Kirche in Österreich ein „Saustall“ – Das neue Buch von Fast-Weihbischof Gerhard Maria Wagner

Pfarrer Wagner in Österreichs Kirche "stinkt" es
Pfarrer Wagner in Österreichs Kirche „stinkt“ es

(Wien) Der 2009 ernannte und doch in einer beispiellosen Hetzkampagne verhinderte Weihbischof Gerhard Maria Wagner der Diözese Linz stellte heute sein neues Buch vor und redete Klartext. 2009 war der oberösterreichische Pfarrer Wagner Opfer des Bischof-Bashings geworden, einem in tonangebenden Kreisen beliebtem Jagdspiel. Nun sagte er, die Kirche in Österreich befände sich nicht nur in einem bedenklichen Zustand, sondern sei ein „Saustall“, in dem es „stinkt“.

Pfarrer Wagner 2009 Opfer des Bischof-Bashing

Die Liste der Opfer des Bischof-Bashing ist bereits beachtlich. Sie reicht von Bayern mit Bischof Walter Mixa von Augsburg über Hessen mit Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst von Limburg über Graubünden mit Bischof Wolfgang Haas von Chur bis Niederösterreich mit Bischof Kurt Krenn von St. Pölten. Die Verhinderung von Pfarrer Gerhard Maria Wagner 2009 als Weihbischof von Linz stellt eine Sondervariante des Jagdspiels dar. Wagner ließ man erst gar nicht sein Amt antreten.

Die Jagd gelingt nur, weil maßgebliche und hohe Kirchenkreise Interesse am Abschuß inhaltlicher oder persönlicher Konkurrenten haben und sich tatkräftig hinter den Kulissen beteiligen.

Der Kampf gegen Wagner kam einer exemplarischen Hinrichtung gleich, dabei sollte der Windischgarstener Pfarrer eigentlich nur Weihbischof, also Hilfsbischof von Linz werden. Ein Hilfsbischof hat nur soviel Entscheidungsbefugnisse als ihm der zuständige Diözesanbischof anvertraut, und die er ihm auch jederzeit wieder entziehen kann. In der Diözese Linz ging jedoch der Schrecken um, die Ernennung von Weihbischof Wagner durch Papst Benedikt XVI. käme einer frühzeitigen Weichenstellung für die Bischofsnachfolge gleich und Wagner solle, wenn Diözesanbischof Ludwig Schwarz 2015 sein 75. Lebensjahr vollendet und emeritiert wird, dessen Nachfolger werden.

Nicht nur die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) schreibt Linz gerne als „Links“. Vergleichbares ließe sich auch vom hauptamtlichen Mitarbeiterapparat der Diözese sagen. Zumindest vom einflußreicheren Teil. Mit dem feinen Unterschied, daß er nicht so sehr der SPÖ, dafür um so mehr den Grünen nahesteht. Diözesanen Priesternachwuchs gibt es kaum mehr. Wer noch Priester werden will, tut dies im Rahmen traditionsverbundener Gemeinschaften oder flüchtet sich in die noch einigermaßen intakten Gemeinschaften eines Klosters.

Römische Knieschwäche

Die laikalen Appartschiks und der liberale, nicht selten beweibte Klerus Oberösterreichs fanden in den Medien schnell Verbündete, um mit den Schießübungen auf das lebende Objekt zu beginnen. In Österreich wurde nur einmal geräuschvoll gerülpst und Rom ging schon in die Knie. Obwohl Pfarrer Wagner über Papst-Bruder Msgr. Georg Ratzinger und Papst-Sekretär Georg Gänswein handverlesen und bei bester Kenntnis der Lage vor Ort ernannt worden war, endete die Bischofskarriere des Pfarrers bereits nach 30 Tagen und kam über den Ernennungsstatus nicht hinaus.

Damit Papst Benedikt XVI. wegen der römischen Knieschwäche keinen Gesichtsverlust erleiden und damit auch Schaden nehmen würde, bat Wagner offiziell um Rücknahme der Ernennung, die der Papst „gewährte“.

Am 31. Januar 2009 wurde Wagner ernannt, am 2. März 2009 gewährte Benedikt XVI. die Dispens vom Bischofsamt. In der Zwischenzeit erlebte Pfarrer Wagner die Hölle auf Erden und das gläubige katholische Volk rieb sich die Augen, welche Lügen eine Hetzkampagne hervorbringen kann. Jeden Tag wurden neue Lügen draufgepackt. Kaum war der „Kelch“ Wagner am progressiven Diözesanteil vorübergegangen, die Trophäe der erlegten Beute an ihrem Platz ausgestellt, war der ganze Spuk verschwunden.

Bischofsnachfolgefrage in Linz lenkt mediales Interesse auf Pfarrer Wagner

Ein Weihbischof Wagner täte der Diözese Linz heute mehr denn je gut, doch dürften seine Aussichten, noch einmal von Rom als episcopabile betrachtet zu werden, ausgesprochen gering sein. Dennoch rückt die Emeritierung von Diözesanbischof Ludwig Schwarz immer näher. In diesem Zusammenhang ist es zu lesen, daß die Medien nach Jahren der Ruhe plötzlich wieder auf den verhinderten Pfarrer Wagner aufmerksam werden.

Wagner gehorchte 2009 als treuer Sohn der Kirche. Rom wünschte ihn als Weihbischof und er akzeptierte. Rom hatte es sich unter heftigem Druck noch einmal überlegt und er gehorchte ebenso. Nach einiger Zeit des Schweigens, zog Wagner jedoch Bilanz und sprach von einem „Komplott“, dem er zum Opfer gefallen war. Wagner, heute auch Herausgeber und Chefredakteur des österreichweit verbreiteten Kleinen Groschenblattes, besitzt die seltene Tugend der klugen, aber klaren Rede. Er sagte damit nur, was offensichtlich war, damals aber kaum jemand auszusprechen wagte.

