BDKJ-Sprecher agiert als Homolobbyist – ZdK fordert „vorbehaltlose Akzeptanz“

ZdK-Erklärung: Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute
ZdK-Erklärung: Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute

Die Forderung in einem ZdK-Papier nach „vorbehaltloser Akzeptanz“ von Homo-Partnerschaften steht im Widerspruch zur kirchlichen Lehre, aber in Übereinstimmung mit der grün-rote Regierung in Baden-Württemberg, die Akzeptanz aller sexuellen Identitäten und Lebensformen schon den Kindern in der Schule aufdrücken will.

Ein Gastkommentar von Hubert Hecker

Das Zentralkomitee der deutschen Gremien-Katholiken hat am 9. Mai 2015 eine Sitzung abgehalten. In dem obersten Gremium der Sitzungs-Katholiken Deutschlands haben sich zumeist delegierte Berufskatholiken aus Vereinen, Verbänden, Bistumsräten, Hilfswerken und Parteien ihre Sitze gesicherte. Bezahlt werden die Sitzungen sowie hauptamtlichen Sitze des ZdK aus Kirchensteuermitteln von der Deutschen Bischofskonferenz.

Nach eigenem Bekunden will das ZdK zur „Auseinandersetzung“ mit den Positionen der vatikanischen Bischofsversammlung anregen. Zugleich soll mit der Erklärung des deutschen Zentralgremiums der anstehenden Bischofsynode in Rom „zentrale Punkte von besonderer Bedeutung“ für die Beratung aufgegeben werden. Das oberste Katholiken-Komitee beansprucht, „Brücken zu bauen“ zwischen der kirchlichen Lehre zu Ehe und Familie einerseits und der realen Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit andererseits. Das soll durch die „Weiterentwicklung der Ehe- und Familienpastoral“ geschehen.

Stefan Vesper, ZdK-Generalsekretär
Stefan Vesper, ZdK-Generalsekretär

Der hauptberufliche ZdK-Genralsekretär Stefan Vesper behauptet in einer Presse-Erklärung, der ZdK-Sitzungsbeschluss gehe von einem „klaren Bekenntnis“ zur kirchlichen Lehre über Ehe und Familie aus. So scheint es, da sich der erste von vier Punkten in dem ZdK-Papier auf das Thema „sakramentale Ehe“ bezieht. In den Ausführungen dazu zeigt sich aber schnell, dass der deutsche Gremienkatholizismus längst von der Lehre der Kirche abgewichen ist: Es wird in dem vierseitigen Dokument zu Ehe und Familie nicht einmal auf die maßgeblichen biblischen Worte Jesu und die entsprechenden Stellen im Katechismus der Katholischen Kirche verwiesen. Stattdessen bemüht man sich im Jargon politischer Korrektheiten den aktuellen Strömungen des mainstream entgegenzukommen:

▪ Die sakramentale Ehe wird ausdrücklich als ein „Lebensmodell“ neben „anderen Formen gemeinschaftlichen Lebens zweier Menschen“ relativiert. Im Einzelnen wird die kirchliche Lehre von der „unverbrüchlichen Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe“ unterschlagen. Stattdessen erklärt man die „lebenslange eheliche Gemeinschaft“ zu einem von Menschen gesetzten Ideal, „dem kein Mensch jemals ganz gerecht werden“ könne. Damit verneint das ZdK die kirchliche Lehre, nach der die Eheleute an der Liebe und Treue Gottes teilhaben, der die Ehegemeinschaft „trägt und stützt, sie bekräftigt und vollendet“ – so der Katholische Katechismus.

▪ Von der kirchlichen Naturrechtslehre hat sich das ZdK schon lange verabschiedet. Die Kirche lehrt in Übereinstimmung mit dem Schöpfungsbericht, dass die eheliche Liebe schon „von Natur aus von den Gatten unverletzliche Treue verlangt“. Denn „Liebe will endgültig sein. Sie kann nicht bis auf weiteres gelten“ (KKK 1646). Das ZdK will diese klaren Weisungen von unbedingter Liebe und Treue der Ehegatten ersetzten durch moderne Beziehungs-Vokabeln wie „Solidarität“ und „Verlässlichkeit“ . Dadurch wird der sakramentale Bund der ehelichen Liebe und Treue herabgestuft zu einem Lebensmodell unter vielen anderen. Denn die genannten Partnerschafts-Werte können für viele gesellschaftliche Lebensformen gelten – etwa unter Geschwistern, Freunden, Arbeitskollegen und Geschäftspartnern.

