„Parallel-Oberer“ Bergoglio – Warum wurde der heutige Papst 1990 von seinen Jesuiten-Brüdern exiliert?

Papst Geburtstag
Papst-Geburtstag 2014

(Buenos Aires/Rom) Am heutigen 17. Dezember feiert Papst Franziskus seinen 78. Geburtstag. Am Vormittag erfreute ihn ein Tango, der von Tausenden seiner „Aficionados“ ihm zu Ehren auf dem Petersplatz getanzt wurde. Der Osservatore Romano veröffentlichte eine Seite aus einer in Argentinien erschienenen Papst-Biographie, auf die Jorge Mario Bergoglio besonderen Wert legt und an deren Zustandekommen und Niederschrift er selbst Hand anlegte.

Das Buch mit dem Titel Aquel Francisco wurde von zwei argentinischen Journalisten, Javier Cámara und Sebastian Pfaffen geschrieben (siehe eigenen Bericht Als Bergoglio als „brillant, aber verrückt“ ins „Exil“ geschickt wurde). Beide stammen aus Cordoba in Argentinien, wo auch der Verlag seinen Sitz hat. Der Schwerpunkt des Buches liegt in der Rekonstruktion der beiden Phasen im Leben des amtierenden Papstes, die er in der argentinischen Provinzstadt verbrachte. Das waren die beiden Jahre des Noviziats von 1958-1960 und die zwei Jahre des Exils ohne jeden Auftrag, in das er von seinen Ordensoberen von 1990-1992 verschickt worden war. Ein Exil, das Papst Bergoglio heute gerne als „innere Reinigung“ bezeichnet.

aquel_franciscoAquel Francisco – die autobiographische Biographie

Im Dezember 2013 war der Papst vom Erzbischof von Cordoba bei einem Rom-Besuch informiert worden, daß die beiden Journalisten dabei waren, zu dieser Doppelperiode ein Buch zu schreiben. Papst Franziskus griff zum Telefonhörer und rief die beiden an. „Nicht einmal, sondern mehrfach, und ließ den Griff nicht mehr locker“, so der Vatikanist Sandro Magister zur Episode. Der Papst begann mit Cámara und Pfaffen einen intensiven Schriftverkehr über E-Mail, schilderte seine Erinnerungen und machte aus der Biographie eine Art Autobiographie. Von einer „autobiografia cordobana“ spricht Magister, da das Buch gespickt ist mit direkten Aussagen unter Anführungszeichen. Dabei handelt es sich um Erzählungen und Bewertungen.

„Es sind vor allem zwei Punkte des Buches, die neugierig machen“, so Magister. Das betrifft einmal die wirklichen Gründe, die dazu führten, daß der ehemalige argentinische Jesuitenprovinzial Bergoglio bei seinen Mitbrüdern in Ungnade fiel. An der Spitze der Jesuiten in Argentinien stand der heutige Papst in den 70er Jahren, um genau zu sein von 1973-1979. Ins Exil geschickt wurde er 1990 von Pater Victor Zorzin, der Pater Bergoglio aus nächster Nähe kannte. Pater Zorzin war nämlich Bergoglios Vize, als dieser Ordensprovinzial war. 1986 wurde Zorzin zum Provinzial. Ein Amt, das er bis 1991 bekleidete.

Warum wollten seine Mitbrüder Bergoglio loswerden?

Zwischen Zorzin und Bergoglio gab es große Meinungsverschiedenheiten über die Art der Ordensleitung. Dasselbe galt zwischen Bergoglio und Zorzins Nachfolger, Pater Ignacio García-Mata, der von 1991-1997 Provinzial war und damit zu einer Zeit, als Bergoglios neue Karriere außerhalb seines Ordens bereits im Gange war. 1992 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof von Buenos Aires, 1997 zum Erzbischof-Koadjutor, acht Monate später, im Februar 1998, zum Erzbischof von Buenos Aires und Primas von Argentinien.

Laut den beiden Buchautoren artikulierten sich die ordensinternen Meinungsverschiedenheiten in einer hämmernden „Verleumdungskampagne“ gegen Pater Bergoglio. Eine Kampagne, deren Echo bis nach Rom zu hören war und bis zum damaligen Ordensgeneral, dem Holländer Peter Hans Kolvenbach vordrang. Man habe das Gerücht in Umlauf gesetzt, wie unter anderem Pater Ángel Rossi, der derzeitige Obere der Jesuitenniederlassung in Cordoba im Buch bestätigt, daß der „einmal so brillante“ Ex-Provinzial exiliert worden war, „weil er krank, verrückt“ geworden sei.

