Kardinal Burke über den „Geheimkrieg im Vatikan: Wie Papst Franziskus die Kirche durcheinanderbringt“

Le Figaro Magazine über den "Geheimkrieg" des Papstes
Le Figaro Magazine über den „Geheimkrieg“ des Papstes

(Paris) Die französische Tageszeitung Le Figaro widmet der Katholischen Kirche die Titelgeschichte des wöchentlichen Le Figaro Magazine. „Geheimkrieg im Vatikan: Wie Papst Franziskus die Kirche durcheinanderbringt“. Im Mittelpunkt stehen ein „autoritärer Papst“, der eigenwillig starke Entscheidungen trifft und die wachsende Unzufriedenheit und Irritationen in der Kirche über seine Vorgangsweise, Kritiker einen nach dem anderen zu eliminieren.

Das elf Seiten umfassende Dossier des Le Figaro Magazine enthält auch ein Interview von Jean-Marie Guénois, dem Vatikanisten der französischen Tageszeitung mit Kardinal Raymond Leo Burke.

Guénois schreibt dazu: „Zum Papst gewählt, hat Franziskus schnell mit den europäischen Höflichkeitformen und alten Gewohnheiten gebrochen. Es handelt sich um eine ‚unfruchtbare Großmutter‘, hatte er Ende November in Straßburg über den Alten Kontinent gesagt. Er hat mit allem gebrochen, was das Papsttum noch an imperialen Glanz bewahrt hatte. Keine Kniebeugen mehr. Erst recht nicht der Ringkuß. Hat dieser Papst, der sich vor allem als Bischof von Rom fühlt – das Wort ‚Papst‘ kommt ihm nur selten über die Lippen – nicht erst vor wenigen Tagen einen Prälaten kritisiert, weil er zu einer Arbeitssitzung im Talar erschienen war? Nüchterner Anzug und Clergyman reichen.“

Nachfolgend das Interview von Jean-Marie Guénois mit Kardinal Raymond Burke:

Von Papst Benedikt XVI. zum Präfekten des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur, einem Dikasterium der Römischen Kurie berufen, wurde der amerikanische Kardinal von Papst Franziskus aus seinem Amt entfernt und zum geistlichen Assistenten des Malteserordens ernannt. Ein äußert seltener Vorgang in der Kirchengeschichte. Der Kardinal hatte es gewagt, den von Papst Franziskus verfolgten Weg öffentlich zu kritisieren.

Le Figaro Magazine: Kann ein Kardinal uneinig mit dem Papst sein?

Kardinal Burke: Natürlich ist es möglich, daß ein Kardinal mit dem Papst zu Fragen der Vorgehensweise oder der pastoralen Linie uneins ist. Es ist hingegen unmöglich, daß es Meinungsverschiedenheiten zu Fragen der Glaubenslehre und der Kirchenordnung gibt. Das bedeutet, daß ein Kardinal in bestimmten Situationen die Pflicht hat, dem Papst zu sagen, was er wirklich denkt. Natürlich muß er sich immer auf respektvolle Weise äußern, weil der Papst das Petrusamt repräsentiert. Wenn der Papst Kardinäle um sich hat, dann gerade damit sie ihm Ratschläge geben.

Wurde den bei der Synode über die Familie aufgetretenen Unstimmigkeiten zu viel Bedeutung beigemessen?

Seltsam ist bei diesem Dossier über die wiederverheiratet Geschiedenen, daß jene, die daran erinnert und vertreten haben, was die lateinische Kirche immer gelehrt hat, beschuldigt wurden, gegen den Heiligen Vater zu sein und nicht in Einklang mit der Kirche zu stehen … Das ist unglaublich! Die Kirche hatte immer theologische Dispute und harte Auseinandersetzungen gekannt, in denen Theologen und Kardinäle veranlaßt waren, ihre Meinung zu sagen. Wenn ich also gemeinsam mit anderen Kardinälen eine Studie zu diesem Thema veröffentlicht habe, um meine Meinung darzulegen, dann ist das im Geist einer wahrhaftigen theologischen Diskussion zum Zweck der Wahrheitsfindung geschehen.

Hat es Sie erschüttert, was bei der Synode geschehen ist?

Die Synode war eine schwierige Erfahrung. Es gab eine Linie, jene von Kardinal Kasper können wir sagen, der sich jene anschlossen, in deren Händen die Leitung der Synode lag. In Wirklichkeit scheint es, daß der Zwischenbericht [Relatio post disceptationem] bereits vor den Wortmeldungen der Synodenväter geschrieben worden ist! Und zwar im Sinne einer einzigen Linie, zugunsten der Position von Kardinal Kasper … zudem wurde die Homosexuellen-Frage eingefügt – die in keinerlei Beziehung zum Thema Ehe steht – indem man positive Elemente in ihr suchte. Ein weiterer sehr besorgniserregender Punkt: der Zwischenbericht enthält weder einen Hinweis auf die Heilige Schrift noch auf die Tradition der Kirche noch auf das Lehramt von Johannes Paul II. über die Ehepartner. Das ist sehr befremdlich. Ebenso die Tatsache, daß im Schlußbericht die Paragraphen über die Homosexualität und die wiederverheiratet Geschiedenen enthalten sind, obwohl sie bei den Bischöfen nicht die nötige Mehrheit fanden.

Was steht auf dem Spiel bei dieser Kontroverse?

In einer Zeit großer Verwirrung, wie wir durch die Gender-Theorie sehen, brauchen wir um so mehr die kirchliche Lehre über die Ehe. Und dennoch werden wir zum Gegenteil gedrängt, in Richtung der Zulassung der wiederverheiratet Geschiedenen zur Kommunion. Vom Drang das Ehenichtigkeitsverfahren zu erleichtern erst gar nicht zu sprechen. Das alles wird faktisch zu einer Art „katholischer Scheidung“ führen und damit zur Schwächung der Unauflöslichkeit der Ehe, obwohl deren Grundsatz bekräftigt wird. Doch die Kirche muß die Ehe verteidigen und nicht schwächen. Die Unauflöslichkeit der Ehe ist weder eine Buße noch ein Leiden. Es handelt sich vielmehr um eine große Schönheit für jene, die sie leben und um eine Quelle der Freude. Ich bin deshalb sehr besorgt und fordere alle katholischen Laien, Priester und Bischöfe auf, schon ab heute bis zur nächsten Bischofssynode sich dafür einzusetzen, daß die Wahrheit über die Ehe sichtbar wird.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Catholica Ecclesiae Christi

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defendor
Als passende Ergänzung; Hw Andreas Hirsch von der Petrus-Bruderschaft legt die unveränderlich gültige Lehre der Kirche in Bezug auf den Ehebruch  und die Nichtzulassung bzw. Wiederzulassung zu den hl. Sakramenten dar: - „Da Jesus am besten weiss, was für uns gut ist, ist seine Lehre über die Ehe eindeutig. Er will dabei die Familie schützen, besonders Frau und Kinder. Deshalb verbietet Jesus die Wiederheirat  und bezeichnet diese Todsünde  als Ehebruch: Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen (Mt 19,6) [….] Jesus fordert die Ehebrecherin Maria Magdalena auf,  nicht mehr zu sündigen,  nachdem Er sie vom Tod durch Steinigung gerrettet hat. (Joh 7,53ff). Sie folgt ihm und… weiter lesen »
Pascal13

Wunderbar! Dem ist nichts hinzuzufügem genau so ist es!

