Wie entscheidet Rom zu Medjugorje? Kommissionsmitglied nennt dritten Weg

Entscheidung zu Medjugorje
Entscheidung zu Medjugorje?

(Rom) Die kirchlichen Bestimmungen sehen im Zusammenhang mit Erscheinungen vor, daß die zuständige kirchliche Autorität feststellt, daß die Erscheinungen „übernatürlich“ (supranaturaliter) sind, oder daß sie „nicht übernatürlich“ (non supranaturaliter) sind. Wird für Medjugorje ein dritter Weg beschritten?

Papst Franziskus erwähnte auf dem Rückflug von Sarajewo die 17köpfige Internationale Medjugorje-Untersuchungskommission, die 2010 von Papst Benedikt XVI. eingesetzt wurde, um das Phänomen angeblicher Marienerscheinungen in dem herzegowinischen Bergdorf zu untersuchen. Geleitet wird die Kommission von Kardinal Camillo Ruini, dem langjährigen Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz (1991-2007) und engen Vertrauten von Papst Johannes Paul II. Als dem Kardinal mitgeteilt wurde, daß Papst Franziskus den Abschlußbericht der Kommission mehrfach im Flugzeug gegenüber den Journalisten als „bedeutende Arbeit“ gelobt hatte, entfuhr es Ruini spontan: „Immerhin. Das freut mich.“

Bevorzugt Rom eine behutsame Lösung?

Pater Perrella, Mariologe und Mitglied der Medjugorje-Untersuchungskommission
Pater Perrella, Mariologe und Mitglied der Medjugorje-Untersuchungskommission

Eine Aussage, die offenbar auf die lange Dauer einer Entscheidung gemünzt ist. Die Kommission hat ihre Arbeit kurz vor dem Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. abgeschlossen. Seither liegt der Abschlußbericht in Rom. Das argentinische Kirchenoberhaupt scheint es nicht eilig zu haben. In Rom gilt die Hauptsorge nämlich dem Teil der Gläubigen, die so sehr von der Echtheit Medjugorjes überzeugt sind, daß ein negatives Urteil der Kirche sie erschüttern oder gar der Kirche und dem Glauben entfremden könnte.

Aus diesem Grund wird eine „behutsame“ Lösung gesucht, die Gegner, wie den Bischof von Mostar, und Anhänger, wie den Erzbischof von Wien, ohne Gesichtsverlust zufriedenstellt, die Gültigkeit der negativen Entscheidung der Jugoslawischen Bischofskonferenz von 1991 aufrecht läßt und die Gläubigen leitet. In der Kirche bedeutet das manchmal, nicht zu entscheiden, und eine Frage „auszusitzen“.

Interview mit dem Mariologen und Kommissionsmitglied Salvatore Maria Perrella

Am Dienstag nahm mit Pater Salvatore Maria Perrella ein weiteres Mitglied der Untersuchungskommission öffentlich Stellung. Der Servitenpater ist Rektor der Päpstlichen Theologischen Fakultät Marianum in Rom und lehrt Dogmatik und Mariologie.

„Wir haben gründlich und ernsthaft gearbeitet“, wird Pater Perrella von der Tageszeitung Avvenire zitiert. Das Urteil Roms werde der Tatsache Rechnung tragen und betonen, daß „Erscheinungen immer möglich sind“, und wenn sie als echt anerkannt werden, „ein Geschenk Gottes darstellen“, so der Mariologe.

„Die Kirche hat aber die Pflicht, den Primat der Offenbarung zu bewahren, indem sie diese besonderen Ereignisse nur als Unterstützung des Evangeliums Christi versteht“, so Pater Perrella. „Die Jungfrau Maria ist strahlend, aber dennoch immer ein Geschöpf Gottes, das nie die Begegnung mit Christus verdunkelt, sondern immer fördert. Es gelten die Worte Mariens im Johannes-Evangelium: ‚Was Er euch sagt, das tut‘. Wie Johannes Paul II. lehrte, gehören die Erscheinungen zur mütterlichen Mittlerrolle Mariens.“

Lebenswandel der „Seher“ wichtig – Botschaften auf „doktrinelle Zweideutigkeiten“ untersucht

Der Mariologe wies auf die Bedeutung eines rechten Lebenswandels der Seher hin. „Wenn sie echt sind, suchen sie die Visionen nicht. Es ist vielmehr Gott, der sie führt. Es ist zudem notwendig, daß sie ein kristallklares evangeliengemäßes Leben führen; zudem dürfen sie nicht das Rampenlicht suchen.“

Die Beurteilung des Phänomens Medjugorje durch die Untersuchungskommission erfolgte, so Pater Perrella, nach den zuletzt von Papst Paul VI. ergänzten Kriterien. Es gebe „positive Kriterien“: „Auch der Ort der Ereignisse hat seine Bedeutung, weil er reiche und dauerhafte geistliche Früchte aufweisen muß: Das heißt, Beweise für Bekehrungen, Zeugnisse der Nächstenliebe und Berufungen suchen.“

Es gebe aber auch „negative Kriterien“, so der Mariologe: „Es wird der offenkundige Irrtum im Zusammenhang mit dem Ereignis bewertet, zum Beispiel die Lüge oder das Fabulieren. Zudem werden eventuelle doktrinelle Zweideutigkeiten in den Botschaften analysiert oder Gewinnstreben geprüft, das heißt, ob die ‚Seher‘ oder andere ’Nutznießer‘ mit den Ereignissen spekulieren. Auch die Wissenschaft liefert ihren Beitrag: beispielsweise durch Feststellung psychologischer Krankheiten.“

Eine dritte Entscheidungsmöglichkeit?

