Warum verachtet Papst Franziskus die Tradition?

Verächtliche Worte von Papst Franziskus vor dem römischen Klerus über Priester und Seminaristen der Tradition
Verächtliche Worte von Papst Franziskus vor dem römischen Klerus über Priester und Seminaristen der Tradition

(Rom) Gestern traf Papst Franziskus mit dem römischen Klerus zusammen. Der Papst hatte die Priester seiner Diözese zum traditionellen Treffen am Beginn der Fastenzeit gerufen. Papst Franziskus nahm in seiner kurzen Einleitung Bezug auf eine Stellungnahme zur Ars celebrandi, die er 2005 der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zukommenließ und deren Text er nun an die Priester seiner Diözese verteilen ließ.

Vorweg sei festgehalten, daß in diesem Text, trotz des Themas, weder das Opfer noch das Priestertum Christi Erwähnung finden. Dafür wird dem nicht näher benannten Geheimnis und der Predigt großer Raum gewidmet. Die Predigt ist bestimmt wichtig als katechetisches Moment, sie ist aber keine liturgische Handlung und hat damit mit der Ars celebrandi eigentlich nichts zu tun. In der überlieferten Messe legt der Priester Manipel und Meßgewand ab (wenn er keine Kasel trägt), bevor er mit der Predigt beginnt, um zu unterstreichen, daß sie nicht Teil der heiligen Liturgie ist.

Neuer Seitenhieb gegen „Traditionalisten“

Zudem fehlte nicht ein neuerlicher Seitenhieb gegen die sogenannten „Traditionalisten“.

Papst Franziskus bezeichnete das Motu proprio Summorum Pontificum und den überlieferten Ritus als Geste, die sein Vorgänger, ein „Mann der Einheit“ setzen wollte, um „den Lefebvrianern und den Traditionalisten eine mutige Hand“ zu reichen, bzw. jenen Personen, die den Wunsch hatten, die Messe nach dem alten Rituale zu zelebrieren. Diese Art der sogenannten „tridentinischen“ Messe, so der Papst, sei jedoch eine „außerordentliche Form des römischen Ritus“, jenem, der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil approbiert wurde. Daher ist er nicht als eigener Ritus zu betrachten, sondern nur als „unterschiedliche Form desselben Ritus“. Dennoch, so Franziskus, gebe es Priester und Bischöfe, die von einer „Reform der Reform“ sprechen würden.

Einige von ihnen seien ‚Heilige‘ und sprechen im ‚guten Glauben‘. Das aber „ist falsch“, so der Papst. Er berichtete dann von einigen Bischöfen, die „traditionalistische“ Seminaristen, die von anderen Diözesen weggeschickt wurden, aufgenommen hätten, ohne zuvor Informationen zu ihnen einzuholen, weil „sie sich sehr gut und sehr fromm präsentierten“. Sie wurden geweiht, doch dann haben sie „psychologische und moralische Probleme“ gezeigt. Das ist nicht die Regel, aber es „passiert oft“ in diesen Kreisen, sagte der Papst. Und solche Typen von Seminaristen zu weihen, sei wie „die Kirche mit einer Hypothek zu belasten“. Das eigentliche Problem sei, daß einige Bischöfe manchmal von der „Notwendigkeit“ übermannt würden, „neue Priester in der Diözese“ zu brauchen, deshalb komme es nicht zur nötigen Auswahl unter den Kandidaten, bei denen sich hinter einigen eine „Unausgeglichenheit“ zeigen kann, die dann gerade in der Liturgie zum Ausdruck komme. Die Kongregation der Bischöfe habe bei drei Bischöfen zu solchen Fällen eingreifen müssen, wenn auch nicht in Italien. Soweit die Ausführung des Papstes am Donnerstag.

Tradition eine „Hypothek für die Kirche“?

Während der Papst gegenüber Kirchenfernen Toleranz zeigt, scheint er der Tradition aus jedem Hanffaden einen Galgenstrick drehen zu wollen. Damit legte er offen, wie erschreckend wenig er über die Tradition weiß, und auch über jene, die sie lieben. Eine Blöße, die zum Schaden der Gescholtenen wird. Wenn es nicht Unwissenheit sein sollte, dann kann es sich nur um eine ideologische Eigentümlichkeit handeln, die zur Geringschätzung der Vergangenheit und der Doktrin wird. Dem steht die Tradition mit ihrer Treue zur Lehre im Weg, die sie befolgt und von Generation zu Generation als von Christus – dem alleinigen Heil – geschenkte und anvertraute Wahrheit weitergibt. Das bedeutet auch, daß eine Pastoral, die nicht fest in dieser Wahrheit verankert ist, sich als Fähnlein im Wind erweist, das weder den Weg zur Freiheit noch zum Tor des Heils weist.

Woher kommt die päpstliche Geringschätzung der Tradition?

Papst Franziskus scheint vergessen zu haben, daß es Papst Benedikt XVI. war, der von der „Reform der Reform“ sprach. Worte, die ihm offenbar nicht verziehen wurden. Die von ihm errichtete Kommission für diese Reform der Reform wurde durch den harten Widerstand still begraben.
Kann man Priester und Seminaristen der Tradition unter einen schändlicheren Generalverdacht stellen? Kann man sich abschätziger über jene äußern, die das Erbe der Kirche treu bewahren? Der Kontext ist aber eindeutig. „Einige“ werden genannt, um im Kopf der Zuhörer ein negatives Urteil über alle zu fällen. Die Franziskaner der Immakulata haben die „neue Barmherzigkeit“ zu spüren bekommen.

Nein, Heiliger Vater, nicht die Seminaristen und Priester der Tradition sind eine Hypothek für die Kirche. Schwarze Schafe mag es bekanntlich überall geben. Nein, es sind vielmehr jene Priester, die mit ihrem unmoralischen und kriminellen Verhalten Skandal verursachen, jene, die die Lehre verkürzen, verstümmeln, deformieren und die Liturgie durch Mißbrauch schänden, jene, die nicht mehr an die Realpräsenz Christi im Allerheiligsten Altarsakrament glauben, jene, die also Lehre, Liturgie und Gewissen manipulieren. Sie sind es, die eine schwere Hypothek auf die Kirche laden. Hat Seine Heiligkeit zu diesen Priestern nichts zu sagen? Kein Wort?

