Papst sybillinisch: „Mein Pontifikat wird kurz sein“ – Heiliges Jahr der Barmherzigkeit

Papst Franziskus ruft Heiliges Jahr der Barmherzigkeit aus
Papst Franziskus ruft Heiliges Jahr der Barmherzigkeit aus

(Rom) „Es ist ein kleines, vages Gefühl“. Diese sybillinische Erklärung gab Papst Franziskus ab und kündigte ein neues Heiliges Jahr an. Zwei Jahre ist der argentinische Papst im Amt, doch er hege eine Vorahnung, daß sein „Pontifikat kurz sein wird“. Dies sagte Franziskus dem mexikanischen Fernsehsender Televisa in einem Interview, das zum zweiten Jahrestag seiner Papstwahl ausgestrahlt wurde.

„Vier oder fünf Jahre. Ich weiß nicht. Oder zwei oder drei. Zwei Jahre sind schon vorbei. Ich habe das etwas vage Gefühl, daß mich der Herr für eine kurze Mission ausgewählt hat“, so der Papst wörtlich. Allerdings fügte er eigens hinzu: „Das ist ein Gefühl“ und gab damit zu verstehen, daß er sich auch irren könnte.

Im vergangenen August hatte Franziskus einen Amtsverzicht, wie ihn sein Vorgänger Benedikt XVI. geübt hat, nicht ausgeschlossen, falls gesundheitliche Probleme zu groß würden. Allerdings scheint der Papst eher mit dem Tod im Amt zu rechnen. Eine Altersbeschränkung möchte er für das Papsttum nicht einführen. Dem Beispiel Benedikts XVI. könne er aber viel abgewinnen. Mit dem Amtsverzicht sei eine „institutionelle Tür“ aufgetan worden, so Franziskus bereits im Sommer des Vorjahres.

Heiliges Jahr angekündigt

Gleichzeitig kündigte der Papst ein „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ an, ein außerordentliches Heiliges Jahr, das am 8. Dezember 2015, dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis beginnen und seinen Abschluß am 20. November 2016 dem Christkönigsfest finden wird, so der Corriere della Sera.

In der Kirchengeschichte gab es bisher 26 Heilige Jahre. Zuletzt hatte Papst Johannes Paul II. das Jahr 2000 zum Heiligen Jahr ausgerufen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL

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49 Comments

  1. Zum ersten Mal in zwei Jahren stimme ich ihm vorbehaltlos zu: Möge der sein Wort in Erfüllung gehen lassen, möglichst bald!

    • Ja ich auch. Außerdem ist das typisch für die Modernisten. In kurzer Zeit alles umkrempeln und ein vollkommenes Chaos hinterlassen und dann den Abgang machen. Und die nach ihnen können die Suppe auslöffeln, sofern das überhaupt dann noch möglich ist. Aber sie haben ja ihre „Schäfchen“ im trockenen und ausgesorgt.

  2. Ich persönlich habe meine Zweifel, dass Franziskus vom Herrn auserwählt wurde.
    Ich bin gespannt welchen Titel das Jahr 2017 tragen wird: „500 Jahre Reformation“ oder „100 Jahre Fatima“.

    • Er hat ja nicht gesagt, von welchem „Herrn“. Gewiß nicht von unserem Herrn Jesus Christus, dem er sogar vor aller Augen die anbetende Kniebeuge verweigert!

      • Die erfolgt am Gründonnerstag vor den Knackis, damit er mal wieder den Beifall der Medien auf seiner Seite hat!

      • Natürlich muss ein Priester auch im Gefägnis Seelsorge betreiben und der Papst ist auch ein Priester…

        ABER, das am Gründonnerstag zu tun ist reine Effekthascherei (da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu) und hat mit der vielbeschworenen Demut des Papstschauspielers schonmal garnix zu tun, das ist alles andere als demütig was Tango-Franze da macht…

  3. Bei allem Unbehagen, das auch ich seit den ersten Worten auf der Loggia des Petersdomes mit dem aktuellen Papst habe, finde ich die bisherigen Kommentare hier doch etwas zu heftig. Auch wenn es schwerfällt: irgendetwas muss sich unser Herr doch dabei gedacht haben, dass er diese Wahl zugelassen hat. Ausserdem: was wäre denn, wenn er jetzt aus dem Leben und aus dem Amt schiede. Ein anderer müsste die eingebrockte Suppe ausloeffeln, sich dabei sofort die Feindschaft vieler zuziehen, während man für Franz vermutlich die sofortige Heiligsprechung fordern würde. Da ist es doch besser, er bleibt im Amt, bis sich irgendwann die Begeisterung für ihn legt und in Enttäuschung und Ablehnung um schlägt.

