sei, war nicht neu im 19. Jahrhundert. Ludwig Feuerbach schrieb um etwa 1840: Dem Menschen müsse bewusst werden, „dass der einzige Gott des Menschen der Mensch selbst ist. Homo homini deus – das ist der Wendepunkt der Geschichte.“ Und: „Gott ist das offenbare Innere, das ausgesprochene Selbst des Menschen.“ „Der Mensch“ hätte demnach vollständig die Stelle Gottes eingenommen. In diesem Weltanschauungsstrom bewegte sich auch Diefenbach: An dem Ideal einer humanisierten Gesellschaft müssten alle ethischen und gesellschaftlichen Imperative Maß nehmen und sich alle Zukunftsperspektiven legitimieren. Die Erlösung der Menschheit geschehe allein in der Diesseitigkeit als ein menschliches Werk.

Auch Heinrich Heine (+1856) formulierte Gedanken einer natürlichen Religion des Diesseits. Im Anschluss an Spinozas Pantheismus – deus sive natura – sah er die Göttlichkeit in der Welt inhärent, aber nicht nur im Menschen, sondern in der gesamten Natur: „Gott manifestiert sich in den Pflanzen, den Tieren und am herrlichsten im Menschen. Im Menschen kommt die Gottheit zum Selbstbewußtsein. Die ganze Menschheit ist eine Inkarnation Gottes.“ An einen solchen religionsartigen Pantheismus knüpfte Diefenbach an, als er sich in den Jahren nach 1880 seine persönliche Weltanschauung zusammenreimte.

Die human-atheistische und naturgöttliche Gedankenwelt der Aufklärung blieb als Sediment der Geistesgeschichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts virulent und fruchtete in den Köpfen von Vormärz-Rebellen. Zwei von ihnen waren Eduard Baltzer und Carl Scholl, durch die Diefenbach stark beeinflusst wurde, wie oben schon dargelegt.

Kreuztragender Diefenbach mit geißelnder Frau
Kreuztragender Diefenbach mit geißelnder Frau

Mit dem Diefenbach-Jünger Johannes Guttzeit sind die Autoren und Geistesströmungen anzusprechen, die von Diefenbach nach seinem Erweckungserlebnis als Bestätigung seiner inneren Wandlung wahrgenommen wurden. Guttzeit war zweimal „Schüler“ von Diefenbach: ab 1885 und in der Kommune Himmelhof 1898. Aber schon vor seiner ersten Schülerzeit hatte Guttzeit eine Schrift mit dem programmatischen Titel herausgebracht: „Von der Kirche zur Natur“ – ein Wort, das auch gut Diefenbachs Wandlungszeit in den Jahren um 1880 charakterisieren kann. 1884 gründet Guttzeit den Pythagoräer-Bund, der später Bruder-Bund hieß, seit 1885 mit dem Organ Der Bruder. Zeitschrift des Bundes für volle Menschlichkeit. Offensichtlich traten hier mit dem Menschlichkeitstraum Seelen- und Richtungsverwandtschaften zu Tage sowie gegenseitige Inspirationen.

Diefenbach hat sich nach 1882 vielfach mit der „Theosophie“ der Helena Blavatsky (1831–1891) auseinandergesetzt sowie der darauf fußenden Anthroposophie Rudolf Steiners (1861–1925). Die Gottesweisheit lehrte die Einheit Gottes in drei Offenbarungsaspekten: das Herabsteigen des Geistes in die Materie, die verschiedenen Entwicklungsstufen in der Manifestation des Lebens sowie das Weiterleben und -wandern der Seele. Diefenbach schrieb in seinem Tagebuch, dass er die älteren Werke der Theosophie (Jacob Böhme, Paracelsus pp) gelesen habe wie auch die neueren Autoren, etwa den „Haupt-Apostel der Deutschen Theosophischen Gesellschaft, Dr. Hübbe-Schleiden“, mit dem er in den 80er Jahren auch persönlichen Kontakt pflegte. Er betont, „dass ich der Theosophie einen relativen Wert zur Menschheitsveredlung in einer solchen noch wild gährenden Übergangszeit zu einer höheren Menschheits-Stufe, als seither je existierte habe, zuschreibe“. Diefenbachs kurzzeitige Mitgliedschaft in der Theosophischen Gesellschaft Roms zeigt seine Ambivalenz zu dieser Strömung, die sich in der Kritik an dem „Wahnsinn der Wiederverkörperungslehre“ als Element einer Transzendenzerwartung festmachte. Noch zwei Wochen vor seinem Tode fasste Diefenbach sein inbrünstiges Bekenntnis zur absoluten Diesseitigkeit so zusammen: Er hoffe auf „eine kommende Generation (…) als Beitrag zur Erlösung der Menschheit aus dem entgöttlichenden und verelendenden Wust des Pseudo-Christentums mit seiner Lehre von einem ‚besseren Jenseits‘ nach unserem Tode, als aus der, wohl edleren, aber fast ebenso von der Erkenntnis und besten Betätigung unseres irdischen (einzigen) Lebens ablenkenden theosophischen Lehre einer glücklicheren Wiedergeburt in tausenden von Jahre. Alle Fragen des Lebens müssen in diesem Leben ihre Lösung finden können, sonst wäre dieses Leben nicht die denkbar und tatsächlich höchste Erscheinung auf der Erde (…) sondern Unsinn und ein Unding.“

Die absolute Diesseitigkeit von Diefenbachs Naturreligion findet sich sehr klar in der damaligen Ideologie der Vegetarierbewegung formuliert. Die Schriftleitung der Vegetarischen Warte – seit 1908 das Organ des Internationalen Vegetarier-Bundes – brachte es auf den Punkt: „Alles Übernatürliche, Übersinnliche, Jenseitsorientierte des Christentums ist abzulösen durch eine ‚Religion des irdischen Lebens’. Ihr Ziel ist es, die traditionelle Hoffnung auf ein ewiges Leben beziehungsweise auf eine ewige Seligkeit umzuformen in die maximale Förderung der irdischen Glückseligkeit durch ‚Vervollkommnung und Verlängerung des Lebens im Diesseits‘.“

Wer denkt bei dieser Passage nicht an Friedrich Nietzsches Ruf: „Brüder, bleibt mir der Erde treu“? 1883–85 war Nietzsches „Zarathustra“ herausgekommen mit seiner Botschaft vom Übermenschen nach der Verkündigung vom Tode Gottes. Das war ein Jahr, nachdem Diefenbach in seiner Bekenntnisschrift „Sonnen-Aufgang“ geschrieben hatte: „Es ist kein Gott“. Er kommentierte Nietzsches Philosophie mit den Worten: „dessen Satz von der Berechtigung des Auslebens und der Betätigung der Individualität (…) ich im richten Verstand voll unterschreibe und den ich von frühester Jugend an (…) als Fundamentalsatz meiner Menscheitsforderung des freien heiligen Selbstbestimmungsrechtes jedes vernünftigen Menschen ausgesprochen habe“. In der Landkommune Himmelhof verordnete Diefenbach Nietzsches Zarathustra als Bildungslektüre, förmlich als Anleitung zur Erschaffung des Übermenschen. Allerdings lehrte Diefenbach nicht den Willen zur Macht und auch nicht einen Werte-Nihilismus „Jenseits von Gut und Böse“. Er leitete aus der göttlichen Natur bestimmte apodiktische Regeln ab – etwa: Du sollst nicht Tiere und Menschen töten! Diese Regeln sollten auch als Wegweisung zur Veredlung und Erlösung der Menschheit im Paradies-Tempel der Humanitas dienen.

Eine weitere Bestätigung seiner Weltanschauung fand Diefenbach in den Werken von Charles Darwin. Der Künstler notierte 1909 in seinem Tagebuch: „Ich las zu wiederholtem Male in Darwins ‚Abstammung des Menschen‘. Welche Summe von Beweisen, daß der Mensch vom Affen abstammt und nur wenige sich zu ‚Ebenbildern Gottes‘ zu veredeln vermögen, die von der großen Herde gehaßt und unterdrückt werden, könnte ich aus meinem Lebensgang dem Werke Darwins, diesem Fundament einer neuen Menschheitsepoche, zufügen!“ In einem Brief an den deutschen Herausgeber Darwins Werke, Fritz Georg, betont Diefenbach noch einmal Darwins Bedeutung für Diefenbachs Lebenswerk zwischen Kirchenhass und Menschheitserlösung, indem „Darwin den gewaltigen, unerschütterlichen Grundstein gelegt hat durch seine Lehre von der Entstehung des Lebens auf der Erde und der Entwicklung der Menschen als ‚Krone der Schöpfung’“. Darwin habe „nach den großen Himmelsforschern“ mit diesem Grundstein zu „dem großen Erlösungswerk der armen, durch fast 2000jährigen finstern Pfaffen-Wahn-Trug ihrer ‚Göttlichkeit’ beraubten Menschen“ beigetragen. Darwin wird sich im Grab herumgedreht haben bei diesem Ansinnen von der Göttlichkeit des Menschen.