Neues Buch „Himmel oder Hölle“ – „Viele Menschen fühlen sich orientierungslos“

Pfarrer Gerhard Maria Wagner
Pfarrer Gerhard Maria Wagner

Wagner hatte auch nach dem Ernennungsfiasko, das nicht für ihn, dafür aber um so mehr für die katholische Kirche Österreichs zum Fiasko wurde, seine Stimme erhoben. Die Medien kümmerte es kaum. Nun aber fühlt sich jemand auf den Schlips getreten. Heute stellte Pfarrer Wagner sein neues Buch „Himmel oder Hölle“ vor. Bei der Buchpräsentation sparte der blitzgescheite und wortgewaltige Priester nicht mit Klartext und richtete den Blick auf die Erzdiözese Wien von Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn. Schönborn hatte im vergangenen Oktober bei der Bischofssynode in Rom Kaspers „Barmherzigkeit“ unterstützt und möchte darüber hinaus eine neue „Gradualität“ auf alle Sakramente angewandt sehen. Wagner meinte dazu, die Erzdiözese Wien sei ein „Saustall“, in dem es gehörig stinke. Die Situation der Kirche in Oberösterreich, sei kontrovers und von Gegensätzen getragen, so Wagner.

Dem künftigen Bischof von Linz wünsche er „alles Gute“. Sich selbst, so Wagner schon früher einmal, hätte er schon zugetraut, den „Saustall auszumisten“. Denn, die Lage der Kirche sei bedenklich, weil sie sich auf keinem guten Weg befände. Es gebe zahlreiche Spannungen und viele Menschen seien orientierungslos.

„Wir hören im Grunde auf, katholisch zu sein“

Pfarrer Wagner rief vor zwei Jahren eine Initiative zur Stärkung des Bußsakraments ins Leben. Er rief alle Priester des deutschen Sprachraums, die sich verpflichten, jeden Tag zu festgelegter Zeit eine Stunde für die Beichte zur Verfügung zu stehen, auf sich zu vernetzen. In diesem Zusammenhang klagte Wagner heute, daß in vielen Pfarreien das Beichtsakrament „tot“ sei. In der Liturgie gebe es eine „Eigendynamik“, die ihn „störe“. Grund dafür sei unter anderem ein unverständliches Konkurrenzverhältnis zwischen Laien und Priestern. Es gebe nicht wenige Priester, die „Angst vor der Pfarrgemeinderatssitzung“ hätten. „Da stimmt doch etwas nicht“, so Wagner.

Eine Orientierungslosigkeit, die durch die Kirche verstärkt oder erst verursacht werde. Pfarrer Wagner zitierte dabei einen Priester, der ihm geklagt habe, darunter zu leiden, „daß wir heute im Grunde aufhören, katholisch zu sein“.

In Diözese Linz herrsche „Oligarchenwirtschaft“

Seine Meinung sei in der Diözese Linz jedoch nicht besonders gefragt und er beschuldigte seine Heimatdiözese, „schon ein bißchen eine Oligarchenwirtschaft“ zu betreiben. Dabei nahm er seinen Bischof in Schutz, denn nicht wenige Bischöfe seien einfach „allein“ und isoliert. Als der von oben oktroyierte Homosexuelle Thomas Conchita Wurst Neuwirth zum Eurovisions-Sieger erklärt wurde, habe er sich „für Österreich geschämt“, so Pfarrer Wagner.

Zu Papst Franziskus meint Wagner im neuen Buch, er freue sich, daß der neue Papst auf der ganzen Welt Sympathie und Vertrauen finde, doch er merke nichts davon, daß die Kirchen deswegen voller würden, „die Leute mehr beichten gehen und alle, die Papst Franziskus loben, in der letzten Zeit frömmer geworden sind“, so Pfarrer Gerhard Maria Wagner, Fast-Weihbischof der Diözese Linz.

In den von Wagner gemeinten Kirchenkreisen reagierte man pikiert. Der Pfarrer „disqualifiziere“ sich mit diesen Aussagen selbst, meinte der Linzer Bischofsvikar Wilhelm Vieböck gegenüber dem ORF: „Ich finde es erschreckend, daß Pfarrer Wagner das drastische Wort ‚Saustall‘ für die ganze Kirche in Österreich verwendet“. Vieböck bestätigte gleichzeitig, worum es im Hintergrund wirklich geht: Eine solche Einstellung qualifiziere Wagner nicht für höhere kirchliche Ämter.

Im Juni 2015 vollendet Diözesanbischof Ludwig Schwarz sein 75. Lebensjahr. In Linz rechnet niemand mit einer Verlängerung im Amt. Die Diözese übermittelte Rom vor wenigen Tagen einen Dreiervorschlag für die Nachfolge. Welche Namen auf der Liste stehen, ist vorerst nicht bekannt. Fest steht nur: der Name von Pfarrer Wagner bestimmt nicht.

Text: Martha Weinzl
Bild: ORF/JfdL (Screenshot)

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47 Comments

  1. „Rom hatte es sich unter heftigem Druck noch einmal überlegt und er gehorchte ebenso.“
    Hätte man in Paraquay nicht ebenso Druck auf Rom machen können?
    Per Mariam ad Christum.

  2. Nicht die Heilige Kirche ist ein „Saustall“ SIE IST IMMER UND BLEIBT HEILIG;sondern sondern die „Priester“ und „Laien“ die sich Katholiken Nennen. Sie eben machen aus der Heiligen Kirche Jesu Christi einen echten Saustall.

