Die versenkte Öko-Enzyklika – Papst Franziskus und seine „Baustellen“

Papst Franziskus und sein Ghostwriter Victor Manuel Fernandez
Papst Franziskus und sein Ghostwriter Victor Manuel Fernandez

(Rom) Die angekündigte und seit Wochen fertiggestellte Öko-Enzyklika wurde laut dem Vatikanisten Sandro Magister zurückgezogen und eingestampft. Grund dafür sei, so der Vatikanist, daß Papst Franziskus sich wohl bewußt wurde, daß der derzeitige Text keine Chance hätte, die Prüfung durch die Glaubenskongregation unter Leitung von Kardinalpräfekt Gerhard Müller zu bestehen. Kardinal Müller dürfte dem Papst zu verstehen gegeben haben, daß der Entwurf unannehmbar ist.

Am 28. April bei der umstrittenen Klima-Tagung der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften schien alles noch perfekt. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon war eigens in den Vatikan gekommen, um mit Papst Franziskus zusammenzutreffen. Im Anschluß hielt er die Eröffnungsrede und konnte damit sicherstellen, daß der Tagungszug auf den gewünschten politisch korrekten Geleisen rollt.

UNO-Generalsekretär als „Vatikansprecher“

Bei der Pressekonferenz nach der Audienz bei Franziskus zeigte sich Ban Ki-moon optimistisch. Er könne zwar „nicht im Namen des Papstes sprechen“, sei aber überzeugt, daß die angekündigte Öko-Enzyklika „große Wirkung“ haben werde. Das legte die Annahme nahe, daß der UNO-Generalsekretär den Inhalt der geplanten Enzyklika bereits kannte. In seiner anschließenden Eröffnungsrede bei der Klimatagung trat Ban Ki-moon dann aber wie ein Vatikansprecher auf und gab bekannt, daß die Öko-Enzyklika bereits fertiggestellt sei, gerade in alle wichtigen Sprachen übersetzt werde und der Papst die Klima-Agenda der UNO unterstütze. „Im Juni“, so der UNO-Generalsektretär, erfolge die Veröffentlichung.

Die umstrittene Kooperation von Teilen der Kirche mit der UNO und deren Ideologemen zu Klimawandel und Überbevölkerung ist intensiv: Hauptreferent desselben Tages war Jeffrey Sachs, ein fanatischer Anhänger der Geburtenkontrolle. Der ehemalige Chefökonom der UNO und nunmehrige Direktor des UN Sustainable Development Solutions Network sowie kooptiertes Mitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften soll direkt an der Ausarbeitung der Öko-Enzyklika mitgewirkt haben. Das könnte Ban Ki-moons Kenntnisstand zum Inhalt der Enzyklika erklären.

Autor Fernández, Co-Autoren Jeffrey Sachs und Erwin Kräutler?

Ban Ki-moon, George Soros, Jeffrey Sachs
Ban Ki-moon, George Soros, Jeffrey Sachs

Ein weiterer Co-Autor der Enzyklika soll der österreichische Amazonas-Bischof Erwin Kräutler sein, der in Europa vor allem als linker „Gutmensch“ bekannt wurde und im Vorjahr durch das Projekt Amazonas-Werkstatt von sich reden machte. Dabei handelt es sich um die Absicht, unter Verweis auf den Priestermangel, das zölibatäre Weihepriestertum aufzuheben. Die Weihe verheirateter Männer steht ganz oben auf Kräutlers Agenda. Der Österreicher, der sich weigert, um Priesterberufungen zu beten, und statt dessen lieber für strukturelle Veränderungen kämpft, könnte sich auch ein Frauenpriestertum vorstellen.

Koordinator und Chefredakteur der Öko-Enzyklika ist jedoch der Ghostwriter des Papstes, Titularerzbischof Victor Manuel Fernández. Der Argentinier ist Rektor der Päpstlichen Katholischen Universität von Buenos Aires. Bereits für Erzbischof Jorge Mario Karidinal Bergoglio von Buenos Aires schrieb Fernández die Texte. Eine Zusammenarbeit, die sich nach der Papstwahl fortsetzte.

Im Gegenzug ist Bergoglio der Hauptmentor von Fernández, den er als Primas von Argentinien gegen große Widerstände als Rektor der Katholischen Universität durchsetzte und den er nach seiner Wahl zum Papst sofort mit der Würde eines Erzbischofs auszeichnete. Eine demonstrative Geste, um allen seine Wertschätzung zu signalisieren.

Milleniumsziele der Eliten

Die Zurücknahme des bereits zur Veröffentlichung fertiggestellten Textes der Öko-Enzyklika scheint schwere Bedenken zu bestätigen, daß mit der bisherigen Form eine Unterwerfung der Katholischen Kirche unter die UNO-Millenniumsziele beabsichtigt war. Eine Unterwerfung unter die „Nachthaltigkeitstheorie“ mit ihrer umstrittenen Behauptung, die Erderwärmung sei vom Menschen durch erhöhten CO2-Austoß verursacht und könne daher auch vom Menschen, durch einschneidende Eingriffe in die Wirtschaft und immensen Finanzaufwand korrigiert werden; ebenso unter die nicht minder umstrittene Behauptung, der Mensch sei der größte Feind der Erde und bedrohe deren Existenz durch Überbevölkerung, weshalb eine radikale Bevölkerungsdezimierung notwendig sei, die von der UNO weltweit durch Förderung von Verhütung, Abtreibung, künstlicher Befruchtung, Euthanasie und Homosexualisierung betrieben wird.

Sandro Magister schreibt zum Stopp für die Öko-Enzyklika:

Und das soll der Vetrauenstheologe des Papstes sein?

Erzbischof Fernandez
Erzbischof Fernandez

„Im ‚magischen Zirkel‘ der engsten Vertrauten von Papst Franziskus ist Victor Manuel Fernández, Rektor der Katholischen Universität Argentiniens mit Sitz in Buenos Aires sowie Titularerzbischof des untergegangenen Metropolitansitzes Tiburnia, mit Sicherheit die Nummer Eins.

