„Autofasten“, Steuerreform und der Karfreitag – Eine Anmerkung zur Lage der Kirche

Autofasten - Aktion der katholischen und evangelischen Kirche Österreichs
Autofasten – Aktion der katholischen und evangelischen Kirche Österreichs

von Wolfram Schrems*

Am Beginn der Fastenzeit wurde seitens der Erzdiözese Wien wieder einmal das berühmte „Autofasten“ ausgerufen. Die diözesanen Ämter und Stellen unter ihrem Vorgesetzten Kardinal Schönborn steckten wiederum Geld in die entsprechende Kampagne.

Die Autofahrer werden ob der einschlägigen Belehrungen zweifellos erbaut sein.

Die an der Spitze der Kampagne stehende Pressekonferenz am 16. Februar fand im „Raum der Stille“ am Hauptbahnhof statt. Wie sinnig.

Diese wurde unter anderem von Weihbischof Scharl, Stadträtin Vassilakou und Vertretern der Wiener Linien bestritten.

Die Kirche ist sich mit der Politik eben einig. Wie schön.

Weihbischof Scharl gab dem ORF in diesem Zusammenhang auch ein Interview über das „Autofasten“. „À la longue“, meinte Exzellenz, „à la longue“ sollten die Leute hoffentlich mehr Autofasten und weniger Autofahren.

Exzellenz hatte sich Medienberichten zufolge mit einem Amtsträger einer protestantischen Konfession schon im letzten Jahr an eine Einfallsstraße gestellt und im Berufsverkehr den Autofahrern mit Hinweisen auf Autofasten und dem Aufruf, „Fahrgemeinschaften“ zu bilden, eine „frohe Botschaft“ verkündet und damit sehr wahrscheinlich große Freude bereitet.

Nun, eigentlich ist das gar nicht lustig.

Alarmismus im Falschen

Auf der erzdiözesanen Homepage heißt es in diesem Zusammenhang :

„Es braucht einen anderen Lebensstil, ein Umdenken, einen Verzicht, damit wir eine lebenswerte Welt an unsere Nachfahren weitergeben können und die Schöpfung nicht kaputt fahren“, so Weihbischof Scharl bei der Pressekonferenz vor dem „Autofasten“-Start.

„Die Schöpfung kaputt fahren“ lautet also die alarmistische Parole.

Man fragt sich, wie man auf eine solche Absurdität kommen kann. Die Menschen können mit den paar Autos die Schöpfung nicht „kaputt fahren“. Das ist eine vollkommen groteske Disproportionalität.

Im übrigen formuliert man sonst ja auch nicht so dramatisch und alarmistisch. Nämlich bei den wirklich wichtigen Themen:

Die „Schöpfung“ wird keine hundert Meter Luftlinie vom Stephansplatz entfernt kaputt gemacht. Nämlich dort, wo sich eine prominente Abtreibungsstätte befindet. Mit ein, zwei Ausnahmen hält es kein Kirchenmann für notwendig, sich gegen die grausige Ermordung ungeborener Menschen auszusprechen, schon gar nicht, wenn das um die Ecke passiert.

Stattdessen bleibt man beim politisch korrekten und gesellschaftlich verträglichen Gerede vom „anderen Lebensstil“ etc.

Im Zusammenhang mit dem „Autofasten“ stößt der ökumenische Kompagnon, der evangelische Wiener Superintendent Hansjörg Lein übrigens in dasselbe Horn:

„Kirchen sollen sich einmischen, nicht in Parteipolitik und auch nicht moralisierend mit dem Zeigefinger. Sie sollen sich jedoch einbringen, indem sie sinnvolle Alternativen aufzeigen. Genau das geschieht mit dieser Aktion.“

Sinnvolle Alternativen?

Nun, man muß nur von „Alternativen“ sprechen und sogleich kommt einem die Merkelsche „Alternativlosigkeit“ in den Sinn. Denn in den wirklich wichtigen Fragen hat keiner der Kirchenführer den Mut, wider den Stachel zu löcken.

Erwartungsgemäß hat sich auch Kardinal Schönborn in der ORF-Pressestunde am Palmsonnstag angepaßt geäußert.

Zum Beispiel zur „Steuerreform“. Die Kritik an deren mangelnden Familienfreundlichkeit klang da eher als lästige Pflichtübung. Kein Wort, daß diese Steuerreform die klein- und mittelständischen Unternehmer wieder ein Stück mehr belastet. Kein Wort, daß das Recht auf Privateigentum wieder etwas beschnitten wird. Kein Wort zur präventiven Abwehr der – besonders verwerflichen – Erbschaftsteuer.