Einschätzungen zu Diefenbachs Lebensphilosophie

Zusammenfassend kann man sagen, dass Diefenbachs Lebensphilosophie ein Konglomerat von diversen Kultur- und Denkströmungen seiner Zeit war, also eine eklektizistische Denkschule und synkretistische Religion des Natürlichen. Sein eigener Beitrag war es, die übernommenen Weltanschauungsthesen in eigene Lebensansätze transformiert zu haben – teilweise ins Extrem getrieben und maßlos übersteigert. Das gilt insbesondere für seine wahnhafte Selbstüberschätzung als Jahrhundert-Künstler, ultimativer Lebensreformer und Menschheitserlöser:

▪ Dass er sich auf die Stufe seiner „nächsten Geistesverwandten wie Shelley, Schiller und Richard Wagner“ stellte, zeigt den Größenwahn dieses mittelmäßigen Kunstmalers.
▪ Auch sein Anspruch, durch Kunst und vegetarische Lebensreform die Menschheit „vom Kadaver essenden Raubthiermenschentum“ zur „Gottmenschlichkeit“ zu führen, zeugt von seiner überspannter Maßlosigkeit.
▪ Schließlich gipfelt Diefenbachs esoterisch aufgeladener Kunst-Naturalismus darin, dass er sich selbst als messianischer Wegweiser der Menschheit zur Erlösung von Elend und Not stilisierte. Bei Widerständen und Angriffen auf seine Person inszenierte er sich als christusgleicher Martyrer der Menschlichkeit. Besonders in der Kommune Himmelhof ließ er den Kult um die Anbetung seines Genius oder Egos zelebrieren.

Der „Wahn“, den Diefenbach praktisch allen gesellschaftlichen Institutionen seiner Zeit zusprach, war eher bei ihm selbst zu suchen. Diese Wahn-Projektion zeigte sich nicht zuletzt in seinem Verschwörungs-Verdacht gegen alle Welt – von Seiten seiner Geschwister und Frau, Medizin und akademischem Kunstbetrieb, Presse und Polizei, Kirche und Fürsten, Justiz und Verwaltung.

Das Scheitern des Propheten

Diefenbach unterm Ehejoch
Diefenbach unterm Ehejoch

Diefenbachs überspannter und uneinlösbarer Naturreligions-Ansatz war zugleich die Bedingung seines Scheiterns. Der Künstler hatte für einen messianischen Propheten weder das differenzierte und ausgereifte Lehrgebäude (wie etwa Rudolf Steiner) noch die charismatische Ausstrahlung und das organisatorische Geschick, eine bedeutende Jüngerschaft um sich zu sammeln. Nicht einmal in seiner unmittelbaren, familiären Umgebung gelang es ihm, seine Ideale und Ziele erfolgreich zu verwirklichen. In seinem zentralen Lebensexperiment scheiterte er, nämlich seine Kinder im Rousseauischen Geiste als Naturmenschen in Licht, Sonne und Nacktheit sowie abgeschirmt von den zivilisatorischen Einflüssen an Religion und sonstigen Sittenregeln aufwachsen zu lassen. Diefenbachs Sohn Helios machte seinem Vater später Haus und Leben auf Capri „zur Hölle“. Der pädagogische Misserfolg beeinträchtigte Diefenbach in seinem Sendungsbewusstsein allerdings in keiner Weise, denn auch in diesem Fall gab er allen anderen die Schuld – insbesondere seinem Schüler Paul von Spaun mit dessen „falsch verstandenen Nietzscheanismus“.

Ebenso scheiterte Diefenbach in seinen sozialen Lebensreformansätzen: In der Kommune Himmelhof bei Wien wollte Diefenbach ab Herbst 1897 eine Natürlichkeits-Gemeinschaft fern der „entarteten Gesellschaft“ aufbauen. Auch dieses rousseauistische Projekt war zum Scheitern verurteilt – vor allem wegen des patriarchalisch-totalitären Herrschaftsanspruchs des „Meisters“ über seine ständig wechselnde Jüngerschaft. Schließlich führten Diefenbachs Beziehungen zu Frauen mehrfach zu Katastrophen. Unter Ablehnung von Monogamie und Ehe-Form, aber mit patriarchalischem Anspruch auf Unterwürfigkeit und Folgsamkeit seiner Frauen lebte er in drei Lebensphasen mit jeweils zwei Frauen zusammen. Diese polygamen Harems-Experimente führten regelmäßig zu seelischen Verletzungen und physischen Zusammenbrüchen aller Beteiligten.

Karl Wilhelm Diefenbach war sicher nicht „vollkommen verrückt“, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 10. Januar 2010 andeutete – wer ist schon vollkommen? Denn Diefenbachs Weltanschauung hatte Konturen mit Zielen und Idealen, auch wenn sie utopistisch, extremistisch waren und nicht immer logisch zusammenpassten. Dazu noch ein skurriles Beispiel: Von einem Gönner war ihm einmal in Aussicht gestellt worden, von einem Zoo einen jungen Löwen in Pflege zu bekommen. Dazu überlegte Diefenbach mit seinen Kommunarden, wie er den fleischfressenden Charakter des Raubtiers mit veganer Umgewöhnung zu zivilisierter Zahmheit umpolen könnte.

Karl Wilhelm Diefenbach starb am 15. Dezember 1913 nach heftigem Darmkatarrh, Bauchfellentzündung und starkem Erbrechen wahrscheinlich an Rektalkarzinom. Das Schlusswort zu Diefenbachs gescheiterter Lebensmission sprach sein Capri-Bekannter Adolf Schafheitlin einige Tage nach dessen Tod aus: „Ich glaube, unser Freund ward auch ein Martyrer seiner extremen Vegetarier-Idee.“

Wenn man Diefenbachs Propheten-Leben Revue passieren lässt, dann muss man an die Ausstellungsmacherin die Frage stellen: Dieser Mann mit mittelmäßigen Bildern und übersteigertem Selbstwahn-Bewusstsein soll der Prototyp eines modernen Künstlers und Propheten sein? Sollte wirklich diese mit Gott und Welt verkrachte Existenz, der gezeigte Hass auf alle gesellschaftliche Institutionen sowie Diefenbachs naturalistische Religionsideologie das Signum der modernen Zeit sein?

Text: Hubert Hecker
Bild: privat (aus der Frankfurter Ausstellung)

drucken
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

71 Comments

  1. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. In dieser erbärmlichen Gestalt Diefenbachs wird deutlich, wie sehr moderne Denktraditionen den Menschen, der sich das bewusst und ungefiltert zu eigen macht(e), zu einer chaotischen, in sich widersprüchlichen und wahnwitzig-aggressiven Erscheinung machen.

    Ich kann es nicht hundertprozentig formulieren – aber unscharf gesagt dämmerte mir auch noch mal mancher geistige Zusammenhang zwischen diesen Denktraditionen und dem Nationalsozialismus auf.
    Dieser Herrenwahn, dieses völlige Unterschätzen der Gewalttätigkeit in der „Natur“, ja, der Zwang – wenn man alles esoterisch-diesseitig herleiten will – eben auch das Böse gut zu nennen.
    Andererseits dieser Hass gegen die Ehe bzw. die Frau, mündend in die blasphemische Umdeutung der Kreuzes Christi in das Kreuz des Mannes „unter“ der Frau. Man hat diesen Hass auf die Frau und Christus auch bei Nietzsche festgestellt. Und es ist von der Hl. Schrift her klar: der Herr selbst setzte Feindschaft zwischen die Frau, ihren Samen und die Schlange. Das heißt: Wer Christus hasst, hasst immer auch auffallend und perfide die Frau (auch unter dem Deckmantel umgekhrter Worte). Man kann auch sagen: Wer die Frau verachtet, ist anfällig, von Christus abzufallen – oft auch innerhalb der katholischen Tradition. Mir sind daher in der katholischen Literatur vom Ende des 19. Jh und Anfang des 20. Jh durchaus überspannte Ideen im zwar frommen Gewand, aber in demselben hochfahrenden Duktus aufgefallen. Darunter fällt diese merkwürdige Erscheinung, die Gottesmutter als Gegenfigur zur realen Frau zu stilisieren, ein geistesgeschichtliches Phänomen, das in derselben Zeit ganz auffallend überhand nahm, teilweise verdrängt die überspannte Mariengestalt sogar Christus selbst. das lässt sich bin s moderne Erscheinungswesen nachzeichnen.

    Diefenbach steht als platteste Kitschfigur für die Möglichkeit, in der scheinbaren Identitfikation mit Christus dessen Tod-Feind zu werden.

    Das ist ein Mahnmal: Beim Lesen dachte ich, dass keiner von uns gefeit ist vor solcher Verblendung, wenn er sich nicht voll bewusst werden will, dass diese Möglichkeit JEDEN postmodernen Menschen bedroht.
    Wenn auch nicht so übersteigert und wahnwitzig, aber in schwächerem Ausmaß sehr wohl.

    • Was die Nazis hier sollen, ist mir nicht ganz klar geworden. Eine eigene Kunstrichtung haben sie jedenfalls nicht geschaffen. um die Nazis geht es dieses Mal auch ausnashmsweise nicht, obwohl sie sonst allgegenwärtiges Thema zu sein scheinen. Versuche, ohne Bezug auf sie auszukommen, wären sicher sinnvoll.
      Was die mutter gottes in dieser Betrachtung soll, ist mir auch nicht einleuchtend. Man lasse den Ausgangsartikel so stehen, wenn man zu ihm nichts sagen kann.

      • Man muss auch nicht alles kritisieren, was man nicht kapiert hat… in diesem Fall rate ich, einfach noch mal zu lesen.

