Gründer der Befreiungstheologie im Vatikan – Wer bringt die Caritas wieder auf katholischen Kurs?

Gustavo Gutierrez, der "Vater" der marxistischen Befreiungstheologie
Gustavo Gutierrez, der „Vater“ der marxistischen Befreiungstheologie

(Rom) Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga kündigte an, bei der bevorstehenden Vollversammlung der Caritas Internationalis nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren. Die eigentliche Überraschung der Caritas-Vollversammlung ist jedoch, daß der „Vater“ der sogenannten Befreiungstheologie nach Rom eingeladen wurde, um mit Kardinal Maradiaga an einer offiziellen Pressekonferenz teilzunehmen.

Seit dem Papstwechsel 2013 mehren sich die Zeichen einer Kursänderung Roms gegenüber der marxistischen Befreiungstheologie. Soll sie nur historisiert werden? Hält man sie inzwischen für ausreichend harmlos? Oder ist es ein später Sieg der kirchlichen 68er, die der zahnlos gewordenen revolutionären Theologie zumindest einen symbolischen Sieg sichern wollen? Gutierrez als Säulenheiliger und Brückenbauer wie Che Guevara zwischen der kirchlichen und außerkirchlichen Linken?

Kardinal Maradiaga verläßt die Caritas Internationalis. Das ist die gute Nachricht. Wer aber wird die weit in den linksliberalen Zeitgeist abgedriftete Caritas rekatholisieren und wieder auf Kurs bringen?

Wird Kampf Johannes Pauls II. und Kardinal Ratzingers gegen Befreiungstheologie neutralisiert?

Johannes Paul II. sah nach seiner Wahl zum Papst im Jahr 1978, zusammen mit seinem Glaubenspräfekten Joseph Kardinal Ratzinger, dem nachmaligen Papst Benedikt XVI., eine der wichtigsten Herausforderungen darin, die sogenannte „Befreiungstheologie“ zu bekämpfen. Sie erkannten darin die größte Gefahr für das Christentum durch den Marxismus. Ein marxistisch dekliniertes Christentum sollte dem Kommunismus in stark christlich geprägten Ländern zum Durchbruch verhelfen.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Gustavo Gutiérrez, der Theoretiker der Befreiungstheologie wird unter dem argentinischen Pontifikat bereits zum zweiten Mal im Vatikan empfangen werden. Zusammen mit Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, dem scheidenden Präsidenten der Caritas Internationalis, wird er überraschend an einer offiziellen Pressekonferenz in Rom teilnehmen.

Vom 12. bis 17. Mai tagt die XX. Generalversammlung der Caritas Internationalis. Die Vorstellung von Programm und Zielsetzungen erfolgt auf der Pressekonferenz. Neben Kardinal Maradiaga und dem Chefideologen der „Befreiungstheologie“ werden der Generalsekretär der Caritas Internationalis, Michel Roy, und Haridas Varikottil, ein Landwirtschaftsexperte der Caritas aus Indien sprechen. Das Thema der Jahresversammlung lautet: „Eine einzige Menschheitsfamilie, Pflegerin der Schöpfung“ .

Wie mit der Befreiungstheologie umgehen?

Nach Papstempfang sprach Gutierrez von einem "wichtigen Schritt zur totalen Rehabilitierung der Befreiungstheologie"
Nach Papstempfang sprach Gutierrez von einem „wichtigen Schritt zur totalen Rehabilitierung der Befreiungstheologie“

Die erste Einladung erfolgte im September 2013. Betrieben worden sei sie vom heutigen Kardinal Gerhard Müller. Anlaß war die Vorstellung von Müllers Buch An der Seite der Armen. Theologie der Befreiung im Sankt Ulrich Verlag, das er zusammen mit Gutierrez geschrieben hat. Bereits damals wurde von „Signalen einer Richtungsänderung“ gesprochen, laut der die Befreiungstheologie als „eine Stimme im Pluralismus der Theologien“ gesehen und anerkannt werden solle (siehe Rehabilitiert Kirche die Befreiungstheologie ohne Marxismus?).