Ralph

So ist das. Wer muss auch immer die Grundlagen in Frage stellen ? Wehren wir uns im Interesse der wahren Verkündung.

zeitschnur
Um was geht es eigentlich – um das Aufrechthalten alten „imperialen Glanzes“, um die spröde Glaubenslehre oder darum, dass Jesus Christus einziehen kann in die Herzen? Wenn einer so argumentiert wie im „Figaro“, dann kann ich F. sogar verstehen. In einer postmodernen Welt wäre das doch reine Folklore! Etwas tatsächlich Unfruchtbares! Befriedigung klatschsüchtiger, enger, moralistischer Geister – mehr nicht. Kniebeugen, Ringküsse, viel Getue, aber nichts dahinter. Und natürlich schreibt man diese „imperiale“ Höflichkeit wieder Europa zu und wertet Südamerika ab, als ob das ein Kontinent von Desparados ohne Manieren sei. Unser Problem ist nicht vordringlich der „imperiale Glanz“! Schon gar… weiter lesen »
Seinsheim
Liebe Zeitschnur, ich gebe Ihnen völlig recht: in erster Linie brauchen wir wieder Herzen, die für Christus brennen. Doch dann gilt es zu unterscheiden: zwischen dem semi-imperialen Glanz einer vatikanischen Hofhaltung und dem königlichen Glanz der Liturgie. Letzterer ist Vorschein und Abbild der gloria regni coelorum und ein Sinnbild für den Sieg des Lebens über den Tod ist. Somit ist sie unentbehrlich, da sie keinen Imperator und auch keinen Pontifex, sondern Christus verherrlicht. Eine einfache Liturgie mit Verweis auf die Armut Jesu zu verweisen, wäre falsch, denn Jesus nahm Krippe und Kreuz wegen unserer Sünden auf sich. Er entäußerte sich… weiter lesen »
Markus
Verehrte Zeitschnur, Ihre Kommentare hören sich immer so pessimistisch an. Glauben Sie wirklich, dass das Papsttum und die „offizielle Amtskirche“ erledigt sind und die eigentliche Kirche nur in einer kleinen Gruppe weiterlebt, ähnlich der Bruderschaft St. Giuseppe Melchiorre Sartos oder gar die Bruderschaft selbst? Wird der Teufel vollends in die Mauern der Kirche eindringen, die zur Ehre Gottes gebauten Kirchen und Kathedralen besetzen und die wahre Kirche wieder in die Katakombnen gehen? Glauben Sie das wirklich. Ich persönlich habe immer noch die Hoffnung, dass in naher Zukunft ein rechtgläubiger und wahrhaft katholischer Papst gewählt werden wird, vielleicht gar durch ein… weiter lesen »
zeitschnur
Ich hoffe nicht auf Menschen! Bzw. ich weiß, dass ich genau das nicht soll und bitte drum, das auch durchhalten zu können. Denn wir Menschen wollen immer auf Irdisches hoffen, aber es hat keinen Bestand. Ich denke, die Kirche ist dermaßen desolat, durch die Liturgiereform sind auch die Weihen fragwürdig geworden. Früher hat man auch bei der FSSPX NOM-Priester, wenn sie in der konziliaren Kirche ausstiegen, nachgeweiht. Heute macht man das nicht mehr. Aus triftigen Gründen gehen aber viele nachdenkliche Leute (wie einst auch irrlichternd und schwankend einmal der EB Lefebvre) davon aus, dass die Weihe nicht gültig sind, weil… weiter lesen »
Kanadier
Auch wenn wir uns wieder einmal mit zwei Worten befassen statt mit dem eigentlichen Inhalt des Berichtes: Vor mir aus darf die Kirche gerne alles aufgeben, was man als „Primborium“, „imperialen Glanz“, „weltlichen Reichtum“ oder wie auch immer man es nennen will bezeichnet. Solange sie das Wesentliche behält und dem Auftrag, alle Völker zu lehren gerecht wird! Jesus hatte vermutlich keinen Ring, den jemand hätte küssen könnte und er hat weder in Palästen gelebt noch von anderen erwartet, daß sie die Knie vor ihm beugen. Aber er wollte, daß wir ihm nachfolgen, seinen Worten Glauben schenken und nicht nur unsere… weiter lesen »
Markus
Es ist leider so, wie Sie es beschrieben haben. Die Kirche verkommt immer mehr zu einem weltlichen Unternehmen. Geld ist alles. Gewinn ist alles. Vielerorts ist die Kirche so verweltlicht, dass man Sie nicht mehr als Kirche wahrnimmt. Es ist, wie schon Papst Benedikt XVI damals in Freiburg gesagt hat, Zeit für eine tiefgreifende Entweltlichung der Kirche. Die Kirche soll sich ihres weltlichen Reichtums entblößen und wieder ganz ihre weltliche Armut annehmen. Man könnte dabei gleich mit der Abschaffung der Kirchensteuer in Deutschland anfangen, denn die Kirche in Deutschland besitzt mehr als genug Geld. Und es ist nicht nur der… weiter lesen »
zeitschnur

Zustimmung, @ Kanadier. Die „zwei Worte“ waren für mich der Einstieg zum Problem der Wiederverheirateten nach Scheidung.
Wie oben bei meinem Kommentar zu Seinsheim:

In einer Kirche, in der es v.a. um Macht und „imperialen“ Glanz – nicht den Glanz des Königtums Christi – geht, geht es dann auch bei solchen Fragen nur noch darum, wer welche Macht erobert.