        Die Nazis: es geht um diese Übersteigerung des Menschen, der sich zuvor selbst neu schöpft und in Gegensatz zu einem „Feind“ setzt, dem er ständige Demontage unterstellt und von dem er sich nun endlich endlich befreien muss. Es ist aber nicht nur das, sondern ein damit verbundenes Sendungsbewusstsein, das nichts geringeres, als die ganze Welt mit den eigenen inneren Verzerrungen dauerbeschäftgen will, im Wahn, daran würde sie genesen.

        Was Maria betrifft: Solche Typen oder Ideologien bauen sehr oft ein weibliches Übermenschenwesen auf, die in Gegensatz zur realen Frau gesetzt wird, die man hasst und verachtet. Diese Gegenfigur kann auch eine Abstraktion sein – bei Diefenbach eine stets applaudierendes, alle Wünsche und Begierden bis zur Besinnungslosigkeit erfüllendes Kuscheltier mit weiblichen Geschlechtsorganen, das nicht sprechen kann.
        Bei gewissen Katholiken wird die Muttergottes als eine solche Gegenfigur konzipiert. Mit der echten Madonna hat das natürlich nur noch begrifflich, aber nicht mehr inhaltlich etwas zu tun.

        Mein wichtigster Satz aber – und vielleicht ist es auch das, woran Sie sich ärgern:
        In diese Fallen tappt jeder postmoderne Mensch, wenn er nicht haarscharf aufpasst… er wankt hin und her zwischen irrwitzigem Individualismus und pathologischem Kollektivwahn.

        Das macht ihn anfällig für solch schwankende Ideologien wie die nationalsozialistische, die ein Sammelbecken für sämtliche reaktionären und esoterisch-modernistischen Ideenversatzstücke war.

      • zeitschnur
        Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, wieviel Ihre „Madonna“ mit Maria, der Mutter des Herrn, wie sie in der Heiligen Schrift hervortritt, zu tun hat?

    • Kann man die Ausschweifungen Zeitschnurs nicht reguilieren ? Das Meiste liegt doch fernab jeglicher Thematik.

    • zeitschnur@ Sie sind schon ein schwieriger Fall. Bei ihnen weiss man nicht, woran man ist.
      Ihre langen und mit Fremdwörtern durchsetzten Beiträge widersprechen sich oft.
      Aber ich möchte doch noch zu den Begriffen „Kunst“ einiges sagen. Sicher, heute
      und in der Vergangenheit gab und gibt es Künstler, die diesen Namen verdienen, nicht
      nur in der Malerei. Wenn man aber das betrachtet, was heute mitunter als Kunst bezeichnet und dem
      Betrachter zugemutet wird, kann man den Eindruck gewinnen, der Interessierte soll ver-
      dummt und als nicht gebildet gebranntmarkt werden. Besonders schlimm ist es, dass
      diese Afterkunst auch in den Kirchen Einzug gehalten hat.

      • …vielleicht passe ich ja bloß nicht in die gängen Schubladen?

        Zur Kunst: Nein – eher ist es die Frage, welches Ziel sie hat. Sie musste noch nie jedem gefällig und von jedem verstanden werden. Das wäre ein falsches Kritierium. Aber es muss ja auch nicht jeder für alles Verständnis aufbringen…

        Der Unterschied liegt vielleicht eher hier. Mit dem Geniewahn (seit der Renaissance bereits!) hat sich die Zielsetzug verschoben, weg von der Kunst als Dienerin hin zur Kunst als Lebensform des Individuums als Idol.

        Das ist auch bei Diefenbach ganz deutlich erkennbar!

        Und mittels „Kunst“ macht sich das Individuum unabgreifbar. Kunst als Bastion des Egoismus.

  2. Früher haben sich Atheisten von Kunst und Bildung immer als einzelne dargestellt.
    Doch heute im Zeitalter der Medien ist es zur Bewegung geworden, die vor Allem von den Freimaurern zur Zerstörung der missbraucht werden.
    Doch wie im Falle Diefenbach, der sich der Lehre Rousseau verpflichtet fühlte rächte sich der Liberalismus durch das Verhalten seines Sohnes. Unsere Heutigen vor allem Linken Vertreter, die zwar Religion als Opium fürs Volk bezeichneten wollen keine Kinder mehr. Dann müssten Sie Teilen.
    Die Folgen einer Gesellschaft ohne Kinder bedeutet Vereinsamung als geringstes Problem. Wie wollen sich diese Verteidigen wenn der Staat zusammenbricht? Glauben diese Egoisten im Ernst, dass, wenn die Ausländer( Islam) die Macht übernehmen, sie wirklich von der Gesellschaft versorgt werden? In den Staaten ist die 2 Klassengesellschaft schon so weit ausgeufert, dass man für den Bodensatz schon 600 Konzentrationslager mit Massengräbern, für über 15 Millionen Körpern im Namen der Familie Bush vorbereitet hat. Von Menschen spricht von diesem System niemand.
    Für Europa haben diese Strategen folgendes Vorgesehen:Thomas P. M. Barnett (* 1962 in Chilton, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Forscher auf dem Gebiet der Militärstrategie. Im Jahre 2000 wurde er von der Firma Cantor Fitzgerald beauftragt, ein Forschungsprojekt über globale Militärstrategien zu leiten.
    Zitat vom NWO Anhänger und Globalisierungs- Fanatiker Thomas Barnett:
    “Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde, …durch die Vermischung der Rassen, mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa, dazu sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden.
    Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm zu Begreifen, aber Intelligent genug um zu Arbeiten.”
    “Jawohl, ich nehme die Vernunftwidrigen Argumente unserer Gegner zur Kenntnis, doch sollten sie Widerstand gegen die Globale Weltordnung leisten, fordere ich „We shall kill them“ (wir werden sie töten).”
    Noch Fragen?

    • Ja: Sie glauben doch diesen rassistischen Blödsinn nicht im Ernst?!
      Demzufolge würde der behauptete „höhere“ IQ der Weißen durch braune Beimischung auf 90 absinken, sprich: die Dunkelhäutigen sind blöder als die Weißen?!

      Alleine, dass Sie diese blasphemischen Gedanken nicht in Frage stellen…

      (Damit will ich nicht den Wahnwitz mancher Theoretiker bezweifeln, aber Sie bezweifeln deren rassistischen Grundüberzeugung nicht, und das ist für einen Christen ein Armutszeugnis.)

      Tatsache ist, dass wir zur Verblödung nun wahrlich kein „fremdes Blut“ brauchen – im Gegenteil, oder wie erklären Sie es sich sonst, dass viele Unternehmer schon gar keine hellhäutigen, einheimischen Angestellten mehr aufnehmen wollen – weil sie total verblödet SIND, nicht lesen, schreiben, rechnen können und kein Durchhaltevermögen haben?

      Ich bezweifle nicht, dass diese Verblödung beabsichtigt ist, aber ich bezweifle diese rassistische Komponente.

      Die Fremden sind im Interesse von Ausbeutern hier – man kann sie ausbeuten, für wenig Geld schwer arbeiten lassen und auch leichter wieder rauswerfen. Machen wir uns nichts vor. Und das ist Realität, lässt sich nachweisen anhand der Fakten und ist nicht einfach nur eine Theorie.

      • Dass die Fremden hier ausgebeutet werden, darf auf keinen Fall verallgemeinert werden. Wenn Sie sich mit Ihren Kommentaren zurückhalten könnten, wäre dies eine besondere Gnade, um die ich ehrlich bitte.

      • Sie wollen mir das Wort verbieten?
        Haben aber selbst nichts zu sagen?

        Was denken Sie, wer da alles dran verdient, bis diese Fremden hier angekommen sind?
        Hören Sie keine Nachrichten oder lesen Sie nur rechtsradikale Blätter? (Nur die verschließen vollkommen die Augen vor diesen Problemen!)

        Erst Schlepperbanden, dann die Betreiber kaputter Fährschiffe, dann Schleuser in den europäischen Länder und allzu oft auch noch dubiose Unternehmer, die selben Leute als Billiglohnkräfte ohne Papiere wie Sklaven arbeiten lassen. Zu hause herrschen bei vielen so katastrophale Verhältnisse, andenen der Westen nicht unschuldig ist… wer geht schon freiwiliig weg von zu Hause, wenn es ihm dort gut geht?

        Die vielen anderen Szenarien erspare ich Ihnen, denn Sie verkraften die Realität scheint es nicht!

        Ich habe auch schon selbst miterlebt, wie man gezielt solche Mitarbeiter angeworben hat, und dies im großen Stil.

        Und glauben Sie mir: einem richtig geldgeilen Menschen ist es völlig wurscht, welche Rassemerkmale das Volk hat – ihm geht es nur drum, möglichst viel Geld und Macht zusammenzuraffen.

      • //Rassistischer Blödsinn?//

        “Einige der Turkvölker (z.B. die mongolische Rasse) und die Nomaden im Norden, und die Schwarzen und die Nomaden im Süden sowie all jene in unseren Breiten, die ihnen ähnlich sind. Die Natur dieser Wesen ist wie das Wesen eines Esels (eines stummen Tieres) und meiner Meinung nach befinden sich die genannten nicht auf der Ebene des Menschen. Unter den existierenden Dingen befinden sie sich unterhalb des Menschen aber über dem Affen, weil sie mehr dem Erscheinungsbild des Menschen ähneln als dem Affen.”

        Frage an Sie: von wem stammt dieses Zitat?