Zumindest war er bis gestern [Montag] die Nummer Eins. Denn sein Interview, das am Sonntag, dem 10. Mai vom Corriere della Sera veröffentlicht wurde, könnte den Anfang seines Untergangs besiegelt haben.

Es genügt, zu lesen, wie er im Interview die Römische Kurie und alle Kardinäle abkanzelt und von einem Papst als einer Art Handlungsreisenden phantasiert:

‚Die vatikanische Kurie ist keine essenzielle Struktur. Der Papst könnte auch außerhalb Roms wohnen, ein Dikasterium in Rom haben und ein anderes in Bogotá und sich vielleicht über Videokonferenz mit den Liturgieexperten verbinden, die in Deutschland sitzen. Was im theologischen Sinn rund um den Papst  ist, um dem Volk zu dienen, ist das Kollegium der Bischöfe. […] Sogar die Kardinäle können verschwinden im Sinne, daß sie nicht wesentlich sind.‘

Oder wie er sich auf Kardinal Gerhard Müller, den Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre stürzt:

‚Ich habe gelesen, daß einige sagen, daß die römische Kurie essenzieller Teil der Mission der Kirche ist, oder daß ein Präfekt im Vatikan der sichere Kompaß ist, der es verhindert, daß die Kirche in ein Light-Denken verfällt; oder daß dieser Präfekt die Einheit im Glauben sicherstellt und für eine ernsthafte Theologie des Papstes sorgt. Aber die Katholiken wissen, indem sie das Evangelium lesen, daß Christus dem Papst zusammen mit den Bischöfen eine spezielle Führung und Erleuchtung zugesichert hat und nicht einem Präfekten oder einer anderen Struktur. Wenn man solche Dinge hört, dann könnte man fast den Eindruck bekommen, als wäre der Papst nur ihr Vertreter, oder einer der gekommen ist, um zu stören und deshalb überwacht werden muß. […] Der Papst ist überzeugt, daß das, was er geschrieben oder gesagt hat, nicht als Irrtum bestraft werden kann. Daher können künftig alle diese Dinge wiederholen, ohne Angst haben zu müssen, dafür Sanktionen zu erhalten.‘

Das Schöne dabei ist: Um vom Rio de la Plata diese seine ‚Summa‘ zum Besten zu geben, ließ Fernández den Interviewer vom Corriere della Sera zweimal den Atlantik überqueren.

Denn er gilt als großer Theologe, mehr noch, als Vetrauenstheologe von Papst Franziskus, als sein wichtigster Berater und sein Ghostwriter seit dieser Erzbischof von Buenos Aires war. Im Sommer 2013 übersiedelte er nach Rom, um mit Franziskus Evangelii gaudium zu schreiben. Im vergangenen März kehrte er für eine Woche wieder, die sich Franziskus reserviert hatte, um die angekündigte Öko-Enzyklika zu schreiben.

Aus Santa Marta ist jedoch durchgesickert, daß Franziskus inzwischen den Entwurf, den Fernández ihm vorbereitete, in den Papierkorb geworfen hat. Vielleicht vorausahnend, daß Kardinal Müller ih auf alle Fälle zerrissen hätte, sobald er ihn in die Hände bekommen würde.

In der Tat, wenn man die publizistische Tätigkeit des Theologen Fernández anschaut, muß man zum Schluß gelangen, daß die Kongregation für das katholische Bildungswesen vor einigen Jahren mit gutem Grund seine Kandidatur für das Amt des Rektors der Universidad Católica Argentina ablehnte und sich erst nach längerem Tauziehen 2009 dem Willen des damaligen Erzbischofs von Buenos Aires beugen mußte.

Saname con tu boca
Fernandez-Buch: Saname con tu boca

Das erste Buch, das der Welt das Genie von Fernández offenbarte, ist Sáname con tu boca. El arte de besar (Heile mich durch deinen Mund. Die Kunst zu küssen), das 1995 im Verlag Lumen erschien und vom Autor mit folgenden Worten vorgestellt wurde:

‚Ich kläre dich auf, daß dieses Buch nicht auf der Grundlage meiner persönlichen Erfahrung geschrieben wurde, sondern des Lebens der Menschen die küssen. Auf diesen Seiten will ich das Volksempfinden wiedergeben, das was die Menschen empfinden, wenn sie an einen Kuß denken, das was die Sterblichen fühlen, wenn sie küssen. Aus diesem Grund habe ich lange mit vielen Menschen gesprochen, die viel Erfahrung in dieser Sache haben und auch mit vielen Jugendlichen, die auf ihre Weise das Küssen lernen. Zudem habe ich viele Bücher herangezogen und wollte aufzeigen, wie die Dichter über den Kuß sprechen. So sind, in der Absicht den immensen Reichtum des Lebens zusammenzufassen, diese Seiten als Plädoyer für den Kuß entstanden, von denen ich hoffe, daß sie dabei helfen, besser zu küssen, daß sie dich drängen, in einem Kuß das Beste deines Seins zu befreien.‘

Dann folgten weitere Bücher, die mehr seiner Rolle als Theologe und Kleriker entsprachen, wie beispielsweise 2006 für den Verlag San Pablo das 300-Seiten-Werk: Teologia espiritual encarnada (Fleischgewordene sprituelle Theologie).

Doch auch mit diesem Opus magnum geriet er in den vergangenen Wochen in ein Mißgeschick à la Boccaccio.

Esperanza Mia Telenovela von Canal 13
„Esperanza mia“, Telenovela von Canal 13

In einer mehrteiligen Seifenoper mit dem Titel Esperanza mía (Meine Hoffnung), die vom argentinischen Fernsehsender Canal 13 (El Trece) ausgestrahlt wird, ist die Hauptfigur ein junger Priester. Er verführt eine Ordensschwester und beginnt mit ihr eine Liebesaffäre. Anleitung für die Verführung war das zitierte Buch von Fernández, das in der Telenovela mehrfach gezeigt und dessen verführerischste Passagen sogar vorgelesen werden.

