Kaspers Vorschlag hätte „unvorstellbar schwerwiegende Folgen“ – Kardinal De Paolis zerlegt „neue Barmherzigkeit“

Papst Franziskus: Wie klar ist seine Haltung?
Papst Franziskus: Wie klar ist seine Haltung?

(Vatikan) Das Generalsekretariat der Bischofssynode stellte im Einklang mit Papst Franziskus den neuen Fragenkatalog zur Bischofssynode 2015 vor (siehe eigenen Bericht Neuer Fragebogen zur Bischofssynode – Fortsetzung der umstrittenen Handhabe). Aber auch die Kritiker der umstrittenen „neuen Barmherzigkeit“ blieben nicht untätig. Kardinal Velasio De Paolis warnte erneut vor Kaspers These. Sollte die Kommunion für wiederverheiratet Geschiedene approbiert werden „wären die Folgen unvorstellbar schwerwiegend“, so der Kardinal. Papst Franziskus hüllt sich offiziell weiter in Schweigen, läßt aber durch inoffizielle Gesten und Entscheidungen eine einseitige Position zugunsten der Kasper These erkennen und bleibt dadurch insgesamt ambivalent und rätselhaft.

Die Lineamenta für die ordentliche Bischofssynode über die Familie im Oktober 2015 wurden am 9. Dezember veröffentlicht. Ausgangspunkt für den zweiten Teil der Synode ist der Schlußbericht der außerordentlichen Synode, der jedoch in verschiedenen Punkten neuformuliert wurde. Noch liegt der Text nur in italienischer und englischer Sprache vor. In wenigen Tagen werden jedoch die offiziellen Übersetzungen folgen. Erst dann werden die Dinge deutlich zu sehen sein. Die Bischöfe sind aufgerufen, sie nach ihrem Ermessen, allerdings von Rom gewünscht, einem möglichst breiten Spektrum zur Beantwortung vorzulegen. Laut Synodensekretär Kardinal Lorenzo Baldisseri sei die Absicht der Umfrage vor allem die umstrittenen Themen der Synode zu „vertiefen“.

Kardinal Baldisseri bestätigt, was offiziell in Rom niemand zugeben will

Damit bestätigte der Kardinal, was Rom offiziell nicht gerne zugibt, daß es bei der Synode im vergangenen Oktober zu einigen Themen harte Auseinandersetzungen gab. So hart, daß drei Kapitel des Schlußberichts keine Mehrheit erhielten, was schon für sich genommen im kirchlichen Bereich einer Sensation gleichkommt. Bei den Themen handelt es sich um die wiederverheiratet Geschiedenen und die Homosexuellen.

Papst Franziskus setzte sich über die Entscheidung der Synodalen hinweg und ließ auch die abgelehnten Teile veröffentlichen. Ohne als abgelehnt gekennzeichnet zu sein, werden sie nun auch im Zusammenhang mit dem neuen Fragenkatalog als Teil des Schlußdokuments weitergereicht, obwohl sie genau das nicht sind. Im politischen Bereich würde man von Willkür und Manipulation sprechen. Im kirchlichen Bereich, wo sich Kritik am Papst verbietet, herrscht betretenes Schweigen und einiges Zähneknirschen. Doch die Szenerie beherrscht der Papst und er diktiert auch ziemlich rücksichtslos die Spielregeln.

Die Synode wurde eigentlich für die Familie und deren Stärkung einberufen. Zumindest so die Absichtserklärung. Wenn es unterdessen in Rom auch nicht an Stimmen fehlt, die vermuten, daß die Einberufung nur zur Durchsetzung des Paradigmenwechsels der „neuen Barmherzigkeit“ erfolgt sei.

Familie schwer unter Beschuß: wenig Ehen, kaum Kinder – doch Synode diskutiert über WiGes und Homos

Unterdessen findet sich die Familie vielfachen Angriffen ausgesetzt. Die Unterminierung durch die staatliche Gesetzgebung und das in der Öffentlichkeit vermittelte Bild von Ehe und Familie führt nach einigen Jahrzehnten zum dramatischen Rückgang von Eheschließungen. Der Drang zur Bindungslosigkeit des überhöhten Individuums läßt bei vielen eine Eheschließung erst gar nicht mehr in Betracht ziehen. Am Ende lasse man sich ohnehin nur scheiden und das koste dann auch noch und sei somit ein doppelter Nachteil. Weshalb sich so etwas antun, hört man den Egoisten vom Dienst dozieren. Pfarreien, in denen es im Laufe eines Kirchenjahres etliche Taufen gibt und ebenso viele oder noch mehr Todesfälle, aber keine Hochzeiten sind im deutschen Sprachraum keine Seltenheit mehr.

In Italien sind sakramentale Eheschließungen zwischen 1963 und 2013 fast auf ein Viertel zusammengeschrumpft. Wurden 1963 noch 414.652 kirchliche Ehen geschlossen, waren es 2013 nur mehr 111.545. Ein Teil des Rückgangs geht auf Kosten des fehlenden Nachwuchses. Das ist aber nur ein, wenn auch nicht zu vernachlässigender Aspekt. Der Kindermangel ist übrigens ein weit brennenderes Thema im Zusammenhang mit der Familie als freiwillig kinderlose Homosexuelle und wiederverheiratet Geschiedene. Doch die „neue Barmherzigkeit“ zeigt wenig Interesse dafür. Wer im Advent auf Christkindlmärkte geht, kann allenthalben feststellen, daß man bei Attraktionen für Kinder kaum Geduld haben muß, sondern sofort an die Reihe kommt. Kein Schlangestehen, kein Warten mehr. Die Kinder sind rar geworden.

Was Überbevölkerungsideologen erfreuen mag, aber nicht die Kirche Christi, findet dennoch kaum Aufmerksamkeit, weil Kardinal Kasper das Augenmerk auf einen Nebenschauplatz gelenkt hat. Der Angriff, der von dort aus auf zwei tragende Säulen des Christentums: das Ehesakrament und das Altarsakrament ausgeführt wird, ist allerdings alles andere als nebensächlich.