Panorama-Artikel vom August 2013
Panorama-Artikel vom August 2013

Aufgrund seiner Schweigepflicht sagte der Mariologe nicht, zu welchem Schluß die Untersuchungskommission gekommen ist. Dafür sagte er aber Erstaunliches über deren Urteilsmöglichkeiten. Avvenire hob seine Worte in Fettdruck hervor. Hat der Servitenpater damit die Entscheidung des Vatikans vorweggenommen?

„Sie kann sagen, daß mit moralischer Gewißheit eine Übernatürlichkeit vorliegt. Oder daß es sich um das Ergebnis von Betrug handelt und daher nicht von Gott kommt. Sie hat noch eine dritte Möglichkeit, die nicht in den Bestimmungen des Heiligen Stuhls enthalten, aber von den Theologen überlegt wurde: Die Kommission entscheidet sich weder für ein Ja noch ein Nein, sondern stellt fest, daß derzeit nicht auf eklatante Weise eine übernatürliche Erscheinung offensichtlich ist.“

Pater Perrella nennt eine Nicht-Entscheidung als „dritten Weg“. Als Mitglied der Untersuchungskommission darf angenommen werden, daß er sich damit nicht bloß theoretischen Spekulationen hingegeben hat.

Als Gebetsstätte anerkennen, direkt Rom unterstellen und nichts definitiv zu Erscheinungen sagen

Am 14. August 2013 veröffentlichte Ignazio Ingrao im Wochenmagazin Panorama den Artikel: „Wird Papst Franziskus Medjugorje bremsen?“ Das war einen Monat, bevor das neue Kirchenoberhaupt erstmals inoffiziell zu Medjugorje Stellung nahm. Ingrao schrieb damals:

„Nach den Vorbehalten zu Medjugorje, die während des Pontifikats von Benedikt XVI. vorgebracht wurden, […] hoffen nun viele, daß die Marienverehrung Bergoglios ihn veranlassen wird, die Erscheinungen offiziell anzuerkennen.
Laut ersten Indiskretionen, die Panorama vorliegen, scheint im Gegenteil, daß die Lösung, die die Kommission dem Papst vorschlagen will, darin besteht, Medjugorje als einfache Gebetsstätte anzuerkennen, aber der direkten Kontrolle des Heiligen Stuhls zu unterstellen. Ohne sich also definitiv zu den Erscheinungen zu äußern.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Medjugorje.pro/Secretum meum mihi (Screenshots)

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36 Comments

  1. „Die Kommission entscheidet sich weder für ein Ja noch ein Nein, sondern stellt fest, daß derzeit nicht auf eklatante Weise eine übernatürliche Erscheinung offensichtlich ist.“

    Das ist doch nicht zu fassen!
    Dieser Mann will also in der Position sein, die Seher zu beurteilen, ob sie nicht fabulieren, lügen oder den falschen Lebenswandel pflegen und im Rampenlicht stehen wollen, wo er selbst aussagt, dass die Kirche nicht bereit ist, ein klares und wahres Wort in der Angelegenheit zu sprechen!

    Ach ja – wann wird das denn möglich sein? Nach so vielen Jahrzehnten in wieviel Jahrzehnten, meine ich?
    Das ist doch unmöglich!
    Aus diplomatischen Gründen redet man um den heißen Brei herum. Das nenn ich mal eine Liebe zur Wahrheit und zu Jesus…

    Früher war eine Erscheinung entweder übernatürlich oder nicht!
    Klare, vernünftige und doktrinelle Überlegungen sollten das schnell klären.
    Dieses Hin und Her hat doch überhaupt erst Leute wie Kard. Schönborn darin bestärkt, er könne sich dem bereits gefallenen negativen Urteil widersetzen. Man hat dem Herrn von Rom her keine Grenze gezogen und jetzt muss man diesen Bockmist, den der Vatikan selbst angerichtet hat, „diplomatisch“ umschiffen.

    Hier verdunkelt v.a. eines Jesus – nicht Maria, denn das wäre unmöglich! – sondern die vatikanischen Behörden mit ihrer Doppelzüngigkeit, Feigheit und Unklarheit.

    • @ Zeitschnur,

      verweltlichtes Denken in der Kirche ist ja nichts neues. Auf dieses Denken führe ich die grassierende (Privat-)Offenbarungsphobie zurück.

      Das Beste dazu sagte Karl Rahner, wenn er sie als Imperativ zum Handeln bezeichnet.

