Warum verachtet Papst Franziskus die Tradition?

Verächtliche Worte von Papst Franziskus vor dem römischen Klerus über Priester und Seminaristen der Tradition
Verächtliche Worte von Papst Franziskus vor dem römischen Klerus über Priester und Seminaristen der Tradition

(Rom) Gestern traf Papst Franziskus mit dem römischen Klerus zusammen. Der Papst hatte die Priester seiner Diözese zum traditionellen Treffen am Beginn der Fastenzeit gerufen. Papst Franziskus nahm in seiner kurzen Einleitung Bezug auf eine Stellungnahme zur Ars celebrandi, die er 2005 der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zukommenließ und deren Text er nun an die Priester seiner Diözese verteilen ließ.

Vorweg sei festgehalten, daß in diesem Text, trotz des Themas, weder das Opfer noch das Priestertum Christi Erwähnung finden. Dafür wird dem nicht näher benannten Geheimnis und der Predigt großer Raum gewidmet. Die Predigt ist bestimmt wichtig als katechetisches Moment, sie ist aber keine liturgische Handlung und hat damit mit der Ars celebrandi eigentlich nichts zu tun. In der überlieferten Messe legt der Priester Manipel und Meßgewand ab (wenn er keine Kasel trägt), bevor er mit der Predigt beginnt, um zu unterstreichen, daß sie nicht Teil der heiligen Liturgie ist.

Neuer Seitenhieb gegen „Traditionalisten“

Zudem fehlte nicht ein neuerlicher Seitenhieb gegen die sogenannten „Traditionalisten“.

Papst Franziskus bezeichnete das Motu proprio Summorum Pontificum und den überlieferten Ritus als Geste, die sein Vorgänger, ein „Mann der Einheit“ setzen wollte, um „den Lefebvrianern und den Traditionalisten eine mutige Hand“ zu reichen, bzw. jenen Personen, die den Wunsch hatten, die Messe nach dem alten Rituale zu zelebrieren. Diese Art der sogenannten „tridentinischen“ Messe, so der Papst, sei jedoch eine „außerordentliche Form des römischen Ritus“, jenem, der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil approbiert wurde. Daher ist er nicht als eigener Ritus zu betrachten, sondern nur als „unterschiedliche Form desselben Ritus“. Dennoch, so Franziskus, gebe es Priester und Bischöfe, die von einer „Reform der Reform“ sprechen würden.

Einige von ihnen seien ‚Heilige‘ und sprechen im ‚guten Glauben‘. Das aber „ist falsch“, so der Papst. Er berichtete dann von einigen Bischöfen, die „traditionalistische“ Seminaristen, die von anderen Diözesen weggeschickt wurden, aufgenommen hätten, ohne zuvor Informationen zu ihnen einzuholen, weil „sie sich sehr gut und sehr fromm präsentierten“. Sie wurden geweiht, doch dann haben sie „psychologische und moralische Probleme“ gezeigt. Das ist nicht die Regel, aber es „passiert oft“ in diesen Kreisen, sagte der Papst. Und solche Typen von Seminaristen zu weihen, sei wie „die Kirche mit einer Hypothek zu belasten“. Das eigentliche Problem sei, daß einige Bischöfe manchmal von der „Notwendigkeit“ übermannt würden, „neue Priester in der Diözese“ zu brauchen, deshalb komme es nicht zur nötigen Auswahl unter den Kandidaten, bei denen sich hinter einigen eine „Unausgeglichenheit“ zeigen kann, die dann gerade in der Liturgie zum Ausdruck komme. Die Kongregation der Bischöfe habe bei drei Bischöfen zu solchen Fällen eingreifen müssen, wenn auch nicht in Italien. Soweit die Ausführung des Papstes am Donnerstag.

Tradition eine „Hypothek für die Kirche“?