Der „Parallel-Obere“ Bergoglio

Der 1979 auf Bergoglio gefolgte Provinzial, Pater Andrés Swinnen, der seinem Vorgänger immer verbunden blieb, liefert eine substantiellere Erklärung der Exilierung. Die „Schuld“ Bergoglios sei es gewesen, daß er auch nach dem Ende seines Mandats als Provinzial weiterhin als Anführer einer Fraktion innerhalb der Ordensprovinz auftrat und Einfluß auszuüben versuchte.

Zuerst hatte man ihn zum Rektor des Colegio Maximo von San Miguel gemacht. Dann schickte man ihn zum Doktoratsstudium nach Deutschland. Doch in Frankfurt am Main blieb er nur ganz kurz. In den wenigen Monaten, die er sich in Deutschland aufhielt, reiste er viel und besuchte die verschiedenen Jesuitenniederlassungen. Man hatte ihn aus Argentinien abzuschieben versucht. Das erklärt auch, weshalb es nie zum Studium, dem offiziellen Aufenthaltsgrund kam. Doch nach kurzer Zeit gelang ihm die Rückkehr in seine Heimat. Nun schickte man ihn an das Colegio del Salvador, wo er Theologie unterrichtete. Doch wo immer er auch hingeschickt wurde, trat er „wie ein Parallel-Oberer“ auf, so Pater Swinnen. Auf diese Weise beeinflußte er viele Jesuiten, vor allem jüngere Mitbrüder. Innerhalb eines Jahrzehnts von 1979, dem Ende von Bergoglios Amtszeit als Provinzial, bis zu seiner Exilierung 1990 verließen mehr als 100 junge argentinische Jesuiten den Orden und gaben ihr Priestertum auf.

Exodus aus dem Orden, der Bergoglio angelastet wurde

Der Exodus wurde Bergoglio angelastet. Ein „Großteil der Ausgetretenen gehört der Gruppe an, die nicht auf der Seite Bergoglios standen, sondern sich vielmehr seiner entledigen wollten“, so Pater Swinnen. Ob an seiner Seite oder gegen ihn, der ehemalige Provinzial spielte eine zentrale Rolle im provinzinternen Konflikt.

Das Buch liefert keine näheren Hintergründe über die Gründe des Konfliktes. Lag es lediglich an der Persönlichkeitsstruktur Bergoglios und anderer Akteure oder ging es um inhaltliche Fragen von Glaubenslehre und Kirchenordnung? Weder der amtierende Papst noch die im Buch zitierten Jesuiten scheinen die damaligen Streitpunkte, die zu so handfesten Konflikten führten, „aufwärmen“ zu wollen.

Cordobaner Exilschriften

Bisher ist bekannt, daß Papst Franziskus in seinem Leben kein Buch geschrieben hat. Seine schriftliche Hinterlassenschaft beschränkt sich auf kürzere Beiträge und Vorwörter für einige Bücher von anderen sowie zwei Borschüren, die erschienen, nachdem er im Konklave 2005 zum Gegenspieler Joseph Ratzingers wurde. Bereits in dieser Zeit als Erzbischof von Buenos Aires bediente er sich Manuel Fernandez‘ als Ghostwriter. Ihn machte er zum Rektor der Päpstlichen Universität von Buenos Aires, Titularerzbischof, Synodalen der Bischofssynode über die Familie und zum offiziellen päpstlichen Texteschreiber. Auch das Apostolische Schreiben Evangelii Gaudium stammt maßgeblich aus seiner Feder. Das ist an sich nicht ungewöhnlich für Staatsmänner und führende Persönlichkeiten.

Um so mehr aber erstaunt, daß Papst Franziskus im Buch sagt, in seinem Cordobaner Exil zwei Bücher geschrieben zu haben. Die Bücher tragen den Titel „Reflexiones en esperanza” (Gedanken über die Hoffnung) und vor allem „Corrupción y pecado“ (Korruption und Sünde) und meinen die Broschüren. Letzterer Text habe seinen Ausgang wegen einer Tragödie genommen, der Ermordung einer 17-Jährigen im Jahr 1990 durch Angehörige der hohen Gesellschaft. 2014 erschien er auch in deutscher Übersetzung.