Ralph

So ist das. Endlich eine Aussage zum eigentlichen Thema und kein endloses Herumgerede.

zeitschnur
@ Seinsheim Frohe Weihnachten, Seinsheim! Ich sprach ja in gar keiner Weise gegen eine glanzvolle Liturgie. Mir ging es darum, dass der Glanz des Königtums Christi an sich nicht von dieser Welt sein kann. Wenn aber ein Journalist zuallererst mal den „imperialen“ Glanz vermisst in der Kirche, dann ist da was schief gelaufen! Wenn es nur um Macht geht (und beim „imperialen Glanz“ tut es das), dann ist es am Ende keine Herzensfrage, keine Hingabefrage, nicht mehr eine Frage der Liebe zu Christus, sondern eben auch eine Machtfrage, ob Wiederverheiratete unbedingt zu einer ohnehin schon flurbereinigten Hl. Kommunion gehen dürfen…… weiter lesen »
Paco

Endlich mal ein Kommentar, der sich mir Kardinal Burke kitisch auseinandersetzt. Aus sicherer Quelle (Radio Vatikan) weiß ich, dass Burkie es als US-Amerikaner nicht erträgt, nun einen südamerikanischen Papst als Vorgesetzten zu haben.

Ralph

Das sind wieder endlos lange Ausführungen, die parallel zu dem eigentlichen Text verlaufen. Der Herr hat keinen Stall erwählt. Was sind denn das für Ansichten, die die Botschaft auf ein Kleinmaß reduzieren ? Weniger wäre mehr. Das gilt auch für Texte auf der Nebenspur.

Ralph

Das geht doch einmal mehr am Thema vorbei. Was uns allen fehlt, mag nicht Sorge Einzelner hier sein. Ich lasse mich nicht gerne vereinbaren von irgendwelchen Behauptungen zumal noch nicht nachvollziehbarer Art.

Leonie

Ohne HW Hirsch zu Nahe treten zu wollen, ich denke, dass es sich doch allmählich rumgesprochen haben müsste, dass die Ehebrecherin und die Sünderin nichts mit Maria Magdalena zu tun haben.

Pascal13

Was meinen Sie??

Kanadier

Das interessiert mich auch. Was meinen Sie damit, Leonie?

zeitschnur

Oben bei dem Defendor-Zitat von HW Hirsch – … gleich das erste…

michael

„Durcheinander“, das ist das richtige Wort, fuer den Zustand Roms momentan.

Cleo
In der heutigen Welt ist es „normal“ geworden, sich scheiden zu lassen und sich wieder neu zu verheiraten. Wer gläubig ist ist versucht zu denken, dass Gott doch unmöglich so hartherzig sein kann. Bestimmt versteht Er es, wenn ich wieder einen Partner finde und heirate. Und wenn dann sogar Kinder geboren werden, ist man versucht zu denken, das sei ein Zeichen von Gottes Einverständnis. Ich gehör(t)e zu jenen wiederverheirateten. Heute erkenne ich die Maria Magdalena in mir. Ich war mit meinem Verhalten in Gottes Augen nichts anderes als eine Prostituierte und Ehebrecherin, da brauche ich mir nichts schönreden. Jetzt lebe… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Halten wir am Herrn Jesus Christus fest, mit Gottes Gnade und all unserer Kraft, in Vertrauen und Liebe, dann wird alles gut werden. Wie sagt doch der hl. Apostel Paulus: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Röm 8,28. Ist das nicht tröstlich?

Shuca
„Wer gläubig ist ist versucht zu denken, dass Gott doch unmöglich so hartherzig sein kann. Bestimmt versteht Er es, wenn ich wieder einen Partner finde und heirate.“ Nein er wird es nicht verstehen. Er wird am Ende sagen „Ihr habt mich nicht gekannt und ich kenne euch auch nicht“. Wer vor Christus „Treue bis zum Tod“ geschworen hat sollte es nicht ein zweites Mal versuchen. Er stellt seinen Gott auf der Stufe der Lächerlichkeit eines Standesbeamten und das sollte er nicht tun. Es wird verheerenden Folgen nach seinem Tod haben. Was ein Kardinal Kasper in Rom quatscht ist vor dem… weiter lesen »
Shuca

Achso das wichtigste habe ich natürlich vergessen. Selbstverständlich habe ich um Hilfe gesucht und bin nachts zur Mutter Gottes gegangen. Es war übrigens Etzelsbach. Am anderen Morgen bin ich im Auto zum Anwalt gefahren und habe das Radio angemacht und gleich kam das Lied “ Patrona Bavariae“. Ich wollte eigentlich damit nur sagen, dass ein Kardinal Walter Kasper eigentlich nur Schrott vor der Mutter Gottes ist. Ich glaube, ich darf das sagen.
Per Mariam ad Christum.

Josephine

Cleo, Sie haben meinen größten Respekt. Ich selbst war vor nunmehr neunzehn Jahren auch eine Ehebrecherin und demzufolge wahrheitsgemäß Prostituierte. Ich habe diesen meinen Ehebruch ( er war verheiratet, ich nicht) auch in keinster Weise beschönigt als mir Jesus Christus nach fünf Jahren zeigte, was es heißt den Mann einer anderen Frau zu begehren. Sofort habe ich in meinem Leben aufgeräumt durch Gottes Gnade. Padre Pio sagte einmal ‚Die Ehescheidung ist die gerade Straße in die Hölle‘.

Leo Laemmlein

Josephine, diese Tatsachen habe ich mir schon lange so gedacht.

Leo Laemmlein

Nach den Stellen in Apostelgeschichte und Apostelbriefen zu urteilen, war das „Brotbrechen“ der Urkirche, äußerlich betrachtet, auch nicht „königlich“, dem Wesen nach aber schon.

zeitschnur

Königlich insofern als es den Glanz des Königtums Christi, das nicht von dieser Welt ist, an sich trug.

Wir kennen das aber selbst schon im Irdischen: es gibt auch im irdischen Menschen, die in der erniedrigendsten Lage eine unerreichbare und unzerstörbare Würde ausstrahlen.

So und noch viel viel mehr ists bei Christus: Rex meus et Deus meus.