      Kennen Sie einen Fachbegriff für dieses Phänomen der Widerständigkeit?

      • Was immer Sie genau sagen wollen – ich habe keine „Privatoffenbarungsphobie“.

        Ich glaube an die Offenbarungen, die die Kirche anerkannt hat, jedenfalls bis um das letzte Konzil herum.

        Alles andere ist entweder unklar, weil es nicht ordentlich geprüft wurde (also die Richtlinien für Bischöfe vonselbigen bzw. ihren Behörden nicht eingehalten wurden) wie z.B. Marienfried oder zweifelhaft aufgrund der sichtlich und zweifellos falschen Theologie, einer überbordenden Geschwätzigkeit oder falscher Vorhersagen. Zu letzterem gehört Medjugorje.

        Es ist nicht heilsnotwendig, an Erscheinungen zu glauben. Wenn sie allerdings anerkannt wurden und eine Botschaft an die ganze Kirche oder den Papst enthalten (wie in Fatima oder auch die Offenbarung über das heiligste Herz Jesu an M.M. Alacoque oder an Bernadette Soubirous), dann ist das mehr, als bloß eine „Privat“-Offenbarung und wurde zunächst in der Kirche auch so aufgefasst. Die Blockade gegen solche Offenbarungen vollzog sich anhand Fatimas.

        Wenn die Kirche eine bestimmte Erscheinung anerkennt, die solche Weisungen enthält, die Weisungen aber dann veruntreut, dann ist es Ungehorsam.

        Das heißt, dass es dem Gläubigen nach Fatima kaum mehr möglich war, hinsichtlich solcher Ereignisse vonseiten der Hierarchie die formelle Sicherheit zu erhalten.

        Paul VI. hat dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet durch seine Veränderung der Kriterien und durch seinen Hang zum Charismatismus, der das Wesen von Wundern, Charismen und Multimystikern begünstigte.

        Wenn also die Welt der Erscheinungen und „Falsch“-Mystik nun völlig ungesichert ist, wird der Herr uns auf dem Wege kaum etwas mehr mitteilen – es würde uns nur entzweien und verwirren, und einen Maßstab hätten wir nicht mehr, der traditionell das Lehramt war.
        Was Rahner schrieb, ist demgegenüber irrelevant – er ist weder das Lehramt noch ein Kirchenschriftsteller mit Autorität, wo doch schon letztere auch nicht deswegen „Lehre der Kirche“ schrieben, weil man sie überhaupt angehört, überliefert, für wertvoll gehalten oder sogar heiliggesprochen hat, sondern selbst bei Thomas oder Augustinus vieles schlicht fehlbare, gelegentlich sogar falsche Meinung ist.

        Zum Glück gibt es in der Kirche auch den großen Bereich der Freiheit der Gedanken, die aber nicht zur Lehre der Kirche gehören, sondern zugelassene theologische Meinungen darstellen.

  2. Die dritte Möglichkeit ist keine 100- prozentige Anerkennung, aber doch etwa so 50 plus x. Das wäre für alle Beteiligten in der Tat wohl die klügste Lösung im „Moment“.
    Dann würde noch einiges Wasser den Tiber runterfließen bis zur vollständigen Anerkennung.

  3. Was kann man da selber positives tun? Ganz einfach, konkret Zeugnis geben bei unseren Mitmenschen!

    Jedesmal, wenn ich erzähle, wie es war, als ich selber (in den ersten Jahren, noch tief im Kommunismus) bei einer Erscheinung dabei sein durfte, mit ganz wenigen anderen (in der damaligen Sakristei), sind die Menschen tief beeindruckt.

    Das plötzliche auf die Knie fallen von allen Sehern im selben(!) Augenblick, wie auf perfektes Kommando, als die Erscheinung begann; dann die Tatsache, dass man keine Stimme hört, wenn die Seher mit der Gottesmutter sprechen (man hört nur z.B. die Zunge, aber keine Stimme), dann plötzlich hört man wieder von allen die Stimme, wenn alle zu beten beginnen.
    Aber vor allem der strahlend „leuchtende“ Gesichtsausdruck, während die Seher fest nach oben schauen, und sehr, sehr glücklich wirken, wie verzückt!

    Danke, Herr, für diese große Gnade!

    • Ich stimme Ihnen zu, polos.

      Die Vorstellung, dass es der Widersacher sein soll, der seit mittlerweile ziemlich auf den Tag genau 34 Jahren in Medjugorje Millionen Menschen zur Beichte, zur Feier der Eucharistie, zur Anbetung, zum Fasten und zum Rosenkranzgebet rufen soll, gelingt mir nicht.

      • Das könnte ein Trick sein. Durch die Kennzeichnung als ‚Gebetsstätte‘ hat man den Ort der Diözese unterstellt und braucht dabei gleichzeitig weder die Erscheinungen noch die Botschaften anerkennen. Dann setzt man einen neuen Leiter oder Direktor ein, der es von innen heraus zum Kippen bringt und komplett kaputt macht. So haben sie es ja in Wigratzbad gemacht, und es ‚modernisiert‘ mit Plastiktabernakel und Konzilstisch, um den sich die Petrusbruderschaft jetzt auch herumquälen muss.