Während der Papst gegenüber Kirchenfernen Toleranz zeigt, scheint er der Tradition aus jedem Hanffaden einen Galgenstrick drehen zu wollen. Damit legte er offen, wie erschreckend wenig er über die Tradition weiß, und auch über jene, die sie lieben. Eine Blöße, die zum Schaden der Gescholtenen wird. Wenn es nicht Unwissenheit sein sollte, dann kann es sich nur um eine ideologische Eigentümlichkeit handeln, die zur Geringschätzung der Vergangenheit und der Doktrin wird. Dem steht die Tradition mit ihrer Treue zur Lehre im Weg, die sie befolgt und von Generation zu Generation als von Christus – dem alleinigen Heil – geschenkte und anvertraute Wahrheit weitergibt. Das bedeutet auch, daß eine Pastoral, die nicht fest in dieser Wahrheit verankert ist, sich als Fähnlein im Wind erweist, das weder den Weg zur Freiheit noch zum Tor des Heils weist.

Woher kommt die päpstliche Geringschätzung der Tradition?

Papst Franziskus scheint vergessen zu haben, daß es Papst Benedikt XVI. war, der von der „Reform der Reform“ sprach. Worte, die ihm offenbar nicht verziehen wurden. Die von ihm errichtete Kommission für diese Reform der Reform wurde durch den harten Widerstand still begraben.
Kann man Priester und Seminaristen der Tradition unter einen schändlicheren Generalverdacht stellen? Kann man sich abschätziger über jene äußern, die das Erbe der Kirche treu bewahren? Der Kontext ist aber eindeutig. „Einige“ werden genannt, um im Kopf der Zuhörer ein negatives Urteil über alle zu fällen. Die Franziskaner der Immakulata haben die „neue Barmherzigkeit“ zu spüren bekommen.

Nein, Heiliger Vater, nicht die Seminaristen und Priester der Tradition sind eine Hypothek für die Kirche. Schwarze Schafe mag es bekanntlich überall geben. Nein, es sind vielmehr jene Priester, die mit ihrem unmoralischen und kriminellen Verhalten Skandal verursachen, jene, die die Lehre verkürzen, verstümmeln, deformieren und die Liturgie durch Mißbrauch schänden, jene, die nicht mehr an die Realpräsenz Christi im Allerheiligsten Altarsakrament glauben, jene, die also Lehre, Liturgie und Gewissen manipulieren. Sie sind es, die eine schwere Hypothek auf die Kirche laden. Hat Seine Heiligkeit zu diesen Priestern nichts zu sagen? Kein Wort?

Woher kommt diese Geringschätzung dieses Papstes für die Tradition?

Da die Liturgie Höhepunkt und Quelle des Glaubenslebens ist, das zum Leben der Kirche und der Gesellschaft wird, rührt von der Schändung der Liturgie auch das Leiden des mystischen Leibes Christi her. Von hier nehmen alle negativen Auswirkungen auf Disziplin und Moral ihren Ausgang.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Chiesa e postconcilio

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catholicus

„Und solche Typen von Seminaristen zu weihen, sei wie „die Kirche mit einer Hypothek zu belasten“ – wahrscheinlich spricht ein Psychopath wieder einmal von sich selbst!

Shuca
„Einige von ihnen seien ‚Heilige‘ und sprechen im ‚guten Glauben‘. Das aber „ist falsch“, so der Papst. Er berichtete dann von einigen Bischöfen, die „traditionalistische“ Seminaristen, die von anderen Diözesen weggeschickt wurden, aufgenommen hätten, ohne zuvor Informationen zu ihnen einzuholen, weil „sie sich sehr gut und sehr fromm präsentierten“. Sie wurden geweiht, doch dann haben sie „psychologische und moralische Probleme“ gezeigt. Das ist nicht die Regel, aber es „passiert oft“ in diesen Kreisen, sagte der Papst.“ Geht mir doch genauso. Wenn ich den Bischof von Rom reden höre kriege ich auch kurzzeitig „psychologische und moralische Probleme“. Aber ich nehme diese… weiter lesen »
Reinhold

Was sich da Bergoglio wieder an Schmähungen geleistet hat, ist eine böse Sache. Dafür kann er keine Symphatie erhalten.

