Lebensrechtler aus der ganzen Welt in Rom – Das Rezept sind kinderreiche Familien

Kardinal George Pell: Plädoyer für die kinderreiche Familie
Kardinal George Pell: Plädoyer für die kinderreiche Familie

(Rom) Der Marsch für das Leben 2015 war eine Gelegenheit, die Vertreter zahlreicher Lebensrechtsorganisationen in Rom zu versammeln. Pro Life und Pro Family seien Synonyme, so Corrispondenza Romana. Rund um den Marsch für das Leben fanden zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter am vergangenen Samstag auch eine Tagung in der Aula San Pio X mit einer Lectio magistralis von Kardinal George Pell .

Die Lectio wurde gefolgt von einer viel applaudierten Rede von John-Henry Westen, dem Direktor von LifeSiteNews, dem weltweit wichtigsten Pro-Life-Informationsdienst. Zum Treffen hatte Voice of the Family geladen. Das Ziel ist es, die wichtigsten Lebensrechtsorganisationen und Familienorganisationen zusammenzuführen.

Eingeleitet wurde das Treffen von Virginia Coda-Nunziante, der Sprecherin des Organisationskomitees des italienischen Marsches für das Leben. Die Moderation hatte John Smeaton von Voice of the Family. Im Anschluß konnten die Anwesenden den beiden Rednern Fragen stellen.

„Wer die Familie schädigt, schädigt die Gesellschaft“

Kardinal Pell stellte die zentrale Rolle der Familie in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die Familie bezeichnete er als „Hauskirche“, um den hohen erzieherischen Wert dieser Institution zu unterstreichen. „Wenn es stimmt, daß man dem Menschen Schaden zufügt, wenn man die Umwelt schädigt, dann stimmt es um so mehr, daß durch Schädigung der Familie die Gesellschaft geschädigt wird“, so der Präfekt des Wirtschaftssekretariats und Mitglied des C9-Kardinalsrats.

Der Kardinal belegte seine Aussage durch den Hinweis auf eine in England durchgeführte soziologische Studie, die beweist, daß die Kinder geschiedener Eltern schlechtere schulische Leistungen erbringen, signifikant häufiger Teenagerschwangerschaften aufweisen und eine größere Wahrscheinlichkeit haben, in Armut zu enden.
Ebenso nehme unter Geschiedenen die Abkehr vom praktizierten Glauben und überhaupt der Religion zu.

Daher sei der noch heute wiederholte Satz falsch, so der Kardinal, laut dem Kinder es vorziehen würden, die Kinder von geschiedenen Eltern zu sein, als von Eltern, die miteinander streiten.

„Ehen machen glücklicher als Zusammenleben ohne Trauschein“

Zudem würden Studien den gesicherten Nachweis erbringen, daß verheiratete Paare in größerer Harmonie leben als wilde „Ehen“, die sich immer am Abgrund der Trennung entlang bewegen. Gleiches gelte für Familien mit mehr als drei Kindern, die harmonischer, zufriedener und stabiler und daher weniger scheidungsanfällig seien, als jene mit weniger Nachwuchs.

Die traditionelle Familie mit einem traditionellen Lebensstil, zum Beispiel dem gemeinsamem Abendessen, ist stabiler und läßt ihre Angehörigen zufriedener und glücklicher sein. Mit anderen Worten, das genaue Gegenteil der ständig wiederholten Propaganda: „Besser eine geschiedene Frau als eine unglückliche Frau“.

Das Rezept? „Ehen schließen und kinderreiche Familien gründen“

Wie laute das Rezept gegen die Destabilisierung der Gesellschaft, persönliche Unzufriedenheit, soziale Plagen und für Stabilität, Zufriedenheit, Harmonie und Glücklicksein? Kardinal Pell faßte die Antwort so zusammen: „Wenn ihr katholischer sein wollt, dann öffnet euch für eine kinderreihe Familie und empfehlt das auch euren Kindern“. Denn umgekehrt weisen weniger kinderreiche Familien, die vom Gesetz aufgezwungene Ein-Kind-Familie wie in China, eine Neigung zur Traurigkeit und zu einem immer größeren Egoismus auf, die zur sozialen Plage werden.

Unter den Zuhörern der Lectio von Kardinal Pell war auch Kardinal Raymond Burke, der einen der beiden Tagungstage abschloß, an denen Pro-Life-Vertreter aus allen fünf Kontinenten miteinander diskutierten. Das Wort ergriffen unter anderen: Matthew McCusker, Voice of the Family; Colleen Bayer, Family Life International – Neuseland; Father Shenan Boquet, Human Life International; Maria Madise, Voice of the Family; Father Linus Clovis. Family Life International; Thomas Ward, National Association of the Catholic Families; Mario Navarro da Costa,TFP-Washington; aus Deutschland die Publizistin Gabriele Kuby; Roberto de Mattei, Fondazione Lepanto, Xabier Dor, SOS-Petits, José Antonio Ureta, Pro Europa Cristiana – Brüssel, Mark Scriberras, Life Network Malta, Petra Tišljarić, 40 Days for Life – Kroatien.