Evangelii gaudium und Romano Guardini

Die „Korruption“ ist ein Thema, das Papst Franziskus in seinen Predigten immer wieder aufgreift. Das katholische Kirchenoberhaupt sagt, im Exil das Studium von Romano Guardini wiederaufgenommen zu haben, um seine Dissertation über den deutschen Religionsphilosophen zu vollenden. „Es ist mir nicht gelungen, sie abzuschließen, aber dieses Studium hat mir sehr geholfen bei dem, was danach auf mich zukam, einschließlich der Niederschrift des Apostolischen Schreibens Evangelii gaudium, dessen Teil über die sozialen Kriterien zur Gänze aus meiner Doktorarbeit über Guardini entnommen ist“.

Die nie vollendete Dissertation ist nicht bekannt, aber in Evangelii gaudium findet sich tatsächlich ein ausführliches Zitat von Guardini aus dessen 1950 erschienener Arbeit „Das Ende der Neuzeit“. Das Zitat findet sich in den Absätzen 217-237, in denen der Papst die Kriterien darlegt, die befolgt werden sollen, um die Förderung des Allgemeinwohls und des sozialen Friedens voranzubringen.

Inwieweit seine Art der Amtsführung, ob als Provinzial, als „Parallel-Oberer“, als Erzbischof oder Papst mit den Kriterien Guardinis in Zusammenhang stehen, bedürfte einer eigenen Untersuchung.

Text: Settimo Cielo/Giuseppe Nardi
Bild: MiL

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36 Comments

  1. Gruselig! Es wird einstmals zu den unbegreiflichen Rätseln der Geschichte gehören, wie ein solch obskurer, auf Zerstörung angelegter Charakter die kirchliche Karriereleiter erklimmen und selbst das Papstamt okkupieren konnte. Das hat viel mit der Dekadenz innerhalb der Konzilskirche zu tun. Insofern ist Bergoglio selbst eine vergiftete Frucht des Konzils, und man wird von Glück oder Gnade sprechen dürfen, wenn an diesem Gift die Kirche nicht zugrunde geht. Unermesslichen Schaden aber wird sie aller menschlichen Voraussicht nach jedoch nehmen.

    • Dem heutigen Papst eine Okkupierung seines Amtes vorzuwerfen ist unredlich, ja: anmaßend, solange nicht klipp und klar konkrete Beweise dafür vorgelegt werden!

  2. Evangelii Gaudium fußt nie und nimmer auf Guardini.
    Guradinis Themen sind Gott, Christus, Kreuz, Nachfolge,. Selbstheiligung, die Annahme seiner selbst und nicht die „soziale Frage!“
    So ein Quatsch!

    • In der Tat!

      Wer sich für die Alte Messe interessiert: Guardinis Büchlein „Von Heiligen Zeichen“ ist dazu absolut lesenswert.

    • Langsam langsam. Guardini hat sich wiederholt zu Fragen der politischen Ethik geäußert.
      „Die Sorge um den Menschen“ – 2 Bände. Wiederholt „Zum Problem der Macht“. „Warum ich Europäer bin“. Die Studien „Unterscheidung des Christlichen“. „Europa, Wirklichkeit und Aufgabe“. „Der Friede und der Dialog“. Das fundamentale Werk „Die Macht“. Nicht zu vergessen der frühe Aufsatz über Mahatma Ghandi.
      Das sind nur einige Titel. Guardini war ein geistlicher, aber auch ein politischer Mensch.

      • Okay, klar es ging Guardini auch darum den Menschen in die Lage zu versetzen die Macht die er sah, klarer als andere, zu beherrschen, und nicht von ihr beherrscht zu werden.
        Aber doch nicht in so einem wirren Sinn wie in Evangelii Gaudium!
        Reichtum ist böse, Armut ist gut, die Reichen sind die Bösen, die Armen die Guten und die einzige Chance für die Reichen in den Himmel zu kommen ist den Armen zu helfen……. das ist nicht Guardini!

      • Sie haben recht, @ein besorgter Christ
        „Reichtum ist böse, Armut ist gut, die Reichen sind die Bösen, die Armen die Guten und die einzige Chance für die Reichen in den Himmel zu kommen ist den Armen zu helfen……. das ist nicht Guardini!“
        Stimmt. Aber „Evangelium Gaudium“ ist es auch nicht.

