Neue Kardinäle, unbekannte Namen und das alte Europa

Neue Kardinäle
Neue Kardinäle

(Rom) Im Rahmen des sonntäglichen Angelus gab Papst Franziskus heute am Petersplatz die Ernennung von 20 neuen Kardinälen bekannt. Fünfzehn davon stehen im aktiven Dienst und sind Papstwähler im Konklave. Fünf haben das 80. Lebensjahr bereits überschritten.

Sie stammen aus achtzehn Staaten aller fünf Kontinente. Auffallend ist die Ernennung außereuropäischer und nicht-westlicher Kirchenvertreter. Viele von ihnen sind in Rom kaum bekannt. Nur zwei neue Papstwähler, der Patriarch von Lissabon und der Erzbischof von Hanoi, sind Inhaber einer Kathedra, mit der traditionell die Kardinalswürde verbunden ist. Patriarch Clemente wurde am 18. Mai 2013 von Papst Franziskus ernannt. Der Erzbischofssitz von Rangun steigt faktisch in diesen Rang auf. Der Vorgänger des künftigen Kardinals war als erster Erzbischof von Johannes Paul II. mit der Kardinalswürde ausgezeichnet worden. Herausragendere Bischofsgestalten wie der Patriarch von Venedig, die Erzbischöfe von Brüssel-Mecheln und Philadelphia, die zu den Anwärtern gehörten, oder der Erzbischof von Ferrara oder die Bischöfe von Chur und Frejus-Toulon wurden nicht berücksichtigt.

Die Erneuerung der Kirche, in welche Richtung auch immer, soll offenbar nicht über den Westen erfolgen. Papst Franziskus schwächt das Gewicht der Römischen Kurie und Europas, das er bei seinem Besuch in Straßburg im Europäischen Parlament und Europarat als „unfruchtbar“ und überaltert bezeichnet hatte. Von den fünfzehn neuen Kardinälen sind elf Metropoliten, drei aber „nur“ Diözesanbischöfe.

Erhalten, wenn auch verlagert, bleibt das Gewicht italienisch- und spanischsprachiger Purpurträger sowie der Salesianer, die zwei neue Kardinäle stellen.

Der Erzbischof von Adis Abeba
Der Erzbischof von Adis Abeba

Hinfällig werden damit alle Spekulationen rund um Erzbischofssitze, die bisher mit der Kardinalswürde verbunden waren.

Die Kardinalskreierung erfolgt am 14. Februar. Am 15. Februar wird der Papst mit den neuen Kardinälen im Petersdom die Heilige Messe zelebrieren. Die neuen Purpurträger werden bereits am 12. und 13. Februar am ordentlichen Kardinalskonsistorium teilnehmen, das zur Kurienreform einberufen wurde.

Nur einer der neuernannten Kardinäle gehört der Römischen Kurie an. Es handelt sich um den bisherigen „Außenminister“ des Heiligen Stuhls, den Papst Franziskus am vergangenen 8. November zum Präfekten des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur machte, nachdem er den bisherigen Amtsinhaber, Kardinal Raymond Leo Burke auf unsanfte Weise aus dem Amt entfernt hatte. Kardinal Burke hatte zuvor mehrfach Bedenken zu Art und Ausrichtung des derzeitigen Pontifikats geäußert.

Mit der Ernennung von zwei neuen ozeanischen Kardinälen, rückt die mögliche Ersetzung von Kardinal George Pell als Vertreter dieses Erdteils im C9-Kardinalsrat in den Bereich des Möglichen.

Die neuernannten Kardinäle

Kurienerzbischof Dominique Mamberti, Titularerzbischof von Sagona, Präfekt des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur (Frankreich)

Patriarch Manuel José Macário do Nascimento Clemente von Lissabon (Portugal)

Erzbischof Berhaneyesus Demerew Souraphiel CM von Addis Abeba (Äthiopien)

Erzbischof John Atcherley Dew von Wellington (Neuseeland)

Erzbischof Edoardo Menichelli von Ancona-Osimo (Italien)

Erzbischof Pierre Nguyên Văn Nhon von Hanoi (Vietnam)

Erzbischof Alberto Suárez Inda von Morelia (Mexiko)

Erzbischof Charles Maung Bo SDB Rangun (Myanmar)

Erzbischof Francis Xavier Kriengsak Kovithavanij von Bangkok (Thailand)

Erzbischof Francesco Montenegro von Agrigent (Italien)

Erzbischof Daniel Fernando Sturla Berhouet SDB von Montevideo (Uruguay)

Erzbischof Ricardo Blázquez Pérez von Valladolid (Spanien)

Bischof José Luis Lacunza Maestrojuán OAR von David (Panama)

Bischof Arlindo Gomes Furtado von Santiago de Cabo Verde (Kapverdische Inseln)