Unter den zahlreichen Teilnehmern seien noch genannt: John Jalsevac, LifeSiteNews (Kanada); Sarah Flood Beaubrun, Carribean Center for Family and Human Rights; Greg Clovis, Family Life International (Großbritannien); Reggie Littlejohn, Women’s Rights Without Frontiers (USA); Joseph Meaney, HLI International; Hilary White, LifeSiteNews; Ruben Navarro, Alliance Defending Freedom International (Schweiz); Raymond de Souza, Sacred Heart Institute; Jeanne Smits (Frankreich); Grégor Puppinck, European Centre for Law and Justice (Frankreich); Monika Rodman Montanaro, Rachel’s Vineyard; Bogdan Stanciu, Pro Vita (Rumänien); Alexandra Nadane, Studenti pentru Viata (Rumänien); Veronica Iani, proEducatie Europa (Rumänien); Georges Martin, Droit de Naître (Frankreich); David Prentis, Couple to Couple League (Tschechische Republik); Katarina Nzobandora, Zavod ŽIV!M (Slowenien); Michiel Hemminga, Civitas Christiana (Niederlande); Declan Waters, Holy Love Information Centre (Irland); Carmel Waters, Holy Love Information Centre (Irland); Jennyfer Guarnizo, Pro Europa (USA); Joseph DeCaria, Campaign Life Coalition (Kanada); Anne Lastman, Victims of Abortion (Australien); Hugo Bos, Civitas Christiana (Niederlande).

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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20 Comments

  1. Da die Ehe und Familie von Gott stammen, sind sie mit Sicherheit auch der Zustand, in dem der Mensch natürlicherweise am glücklichsten sein dürfte – so ist er geschaffen. Ursprünglich…

    Wenn da nicht das kleine Wörtchen „aber“ wäre…

    Zwischen dieser ursprünglich glücklichen Anlage und uns liegt der Sündenfall.

    Es ist daher die ganze Formulierung des Kardinals falsch: die Ehe und Familie ist kein REZEPT und erst recht kein Heilmittel!

    Ich finde es geradezu tragisch, dass wir nun in unserer Not mit derart unbedarften und absurden Vorschlägen, vor denen noch vor 100 Jahren in jeder seriösen Eheliteratur gewarnt wurde, von Kardinälen beglückt werden und nicht einmal mehr merken, dass das blanker Unsinn ist!

    Wie oft gedachten Menschen ihre Probleme durch eine Eheschließung zu lösen! Ich habe in meinem Umfeld sogar einige erlebt, die genau das taten: sie sind inzwischen alle gescheitert, trotz einiger Kinder.

    Die Familie ist kein „Rezept“, um Instabilität zu heilen.
    Ebenso dachten früher viele, ein Homosexueller müsste nur erst verehiratet werden, und dann würde er schon merken, wieviel besser es mit einer Frau ist.
    Das ging alles schief!

    „Wie laute das Rezept gegen die Destabilisierung der Gesellschaft, persönliche Unzufriedenheit, soziale Plagen und für Stabilität, Zufriedenheit, Harmonie und Glücklicksein? Kardinal Pell faßte die Antwort so zusammen: „Wenn ihr katholischer sein wollt, dann öffnet euch für eine kinderreihe Familie und empfehlt das auch euren Kindern“. “

    Ich kann nur dringend jedem vernünftigen Menschen von so einer Dummheit abraten!

    Das ist nicht katholisch, sondern naturalistisch!

    Das Rezept gegen unsere Instabilität und Traurigkeit ist nicht die Ehe und möglichst viele Kinder (wie viel Leid gab es früher in den kinderreichen Familien nicht ebenso wie in den modernen Bruch- und Kleinfamilien!)!

    Das Heilmittel heißt JESUS. Er ist der Retter und Heiland aus aller Not.
    Ohne Ihn können wir nichts tun. NICHTS. Auch nicht heiraten.
    Und deswegen geht die Heilung von unserer Umkehr aus.
    Und deswegen gelang im Christentum etwas, was sonst nirgends gelang: der Zölibat als die höhere Lebensform in totaler Hingabe an den Herrn.

    Solche Aktionen sind gut gemeint, aber leider Zeichen totaler religiöser Degeneration!

    So verführerisch es ist, im Schwinden der Ehe die Ehe als Heilmittel zu propagieren: das ist falsch!
    Ohne Umkehr und Buße, ohne Hingabe an Jesus wird das alles nur das Chaos und die Enttäuschung vergrößern!

    Symptomatisch für diese Kardinalspropaganda auch:
    Der Kardinal führt nur Statistiken an, Studienergebnisse.
    Er geht das Problem an wie ein Politiker – nicht wie ein Geistlicher.
    Veräußerlicht und ohne spirituelle Tiefe.