    • Was sich unser Herr dabei gedacht hat, hat man bereits überdeutlich gesehen …
      Kennen sie nicht das Bild, wo der Blitz in st. Peter eingeschlagen hat und das gleich zwei Mal … Wenn das nicht Antwort genug ist … Mir reicht das.

  4. Aber in der Tat wäre ein heiliges Jahr vom 8. Dezember 2016 bis zum Christkönigsfest 2017 wegen 100 Jahren Fatima sinnvoller gewesen. So blöd es klingt: vielleicht wollte er der Forderung nach einem solchen Heiligen Jahr zuvorkommen, indem er das Vorangehende zum Heiligen Jahr erklärt. Ausgeschlossen ist es nicht, dass es zumindest ein Begleitmotiv war, zumal ein heiliges Jahr 2017 sicherlich als Affront gegenüber den Protestanten aufgefasst würde.

    • Richtige Einschätzungen sind das. Bergoglio denkt sich immer etwas dabei. Er ist eben nicht ohne Hintergedanken.

  5. Nun denn, wie wäre es mit zwei zurückgetretenen Päpsten und einem weiteren, dritten, neuen?
    Weiter so – irgendwann haben wir ein Seniorenheim für Päpste.

    • Es siehr ganz danach aus. Die alte bewährte Praxis hätte von Ratzinger nicht durchbrochen werden sollen. So sind wir wirklich auf keinem guten Weg. Nichts gegen Seniorenheime übrigens.

      • Das ist richtig, Da hat Benedikt XVI der katholischen Kirche keinen Dienst getan. Sondern den Modernisten in die Hände gespielt.
        Ob er seinen Schritt nicht insgeheim selber schon bereut hat …
        Ich möchte nicht in „diesen Schuhen des Fischers gehen“ ….

      • Ich hätte die „steile These“ dass Benedikt seine Feigheit vor dem Feind längst bitter bereut… stimme Ihnen zu, ich möchte nicht mit ihm tauschen…

        Aber wer weiß, vielleicht kommt ihm ja bald wieder die Papstrolle zu nach dem Schisma im Herbst (nach der Synode)… hoffe, dass er dann nicht zu feige dafür ist!

    • Damit schafft man das Problem des „Papsttums“ für die Ökumene aus dem weg. Je mehr Päpste im „Ruhestand“, um so unwichtiger und entsakralisierter das Papsttum.
      Dann kann man gut auf den Primat verzichten und bestens Ökumene machen, mit all jenen, denen das Papstamt als Stellvertreter Christi auf Erden und Oberster Hirte der ganzen Kirche und unfehlbar in Entscheidungen des Glaubens und der Sitten ein Dorn im Auge ist. So einfach ist das.

    • Was wir erleben, ist die wunderbare Vermehrung der Heiligen Väter durch die Römisch-Katholische Kirche.
      In der göttlichen Offenbarung gibt es nur einen heiligen Vater. Unser Herr Jesus Christus spricht ihn in seinem Abschiedsgebet am Abend vor seinem Leiden an:
      „Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. … Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh 17,11.17)
      Jesus gebot ausdrücklich, dass wir niemanden auf Erden unseren (geistlichen) Vater. nennen sollen, denn nur einer ist unser Vater: der im Himmel ist (Matth 23,9).
      Dieser Satz des Herrn ist äußerst schwierig zu verstehen und wurde in der Geschichte von bösen Ketzern oft wörtlich verstanden. Nur das Lehramt der katholischen Kirche darf ihn auslegen. Richtig versteht dieses Gebot Unseres Herrn Jesus Christus vor allem der Papst, wenn er sich als „Vater der ganzen Welt“ verehren lässt: „In this way the Pope is conceived to be the father on earth and Shepard of all his flock – the believers in the Roman Catholic faith, and of the entire world“ (http://vatican.com/articles/popes/what_is_a_pope-a7).
      Möge uns der himmlische Heilige Vater in der W a h r h e i t heiligen. Amen.