Bischof Soane Patita Paini Mafi von Tonga (Tonga)

Von den fünfzehn neuen Papstwählern wurden der Präfekt der Apostolischen Signatur, der Patriarch von Lissabon und der Erzbischof von Montevideo von Papst Franziskus in ihre heutigen Ämter berufen. Die Erzbischöfe von Hanoi, Bangkok, Agrigent, Valladolid und die Bischöfe von Santiago de Cabo Verde und Tonga von Benedikt XVI. und die übrigen sechs Neo-Kardinäle von Johannes Paul II. berufen. Von den fünfzehn neuen Kardinälen, die an einem Konklave teilnehmen können, wurden zwölf von Johannes Paul II. zu Bischöfen ernannt. Drei, die Erzbischöfe von Bangkok und Montevideo und der Bischof von Tonga, von Benedikt XVI.

Aufgrund persönlicher Verdienste ernannte Papst Franziskus fünf Kirchenmänner, die bereits das 80. Lebensjahr vollendet haben und nicht mehr Papstwähler sind.

José de Jesús Pimiento Rodríguez, emeritierter Erzbischof von Manizales (Kolumbien)

Luigi De Magistris, Titularerzbischof von Nova, emeritierter Pro-Großpönitentiar (Italien)

Karl-Joseph Rauber, Titularerzbischof von Iubaltiana, Apostolischer Nuntius a.D. (Deutschland)

Luis Héctor Villalba, emeritierter Erzbischof von Tucumán (Argentinien)

Júlio Duarte Langa, emeritierter Bischof von Xai-Xai (Mosambik)

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/Wikicomons

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52 Comments

  1. Rauber , das ist der „Killer“ von Erzbischof Haas, der spät aber doch seine 30 Silberlinge bekommt!

    • Bischof Haas wurde zum Erzbischof befördert, obwohl er seine Diözese gespalten hat. Rauber hat niemand gekillt oder verraten.

      • Mgr. Haas ließ sich von den Progressisten nicht für Ihr „Aufbruch“-Unternehmen einspannen, weshalb diese – mit Dauerfeuerunterstützung der öffentlich-rechtlichen wie auch der gesamten Printmedien – einen derartigen Radau veranstalteten, dass die dann getroffene „Lösung“ durchaus vom damalige Nuntius stammte. Da Rom keine „balls“ hatte, ließ es den Bischof fallen, weshalb man den Neokadinal wenigstens als „Einfädler“ dieser Jämmerlichkeit bezeichnen kann.

        Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass diese ach so „Toleranten“ und „Offenen“ auch noch seine liechtensteinische Staatsbürgerschaft bemängelten; Sie scheinen dort wirklich gut hinzupassen.

      • Gespalten? Wohl in Katholiken und nicht-Katholiken!
        Ich kann Ihnen nicht sagen wie sehr mich Ihre Postings hier nerven… warum gehen Sie nicht zu dem Protestanten?

      • @Pascal bzgl. Ihres Kommentares an Sarah
        Das Gleiche wie Sie, denke ich mir auch immer bei Sarahs Kommentaren…
        …Die großen Huldiger von F. und seiner „Faschingstruppe“…

      • @ Pascal: Der Herr hat uns verheißen, dass der Tag kommen wird, wo man die gesunde Lehre nicht mehr erträgt. Schade, dass es nun für Sie so weit ist!

      • @Sarah:
        Lesen Sie Lk 12,51-53 und den Brief v. Clemens an die Korinther („Erster Klemensbrief“( besonders Kap.57):
        Ein Bischof ist der Wahrheit, dem Logos, Jesus Christus verpflichtet- nicht einem mehr oder weniger demokratischem Gremium von Volksrepräsantanten.
        Die Einheit kann immer nur in der Wahrheit stattfinden- es ist Unsinn falsche Irenie ggb. Abtrennung von häretischen Tendenzen („Spaltung“) zu preferieren.
        Rom war sehr wenig mutig („no balls“), um nicht zu sagen feige (auch keine Tugend des Hl. Geistes).
        Sehr elegant wurde Bischof Haas dann nach Vaduz pilotiert, wo das Fürstenhaus ihn schützen konnte und Vaduz zum Erzbistum wurde.

        A propos Rauber: Rauber wollte killen, und wohl Bischof André-Mutien Léonard als Kandidat für den Erzbischöflichen Sitz v. Brüssel-Mecheln;
        S.H. Papst Benedikt XVI war wenigstens hier so tapfer diesen Hirten zu nominieren.
        Kurz nach dem Weggang v. Rauber in Brüssel (Herbst 2009) detonierte der Pädophilieskandal v. Bischof v. Brügge vanGheluwe (März 2010), und in schneller Abfolge dann der gewaltige Sumpf um Danneels, DeKesel, Bonny und VanLooy; (vanGheluwe und Danneels wurden in der Tat nicht „verraten“-
        dafür die flämische Opfer).
        Da sitzt übrigens noch sehr viel in der Pipeline.