      • Man kann das auch anders sehen, @ roesler:

        Mit diesem Zinnober werden die Menschen in der nachkonziliaren Kirche mit ihren ungültigen Sakramenten gehalten und daran gehindert, wegzugehen und sich in anderen Gemeinden zu sammeln, die die sich mit dem NOM nicht verunreinigt haben.

      • @roesler
        Ich z.B. stehe Medjugorje nicht vollkommen ablehnend, sondern eher sehr distanziert gegenüber.
        Nicht wir, nur die Seher wissen um die Wahrheit.
        Das, was Sie als positiv erachten: 34 Jahre Beichte, Anbetung, Rosenkranzgebet, Bekehrungen kann nicht im Interesse Satans sein, mag stimmen.
        Aber wenn sich herausstelle sollte, dass alles nur Schwindel und freche Anmaßung der Seher war – stellen Sie sich vor – es wäre der Supergau und der Triumph der bösen Macht.

  4. Das Problem sind doch die kolportierten Inhalte der „Botschaften“. Dass diese falsch sind, führt dazu, dass auch der vermeintlich übernatürliche Klimbim drumherum abzulehnen ist. Dass Rom sich hier nicht ermannt, ist ein klares Indiz mehr, dass Rom kein Lehramt mehr besitzt.

  5. Ha,ha,als hätte ich es vorausgeahnt,eine Wischi-Waschi-Entscheidung !!!
    @ Franzel: „Deine Rede sei ja,ja oder nein,nein“-schon vergessen??
    Nun,mir persönlich geht dieses Medjugorje sonstwo vorbei !!

  6. Wenn man natürlich solange wartet ( über 30 Jahre mit über 30 000 ! ang. „Botschaften“) bis sich ein „Medjugorjekult“ entwickelt hat, wird es mit einer Entscheidung schwierig. Dass „Medjugorje“ als „Wallfahrtsort“ anerkannt würde, ist schlicht ausgeschlossen. Es genügt die teils absurden ang. „Botschaften“ nach Wahrheitsgehalt zu untersuchen;
    kürzlich fiel mir eine Ausgabe von 
    „Echo von Medjugorje“
    in die Hände….
    mit den obligatorischen ang. 
    „neuesten Botschaften“.

    Aus einer ang. „Botschaft der Gottesmutter“ 
    an die „Seherin“ Mirjana
    vom 2.12.2014:
    Hier wird folgende „Lehre“ über unseren Herrn und Gott Jesus Christus aufgtischt:(Fragezeichen von mur eingefügt)
    -

    Er ist das Leben der Welt (?!)
    [….]
    Erneut bitte ich euch, dass ihr für die Hirten betet, dass sie immer meinen Sohn anschauen, 
    der der erste Hirte der Welt (?) war (?) und dessen Familie (?) die ganze Welt war (?). 
    Ich danke euch“
    -

    „Leben der Welt“ ?
    Nein !

    Er ist der Weg, die Wahrheit 
    und DAS Leben….das LICHT der Welt.
    Sein Reich ist nicht von dieser Welt, 
    die so am Jüngsten Tage aufhören wird zu existieren und umgewandelt wird.

    „der erste Hirte der Welt war“ 
    Nein !

    Die Ewige Wahrheit Jesus Christus ist
    Ewige Gegenwart und somit 
    DER EWIGE OBERSTE Hirte 
    und EWIGE Hohepriester !

    Und schliesslich noch diese Verrenkung in Richtung „Einheitsdenken“

    „Dessen Familie die ganze Welt war“ (?)
    Nein !

    Unser Herr und Gott Jesus Christus spricht niemals von „der Welt als Familie“.

    Die Gemeinschaft der Heiligen 
    - die angenommenen Kinder Gottes -
    besteht aus 
    + den Seelen der triumphierenden Kirche im Himmel
    + den Seelen der leidenden Kirche im Fegefeuer 
    und
    + den Gläubigen der streitenden Kirche 
    auf Erden !

    Also eine alleinige Gemeinschaft 
    in Christo !
    -
    Joh 17,9
    Für sie bitte ich;
    NICHT
    für die Welt bitte ich,
    sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir.
    (….)
    Joh 17,20
    Aber ich bitte nicht nur für diese hier,
    sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.“
    -

    Es wären noch zahlreiche andere absurde der Lehre der Kirche widersprechenden „Botschaften“ aufzuführen.

    Die „dritte Lösung“ einer „Gebetsstätte“ scheint angesichts des aktuellen Dilemmas offensichtlich zu sein.
    D.h. unabhängig von der (falschen) „Erscheinung“ wird den oft unbewusst Irregeführten das aufrichtige Erflehen der Fürbitte der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria dennoch zum Segen. Dazu bräuchte es freilich keine Reise nach „Medjugorje“.