      • aber Robert! ich habe Evangelii gaudium mehrere Male gelesen, es gibt ca. eine halbe Seite richtig guter Aussagen, die jedoch gleich wieder relativiert, oder in einem schrägen Zusammenhang gestellt werden, und ja Sie haben recht um den Himmel geht es in Evangelii gaudium nun genau nicht, sondern um das rein innerweltliche

  3. Gerade zur Thematik des „Friedens“ wird heute so Manches vorgelegt. Doch nahezu ausnahmslos bleiben die Vorschläge „halbe Dinge“ – ohne Einbezug der Ewigen Wahrheit Jesus Christus – und fördern somit den Unfrieden. Romano Guardini dazu:
    -
    „Friede kommt daraus, dass der Sinn zu Ende gelebt wird. Die halben Dinge machen Unfrieden. Jenes Zu-Ende-geführt-Sein des Werkes, jene restlose Verwirklichung des Vaterwillens – daraus kommt der unendliche Friede, der in Christus ist. Auch uns kommt er nur daher, aus dem Mitvollzug dieses Geheimnisses.“
    -

       

  4. Das alles so unklar und verschwommen wie der ganze Mann!
    Bei so spärlichen Informationen steigt wirklich keiner durch – und wie konnte man einen derart gesichtslosen Menschen zum Papst wählen?
    Nichts ist „bekannt“, alles nur Gerücht, Andeutung, Spekulation.

    Man muss in diesem Fall aber sagen „In dubio pro reo“ – wir wissen einfach zu wenig über ihn, über die argentinischen Verhältnisse, über die Gesundheit Bergoglios.

    Das einzige, was man aber erkennen kann und auch sicher wissen kann, das ist das geistige Chaos, das Bergoglio tagtäglich anrichtet. Seine Reden und Predigten sind völlig inkonsistent. Es ist keine rote Linie erkennbar, es irrlichtert in diesem Geist, die Person scheint entkernt. Das ist für mich das Gruselige. Es geht nicht darum, dass ich ein Ideal erwarte oder einen perfekten Mann an der Spitze.
    Es geht mir darum, dass in einer gesunden und wahrhaftigen Perönlichkeit trotz Schwäche und Sünde immer erkennbar ist, welcher Linie sie folgt, wie sie „tickt“, was sie will, worum es ihr geht, welchen Reifeprozess sie erlebt. Natürlich gibt es da Wandlungen und man denkt nach 10 Jahren nicht mehr genauso wie heute.
    Aber bei Bergoglio kann man gar nicht sagen, „wie er denkt“, wie vor 10 Jahren dachte und wie heute – es ist ein unübersehbares Chaos. Was hat sein wirres Zeug mit Guardini zu tun? Das ist eine ernsthafte Frage: das wüsste ich gerne handfest, konkret, mit Argument, These, darlegung. Aber auch hier: nichts, tote Hose im Kopf, Schlagwörter ohne Kern.
    Meine eigene Bergogliolektüre (Interviews) hat mich im Dunkeln zurückgelassen – er redet mal so, mal so, aber so und so immer unpräzise, wankend, so als hätte er Millionen Zitate anderer geschickt zu kombinieren versucht. Nicht EIN eigenständiger Gedanke ist erkennbar.

    Und alles, was über ihn erscheint, ist nicht geeignet, dieses Chaos zu ordnen, sondern vergrößert es noch…

    • Bergoglio verkörpert für mich den Zerfall. Ein Zerfall indem es „fremdwimmelt“, Zerfall von Allem, was wir als wertvoll, schön, gut… gesehen haben, gespürt haben. Er verkörpert den Zerfall des katholischen Glaubens… Zerfall des Wissens, des Systems… Aufgezwungen, das Gehirn und Herz vergewaltigend,… um die Seele jedes Einzelnen zu zerstören. Der Allmächtige Gott, der Dreieinige Gott lässt es aber nicht zu. Die Heilsgeschichte gilt in alle Ewigkeit.

  5. Gott segne und schütze unseren Heiligen Vater, Papst Franziskus. Der Herr schenke ihm Kraft und Gesundheit für sein schweres Amt, in dem ihm soviel unverhohlener Hass entgegen schlägt.

    • das ist kein Hass, das ist Besorgnis.
      Und ja ihren Bitten muss man sich anschließen, weil er wirklich sein Amt nicht tragen kann.
      Wir leben in der absurden Situation dass wir einen Papst haben, der sich nicht in der Lage fühlte das Amt zu tragen, und einen, der nicht willens ist das Amt zu tragen.
      @ Zeitschnur volle Zustimmung

    • @ pacellifan

      Ja, Gott segne jeden wahren Papst in seinem schweren Amt!
      Was ist aber ein wahrer Papst?

      Er soll der Fels sein, der, der die Kirche im Irdischen stabil und unumstößlich fundiert – als direkter Stellvertreter Christi.

      Sie kennen sicher das Gleichnis vom Mann, der sein Haus auf Sand gebaut hat.
      Wir haben einen „Papst“, der offensichtlich gar kein Fundament hat und darum auch keines sein kann.