Das ist der Hintergrund, vor dem das freche Interview von Fernández mit dem Corriere della Sera mit einem Frontalangriff gegen Kardinal Müller stattfand.

Kardinal Müller ist inzwischen wegen seiner Aussage, das Pontifikat von Franziskus ‚theologisch strukturieren‘ zu wollen, wie es zu den statutarischen Aufgaben des Glaubenspräfekten gehört, zur Zielscheibe Nummer Eins der Ultrabergoglianer des ‚magischen Zirkels‘ und von Vatican Insider geworden, die seit einiger Zeit ziemlich nervös sind.

Und Papst Franziskus? Müßte er jetzt zwischen Fernandez und Müller wählen, wüßte er schon selbst, auf welche Seite er sich zu stellen hätte, ohne daß ihm das jemand sagt.“

Soweit der Vatikanist Sandro Magister.

Der Fernandez-Entwurf liegt im Papierkorb, das Projekt Öko-Enzyklika beibt aber aktuell

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon mit Papst Franziskus
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon mit Papst Franziskus

Und damit hat es auch zu tun, daß Papst Franziskus die von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon vorab gelobte Öko-Enzyklika von Fernàndez, Kräutler und Jeffrey Sachs in den Papierkorb entsorgte. Die Entschlossenheit und Standhaftigkeit des deutschen Glaubenspräfekten, die in seiner Regensburger Vergangenheit auch zu Kritik geführt hatte, scheint zum Nutzen für die Kirche gegen die Leichtfüßigkeit mancher zu schnell und zu leicht zu Ehren gekommener Kleriker zu werden.

Die Öko-Enzyklika wurde bereits so oft angekündigt, daß das Projekt nicht ohne Gesichtsverlust für den Papst einfach in einer Schublade verschwinden könnte. Das Thema bleibt damit auf der Tagesordnung. Im Raum steht der von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon genannte Erscheinungstermin im Juni. Wer nun Hand anlegen und den Inhalt mitgestalten darf, muß sich erst zeigen.

Sagen läßt sich allerdings bereits, daß Papst Franziskus mit seinem Projekt Öko-Enzyklika eine weitere Baustelle an einer Klippe eröffnet hat. Dem Projekt haftete von Anfang an der Geschmack politischer Korrektheit oder zumindest der Schmeichelei gegenüber dem Mainstream an. Keine genuinen Ingredienzien für ein päpstliches Lehrschreiben. Dabei wäre das Thema von Bedeutung und eine päpstliche Orientierungshilfe im täglichen Widerstreit unterschiedlicher Meinungen, Schulen und Ideologien für die Menschen wichtig.

Text/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/jeffreysachs.org (Screenshot)/Canal 13 (Screenshot)/MiL

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43 Comments

  1. Eine frohe Botschaft!
    Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, was ein Papst in einer Enzyklika zu einem naturwissenschaftlich umstrittenen Thema zu sagen weiß, will er nicht die allgemeine politische Meinung wiederholen? Das darf er ja gerne, er agiert ja sowieso wie ein Politiker. Aber eine Enzyklika daraus zu machen, das wäre doch zu fragwürdig geworden. Welches Glück!

    • Das sehe ich auch so. Bergoglios Fähigkeiten im Theologischen sind uns schon klar geworden und das ist noch sein eigentliches Feld oder sollte es wenigstens sein. Das zu wiederholen, was die „offiziellen“ Wissenschaftler schreiben, wäre in der Tat mehr als nur unnötig.

  2. Das ist doch alles Wahnsinn!

    Unabhängig wie man zu den inhaltlichen Fragen steht, kann es definitiv nicht angehen, dass ein Papst sich Texte erst von der Glaubenskongregation „genehmigen“ lassen muss.

    Das ist eindeutig ein Verstoß gegen „Pastor aeternus“:

    „Die von den Päpsten verkündet apostolische und Lehre haben denn auch die altehrwürdigen Väter ohne Ausnahme angenommen, und die rechtgläubigen, heiligen Lehrer sind ihr ehrfürchtig gefolgt. Denn sie wussten zu klar, da der Lehrstuhl des heiligen Petrus von jedem Irrtum immerdar frei bleiben werde.“

    Es ist doch absurd, das Erscheinen eines päpstlichen Lehrtextes der Glaubenskongragation zu „unterwerfen“, als sei das ein Text eines anderen genehmigungsbedürftigen Katholiken!

    Wohl mag der Präfekt raten oder auch mahnen – aber damit ist seine Autorität auch schon beendet. Punkt. Wenn ein Papst sagt: Ich lege diesen Text der Kirche vor, dann kann ein Müller überhaupt nichts dagegen vorbringen! (Vorausgesetzt der Papst ist überhaupt ein rechtgläubiger Papst!)
    Alles andere ist die totale Häresie – da braucht man sich nicht zu wundern, wenn dann auch sonst jeder macht, was er denkt in einer solchen Kirche!

    • zeitschnur
      Der Papst nach Ihrem Herzen wird als erstes den von Paul VI. eliminierten Fußkuss wieder einführen als äußeres Zeichen der Unterwerfung unter das Dogma, dass es aller menschlichen Natur zum Heile unbedingt notwendig ist, dem römischen Papst untertan zu sein (vgl. „Unam sanctam“, 1302).
      „Als es aber geschah, dass Petrus hereinkam, ging Kornelius ihm entgegen, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf! Auch ich bin ein Mensch.“ (Apg 10,25-26)

      • Apg 10,25-26 werden Sie ja wohl nicht widersprechen.
        Aber wie sieht es mit dem Fußkuss aus. War es gut, dass Papst Paul VI. ihn aussetzte, oder sähen Sie ihn gerne wieder eingeführt?

      • Wie gesagt, Leo Lämmlein, bleiben Sie einfach bei dem, was ich gesagt hatte.
        Sie sind erstaunlich schnell bei der Hand, einem anderen die absurdesten Gedanken und Meinungen zu unterstellen.
        Das ist nicht in Ordnung und Grund für die Neigung, jedem Fake aus den USA zu glauben.

