Organisierten Kasper, Lehmann, Danneels, Murphy-O‘Connor eine verbotene Kampagne zur Wahl Bergoglios?

Konklave-der-Kardinäle-Sixtinische-Kapelle(Vatikan) Die neue Papst-Biographie des ehemaligen Pressesprechers von Kardinal Murphy-O‘Connor sorgt für solche Aufregung, daß Vatikansprecher Lombardi sich zu einem Dementi genötigt sah. Im Mittelpunkt stehen die Kardinäle Kasper, Lehmann, Danneels und Murphy-O‘Connor sowie der Papst selbst. Sie sollen vor dem Konklave eine Wahlabsprache getroffen und eine Kampagne zur Wahl Bergoglios organisiert haben. Jede Art von Absprachen sind jedoch vom Kirchenrecht unter Strafe verboten.

Vatikansprecher Pater Federico Lombardi SJ dementierte ohne Wenn und Aber: Alle vier Kardinäle des angeblichen „Team Bergoglio“ bestreiten, daß es im Vorfeld des Konklaves ein Abkommen zwischen ihnen und Bergoglio gegeben habe, den argentinischen Kardinal zum Papst zu wählen.

Vatikansprecher Lombardi reagierte auf entsprechende Journalistenanfragen, nachdem in Großbritannien am 23. November im Sunday Telegraph ein Bericht erschienen war. Laut der britischen Tageszeitung habe Kardinal Cormac Murphy-O’Connor, der ehemalige Erzbischof von Westminster und Primas von England und Wales für Kardinal Bergoglio Lobbyingarbeit betrieben. Der Engländer war wegen Vollendung des 80. Lebensjahres selbst nicht zum Konklave zugelassen.

Neue Papst-Biographie mit pikanten Behauptungen

Neue Papst-Biographie
Neue Papst-Biographie

Der Sunday Telegraph berichtete vorab über eine neue Biographie über Papst Franziskus, die inzwischen erschienen ist. Darin heißt es, der englische Kardinal habe „mitgeholfen, eine Wahlkampagne für die Wahl von Papst Franziskus zu organisieren“.

Die Wahl des „weitgehend unbekannten argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio zum Oberhaupt der weltweit mehr als 1200 Millionen Katholiken war eine Überraschung sowohl für die Vatikanbeobachter als auch für die Gläubigen“, so der Sunday Telegraph.

Als am Abend des 13. März die Wahl von Papst Franziskus bekanntgegeben wurde, erklärte sich ein Großteil der Beobachter seine Wahl damit, daß ein Stillstand zwischen rivalisierenden Fraktionen verhindert werden sollte und der argentinische Kardinal ein klassischer Kompromißkandidat zwischen sich gegenseitig blockierenden Blöcken gewesen sei.

Für den Autor der neuen Papst-Biographie „The Great Refomer. Francis and the Making of a Radical Pope“, den britischen Katholiken Austen Ivereigh, verlief das Konklave jedoch anders. Es habe eine „diskret vorgehende, aber gut organisierte Kampagne einer kleinen Gruppe von europäischen Kardinälen zur Unterstützung von Kardinal Bergoglio“ gegeben, so die britische Sonntagszeitung.

Das „Team Bergoglio“

Ivereigh nennt die Gruppe „Team Bergoglio“. Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. sei zwar überraschend gewesen, habe aber eine überdurchschnittlich lange Zeit bis zum Konklave verschafft, die beim Tod eines Papstes in der Regel viel kürzer ist. Die Mitglieder der Gruppe hätten diese Zeit genützt, so der Autor, um in dem Monat bis zum Konklavebeginn durch private Abendessen und zahlreiche andere Treffen in größter Stille unter den Kardinälen für Bergoglio zu werben.

Kardinal Bergoglio war, wenn auch mit großem Abstand, bereits im Konklave 2005 Zweitplatzierter hinter Benedikt XVI. geworden. Unterstützt wurde der Argentinier damals von einer „vorwiegend europäischen Reformallianz“. Aus deren Reihen bildete sich auch 2013 das „Team Bergoglio“.

Kardinal Bergoglio verhielt sich während des deutschen Pontifikats auffallend ruhig. Er habe jeden Eindruck vermeiden wollen, Kopf oder Kandidat einer innerkirchlichen Fraktion zu sein. Deshalb und aus Altersgründen wurde er 2013 von den meisten Vatikanisten nicht mehr als papabile wahrgenommen.

