Ein antikatholisches Europa, ein calvinistischer Staatsmann und der Kampf um die Freiheit – Gedanken zu einer Buchneuerscheinung, Viktor Orbán – Ein Stürmer in der Politik

Victor Orban, seit 2010 Ungarns Ministerpräsident
Victor Orban, seit 2010 Ungarns Ministerpräsident

von Wolfram Schrems*

In dieser Adventzeit war wieder viel von Demonstrationen in Ungarn zu hören. Besorgte Bürger hätten in 20 Städten „gegen Korruption und Freunderlwirtschaft [!]“ (so am 17. Dezember die Nachrichtensprecherin ausgerechnet des Österreichischen Rundfunks in unfreiwilliger Komik) demonstriert und sogar Straßen blockiert. Denn die dortige Regierung sei korrupt und total undemokratisch.

So, so.

Diese Art Stimmungsmache der Massenmedien („Berichterstattung“ wäre das falsche Wort) geht nun schon länger so dahin. Wenn man sich zudem im Internet zugängliche Videoaufnahmen von Sitzungen des Europäischen Parlaments, an denen der ungarische Regierungschef anwesend war, ansieht, ist man von der unverhohlenen Feindseligkeit seitens linker und „liberaler“ Politiker äußerst unangenehm berührt. Gewalttätige Anti-Orbán-Demonstrationen in Budapest (wie vor kurzem – und offiziell gegen die Internetsteuer) lassen analog zu Farbenrevolutionen ausländische Subversion befürchten.

Was hat dieser Mann nur angestellt?

Dieses Jahr erschien die deutsche Übersetzung eines äußerst lesenswerten Buches des polnischen Journalisten Igor Janke über den derzeitigen Erzfeind und Buhmann Nummer 1 einer medialen Nomenklatura: Viktor Orbán – Ein Stürmer in der Politik.

Biographisches…

Janke zeichnet das Leben Orbáns von der Kindheit und Jugend über die Zeit des Militärdienstes (während dessen er wegen der Ausrufung des Kriegsrechtes in Polen 1981 dramatische Tage erlebte) und der Studentenzeit bis zu seinem Eintritt in die Politik nach. Dabei verwendet er aufgrund Orbáns Begeisterung für den Fußball (als „Fan“ genauso wie als aktiver Spieler) häufig einschlägige Metaphern (woher sich auch der Buchtitel erklärt).

Als junger antikommunistischer Aktivist und aufstrebender Mitgründer des „Bundes junger Demokraten“ (FIDESZ) war Orbán „liberal“. Aufgrund seines couragierten Auftretens am 16. Juni 1989 gegen die sowjetische Besatzung wurde er schlagartig populär. Er und seine Mitstreiter waren zum Spott gegen traditionelle Strukturen und Werte geneigt. Im Parlament benahmen sich die FIDESZ-Mandatare deswegen anfänglich betont rüpelhaft.

Janke berichtet von der Einflußnahme des US-Milliardärs und „Philanthropen“ George Soros auf die FIDESZ-Bewegung im Jahr 1993: „[Soros] versuchte sie davon zu überzeugen, dass die Welt heutzutage von einer liberalen Elite beherrscht werde. (…) Er sagte, dass Europa alles ablehne, was christlich, traditionell oder national sei. Seine Gäste wies er darauf hin, dass die Berufung auf traditionelle Werte ihnen einbringen werde, dass man sie des Nationalismus, Faschismus und Antisemitismus beschuldigen werde.“

Der Milliardär versuchte, FIDESZ zu einer Koalition mit dem „Bund freier Demokraten“ (SzDSz) und den Postkommunisten (!) zu überreden, was Orbán ablehnte: „Das widerspräche dem, was wir vertreten“ (147).

Er wird immer „konservativer“ und bringt die Partei auf einen patriotischen und christlichen Kurs. Der calvinistische Pastor Zoltán Balog wird zum geistlichen Mentor Orbáns.

Janke zeigt an vielen Beispielen, daß Orbán starken Gestaltungswillen und große Durchsetzungskraft besitzt: Auch die Abwahl 2002 nach vier Jahren als Ministerpräsident und die knappe Wahlniederlage 2006 konnten ihn nicht demotivieren. Der Zweidrittel-Erdrutschsieg bei den Parlamentswahlen 2010 war die Frucht geduldiger (und an die Grenze der Selbstausbeutung gehender) Arbeit. Seitdem gestaltet Orbán das Land mit einem starken Mandat des ungarischen Volkes.

…Brisantes…

Höchst aufschlußreich ist das 21. Kapitel, in dem über die Ereignisse des Herbstes 2006 berichtet wird:

„Die westlichen Medien verweisen bis heute nicht gern auf die Aktivitäten der Regierung Gyurcsány, welche die ungarische Wirtschaft in den Abgrund und die Ungarn in tiefe Frustration gestürzt hatten. Sie schreiben nicht über die allumfassende Korruption, den Filz und die Lügen, die sich unter der vorangegangenen Führung als Last auf die Gesellschaft gelegt hatten. Sie erinnern nicht daran, wie brutal die Polizei 2006 gegen die von den Worten des sozialistischen Ministerpräsidenten aufgebrachten Demonstranten vorgegangen war“ (291).

…und Grundsätzliches

Janke zeichnet Orbáns Überzeugungen nach, die sich von einem totalitär auftretenden europäischen Konformitätsdruck und dessen Lieblings-Gesslerhut, dem sogenannten „Antifaschismus“, der billig und blind für die Greuel des Kommunismus ist, entfernten:

„Orbán verwehrte sich stets von Neuem dagegen, daß Menschen als Faschisten beschimpft werden, die ungarische Patrioten sind, die Traditionen pflegen, die die Erinnerung an die ungarische Vergangenheit am Leben erhalten. ‚Besonders, weil die Anschuldigung des Faschismus von solchen erhoben wird, die [bei der Niederschlagung der Befreiungsbewegung 19]56 viele Ungarn ermordet haben‘, sagt er heute. Auf diese Ängste und Verdachte baut sich die gegenseitige Antipathie auf, die darin gipfelte, daß die Liberalen, die sich anfangs als harte Antikommunisten gezeigt hatten, 1994 eine Koalition mit den Postkommunisten schlossen, nur um den, ihrer Meinung nach, in der Wiederkehr befindlichen Nazismus aufzuhalten“ (130f).