      Das hat mit Hass nichts zu tun, sondern damit, dass wir – der Fideismus ist eine Irrlehre! – als Katholiken niemals etwas gegen die Vernunft glauben dürfen.
      Und dass dieser „Papst“ eine „rechtgläubige Linie“ hat – das verbietet die bloße Vernunft zu glauben.
      Hätte er diese Linie, hätte er sich um der Seelen willen längst als wahrer Papst geoutet.
      Bitte keine Kyffhäuserromantik, sondern Nüchternheit und Vernunft!

    • Schade, dass Sie nicht sehen oder hören w o l l e n!
      Dass dort ein „faules Ei“ ins Nest gelegt wurde, müsste aber auch langsam dem Naivsten auffallen!

    • Keineswegs. Bergoglio verwandelt uns in vermeintlichen Hass, er bringt jeden verborgenen Hass im Mensch ans Tageslicht, unterschtützt den Hass, bietet dann eine Erlösung in Neuer Barmherzigkeit, Neuer Liebe, Neuer Harmonie… ohne Jesus Christus. Jedoch, Jesus Christus ist ewig! Gelobt sei Jesus Christus, in Ewigkeit.

    • Es würde Ihnen gut zu Gesicht stehen, Vertrauen in Gott, den Hl. Geist und die Gottesmutter der Beliebigkeit der eigenen fehlerhaften Meinung vorzuziehen.

      Der Hl. Geist hat unserer Kirche Franziskus geschenkt, das ist nicht zu leugnen oder abzustreiten. Nehmen Sie sich ein Beispiel am emeritierten Papst Benedikt XVI. und leisten Sie dem Hl. Vater Gehorsam, anstatt sich eigene Realitäten zurechtzubauen.

      Dafür ist es nie zu spät. Denken Sie an das Gleichnis mit dem verlorenen Sohn. In seiner großen Barmherzigkeit und Güte freut sich der Papst als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und Nachfolger des Apostelfürsten über JEDEN, welcher der Häresie den Rücken kehrt und in den Schoß der Einheit der Kirche heimfindet.

      • Veto!
        Der Hl. Geist hast uns ganz sicher F. nicht geschenkt.
        Wenn überhaupt, wurde er vom Hl. Geist zugelassen. Die Menschheit bekommt offensichtlich den Papst, den sie verdient. Und auch die Bibel muss sich ja erfüllen, oder?
        Zur Sache des Gehorsams: Gehorsam bin ich gerne dem, der dem Himmel selber gehorsam ist und Ehre erweist! Und da hapert es ja bedenklich! Ganze Ordner an „Kuriositäten“ könnte man da sammeln.
        Danke für Ihre Anregung, F. Gehorsam zu erweisen.
        Aber ich habe Augen, Ohren und auch noch ein bisschen Resthirn. Selbst damit kann man die Häresien erkennen!

      • Interessant, dass Sie dieses Gleichnis vom verlorenen Sohn erwähnen. In der Tat dürfte es eine Schlüsselstelle für das Denkens und Handeln Bergoglios sein. Nach eigenen Worten sieht er sich ja selbst als schwerer Sünder, der sich von den Schweinetrögen in die alles verzeihende Barmherzigkeit des Vaters geflüchtet hat. Daher fühlt sich Bergoglio allen Gestrauchelten, allen Randexistenzen so innig verbunden. Jene, die ihren Weg des Glaubens ohne Brüche gehen, setzt er in seiner Vorstellung mit dem älteren Bruder in eins. Glaubenstreue ist daher für ihn a priori mit Angst und Starrheit, aus der die Missgunst erwächst, verknüpft. Er kann diese Geradlinigen daher nur mehr verachten, sie sind ihm verdächtig, er lehnt sie ab. Daher stammt sein Hass und seine Beschimpfung gegenüber allen, die dem Vater/der Kirche/dem Lehramt treu sind. Bergoglio ist offensichtlich unfähig zu erkennen, dass der Vater beide Söhne gleichermaßen liebt, er interpretiert die Zurechtweisung so, als ob der Vater sich ganz dem verlorenen Sohn zuwende und sich vom älteren Sohn distanziere. In dieser Missinterpretation des barmherzigen Vaters, mit dem er sich als Kirchenführer identifiziert, dürfte sein eigentümlich einseitiges Kirchen- und Menschenbild wurzeln.

