Neue Kardinäle: Gute und schlechte Nachrichten – Erzbischof Chaput und Erzbischof Forte?

Kardinäle(Rom) In Rom wird damit gerechnet, daß am Dreikönigsfest oder kurz danach die Namen der Kirchenvertreter bekanntgegeben werden, die Papst Franziskus Mitte Februar zu neuen Kardinälen kreieren wird. Das Wall Street Journal hat bereits den einen oder anderen wahrscheinlichen neuen Purpurträger genannt. Unabhängig davon werden in Rom vor allem zwei Namen häufig genannt. Der von Erzbischof Charles Joseph Chaput von Philadelphia (USA) und jener von Erzbischof Bruno Forte von Chieti-Vasto (Italien). Während die Erhebung von Ersterem in den Kardinalsstand eine ausgezeichnete Nachricht wäre, wäre die Erhebung von Letzterem eine um so zweifelhaftere.

Kardinal Charles Chaput?

Erzbischof Charles Chaput von Philadelphia
Erzbischof Charles Chaput von Philadelphia

Der Kapuziner Chaput, Jahrgang 1944, gehört zu den profiliertesten Bischöfen der USA. 1965 trat er dem Kapuzinerorden bei und wurde 1970 zum Priester geweiht. Seine Ausbildung absolvierte er zur Gänze in den USA. 1983 wurde er dort Provinzial seines Ordens, 1988 von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Rapid City in South Dakota ernannt.

1997 folgte die Berufung zum Erzbischof von Denver. Während andere Diözesen ihre Priesterseminare mangels Berufungen schließen mußten, gründete er 1999 ein neues Priesterseminar, um die Priesterausbildung auf eine neue solide Grundlage zu stellen und machte es zur Außenstelle der Lateranuniversität. Hinzukamen vielversprechende Initiativen zur Neuevangelisierung. Erzbischof Chaput gehört dem Verwaltungsrat von EWTN, dem bedeutendsten katholischen Fernsehsender der USA an.
2011 berief ihn Papst Benedikt XVI. zum Erzbischof von Philadelphia und damit auf einen der renommiertesten Bischofsstühle der USA, mit dem seit einem Jahrhundert die Kardinalswürde verbunden ist. Diese wurde ihm noch nicht verliehen, weil sein Amtsvorgänger, Justin Kardinal Rigali erst im kommenden April das 80. Lebensjahr vollendet.

Kardinal Bruno Forte?

Erzbischof Bruno Forte als Sondersekretär der Bischofssynode (Vordergrund)
Erzbischof Bruno Forte als Sondersekretär der Bischofssynode (Vordergrund)

In Europa bekannter ist der Theologe Bruno Forte, der gelegentlich als italienischer Kasper bezeichnet wird. Beim ersten Teil der Bischofssynode über die Familie arbeiteten Kardinal Walter Kasper und Sondersekretär Bruno Forte eng zusammen. Auf Forte gehen die umstrittenen Passagen im Zwischenbericht zur Homosexualität zurück. Eine Position, die auf der Synode keine Mehrheit fand, aber dennoch auf Anweisung von Papst Franziskus mit dem Schlußbericht veröffentlicht wurde, als wäre sie dessen integraler Bestandteil. In diesem Zusammenhang fielen Anschuldigungen wie „Manipulation“ und persönliche Kritik von einem Kardinal, der am Rande der Bischofssynode von einem „schamlosen Manipulator“ sprach.

Erzbischof Forte gilt wegen seiner Ernennung zum Synodensondersekretär nicht nur als Günstling des Papstes, sondern betätigte sich auch tatkräftig dabei, die Synode in eine bestimmte Richtung zu drängen. Seine Erhebung in den Kardinalsstand scheint sicher zu sein, obwohl ihn die italienischen Bischöfe kurz nach der Bischofssynode bei der Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz mit Pauken und Trompeten durchfallen ließen. Eine demonstrative Demütigung, die unter anderen Bedingungen seine weitere Karriere zumindest hemmen würde. Doch Papst Franziskus zeichnet sich im Umgang mit Personen, die ihm persönlich bekannt sind, durch ein markantes Entweder-Oder aus. Entweder er findet Sympathie für jemanden, dann kann dieser mit großen Gunsterweisen rechnen. Mehr noch, wen der argentinische Papst einmal in seine Gunst genommen hat, den läßt er nicht mehr fallen, wie der Fall des päpstlichen Hausprälaten der Vatikanbank IOR, Battista Ricca, zeigte. Umgekehrt gilt jedoch dasselbe. Wer bei Papst Franziskus einmal in Ungnade gefallen ist, bleibt darin.