Marienzweig
Hätte ich nicht eine starke emotionale Bindung zur Kirche – dieser Papst brächte es fertig, würde ich mich nur an ihm orientieren, dieser Kirche den Rücken zu kehren. Vor einigen Tagen war ich in Exerzitien. Zwei junge Priester gestalteten sie. Die tägliche Feier der hl. Messe, das Rosenkranzgebet, Möglichkeit zur Anbetung rund um die Uhr, das Beichtgespräch, die Predigten der beiden jungen Priester, die Qualität der Vorträge – all dies erfüllte mich wieder mit Glaubensfreude. Die beiden jungen Padres waren zwar nicht traditionalistisch, vertraten aber die traditionelle Lehre, feierten würdig die hl. Messe und strahlten in ihrem Umgang mit denMenschen… weiter lesen »
Reinhold

Das ist eine gute erfahrung mit den beiden jungen Priestern, die es sicher auch andern Orts gibt. Bergoglio bleibt den Beiden besser fern. Ich glaube, dass sie von ihm nichts lernen können. Die Kirche wird auch dieses Pontifikat bestehen.

siri

Es fällt von Tag zu Tag schwerer, an das Wirken des Heiligen Geistes beim Konklave zu glauben, wenn man die unsäglichen Stellungnahmen dieses Papstes hört und liest. Redet der Mann eigentlich schneller als er denkt, oder denkt er überhaupt nicht?
Es ist schier unglaublich, welch unermeßlichen Schaden er der Kirche, der er doch zu dienen vorgibt, zufügt. Jeder Atheist, jeder noch so Kirchenferne fühlt sich bei diesem „Stellvertreter“ besser aufgehoben als ein gläubiger Katholik. Traurig, traurig …..

Reinhold

Das kann ich eigentlich nur unterstreichen. So eine Menge Unfug habe ich noch nie von einem Amtsinhaber gehört.

Shuca

Ich werde den Gedanken nicht los, er kommt immer wieder. Könnte es sein das kurz bevor der Herr wiederkommt Päpste, Kardinäle und Bischöfe seine heilige Kirche in ein Tollhaus verwandeln? Ich meine mit Pappnasen stürzen sie schon im Karneval vor dem Altar herum. Vielleicht verwechselt Bergoglio psychologisch hier etwas fundamentales? Das sind die Gedanken die einem in trüben Tagen und dunklen Nächten wie Dämonen verfolgen.
Per Mariam ad Christum.

defendor
Welch eine Abneigung gegen die hl. Tradition ! Haben wir Ähnliches – in noch gesteigerter Form – nicht bereits schon vor Jahrzehnten gehört ? Genauer kurz nach dem Vatikanum II. ?! Hw Rahner und Hw Vorgrimmler waren zwei massgeblich Beteiligte in den Vaticanum II. Gremien. Im „Kleinen Konzilskompendium“, konkret dort in der Einleitung zur „Konstitution über die hl. Liturgie“ machten sie ihrer offenkundigen Abneigung gegen die hl. Tradition Luft: – [….] „Befremdet, nicht gerade verwirrt, waren jene Schichten des „gläubigen Volkes“, die Liturgie primär als Brauchtum und Folklore ansehen und den dieselben religiösen Anspruch einer erneuerten Liturgie als lästig empfinden.… weiter lesen »
zeitschnur
Was die Predigt betrifft, hat F., wenn er sich so geäußert haben sollte, natürlich sachlich und der Tradition und dem Sinn der Hl. Messe nach nicht recht. Allerdings muss man sagen, dass die Predigt im NOM erheblich aufgewertet wurde und dort der Priester eben nicht etwas von seinen Gewändern, die sich ja ebenfalls geändert haben, ablegt. Wer nur noch vom NOM aus denkt, kann es tatsächlich so sehen wie F., ohne dass das – von da aus betrachtet – falsch sein müsste. Was das Motu proprio SP betrifft hat F. allerdigs recht – und es ist tatsächlich das Problem, dass… weiter lesen »
ein besorgter Christ