Ivereigh war früher Pressesprecher von Kardinal Murphy-O’Connor. Im letzten Jahr des Pontifikats von Benedikt XVI. sei eine Stimmung erzeugt worden, die den Wunsch nach einem neuen Papst ohne Verbindung zum „Establishment“ der Römischen Kurie zum beherrschenden Druck auf die wählenden Kardinäle werden habe lassen.

Kern der Gruppe: Kasper, Lehmann, Danneels

Austen Ivereigh
Austen Ivereigh

Diese Situation sei, so der Autor, von den europäischen „Reformern“, die bereits 2005 Bergoglio unterstützt hatten, genützt worden, um die Initiative zu ergreifen. Kardinal Murphy-O’Connor, der selbst nicht mehr wahlberechtigt war, habe sich „mit dem deutschen Kardinal Walter Kasper zusammengetan“, so Ivereigh. Kern der Gruppe seien die vier europäischen Kardinäle Walter Kasper, Godfried Danneels, Karl Lehmann und Cormac Murphy-O’Connor gewesen. Der englische Kardinal habe als Verbindungsmann zu gleichgesinnten in Nordamerika und in Commonwealth-Staaten gedient. Die Deutschen hätten in Europa, Lateinamerika und der restlichen Dritten Welt um Stimmen geworben.

„Sie hatten ihre Lektion von 2005 gelernt“, schreibt Ivereigh. „Zuerst sicherten sie sich die Zustimmung von Bergoglio“. Ein zweites Mal wollten sie nicht erleben, wie der Argentinier, wenn es darauf ankommt, einknickt und seine Kandidatur zurückzieht, wie 2005. „Auf die Frage, ob er bereit sei, sagte er, er glaube, daß in dieser Zeit der Krise für die Kirche sich kein Kardinal verweigern könnte, wenn er gefragt wird.“ Murphy-O’Connor habe Bergoglio darauf aufmerksam gemacht, nun besonders vorsichtig zu sein, doch nun sei „er an der Reihe“. Bergoglio antwortete: „capisco“, ich verstehe.

„Capisco“, die Kampagne und eine emotionale Rede

Dann habe sich die Kampagne in Bewegung gesetzt, um für den Argentinier die Werbetrommel zu rühren. Das Hauptargument gegenüber den meisten Kardinälen sei das Alter Bergoglios gewesen. Seine 76 Jahre seien nicht als Hindernis zu betrachten, da der Papst ja „zurücktreten“ könne. Es sei einerseits mit dem antirömischen Affekt mobilisiert und gleichzeitig mit Bergoglio als einer Art „Übergangskandidat“ geworben worden.

Aus dem Konklave 2005 hatte die Gruppe gelernt, welchen Eindruck ein starkes Auftreten machte. Damals war es Glaubenspräfekt Joseph Ratzinger, der als Kardinaldekan souverän das Requiem und die Beisetzung des langdienenden Johannes Pauls II. vollzog und in den Homilien einen klaren Kurs vorgab.

Nach der Vorbereitungskampagne und der Bearbeitung zahlreicher Kardinäle durch das „Team Bergoglio“, sei der entscheidende Wendepunkt zugunsten Bergoglios auf den Generalkongregationen vor dem Konklave erfolgt, als der Argentinier in einer Situation ohne „natürlichen Nachfolger“ sich mit einer emotionalen Rede von allen anderen abheben konnte.

Entscheidend, so Ivereigh, für das Gelingen sei es gewesen, daß sich die Vatikanbeobachter nach traditionellem Schema vor allem auf Gerüchte und Stimmungen innerhalb der italienischen Kirche konzentrierten, sodaß die Wahlvorbereitung des „Teams“ unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden konnte und damit Gegenmaßnahmen, wie 2005 verhindert werden konnten, einschließlich der weitverbreiteten Überzeugung, es habe keinerlei Vorbereitungen zugunsten Bergoglios vor dem Konklave gegeben.

War das ganz ungewöhnliche Lob für einen wählenden Kardinal nur wenige Tage nach dem Konklave der Dank für die Papstwahl? Beim ersten Angelus von Papst Franziskus am 17. März 2013 lobte Papst Franziskus den deutschen Kardinal Walter Kasper. Das Lob erfolgte unter Hinweis auf Kaspers Buch über die „Barmherzigkeit“, in dem er seine These der „neuen Barmherzigkeit“ niedergeschrieben hatte. Sie liegt seither wie ein Schatten über dem Pontifikat und wurde bei der Bischofssynode im vergangenen Oktober im Zusammenhang mit wiederverheiratet Geschiedenen und Homosexuellen zum offenen Streitfall. Erklärt sich dadurch überhaupt die bevorzugte Stellung, die Kasper bei Papst Franziskus genießt? Und die nicht weniger ungewöhnliche Ernennung von Kardinal Danneels ausgerechnet zum Synodalen der Bischofssynode über die Familie? (siehe Kardinal Danneels bei Bischofssynode – und dennoch schweigen die Medien).