  3. Ich gebe Wagner in allem Recht, nur meine Wortwahl wäre eine andere. Im Grunde genommen sagt er die Wahrheit und der Inhalt sollte allen zu denken geben. Aber in ihrer Oberflächlichkeit sehen viele die für das österreichische Kirchen-Fiasko mitverantwortlich sind, nur die Art wie ihnen etwas gesagt wird und längst nicht mehr WAS ihnen gesagt wird.

  4. In Österreich ein Saustall und in Deutschland in weiten Teilen ein grün-rotes Sch….haus

    So sieht es leider aus

  5. Pfarrer Wagner ist und bleibt der Rufer in der Wüste. Durch sein neuen Buch „Himmel oder Hölle“
    wird Pfarrer Wagner von den Bischöfen, besonders Kardinal Schönborn, noch mehr ausgegrenzt und bekämpft werden. Es ist muss man sagen, ein heldenhafter Kampf bei diesem geistigen Um-
    feld. Die Wahrheit zu sagen und das in dieser Klarheit, würde sich ein Bischof in der Bischofkon-
    ferenz nicht trauen, da wo sich ein Bischof hinter einem anderen versteckt und keine eigene Mei-
    nung zu haben scheint. Das Gefühl nicht mehr katholisch zu sein, ist sehr weit verbreitet. Diese
    neuen Thesen, die von Theologen und Bischöfen an den Tag gelegt werden, rütteln selbst an den
    Sakramenten und den Dogmen. Den destruktiven Ruf der österreichischen Kirche, kann man 1 : 1
    auf die Kirche in Deutschland übertragen. Gerade durch den deutschen Kardinal Marx mit seinen
    vielen Ämtern und seinem Vorsitz in der Bischofskonferenz, wird manche Glaubenslehre in Frage
    gestellt. Man kann nur hoffen, dass eine Zäsur durch Gottes eingreifen erfolgt, denn weit und breit ist kein Hoffnungsschimmer auszumachen.

  6. Bischofsvikar Wilhelm Vieböck muss Conchita Wurst gegen die Kritik von Hw Wagner in Schutz nehmen, da Kardinal Schönborn ein öffentlich bekennender Wurst-Fan ist.

  7. Es ist im Zusammenhang mit Wagners Buch ja nur marginal, dennoch ist es bemerkenswert, dass das katholische Fußvolk vom volksnahen Papst sehr angetan ist, sich diese Aufbruchsstimmung jedoch nicht umsetzen bzw. niederschlagen will im religiösen Leben. Da stimmt doch was nicht.

  8. Wagner hätte es in der Hand gehabt, etwas zu ändern. Aber Maul aufreißen und dann kneifen ist halt zu wenig. Wer A sagt, muß auch B sagen. Jeder hätte es ihm sagen können, daß die modernistische Dreckschleuder der zweitvatikanischen Liebes- und Barmherzigkeitskirche sofort in Gang gesetzt wird, wenn er die Ernennung annimmt. Aber annehmen und dann kneifen ist schlimmer, als von Haus aus Nein zu so einer Berufung zu sagen. Ähnlich groß ist der Schaden, den Benedikt mit seiner Desertion angerichtet hat. Hier kann NUR NOCH die IMMACULATA helfen!

    • „Rom hatte es sich unter heftigem Druck noch einmal überlegt und er gehorchte ebenso.“

      Das kann ich nur bestätigen. Pfr. Wagner hat nicht gekniffen. So wie Bischof Krenn nie „gekniffen“ hätte. Wenn sich aber „der Papst“ gegen einen stellt, dann folgt der Gehorsame. Krenn wäre vor Schönborn und dem ORF nie gewichen. Als es aber hieß, „der Papst“ will seinen Rücktritt folgte der Zusammenbruch. Man könnte von einem Dochstoss sprechen.
      Bei Pfr. Wagner genau so: Zuerst hat ihn Rom ausgesucht, um in Linz für Ordnung zu sorgen, oder zumindest ein Gegengewicht zu bilden. Dann haben die „modernen“ Kleriker, die Apparatschik + ORF geheult und Rom hat Wagner im Stich gelassen. Der Rest ist nur mehr Kosmetik, so wie es im Artikel steht: Sogar den „Verzicht“ mußte Wagner dann auf die eigene Kappe nehmen, als hätte er nicht mehr gewollt. Von wegen… Aber damit Rom nicht das Gesicht verliert…

      • Bei den Geschehnissen um Hw. Pfr. Wagner konnte man gut sehen wie Rom glaubenstreue Kleriker vollkommen allein lässt. Gekrönt wird diese furchtbare Posse noch durch diese Hypokrisie, daß man suggeriert Pfarrer Wagner hätte dann von sich aus „verzichtet“. Rom hat ihn dazu gezwungen.

      • Die ganze Konzilskirche ist ein verlogener Saustall. Aber was wundert’s: Sie lügen seit Jahrzehnten im heiligsten Augenblick der Messe, indem sie unserem Herrn Worte in den Mund legen, die er nie gesagt hat, nur um IHRE Ideologie zu rechtfertigen. Da wundert es einem nicht mehr, wenn man die Scheu vor der Heiligkeit der Wahrheit ganz verloren hat. Nach Schönborns Logik ist die Lüge eh nur eine Frage der Gradualität der Wahrheit, die nach Bergogliaccio mit dem Mantel der Barmherzigkeit zuzudecken ist.