Woher kommt diese Geringschätzung dieses Papstes für die Tradition?

Da die Liturgie Höhepunkt und Quelle des Glaubenslebens ist, das zum Leben der Kirche und der Gesellschaft wird, rührt von der Schändung der Liturgie auch das Leiden des mystischen Leibes Christi her. Von hier nehmen alle negativen Auswirkungen auf Disziplin und Moral ihren Ausgang.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Chiesa e postconcilio

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42 Comments

  1. „Und solche Typen von Seminaristen zu weihen, sei wie „die Kirche mit einer Hypothek zu belasten“ – wahrscheinlich spricht ein Psychopath wieder einmal von sich selbst!

  2. „Einige von ihnen seien ‚Heilige‘ und sprechen im ‚guten Glauben‘. Das aber „ist falsch“, so der Papst. Er berichtete dann von einigen Bischöfen, die „traditionalistische“ Seminaristen, die von anderen Diözesen weggeschickt wurden, aufgenommen hätten, ohne zuvor Informationen zu ihnen einzuholen, weil „sie sich sehr gut und sehr fromm präsentierten“. Sie wurden geweiht, doch dann haben sie „psychologische und moralische Probleme“ gezeigt. Das ist nicht die Regel, aber es „passiert oft“ in diesen Kreisen, sagte der Papst.“

    Geht mir doch genauso. Wenn ich den Bischof von Rom reden höre kriege ich auch kurzzeitig „psychologische und moralische Probleme“. Aber ich nehme diese Probleme in großer Demut an und hoffe das der Herr für mich Verständnis hat auch wenn ich nur zu bestimmten Kreisen gehöre. Man weiß es sollte nicht sein aber es passiert eben.
    Per Mariam ad Christum.

    • Was sich da Bergoglio wieder an Schmähungen geleistet hat, ist eine böse Sache. Dafür kann er keine Symphatie erhalten.

  3. Hätte ich nicht eine starke emotionale Bindung zur Kirche – dieser Papst brächte es fertig, würde ich mich nur an ihm orientieren, dieser Kirche den Rücken zu kehren.
    Vor einigen Tagen war ich in Exerzitien. Zwei junge Priester gestalteten sie.
    Die tägliche Feier der hl. Messe, das Rosenkranzgebet, Möglichkeit zur Anbetung rund um die Uhr, das Beichtgespräch, die Predigten der beiden jungen Priester, die Qualität der Vorträge – all dies erfüllte mich wieder mit Glaubensfreude.
    Die beiden jungen Padres waren zwar nicht traditionalistisch, vertraten aber die traditionelle Lehre, feierten würdig die hl. Messe und strahlten in ihrem Umgang mit denMenschen soviel Innigkeit, Liebe und Zuwendung aus, dass niemand unberührt bleiben konnte.
    Was sie nicht waren: kumpelhaft und nachlässig in Wort und Verhalten, wie es Papst Franziskus so oft ist.
    Papst Franziskus könnte sich an diesen beiden wahrhaft Berufenen ein Beispiel nehmen, wenn er sie kennen würde.
    Aber vielleicht wären sie ihm zu fromm.

    • Das ist eine gute erfahrung mit den beiden jungen Priestern, die es sicher auch andern Orts gibt. Bergoglio bleibt den Beiden besser fern. Ich glaube, dass sie von ihm nichts lernen können. Die Kirche wird auch dieses Pontifikat bestehen.

  4. Es fällt von Tag zu Tag schwerer, an das Wirken des Heiligen Geistes beim Konklave zu glauben, wenn man die unsäglichen Stellungnahmen dieses Papstes hört und liest. Redet der Mann eigentlich schneller als er denkt, oder denkt er überhaupt nicht?
    Es ist schier unglaublich, welch unermeßlichen Schaden er der Kirche, der er doch zu dienen vorgibt, zufügt. Jeder Atheist, jeder noch so Kirchenferne fühlt sich bei diesem „Stellvertreter“ besser aufgehoben als ein gläubiger Katholik. Traurig, traurig …..

    • Das kann ich eigentlich nur unterstreichen. So eine Menge Unfug habe ich noch nie von einem Amtsinhaber gehört.

  5. Ich werde den Gedanken nicht los, er kommt immer wieder. Könnte es sein das kurz bevor der Herr wiederkommt Päpste, Kardinäle und Bischöfe seine heilige Kirche in ein Tollhaus verwandeln? Ich meine mit Pappnasen stürzen sie schon im Karneval vor dem Altar herum. Vielleicht verwechselt Bergoglio psychologisch hier etwas fundamentales? Das sind die Gedanken die einem in trüben Tagen und dunklen Nächten wie Dämonen verfolgen.
    Per Mariam ad Christum.

  6. Welch eine Abneigung gegen die hl. Tradition !
    Haben wir Ähnliches – in noch gesteigerter Form – nicht bereits schon vor Jahrzehnten gehört ? Genauer kurz nach dem Vatikanum II. ?!
    Hw Rahner und Hw Vorgrimmler waren zwei massgeblich Beteiligte in den Vaticanum II. Gremien.
    Im „Kleinen Konzilskompendium“, konkret dort in der Einleitung zur „Konstitution über die hl. Liturgie“ machten sie ihrer offenkundigen Abneigung gegen die hl. Tradition Luft:


    [….]
    „Befremdet, nicht gerade verwirrt, waren jene Schichten des „gläubigen Volkes“, die Liturgie primär als Brauchtum und Folklore ansehen und den dieselben religiösen Anspruch einer erneuerten Liturgie als lästig empfinden.
    Es handelt sich um jene Schichten, denen die Heilssorge der Kirche zwar immer zu gelten hat,
    die aber keinesfalls zum Massstab kirchlicher Selbstvollzuges gemacht werden dürfen, da sie …
    aus eingepflanzter Trägheit nie zum Sebstvollzug der kirchlichen Liturgie beitragen
    ( es sei denn als Staffage bei Massendemonstrationen )
    Widerstände erheben sich aus sogenannten akademischen Kreisen, deren Anghörige ihre Unfähigkeit zur Kommunikation, ihren Bildungsdünkel und ihr steriles Verhältnis zur Geschichte hinter dem Anspruch besonderer Kirchlichkeit zu tarnen suchen, indem sie ihre Ressentiments als Massstab des Katholischen ausgeben.
    Dem Konzil war es leichter, als dies den einzelnen Bischofskonferenzen und Bischöfen geworden wäre, diese wortstarken und teilweise einflussreichen, aber in der Humanität gescheiterten tragikkomischen Randfiguren der Kirche völlig ausser acht zu lassen…“
    [….]
    -

  7. Was die Predigt betrifft, hat F., wenn er sich so geäußert haben sollte, natürlich sachlich und der Tradition und dem Sinn der Hl. Messe nach nicht recht. Allerdings muss man sagen, dass die Predigt im NOM erheblich aufgewertet wurde und dort der Priester eben nicht etwas von seinen Gewändern, die sich ja ebenfalls geändert haben, ablegt. Wer nur noch vom NOM aus denkt, kann es tatsächlich so sehen wie F., ohne dass das – von da aus betrachtet – falsch sein müsste.

    Was das Motu proprio SP betrifft hat F. allerdigs recht – und es ist tatsächlich das Problem, dass die Traditionalisten es nicht genau gelesen haben, ebenso das Begleitschreiben an die Bischöfe, das Benedikt XVI. damals mitsandte. F. referiert hier in der Tat nur das, was Benedikt geschrieben hatte, was aber die Tradis nicht wahrhaben wollen. Man kann beide Texte noch mal hier nachlesen:

    http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/presse_import/2007_047b_papstbrief_motuproprio.pdf
    http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/motu_proprio/documents/hf_ben-xvi_motu-proprio_20070707_summorum-pontificum.html

    Was die schwierig veranlagten Priesteramtskandidaten betrifft – puh, was soll man da sagen? F. bezieht sich, so wie es klingt, auf konkrete Fälle, die wir aber nicht wissen und die er uns nicht verrät. Dann ist es besser zu schweigen, meine ich.
    F. sagt in der Tat nicht, dass „die“ Tradition eine schwere Hypothek für die Kirche sei, sondern dass deren Verfechter es – teilweise – seien.
    Nun wäre es auch an dieser Stelle unaufrichtig, wenn man nicht zugäbe, dass unter Tradis – wie ich inzwischen selbst sehr leidvoll fast täglich erfahren durfte – wirklich viele schräge und ungesunde Naturen aufgrund ihrer ihrer persönlichen Probleme eine Art lebenstherapeutische Hilfe finden wollen.
    Dagegen ist zunächst mal ja gar nichts zu sagen – die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, und wer von uns ist denn wirklich gesund?

    Das größere Problem ist, dass tatsächlich innerhalb der Tradition zu wenig gesiebt wurde, auch innerhalb der Amtskirche (wie wir auch inzwischen alle leidvoll wissen und zugeben müssen!).
    Es ist daher ein kompliziertes „Gewölle“ aus zeitbedingten Problemlagen und Hilflosigkeiten, aber auch dem Irrglauben, der das rechte Verhältnis zwischen Natur und Gnade nicht mehr kennt.
    Und letzter Punkt gilt meiner Erfahrung nach für alle – auch für die Traditionalisten.
    Da letztere besonders streng auftreten, unterschätzen sie vielfach das, was wirklich Gnade ist, reine und absolute Gnade, die Gott uns nicht schuldet!

    Ich habe selbst darüber erst die Augen geöffnet bekommen (bzw hier werden mir die Augen weiterhin geöffnet), als ich mich mit zwei bedeutenden Werken beschäftigte.

    Das eine ist von Mathias Scheeben das Werk „Natur und Gnade“ (hier digital und online lesbar: http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10399341_00005.html)

    Das andere ist von Edith Stein „Freiheit und Gnade“ (http://www.herder.de/buecher/details?k_tnr=27379)

    • ja so ist es Merkwürden gab es auch schon früher, nur hat man nach dem Konzil alle Hilfsmittel, die dafür sorgen sollten, dass die Merkwürden irgendwie im Griff behalten wurden und sich selber im Griff hielten, geächtet,. und das ist eben das Problem.

    • Ganz schwierig finde ich den Begriff „Tradis“, weil er insinuiert, dass es unter den Katholiken Tradis und Nichttradis gäbe. Dabei sollte man doch wohl Tradis als Katholiken bezeichnen und die Nichttradis als Nichtkatholiken bzw. als Ungläubige.

      • Das sehe ich auch so. Traditionalisten ist hier ein völlig falscher Begriff, der rein gar nichts in der Auseinandersetzung mit den Anderen verloren hat. Gläubige sind wir und weiter nichts.

      • Nun ja, zum Glück ist diese Selbstbezeichnung derer, die sich selbst für „die“ Tradition ansehen, nicht auf meinem Mist gewachsen…

        Aber es ist nun mal eine Selbstbezeichnung, die man nicht mehr ignorieren kann…

        Machen Sie das mal – die Millionen Konzilskatholiken als Ungläubige zu bezeichnen. Das trifft die Sachlage auch nicht und ist überdies keine Selbstbezeichnung der Betroffenen…

      • Wenn die Selbstbezeichnung falsch ist („sie nennen sich Juden und sind doch keine“) stellt sich natürlich die Frage, wie damit umgehen. Da Häretiker ausweislich kirchlicher Lehre keinen Glauben haben, nennt man sie zurecht „Ungläubige“. Also sind unsere selbsternannten Katholiken und eifrigen Kirchensteuerzahler aus katholischer Sicht Ungläubige. Ich schlage vor, dass wir sie nach der alten Devise „nomen est omen“ von nun an so nennen. Ein Trabi wird auch kein Mercedes nur weil er sich vorne einen Stern auf die Haube schraubt und hinten 300 CDI 4matic dranschreibt.