Gutierrez gilt als „Vater“ oder „Gründer“ der Befreiungstheologie, doch läßt sich kein direkter Zusammenhang mit dem Marxismus feststellen, den hingegen die meisten seiner Anhänger herstellten. Gutierrez gelang es daher, eine ambivalente Position einzunehmen, die eine offene Verurteilung durch Rom verhinderte und ihn dennoch gleichzeitig eine Symbolgestalt der marxistischen Befreiungstheologie sein ließ.

Müller wurde 2013 von linker Seite vorgeworfen, eine „Historisierung“ der Befreiungstheologie zu betreiben: Die Befreiungstheologie als eine von zahlreichen ideologischen und häretischen Verirrungen im Laufe der Kirchengeschichte, die abgehakt in die Museumsvitrine gestellt und in ihrer geläuterten Form integriert wird.

Das sei eine „naive“, sozialromantische europäische Sicht der Dinge, konterte noch im September 2013 Erzbischof Luis Kardinal Cipriani Thorne von Lima in Peru. Peru ist das Heimatland von Gustavo Gutierrez. Kardinal Cipriani Thorne weiß, wovon er spricht. Zu Radio RPP sagte der peruanische Kardinal damals kurz angebunden: Glaubenspräfekt Müller sei „ein guter Deutscher, ein guter Theologe, ein bißchen naiv“ (siehe Kardinal Cipriani: „Müller ist ein bißchen naiv“ – Impulsive Clelia Luro: Haben sich Befreiungstheologen wirklich geändert?)

Befreiungstheologie hat Kirche „großen Schaden“ zugefügt

Die Befreiungstheologie habe der Kirche „großen Schaden zugefügt“. Daran ändere auch der Hinweis, daß Gutierrez als Person nie von der Kirche verurteilt worden sei, nichts. Zwei seiner Bücher, darunter das entscheidende Buch: „Theologie der Befreiung“ wurden von der Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger beanstandet.

Zur Frage, ob sich Gutierrez wirklich „geändert“ habe, gab sich Kardinal Cipriani Thorne wortkarg und skeptisch. Die Befreiungstheologie habe „grundlegende Glaubenswahrheiten vertauscht“ und damit verdunkelt. Sie wollte die Menschen im Namen Christi zu Marx führen. Ein Christus mit dem Aussehen von Karl Marx sei jedoch eine völlige Entstellung der Wahrheit.

Jorge Mario Bergoglio: Befreiungstheologie oder Volkstheologie

Das Verhältnis von Papst Franziskus zur Befreiungstheologie ist ungeklärt. Einerseits stellte er sich seinen Mitbrüdern im Jesuitenorden in den Weg, die in den 70er Jahren das Kreuz mit der Kalaschnikow eintauschten und sich dem kommunistischen Guerillakampf anschlossen. Andererseits wird er als Vertreter einer „Volkstheologie“ genannt, die als „argentinische Schule“ der Befreiungstheologie gilt. Der Historiker Roberto de Mattei unternahm wenige Wochen nach dem Konklave einen ersten Versuch, der Frage nachzugehen, was Papst Franzikus mit dem „Volk der Armen“ meint (siehe Der Verzicht von Benedikt und die Wahl von Franziskus. Wer ist der Papst?).

Gutierrez wurde im September 2013 vom Papst kurz in Privataudienz empfangen. Darüber gibt es keine offizielle Verlautbarung. Die Kehrtwende Roms war nach dem Papstwechsel so überraschend, daß Beobachter sich schwer taten mit der Einordnung der Ereignisse.

Im November 2013 öffnete sogar die römische Jesuitenzeitschrift Civiltà Cattolica ihre Seiten der Befreiungstheologie. Der argentinische Jesuit Pater Scannone verfaßte den Beitrag. Ein Schritt, der ohne Einwilligung des Vatikans nicht stattfinden hätte können. Chefredakteur Pater Antonio Spadaro SJ gehört zum engsten Vertrautenkreis des Papstes.