        Lassen Sie uns die Kindereien verabschieden und den Ernst der Lage erfassen!
        Nach der Lehre der Kirche gilt „Pastor aeternus“. Punkt. Lesen Sie das halt einmal… dann wissen Sie, wo ich stehe.

        Zur Autorität des Papstes gehören weder rote Schuhe noch Fußküsse. Das sind zeitbedingte Gebräuche, die zwar nicht völlig gleich, aber auch nicht heilserhaltend sind.

        Nehmen Sie zur Kenntnis, dass ich kein Traditionalist bin.

      • Mit ‚Pastor aeternus‘ habe ich das Problem, dass behauptet wird, die darin vorgelegte Lehre sei schon immer Glaube der Kirche gewesen. Das ist eine geschichtliche Tatsachenbehauptung, die durch die Geschichte des frühen Christentums nicht gestützt wird. Das war auch das Problem vieler Bischöfe beim 1. Vatikanum, und auch des katholischen Kirchenhistorikers Ignaz von Döllinger,
        Wie kommt es dann zu einer solchen Behauptung? Durch diesen Gedankengang: Wir sind die wahre Kirche Jesu Christi und daher vom Heiligen Geist geleitet, und da wir schon soundsoviel Jahrhunderte an den päpstlichen Jurisdiktionsprimat und die päpstliche Unfehlbarkeit glauben, kann dieser Glaube nicht wahr sein, sondern muss schon immer, überall und bei allen bestanden haben, obwohl er nicht oder unzulänglich belegt ist und trotz aller Gegenzeugnisse.

      • @ Leo Lämmlein

        Okay – das ist nun eine Positionierung Ihrerseits, die man erst genau prüfen muss.

        Die Gegenargumente der Bischöfe, die Probleme hatten, muss ich mir erst wieder genauer ansehen.

        Bin also gerade nicht in der Lage, dazu sofort was Fundiertes zu sagen.

        Grundsätzlich aber gab es bei jeder dogmatischen Definition auch Gegner unter den Bischöfen – insofern ist Ihr Stimmen-Argument noch kein Argument auf der Sachebene.

        Andernfalls müsste man annehmen, dass die Wahrheit nur dann vorliegt, wenn Einstimmigkeit vorliegt.
        Das Loya Djirga-Prinzip aus Afghanistan … ja, das klingt so schön, würde irgendwie jeden mitnehmen, ist aber nicht christlich und unterschätzt v.a. das Wirken des Bösen…

        Die Wahrheit – Christus – scheidet immer die Geister .
        Das sagten Simeon und Hann der Gottesmutter, als sie Jesus im Tempel weihte: An Ihm werden sich die Geister scheiden.

        Das haben schon die Propheten des AT gesagt: das Wort Gottes (Christus) ist wie ein zweischneidiges Schwert.

      • zeitschnur
        „Das sagten Simeon und Hann der Gottesmutter, als sie Jesus im Tempel weihte: An Ihm werden sich die Geister scheiden.“
        Es geht aber um das Papsttum und seinen Anspruch.
        In anderen Zeiten wäre ich vielleicht nie drauf gekommen, diese Autorität in Frage zu stellen.
        Aber in einer Zeit, wo einer Papst der ganzen Menschheit verkündet (zum Beispiel): Der Koran ist ein prophetisches Buch des Friedens, da stelle ich eben nicht nur die Autorität dessen in Frage, der das sagt, obwohl er es besser wissen m u s s , sondern ich frage mich, wie kann es dazu kommen, dass ein Papst so etwas – und vieles mehr von dieser Art – sagt? Was läuft da schief?

    • ein Kardinal Müller und jeder andere auch kann Fragen stellen und auf Widersprüche in den Aussagen hinweisen, und ein Papst ist klug beraten dafür zu sorgen, dass er nicht anfangen muss zu behaupten .
      „Ist halt so, auch wenn es in der Schrift anders steht und schon immer anderes gelehrt wurde!“!
      Will heißen freuen wir uns doch, dass der oberste Leiter der Kirche hier eingegriffen hat, womit ich den Heiligen Geist meine!

    • Die Kurie sind Organe des Papstes. Natürlich hat er das Recht, sich über alle und alles hinwegzusetzen, aber das ist, als würde er sich in die eigene Hand beißen.

    • Der Papst ist nun mal nicht der Heilige Geist, und so weit wird er es auch niemals bringen.
      Mit dem Papsttum scheint es mir ähnlich zu sein wie mit dem Königtum im alten Israel, und nur so kann ich es einigermaßen akzeptieren. Israel hatte einen König, den größten und besten König, den man sich vorstellen kann: JHWH. Aber damit war es unzufrieden, der Schöpfer des Himmels und der Erde genügte ihm nicht. Es woillte einen sichtbaren König haben wie die heidnischen Völker um es herum. Samuel warnte das Volk im Auftrag des Herrn vor den Folgen. Allein, es half nicht, ein irdischer König musste her. Nun, Israel sollte seine Könige bekommen, Gesalbte des Herrn, darunter David, dessen Nachkomme Unser Herr Jesus Christus sein sollte. Aber es musste einen hohen Preis zahlen, denn die meisten Könige waren schlecht, besonders die des Nordreichs. Im Neuen Testament finde ich keinen Papst. Noch nicht einmal die hll. Kirchenlehrer Ambrosius und Augustinus, 4.-5. Jahrhundert, legten die klassische Stelle Matthäus 16,18 im Sinne des päpstlichen Jurisdiktionsprimats aus. Das Papsttum hatte seine großen Vertreter, aber auch die nichtswürdigsten, die schlimmer waren als die schlimmsten weltlichen Fürsten. Mit Papst Franziskus geht es dem Ende zu. Wenn Papst Benedikt XVI. als Gloria Olivae der vorletzte Papst ist und Papst Franziskus, wofür gewichtige Gründe sprechen, ein Gegenpapst ist, dann ist nur noch ein Papst zu erwarten — vielleicht der junge strenge Papst nach der Vision der seligen Anna Katharina Emmerich, der Glauben und Zucht in der Kirche wiederherstellen wird.