ja so ist es Merkwürden gab es auch schon früher, nur hat man nach dem Konzil alle Hilfsmittel, die dafür sorgen sollten, dass die Merkwürden irgendwie im Griff behalten wurden und sich selber im Griff hielten, geächtet,. und das ist eben das Problem.

Arrow

Ganz schwierig finde ich den Begriff „Tradis“, weil er insinuiert, dass es unter den Katholiken Tradis und Nichttradis gäbe. Dabei sollte man doch wohl Tradis als Katholiken bezeichnen und die Nichttradis als Nichtkatholiken bzw. als Ungläubige.

Reinhold

Das sehe ich auch so. Traditionalisten ist hier ein völlig falscher Begriff, der rein gar nichts in der Auseinandersetzung mit den Anderen verloren hat. Gläubige sind wir und weiter nichts.

zeitschnur

Nun ja, zum Glück ist diese Selbstbezeichnung derer, die sich selbst für „die“ Tradition ansehen, nicht auf meinem Mist gewachsen…

Aber es ist nun mal eine Selbstbezeichnung, die man nicht mehr ignorieren kann…

Machen Sie das mal – die Millionen Konzilskatholiken als Ungläubige zu bezeichnen. Das trifft die Sachlage auch nicht und ist überdies keine Selbstbezeichnung der Betroffenen…

Arrow

Wenn die Selbstbezeichnung falsch ist („sie nennen sich Juden und sind doch keine“) stellt sich natürlich die Frage, wie damit umgehen. Da Häretiker ausweislich kirchlicher Lehre keinen Glauben haben, nennt man sie zurecht „Ungläubige“. Also sind unsere selbsternannten Katholiken und eifrigen Kirchensteuerzahler aus katholischer Sicht Ungläubige. Ich schlage vor, dass wir sie nach der alten Devise „nomen est omen“ von nun an so nennen. Ein Trabi wird auch kein Mercedes nur weil er sich vorne einen Stern auf die Haube schraubt und hinten 300 CDI 4matic dranschreibt.