„Scannone wiederholt in seinem Beitrag Die Philosophie der Befreiung (La Civiltà Cattolica, Heft 3920 vom 19. Oktober 2013, S. 105-120) alle typischen Klischees dieser irrigen philosophisch-theologisch-politischen Richtung. Er erhebt dabei den Anspruch, die Richtigkeit, die Wesensmerkmale, die Geschichte und schließlich auch die „aktuelle Gültigkeit“ der Befreiungsphilosophie darzulegen. Für den Jesuiten ist die argentinische Befreiungsphilosophie, oder ‚Argentinische Schule‘ der Befreiungstheologie, eine „Philosophie der Praxis“, die vor dem Hintergrund der ‚derzeitigen Überwindung der Metaphysik der Substanz und des Subjekts‘ (S. 113) anzusiedeln ist. Ihr Kennzeichen sei die „ethisch-historische und theoretische Option für die Opfer der Ungerechtigkeit und der Gewalt“.

Es muß nicht viel gesagt werden, um die Absurdität von Pater Scannones Absicht zu beweisen. Es geht offensichtlich um den Versuch, wahrscheinlich unter fälschlicher Ausnutzung der ‚Öffnungen‘ von Papst Franziskus, wieder eine materialistische Sichtweise in Umlauf zu bringen. Jene Sichtweise, die von sich behauptete, Theologie ‚von unten‘ zu machen. Eine Theologie, die nicht vom Willen Gottes ausgeht, sondern von den angeblichen Notwendigkeiten des Volkes und der Armen“, erwiderte damals der Historiker Roberto de Mattei (siehe Was macht 2013 die „Befreiungsphilosophie (-theologie“) in der Civiltà Cattolica?)

 Clodovis Boff: „Rahners ‚anonymes Christentum‘ war die große Ausrede“ um beim Marxismus zu enden

Seit Müllers Einladung für Gutierrez wird mit verhaltenem Interesse darüber diskutiert, ob eine Häutung der Befreiungstheologie durch Reinigung vom Marxismus möglich sei und ob sie dann überhaupt noch existiere. Eine klare Absage an die Befreiungstheologie erteilt Clodovis Boff, Bruder des bekannteren Leonardo Boff. Beide waren leidenschaftliche Anhänger des marxistischen Christentums. Der Servite Clodovis Boff distanzierte sich dann von dieser Ideologie, als er erkannte, daß sie von Christus wegführt.

„Im hegemonischen Diskurs der Befreiungstheologie habe ich aber gemerkt, daß der Glaube an Christus nur mehr im Hintergrund auftauchte. Das ‚anonyme Christentum‘ von Karl Rahner war eine große Ausrede, um Christus, das Gebet, die Sakramente und die Mission zu vernachlässigen, indem man sich nur mehr auf die Veränderung der Sozialstrukturen konzentrierte.“

Heute ruft er seinen damaligen Kampfgefährten zu: „Wir hätten auf Ratzinger hören sollen“. Clodovis Boff bestätigt, daß Glaubenspräfekt Joseph Ratzinger mit seiner Verurteilung der „Teologia de la Liberacion“ Anfang der 80er Jahre den ursprünglichen Kern, den Einsatz für die Armen des Glaubens wegen, mit großem Einsatz und Einfühlungsvermögen verteidigte und mit gutem Grund die marxistische Schlagseite bekämpfte (siehe Bruder von Leonardo Boff: „Wir hätten auf Ratzinger hören sollen“).

Kardinal Maradiagas ambivalente Bilanz an der Spitze der Caritas Internationalis

Kardinal Maradiaga Caritas
Kardinal Maradiaga: 2007-2015 Vorsitzender der Caritas Internationalis

Ganz anders sein Bruder, der ehemalige Franziskaner Leonardo Boff, der nach wie vor an der Befreiungstheologie festhält, seit der Wahl von Papst Franziskus jedoch begeistert ist. Unter dem argentinischen Papst habe sich die Kirche von einem „Alptraum“ zu einer „fröhlichen“ Kirche verwandelt (siehe „Die größte Reform ist der Papst selbst“ – Leonardo Boff: Vom „Alptraum“ zu „fröhlicher“ Kirche).