▪ Ausdrücklich behauptet das Gremien-Papier, dass die Werte, „welche die Ehe als Bild für den Bund zwischen Gott und Menschen auszeichnen, auch in anderen Formen gemeinschaftlichen Lebens gelebt“ würden. Diese Nivellierung von Werten läuft auf Tausch und Täuschung der Begriffe hinaus. Denn das Streben nach bürgerlich-soziale Beziehungswerten wie Solidarität etc. ist etwas völlig anderes als das unbedingte „Ja“ zu der Liebe der Eheleute und ihrer unverbrüchlichen Treue im Vertrauen auf die sakramentale Gnade. Besonders verräterisch ist die Wendung von der „Weggemeinschaft in Verbindlichkeit“, was soviel heißen soll wie: Solange die „Beziehungen gelingen“, geht man ein Stück des Weges gemeinsam.

Würzburger ZdK-Erklärung
Würzburger ZdK-Erklärung

▪ Ein anderer Ansatz, der den Dissens mit den kirchlichen Ehe-Grundsätzen vergrößert, besteht in der Theorie der Gradualität. Dabei wird die Ehe als die ideale Hochform einer menschlichen Beziehung stilisiert, um dann auch die Stufen oder Grade auf dem Weg zum Ideal der christlichen Ehe zu schätzen. In diesem Fall sollten alle Partnerschaftsformen wertgeschätzt werden, in denen es Bemühen um die oben genannten Werte gebe. Das ZdK geht bei diesem Gradualitätsprinzip noch einen Schritt weiter: Da dem Ideal einer christlichen Ehe „kein Mensch jemals gerecht werden“ könne und die Partner sogar mit „uneinlösbaren Erwartungen“ belaste, sollte man die Defizite zum Ideal als positive Ressourcen realisierter Beziehungswerte umdefinieren. Auf so eine verquere Logik muss man erstmal kommen!

▪ Die kirchliche Lehre kennt drei fundamentale Güter der Ehe: Die Einheit und Unauflöslichkeit, die Liebe in Treue bis zum Tod sowie die Bereitschaft der Gatten zur Fruchtbarkeit. Erst wenn die Brautleute alle drei Bedingungen vorbehaltlos bejahen, kommt eine gültige sakramentale Ehe zustande. Wenn aber das ZdK-Katholiken das dritte Ehegut mit keinem Wort erwähnen, brauchen und können sie gar nicht von sakramentaler Ehe sprechen.

▪ Die Tendenz des Zentralkomitees, die sakramentale Ehe zu relativieren, kommt auch in anderen Formulierungen zum Ausdruck. So redet das ZdK-Papier stets nur von „Beziehungen zwischen zwei Menschen“. An keiner Stelle wird von der Ehe zwischen Mann und Frau gesprochen. Es ist leicht zu erahnen, dass mit einer solchen Formel von Beliebigkeitsbeziehungen nicht-eheliche Lebensformen der Ehe gleichgestellt werden sollen: „Ausdrücklich wertzuschätzen“ seien alle „auf Dauer angelegte Partnerschaften“, die „Suche nach gelingenden Beziehungen“ junger Menschen (gemeint sind voreheliche Beziehungen), „standesamtlich geschlossene Ehen“ sowie die „Partnerschaften Geschiedener“. Für das „Zusammenleben in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“ fordert das ZdK sogar eine „vorbehaltlose Akzeptanz“. Damit stellt sich das Zentralkomitee zwar in Widerspruch zur Lehre der Kirche, aber es steht in Übereinstimmung mit der grün-rote Regierung in Baden-Württemberg, die eine Akzeptanz aller sexuellen Identitäten und Lebensformen schon den Kindern in der Schule aufdrücken will. Mit der Wertschätzung von Homo-Partnerschaften als ein eheähnliches Lebensmodell dürfte auch klar sein, warum das ZdK-Papier aus der kirchlichen Ehelehre die ‚Offenheit für Kinder’ ausklammert: Homo-Paare sind bekanntlich von Natur aus steril.