      • Der Vergleich mit dem Trabi hinkt gewaltig, weil der Katholik der konziliaren Kirche tatsächlich zuvor ein „Mercedes“ war und eben kein Trabi.

        Aber Spaß beiseite – es ist vermessen, alle Katholiken, die noch in der nachkonziliaren Kirche verblieben sind, als „ungläubig“ zu bezeichnen.
        Viele von ihnen haben noch gar nicht erkannt, dass sie längst nicht mehr katholisch sind, denken aber sie seien es, sehen sich in gerader Linie mit ihren Eltern und Großeltern und vertrauen darauf, dass das Lehramt schon alles recht macht, weil man ihnen allenfalls Oberflächlichkeit vorwerfen kann.

        Im übrigen sind wir dann schnell auch bei den Irrungen und Wirrungen der Traditionalisten, die sich selbst so nennen (s. den heute erschienenen neuen Artikel hier auf katholisches.info!).
        Sind das dann auch auch Ungläubige?
        Wer ist denn dann ungläubig und wer nicht?
        Ein Mensch, der sich blind dem Lehramt anvertraut – ist der ein“Häretiker“?
        Er ist meinetwegen dumm und unbedarft, fahrlässig – aber ein Häretiker?
        Ich habe keinen Einblick in die Seelen und weiß nicht, ob und inwieweit dem Großteil sein Irrtum bewusst ist.
        Man muss allerrdings davon ausgehen, dass die ganz Alten vor allem und die Studierten (Geisteswissenschaftler) es wissen müssten.
        Den anderen aber muss man viel zugute halten.
        Man kann auch nicht sagen, „alle“ Protestanten seien Ungläubige. Viele sind abgeschirmt von der katholischen Lehre aufgewachsen und wissen es tatsächlich nicht besser, glauben aber nach ihrem Meinen an Christus.

        Die Kirche hat dieses vermeinte Sehnen und Glauben an Christus in einem unverschuldeten oder unerkannten Irrtum immer anerkannt und diese Seelen als Gläubige gesehen, wenn auch in einem sehr schwachen Zustand. Wir sollten uns darüber nicht erheben!

        Gott allein weiß, was in ihren Herzen vorgeht – sie sind nicht schuld an der Sünde ihrer Väter vor hunderten von Jahren. Dasselbe ist es mit den Juden.

        Sind nicht auch wir befangen gewesen in vielen Irrtümern und haben mit Gottes Gnade erst langsam herausfinden dürfen?

        Ich kritisiere konzilskirchliche Haltungen scharf, das wissen Sie, auch die der dort verbleibenden Tradis. Auch ich habe mich hier früher über einiges geirrt.

        Aber als „Häretiker“ verurteilen soll und will ich sie nicht!

        Fürchte, die begriffliche Wirrnis muss ausgehalten werden!

      • Die Protestanten sind doch schon deswegen Ungläubige, weil sie nicht an Christus glauben, sondern an das, was sie dafür halten. Sie glauben an irgendeinen „Bruder Jesus“, der alle ganz doll lieb hat. Aus meiner Sicht sind die meisten Protestanten Agnostiker und Atheisten, einige wenige vielleicht Neoarianer. Alle diese Subtypen wären nach herrschender kirchlicher Lehre „ungläubig“. Denn wer an Quatsch glaubt, glaubt doch nicht an Christus. Insofern Modernisten Liberale sind, glauben sie auch nicht an Christus, sondern an das, was sie von IHM akzeptieren. Die Menschenfresser sind auch abgeschirmt aufgewachsen und halten ihre Götter für die wahren. Abgeschirmtheit qualifiziert also niemanden zum Gläubigen. Ich selbst habe bislang auch von Tradis oder (wie Williamson) von Tradcats gesprochen, mir nun aber überlegt, dass ich nur noch von Katholiken und Ungläubigen sprechen sollte, weil das weniger verwirrt.

      • Dann sind Sie wie der Mann in der Geschichte, der den Tisch Bett nannte und den Stuhl Schrank. Er übte das fleißig ein und konnte sich am Ende nach außen hin nicht mehr verständigen….
        Sprache ist intersubjetiv – wir können sie nicht nach Michael-Kohlhaas-Manier ändern wollen, schon gar nicht als Einzelkämpfer…

        Ich bleibe dabei und möchte dem Urteil der Kirche folgen, wenn es um die Seelen geht, in die wir keinen Einblick haben und die auch nicht alle doof sind, nur weil sie neukatholisch, protestantisch oder kannibalistisch sind.

        Die Kirche hat immer gelehrt, dass es ein unverschuldetes Im-Irrtum-Stecken gibt bei Sehnsucht nach der Wahrheit (Christus) und dass Gott diesen Menschen entgegenkommt.

        Ist es unsere Sache, hier richten zu wollen?
        Es ist lt. Schrift gefährlich, so aufzutreten, denn Jesus weist am Ende nicht Ungläubige ab, sondern Fromme, die IHm aufzählen, was sie in seinem Namen doch alles gewirkt haben.
        „In seinem Namen wirken“ tun aber nur Leute, die darauf etwas geben.

        Vorsicht ist geboten – um des Heiles der anderen willen und nicht zuletzt um des eigenen Seelenheiles.
        Wer so hart richtet, wird nachdemselben Maß gerichtet, mit dem er andere gemessen hat.

        Sie kritisieren ja nicht Irrtümer oder Fehlhaltungen, sondern sprechen ein Urteil über die gesamte Verfasstheit fremder Seelen.
        Jesus hat uns vor einer solchen Haltung gewarnt – sie fällt auf uns selbst zurück.