Kardinal Schönborn in der ORF-Pressestunde
Kardinal Schönborn in der ORF-Pressestunde

Falsche Weichenstellungen

Analoges gilt für das katastrophale Fortpflanzungsmedizingesetz: Die Kirchenpolitik selbst hatte die längste Zeit die moralischen Grundlagen unterspült, wodurch dieses Skandalgesetz erst möglich geworden ist.

Die gesamte Pressestunde bezeugt dieses Herumlavieren in wichtigen Fragen auf eindrucksvolle Weise (www.erzdioezese-wien.at). Kein Wunder, daß sich da auch fast kein ÖVP-Politiker mehr findet, die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

Schlimm sind auch die rezenten Aussagen des Kardinals vor Jugendlichen am sogenannten „Theo-Tag“ im Don-Bosco-Haus.

Er meinte etwa, daß die Priesterweihe für Frauen „aktuell nicht möglich“ sei. „Er wisse nicht, so der Kardinal, ob es hier einmal zu einer Änderung kommen werde.“

Johannes Paul II. hatte aber 1994 definitiv erklärt, daß sie überhaupt nicht und niemals möglich ist (Apostolisches Schreiben Ordinatio Sacerdotalis).

Das einzige, was dem Kardinal zur Islamisierung einfällt, offenbar eine von den Schülern aufgebrachte Frage, ist: „Die meisten Muslime haben halt mehr Kinder als die Christen.“

Kardinal Schönborn verglich auch die Ritter, die vor etwa neunhundert Jahren aus Gründen der Notwehr und der Nothilfe mit dem Segen des Papstes große Mühen zur Befreiung des hl. Landes auf sich genommen hatten, geschichtsfälschend mit Jihadisten und RAF-Terroristen:

Damals entstand auch die linksextremistische Terrorgruppe Rote Armee Fraktion. Schon die Kreuzzüge hätten eine Möglichkeit für junge, beschäftigungslose Ritter dargestellt, ins Abenteuer zu ziehen.

Ein Sechzehnjähriger, der das hört, wird sich denken, wer sich selbst nicht ernst nimmt, den brauche ich auch nicht ernstzunehmen.
Katastrophal ist, daß Kardinal Schönborn ausgerechnet in der Passionszeit Kapriolen in Kernfragen des Glaubens vollführt. Der aktuelle Gastkommentar in der „Presse“ vom 27. März enthält sogar die unglaubliche Passage:

„Auch ein Papst darf, ja, er soll mitunter so reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Er ist Nachfolger eines Fischers aus Galiläa, der dem Sohn eines Zimmermanns nachgefolgt ist.“

Wie kann sich ein Kardinal der Kirche und Theologieprofessor so äußern? Weder ist die Ausdrucksweise „Schnabel“ angemessen, noch ist Jesus Christus der „Sohn eines Zimmermanns“. Dieser Ausdruck wird im Evangelium nur von denjenigen gebraucht, die ungläubig bleiben: „Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns?“ (Mt 13,55)

Karfreitag

Christus am Kreuz
Christus am Kreuz

Es ist Karfreitag der Kirche. Der Glaube ist am Verdunsten. Die Kirchenführer haben sich der politischen Macht angepaßt. Sie bieten – entgegen verschiedenen Lippenbekenntnissen –keine echte Alternative. Dabei wäre diese im überlieferten Glauben sehr wohl zu finden – mit segensreichen Folgen bis hinein in die Gesellschaftsordnung. Aber irgendetwas hält sie von der Verkündigung der geoffenbarten Wahrheit und vom Aufruf zur Bekehrung ab.

Wie auch immer, der jetzt nahe bevorstehende Karfreitag hält der Menschheit wie jedes Jahr den Spiegel vor.

Das damalige Geschehen war kein Ruhmesblatt für die Menschheit.

Das Karfreitagsgeschehen war die grausame Beseitigung eines Unschuldigen. Diejenigen, die es aufgrund jahrhundertelanger Vorbereitung hätten besser wissen müssen, verwarfen den Messias. Diejenigen, die auf ihr hochentwickeltes Rechtssystem so stolz waren, begingen einen Justizmord. Der Schülerkreis gab mit Flucht und Verleugnung kein nobles Bild ab. Sogar einen schäbigen Verrat gab es in den eigenen Reihen.
Heiligkeit und Verwerfung liegen eng beieinander, wie man sieht.