      • Das ist typisch für Ratzinger. Er hört auf Schönborn. Und wenn er mal zufällig nicht auf Schönborn gehört hatte, wie bei der Ernennung von Pfr. Wagner, dann musste er sich korrigieren lassen. Es wäre auch durchaus denkbar, dass Schönborn sich der Ernennung zuerst nicht widersetzte, sondern erst den Widerstand der Dechanten abwartete. So konnte er wieder mal den „sauberen“ „Befrieder“ spielen..

      • Wenn ein Papst in umfänglichem Wissen um die Situation an Ort und Stelle nicht dennoch vollständig hinter der Person steht, die er ernennt, wozu dann erst die Ernennung?
        Welchen Wert hat eine päpstliche Entscheidung, bei der nur Druck von aussen ausreicht, sie wieder zurückzunehmen?
        Und die Verantwortung für die eigene Schwäche dem offensichtlichen Opfer von Intrigen aufzubürden zum Zwecke der Scheinwahrung, ist nicht redlich.

        Dass Herr Pfarrer Wagner nun ein Buch veröffentlicht hat, indem er bestimmte Zustände mit rustikalen Worten beschreibt, scheint mir sein gutes Recht zu sein.
        Allerdings fände ich es auch besser, er würde sich weniger drastisch ausdrücken, so könnte er vielleicht mehr Leute ansprechen.

      • Leo, Kard. Schönborn, in meinen Augen mindestens ein Wegbereiter des Antichristen, hat mehr Macht in der Konzilskirche als es sich viele vorstellen können. Und er hat ja schon verhindert, dass der höchstehrwürdige Pfarrer Gerhard Maria Wagner BISCHOF von Linz wird, er hat dafür gesorgt des der Steigbügelhalter Ludwig Schwarz Bischof von Linz wird (obwohl dieser ein wahrlich genialer Priester ist, und jede Gemeinde sich über einen solchen Priester freuen müsste) so ist dieser als Bischof völlig auf den falschen Posten gesetzt worden, und daher fungiert dieser in seiner eigenen Diözese nur mehr als Marionette der Feinde Gottes unseres Herrn und seiner Kirche. Ich kann mich noch erinnern, dass anfangs sowohl Schwarz als auch Schönborn in heuchlerischer Art und Weise und um seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI sofort vor den Kopf zu stoßen, für einen Weihbischof Gerhard Maria Wagner waren. Aber ich persönlich vermute, dass sie dies nur taten, um in aller Ruhe die „Kirche von unten“ zu instruieren, was diese als nächstes zu tun hatten, und dies geschah indem die antikatholischen Vereine WiSiKi, KFB, Laieninitiative (die Pfarrerinitiative gab es zu diesen Zeitpunkt noch nicht offiziell) zum Kirchensteuerboykott aufgerufen haben (12 00 Uhr zu hören auf Ö3) und um 15 00 Uhr sagte Schönborn, dass Rom mit dieser Entscheidung einen Fehler begangen hat (Ö 3), und um 16 00 Uhr hat auch Schwarz in das selbe Götzenhorn geblasen.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • Da gibt es Dinge die wir nicht wissen, ein Insider sagte mir, dass er darüber mehr weiß, er redet aber nicht am Telefon, ich muss warten bis wir uns wieder treffen, und er verstarb vorher. Er wurde ja schon 2005 als Diözesanbischof abgeschossen! ( Siehe mein anderes Posting)

  9. Matthäus 21,12-13

    Jesus ging in den Tempel und trieb alle Händler und Käufer aus dem Tempel hinaus; er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um und sagte: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber macht daraus eine Räuberhöhle.

    Ich möchte nichts mehr über Schweine hinzufügen, … denn Pfarrer Wagner hat alles gesagt was gesagt werden musste.

    UIOGD

  10. Wenn die Wiener Eminenz eine „Gradualität“ der Sakramente plant, muss der eine Gradualität der 10 Gebote folgen. Das 6. Gebot stand bei der Synode ja schon unter Barmherzigkeitsdauerbeschuss. Und das 8. wurde schon mal- auch anläßlich der Synode- von Kardinal Kasper komplett ausgehebelt, in dem er öffentlich und wiederholt log.
    Naja und die Hilfsanklage, der Pfarrer „disqualifiziere sich selbst “ ist an Abgedroschenheit bei gleichzeitiger Sinnleere nur schwer zu überbieten. In Linz ist nix mit “ Tu felix Austria…..“ und in Wien anscheinend auch nicht mehr.

  11. Die österreichischen Verhältnisse kenne ich zu wenig, um viel dazu sagen zu können. Die Polarisierungen scheinen dort aber generell etwas krasser zu sein als in anderen deutschsprachigen Regionen, besonders was rechtspopulistische „Klartextredner“ betrifft, denn medial trifft man ja sowohl in der Politik (freiheitliche Bewegung) als auch im kath. Klerus seit Jahren immer wieder auf etwas schräge Typen aus Österreich. Auch im linksliberalen Spektrum sind schrille Typen (wie Pfr. Schüller etc.) dort offenbar keine Seltenheit. Dass auch die Macher des rechtskatholischen Leitmediums aus Österreich kommen, verwundert nicht.

    Dass eine solche Einstellung nicht für höhere kirchliche Ämter qualifiziert, sollte eigtl. der gesunde Menschenverstand nahelegen, die Klarstellung ist jdfs. ermutigend. Ob das wirklich immer zutrifft, weiß ich aber nicht, immerhin leitete Pfr. Schüller eine wichtige Diözesanverwaltung, mit Krenn war offenbar ein (nach hier nachzulesenden Kommentaren) ausgewiesener Antisemit sogar Bischof, in der österr. Militärdiözese hat sich seit Jahren eine rechtsextremistische Nische gebildet (im Zentrum kurioserweise der aus Dtschl. eingewanderte Dekan Lochner), die durch Messfeiern vor dem Eisernen Kreuz auffällt und regelmäßig für Grenzüberschreitungen im Bereich der Verherrlichung der nationalsozialistischen Kriegsvergangenheit und ihrer Helden sorgt.