Kirchenrechtler Kardinal De Paolis versetzt Kardinal Kasper neue Breitseite

Aus diesem Grund erhob der 79 Jahre alte Missionar Velasio Kardinal De Paolis, ein renommierter Kirchenrechtler und ehemaliger Dikasterienleiter an der Römischen Kurie, erneut seine Stimme, um sich gegen Kaspers Position zu stellen. Das erste Mal tat er es bereits am vergangenen 27. März in Perugia nur einen Monat nach dem Kardinalskonsistorium. Bei der Eröffnung des Kirchengerichtsjahres in Umbrien replizierte der Jurist auf Kasper (siehe Anti-Kasper-Front: Nach Brandmüller und Caffarra folgen De Paolis und Bassetti).

Er tat es erneut im vergangenen Sommer zusammen mit vier weiteren Kardinälen in einem Sammelband „In der Wahrheit Christi bleiben: Ehe und Kommunion in der katholischen Kirche“ (die deutsche Ausgabe erschien Ende September im Echter Verlag), der vom inzwischen abgeschobenen Kardinal Raymond Burke initiiert wurde. Darin wurde seine Rede vom März aufgenommen, nachdem sie bereits zuvor in Spanien, in der Zeitschrift Ius Communionis (2/2014) und in Italien veröffentlicht worden war.

Nun griff Kardinal De Paolis erneut das Thema auf. Dieses Mal um konkret den Absatz 52 der Relatio synodi, des Schlußberichts der Synode vom vergangenen Oktober ins Visier zu nehmen. Absatz 52, der sich mit den wiederverheiratet Geschiedenen befaßt, wurde von der Synode nicht angenommen.

In der Übersetzung der Deutschen Bischofskonferenz lautet Absatz 52 der Relatio synodi wie folgt:

52. Es wurde über die Möglichkeit nachgedacht, wiederverheiratete Geschiedene zum Sakrament der Buße und der Eucharistie zuzulassen. Mehrere Synodenväter haben auf der derzeitigen Regelung bestanden, und zwar aufgrund der konstitutiven Beziehung zwischen der Teilnahme an der Eucharistie und an der Gemeinschaft mit der Kirche einerseits und der Lehre der Kirche über die Unauflöslichkeit der Ehe andererseits. Andere haben sich für eine nicht zu verallgemeinernde Aufnahme an den Tisch der Eucharistie ausgesprochen – und zwar in einigen besonderen Situationen und unter genau festgelegten Voraussetzungen, vor allem wenn es sich um unumkehrbare Fälle handelt, mit moralischen Verpflichtungen gegenüber den Kindern, die ungerechterweise leiden müssten. Einem möglichen Zugang zu den Sakramenten müsste dann ein Weg der Buße unter der Verantwortung des Diözesanbischofs vorausgehen. Diese Frage gilt es aber noch zu vertiefen, wobei die Unterscheidung zwischen einem objektiven Zustand der Sünde und mildernden Umständen genau zu bedenken ist, da „die Anrechenbarkeit einer Tat und die Verantwortung für sie (…) durch (…) psychische oder gesellschaftliche Faktoren vermindert, ja sogar aufgehoben sein“ können (Katechismus der katholischen Kirche, 1735).

Absatz „widersprüchlich“ und hätte „unvorstellbar schwerwiegende“ Folgen

Laut Kardinal De Paolis ist der Absatz in sich widersprüchlich. Zudem: „Die Neuigkeiten, die damit eingeführt würden, wären – falls approbiert in ihren Folgen unvorstellbar schwerwiegend“, weil sie sogar die Fundamente des Glaubensdogmas und der katholischen Morallehre untergraben würden.

Seine Kritik artikulierte der Kardinal am vergangenen 26. November auf einer Tagung an der Fakultät für Kirchenrecht der Universität San Dámaso von Madrid. Seine Ausführungen stellte Kardinal De Velasio unter den richtungsweisenden Titel: „Geeignete Wege für Seelsorge der wiederverheirateten Geschiedenen“.

Die Schlußfolgerungen, die der Kardinal am Beispiel der wiederverheirateten Geschiedenen aufzeigt, gelten für ihn auch für alle anderen irregulären Formen des Zusammenlebens, wie er im ersten Teil seines Referats betont.

Kardinal De Paolis betont, daß dieser Absatz von der Synode nicht angenommen wurde, daß aber das Abstimmungsergebnis schwer zu interpretieren sei, da der Text aus unterschiedlichen, nicht homogenen Teilen besteht, die sich zum Teil sogar widersprechen, unangemessen, nicht völlig geeignet oder unvollständig sind, um sich mit dem kirchlichen Lehramt verbinden zu können.

Kaspers Vorschlag durch „kein gültiges Argument gestützt“  – bereits von Kirche abgelehnt

Der Hinweis auf eine „besondere Aufmerksamkeit“ für die wiederverheiratet Geschiedenen würde „unschwer erkennbar einige entscheidende Elemente des Vorschlags von Kardinal Kasper“ enthalten. Wie bereits von Kardinal De Paolis bei früheren Gelegenheiten aufgezeigt, werde der Vorschlag Kaspers jedoch „von keinem triftigen und gültigen Argument gestützt“. Abgesehen davon, sei der Kasper Vorschlag bereits zu einem früheren Zeitpunkt „von der zuständigen Autorität geprüft und abgelehnt worden“, weil darin keine Elemente gefunden werden konnten, ihn „gemäß den doktrinellen Grundsätzen der kirchlichen Dokumente“ anzuerkennen.