Adrien Antoine
@zeitschnur, - Es ist „Brimborium“, nicht (Primborium); herkünftig aus dem Mittelfranzösischen brimborion, „kleines, gemurmeltes Gebet“ (v. breviarium herstammend), damit verknüft auch als zauberhafte Zugabe, Hokuspokus. - Es ist „Desperado“ (Span. „verzweifelt, Verzweifelter“, plural Desperados); mit „disparat“ (auseinanderliegend, -tendierend“ hat es nichts zu tun. Die Glaubenslehre, die Buchstabe des Gesetzes ist übrigens nicht knöchern-trocken, sondern im Gegenteil ganz lebendig, die Basis eines gelungenen Lebens, das Fundament und das rechte Pfad zu dem Herrn hin. Was jetzt „imperiale Glanz“ betrifft- der Terminus wurde v. Redakteur des Figaros verwendet, nicht v. SE Kard. Burke: es ist etwas total anderes ob man in einem… weiter lesen »
zeitschnur
Der Überschwang des Oberlehrers schießt gelegentlich weit übers Ziel hinaus, verehrter Adrien Antoine, wird der eigenen zahlreichen grammatischen Fehler nicht gewahr, und ich frage mich: was wollen Sie eigentlich sagen? Lesen Sie halt noch mal die Einleitung des Artikels oben, dann können Sie begreifen, wovon ich spreche. Ich habe nicht behauptet, dass das was der Journalist vom Fogaro sagte, Kard. Burke sagte. Etc. Sie mögen mir nicht zustimmen – aber ich bin kein Simpel auf der letzten Bank. Es wäre mir lieb, mir nicht Dinge zu unterstellen, die ich nun mal nicht vorgetragen hatte, und sich auf das zu beziehen,… weiter lesen »
hedi züger

danke für diese kompetente Erklärung – sachlich, unaufgeregt, souverän. Tut am heutigen hochfestlichen Tag gut! Christus natus est nobis – venite adoremus!

Ralph

Richtig gesehen. Das war eine notwendige Anmerkung.

Zeitlos
@ Seinsheim Es geht hier um ein Interview mit Kardinal Burke. Mehrmals habe ich das Interview durchgelesen, ich finde nicht einen Satz des Kardinals, in dem er sich für „imperialen Pomp“, für irgendwelche Äußerlichkeiten einsetzt. Er beschränkt sich auf rein theologische Fragen zu dem Thema der vergangenen Synode. Zu dem wichtigen Thema der katholischen Morallehre, die spätestens im Oktober 2015 von der Bischofssynode offiziell aufgelöst, bis zur Unkenntlichkeit verwässert wird. @Zeitschnur lastet Kardinal Burke das Vorwort an, mit dem der Kardinal nichts zu tun hat. Und Sie, @ Seinsheim, unterstützen das auch noch indirekt. @ Zeitschnur fragt kritisch, ob es… weiter lesen »
Zeitlos
Nachtrag: Der letzte Halbsatz hätte eigentlich gelöscht werden sollen. Doch nun steht er da, und ich vollende ihn. Benedikt XVI., dem wir die Verbreitung der Tridentinischen Messe zu verdanken haben, hat als Papst Wert auf Stil gelegt, ganz bewusst und zielgerichtet. Jetzt übertreibt er allerdings, als Emeritus müsste er das Papstgewand ablegen. Doch während seiner Amtszeit hat dieser persönlich bescheidene Mann alle Ehrbezeugungen entgegen genommen. Weil er wusste: Diese Ehren galten nicht seiner Person, sondern seinem Amt. Vor dem 2. Vatikanischen Konzil wussten das gläubigen Katholiken… Nochmal: Das Thema hier ist die Aushöhlung der katholischen Morallehre. Und Kardinal Burke widerspricht.… weiter lesen »
Markus
„Die glanzvollen Zeiten bis Pius XII. kommen nicht mehr wieder. Und niemand trauert ihnen nach.“ Woher wissen Sie das. Die glanzvollen Zeiten kommen mit Sicherheit wieder, denn die alte 68er Generation stirbt langsam aus und eine neue Generation von Priestern wächst heran. Aber in diesem Punkt muss ich Zeitschnur recht geben: Wenn dem Glauben der Kern genommen wird, ja, Christus und seine Lehre stehen wirklich bei vielen „Klerikern“ auf der Kippe, man scheint die Lehren Jesu, vor allem in Bezug zur Ehe, als lästig zu empfinden, dann hilft alle äußere Schönheit nichts, das ist dann nur noch reines Theater. Und,… weiter lesen »
Leone

@zeitschnur: Haben Sie sich VERIRRT? Aus ihren ziemlich wirren Posting’s ist zu entnehmen, dass Sie auf derselben Linie fahren wie die unterwürfigen Papisten.

Ultramontanus

Ist Ihnen eigentlich bewusst, daß der von Ihnen ja schmähend gemeinte Ausdruck „Papisten“ von einem gewissen Dr. Martijn Luther geprägt wurde?!?
Manchmal wäre es gut, Sie würden sich in Ihrem Ton etwas zivilisierter verhalten. Zumal Frau Zeitschnur eine Dame ist. Auf eine solche verbal so einzutreten, das macht man nicht.

zeitschnur

Ach tatsächlich?
Entweder ganz Papst oder gar nicht – und meine persönliche Ansicht ist hier: gar nicht!
Wenn aber einer (K. Burke) ihn immer noch „Heilger Vater“ nennt – dann bitte auch ganz und nicht nach gusto.

zeitschnur
Vorhin (12.14 Uhr) hab ich den Schwer- und Falschverstehern noch mal erklärt, was ich meine. Für mich ist Kardinal Burke total widersprüchlich. Warum – das erkläre ich ja. Bloß weil er die Alte Messe liebt und gegen die Geschiedenenkommunion ist, kann man seine Haltung nicht tabuisieren, sondern sollte sie schon genau ansehen. Entweder ich stehe ganz zur Lehre oder gar nicht. Was die Stellung des Papstes betrifft tut er es nicht. (Wie gesagt: für mich kann F. nicht der Papst sein – damit müsste ich den, von dem er doch angeblich all seine Autorität hat, scherst beleidigen, und das will… weiter lesen »
Tantumquantum

@Leone. Als „Papisten“ wurden früher Katholiken von Protestanten beschimpft. Jetzt wird dieses Schmähwort ausgerechnet von einem erzkonservativen Katholiken salonfähig gemacht!

zeitschnur
Noch mal an alle: Natürlich hat Kardinal Burke nicht gesagt, was der Figaro-Mann gesagt hat! Es ist einfach daneben, daraus nun ein Problem zu machen: Der Figaro hat eben nun mal diese Einleitung mit dem Kardinal-Interview verbunden und darauf darf man auch eingehen! Das Bindeglied ist die Frage, ob man als Kardinal sich gegen den Kurs des Papstes stellen dürfe. Wenn nämlich der Papst tatsächlich der Stellvertreter des Gottmenschen ist, dann darf man es tatsächlich nicht. Das wurde in der Kirche an sich auch immer so gesehen. Dem Papst schuldete man Gehorsam – und zwar nicht nur dann, wenn man… weiter lesen »
hedi züger

aute epha.

Ralph

Endloses Gerede.Was soll das eigentlich bedeuten ? Zum Thema sollte man kommen.
Was ist das für ein Ding mit der Glaubenslehre ohne Geburt etc. Der Glaube ist der Geist. So ist das. Da bedarf es keiner neuen Dichtung.

zeitschnur

@ hedi züger und @ ralph

In Ihren gehässigen, sachlich aber leeren Kommentaren spiegelt sich der intellektuelle Stand der Konservativen. Furchtbar – wir haben tiefe Probleme und die wenigsten WOLLEN sie verstehen.