      • Ach, zeitschnur…

        1. Samuel 8:

        Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama.
        5 Und sie sagten zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze [doch] einen König über uns, damit er über uns Richter sei, wie [es bei] allen Nationen [ist]!
        6 Und das Wort war übel in den Augen Samuels, dass sie sagten: Gib uns einen König, damit er Richter über uns sei! Und Samuel betete zum HERRN.
        7 Der HERR aber sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen! Denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll.
        8 Entsprechend all den Taten, die sie [immer] getan haben von dem Tage an, da ich sie aus Ägypten geführt habe bis zum heutigen Tag, dass sie mich verlassen und andern Göttern gedient haben, so machen sie es auch mit dir.
        9 Und nun höre auf ihre Stimme! Doch warne sie mit allem Ernst und mach ihnen das Recht des Königs bekannt, der über sie herrschen wird!
        10 Und Samuel sagte dem Volk, das einen König von ihm begehrte, alle Worte des HERRN.
        11 Und er sagte: Dies wird das Recht des Königs sein, der über euch regieren wird: Eure Söhne wird er nehmen, um sie für seinen Wagen und seine Gespanne einzusetzen, damit sie vor seinem Wagen herlaufen,
        12 und um [sie] sich zu Obersten über Tausend und zu Obersten über Fünfzig zu bestellen, damit sie seine Äcker pflügen und seine Ernte einbringen und damit sie seine Kriegsgeräte und seine Wagengeräte anfertigen.
        13 Und eure Töchter wird er zum Salbenmischen, zum Kochen und Backen nehmen.
        14 Und eure besten Felder, Weinberge und Olivengärten, die wird er nehmen und sie seinen Knechten geben.
        15 Und von euren Kornfeldern und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kämmerern und Beamten geben.
        16 Und eure Knechte und eure Mägde und eure besten jungen Männer und eure Esel wird er nehmen und sie in seinen Dienst stellen.
        17 Von euren Schafen wird er den Zehnten nehmen, und ihr, ihr müsst seine Knechte sein.
        18 Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Königs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten.
        19 Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören. Und sie sagten: Nein, sondern ein König soll über uns sein,
        20 damit auch wir sind wie alle Nationen, und dass unser König uns richtet und vor uns her auszieht und unsere Kriege führt.
        21 Und Samuel hörte all die Worte des Volkes und sagte sie vor den Ohren des HERRN.
        22 Und der HERR sprach zu Samuel: Höre auf ihre Stimme und setze einen König über sie ein! Da sagte Samuel zu den Männern von Israel: Geht hin, jeder in seine Stadt!

      • @ Leo Lämmlein

        Und was wollen Sie mir damit nun sagen?

        Ich habe einen ganzen Artikel zu dem Thema geschrieben, den ich Ihnen verlinkt habe.

        Offenbar haben Sie ihn nicht gelesen, meinen aber, mich durch Abschreiben des Bibeltextes belehren zu sollen, als ob ich demelben widersprochen hätte. Dabei habe ich diesen Text selbst entsprechend ausgewertet…. was soll das also?

        Lassen Sie uns bitte wieder ein vernünftiges argumentatives Niveau erreichen!

    • Also irgendwie sind Sie mir etwas launisch!
      Einerseits können Sie nicht genug auf die Päpste, auch auf die halbwegs standhaften (das gerade Johannes Paul II, den ich mitnichten heilig nennen werde, das wirklich nur sehr halbwegs war, ist mir bewusst) schimpfen, und wenn nun einmal ein Kardinal offensichtlicher Anbiederung an die satanische, grüne Alleinheitsideologie Paroli bietet, dann ist es auch wieder falsch!
      Die Geschichte von der heiligen Katharina von Siena, oder auch die Zurechtweisung des Petrus durch Paulus dürfte Ihnen wohl bekannt sein!
      Bergoglio hat sich die Suppe selber eingebrockt, er wollte doch unbedingt nur Bischof von Rom sein, und meinte die Bischöfe sollten mehr Macht und Mitspracherecht haben!
      Der in dem Fall glaubenstreue Kardinal Müller gehorcht Bergoglio doch, er setzt doch um was Bergoglio immer propagiert!
      Beten Sie lieber für den treuen Kardinal Müller, wenn Ihnen denn am katholischen Glauben etwas liegt, anstatt nun zu schimpfen, und sich im nächsten Moment wieder über konservative Heuchelei und Verklemmtheit aufzuregen!

      • Wer sich von seinen Emotionen ziehen lässt, mag differenzierte Gedankengänge für „launisch“ halten, weil er sie einfach nicht versteht…
        Wenn Paulus oder Katharina Petrus zurechtwiesen, dann entsprach das dem, was ich oben als „mahnen“ oder „raten“ nannte (haben Sie das überhaupt präzise gelesen, was ich schrieb?).
        Dennoch war weder Paulus noch Katherina befugt, dem Petrus etwas zu „genehmigen“.
        Versuchen Sie, der Feinjustierung auf die Spur zu kommen – es ist nicht alles grobschlächtig in der Kirche, auch wenn die ganz Frommen diesen Eindruck vermitteln…

        Es geht bei meiner Kritk an Müller nicht um das Inhaltliche (wobei auch hier einiges zu sagen wäre).
        Es geht um das Formale: wenn er den Papst als solchen anerkennt, hat er ihm nichts zu genehmigen.
        Hält er aber seine Texte für unzumutbar, also – sagen wir es doch deutlich, denn warum sonst der Aufstand?! – für häretisch, dann dürfte er einen solchen Mann nicht als Papst anerkennen.

        Und nun ein weiterer Gedankengang, den man aber nicht vermixen darf mit anderen Gedankenlinien: Wenn nun durch allerlei Inkonsequenz à la Müller am Ende ein total häretisches Gefüge der Kurie entsteht, macht das die Problemlage nicht einfacher, selbst dann, wenn punktuell einmal eine Haltung Müller recht sein sollte, sondern vergrößert das allgemein Chaos dadurch, dass die Rolle des Papstes häretisch aufgefasst werden muss, um dessen Häresien zu stoppen.