      • @hicesthodie… Nur mein Gefühl, daß Bergoglio gerade diese Menschen, die er so demonstrativ abküsst und erwähnt, daß er diese Menschen gebraucht bis missbraucht. Die meisten können sich nicht wehren, sie kamen nicht reumütig „zum Vater zurück“, dem Vater, der liebt und verzeiht. Auch wenn Bergoglio den Weg zum Vater aufzeigen hätte wollen, in Liebe,… das tut er aber nicht. Er benutzt diese Menschen anbiedernd für den Weg der Willenlosen,… Als ob mir die Internationale im Ohr klingt, nur mit kleinen Ausbesserungen…

      • @Methodus: Ganz recht. Ich vermute, sein Barmherzigkeitsbegriff deckt sich im Wesentlichen mit Luthers ’sola gratia‘. Eine Umkehr, Bekehrung darf demnach für die Barmherzigkeit Gottes gar nicht zur Voraussetzung gemacht werden, denn das würde die von Grund auf verderbten Menschennatur überfordern. Gottes Barmherzigkeit ist also voraussetzungsloses Geschenk. Notwendig ist nur, dass der Mensch sich der göttlichen Gnade zuwendet, so wie der verlorene Sohn (der ja in Wahrheit bereut und umkehrt!) sich in die Arme des Vaters wirft.

      • @Hicesthodie.
        Das ist entsetzlich. Solche Auffassung greift jegliche Liebesfähigkeit des Menschen an, greift die Liebe an, greift Jesus Christus an. Es ist ein Zerstörungsversuch, der Beziehung zwischen dem Gott und seiner Schöpfung, dem Menschen. Diese Liebe, die durch die Heilsgeschichte dem Menschen gegeben worden ist, lebendige Liebe durch Christus, soll zu leerem Wort verkommen. Die „verdorbene Natur“, ja,solche sucht nach Allerlösung… Ja,es ist entsetzlich,… und dann von Rechten sprechen… statt Hoffnung.

  6. Schön gemacht, allerdings wird in dem Artikel der wichtigste Aspekt sorgfältig umschifft und gar nicht benannt: Die Konflikte zwischen Bergoglio und den progressiveren Jesuiten drehten sich in erster Linie darum, dass B. ihnen zu konservativ war und dass er die konzilsbewegten Aufbrüche in seinem Provinzialat konsequent und ziemlich harsch bekämpfte.

    • Nun ja, erstens: woher wissen Sie das so genau? Aber ich halte es für durchaus denkbar, dass es wahr ist, was Sie sagen.

      Bergoglio ist eben mal so, mal so – keine Linie hinten und vorne.

      Mit einem eingefleischten Traditionalisten oder einem starrsinnigen Progressisten kann man irgendwie umgehen. Man weiß, wo er jeweils steht.

      Es gibt aber nichts Schlimmeres als eine Person, die inkonsistent und völlig unberechenbar ist.

      Und dies scheint auf Bergoglio zuzutreffen. Inkonsistenz in der Sache ist aber das Merkmal des Tyrannen.

  7. Das Geburtstagstortenfoto paßt nicht. Sehr schlichter Aufhänger.
    Und warum bei Gott sollen sich der Papst samt den Jesuiten in die Karten gucken lassen?
    Wer würde nicht, erführe er, daß man eine Biographie über ihn plane, versuchen, die Richtung bzw. die Deutungshoheit zu gewinnen?
    Seine, des Papstes, größte ‚Sünde‘ scheint doch, seine Unberechenbarkeit und seine Nicht-Manipulierbarkeit zu sein? Wogegen seine chaotischen, widersprüchlichen Aussagen eher als ‚läßliche Sünden‘ erscheinen.

  8. @pacellifan, Sie haben ein schlichtes Gemüt. Die Beiträge hier sind nicht von Haß geprägt, sondern von ehrlicher Sorge um die Kirche d und diese Sorge ist mehr als berechtigt. Mein Rat, lesen Sie hier nicht mehr, das stört Ihren Seelenfrieden. In den siebziger Jahren ging bei schlichten Gemütern der Spruch um: Mit Paul VI. notfalls in die Hölle. Ersetzen Sie Paul durch Franziskus.

    • Was meinen Seelenfrieden stört, entzieht sich sicher Ihrer Kenntnis, lieber Bernhard. Ehrliche Sorge kann man hier seit geraumer Zeit überwiegend (nicht ausschließlich!) nicht mehr erkennen. Leider!