Bruno Fortes Buch über Kardinal Carlo Maria Martini
Bruno Fortes Buch über Kardinal Carlo Maria Martini

Gnade und Ungnade

Als Papst dazu in die Lage versetzt, nahm der ehemalige Kardinal Jorge Mario Bergoglio in Argentinien eine Reihe von personellen Veränderungen vor. Dazu gehört nicht nur die verständliche Förderung von Vertrauten, sondern auch die demonstrative Degradierung oder Entfernung von Amtsträgern, die sich dem früheren Erzbischof von Buenos Aires in den Weg gestellt hatten. Auch für die Absetzung des Bischofs der paraguayischen Diözese Ciudad del Este ist mitzudenken, daß Bischof Rogelio Livieres gebürtiger Argentinier ist.

Mit der Kardinalskreierung von Bruno Forte soll dessen Ernennung zum neuen Erzbischof von Palermo auf Sizilien zusammenhängen. Forte hatte sich selbst bereits für die Nachfolge von Mailand und Venedig ins Gespräch gebracht, wurde jedoch von Benedikt XVI. in beiden Fällen übergangen. Die jüngst erfolgte demütigende Niederlage betraf den Stellvertreterposten für Mittelitalien in der Bischofskonferenz. Die Berufung nach Palermo und damit nach Süditalien wäre damit in mehrfacher Hinsicht die Korrektur eines Schönheitsfehlers.

 Text: Giuseppe Nardi
Bild: La Cigueña de la Torre/Wikicommons/Papaboys

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20 Comments

  1. Warum die Promotion des Ordinarius von Philadelphia eine so ausgezeichnete Nachricht wäre mag sich manch einem gar nicht so recht erschließen. Er ist ein typischer neo-konservativer US-Prälat mit einigen Elementen des bergoglianischen Amtsverständnisses verbrämt. Eine gute Nachricht wäre die Ernennung von Bischöfen vom Schlage Schneiders und Oliveris gewesen nicht aber die Beförderung eines weiteren Neu-Konservativen Hierarchen in das sacro collegio. Gleiches gilt für Erzbischof Gomez in Los Angeles, den man auch als konservativen „Hoffnungsträger“ anfangs noch blind frenetisch bejubelte um bald in die vollommene Ernüchterung zu wechseln oder den Patriarchen von Venedig der in Bälde vor der venezianischen Waldensergruppe predigen wird.

    • Lieber Herr Ratkaj, wieder einmal bringen Sie wie kaum ein anderer hier die Dinge messerscharf auf den Punkt. Die anstehende Beförderung des Bischofs Chaput ist wieder so ein sedierende Dosis für all die Benedikt-Papolatriker, die sich von dem neokonservativ camouflierten Modernismus reinsten Wassers die „Erneuerung der Tradition“ erwarten. Wie sediert muss man sein, um immer noch so zu denken, nachdem das völlige Desaster von Ratzinger und den „Ratzingerianern“ vor aller Augen liegt.

      • Momentan kann kein Papst die Tradition erneuern, weil er sich sonst im Jenseits wiederfindet. Papst Benedikt XVI. war Theologe – ein Titan der Eloquenz. Leider ist Theologie und Redegewandtheit auch nicht alles. Aber er hat mit seinem Vermögen versucht zu tun was er konnte.

    • Das ist eine interessante Information für die, die sich in den Verhältnissen der Kirche in den USA nicht so gut auskennen. Diese Neokonservativen sind praktisch doch keine Felsen, auf die gebaut werden kann. Sie sind vielmehr auch Bedenkenträger hie und da und marschieren letzten Endes mit einiger Verspätung den Linken hinterher.

