Muslimische Gewalt-Expansion versus christliche Friedensmission – Islam und Gewalt (10)

DschihadMuslimische Gewalttätigkeiten sind in Koran und Hadith angelegt. Mohammeds eigene Feldzüge und seine religiöse Rechtfertigung von Beutekriegen führten zu einer Explosion von Gewalt bei den Araber-Stämmen und später islamisierten Völker. Die Ausbreitung des Islam mit Feuer und Schwert steht im Gegensatz zum Lernprozess der christlichen Missionare im Frühmittelalter, die aggressive Heidenvölker durch die Christianisierung zivilisierten.

Ein Gastbeitrag von Hubert Hecker.

Bis vor kurzem waren sich Muslimverbände und deutsche Politiker darin einig, dass ‚der Islam’ mit dem gewalttätigen Islamismus nichts zu tun hätte. Die weltweit agierenden Islamismus-Gruppen würden eine Perversion der Religion Mohammeds betreiben, da ‚der Islam’ des Koran eine lupenreine Friedensreligion wäre. Selbst Papst Franziskus stellte dem ‚authentisch interpretierten „wahren“ Islam’ einen Persilschein für Gewaltlosigkeit aus.

Lächerliche Abwehr-Argumentation von islamischer Gewalt

Solche Argumentationen sind ungefähr so überzeugend wie die früheren Beteuerungen zum marxistisch-leninistischen Sozialismus. Bis vor zwanzig Jahren behaupteten Marxisten, der Kommunismus wäre dem Wesen nach eine reine Friedensmacht. Auch die SS 20 Raketen und die Berliner Mauer dienten ausschließlich der Friedenssicherung, während die aggressiven Totalitarismen von Mao tse Dong und Pol Pot mit dem eigentliche Kommunismus nichts zu tun hätten.

Inzwischen hat Kanzlerin Merkel eine vorsichtige Korrektur eingeleitet. Sie hält es für eine „berechtigte Frage“, was die islamischen Gewalttäter mit dem Islam zu tun hätten. Ebenso sei zu klären, ob „die Gewalttätigkeit im Islam angelegt“ sei.

Gleichzeitig widerspricht sie ihrer offenen Fragestellung nach der Gewalt im Islam, indem sie die formelhafte Antwort gibt, dass es „für Gewalt im Namen einer Religion keinerlei Rechtfertigung“ gebe – auch nicht im Islam. Schließlich will sie die Frage, ob Gewalt und Krieg im Koran propagiert würden, allein auf die muslimische Geistlichkeit abschieben.

Den Verstand gebrauchen statt Muftis fragen, Frau Merkel

Frau Merkel müsste doch wissen, dass es im Islam kein offizielles Lehramt für alle Muslime gibt. Jeder Islam-Gläubige kann sich selbst einen Reim auf den Koran machen. Darüber hinaus gibt es in jedem islamischen Land nationale Lehr-Autoritäten. Der amtierende Großmufti Saudi-Arabiens, Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich, oberster Islam-Lehrer der saudischen Staatsreligion, hat in zahlreichen Fatwas (Lehrentscheidungen) festgelegt: Zum Islam gehöre auf ewig der (gewalttätige) Dschihad, außerdem die Sklavenhaltung von Nicht-Muslimen, die Todesstrafe bei Konversionen, die Hand-Amputation bei Diebstahl sowie hohe Haftstrafen und tausend Peitschenhiebe für die öffentliche Forderung nach Meinungs- und Religionsfreiheit. (Nach römischem Strafrecht waren nur 39 Peitschenhiebe erlaubt.)

Es ist ein geistiges Armutszeugnis von der Kanzlerin und ihrem großen Beraterstab, wenn sie die Antwort auf die Frage nach Islam und Gewalt allein von den meist unaufgeklärten Islam-Predigern erwarten. Nach einer vielgepriesenen europäischen Aufklärungsmaxime sollten Merkel und Co. doch lieber ihre eigene Verstandes- und Lesekompetenz gebrauchen statt auf den geistlichen Horizont von Muftis zu vertrauen.