    • Meine Güte, hier geht es um Menschen, die längst kapiert haben, dass Jesus Christus allein der Retter und Erlöser ist, und die eine Ermutigung wollen!
      Wie kann man aus dieser Aussage :
      „Wie laute das Rezept gegen die Destabilisierung der Gesellschaft, persönliche Unzufriedenheit, soziale Plagen und für Stabilität, Zufriedenheit, Harmonie und Glücklicksein? Kardinal Pell faßte die Antwort so zusammen: „Wenn ihr katholischer sein wollt, dann öffnet euch für eine kinderreihe Familie und empfehlt das auch euren Kindern“. Denn umgekehrt weisen weniger kinderreiche Familien, die vom Gesetz aufgezwungene Ein-Kind-Familie wie in China, eine Neigung zur Traurigkeit und zu einem immer größeren Egoismus auf, die zur sozialen Plage werden.“ nur herauslesen, dass Kardinal Pell Kinder kriegen als Heilmittel sieht?

      • Wie man das „herauslesen“ kann?

        Indem man die Worte des Kardinals wörtlich nimmt und unter die Lupe der vernünftigen und biblischen Analyse legt:

        Ein „Rezept gegen“ ist durchaus als „Heilmittel“ zu interpretieren.
        Kinderreichtum ist eine GNADE – kein „Rezept“ gegen etwas

  2. Persönliches Zeugnis: Meine Eltern haben jung geheiratet, und ich bin in einer kinderreichen Familie aufgewachsen.

    Etwas besseres kann einem nicht passieren (für die Zweifler: ja, Ausnahmen gibt es natürlich, die – wie immer – nur die Regel bestätigen).

    In einer kinderreichen Familie gibt es immer jemanden, der aushilft, falls z.B. ein Elternteil verhindert ist, können die älteren Geschwister einspringen; es gibt bei vielen Geschwistern einfach einen so starken Zusammenhalt, und so viel menschliche Ressourcen, dass es praktisch unmöglich ist, nicht gesund aufzuwachsen.

    Unter Geschwistern das miteinander zu lernen (teilen, sich versöhnen etc.) ist zudem die beste Lebensschule!

    Gläubige, kinderreiche Familien! Wenn alle Staaten auf diesem Fundament stünden, würden sie nur so vor Gesundheit strotzen!

    (Unsere liebste Gottesmutter soll ja auch so etwas empfohlen haben, an einem wunderbaren Erscheinungsort, an den leider nicht alle glauben können, zu ihrem eigenen Schaden.)

    • @polos
      Das ist eine tolle Sache, was Sie da erklären. Ich war leider Einzelkind und habe mich immer nach Geschwistern gesehnt. Die Kinder haben es am Besten, wenn die Eltern keines bevorzugen und alle gleich behandeln und in gleicher Stärke lieben. Das ist das Wichtigste ! Ich kenne in meinem Freundeskreis auch Großfamilien, wo es schief gegangen ist, weil sehr viel Eifersucht innerhalb der Geschwister entstand. Das ist bitter ! Generell bin ich auch für Familie mit vielen Kindern.
      Die Tragödie hier im Westen ist die, dass die meisten Familien belastet sind wir hier durch die jahrzehntelange Verhütung und Abtreibung zu wenig Kinder haben. Es hat zum Teil auch politische und kulturgesellschaftliche Ursachen. Akademikerinnen hätten mehr unterstützt werden müssen und die Aufteilung von Beruf und Familie hätte besser koordiniert werden müssen u.v.m. Das sogen ‚Vaterschaftsjahr‘/v.d.Leyen-Modell ist in meinen Augen gescheitert. Da müssen bessere Lösungen gefunden werden.

      • Korrektur, der Satz muss heißen: Die Tragödie hier im Westen ist die, dass die meisten Familien belastet sind und wir hier durch die jahrzehntelange Verhütung und Abtreibung zu wenig Kinder haben.

    • Eine Zweiflerin bin ich, obwohl auch ich mit Geschwistern aufgewachsen bin. Ich habe aber auch erlebt, in der Verwandschaft, wie Familien durch ideologische Ausrichtungen, ja auch durch religiöse Unterschiede fast oder ganz zerbrechen konnten.

      Die Welt war früher nicht „gesund“, bloß weil es kinderreiche Familien gab.

      Schauen Sie sich den Islam an: alles kinderreiche Familien.
      Sind diese Gesellschaften „gesund“?

      Ihre Argumente sind psychosozialer Natur und sicher nicht falsch, aber eben einseitig.
      Es ist wie es Thomas v. A. von der Monarchie sagt: sie kann die beste Herrschaftsform sein, wenn der König ein selbstloser, dienender und gerechter Mensch ist. Ist er es nicht, ist es gerade die Monarchie, die die größte Hölle auf Erden schaffen kann (als „Tyrannis“).

      So auch die Familie – sie gibt zwar Halt, übt aber auch Zwänge aus, die ungesund und tödlich sein können.
      Die Mission unter Juden und noch mehr den Muslimen ist aufgrund des fast krankenhaften Sippen- und Familiendenkens nahezu unmöglich.

      Hinzu kommt, dass nicht jedem vergönnt ist, „jung“ zu heiraten – schließlich muss auch das sich alles erst finden, nicht wahr? Niemand kann das erzwingen, bloß weil er nun in sich den Krampf erzeugt bekommt, das sei das katholische Ideal…

      Ich kenne unzählige Katholiken, die einfach nicht so schnell oder überhaupt nie einen passenden Eheparnter finden… Solche Appelle kränken diese Menschen zutiefst und werten ihre Lebensform ab.