Kasper war es auch, der in der Zeit der Sedisvakanz den abgetretenen Benedikt XVI. öffentlich warnte, Einfluß auf die Nachfolgefrage ausüben zu wollen (siehe Die Warnung an Benedikt XVI. von einem … Kasper – Anti-Ratzinger-Pontifikat in Planung).

Dementi von Kardinal Murphy-O‘Connor

ErwiderungAlles was Ivereigh in seinem Buch zum Thema vorlegt, ist laut Apostolischer Konstitution Universi dominici gregis von 1996 verboten. Das bedeutet, daß alle Beteiligten die Darstellung abstreiten müssen. Das bedeutet im Umkehrschluß keinen Beweis für die Richtigkeit von Ivereighs Darstellung, ist aber mitzudenken, denn Reaktionen der Betroffenen erfolgten umgehend.

Unmittelbar nach Erscheinen des Sunday Telegraph-Berichtes gab die Privatsekretärin von Kardinal Murphy O’Connor, Maggie Doherty eine Erklärung ab, die am 25. November im Daily Telegraph veröffentlicht wurde. Am selben Tag kam Ivereighs Buch zum Verkauf in die Buchhandlungen. Gleichzeitig zum englischen Original brachte der Mondadori-Verlag eine italienische Übersetzung heraus, die den harmloseren Titel „Tempo di misericordia: Vita di Jorge Mario Bergoglio“ (Zeit der Barmherzigkeit. Das Leben von Jorge Mario Bergoglio) trägt.

In der Erklärung ließ der Kardinal mitteilen, er habe sich in den Tagen unmittelbar vor dem Konklave Kardinal Bergoglio nicht angenähert, um von ihm die Zustimmung zu erhalten, als Kandidat für das Papstamt ins Rennen zu gehen. Zudem habe er aus Altersgründen gar nicht am Konklave teilnehmen können. Kurzum, es sei an der Sache nichts dran, die sein ehemaliger Pressesprecher nun in Buchform vorlege.

„Alle vier Kardinäle bestreiten und sind über Veröffentlichung verärgert“

Dennoch wurde der Medienbericht im Vatikan so aufmerksam registriert, daß Vatikansprecher Pater Lombardi auf Nachfrage des Sismografo dazu gestern Stellung nahm. In dem Buch „wird behauptet, daß sich in den Tagen vor dem Konklave vier Kardinäle – Murphy-O’Connor, Kasper, Danneels und Lehmann – der „Zustimmung“ des Kardinals Bergoglio zu seiner eventuellen Wahl „versicherten“ („They first secured Bergoglio’s assent“), und „sich dann an die Arbeit machten“ („then they got to work“) mit einer Kampagne zur Förderung seiner Wahl.
Ich kann erklären, daß alle vier obgenannten Kardinäle ausdrücklich diese Darstellung der Ereignisse bestreiten (…) und wünschen, daß man weiß, daß sie über das Veröffentlichte erstaunt und verärgert sind.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: CR/BBC/Daily Telegraph (Screenshots)

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78 Comments

  1. Das „Heilige Kollegium“ muß ja auf einem unglaublichen Niveau stehen, wenn es einen Bergogliaccio zum Papst wählt! Diesen Leuten könnte man mit einer Kampagne auch einen Schimpansen aufschwatzen! Weit haben wir es gebracht, 50 Jahre nach DEM Konzil!