      • Wessen Interessen vertreten Sie denn eigentlich ? Wer nicht bestimmten linksunten Gruppen willfährig ist, wird abgewertet. Nicht mit uns.

      • Von S.E. Erzbischof Wolfgang Haas zu behaupten er hätte „gespalten“ ist eine niederträchtige Verleumdung. Aber wer in der damaligen Periode in Chur am Hof gearbeitet oder gelebt hat weiß wie elendig man Erzbischof Wolfgang sein Wirken verleidet hat. Seit dem Tag seiner Kosekration zum Koadjutor-Bischof (und eigentlich auch schon davor) war er den schlimmsten Intrigen und verwerflichsten Drangsalen durch die liberal-proressistische Clique ausgesetzt.

      • Liebste Sarah, Ihr Satz ist ja lustig, was soll man davon halten? „Rauber hat niemand gekillt oder verraten.“ Sie kennen sich halt nicht aus, aber wie man nicht einem vorwerfen kann einen gekillt oder verraten zu haben, ohne dass er es wirklich getan hat, kann man auch nicht von einem sagen, er habe es nicht getan und sei ein unschuldiges Lamm. Siehe hier, wenigstens weiß man ein wenig mehr wie Karl-Josef Rauber ist:http://www.kath.net/news/25871

      • @ Sarah: ich kann mich den anderen glaubenstreuen Kommentatoren nur anschliessen: Seien Sie gnädig und gehen Sie – zu einem „liberalen“ oder besser gleich zu einem protestantischen Forum. Hier sind Sie falsch, wir sind ein linientreues Forum, das sich der Tradition verpflichtet weiß.

      • Semper catholicus.
        Leider muß ich Ihnen da widersprechen, dieses forum ist eben nicht „linientreu“.
        Hier werden permanent heiligmäßige Päpste wie Gregor XVI., Pius IX. oder PIus X., von den älteren ganz zu schweigen,“kritisiert“ und übel gescholten obwohl dabei uns nur mit Heimtücke diese Neuerungen „erklärt“ werden sollen. Die Betreffenden Spötter werden dieses verleumderische Zerquatschen als „Hinterfragen“ „Kritisches mündiges Denken“, „Diskussion“ etc exkulpieren.
        Wäre dieses Forum „linientreu“ müßte es eine Zensur geben, die dergleichen unterbindet. Diese hiesige schrankenlose Denk- und Redefreiheit hätte in einem glaubenstreuen Kontext niemals Platz.

    • Rauber ist auch der, der den einzigen hervorragenden Bischof im Sumpf der belgischen Kirche als Erzbischof von Mechelen-Brüssel zu verhindern suchte. Das zeigt schon welch Geistes Kind dieser Typ ist.

  2. Gott sei Dank, kein Deutscher als Papstwähler 😉 Mal im Ernst, die Tradition, Inhaber bestimmter mächtiger Bischofssitze quasi automatisch zu Kardinälen machen, gehört abgeschafft. Meiner Meinung kann auch der Bischof von Hinterkafflingen im Kongo Kardinal werden, wenn er dass Zeug dazu hat und ein aufrechter Hirte ist. Man denke im Gegenzug nur an die Herren in Mainz oder Köln auf ihren hochehrwürdigen Fürstbischofssitzen, bei denen hätte man die Tradition auch gerne mal aussetzen können. Franziskus kann gerne die Kurie vom Kopf auf die Füße stellen, dass hätte ich bei seinem Papstnamen auch erwartet. Wenn ich aber sehe, wie er in der Glaubenslehre und der Liturgie herumfuhrwerkt, glaube ich nicht, dass er die rechte christliche Gesinnung hat, um eine anständige Kurienreform durchzuführen.

  3. Schön, dass die röm.-kath. Kirche auch in der Auswahl der Kardinäle immer mehr zu einer Weltkirche wird, die nicht von Europa aus dominiert wird.

  4. Mit der Aufstellung der meist unbekannten Kardinälen, setzt Papst Franziskus seine Strategie als
    eine Art Schachspiel fort. Mit der Erhebung zum Kardinal, vor allem außerwestlichen Kandidaten
    werden jetzt schon die Weichenstellungen für die Synode 2015 vollzogen. Man kann davon aus-
    gehen, dass der eine oder andere neu ernannte Kardinal schon aus Freude und Dankbarkeit ge-
    genüber Franziskus, auf der Synode dem Geist oder Ungeist der Synode folgen wird. Überaltert
    und unfruchtbar bezeichnet der Papst die römische Kurie. Diese öffentlichen Beschimpfungen
    schaden der katholischen Weltkirche. Man muss schon fragen wozu das gut sein soll. Viele sol-
    len in der Kurie, so Franziskus, überaltert, unfruchtbar und vielleicht auch faul sein, nur einer ist
    über diese Eigenschafften erhaben und das ist Franziskus ( meint er ! ).
    Was wird noch werden ?

