Sklaverei im Islam – Islam und Gewalt (11)

Islam und Sklaverei
Islam und Sklaverei

Die Wiedereinführung der Sklaverei durch den ‚Islamischen Staat’ kann sich auf den Koran, die islamische Tradition und 1300 Jahre muslimische Sklavenhaltung stützten. In saudi-arabischen Schulbüchern wird die islamische Sklaverei bis heute gerechtfertigt.

Ein Gastbeitrag von Hubert Hecker.

Im Sommer 2014 eroberten die Terror-Milizen des Islamischen Staates (IS) die Regionen im Nord-Irak, in denen die Stämme der Jesiden lebten. Diese Volks- und Religionsgemeinschaft gilt den islamischen Herrschern seit jeher als Polytheisten oder ‚Götzendiener’. Sie werden nach der traditionellen Rechtsauslegung von Koran und Frühislam als Menschen ohne jegliches Recht behandelt. Seid dem 15. Jahrhundert wurden unter der türkischen Sultanats-Herrschaft etwa eine Million Jesiden im Namen des Islam massakriert. So handelten auch die IS-Muslime, die die gefangen genommenen jesidischen Männer erschossen oder anderweitig hingerichtet haben. Dabei beziehen sie sich auf Mohammeds Anweisung in Sure 9,5: „…tötet die (ungläubigen) Polytheisten, wo immer ihr sie findet; nehmt sie gefangen oder belagert sie und lauert ihnen auf allen Wegen auf.“

Die Rückkehr der islamischen Sklavenhaltung von Andersgläubigen

Die Frauen und Kinder der Jesiden teilte man unter den IS-Kämpfern als Beute auf, „nachdem ein Fünftel von ihnen der Regierung des IS-Staates als Steuer übergeben wurde“. Diese Erklärung des ISlamischen Propaganda-Magazins ‚Dabiq’ bezieht sich ausdrücklich auf das ‚Vorbild’ Mohammed: Nachdem der Prophet in Medina etwa 400 Männer des jüdischen Stammes Banu Quraiza wegen angeblichen Verrats hatte enthaupten lassen, verteilte er die Beute sowie die Frauen und Kinder anteilig unter die berittenen und unberittenen Krieger seiner Anhängerschaft auf, für sich selbst reservierte er ein Fünftel der sachlichen und menschlichen Beute. Die versklavten Frauen und Kinder der Quraiza tauschte er später gegen Pferde und Waffen ein.

Genauso handhabt es auch der Islamische Staat: Er bietet seinen Fünftel-Anteil jesidischer Frauen und Kinder auf dem arabischen Sklavenmarkt zum Verkauf an. Die Preise dieser Sex-Sklavinnen richten sich nach dem Alter der Verkaufsangebote – von 34 Euro für eine 40 bis 50jährige Jesidin bis zu 130 Euro für jesidische Mädchen im Kindes- oder Jugendalter. In dem IS-Artikel des ‚Dabiq’ wird „Die vorzeitige Wiederkehr der Sklaverei“ – so die Titelgeschichte – mit Hinweis auf Koran und Frühislam gerechtfertigt. Insbesondere verteidigen die ISlamisten die Verwendung der Jesidinnen als Sexsklavinnen für ihre Kämpfer. Die Tageszeitung ‚Die Welt’ geht von bis zu 7000 entführten und versklavten Jesidinnen aus.