▪ In der vatikanischen Erklärung von 2003 wird naturrechtlich begründet, warum Homopartnerschaften auch nicht im weitesten Sinne mit der Ehe in Analogie stehen – und das in allen drei Normbereichen der kirchlichen Ehelehre. Das Zdk dagegen befürwortet ausdrücklich liturgische Formen in Analogie zur sakramentalen Trauungszeremonie, „insbesondere Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften“. In gleicher Weise soll die Kirche „neuen Partnerschaften Geschiedener“ Gottes Segen geben. Darüber hinaus sollen „liturgische Formen“ gefunden werden für die Selbstdarstellung von „zerbrochenen Beziehungen“ sowie für „die Bereitschaft einer neuen verbindlichen Beziehung“.

BDKJ-Bundesvorsitzender Wolfgang Ehrenlechner
BDKJ-Bundesvorsitzender Wolfgang Ehrenlechner

▪ Ein KNA-Artikel der DBK-Seite katholisch.de gibt Einblicke in das Aufschaukeln von kirchenfernen Forderungen während der Gremium-Debatte. Der Jugendverband BDKJ „pochte darauf, die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare explizit in den fünf Seiten mit aufzunehmen, auch wenn dies implizit schon drin stand.“ Die Wertschätzung aller Formen der Partnerschaft sei jungen Menschen wichtiger als etwa die Frage nach dem Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen“. BDKJ-Vorsitzender Wolfgang Ehrenlechner machte sich auf diese Weise zum Vertreter der Homo-Lobby bei den Gremium-Katholiken. Nachdem der BDKJ seine Homo-Forderungen durchgeboxt hatte, forderte die Lobby der in zivilen Zweit- und Dritt-Ehen Lebenden die Aufnahme von liturgischen Segensfeiern für neue Partnerschaften Geschiedener in den Anspruchs-Katalog an die Bischofssynode.

▪ Das ZdK fordert eine Stärkung der Familie im Sinne des Grundgesetz, Art. 6. Bekanntlich gilt der grundgesetzliche Schutzauftrag des Staates nur für die ehebasierte Familie als Keimzelle der Gesellschaft. Das ZdK-Papier will dagegen alle ehelichen und nicht-ehelichen Formen von festen Partnerschaften als Familie sehen. Diese Definition entspricht der politisch korrekten Medien-Meinung. Geschulte Sitzungskatholiken drücken solche ideologischen Thesen von der beliebigen Zusammensetzung der Familie in mainstream-Worten aus – nämlich als „Solidargemeinschaft der Geschlechter und Generationen“. Doch die Hohlheit diese soziologischen Worthülsen müsste selbst abgebrühten Gremienkatholiken in den Ohren klingeln: Denn die gegenseitige Eltern- und Kinderliebe hat einen völlig anderen Charakter als eine Solidargemeinschaft der Generationen, die allenfalls eine großgesellschaftliche Folge davon ist.

Dorothea Sattlers Überlegungen bei der ZdK-Versammlung zur Bischofssynode im Oktober 2015
Dorothea Sattlers Überlegungen bei der ZdK-Versammlung zur Bischofssynode im Oktober 2015

▪ Zum Schluss des ZdK-Papiers wird von einer angeblichen „pastoralen Wende“ gesprochen, die Papst Franziskus angestoßen habe. Der Passauer Bischof Stefan Oster hatte in seinem facebook-Beitrag dazu die Einschätzung gegeben, dass das ZdK Papst Franziskus für sein eigenes politisches Programm instrumentalisierte. Ebenso frech ist die Behauptung der Gremienkatholiken, dass in ihren Thesen, die von Bibel und kirchlicher Lehre gleichweit entfernt sind, der „Glaubenssinn des Gottesvolkes“ präsent sei. Die Synoden-Bischöfe in Rom hätten an diesen Sensus Fidelium anzuknüpfen.

▪ Das mediale ‚Dressing’ auf den Forderungssalat des zentralen Katholiken-Gremiums lieferte ein Kommentar des ZdK-Mitglieds und Redakteurs von katholisch.de: Wer die Forderung nach Akzeptanz von Homo-Partnerschaften ablehne, mache sich „schuldig am Lebensglück“ homosexuell Liebender. Die kirchliche Lehre betreibe in dieser Frage „Verwirrung und Spaltung“, der Verweis auf die Tradition sei „formal und fühllos“. Der Kommentator vergaß, seine Polemik auch gegen die Bibel zu richten, die bekanntlich alle außereheliche Sexualität als Unzucht verurteilt.