Sehr erfreulich und im heutigen Hauptstromjournalismus völlig unüblich ist die Würdigung für die geistige Entwicklung Orbáns in Richtung des christlichen Glaubens: „Einerseits wurde er immer konservativer, wobei seine Ehefrau Anikó Lévai eine gewisse Rolle spielte, die aus einer traditionellen, katholischen Familie stammte. Orbán wandte sich mit wachsendem Interesse der Kirche als Institution zu und mit der Zeit auch dem Glauben“ (137).

Orbán, selbst Calvinist, hatte eben erkannt, daß es die Weichenstellungen des Staatsgründers König Stephan des Heiligen waren, nämlich Taufe und Glaube, durch die sich grausame Barbaren zu einem hochstehenden Kulturvolk entwickelten. (In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, daß genau dieser Zusammenhang in künstlerischer Freiheit in der 1983 in Budapest uraufgeführten und im ungarischen Kulturraum sehr populären Rockoper István a király, „König Stephan“, unbefangen und ohne Berührungsängste thematisiert wird.)

Besonders gegen die christlichen Bezüge der neuen ungarischen Verfassung wird ja bekanntlich erbittert Sturm gelaufen.

Resümee

„Ich hatte mehr als ein Jahr lang die Gelegenheit, aus nächster Nähe einen der interessantesten Politiker unserer Zeit zu beobachten“ (343).
Janke ist aber bei aller Sympathie für seinen Gesprächspartner nicht unkritisch, was einzelne Maßnahmen der Regierung Orbán betrifft. Insofern ist das Buch keine Lobhudelei.

Auch der Rezensent möchte nicht den Eindruck einer Vorab-Heiligsprechung o. ä. erwecken. „Bonum est sperare in Domino quam sperare in principibus – Besser, sich zu bergen beim Herrn, als auf Fürsten zu bauen“ (Ps 117,9 Vg).

Das muß man heute leider schon immer dazusagen, weil in einem Umfeld fast flächendeckender Hetze gegen einen patriotischen Politiker jedes Wohlwollen und jede Fairneß diesem gegenüber mit Nasenrümpfen und Augenverdrehen häufig so kommentiert wird: „Er ist aber auch nicht der Messias.“

Wissen wir schon.

Aber ehrlicherweise muß man sagen, daß hier ein calvinistischer Christ viele katholische Kirchenführer, von Politikern gar nicht zu reden, beschämt, was christlichen Bekennermut und patriotische Pflichttreue betrifft.

Ein großes Verdienst Jankes ist die Publikation eines ausführlichen Interviews mit Orbán am Ende des Buches, in dem sich beherzigenswerte Aussagen finden:

„Europa muß sich aus der Falle der Geldmärkte herauswinden. Das bezieht sich in erster Linie auf die Eurozone. In den letzten Jahrzehnten haben die Geldmärkte die Politik beherrscht“ (340).

Und:

„Die europäische Krisensituation können nur die starken Nationalstaaten lösen. Nationale Führerpersönlichkeiten, die über eine starke politische Position verfügen. So muß man das Wahlergebnis in Ungarn 2010 auffassen. Die Ungarn haben die Situation gut erkannt und mir daher eine so starke Ermächtigung gegeben“ (342).

Ein Resümee des Buches wird sein, daß sich an der ungarischen Geschichte zeigt, was auch sonst historischer Erfahrungswert und innerliches Gesetz gleichzeitig ist, nämlich daß die „Liberalen“ Wegbereiter und Steigbügelhalter der Sozialisten waren und sind. Sie arbeiten, ob sie es wissen oder nicht, dem totalitären Willkürregime zu. Der Liberalismus hat nicht die innere Kraft, die systemstabilisierenden Werte Wohlwollen, Wahrheitsliebe, Treue, Verläßlichkeit u. a. gegen die Willkür der menschlichen Leidenschaften und die Subversion subversiver Zirkel zu verteidigen.

Darum hatten Papst Leo XIII., Donoso Cortés und Eric Voegelin schon recht, daß nur eine konservative, selbstbewußte und starke Regierung ein Abrutschen in das revolutionäre Chaos mit unvermeidlich anschließender Diktatur verhindern kann.

Der innere Zusammenhang von pro-kommunistischer, pro-liberaler und pro-kapitalistischer Haltung wird in der Person von George Soros (siehe oben) brennpunktartig dargestellt. Orbán hatte den Mut und die Aufrichtigkeit, dessen Einflußnahme zu widerstehen.

Ein kleiner Kritikpunkt ist – und das hat der Rezensent dem Verlag schon mitgeteilt – die Oberflächlichkeit des Lektorats, dem viele Interpunktions- und Syntaxfehler entgangen sind, was das Buch manchmal als „Exilantenliteratur“ erscheinen läßt. Das gibt dem Buch fast ein Samizdat-Gepräge – damit allerdings auch einen einschlägigen Charme.

Ein anderer Punkt der Beanstandung ist, daß ein im süddeutschen Raum, an der Grenze zu Österreich, angesiedelter Verlag ohne weiteres die übliche deutsche Toponomastik für ungarische Städtenamen hätte verwenden können. Dem ungarischstämmigen Verleger wäre kein Stein aus der Krone gefallen, wenn er „Székesfehérvár“ einmal einführt und dann weiterhin „Stuhlweißenburg“ schreibt.

An manchen Stellen erscheinen auch die Fußballmetaphern etwas des Guten zuviel.

Schließlich muß der Leser im Auge behalten, daß ein polnischer Autor vermehrt polnische Bezüge herstellt. Den einschlägig versierten politischen Beobachtern werden die entsprechenden Namen und Fakten vertraut sein, den anderen wird man weitere Konsultierungen empfehlen müssen.
Diese Kleinigkeiten können das Gesamtbild des interessanten und gut lesbaren und für unsere Zeit wichtigen Buches nicht trüben.

Es sei besonders allen empfohlen, denen ein Europa freier Nationen am Herzen liegt. Daher gebührt dem Autor Dank wie auch dem Verleger – und natürlich Herrn Orbán selbst.