  9. @K Wenn das wirklich so ist, so müssen wir Mitleid haben und umso mehr für ihn beten. Dann ist es ihm ergangen wie den anderen vielen Berufungen zum Priesterstand. Sie wurden diabolisch geleitet und ausgebildet, eine Gehirnwäsche mussten sie durchmachen und sie litten unter Gewissensbisse und Ohnmacht. Wieso hielten sie das ganze aus und flohen nicht? Aus Angst? Aus Bequemlichkeit? Aus Ignoranz? Weil sie eine Berufung hatten, weil sie hörten wie der Herr sie rief alles zu verlassen und Priester zu werden und dann? Dann betraten sie das Seminar und begegneten abgefallene Jesuiten? Diese sollten sie leiten, beobachten, kontrollieren, aber vor allem brechen um sie dann wie Marionetten, durch Suggestion und Manipulation zu beeinflussen und zu beherrschen… Arme Priesterseelen! Armer Bergoglio. Kein Wunder, dass man dann daran „krank und verrückt“ werden kann. Lieber „krank und verrückt“ als durch irgendwelche Heilpraktiker und Gurus, oder (Dämonen) Beschwörungen, zu genesen und der Kirche, als Mitarbeiter des Teufels, zu schaden. Um Priester zu werden mussten viele Kompromisse eingehen auf Kosten die eigene Seele zu verlieren, denn sie selbst waren blind und wurden von Blinden geleitet, sie waren Schafe ohne einen Hirten. Das Problem begann nicht als der dritte Weltkrieg: das II. Vatikanische Konzil mit seinem Geist und Duft der Verführung ausbrach, sondern bereits in den 1930er Jahren. Es spitzte sich jedoch zu und schaffte seinen Sieg als das II. Vatikanum eröffnet wurde, denn an diesem Tag, hatte es sein Ziel erreicht, „es“: „Satan“, durfte in das Heiligtum samt seinem Rauch der Versuchung, Häresien und Verwüstung einziehen (und das passt sehr gut zu den Erzählungen, dass Luzifer am 29. Juni 1963 im Vatikan, durch eine Satansmesse, inthronisiert wurde). Karl Rahner, ein Patron dieses Konzils, qualifizierte das Konzil als: Geburt der „Weltkirche“. Der Herr hat die heilige katholische Kirche am Kreuz gegründet, sollte er erneut eine Kreuzigung durchgemacht haben? Aus der die Neu-Kirche entstand? Eine diabolische „Weltkirche“? Der Nachäffer Gottes will seine Kirche gründen! Und die Mörder feiern den Tod des Herrn? Wer waren seine Mörder? Diejenigen die unsere Kirche besetzen? Arme Priesterseelen! Armer Jesus! Wir ernten was wir gesät haben… und wenn wir nicht umkehren und Buße tun, wird uns das Allerheiligste genommen. Gott straft uns für unser kaltes Herz. Ein kaltes Herz unserem HERRN JESUS CHRISTUS gegenüber: Christus im Allerheiligsten Altarsakrament, der Lehre der Kirche, der Liturgie, den Geboten Gottes, den evangelischen Räten und im Nächsten. Herr, erbarme dich unser!
    „Seid stark! Wir dürfen nicht nachgeben wo man nicht nachgeben darf…
    Man muss mit klaren Worten kämpfen, mit Mut; nicht heimlich, sondern in der Öffentlichkeit; nicht hinter verschlossenen Türen, sondern im Freien.“ St. Pius X.

  10. Es wäre interessant, einmal zu erfahren, was Bergoglio eigentlich studiert hat.
    Früher musste ein Bischof in der Regel einen Doktortitel in Theologie oder Kirchenrecht vorweisen können. Heute hat man das Gefühl, dass nicht nur viele Bischöfe, sondern selbst der „Bischof von Rom“ sich kaum mehr mit der Glaubenslehre der Kirche auskennen. Man denke nur an die Rede, wo Franziskus davon sprach, dass auch „grüne Männchen“, wenn sie bei uns auftauchen sollten, getauft werden müssten. Oder an Aussagen, in denen er davon spricht, dass Koran und Islam sehr friedliebend seien usw.usw.

    • Er soll anscheinend gar keine Theologie studiert haben, somit kann man sehr gut verstehen wieso er sich erlaubte zu sagen, dass Gott nicht katholisch ist!
      Schauen Sie mal hier rein, ist auch wichtig für die Redaktion, hier ist eine sehr wichtige Kommunikation mit dem Kardinal Napier über eine „Ungültigkeit“ der Papstwahl. Man muss es sich aber übersetzen. Auf englisch und italienisch kann man es finden. Es scheint, dass der Kardinal selber sich die Hände wäscht und es den Journalisten und Fragensteller überlässt, etwas zu tun! Er sagt, wenn die Beweise vorliegen, dass es ein „Team Bergoglio“ gab, dann sollten diejenigen die glauben diese Beweise zu haben, sich an die richtigen wenden. Aber genau das war doch geschehen, man hatte sich an den Kardinal gewandt (wie man auch andere Kardinäle die Beweise bringt!). Wie damals viele mit Lefebvre ziehen wollten, so sind sich alle mit den Autoren einig und „sehen“ viele Beweise, doch wenn es dann darauf ankommt etwas zu tun um dem Herrn, um seiner Kirche, zu helfen, schauen sie weg. Es ist nichts als Verrat. Siehe https://fromrome.wordpress.com/2014/12/17/cardinal-napier-speaks-about-the-team-bergoglio-scandal/ und
      http://info-cattoliche.blogspot.it/2014/12/cardinale-napier-parla-sul-conclave-e.html