zeitschnur
Der Vergleich mit dem Trabi hinkt gewaltig, weil der Katholik der konziliaren Kirche tatsächlich zuvor ein „Mercedes“ war und eben kein Trabi. Aber Spaß beiseite – es ist vermessen, alle Katholiken, die noch in der nachkonziliaren Kirche verblieben sind, als „ungläubig“ zu bezeichnen. Viele von ihnen haben noch gar nicht erkannt, dass sie längst nicht mehr katholisch sind, denken aber sie seien es, sehen sich in gerader Linie mit ihren Eltern und Großeltern und vertrauen darauf, dass das Lehramt schon alles recht macht, weil man ihnen allenfalls Oberflächlichkeit vorwerfen kann. Im übrigen sind wir dann schnell auch bei den Irrungen… weiter lesen »
Arrow
Die Protestanten sind doch schon deswegen Ungläubige, weil sie nicht an Christus glauben, sondern an das, was sie dafür halten. Sie glauben an irgendeinen „Bruder Jesus“, der alle ganz doll lieb hat. Aus meiner Sicht sind die meisten Protestanten Agnostiker und Atheisten, einige wenige vielleicht Neoarianer. Alle diese Subtypen wären nach herrschender kirchlicher Lehre „ungläubig“. Denn wer an Quatsch glaubt, glaubt doch nicht an Christus. Insofern Modernisten Liberale sind, glauben sie auch nicht an Christus, sondern an das, was sie von IHM akzeptieren. Die Menschenfresser sind auch abgeschirmt aufgewachsen und halten ihre Götter für die wahren. Abgeschirmtheit qualifiziert also niemanden… weiter lesen »
zeitschnur
Dann sind Sie wie der Mann in der Geschichte, der den Tisch Bett nannte und den Stuhl Schrank. Er übte das fleißig ein und konnte sich am Ende nach außen hin nicht mehr verständigen…. Sprache ist intersubjetiv – wir können sie nicht nach Michael-Kohlhaas-Manier ändern wollen, schon gar nicht als Einzelkämpfer… Ich bleibe dabei und möchte dem Urteil der Kirche folgen, wenn es um die Seelen geht, in die wir keinen Einblick haben und die auch nicht alle doof sind, nur weil sie neukatholisch, protestantisch oder kannibalistisch sind. Die Kirche hat immer gelehrt, dass es ein unverschuldetes Im-Irrtum-Stecken gibt bei… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Arrow sagt:
23. Februar 2015 um 14:56
Was Sie da über die Protestanten schreiben, mag auf viele von ihnen zutreffen, es trifft aber auch, mit etwas unterschiedlichen Akzenten, auf viele Katholiken zu.
Eine Schwäche vieler Protestanten ist ihre falsche Heilssicherheit, die dann in moralische Laxheit resultieren kann. Das gilt aber nicht für alle. Die Frage der Heilsgewissheit und Heilssicherheit gehört zu den klassischen innerprotestantischen Kontroversthemen, neben dem damit verwandten Prädestations- und Reprobationsthema (Calvin versus Arminius).
Ein echter evangelischer Christ hat einen starken persönlichen Christusglauben, und ich würde es nicht wagen, diesen als Unglauben abzuwerten.

Arrow

Wenn man sich mit der Demokratisierung der Sprache abfindet, wird man sich auch damit abfinden müssen, dass diejenigen, denen man heute noch die Selbstbezeichnung „Tradi“ zugesteht, morgen schon als Erzreaktionäre und übermorgen als Feinde der Gesellschaft vorgestellt werden.

Arrow
Leo Lämmlein, ich verbinde mit klarer Sprache die Hoffnung, die als „Ungläubige“ bezeichneten aufzuschrecken und so aus dem Irrtum zu reißen. Die letzten „echten evangelischen Christen“ sind doch Anfang der 1990er gestorben, oder? @ Zeitschnur, meine These ist, dass man in einer alles Katholische subtil zermalmenden Welt eines gesunden Autismus‘ bedarf, um katholisch zu bleiben. Also so ähnlich, wie jener Herr, der konsequent zum Bett Tisch und zum Schrank Bett gesagt hat, und der das durchgehalten hat. Der Unterschied besteht ledeiglich darin, dass der Geisterfahrer heutzutage nicht der Eine ist, der entgegen der allgemeinen Fahrtrichtung fährt, sondern die Vielen, die… weiter lesen »
Leo Laemmlein
@ Arrow / 24. Februar 2015 um 9:46 //Die letzten „echten evangelischen Christen“ sind doch Anfang der 1990er gestorben, oder?// Jesus Christus hat solche, die an ihn glauben, ihn anbeten, auf ihn hoffen, ihn lieben, ihm gehorsam dienen in allen Denominationen, das ist meine persönliche Meinung und Erfahrung. Womit ich nicht die Glaubensunterschiede kleinreden will. Sie sind heute auch abseits der traditionellen Großkirchen in manchen „freien“ Gemeinden zu finden. Ich habe Evangelische (Evangelikale) kennengelernt, die Feuer und Flamme für Jesus Christus sind und ihr Leben nach ihm ausrichten, auch in kritischen moraltheologischen Punkten, wo Protestanten laxer sind als Katholiken. Als… weiter lesen »
Arrow
Hallo Leo Laemmlein, mit den Evangelikalen kenne ich mich nicht aus. Ich hatte eher die EKD-Assoziierten vor Augen. Dass die Kirche früher recht klar lehrte, dass Häretiker keinen Glauben haben, kann man ganz gut in folgender Unterweisung Benedikts XIV. über Häretiker, die für ihren Christusglauben das leben gelassen haben, sehen: „Die falschen häretischen und schismatischen Märtyrer. (c. XX). – Wir können zwei Fälle unterscheiden, einmal stirbt der Häretiker, um seine Irrlehre zu verteidigen, oder aber er stirbt für eine mit dem wahren Glauben geteilte Lehre. Der zweite Fall ist der interessantere, doch auch in diesem Fall wird das Opfer nicht… weiter lesen »
Engelchen