    • nur so… da Franziskus scheinbar nicht überaltert, fruchtbar und nicht faul sei… wird er sich vermehren… nach einer passenden Reform

    • Wäre interessant zu wissen wieviele der neu kreierten Kardinäle über gute Italienisch Kenntnisse verfügen, sich in Rom auskennen und dort über hilfreiche Beziehungen verfügen.
      Bei denjenigen die dies alles nicht haben, dürfte es eine längere Anlaufphase geben, die über die kommende Bischofssynode hinaus andauern dürfte.
      1:0 für Papst FranzI.

  5. @Tschip
    Was heißt: „Schön, dass die röm.-kath. Kirche auch in der Auswahl der Kardinäle immer mehr zu einer Weltkirche wird, die nicht von Europa aus dominiert wird.“ Diese „neuen“ wurden ausgesucht nicht damit diese das Sagen bekommen sondern damit Rom diesen Ländern den Glauben nimmt. Damit diese Länder, wie es Arlindo Gomes Furtado, Erzbischof von Santiago bei einem Interview bekennt: zurückgeblieben sind und sie sich Europas Stil zu eigen machen wollen… Wir sehen doch bereits Veränderungen in den Philippinen, durch die Hilfe die sie aus Insbruck erhalten sollen sie sich den Wünschen Österreichs anpassen und den Tabernakel weg rücken, wie auch die Kirchen quasi: „entsakralisieren“ und alles „katholische“ und aus ihrer Mitte verbannen. Europa ist bereits vergiftet, jetzt kommen die anderen Länder dran.

    • Das bisschen Unterstützung aus Österreich für die Philippinen ist wirklich kein Grund, dass sie sich den Ortskirchen Österreichs anpassen. Oder haben Sie konkrete Zahlen? Die Diözese Innsbruck gehört nun wirklich nicht zu den reichen Diözesen, auch wenn in ihrem Gebiet ein paar reichere Klöster sind.
      Sie haben wohl Angst, dass die Menschen ihren Verstand benutzen und hinterfragen, was denn wirklich auf Jesus zurückgeht? Denn Glaube kann nicht verordnet werden. Oder glauben Sie wirklich, dass der Glaube in früheren Zeiten stärker und verbreiteter war? Man war eben katholisch, weil es dazugehörte. Aber wären die Landesherren wirklich Christen gewesen, hätte es keine Kriege untereinander gegeben.

  6. @Tschip
    Was heißt hier: „Schön, dass die röm.-kath. Kirche auch in der Auswahl der Kardinäle immer mehr zu einer Weltkirche wird, die nicht von Europa aus dominiert wird.“ Diese „neuen“ werden gewählt um durch sie die Länder umso bessere zu erreichen, denen man Gift verabreichen möchte. Wie es Arlindo Gomes Furtado, Erzbischof von Santiago in einem Interview bekennt: sind diese Länder zurückgeblieben und doch möchten sie sich den Stil der Europäer zu eigen machen. Was bedeutet: „modern“ werden und „zu einer Kirche, in der der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht Gott das Messopfer und die heilige Orthodoxie“. Deren Kirchen möchte man immer mehr zu „Europa“ verwandeln… um nicht zu sagen: zu deutschen und österreichischen (Lutherischen) Kirchen. Der ganze mystische Leib soll vergiftet werden. Vom Kopf aus soll die Krankheit alle Glieder befallen… Denken wir an die Philippinen, die sich jetzt, weil sie Hilfe aus Insbruck erhalten, den Wünschen der Österreicher unterdordnen und sich nicht an das was Papst Benedikt XVI. verordnet hatte, halten, sondern sie rücken den Tabernakel weit weg, modernisieren die Gotteshäuser und passen die Liturgie immer mehr dem protestantischen Stil an. Siehe hier:
    http://www.katholisches.info/2015/01/02/neues-jahr-alte-laster-philippinische-bischofskonferenz-annulliert-reform-der-reform-benedikts-xvi/
    Die Philippinische Bischofskonferenz annulliert wenige Tage vor dem Besuch von Papst Franziskus die liturgische „Reform der Reform“ Benedikts XVI. und beschließt, bei Kirchenneubauten den Tabernakel aus dem Altarraum zu verbannen…

  7. Ich bin gespannt, kenne niemanden der neuen Kardinäle, habe aber warum auch immer ein gutes Gefühl bei den Ernennungen… let’s see!