Denken – eine Todsünde. Damit haben Sie sich wiederum F. angenähert – der hat auch Probleme mit den Intellektuellen und verteufelt sie regelmäßig. So schließen sich die Kreise wieder…

hedi züger

Ihr Kindlein, liebet einander,liebet einander, liebet einander.So die Predigt des hl.Ev.Johannes im hohen Alter-die Zuhörer ob der beständigen Wiederholung ermüdet-doch Johannes bleibt:liebet einander, denn die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes.Das sind für mich keine leeren Worte, sondern Worte des ewigen Lebens in vollkommener Freude-das wünsche jedem von uns aus ganzem Herzen.bibe amorem sancti joannis apostoli!

Traditionstreuer

Das ungebundene Denken, das sich nicht in den unbedingtenGehorsam gegenüber der unwandelbaren Lehre einpaßt und von dort seine Maßstäbe bezieht, ist in sich schlecht und eine schwere Sünde. Sie in Ihrer intellektuellen Masslosigkeit sehen dies offenbar gar nicht mehr. Ich bedauere mit anderen Kommentatoren diese Ihre Entwicklung sehr.

zeitschnur

@ Traitionstreuer

Ihr Denken ist in der Tat ungebunden: ich habe aus Ihrer Feder noch nie den Namen Jesus Christus gelesen!

hicesthodie
So einfach ist das also in Ihrer schönen Welt: Sie ziehen sich an einem Wort des Artikels (imperial) hoch, rücken den Kardinal in dessen Nähe und lenken die Diskussion vom eigentlich wichtigen Inhalt des Interviews ab, um es dann einfach als „daneben“ zu empfinden, wenn man damit ein Problem hat. Das ‚Bindeglied der Frage‘, wie Sie es nennen, hat der Kardinal im Interview übrigens hinreichend erläutert. Wenn man jedoch ein Gehorsamsverständnis mit sich im Kopf herumträgt, dass mehr mit stalinistischem Führerkult, als mit der katholischen Theologie des päpstlichen Stellvertretertums Christi zu tun hat, dann mag einem die Haltung des Kardinals… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Papst Franziskus hat unlängst präzisiert, dass er alle seine Äußerungen als lehramtlich verstanden wissen will. Und nun, irrt der Papst?

zeitschnur
Mein Gehorsamsverständnis entnehme ich aus den lehramtlichen Texten, die das Thema behandeln. Meine Argumente sind ad rem und nicht ad personam. Kennen Sie diese lehramtlichen Texte überhaupt? Sie schlagen um sich, tragen aber leider kein einziges vernünftiges Argument vor, gipfelnd in einer Dämonisierung meiner gesamten Persönlichkeit. Sie wissen wahrscheinlich auch nicht, was unser Herr dazu gesagt hat, wenn einer den Bruder als „Narren“ bezeichnet. Nach der Schrift sind Sie mir gegenüber ein Mörder. das iwrd Sie aber nicht kümmern, denn ich habe Ihnen schon wiederholt gezeigt, dass Sie sich mir gegenüber persönlich schuldig machen. Es wurde nur immer schlimmer und… weiter lesen »
hicesthodie
Ah so, Sie argumentieren also ad rem, wenn Sie fadenscheinige, geradezu irrwitzige Anwürfe, die Sie wie Honig aus der Lektüre dubioser Internetquellen saugen und mit einem pathologischen, an Luther gemahnenden Unfehlbarkeitsanspruch über absolut integere Personen wie Bischof Schneider und Kardinal Burke ausgießen, um jene mal eben als Heuchler zu diffamieren, die nichts weiter tun, als sich einer vom Zentrum der Kirche ausgehenden Lüge entgegenzustellen. Sie argumentieren sachlich, wenn Sie belieben, Erzbischof Lefebvre ein Irrlicht zu nennen, dem die Kirche es verdankt, dass nach vierzigjähriger Herrschaft konziliaren Jakobinertums überhaupt noch Reste des überlieferten Glaubens zu finden waren, an die man anknüpfen… weiter lesen »
Semper Catholicus
Ich bin entsetzt über diese teilweise defätistischen Kommentare hier mit der subtilen Unterscheidung von (gutem) „Wesentlichen“ und (bösem) „imperialen Glanz“. NATÜRLICH brauchen wir „imperialen Glanz“. Wir können gar nicht genug davon haben, denn die Kirche ist der mystische Leib des Herrn aller Herren, des König aller Königreich etc.pp. Dies ist so gross und wunderbar, dass wir es auf der „wesentlichen“, der inwendigen Ebene gar nicht von ferne zu erfassen vermögen. Deshalb braucht es den äußeren Glanz, und – jawohl! – auch viel „Prunk und Protz“, um dieses wenigstens gleichnishaft darzustellen. Der Mensch ist klein und armselig und auf diese äußeren… weiter lesen »
zeitschnur
Selig, der nicht auf äußeren Glanz baut. Nicht nur der Mensch ist klein und armselig, wie Sie schreiben, sondern auch diese „Macht und Pracht“ ist nichts vor Gott. Sie gehören in die Reiche der Welt, deren Fürst der Satan ist – so berichtet uns das Evangelium (Versuchung Jesu in der Wüste). Und der bewusste „defätistische“ Verzicht auf diesen Pomp wird uns nun mal von Jesus berichtet. Er schlug bewusst jede Anknüpfung an irdische Macht und Pracht aus. Es mag Zeiten des Reichtums geben, aber programmatischer Bestandteil kann dieser „imperiale Prunk“ nicht sein – sonst gehörte die Kirche ja dem Satan.… weiter lesen »
Markus
Verehrte Frau Zeitschnur, welchen „Pomp“ meinen Sie? Gehört Ihrer Meinung nach der Leib des Herrn in einen Plastikbecher und nicht in einen goldenen Kelch? Und soll dieser Plastikbecher nicht in einem marmornen Tabanakel sondern in einem Ikea-Schränkchen aufbewahrt werden? Genau diese Heucheleien von der „falschen Armut“ kommen doch von unzähligen Sekten. Sie dürfen niemals die Pracht, die ganz dem Herrn geweiht ist und die Pracht, die den Menschen zum Privatvergnügen dient, verwechseln. Für mich kann eine Kirche oder Kathedrale, liturgische Geräte und Gewänder nicht prächtig genug sein und das Pfarrhaus, das Auto und sonstiger privater Besitz eines Priesters nicht armselig… weiter lesen »
hedi züger

danke verehrte Zeitschnur für ihre sehr aufschlussreichen Worte-aber könnte es nicht sein dass vorher meine unwichtige Wenigkeit und vielleicht auch die vieler anderer unter dem Erdboden sein wird und der Petersdom herrlich erstrahlt bis zur Wiederkunft Christi? videbimus videbimus.