      • Der „Heilige Vater“ i.S. des „Papstes“ soll nicht den Vater im Himmel direkt vertreten! Das hat die Kirche auch nie gelehrt!

        Er soll vielmehr Christus vertreten.
        Was spiegelt aber der Papst (aber auch jeder Priester) als „Vater/Pater“ wider?

        Er spiegelt Christus wider, Christus, der von sich sagte: „Wer mich sieht, sieht den Vater.“

        Auch der Satz des Hl. Paulus, unsere gesamte Erkenntnis sei hier wie in einem Spiegel und unscharf, hilft uns diese „Vater“-Metaphorik besser zu verstehen: was auf Erden Vater genannt wird, kann immer nur vermittelt und unscharf, wie ein Schemen … Christus widerspiegeln, von dem alleine es heißt, er sei direkter Abglanz (das ist was anderes als „Widerschein“) des Vaters.

        Von Maria lehrte die Kirche, sie sei „Widerschein des Vaters“. Aber ihre Rolle ist absolut einzigartig. Kein Mann und keine Frau kann sie darin erreichen auf Erden. Dennoch hat sie die göttliche Verstehensweise der Mutterschaft damit für alle Frauen so sehr instandsetzen können, dass man die Kirche wiederum nur verstehen kann als Braut Christi, wenn man den höchsten Begriff weiblicher Würde anerkennt: in der geistigen Mutterschaft.

        Es ist daher vollkommen rechtens, jeglichen Priester, wie es auch tradiert ist, „Vater“ zu nennen („Pater“). Seine wunderbare Würde ist es, in absolut einzigartiger Weise, die wiederum allen anderen Männern nicht zukommt, Christus widerzuspiegeln, indem er am Altar sich selbst ganz aufgibt, um Christus sichtbar zu machen.

        Wenn wir „Pater“ sagen, ehren wir Christus, weil wir durch Ihn alleine den Vater mittelbar sehen können!

        Falsch wäre es dagegen immer, wenn wir auch nur einem einzigen Menschen auf Erden zugestehen würden (außer Maria), dass er den Vater unmittelbar widerspiegeln würde. In Mariens Fall aber hat uns die Kirche erlaubt, sie „Mutter“ im höchsten Sinne zu nennen.

        Man muss aber zugeben, dass hierüber in der Kirche vielfach die Koordinaten zugunsten rein menschlicher Machtgelüste verschoben wurden und viele das Amt missbraucht haben, um sich selbst zu verwirklichen – das ist ja kein modernes Problem, sondern das uralte Menschheitsproblem: wer es sich leisten konnte, erlag allzu oft der Versuchung dazu, auch Päpste und Priester…

  6. „… er hege eine Vorahnung, daß sein „Pontifikat kurz sein wird“.

    Das freut mich sehr, möge seine Vorahnung schnell in Erfüllung gehen!

    • Am besten sofort, und dann so schnell wie möglich ins Exil auf die Insel Elba. Nein, besser, gleich nach St. Helena, damit eine eventuelle Rückkehr nicht so leicht fällt!

      • Ich würde Lampedusa empfehlen. Dort hat er seine heißgeliebten IS-“Flüchtlinge“ um sich und kann mit ihnen die neue Weltordnung planen!

  7. Barmherzigkeit als Steckenpferd degradiert. So sehe ich das. Die Barmherzigkeit gehört unbestreitbar zum Kirchenganzen, sicher. Sie als Alleinstellungsmerkmal aufzubauen, ist jedoch nicht glaubensmäßig tragbar.