      • zeitschnur
        Rassenvermischung ist eins aus einem ganzen Arsenal von Mitteln, um die europäischen Völker zu zerstören. Pornographie, Promiskuität, Zerstörung der Familie, Zerstörung der Kinderseelen ab dem frühest möglichen Alter, Zerstörung der Religion, …, sind weitere Mittel.
        Tatsache ist:
        a) Es gibt dokumentierte Pläne für dieses Ziel mit solchen Mitteln.
        b) Diese Pläne werden, ob die Völker damit einverstanden sind oder nicht, seit Jahrzehnten durchgeführt. Wir sind ja Zeugen davon.

      • zeitschnur
        Reinhold hat Sie nur um eine besondere Gnade gebeten.
        Formuliert hat er seine Bitte in einem konditionalen Satzgefüge im Konjunktiv Irrealis.
        Er wusste, dass die Bitte unerfüllbar ist.

  3. Wie mir scheint,ist diese Rebellion bzw.dieser Hochmut gegen Gott tatsächlich eher ein Männerproblem.Interessant,ja fast typisch ist,das viele dieser „Lichtgestalten“,“Gurus“,“Vordenker“ an der Syphilis oder Schizophrenie litten.
    Interessant finde ich auch die Tatsache,das die Frauen weniger gegen Gott,dafür gegen den Mann rebellieren.
    Das scheint den Feministinnen gar nicht bewusst zu sein,das sie damit die Hierarchie ,die Gott gesetzt hat, bestätigen.
    Schade,das ihnen dieses Licht (noch) nicht aufgegangen ist,das gäbe ein Geheul !!!

    • Das ist ein Fehlschluss!
      Zwar ist diese massive Rebellion gegen Gott tatsächlich ein Männerproblem – es gibt keine weiblichen Pendants zu diesen Ansätzen. Die Rebellion in Form von Glaubensabfall und Häresie ist fast ausschließlich ein bewusster geistiger Akt des Mannes – die Frau scheut davor eher zurück und rebelliert nur im Windschatten des aufsässigen Mannes gegen Gott.
      Die Rebellion des Mannes gegen Gott geht aber immer auch einher mit der Rebellion gegen die Frau (wie man an Diefenbach sieht).

      Ich würde jedoch grundsätzlich bestreiten, dass das Ziel der Feministen Rebellion gegen den Mann ist. Das ist Täuschung!
      Der Feminismus ist – abgesehen von dem Bestreben, eine gerechte und vergleichbare Behandlung auf der juristischen und sozialen Ebene zu erreichen – ausschließlich eine Rebellion gegen die Frau.
      Die Rebellion gegen die Frau ist symbolisch die Rebellion gegen die Braut Christi und damit Rebellion gegen Gott.
      Gegen den Mann hat es noch nie eine ernsthafte Rebellion gegeben!

      Es ist nicht im Interesse der Frau, wenn sie sexualisiert, militarisiert wird und ihr die Würde der Mutterschaft abgesprochen wird – genauso wenig wie die Verachtung, die sie seit Jahrtausenden ertragen muss! Wenn es Frauen gibt, die aggressiv feministisch auftreten, darf man nicht übersehen, dass dennoch die meisten Frauen sich das nicht freiwillig zu eigen machen, sondern unter Druck, der durch die mentalen und sozialen Bedingungen auf sie ausgeübt wird. Ein weiteres Element ist die Täuschung der Frau mit vorgeschützten hehren Zielen.

      Grundfehler fast aller Frauen ist, dass sie sich über den Mann definieren. Sind sie im Islam, lassen sich sich ihre Erniedrigung als polygame Ehefrau hinter tausend Schleiern und unter verminderten Rechten aufschwätzen und machen sich auch noch zu den Hauptverfechtern dieser Erniedrigung.
      Und so ists überall: in Afrika sind es Frauen, die umnachtet durch männliche Ansprüche, andere Frauen beschneiden und ihnen die Hölle auf Erden bereiten, wenn sie nicht mitmachen.
      Bei uns machen Frauen all dieses pseudo-emanzipatorische Zeug mit, dabei dient es der Frau nicht, dafür aber der Verantwortungslosigkeit des Mannes.

      Es ist und bleibt ein einziges Novum, dass Gott sich zur Erlösung der Menschheit zuerst und zentral an eine Frau wandte, die in keinerlei innerem oder leiblichen Abhängigkeitsverhältnis zu einem Mann stand. Sie war Jungfrau, wurde ohne Beisein oder Zustimmung eines Mannes gefragt und der Mann, den Gott ihr zugedacht hat, war willens, daran auch nicht zu rühren – ein echtes Wunder.

      Neulich las ich eine sehr gute Predigt Prof Georg Mays zu dem Thema – es lohnt sich: http://www.glaubenswahrheit.org/predigten/chrono/2015/20150308/

      Vor allem der Passus dort über die Frau des Pilatus, Claudia, ist hervorragend und eine echte und großartige Ermutigung an die Eigenständigkeit der inspirierten Frau!

      • „Zwar ist diese massive Rebellion gegen Gott tatsächlich ein Männerproblem es gibt keine weiblichen Pendants zu diesen Ansätzen.“
        Das ganze große Männerproblem gegenüber Gott ist die Fleischeslust und die Frauen spielen schon eine gewisse Rolle in diesem Spiel. Die katholische Kirche hat ganze Länder verloren bei diesem Spiel wo der Geist zwar willig aber das Fleisch schwach ist. Auf dieser Ebene fallen die meisten hochintelligenten Geister denn ihre Phantasie treibt sie immer weiter von Gott weg weil sie nicht Herr über ihre Triebe sind. Und die Frau ist natürlich völlig unschuldig denn sie verführt ja nur.
        Per Mariam ad Christum.

      • Bei aller sonstigen Achtung: Blödsinn!
        Hier geht es um die Erhebung gegen Gott.
        Auch wenn Sie nur Fleischeslust im Blick haben – ihr vorgelagert ist die Rebellion gegen Gott.

        Tut mir leid – hier müssen Sie noch mal nachdenken.

        Das Problem des Mannes ist nicht die Fleischeslust! Sondern die damit verbundenen Machtillusionen gegen Gott (und Frau).

        Ich sagte es schon öfter: die Frau ist seit dem Sündenfall in der Haltung, sie müsse es dem Mann irgendwie immer rechtmachenund all ihr Streben an ihm abgleichen. Sie wiegt sich im Wahn, sie könne über ihn Macht gewinnen. „Hochschlafen“ nennt man das krass, aber es hat Vorstufen im geistigen Bereich.

        Der Tag, an dem ein Mann dies begreift, wird ihn immun machen.
        Dann, erst dann.
        Der Ärmste, der „Verführte“, meine Güte Shuca!

      • Männerproblem ? Wie kommen Sie denn darauf ! Welche abwegigen Behauptungen Sie immer verbreiten müssen.

      • @zeitschnur
        Ich werde natürlich weiter nachdenken obwohl es mir eigentlich lieber wäre wenn eine Frau mal den Mann verteidigen würde. Aber das werde ich wohl nicht mehr erleben.
        „Auch wenn Sie nur Fleischeslust im Blick haben – ihr vorgelagert ist die Rebellion gegen Gott.“
        Gut versuchen wir es andersherum. Das Fleisch ist schwach aber der Geist ist willig. Ich mag allgemein Frauen aber sie sollten den Mann nicht zu viel Schuld vor Gott in die Schuhe schieben denn wer ohne Sünde ist schmeiße den ersten Stein. Aber warum streiten wir uns um Bagatellen. Solange im Vaterunser nicht irgendwann eine „Heilige Geistin“ auftaucht können wir ruhig schlafen. Aber! Nichts ist mehr unmöglich heutzutage.
        Per Mariam ad Christum.

      • @ Shuca

        Seien Sie doch einmal ganz ehrlich und unvoreingenommen: Wer hat in der Kirche all die Häresien erfunden? Wer hat sich gegen Gott aufgelehnt und darüber ganze philosophische Schinken geschrieben? Wer hat die Revolutionen angezettelt und durchgeführt?
        Und wer saß im Vaticanum II?

        Für Selbstmitleid ist wahrlich kein Anlass gegeben!
        Eher für ein In-sich-Gehen und endlich die Bereitschaft, nicht anstelle des Herrn der Herr sein zu wollen…

      • zeitschnur
        In meinen Augen haben Sie sich zu einer ziemlich aggressiven Feministin entwickelt.
        Ich finde das wirklich schade, und Sie sollten jetzt nicht gleich zurückschlagen, sondern sich einmal in Ruhe Gedanken machen darüber, wie Sie wirken.
        Männer haben nämlich nicht nur Häresien gemacht, sie haben auch die wahre Lehre bewahrt, formuliert und weitergegeben.
        Mit Ihrer Art von Logik (wer hat das gemacht? wer hat das gemacht?) werden manche Leute zu Antisemiten.

      • Ich möchte „Feministin“ einschränken auf Ihr verbales Auftreten, und will damit kein kränkendes Urteil über Ihre Person ausgesprochen haben.

      • Tut mir leid – aber in Frömmlerkriesen müssen seit langem die Frauen herhalten für all das, was geschieht: sie sind schuld. Ständig wird die Frau thematisiert, als sei sie die heimliche Täterin. das ist eine der vielen absurden Verschwörungstheorien.