    • Wo gibt’s denn im Großraum Basel noch ein Heiliges Messopfer? Hier in Zürich gibt’s Pace e ‎Bene GoDi oder sonstige Events („Brot und Wein – Tapas-Abend“)… wenn da nicht die FSSP ‎wäre…‎

      Ich würd Ihnen Ihr Argument sogar umdrehen – eben weil in den „normalen“ Quartierspfarreien ‎die Messe am Sonntag entweder runtergeschludert oder völlig verbastelt und vebogen wird, geht ‎keiner mehr hin – und genau deshalb ist der Bus nach Kroatien voll… (womit ich mich nicht über ‎die Echtheit der Erscheinungen geäussert haben will)‎

      Die abgewrackte Postkonzilskirche scheint mir für Erscheinungen noch empfänglicher geworden ‎zu sein – kein Wunder wenn die Messe (fast) allen Übernatürlichen entkleidet wurde und die ‎Feierlichkeit einer Uni-Vorlesung ausstrahlt…‎

  7. @ defendor: das mit der „Welt“ haben Sie glasklar erkannt und wunderbar erklärt,danke!!Warum das die „Seelenhirten“ nicht erkennen können ist schon tragisch,denn es wird noch mehr Verwirrung stiften!Aber das ist eben die grosse Versuchung unserer Zeit und hoffen wir,das es nicht mehr allzu lange dauert.
    Wenn nächste Woche die Enzyklika dann noch die „Überbevölkerung“ thematisiert wissen wir endgültig,woran wir sind und dann heißt es,die „Stadt“ zu verlassen,so schnell die möglich !!

  8. In der übernächsten (?) Woche erscheint auch wieder die Gottesmutter vom Schlossberg in St. Leonhard.

    Jedenfalls bieten geschäftstüchtige Autocar-Unternehmen jetzt schon dazu Fahrten an.

    http://leonharder.blogspot.de/2013/04/7-marienerscheinung-in-bad-st-leonhard.html

    Der ehrwürdige Salvatore Caputa legt auch Kranken wieder die Hände auf. Es wird von vielen Heilungen berichtet.

    Bei dem angegebenen URL kommt man auch auf das Sonnenwunder von St. Leonhard, das gefilmt wurde.

  9. Noch eine wichtige allgemeine Bemerkung zu Medjugorje:

    Medjugorje ist nur die natürliche Fortsetzung von Fatima („Ich bin gekommen, um das zu vollenden, was ich in Fatima begonnen habe“). Wer Medjugorje ablehnt, hat im Grunde auch Fatima nicht verstanden, denn das 3. Geheimnis von Fatima wurde bis jetzt(!) noch nicht vollständig geoffenbart (außer ganz wenigen Auserwählten, wie z.B. den jeweiligen Päpsten).

    Dieses 3. Geheimnis von Fatima bezieht sich ganz eindeutig auf die Zukunft; ich kann auch gerne sehr konkret werden:
    Wir werden es alle (wohl recht bald, im Sinne von innerhalb eines Jahres) erleben, dass ein Heiliger Vater als Märtyrer sterben wird; und ich meine einen echten Heiligen Vater, nicht einen… (die Nächstenliebe gebietet zu schweigen).

    Wer Medjugorje ablehnt, hat auch aus einem weiteren Grund Fatima nicht wirklich verstanden: In Fatima kündigte die Gottesmutter den Triumph ihres Unbefleckten Herzens an; und in genau dieser Zeit leben wir, und wir feiern auch bald 100 Jahre Jubiläum von Fatima (1917-2017). Papst Benedikt nahm übrigens vor ein paar Jahren darauf Bezug, und erwähnte ausdrücklich den Triumph, der in Fatima versprochen wurde.
    Die 10 Geheimnisse von Medjugorje stehen auch unmittelbar bevor (das hat die Seherin Mirjana angedeutet), sie entfalten sich also sicher in den nächsten paar Jahren.

    Mit dem Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens schließen die 10 Geheimnisse von Medjugorje ab, und es schließt sich auch der Kreis bezüglich Fatima!

    • das ist doch 2 mal dummes Zeug!
      Papst Benedikt stand Fatima und allen andern Privat Offenbarungen sehr distanziert gegenüber.
      Das Christus am Ende siegen wird und in seinem (Christi) Sieg auch das unbefleckte Herz Mariens, (sprich der geheiligte Mensch) triumphieren wird, dazu braucht es keine Privatoffenbarung, das ist einfacher Glaube!
      Und was die angeblich sich demnächst erfüllenden Prophezeiungen angeht: seeing is believing

      • Ja, momentan scheint es vielleicht für die Mehrheit noch „dummes Zeug“.

        Es wird in Kürze aber Schlag auf Schlag auf Schlag kommen, wie ein Gewitter aus heiterem Himmel!

        Wenn wir die dringendst(!!) notwendigen, übernatürlichen Offenbarungen, Warnungen und Hilfen nicht ernst nehmen wollen, ist das unsere persönliche Entscheidung, aber auch Verantwortung.