    • Vor allem weil die Franzes, Marxes, Kaspers und sonstige Konsorten ja ein ganz falsches Bild von der Barmherzigkeit zeichnen… nach dem Motto „tue was Du willst Gott verzeiht Dir ja eh immer“… Es fehlt doch da immer das entscheidende Element: Reue und Umkehr!

      Man lese z.B. bei Schwester Faustina ihre Schauungen von Fegefeuer und Hölle, sie steht noch klar auf dem Fundament, dass Barmherzigkeit keine Einbahnstraße ist, sondern echte Reue und Umkehr erfordert! So schwer das jedem von uns jeden Tag auch fallen mag…

    • Lieber Herr Kovacs,

      ich verstehe Ihre Aussage nicht, könnten Sie diese bitte explizieren?

    • Sie haben recht insofern, als auch es auch Gottes Wille war, dass der verstockte Pharao in Ägypten das Volk Gottes knechtete und der gottlose König Nebukadnezar Jerusalem und den Tempel zerstörte und das Volk Gottes in Gefangenschaft führte, nämlich als Strafe für seine Rebellion gegen Gott und Missachtung der Gesetze Gottes.

  8. Wenn ich mal zusammenfassen darf:
    mit Sicherheit ist alles, was geschieht, Gottes Wille und erst recht, wenn es sich um seine eigene Kirche handelt, daran besteht wohl keinerlei Zweifel.
    Somit ist F. natürlich auch kein Zufall, schon allein deswegen nicht, weil gewisse antikirchliche, um nicht zu sagen antichristliche Kreise dahinterstehen.
    Aber auch die sind letztendlich nur Erfüllungsgehilfen der Vorsehung, siehe die Prüfungen des Hiob, wo Gott sich des Satans bedient.
    Wenn F. also Mitspieler in einem Komplott ist, was viele hier, mich eingeschlossen glauben, weiß er natürlich auch,wann das „Spiel“ beendet wird oder in eine neue Runde geht oder gehen soll.
    Was er und seine eventuellen „Mitspieler“ aber nicht wissen oder nicht glauben ist die Tatsache,das sich Gott ihrer für seine eigenen Pläne bedient (siehe Hiob).
    Wir können und sollten also zuversichtlich bleiben (auch wenns manchmal schwerfällt, weil es gelegentlich fast weh tut) und auf den Ausgang des „Spieles“ warten.
    In mehreren (anerkannten) Botschaften des Himmels wird verheissen,das ein göttlicher Eingriff dann erfolgt, wenn alles verloren scheint und es niemand (mehr) erwartet.

    • Sicher ist das Pontifikat Franziskus eine harte Prüfung , die bisweilen kaum auszuhalten ist.Für mich eine Strafe unter deren Zuchtrute ich mich beuge als Sühne für meine Sünden und die der ganzen Kirche.So bete ich jeden Tag, der Herr mögen ihn behüten und am Leben erhalten-solange es der heilige Wille Gottes ist-aber keinen Deut länger-bis dass der Tag der Erlösung herannaht und Gott spricht;siehe ich mache alles neu!Dann wird sein grosser Jubel-quia priora abierunt-alles frühere ist vorbei.
      nb es erinnert mich am meinen ersten Russlandbesuch 1981-ich fühlte mich mit der Bevölkerung dort auf Schritt und Tritt bedrängt und beobachtet -wie dann der Flieger wieder in Zürich landete habe ich zwei Stunden ausgerufen:es ist vorbei-es ist vorbei ! Dank sei Gott!

  9. Ich hatte einen Albtraum: Papst Franziskus resigniert und Kardinal Marx wird sein Nachfolger!
    Uwe C. Lay Pro Theol Blogspot

    • Da wird es aber schwierig werden, auf die Schnelle soviel weißen Stoff für die Soutane zusammen zu bringen. Da wird wohl eine Fabrik für Festzelte aushelfen müssen …

  10. Kein Papst der Neuzeit hat so sehr polarisiert wie dieser argentinische Schmierenschauspieler. Merkt das gar keiner? Der Mann spaltet die Kirche in zwei Lager, Beifall bekommt er nur von den linken Medien und von erklärten Atheisten, bzw. von den sogenannten Modernisten innerhalb der Kirche, die ihr Werk der Zerstörung nun völlig ungebremst fortsetzen können. Das „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“, von einem solchen Mann in Szene gesetzt, ist eine durch und durch verlogene Angelegenheit, denn barmherzig ist er doch nur gegen seinesgleichen!