Auch der Jüngerkreis späterer Zeiten ist nicht immer ruhmreich – Gelegenheit zur Gewissenserforschung für jeden einzelnen.
In einem hierarchischen System hat der Obere mehr Verantwortung. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.

Besonders die mit der Verkündigung der Wahrheit Betrauten sollten daher in sich gehen, was angesichts des Karfreitags- und Ostergeschehens wirklich wichtig ist. Mit dem „Autofasten“ gelangt man bestimmt nicht zur Osterfreude.

*MMag. Wolfram Schrems, Linz und Wien, katholischer Theologe, Philosoph, kirchlich gesendeter Katechist

Bild: autofasten.at/Erzdiözese Wien (Screenshots)/Ars Christiana

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14 Comments

  1. Ich muss dem Artikel vollinhaltlich zustimmen. Die angesprochenen Missstände beruhen auf Irrtümern von sündigen Menschen. Wobei Wien sich durch Irrtum und Sündhaftigkeit von allen anderen österreichischen Bundesländern abhebt.
    Das fängt bei Autofasten an, was nichts mit dem Evangelium zu tun hat, nicht eine einzige Seele rettet, sondern nur zusätzlich Verwirrung stiftet. Manche Leute denken sich, wenn die Kirche die CO²-Theorie stützt, dann muss doch etwas Wahres dran sein.
    Man traut sich heute nicht mehr Fleischverzicht oder, getreu der Bibel, Verzicht auf Sünden einzumahnen, stattdessen folgt man dem Mainstream und gibt noch ein schlechtes Beispiel ab.
    Auch Abtreibung trauen sich die Oberhirten nicht zu kritisieren, im Falle der Wiener Erzdiözese würde man dann ja indirekt die Hand beißen die einen füttert. Wie das stolze Kardinal König-Zentrum zeigt, das nicht durch Spenden, sondern durch reiche Geldgeber zustande kam.

    Und wo ist die Kirche(in dem Fall Schönborn) wenn es um die Erbschaftssteuer geht?
    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut oder irgendetwas, das dein Nächster hat – so lautet eines der 10 Gebote.
    Auch ich habe das Gefühl, dass der Karfreitag der katholischen Kirche angebrochen ist, historisch gesehen. Es dürfte heuer wieder ein gutes Stück des katholischen Glaubens beschnitten werden.
    Mit der (momentan noch indirekten) Zulassung von Ehebrechern zur Kommunion wird, das sollten wir bedenken, Jesus Christus erneut gekreuzigt, und zwar bei jedem unwürdigen Kommunionempfang. Der Priester lässt es zu, wenn er Ehebrecher wissentlich gewähren lässt. In der Ewigkeit aufgrund ihres Wissensstandes genauer beurteilt als Nicht-Priester es werden, steht ihnen ein hartes Gericht bevor.
    Der von Papst em. Benedikt XVI kritisierte Relativismus ist gekommen und die „Kultur des Todes“(der Seele!) greift überall um sich. Wer seine Sprache verstanden hat, wusste schon bei seinem Abdanken, welche Zukunft der Kirche bevorstand.

  2. Welch eine ( zeitgemässe ) Relativierung katholischer Glaubenslehre. Über die Bewahrung Letzterer und deren Unterminierungsversuche aus der Zeitschrift „Der Katholik“ aus dem Jahre 1847:
    -
    „[….]
    In diesem Glauben 
    stehet fest; 
    wachet mit aller Sorgfalt, 
    daß Niemand Euch dieses unschätzbare Kleinod raube;
    ihn liebet von ganzer Seele, 
    und weichet nicht ab,
    weder von einer einzelnen Wahrheit, 
    oder von irgend einem Grundsatze 
    oder von irgend einer noch so geringfügig scheinenden Lehre, 
    die derselbe umfasset und euerm Verstande 
    und Herzen kundgibt. 
    [….]
    Lasset Euch nicht verführen 
    durch die täuschenden Reden derjenigen, 
    die,
    vorgebend, 
    daß sie in Glaubenssachen 
    an der Kirche festhalten
    und daß nur diese zum Wesen der Kirche und der katholischen Religion gehören, über ihre wesentliche, 
    weil ihr von Gott gegebene, 
    äußere Verfassung 
    die irrigsten, ganz den Zeitbegriffen entsprechenden Meinungen aufstellen, 
    die ihre heiligsten, ganz in den wesentlichen Glaubenssätzenbegründeten, 
    sie äußerlich darstellenden und belebenden, 
    durch das Alterthum und das Ansehen der Kirche geheiligten Anstalten, Gewohnheiten, 
    Gesetze und Andachtsübungen 
    verhöhnen, und mit neuen, wie sie vorgeben, dem Geiste des Evangeliums mehr angemessenen und den Fortschritten des menschlichen Geistes in unsern Zeiten mehr angepaßten, Formen eigenmächtig zu vertäuschen suchen.
    [….]“
    -
    Papst Benedikt XVI. über den Sinn der Fastenzeit anlässlich einer Predigt bei der Aschermittwochsliturgie, 
    21. Februar 2007:
    -
    „Innere Läuterung