Sklaverei als Teil der natürlichen, allah-gewollten Ordnung

Sklaverei im IslamZur Zeit der Entstehung fand der Islam die Sklaverei als soziale Institution vor und behielt sie bei. Mohammed und seine muslimischen Anhänger besaßen, erbeuteten, erwarben und verkauften Sklaven oder benutzten Sklavinnen als Konkubinen. Der Prophet verfestigte sogar das sklavische System, indem er es mit Allahs Willen begründete. In der Sure 16, Vers 71ff wird die Unterscheidung in Freie und Sklaven als Teil der natürlichen, gottgewollten Ordnung ausgewiesen. Ähnlich stellt die Sure 30,28 das Vermögen der Freien als Allahs Gabe hin – einschließlich der Sklaven.
Nach islamischem System können Muslime durch Kriege oder Raubzüge gegen Ungläubige neue Sklaven gewinnen. Muslimische Glaubensbrüder dagegen dürfen niemals versklavt werden. Auch ein Übertritt zum Islam macht einen Sklaven nicht frei. Rechtlich werden die Sklaven einerseits dem Sachenrecht zugeordnet, insofern sie ge- und verkauft, verschenkt, verliehen oder vererbt werden können. Andererseits werden sie als Knechtsmenschen mit minderem Recht eingestuft, die etwa mit Genehmigung ihrer Herren Aufträge erledigen und heiraten dürfen. Als solche Leibeigne haben sie Anspruch auf Fürsorge und Verpflegung.

Muslimen, die den Brautpreis für freie Frauen nicht aufbringen können, erlaubte Mohammed die Ehe mit (gläubigen) Sklavinnen. Ebenfalls können gläubige Sklaven als Sühne für Meineid oder Totschlag freigelassen werden. Ein Sklave kann sich auch selbst durch Arbeit oder Vertrag loskaufen. Nach der Hadith bewahrt ein Freikauf von Sklaven vor dem Höllenfeuer.

Millionen Christen durch Muslime versklavt

In der Geschichte der verschiedenen islamischen Reiche bildete die muslimische Sklavenhaltung über 1200 Jahre wichtige ökonomische Bedingungen für die islamische Herrschaft. Wie in der Antike wurden Sklaven in Bergwerken, Landwirtschaft, Handwerk und Hauswirtschaft eingesetzt. Eine islamische Besonderheit war das Militärsklaventum. Nach Thomas Sowell sind etwa 14 Millionen Menschen durch den Islam versklavt worden.

Zwischen 630 und 720 n. Chr. unterwarfen muslimische Heere zahlreiche Länder und eroberten sich so ein Weltreich von Spanien bis nach Indien, vom Senegal bis zum Hindukusch. Im 11./12. und ab dem 14. Jahrhundert setzten weitere Eroberungswellen ein. Diese Dschihad-Kriege erbrachten riesige Sklavenmengen für die islamischen Herren.

Im Bereich des Mittelmeeres waren hauptsächlich Christen Opfer der muslimischen Sklavennahme – etwa in den christlichen Regionen Nordafrikas. Bei der Unterwerfung Spaniens bis 720 versklavten die arabisch-maurischen Herren 150.000 Christen. In den Jahrhunderten danach waren die Mittelmeerinseln und Italien ständig Piratenüberfällen und Flottenangriffen ausgesetzt, bei denen die Muslime weitere Hunderttausende von Christen in die Sklaverei deportierten. Die Herrscher von Al Andalus führten regelmäßig Menschenraubzüge gegen die christlichen Städte und Regionen in Nordspanien sowie in Südfrankreichs durch. In Anatolien und Armenien waren die Christen ebenfalls bis ins 10. Jahrhundert regelmäßig islamischen Kriegs- und Raubzügen ausgesetzt.

Indien als Sklavenreservoir

Islam und SklavereiDas zweite große Sklaven-Eroberungsgebiet der Muslime war Indien. Schon bei der ersten Eroberung des indischen Sind im Jahre 712 verschleppten die Sieger 60.000 Sklaven. Ab dem 11. Jahrhundert führten afghanische Reiterheere Dauerangriffe gegen indische Regionen, aus denen sie hunderttausende Inder verschleppten über den „Hindukusch“ (= Hindu-Tod). Der Eintausch von Steppenpferden in Turkmenistan gegen indische Sklaven beförderte wiederum den Krieg der muslimischen Heere – zu neuen Sklaven-Rekrutierungen. Im 14 Jahrhundert unterhielt das Sultanat Delhi ein Heer von 150.000 Militärsklaven, die auf dem ganzen indischen Kontinent eingesetzt wurden – insbesondere zur Sklavenjagd.