        Jetzt(!) haben wir noch Zeit, uns vorzubereiten. Und keine Sorge, ich kenne sehr gut, wie die Menschen generell handeln… Jede echte Prophezeihung und Offenbarung wird abgelehnt, als zu „negativ“. Und so bereitet sich dann niemand vor, bis es zu spät ist… Das ist zum Weinen…

        Auf diese Weise gehen aber Seelen verloren, und das ist UNSERE Verantwortung!!!

        Haben wir, die wir uns „Christen“ nennen, es wenigstens ansatzweise begriffen, dass es letztlich nur um die Rettung der Seelen geht, nichts weiter?? Wie lange ist ein Menschenleben im Vergleich zur EWIGKEIT? (Kurz wie ein Furz, oh, Entschuldigung, ist mir rausgerutscht).

      • wenn es von Gott her nötig und richtig wäre die Menschheit, besonders die katholische, durch Privatoffenbarungen auf den rechten Pfad zu führen, dann hätte Gott es sich sparen können, die Kirche zu gründen.

      • Natürlich könnte sich es der Herr „sparen“, uns zu Hilfe zu eilen, genau dann, wenn wir Seine Hilfe am dringendsten benötigen…

        Er könnte sich auch auf die „Gerechtigkeit“ hinausreden („Ich hatte euch ALLES, wirklich ALLES gegeben…; nun schaut selber zu, wie ihr zurecht kommt, die ihr euch in schleichender, fast heimlicher Weise vom Rechten Pfad abgewandt habt, um in den Dornen zu landen!“).

        Gott sei Dank ist Unser Lieber Vater im Himmel aber nicht kleinkariert wie wir armen, dummen, störrischen, undankbaren, verwöhnten Seelchen…

      • @ polos die Kirche geht aus der Seitenwunde Christi hervor, hat Gott (Christus) also viel gekostet.
        Erscheinungen kosten Gott nichts, von daher dürfte klar sein, wer die Priorität hat.

  10. Also ich muss auch zugeben,das ich selbst bei Fatima ein wenig skeptisch bin,kann ja sein,das es am Anfang echt wahr aber dann irgendwie benutzt wurde.Was mich schwankend macht ist das „Herumreiten “ auf Russland,obwohl Deutschland und die USA eine viel herausragendere Rolle in der Weltpolitik spielten und spielen.
    Außerdem sind die meisten dieser „Erscheinungen“dazu angetan,Streit,Unfrieden und Spaltungen zu erzeugen,das kann nicht im Sinne Jesu Christi sein.
    Und mit der schwammigen Wertung von Medjugorje,die für mich so zu erwarten war wird der Streit und die Spaltung sich vertiefen!

    • … das ist vielleicht eine Fehleinschätzung Ihrerseits, denn es ist trotz 3. Reich nie Deutschland gewesen, das geopolitisch eine Rolle gespielt hätte (wer das glaubt, hat immer noch zu viel imperialistische Träume im Kopf anstatt die Augen aufzumachen….).

      Die Frage ist auch, welche Rolle die USA wirklich spielen – aus unserer westlichen Betriebsblindheit mögen uns die USA als DER Drahtzieher erscheinen.

      Kann sein, dass das eine propagandistische Verkennung ist.

      Was aber Russland betrifft: Da muss jedem die politische Vernunft sagen, dass dieses Reich bislang niemals gedemütigt wurde und seinen Machtanspruch niemals zurückgenommen hat – ob das unterm Zaren war, unter den Sowjets oder jetzt diesem undurchschaubaren Nachfahren, der seiner Vergangenheit nie abgesagt hat und als Ex-Geheimdienstchef in jedem Fall mit allen Wassern gewaschen ist.
      Diese ganzen Merkwürdigkeiten dort – die vielen Tanks, die o Wunder an der ukrainischen Grenze passieren, die vielen russischen, gefallenen Solfaten, über die man aufgrund eines Dekretes schweigen muss, wenn man nicht schwerste Strafen befürchten will, all dieses Getue, das Gemische in ostasien. Wer nicht erkennt, dass dieser „Bär“ inzwischen nicht einmal mehr schlummert, der ist einfach nur blauäugig.

      Alle starren wie hypnotisiert nach Amerika und faseln sich das Hirn aus dem Kopf von wegen Neue Weltordnung, aber keiner nimmt wahr, dass Russland eine wesentliche, vielleicht die wesentlichste Rolle spielt…

      Die Deutschen sind das, was sie immer waren: Mittelfeld, Spielball der Großmächte und narzisstisch angekratzt – man wäre gerne selber so groß… und schwankt zwischen Größenwahn und Kleinheitswahn im Netz großer Verschwörer.

      • Wie ich mich vor solchen Kollektivbezeichnungen erbrechen könnte. Das ist doch grauenhaft, „die“ Deutschen als narzistisch zu bezeichnen. Ihre sinnlose Formulierversuche gehen einmal mehr gründlich daneben.

  11. @ Stella

    Bei jeder Offenbarung entsteht Streit. Das ist ganz logisch, weil sofort das Fieseln beginnt von denen, die den „Zumutungen“, sprich den Wünschen der Gottesmutter nicht folgen wollen.

    Fatima wurde 1930 kirchlich anerkannt. 3 Jahre vor Hitler!!!