        Mir geht es darum zu zeigen, dass fast nichts der heutigen Zustände objektiv und nachweisbar ursächlich auf Frauen zurückführbar ist. Verzeihen Sie, aber auch das muss endlich mal einer deutlich aussprechen. Dass Sie das nicht hören wollen, spricht für sich.

        Übrigens: es ist auch typisch für dieselbe Klientel, sich auf die Juden rauszureden! Das passt nur ins Bild! Der vom Glauben abgefallene christliche Mann sollte sich als das erkennen, was er ist. Dazu braucht man nicht den jüdischen Sündenbock. Nicht den jüdischen und nicht den weiblichen.

      • Ich möchte hier noch hinzufügen, Leo Lämmlein, dass auch Sie hier in diesem Forum zwischen den theologischen Lehr-Welten surfen – mal sind Sie bei den Häretikern, mal wieder katholisch, verlinken das alles auch noch, garnieren es mit vorgeschützter Wissenschaftlichkeit und verschanzen sich hinter einer Mehrsprachigkeit, bei der sehr viele hier nicht mehr überblicken, was Sie da an Irrlehren und undurchsichtigen Vermischungen verbreiten.

        Sie haben hier schon ausdrücklich protestantische, dezidiert (in der Lehre) antikatholische Argumentationen vorgetragen. Sie haben sich vor ca. einem Jahr dazu bekannt, in eine russlanddeutsche Freikriche zu gehen und das damals theologisch ausführlich rechtfertigt und begründet. Noch vor wenigen Jahren wären Sie aufgrund dieser Tatsachen exkommuniziert gewesen – als Tatstrafe.

        Sie geben selbst ein Beispiel für das, was ich meine – dieses Switchen zwischen Wahrheit und Lüge, und Sie können sicher darauf rechnen, dass der katholische Leser eher bereit ist, Ihnen rechtzugeben, weil Sie ein Mann sind, als einer Frau, die auf dieses Problem hinweist.

        Faktisch erfüllen Sie aber Merkmale des „Modernisten“. Genau dieses Switchen bei vorgeschobener Wissenschaftlichkeit und Integrität beschrieb Pius X. in „Pascendi“.

        Es gibt keinerlei Aufschrei hier bei den angeblich „Traditionstreuen“, wenn Sie all diese schrecklichen Dinge vortragen und offen immer wieder von zentralen Glaubenslehren abfallen.

        Und ja: morgen sind Sie ja wieder mal für eine Zeit bei den Katholiken und werfen ein paar erzkatholische Brocken in die Arena. Bis zum nächsten Mal, wo es wieder andersherum läuft und wieder ein Link auf eine evangelikale Wahnsite voller endzeitlicher Verschwörungstheorien, Prophetien darüber, wer wohl der Antichrist und wer der falsche Prophet ist, gesetzt wird.
        Ich sagte es bereits: ich habe fast alle Ihrer Links überprüft und es müssen einem die Haare zu Berge stehen als Katholik – allein, die braven Leute merken nix, wollen nix merken.
        Hätte ich dieselben Posts geschrieben, bin ich sicher, hätte man mich schon verdammt, weil ich eine Frau bin.

        Und so war es immer…

        Mehrfach aber haben Sie zu erkennen gegeben, was Sie suchen: Harmonie, Leute, die Ihnen rechtgeben, Ihnen nicht widersprechen.

        Wochenlang behaupteten Sie letztes Jahr in diesem Forum, die Christen müssten „einmütig in der Lehre und im Brotbrechen sein“, dabei wird dies im NT für die erste Zeit erzählt, aber nicht als Norm gesetzt, und predigten einen Puritanismus, den die Kirche mehrfach verworfen hat.

        Ähnlich sagten Sie neulich, Sie hätten da ein Forum von protestantischen Darbisten gefunden, wo man ach so gut miteinander umgehe. Und unter einer „liebevollen“ Kirche stellen Sie sich eine Gemeinschaft vor, in der Frauen den Mund zu halten haben. Das haben Sie neulich geschrieben.

        Die Liebe zu Jesus, die Angst bzw. das Bewusstsein, selbst dem Irrtum zu erliegen oder erliegen zu können, haben Sie noch nie geäußert.

        Und das ist eh der Tenor hier.

      • Völlig uberflüssige Ausführungen, die mit dem Glauben nichts zu tun haben. mit solchen fragen habe ich mich nie beschäftigt und werde es auch nicht tun.

      • @Zeitschnur
        „Seien Sie doch einmal ganz ehrlich und unvoreingenommen: Wer hat in der Kirche all die Häresien erfunden? Wer hat sich gegen Gott aufgelehnt und darüber ganze philosophische Schinken geschrieben? Wer hat die Revolutionen angezettelt und durchgeführt?
        Und wer saß im Vaticanum II?“

        Nun ihre beschriebenen „Frömmlerkreise“ waren es sicher nicht. Aber sie meinen bestimmt die Männer. Seien sie demütig. Wir können es doch nicht ändern das Gott seinen Sohn und nicht seine Tochter für uns ans Kreuz geschickt hat. Auch hat er seine Kirche patriarchalisch und nicht matriarchalisch aufgebaut. Er wird schon wissen warum der Mann die Rolle spielt die er spielen muß. Deswegen ist eine Kritik am Mann möglicherweise eine Kritik an der Weisheit des Allmächtigen.
        „Frömmlerkreise?“ Ich gehe mal davon aus das zb. die Mutter Gottes fromm ist aber ich habe noch nicht gehört das dieses schlecht sein soll. Also die Frommen sind möglicherweise nicht so schlecht wie diese Welt sie gerne sieht. Also ich wäre gerne fromm aber um das zu erreichen brauche ich noch ein bißchen Unterstützung vom Himmel denn es liegt noch vieles im Argen vor dem Herrn.
        Per Mariam ad Christum.

      • @ shuca

        Sie reden Blech und vor allem an dem vorbei, was ich tatsächlich sagte. Und den Artikel oben haben Sie wohl nicht gelesen.

        Zum Nachdenken für Sie: warum wohl musste Gott selbst ein Mann werden, um unser Elend hier zu heilen?

  4. Also wenn wir Frauen schon so gerne hören, das Gott sagte, das aus unserem „Samen“ DIE kommen wird, die der Schlange das Haupt zertritt, müssen wir auch das annehmen, was uns nicht gefällt, nämlich was Gott zu Eva sagte: „Er soll dein Herr sein und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein“!
    Das ist natürlich die Stelle, bei der Feministinnen Amok laufen, obwohl sie sich ja (unbewußt) an diese göttliche Hirarchie halten, indem sie den Mann bekämpfen wollen.
    Natürlich ist das indirekt auch ein Aufstand gegen Gott und nicht nur das, dieser Kampf gegen den Mann kann nicht nur nicht gewonnen werden, sondern richtet sich letzten Endes gegen die Frauen selbst.
    Das ist so als wenn ich sage, also mein linkes Bein ärgert mich, da hacke ich mir das rechte ab – als kleines anschauliches Beispiel.
    Mann und Frau sind eine Schicksalsgemeinschaft bis zum Ende der Welt, da helfen auch keine noch so polemischen Verrenkungen und das Postulieren von anderen „Lebensentwürfen“.
    Ich bin überzeugt, dass die erste Frage von Gott sein wird, wenn wir vor ihm stehen: wo ist dein Mann bzw. wo ist deine Frau!
    Wohl dem, der dann antworten kann.
    Theologische Endlosdisskussionen wird Gott jedenfalls nicht mit uns führen,das ist mal sicher.

    • Mit Verlaub, das ist Unsinn:
      Erstens heißt es sowohl im Lateinischen als im Hebräischen nicht, er „soll“, sondern er „wird“ dein Herrn sein. Vorgelagert ist die Schwächung der Frau in der Mutterschaft, beim Gebären. Ein „Soll“ draus zu machen ist bereits eine freie Interpretation.
      Weiter steht dieser Satz unter den Sündenflüchen, ist also gerade nicht die göttliche Ordnung, sondern die Zerstörung der göttlichen Ordnung!

      Sie stehen mit einem Fuß in der Blasphemie, denn der Fluch der Sünde (das mühselige Gebären, die Beherrschung der Frau durch den Mann, der verunkrautete Acker und schließlich der Tod sind NICHT die „göttliche Hierarchie“).
      Das ist ja Wahnsinn, was Sie da sagen.
      Sie nennen den Fluch der Sünde „göttlich“!
      Nach Ihrer Logik hätte Jesus dann fortbleiben können.

      Das „Verlangen“ nach dem Mann dürfte, wenn man es so versteht, wie es dasteht, nicht der Aufstand gegen ihn sein, sondern ja – das Verlangen NACH ihm: die Frau richtet sich immer nach dem Mann, die Frau unter Sünde. Was meinen Sie wohl, wenn Sie sagen „Mich verlangt nach X“ – nicht dass Sie gegen X kämpfen, sondern auf X Lust haben oder X brauchen.

      Auch hier sollten Sie bemerkt haben, dass Maria sich nicht nach einem Mann richtete, ja er überhaupt nicht konsultiert wurde. Sie war Jungfrau. Sie wurde ohne ihn gefragt und nur ihr Fiat war relevant. Der Mann erhielt Weisung, was dann zu tun sei. Der Sündenfluch war bei ihr ganz offenkundig nicht wirksam.