Turk- und Monogolenvölker jagen christliche Slawen als Sklaven

Die dritte Lieferzone für Sklaven war das Kultur- und Grasland vom slawischen Mittelosteuropa über Russland bis nach Zentralasien. Die muslimischen Reiche im Mittleren Osten (ver-) brauchten vom 9. bis 14. Jahrhundert mehrere Millionen Militärsklaven, von denen etwa 1/3 Slawen und 2/3 turksprachige Völker waren. Nachdem die meisten Turkvölker im Hochmittelalter islamisiert waren, konzentrierten sich die muslimischen Herrscher wieder auf den Kauf von christlichen Slawen, Armenier und Georgier.

In diesem Gebiet spielten Reitervölker als Sklavenjäger und Sklavenverkäufer eine entscheidende Rolle. Die muslimischen Krimtataren versklavten und verkauften zwischen 1470 und 1700 etwa zwei Millionen Ukrainer, Polen und Russen über die Schwarzmeerhäfen ins osmanische Reich. Bis zum Mongolen-Einfall hatten die skandinavischen Rus den Slawen-Sklavenverkauf an das Kalifat von Bagdad dominiert.

Auch der türkische Sultan begann ab 1360 mit der Versklavung und Zwangsislamisierung christlicher Jungen, um seine Militärsklaventruppe aufzubauen. Für das Janitscharen-Korps als Kerntruppe der türkischen Eroberungsarmee verbrauchte man in den viereinhalb Jahrhunderten seines Bestehens mehr als eine Million christlicher Jungen.

Im 16./17. Jahrhundert erhöhten die militärischen Aktivitäten der sogenannten islamischen „Schießpulver-Reiche“ die Sklavenausbeute. Die indischen Mogul-Herrscher überschwemmten Zentralasien mit südindischen Sklaven, persische Machthaber führten Menschenraubzüge in der Kaukasusregion durch. Die Berber-Emirate des Maghreb verwüsteten regelmäßig die Küstenregionen des westlichen Mittelmeeres und versklavten vom 16. bis 18. Jahrhundert etwa 1,2 Millionen christliche Europäer.

Afrika als größte Sklaven-Lieferzone für islamische Länder

Islamischer SklavenhandelDie vierte und größte Lieferzone für Sklaven in muslimische Länder war Afrika. Die ostafrikanischen Küstenregionen waren schon in vorislamischer Zeit von Arabern kolonisiert worden. Die Kalifen ließen 37 afrikanische Städte vom Horn von Afrika bis nach Mocambique als Handelsstützpunkte ausbauen, um von dort Massen von schwarzen Sklaven zu verschiffen – in den Irak, nach Persien, auf die arabische Halbinsel und nach Indien. Die Sklaven wurden durch regelmäßige Raubzüge der arabischen Emire besorgt oder von afrikanischen Häuptlingen gekauft. Nach Schätzungen von Ralph Austen exportierten die Araber von der Ostküste Afrikas 3,9 Millionen Schwarze als Sklaven in muslimische Länder.

Ein weiteres Sklaven-Transportsystem existierte auf drei innerafrikanischen Nord-Süd-Routen zwischen Nordafrika und den subtropischen Regionen. Ägypten und die Maghreb-Emirate importierten große Massen von Arbeits-, Militär- und Sex-Sklaven sowie Eunuchen. Berberstämme und Sahel-Völker besorgten den mehrmonatigen Transport durch die Sahara und am Nil entlang. Allein an die nordafrikanischen Staaten von Marokko bis Tunis wurden pro Jahr etwa 10.000 schwarze Sklaven geliefert.