    Das Fasten, zu dem uns die Kirche in dieser intensiven Zeit einlädt, 
    geschieht natürlich nicht aus Beweggründen körperlicher oder ästhetischer Natur, 
    sondern es entspringt einem dem Menschen eigenen Bedürfnis nach innerer Läuterung, 
    die ihn von der vergiftenden Verschmutzung durch die Sünde und das Böse befreit, 
    die ihn erzieht zu jenem gesunden Verzicht, 
    der den Gläubigen frei macht von der Sklaverei des eigenen Ich; 
    die ihn aufmerksamer und verfügbarer macht für das Hören auf Gott und den Dienst an den Brüdern. 
    Aus diesem Grund werden das Fasten und die anderen Praktiken der Fastenzeit von der christlichen Tradition 
    als geistliche Waffen zum Kampf gegen das Böse, gegen die schlechten Leidenschaften und die Laster betrachtet.“

  3. AUTOFASTEN: Von Schwachsinnigen für Hirnamputierte erfunden! Man muß sich immer wieder wundern, auf welch ausgefallene Ideen die Menschen kommen. Immer wieder glaubt man, jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht, aber dann kommt wieder einer, der setzt noch einen obendrauf!
    Nun ist ja das „Autofasten“ nichts wirklich Neues, hat es hier auch schon vor Jahren gegeben, ist aber ganz rasch wieder ebenso sang- und klanglos in der Versenkung verschwunden. Doch ich bin sicher, es wird bald wieder etwas Revolutionäres nachkommen, der menschlichen Dummheit sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt ….

  4. Um dem Artikel noch etwas hinzuzufügen, empfehle ich in folgenden Link hineinzuschauen:

    http://religion.orf.at/stories/2701717/

    Titel: „Judas: Ein Verräter, der keiner war.“

    Typisch ORF, Rundfunkgebühren werden hier für religiösen Relativismus vergeudet, wer es gutgläubig liest ist nachher noch verwirrter als vorher.
    Kein Wunder, dass viele ihre Gebühren nur noch widerwillig zahlen, wo ja ein Auto mit Radio ausreicht um diese entrichten zu müssen.

    Besonders was der THEOLOGE Wolfgang Treitler zum Schluss des Artikels zum Besten gibt, scheint mir schier unfassbar.

    „Kein Sinn im Leid

    Geht es um die biblische Figur des Judas Ischariot, dann hört man immer wieder auch die These, dass es diesen angeblichen Verrat Jesu durch Judas gewissermaßen gebraucht habe, damit insgesamt ein göttlicher Heilsplan in Erfüllung gehen konnte. Judas also in der Rolle der dunklen Gestalt und doch notwendig: Denn ohne Verrat hätte es keinen Kreuzestod Jesu gegeben und folglich auch keine Auferstehung. Treitler hält von dieser Sichtweise wenig. Er könne sich nicht vorstellen, dass Gott derart blutige und grausame Wege brauche, um Erlösung herbeizuführen. Aus seiner Sicht ist so ein Denken klein und Gottes unwürdig.