      Was fangen wir mit diesen Menschen an?
      Liegen die nun alle falsch?

      Jesus hat eindeutig vorausgesehen, dass um seinetwillen das „Schwert“ zwischen Mutter und Tochter, Vater und Sohn kommen würde.
      Und: Wer die Familie nicht verlässt, ist sein nicht wert.
      Wer sie aber verlässt, erhält geistliche Geschwister schon hier und jetzt.
      Das ist der größere Wert.

      Die Familie an sich selbst ist natürlich und insofern richtig und gut, aber unter Sünde kann sie gut oder schlecht sein.

      An Gottes Segen ist alles gelegen – sowohl im Ehestand, auch dann, wenn man eben nur ein Kind erhält, oder auch keines (das kann man doch nicht erzwingen!), als auch im alleinstehenden oder zölibatären Stand.

      Dann und nur dann wird die Gesellschaft … sagen wir: gesünder.

      • @zeitschnur:

        > Schauen Sie sich den Islam an: alles kinderreiche Familien.
        > Sind diese Gesellschaften „gesund“?

        Ja, deshalb schrieb ich ja auch „Gläubige, kinderreiche Familien!“.

        Und ich meinte damit „christlich gläubige“ Familien.

        Weil sie den Islam erwähnen: Kennen sie islamische Familien, ganz persönlich? „Gesellschaften“ gibt es nicht als Wirklichkeit, denn das ist bereits ein abstrakter Ausdruck, der zwar gut in Bücher passt, aber mit der konkreten Wirklichkeit nichts zu tun hat.

        Es gibt nur konkrete Familien. Ich habe viele islamische Familien in meinem Umfeld beobachtet: Oh, was gibt es da nicht alles zu beneiden bei diesen reichen Kulturen… (auch wenn sie einen weniger reichen Glauben haben).

        Eine gute, christliche, kinderreiche Familie ist der beste Abwehrmechanismus gegen alle totalitären Regime, gegen alle obszönen neuen Gender-Theorien, gegen alle Indoktrinierung in den Schulen, weil einfach wahre Eltern für ihre (vor allem kleinen) Kinder die einzige glaubwürdige, weil wahrhaft liebende Autorität darstellen.

        Natürlich wissen alle antichristlichen Personen/Vereine/Blutsbrüderschaften davon bescheid, und bekämpfen deshalb die Familie (vor allem wenn kinderreich) wie das allergrößte Übel unserer Zeit…

      • @ polos

        Na gut – gläubige Familien. Nehmen wir an, dass sich in ihnen ein Ideal spiegeln könnte. Das will ich keineswegs abstreiten.

        Zu Ihrer Frage: ja, ich kenne persönlich islamische Familien! Dazu könnte man viel sagen, aber auch bei ihnen werden je mehr Kinder in die Welt geboren, je religiöser sie sind. Die assimilierten islamischen Familien, die ich kenne, haben auch nur zwei oder ein Kind…

        Ich denke, dass Sie hier einiges unterschätzen bzw. völlig einseitig einschätzen könnten: die Nazis förderten Kinderreichtum. Jede Frau, die vier und mehr Kinder hatte, bekam ein Mutterkreuz. Der radikale Islam fördert den Kinderreichtum ebenfalls – aber gewiss nicht wegen der Vorzüge, die Sie im Auge haben. Ich muss nicht erklären, wofür diese vielen Kinder bestimmt sind. Sie sind ein rein materialistischer, strategischer Einsatz für ideologische Zwecke.
        „Hopp Mariannele, hoch das Bein, die Liebe winkt“, sang man spöttisch schon vor 100 Jahren. „Der Kaiser braucht Soldaten!“ Oder später noch eindeutiger und brutaler: „Fahne hoch, Röcke hoch, der Führer braucht Soldaten!“
        Der algerische Präsident tönte vor Jahrzehnten, der Islam werde mit den Becken der Frauen siegen.
        So macht man aus der Frau eine Waffenfabrik, aus dem Kind Munition.
        Die Ehe bedeutete für einen großen Teil der Frauen noch vor nicht langer Zeit den sicheren Tod beim soundsovielten Kind! Und die Kinder bekam man, weil sie halt kamen, und von 10 Kindern begrub man 8 in den ersten 5 Jahren. Aber man brauchte sie als Absicherung für sich selbst…

        Mir ist schon oft aufgefallen, dass die Wahrnehmung in konservativen Kreisen total einseitig geworden ist, was das Thema betrifft (auch damals der Fauxpas der Eva Hermann bei J.B. Kerner hat damit zu tun).

        Das kann aber so einseitig und wiederum selbst ideologisch behauptet nicht stimmen: wenn das gesamte NT den Zerbruch vieler Familien im Glaubenskampf vorhersagt, wenn der hl. Paulus eindeutig in der Familie eher die weltliche Mühe sieht als den ungeteilten Dienst für die Kirche und den Zölibat höhersetzt, ist es verfehlt, die Familie als „Kampfmittel“ gegen die Zersplitterung der Familie einzusetzen.