Es gehe dabei um eine schwere Verletzung der Ehemoral und der kirchlichen Ordnung, die eine Zulassung zur Eucharistie nicht erlaubt. Aus diesem Grund hätten die kirchlichen Dokumente nie einen Unterschied zwischen verschiedenen Kategorien von Personen gemacht, die in irregulären Verbindungen leben, so der Kardinal. Mehr noch. „In manchen Fällen“, könnte die Zulassung einer irregulären Situation zur Eucharistie, die Situation noch „verschlimmern: sie könnte als Belohnung und als Einladung erscheinen, neue Verbindungen einzugehen.“

Worin aber soll dann die „Vertiefung“ der Frage bestehen, die im Absatz eingefordert wird, fragt sich Kardinal De Paolis. Ein vertieftes Studium der kirchlichen Lehre könne damit nicht gemeint sein, denn das sei bereits erfolgt und die Sache klar. Also könne nur eine „mögliche Ausnahmeregelung“ gemeint sein, was nicht in geringem Maße irritiere. Der Absatz selbst enthalte bereits in sich eine Ausnahme zu den beiden grundlegenden und unabdingbaren Voraussetzungen für den Zugang zur Eucharistie.

„Kirche kann den Willen Gottes nicht in Frage stellen“

Bei den wiederverheiratet Geschiedenen, wie bei anderen irregulären Verbindungen, sind beide Voraussetzungen für den Zugang zur Eucharistie nicht erfüllt, weshalb die kirchliche Autorität gar nicht anders handeln kann, als den Zugang zu verweigern, da sie weder über das Naturecht noch das Gottesgesetz verfügen kann.

Es kann Situationen geben, die eine Trennung der beiden in einer irregulären Verbindung zusammenlebenden Personen nicht erlaubt. Das bedeutet aber nicht notwendigerweise, daß die beiden in more uxorio und damit in einem fortwährenden Zustand der Sünde zusammenleben müssen.

Kardinal De Paolis wiederlegt in seinen weiteren Ausführungen, daß es sich lediglich um eine Frage der kirchlichen Ordnung handle. Vielmehr gehe es um die Fundamente des christlichen Lebens, da zumindest drei von sieben Sakramenten direkt berührt werden: das Ehesakrament, das Altarsakrament und das Bußsakrament. Die Ehe ist daher nicht eine Frage des kirchlichen Rechts, sondern des göttlichen Rechts. Die Kirche habe keine Möglichkeit daran etwas zu ändern und könne gar nicht anders handeln, als den Vorschlag zurückzuweisen, denn damit würde sie den Willen Gottes in Frage stellen.

Deshalb läßt der Kardinal und Kirchenrechtler auch keinen Zweifel, daß die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion nicht nur eine Änderung der Praxis, sondern eine Änderung der Glaubenslehre wäre. Und das, obwohl deren Verfechter das genaue Gegenteil behaupten. Die Glaubenslehre aber könne allein schon wegen der ihr eigenen Natur nicht geändert werden, wenn sie Teil des authentischen Lehramtes der Kirche ist. Bevor also überhaupt über eine Änderung gesprochen werden kann, sei die Natur des diskutierten Gegenstandes zu prüfen.

Gefährlicher Präzedenzfall mit unvorstellbar schwerwiegenden Folgen

Zudem sei zu fragen, ob eine Bischofssynode über eine Zuständigkeit besitzt, eine solche Frage zu behandeln. „Wer verfügt überhaupt über die Zuständigkeit das Lehramt zu ändern?“ Ein einseitiger Eingriff wäre „ein gefährlicher Präzedenzfall“.

Die Folgen des Kasper Vorschlags wären zudem „unvorstellbar schwerwiegend“:

  • weil die Zulassung einer Person im Stand der Todsünde mit kirchlicher Zustimmung zur Kommunion die Gefahr des Sakrilegs und der Schändung der Eucharistie in sich birgt;
  • weil damit generell der Grundsatz in Frage gestellt würde, daß als Zugang zur Eucharistie der Stand der heiligmachenden Gnade Voraussetzung ist, besonders jetzt, wo in der Kirche eine allgemeine Praxis des Kommunionempfangs ohne vorherige sakramentale Beichte eingeführt wurde oder eingeführt wird, mit allen negativen Folgen, die diese Praxis mit sich bringt;
  • weil die Zulassung eines Gläubigen, der more uxorio lebt, auch die Infragestellung der auf dem Sechsten Gebot gründenden Sexualmoral bedeuten würde;
  • und schließlich weil auf diese Weise dem außerehelichen Zusammenleben Bedeutung beigemessen würde und faktisch der Grundsatz der Unauflöslichkeit der Ehe geschwächt würde.

In einem weiteren Teil führt Kardinal De Paolis die Gründe zur Verteidigung der kirchlichen Ehe- und Sakramentenlehre an.

Und was sagt Papst Franziskus zu allem?

Papst Franziskus äußerte sich bisher nicht offiziell zur Frage. Eine Reihe von inoffiziellen Gesten und Entscheidungen weisen jedoch darauf hin, daß das Kirchenoberhaupt die Position von Kardinal Kasper teilt, den er zum Sprachrohr dieser Richtung machte. Allein die Selbstsicherheit, mit der der deutsche Kardinal auftritt, bestätigt diese Annahme.

Zuletzt spielte der Papst in seinem Interview mit der argentinischen Tageszeitung La Nacion vom 7. Dezember auf das Thema an. Das Interview führte die Papst-Biographin Elisabetta Piqué.

„Im Fall der wiederverheiratet Geschiedenen: Was machen wir mit ihnen, welche Tür kann man öffnen? Es gibt eine pastorale Unruhe: Also geben wir ihnen die Kommunion? Es ist keine Lösung, ihnen die Kommunion zu geben. Das allein ist nicht die Lösung. Die Lösung ist die Integration. Sie sind nicht exkommuniziert, sicher. Aber sie dürfen nicht Taufpaten sein, sie dürfen in der Messe die Lesungen nicht lesen, sie dürfen die Kommunion nicht austeilen, sie dürfen den Katechismus nicht lehren, sie dürfen sieben Dinge nicht tun. Ich habe die Liste hier. Schluß! Wenn ich das erzähle, würden sie wirklich wie Exkommunizierte wirken! Also, die Türen etwas weiter öffnen.“

Und in Zusammenhang weiter:

„Einer hat mir einmal gesagt: ‘Ja, sicher, die Unterscheidung geht schon gut, aber wir brauchen klarere Dinge‘. Ich habe ihm gesagt: ‚Sehen Sie, ich habe eine Enzyklika und ein Apostolisches Schrieben geschrieben, ständig mache ich Erklärungen und halte Predigten, und das ist das Lehramt. Was dort ist, ist das, was ich denke, nicht das, was die Medien behaupten, daß ich denke. Gehen Sie hin und suchen Sie und es ist klar.“

Damit bleiben aber weiterhin erhebliche Zweifel, welche Haltung der Papst nun wirklich einnimmt. Was das Kirchenoberhaupt für „klar“ hält, ist bei näherem Hinsehen eben keineswegs so klar. Auch aus der Antwort im Interview läßt sich letztlich alles hineininterpretieren, was man hineininterpretieren möchte.