▪ Von der Titelthese der ZdK-Papiers, dass zwischen der kirchlichen Lehre und der Lebenswelt Brücken zu bauen seien, bleibt am Ende nichts mehr übrig. Denn zwei Pfeiler für den Brückenbau werden vorab eingerissen: die auf Schrift und Tradition gegründete kirchliche Ehelehre. Gleichzeitig bauen die Komitee-Katholiken aus der „Lebenswelt“ einen eigenen Norm-Pfeiler auf. Der aber muss wegen der abgebauten Pfeiler von Bibel und kirchlicher Tradition eine Bauruine bleiben, auf die allein keine Brücke errichtet werden kann.

Text: Hubert Hecker
Bild: ZdK/KLJB (Screenshots)

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15 Comments

    • Tatsächlich – also gemäß meinem alten „Magnificat“ von vor der Liturgiereform heißt es nach der Anrufung der Heiligen Dreifaltigkeit – die in dem Libretto irgendwie nicht auffindbar ist, oder sehe ich da was falsch???:

      Sancta Dei Genetrix etc., dann
      Omnes sancti angeli et archangeli,
      dann spezifisch Sancte Michael, Gabriel, Raphael,
      dann kommt „Omnes sancti beatorum Spirituum ordines (deutsch: alle heiligen Chöre der seligen Geister),
      dann kommt Johannes der Täufer,
      dann der heilige Josef,
      und dann erst: „Omnes sancti Patriarchae er Prophetae (womit u.a. Mose, Elia und Abraham gemeint sind, aber nicht nur!).

      Also noch mal zusammengefasst:
      Es fehlt in dem Libretto für morgen tatsächlich nach dem Kyrie die gesamte und ausführliche (mehrere Verse!) Anrufung der Heiligen Dreifaltigkeit!
      Dann geht es im Libretto so weiter:

      „Sancti Michael, Gabriel, Raphael
      Omnes sancti Angeli,
      Sancte Abraham,
      Sancte Moyses,
      Sancte Elia,
      Sancte Ioannes Baptista,
      Sancte Ioseph,
      Omnes sancti patriarchæ et prophetæ“

      Das heißt also: F. lagert drei Patriarchen des AT zwar der Gottesmutter nach, unterlässt aber die Erwähnung Gottes am Anfang! Er lagert aber die drei patriarchen Johannes dem Täufer und dem Hl. Josef und allen anderen Patriarchen und Propheten des AT des AT Heiligen VOR, lässt aber die heiligen Chöre der seligen Geister weg.

      Nach einer unspezifischen Anrufung des „Signore“ werden also die maßgeblichen Scharnier-Heiligen des NT zusammen mit den AT-Patriarchen, einer „Trinität“ der Patriarchen und Maria nach der Engelwelt allem anderen vorangestellt.

      Das finde ich auch seltsam.

      Kann das unter den hier mitlesenden altrituellen Proietsern einer erklären?

  1. Da ist wirklich Hopfen und Malz verloren. Das ist schwerst häretisch. Und eine Kirche, die solches duldet, indem sie dem zuerkennt, immer noch Teil der Kirche zu sein, ist nicht mehr die wahre Kirche – tut mir leid.

    Da helfen auch keine halbherzigen Appelle ans „Katholischerwerden“ eines Kardinal Pell mehr. Das mag gut gemeint sein, schießt aber ins Leere.

    Es müsste ein echter Mann des Glaubens endlich aufstehen und sagen:
    Wir haben gesündigt Herr!
    Lasst uns umkehren, Groß und Klein, und ab heute nur noch dem Herrn dienen!
    Aber dieses Gelottel mit 100 Fragen und 100 Antworten, 1000 Halbheiten und vor allem viel Katholglamour um die Alte Messe, die man wechselweise mit dem prolohaften NOM zelebriert, bringt gar nichts.

    In einer so verfahrenen Situation hilft nur noch ein radikaler Schnitt.
    Es ist wie bei einem handwerklichen Stück, in das sich zahlreiche Fehler eingeschlichen haben, die man immer meinte, aus Rücksicht auf den oder jenen, dies oder das weiterschleppen zu sollen:
    Irgendwann geht es nicht mehr weiter – die Fehler haben sich zu einem dichten Netzwerk verknüft, das alles andere erstickt.

    Es ist völlig sinnlos, nun ein Endlos-Wolfsgeheul über die bösen Freimaurer, die neue Weltordnung und andere Verschwörer über den Globus zu verbreiten und doch starr wie eine Salzsäule zuzusehen und den radikalen Schritt nicht zu wagen.
    Wir haben uns verirrt – daran sind nicht die Freimaurer schuld, sondern wir selbst.