    Hww. Schüller, Lochner, Wagner … keiner dieser Leute ist dumm oder ungebildet, ganz im Ggt., man darf sie nicht unterschätzen. Wenn sie sich durch skandalöse Publikationen oder Wortmeldungen selbst ins Abseits schießen, wie im Fall aller drei Genannten geschehen, kann man ihnen daher im Grunde nur dankbar sein.

    Interessant und für mich etwas Besorgnis erregend der Hinweis in dem Artikel, wonach Georg R. und Georg G. in die Auswahlprozesse, die zu Pfr. Wagners gescheiterter Bischofsweihe führen sollten, angeblich direkt involviert gewesen sein sollen. Eine solche Beteiligung des intimsten Umfelds des damaligen Papstes verstört doch ein wenig. Benedikt selbst war ja bekannter- und eingestandenermaßen kein guter Menschenkenner und wäre von daher eher als unbedarft oder naiv zu entschuldigen, aber wenn sein engstes Umfeld solche Kandidaten präferiert, lässt das doch an tiefere Affinitäten denken.

    • Ja, und die deutsche Kirche langweilt sich dafür in ihren Millionen zu Tode, gell…???
      Es geht um Inhalt, nicht Befindlichkeit und Wortästhetik. Pfarrer Wagner müsste nicht sagen, dass Österreichs Kirche ein „Saustall“ ist, wenn alles in Ordnung wäre. Es ist eben nicht in Ordnung.
      Und der Zustand der deutschen Kirche ist keinen Deut besser als in Österreich. In Österreich hat man sich nur etwas mehr Freiheit und Hausverstand erhalten als im zu Tode umerzogenen, eunuchistierten bundesrepublikanischen Gleichschritt. Das winzige Andorra ist lebendiger als die US-reeducated-BRD. Und die deutschen Bischöfe marschieren mit. Da ist mir ein ehrliches, selbstbestimmtes, coloriertes Wort 1000 Mal lieber, als eine schöne, aber verlogene und fremdbestimmte Fassade. Wer Christus WIRKLICH bekennen will, der wird abgeschossen, weil der hat ja eine Überzeugung. Oh Schreck, das ist sehr verdächtig… Und damit alles schön läuft und die Leute stillhalten, gibt es eben viel Geld. Und es funktioniert. Die deutsche Kirche ist windelweich und still und jeder, der da nicht mitmachen will, tja… siehe Pfarrer Wagner. Ich bin für Wagner als Bischof von Linz oder die Rückkehr von Linz zum Bistum Passau… Da kommen wir ja her.

    • Dass Bischof Krenn ein „ausgewiesener Antisemit“ gewesen sein soll, ist mir nun ganz neu. Hätten Sie die Güte, auf die von Ihnen angeführten Komentarstellen zu verweisen. Wollen Sie damit sagen, dass Israel vom Vatikan den Kopf Krenns auf einer Silberschüssel gefordert und also maßgeblich an dessen Sturz mitgewirkt habe? Hat etwa gar der Mossad den homosexuellen Priesteranwärter in Krenns Seminar eingeschleust, um den Antisemiten Krenn loszuwerden? Wissen Sie da Näheres!? Bitte lassen Sie uns nicht dumm sterben!

  12. Wagners Hinweis auf die Beichtkampagne des jetzigen Papstes ist insofern wichtig, als sie den Finger in eine blutende Wunde legt: Die Initiative für die Beichte ist ja nichts Neues, sondern wurde schon unter dem alten Regime initiiert. Sie kann sicherlich gute Früchte bringen, krankt aber doch schon seit Beginn daran, dass die Defizite und Verirrungen der pianischen Zeit nicht aufgearbeitet, sondern nur unter den Tisch gekehrt und schöngeredet werden, was dazu führt, dass die ganze Initiative bei einem Großteil der Zielgruppe auf taube Ohren stößt. Das Charisma des neuen Papstes könnte diesen Effekt vllt. etwas mildern (dass auch er die Beichte propagiert und in diesem Bereich gerade keinen Umbruch vollzieht, könnte den ein oder anderen kritischeren Katholiken evtl. eher überzeugen).

    Aber im Grunde genommen bräuchte es eine viel radikalere und ehrlichere Aufarbeitung der älteren Fehlentwicklungen, um das Bußsakrament in traditioneller oder auch alternativer Ausgestaltung wieder populärer zu machen oder wenigstens wirklich überzeugende Argumente für die Beichtpraxis herauszuarbeiten. Die Bereitschaft von Priestern, Beichten zu hören und sich zu vernetzen, in allen Ehren. Aber allein damit ist es nicht getan, und wenn ausgerechnet Pfr. Wagner als Schirmherr einer solchen Initiative fungiert, ist die Gefahr der Polarisierung nach Rechts-Links-Kriterien (nach dem Motto: „Traditionelle Kath. beichten, Liberale nicht“) sowieso viel zu offensichtlich und der Sache eher abträglich.
    Das Cornwell-Buch liefert trotz seiner skandalheischenden und sicherlich verfehlten (und in dem Buch im Prinzip auch ganz unbelegt gebliebenen) Kernthese doch teilw. recht gute Beschreibungen und Aufschlüsse. Deutlich fundiertere und sachlichere wiss. Studien zur Beichte kommen lustigerweise – aus Österreich: Rupert M. Scheules empirisch-historische Untersuchungen zu dem Thema sind echt empfehlenswert.