  11. Nach meiner kleinen Ansicht hat Papst Bergoglio mit der Körperlichkeit, mit dem Sex oder was weiß ich effektiv Probleme. Jedenfalls deuten seine Probleme in diese Richtung und das ist auch gar nichts Schlimmes außer, daß so ein Mann möglicherweise nicht hätte zum Priester, Bischof geweiht werden sollen. Schnee von gestern.

    Papst Bergoglio hat vermutlich eine unausgegorene Haltung zur Sexualität.
    Und weil er die sexuellen Dinge bei sich nicht zur Reife gebracht hat oder in den Griff bekommen und geklärt hat, deswegen hat er auch m.Er. fehlende theologischen Konturen, deswegen bleibt vieles so vage, außer natürlich wenns um die Lehren und Dogmen geht womit er sich schwer tut.

    Was ich schreibe ist lediglich eine Vermutung. Aber es könnte ja tatsächlich so ider so ähnlich sein. Man muß sich da nichts vormachen. Auch Priester müssen kämpfen um sexuelle Reinheit und die richtige Erkenntnis Gottes und des Menschen.

  12. @pacellifan,
    Sie schreiben sehr richtig daß ein Christ sein ganzes Betrauen auf den Herrn, Seinen Heiligen Geist und auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria setzen muß.
    Unsinnig ist es dies mit der „Beliebigkeit der eigenen fehlerhaften Meinung“ in Verbindung zu bringen.
    Tatsächlich ist eine Überzeugung, nach reiflichem Denken und Überlegen, und basierend auf einer intensiven Gewissensprüfung, niemals beliebig und – durch eine kontinuierliche Schärfung des Gewissens an die Hl. Schrift, das depositum fidei, die Tradition mit den Kirchenvätern und Kirchenlehrer(innen)n, das Magisterium der Kirche- niemals falsch.
    Ein Christ sollte jede Beprüfung als eine Gnade ansehen, um die Hl. Teresa von Avila zu zitieren.
    Oder um es auf südwestdeutscher Art zu sagen: Wir danken Gott für diese Gabe und übrigens haben wir wegen unserer Sünden nichts besseres verdient“.
    Eine Gewissensentscheidung kann kein anderer uns persönlich abnehmen- da ist man selbst gefragt.
    Die Realität ist so wie sie ist, nicht wie Sie diese haben möchten.
    Und ein guter Katholik gibt seinen Verstand nicht an der Garderobe ab, wie Sie inspirieren möchten; sondern denkt, fühlt- instinktiv: äusserst wichtig und bei vielen, auch hohen Hirten nicht vorhanden- und handelt so wie es ein überzeugter Katholik tun sollte.
    Da sollten Sie ein Beispiel an Kommissar Rex nehmen.
    Ihr letzter Satz steht übrigens in totalem Kontrast zu mehreren Dekreten des 2. vatik.Konzils (Nostra aetate, Dignitatis humanae) und vor allem mit mehreren Aussagen v. Erzbischof-Emeritus von Buenos Aires: Sie dürfen keinen Menschen hierüber „judgen“, die Himmelspforte steht in bester Danneelstradition sowieso allen Menschen, vor allem die großen Sündrn offen:
    Logischerweise kann man dann allein schon aus Anstand nichts anderes tun als tapfer für den Glauben und die Tradition zu kämpfen.
    Ps.113,19: Qui timent Dominum speraverunt in Domino: adjutor eorum et protector eorum est.

  13. Er ist ein Blender und das war er offensichtlich auch in seiner Heimat.
    Man bedenke allein schon den Schaden, den er damals angerichtet hat – und nun in seinem jetzigen Amt stehen ihm quasi Tür und Tor offen und er wird es nicht unterlassen, NOCH mehr und weiter Schaden anzurichten. O Gott, womit haben wir ihn verdient!? – Vor allem aber DU Gott!

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