    Das oben referierte Papier ist in sich so verfahren – das kann man nicht mehr zurechtrücken.
    Das ist völlig vorbei an dem, was katholisch wäre. Das kann man nur durchstreichen und neu ansetzen.

    Katholisch wäre:
    Ja, alle „Beziehungen“ zwischen Menschen sollen auf der Liebe Christi basieren und sind insofern alle graduell unlösbar und auf Treue angelegt. Auch dann, wenn man sich lange nicht (mehr) sieht.
    Nur die Ehe aber hat darin einen sakramentalen Charakter erhalten: weil der Mensch als Mann und Frau Ebenbild Gottes ist, weil die Ehe das Verhältnis Christi zur Kirche abbildet, und weil Gott den Menschen an seiner Schöpfung weiterer Menschen teilhaben lässt.
    In dieser Radikalität treffen diese drei Merkmale auf sonstige Beziehungen nicht zu, was sie aber deswegen nicht unverbindlich macht.
    Macht könnte eher sagen: am Charakter der ehelichen Gemeinschaft sollten sich letztendlch alle menschlichen Beziehungen orientieren. Die Ehe auch als Schule der Freundschaft und der Sachbeziehung!

    So herum wird ein Schuh draus – andersrum steht alles Kopf!

    Wenn keine radikale Umkehr und Buße geschieht, wird alles genau so weitergehen bis zum bitteren Ende.
    Doch davor weichen fast alle zurück.

  2. „Vorbehaltlose Akzeptanz“ für Homo-Partnerschaft u.m.dgl. ist einer der Punkte der Agenda 21 der UN für „nachhaltige Entwicklung“ — das von der Sancta Sedes unterstützt wird.
    Warum sollten also Papst Franziskus und der Vatikan unzufrieden sein mit solchen Forderungen des ZdK, des BDKJ, und eines Teils der Bischöfe?
    Das ist Sodom und Gomorrha mit dem „Segen“ des Stellvertreters Christi und Nachfolgers Petri. Alle Großkirchen sind hier eingespannt.
    Frisches Beispiel: Auf dem bevorstehenden Evangelischen Kirchentag dürfen sich nicht präsentieren: homosexuell Veranlagte, die keusch leben; Juden, die an Jesus Christus glauben (messianische Juden). Präsentieren dürfen sich hingegen Schwule, Moslems und Juden, die nicht an Jesus glauben.
    Christen sollten begreifen, dass das nicht Entgleisungen einzelner Gremien, Bischöfe, Präsides, usw. usf. sind, sondern dass hier weltweit, in den Staaten und in den Kirchen, ein Programm duchgesetzt wird, das von der UNO, den meisten Regierungen, dem Papst, den Führern der christlichen Großkirchen, und vielen sonstigen Religionsführern getragen wird. Es ist das antichristliche System der Hure Babylon, die in der Offenbarung des Johannes beschrieben wird. Wir tun gut daran, gerade die Offenbarung des Johannes zu studieren. Die Schwierigkeit, die diesem biblischen Buch nachgesagt wird, ist nicht so sehr eine des Verstehens, sondern des Glaubens. Die Christen wollen nicht glauben, was auf sie zukommt, wenn sie sich nicht bekehren.

  3. „Dialog, Dialog,Dialog….“ bekamen wir die letzten Jahre zu Genüge zu hören. Diese häretischen Schein“-Katholiken“ / Zeitgeist“Katholiken“ sind eine ( faule) Frucht einer den wahren Glauben wegtolerierenden „Dialog“manie. Die Schleifung der Lehre der Kirche durch derartige Gruppierungen zeugt auch vom Versagen der Hirtenpflicht vieler Bischöfe.
    Die Schrifstellerin und KonvertitinGabriele Kuby hat in ihrem Buch:
    „Selbsterkenntnis. Der Weg zum Herzen Jesu“ auch eine sehr treffliche Darlegung über die heutigen Zeitgeist-Christen, übee die Mainstream-Christen geschrieben….

    hier ein Auszug:

    -
    „Mainstream-Christen

    Eine Möglichkeit besteht darin, 
    die Gebote mit dem Zeitgeist zu verwässern 
    und kleinzureden und die Konsequenzen 
    ihrer Übertretung für das ewige Heil zu ignorieren.
    Gott, so wird gepredigt, ist die Liebe, also kann er nicht strafen und nicht verdammen.
    Dass es einen Gegenspieler gibt, den Teufel, 
    der mit Gott um die Seele des Einzelnen ringt,
    erfahren wir nicht und folglich auch nichts von der Notwendigkeit des inneren Kampfes.
    Wir hören kaum mehr etwas von den letzten Dingen, 
    von der Erbsünde, 
    von der Entscheidung über Himmel, Hölle, Fegefeuer 
    im Augenblick des Todes, 
    von der Wiederkunft, vom Gericht am Letzten Tag.
    Allein diese Worte in den Mund zu nehmen, ist gefährlich: Vorsicht! 
    Da wirst du als Fundamentalist gebrandmarkt und ausgesondert.

    Die Zeitgeist-Christen wollen die Kirche vom schmalen auf den breiten Weg führen;
    durch Widerstand gegen das Lehramt, 
    Anpassung der christlichen Sexualmoral 
    an deren faktische Auflösung 
    bis hin zum kirchlichen Segen für die „Homoehe“, Akzeptanz des alltäglichen Massenmords an ungeborenen Kindern.
    Sie ecken nicht an, sie sind getragen vom Mainstream, von den Medien, 
    von den meisten ihrer Zeitgenossen
    und bestärken sich beständig darin, 
    dass sie mündige, mutige, 
    moderne Christen seien, berufen, 
    die mittelalterlichen Zöpfe der Kirche abzuschneiden.

    All dies wird mit „Liebe“ gerechtfertigt,
    aber Liebe, 
    die nicht in der Wahrheit wurzelt, 
    ist keine Liebe.
    Wird die Liebe aus der Wahrheit entwurzelt, 
    wird sie zu einem Ohrenschmeichler, 
    der den Weg zur Liebe Jesu verbaut (vgl. 2 Tim 4,1-5).“
    -

  4. Was sind denn „anderen Formen gemeinschaftlichen Lebens zweier Menschen“?
    Sind das Mini-Ordensgemeinschaften mit einem/einer (hochehrwürdigen) Oberen und einem (ehrwürdigen) Ordensbruder / einer (ehrwürdigen) Ordensfrau?

  5. Habe zwar wenig bis gar keine Ahnung von den kirchlichen Ritualen aber aus dem Bauch heraus würde ich sagen,wenn diese verändert werden,was weggelassen wird usw.dann ist auch die ganze Heiligsprechung ungültig.
    Aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Sichtweise.

    • Stella,
      die Anrufung der alttestamentlichen Gerechten ist nicht unstatthaft und nicht ungewöhnlich (ich selbst habe sie öfters gehört), das Auslassen der ausdrücklichen Anrufung der göttlichen Personen hingegen ist kein gutes Omen. Mit bösem Willen kann man die einleitende Anrufung „Herr erbarme dich, Christus erbarme dich, Herr erbarme dich“ unchristlich deuten (wie, will ich nicht ausführen). Deshalb ist es hässlich, nicht die Trinität anzurufen. Das zeigt einen Ungeist in Rom, dass man sich Zeit nimmt für was weiß ich alles in diesem Gottesdienst, aber dem Höchsten in dieser Litanei die Ehre und den Ruhm verweigert oder zumindest gedankenlos (glaube ich nicht, Liturgiker verfassen das Libretto) oder mit Hintergedanken beschneidet.
      Eine ähnliche Beschneidung ist in der katholischen Kirche auch beim Psalmbeten schon seit langem eingerissen, dass man am Schluss das Ehre sei auslässt.
      Einen gesegneten Sonntag wünsche ich Ihnen und allen, die hier lesen.

      • Leo Laemmlein:

        Das bereits durch Fr. Zeitschnur festgestellte Weglassen der 4 trinitarischen Anrufungen

        Pater de caelis, Deus,
        Fili, Redemptor mundi, Deus,
        Spiritus Sancte Deus,
        Sancta Trinitas, unus Deus,

        hatte ich gar übersehen – zu einseitig fielen mir die genannten Giganten des Alten Bundes ins Auge.

        Wo haben Sie die Anrufung jener Gerechten in einer Allerheiligenlitanei schon gehört?

        Ich finde dies erklärungsbedürftig, denn sie hatten ja noch keinen direkten Bezug zu Jesus Christus. Viel mehr hat der Herr so einiges „zurecht gerückt“, was sie gelehrt hatten, siehe bspw. die Eheauflösung (grummel, hat das etwa mit der Synode…….).