      • Das ist schonmal nicht schlecht:

        Archbishop Alberto Suárez Inda, Abp. of Morelia (Mexico), celebrates the Traditional Mass and Traditional Confirmations (December 2013 – see RORATE post from the time) – he will be created Cardinal in the Consistory of February 14, 2015.

        Quelle: rorate caeli Webseite, dort gibt es auch ein Foto

        Aber wie gesagt: schau mer mal!

    • Es gibt eben einige, die gleich einmal skeptisch sind – kann denn von Papst Franziskus etwas Gutes kommen?
      Gut, dass Bischofssitze nicht mehr automatisch Kardinalswürde erhalten, sondern dass Bischöfe zu Kardinälen ernannt werden, die dafür geeignet sind.
      Übrigens, jeder Papst hat die ihm Genehmen zu Kardinälen ernannt – davor aber in die entsprechenden Diözesen versetzt. Jetzt hat Papst Franziskus es gewagt, dies zu entkoppeln.

      • Meine Sicht der Dinge:

        Frage:
        Kann denn von F. nichts Gutes kommen?7

        Antwort:
        Nein! Und wenn doch, ist das Augenwischerei um die Massen zu verführen, zu täuschen und sie letztendlich im Widersacher zuzuspielen!

  8. Berdoglio wird schon dafür gesorgt haben, dass die nach seinen Kriterien „Richtigen“ das Amt bekommen. Berdoglio-Gegner sind wohl nicht dabei. Der Mißbrauch schreitet doch ungehindert voran.

    • Dasselbe haben doch seine Vorgänger auch getan. Jeder sucht sich seine Mitarbeiter aus, denen er vertraut. Und fragt nicht die Piusbruderschaft oder das Opus Dei, ob es genehm sei.

  9. Bergoglie sagte von sich selbst (ach wie „entlarvend“), er sei kein Theologe. Aber was er in Wahrheit offenbart sich täglich mehr: Ein Subjektivist, Dauerschwätzer und Despot. Er ist darüberhinaus ein sehr nachträglicher bis zynischer und selbstgefälliger Aktionist. Wäre er ein weltlicher Machthaber oder Parteichef, er wäre längst gestürzt und weggepuscht worden!

  10. Rauber: es gibt ein interessantes Foto von Rauber mit Kard. W.Kasper, „Kard.“ G.Danneels, Bischof R. vanGheluwe und Bischof J.Bonny (2009):
    eine interessante Truppe, war doch RvG praktizierender Pädophile und demolierte sein Bistum 25 Jahre lang (der jetzige Homo-Pädo-Maso-Zoo-sumpf ist auf ihn zurückzuführen), ist Danneels seit 30 Jahren ebenfalls in Tolerierung und Vertuschung von Pädoskandalen verwickelt und ebenfals ein Glaubensdemolator erster Kategorie, ist Bonny laut häretisch und ebenfalls mit Unterstützern der Interessen der Pädophilen in der Kirche verbunden ( Eine solche Gruppe gab es tatsächlich in Antwerpen in 1984, beworben im Kirchenblatt „Kerk&Leven“, geführt vom jetzigen Dechanten Jef Barzin (Antwerpen-Noord)), inzwischen auch stark pro-homo und pro-bi (das wird dann wohl in Triolismus ausarten) und in pro-Le, ist Kasper inzwischen mehr als bekannt mit seinen Reden und Aktionen vor der „Synode der Familie“.
    All diese Herren sind der Tradition abgeneigt, besonders die Liturgie der tridentinischen Messe („forma extraordinaria/ ordo antiquus“), all diese Herren reden und schreiben modernistisches Zeug, waren ggb. P. Benedikt XVI feindlich eingestellt, produzierten nicht selten plakativ häretisches (vanGheluwe und Bonny, auch Danneels), und ausser Kasper haben all diese Typen in den Pädoskandalen durch schuldiges Versäum (um nicht mehr zu sagen) versagt.

    Es hängt ein Gerüchle um der ganzen Sache, und wohl nicht 4711.
    Jetzt muß allein noch vanGheluwe rehabilitiert/pardonniert werden und dann müssen bei der nächsten „Synode für die Familie“ Danneels und Kasper wenigstens nicht allein herumturnen.

    „La Sottise ne tue pas“-Die Torheit tötet nicht.
    Es paßt gut zu Bergoglio- ob es gut für die Kirche ist, steht auf einem anderen Blatt.