    • @K.
      Jein oder doch eher Nein! Ich möchte gerne Ihre „Sorgen“ haben. Gibt es denn für Sie nichts wichtigeres auf der Welt als Ihre Statements? Wolh etwas weltfremd? Die Welt seht vor dem Abgrund. Wir stehen vor dem Ausbruch des dritten Weltkrieges. USA: 87 Milliarden Dollar für militärische Aufrüstung. Ukarine: Militäraufrüsung wird verdoppelt. Estland: Saisonierung von Nato-Mittelstreckenraketen. USA. 2015: Modernisierung und Aufrüstung der Atomwaffen in Europa, ect,usw,und so fort. Der Bergoglio Papst kann’s auch nicht ändern und die wirklich Mächtigen und die Reichen dieser Welt gehen die Reden des Papstes in einem Ohr rein und im anderen raus. Fazit: Wahnsinnig gewordene Menschen sprengen unseren Planeten in die Luft. Na, tröpfelt es so langsam? Oder macht’s Ihnen Spass, mit „theologischen“ Haarspaltereien zu langweilen? Fazit: Echt nicht empfehlenswert.

      • NACHTRAG UND BERICHTIGUNG: Richtig sollte es geschrieben sein: USA: 587 Milliarden Dollar für militärische Aufrüstung, und nicht 87 Milliarden Dollar.(PS:Wär ja noch schöner…) Sorry!

  13. Au, au, da wird Msgr. Erzpr. Franz Schlegl von der Jubel-Perlen-bewegten-Front aber nicht amused sein. Mir gefällt diese „verbale Entgleisung“ an der richtigen Stelle platziert und das Buch weckt mein Interesse. Herr Pfarrer Wagner, Weidmannsdank!

      • @Traditionstreuer

        Ich habe mir mal erlaubt, einen seiner letzten Kommentare bei kath.net zu entnehmen (Fehler übernommen). In meinen Augen kann das kein echter Priester sein, der sich hinter diesem Namen verbirgt und dort den Weinberg verwüstet, sonst wüßte er, daß der Messwein nach der Wandlung kein Messwein mehr ist, sondern das Blut Christi – und von diesem kann man sich kein Magengeschwür holen!

        —–
        Kommentar zur Predigt: Strenge und Starrheit – Zeichen eines schwachen Herzens

        Pius XII.
        Ja, Gott sei Dank, dass Pius XII. das Nüchternheitsgebot auf 3 bzw. auf 1 Stunde ( Wasser IMMER erlaubt! ) reduziert hat! Viele sind wegen Unterzuckerung oder Hypotonie umgefallen! Nicht wenige Priester haben sich MAGEHGESCHWÜRE geholt! ( Saurer Messwein auf leeren Magen). Msgr.Franz Schlegl
        ——

      • Ungeheuerlich, diese häretischen Aussagen des Monsignore, die Sie da zitieren. Nun ja, kein Wunder.

  14. Dr . Wagner ist nicht nur Fast – Weihbischof sonder auch Fast- Diözesanbischof der Diözese Linz, nach Berichterstattung von ORF, www. heimatmission und der Zeitung der Dreizehnte stand er 2005 als neuer Diözesanbischof schon fest, als Aichernnachfolger, wurde dann aber über Intervention von Landeshauptmann Pühringer und Kardinal Schönborn doch nicht Bischof. Die müssen unmittelbar bei Papst Benedikt Gehör gefunden haben, weil sonst hätte das wohl niemand mehr umwerfen können.

  15. Dem Titel des Buches “ Himmel oder Hölle “ stimme ich voll und ganz zu, Äußerungen von Herrn Dr. Waqner dass die Diözese Linz ein Saustall sei, halte ich aber in unserer Zeit für äußerst kontraproduktiv, weil in diesen Tagen in Rom derartiges als Empfehlung gesehen werden wird. Der Einfluss des Diözesanklerus und der Diözesanlaien auf die Nachfolge von Bischof Schwarz wird noch größer werden und das Ergebnis noch schlimmer sein. Auf dem Weg von Graz zu mir nach Hause machte ich einmal am Fest des Heiligen Josefs Pause in Windischgarsten, ging in die Kirche am späten Nachmittag, die voll war, es wurde der Rosenkranz gebetet. Meine Frau und ich fragten dann eine Frau ob jetzt eine hl. Messe sein wird, da antwortete diese , nein hier sind nur die, die nicht auf den Kalvarienberg hinaufgehen können, und eine andere Frau sagte, sie fährt uns mit dem Auto vor. Als wir dort hin kamen ging eine große Menge hinauf auf einem beschwerlich morastigen Weg, und der Pfarrer ging als Letzter, jeden mit Handschlag begrüßend. Eine Volksfrömmigkeit wie man sie nur aus Büchern über das 19. Jahrhundert und davor kennt!

  16. Also das Wort „Saustall“ im Bezug auf die Zustände in der eine moderne Form des „Ablasshandels“ betreibende
    „Körperschaft öffentlichen Rechts katholische Kirche Österreichs“
    ist ja im Grunde genommen eine sehr starke Untertreibung und Verharmlosung, denn was den katholischen Glauben betrifft, herrschen in Österreich Zustände das man schon getrost schon von „Werbeabteilung der Hölle“ sprechen. .

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  17. Wenn hier schon das Wort „disqualifiziert“ benutzt wurde: ich kenne sehr viele Bischöfe, Kardinäle, Generalvikare, Bistumsleitende, Pastoralassistenten, Äbte usw. die sich massiv disqualifiziert haben- um von der absoluten Spitze zu schweigen.

