Spendenaufruf – Synode, „Seelsorgende“ und Grabtuch von Turin

Dom von Turin Aufbewahrungsort Grabtuch
Dom von Turin, der Aufbewahrungsort des Grabtuchs

Das Monatsende naht. Das Spendenbarometer zeigt noch einen Fehlstand von 1.011 Euro an. Aus diesem Grund möchte ich Sie im Namen der Redaktion und der Herausgeberschaft dringend um Ihre Unterstützung bitten und schon jetzt Vergelt’s Gott dafür sagen.

Der zurückliegende Monat war in mehrerlei Hinsicht etwas turbulent. Eine gesundheitsbedingte Zwangspause führte zu einem kurzen Stillstand. Wichtiger sind Ereignisse hinter den Leoninischen Mauern des Vatikans.

Hat Papst Franziskus seine Haltung geändert und die „Öffnungsthese“ von Kardinal Walter Kasper, dem „Theologen des Papstes“, aufgegeben? Einige Anzeichen in diese Richtung gibt es. Ihnen stehen allerdings weit mehr vorherige Zeichen entgegen, die das genaue Gegenteil zum Ausdruck brachten. Es erscheint völlig verfrüht, eine Kursänderung als Tatsache anzunehmen.

Tatsache ist aber, daß es in unterschiedlicher Form und Intensität beachtlichen Widerstand gegen die „neue Barmherzigkeit“ gibt. Hinter den Kulissen noch deutlich schärfer als in der Öffentlichkeit. Die Frage, welche Linie Papst Franziskus im kommenden Oktober verfolgen wird, ist auch kaum mehr als fünf Monate vor Beginn der Bischofssynode völlig offen. Im vergangenen Herbst war seine Parteinahme ziemlich offenkundig, mehr noch durch seine Vertrauten.

Wie wird der tonangebende Teil der Deutschen Bischofskonferenz im Vorfeld und bei der Bischofssynode handeln? Eine Seelsorgestudie der DBK zeichnete ein ungeschminktes Bild in Deutschlands Diözesen, das letztlich nicht übermäßig erstaunt. Bereits der Titel der Studie löst das für die Kirche konstitutive Priestertum im Neologismus „Seelsorgende“ auf. Man könnte sagen: Ein einziges Wort, das im Wesentlichen bereits die ganze Krise der deutschen Kirche zum Ausdruck bringt. Da gäbe es genug Handlungsbedarf, weshalb Deutschlands Bischöfe sich lieber mit römischen Dingen beschäftigen.

Daß ein deutscher Bischof auch demonstrative Härte zeigen kann, wenn auch gekonnt am falschen Platz, daran erinnern sich die Gläubigen, die 2012 an der Wallfahrt der Tradition zum Heiligen Rock nach Trier teilnahmen. Der Hausherr, Bischof Ackermann, ließ sie demonstrativ unter strömendem Regen stehen. Nur eine „atmosphärische“ Frage, die signalisieren sollte, wer erwünscht ist, und wer nicht.

Die Islamisten morden unterdessen weiter. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Greuelmeldungen. Erschreckend irreal wirkt im Vergleich dazu die westliche Kopfgeburt einer Unterscheidung zwischen „falschem“ und „wahrem“ Islam, die nur wahrhaben will, was sein soll.

In Turin hat die Ausstellung des Grabtuchs Jesu Christi begonnen. Bis zum 19. Juni besteht die Möglichkeit, die kostbarste Reliquie der Christenheit aus nächster Nähe zu bestaunen und zu verehren. Sie ist in der materiellen Welt der sichtbare und greifbare Beweis von Leiden, Tod und Auferstehung des Gottessohnes. Letztlich genau das, was die Materialisten von Gläubigen verlangen: Ihnen einen Beweis zu liefern. Daß viele dennoch zweifeln und teils abstruse Beweisführungen gegen die Authentizität ins Feld führen, zeigt, daß die Ablehnung Gottes tiefer sitzt. Eine Wallfahrt zum Grabtuch sei allen empfohlen, denen sie möglich ist.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

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