    • Obwohl die Mitgliedzahl der Kardinäle vor Johannes XXIII. auf siebzig oder fünfundsiebzig festgelegt war, zählte das Kardinalskollegium oft nur etwa vierzig, manchmal auch nur um die dreißig Mitglieder. Alle kannten sich mehr oder weniger, zumal weitaus die meisten an einer römischen Hochschule studiert hatten. Sie sprachen dieselbe Sprache, hatten denselben Glauben, hatten dieselben Interessen. Sie wurden im allgemeinen wegen Ihrer Qualitäten, wegen ihrer Leistung und Verdienste zu Kardinälen kreiert.
      Die Kurienkardinäle waren meist Italiener. Ihnen war Nationalismus ziemlich fremd.
      Alle Kardinäle hatten in Suburbikarischen Bistümern, Titelkirchen oder Diakonien volle Jurisdiktion, hatten dort Pflichten und Rechte, die sie zu wahren trachteten. Sie gehörten im vollsten Sinne zum römischen Klerus und waren in Rom zuhause.
      Ein Konklave dauerte durchweg mehrere Tage, nachdem ein Konklave in der Geschichte auch mehrere Wochen, mehrere Wochen, ja manchmal auch mehrere Jahre gedauert hatte.
      Im allgemeinen, das wusste man, wurde auf einem Konklave heftig gestritten, daher in einem solchen Fall die lange Dauer.
      Johannes XXIII. mit seinen Ernennungen hat die Zahl siebzig überschritten, Johannes Paul II. hat die Zahl nochmals erhöht und auf die heutigen mehr als hundertdreißig gebracht.
      Nun sind sie „Repräsentanten der Weltkirche“, sie werden in der Hauptsache Kardinal, weil sie einen bestimmten Bischofsitz innehaben. Die Verständigung geht in schlechtem Italienisch oder in schlechtem Englisch vonstatten. Kardinal Stickler erzählte einmal einem Priester, wenn der Kardinal N. nach Rom komme, setze er sich neben ihn und frage, was man jetzt da sage, denn der könne – ein diesem Fall begreiflicherweise – weder Latein noch Italienisch noch auch Englisch, weil er von hinter dem Eisernen Vorhang komme.
      Was den Bildungstand angeht, so hat der im stärksten Maße nachgelassen, wie uns selbst an höchster Stelle vorgeführt wird. Der Anstand verbietet eine hämische Auflistung, die Liste wäre auch zu lang für diese ohnehin lange Antwort. Verdiente Theologen werden erst dann zu Kardinälen, wenn sie über achtzig sind, es handelte sich dann um eine Art dekorativer „Super-Monsignori“.
      Sie sind eher, jeder für sich oder für seine Gruppe, eine kleine oder auch starke Lobby.
      Sie fühlen sich nicht sonderlich wohl bei der Sache und möchten am liebsten bald wieder nach Haus.
      Wie seinerzeit der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz Prälat Josef Hohmeyer seinen Kartellbrüdern berichtete, dass nämlich am Konferenztag ein jeder Oberhirte die vervielfältigten Arbeitspapiere an sich nehme, sie aber keineswegs lese und dann schließlich der Meinung der Kommission zustimme …
      und wie die italienischen Bischöfe – was der Vorsitzende immer wieder beklagt – die Sitzungen schwänzen und lieber in der Via dei Cestari ihren Nasen an den Schaufenstern der verschiedenen Gammarellis plattdrücken …
      so auch die Kardinäle.
      Zudem erlaubt eine so große Zahl kaum noch eine allgemeine

      • Hier geht es weiter:

        Zudem erlaubt eine so große Zahl kaum noch eine allgemeine Aussprache, grob überschlagend kommt man auf zwei Minuten Redezeit (man vergleiche die vier Minuten bei der letzten Räubersynode).
        Dass das Heilige Kollegium längst entwertet ist und als Senat der Kirche nur noch so viel gilt wie im alten Rom der Senat unter Caligula oder Nero, das geht schon aus der Tatsache hervor, dass seine Funktion auf das achtköpfige Directoire übertragen ist.
        Corpsgeist – das ist nach dem Brockhaus von 1911 „die tätigste Teilnahme jedes einzelnen an dem gemeinschaftlichen Wohl aller, unter Beiseitesetzung aller egoistisch-persönlichen Rücksichten“ – Corpsgeist ist da nicht zu erwarten.
        Wie erklärt sonst, dass die letzte Wahl – wie auch die vorhergegangen – schon am ersten Tag (un)glücklich zustande kam? Gab es da wirkliche nichts zu diskutieren? Wieso fand sich so schnell die notwendige Mehrheit? Kam die Meinung wirklich am 13. März 2013 zustande oder waren die Kardinäle froh, den Kandidaten auf dem Tablett serviert zu bekommen“
        Für die These des britischen Katholiken Austen Ivereigh spricht so gut wie alles.

      • Danke @symmachus für diesen mutigen und sehr aufschlussreichen Beitrag. Daraus wird ersichtlich, wie Trägheit und Sattheit gefährlich werden können. Vor allem die knechtische Furcht ein eigenes Urteil entgegen dem allgemeinen Fluss zu haben – eines Kirchenfürsten, der bereit sein muss, für Christus sein Blut und Leben hinzugeben – in höchsten Masse unwürdig und schändlich. Beten wir für diese Geistlichen mit so grosser Verantwortung.
        Und für @symmachus (et sequace ejus ), um weiterhin – sei das gelegen oder nicht – seine Stimme erheben zu können.