      • Frau Zeitschnur träumt von einem allwissenden, immer recht habenden Papst so ner Mischung aus Albus Dumbledore, Thomas von Aquin, Augustinus, Franz von Assisi, Gandalf und dem Weisen vom Berg.
        In ihrer Welt gibt es nur richtig oder häretisch.
        Lieder entsprach dieses ihr Bild noch nie der Realität, wird ihr nie entsprechen und ist auch nicht im Sinne des Erfinders der Kirche.
        Dabei sieht sie sehr scharf hinter all unsere frommen Illusionen, was gut ist, aber nur um selber einer zu huldigen, was schade ist.

      • @ besorgter christ

        Sie verleihen dem Pilatus eine weiblich-postmoderne Stimme: „Was ist Wahrheit?“

        Glauben Sie einfach, was Sie wollen – es muss ja nicht katholisch sein. Und es muss auch nicht an der Wahrheit festhalten.

        Wahrheit ist jedenfalls logisch unteilbar. Entweder eine Ausage ist wahr oder eben nicht. Ist nicht auf meinem Mist gewachsen. ich hab das von der Kirche gelernt. Bei wem haben Sie Ihr Handwerk gelernt – bei Pilatus?

        Sie müssen sich darüber klar sein, dass Sie mir nichts beweisen können oder sollen.

        Sie widersprechen nicht mir, sondern der Lehre der Kirche, die ich zitiere. Sie dagegen können nur Allgemeinplätze vortragen. Nur zu! Nicht ich bin der Richter darüber. Was regen Sie sich auf?
        Fürchten wir den, vor dem wir das eines Tages vertreten können sollten, was wir hier vortrugen.

        Ob es ein Fehler ist, dem geglaubt zu haben, was uns als zu Glaubendes vorgelegt worden war?

      • Die Wahrheit ist eine Person, nämlich Jesus Christus und das Sprechen über diese Person unterliegt den Beschränkungen die menschlichem Sprechen nunmal immanent sind.
        Davon mal abgesehen ist der Papst nur dann unfehlbar, wenn er ausdrücklich ex cathedra spricht und das tun Päpste nunmal ausgesprochen selten.

      • Wir drehen uns im Kreise – und Sie widersprechen fortgesetzt der Lehre, nun sogar der Hl. Schrift. Ich zitiere nun Johannes 16:

        7 Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.
        8 Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen (und aufdecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist;
        9 Sünde: dass sie nicht an mich glauben;
        10 Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht;
        11 Gericht: dass der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.
        12 Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
        13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.1
        14 Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.
        15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

        Schon krass, wie Sie es wagen, dem Hl. Geist zu verwehren, die Seinen in die unteilbare Wahrheit zu führen!

  3. Der Papst Franziskus muß noch etwas dazulernen wie es aussieht- und scheint ja auch dazu fähig zu sein.
    Ansonsten wäre es der Bankrott der röm.-kath. Kirche so wie man das aus unserem Land ja bereits kennt. Und das hat gravierend negative Auswirkungen weit in die „Gesellschaft“ hinein.
    Die Enzyklika „Evangelii Gaudium“ sollte und müßte aber ebenso „eingestampft“ werden. Welch eine Verwirrung!

    Es ist wirklich schwer nachzuvollziehen, warum der Papst sich nicht ein wenig informiert und vor allem mal die Sprechblasen der Propaganda eines anti-christlichen Welteinheitsbreis als solche auch erkennt.

    • Dazu lernen ? Ich weiß nicht, ob man das unter „Dazu lernen“ verstehen kann. Werden wir immer anspruchsloser, was das Papstamt betrifft ? Schlimm wäre es, wenn nicht der Rest der Gläubigen noch Anforderungen hätte.

      • Damit sprechen Sie ein wahres Wort gelassen aus! So ist es! Wenn das Petrus unter der einzigartigen Führung des Hl. Geistes ist, dann werde ich irre am Glauben!

  4. Da wird aber UN-Generalsekretär Ban Ki Moon enttäuscht sein, hatte er doch die „Klimawandel“-Thematik ins Dramatische gehoben:
    -
    „Die menschlichen, ökonomischen und ökologischen Kosten des Klimawandels werden bald untragbar sein.
    Der Klimawandel bedroht den so hart errungenen Frieden, unseren Wohlstand und die Chancen für Milliarden Menschen.“ 
    -

    Wie fragwürdig eine Zusammenarbeit mit UN-Vorgaben ist, zeigen folgende Aussagen von Ban Ki Moon am „Internationalen Tag der Menschenrechte“ vom vergangenen Dezember:
    -
    „Wir erklären, dass die Menschenrechte für uns alle gelten, zu jeder Zeit: Unabhängig davon, wer wir sind oder woher wir kommen, unabhängig von unserer Klasse, Meinung oder sexuellen Orientierung.

    Dies ist eine Sache der individuellen Gerechtigkeit, sozialer Stabilität und des globalen Fortschritts.
    Es ist die prägende Aufgabe unserer Zeit.

    Die Vereinten Nationen schützen Menschenrechte, denn das ist unsere stolze Mission. Und wenn Menschen ihre Rechte in Anspruch nehmen können, führt das zu Wirtschaftswachstum, und es herrscht Frieden.“
    -

    So einfach geht es also mit dem menschengedachten „Frieden“.

  5. Öko-Enzyklika eingestampft? Da wird aber Mutter Natur böse sein denn der Öko-Kult ist eine neue Religion und wer ihr nicht folgt wird argwöhnisch beobachtet. Jedenfalls werden die „Fürbitten zur Bewahrung der Schöpfung“ diese Welt mitsamt ihren Sünden nicht retten denn ich glaube eher das Himmel und Erde vergehen werden wie es ihnen zusteht.
    Per Mariam ad Christum.

    • Das glaub ich auch, aber wir sollten für die beten, die bisher standhaft geblieben sind und sehen, dass wir es selber bleiben!
      Per Mariam ad Christum

  6. Man kann nach Lektüre dieses Berichts wohl sagen, daß der Kampf in Rom hin und her wogt.
    Es sieht danach aus, als würden die Vertreter der wahren Kirche die Oberhand gewinnen.
    Papst Franziskus sollte durch das Gebet unterstützt werden, um der Wahrheit einen Weg durch das Gestrüpp zu bahnen.