    Hochehrw. Pfarrer Wagner hat komplett richtig gehandelt:
    Kard. Ouellet v.d. Kongreg. f.d. Bischöfe hat vor ca. 2,5 Jahren einmal gesagt, daß er niemals gedacht hätte daß ein angetragenes Bischofsamt so häufig abgelehnt wurde.
    Pf. Wagner wurde angefragt und er hat, wohl wissend um die schwierige Aufgabe und das schwere Terrain, trotzdem die Bürde auf sich genommen.
    Das war sehr tapfer, welche Tugend Schönborn, Danneels und – ich sage es leider- auch Kard. Ratzinger/P. Benedikt XVI nicht besitzen.
    Wenn dann die Rebellion losbrach, hat Pf. Wagner so gehandelt wie es der Brief vom Hl. Clemens v. Rom an die Korinther (100 n.Chr.)(Fontes Christiani 1994) ausführlich beschreibt: in Demut, treu zur Lehre und die Gesetze stehend, in homonoia mit den Vätern; und wenn es dann Probleme mit Neider und Hochmütigen und Besserwissern gibt (St. Clemens ist da sehr ausführlich), entfernt man sich vom Amt und schüttelt den Staub von den Schuhen.
    Der 1. Clemensbrief wurde übrigens in der Antike sehr lange als kanonisch angesehen und gehört noch immer zu den wichtigsten Texten dder Kirchenväter.
    Aber Schönborn ist nicht im geringsten tapfer und P. Benedikt XVI ist auch kein St. Clemens (übrigens auch Märtyrer).

    Justi epulentur et exsultent in conspectu Dei;
    delectentur in laetitia.

    Und mit dem Vers. für heute: Rorate caeli desuper et nubes pluant justum.

    (Der „Saustall“ hieß früher Augiasstall (war übrigens mit Rindern), aber Mist und Düng ist überall gleich – „Olet!“)

    • Wenn man lateinisch schreibt soll man eine Übersetzung dazu geben, ich finde das nicht sehr gescheit wie Sie das schreiben!

      • Geehrter @wickerl,
        Kaiser Vespasian sagte einmal zu seinem Sohn Titus betr. eine Steuer auf Latrinen (nützlich für Gerber) über Geld: „Non olet“(Es stinkt nicht);
        und hier stinkt es sehr: deshalb „Olet“ (es stinkt).

        Das Alleluia Justi epulentur gehört zu den schönsten und zugleich schwierigsten Gregorianischen Stücken und wird in der Hl. Messe bei einem Märtyrer (ausserhalb septuagesima/Temp.Pasc.) gesungen.
        „Alleluia; die Gerechten mögen/sollen festlich speisen im Anblick Gottes und mögen aufgehen in Freude“.
        (Auf Youtube in einer kleinen Aufnahme mit Notenband; ebenfalls auf der CD „Florilège Grégorien“ der Abtei Notre-Dame de Fontgombault;
        man sollte übrigens nie vergessen daß es tatsächlich die liebevolle Pflege und die Sorge der Liturgie und des gewaltigen musikalischen Schatzes der Gregorianik war, die in schwierigsten Zeiten den Glauben aufrecht gehalten haben und zutiefst missionierend wirkten.
        Die Theologie der Gregorianik ist übrigens leider ein schwer vernachlässigtes Feld.

      • Ihre Freude, lieber @Ben Hur, an dem auf youtube gefundenen gregorianischen Gesang in Ehren, aber von „wunderschön“ sollte man im Blick auf diese Aufführung, angesichts des erhabenen Werts echter Gregorianik, nicht reden.

        Es handelt sich dabei um ein abgeschmacktes modernes Arrangement, das die gregorianische Melodie nicht unangetastet lässt und sie in eine süßlich-öde Soße „zeitgemäßer“, aus dem Bereich der U-Musik importierter Harmonik und Begleitornamentik einhüllt. (Eine charakteristische Aufführung mit „Konzilskirchenaroma“; die Sänger, deren „guter Wille“ und Leistung nicht angezweifelt werden sollen, darüber hinaus natürlich in Alltagskleidung, und am Ende wird geklatscht.)

        Es ist keineswegs eine Übertreibung, auch in dieser wie in der ganzen Schwemme an ähnlichen und weit schlimmeren Herabwürdigungen tiefer und ernster Musik das Walten des Durcheinanderwerfers, des diabolos zu erkennen.

        Der Rauch Satans, der in die Kirche eingedrungen ist, zeigt sich sehr augen- bzw. „ohrenfällig“ in der unwürdigen Verkitschung kultureller Schätze und der Verwendung erbärmlicher Neukompositionen aus dem Bereich der U-Musik zur „Verherrlichung Gottes“.

        Lassen Sie uns, lieber @Ben Hur, den Entsakralisierungs- und Verblödungszirkus, wie Sie ihn am Beispiel der Sanierung des Hildesheimer Doms kürzlich so treffend angemahnt haben (oder, um mit @Adrien Antoine zu reden – der als Verteidiger echter Gregorianik mit besagtem Arrangement auch seine liebe Mühe haben dürfte – die „liturgische Zerstörung, Infantilisierung, Debilisierung“) auch im Bereich der Kirchenmusik als das erkennen, was er ist!