      • Danke für die ausführliche Analyse. Lobbying vor und während des Konklaves ist ja nun wirklich nichts Neues. Angeblich (es wurde nie widersprochen) tat dies Kardinal König als er annehmen mußte, dass der Ruf an ihn gehen könnte, sehr erfolgreich für Kardinal Woytila, der dann auch Papst JP II wurde. Dass der Papst ihn dann bei der unseligen Nachfolge nicht kontaktierte, spricht dafür, dass man daraus später keinen Vorteil hat.

      • Eine sehr zutreffende und ganz richtige Analyse.
        Wir sehen erneut was für ein faux pas die „Internationalisierung“ u „Vergrößerung“ des senatus divinus doch ist , der mitnichten die „Weltkirche“ zu „repräsentieren“ hat. Das war nie die Aufgabe des Kardinalates.
        Hw. Msgr. Prof Georg May ist in seiner Darstellung zum selben Schluß wie Sie Symmachus gelangt.
        Es ist einer der schizophrenen Prozesse der Nachkonzilszeit, wo man einerseits alles nach „Kollegialität“ und „Funktionalität“ ausrichtete aber das sacro collegio, das Jahrhunderte hindurch in Rom als erlauchtes Beratergremium fungierte, defacto zu einem bloßen „Elektorenkollegium“ degradierte und seine althergebrachten Kompetenzen dermaßen kastrierte, daß es wirklich zu einem Art altväterlichen Club von „Super-Monsignori“ verkommen ist.

  2. Die vom Kardinal getätigte Aussage begrenzt die Abstreitung einer Kontaktaufnahme (passendere Übersetzung für approach in diesem Zusammenhang) ausdrücklich auf Tage (wieviele?) vor dem Konklave. Da er damit eine frühere Kontaktaufnahme (Wochen) nicht in seine Aussage einschließt, kann genau von einer solchen ausgegangen werden.

    • Das von Pater Lombardi wiedergegebene Dementi der vier Kardinäle enthält ebenfalls einen sprachlichen Haken, der das Dementi zu einem Pseudo-Dementi macht: Sie bestreiten nicht die beschriebenen Ereignisse, sondern die „Beschreibung der Ereignisse“.

  3. Aus dem Tagebuch des Komponisten Wilfried Hiller (Komponisten in Bayern, Band 56: Wilfried Hiller, hg. v. Tonkünstlerverband Bayern e.V. im DTKV, Tutzing 2014, S. 97):
    „11. Februar 2013 – Rosenmontag Während der Generalprobe in Würzburg zum „Theresienstädter Tagebuch“ von Alexander Jansen nach Gedichten von Kindern aus Theresienstadt kommt der Anruf, dass Papst Benedikt zurückgetreten sei. Wir halten das für einen Faschingsscherz. Winfried Böhm weiß bereits mehr, er teilt mir mit, dass Kardinal Bergoglio, der unseren „Sohn des Zimmermanns“ nach Buenos Aires holen wollte, der neue Papst werden wird.“

    Sofern die Angaben in Hillers Tagebuch stimmen: Was macht Winfried Böhm (http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_B%C3%B6hm, vgl. insbes. „Mitgliedschaften“) noch vor dem Konklave so sicher, dass Bergoglio der neue Papst werden wird?

    • Kurzauskunft auf wikipedia ergibt: Herr Hiller ist führender Rotarier. Als solcher kann er natürlich auch tiefer vernetzt sein und Zugang zu vertraulichen Plänen haben. Und da Freimaurer und Konsorten nichts weniger als wahrhaft demütig sind, prahlen sie schon mal gern diskret ihre Eingeweihtheit in Geheimpläne durchblicken – zumal die Zeit, wie sie glauben und wie es ja wirklich aussieht, für sie arbeitet, was sie siegessicher macht.

      • Ist aber alles nur Vermutung von mir (wenngleich plausibel kombiniert), und korrekterweise muss ich hinzufügen, dass Herr Heller vielleicht nur über eine gute Intuition verfügt und einen zufälligen Treffer gelandet hat.