  2. Erzbischof Chaput ist im Verwaltungsrat von EWTN; dann dürfte er mit Mutter Angelica – Gründerin des Fernsehsenders EWTN – einig sein, die so gar nichts übrig hat für den „zeitgemässen“ Ausverkauf der röm. kath. Identität. Sie – und nicht nur sie – hat die Nase voll von einer liberalen Kirche:
    -
    „Ich habe die Nase voll von eurer liberalen Kirche, 
    … eurem ichbezogenen Gebet, eurer erdhaften Spiritualität. 
    Ich habe die Nase voll von euren „Aufbrüchen“, denn das erste, was von einem solchen Auf-Bruch zurückbleibt, ist ein Loch, in das wir alle hineinfallen. 
    Ich habe die Nase voll von euren Theologen, die nichts anderes tun, als spalten und zerstören… 
    Sie wissen, wie schrecklich schweigsam wir loyalen Katholiken in all diesen Jahren gewesen sind…wir haben eure Ansichten über Gott nun dreißig Jahre lang runtergeschluckt. 
    Ihr habt keinen Gott, kein Dogma, keine Glaubenslehre und keine Autorität. 
    Ich empöre mich über eure Versuche, den Katholizismus der Kleinen, Armen und Älteren zu zerstören. 
    Eure Katechismen sind so verwässert, dass sie nichts anderes mehr besagen, als „liebe deinen Nächsten“. 
    Nein, zuerst muss man Gott lieben! “
    -

    „Aufbruch“ Erzbischof Forte dürften diese klaren Worte weniger gefallen.

  3. Kardinalsernennungen sind immer so eine Sache.
    Ich stehe bis heute fassungslos vor der Tatsache, das Papst Joh. Paul II die Bischoefe Kasper und Lehmann zu Kardinaelen erhoben hat.
    Diese zwei alleine, haben der Kirche mehr Schaden zugefuegt als man glauben kann.
    Es scheint so zu sein, das das Ganze wenig mit Berufung und Treue zur Kirche zu tun hat, als vielmehr ein politischer Akt ist.
    Insofern warum kann es nach Groesse des jeweiligen Landes nicht einen bis maximal 3 Kardinalsernennungen geben und diese richtig tiefgruendig geprueft werden, auf die Treue des jeweiligen Kandidaten, zu Lehre und Dogmen.
    Kasper und Lehmann waren vorher schon als Abtruennige bzw. Relativisten so klar zu erkennen, wie etwas.
    Kurz gesagt, 2 Vat Konzil eben, aber nach den neuesten Statistiken hoert die Kirche Europas und Nordamerikas ja sowieso in Kuerze auf, zu existieren, mit diesem Pontifikat gehts halt noch etwas schneller.

  4. Hier eine kleine Möglichkeit, der Schande, dass der Kölner Dom sein Licht für mutige, friedliche Menschen ausknipst, http://www.bild.de/politik/inland/pegida/dom-verdunkelung-gegen-pegida-begeistert-politiker-39172068.bild.html
    etwas entgegenzusetzen:
    http://www.ipetitions.com/petition/petition-ja-zu-pegida
    und hier, für alle „Ökumenefreunde“
    http://www.pi-news.net/2015/01/christ-welt-lehnt-kirche-in-not-anzeige-ab/#more-441574
    und hier ein Beispiel für einen mutigen Mariensohn http://www.pi-news.net/2014/12/islamisierung-ein-pfarrer-spricht-klartext/

    • @euca

      Und deutsche Bischöfe geben durch ihre Bezeichnung der PEGIDA als „gottlos“ der vom Staat geförderten Antifa-SS quasi ihren Segen. Mutiger Pfarrer Pietrek, Gott schütze ihn und alle, die friedlich auf die Straße gehen.

    • die „mutigen, friedlichen“ Menschen, hätten vermutlich auch dafür demonstriert um Maria, Joseph und Jesus – die bekanntlich Juden waren abzuschieben. Es ist der gleich Schlag von Schergen die im tausendjährigen Reich Bücher verbrand haben und katholische Priesters ins KZ gejagt haben… Die Überzahl ist weder getauft noch gebildet.

      ”Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. … Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matth. 25, 35 + 40)

      • @st.spirito

        Offensichtlich haben Sie r e i n g a r n i c h t s von der Predigt Pfarrer Pietreks verstanden, ich unterstelle mal, Sie haben sie gar nicht angehört! Aber mit so einem Nick-Namen hat man das auch nicht nötig.