      Was den Satz Evas betrifft reden Sie leider auch total am Sinn der Stelle vorbei: Eva wartete darauf, den Samen gebären zu dürfen, mit dem sie der Schlange den Kopf zertreten würde. Es ist logisch, dass sie bei jedem Knaben, den sie gebar, hoffte, das sei der Erlöser. Aus ihrer Sicht war das folgerichtig und offenbart ihre Sehnsucht danach, alles wieder gut zu machen. Dies war jedoch Maria vorbehalten. Bis dahin sehnten sich alle Frauen Israels danach…

      Denken Sie in einer stillen Stunde aber mal darüber nach, warum dieser Knabe später nicht von einem Mann kommen konnte, dafür aber von einer Frau.
      Und warum Maria über allen Engeln und Aposteln steht, wie die Kirche lehrt.

      Im übrigen kann man nur raten, die Bibelverse so zu verstehen, wie sie dastehen und nicht ideologisch umzudeuten oder Aussagen entgegen der Aussage hineinzulegen.

      Wenn es heißt, sie habe Verlangen nach ihrem Mann, dann heißt das gerade nicht, dass sie sich gegen ihn auflehnt. Und eine erotische Komponente ist darin übrigens auch deutlich und eindeutig enthalten.

      • Was Sie nicht alles wissen ? Ist ja fast schon phänomenal. Leider sind die längsten Ausführungen nicht viel Wert, wenn sie mit dem eigentlichen Thema reichlich wenig zu tun haben. Das Thema sollte man lesen und sich dann überlegen, ob man etwas dazu zu sagen weiß oder Geschwobel und Endlosverkettungen von Nichtigkeiten.

      • //Mit Verlaub, das ist Unsinn://

        Wenn Sie das sagen, ist die Erörterung erledigt.
        Oder doch nicht?

        //Erstens heißt es sowohl im Lateinischen als im Hebräischen nicht, er „soll“, sondern er „wird“ dein Herrn sein. Vorgelagert ist die Schwächung der Frau in der Mutterschaft, beim Gebären. Ein „Soll“ draus zu machen ist bereits eine freie Interpretation.//

        Nein, das ist es nicht. Das Hebräische verwendet hier das Imperfekt. Das Imperfekt ist aber nicht nur ein Tempus, es dient auch zum Ausdruck verschiedener Modi. So steht es oft zum Ausdruck dessen, dass eine Handlung eintreten kann, mag, darf, soll usw. Steht die Allioli-Arndt-Bibel (1910; mit Approbation der deutschen Bischöfe und Segen Papst Pius‘ X.) auch „mit einem Fuß in der Blasphemie“, wenn sie diese Stelle (aus der Vulgata, mit Rücksicht auf den hebräischen Urtext) so übersetzt: „Ich will die Beschwerden deiner Schwangerschaften vervielfältigen; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären, und unter der Gewalt des Mannes sein, und er soll Herr über dich sein“ ?

        //Das ist ja Wahnsinn, was Sie da sagen. Sie nennen den Fluch der Sünde „göttlich“! Nach Ihrer Logik hätte Jesus dann fortbleiben können.//

        Wenn Gott der Herr einen Fluch ausspricht, dann ist dieser Fluch in der Tat göttlich, was soll er denn sonst sein?
        Nun hat Gott aber nur die Schlange verflucht (Kapitel 3, Vers 14: „Weil du dies gethan hast, so bist du verflucht unter allem Vieh und den Thieren des Feldes…“). Er hat auch die Erde verflucht, ebd. Vers 17: „so sei die Erde verflucht ob deiner That…“ , aber Gott hat n i c h t den Menschen verflucht, weder den Mann noch die Frau. Lesen Sie es einfach nach, Genesis Kapitel 3.
        Sie lesen einen Fluch in die Worte Gottes, den Gott nicht gesprochen hat. Man nennt das „Eisegese“ treiben anstelle von „Exegese“.

      • @ Leo Lämmlein

        Ja und? Das hebräische Imperfekt ist dennoch vor allem ein Futur. Die Vulgata übersetzte dennoch schon in den frühesten fassungen grudnsätzlich Futur. Und das Futur ist im Lateinischen immer ein Futur und nicht Konjunktiv.
        Was in Ihrer Ausgabe approbiert wurde, ist ohnehin fragwürdig, zumal in der unrevidierten Vulgata genau dieser Vers falsch aus dem Hebräischen bzw. aus der Septuaginta übersetzt wurde: der Passus, dass die Frau nach dem Mann verlangen würde, ist dort unterschlagen und ersetzt durch ein „sie soll unter seiner Gewalt sein“, was definitiv nicht im Grundtext steht. Alleine das ist schon verdächtig…
        Das wurde aber inzwischen längst korrigiert, auch wenn Sie das nicht mitbekommen haben.

        Das alles hat aber nichts damit zu tun, dass eine Folge der Sünde nicht zugleich die „göttliche Ordnung“ sein kann. Nennen Sie es wie Sie es wollen, das ist hier nicht das Thema, aber auch schon die Väter hoben darauf ab, dass eine Strafe nicht das repräsentiert, was in der eigentlichen Ordnung wäre!

        Vielleicht fehlt es Ihnen einfach an einem gesunden Verständnis: Wenn Sie Ihrem Kind zur Strafe Hausarrest geben, dann ist das nicht der ordentliche Zustand, sondern eine Zerstörung der Freiheit, die ihm eigentlich zugedacht war.
        Auch ein Inhaftierter lebt nicht in der eigentliche Ordnung, sondern in einem Zustand der ontologischen Unordnung.

        Wer sagt, die Sündenfolge sei „göttliche Ordnung“ steht mit einem Fuß in der Blasphemie. Denn wenn die Strafe die „göttliche Ordnung“ darstellt, kann die heile Ordnung davor offenbar nicht die Schöpfungsordnung gewesen sein. Ordnung ist ein absoluter Begriff – kein relativer.

        Alles, was in Gen. 3 steht, ist der Verlust der Ordnung, mündend im Sterbenmüssen.

        Für diese meine Auffassung steht die Aussage Jesu an die Männer, ihr Anspruch, den sie zwar mit Moses begründen, sei aber dennoch nicht das, was Gottes Ordnung von Anfang an vorgesehen hat. das Gesetz des Mose berücksichtigt das harte Herz des Mannes und stellt insofern keine „göttliche Ordnung“ dar, die sich mit dem messen könnte, was wirkliche Ordnung von Gott her war.

        Im übrigen ist das, was von Bischöfen approbiert wurde, immer noch nicht im Rang der Lehre der Kirche.

        Auch das muss man ab und zu mal wieder in Erinnerung rufen.

    • @Zeitschnur
      „Sie reden Blech und vor allem an dem vorbei, was ich tatsächlich sagte. Und den Artikel oben haben Sie wohl nicht gelesen.“
      Geht mir doch bei manchen ihrer Beiträge genauso aber als Mann wollte ich nicht unhöflich sein.
      Per Mariam ad Christum.

  5. Nachtrag:
    und Eva dankte Gott indem sie sagte, „Gott hat mir einen Mann gegeben“ !
    Und was tun wir !?
    Wir Frauen sollten nicht nur zum Schminken mal öfter in den Spiegel schauen.

      • Da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu! Und deshalb schminke ich mich nicht nur nicht, sondern schaue auch selten in den Spiegel.

        Aber Stella hat gar nicht kapiert, dass Eva hier nicht einen „Mann“ (Ehemann) meint, sondern dass sie einen Jungen geboren hat.

      • Bin der gleichen Meinung ! Natürliche Schönheit braucht keine widergöttliche Maske mit Lippenstift, Nagellack und Make-up. Nur entstellte Frauen-Seelen brauchen eine MASKE hinter der sie sich verstecken müssen, und die Pseudo-Selbstbewußtsein vorspiegelt.

  6. @Zeitschnur: Sie wollen so klug sein und verstehen eigentlich gar nichts.
    Tut mir leid aber da ist nur Theorie und viel heisse Luft und sehr viel Aggression.

    • Dem kann ich mich nur anschließen. Viel Selbstüberschätzung spielt da eine Rolle. Die Ausführungen von Zeitschnur sind einfach wenig hilfreich.

    • Na Sie beide – haben Sie auch Argumente, oder lassen nicht vielmehr Sie nur Ihren Zorn ab?

      Meine Meinung mag Ihnen nicht passen, aber warum darf ich nicht sagen, was Ihnen nicht passt?

      Immerhin argumentiere ich. Sie dagegen ziehen verbale Prügel – und haben noch Selbstmitleid…

  7. Die Männer sind bei einer Einzelnen, die sich ständig zu Wort meldet, schuld. Das ist vielleicht eine Erkenntnis, mit der sie besser bei EMMA schreiben sollte. Die Männer haben doch auch keine Häresien „erfunden“. Was für ein Irrgang, welche Unlogik in sich.

    • Ich wies darauf hin, dass die Auflehnung gegen Gott in Wort, Tat und Kunst vor allem ein Männerproblem ist, wofür dieser Maler oben ein sehr aufschlussreiches Beispiel ist.

      Ich sagte weiter, dass man von Frauen so etwas selten initiativ erlebt.

      Widerlegen Sie das erst mal.

      Das können Sie nicht, und das ärgert Sie.

      • Meinetwegen können Sie sich gegen alles und jeden auflehnen. Das ist mir so egal wie nur etwas. Es ist restlos unbedeutend.