Igor Janke, Viktor Orbán – Ein Stürmer in der Politik, Schenk Verlag, Passau 2014 (Originalausgabe bei Demart SA, Warschau 2012), Deutsch von Karlheinz Schweitzer, 344 S., 19.50 [D] http://www.schenkbuchverlag.de/

*MMag. Wolfram Schrems, Linz und Wien, katholischer Theologe, Philosoph, Katechist, Amateur der ungarischen Sprache

Bild: InformareXResistere

drucken
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

44 Comments

  1. Viktor Orbán vermiest ja tatsächlich den „Liberalen“, Sozialisten und sonstigen Freimaurergesellschaften das politische und ideologische Geschäft ein wenig.
    In Deutschland war das Franz-Josef Strauss. Seit seinem Tode aber sind Wahrheitsaussagen in der Politik immer mehr zur Mangelware geworden.
    Heute dürfen Bordelle auf großen Plakaten Werbung für ihr menschenverachtendes Drecksgeschäft machen. So weit sind wir schon heruntergekommen dank Liberalismus, Grünen, Sozialisten und so vielen „braven Christen“, die auch nur ihren eigenen Erfolg und irgendwelche Vergnügen und Freizeitaktivitäten im Sinne haben.

  2. „Ein Resümee des Buches wird sein, daß sich an der ungarischen Geschichte zeigt, was auch sonst historischer Erfahrungswert und innerliches Gesetz gleichzeitig ist, nämlich daß die „Liberalen“ Wegbereiter und Steigbügelhalter der Sozialisten waren und sind. Sie arbeiten, ob sie es wissen oder nicht, dem totalitären Willkürregime zu. Der Liberalismus hat nicht die innere Kraft, die systemstabilisierenden Werte Wohlwollen, Wahrheitsliebe, Treue, Verläßlichkeit u. a. gegen die Willkür der menschlichen Leidenschaften und die Subversion subversiver Zirkel zu verteidigen.

    Darum hatten Papst Leo XIII., Donoso Cortés und Eric Voegelin schon recht, daß nur eine konservative, selbstbewußte und starke Regierung ein Abrutschen in das revolutionäre Chaos mit unvermeidlich anschließender Diktatur verhindern kann.“ –

    Das einzige, was an diesem Abschnitt zutrifft, ist die Erklärung der fehlenden inneren Kraft des Liberalismus. dr rest dürfte geschichtsklitterung sein und am Phänomen Orban ohnehin vorbeigehen!
    Da geht doch allerhand durcheinander – die Liberalen sind weniger Steigbügelhalter der Kommunisten, sondern objektiv und nachgewiesen der Faschisten gewesen. Im Deutschen Reich hat die NSDAP überall da ihre Hochburgen entwickeln können, wo zuvor die liberalen Parteien hohe Stimmenanteile hatten. Auch die Vorgänge in den USA legen eher den Zusammenhang nah – der Liberalismus führt ohne gewaltsamen Umsturz und auf leisen Sohlen in den Faschismus und nirgends anders hin!
    Ein solches Phänomen lässt sich hinsichtlich sozialistischer Umstürze nicht behaupten, denn die waren mehr oder weniger immer gewaltsam und am Wählerwillen vorbei. Liberalistische Hochburgen waren stets antikommunistische Hochburegn, so auch die USA im kalten Krieg, wie überhaupt der gesamte Westen, der ja eindeutig liberal war…
    Dass nach dem Mauerfall viele sozialistische Elemente in die liberalistisch-faschistische Politik einfließen, macht dieselbe nur noch faschistischer als sie bereits schon war: Eine selbsternannte (männer-)bündische Elite zwingt den Großteil des Volkes in ein namenloses, knapp gehaltenes Kollektiv und spielt „Führer“.

    Es ist daher auch nicht in Ordnung Leo XIII. und Donoso Cortès in einem Atemzug zu nennen. Da dürften wohl gewaltige Äonen des politischen Denkens dazwischen liegen!

    Diese „konservativen, selbstbewussten und starken Regierungen“ sind zumindest in der ersten Hälfte des 20. Jh denn auch zielsicher in die Hände Nazideutschlands eingefahren – das war beim Ständestaat so, genauso bei Vichy-France, ebenso bei Mussolini, z.T. auch bei Franco. (Ausnahme machte da nur Salazar.).
    Das Ende vom großspurigen, konservativen, starken Lied war nämlich die Überwältigung durch den Rechtsradikalimus, durch Mord und Vernichtung, Krieg und Atheismus. Als ob man den Satan zuhilfe rufen dürfte, wenn man ihn bekämpfen will…welch ein Irrsinn!

    Ein bisschen Vorsicht sollte also schon angesagt sein.

    Und mit Orbán hat es kaum zu tun…

    • Geschätzte Frau Zeitschnur!

      Am Ende Ihres Kommentars schreiben Sie:
      „Und mit Orbán hat es kaum zu tun…“
      Ja, Ihr Kommentar hat mit Orbán und dem Artikel von MMag. Schrems kaum zu tun.

      Ihr vorletzter Satz lautet:
      „Ein bisschen Vorsicht sollte also schon angesagt sein.“
      Ja, diesen Rat hätten Sie selbst beherzigen sollen?
      Sind doch Sie eine Person, die recht oft andere Kommentatoren für deren Beiträge kritisiert (als unsachlich, Thema verfehlt usw.), immer mal wieder mit grenzwertigem Tonfall und Wortwahl.

      Dies Sie Ihnen diesmal als Feedback gegeben.
      Mit freundlichen Grüßen, Eckstein

      • Mein Kommentar setzt sich mit einem längeren Zitat aus dem Artikel des Herrn Schrems auseinander, das ich an den Anfang gesetzt habe.

        Mein vorletzter Satz bezieht sich auf problematische und weitreichende Schlüsse, die aus einem scheinbaren historischen „Immer“ gezogen werden.
        Jeder Historiker weiß doch, dass historische Ereignisse oder Zusammenhänge trotz ähnlicher Motive – als Phänomen in einer bestimmten Zeit – vielmehr IMMER SINGULÄR sind und bleiben.
        Der Versuch, Orbán nach dem – alleine schon ideologisch äußerst problematischen – Strickmuster konservativer oder faschistischer autoritärer Staaten der Vergangenheit einzuordnen ist daher wirklich etwas, das man mit Vorsicht angehen sollte.

        Das jedenfalls ist meine Sachbotschaft, und ich rate Ihnen, Ihren Schulz von Thun wegzuwerfen und sich stattdessen mit den Sachinhalten zu beschäftigen. Und mir dann – auf der Sachebene – etwas entgegenzuhalten.