      • @st. spirito

        Hier die Predigt in schriftlicher Form, falls die Ohren Probleme bereiten:

        Meine lieben Brüder und Schwestern in Christus,

        angenommen jemand besitzt ein Haus, eine Familie und er hat freie Wohnungen im Haus und möchte vermieten. Wird er Mieter nehmen, von denen er fürchten muß, daß sie seine Kinder verder­ben? Jeder würde sagen „Nein, das ist seine Entscheidung.“

        Zur Zeit steht Deutschland vor dieser Entscheidung. Die katholische Soziallehre verlangt, daß wir auch zu solchen schwierigen Problemen Stellung nehmen. Von Politikern und auch Kirchenmän­nern wird gesagt, ihr müßt mehr Personen aufnehmen und unterbringen, wer immer es auch ist und da wird verwiesen auf Worte der Heiligen Schrift, z. B. „Tut Gutes, denen die Euch hassen, betet für die, die Euch verfolgen.“ Es wird erinnert am heutigen Tag im Evangelium an die Feindesliebe des Stephanus, der noch im Sterben gesagt hat „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an.“ Nach dem Vorbild Jesu hat er es gesagt. Jesus hat erklärt am Kreuz „Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“

        Was ist nun davon zu halten? Wie weit geht die Nächstenliebe? Darum ist ein Streit entbrannt und viele Deutsche haben sogar Angst, daß sie sich zu Tausenden, ja zu Zehntausenden öffentlich ver­sammeln, weil sie nicht wollen, daß unser Land islamisiert wird. Wir haben im Jahr 2013 11 000 Asylanten aus Syrien aufgenommen. Von denen waren 70 %, also etwa 8 000 Muslime, die meisten anderen waren Christen. Ganz sicher haben wir denen gegenüber, die heimatlos sind, vertrieben, de­nen man alles weggenommen hat, eine große moralische Verpflichtung zur Nächstenliebe. Das kann bis zu Einschränkung des Einzelnen führen, daß z. B. in den Nachbarländern der Geflüchteten Dör­fer errichtet werden, Städte, die von uns finanziell getragen werden.

        Wir haben aber nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht, und das sage ich hier, auch wenn ich damit einzelnen Bischöfen widersprechen muß, die ja in dieser Frage nicht unfehlbar sind. Wir ha­ben ein Recht und eine Pflicht, unseren Glauben, unsere christliche Leitkultur zu verteidigen. Die Grenzen sind sicher fließend und sind festzulegen von Fachleuten und Politikern. Aber wir haben ein Recht, uns gegen eine Überfremdung zu wehren, und wir verlangen mit Recht von allen Politi­kern, und das muß öffentlich auch von der Kirche gesagt werden, da wir ein mehrheitlich christli­ches Land sind, verlangen wir, daß wir vor allem christlichen Flüchtlingen Zuflucht bieten. Paulus schreibt „Tut allen Gutes, vornehmlich aber den Glaubensgenossen.“ Nämlich auch, um den eige­nen Glauben zu bewahren. Es ist ganz klar, daß ein islamisiertes Deutschland dann auch den Glau­ben großteils verlieren würde. Viele, die den Glauben nicht richtig kennen, nicht richtig leben, wür­den schwach werden und würden den eigenen Glauben preisgeben. Es ist eine Pflicht der Hirten, davor zu warnen. Meine Mutter hinterließ mir als Leitwort für mein späteres Leben den Satz „Was nützt es den Schafen, wenn der Schäfer ein Schaf ist?“

        Wir haben in unserer Nächstenliebe bis auf’s Äußerste zu gehen. Wir kennen die Bergpredigt und wissen, daß Jesus freiwillig an uns appelliert, daß wir freiwillig bereit sind, auf’s Äußerste alles, so­gar unser Leben, unseren Besitz aus Liebe zu den Feinden oder Gegnern auch hinzugeben. Aber da wir wissen, daß der Islam gewalttätig ist, daß er den Koran nicht ändern kann und nicht ändern will, weil er ihn eben nicht ändern kann, und daß dazu Welteroberung durch den Islam gehört, haben wir – wie es unsere Vorfahren getan haben, bei Lepanto, 2 Mal vor Wien, bei der Abwehr der Angriffe der Muslime auf Rom, bei den Angriffen auf das ganze Mittelmeer, wo ja Hunderttausende von Christen im Lauf der Jahrhunderte in die Sklaverei geraten sind; so wie die Christenheit sich in Spanien erhoben hat, das ¾ Jahrtausend lang, 750 Jahre lang von Muslimen besetzt war, so daß heute noch jedes vierte Wort der spanischen Sprache arabisch geprägt ist – so haben wir als Christen, nämlich aus Liebe zum Heiland, unseren Glauben zu bewahren und den Glauben auch der uns Anvertrauten zu bewahren.
        Und so darf ich im Namen der katholischen Soziallehre öffentlich die Forderung an unsere Politiker richten, daß sie Christen aufnehmen, aber Nichtchristen eine Zuflucht in anderen Ländern finanziell ermöglicht. Und wenn die Politiker das nicht tun, dann darf ich alle Christen ermutigen, sich von warnenden Worten, auch von Bischöfen ausgesprochen, nicht beeindrucken zu lassen und zu den großen Massenversammlungen zu gehen. Daß sich darunter auch Radikale mischen, allgemeine Protestler, Personen, die Randale suchen, ist völlig klar. Die Presse wird das immer können, einzel­ne Gruppierungen fertigmachen. Aber wir lieben unseren katholischen Glauben.

