Neuer traditionsverbundener Erzbischof für Martinique ernannt

Erzbischof Macaire von Martinique
Erzbischof Macaire von Martinique

(Paris) Neuer Erzbischof von Fort de France im französischen Überseegebiet Martinique in der Karibik ist der Dominikaner David Macaire. Papst Franziskus ernannte den bisherigen Prior des Dominikanerklosters von Sainte Baume und Exorzist der Diözese Frejus-Toulon am vergangenen 7. März.

Laut Riposte Catholique gehört Erzbischof Macaire zu einer neuen Priestergeneration in Frankreich, die nach dem Vorbild von Papst Benedikt XVI. Sensibilität gegenüber dem überlieferten römischen Ritus zeigt. Pater Macaire war Kaplan der katholischen Pfadfinder und arbeitete eng mit dem traditionsverbundenen Bischof Dominique Rey von Frejus-Toulon in der Provence zusammen.

1635 von Frankreich aus kolonisiert, kam das Gebiet 1664 unter französische Herrschaft. Die rund 390.000 Einwohner sind zu 85 Prozent schwarzafrikanischer Abstammung. Sie kamen im 17./18. Jahrhundert als Sklavenarbeiter auf die Plantagenanlagen. Die Sklaverei auf Martinique wurde 1848 abgeschafft. 2010 stimmte eine Mehrheit der Wahlberechtigten gegen eine größere Unabhängigkeit von Frankreich.

1850 errichtete Papst Pius IX. das Bistum Martinique und machte es zu einem Suffragan des französischen Erzbistums Bordeaux. Das Bistum umfaßte die gesamte Insel. 1967 erfolgte durch Papst Paul VI. die Erhebung zum Erzbistum Saint Pierre et Fort de France mit zwei Suffraganbistümern, im Gebiet der übrigen französischen Antillen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Riposte Catholique

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