    • Könnten Sie so lieb sein und mir-uns mitteilen wo man dieses Buch besorgen kann? Kann man mehr darüber erfahren? Ist das bekannt? Ich bitte um eine rasche Antwort, wenn es geht. Vergelts Gott

  4. Ich „capisco “ jetzt auch, aber wir haben es ja eigentlich alle schon geahnt.
    Armer Herr Lombardi, jetzt schnell schnell raus aus dem Körbchen und dementieren.
    Als Jesus der Gesetzeslehrer abgesprochen wurde, unser HERR als Laie bezeichnet wurde oder in dem unsäglichen Trauerspiel der Synode war er gar nicht zu hören??!
    Kardinal Kasper scheint auf jeden Fall einen Trumpf im Ärmel zu haben (meint er), sonst könnte er nicht so handeln. Klar weiß er den Bischof von Rom im Rücken.
    CAPISCO! KARRIERE.
    Dann klappt es auch mit Porsche.

    • Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit ist Grausamkeit!
      Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit ist die Mutter der Auflösung! (Augustinus)
      Die Mutter der Auflösung hat einen Namen und der fängt mit „B “ an!
      Dreimal dürft Ihr raten!
      Immer schön katholisch bleiben!
      Pater Martin von Cochem!

  5. Lächerliche, durch nichts bewiesene Kaffeesatzleserei und die üblichen etwas hysterischen Verschwörungstheorien. Es „habe gegeben“, es „soll“ etc. pp. Wo sind die Beweise schwarz auf weiß, Mr. Ivereigh?? Wenn Sie diese für jeden nachlesbar vorlegen, bin ich gerne bereit, zur Beichte zu gehen…

    • Sie müssen es ja nicht glauben. „Lächerlich“ und „hysterisch“ ist daran m.E. aber nichts. Vielmehr werden dadurch erst einige Dinge schlüssig, die sich sonst nicht erklären lassen. Das geradezu grotesk überschwenglich formulierte Lob für Kaspers „Theologie auf den Knien“.
      Ivereigh, soweit ich das auf englischen Seiten gerade lesen konnte, scheint Bergoglio persönlich sogar zugetan. Also null „Verschwörungstheorie“.
      Das Buch wird nichts ändern, eine nachträgliche Wahlannullierung ist wohl nirgends vorgesehen.
      Ivereigh beruft sich auf Kardinal Murphy O‘Connor persönlich, von ihm habe er die Infos erhalten, so viel Englisch verstehe ich.
      Ich würde mich allemal auf den Weg zum Beichtstuhl machen, die Geburt unseres Herrn naht.

      • Wenn es aber tatsächlich Beweise gäbe, wie z.B. Briefe, Emails oder wie bei Kasper ja schon an anderer Stelle Tonbandmitschnitte… dann, ja dann wäre doch die Wahl ungültig, oder? Müsste es dann nicht ein neues Konklave geben?

        Nur, wo sind diese Beweise…

        P.S.: ich würde sie mir sehr wünschen! Ebenso wie ein neues Konklave mit Kardinal Burke als Pius XIII 🙂

      • In früheren Zeiten hat man tatsächlich Theologieprofessoren herumlaufen sehen, an deren Soutanen in der Kniegegend große Flicken aufgesetzt waren.
        Vorschlag: Man soll sich doch mal Kaspers Hosen ansehen.

      • Ein Leo XIV. wäre vielleicht sogar noch mehr nach dem Geschmack der geschundenen Herde ( und vielleicht auch dem des allerhöchsten Herrn).

    • Was soll das – Weshalb sprechen Sie in diesem Zusammenhang über die Hl. Beichte? Und dann in einem Stil der die gebührende Ehrerbietung vor diesem Sakrament stark vermissen lässt?

    • @Ultramontanus
      Und Sie finden dieses Pontifikat und alles was es bisher nach sich gezogen hat völlig in Ordnung?
      Fällt Ihnen so gar nichts auf?
      Dann haben Sie sicherlich aus Versehen die falsche Seite aufgerufen, die Jubler und Verschweiger sitzen nämlich bei Kathnet und spielen dieses Spiel 1:1 mit.
      Beichte ist übrigens immer ein echter Geheimtipp, dort finden Sie den Beweis der Jesus Christus heißt.
      Ich wünsche Ihnen von Herzen Gottes Segen für die Adventszeit.

    • Sind Sie sich so sicher, daß es keine Beweise gibt, daß Sie hier so groß tönen?

      Es liegt nun einmal in der Natur von Verschwörungen, daß es keine schriftlichen Beweise gibt. Und daß es Verschwörungen gibt, ist eine unbestreitbare soziologische und kriminologsche Tatsache. Entsprechende Kriminalistik fahndet daher zunächst nach Hinweisen und prüft diese. Diese verdichten sich gegebenenfalls zu Indizien und mit der Zeit finden sich weitere Indizen, die dann doch schon so etwas wie Druck aufbauen unter dem dann die Verdächtigen Fehler begehen und man am Ende Beweise und oft sogar Geständnisse in der Hand hat.
      Das ist solide Kriminalistik, hier halt journalistische, weil es zu diesem Sachverhalt keine andere gibt. Man möge bitte hier auf katholisches.info in diesem Sinne weitermachen.
      Nichts ändert dies alles jedoch daran, daß sich die Männer des Konklaves haben manipulieren lassen – im besten Falle. Ich gehe nach wie vor von zahlreichen Überzeugungstätern aus. Auch dies zu klären vermag solch kriminalistischer Journalismus und dient damit der Kirche. Auch aus diesem Grunde also: Weiter so!