        Ihr Feedback bleibt leider nur auf der Metaebene und ist für mich daher sachlich nicht nachvollziehbar. Schade.

      • @Zeitschnur: Die „konservativen oder faschistischen autoritären Staaten der Vergangenheit“ (von Ihnen offenbar als Schmägbegriff gemeint) waren aber nun einmal die Staaten, die die Lehre der Kirche am meisten geachtet und mit ihren weltlichen Mitteln gegen Häresien geschützt hatten – und damit im tiefsten Sinne auch die Würde des Menschen, wie Gott ihn geschaffen und gewollt hat, am nachhaltigsten gewahrt haben. S. Italien in den 20er und 30er Jahren s. Spanien unter dem unvergessenen Generalisimo, s. Chile nach 1973, s. Russland heute.
        Und eben auch Ungarn, und das innerhalb der sozialistisch-freimaurerisch ausgerichteten „EU“. Dieser Mut von Präsident Orban ist bewundernswert, auch wenn man sich natürlich wünschen würde, er wäre Glied der Kirche.

      • Wie kann man „die Lehre der Kirche achten“ und zum Verbrecher werden? Hat uns Jesus das nicht sogar untersagt? Schauen Sie doch: all jene, die das „Schwert hoben“, kommen nun durch dasselbe um.
        Die böse Frucht solchen „Katholizismus“ ist doch aufgegangen!

        Da sind zwar Abstufungen unter diesen klerikalfaschistischen Staaten, und der Ständestaat ist da vergleichsweise harmlos, aber wo hat die Kirche je gelehrt, dass man Verbechen begehen darf, wie sie in Kroatien, Italien, Vichy-France, auch unter ihrem Idol Franco, später in Chile etc. passiert sind?

        Hat Jesus nicht gesagt, man solle den Menschen das tun, was man sich selbst von ihnen wünscht?
        Wollen Sie also aus dem Flugzeug überm Pazifik abgeworfen werden (Natürlich ohne gerechten Prozess! Einfach klammheimlich entsorgt werden!), weil sie anders denken und handeln als die Machthaber? Wollen Sie ethnisch weggesäubert werden (Ustascha), weil sie nicht den Glauben des Machthabers haben (der Fluch dieses „katholischen Handelns“ auf dem Balkan wirkt bis heute und hat – trotz Titos Freidensgeboten) den furchtbaren Krieg nach Tito dort hervorgebracht)? Wollen Sie als Geisteskranker gehandelt werden, nur weil sie nicht zwangsweise einem Glauben anhängen wollen, den Sie innerlich nicht haben (Ständestaat)? So könnte man endlos fortsetzen…

        Ist das Ihre Vorstellung von „katholisch“ und „Tradition“?

        Ein Katholizismus, der sich verbecherisch durchsetzen darf?

        Und das angesichts unseres Herrn, der am Kreuz hing, der das Schwert nicht hob, der sich wie ein Lamm zur Schlachtbank führen ließ?

      • …und eines hab ich noch vergessen, Herr Schrems: der Ihnen nicht verständliche Satz von den bündischen Eliten bezog sich auf eine Tendenz, die ich sowohl im Westen wie im Osten beobachte:

        Im Westen ohne sichtbaren „starken Mann“ und Führer (der aber jederzeit auftauchen könnte!) haben wir m.E. eine immer deutlichere quasi-faschistische Struktur entwickelt. Aber alles schleichend. Sie zeigt ihr autoritäres Gesicht nicht, sondern tritt larviert auf. Durch die Technisierung der Massenmedien ist das möglich.
        Wer heute nicht einem sub-autoritär verordneten Mainstream folgt, kriegt auch wirtschaftlich keinen Fuß auf den Boden. Man muss sich also nach ungeschriebenem Gesetz „inkorporieren“ und dieser EU-bündischen „Elite“ folgen. Sie sehen das ja an Frankreich – es ist den Herrschenden völlig egal, was das Volk will, und es wird medial auch unterschlagen.
        Ich denke, Sie werden mir in der Charakterisierung sogar wahrscheinlich wenigstens teilweise zustimmen.

        Im Osten haben wir eine ähnliche Struktur, allerdings mit starkem Mann an der Spitze (Putin) und einer versteckten Idolisierung des Slawentums und der antikatholischen Orthodoxie im grauen Hintergrund (Dogin). Leider „checken“ das unsere Tradis nicht… Dazu kommen noch Oligarchen – auch dort ist es kaum möglich, wirtschaftlich auf den Boden zu kommen ohne ideologische Inkorporation.

        Beides speist sich – wie jeder Faschismus – auch aus „sozialistischen“ Ideen (also wie auch immer definierten Ideen über den Volkskörper und dessen Gesundheit und Notwendigkeiten – und sei diese „Gesundheit“ eine gendernde Gesundheit!).
        Aber – wie gesagt, es ist hier natürlich die Frage, welche Faschismustheorie man dabei im Hinterkopf hat.

        Ich setze nun mal keine Hoffnung auf eine „katholische Besetzung“ solcher faschistischen Strukturen. Auf linksgerichtete natürlich auch nicht – die waren bloß gerade nicht Ihr Thema.
        Der „Fürst der Welt“ wird keinen idealen Staat möglich machen und nichts ist ihm leichtere Beute, als eifernde „katholische“ Politik.
        Das ist das Problem.

    • @Dario

      Frau Zeitschnur mischt wie üblich ihr unbestritten großes Wissen mit krassen Fehlurteilen zusammen. Dahinter steht, wie wir an ihren quantitativ regelmäßig uferlosen und vom Tonfall gellenden Postings sehen, eine ungesunde Kritiksucht.

      Darum hat man oft den Eindruck, sie liest den Text, den sie kritisiert, gar nicht richtig, sondern schlägt sofort darauf ein, sobald ein paar Reizwörter vorkommen.

      Dazu kommen polemische, aber sinnfreie Formulierungen: Was um Gottes willen heißt z. B. der Satz: „Eine selbsternannte (männer-)bündische [so was aber auch] zwingt …“?

      Schade um das vergeudete Talent.

      Zum Inhalt (nicht um mich zu verteidigen, sondern um die Ehre anderer zu verteidigen):

      Die betr. konservativen Regierungen als „großspurig“ zu bezeichnen, ist eine unnötige und unzutreffende Polemik, der Vorwurf, sie (gemeint sind wohl Dollfuß, Salazar oder Franco) hätten den Satan zu Hilfe gerufen, eine schreiend absurde Unterstellung.