Kardinal Oscar Maradiaga, der nun Gustavo Gutierrez nach Rom einlädt, gehört dem C9-Kardinalsrat für die Kurienreform und zur Beratung des Papstes bei der Leitung der Weltkirche an. Er vertritt darin Mittelamerika. Der Honduraner geriet nach der von ihm unterstützten Wahl von Papst Franziskus in einen solchen Freudentaumel, daß er sich anfangs in zahlreichen Medieninterviews wie ein Vize-Papst gerierte. Das Verhältnis zu Glaubenspräfekt Müller kühlte schnell ab, als dieser sich dem von Maradiaga wortreich unterstützten „Öffnungskurs“ zu widersetzen begann. Unterdessen ist es auch um den Erzbischof von Tegucigalpa ruhiger geworden. Sein Vorpreschen „im Namen des Papstes“ war dem Papst offensichtlich zu forsch. Kardinal Maradiaga wird in wenigen Tagen durch einen neuen Vorsitzender ersetzt werden. Wird der neue Vorsitzende das größte katholische Hilfswerk wieder auf Kurs bringen?

Seit 2007 leitete Maradiaga die Caritas Internationalis. 2011 wurde er im Amt bestätigt. Dabei war es Papst Benedikt XVI., nicht Kardinal Maradiaga, der auf der XIX. Vollversammlung 2011 eine Kursänderung der Caritas weg von einer konturenlosen, links angehauchten Sozialpolitik hin zu einem „eindeutigen katholischen Profil“ einforderte (siehe Caritas muß eindeutiges katholisches Profil haben – Reformpläne des Heiligen Stuhls).

Von Maradiaga verteidigte Generalsekretärin wechselte direkt zur Abtreibungslobby

Damit war die Entlassung der damaligen Generalsekretärin Lesley-Ann Knight verbunden, die von Kardinal Maradiaga gegen Benedikt XVI. verteidigt wurde. Lesley-Ann Knight war ein Feind im eigenen Haus. Nach ihrer Nicht-Bestätigung als Generalsekretärin der Caritas Internationalis wechselte sie direkt zur Abtreibungslobby. Seit dem 1. Januar 2013 arbeitet sie als Generaldirektorin für The Elders im Sinne des relativistischen Zeitgeistes (siehe Lesley-Anne Knights Karriere – Von Caritas Internationalis zur Abtreibungslobby).

Mit dem Ende des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. blieb die Rekatholisierung der Caritas auf halbem Weg stehen. Wie tief die Caritas den Karren in den weltlichen Sumpf gefahren hat, zeigt ihre Einbindung in politisch einseitige Netzwerke wie das marxistische Weltsozialforum (WSF). Dort wird das ganze Programm der gesellschaftpolitischen Revolution vertreten: Gender-Ideologie, LGBT-Agenda, Homosexualisierung, weltweite Liberalisierung der Abtreibung und verschiedener „reproduktiver Techniken“, globale Geburtenkontrolle, Marxismus, Feminismus und Ökologismus (siehe Die Caritas und das marxistische Weltsozialforum). Siehe zur Caritas auch Die Caritas und die „false-flag-operations“ des österreichischen Restkatholizismus oder Caritas: Kirche soll bei offenen sündhaften Verhalten nicht auf Vertragserfüllung bei Arbeitnehmern bestehen).

Kardinal Maradiaga wird auch die Entscheidung von Papst Franziskus zugeschrieben, den progressistischen Außenseiter, Bischof Joseph Cupich zum Nachfolger von Kardinal George als Erzbischof von Chicago gemacht zu haben.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana

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18 Comments

  1. „Hält man sie inzwischen für ausreichend harmlos?“
    Ich würde sagen man braucht sie nicht mehr. Um den Menschen das Paradies auf Erden zu verkünden und schmackhaft zu machen ist der Antichrist zuständig und der hat möglicherweise andere Vorstellungen von seinem Personal als diese abgehalfterten Berufsrevolutionäre der nachkonziliaren Epoche.
    Per Mariam ad Christum.