Das vollständige Interview wurde in der Ausgabe des Osservatore Romano vom 10. Dezember in italienischer Übersetzung abgedruckt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Settimo Cielo

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30 Comments

  1. Herr Bergoglio spielt seine ihm zugeschriebene Rolle wirklich mit großer Virtuosität: täuschen, tarnen, tricksen, blenden- und mit großer Keule im Rücken zuschlagen.

    • @Franzel; Man braucht hiezu gar nicht viel Worte zu verwenden.Denn abgesehen davon,wäre es nur eine unnötige Verschwendung von kostbarer Zeit,diesen alten Käse der Bergoglio hier predigt,zu kommentieren.Nein.Denn ein Blick auf dieses Foto von Papst F genügt,um dessen Physiognomie zu beurteilen,und die lautet so: Verschlagener Gesichtsausdruck eines selbstgefälligen bösen Papstes!

      • Gerade kamen mir ähnliche Gedanken, bevor ich Ihren Beitrag gelesen habe!
        So stellt man sich doch die wandelnde Liebe und Barmherzigkeit vor…

      • @Leone

        dies erinnert mich stark an die Botschaften der sog. „Warnung“ („Buch der Wahrheit“, MDM), in denen Papst Franziskus als der Helfershelfer (falscher Prophet) des Antichrist bezeichnet wird. Obwohl sich diese Seiten bewusst davon distanzieren (P. Mählmann, FSSPX), wird hier in die gleiche Kerbe gehauen. Auch kenne ich eine solche Argumentationsweise aus einem bekannten früheren Forum, welches mittlerweile geschlossen ist. Gibt es da bei Ihnen irgendwelche Parallelen?

    • Ach was. Lesen Sie sich seine „Perlen“ und die giftige Niedertracht seiner Scheltworte mit der er über Glaubenstreue herzieht. Reden Sie doch dann mal von seiner „Barmherzigkeit“

  2. „Im politischen Bereich würde man von Willkür und Manipulation sprechen. Im kirchlichen Bereich, wo sich Kritik am Papst verbietet, herrscht betretenes Schweigen und einiges Zähneknirschen.“

    Weshalb solte sich im kirchlichen Bereich Kritk am Papst verbieten? Es gab Heilige Frauen, die sehr wohl den Papst kritisiert haben.

    Es ist mir unverständlich, wie man überhaupt über die „Zulassung zur Hl. Kommunion“ für Ehebrecher nachdenken kann. Hier gibt es nichts neu zu denken, es ist alles klar. Wer mit einer unbereuten und in der Hl. Beichte nicht vergebenen Todsünde den Herrn empfängt, isst sich das Gericht und beleidigt Gott. Wer dies zulässt oder dafür spricht, kann meiner Meinung nach Gott nicht lieben, denn er spricht sich für eine Beleidigung Gottes aus, verführt die Menschen „Sollte Gott gesagt haben…..?“, anstatt zu ermahnen und zur Hl. Beichte zu führen.

    Sex ist der Götze unserer heutigen Welt. Ich glaube, dass ungläubige Menschen und Lau-Gläubige sich der allgegenwärtigen sexuellen Anreize nicht entziehen, weil sie dies aktiv machen müssen. In Zeitung/Zeitschrift/Fernsehsekunde/Kita/Schule/Werbung, mit aufreizender Kleidung geht es nur noch um ungeordnete bis widerliche Bilder und Manipulation. Die Proklamierung eines sog. „Rechts auf sexuelle Tätigkeit, zu jeder Zeit mit jedem“ hat die massenhafte Unzucht zur Folge.

    Wer warnt die jungen Menschen, dass Sex für sie die Spiele sein sollen, so dass sie instrumentalisiert werden können und möglichst nicht mehr selbst denken sollen, wenn das Brot immer dünner und weniger nahrhaft wird. Sex kostet kein Geld, aber Sex kostet das Glück des Menschen, denn er führt niemals zur Liebe.

    Aufgabe der Kirche und ihrer Hirten wäre es, die Schönheit und das Glück einer katholische Ehe mit Gott im Ehebund aufzuzeigen, so dass sie erstrebenswert wird für alle Menschen. Z.B. müsste die Theologie des Leibes Pflichtlektüre in allen Erstkommunion/Firmvorbereitungen (je nach Alter) sein.
    Es muss katholische Jugendgruppen geben, die katholisch geleitet und deren Leiter katholisch lebende Vorbilder sind, die Jugendlichen brauchen Gruppen Gleichaltriger und Vorbilder, wenn sie in der Pubertät sind. Überlassen wir sie nicht den moralisch verdorbenen Gruppen in Schule und Staat!

    • @ Barbara
      Es ist, wie Sie sagen!
      Allerdings kostest Sex außerhalb einer gültigen Ehe vor allem das ewige Heil des Menschen und das sagt ihnen so gut wie keiner mehr.

      In den acht Jahren in denen ich jetzt katholisch bin, habe ich darüber noch nie eine Predigt gehört, obwohl ich immer nur zur sogenannten „Tradition“ gehe. So fahren alle zur Hölle, die Laien, weil sie fälschlich meinen, sie könnten sich alles ungestraft von Gott leisten und auch die Priester weil sie ihren schweren Pflichten nicht mehr nachkommen.