      • Arrow sagt:
        23. Februar 2015 um 14:56
        Was Sie da über die Protestanten schreiben, mag auf viele von ihnen zutreffen, es trifft aber auch, mit etwas unterschiedlichen Akzenten, auf viele Katholiken zu.
        Eine Schwäche vieler Protestanten ist ihre falsche Heilssicherheit, die dann in moralische Laxheit resultieren kann. Das gilt aber nicht für alle. Die Frage der Heilsgewissheit und Heilssicherheit gehört zu den klassischen innerprotestantischen Kontroversthemen, neben dem damit verwandten Prädestations- und Reprobationsthema (Calvin versus Arminius).
        Ein echter evangelischer Christ hat einen starken persönlichen Christusglauben, und ich würde es nicht wagen, diesen als Unglauben abzuwerten.

      • Wenn man sich mit der Demokratisierung der Sprache abfindet, wird man sich auch damit abfinden müssen, dass diejenigen, denen man heute noch die Selbstbezeichnung „Tradi“ zugesteht, morgen schon als Erzreaktionäre und übermorgen als Feinde der Gesellschaft vorgestellt werden.

      • Leo Lämmlein,
        ich verbinde mit klarer Sprache die Hoffnung, die als „Ungläubige“ bezeichneten aufzuschrecken und so aus dem Irrtum zu reißen. Die letzten „echten evangelischen Christen“ sind doch Anfang der 1990er gestorben, oder?
        @ Zeitschnur, meine These ist, dass man in einer alles Katholische subtil zermalmenden Welt eines gesunden Autismus‘ bedarf, um katholisch zu bleiben. Also so ähnlich, wie jener Herr, der konsequent zum Bett Tisch und zum Schrank Bett gesagt hat, und der das durchgehalten hat. Der Unterschied besteht ledeiglich darin, dass der Geisterfahrer heutzutage nicht der Eine ist, der entgegen der allgemeinen Fahrtrichtung fährt, sondern die Vielen, die im Strom schwimmen.

      • @ Arrow / 24. Februar 2015 um 9:46

        //Die letzten „echten evangelischen Christen“ sind doch Anfang der 1990er gestorben, oder?//

        Jesus Christus hat solche, die an ihn glauben, ihn anbeten, auf ihn hoffen, ihn lieben, ihm gehorsam dienen in allen Denominationen, das ist meine persönliche Meinung und Erfahrung. Womit ich nicht die Glaubensunterschiede kleinreden will. Sie sind heute auch abseits der traditionellen Großkirchen in manchen „freien“ Gemeinden zu finden. Ich habe Evangelische (Evangelikale) kennengelernt, die Feuer und Flamme für Jesus Christus sind und ihr Leben nach ihm ausrichten, auch in kritischen moraltheologischen Punkten, wo Protestanten laxer sind als Katholiken. Als ich einen solchen Gemeinde“ältesten“ (er und seine Frau sind noch ziemlich jung) offen auf die Empfängnisverhütung ansprach, erklärte er mir, er und seine Frau hättten deswegen zum Herrn Jesus Christus gebetet und erkannt, dass sie nicht verhüten dürften, weil das dem Herrn nicht gefalle. Sollte seine Frau aus gesundheitlichen Gründen einmal nicht mehr schwanger werden dürfen, dann würden sie Enthaltsamkeit üben. Die katholische Kirche ist heute die einzige, die in dieser Hinsicht noch die wahre Lehre aufrecht erhält. Aber was, wenn sich mehr als 90 Prozent der katholischen Ehepaare nicht daran halten? Ein Ergebnis ist die berühmte katholische Doppelmoral. Dieser junge Evangelische hat die Wahrheit vom Heiligen Geist mitgeteilt bekommen und hält sich daran. Das erinnert an die Parabel Jesu von den zwei ungleichen Söhnen (Mt 21,28-31).

      • Hallo Leo Laemmlein,
        mit den Evangelikalen kenne ich mich nicht aus. Ich hatte eher die EKD-Assoziierten vor Augen.
        Dass die Kirche früher recht klar lehrte, dass Häretiker keinen Glauben haben, kann man ganz gut in folgender Unterweisung Benedikts XIV. über Häretiker, die für ihren Christusglauben das leben gelassen haben, sehen:

        „Die falschen häretischen und schismatischen Märtyrer. (c. XX). – Wir können zwei Fälle unterscheiden, einmal stirbt der Häretiker, um seine Irrlehre zu verteidigen, oder aber er stirbt für eine mit dem wahren Glauben geteilte Lehre.
        Der zweite Fall ist der interessantere, doch auch in diesem Fall wird das Opfer nicht als Märtyrer betrachtet, so Benedikt XIV., obwohl er für die Wahrheit starb, denn er starb nicht für die vom Glauben vorgestellte Wahrheit, da er keinen Glauben hat. Dennoch gesteht er ihm einen übernatürlichen, vom Glauben geformten habitus zu; diese Ansicht wird von den Theologen gemeinhin verworfen. Derjenige, der keinen Glauben hat, kann nicht für den Glauben sterben. Benedict XIV. spricht dann vom Häretiker invincibiliter [dem Häretiker in unüberwindlicher Häresie], d.h., der im ‚guten Glauben‘ irrt – wenn er für einen wahren Glaubenssatz stirbt, kann er als Märtyrer gelten? Benedikt XIV. beantwortet die Frage mit einer wichtigen Unterscheidung: er wird zum Märtyrer coram Deo [vor Gott], aber nicht coram Ecclesia [vor der Kirche]. Er wird [zum Märtyrer] coram Deo, vorausgesetzt, er ist dazu disponiert, all das zu glauben, was ihm von der rechtmäßigen Autorität vorgestellt wird; denn dann ist er nach dem Wort des hl. Johannes schuldlos: „Si non venissem et locutus fuissem eis, peccatum non haberent“ XV, 22 [Wenn ich nicht gekommen wäre und hätte es ihnen gesagt, so hätten sie keine Sünde]; er wäre kein Märtyrer coram Ecclesia, die von außen richtet und seine äußerliche Häresie sieht, dazu gezwungen ist, auf seine innere Häresie zu schließen. “.