    • Es tut mir leid – aber wer sind denn die „Vertreter der wahren Kirche“?
      Die da so rechtgläubig scheinen, sind es, wenn man genau hinsieht, allenfalls hinsichtlich des 6. Gebotes. Der Rest ist mau!

      • Noch einmal zur Unfehlbarkeit:
        Erstens hat Bergoglio Kardinal Müller (dass er nicht in allem treu ist weiß ich auch) diese Befungnis nun einmal eingeräumt, eine offene Rebellion, wie ja das nicht Anerkennen des Papstes es wäre, wie sollte Kardinal Müller das machen?
        Ex cathedra sollte dieser Ökoschwachsinn ja sowieso nicht verkündet werden, folgich hat Kardinal Müller auch nicht gegen etwas „Unfehlbares“! Protest eingelegt!
        Mit „Genehmigen“ kann auch gut gemeint sein, dass Müller Bergoglio ob dieses Textes so vehement gemahnt und zur eindeutigen Stellungnahme aufgefordert hätte, dass dieser Papst sein Gesicht nicht mehr hätte wahren können!
        Klären Sie mich meinetwegen über die Rechte und Pflichten der Glaubenskongrgation auf!
        Und was das „Mahnen“ betriftt: Diese Mahnung klingt sehr nach einem „NIcht genehmigen“:
        11 Da aber Petrus gen Antiochien kam, widerstand ich ihm unter Augen; denn es war Klage über ihn gekommen. 12 Denn zuvor, ehe etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; da sie aber kamen, entzog er sich und sonderte sich ab, darum daß er die aus den Juden fürchtete. (Apostelgeschichte 11.2-3) 13 Und mit ihm heuchelten die andern Juden, also daß auch Barnabas verführt ward, mit ihnen zu heucheln. 14 Aber da ich sah, daß sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen öffentlich: So du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst du denn die Heiden, jüdisch zu leben?
        15 Wir sind von Natur Juden und nicht Sünder aus den Heiden; 16 doch weil wir wissen, daß der Mensch durch des Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesum Christum, so glauben wir auch an Christum Jesum, auf daß wir gerecht werden durch den Glauben an Christum und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzeswerke wird kein Fleisch gerecht. (Römer 3.20) (Römer 3.28) (Epheser 2.8) 17 Sollten wir aber, die da suchen, durch Christum gerecht zu werden, auch selbst als Sünder erfunden werden, so wäre Christus ja ein Sündendiener. Das sei ferne! 18 Wenn ich aber das, was ich zerbrochen habe, wiederum baue, so mache ich mich selbst zu einem Übertreter.
        19 Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, auf daß ich Gott lebe; ich bin mit Christo gekreuzigt. (Römer 7.6) 20 Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben. (Johannes 17.23) (Galater 1.4) 21 Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.

      • Ihre Meinung, ein „Mahnen“ entspräche einem „Nicht-Genehmigen“ offenbart, dass Sie es mit Worten nicht allzu genau nehmen.

        Mahnen heißt: jemandem etwas zu bedenken geben. Auch: jemanden zurechtweisen.
        Aber eine Befugnis, endgültige Weisungen zu erteilen, ist nicht darin enthalten.

        Es ging hier auch nicht um Ex-cathedra oder Nicht-ex-cathedra. Informieren Sie sich, was „Gewissheitsgrade“ sind und dass „Fehlbarkeit“ nicht heißt, dass etwas falsch ist! (bei Ott, Grundriss der Dogmatik)
        Der Gehorsam gegenüber dem Lehramt ist ja nicht nur dann gefordert, wenn der Papst ex cathedra spricht. (Pastor aeternus)

        Dass man als rechtschaffener Inhaber einer Autorität dieselbe seltenst ausspielen wird gegen die Untergebenen, liegt daran, dass Autorität nur geliehen ist, nur ein Ordnungselement, das dem Menschen notwendig ist, um nicht ins Chaos zu versinken. Sie ist NICHT verliehen, um sich über andere zu stellen und Macht zu haben!

        In Christus ist tatsächlich nicht mehr Herr und Knecht auf der menschlichen Ebene. Aber umso mehr schärft das NT an vielen Stellen ein, man solle den natürlichen Vorgesetzten ergeben sein – nicht ontologisch (denn das sind sie nicht!), aber alltäglich um Christi willen. So ist der Sklave in Christus natürlich seinem Besitzer nicht untergeordnet im ontologischen Sinn! Dennoch soll er ihm ergeben sein. Der irdische Besitzer allerdings ist gehalten, den Untergebenen wie einen König zu behandeln – so schreibt Paulus:

        8 Obwohl ich durch Christus volle Freiheit habe, dir zu befehlen, was du tun sollst,
        9 ziehe ich es um der Liebe willen vor, dich zu bitten. Ich, Paulus, ein alter Mann, der jetzt für Christus Jesus im Kerker liegt,
        10 ich bitte dich für mein Kind Onesimus, dem ich im Gefängnis zum Vater geworden bin.
        11 Früher konntest du ihn zu nichts gebrauchen, doch jetzt ist er dir und mir recht nützlich.
        12 Ich schicke ihn zu dir zurück, ihn, das bedeutet mein eigenes Herz.
        13 Ich würde ihn gern bei mir behalten, damit er mir an deiner Stelle dient, solange ich um des Evangeliums willen im Gefängnis bin.
        14 Aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun. Deine gute Tat soll nicht erzwungen, sondern freiwillig sein.
        15 Denn vielleicht wurde er nur deshalb eine Weile von dir getrennt, damit du ihn für ewig zurückerhälst,
        16 nicht mehr als Sklaven, sondern als weit mehr: als geliebten Bruder. Das ist er jedenfalls für mich, um wie viel mehr dann für dich, als Mensch und auch vor dem Herrn.
        17 Wenn du dich mir verbunden fühlst, dann nimm ihn also auf wie mich selbst!