      Sie haben völlig Recht, dass das Problem ist, dass sich Menschen und vor allem Katholiken den überall gegenwärtigen sexuellen Anreizen aktiv entziehen müssten und das tun sie nicht und daher ist fast jeder in schwerer Sünde.
      Die erstgeborene Tochter der Unkeuschheit ist außerdem die Blindheit des Geistes, das wissen wir vom heil. Thomas von Aquin.

      Vor allem müssten die Leute sich und ihre Kinder der Indoktrination über das Fernsehen entziehen, mittels dessen sie so programmiert werden, dass sie nicht nur Unkeuschheit gut finden, sondern auch noch vieles andere, von dem wir durch die Offenbarung wissen, dass das eine schwere Sünde ist.

      Daher müssten auch Talkshows und Fernsehserien unbedingt gemieden werden, weil man da, ohne dass es der Zuschauer merkt, ganz subtil indoktriniert wird:

      Talkshows und Fernsehserien oder: Wie wird man UN-indoktriniert?
      http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2014/12/talkshows-und-fernsehserien.html

      • geschätzte Martina!
        nun kann ich Ihnen endlich mal von Herzen danken für Ihre gute und aufschlußreiche Tüftelarbeit auf Ihrem Blog; hab mir auf Ihre Anregung hin sowohl gute Bücher gekauft als auch Ihren Hinweis Englisch zu lernen zu Herzen genommen (mit dem Englisch klappt noch nicht so recht, drum bin ich über Ihre Übersetzungen froh..) Wenn Sie ab und zu längere Zeit nicht publizieren, geht mir echt was ab! Wie sehr benötigen wir saubere, katholische Nahrung!
        Also: Vergelt*s Gott und weiter so.

  3. Kardinal Brandmüller hat laut Tagespost folgenden treffenden Kommentar hierzu abgegeben:

    „Werden diese ‚Bastionen‘ geschleift, dann ist die Bresche geschlagen, um über die Abschaffung des Zölibats und das Weiheamt für die Frauen das sakramental-hierarchische Gefüge der Kirche zum Einsturz zu bringen. So wie Luther dies in seinen Kampfschriften des Jahres 1521 versucht hat. So wäre die Straße frei hin zu einer angeblich menschenfreundlichen, zeitgemäßen und darum für alle offenen Kirche, die diese Freundlichkeit und Offenheit jedoch dadurch erkauft, dass sie ihren Sendungsauftrag verrät.“

    Ich möchte hinzufügen: die Kirche würde nicht nur ihren Sendungsauftrag, sondern auch den Glauben verraten. Den Glauben an die Worte Jesu. Und zwar unter dem Begriff des Gehorsams unter die Worte Petri. Hätten die Jünger auch die Worte Petri aus Matthäus 16, 22 folgen sollen?

    „Cardinal Marx [a Kasperite] has been heard saying out loud that for him it is incomprehensible how the Synod Fathers are more bound to Tradition than to the Pope.“ zitiert aus: La Stampa, Marco Tosatti, 16.10.2014

    • Das macht aus der Sicht von Kardinal Marx ja sogar Sinn, weil es seit dem letzten Konzil oder zumindest seit der Königsteiner Erklärung ja in der Praxis kein verbindliches Lehramt mehr gibt in Deutschland und Tradition in allen Bereichen seit den 1960ern etwas Negatives ist. Allerdings stellt sich dann die Frage bezüglich z.B. Humanae Vitae: How can you be more bound to zeitgeist than to the Pope?

      Insofern ist Marx ein typischer Vertreter derjenigen, die sich auf den Papst berufen, wenn’s in ihren ideologischen Kram passt – und wenn nicht beruft man sich halt auf was andres, im Zweifelsfall das Gewissen, Hauptsache man verliert keine Beitragszahler…

  4. „daß drei Kapitel des Schlußberichts keine Mehrheit erhielten“ ??
    Sie haben die 2/3 Mehrheit knapp verfehlt, aber deutliche Mehrheiten hatten sie schon, wenn ich mich richtig erinnere.
    Sie wurden deshalb nicht in den offiziellen Abschlusstext aufgenommen. Aber deshalb von „abgelehnt“ zu sprechen scheint mir doch etwas – naja – ein „Geschmäckle“ zu haben, wie man bei uns sagt.

    • Ja, Sie haben völlig recht. Man sollte bei der Wahrheit bleiben. Natürlich haben die 3 Kapitel eine große Mehrheit gefunden, nur die 2/3-Mehrheit gerade nicht. Die Behauptung, sie haben keine Mehrheit gefunden, ist eine glatte Lüge, die sich für Christen doch verbietet – oder nicht?

      • Machen Sie beide sich hier bitte vom Acker!
        Dies ist ein KATHOLISCHES, also traditionstreues Forum.
        Am allerbesten aber Sie gehen schnell zur Beichte!

    • @ Traditionstreuer

      Der Kampf, in dem wir stehen, ist nicht ein Kampf „Fleisch gegen Fleisch“, sondern ein geistlicher Kampf. Niemand sollte aus diesem Forum weggeschickt werden!
      Interessierte, Suchende, Anders- und Nichtgläubige, die sich als Mitkommentatoren oder Fragende einbringen, sind doch eine Bereicherung und können Ansporn für die Glaubenstreuen sein, ihr Glaubenswissen einzubringen und Zeugnis für die Wahrheit zu geben.
      Es ist zudem nicht auszuschließen, dass wir immer etwas von anderen dazulernen können.

      @Robert und Galilei

      Die 2/3 Mehrheit war eine festgelegte Regel bei der Synode. Themen bzw. Kapitel, welche diese Mehrheit nicht erreichten, galten und gelten somit als von der Synode abgelehnt. Es ist also meines Erachtens zulässig, dass im Beitrag einfach der Terminus Mehrheit verwendet wird. Denn – es gab nur einen geltenden Mehrheitsbegriff bei der Synode.
      Es wäre verzichtbar gewesen mitzuteilen, dass besagte 3 Kapitel mehr als 50% der Stimmen erhielten. Es hätte genügt mitzuteilen, dass besagte 3 Kapitel die erforderliche Mehrheit verfehlt haben, somit von der Synode abgelehnt wurden und daher nicht weiter bearbeitet oder vertieft werden. Das wäre wahr, transparent und eindeutig gewesen.
      Wertvoll wäre noch die Hinzufügung gewesen, die geltenden Glaubenswahrheiten betreffend besagter 3 Kapitel vollinhaltlich zu wiederholen und zu bekräftigen (eine Kernaufgabe der Bischöfe).
      Wie soll ein Mensch dahin gelangen, eine (Tod)Sünde, in der er sich gefällt und scheinbar wohlfühlt, aufzugeben, wenn sogar die Kirche durch „Integration“ (ein neues Lieblingswort des Papstes) Wege der Zustimmung geht??