Araber als Sklavenjäger und von Sklaven Gejagte

Am südlichen Rand der Sahara wiederum entstand eine Reihe von Militärstaaten und kriegerischen Reichen, die sich auf die Sklavenjagd im Subsahara-Gebiet konzentrierten. Das wichtigste Instrument der Menschenjagd waren auch hier Pferde, die mit den Einnahmen aus dem Sklavenverkauf in die Sahel-Zone importiert wurden – um damit Sklaven zu jagen. Im Süd-Sudan war diese Form von Sklavenjagden durch arabische Reitermilizen noch bis vor einigen Jahren üblich.

Vom 7. bis 9. Jahrhundert waren hunderttausende von ostafrikanischen Sklaven auch im heutigen Südirak auf Zuckerplantagen und zur Bodenverbesserung beschäftigt. Hier kam es zu drei größeren Sklavenaufständen. Bei der zweiten Revolte 694 besiegten die Sklaventruppen sogar eine muslimische Armee, mussten aber später kapitulieren. Nach dem dritten Sklavenaufstand konnte sich eine Herrschaft der selbstbefreiten Sklaven 14 Jahre bis zum Jahre 883 halten

Islamischer Hautfarben-Rassismus

Auf dem Höhepunkt der schwarz-afrikanischen Sklavenimporte im 9. Jahrhundert begannen islamische Theoretiker eine Rassentheorie zu entwickeln, mit der man die Massensklaverei von Schwarzafrikanern rechtfertigte. Dabei kombinierten sie Aristoteles’ Klimatheorie zur Erklärung eines angeblich sklavischen Charakters von Menschen mit dem Hautfarben-Merkmal ganzer Ethnien. Bald nach den Aufständen der schwarzen Sklaven im Irak stellte ein Anonymus die These auf, die heißen Zonen Afrikas würden defiziente Untermenschen hervorbringen mit den äußerlichen Merkmalen: kraushaarig, übelriechend und unebenmäßig. Dem entsprächen die inneren Eigenschaften wie mangelhafter Verstand und verkommene Leidenschaften. Der muslimische Phfilosoph Avicenna (+1037) betrachtete die Schwarzafrikaner als intellektuell minderwertig. Ibn Khaldun (+1406) ließ keinen Zweifel am Untermenschentum der Afrikaner: Die schwarzen Völker seien in der Regel der Sklaverei unterworfen, denn sie hätten wenig Menschliches, in ihren Eigenschaften seien sie eher den stummen Tieren zuzuordnen. Dieser Hautfarbenrassismus gegen die Schwarzen wurde noch mit einer alttestamentlichen Begründung vertieft. Dabei wurde der biblische Sklaven-Fluch Noahs über seinen Enkel Kanaan kombiniert mit dem weiteren Enkel Kusch, dem Stammvater der Schwarzen.

Rassistische Theorien der Aufklärer zur Begründung der atlantischen Sklaverei

Als die Portugiesen sich im 15. Jahrhundert in den islamischen Sklavenhandel einklinkten, importierten sie den Hautfarbenrassismus nach Europa. Im europäischen Christentum des Mittelalters waren die Repräsentanten der Schwarzen noch als edle Menschen angesehen – etwa der schwarze Melchior der Dreikönige oder der Heilige Mauritius. Erst mit den antichristlichen Aufklärern im 18. Jahrhundert setzte sich der islamische Hautfarbenrassismus auch in Europa durch. Voltaire behauptete, die Neger und Hottentotten seien in ihren körperlichen, geistigen, psychischen und sozialen Merkmalen zwischen Tieren und Menschen anzusiedeln – übrigens ähnlich wie die Juden. Immanuel Kants Aussagen zu den Schwarzen (1775) zeigen verblüffende Ähnlichkeiten mit den rassistischen Behauptungen der muslimischen Sklaverei-Theoretikern: Demnach sei die „schwarze Race“ äußerlich gekennzeichnet durch dicke Stülpnasen und Wurstlippen sowie faulige Ausdünstungen. Ihr innerer Charakter wäre durch „Trägheit, Faulheit, Dummheit, Aberglaube, Eifersucht und den Hang zu Drogenkonsum“ geprägt.