      Frau Zeitschnur möge zudem auch einmal bedenken, welche Phänomene alle unter „Sozialismus“ subsumierbar sind.

      Sie möge auch die österreichische Geschichte bedenken, in der der Ständestaat ja nicht in den NS gekippt (oder „eingefahren“) wurde, sondern in der der feine („liberale“) Westen keinen Finger gerührt hat, als Österreich zunächst terrorisiert, dann erpreßt (in der Person von Bundeskanzler Schuschnigg), schließlich militärisch überfallen wurde. Tausende Patrioten wanderten in die KZs.

      Aus irgendwelchen Gründen war den „liberalen“ Staaten das konservative Österreich nicht wichtig. Noch zwei Jahre nach dem feigen Kanzlermord ist die westliche Welt nach Berlin zu den Spielen gepilgert. Der National-Sozialismus hatte für diese Leute offenbar eine gewisse Anziehungskraft.

      Soweit, weil Sie mich gefragt haben.

      Ich werde in Hinkunft aus zeitökonomischen Gründen die Postings von Frau Zeitschnur nicht weiter konsultieren und noch weniger kommentieren, weil sich das einfach nicht lohnt.

      • Warum werden Sie gleich persönlich? Wer schreibt, muss auch Kritik anerkennen und ad rem parieren – nicht ad personam.
        Aber inzwischen habe ich verstanden, wes Geistes Kind die „Konservativen“ sind: sich selbst erlauben sie jede Entgleisung, weil sie ja recht haben, und dem „Feind“ erlauben sie nichts, weil der ja unrecht hat. Das ist nicht katholisch, sondern Straßenggang-Niveau.

        Zur Sache:

        War Hitler ein Teufel oder nicht?
        Hat der Ständestaat mit Hitler paktiert – ja oder nein?
        Wenn „katholische“ Führer und Generäle mit eben diesem Hitler paktiert haben – was soll dabei herauskommen? Und das taten diese Herren nun mal – der herrliche Franco, Pétain, Mussolini, Schuschnigg. Echte Abneigung gegen Hitler und den Faschismus hatte wohl Salazar (das haben Sie übersehen)…
        Warum weichen Sie mit viel Getöse, Psychologie und Schmäh ad personam diesen Fragen aus?

        Und Sie wissen ganz genauso gut wie ich, dass Österreich nicht bloß ein Hort der „Patrioten“ war…denn die gabs auch in Deutschland, die gabs überall…

        Und was stellen Sie mit der unangenehmen Frage danach an, wie denn das Verhältnis des „Westens“ zu Franco war? Das können Sie in Auszügen auch im Internet lesen: https://books.google.de/books?id=VFOEwVKilZoC&dq=verh%C3%A4ltnis+franco+usa&hl=de

        Sie machen es sich m.E. zu leicht. Und Sie klittern sich die komplizierte Problematik „Restösterreichs“ nach dem 1. Wk zurecht.

        Auch der Ständestaat paktierte mit Hitler, Stichwort „Juliabkommen“. 1936: Mit diesem Pakt wurde sämtliche österreichische Nazis, die im Gefängnis saßen, amnestiert. Dass Schuschnigg danach auch Nationalsozialisten in sein Kabinett aufnahm, war ebenfalls Bestandteil des Vertrags.

        Komplexe Probleme brauchen nun mal Platz – in der Kürze liegt, wenn man etwas genau durchdenken will, nicht immer die Würze. Die Kürze ist vielmehr Zeichen der Verkürzung.

        Der Satz „Eine selbsternannte (männer-)bündische Elite zwingt den Großteil des Volkes in ein namenloses, knapp gehaltenes Kollektiv und spielt „Führer“.“ bezieht sich auf eine mögliche Definitionen von „Faschismus“. Kennen Sie denn nicht die Debatte um Faschismustheorien?

        Es reicht nicht, als Österreicher den Ständestaat zu verklären – man muss das schon in den großen politischen Zusammenhang einordnen und vor allem danach fragen, ob es überhaupt Aufgabe der Katholiken ist, sich an politischer Front abzuarbeiten.

        Es liegt in der Materie selbst, dass das nur schiefgehen kann.

        Und es ist interessant, dass Salazar derjenige war, der am vorsichtigsten mit der Beziehung zur Kirche umging: er behielt die Trennung aufrecht, zwang niemanden in den Religionsunterricht und hob auch das zivile Eherecht (+ Scheidungsrecht) nicht auf.

        Hier kann es nicht um naive Apologien gehen – das ist meine Botschaft an Sie und Ihr sicher tief empfundenes patriotisches Gefühl. Dass manche Kritik von links ungerecht ist, heißt nicht, dass jede Kritik ungerecht ist…

      • @Wolfram Schrems

        Danke, Herr Schrems!
        Jetzt geht das schon wieder los mit diesen Ausfälligkeiten! In ihrem Post unten schreibt Zeitschnur über die „Konservativen“, – was ganz klar erst einmal auf Sie abziehlt – und unterstellt Ihnen ganz unverschämt unkatholisches Straßengang-Niveau!
        Liest man die Kommentare von Zeitschnur, stößt man permanent auf die Beurteilung: „Das ist nicht katholisch“, „das ist nicht katholisch“. Fällt einem dazu noch etwas ein? Da fragt man sich doch …!

      • Man muss Frau Zeitschnur für einen „Troll“, ein trojanisches Pferd der Linken und Liberalen halten, das von irgendwoher hier eingschleust wurde.

  3. So war das auch in der Ukraine. wer gegen die EU ist, hat nichts zu lachen. Scheingründe nur vorgeschoben.

  4. Ab jetzt bin ich, katholisch, marianisch und Lehramttreu, denn das römisch bereitet mir seit Papst Franziskus immer mehr Schwierigkeiten. Mein Leiden ist das Leiden meiner Kirche.

  5. Befremdlich, dass hier – so sehr ich natürlich auch die politisch-patriotischen Zielsetzungen des ungarischen Premiers anerkenne und unterstütze – ein Mitglied der calvinistischen Häretiker, die noch viel ketzerischer sind als die Lutheranisten, von einem glaubenstreuen Katholiken bewundert wird. Wo sind wir hingekommen? Extra ecclesiam NULLA salus. Auch nicht für einen Orban, solange er sich nicht zur Kirche bekehrt!