        Es ist traurig, daß wir in der muslimischen Welt bisher so wenig missionarisch wirken konnten. Ein alter Missionar in Indien, der vor kurzem gestorben ist, hat mir erzählt, daß er in seinem Leben
        4 000/5 000 Inder, vor allem von der Urbevölkerung getauft hat. Immer wenn er zuerst eine Schule und dann eine Kirche gebaut hatte und ein kleines Dorf ringsherum, hat er das einem jüngeren Missionar übergeben und ist mit ein paar Familien weitergezogen. Er hat mir bei dieser Gelegenheit erzählt, daß er in seinem Leben in Indien nur eine Handvoll Muslime taufen konnte, weil sie auch Angst hatten, von ihren Familien ausgestoßen zu werden oder getötet zu werden. Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen. Nächstenliebe haben wir allen gegenüber zu üben. Aber sie be­ginnt im eigenen Vaterland, in der eigenen Familie und dem eigenen Glauben gegenüber. Alles an­dere ist mißverstandene Nächstenliebe, und so wollen wir den heiligen Stephanus, den Märtyrer der Nächstenliebe, bitten, daß die katholische Kirche in Deutschland wach wird und daß sie erkennt, was wahre Nächstenliebe ist. Wir haben die Tradition unserer Väter zu bewahren, nicht nur in der Liturgie, sondern auch im praktischen Verhalten in der katholischen Soziallehre, wie uns die Jahr­hunderte gelehrt haben, auch in der Abwehr des Islam. Wir lieben den einzelnen Muslim, auch er ist unser Bruder. Wir beten dafür, daß er gerettet wird für die Ewigkeit, aber wir haben ihm auch zu sa­gen, was Jesus uns mitgeteilt hat, daß wir nur durch Jesus, durch die Geburt des göttlichen Kindes zu Weihnachten und seine Kreuzeshingabe und Auferstehung gerettet werden können. So hat die Missionskraft auch der Katholiken in Deutschland wieder zu wachsen. Amen.

      • @st.spirito

        So ein Quatsch. Ich habe selbst an PEGIDA-Demonstrationen teilgenommen und keineswegs irgendwelche Dumpfbacken getroffen. Im Gegenteil, ich lernte dort einen jungen Iraner kennen, der in Deutschland katholischer Christ geworden ist und kein Verständnis dafür hat, dass wir der Islamisierung Europas und dem Import orientalischer Konflikte beinahe tatenlos zusehen. Er sagte ganz klar, dass der friedliche Islam eine westliche Einbildung ist. Islam = Gewalt. Er muss es ja wissen.

      • Grandios! Wir müssen wohl bis an den St. Nimmerleinstag warten, bis wir eine solch fulminante, wehrhafte, zuiefst katholische Predigt mal aus dem Mund eines Bischofs hören können…

        Pfr. Pietrek ist ein unglaublich mutiger Mann, ein Heldenpfarrer! Ich fürchte nur, er wird nach dieser Predigt im Bistum des linksgrünen Bischofs Bode keine ruhige Minute mehr haben…

  5. Dass Bischöfe ihr Ordensgewand nicht tragen (müssen) ist bekannt. Aber warum ist Chaput rasiert?

    • Erzbischof Chaput ist mir schon mehrfach positiv als streitbarer Verteidiger des Glaubens und der Kirche aufgefallen.
      Was den fehlenden Bart angeht: Ich denke, das hängt mit seiner indianischen Abstammung zusammen. Chaput ist ein Potawatomi. Da ist nix mit Rauschebart der alten Propheten.
      Warum sagt mir mein Gefühl, dass Forte eher Kardinal wird als Chaput? Gott segne den Erzbischof von Philadelphia