    Für den Theologen ist Judas also nicht der böse Verräter, sondern einer, der Jesus besonders nahe war und der ihn vor allem als Messias unmittelbar erleben wollte – und nicht als Gescheiterten. Insgesamt will Treitler zu einem neuen Blick auf die biblische Figur des Judas ermutigen. Man könne von Judas durchaus etwas lernen, so Treitler, denn in seiner Hartnäckigkeit, an Jesus als Messias festzuhalten, könne er als Vorbild christlichen Glaubens stehen.“

    Das soll ein Theologe sein? Das ist ein Hardcore-Relativist, ein Irrlehrer der Sonderklasse. Übrigens, er lehrt in Wien…

  5. Ja,das ganze moderne Leben ist so katastrophal wiedersinnig,das man manchmal laut schreien könnte!
    „Autofasten“ auf der einen Seite,aber massenhaft Autos ( z.T.für die Halde) bauen auf der anderen Seite.
    Aber über den Formel 1 Zirkus redet niemand,ich möchte nicht wissen,was da so sinnlos rausgeblasen wird!
    Aber dem kleinen Mann sein Autochen schlechtreden,das er braucht,um von A nach B zu kommen oder zum Einkaufen.
    Über Tierleid jammern,aber wie selbstverständlich Menschen vernichten,in allen Formen.
    Die Welt retten wollen aber nicht mal sich selbst retten können;
    den Weltfrieden herbeireden aber in der eigenen Familie oder Ehe Unfrieden halten;
    die Liste wäre endlos und mir wird schon wieder schlecht!!

    • Die CO²-Theorie ist eine glatte Lüge, und darauf fußt ja dieses wirre Autofasten und noch viele andere Geldmachereien, z.bsp. in Deutschland die Umweltzonen oder vor einigen Jahren die Abwrackprämie, die Förderung von Solaranlagen, Bewerbung angeblich so umweltschonender Elektroautos und die Liste ließe sich beliebig weiterführen.
      Dass z.bsp. E-Autos Strom benötigen, der zu großen Teilen aus dem Atomkraftwerk kommt wurde bisher oft verschwiegen. „Atomstrom, nein danke“ hieß es vor nicht allzu langer Zeit, als Öko-Propaganda in Facebook-Profilen.

      Überall werden Missstände aufgezeigt und das alles wirkt letztendlich nur als Ablenkung die über das eigentliche Übel hinwegtäuscht, nämlich dass die Menschheit sich zwar um öffentliches Ansehen, Körperkult in allen Spielarten und falsche Spiritualität(Yoga, Raiki usw) kümmert, der Seele aber nicht einmal die vergleichsweise wenige notwendige Zeit widmet, die ihr zum Heil gereichen würde.

      Dem Ganzen eins drauf setzen dann verweltlichte Geistliche, die nicht das weitergeben, was sie eigentlich nach jahrelangem Theologiestudium wissen müssten. Sie ließen sich von der Welt eines Besseren belehren und haben den eigentlichen Grund ihrer Berufung, die authentische Verkündigung und das praktische Ausüben des Evangeliums hintangestellt. Der Ruhm und das Ansehen mit stetem Blick zum Volk sind ihnen wichtiger geworden als das Ewige Leben. Fatal sind dann noch diejenigen Oberhirten die Unsinn labern, philosophisch redend Dogmen und die 10 Gebote relativieren und trotzdem öffentlich hofiert werden. Das größte Problem dabei ist, dass es gerade Sie sind, die die Laienchristen seelsorglich im Glauben bestärken müssen, diese Aufgabe fällt ihnen zu. Wenn sie es nicht tun und auch der örtliche Priester es nicht tut, dann tut es niemand.

    • Erzdiözese Wien:
      „Es braucht einen anderen Lebensstil, ein Umdenken, einen Verzicht, damit wir eine lebenswerte Welt an unsere Nachfahren weitergeben können und die Schöpfung nicht kaputt fahren“

      Ein wenig dürftig, dieser Fastenaufruf.
      Auch ohne katholisch zu sein, kann ich auf unnötige Autofahrten verzichten.

      Sie haben uns immer weniger Substanzielles zu sagen, die Bischöfe.

  6. Wie die vorherige Kommentatoren bemerkten: Schwachsinn pur.
    Dies ist nicht evangelisierend, dies ist Verhohnepiepelung der Gläubigen und der Menschen im Allgemeinen und schädlich für die Kirche.

    Ich muß hier denken an Kardinal Danneels, den großen Freund Schönborns, der vor 35 Jahren im flämischen Rundfunk um Sympathie anbiederte mit seinem wichtigsten Werkunstrument, einem „Golf GTI“ (sic), einem damals extrem spritverschlindenden aber sehr schnellen Gefährt;
    die damals noch viel grünere Natur in Flandern wurde seitdem fast komplett zubetoniert- und der Zustand der kath. Kirche dort entwickelte sich -nicht zuletzt durch die Reisetätigkeit v. Godfried Danneels- katastrophal.
    So ist all dieses Geschwätz von „Autofasten“ nur scheinheilig und warme Luft.
    Kein Mensch erinnert sich offensichtlich noch an die große Neuevangelisierungsoffensive in den europäische Großstädten in 2003-2005 unter Federführung v. Schönborn (Wien), Danneels (Brüssel), Lustiger (Paris) und Lissabon (Policarpo); die letzte 2 Kardinäle sind inzwischen verstorben; der Effekt dieser Offensive, damals mit großem Tamtam verkündet und beworben, tendiert gegen Null.
    Unsinnige Initiative, große Kosten, eine gewaltig aufgeblasene und nicht selten häretisch denkende Bürokratie wrackten die Kirche noch mehr ab.
    Verweltlichung pur.