      Was aber ist geschehen?
      Auf trickreich-infame Weise wurden die 3 besagten Kapitel für die Synode 2015 „gerettet“, indem ungezählt oft betont wurde, dass mehr als 50% Stimmenzuschlag erzielt wurde und der Papst selbst entschieden habe, diese 3 Kapitel in den Schlussbericht der Synode 2014 aufzunehmen.
      Damit hält der Papst die Befassung mit dem Themenkontext dieser 3 Kapitel, obwohl von der Synode 2014 abgelehnt, weiter aufrecht. Ernsthaft ist die Frage nach der „hidden agenda“ zu stellen.

      Was will der Papst bei und mit der Synode 2015 erreichen?
      Seit etwa einem Jahrzehnt werden rund um den Globus von den Regierungen Gesetze erlassen, welche eindeutig gegen die 10 Gebote und die Glaubenswahrheiten stehen. In den letzten 2 Jahren hat dies rasant zugenommen und auf Regierungen wird mannigfaltig Druck von der UN und anderen Organisationen (zB. Stichwort Entwicklungshilfe) ausgeübt, damit sie ihrer Gesetzgebung „diesem Trend“ folgen. Siehe Afrika und auch die Stellungnahmen der afrikanischen Bischöfe bei der Synode.

      Kardinal Schönborn hält offiziell und lächelnd an seiner Idee „Anwendung des Prinzipes der Gradualität“ weiter fest. Er weiß es besser und richtig! Dennoch stellt er sich in die Rolle eines Zugpferdes für das Kasper-Konzept. Furchtbar. Das ist Verrat am Glauben und Missbrauch seines bischöflichen Amtes. Damit führt er Seelen nicht zum Heil sondern füllt das Ruhekissen von (Tod)Sündern und leitet sie tiefer in den Irrweg.

  5. @Robert & Galliei et alii
    Die Diskussion wird über eine Frage geführt, was ist Wahrheit. Die Beantwortung dieser Frage ist
    unabhängig von „politischen Mehrheiten“ und ihrer Gefühlslage .Die Wahrheit kennen wir aus dem
    geoffenbarten Wort Gottes. Es wurde gestern geoffenbart, ist heute , morgen und in Ewigkeit gültig. Das Dilemma besteht darin, dass uns diese Wahrheit nicht mehr vom
    (deutschen) Episkopat und auch heute nicht mehr ex cathedrra gelehrt wird. Die Semantik wird geschickt verändert und der stringente Begriff Wahrheit wird durch den Begriff Lebenswirklichkeit ersetzt. Genau diese (manipulierbaren) Lebenswirklichkeiten bestimmen den Ausgang der (pseudodemakratischen) Abstimmungen. Mit Wahrheitsfindung hat dieses Prozedere nichts zu tun.

    • Wir müssen doch von den Fakten ausgehen:
      Fakt ist, dass die Passagen über die Wiederverheiratet-Geschiedenen und über die Homosexuellen bei der Schlussabstmmung deutliche Mehrheiten gefunden haben, wenn auch nicht die 2/3 Mehrheit. Die Synodenväer, die diese Passagen abgelehnt haben, waren -trotz Cardinal Burke’s Bemühungen – in der Minderheit.
      Das ist die Ausgangslage und das gilt es zu bewerten.
      Wer von was anderem ausgeht, macht sich etwas vor.

      • Die Frage muss ja eigentlich lauten, was richtig ist, und nicht, wofür eine Mehrheit stimmt. Dies zu entscheiden, wäre der Job eines Papstes.

  6. @Robert. Ja, die Fakten sind wie sie berichtet wurden doch sehr ernüchternd im Hinblick auf „Mehrheiten“. Das aber war vor 2000 Jahren auch nicht anders.
    Wenn es immerhin noch ein gutes Drittel der Synodalen gab, die für die Wahrheit Zeugnis ablegten, ist das nicht schlecht. Man weiß nicht, unter welchem außerkirchlichen Druck die Kardinäle stehen.
    Beten für den Sieg der Wahrheit kann man immer.
    Es sieht alles nach einem Bruch in der Kirche aus. Daß Kardinäle wie Kasper, Marx usw. mit ihrem riesengroßen Anhang bei Bischöfen, Priestern und Laien eine Kehrtwende hinbekommen, ist fast nicht anzunehmen.

    Was interessanter wird, ist die Frage wie das Ganze dann „abläuft“. Wie sammeln und versammeln sich die guten Kardinäle und Bischöfe und unter welchem Wortführer? Was beabsichtigt Papst Benedikt XVI. zu tun?

    • Sie sprechen hier davon, dass ein gutes Drittel der Synodalen für die „Wahrheit“ Zeugnis ablegten, also dass knapp 2/3 sich irrten – und möglicherweise der Papst dazu. Ich habe immer geglaubt, dass die Mehrheit der Bischöfe gemeinsam mit dem Papst in der Wahrheit verbleiben – das ist doch die Zusage Jesu. Und das wurde über 2000 Jahre auf den Konzilien so praktiziert. Alle Spaltungen der ersten ökumenischen Konzilien waren Abspaltungen der Minderheit! Also so einfach ist das mit der „Wahrheit“ nicht. Zu behaupten, ich habe die Wahrheit und wenn die Mehrheit der Bischöfe und der Papst anderer Meinung sind, dann sind sie im Irrtum, ist doch ein beachtlicher Hochmut.