Haben Christentum und christliche Staaten nicht genauso…?

Nach dieser Darstellung von millionenfacher muslimischer Sklavenhaltung durchgehend über 1200 Jahre muss sich der Ankläger dem klassischen Gerichtseinwand stellen: Tu quoque – Du aber auch! Haben das Christentum und christliche Staaten nicht ähnlich wie der Islam Sklaverei begründet und praktiziert?

Haben sie nicht!

Weder in der neutestamentlichen Bibel noch bei den Kirchenvätern wird Sklaverei göttlich begründe. Die Sklaverei galt als ein Element der erbsündlichen Welt. Mit den Lehren von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen in der Schöpfungsordnung sowie dem Erlösungstod Christi für alle Menschen schuf das Christentum aber eine Basis, um die Sklaverei abzuschaffen. Die Kirchenväter Gregor von Nyssa (+394) und Chrysostomus (+407) setzen sich mit dieser Argumentation für die Aufhebung der Sklaverei ein. Sklavenhaltung wurde im Römischen Reich mehr und mehr als sündig angesehen, je stärker das Christentum die römische Gesellschaft durchdrang.

Mit der frühmittelalterlichen Völkerwanderung und den Germanenreichen wurde die Sklavenhaltung wieder üblich in Europa, später abgemildert in der Form der Leibeigenschaft. Aber je länger und je tiefer die Kirche Kultur und Moral der europäischen Völker beeinflussen konnte, desto stärker wurde das Bewusstsein von der Schöpfungsgleichheit der Menschen. Im 13. Jahrhundert sang man das Lied: „Als Adam grub und Eva spann – wo war denn da der Edelmann?“ Der Sachsenspiegel von 1235 war das erste Rechtsbuch der Weltgeschichte ohne Sklavenregeln. König Philipp der Schöne veranlasste 1299 die Freilassung aller Leibeigenen auf seinen Krongütern.

Das atlantische Sklavensystem – ein Produkt der Antiken-Wiedergeburt

Das Wiederaufleben der Sklaverei in dem atlantischen Sklavensystem war ein Produkt der Neuzeit, begründet und begünstigt durch das Herrenmenschentum der Renaissance. Spanische Ordensbrüder kämpften praktisch und in der Theorie gegen die neue ‚humanistische’ Sklavereibegründung nach Aristoteles. Papst Paul III. dogmatisierte 1537 die kirchliche Lehre von der freiheitlichen Selbstverfügung und den natürlichen Rechten aller Menschen. Doch die Kirche konnte sich in diesem Kampf nicht durchsetzen – für drei Jahrhunderte. Erst evangelikale Minderheiten entfachten um die Mitte des 18. Jahrhunderts neu den Kampf gegen die Sklaverei – mit dem alten katholischen Argument: ‚Die Sklaverei widerspricht der Gottesbildlichkeit des Menschen.’ und: ‚Christus hat uns von der Sklaverei der Sünde erlöst.’ Der Historiker Egon Flaig resümiert: ‚Die Welt verdankt die Abschaffung der Massensklaverei der europäischen Kultur auf christlicher Grundlage.’

Abschaffung der muslimischen Sklaverei durch die europäischen Kolonialmächte

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts schlossen sich die meisten europäischen Länder sowie die amerikanischen Staaten dem Sklavenhandelsverbot und später auch der Abschaffung von Sklavenhaltung an. Das setzten die Kolonialmächte auch in den von ihnen beherrschten islamischen Ländern durch. Auf den osmanischen Sultan übten sie Druck aus, ein Verbot des Sklavenhandels zu erlassen. Nur im wahabitischen Arabien blieb nach antitürkischen Protesten Sklavenhandel und –haltung als islamische Tradition erlaubt. Saudi-Arabien schaffte als eines der letzten Länder erst 1963 die Sklaverei offiziell ab.