    • Viktor Orban wird in seinen Worten und Taten beschrieben, das kann man so für das Buch und den Beitrag von Herrn Schrems sagen. Wir sehen nicht in sein Herz. Gott aber kennt sein Herz.
      Mag sein, dass eine Außenansicht uns nicht Aufschluss darüber gibt, ob Viktor Orban in seinem Herzen den katholischen Glauben (bereits voll) angenommen hat. Seine Worte und Taten zeugen jedenfalls in Richtung Christsein und Glauben an Gott.
      Dies ist anzuerkennen.

      • Woraus schliessen Sie das? Wissen Sie, dass er zur Beichte geht? Wissen, Sie, obe r sich bekreuzigt und den Rosenkranz betet? Wissen Sie, dass er an reale Leib und Blut der Wandlung glaubt? Wissen Sie, ob er an der bedingungslosen Unauflöslichkeit der Ehe festhält? Wissen Sie, ob er Gehorsam gegen höhere Autoritäten in seinem Glaubensleben pflegt?
        Erst wenn man das weiß, kann man sagen, Orban ist auf dem We zum katholischen Glauben.

  6. Rücknahme des Ausdrucks „Drecksgeschäft“- in meinem obigen Kommnetar. Man kann es sicher vornehmer bezeichnen, aber es war mir gerade nur dieser Begriff als deutlich genug eingefallen.

    • @Franzel

      Schafft Ihnen das Wort „Drecksgeschäft“ in diesem Zusammenhang ein schlechtes Gewissen? Weshalb sollte man diese Sache vornehmer bezeichnen? Nein, Sie haben genau den richtigen Ton getroffen!

  7. Ehefrau und Kinder von Präsident Orban sind katholisch. Die unter Präsident Orban verabschiedete neue ungarische Verfassung lässt die „ganz humanen“ Wahrheitsfeinde schnauben und toben. und wohl auch zu Intrigen greifen.
    Übrigens beinhaltet die ungarische Nationalflagge wieder die Krone des hl. Stefan!
    Freilich wird dies immer wieder bewusst unterschlagen !

    Auszüge aus der neuen ungarischen Verfassung:
    -
    „Gott segne die Ungarn.
    [so beginnt auch die ungarische Nationalhymne]
    Wir sind stolz, dass unser König, der Heilige Stephan, vor 1000 Jahren den ungarischen Staat auf festem Fundament geschaffen und unser Land zum Teil des christlichen Europas gemacht hat !
    Wir sind stolz auf unsere Vorfahren die für die Aufrechterhaltung, Freiheit und Unabhängigkeit unseres Landes kämpften.
    Wir sind stolz auf die herausragenden geistigen Leistungen der ungarischen Menschen.
    Wir sind stolz darauf, dass unser Volk Europa jahrhundertelang in Kämpfen verteidigte, und seine gemeinsamen Werte durch seine Begabung und Fleiß mehrte
    [….]
    Wir anerkennen die die Nation erhaltende Kraft des Christentums.
    Wir achten die verschiedenen religiösen Traditionen unseres Landes.
    Wir schwören, dass wir die geistige und seelische Einheit unserer in den Stürmen des vergangenen Jahrhunderts in Teile zerrissenen Nation bewahren werden.
    [….]
    Wir achten die Freiheit und Kultur der anderen Völker und streben eine Zusammenarbeit mit allen Nationen der Welt an.
    [….]
    Wir bekennen uns dazu, dass die wichtigsten Rahmenbedingungen unseres Zusammenlebens die Familie und die Nation sind, die Grundwerte unserer Zusammengehörigkeit sind Treue, Glaube und Liebe

    -
    Schauen wir etwas detaillierter den
    Artikel K über
    den SHCHUTZ DER EHE zwischen MANN und FRAU sowie den SCHUTZ DER FAMILIE
    an:

    „Ungarn schützt die Institution der Ehe als eine Lebensgemeinschaft zwischen einem MANN und einer FRAU, die durch freiwillige Entscheidung zustande gekommen ist, sowie die Familie als Grundlage des Fortbestehens der Nation.
    Ungarn fördert die Entscheidung zum Kind“
    -
    und Auszüge aus den
    Artikeln II und III betreffend dem
    SCHUTZ DES UNGEBORENEN LEBENS!
    Artikel II und III:
    -
    „Dem Leben des Fötus gebührt ab seiner Empfängnis Schutz
    [….]
    (Verbot)….
    „einer auf menschliche Rassenveredelung abzielenden Praxis, der Verwendung des menschlichen Körpers oder von Körperteilen zur Erzielung von Gewinn, sowie das Klonen von Menschen“
    -

    • In leichter Abwandlung eines berühmten Satzes eines ehemaligen US-Präsidenten in Berlin formuliere ich heute so:

      Jeder katholische Mann, wo immer er lebt, ist heute ein Bürger Ungarns. Ich bin stolz sagen zu dürfen: Ich bin ein Ungar!

  8. Dann geht doch alle in euer Heiliges Ungarn, wenn ihr es im Rest von Europa so entsetzlich findet. Wir haben Freizügigkeit in der EU, niemand hindert euch daran.

  9. Der Ungar hat sich nie geschämt, Ungar zu sein. Nach der kommunistischen Ära hat Orbán den Ungarn ermöglicht stolz darauf zu sein. Die ehemaligen Länder unter dem Kommunismus kehren jetzt zu ihren christlichen Wurzeln zurück. Auf den Ortstafeln in Ungarn steht: Isten hozta! = Gott hat dich gebracht! (nicht „Grüß Göttin“ wie in Tirol!). Ab 3 Kinder zahlt man keine Steuern. Und die Demos vor paar Wochen werden von George Soros bezahlt, da Orban nicht der EU bzw Washington nicht folgt. Beten wir für Ungarn.
    EXTRA HUNGARIAM NON EST VITA

  10. Wie drückt man aus, dass die Zeit für etwas knapp geworden oder schon abgelaufen ist?
    Umgangssprachlich formuliert:
    Für Europa ist es 5 vor 12 – vielleicht gerade noch. Vielleicht ist es aber schon 1 Minute nach 12?