      @Traditionstreuer: Der Ton Ihres Kommentars richtet sich von selbst. Und wann ich zur Beichte gehe, ist meine alleinige Entscheidung und nicht die Ihre!

      • Das mit dem Hochmut ist unverständlich. Die Wahrheit aus einer Minderheitsposition zu verteidigen, ist doch eher mutig als hochmütig.
        Und die Zusage Christi gilt doch nur gültigen Petrus- und Apostelnachfolgern und nicht irgendwelchen Gestalten, die lediglich so angezogen rumlaufen, dass man denken könnte, sie wären gültige Nachfolger.

  7. @Robert @Galilei
    Ihre Zahlen sind richtig.
    Sie sind auch in ihrem Kontext zu sehen:
    Beim 2. Vaticanum wo so schwer debattiert wurde, erreichte man Abstimmungsresultate zwischen 99,9 und 95% Zustimmung (und dies bei weitgehend nicht trükierter Zusammensetzung des Konzils).
    Bei der Synode mit enormer Trickserei, Promoting durch Franziskus v. Danneels en Kasper (ein Blinder sah wohin die Reise gehen sollte), trotz massiven Druck von oben (EB Forte und Fernandez, relatio postdisceptationem, Zusammensetzung der circuli, Rassismus gg. Afrika, öffentlicher Abwürgeversuch durch Kard. Baldisseri) wurde eine Kampfabstimmung über die Veröffentlichung der Berichte der circuli minores abgezwungen (deutliche Mehrheit), vor den Augen v. Franziskus himselbst, der dann wortlos kampflos aufgab; und bei den folgenden Stimmungen stimmten mehr als 1/3 der Synodeväter gegen die vorgeschlagene Texte (und dies bei per se sehr gehorsamkeitsgetreuen und -liebenden Menschen, mit Herz und Seele der Römisch-Katholischen Kirche verbunden), wobei die Synodeteilnehmer v. Bergoglio noch vorselektiert waren.
    Das ist keine Homonoia, das ist Patt- und wohl auf einem fundamentalen Gebiet der katholischen Lehre-; das tendiert zu Schisma.
    Santa Maria della Vittoria

    • Dazu muss man wissen, wieso beim Vatikanum II solche Mehrheiten erzielt wurden. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, da ich es sehr bewusst mitrlebt habe. Außerdem kann man es nachlesen. Die hohen Mehrheiten sind durch Kompromisse entstanden. In „Lumen gentium“ stehen z.B. 2 eigentlich gegensätzliche Kirchenbilder nebeneinander: Das Bild vom „Volk Gottes“ und das „hierarchische“ Kirchenbild. Die Folge davon waren und sind die nachkonziliaren Steitigkeiten über die Interpretation des Konzils. Und trotzdem konnten diese Kompromisse eine Defacto-Kirchenspaltung nicht verhindern – siehe Erzbischof Lefebvre –, weil auch die verschwindend kleine Minderheit sich alleinig im Besitz der Wahrheit gefühlt hat.

      • L.S.

        Es rächt sich immer auf längerem, und nicht selten schon auf mittlerem Termin um konträre Auffassungen und Gegensätzlichkeiten mit höflichen Floskeln zu übertünchen und zu verbrämen.
        Ein Fensterramen hebt durch sein Holz, nicht durch den Firnis oder die (häufig sehr alte und dicke) Leinölfarbeschichten.
        Die Wahrheit ist eins und unteilbar.
        Ihre Bemerkung ist dann auch -zumindest in meinen myopen Augen und nach meinem kleinen Verstand- ein sehr kritisches Verdikt über die betreffende Konzilstexte.
        Denn das Verwirren, das Durcheinanderbringen, das dia-ballein, ist die Haupttätigkeit des Diabolos.
        Ihre Aussage stimmt in der Tenor übrigens auch mit den wenigen Aussagen und Bemerkungen von Msgr. Gérard Philips, im 2. Vatikan. Konzil Protagonist und führendem Theologen der federführenden modernistischen „squadra belga“, überein.
        Philips agierte während des Konzils sehr modernistisch, schrieb auf Hinweis v. Suenens und zur direkten Entlastung des Papstes Paul VI die „nota praevia explicativa“, wurde dann doch etwas ängstlich bei der Evolution in 1966 und zog sich dann mit Herzrhythmusstörungen direkt nach dem Konzil zurück.
        Er erlebte noch 11 Jahre lang den liturgischen Bildersturm, den theologischen Niedergang und den Leerlauf der bischöflichen und Ordensseminarien- in Belgien übrigens äusserst verheerend.
        Philips sagte immer weniger (wahrscheinlich besser so); einige seiner letzten Worte waren übrigens Latein (typisch, Bugnini war ähnlich):
        „Sed deus ist qui ipse iudicat“-(Aber es bleibt doch Gott, Der urteilt)
        (Wenn man so möchte: „Who am I to judge?“- was jedoch als vorausgeschobene Entschuldigung nicht verwendet werden sollt.
        Wir sind denkende Menschen (Nous, nach Aristoteles) und mit einem Sinn für Gewissen behaftet)

        Nebenbei: die traditionelle Christen sind keine „verschwindend geringe Minderheit“: es gibt schon mehrere Gebieten wo sie die Mehrheit sind;
        gerade in den Gebieten wo die Modernisten sich ausgetobt haben mit widerlichsten Massenverbrechen (sei es in Nordcanada, den Rocky Mountains oder in Flandern) halten die Traditionalisten tapfer und vom Volke sehr gut bemerkt das katholische Fähnlein hoch;
        wenigstens sie missionieren, sind überzeugt, versuchen glaubhaft das ja-ja und nein-nein Unseres Herrn Jésus Christus zu leben.

  8. @Robert
    Einwand: Sofern Sie die Mehrheiten oder Lebenswirklichkeiten als Fakten ansehen, nach denen zu entscheiden ist, was moralisch richtig oder falsch ist, muss ich meinen Einwand geltend machen. Das Beurteilungskriterium ist einzig die von Gott geoffenbarte Wahrheit und nicht eine – wie auch immer zustanden gekommene Mehrheit. Zudem lehren uns die Beobachtungen – wie Adrien Antoine schreibt- , dass für die Mehrheiten erkennbar getrickst und vorselektiert wird.
    Wir wissen doch heute schon, dass Burke fehlen wird und dieses kein Zufall sein wird.