    • Das Dumme an den windelweichen Zurückweisungen der Behauptungen Ivereighs ist, dass der gute Mann jahrelang mit Kardinal Murphy-O´Connor zusammen gearbeitet hat, als Pressebeauftragter, also ganz ganz dicht am Geschehen war, alle Informationen aus allererster Hand hatte und immer noch in enger Beziehung zum Kardinal und seinen Mirtarbeitern steht.
      Er hatte es also gar nicht nötig, sich irgendeinen Schmarr´n aus den Fingern zu saugen. Dass die Pollyannas und Bergoglio-Fans das kaum ertragen können, steht auf einem anderen Blatt.
      Auf das Dementi O´Connors hin, hat Ivereigh einTweet an den Daily Telegraph geschickt, daß alles so stimme- in den nächsten Auflagen des Buches nur ein einziger Satz geändert werde:
      Da wird dann nicht mehr stehen: “ sie versicherten sich seiner Zustimmung zu seiner Wahl zum Papst“ sondern „Sie glaubten, daß er die Wahl nicht ablehnen werde.“ Kein himmelweiter Unterschied .
      Und weil Ivereigh eher ein Anhänger und Bewunderer Bergoglios ist, jedenfalls kein Kritiker, wiegt sein Bericht umso schwerer. Und er wirft ein bedenkliches Licht auf die Gültigkeit der Wahl.
      Kleiner Tip noch: erst lesen und nachdenken, dann schreiben!

      • Pollyanna ist ein Kinderbuch das vor 100 Jahren erschienen ist, ähnlich der Geschichte vom Heidi. Es bedient den optimistischen Traum vom glücklichen Ausgang in jeder Lebenssituation. Positiv Denken und Such -die-Freude sind imperativ.
        Kurz gesagt Realitätsverleugnung!

    • Was soll der Vorwurf „Verschwörungstheorie“? Wenn man einen „Papst“ bekommt, bei dem alle Welt sich fragt, „Wieso der?“ und dessen Krönung man nur durch die Annahme einer Verschwörung intellektuell redlich plausibilisieren kann, dann sind Verschwörungstheorien der absolut legitime Versuch, zu einer Arbeitshypothese zu gelangen. Irgendwie will der Mensch immer die Welt verstehen.

    • @Ultramontanus:
      die Beweise gibt es, schwarz auf weiß, noch von ganz anderer Seite!
      In den unsäglichen „Warnungsbotschaften“ der irischen „Seherin“ Mary Carberry wurde tatsächlich im Februar 2012 in einer „Botschaft“ behauptet,das „unser lieber Sohn Benedikt“ in einem Jahr (!) „verjagt“ würde!
      Da ich echte göttliche Offenbarungen hier völlig ausschließe, muß man sich schon fragen, welche (offenbar eingeweihten) Schelme hinter diesen Botschaften stecken.
      Zu erwähnen wäre noch, dass Frau Carberry samt ihrem Familienclan den sogenannten „Linkedln“ angehören,eine Gruppierung angeblich junger Unternehmensgründer, die interessanterweise in England im Visier des Geheimdienstes stehen.
      Das ist wohl schon Stoff für Verschwörungstheorien vom Feinsten, nicht wahr?

  6. „Zeiten der Barmherzigkeit“ – klingt nach schwarzem englischem Humor. -
    Jedes erlogene Dementi wird die Lage der Kirche verschlimmern. –
    Übrigens, die Predigt von Kardinal Sodano zum Konkavebeginn, deren Kälte einen frieren ließ, war programmatisch auf den siegreichen Kandidaten.

  7. Völlig glaubhaft und genau das, was wir hier seit der Wahl dieses Bergoglio immer wieder sagen. Da wurde manipuliert und getürkt, dass sich die Balken biegen. Neuerlich frage ich an, ob es wirklich der Heilige Geist war, der diesen Kirchenzerstörer erwählt hat oder nicht doch ein anderer Geist. Nämlich der, welcher stets spaltet und verneint. Dann würde es aber wirklich allmählich Zeit, dass der Heilige Geist eingreift, bevor Ali Mustaffa Bergoglio uns endgültig an Allah ausliefert.