Allein 200 Tötungs-Imperative im Koran

Die Worte des Propheten Mohammeds im Koran und seine Taten in der Hadith sind die verbindlichen Grundschriften des Islam. Darin können und sollten Merkel und jeder lesekundige Bürger sich kundig machen über den unübersehbaren Ansatz von Gewalt und Krieg in Mohammeds Religion. Allein die ersten neun Kampf-Suren enthalten 27 Stellen zu Gewalt und Krieg, Tötungen und Enthauptungen.

In zahlreichen Aufsätzen von Islam-Wissenschaftlern werden die „Schwert-Suren“ des Koran erörtert. Sogar auf der Seite des Bundeskanzleramts könnte sich Merkel bei einem Kommentar vom 20. 12. 2012 informieren: „Im Koran wird über 200 Mal das Wort ‚Töten’ im Imperativ verwendet. (…) Suren, die zum Mord gegenüber ‚Ungläubigen’ aufrufen.“

Mohammeds Rechtfertigung von Gewalt und Krieg im Namen Allahs

Noch deutlicher wird der inhärente Gewaltansatz des Islam in der Hadith-Lebensbeschreibung des Propheten. Bis zu seinem Tode hatte Mohammed fast alle Stämme der arabischen Halbinsel durch Feldzüge und Erpressung, Gewaltandrohung und Verträge zum Islam bekriegt und bekehrt. Dabei hatte der prophetische Kriegsherr zu einem Burgfrieden unter den arabischen Stämmen aufgerufen, um ihre aggressiven Raub- und Beutezüge nach außen zu lenken. Diese Kriegszüge wurden nunmehr als Unterwerfung der Ungläubigen unter das Gesetz Allahs gerechtfertigt – und sogar als Dschihad geboten.

Der Prophet und seine Nachfolger (Kalifen) gaben der traditionellen arabischen Praxis von Überfällen, Razzien und Plünderungen eine weitere religiös-philosophische Legitimation. Insbesondere das Beutemachen durch Kleinkriege oder Feldzüge bekam eine höhere Berechtigungsweihe: Da Allah die Welt für Muslime geschaffen habe, hätten die Anhänger des wahren, islamischen Glaubens auch das Recht, über das Eigentum der Nicht-Muslime zu verfügen, wenn es ihnen durch Krieg oder Plünderung in die Hände fiele.

Explosion von Krieg und Gewalt im Frühislam

Diese aggressive Belohnungs- und Beute-Philosophie führte bei den Araberstämmen und später auch bei weiteren islamisierten Völkern zu einer regelrechten Explosion von Gewalt-Energien. Ab 633 n. Chr. fielen muslimische Beduinenstämme in die christlich-jüdischen Regionen vom Negev bis zum Libanon ein. Sie plünderten vor allem die Landregionen, metzelten Menschen nieder, setzten Felder in Brand, raubten Vieh und ließen nur Ruinen zurück. Sophronius, der damalige Patriarch von Jerusalem, klagte in seiner Weihnachtspredigt von 634, dass die Sarazenen durch ihr „wildes, barbarisches, blutgetränktes Schwert“ die Städte abriegeln, Handels- und Pilgerzüge ausrauben und Dörfer verwüsten. 636 musste er auch zerstörte Kirchen und Klöster sowie geplünderte Städte beklagen.

Während die Landbevölkerung unter den ungezügelten Überfällen irregulärer Banden litten und durch die folgenden Hungersnöte und Pestepidemien dahingerafft wurden, führten die regulären Verbände der Kalifen Abu Bakr (+634) und Umar (+644) Städtebelagerungen sowie Feldschlachten gegen byzantinische und persische Heere durch.