        Ich möchte noch mal sagen: ich stamme selbst aus einer größeren Familie mit Eltern, die nicht geschieden sind und habe selbst ungeschieden eine Familie – es ist wunderbar!

        Aber ein „Heilmittel“ ist das nicht, sondern eine Gnade, wenn es gelingt.

        Ich bin von meinen Geschwistern die einzige, die immer noch nach fast 20 Jahren mit demselben Mann verheiratet ist – obwohl wir intakte Verhältnisse erlebt hatten… und so ist es doch bei so vielen: sie stammen doch selbst aus intakten Familien und scheitern eben doch…

        Über allem aber steht wiederum der Satz des Paulus: Die Frauen haben (oder eben Männer) seien so, als hätten sie keine(n)!

        Mir geht es darum, dass von der Familie selbst keine Heilung ausgehen wird. Nur von einer echten Buße und Umkehr kommt Heilung – dann aber für jeden Stand.

      • Ich bin eine über 20 Jährige Jungfrau, die auch keinen Mann haben will, (grundsätzlich aber, um Missverständnissen vorzubeugen, ist mein Verlangen nach dem Manne, wie der Herr mich geschaffen hat!) und fühle mich durch diesen Appell nicht im mindesten gekränkt oder gar angegriffen!
        Das kinderreiche Familien eine Garantie sind, hat keiner behauptet, wenn ihr katholischer werden wollt, nicht wenn ihr gesund werden wollt, sollt ihr mehr Kinder haben, so Kardinal Pell
        Dass Kinder und Familien nur so gut sind wie die Lehre, der sie anhängen, ist jedem klar, aber die Art von narzisstischer Asozialheit und die Offenheit für jede noch so schwachsinnige Ideologie, wie z.B. Gender, wäre garantiert nicht so schlimm, wenn es die traditionelle Familienform, mit Mutter und Vater und vielen Kindern, noch gäbe!
        Geschwister geben einem, ob man nun will oder nicht, meist noch einen gewissen Schliff, besonders wenn es mehr als 2 sind, wo nicht einer nur auf den anderen herabschauen kann (da kenn ich freilich auch einige)

      • @ kathi

        Noch mal: der Kardinal sprach von einem „Rezept gegen“ die Zeitkrankheiten. Lesen Sie doch einfach bitte genau seinen Text!

        Familie kann etwas sehr Gutes sein. Wenn sie es aber nicht ist, kann nichts einen Menschen nachhaltiger schädigen als ungute Konstellationen oder Persönlichkeiten in der Familie. Gläubige Familien sind oft nicht unproblematisch…
        Auch muss man immer dazurechnen, dass das alles ja nicht im luftleeren Raum, sondern hier und heute stattfindet mit seinen spezifischen Bedingungen.
        Und die Tendenz zum Sektierertum und der Hutterisierung in Tradikreisen trägt wahrlich keine guten Früchte. Es ist ein scheinbarer, trügerischer Halt.

        Nun hat uns aber der Herr nicht in sektenähnliche und isolierte verbände empfohlen, sondern in die Welt geschickt. Und damit müssen wir fertig werden. man kann nicht in Traumwelten flüchten – auch nicht in fromme oder familiäre.

        Eine über 20jährige Jungfrau – na schön. Das ist wirklich noch sehr jung. Und wenn eine Verlangen nach dem Mann hat, wird sie mit 30 oder 40 – immer noch Jungfrau – nicht mehr ganz so leichtfertig sagen, sie wolle auch keinen Mann…. haben Sie die 50 passiert, wird dann der Zug für Kinder abgefahren sein. Ich habe bisher noch keine Frau und keinen Mann erlebt, die oder der alleine blieb, dem das nicht schwer zu schaffen gemacht hat – es sei denn, er oder sie hatte eine eindeutige Berufung zum Zölibat!
        Und dann tut so ein Kinderreichtumsdruck weh – dann, erst dann. Jetzt sind Sie wahrscheinlich noch zu jung, um das zu spüren oder überhaupt nachzuvollziehen. Die Zukunft liegt wie ein endlos weiter Raum vor Ihnen, aber der weite Raum wird zusammenschrumepln wie ein Luftballon…

  3. Man kann Johannes Paul II bei allem, was an ihm schief hing, eines nicht absprechen: er hat sich für die Familie stark gemacht – bis hin zu der Aktion, aus der Beratungsschein-Pflicht auszusteigen, die der Staat eingefädelt hatte…

    Man fragt sich wirklich, ob das alles für die Katz war – wenn man sich ansieht, dass es trotz aller schönen Familienappelle immer weiter bergab ging.

    Alle Appelle waren in den Wind geschrieben, auch wenn es vielleicht mal dies oder jenes erfreuliche Gegenbeispiel gab.

    Es kann nur daran liegen, dass eben die anderen Grundlagen nicht stimmten und JP II selbst an ihrem Zerfall gearbeitet hat.

    Entweder man dient Gott ganz oder gar nicht – und dann wie Er will, mit oder ohne Familie.