  8. Es gab würdige Päpste, und es gab – leider! – auch ganz unwürdige!
    Aber einen solchen unverantwortlichen Schwätzer, der seine Zunge nicht im Zaum hat und ständig sinnfreie bzw. sinnlose Erklärungen abgibt, sich mit Atheisten und Agnostikern umgibt, und kaum an einem einzigen Tag vergißt, die immer kleiner werdende Herde der treuen Katholiken zu beleidigen und zu drangsalieren, so einen hat es auf Petri Stuhl m.W. bis heute nicht gegeben. Ein Papst zum Fremdschämen!
    Und sein unmittelbarer Vorgänger sollte „entspannt und zufrieden“ sein? Entweder bekommt er längst nicht alles mit (weil man ihm wichtige Dinge vorenthält), oder aber er nimmt das alles billigend in Kauf. Ob er damit ruhig schlafen kann??

    • Wie recht Sie haben. Franz ist ein seniler Dummschwätzer, eine unerträgliche Zumutung auf dem Papstthron. Was er hier an Tiraden gegen die Tradition losläßt
      ist unerträglich, und läßt neue Schläge gegen traditionstreue Gruppierungen befürchten. Hier mißbraucht ein notorischer Neuerer und eine theologische Null, seine Macht um die Kirche nach seinem kranken Gusto umzubauen. Dabei läßt er sich ja gerne vom „Heiligen Geist überraschen“. Was für eine Anmaßung! Nicht der heilige Geist ist beim letzten Conclave anwesend gewesen, sondern der böse Geist, der Geist des Satans, der alles zerstörende Geist. Benedikt XVI. wußte genau wie dieses Conclave verlaufen wird. Er hat es bei seinem feigen Rücktritt billigend in Kauf genommen. Man darf sich nichts vormachen. Er hat das Konzil maßgeblich in die fatale Richtung gebracht, die das Ergebnis brachte unter dem die Kirche heute leidet. Sein ehrlicher Heilungsversuch ist kläglich gescheitert, auch deswegen die Resignation 2013.

  9. Papst Franziskus wirkt wie ein ideologisch in den 70er Jahren steckengebliebener Modernist. Diese Diffamierung einer ganzen jungen Priestergeneration ist traurig und offenbart wenig Realitätssinn.

  10. Nihil innovetur nisi quod traditum est. Ein „Papst“, der sich außerhalb der Überlieferung stellt und an die Anbetung des wahren Gottes durch seinen persönlichen Götzendienst ersetzt, kann nicht mehr der materielle Oberhirte der Kirche Christi sein, bestenfalls ein formaler Papstdarsteller auf dem Throne Petri. Gebe Gott, daß dieser Hooligan bald sein Zerstörungswerk beenden muß!

    • Ich finde keine bessere Charakteristik als den prophetischen Namen, den der hl. Franz von Assisi dem endzeitlichen Gegenpapst gegeben hat: Papa Destructor/ Distruttore/ Destroyer/ Zerstörer. Und das Verworrene und Widersprüchliche in den Worten und Taten von Papst Franziskus – es wäre viel weniger schlimm, wenn der Grund dafür nur Bildungsmangel und Charakterschwäche wäre. Ich fürchte aber, die Verwirrung ist Methode, denn ein Papst hat jede Möglichkeit, Verwirrung zu vermeiden, w e n n er denn will, denn er kann sich auf einen Stab von Mitarbeitern stützen, die er sich selbst aussuchen kann. Nein, Franziskus hat keine Entschuldigung. Was er tut, tut er mit Wissen und Vorsatz.

      • Nun ja – diese Verworrenheit, wenn auch auf einem subtileren Niveau, hatten wir aber auch schon seit Johannes XXIII., stark bei Paul VI. und ebenso bei JP II. Ganz subtil wars dann bei Benedikt XVI. und nun haben wir zur Abwechslung mal einen proletarischen Geist, der aber mental nicht anders verworren ist als seine Vorgänger.

        Einziger Unterschied: er als erster ist nicht mehr gültig geweiht!

    • „Da passt kein Blatt“ –
      Ich bin’s so satt !
      Mäh! Mäh!
      Wie sollt ich’s nicht satt sein?
      Find abertausend Blättelein
      in einem Riesen-Gräbelein!
      Mäh! Mäh!
      (Nach: Tischlein deck dich)

  11. (Teil 1)
    Unrichtiges wird nicht besser wenn es mit Richtigem verbunden wird.

    Richtig ist, daß Seminaristen sorgfältig zu prüfen sind;
    der Mangel an Berufungen und pastorale Not sind kein Grund defekte Kandidaten zu weihen.