        (Philemon 1, 8 ff)

        Getragen von dieser Liebe wird jeder Katholik dem Papst gerne gehorchen, auch wenn er nicht ex cathedra spricht – vorausgesetzt, er lästert nicht den Herrn.

        Tut er dies aber – dann ist er nicht der wahre Papst.

  7. Das wird ein übles Konglomerat sein, das Bergoglio da zusammenschreiben ließ. Absetzen wäre die einzige Lösung.

  8. Das Buch „Saname con tu boca. El arte de besar“ ist kein Solitär.
    Es erschien 1995, fast zeitgleich mit der Publikation einer Serie von Unterrichtsbücher für den Sekundarunterricht „Roeach“ in Nordbelgien, mit eindeutig pädophilen Abbildungen.
    Der ganze Schund wurde auf ca. 25 000 Exemplaren gedruckt;
    die Autoren stammten fast alle aus der Umgebung der Theolog. Fakultät Löwen ( Jef Bulckens, (Hu)Bert Roebben) oder aus dem Umfeld des Großseminars Brügge ( darunter der Direktor Frans Lefevre), alles protegiert durch Kardinal Danneels und Bischof Roger vanGheluwe (2010 als multipel praktizierende Pädophil entmaskert).
    Heftige Proteste von beunruhigten Eltern und aufrichtigen Katholiken wurden hartnäckig bekämpft und unterdrückt durch die modernistische Clique um Danneels und durch fast die gesamte politische Volksvertretung;
    In dem Vatikan konnte sich die Kongregation für die Glaubenslehre unter Kard. Ratzinger trotz großen Einsatz erst nach mehreren Jahren gegen die vertuschende Modernisten (darunter an führender Stelle Danneels) durchsetzen.
    Alle Kardinäle wurden damals angeschrieben und benachrichtigt.
    Es fiel damals schon auf daß gerade aus Afrika, Ozeanien und Asien die meiste Sympathiebekundungen für die beunruhigte Eltern kamen.
    Sehr viele Hirte in Westeuropa, gerade die dickste und modernste, haben hier komplett versagt.
    Irrtümlicherweise hat man sehr lange geglaubt, daß der Homo- und Pädofiliesumpf ein Unikum der Kirche in Nordbelgien war.
    Wie sich durch eine gewaltige Reihe von Prozessen herausstellte, war Ähnliches auch in Nordamerika vorhanden (besonders in den USA) und ebenfalls und auch zeitgleich in Südamerika.
    Victor Manuel Fernandez, auch „Tucho“ genannt, nennt die Wissenschaft des Kußes übrigens „Filematologia“ (siehe auch: http://www.puntal.com.ar ) und auf robusten Internetsites als „Küschenmensch“ betitelt (caminante-wanderer.blogspot.de/2014/tucho-el-osculario/html).
    Was sich dort an die pontificia Universidad Catoloca Argentina abgespielt hat, schlägt tatsächlich mit Verstummung.
    Der Apostol.Nuntius hat übrigens sehr lang gewarnt gegen die Ernennung von „Tucho“ Manuel Fernandez an die Spitze der Universität; Bergoglio hat als Primas v. Argentinien dies trotzdem durchgesetzt (ein andere „gefallene Engel“ an dieser Uni wurde en passant wiederaufgerichtet).
    Kein Wunder daß die Estbattementen von Mario Battista Ricca, damals an der Nuntiatur in Montevideo verbunden, sich am Ende nicht negativ auf seine Karriere auswirkten (jetzt Direktor des domus Sanctae Martae)
    Es stinkt erbärmlich.
    Und die Ermittlungen nach Opfern in Südamerika fangen erst an (es gibt übrigens auch eine Verbindung zu dem Bistum Brügge).
    Guten Appetit.

  9. Mal abgesehen von dem vielen, was wir da gerade durchdikutiert haben und zurück zum Thema des Artikels.

    Irgendwas ist hier schief gelaufen. Diese unselige Gerüchteküche!
    Die fragliche Umwelt-Enzyklika wird nämlich ganz offensichtlich demnächst seelenruhig veröffentlicht – steht jedenfalls auf der Radio Vatikan-Website – und zwar gerade gestern am 14. Mai!

    http://de.radiovaticana.va/news/2015/05/14/turkson_%E2%80%9Ewir_brauchen_einen_fundamentalen_kurswechsel%E2%80%9C/1143967

  10. Endlose Dialoge, die hier nur befremden können, sollten Sachaussagen weichen. Hier braucht man nicht auf längst vergangene Epochen Bezug zu nehmen. Fassen wir zusammen: Diese Enzyklika gilt als versenkt. Seien wir froh darüber.

      • @zeitschnur, was denn nun Fehlbarkeit oder Unfehlbarkeit ist und was nicht, dass wird, für mich jedenfalls, aus ihrem Text nicht so ganz klar, aber wo ist hier eigentlich von „genehmigen“ im Lehramtlichen Sinne die Rede?

        „Rom) Die angekündigte und seit Wochen fertiggestellte Öko-Enzyklika wurde laut dem Vatikanisten Sandro Magister zurückgezogen und eingestampft. Grund dafür sei, so der Vatikanist, daß Papst Franziskus sich wohl bewußt wurde, daß der derzeitige Text keine Chance hätte, die Prüfung durch die Glaubenskongregation unter Leitung von Kardinalpräfekt Gerhard Müller zu bestehen. Kardinal Müller dürfte dem Papst zu verstehen gegeben haben, daß der Entwurf unannehmbar ist.“

        Paulus hat Petrus auch zu verstehen gegeben, dass sein Verhalten, bzw. seine damit begründete Haltung, die unweigerlich Lehramt charakter angenommen hätte „unannehmbar“ ist!

        Wann ist denn nun ein Papst der wahre Papst und wann nicht, und wenn ein Papst nicht der wahre Papst ist, aber als solcher, wenigstens äußerlich betrachtet, eingesetzt, wie soll ein Kardinal sich denn dann verhalten?
        Ich bin gespannt auf Ihre Antwort!

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