      • Ich lehne mich nicht „gegen alles und jeden“ auf – aber Sie lehnen sich gegen meine Gedanken ohne Argumente auf. Man kann mir allenfalls vorwerfen, sehr kritisch zu sein, aber das muss man dann im einzelnen begründen bzw. widerlegen. Dazu sind Sie aber nicht willens oder in der Lage. Sie keilen bloß.

        Wenn es Ihnen egal ist, warum tun Sie das dann?

  8. In meinen ursprünglichen Postings oben ging ich auf den Bericht über den Maler Diefenbach ein.
    Zusammengefasst kann man ihn als einen Prototypen spätneuzeitlichen Größenwahns benennen.

    Unser postmodernes Problem sind nicht Pläne in Schubladen oder „Rassenvermischung“ (dieser antichristliche Begriff ist selbst schon Teilstück dieses Größenwahns) oder die ewige Leier von der NWO, dem Genderismus und sonstigen konservativen Lieblingsschockerthemen… das lenkt alles nur ab von unserem eigenen Geisteszustand.

    Unser Problem ist der Glaubensabfall, der einhergeht mit diesem Größenwahn.

    In den Tagen Noahs geschah nichts weiter als Essen, Trinken, Heiraten, Feiern. Der Mensch, der sich selbst und seine Idole feiert, auch seine frommen Idole bzw. seine einsame Selbststilisierung in einem Meer von „verschwörereischen Feinden“: das ist es, wovor man Angst haben muss.
    All jene, die wie hymnotisiert auf diese übersteigert gezeichneten „Feinde“ starren, bemerken nicht, dass sie selbst schwer krank sind – wie dieser Mann oben. es ist fast gleich, ob man dann mit einem vereinnahmten Gott gegen die „Feinde“ kämpft oder gegen Gott gegen die „Feinde“. In jedem Fall erliegt man dem Wahn, immun zu sein.
    Aber das ist man nicht!

    Aus dem Artikel konnte man sehr genau entnehmen, in welche Phobien Diefenbachs Auflehnung gegen Gott mündete. Man kann in ähnlichen Phobien aber auch in religiösem Wahn landen.

    Ich habe den Artikel sehr genau gelesen und stehe nach wie vor v.a. zu meinen Anfangsposting.
    Ich danke noch einmal für den Artikel, weil er eine Problematik erhellt, die allerdings nicht gehört werden will. Eine Problematik, die uns seit mindestens 100 Jahren geistig zerfrisst. Nicht die anderen, sondern uns zerfrisst.

    Ich möchte meinen letzten Satz von oben noch mal wiederholen:

    „Beim Lesen dachte ich, dass keiner von uns gefeit ist vor solcher Verblendung, wenn er sich nicht voll bewusst werden will, dass diese Möglichkeit JEDEN postmodernen Menschen bedroht.“

    Warum, warum wohl klagt Jesus, er werde wohl kaum Glauben finden, wenn er komme.
    Bei so vielen, die sich für immun halten…

    Nein – wir sind das Problem, denn wir ähneln diesem Mann da oben… bis hin zu dem Kitschstil, der – peinlich ist das – manchen superfrommen Bildchen recht nahe steht…

    • Wir? Diesmal nicht das „Iich“, das Sie so aggressiv selbst zu retten versuchen. Jetzt haben Sie sich selbst beschrieben, deshalb so verständnisvoll. Sie realisieren sich an jeder vermeintlicher Schwäche ihrer Nächsten. Machen Sie bitte langsam halt, sonst wird es ohne Neuroleptikum nicht mehr gehen.

      • Gut, geschenkt – Sie nicht. Sie sind gefeit und immun vor Irrtum und Verführbarkeit, vor Größenwahn und Hass gegen Ihren Nächsten. Sie sind kein Kind Ihrer Zeit, sondern erhaben darüber – daher wissen Sie auch, wen man narkotisieren soll… in aller Demut, versteht sich.

        Schauen Sie sich um: einer erhebt sich über den anderen, einer trachtet dem andern nach dem Leben, einer will den anderen mundtot machen, z.B. Sie mich, ein Volk erhebt sich gegen das andere, und jeder rudert nur noch um seinen Vorrang, das 20. Jh hat so viele Ermordete wie kein anderes je zuvor.

        Aber die diese Mentalität haben – das sind die anderen, aber niemals wir selbst.
        Sie, @ methodus, bedürfen des Arztes nicht, so wie viele hier im Forum, aber ich weiß, wenn ich erhlich bin, dass ich in diesem Zeitgeist „erzogen“ wurde, und ich hoffe fest, dass Jesus mich läutert.

        Sie brauchen das nicht, und das ist okay.

  9. sagen wir einfach mal so,. Frau Zeitschnur hat in vielem Recht, sie vergisst aber, dass die Frau dazu da ist den Mann zu lieben und ihm eine Hilfe zu sein! (steht auf jeden Fall so in der Schrift)

    • @ besorgter christ:genau das meinte ich!
      Aber zornige Emanzen haben meist gar keinen Mann, darum sind sie ja so zornig und aggressiv.

    • Nein, das vergisst Frau Zeitschnur nicht. Lesen Sie meinen Artikel vom 28. Mai – ich kann bloß nicht immer in jedem Zusammenhang alles sagen.
      http://zeitschnur.blogspot.de/2015/05/die-familiensynode-und-die-mannerkrise.html

      Ich bezog mich hier auf das Phänomen Diefenbach.
      Lesen Sie auch den Artikel oben mal, dann verstehen Sie, was ich in diesem Zusammenhang sagen wollte.

      Das Problem des Mannes ist seit dem Sündenfall, dass er keine Hilfe will, kein „adiutorium“, sondern eine „famula“ („Gehilfin“).

      Das ist allerdings Folge der Sünde, wie in Gen. 3, 16 ausgeführt. Vergeblich versuche ich klarzumachen, dass nicht beide „Ordnungen“ zugleich gelten können, denn sie schließen sich aus.

      Es ist so, wie der Mensch, der von Gott zur Ewigkeit bestimmt ist, nicht zugleich darauf beharren sollte, dass er sterben muss.
      Es ist niemals „Schöpfungsordnung“, dass der Mesnch sterben muss! es ist Folge der Sünde, Unordnung!
      Der Mensch unter Sünde beharrt auf seinem Tod aber genauso wie auf dem verrutschten Geschlechterverhältnis.

      Diefenbach ist ein bestürzendes Beispiel dafür.

      Für mich ist wensentlich, dass diese Sündenfolgen in Genesis 3 vom Menschen unter Sünde zum Maß der Dinge gemacht wurden und werden.
      Ein Christ dürfte das nicht mehr tun.

      Vielleicht ist Ihnen auch schon mal aufgefallen, dass Jesus sogar diese Erniedrigung des Mannes, er müsse im Schweiß seines Angesichtes sein Brot verdienen, merkwürdig leicht gemacht oder sogar aufgehoben hat:
      Diese Stelle, an der ER sagt, die Spatzen würden nicht säen und nicht ernten und erhielten doch alles vom himmlischen Vater – so auch wir etc. steht doch eindeutig im Zusammenhang mit dieser Strafe des Mannes!

      @ besorgter christ – denken Sie doch einmal in aller Konsequnez dahin!

      Das heißt, dass wir unter dem Gesetz dieser in Gen. 3 beschriebenen Sündenstrafen nicht mehr stehen müssen! Auch, wenn wir in diesem Äon erst noch vollends aus ihnen herauswachsen.

      Ich finde das wunderbar. Es freut mich unendlch.
      Und ich verstehe absolut nicht, wie Katholiken immer wieder und immer wieder neu die Sünde und ihre Folgen zum Maßstab machen und sich darin der verlorenen Welt gemein machen!

      • Diefenbach hat doch nichts mit dem Beharren auf dem Tod und einer wie auch immer gearteten Verrutschung zu tun. Der Mann war Maler.

      • Haben Sie, anstatt sich so erbärmlich an meinen Texten aufzureiben, eigentlich mal den Artikel oben gelesen?

        Dort steht, Diefenbach habe sich eine radikalen Vegetrier-Ideologie angeschlossen:

        „Alles Übernatürliche, Übersinnliche, Jenseitsorientierte des Christentums ist abzulösen durch eine ‚Religion des irdischen Lebens’. Ihr Ziel ist es, die traditionelle Hoffnung auf ein ewiges Leben beziehungsweise auf eine ewige Seligkeit umzuformen in die maximale Förderung der irdischen Glückseligkeit durch ‚Vervollkommnung und Verlängerung des Lebens im Diesseits‘.“

        Und das ist ein Beharren auf dem Tod – denn in der reinen Natur ist er das Ziel des Lebens.

      • um es ganz kurz zu machen, Sie leiden an der weit verbreiteten Krankheit, dass sie sich nicht als erlösungsbedürftig sehen wollen.
        Wir sind in der verlorenen Welt, Teil der verlorenen Welt hineingenommen in den Ungehorsam in den Gott alle hineingenommen hat um sich aller zu erbarmen.
        Dann zu dieser Mann Frau Kiste es gibt keine Männer ohne Mütter, und keine Frauen ohne Väter, beide Geschlechter sind untrennbar wie die beiden Seiten ihrer Hand und sie sagen ja auch nicht, dass die Außenseiten der Hände nichts mit dem Geigenspielen zu tun haben.