  11. Rauber war vom 22.02.2003 bis Herbst 2009 Apostolischer Nuntius für Belgien und Luxemburg;
    ein schwieriger Posten, hat Belgien doch seit dem 2. Vaticanum eine einzigartige Glaubensdemolierung erlebt (noch ausgeprägter als in den Niederlanden und in Frankreich, ähnlich wie in Quebec);
    besonders funest war die Kombination von einerseits breiter Pädophilie, auch in kirchlichen Milieus propagiert und betrieben, und anderseits Imbecilisierung der Katechese und der Liturgie.
    Unter den vorherigen Nuntii Giovanni Moretti (1989-1999) und Pier Luigi Celata (1999-2002) fand die Publikation des Religionsbuchs Roeach3 mit einschlägig pädophilen Illustrationen und dito Text statt, heftigst kontestiert von beunruhigten Eltern, und mit Alarmierung vom Kardinal-Primas Danneels( abweisend), des Nuntius (ebenfalls abweisend-er ließ die Brüsseler Polizei mit Einsatzwägen mit Wasserkanonen gegen den Rosenkranz betende demonstrierende Eltern aufmarschieren), mit Alarmierung vieler Kardinäle (J. Ratzinger,Pio Laghi und Arinze in bester Erinnerung); erst 1999 konnte dieser Schund aus dem Unterricht zurückgezogen werden (NB auf ca. 25000 Exemplaren gedruckt- der logistische Aufwand um dies alles zurückzuziehen muß enorm gewesen sein);
    1995 tauchte der in Nordkanada bei den Inuit „tätigen“westflämische Oblatenmissionar Eric Dejaegher unter nachdem Kindrmißbrauch en masse in Igloolik aufgetreten war.(untergetaucht in Blanden, 6 km von der Theol. Fakultät Löwen, in einer schönen Ordensvilla, übrigens mit häufiger Begleitung von Lourdeswallfahrten);
    Zugleicherzeit explodierten in Nordamerika die Mißbrauchsskandalen, sehr häufig mit großen Entschädigungssummen verbunden und deshalb in der Öffentlichkeit nicht unbemerkt.

    Besonders kritisch wurde es wenn in Nordbelgien ähnliche Skandale ans Licht kamen, darunter der Mißbrauch in dem Heim Tordale(Torhout, Westflandern), „Broeders van Dale“ (inzwischen fast ausgestorben, nur noch 7 alte Mitglieder); und in den Heimen der „Broeders van Liefde“, dem damals größten „caritativen“Orden, besonders bei den Behinderten.
    Die Gerichtspolizei trat in Aktion, ermittelte und arrestierte.
    Spätestens seit 1995 muß die Nuntiatur gewußt haben daß riesige Probleme vorlagen.
    2005-2006 wurde dann Weihbischof Lanneau wegen Vertuschung von Missetaten und Behinderung des Gerichts verurteilt (er starb kurz hinterher; Danneels war ebenfalls angeklagt , wurde jedoch durch die totale Schuldübernahme durch Lanneau) nicht weiter behelligt.
    2005-2006 geisterte der Fall eines homosexull lebenden Priesters durch die Medien, drangsaliert durch Danneels, wobei pikanterweise daß nicht die Homosexualität an sich Danneels störte (von 1985bis 1999 bestand ein sehr hottes Spätberufenenseminars in Antwerpen, viele seiner Freunden/hohen Prälaten waren involviert) sondern nur das öffentliche Zeigen.
    Besonders wichtig für die Nuntiatur: der totale Leerlauf des Joh.XXIII-Seminars in Löwen, mit dem Verschwinden vieler Seminaristen in die Niederlanden. ff

  12. ff.
    (Danneels fertigte hierzu ein Rückkehrverbot aus).
    Was betrifft die Fakultät Theologie der Universität Löwen (ein Hauptschwerpunkt bei den Nuntiaturen):
    Hier wurde eine unglaubliche Masse an Häresie, an Unsinn, an Blasphemie produziert
    (THOMAS, ein Theologisch „Bildungs“programm für Religionslehrer, mit AVIMO (Filmproduktionen), „www.oh-my-God-tv“, Radio „Black Maria“), sehr breit contestiert und protestiert, teils auch direkt nach Rom.
    Als 2008 beim Danneels‘Erreichen der Altersgrenze (75 Jahren) dann des Öfteren aus konservativer Ecke der Name v. B Léonard als tüchtige und sehr würdige Bischof fiel, wurde von modernistischer Seite eine laute Protestaktion gestartet.
    Rauber hat noch Mitte 2009 interveniert beim Vatikan um gegen B. Léonard zu hetzen;
    Rauber hat sich damit gegen eine Säuberung dieses sündenpfuhls ausgesprochen.
    Wenige Monate später detonierte dann die Pädophiliebombe mit vanGheluwe, verbrannte Danneels irreparabel, DeKesel inzwischen auch (vor laufender Kamera medial hingerichtet), und Bonny seit dem 28. Dezember 2014 ebenfalls.
    Rauber darf , wie Danneels mantrahaft wiederholt, natürlich sagen daß er nichts gewußt hat und sich an nichts erinnern kann.
    Aber er war trotzdem am falschen Augenblick an der falschen Stelle und mit den falschen Freunden.
    Seine Ernennung zu Kardinal ist dann auch an erster Stelle kein Affront an Papst Benedikt XVI.
    Es ist ganz einfach ein deutlicher Hinweis was der Erzbischof emeritus v. Buenos Aires denkt, was er fühlt, was er demonstrieren will.
    Santé!
    Ein sehr merkwürdiger Klub- die Jubelperser können sich noch an viel erwarten.
    Sub tuum presidium