    Unrichtig ist, daß gerade bei den Traditionsfreundlichen vermehrt „unausgeglichene “ Priesterkandidaten anzutreffen wären.
    Bei der FSSPX traten auf inzwischen ca. 1600 Priester und geweihten Seminaristen 2 Fälle von pädophilem Verhalten auf und wurde sofort energisch eingegriffen.
    Ein Seminar sollte immer über eine bestimmte Größe verfügen um eine breite Bildung und Formung zu ermöglichen- das wußte man schon in der Renaissance unter dem Hl. Carolus Borromaeus.
    Gerade die traditionsfreundlichen Seminarien, sei es bei der FSSPX oder bei den Ecclesia Dei-Gesellschaften haben erfreulich sehr viel und gediegen Nachwuchs.
    Das kann- und hier irrt Bergoglio komplett- gerade von vielen modernistischen Miniseminarien nicht gesagt werden.
    Erzbischof Léonard v. Brüssel sagte übrigens vor 3 Jahren schon, daß bei den Seminaristen zuallererst auf Qualität und Selektion zu achten ist.
    Bergoglio spricht von 3 Bischöfen wo die Kongregation f.d. Bischöfe eingreifen mußte;
    er schweigt jedoch wo in andren Bistümern schon lange hätte eingegriffen werden müssen:
    - In Brügge, früher mit dem pädophilen Bischof vanGheluwe, jetzt unter DeKesel, wo ein Großteil der seit 1985 Geweihten inzwischen mit der Polizei/dem Gericht in Kontakt gekommen ist, wo vor nicht langer Zeit ein Seminarist sich in voller Glorie auf der Website gayromeo inserierte, wo 2 Wochen nach der Synode eine Kette von Pädosex explodierte mit einer Verzweigung nach Südamerika und etwas sehr unklares in Asien.
    Das ist notabene die Heimat von Kard. Danneels, seit Jahrzehnten berücht durch seine Toleranz v. pädophilen Umtrieben in der Kirche.
    Das Bistum ist seitdem duckmäuschenstill.
    Hier wurde übrigens mit nicht vollstndigen Akten die Kongreg. f.d. Glaubenslehre betrogen.
    -In Gent, mit dem verrückten Bischof vanLooy, wo Pädosex mit Kindern in Ruanda und Frauenmißbrauch im Gefängnis durch einen Redemptoristen auftraten (letztere übrigens , sehr typisch, als „junge Hoffnung“ und bei komplettem Mangel an Berufungen quasi direkt in dem Vorstand der „Clemens Maria Hofbauer-Provinz“ pilotiert (von „Qualität und Selektion“ gesprochen) und plötzlich total wegradiert)
    - In Antwerpen, bei dem inzwischen berüchten Bonny, wo der pädophilie-verständnisvolle Jef Barzin jetzt Dechant wurde, wo das Spätberufenenseminar CPRL rasant sehr homo wurde, wo
    der Psychologe-Sexuologe und Priester Tom Schellekens erst das Priesteramt niederlegte, mit einer Fau zusammenlebte, und dann nach 2 Jahren auf einmal wieder Lust auf das Priestertum bekam und- WIEDER EINGESETZT WURDE („Zum Glück haben wir sein Dossier nicht nach Rom gesandt“)(sic das Bistumsordinariat)

    • „Bei der FSSPX traten auf inzwischen ca. 1600 Priester und geweihten Seminaristen 2 Fälle von pädophilem Verhalten auf und wurde sofort energisch eingegriffen.“

      Möchte bloß wissen, woher Sie das so genau wissen…sind Sie ein Insider? Also von FSSPX-Priester-Sex-Eskapaden, wenn auch nicht pädo, habe sogar ich schon mehrfach gehört!

      Außerdem habe ich F. so verstanden, dass er auch andere schwere Defekte meinte – z.B. schwere psychiatrische Störungen (außerhalb sexueller Deviationen).

      Und auch zu dem Thema ist mir schon allerhand zu Ohren gekommen. Stets war man leichtfertig mit der Meinung, die Standesgnade würde das dann schon alles richten…und weihte die Leute…

  12. (Teil 2)
    - Nicht apostolisch visitiert wurde auch Nordcanada, wo Mitte Januar 2015 der pädophile Massentäter und westflämischer Oblatenmissionar Eric Dejaegher zu einer sehr hohen Gefängnisstrafe verurteilt wurde;
    nicht visitiert wurde auch der Oblatenorden, dessen Abteilung in Belgien(geführt v. Georges Vervust, Westflame und Feund v. Danneels) 16 Jahre lang den steckbrieflich gesuchten Dejaegher Unterschlupf gewährten.
    (Von thesatralischen Neigungen bei Priestern gesprochen: er wurde entmaskert weil er konzelebrierte bei den Exequien von einem alten Confrater in einer Domkirche in Wallonien und ein Gläubige, gerührt von dr schönen Zeremonie, alles fotografierte und ins Netz stellte).
    - Ebenfalls nichts geschah im Westen der USA, wo der Jesuitenorden massenhaft Sexualvergehen an Gläubigen beging, die Jesuitenprovinz „Oregon“ vor den Haien ging, die „Rocky-Mountains-Mission“ ebenfalls, viele Bistümer bankrott gingen (Fairbanks, Spokane)(der modernistische Bischof des Letzteren, Cupich, promovierte Bergoglio nach Chicago).
    Gerade an der von Jesuiten geführten Santa Clara University wird sehr Merkwürdiges und mit der bis dato geltenden Kirchenlehre Nichtübereinstimmendes gelehrt.

    Der pontifex maximus hat hier einige richtige Sachen und auch unrichtige Sachen gesagt und über sehr viele Sachen geschwiegen.
    Und er schweigt gerade wo es den Jesuiten betrifft oder Nordcanada (die Spitze der Kongreg. f.d. Bischöfe mußte sich da doch auskennen) oder -natürlich- wo es seinem Freund Danneels und -mit Danneels, vanGheluwe, Kasper und Rauber gut bekanntem- Bonny.
    Desinformation pur- und zugleicherzeit Verleumdung der Tradition.

    Stattdessen werden ohne Vorwurf und ohne kirchengerichtliches Verfahren auf persönlicher Anordnung v. Bergoglio die Franziskaner und die Franziskanerinnen der Immaculata drangsaliert.

    Dies hat mit der Wahrheit, mit der Gerechtigkeit, mit der Frömmigkeit/Weisheit und mit Großmutigkeit/Mut (virtus, magnitudo animi) nichts zu tun.

    Spätestens jetzt kann jeder sehen wie prophetisch Msgr. Lefebvre gehandelt hat.
    Merci, Monseigneur!

    • Dank für diese Ausführungen. Seit der Liberalisierung der Seminarien, die schon Mitte der 60er Jahre massiv die Priesterausbildung aushöhlte, schlichen sich immer mehr pädophile und homosexuelle Priesterkandidaten in die Seminare ein. Man hat bewußt keine Selektion bezüglich der sexuellen Orientierung der Kandidaten mehr vorgenommen, da man aufgrund des immer stärker werdenden Priestermangels froh um jeden war, der den Weg in ein Seminar fand. Daher rühren auch die vermehrten Skandale, die in den letzten Jahren, durch die linksliberale Presse mit großem Tamtam gingen, zum Schaden der Kirche. Franziskus ist vollkommen falsch informiert, er hat von nichts eine Ahnung, und will wohl auch nichts wissen, von alldem was nicht in sein unseliges progressistisches Weltbild paßt. Für ihn ist die vorkonziliare Kirche wohl ein Trauma, vielleicht durch eine persönlich schlimme Erfahrung. Anders kann ich seine verquere Haltung nicht verstehen.