  11. In der Tat darf man jetzt auf die Barmherzigkeit mit den Franziskanern der Immakulata gespannt sein!

  12. Wenn jemand so redet, ist das ein Eingeständnis bzw. eine Erkenntnis, daß er für dieses Amt eher nicht geeignet ist. Oder aber er meint, daß er schon genug getan hätte- und andere wie Kardinal Marx scharren ja bereits mit den Füßen. Er stellt jedenfalls indirekt die Führungsfrage.

    Ein Papst mit Namen Franziskus ist im Grunde genommen ein Unding. Der hl. Franz v. Assisi ist dergestalt, daß er sich nicht in Papstkleider pressen läßt. Er würde das nicht wollen und auch nicht können. Der Name Franziskus und der hl. Franz haben ihren Eigenwert. Sein Leben, seine Überzeugungen und sein Wirken passen nicht als Papstname.

    Der hl. Franziskus taugt auch weder zum weltlichen „Naturbruder“ wie ihn einige sehen, noch zum Befreiungstheologen nach Art der südamerikanischen Theologen wie Leonardo Boff usw. Diesen steht Papst Bergoglio sehr nahe.
    Es war ein Irrtum und Mißverständnis von ihm, sich den Namen Franziskus anzueignen.
    Papst Bergoglio steckt möglicherweise in einer Art Lebenslüge m.Er.

    • „… sich den Namen Franziskus anzueignen.“
      War diese Namenswahl im Grunde genommen nicht recht keck?
      Als erster aller bisherigen Päpste sich den Namen des Poverello aus Assisi zu geben, zeugt von einem sehr ausgeprägten Selbstbewusstsein. Dies muss ja nicht falsch sein, birgt aber auch die Gefahr der Selbstüberschätzung.

    • Ein Papst darf sich den Namen geben, den er will. Insofern kann man ihm da nichts vorwerfen.

      Aber Franziskus von Assisi ist heute sehr politisiert und psychologisiert verstanden worden. Von vielen. Man sieht ihn sentimental, als Armenvater, als Prediger für die Tiere, als eine Art esoterischer Öko-Sozialist mit Bruder Tod und Schwester Sonne.

      und man wird den Eindruck nicht los, dass Bergoglio sich deswegen, wegen dieser verfremdenden Vereinnahmung dieses Heiligen, so benannt hat, also die gesamte Neigung des heiligen Franziskus völlig verdreht hat.

      Und man kann sogar annehmen, dass F. das nicht mal selbst erfasst. Durch und durch erscheint er als ein geistloser Mann, der es womöglich nicht besser versteht – zumindest legt seine absolut argumentationsfreies Gerede den Verdacht der Unbedarftheit nahe. Andernfalls müsste man ihm ja bösen Willen unterstellen, und so weit dürfen wir nicht ohne triftige Gründe gehen.

      Aber davon abgesehen: ich finde es nicht richtig, wie wir in bitterster und hämischster und zynischster Weise über F. als Person schreiben.
      Jeder weiß, was ich von ihm denke…aber wir sollten die Contenance doch wahren. Und wenn schon etwas „Comedy“, dann auf einem anderen Level.

      • Dass ich Papst Franziskus nicht seine Namensgebung vorwerfen kann, ist mir bewusst.
        Ich habe einen inneren Bezug zum Laienorden der Franziskaner und deshalb hat mich seine Entscheidung, sich diesen Namen zu geben, zwar sehr überrascht, aber im ersten Moment sogar auch ein bisschen gefreut.
        Und trotzdem empfand ich es doch als etwas anmaßend, denn Papst Franziskus musste klar sein, dass er am Original gemessen werden würde.

      • Das kann allerdings auch daran liegen, dass sich bisher kein Papst nach ihm benannt hat.