        Demgegenüber die schlichte Tiefe unverstellter Gregorianik:

        https://www.youtube.com/watch?v=jg89ynz75ZA

      • Geehrter @Kyrillus

        Ich habe mir ernsthaft Gedanken gemacht über Ihre Worte. Die Distanzierung zum entheiligten Dom bzw. der Seminarkirche ist klar und einfach für mich. Was das besagte Video angeht, davon möchte ich mich nicht einfach so abgrenzen (abgesehen von der schlumpigen Bekleidung in einer Kirche und dazu noch als Chor anläßlich einer Priesterweihe – Ehefrauen sollten ihre Männer nicht so losziehen lassen und die Dirigentin sollte selbst auf ihr Äußeres achten können 😉 , das Klatschen gehört in einen Konzertsaal und nicht in eine Kirche, damit deutlich wird, wem da gesungen wird, nämlich dem Allerhöchsten, deshalb auch Ausrichtung zum Allerheiligsten hin). Es wurde in diesem Fall keine Show veranstaltet, der lateinische Text wurde, denke ich, nicht verändert. Wurde dieses Lied in seiner gesanglichen Veränderung und in Begleitung von zwei Musikinstrumenten jetzt profanisiert, mißbraucht, entstellt, so daß es nur den Ohren schmeichelt und der Unterhaltung dient, oder kann auch diese Art des Vortragens die Seele zu Gott erheben, kann Er es als Opfer des Lobes annehmen? Ich persönlich würde das mit Ja beantworten.

        Danke für den Link – natürlich berührt mich die spirituelle Tiefe dieses reinen, klaren Gesangs ebenfalls. Bis vor wenigen Tagen war mir „Te lucis ante terminum“ noch völlig unbekannt und ich bin mit Gregorianik bisher eher selten in Berührung gekommen. Aber in diesem Forum lerne ich ja immer wieder bereichernd hinzu.

      • Nicht die Tatsache der kompositorischen Bearbeitung und instrumentalen Begleitung an sich ist das Problem, sondern deren Art und Weise:

        Das Vermischen eines ernsten und tiefen gregorianischen Gesangs mit simpel gestrickten U-Musik-Anklängen, „um die Leute abzuholen“, manifestiert musikalisch, was im Novus Ordo zumeist am Altar geschieht: Mediokre, beschränkte Anthropozentrik statt erhabener Mystik des Heiligen Opfers – das ganz von transzendenzbergender Aura umhüllt, streng von jeglicher Alltagsbanalität getrennt sein muss.

        Sicher gibt es abschreckendere Beispiele, zumal hier die Substanz des beleidigten gregorianischen Gesangs noch durchscheint. „Kann auch diese Art des Vortragens die Seele zu Gott erheben?“ Auf krummen Wegen wohl – Gott mag sie gerade biegen! Nur legitimiert dies, objektiv gesehen, nicht, sie zu gehen.

      • @Kyrillus

        Ich verstehe, was Sie meinen. Ich hoffe, daß das, was eine verantwortliche Liturgiekommission nicht zustande bringt, von Jesus bald persönlich wieder zurechtgerückt wird und Er sich um seine verwilderten Schafe kümmert.

        Trotz der Bedrückung auf allen Ebenen wünsche ich Ihnen einen frohen 4. Advent.

  18. Wenn wir schon dabei sind; auch die Schweiz bildet keine Ausnahme. Ein der hl. Tradition verbundener hw Priester hat noch zu Zeiten des dam. Bischof Koch das Bistum Basel in der Rangfolge knapp hinter dem Bistum St. Gallen gesetzt.
    Letzteres als „grössten Saustall“, ( unter Bischof Büchel ) dicht gefolgt vom Bistum Basel,( heute unter Bischof Gmür.)

  19. Ob nun „Saustall“ oder „Au­gi­as­stall“, ausgemistet gehörts.
    Das Kirchenvolk wirds wohl schaffen müssen.
    Die Kirchenoberen haben sich längst in Dekadenz ergeben.
    Ganz „demokratisch“.

  20. Pfarrer Wagner ist zu loben und einen solchen wünschte ich mir auch in „meinem“ Bistum. Denn dieses, in D, ist ebenfalls ein Augiasstall. Man meint, etliche in der Kirche seien wie besoffen, denn mit Vernunft hat das ja nichts mehr zu tun. Man könnte auch sagen, sie sind vom Bösen beherrscht und werden gelenkt.
    Als Laie aber bete ich für die Bekehrung und Umkehr und schließe mich selbst dahin ein. Jeder muß nur für sich gerade stehen können und dann man kann getrost das Übrige dem Herrn überlassen.

  21. Wagner gehorchte 2009 als treuer Sohn der Kirche. Rom wünschte ihn als Weihbischof und er akzeptierte. Rom hatte es sich unter heftigem Druck noch einmal überlegt und er gehorchte ebenso
    Das schreibe ich ja die ganze Zeit dass der nunmehrige Dr. Ratzinger als Papst zu nichts zu gebrauchen war. Papst Benedikt “ erwartete von Dr. Wagner einen Anruf“ und da muss er ihm gesagt haben , er soll verzichten, nachdem Benedikt Dr. Wagner als Diözesanbischof 2005 schon abservierte, der noch im Ponitikat von Johannes Paul II: als Diözesanbischof von Linz ausgewählt worden war. Er stand schon fest 2005! Da wurde Benedikt Papst!

  22. Es bleibt nur die Hoffnung, dass das Buch des herrlichen Fast-Bischofes Gerhard Maria Wagner zumindest absolut klare Verhältnisse schafft, so dass keiner, wenn er einmal vor dem höchsten Richter, unserem Herren Jesus Christus steht, sagen kann, er habe von nichts gewusst, und daher ein entsprechendes Urteil empfängt!
    Lest vielleicht zum Trost was das Alte Testament in all den Prophetenbüchern über treulose Priester sagt, die die Menschen verführen!

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