      • Geehrter @Reichsroemer,
        Franziskus ist NICHT falsch informiert.
        Letzter Montag, 16.02.2015, empfing Franziskus in Audienz eine Delegation von „Pro sede Petri“, einer Organisation aus Gläubigen der Niederlanden, Luxemburg und Belgien, die sich für die Verteidigung der päpstlichen Interessen in ihren Ländern einsetzen.
        Ansprache v. Franziskus, dank für ein Geschenk v. 100 000€ für seine Flüchtlingshilfe,usw. ( Vom Vatikanischen Pressedienst mit Fotos und Videotrailer illustriert).
        Die Website der belgischen Bischöfe http://www.kerknet.be veröffentlichte ebenfalls einen Artikel dazu;
        auf http://www.kath.net wurde ebenfalls berichtet (am Dienstag 17.02.2015), sehr interessant mit der zusätzlichen Information daß Franziskus hier der starke Rückgang an Rufungen ansprach in Ländern die früher soviel Missionaren aussandten.
        Das ist soweit komplett richtig- darüber war Franziskus gut informiert.
        Keine 5 Tage später verkündet er in Rom dann den obenstehenden Unsinn, wohl wissend daß der Rückgang der Berufungen gerade in Nordbelgien noch viel ausgeprägter ist als in den Niederlanden, daß dieser Rückgang gerade unter seinem Freund Danneels mit seinen multiplen Verstrickungen in Pädo- und Homophilie stattfand, wobei gerade auch die liturgische Mißbräuche zahllos waren und die Tradition aufs Äusserste verfolgt wurde;
        sehr viele seriöse junge Männer wanderten dann in der Tat aus (eine Tat, expressis verbis durch Franziskus verabscheut) und landeten in den nordbrabantischen und limburgischen Bistümern der Niederlande und in den Ecclesia Die-Gesellschaften oder bei der FSSPX.
        (Die niederländische Bischöfe kennen das Phänomen sehr gut- die flämische Priester dort haben einen sehr guten Ruf).
        Es ist gerade die Danneels- und vanGheluwe-Brigade wo die pädo-, Ephebo- und Homophilie (und holebi- und auch noch Zoophilie) so grassiert;
        Danneels wurde jedoch extra v. Bergoglio eingeladen auf die Synode f.d. Familie 2014!
        Danneels fertigte auch eine Ukase gegen die Wiederkehr der ausgewanderten seriösen Seminaristen aus (sofort aufgehoben durch SE EB Léonard in 2010- EB Léonard besuchte auf dem 3. Tag seines Amtes schon ’s-Hertogenbosch mit seinem großem Seminar um sich den flämischen Seminaristen vorzustellen und zur Überlegung einer späteren Rückkehr aufzurufen).
        Die seriöse Kandidaten sitzen weitgehend im Ausland und in dem größten flämischen Seminar rollt der eine Sexskandal nach dem anderen.
        Franziskus mag die Tradition nicht (steht so schon ausführlich in „Evangelii Gaudium“ (Nrs. 94-95);
        aber wird offen Unrichtiges gesagt;
        die Traditionsfreundlichen bekommen den schwarzen Peter und zugleicherzeit wird Danneels geehrt, EB Léonard wird NICHT zum Kardinal ernannt (zu tapfer bei der Synode 2014) und Battista Mario Salvatore Ricca (früher i.d. Nuntiatur v.Montevideo, sehr bekannt durch die Geschichten v. Sandro Magister in seinem Blog auf ‚Espresso) ist nicht nur Direktor v. domus Stae Marthae sondern wurde auch an das Haupt der IOR pilotiert durch Bergoglio.
        Schande

  13. So schnell wie die Entleerungen des päpstlichen Güllefasses über die Hl. Kirche, die Hl. Liturgie, Priester und Volk Gottes durch S.H. erfolgen, kann der päpstliche Latrinendienst Lombardi/Rosica gar nicht ausrücken um zu verhindern, dass sich im Vatikan immer mehr stinkender Müll ansammelt.
    Sollten diese zum atmosphärischen Wohlbefinden des Papstes unabdingbar sein, so werden wir auch weiter mit diesen Latrinenergüßen leben müssen.

    Hilfe naht aus Afrika in der Person Kardinal Sarah, der feierlich erklärt hat, daß die Kirche in Afrika sich standhaft gegen jede Rebellion gegen die Lehre Jesu Christi und das Magisterium stemmen wird. (Rorate berichtet)

  14. „Warum verachtet Papst Franziskus die Tradition?“
    Ganz einfach er denkt wie Luther. Die Verachtung der Heiligen in der heiligen Tradition der Kirche ist typisch für diese Konzilspfosten. Sie glauben sich durch die Gnade gerechtfertigt und ansonsten können sie machen was sie wollen. Wie schrieb doch Luther an Melanchthon .
    „Sündige doch feste druff denn wer in der Gnade Gottes ist der handelt entweder gut oder böse und nichts kann ihm schaden denn er ist ja in der Gnade Gottes“.
    Die Mutter Gottes sagt immer „Kehrt um und tut Buße“. Bergoglio, wer Ohren hat der hört und wer Augen hat der sieht. Aber nichts gegen Blinde solange sie nicht von den heutigen Jesuiten geführt werden.
    Per Mariam ad Christum.

  15. @Adrien Antoine. Ich meinte, daß Franziskus bezüglich der Tradition falsch informiert ist, und auch diesbezüglich keine Ahnung von dem hat, was Traditionstreue Katholiken bewegt. Daher resultiert sein Verhalten. Doch Ihre letzten Ausführungen waren sehr interessant. Weiter so.

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