Arabische Schüler lernen bis heute: „Sklaverei ist Teil des Islam.“

Wahabitische Islam-Gelehrte rechtfertigen bis heute die islamische Sklaverei – so der saudi-arabische Scheich Saleh ibn-Fawzan, prominentes Mitglied im Höchsten Rat der Rechtsgelehrten. Er erklärte laut einer aufgenommenen Rede: „Sklaverei ist Teil des Islam.“ Und: „Sklaverei ist Teil des Dschihad, und der Dschihad wird solange bleiben, wie es den Islam gibt.“ Dieser Mann ist Hauptautor der islamischen Lehrpläne für ca. fünf Millionen Schüler und Studenten in Arabien. Diese islamischen Geistliche haben den Boden für den ISlamischen Staat im Irak bereitet und für die dortige Wiedereinführung der islamischen Sklaverei.

Die Lehrpläne von Scheich ibn-Fawzan gelten auch für die saudi-arabischen Auslandsschulen. So kann man annehmen, dass auch in den beiden arabischen Schulen in Bonn und Berlin die islamische Sklavenhaltung gerechtfertigt wird. Der Direktor der Schule hatte sich schon vor 10 Jahren jede Kritik an den Inhalten der saudi-arabischen Schulbüchern verbeten. Die nordrhein-westfälischen Schulbehörden ließen das als Multi-Kulti durchgehen.

Weiterführende Literatur: Egon Flaig, Weltgeschichte der Sklaverei, München 2009

Text: Hubert Hecker
Bild: SCRoma/Wikicommons

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20 Comments

    • Unser Diözesanbischof hat in seinem Fastenwort als erstes Anliegen nichts Besseres, als zu mehr Gastfreundschaft gegenüber Fremden aufzurufen, und das unter dem Franziskus-Stichwort „Lampedusa“. Das Ganze war eine Franziskuspredigt vom ersten bis zum letzten Satz. Das zweite Anliegen war die Gebetsveranstaltung für den „Herrn“. Wenn Franziskus „Herr“ sagt, ohne einen Namen zu nennen, kriege ich Gänsehaut, denn –Gott sei’s geklagt– bei ihm bin ich mir nicht sicher, welchen Herrn er meint.
      Kein Wort für das gepeinigte Christenvolk im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und zunehmend allüberall auf der Erde, kein Wort für die christlichen Märtyrer !
      Che „vergogna“ !

      • Ich würde das gelebte Christentum im Orient nicht überhöhen – die Leute sind genauso abgedriftet wie wir auch!
        Bloß nicht anhand derselben Themen.
        Aber ihre Neigung zum Panarabismus hat bei ihnen einen „Ökumenismus“ eigener Couleur geschaffen und auch bei ihnen haben viele ihr Christsein nur noch oberflächlich oder irrgläubig gelebt.
        Ich habe sehr viel Literatur von aramäischen Christen (allerdings keinen Neubebekehrten aus dem evangelikalen Spektrum, sondern aus den alten Kirchen dort) und erkenne dort nix anderes als hier auch. Wenn man nur Rafik Shami liest – wieviel Wert misst er seinem „Christentum“ bei?
        Eben.
        Und so gibt es viele dort.
        Auch sie sind dem nationalistischen Denken erlegen und ernten daraus manche Frucht.

        Unser aller Problem: wir nehmen einfach nicht ernst, dass wir nicht von dieser Welt sind und nicht sein dürfen, wenn es mit uns recht stehen soll.

      • @zeitschnur – 23. Februar 2015 um 14:35
        Kennen Sie die pakistanische Katholikin Sabatina James ? Sie hat als Konvertitin vom Islam zum katholischen Glauben ihr Leben in Gefahr gebracht und lebt unter Polizeischutz. Sie hat immer wieder betont, dass das Christentum in Pakistan und anderen muslimischen Ländern, in denen Christen verfolgt werden, ganz anders ist als unser europäischer Weichspülglaube. Ebenso ist es in der Untergrundkirche in China. Ich habe die Kopten in Ägypten erlebt. Ihr Alltagsglaube und ihr gelebtes Miteinander in der christlichen Gemeinschaft ist was ganz anderes, als das, was hier von vielen Christen der westlichen Welt im Wohlstandsleben gelebt wird.