  13. Bei dieser Liste wird mir schlecht. Da kann nichts Gutes beim nächsten Konklave herauskommen. Bergoglio will den Modernismus mit diesen Ernennungen zementieren. Es läuft alles auf genau das hinaus was ich schon befürchtet hatte, als dieser Italo-Argentinier vor bald zwei Jahren auf der Loggia des Petersdomes erschien. Man muß die zukünftigen Kardinalskreationen richtig fürchten. Was kommt da auf uns zu?? Mir graut es!

    • Bergoglio hat angekündigt die Kirche unumkehrbar zu verändern. Diese Agenda verfolgt er akribisch seit dem ersten Tag seines Papsttums.
      Machen wir uns nichts vor und geben uns keinen Illusionen hin denn einen beträchtlichen Teil des von ihm anvisierten Tagwerkes hat er bereits vollbracht.
      Die Kirche wird mit elan vital bis zur Unkenntlichkeit enstellt bis sie endlich ganz im Kult des Menschen und in der laikalen Menschenanbetung der Zivilreligion aufgeht.

      • Hochgeehrter Herr @J.G. Ratkaj,
        Gott ist allmächtig und allgegenwärtig.
        Der Teufel dagegen nicht.
        Wenn jemand ankündigt die Kirche unumkehrbar zu verändern, verneint er die Allmacht Gottes.
        Die Kirche, das corpus mysticum Christi, kann nicht verschwinden;
        sie ist vielleicht nicht mehr vorhanden in den jämmerlichen Reststrukturen einer früheren total abgewrackten Volkskirche (ich denke hier an einigen Bistümer wo kein Stein mehr auf den anderen geblieben ist).
        Aber: der Hl. Geist weht wo er will (und nicht wo der Böse will).
        In den letzten Jahren (inzwischen Jahrzehnten) sieht man ein stetes Wachsen von Interesse und Liebe für würdige Liturgie, eine tiefe Sehnsucht nach dem usus antiquus, ein Renouveau der Gregorianik, ein tiefes Studium der Theologie, ein gewaltiges Zentrieren auf das Gebet.
        Ich bin da sehr optimistisch.
        Es wird an der anderen Seite so wild hin und her gesprungen, soviel Kontradiktorisches gesagt, soviel Unsinn produziert und dann auch noch interpretiert, ummoduliert und (wenn es zu gortig wird) kurzerhand zensiert, daß dabei am Ende nichts Richtiges herauskommen kann.
        Für das Schreiben auf @katholisches.info gilt: 1. „Das Internet ist ein Geschenk Gottes!“ (P.Franziskus Juni 2014) und für das Machen von Selfies usw. 2. „Vertrödelt Eure Zeit nicht mit dem Internet“(Franziskus August 2014) (das war wohl bei großer Webaktivität über die Franziskaner der Immaculata und vor der Synode, aber da gilt der 1. Satzteil).
        Totus tuus

      • Geschätzter Reichsrömer,
        Ja, der wilde Eber ist in den Weinberg eindrungen um alles zu verwüsten. Was wir mometan erleben ist der finale Abschnitt des Prozeßes die Kirche, die eine göttliche Angelegenheit ist, zu einer ganz menschlichen Sache werden zu lassen.
        Anstatt eifrig das Erbe des Glaubens zu bewahren gibt man sich der Sucht nach „Neuerungen“, „Reformen“ in der Kirche hin.
        Nach den Worten des heiligen Papstes Agatho(Brief Omnium bonorum spes, 27. März 680), darf von dem, was nach der Ordnung bestimmt wurde, nichts vermindert, geändert oder hinzugefügt werden, sondern es ist vielmehr darauf zu achten, daß alles nach Wort und Sinn unverletzt bewahrt wird. Das ist nun hingegen alles „Ballast“ für das „wandernde Volk Gottes“ und die „Zeichen der Zeit“, den „Dialog“ und die „Ökumene“
        Wir hören nun ohne Unterlass, daß nur in einer „Erneuerung“ und „Widerbelebung“ Bestand und Wachstum gesichert wären.