In den dreißig Jahren nach Mohammeds Tod eroberten die Kalifen-Heere große Teile der byzantinischen Christengebiete von Palästina, Syrien, Mesopotamien und Ägypten, später ganz Nordafrika. Bald drangen die islamischen Banden und Heere auch in das byzantinische Kerngebiet von Kleinasien vor. Um 640 zog ein Araber- Heer nach der Zerstörung von Aleppo und Antiochien nach Kilikien und Kappadozien weiter, dessen Einwohner sie in Gefangenschaft verschleppten.

Gewalt und Eroberungen des Frühislam werden glorifiziert

Zypern wurde 649 von muslimischen Seeräubern geplündert. Ebenso erging es den griechischen Inseln Kos, Rhodos (672) und Kreta (674). Deren Bevölkerung wurde dem Schwert ausgeliefert oder deportiert und versklavt. Beim vorletzten Versuch der Eroberung von Konstantinopel (717) verheerten die Kalifentruppen die Küsten- und Landregionen um die byzantinische Hauptstadt

Zur gleichen Zeit hatte ein maurisch-arabisches Heer nach Spanien übergesetzt und innerhalb von 20 Jahren fast alle christlichen Gebiete der iberischen Halbinsel unterworfen. Nach Osten hin eroberten muslimische Heere West-Indien (heute Pakistan) sowie die nördlichen Steppengebiete der Turk-Völker.

Die ersten vier Jahrhunderte islamischer Eroberungen der halben Welt werden in den muslimischen Kerngemeinden als erfolgreiche Epoche des Islam glorifiziert – nicht nur bei den Salafisten. Damit wirkt sich die Geschichte des Früh-Islam bis heute als aggressionsfördernd aus.

Islamisierte Militär-Sklaven übernehmen die Macht

Ab dem zehnten und elften Jahrhundert kam das islamische Kalifat in Bedrängnis, also die politisch-religiöse Führung der muslimischen Weltgemeinschaft. Wellen von Turk-Völkern bedrohten die Randgebiete der Zentral-Herrschaft. Die Kalifen reagierten darauf, indem sie die oberflächlich islamisierten Stämme als Militär-Sklaven in Dienst nahmen. Einige Generationen später rissen die Führer dieser nomadischen Stämme die Macht an sich und gründeten Teilreiche: so die türkischen Fatimiden in Ägypten, maurische Berber-Dynastien in Spanien, die persischen Buyiden, später die turkmenischen Seldschuken im persisch-byzantinischen Gebiet, im 12. Jahrhundert die mongolischen Herrscher und im 13. Jahrhundert die kaukasischen Mamelucken in Ägypten und Indien.

Der Zerfall der islamischen Zentralherrschaft ging einher mit dem Bedeutungsaufstieg der sunnitischen Gelehrten als Religions-Autoritäten. Sie lehrten die strikte Einhaltung von Koran- und Scharia-Regeln und wurden so zu Garanten der islamischen Einheit in der politischen Zersplitterung. Zugleich legitimierten sie die neuen regionalen Herrscher, wenn die nach innen für Sicherheit sorgten und nach außen die Sache des Islam beförderten.

Ein Eroberungs-Konzept im Rückgriff auf den Frühislam

Der muslimische Gelehrte Ibn Khaldun (gest. 1403) entwickelte eine entsprechende Theorie von Stammes- und Stadtkulturen. Der soziologischen und wirtschaftlichen Vielgestaltigkeit der Städte entspreche ein schriftgebundenes kasuistisches Regelungssystem. Dem urbanen Islam falle daher die Glaubensautorität zu. Die Städter hätten aber wenig Gemeinschaftsgeist und politische Führungskraft. Nomadische Stämme dagegen sollten mit ihrem gewachsenen Aggressionspotential die politische Führung übernehmen, den militärischen Schutz der muslimischen Gemeinschaft gewährleisten und den Dschihad nach außen tragen.