  7. Natürlich ist Autofasten zu wenig. Aber bitte, was Sie hier alle daraus machen, ist überzogen. Lassen Sie doch die Bischöfe ihr Autofasten proklamieren. Ich kann mich damit sehr gut anfreunden.
    Eigentlich finde ich den Ansatz sogar ziemlich gut. Denn zur Umkehr der Verhältnisse trägt ein Aufruf zur Entschleunigung vielmehr bei als ein Kerygma, für das es keine Aufnahmebereitschaft gibt, weil alle irgendwie anderso unterwegs und gehetzt sind.
    Gerade das Auto hat dazu beigetragen, die Menschen auseinanderzureißen. Die Menschen haben zu viele Möglichkeiten, auszureißen, abzuhauen, zu flüchten.
    Das macht etwas mit dem Menschen. Kein anderer hat das so gut aufgezeigt in seinen Schriften wie Romano Guardini.
    Ich kann nicht hier sein, bei mir sein, ankommen, wenn ich immer an die tausend Möglichkeiten denke, die ich verpassen könnte. Und eigentlich verhält es sich mit Fernseher und Inernet genau so. Die Leute sind überall; nur nicht bei sich selbst. Von allem gibt’s zu viel. Das ist die Hauptursache für unsere mangelnde Aufnahmefähigkeit im Geistigen.

    • ich. ich. ich. Ist sicher viel „gesünder“.

      Was soll denn bei dem „mehr bei sich sein“ Gutes herauskommen, wenn dafür nicht gleichzeitig allein die Ausrichtung auf Jesus Christus als unser ALLER Schöpfer, Erlöser, letztes Ziel und am Ende unserer Tage unser Richter genannt wird? Davon ist beim Kardinal und den Bischöfen aber keine Rede!

      Deren Empfehlung ist somit nichts als eine links-grüne Marotte mit esoterischem Anstrich – aber ja, hier redet man den Leuten gerne ins Gewissen! (Und wenn solches mit Ihrem Romano Guardini kompatibel ist, können Sie sich den am besten auch gleich an den Hut stecken.)

  8. „Die Schöpfung kaputt fahren“ lautet also die alarmistische Parole.“

    Es ist völlig normal das man Ende der Zeit das Geschöpf verherrlichen und schützen wird während man den Schöpfer auf alle nur mögliche Weise angreifen tut.
    „Himmel und Erde werden vergehen aber meine Worte nicht“.

    „Auch ein Papst darf, ja, er soll mitunter so reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Er ist Nachfolger eines Fischers aus Galiläa, der dem Sohn eines Zimmermanns nachgefolgt ist.“

    Es gibt keine Fragen mehr auch diese Unglaublichkeit gehört zu dieser Zeit dazu.
    „Weine nicht Maria, sei nicht traurig du Himmelskönigin, freu dich Maria dein Sohn ist auferstanden. Alleluja.
    Per Mariam ad Christum.

  9. Wenn man tatsächlich rein auf der materiellen Ebene „umkehren“ möchte, also alles, was angeblich der „Umwelt“ schadet, meiden oder wenigstens reduzieren möchte, sollte man bei diversen Großveranstaltungen wie Olympiaden und andere sportliche Großveranstaltungen einschließlich Formel 1 usw. anfangen und diese abschaffen oder reduzieren.
    Dem kleinen Mann mit dem Du Du Finger vor der Nase wedeln, der sein kleines Autochen dringend braucht, ist nur unglaublich heuchlerisch, aber natürlich der bequemste Weg.
    Denn diese wirklich energiefressenden Großveranstaltungen werden NIEMALS abgeschafft werden, weil man damit Milliarden scheffelt !!
    Ein Kirchenmann aber sollte zur Umkehr auf der GEISTIGEN Ebene aufrufen. Das ist sein „Job“!!!

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