        Messen wir denn die Benedikte am „Original“?
        Oder gar den „Paul“?
        Ganz zu schweigen von den vielen Johannessen.
        Und ob alle Piusse fromm waren? Und wenn nicht, wäre es anmaßend gewesen, sich „Pius“ zu nennen?

        Da kämen wir schnell in größte Schwierigkeiten…

        Bei einer erstmaligen Namensnennung vermutet man allerdings eine „anmaßende“, programmatische Aktion. Aber an sich ist das sachlich dennoch nicht gegeben, weil es eben bei bloßen Vermutungen bleibt.

        Ich wollte dafür werben, an diesem Aspekt aus sachlichen Gründen nicht weiter hängenzubleiben.

  13. „Mein Pontifikat wird kurz sein …“

    Zu schön, um wahr zu sein.
    Hoffen wir, dass diese Aussage nicht wieder korrigiert werden muss!!!

  14. Soll die Katholische Kirche 2017 mit den evangelischen Gemeinschaften vereinigt werden? Dann würde man ja auch keinen Papst mehr brauchen?
    Herr, erbarme Dich!

  15. Daraus ist doch zu schließen, daß das Pontfikat über das heilige Jahr hinaus geführt werden soll.

    • Die Zeit läuft seit 2000 Jahren definitiv aus, und unsere persönliche Lebenszeit sowieso absehbar.
      Wir sollen auf IHN immer in höchster Erwartung warten, täglich unser Leben prüfen.
      So lehrt es die Kirche.

  16. „Vier oder fünf Jahre. Ich weiß nicht. Oder zwei oder drei. Zwei Jahre sind schon vorbei. Ich habe das etwas vage Gefühl, daß mich der Herr für eine kurze Mission ausgewählt hat“, so der Papst wörtlich.“
    Das ist ja furchtbar. Und ich dachte immer das sie großer Papst der Demut und der tiefen Verschlossenheit vor dem Herrn 2017 nach Witttenberg gehen und das Tor der Schlosskirche mit allen Farben der Ökumene und Ortskirchen anstreichen würden. Die deutschen Bischöfe würden sie auf einer goldenen Sänfte von Wittenberg bis auf die Wartburg nach Eisenach tragen. Weiter habe ich vermutet das sie wir ihr Vorgänger zur Mutter Gottes von Etzelsbach gehen würden um ihr die Vorteile von zwei Sakramenten gegenüber sieben zu erklären. Ich kenne die Mutter Gottes von Etzelsbach sehr gut denn ich war des öfteren auch schon nachts bei ihr ganz allein. Warum habt ihr den Angst das Jahr 2017 nicht zum heiligen Jahr zu erklären?
    Habt ihr vielleicht Angst das euch die Brocken um eure Konzilsohren fliegen könnten?
    Per Mariam ad Christum.

    • Früher standen die Feinde der Kirche draußen, nicht umsonst hieß es in der dritten Strophe von „Ein Haus voll Glorie“:
      Wohl tobet um die Mauern / der Sturm in wilder Wut / das Haus wird’s überdauern / auf festem Grund es ruht!
      Das ist lange her, seit vielen Jahren, schon lange vor Beginn des unseligen Konzils und seinen Folgen, haben sich die Feinde in den Mauern eingenistet und betreiben auf infame Weise ihr Werk der Zerstörung. Die Protestantisierung der katholischen Kirche wird mit allen Mitteln, legalen und illegalen, vorangetrieben. Der hl. Papst Pius X. sprach im Jahr 1909 von den Protestanten und nannte sie „Feinde des Kreuzes Christi, deren Gott nur der Bauch ist.“ Ob er da prophetisch auch schon an solche Figuren wie den Kardinal Marx gedacht hat, dessen Selbstbewußtstein krampfhaft versucht, mit seinem Bauchumfang Schritt zu halten?
      Die meisten, genauer gesagt, fast alle deutschen Bischöfe sind Karikaturen dessen, was sie eigentlich sein sollten: Hirten der ihnen von Gott anvertrauten Herde. Es sind Wölfe, deren Schafspelz immer größere Löcher zeigt, so daß das eigentliche Raubtier immer deutlicher hervorscheint!

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