Semper Catholicus

@Markus: Stimme Ihnen voll zu. Mit einer Ausnahme: auch das Auftreten des Priesters, der schliesslich Christus ist(!), muss Prunk und Glanz darstellen. Was haben wir uns zu Recht über diesen Papst und seinen Pauperismus aufgeregt, zumal mit der Rostlaube, in der er sich durch Rom kutschieren läßt. Sowas gehört sich nicht für den Papst, den Bischof, den Priester als alter Christus. Deshalb sage ich bewusst im Unterschied zu Ihnen: Bitte ein Mercedes für den Priester!

zeitschnur
@ Markus Natürlich soll der Leib Christi nicht in einem Plastikbecher dargereicht werden, wenn man andere und bessere Materialien hat! Ich sprach nicht davon, dass man – gewissermaßen im fetten Saft schmorend – für den Herrn nur das Billigste aufwendet! Es ging mir darum, dass, wenn das alles wegfällt, es dem Glanz des Königtums Christi nichts nehmen kann und darf. Wäre dies nicht so, wie ich es sage, wäre unser Herr nicht Gott. Die Kirche bedarf keineswegs des „imperialen“ Glanzes. „Mein Imperium“, sagte unser König Jesus Christus, „ist nicht von dieser Welt“. Verzeihung, wenn ich einmal an die Worte des… weiter lesen »
Semper Catholicus

Entschuldigung, aber das ist kruder, wirrer Fraziskus-Pauperismus.

zeitschnur

@ hedi züger

Ja, wir werden es sehen. Auf jeden Fall wird auf dieser Erde alles im Feuer vernichtet werden – zumindest ist das Lehre der Kirche.

Hier gehts nicht weiter für keinen…

Markus
Ja verehrte Frau Zeitschnur, da haben Sie recht. Spätestens wenn sich die Sonne in einen roten Riesen verwandelt, ist es sowieso mit dem Leben auf der Erde vorbei. Alles auf dieser Welt ist vergänglich und ebenso wird es nicht ewig Leben auf ihr geben. Aber wenn es soweit sein sollte, vielleicht hat die Menschheit bis dahin einen Ersatzplaneten gefunden und die Technik ist bis dahin so weit vortgeschritten, dass eine Übersiedlung stattfinden kann. Christus wäre auf jeden Fall auch fern der ursprünglichen Heimat gegenwärtig, Priester könnten auch dort weiterhin das Heilige Messopfer zelebrieren, auch an Orten, weit weg der ursprüngliche… weiter lesen »
J.G. Ratkaj
Wie stets ein Sehr richtiger Kommentar mal wieder von Ihnen, welchen ich besonders bezüglich der „Entweltlichung“ sekundieren möchte. Es bedarf keiner „Entweltlichung“ sondern vielmehr einer Wiederverchristlichung, d.h. vom Katholizismus her müsste aufgebaut werden und mit der katholischen Religion alle(!!!) Gebiete des öffentlichen und privaten Lebens durchdrungen werden. Re-Christianisierung der weitgehend säkularisierten und arelgiösen Gesellschaftssegmente waren Leitmotiv der rechtgläubigen Päpste von Rom gewesen. Ratzinger hat gerade dies in Freiburg verspottet als er die die schimpflichen Säkularisierungen von 1803 und 1870 so sehr rühmte.Wer der „Entweltlichung“ das Wort redet macht sich gemein mit jenen Jakobinern, welche die Kirche und die Priesterschaft aus… weiter lesen »
J.G. Ratkaj

Dieser Kommentar war an semper catholicus gerichtet.

Semper Catholicus

Danke, werter Herr Ratkaj. Sie haben mich verstanden. Als einer der wenigen hier in dem angeblich traditionalistischen Forum, das bei Lichte besehen eher wie ein Benedikt-Groupie-Club anmutet.

zeitschnur
„Re-Christianisierung der weitgehend säkularisierten und arelgiösen Gesellschaftssegmente waren Leitmotiv der rechtgläubigen Päpste von Rom gewesen.“ Da müssten Sie allerdings Quellen und Beweise vorlegen…. denn das, was Sie sich darunter vorzustellen scheinen, hat keiner der Päpste des 19./20. Jh Jh gewollt oder gar formuliert… Ratzinger hat mit „Entweltlichung“ nicht das gesagt, was Sie ihm – geradezu perfide – unterstellen. Das Wort „Entweltlichung“ benutzte er als Gegenteil von „Verweltlichung“. Jeder normale Mensch hat das auch genau so verstanden. Eine andere Interpretation konnte man den Worten Benedikts nicht mit Berechtigung entnehmen. Hinweis: es gab und gibt keine „Verchristlichung“. Alleine dieser Begriff ist schon… weiter lesen »
Traditionstreuer

Ihre durch und durch verbürgerlichte Individualisierung und Psychologisierung des Kreuzesopfers und der daraus resultierenden Sühne und Umkehr in den arkanen Berich der einzelnen Seele hinein, statt sie auf die katholisierende und erzieherische Kraft des Glaubens für die gottlos gewordene Welt zu beziehen , empfinde ich als Lästerung der katholischen Tradition.

zeitschnur

@ Traditionstreuer

Es fragt sich, welcher Tradition Sie eigentlich treu sind. Mit Jesus Christus hat sie jedenfalls nichts zu tun, denn Sie können Seinen heiligen Namen niemals nennen und in Ihre Sätze einbinden. Auch den Namen Seiner heiligen Mutter habe ich aus Ihrer Feder noch nie gelesen.

Das spricht für sich.