Eine weitere Dschihad-Welle durch aggressive Nomaden-Stämme

So gingen auch die maurischen Berberstämme im muslimischen Spanien vor. Der letzte Herrscher im Omaijaden-Kalifat, Almansor, rekrutierte zum Ende des 10. Jahrhunderts aus Nordafrika kriegerische Stämme, mit denen er 57 Feldzüge gegen christliche Städte und Regionen führte. So ließ er Barcelona, Leon und Compostella zerstören und die Bevölkerung versklaven. Ähnlich verfuhr Almansor mit südfranzösischen Städten. Teilweise führten die Berberdynastien der Ziriden, Almoraviden und Almohaden den Dschihad gegen die „Ungläubigen“ / Christen weiter.

Die Nomadenstämme der türkischen Seldschuken hatten im 10. Jahrhundert Persien terrorisiert und später erobert. Um 1055 wurden sie Schutzmacht des Abbasiden-Kalifats von Bagdad. Danach wandten sie alle Kriegsenergie gegen das byzantinische Reich, indem sie Anatolien als Kernland Byzanz’ eroberten und mit einer Million nachziehnden Türken islamisierten.

Das Christentum wurde schon früh von Germanenstämmen bedroht

Schon einige Jahrhunderte vor dem Islam war das Christentum ebenfalls mit der Wucht aggressiver Volksstämme konfrontiert. Zuerst das asiatische Reitervolk der Hunnen, danach die Germanenstämme der Ost- und Westgoten, Langobarden, Burgunder, Vandalen und schließlich die Franken brachten das Weströmische Reich zum Einsturz. Zugleich bedrohten diese Kriegs- und Wandervölker auch die christliche Kultur und Ordnung in Europa.

Die äußere Übernahme des Christentums arianischer oder katholischer Konfession änderte anfangs nicht viel an der Gewalt- und Kampfbereitschaft dieser Völker. Dem Frankenkönig Chlodwig hatte Bischof Remigius in seiner Taufpredigt die Weisung gegeben, dass er nunmehr genauso aggressiv gegen den Heidenkult vorgehen sollte wie vor der Taufe gegen den Christenkult. Dieser Auftrag entsprach in etwa dem mohammedanisch-islamischen Ansatz, die Aggression der Volksstämme gegen die Regionen der „Ungläubigen“ zu wenden, sie hatte aber nichts mit der Friedensmission des Christentums gemein.

Die christianisierten Frankenstämme zeigten noch im siebten und achten Jahrhundert, dass sie das Wesentliche der christlichen Botschaft nicht verstanden hatten – etwa in der weitverbreiteten Meinung: „Wenn wir Franken bei der Kreuzigung dabeigewesen wären, dann hätten wir den Kreuzestod Christi mit Sicherheit verhindert.“ Auch die frühfränkische Steinreliefdarstellung ‚Christus mit dem Speer’ lässt erahnen, dass Franken sich das Bild eines heldischen Kampf-Christus zurechtgelegt hatten.

Gelungene Enkulturation: Ausmalung und Kritik der Gewalt

Erst in der zweiten Phase der Franken-Mission mit und nach Bischof Bonifatius gelang eine wirklich christliche Durchdringung der germanischen Kultur- und Gedankenwelt. Beispielhaft ist dafür die altsächsische Bibeldichtung ‚Heliand’. Sie wurde um 830 im Kloster Fulda oder Werder an der Ruhr von einem bibel- und volkskundlichen Mönch erstellt.

Interessant für unseren Zusammenhang ist die Behandlung des Themas Gewalt: Einerseits geht der Heliand auf die Kampf- und Gewaltvorstellungen der Germanen ein, andererseits nimmt die Gewaltkritik vom ‚Heiland’ besonders großen Raum ein.