Hauptsache, der Papst erfreut sich bester Gesundheit.

siri
Es gab würdige Päpste, und es gab – leider! – auch ganz unwürdige! Aber einen solchen unverantwortlichen Schwätzer, der seine Zunge nicht im Zaum hat und ständig sinnfreie bzw. sinnlose Erklärungen abgibt, sich mit Atheisten und Agnostikern umgibt, und kaum an einem einzigen Tag vergißt, die immer kleiner werdende Herde der treuen Katholiken zu beleidigen und zu drangsalieren, so einen hat es auf Petri Stuhl m.W. bis heute nicht gegeben. Ein Papst zum Fremdschämen! Und sein unmittelbarer Vorgänger sollte „entspannt und zufrieden“ sein? Entweder bekommt er längst nicht alles mit (weil man ihm wichtige Dinge vorenthält), oder aber er nimmt… weiter lesen »
Reichsroemer
Wie recht Sie haben. Franz ist ein seniler Dummschwätzer, eine unerträgliche Zumutung auf dem Papstthron. Was er hier an Tiraden gegen die Tradition losläßt ist unerträglich, und läßt neue Schläge gegen traditionstreue Gruppierungen befürchten. Hier mißbraucht ein notorischer Neuerer und eine theologische Null, seine Macht um die Kirche nach seinem kranken Gusto umzubauen. Dabei läßt er sich ja gerne vom „Heiligen Geist überraschen“. Was für eine Anmaßung! Nicht der heilige Geist ist beim letzten Conclave anwesend gewesen, sondern der böse Geist, der Geist des Satans, der alles zerstörende Geist. Benedikt XVI. wußte genau wie dieses Conclave verlaufen wird. Er hat… weiter lesen »
Pawlo

Papst Franziskus wirkt wie ein ideologisch in den 70er Jahren steckengebliebener Modernist. Diese Diffamierung einer ganzen jungen Priestergeneration ist traurig und offenbart wenig Realitätssinn.

catholicus

Nihil innovetur nisi quod traditum est. Ein „Papst“, der sich außerhalb der Überlieferung stellt und an die Anbetung des wahren Gottes durch seinen persönlichen Götzendienst ersetzt, kann nicht mehr der materielle Oberhirte der Kirche Christi sein, bestenfalls ein formaler Papstdarsteller auf dem Throne Petri. Gebe Gott, daß dieser Hooligan bald sein Zerstörungswerk beenden muß!

Leo Laemmlein
Ich finde keine bessere Charakteristik als den prophetischen Namen, den der hl. Franz von Assisi dem endzeitlichen Gegenpapst gegeben hat: Papa Destructor/ Distruttore/ Destroyer/ Zerstörer. Und das Verworrene und Widersprüchliche in den Worten und Taten von Papst Franziskus – es wäre viel weniger schlimm, wenn der Grund dafür nur Bildungsmangel und Charakterschwäche wäre. Ich fürchte aber, die Verwirrung ist Methode, denn ein Papst hat jede Möglichkeit, Verwirrung zu vermeiden, w e n n er denn will, denn er kann sich auf einen Stab von Mitarbeitern stützen, die er sich selbst aussuchen kann. Nein, Franziskus hat keine Entschuldigung. Was er tut,… weiter lesen »
zeitschnur

Nun ja – diese Verworrenheit, wenn auch auf einem subtileren Niveau, hatten wir aber auch schon seit Johannes XXIII., stark bei Paul VI. und ebenso bei JP II. Ganz subtil wars dann bei Benedikt XVI. und nun haben wir zur Abwechslung mal einen proletarischen Geist, der aber mental nicht anders verworren ist als seine Vorgänger.