  2. Die Befreiungstheologie vom KGB erfunden…

    In a startling new interview, a 3-star general and former head of Communist Romania’s secret police who defected to the United States in 1978, claims that the Theology of Liberation was the creation of the KGB, who exported it to Latin America as a way of introducing Marxism into the continent.

    http://www.breitbart.com/national-security/2015/05/02/highest-ranking-cold-war-defector-the-kgb-invented-liberation-theology/

  3. Es gibt keine Befreiungstheologien, feministische Theologien etc. Das sind alles politische Indoktrinationen, die mit der kirchlichen Botschaft nichts zu tun haben. Das ist der Punkt. Der Beitrag trifft ins Schwarze.

  4. Der Herr und Erlöser Jesus Christus scharte 12 Apostel und eine unbekannte Zahl von Jüngern und Jüngerinnen um sich. Das war noch irgendwie übersichtlich. Aber bereits in den ersten Jahrhunderten der christlichen Heilsbotschaft gab es viele Spaltungen und große Meinungsverschiedenheiten bzw. Glaubensverschiedenheiten.
    Das heißt doch: man kann so viele kaum unter einen Hut bringen. Das kann auch kein Papst. Denn es gibt ja so viele intelligente Menschen, die etwas zu sagen haben, aber nicht gerne oder gar nicht gehorsam sind.
    Ja, der Herr selbst sprach vom bitteren Kelch und damit meinte er all die Spaltungen und Besserwissereien für die er umsonst das bittere Leiden auf sich nahm.

    In der Kirche nehmen sich zu viele zu wichtig und das ist ja kein südamerikanisches Phänomen. Was die sog. Befreiungstheologie anbelangt, so ist/war sie ein erneuter Versuch, der unter verschiedenen Deckmäntelchen in der Geschichte immer wieder vorkam. Und das heißt die Hintanstellung des Heiligen Geistes zugunsten einer weltlich-materialistischen, ungeistigen Sichtweise des Erlösers Jesus Christus.
    Darum geht es ja auch bei der Bischofssynode im Oktober, also um den wahren Geist Gottes oder den Ungeist, der sich so gerne als „menschenfreundlich“ maskiert.

  5. Die argentinische Schlagrichtung der Befreiungstheologie, dort Theologie des Volkes (der Armen)genannt, hat sich mit dem Peronismus in Argentinien entwickelt.
    Scannone, ein Lehrer von Bergoglio, gilt als Urverfechter einer `Befreiungsphilosophie` die sich im Unterschied zu neomarxistischen Strömungen in ihrem Ansatz einer „lateinamerikanischen Philosophie“ vor allem auf Potentiale der „Volksweisheit“ (sabiduría popular) stützt.
    Papst Franziskus sprach wiederholt von einer UNFEHLBARKEIT des Volkes.

    Die Theologie der Armen steht in einer gewissen Differenz, aber nicht im Widerspruch zur Befreiungstheologie, die etwa in Brasilien oder Chile aus einer marxistisch und sozialistisch geprägten Sozialanalyse heraus entstand. In beiden theologischen Ansätzen geht es darum, dass sich die biblische Botschaft der Erlösung im armen Jesus von Nazareth ereignet hat und dass sie «gute Nachricht» vor allem für die Armen und Notleidenden ist, so die Äußerung der deutschen Theologin Eckholt in der NZZ vor 2 Jahren.

    Der ehemalige `Kardinal der Armen` wünscht sich als Papst so sehr, dass Christen sich in Verehrung vor einen Armen hinknien, sollte dieser eine Kirche betreten.
    (Äußerung aus einer Videobotschaft von Papst Franziskus)

    Das Seelenheil der Menschen spielt offensichtlich keine große Rolle bei diesen `Theologen`.

    • Diese „Unfehlbarkeit des Volkes“ hängt mit dem von den Progressisten breitgetretenen „sensus fidelium“ zusammen, der angeblich die Marschrichtung für die Lehre der Kirche abgeben müsse. Alle müssen mitreden können …

      Aber bei F. ist das auch wieder völlig irrlichternd eingesetzt. Der Mann ist nicht mal in der Lage dazu (oder willens?), ein klarer Progressist zu sein.
      Der hat sich seine Theologie aus tausend Theologen-Nippes-Teilchen zusammengebastelt ohne Sinn und Verstand!

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