    Andererseits habe ich von französischen Piuslaien gehört, es herrsche dort ein wahnsinniger sozialer Druck: wer jung und verheiratet ist und nicht in schneller Folge Nachwuchs hat, gerät unter Verdacht, wird schief angesehen, angesprochen und maßgeregelt. Wer mit 30 noch nicht verheiratet ist und auch keine Ordensberufung aufweisen kann, steht unter dem Druck, etwas falsch gemacht zu haben.
    Das ist das andere Extrem, das letztendlich das genaue Gegenteil von dem erzielt, was es meint, intendieren zu sollen.

    Die Grundlagen stimmen nicht mehr – weder hüben noch drüben. Und wir haben niemanden, der sie uns mit rechtmäßiger Autorität gesund erinnern oder fundieren würde. Manchmal denke ich, in der Katholszene sind nur noch Wahnsinnige, Träumer, Verleumder, surreale Phantasten, Krampfer und begeisterte Konvertiten unterwegs, die noch nicht mitgekriegt haben, was hier alles läuft, unterwegs.

    • @ Zeitschnur – „…wer jung und verheiratet ist und nicht in schneller Folge Nachwuchs hat, gerät unter Verdacht, wird schief angesehen, angesprochen und maßgeregelt…“

      Genau das Gleiche habe ich bei Freikirchen wahrgenommen. Sowas ist schlichtweg Mobbing und dann werden Frauen mit akademischer Bildung genauso schräg angesehen und gelten als suspekt. Die Aussage eines Paters der Pius-Bruderschaft, Frauen sollten nicht studieren, ist in meinen Augen klerikal-faschistisch.
      Meine Mutter war Ärztin und mein Vater war Kriegsversehrter und hat zuhause alles gemacht. Meine Mutter hatte eine akademische Ausbildung mit der sie ihre Familie versorgt hat, und meine Familie ist eine gute Familie !

      • Sie haben recht!

        Gerade aus solchen Familien stammen sehr viele, seelisch kaputte Kinder. Sie brauchen oft Jahre, um endlich einen eigenen Weg zu finden, sich von ihren Krämpfen und Verklemmungen zu befreien und wirklich frohe Nachfolger Christi zu werden.

        Wenn dann solche bedauernswerten Kinder sich für das Priestertum oder die Ehe berufen sehen, kommt nichts Gescheites dabei heraus.
        Aber man nimmt lieber solche gestörten Gestalten als gebildete Geister – denn erstere hat man in der Hand, letztere nicht.

        Für mich ist eines klar: Wer Frauen derart anrempelt, wie Sie es auch beschreiben, der ist nicht im Dienst Gottes, sondern des Feindes.
        Ich kann selbst ein Lied davon singen…
        Dieser Geist der Machtgier, des Hochmutes und des bitteren Neides auf starke Frauen ist nie und nimmer von Gott.
        Dass aber dieser Ungeist sich in Traditionskreisen so ungehemmt und ungefiltert austobt, ist ein starkes Zeichen dafür, was dort eigentlich los ist.

  4. @ zeitschnur: Lesen SIE sowohl meinen als auch Kardinal PellsText mal genauer:

    Wie laute das Rezept gegen die Destabilisierung der Gesellschaft, persönliche Unzufriedenheit, soziale Plagen und für Stabilität, Zufriedenheit, Harmonie und Glücklicksein?

    Kardinal Pell faßte die Antwort so zusammen: „Wenn ihr KATHOIISCHER sein wollt, dann öffnet euch für eine kinderreihe Familie und empfehlt das auch euren Kindern“. Denn umgekehrt weisen weniger kinderreiche Familien, die vom Gesetz aufgezwungene Ein-Kind-Familie wie in China, eine Neigung zur Traurigkeit und zu einem immer größeren Egoismus auf, die zur sozialen Plage werden.

    Aus dem Kontext ist doch klar, dass der Interviewer NICHT nach den Ursprung all unserer Probleme, was in der Tat die ständig tiefer werdende Kluft zwischen uns und unserem Herren Jesus Christus ist, gefragt hat, sondern was man als Katholik, oder als für den Katholizismus offener, dem die Wahrheit über unseren Herren Jesus Christus längst bekannt ist, denn gegen „die Destabilisierung der Gesellschaft, persönliche Unzufriedenheit, soziale Plagen UND FÜR Stabilität“ und für „Zufriedenheit, Harmonie und Glücklicksein?“ sein tun könne!

    Ist das nun angekommen?
    Kardinal Pell sagt NICHT: Wenn die Menschen nur in einer Ehe fest zusammenleben und wieder mehr Kinder in die Welt setzen ist alles gut, das ist das perfekte Rezept, nein sondern eben das:„Wenn ihr KATHOIISCHER sein wollt, dann öffnet euch für eine kinderreihe Familie und empfehlt das auch euren Kindern“