Einziger Unterschied: er als erster ist nicht mehr gültig geweiht!

Leo Laemmlein

„Da passt kein Blatt“ –
Ich bin’s so satt !
Mäh! Mäh!
Wie sollt ich’s nicht satt sein?
Find abertausend Blättelein
in einem Riesen-Gräbelein!
Mäh! Mäh!
(Nach: Tischlein deck dich)

Adrien Antoine
(Teil 1) Unrichtiges wird nicht besser wenn es mit Richtigem verbunden wird. Richtig ist, daß Seminaristen sorgfältig zu prüfen sind; der Mangel an Berufungen und pastorale Not sind kein Grund defekte Kandidaten zu weihen. Unrichtig ist, daß gerade bei den Traditionsfreundlichen vermehrt „unausgeglichene “ Priesterkandidaten anzutreffen wären. Bei der FSSPX traten auf inzwischen ca. 1600 Priester und geweihten Seminaristen 2 Fälle von pädophilem Verhalten auf und wurde sofort energisch eingegriffen. Ein Seminar sollte immer über eine bestimmte Größe verfügen um eine breite Bildung und Formung zu ermöglichen- das wußte man schon in der Renaissance unter dem Hl. Carolus Borromaeus. Gerade… weiter lesen »
zeitschnur

„Bei der FSSPX traten auf inzwischen ca. 1600 Priester und geweihten Seminaristen 2 Fälle von pädophilem Verhalten auf und wurde sofort energisch eingegriffen.“

Möchte bloß wissen, woher Sie das so genau wissen…sind Sie ein Insider? Also von FSSPX-Priester-Sex-Eskapaden, wenn auch nicht pädo, habe sogar ich schon mehrfach gehört!

Außerdem habe ich F. so verstanden, dass er auch andere schwere Defekte meinte – z.B. schwere psychiatrische Störungen (außerhalb sexueller Deviationen).

Und auch zu dem Thema ist mir schon allerhand zu Ohren gekommen. Stets war man leichtfertig mit der Meinung, die Standesgnade würde das dann schon alles richten…und weihte die Leute…