  9. Die Katastrophe ist doch schon voll da.
    Kasper Marx und viele andere Haeresie Bischoefe bruesten sich doch in aller Oeffentlichkeit damit, das die Praxis laengst in ihrem Sinne funktioniert.
    Franz gibt in Interviews auch noch seinen unausgegorenen Senf dazu, der alles und Nichts bedeutet und fertig ist eine weitere Aushoelung der Kirchengebote.
    Aussen gilt das 6 Gebot, aber wer nicht will, kein Problem, auch Gut.
    Danke Franz, aber so kommt man in die Hoelle, nicht zu Christus.
    Der Antichrist mit seinen Unterteufeln ist da !
    Warum sagt es niemand ?

  10. In dem offiziellen Dokument, das zur Vorbereitung der Familiensynode im vergangenen Oktober diente, wird das Naturrecht als mehr oder weniger überholt dargestellt. „Es wird wohl das erste Mal sein, dass ein offiziöses kirchliches Dokument sich in dieser herablassenden oder zumindest äußerst missverständlichen Weise über das Naturrecht geäußert hat“ schreibt dazu Professor Walter Hoeres in einem Leserbrief in der „Tagespost“ vom gestrigen 11. Dezember. Hinter dieser Passage steht mit großer Wahrscheinlichkeit der deutsche Kardinal Kasper, der in einem Interview mit einer italienischen Zeitung fast gleichlautende Sätze von sich gegeben hatte.
    In dem erwähnten Dokument heißt es „In der überwiegenden Mehrheit der Antworten und Bemerkungen erscheint heute in den verschiedenen kulturellen Kontexten das Konzept des Naturrechts als solches sehr schwierig, wenn nicht gar unverständlich… Wenn sich die Evolution, die Biologie und die Neurowissenschaft mit der traditionellen Idee des Naturrechtes befassen, kommen sie zu dem Schluss, dass es nicht wissenschaftlich ist.“

    Wenn man dies ernst nimmt und als offizielle Stellungnahme der Kirche versteht, dann ist verständlich, warum die Synode zu Ergebnissen gekommen ist, die nicht nur dem Naturrecht, sondern der zweitausendjährigen Geschichte der Kirche und insbesondere der Worte ihres Gründers, unseres Herrn Jesus Christus widersprechen. Dies bedeutet zugleich, dass solche Sätze alles, was wir in den letzten Jahrzehnten bereits erleben durften, in den Schatten stellen und das Rom von Feinden Christi besetzt ist. Denn dieser Satz bedeutet mit anderen Worten, dass die Zehn Gebote des Alten Testaments heute keine Bedeutung mehr haben, weil sie „nicht wissenschaftlich“ sind. Die Zehn Gebote sind nämlich nichts anderes als ein Kurzfassung der grundsätzliche Gebote des Naturrechts.
    Das Naturrecht ist keine kirchliche Sondermoral, sondern die Grundlage der gesamten Moral, oder um es mit anderen Worten zu sagen: Es gibt keine explizit katholische Moral, zumindest nicht in den Grundlagen, denn die Kirche hat sich stets am Naturrecht orientiert, das älter ist als das Christentum und dessen Grundlinien und Spuren sich in allen Hochkulturen finden.
    Wie weit entfernt die Autoren dieser Sätze von einfachen philosophischen Prinzipien sind und insbesondere von einer scholastischen Ausbildung, zeigt das sogenannte „Argument“ gegen das Naturrecht. Wenn dieser Satz „dass es nicht wissenschaftlich ist“ von einem Szientisten gekommen wäre, hätte man nichts anderes erwartet. Aber offensichtlich sitzen in Rom in entscheidenden Gremien inzwischen solche Szientisten, zu denen sicherlich Herr Kasper gehört, der von Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben wurde. Szientisten sind der Auffassung, dass uns allein die Naturwissenschaften („Evolution, die Biologie und die Neurowissenschaft“) sagen, was existiert. Wenn uns diese also mitteilen, dass es kein Naturrecht gibt, dann gibt es kein Naturrecht.

    http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2367:instrumentum-laboris-ohne-naturrecht&catid=1:neuestes&Itemid=33

  11. Danke @Arrow: genau so ist es :so wie Sie es sagen und wie ich als kleiner Katholik das auch sehe.
    Eine Mehrheit hat noch nie die Wahrheit „gemacht“.

    Auch im Bereich der Politik ist „Demokratie“ nur eine Technik und absolut bzw. ganz und gar nicht ein Beleg für Wahrheit und bessere Einsicht.

  12. Jesus sagt uns in Matth.7,13: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.“

  13. Nach allem hier Gelesenen drängt sich der Eindruck auf, daß Papst Franziskus selbst nur eine Pappfigur ist, also mitnichten die Zügel in der Hand hält.
    Und leider war das offenkundig von Beginn an der Fall. Seine Wahl war womöglich ein abgekartetes „Spiel“ (richtig: blutiger Ernst) wie es doch auch immer mehr bekannt wird. Daß er eigentlich sogar exkommuniziert gewesen sein könnte, ist absolut nicht unmöglich. Er selbst macht den Eindruck als sei er irritiert. Muß oder kann man deshalb Mitleid mit ihm haben?

    Also wenn man annimmt, daß Papst Franziskus nur eine Figur auf dem Schachbrett ist, muß man schauen, was aktuell wirklich in der Kirche passiert, wer eigentlich die treibenden Kräfte hinter all dem sind. Das Ganze ist ein Schauspiel und man könnte durchaus dabei schmunzeln: die Wahrheit wird auf jeden Fall siegen und diese Verheißung ist unumstößlich. Man kann auch an die Fabel vom Hasen und Igel denken. Sollen sie laufen, die Kaspers und Konsorten.

    Für mich als kleiner Laie heißt es beten und die Schotten dicht machen- bis alle Stürm vorüber sind.

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