Verkehrte Moral – Religionslehrer zeigt Schülern „Der stumme Schrei“ und wird suspendiert

Unbenannt(Rom) Wegen eines Videos wurde ein Religionslehrer am Realgymnasium Cardano von Mailand vom Dienst suspendiert. Er hatte seinen Schülern im Rahmen des Unterrichts den Dokumentarfilm „Der stumme Schrei“ (The Silent Scream) aus dem Jahr 1984 gezeigt. Der Film zeigt anhand von Ultraschallaufnahmen, wie das ungeborene Kind bei der Abtreibung leidet.

Der Film ging maßgeblich auf die Erfahrungen des ehemaligen Abtreibungsarztes Bernard Nathanson zurück. Nathanson gehört zu den einflußreichsten Agitatoren der Abtreibungslegalisierung in den USA. Später erkannte er seinen Irrtum und wurde zu einem der führenden Lebensrechtsvertreter. Im Film erklärt er, was bei einer Abtreibung mit dem ungeborenen Kind geschieht.

Der Filmvorführung war seit Wochen eine Diskussion in der Klasse über Abtreibung vorausgegangen, in der sich die Schüler in zwei Fraktionen spalteten. Der Film habe alle „verstummen“ lassen. Ein Mädchen sei in Tränen ausgebrochen und habe das Klassenzimmer verlassen.

Die Reaktion war aber kein Aufschrei gegen den millionenfachen Mord an ungeborenen Kindern. Die Reaktion war ein Protest der Eltern, die es skandalös fanden, daß 16jährigen Schülern ein solcher „Schock“ verursacht werde. „Zum Schutz“ der Schüler wurde der 50 Jahre alte Religionslehrer, der seit acht Jahren am Gymnasium Cardano unterrichtete, vom Schuldirektor suspendiert .

Das zuständige Amt der Erzdiözese Mailand leitete eine Untersuchung ein und gab inzwischen bekannt, daß ein Verfahren zur Aberkennung der Lehrerlaubnis als Katechet eingeleitet wurde. Als Begründung nannte das Amt „mangelnde pädagogische Eignung“ nach Canon 804, Komma 2 des Kirchenrechts.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Der stumme Schrei

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Leo Laemmlein

Écrasez l‘infâme, möchte man da fast wünschen, nun aus ganz anderer Perspektive.

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