      • @ Jeanne d‘Arc

        Sie sprechen von einer Neubekehrten! Und sie wiederum spricht von Neubekehrten! Das ist was erheblich anderes!

        Alleine die Tatsache, dass insbesondere evangelikale Gruppen, aber auch die katholische Kirche den altorientalischen Kirchen (die nicht mit Rom uniert sind) massenhaft die Leute abwerben, sollte Sie doch aufmerken lassen!

        Das ist ähnlich wie in Südamerika, wo die alten Kirchen ebenso lau geworden sind wie bei uns. Denken Sie doch alleine an leute wie Tarik Aziz – das ist vielleicht eher der typische orientalische Christ: panarabisch, lau, regionaö ökumenistisch angehaucht.

        Dass nun, in der Not, und nach zerplatzten panarabistischen Träumen, sowohl die Solidarität der Geächteten als auch die Rückwendung zur Religion etwas gestiegen ist, mag sein. Wir hatten selbiges Phänomen nach dem Krieg auch. da waren die gerade eben noch lauen Christen plötzlich ach so fromm. Und wenige Jahre später, als es dann aufwärts ging, leerten sich die Kirche wieder und sind nun noch leerer als vor ihrer vorläufigen Wiederauffüllung.

        Bleiben wir nüchtern.

        Der Eifer der Neubekehrten hat phänomenal allerdings mit dem Schlendrian uralter und etablierter Christen, die selbstverständlich auch nicht in „Untergrundkirchen“ leben, nichts zu tun.

        Leider macht aus diesem Grunde auch das Evangelikale derzeit das große Rennen in den orientalischen Seelen – von den alten Kirchen und der katholischen sowieso, ist kein Missionseifer zu erwarten… Aber die Gottesmutter sieht die Situation und wird diesen Neugetauften schon den rechten Weg weisen, wenn wir bzw. unsere „Hirten“ es nicht tun.

      • @zeitschnur
        Es kann sein, dass Sie mal aufmerken soltten, dass in der Römisch-Katholischen Kirche etwas Grundlegendes verloren gegangen, verleugnet und kaputt gemacht worden ist. Und darüber hinaus ist Sabatina James Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Vielleicht sollten Sie sich mal Gedanken darüber machen warum die sogen. „Evangelikalen“ so erfolgreich sind und die Menschen bei ihnen etwas bekommen, was in der katholisch-philosphisch-theologischen Geschwätzkirche nicht mehr auffindbar ist. Von mir aus können Sie mich ja jetzt auf Ihren theologisch-philospophischen Inquisitionsscheiterhaufen schmeißen (Ironie off).

  1. Eins muß ich jedoch auch sagen. Es gibt viele Moslems die vor Maria die unsere Mutter ist mehr Respeckt haben als manche katholische Theologen.
    Per Mariam ad Christum.

  2. Also wenn ich gläubiger Moslem wäre und durch Europa gehen würde was würde ich ich denken.
    Ich würde sagen Allah hat recht, schlagt sie Tot diese Idioten.
    Abtreibung, Pornografie und alles ist geil sogar die Gurke im Gemüseladen. Und als Krönung werden die feinen Damen von Pussy Riot gefeiert als hätte der Himmel sie geschickt. Frauen laufen vor den Männer rum als ob sie zu wenig Geld haben um sich richtig anzuziehen. Also wir getauften Christen vertreten unseren Herrn und Gott nicht besonders glaubwürdig vor diesen Herrschaften. Viel Spaß für die Zukunft.
    Per Mariam ad Christum.

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