    Statt also die absolut katholischen Wünsche der Erscheinung ernst zu nehmen und sofort das Rosenkranzgebet massiv zu fördern, um den nächsten, noch schlimmeren Krieg zu verhindern, hat man noch nicht einmal 1930 damit begonnen. Die Rede der Gottesmutter ist an Eindeutigkeit nicht zu übertreffen.

    Das Gebet von Amsterdam (~ 1950) ist Christenlehre, wie sie heute nicht mehr gelehrt wird: „…. damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg:“

    Nichts hätte dagegen gesprochen, dieses Gebet zu fördern. Was haben wir dafür bekommen? Den „Geist des Konzils“, die 68er Vertrottelung, den Abtreibungswahn, ein Bundesverfassungsgericht, das in ideologischen Fragen das Grundgesetz beugt, die Islamisierung, den Genderismus, die Homo-*** und eine Staatsverschuldung, die unheibar ist. Wenn unser FinMin. jährlich 100 Milliarden tilgen wollte, dann bräuchte er trotzdem 20 Jahre dafür.

    Medjugorje ist die nächste vertane Chance. Wenn eine große Zahl von Katholiken das dort angesprochene Fasten bei Brot und Wasser am Mittwoch und Freitag angenommen hätte, dann wäre die Verwahrlosung in Kirche und Welt nicht so rasant weiter gegangen.

    Das größte Problem in der Kirche ist die Verweltlichung des Denkens.

    Ein Beispiel: Obwohl im Credo bekannt wird, daß Gott die Welt erschaffen hat, sind sich viele Leute nicht zu einfältig, diesem Gott die Macht abzusprechen, daß er in der Jungfrau Maria seinen Sohn zeugen kann. Da stehen sie auf dem Niveau von den Einsprechungen an Mohammed.

    • Dennoch sollte man genau hinsehen bei den „Erscheinungen“. Nicht jede Erscheinung ist von Gott.

      Diese Fasterei bei Wasser und Brot ist z.B. sehr zweifelhaft und entspricht nicht der menschenfreundlichen Tradition. Wir haben das vollständige Fasten vor der Hl. Kommunion, das freitägliche Fleischfasten, die Fastenzeiten vor Ostern und Weihnachten. Es gibt die Möglichkeit privater Gelübde oder asketischer Entschlüsse auf Zeit.

      Es ist demgegenüber in der heutigen Welt mit ihrer Belastung an Arbeitszeiten, der Notwendigkeit, lange Strecken am Steuer zu sitzen etc. m.E. fahrlässig, die Menschheit pauschal unter der Woche mit solchen Fastengesetzen à la Medju zu quälen!
      Alleine das wirkt auf mich schon nicht wirklich katholisch – auch wenn es so scheint. Hinzu kommt, dass M. niemals anerkannt wurde und theologisch große Zweifel aufwirft, ebenso der Lebenswandel bzw. die moralische Haltung einiger Seher und gewisser bischöflicher Propagandisten.

      Ebenso ist es mit Amsterdam – theologisch Fragwürdiges, Dauergerede und eine ablehnende Haltung vonseiten der Kirche über Jahrzhnte weg – vor allem vor dem Konzil. Bis o Wunder nach dem Jahr 2000 plötzlich das Ruder rumgerissen wird…

      Fatima dagegen greift auf, was durch Leo XIII. inständig empfohlen worden war: das Rosenkranzgebet. Er bezog darin zurück auf die Erfahrungen, die die Kirche in Krisen damit gemacht hatte.
      Er erfand nichts Neues, sondern hob Altes ins Licht. Fast 20 Enzykliken schrieb er zu dem Thema.
      Wenn in Fatima das zentral noch einmal angewiesen wird, nachdem die Päpste mit Pius X. (ja: auch er!) von diesem Weg abwichen und dachten, man könne die Probleme auf menschliche oder administrative Weise lösen, dann ist das ein Hinweis, ab welchem Zeitpunkt die Päpste nicht mehr „empfangsbereit“ waren auf die Weisungen des Himmels und nicht mehr auf Buße und Gebet, sondern auf alle möglichen Aktivismen setzten. Reformen, mehr Bildung der Laien, „tätige Teilnahme“(geht ja als Begriff auf Pius X. zurück) – alles schön und gut. Aber daraus kam ganz offenbar keine Rettung!
      Aber Leo XIII. hatte es anders verstanden: Jetzt hilft vor allem anderen nur das Gebet. Mit „Reformen“ beschwor man das förmlich herauf, was sich dann tat.
      Pius X. hatte umfangreiche liturgische Reformen auf der Agenda. Er kam bloß nicht mehr dazu, sie zu entwickeln. Man weiß also nicht, was dabei herausgekommen wäre… es ist blauäugig, wenn man glaubt, das wäre dann alles toll gewesen – man weiß es eben nicht.

      Es bedarf also eingehender Prüfungen bei diesen Erscheinungen und einen Abgleich mit dem, was sonst überliefert war und ist.
      Man kann das nicht pauschal alles gutheißen – bloß weil es irgendwie nach Maria klingt (aber vielleicht nicht immer ist?!)