Zunächst malt der Text im Kapitel „Gefangennahme Jesu“ den Schwertangriff des Petrus aus, der so zum Helden der Germanen avancierte:
…Da erboste mächtig der schnelle Degen Simon Petrus, wild walt der Mut ihm, kein Wort da sprach er, so voll Harm ward sein Herz, als sie den Herrn hier zu greifen begehrten. Blitzschnell zog er das Schwert von der Seite und schlug und traf den vordersten Feind mit voller Kraft, dass Malchus ward durch der Schneide Schärfe an der rechten Seite versehrt mit dem Schwerte: am Gehör verhauen, das Haupt ward wund ihm, dass waffenblutig ihm Wangen und Ohr barst im Gebein und Blut entsprang aus der Wunde wallend….

Doch genauso entschieden und ausladend wird Petrus’ Schwert-Attacke von Jesus zurückgewiesen:
Da sprach der Sohn des Herrn zu Simon Petrus:   »Dein Schwert stecke, das scharfe, in die Scheide.   Wollt ich vor dieser Schar wider Gewaffnete mit Waffen kämpfen, dann möcht ich den mächtigen Gott wohl mahnen, daß er so manchen Engel  von oben sendete, des Kampfs so kundigen …. Aber der waltende Gott hat es anders geordnet, der allmächtige Vater: Wir sollen alles dulden, was dieses Volk uns Bitteres bringt. Wir sollen uns nicht erbosen, nicht wider sie wehren, denn wer da Waffenstreit, grimmen Gerkampf gerne üben mag, der soll von des Schwertes Schärfen umkommen, traurigen Tod sterben. Unser Tun soll dem Waltenden nicht wehren.« Da ging er zu dem Wunden, leitete Leib zu Leibe weise an seines Hauptes Wunde, daß heil sofort war des Schwertes Biß (aus Kapitel 58).  

Mit solchen und ähnlichen Katechesen gegen gewalttätiges Vorgehen wurden die wilden Germanenvölker langsam christianisiert – und damit zivilisiert.

Räuberische Völker bedrohten das christliche Europa

In der gleichen Epochenzeit, als Turk-Völker und Mongolen-Scharen die islamischen Reiche bedrängten, hatte das christliche Mitteleuropa unter einem neuen Ansturm von aggressiven Heidenvölkern zu leiden, insbesondere den Ungarn und den Wikingern. Das Reitervolk aus Ungarn verwüstete auf ihren Raubzügen österreichische und süddeutsche Regionen. Die Wikinger aus Norwegen, Dänemark und Schweden bedrohten Irland, England und die mitteleuropäischen Küstenregionen.

Das Christentum zivilisierte das gewalttätige Seeräubervolk

Pietà von Michelangelo
Pietà von Michelangelo

Unter König Olaf Haraldsson (+1030) begann die Christianisierung und damit die Änderung der heidnisch-barbarischen Sitten. Der später heiliggesprochene König führte in den meisten norwegischen Gauen das sogenannte ‚Christenrecht’ ein – „Kristenrette“ auf norwegisch:

Das Aussetzen von kranken, behinderten und ungewollten Kindern war nunmehr verboten, die Polygamie abgeschafft, der herrische Begattungsakt als Ehebeginn wurde durch das freiwillige und unwiderrufliche „Ja“ der kirchlichen Eheschließung ersetzt, die übliche Blutrache gebannt, die Seeräuberei geächtet sowie Sklaven-Handel und -Behandlung unter Verbot gestellt.

Statt Drachenboote zu bauen setzten die Norweger ihre Holzhandwerktechnik nunmehr ein zum Bau der herrlichen Holzbalkenkirchen. Sie errichteten etwa 1000 ‚Stabskirchen’ – eigentlich umgedrehte Boote mit dem Mast (Stab) als zentrale Dachstütze.

Das Christentum hatte die barbarischen Gewalttätigkeiten eines Volksstammes gezähmt und in die Bahnen einer zivilisierten Lebensweise kanalisiert.