Traditionstreuer

@Zeitschnur: wenn ich Ihrer dauerdissidenten Kommentare lese(n muss), dann dürfen Sie gewiß sein, dass ich die Immaculata eins ums andere Mal um Hilfe anrufe.
Für mich, dass ich nicht den Verstand verliere angesichts Ihrer häretischen Ausführungen, aber durchaus auch für Sie.

zeitschnur

@ Traditionstreuer

Aaaaaaaaaaaaaah ja!
Und wenn Sie mir nun bitte noch meine „häretischen Aussagen“ aufzählen würden – das interessiert mich nämlich…

zeitschnur
Traditionstreuer, Noch ein Rat: wenn Sie das, was ich schreibe, nicht verkraften, dann lesen Sie es doch einfach nicht! Ich verstehe diese Fixierung auf mich nicht. Auch bei anderen hier nicht – wem das zu lang ist, wem es zu akribisch und weitschweifig ist – lesen Sie es doch einfach nicht! Warum tun Sie es dennoch? Ich kann nicht wider besseres Erkennen irgendwelchen konservativen Mainstreammeinungen frönen und aus Angst, zusammengedroschen zu werden, schweigen. Ich begründe alles, was ich vorbringe, und leider kann damit hier nur ein verschwindender Prozentsatz der Poster umgehen. Hicesthodie hat mich an anderer Stelle mit einem wahren… weiter lesen »
Traditionstreuer

@Zeitschnur: Sie sind mit Ihren perennierenden „allein dem Herrn“-Geschreibsel, Ihrem Niedermachen der Hl. Kirche zugunsten des „Herrn“ der Erzhäresie des Protestantismus anheim gefallen. Ich habe Ihnen dies im Verlauf der letzten Monate wiederholt detailliert nachgewiesen. Warum wechseln Sie nicht zu einem protestantischen Foru? Dort würden Sie allseitig bejubelt für Ihre ergreifenden Kommentare.

hicesthodie
@zeitschnur: ich fürchte, Sie überschätzen sich, was die Wirkung Ihrer Worte auf mich anbelangt. Im Übrigen sind Sie es doch, die sich beständig auf die Seite des Mainstreams schlägt: sie kritisieren Putin und Orbán gemäß der Denkvorgaben des westlichen Establishments ebenso wie Sie den verbrecherischen Holocaust der Nazis als Verteidigungskeule für die Hegemonialpolitik der israelischen Regierung einsetzen. In Zeiten, da Ratzinger als Benedikt XVI. en vogue war, verherrlichten Sie ihn als größten Theologen und Intellektuellen, Lefebvre, dessen Bruderschaft sich unter Ratzingers Regentschaft anschickte, in den Schoß der Kirche zurückzukehren, priesen Sie als Lichtgestalt. Kaum war Benedikt zurückgetreten und es mit… weiter lesen »
Jeanne d'Arc
Einige Dinge, die Papst Franziskus tut, finde ich gut und manches finde ich nicht so gut. Klar ist: Es sind zuviele gute alte Dinge verloren gegangen und an vielen Orten findet eine Nivellierung statt. Papst Franziskus hat mit seiner vorgelebten Bescheidenheit Impulse gesetzt. Die Kämpfe im Vatikan können wir nur von außen betrachten. Das ist immer schwierig. Es ist auch sehr schwierig Tradition und Innovation in das richtige Maß zu bekommen. Das Gebet für Papst Franziskus und alle Bischöfe und Priester ist am wichtigsten. Auch wenn momentan vieles drüber und drunter geht, so hat Jesus Chrsistus doch gesagt: „…auf diesen… weiter lesen »
sina

Leider ist aber die Bescheidenheit von Papst F. keine Bescheidenheit.
Es ist nur Augenwischerei – und die breite Masse fällt drauf rein!
Nicht aus Bescheidenheit wohnt er nicht in den päpstlichen Gemächern!
Aber darüber wurde ja schon berichtet.
Bei F. ist alles nur Show – und darauf abgezielt, die Massen zu täuschen!
Haben Sie die Christmette z.B. gesehen. Mit F. aus Rom.
Ist was aufgefallen? Nein?
Dann schauen Sie genauer hin. Sie werden es sicherlich erkennen!

Leo Laemmlein

Zum Thema „Wie Papst Franziskus die Kirche durcheinanderbringt“:
Starben die Martyrer früher zum Zeugnis für Jesu Christus und Seine Kirche, wie der hl. Erzmartyrer Stephanus, dessen am zweiten Weihnachtstag gedacht wurde, so sterben Martyrer heute, laut Papst Franziskus, für die Religionsfreiheit… (http://biblefalseprophet.com/2014/12/29/the-sacrifices-of-the-martyrs-of-today-are-the-commitment-to-recognize-and-concretely-to-ensure-religious-liberty/#.VKPhInu7Oxo ).

zeitschnur

@ Leo Lämmlein

Wer von uns ist bereit, einen Weg wie der Hl. Stephanus zu gehen und sich für Christus zu opfern?

Nach dem Geschwätz auch hier im Forum gebührt der Kirche ja das Himmelbett auf Erden mit Pomp, Gloria und einer Erbse unter der letzten Matratze.

Davon, dass die Braut Christi den Weg ihres Bräutigams gehen wird, WENN SIE IHN LIEBT, weiß auch hier keiner mehr was.

Die einen opfern sich also für die Religionsfreiheit, die anderen für reaktionäre Träume.
Wer aber folgt dem Herrn?

Traditionstreuer

Jene, die sich für die von Ihnen so übel diffamierten „rektionären Träume“ opfern, opfern sich eben damit für den Herrn.
Denn dieser ist dafür nach Kalvaria gegangen, dass die Welt versöhnt werde und glaube, also ein katholischer Staat werde. Nicht einfach nur für Ihre bürgerliche fromme Einzelseele.

Leo Laemmlein

Es liegt heute nicht fern, sich über Ihre Frage Gedanken zu machen, und tatsächlich beschäftigt sie mich oft.
Im Bewusstsein meiner Schwachheit bete ich darum, Ihn im entscheidenden Moment nicht zu verleugnen.
Bei Lukas lesen wir:
„Darum wachet, allezeit betend, damit ihr wert erfunden werdet, allem dem zu entgehen, was da kommen wir, und vor den Menschensohn gestellt zu werden“ (21,36).
Jeden Tag, in Glaube, Hoffnung und Liebe, das Kreuz auf sich nehmen und Ihm nachfolgen, das erscheint mir die einzige mögliche Vorbereitung und Einübung.

Traditionstreuer

Die „Religionsfreiheit“ ist der größte Schandfleck wohl in der gesamten Geschichte der Kirche.

Leo Laemmlein

Traditionstreuer
Der katholische Staat hat sein Recht und seine Verdienste, aber er ist nicht identisch mit dem Reich Gottes bzw. Himmelreich. Eine solche Identität besteht nicht einmal für die sichtbare Kirche.
Dass der Herr Jesus Christus auf Calvaria starb, damit, wie Sie schreiben, ein katholischer Staat entstehe, ist eine ziemlich abgelegene Schlussfolgerung.
Die „fromme Einzelseele“ ist keine bürgerliche Erfindung. Wenn schon, dann ist sie d i e Entdeckung des Christentums. Vor dem Richterstuhl Gottes wird jeder von uns einmal einzeln gerichtet.

Traditionstreuer

Nein, da widerspreche ich. Die „fromme Einzelseele“ ist ideengeschichtlich eine Erfindung der Reformation, des häretischen Reformators Martinus Luther („Ich und mein Gott“). Und das Bürgerliche ist aus dem „Protestantismus“ heraus entstanden. Das Katholische zielt immer auf die Kirche als Corpus. Die fromme Einzelseele hat zu Recht nicht diesen Stellenwert. Es geht um die Una Sancta.