      • „Fasterei bei Brot und Wasser“:

        Sehr interessant, dass dies erwähnt wird.

        Leider sind wir Christen so „ziemlich absolut total“ ignorant gegenüber der ursprünglichen, sehr kostbaren, sehr reichen jüdischen Tradition.

        Sehr, sehr wenige Christen wissen zum Beispiel, dass es in der jüdischen Tradition fest verankert war (zumindest damals, vor ca. 2000 Jahren), 2mal in der Woche zu fasten… Und, siehe da, ausgerechnet am Mittoch und am Freitag!

        Jeder, der (wie ich) einmal diese Praxis eine zeitlang erprobt hat, kann nur bestätigen, dass dies eine der wertvollsten Zusatz-Instrumente für die Heiligung der eigenen Seele darstellt (natürlich nur zusätzlich zum Gebet).

        Wie heißt es doch so WAHR im Evangelium: Bestimmte Dämonen können nur durch Gebet + FASTEN ausgetrieben werden… (und ich muss wohl nicht extra das 6. Gebot erwähnen?).

        Wir kennen leider, als „erwachsene“ Christen, das Heilige Evangelium viel zu wenig, und gerade deshalb schickt uns Gott Vater, in der Person von der Heiligsten Gottesmutter, eine übernatürliche Hilfe, um uns daran zu erinnern, was die einfachste Basis ist, worauf sich jeder Glaube bezieht, der diesen Namen auch verdient.

      • Ich kenne auch Leute, die das praktizieren, gesund ist das auf jeden Fall nicht, wenn man das auf Dauer macht.

      • „gesund ist das auf jeden Fall nicht, wenn man das auf Dauer macht“

        Ich glaube meine Augen nicht zu trauen, was ich da lese…

        Speziell in (Nord-) Europa ist das Übergewicht mittlerweile eines der Hauptprobleme, was die körperliche Gesundheit betrifft, und ganz speziell bei noch jungen Menschen…

        Regelmäßiges Fasten = Entgiften, das weiß jeder Arzt, der seinen Namen auch verdient.

        Was die Seele anbelangt: Was ist es denn ganz konkret, was die Sünde ausmacht?
        Sünde ist das nicht verzichten können auf negative Versuchungen. Das körperliche Fasten bringt also gleich 2 Vorteile:

        1.) Entgiftung von dem Gift, das wir bereits im Körper haben.
        2.) Lernen, auf verlockendes, doch schädliches zu verzichten.

        Erinnern wir uns an das Taufgelübde? Es sollte auch regelmäßig erneuert werden!
        Und dort heißt es ganz klar, auf Satan und seine Versuchungen zu verzichten!

        Und wie soll man etwas können, was man nie gelernt hat? Verzicht (nur ab und zu, also etwas, das jeder, auch Kinder lernen können) ist so wertvoll, dass es erstaunlich ist, dass es in unserer modernen Kirche praktisch nie mehr erwähnt wird…

        Und genau aus diesem Grund schickt uns der Himmlische Vater in der Person von der Gottesmutter eine wahrhaft mütterliche Hilfe!

        (Doch wir sind meilenweit davon entfernt, etwa ein schüchternes „Danke“ zu sagen; nein, wir beschimpfen den Himmel fast, dass er solch „dummes Zeug“ zulässt…).

        Arme, arme, arme Christenheit…

      • also, wenn irgendeine Kantine, eine Mensa, oder eine Großküche zweimal in der Woche Brot und Wasser anbieten täte, das Geschrei möchte ich nicht hören!
        Im übrigen fastet der Christ und auch der Moslem nicht, weil es gesund ist, sondern weil er einsieht, dass er es verdient hat, dass es ihm schlecht geht.

  12. Lieber besorgter Christ,

    nachdenken wäre schon hilfreich. Bei Brot und Wasser ganztägig kein Hunger, kein Durst! Freiwillig! Aber den ganzen Tag Gluscht (Gelüste) überwinden, das ist das Opfer, mit dem die Gottesmutter anderen zu Hilfe kommen kann.

    Der Verzicht an diesen beiden Tagen bedeutet eine Kalorieneinsparung von ca. 25 %. Dafür kann man an den anderen Tagen nach Herzenslust essen. Die Orthdoxen fasten viel strenger als wir und die Muslime überleben den Ramadan auch ohne Gesundheitsschäden.

    @ polos,

    danke für die Quelle und das weitere.

    • warum soll ich denn dann fasten, wenn ich dabei keinen Hunger und keinen Durst habe?
      Und seit wann gehört Kalorienzählen zu den Kennzeichen eines Christen?
      Und ich möchte nicht wissen was der Ramadan an kollabierten Kreisläufen so mit sich bringt!
      Von mir aus kann ja jeder fasten wie er will, aber ich finde es immer irgendwie komisch, wenn mir einer erzählt wie gut und nett und schön, die Medjufasterei sei.
      Ich frag mich dann immer wo denn da das Opfer ist.

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