  10. Lieber Zeitschnur
    Ich glaube an Gott.
    Ich habe nur Barnett zitiert. Diese Aussage ist wirklich gruselig, doch es stimmt mit der US Strategie überein.
    Jedes mal wenn sich in Europa eine besonders Libertinäre Stimmung breit macht, steht ein besonders Böser Krieg in absehbarer Zeit vor der Türe. Das war um 1900 mit der Gruppe um den Monte Veritas und in den Zwanziger Jahren eben um Steiner, nun haben wir die Gruppe um die Genderbewegung.
    Deshalb gibt es genügend Christliche Seher die einen 3. Weltkrieg voraussehen.
    Lesen Sie die Visionen des Hl. Padre Pio oder auch vieler anderer Seher aus dem Katholischen Umfeld.
    Sich als Gott zu sehen ist, schon im ersten Sündenfall, Grund für die Vertreibung aus dem Paradies.
    Oft lässt man sich auch von der Erkenntnissen der Wissenschaft blenden, doch wie sagte es Prof. Werner Heisenberg.
    Der erste Schluck aus dem Glas der Wissenschaft macht Atheistisch, doch auf dem Grund des Glases wartet Gott.

    • Okay! Ich glaube allerdings nicht an die Visionen Pater Pios oder sonstiger nachkonziliarer Seher, weil ich kein verlässliches Kriterium mehr von dieser maroden Hierarchie erhalte, ob das anerkannt werden kann oder nicht…

      Ich kenne das aber auch aus Bayern – der Mühlhiasl oder der Wudy Sepp, mit dem ich sogar verwandt bin.

      Wogegen ich mich wandte: dass man das rassistische Geschwafel solcher Kerle überhaupt ernstnimmt.

      Anders gesagt: Da die Braunhäutigen – wenn sie genauso geschult werden wie ein Weißhäutiger – keinen niedrigeren IQ haben, ist alleine das Ansinnen, das Sie zitieren, schon „neben der Kappe“, denn es würde vollauf genügen, die Weißen systematisch zu verblöden (was ja sichtlich passiert).
      Ein IQ ist ja kein statischer Wert… er kann sich durch bestimmte Einflussfaktoren bei ein und derselben Person ändern.

      Es ist auch völlig irrelevant wie hell- oder dunkelhäutig die künftigen Europäer bzw. Deutschen sein werden. Bekanntlich gibt es auch keine statischen „Rassen“. Es gab in der Spätantike massive Völkerwanderungen, die mit Sicherheit das ethnische Bild sehr stark verändert haben.
      Auch Augustin war wohl ein „Dunkelhäutiger“ als Nordafrikaner.

      So etwas spielt im Reich Gottes keine Rolle – die Völker-Verwirrung nach dem Turmbau zu Babel ist auch keine göttliche Ordnung, sondern eine Strafe!

      Relevant ist, wo dieses künftige Volk Europas geistig steht.

      Und es berührt mich merkwürdig, dass viele hier im Forum mehr Angst vor „Rassenvermischugn“ haben als vor dem Glaubensabfall, den die weiße „Rasse“ ganz ohne Hilfe der Dunklen oder gar der Juden doch schon lange selbst vollzogen hat…

      Dieser Maler im Artikel ist ein Prachtexemplar der weißen „Rasse“… und viele haben den Artikel offenbar nicht gelesen und ärgern sich drüber, dass ich auf Einzelheiten einging.

      Ich sehe viel mehr, als dass fremde Verschwörer uns kaputtmachen wollen, dass wir selber uns seit Jahrhunderten systematisch kaputtmachen.
      Und weil das so ist, haben wir dem Kaputten, was natürlich auch von anderen Völkern kommt, nichts entgegensetzen.
      Ungehindert schwappt es nun .. in unsere … leeren Köpfe.

      Da ist – man merkt es allenthalben – bei vielen nicht mal mehr Stroh drin.

      Es gibt nur einen Weg: Buße.
      Lassen Sie es uns nicht ausblenden: Vom Glauben kann man nur selbstverantwortet abfallen – gleich was böse Freimaurer oder sonstige US-Strategen wollen.
      Mit diesem Verschwörungsmist wälzt man nur die Verantwortung ab und sieht nicht, in welch großer geistiger Gefahr man selbst ist – das sagt ja schon die Schrift!

      Wenn hier kein einziger Fremder lebte, sähe es nicht anders aus in unseren Köpfen! Wir müssten nur unsere Alten für wenig Geld selber pflegen, in Putzkolonnen und Spargelteams für einen Apfel und ein Ei schuften etc. etc. Und die zügellose Prostitution wäre damit auch erheblich erschwerter.

      Nostra culpa!

      • „Lassen Sie es uns nicht ausblenden: Vom Glauben kann man nur selbstverantwortet abfallen – gleich was böse Freimaurer oder sonstige US-Strategen wollen.“
        Ja aber das wird alles im schwieriger denn wenn ich Christus sehen will und zb. ein Kardinal Kasper vor mir steht muß ich ein Leiter anstellen um meinen Gott zu sehen denn er verdeckt ihn. Bergoglio ist auch so ein Fall. Wer treibt mich negativ über diesen Bischof von Rom zu denken. Das ist die Frage die alles entscheidet. Aber dieses Problem muß man lösen. Und es ist alles ganz einfach. Sage mir wer Bergoglio lobt und ich sage dir wer er ist.
        Per Mariam ad Christum.

      • Die üblichen Rundums chläge, die der Sache nicht dienen. Hat mit dem Thema wieder nichts zu tun.

      • @ shuca

        Warum kommen Sie nicht einfach auf die Idee, nicht auf den Kasper, sondern den Gekreuzigten zu schauen?!

        Es kann auch sein, dass Ihr Problem aus der falschen Sicht kommt, man müsse an den Männern hinaufschauen, an den Klerikern…

        Es gibt nämlich nur einen Herrn.

        Und genau das verstehen die meisten nicht.

  11. Zeitschnur arbeitet sich doch an allem ab. Richtige Arbeit würde gegen diese weitschweifige Texterei weg vom Thema helfen. Man probiere es damit.

    • Reinhold, kommen Sie auf den Teppich: Es ist alleine Ihr Problem, wenn Sie sich so echauffieren.
      Offenbar habe ich aber bei dem unsachlichen Geschrei hier (nicht nur von Ihnen) einen Nerv und wahrscheinlich auch den neuralgischen Punkt getroffen…

      • Da haben Sie gar mnicht Unrecht, es ist scho nervig, was Sie da alles zusammenschreiben, was mit dem Thema zum einen und zum Glauben überhaupt nichts zu tun hat. Was verstehen denn Sie von neuralgischen Punkten ? Echauffieren geht übrigens anders. Ich bete, dass Sie zum Glauben finden.

  12. Verstellt uns irgendeiner den Blick auf Jesus ? Brauchen wir, wie Shica meint, manchmal eine Leiter, weil uns der Blick verstellt wird ? Da kann ich echt nicht mitreden. Der Glaube wurde bei mir noch nie durch irgend jemanden verstellt und denke, dass es Anderen auch so geht. In der Tat ist es jedoch ärgerlich, dass Kardinäle sich mitunter so schlimm artikulieren.

    • Wer auf Menschen starrt, hat einen verstellten Blick. Und hier gebe ich Ihnen prinzipiell recht – es ist unsere eigene Verantwortung, wohin wir schauen.
      Ob wir allerdings so gefeit sind, dass uns das nicht passiert – ich jedenfalls nicht.
      Der Mensch hat die Neigung, NICHT auf den Herrn zu schauen…

      • Lesen Sie an anderer Stelle, wo ich Ihnen Recht gegeben habe. Da hatten Sie kurz und klar geschrieben.

      • Lieber Reinhold – bitte überdenken Sie einmal Ihren Ruf nach .. ja nach Bildzeitungsstil: höchstens zwei fette Blocküberschriften, bloß nicht mehr als drei Sätze, sonst kommt der Durchschnittsdeutsche geistig nicht mehr mit.
        Ist es das, was Sie propagieren wollen?

        Ich sage Ihnen was: Meine Gedankengänge, ob lang, ob kurz, sind eigentlich immer klar!
        Aber weil sie das sind, regen sich viele drüber auf – in diesem Land, in dem nach allen Studien die Lesekompetenz immer weiter abnimmt, aber helle Aufregung ausbricht, wenn einer es wagt, klare, direkte Sätze zu schreiben, die das 3-Satz-Yellow-Press-Niveau überschreiten und auch ohne Bildchen auskommen…

        Viele der heutigen Probleme sind extrem komplex, und es ist niemandem damit gedient, wenn man sie plakativ abhakt. Auch das hat die geistige Verwahrlosung der Gläubigen befördert.

        Die Kirche hat von Anfang an die Gläubigen aus diesem niedrigen Reflexions-Niveau herausgehoben, und wir solten das zur Krönung der Probleme hier und heute nicht wieder hinterschreiten…

  13. Im Artikel steht „Diefenbach hat sich nach 1882 vielfach mit der „Theosophie“ der Helena Blavatsky (1831–1891) auseinandergesetzt“. Somit ist für klar, dass die Seele dieses Künstlers durch Okkultiismus kontaminiert war und er keine wahre Erkenntnis über den christlichen Glauben haben konnte. Wie der Autor sagt, es war im Mittelalter so, dass der Künstler in seinen Werken im Hintergrund war, und auch vor allem die göttlichen Personen das Hauptthema waren. Wir brauchen eine Erneuerung der Kunst. Jesus Christus und Gott Vater werden sicherlich auch diesen Bereich in absehbarer Zeit reinigen…

Comments are closed.