    Hätte jedes europäische Land eine Person Viktor Orbán in der Regierung, würde Europa seine christlichen Wurzeln reinigen und erstarken können, seine Identität und jeweilige Nationalität erhalten und prosperierende Länder und Völker sehen.

    Aber was wir heute in Europa sehen ist unter anderem dies:
    Die Regierungen ändern die Verfassungen und entfernen dabei Gott; die Erwähnung Gottes und/oder ein Bekenntnis zum Christentum verschwinden.
    Ungarn ist da anders dank Viktor Orbán.

    Die Regierungen erlassen Gesetze, die gegen die 10 Gebote Gottes stehen und wirken, somit also in die (Tod)Sünde führen können.
    Die Regierungen beteiligen sich an Vereinbarungen und Abkommen, welche gegen das Gemeinwohl des eigenen Volkes stehen und wirken.
    All das birgt viel Gefährdung(spotential) für das ewigen Seelenheil!

    Wir haben immer mehr Kirchenführer, ja bis in die höchsten Ränge der Hierarchie reichend, welche nicht mehr den geoffenbarten Glauben, das heilige Wort Gottes, unverkürzt und unverändert bekennen und verkündigen.

    Das Evangelium aber lehrt uns: siehe Matth. 6, Vers 33 (aus Abschnitt 6, 24-34)
    „Euch muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.“

    Viktor Orbán und das ungarische Volk, welches ihm ein starkes Regierungsmandat gegeben hat, haben sich mit der neuen Verfassung bewusst und gewollt unter Gottes Segen und Schutz gestellt. Gratulation.
    Gott segne Ungarn! Das Volk bittet, ja betet, in seiner Verfassung darum.

    Die Nationen Europas mögen diesem Zeugnis und Beispiel Ungarns mutig und mit Gottvertrauen folgen. Wer Gottes Segen und Schutz nicht erbittet und erbetet, wird Segen und Schutz auch nicht oder nur wenig erhalten können.

    Herr MMag. Schrems, danke für diesen Beitrag und die Bekanntmachung des Buches von Igor Janke.

    • Ist das nicht alles ein wenig euphorisch und oberflächlich?
      „Bewusst und gewollt“ haben sich schon die schlimmsten Machthaber „unter Gottes Segen und Schutz gestellt“.
      Das ist leider eine der niederschmetterndsten historischen Tatsachen und deshalb kein sicheres Zeichen der Hoffnung – es kann auch einen neuen gigantischen Missbrauch des Namens Gottes bedeuten.
      Das wird sich erst noch erweisen müssen.

      Auch wenn der Herr Schrems das etwas abwimmeln will in seinem Aufsatz: wieso ist das für Katholiken so immens wichtig, politische Hoffnungsträger zu suchen und zu finden, obwohl uns die Hl. Schrift davor warnt – er zitiert ja selbst den Breviervers…?!

      Scheinbar „Frommes“, ja sogar von Gott Gesegnetes und mit Erfolg Gekröntes kann von jetzt auf nachher ins Gegenteil kippen. Mit Grauen muss man an Männer wie Gideon denken, die so erfolgreich und gesegnet schienen und so viel um Segen baten … und als es ein bisschen besser ging, kippten sie ab in die Abgötterei…

      Vorsicht ist und bleibt angesagt, zumal der Mann nicht katholisch ist bislang – und wenn er es würde, wie seine Frau, wäre immer noch die Frage, die man heute stellen muss: wie denn katholisch? So wie F.?

      Das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit ist kein irdisches Reich! Es müsste Orban und auch uns zuerst um unsere Teilhabe am himmlischen Reich gehen – dann, und nur dann würde uns alles andere auch im Diesseits gegeben. Ob es wirklich darum geht, oder eher um ein politisches Modell, halt ein erkonservatives Modell – ich bin zur Zeit nicht in der Lage, das bei Orbán zu unterscheiden – wie auch?

      Dass einer, der in diese Richtung zieht, natürlich vom EU-Mainstream nicht wohlgelitten ist, gehört einfach nur ins Spiel.
      Das geht einem immer so, wenn man aus dem Mainstream aussteigt, und es wird auch allen denen, die dann im erzkonservativen Mainstream, wenn er sich durchsetzt, nicht ganz kompatibel sind, auch wieder nicht anders gehen…

      Und immer wird eines der Wolfsrudel dann laut heulen und lamentieren…

  11. Im September 2014 hab ich einen interessanten Bericht gelesen.
    In dem stand, dass die USA mit allen Mitteln verhindern wollen, dass sich Ungarn (unter Viktor Orban) unter anderem näher an Russland anbindet. Dass der USA und der EU natürlich auch die
    offensichtlich weitgehend christlich dominierte Politik von Orbans Regierung missfällt dürfte klar sein.
    Am 17.12. nun hörte ich im Radio, dass es am Tag zuvor wieder große Demonstrationen gegen Orban und seine „korrupte“ Regierung gegeben habe und dass diese Proteste (die seit Oktober laufen würden !!!!!!!!!!!!!!!) unter anderem von Facebook Gruppen und von der Zivilgesellschaft organisiert würden („Zivilgesellschaft“ ein Begriff, den ich zuvor noch nie im Zusammenhang mit Demonstrationen gehört habe).
    Ich denke, dass sich ein weiterer Kommentar erübrigt.
    Beten wir für die derzeitige ungarische Regierung und für das ungarische Volk im gesamten.
    So schlecht kann die derzeitige ungarische Regierung nähmlich gar nicht sein, denn sonst würde sie nicht angegriffen.
    Jawohl, die ungarische Regierung unter Viktor Orban wird angegriffen !!

  12. „Heiliges Ungarn, heilges Russland, Ständestaat Öseterreeich, katholishces Franco-Spanien und Mussolinis Itslien“. In diesem Forum sehnen sich nicht wenige nach einem starken, autoritären Staat, selbstverständlich nur unter konservativ-katholischer Führung, Dies ist aber heute angesichts der weitgehenden Vermischung von Ethnien, Weltanschauungen und Religionen völlig unrealitisch, nichts als ein nostalgischer Traum. Es ist sogar ein gefährlicher Traum, wenn nämlich auch andere Denkrichtungen ein solches Modell in ihren Sinn durchsetzen wollen und eventuell damit Erfolg haben, Den Tradis, die unbedingt einen lupenreinen autoritären katholischen Staat haben wollen, kann man höchstens empfehlen, sich zusammenzutun und irgendwo auf dem Mars oder dem Mond einen solchen zu gründen.