        Wennschon, dann wären wohl Simeon und Hannah „geeigneter“. Schließlich erkannten sie in einem Säugling! den Erlöser des Menschengeschlechts.

      • @ carlo

        Gestern schaute ich später auch noch in mein altes „Gotteslob“ – da finden wir folgendes:

        Nach der Anrufung der Heiligen Dreifaltigkeit wird korrekt Maria angerufen, aber dann kommt es:
        „Heiliger Michael,
        heiliger Gabriel,
        heiliger Rafael,
        Ihr heiligen Engel

        Heiliger Abraham
        Heiliger Mose
        Heiliger Johannes der Täufer
        heiliger Josef
        ihr heiligen Patriarchen und Propheten.“

        (altes Gotteslob Nr. 762)

        Das heißt, dass auf jeden Fall Elia ganz neu ist.
        Die anderen beiden Patriarchen aber sind nachkonziliar.

        Was für ein Signal gibt es (heilsgeschichtlich), wenn man (ausgenommen die Gottesmutter) drei Patriarchen des Alten Bundes den Heiligen des Neuen Bundes vor die Nase setzt?
        Abraham – als der „Vater der vielen“ (so nannte ihn Gott selbst – also der wahren Kinder Abrahams durch Sara und den illegitimen Kindern durch Hagar) wäre gewissermaßen ein intereligiöser Superpatriarch, dem sich Maria als unspezifische „Frau aller Völker“ unterordnen muss.

        Moses und Elia, weil beide ein geheimnisvolles Ende und keine irdisches Grab haben (wie Maria). Womit der Alte Bund dem Neuen gewissermaßen vorgelagert wird, v.a. wenn man die Gottesmutter so zurückstuft und zurechtstutzt, wie das durch die modernistische Theologie geschah (da ist sie bloß Brücke zwischen AT und NT!).

        Das ist schon ein Bruch in der Wertung!

        Vor allem, wenn man die Tritnität nicht mehr nennt, sondern nur noch einen unspezifischen Gott…

      • „Hl. Moses, bitte für uns“, habe ich zu meinem Erstaunen bei einer Bittprozession vor Christi Himmelfahrt gehört. Ist ungewöhnlich.
        Anrufung und Gebet zum hl. Propheten Elia hat eine alte Tradition im Osten, wo dem Propheten viele Klöster und Kirchen geweiht sind. Im Westen normal für den Karmelitenorden, dessen Patron er ist neben der hl. Gottesmutter. Ihm ist ein eigenes Ordensfest im Juli gewidmet.
        „Hl. Abraham, bitte für uns“ kann ich mich nicht erinnern gehört zu haben.
        Aber normal ist die Fürbitte in der Allerheiligenlitanei: „Ihr heiligen Patriarchen und Propheten, bittet für uns“, darin sind alle Gerechte des Alten Bundes enthalten.
        Darum, anstoßerregend ist der Verzicht auf die Anrufung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
        Vielleicht wollte man die palästinensischen Moslems nicht vor den Kopf stoßen. Wer weiß, was in den Köpfen der hochwürdigsten Prälaten vorgeht, wenn sie die liturgischen Texte zusammenstellen.

      • Danke für die Hinweise.

        Die Anrufung der Erzengel indes @Fr. Zeitschnur habe ich auch in einem „alten“ Gebetsbuch gefunden, was mich insofern nicht erstaunt, dass sie ja Gott sehen und dienen, sich also bestens als Fürsprecher „eignen“.

  6. Bei A.K.Emmerick habe ich gelesen:
    wer an Gebeten,überlieferten Ritualen,den Sakramenten oder dem Schriftgut etwas ändert,zieht sich das Gericht zu !
    Darum können die,die dieses tun,keine Christen sein,denn sie fürchten anscheinend Gott nicht.

    • @Stella,ja,es wird geändert, auch an der Vatikan Seite, ist im Archiv Einiges „not found“ und mehr, sehr große Bilder des Franziskuskopfes, als Erstes, küssend, mit der Aufschrift „Zärtlichkeit“. Zu der Litanei vom 17.5.2015 aus Rom, äußert sich die Internet Seite: Motu-proprio: Summorum-Pontificum

      • Entschuldigung, ich suchte im Vatikanarchiv nach Dokumenten anderer Heiligsprechungen und da „störte“ wirklich dieses stets auftauchende Bild eben nicht zur Sache.

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