Adrien Antoine
(Teil 2) - Nicht apostolisch visitiert wurde auch Nordcanada, wo Mitte Januar 2015 der pädophile Massentäter und westflämischer Oblatenmissionar Eric Dejaegher zu einer sehr hohen Gefängnisstrafe verurteilt wurde; nicht visitiert wurde auch der Oblatenorden, dessen Abteilung in Belgien(geführt v. Georges Vervust, Westflame und Feund v. Danneels) 16 Jahre lang den steckbrieflich gesuchten Dejaegher Unterschlupf gewährten. (Von thesatralischen Neigungen bei Priestern gesprochen: er wurde entmaskert weil er konzelebrierte bei den Exequien von einem alten Confrater in einer Domkirche in Wallonien und ein Gläubige, gerührt von dr schönen Zeremonie, alles fotografierte und ins Netz stellte). - Ebenfalls nichts geschah im Westen der… weiter lesen »
Reichsroemer
Dank für diese Ausführungen. Seit der Liberalisierung der Seminarien, die schon Mitte der 60er Jahre massiv die Priesterausbildung aushöhlte, schlichen sich immer mehr pädophile und homosexuelle Priesterkandidaten in die Seminare ein. Man hat bewußt keine Selektion bezüglich der sexuellen Orientierung der Kandidaten mehr vorgenommen, da man aufgrund des immer stärker werdenden Priestermangels froh um jeden war, der den Weg in ein Seminar fand. Daher rühren auch die vermehrten Skandale, die in den letzten Jahren, durch die linksliberale Presse mit großem Tamtam gingen, zum Schaden der Kirche. Franziskus ist vollkommen falsch informiert, er hat von nichts eine Ahnung, und will wohl… weiter lesen »
Adrien Antoine
Geehrter @Reichsroemer, Franziskus ist NICHT falsch informiert. Letzter Montag, 16.02.2015, empfing Franziskus in Audienz eine Delegation von „Pro sede Petri“, einer Organisation aus Gläubigen der Niederlanden, Luxemburg und Belgien, die sich für die Verteidigung der päpstlichen Interessen in ihren Ländern einsetzen. Ansprache v. Franziskus, dank für ein Geschenk v. 100 000€ für seine Flüchtlingshilfe,usw. ( Vom Vatikanischen Pressedienst mit Fotos und Videotrailer illustriert). Die Website der belgischen Bischöfe http://www.kerknet.be veröffentlichte ebenfalls einen Artikel dazu; auf http://www.kath.net wurde ebenfalls berichtet (am Dienstag 17.02.2015), sehr interessant mit der zusätzlichen Information daß Franziskus hier der starke Rückgang an Rufungen ansprach in Ländern die… weiter lesen »
zeitschnur

@ Reichsrömer

Was spricht denn dagegen, dass F. ein Überzeugungstäter ist?

IMEK

So schnell wie die Entleerungen des päpstlichen Güllefasses über die Hl. Kirche, die Hl. Liturgie, Priester und Volk Gottes durch S.H. erfolgen, kann der päpstliche Latrinendienst Lombardi/Rosica gar nicht ausrücken um zu verhindern, dass sich im Vatikan immer mehr stinkender Müll ansammelt.
Sollten diese zum atmosphärischen Wohlbefinden des Papstes unabdingbar sein, so werden wir auch weiter mit diesen Latrinenergüßen leben müssen.

Hilfe naht aus Afrika in der Person Kardinal Sarah, der feierlich erklärt hat, daß die Kirche in Afrika sich standhaft gegen jede Rebellion gegen die Lehre Jesu Christi und das Magisterium stemmen wird. (Rorate berichtet)

zeitschnur

„Gegen die Lehre Jesu und das Magisterium“?

Na prost – heutzutage und unter den gegebenen Umstände ist das aber ein rundes Quadrat!

Ben Hur

Die Dämonologie innerhalb der Bibel

interessante Auslegung eines Teiles der Offenbarung von Don Reto Nay

http://www.gloria.tv/media/cVqwnU9MVas

Es fiel mir gar nicht schwer, u. a. die rote Pappnase zu identifizieren.

Shuca
„Warum verachtet Papst Franziskus die Tradition?“ Ganz einfach er denkt wie Luther. Die Verachtung der Heiligen in der heiligen Tradition der Kirche ist typisch für diese Konzilspfosten. Sie glauben sich durch die Gnade gerechtfertigt und ansonsten können sie machen was sie wollen. Wie schrieb doch Luther an Melanchthon . „Sündige doch feste druff denn wer in der Gnade Gottes ist der handelt entweder gut oder böse und nichts kann ihm schaden denn er ist ja in der Gnade Gottes“. Die Mutter Gottes sagt immer „Kehrt um und tut Buße“. Bergoglio, wer Ohren hat der hört und wer Augen hat der… weiter lesen »
Reichsroemer

@Adrien Antoine. Ich meinte, daß Franziskus bezüglich der Tradition falsch informiert ist, und auch diesbezüglich keine Ahnung von dem hat, was Traditionstreue Katholiken bewegt. Daher resultiert sein Verhalten. Doch Ihre letzten Ausführungen waren sehr interessant. Weiter so.

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