  6. Den bevorstehenden Ernennungen sehe ich mit grosser Sorge, ja mit Befremden entgegen.Vielleicht wird-um der allgemeinen Beschwichtigung willen ein guter Kandidat (Chaput) dabei sein-den Günstlingen aber, die da kommen sollen möchte ich schon jetzt mein grosses Beileid aussprechen für die Zeit danach- sie werden viel dann leiden und sühnen müssen, denn diese furchtbare Zeit wird zu Ende gehen.Die vielen Kollaturalschäden werden schmerzhaft repariert-dann wenn der Karneval und Tango vorüber, dann wird die hl. Kirche wieder erstrahlen im ursprünglichen Glanz.Vorallem die weihnächtliche furchtbare Aussage „Alzheimer“ muss gesühnt werden.Alzheimer ist eine irreversible Krankheit, die als unheilbar gilt. Für uns Christen gibt es keine Krankheit um in dem Bild zu bleiben die nicht vom neugeborenen Heiland geheilt werden kann.Ja, es ist meine persönliche Gewissheit, die hl Kirche wird strahlen bis dann, wenn das letzte Blatt vom Kalender der Menschheit abgerissen wird-dann wenn Gott selbst kommt im Feuer, das dann alles Vergängliche hinwegfegt und in Glorie sein Reich erstellt.fiat fiat!
    nb.der einzige Trost in diesen Tagen war und ist mir; man kann uns so vieles nehmen-aber nicht den Himmel in seinem noch verborgenen Glanz-aber nicht die herrliche Wiederkunft Christi, dessen Kommen wir in Liebe ersehnen.

  7. Nicht dass ich diesen bzw. seine Theorien besonders gut fände, aber in Frankreich hat der Ökonom Thomas Piketty die Ernennung zum Mitglied der Ehrenlegion abgelehnt.

    Unter den gegebenen Umständen müsste sich dies ggf. auch der eine oder andere für den Kardinalshut auserkorene Diözesanbischof überlegen. Auf raised eyebrows aus Rom könnte man „wg. Demut“ antworten.

  8. Zu Ben Hur sagt: 3. Januar 2015 um 12:10:

    Ich bin katholisch gläubig und die AFD sowohl die Pegida haben mit dem, was Politiker und bestimmte Verantwortliche als „diffuse Ängste“ bagatellisieren, recht. Folgendes: Zuerst „Versailles“, dann Währungsreform 1948, jetzt: Oero+falsche Asylpolitik. Ich möchte ein Deutschland, in dem meine Kinder kein Mobbing in den Schulen durch isl***** Jugendliche erleben müssen, ich möchte in der Zukunft ein Deutschland, in dem meine kulturelle und geschichtliche Identität gesichert ist, desweiteren möchte ich in der Zukunft in einem Land leben, in dem meine Rente gesichert ist. Ich bin Katholikin und setzte mich für die Interessen von meiner eigenen Kultur ein, dewegen bin ich kein Nazi ! Warum nimmt denn Saudi-Arabien so gut wie keine Flüchtlinge auf ? Die sind doch noch „reicher“, oder ?

      • Ben Hur sagt: 5. Januar 2015 um 18:10
        Danke für den Link !
        Eigentlich war dieser Thread ja als Kommentar zur Wahl der neuen Kardinäle gedacht. Nur ist es eben so, dass die allgemeinen Geschehnisse sich mit den Geschehnissen im Leib der Kirche spiegeln. Ich hoffe, dass unter den neuen Kardinälen auch kompetente Hirten dabei sind, die unsere christliche Kultur schützen. Leider werden in Deutschland bestimmte berechtigte Anliegen stigmatisiert und in die Na**-Ecke gedrückt. Selbst Helmut Schmidt, der jahrelang vor der Islamis***** der BRD gewarnt hatte, redet jetzt andersherum. Ich bin sehr traurig. Es ist wie eine schwarze Hand, die das Aufrechte niederdrückt. Ich lebe in der Hoffnung für ein besseres Deutschland – ein besseres Europa. Diese Hoffnung bleibt. Es wird nach vielen Entbehrungen eine andere Zeit im Lichte der Wahrheit kommen.
        In dieser Hoffnung lebe ich.

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