  14. damit ist es mit der Hoffnung eine Sperr Minorität könnte bei der nächsten Papstwahl eine Korrektur erzwingen vorbei jetzt geht es rasant wie ab 1965 nach dem Tod von BXVI wird es dann schamlos mit der Liberalisierung

  15. „Herausragendere Bischofsgestalten wie der Patriarch von Venedig, die Erzbischöfe von Brüssel-Mecheln und Philadelphia, die zu den Anwärtern gehörten, oder der Erzbischof von Ferrara oder die Bischöfe von Chur und Frejus-Toulon wurden nicht berücksichtigt.“

    Solange man die Illusionen auf neo-konservative Prälaten wie Chaput, Léonard und Moraglia setzt, die mitnichten irgendwie einen traditionell konservatives Korrektiv zu Bergoglio bilden oder irgendeine altgläubige Agenda verfolgen sondern au contraire sehr gut in den bunten Bergoglianischen Eintopf passen ist gehörig zu hinterfragen inwieweit der konservative Katholizismus überhaupt noch nach seiner Ratzingerianischen Impfung überhaupt scharfen Durchblick schöpfen und folgerichtig analysieren kann. Ich denke nicht.

    • Danke, lieber Herr Ratkaj. Sie haben einmal mehr als einer der wenigen den Mut, zu sagen, was wirklich los ist. Die „Neokonservativen“ sind lupenreine Modernisten. Sie brauchen nur ein klein bisschen Camouflage in blossen Äusserlichkeiten zu üben, schon fällt ein Großteil der angeblichen Anhänger der Tradition auf sie herein. Das ist der Hauptgrund, warum es um die Tradition so elend steht. Das ist die grösste Schuld von Ratzinger-Benedikt, die er vor seinem Herrn wird verantworten müssen.

  16. Habt ihr tatsächlich erwartet, dass Bergoglio ein „traditionell konservatives Korrektiv“ zu Kardinälen ‎ernennt???‎

    In der jetztigen Situation müßte man schon froh sein, wenn ein paar sogenannte Neokonservative ‎‎(was immer das auch ist) dabei wären…‎

    • Nein, eben nicht. Der Neo-Konservatismus eines Chaput oder Moraglia würde die Brisanz der Lage nur verdecken, und Kleingeistern der „Generation Benedikt“, die trügerische Hoffnung geben „es ist ja alles nicht so schlimm“.

  17. Der Erzbischof von Venedig, Francesco Moraglia, Patriarch von Venedig und von Kardinal Siri geweiht ist wieder nicht dabei. Das sagt vieles…

    • Vielleicht wird es eines Tages eine Auszeichnung sein, von Franziskus NICHT ernannt, geschweige denn von ihm sogar davongejagt worden zu sein. Wer weiß…

  18. Da die letzte Horrorsynode ja gezeigt hat, dass die Rettung der Kirche nicht aus dem erschlafften Alten Europa, sondern von den jungen blühenden Kirche der sog. „3. Welt“ kommt (s. Kaspers rassistische Ausfälle gegen diese), stimmen mich diese Kardinalsernennungen ausnahmweise einmal zuversichtlich.
    Es ist das erste Mal seit Eigkeiten, dass ich eine Entscheidung dieses Papstes nicht kritisieren muss.

  19. Dass jetzt Kardinäle aus bekannt kernkatholische Bananeninseln wie „Tonga“, „Neuseeland“ und „Kapverden“ kommen, ist einfach nur noch würdelos für die Kirche des katholischen Abendlandes.
    Aber es paßt zu dem Suppenkapser auf dem Stuhle Petri.

    • Dieses „Internationalisieren“ des Sacro collegio, das ja mitnichten die „Weltkirche“ zu „repräsentieren“ hat, und auch der Kurie ist ja unabdingbar gewesen um die Dämme zu brechen um die wahre Lehre in eine andere Richtung zu lenken. Denn diese ganzen „Reformen“ diesbezüglich haben die Kurie und das Kardinalat als effektives Organ der Kirchenleitung sabotiert sodaß der Umsturz und die Veränderung sanktioslos von Statten gehen konnte. Das hat Hw.Prof. Msgr May mehrmals eindrücklich festgehalten.
      Wir hören aber nun, daß die Kirche in Europa im Niedergang begrifffen sei (die Schuld hiezu wird exkulpierend, das eigene Totalversagen vollkommen negierend, eiem allgemeinen „demographischen und mentaitätsmäßigem Wandel“ zugeschrieben, die Kurie „reformiert“ werden müsse und deswegen man sich auf eine „wachsende“ Kirche in den Amerikas, Asien und Afrika zu konzentrieren habe. Dieses Krämerdenken ist symptomatisch für die Selbst-Säkularisierung der Konzilskirche. Sie wil uns erklären die „Krise“ betreffe nur das alte Europa während anderswo alles wachse und gedeihe.

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