Dario

@hicesthodie

Mein Kompliment, hicesthodie! Ihre Kommentare vom 27. Dez. 16:16, 1. Jan. 11:05 und 12:50 sind hervorragend!! – Prägnant und brillant!

Traditionstreuer

Ja, obwohl ich mich in der Einschätzung von Prof. Ratzinger sehr von @hicesthodie unterscheide, aber er ist einer der wenigen hier, der es wagt. den Zersetzungen dieser Dame Kontra zu geben. Wirklich brillant.

Leo Laemmlein
Von menschlichen Unzulänglichkeiten abgesehen, an denen so oder so jeder von uns leidet, sehe ich den Hauptgrund für den Unmut einiger traditionell eingestellter Katholiken dieses Forums gegen Frau Zeitschnur darin, dass sie sich an ihrer schonungslosen Analyse der Lage der Kirche ärgern. Es ist freilich leichter, sich auf die allzu offensichtlichen Schwächen eines Papstes vom Schlage Jorge Bergoglios/Franziskus‘ einzuschießen, als sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass der Stuhl Petri seit einem halben Jahrhundert vakant ist und dass nicht nur Franziskus, sondern alle Päpste seit Johannes XXIII. Scheinpäpste waren beziehungsweise sind. Dabei muss man nur einmal das Glaubensbekenntnis (Professio Catholicae Fidei)… weiter lesen »
Traditionstreuer

Wenn Sie also, wie Sie hier sich offenbaren, Sedisvakantist sind, wer ist für Sie dann Papst? Einer muss es ja sein, sonst wären sie nicht mehr in der Kirche, und gingen dann Ihres Heils verlustig. Denn: Ubi Petrus, ibi ecclesia.

Ubi Petrus est???

Leo Laemmlein
Nun, Traditionstreuer, Sedisvakanz ist ein logischer Erklärungsversuch, aber noch keine feste Überzeugung bei mir. Ich bin schon froh damit, an die katholische Kirche zu glauben.– Der von Ihnen zitierte Satz hieß ursprünglich: „Ubi Christus, ibi ecclesia“, und umgekehrt: „Ubi ecclesia, ibi Christus“. Auch „Ubi episcopus, ibi ecclesia“ gibt es (siehe etwa die Briefe des hl. Ignatius von Antiochien, wo es nicht der Formulierung, aber dem Inhalt nach enthalten ist). Die heute populärste Variante „Ubi Petrus, ibi ecclesia“, kam erst später auf.– Die Kirche Christi hört bei Sedisvakanz nicht auf zu existieren, und wie lange eine Sedisvakanz andauert, ist nirgends festgelegt.… weiter lesen »
Leo Laemmlein

„Wie lange eine Sedisvakanz andauert, ist nirgends festgelegt“ – ist nicht ganz richtig. Die Verfahrensregeln für die Papstwahl zielen darauf ab, eine längere Sedisvakanz zu verhindern.—
In den vergangenen Jahrzehnten hat meines Wissens nur ein Diözesanbischof der katholischen Kirche die Sedisvakanz festgestellt, und zwar Erzbischof Petrus Martinus Ngô Đình Thục im Jahr 1982, und das auch nur in Bezug auf Papst Johannes Paul II. (siehe hier: http://www.einsicht-online.org/assets/download/e2801.pdf).
Msgr. Marcel Lefevre hat zwar hie und da von Sedisvakanz gesprochen, aber nie eine entsprechende Erkärung herausgegeben.
In dieser Hinsicht (Feststellung durch Mitglieder der Hierarchie) hat die Sedisvakanzthese eine sehr schwache oder fast gar keine Basis.

Jean-Louis

Nein, der Umsturz geschah eindeutig mit Papst Franziskus und es ist absolut in Ordnung, dessen Legitimation zu hinterfragen. Alle seine Vorgänger waren gute, tief katholische Päpste, einige sogar Heilige oder Selige. Diese als „Scheinpäpste“ zu betiteln entbehrt jeder Rechtfertigung, und lenkt vom wahren Problem, das da heißt Bergoglio, nur ab.

Leo Laemmlein
Jean-Louis Die Päpste seit 1958 als Scheinpäpste zu betiteln, hat einen seriösen Grund, und dieser ist das 2. Vatikanische Konzil. W e n n Vaticanum 2 Häresien enthält, dann sind alle an diesem Konzil beteiligten und seine Lehren aufrechterhaltenden Päpste eo ipso Häretiker. (Formelle) Häretiker sind aber nach traditioneller Lehre der Kirche nicht Mitglieder der Kirche, sondern vom mystischen Leib Christi a b g e t r e n n t (im Unterschied zu gewöhnlichen Todsündern, die „nur“ tote Glieder an seinem Leib sind und durch den gültigen Empfang des Bußsakraments wieder zum übernatürlich-geistigen Leben erweckt werden). Als Nicht-Katholiken können… weiter lesen »
Jean-Louis

„Die Grundfrage ist also: Lehrt das Zweite Vatikanische Konzil Häresien, ja oder nein?“
Die Antwort lautet: nein.
„nur dem außerordentlichen Lehramt sei Unfehlbarkeit garantiert und die Sedisvakantisten würden die Unfehlbarkeit der Kirche und des Papstes überbetonen.“
Das ist richtig. Man muss dem Lehramt widersprechen, wenn es die Lehre Christi und der Konzile auf den Kopf stellt, wie Bergoglio dies mehr als einmal tut. Bergoglio biedert sich den Feinden der Kirche an, und „bestraft“ die Katholiken.
Papst Benedikt hat sehr gut gezeigt wie die Kirche in die Moderne führen kann, ohne die Lehre zu verleugnen.

Leo Laemmlein
Die Liste der Irrtümer und Häresien des 2. Vatikanischen Konzils ist lang. Die Haupthäresie ist der falsche Ökumenismus. Welche Früchte dieser trägt, ist an den gemeinsamen Gebeten der Päpste mit Häretikern, Schismatikern und Ungläubigen zu erkennen. So etwas hat es 1900 Jahre in der katholischen Kirche nicht gegeben, nicht nur das, es war streng verboten, noch im Codex Juris Canonici 1917 (der von den Konzilspäpsten schon missachtet wurde), und das will uns Papst Benedikt XVI. als „Kontinuität“ deuten. Wenn das keine Verleugnung der Lehre ist, was dann? Vatikanum 2 führt in die Apostasie, also kann es kein gültiges Konzil der… weiter lesen »
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