    Und was mich betrifft: Sie kennen mich nicht, Sie wissen nicht, wie ich einmal darüber gedacht habe, und wie viel ich mich mit Menschen auseinandergesetzt habe, die eben genau das beschrieben, was Sie beschrieben.
    Doch an Ihrem Text ist etwas anderes nich viel auffälliger: In einem Ihrer vorherigen Komemntare haben Sie die Piusbruderschaft, oder nicht näher definierte konservative Kreise kritisiert, die Frauen in meiner Position EXAKT vorhalten, was Sie mir jetzt vorhalten, nämlich das eine Unverheiratete 30-Jährige, die in keinem Orden ist, nicht glücklich sein kann!
    Hier Ihr Text (bitte genau lesen)
    „Eine über 20jährige Jungfrau – na schön. Das ist wirklich noch sehr jung. Und wenn eine Verlangen nach dem Mann hat, wird sie mit 30 oder 40 – immer noch Jungfrau – nicht mehr ganz so leichtfertig sagen, sie wolle auch keinen Mann…. haben Sie die 50 passiert, wird dann der Zug für Kinder abgefahren sein. Ich habe bisher noch keine Frau und keinen Mann erlebt, die oder der alleine blieb, dem das nicht schwer zu schaffen gemacht hat – es sei denn, er oder sie hatte eine eindeutige Berufung zum Zölibat!
    Und dann tut so ein Kinderreichtumsdruck weh – dann, erst dann. Jetzt sind Sie wahrscheinlich noch zu jung, um das zu spüren oder überhaupt nachzuvollziehen. Die Zukunft liegt wie ein endlos weiter Raum vor Ihnen, aber der weite Raum wird zusammenschrumepln wie ein Luftballon…“

    • Ich fang mal von hinten an:
      Nirgends sagte ich, dass ich Sie kenne – aber Sie haben etwas über sich erzählt! Also ist es auch okay, sich darauf zu beziehen.
      Ich habe weiter nicht das gesagt, was in der FSSPX oft vermittelt wird! Zölibatär leben kann man nämlich auch außerhalb eines Ordens. Und ein Ja zu einem noch unklaren persönlichen Stand gibt es auch – der lautet aber nicht „Ich will auch keinen Mann“, sondern: „Ich vertraue auf Gott – Er weiß, wonach mein Herz sich sehnt und was für mich gut ist.“

      Ich bezog mich auf Ihre Worte, wo Sie sich selbst als „über 20-jährige Jungfrau“ outen, die trotz „Verlangens nach dem Mann“ auch „keinen Mann haben will“ und sich insofern nicht getroffen fühlt von solche Appellen wie dem von Kardinal Pell.
      Wie soll man das verstehen: als eine Berufung zum zölibatären Leben oder als die Äußerung eines Willens, ohne Mann zu leben?
      Wenn es aber eine Berufung zum zölibatären Leben ist, dann ist doch alles okay?!
      Dann trifft das, was ich sagte, doch gar nicht auf Sie zu.
      Wenn aber nicht, dann muss man dazu auch stehen, und damit nicht leichtfertig „schwebend“ umgehen, als tangiere einen das alles nicht wirklich – daher mein Hinweis drauf, dass sich die Einstellung ändert, wenn man älter wird.
      Es ist eine Tatsache, dass für jüngere Leute die Zukunft unstrukturiert ist – also ein weiter und unspezifischer Raum. Mit zunehmendem Leben aber gewinnt diese Zukunft die Kontur einer spezifischen Vergangenheit – und dann sieht vieles, sehr vieles anders aus.
      Ich sage das als über 50jährige – vielleicht lassen Sie das einfach mal stehen – ich sagte das, was ich sagte, mit Bedacht.

      Was Sie sonst vorbringen zu den Worten K. Pells, überzeugt mich nicht. Man kann Worte nicht schieben wie Bausteine, bis es einem passt.
      Man muss das nehmen, was gesagt wurde – im Geamtzusammenhang.

      Sie wollen differenzieren zwischen dem Rezept gegen persönliche Unzufriedenheit, Destabilisierung etc. bei den Katholiken und den Nichtkatholiken.

      Das sagt nun wiederum der Kardinal nicht! Das ist etwas, was Sie frei dazudichten.

      Er verknüpft eindeutig die gesamte gesellschaftliche Lage mit der Zerstörung der Familie, weist das sogar durch Studien nach – rein weltliche Studien!

      „„Wenn es stimmt, daß man dem Menschen Schaden zufügt, wenn man die Umwelt schädigt, dann stimmt es um so mehr, daß durch Schädigung der Familie die Gesellschaft geschädigt wird“

      Es ist also nachgerade absurd, wenn Sie dieses „Rezept“ für die geschädigte Gesellschaft nur für Katholiken gelten lassen wollen.

      Wenn die Schädigung der Familie die ganze Gesellschaft schädigt, muss logischerweise und zwingend deren Restauration auch das „Rezept“ für alle sein – nicht nur für Katholiken. Dass die Katholiken den Anfang machen, kann sein – das widerspricht aber nicht der grundsätzlichen Aussage.

      Und genau das halte ich so für falsch – das Rezept ist allein Christus. Auch wenn keiner mehr heiraten sollte, wäre es immer noch und einzig Christus!

    • Noch ein Nachtrag:

      Wenn es „katholisch“ ist, für Kinder offen zu sein – wie kann man dann rechtgläubig katholisch sein und als Verheirateter dafür NICHT offen sein?

      Wie kann es von „katholisch“ den Komparativ geben? „Katholischer“ ist also, wenn man offen ist für Kinderreichtum?
      Frage: Was wäre dann „am katholischsten“?