Diese Beispiele markieren einen wesentlichen Unterschied zwischen Christentum und Islam: Mohammed hatte das Aggressionspotential der Araberstämme in den Dschihad gelenkt – einem ‚heiligen Krieg’ zur gewalttätigen Ausbreitung des Islam. Die Muslim-Führer ab dem 10. Jahrhundert hatten die neue Welle von eindringenden Nomadenstämmen ebenfalls den Weg zu Krieg und Eroberung nach außen gewiesen.

Das Christentum dagegen machte mit Mission und Lehre die kampfbereiten Franken und Sachsen, den räuberischen Stamm der Ungarn sowie die aggressiven Seeräuber Skandinaviens zu einigermaßen friedlichen und zivilisierten Teilnehmern der europäischen Völkerfamilie.

(Weiterführende Literatur: Von Gott zu Allah? Christentum und Islam in der liberalen Fortschrittsgesellschaft, München 2001)

Text: Hubert Hecker
Bild: Corsia ei Servi

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6 Comments

  1. Ich glaube nicht, dass es eine Intergration jener Mitbürger in diese „liberale Fortschrittsgesellschaft“ geben wird. Hier ein sehr guter Vortrag von Dr. Udo Ulfkotte zu diesem Thema:

    https://www.youtube.com/watch?v=ZEHiJ6L2_nw

    Und wie ich schon in dem vorherigen Artikel „Brutale Bilanz: Mehr als 70 Kirchen wegen „Charlie Hebdo“ in Niger zerstört“ in diesem Portal sagte (mit link), ist die Gewalt vor allem gegen Christen in der islamischen Welt immer mehr dabei zu eskalieren und man vergießt Tränen, ist schockiert und tut dann beten (oder wenn man kann geht man zu den Patri***protesten). Was mich aber am meisten schockiert ist, dass unsere hiesigen Bischöfe sich in eine Art Vogel-Strauss-Gehabe vergraben und sogar noch die Leute, die etwas dagegen tun wollen, verteufeln und stigmatisieren.

  2. Sehr informativer Artikel, der die beiden auseinanderführenden Linien der beiden Religionen im Zusammenhang mit der Durchdringung der Völker mit den jeweiligen Lehren beschreibt. Ehrlich auch die Stelle über Bischof Remigius und die Tatsache, dass in den ersten jahrhunderten vieles von der Botschaft Christi noch gar nicht verstanden und umgesetzt wurde – auch nicht von Bischöfen oder Kirchenlehrern. dass das Christentum aber einen echten Heilungsprozess eingeleitet hat, der hier „Zivilisierung“ genannt wird.
    Es ist aber doch vor allem ein prozess, in dem die Menschen sukzessive unter Wirkung des Heiligen Geistes die Dinge lernten, völlig anders zu sehen und all ihre Talente (Norwegen: Drachenbootsbau vs. Stabskirchenbau) nun zu steigern und wirklich zu kultivieren. Es kann folglich kein Christentum ohne die Steigerung der Kultur geben! Und ich fnde es sehr gut, dass das hier ausdrücklich dargestellt und nachgewiesen wird.

  3. Das Bildungsministerium im United Kingdom of England will in Durham eine christliche Schule schließen, weil sie ‚Multikulti‘ nicht will und von der Regierung als religiös intorlerant eingestuft wird ! Nach Meinung der Eltern seien die Schüler dort sicher.
    Link: https://christeninverantwortung.wordpress.com/2015/01/28/grosbritannien-will-erste-christliche-schule-wegen-religioser-intoleranz-schliesen/#more-721
    Es wird immer schlimmer ! Offensichtlich wollen unsere verwesten westlichen Staatsapparate alles in Islamschulen umwandeln, wo die Sicherheit unserer Kinder nicht mehr gewährleistet ist. Alles soll destabilisiert, relativiert und nivelliert werden, um in eine widergöttliche Antiordnung umgewandelt zu werden. Unser Herrgott wird diesem Treiben nicht mehr lange zusehen (Offb, 17, 1), da bin ich mir sicher…

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