    • … und vor allem kennt die Lehre der Kirche einen solchen Staat nicht …. und gerade Franco maßte sich wieder an, mitbestimmen zu wollen, wer auf Bischofssitze kam, etwas, was ausdrücklich vom Lehramt verworfen worden war.
      Der Syllbus errorum von Pius IX. hat ausdrücklich diesen Satz als Irrlehre verworfen: „Die weltliche Macht hat von sich aus das Recht, Bischöfe vorzuschlagen.“ (§ 50)

      Sie haben wirklich recht: diese Nostalgie, die die historische Not, die hier begraben liegt verkennt und v.a. dass die Verbrechen dieser „wunderbaren Zeiten“ wahrscheinlich der Hauptgrund für das gelähmte Schweigen der an sich glaubenstreuen Bischöfe auf dem Vaticanum II waren – im Ggs. zu jungen heutigen Schwärmern wussten dieselben damals ganz genau, was im Namen der Kirche (allerdings ohne deren Einverständnis) alles an Greueln geschehen war…

      • Wie lange darf die Frau Zeitschnur hier in einem traditionsverbundenen Forum eigentlich noch völlig ungehindert gegen die Tradition hetzen? Jetzt soll in deren Namen bereits sogar „Greuel“ verübt worden sein…
        Wer es fassen kann, der fasse es!

        Nebenbei: Generalisimo Fraco hat sehr wohl streng darauf geachtet, dass nur glaubenstreue Bischöfe von kernaktholischer Statur in Spanien berufen wurden. Sehr erfolgreich übrigens. Und die Kirche hat dort bis in die 70er Jahre hinein eine Blütezeit erlebt wie kaum sonstwo in Europa. Der Niedergang kam erst nach Francos Ableben.

      • …Und wie lange dürfen angeblich „Traditionstreue“ den Kirchenfeinden weiterhin in die Hände spielen mit ihren haarsträubenden unkatholischen Statements? –

        Ja, im Namen der Tradition sind die schlimmsten Greuel verübt worden. Ihre Geschichtskenntnisse sind unzureichend, wie ich längst begriffen habe, aber die Wahrheit hängt nicht davon ab, ob Sie sie an sich heranlassen.

        Es ging Franco definitiv nichts an, wer auf die Bischofssitze kommt – offenbar sind Sie nicht in der Lage, einen Lehramtstext zu verstehen, bzw. es ist Ihnen wurscht, weil Sie nicht auf den Papst, sondern auf sich selbst hören wollen.

        Die Greuel der Klerikalfaschisten sind allgemein bekannt, ich hab sie anderweitig hier oft genug schon erwähnt.
        Wer das verteidigt, ist nicht katholisch.

      • Ach hören Sie doch auf. Der „Klerikalfaschismus“, wie Sie ihn, offenbar in schmähender Intention, nennen, hat 1934 Österreich vor dem sicheren Zugriff der Nazis bewahrt. Er hat dem Vatikan und Italien die bis heute wegeisenden Lateranverträge beschert und Italien damit aus dem Irrweg des Laizismus befreit. Und in der 2. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hat der „Klerikalfaschismus“ etliche Staaten Lateinamerikas vor dem sicheren Zugriff des Kommunismus. Das wissen Sie sehr genau.
        Seine Exzellenz Erzbischof Lefèbrve hatte guten Grund, Anfang der 80er Jahre General Videla persönlich für dessen entschlossene Bekämpfung der drohenden kommunistischen Übernahme Argentiniens zu danken. Und etliche führende Männer der Kirche haben das jedenfalls damals genauso gesehen. Das darf man jetzt unter dem Regime von Papst Franz ja alles nicht mehr sagen…

    • @Tantumquantum: Sie irren sich. Wir müssen nicht vor der grässlichen synchrestistischen Vermischung auf Mond oder Mars ausweichen. Wir werden, Schritt für Schritt, mitten auf dieser Erde wieder zu einem starken, autoritären katholischen Staat kommen (den, dies sei in Richtung Zeitchnur gesagt, die traditionelle Lehre der Kirche sehr wohl vorgesehen hat!). Es werden nämlich mehr und mehr Menschen, die dies wieder wollen. Weshalb ist Viktor Orban mit so großer Mehrheit gewählt worden? Weshalb gehen mehr und mehr Menschen bei uns für das wahre Abendland auf die Straße?? Der katholische Staat wird kommen, irgendwann. Deo gratias!

      • Kommen wird nur der Antichrist – und der wird sicher auch die katholischen Traditionalisten mitzunehmen wissen.
        Uns ist kein irdisches Glücksreich verheißen…

        Aber bitte – jeder hofft auf das, was er will: Sie auf ein irdisches Reich mit katholischem Firniss, ich lieber aufs himmlische Jerusalem.

  13. Ungarns Boden ist wahrhaft christlich getränkter Boden. Wie auch der Boden Russlands und der sog. „Ukraine“.

    Gott schütze, segne und stärke Ungan! Es lebe das Heilige Russland!

  14. Ungarn, Ungarn über alles,
    über alles in der Welt!

    GOTT SCHÜTZE DAS HEILIGE, TAPFERE UNGARN!

  15. Premier Orbán ist ein redlicher Staatslenker Ungarns. Lider fehlt ihm von kirchlicher Seite ein Äquivalent in Ungarn. Da der Primas Erdö als neokonservativer Ideologe für die Aufbauarbeit der Regierung Orbán wenig übrig hat.
    Viktors calvinistisches Bekenntnis ist zwar betrüblich doch ist er ein eifriger Förderer des christlichen Erbes des Ungarntums. Auch Reichsverweser Großadmiral Miklós Horthy de Nagybánya war Reformierter jedoch trotzdem ein Förderer der katholischen Sache in Ungarn gewesen. Meine Großmutter mütterlicherseits stammte vom Nachbargut der Horthys in Kenderes und war oft auf Horthys Anwesen eingeladen und erzählte mir ausführlich vom vorbildhaft christlich geführten Haushalt der Horthys. Ähnliches erfahren und lesen wir über Premier Orbán.

    Möge die Allerseeligste Jungfrau Maria, ihr Regnum Marianum, welches das Reich der Stephanskrone immerfort war schützen und bewahren.

Comments are closed.