      Man sieht – diese Rede ist hinten und vorne absurd..
      Wenn es rechtgläubig ist (ohne Steigerungen), für Kinder offen zu sein, dann ist einer, der nicht offen ist für Kinderreichtum, nicht katholisch bzw. lebt in schwerer Sünde. Sagen wir es doch einmal ungeschminkt!
      „Gläubige“ Ehepaare, die NICHT offen sind für Kinderreichtum, gibt es folglich nicht!

      Wenn das Volk in schwerer Sünde und Glaubensabfall lebt, was tat man dann in allen Zeiten als von Gott Beauftragter?

      Richtig: Man wurde Bußprediger!
      Was sagen denn Bußprediger so im allgemeinen zum Volk?
      Etwa „Werdet katholischer und öffnet euch für Kinderreichtum“?

      Schauen wir ins AT. Da gab es den Propheten Jona. Der wollte nicht nach Ninive, hatte Panik vor der Reaktion der Leute.
      Wieso eigentlich?
      Weil er ihnen etwas sehr Unbequemes zu sagen hatte… dass die Stadt untergehen würde wegen ihrer Sünden…
      Was sagt Jona, als er in Ninive ist?
      Er sagt: „Noch 40 Tage und Ninive ist zerstört.“ (Jona 3, 4)
      Die Leute wusste offenbar ohne weitere Rezepte, was er meint.

      Es gab Johannes den Täufer. Was sagte denn er so?
      „Kehrt um, das Himmelreich ist nahe!“

      Was riefen mittelalterliche Bußprediger den Menschen zu?
      „Kehrt um und tut Buße!“

      Von „Rezepten“ sprach keiner – es gab keines außer Umkehr und Buße.
      Gegen die Sünde gibt es keine „Rezepte“ – auch nicht in angeblich „gläubigen“ Familien.
      Es gibt nur: Umkehr und Buße.

      Man kann nicht „katholischer“ werden.
      Entweder man IST katholisch und dann wird man aus Liebe zu Jesus von jeder Sünde ablassen und täglich eine kleine Umkehr vollziehen, weil man doch täglich wieder zum eigenen Schmerz in die und jene Sünde fällt.
      Oder man ist formell noch irgendwie Mitglied der Kirche, aber nicht mehr katholisch.

      • 1. Das Sie sich auf meine Aussage, dass ich eine über 20 Jährige Jungfrau bin, beziehen, ist völlig logisch, und das hat keiner kritisiert!
        Wohl aber, dass Sie meinen, dass ich ob meinens jungen Alters die gegenwärtige und zukünftige Lage der Kirche und Gesellschaft, bzw. meine eigene Lage nicht einschätzen könnte!
        Und auch wenn Sie sich am Wort Rezept so sehr stören: Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass der Kardinal dieses Wort überhaupt nicht verwendet hat, sondern der Interviewer in seiner Frage?
        Der Kardinal mag ihn nicht korrigiert haben, was aber aus dem Kontext des Interviewens, wo man viele Antworten möglichst rasch geben muss, und wo man keine Zeit hat, den Interviewer zu korrigeren, sehr verständlich ist!
        Auch wäre verständlich, wenn der Interviewer sich vielleicht nicht die ganze Zeit so ausdrücken kann, dass es für Außenstehende einwandfrei klingt!
        Ist Ihnen außerdem schon mal der Gedanke gekommen, dass eine kinderreiche, katholisch erzogenen Familie das Ergebnis einer Umkehr und Buße sein kann?
        Noch gibt es einige katholische Inseln, noch gibt es die Möglichkeit, Kinder katholisch aufwachsen zu lassen!
        Und was Ihre Definition von katholisch betrifft: So einfach, wie Sie sonst nicht müde werden zu betonen, ist das nicht!

  5. Nachtrag: Der Papst Bergoglio, auch wenn er ein fleischgewordener, Christenblutsaufender Teufel ist, ist katholisch, er hat alle Weihen empfangen und alle Prüfungen absloviert, die dafür nötig sind!
    Ebenso die zahlreichen, ihm hörigen Kardinäle!
    Katholisch ist laut Definition erst einmal jeder, der kommuniert und gefirmt ist!
    Das kann aber, wie jeder weiß, nicht alles sein, und so kann man wahrhaftiger, also eben doch rein KATHOLISCHER werden!
    Ihre Definition, dass das jeden Tag eine kleine Umkehr bedeutet, ist goldrichtig, warum sollen die jungen katholschen Familien nicht dazu ermutigt werden, jeden Tag ein klein bisschen in die Richtung traditioneller Familie umzukehren?
    Wovon sonst, wenn nicht von täglicher Umkehr und Abgrenzung, ist die Entscheidung für eine kinderreiche, katholische Familie, das Ergebnis?
    Warum sollen Sie in dieser Umkehr vom egoistischen 68er Frauen/Mutter/Familienbild nicht ermutigt werden, und sich so für die katholische Lehre öffnen, und damit eben doch „katholischer“ werden?
    Wie würden Sie eine tägliche Umkehr und sichtbare Fortschritte beim Reinwachsen in die katholische Lehre nennen, wenn nicht, „katholischer werden?“

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