  8. Das hier der Vatikansprecher Msgr. Lombardi wieder einmal herhalten muss ist ja traurig, denn schon mehrfach hat dieser, ob nun bewusst oder unbewusst sei dahingestellt, Unwahrheiten verkündet (denke hier ja an die Leugnung, dass ein Imam in den vatikanischen Gärten seinen Götzen zum Sieg über die Ungläubigen aufgerufen hat). Und es liegt nicht am Pressesprecher des Papstes, die höchst wahrscheinlich stattgefundenen Absprachen zu dementieren, sondern dies liegt alleine am Papst selbst und den vier genannten Kardinälen höchst persönlich.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  9. Ja ja….. habe den beiden deutschen Kardinälen Kasper und Lehmann noch nie Vertrauen schenken können.

  10. Das kann gut möglich sein. Diesen „Eminenzen“ (Lehmann, Kasper, Daneels usw.) traue ich so etwas zu. Alles Rotarier-Onkels.

  11. Das überrascht mich jetzt nicht. Einem Papst auf dem Stuhl Petri, der das Papstamt schneller zerlegt hat, als die Schweineherde bei Gerasa es in den See geschafft hat, sind solche strafbaren Absprachen zuzutrauen.

  12. Bergoglio ein „Kompromißkandidat“???
    Er ist Ultra-Progressist mit singulärer Neigung zum autoritären Despotismus.
    Das progressistische Lager hätte keinen in seinem Sinn vorteilhafteren Kandidaten aufbieten können.

    • Der Argentinier Jack Tollers, der sich intensiv mit den Jesuiten in Argentinien beschäftigt hat und eben auch mit J.M. Bergoglio nennt ihn einen typischen Peronista.
      Seine Art sich zu geben, seine Sprache, sein Stil (bzw. Stillosigkeit), sein sozialer und ideologischer Hintergrund seien peronistisch durch und durch.
      Der Artikel kann auf
      Unamsanctamcatholicam.com nachgelesen werden.

  13. Freimaurer untereinander verstehen sich eben und halten dicke zusammen; jeder ist dem anderen Bruder – frei nach dem Motto einer für alle, alle für einen!

  14. KATHNET
    …und weil ich schon dabei bin mich in Rage zu reden…obwohl ich mir meinen Frieden eigentlich nicht rauben lassen möchte, schon gar nicht von kathnet.
    Es WAR mal eine katholische Seite, hier werden Menschen, die unserem Herrn in Wahrheit folgen möchten entweder:
    nicht veröffentlicht ( es muss nicht einmal unhöflich sein, nur wahr)
    oder
    beabsichtigt bloßgestellt, wie es gestern mit Ben Hur erfolgen sollte.
    Ich war richtig erstaunt über die Veröffentlichung des Mitschreibers, danach wußte ich aber warum. Herr Schlegl und Co verteidigen alles was aus Rom kommt, packen jedes Thema, wenn überhaupt, mit Samthandschuhen an und wollten Ben-Hur diskretitieren.
    Liebes Kathnet-team: warum benutzen Sie eigentlich Samthandschuhe, wo doch bei Ihnen soviele Waschlappen vorhanden sind ?????
    Fremdschämen schrieb Schlegl gestern über Ben-Hur.
    Fremdschämen, oder heimlich schämen?
    Für die Wahrheit braucht sich niemand schämen, schon gar nicht fremdschämn.
    Wo sind all die schönen Perlen hin?
    Selbst kathnet möchte es nicht mehr so nennen.
    Warum bloß 😉

    • @Sabine F.

      Auf kath.net herrscht eine vorpubertäre Kommunikations-Regulierung, wo ein Kommentar mit etwas härterem Tobak zu dem Zweck durchgelassen wird, daß sich der dort inzwischen schon zu zweifelhafter Berühmtheit gelangte Schlägertrupp auf denselben stürzen darf. Damit die Prügel (scheinbar) besser sitzen (ein Ben Hur läßt sich von so einer kindischen Pipilulle nicht aus der Spur bringen), werden Erwiderungs-Kommentare nicht mehr zugelassen und dem geneigten Leser damit suggeriert, jetzt hat man aber das fundamentalistische Maul gestopft, da gibt’s keine Widerworte mehr. Dann jubelt sich dieser Haufen noch gegenseitig zu, indem er sich geballt auf die eigenen Empfehlungs-Punkte stürzt. Erbärmlich. Realitätsverweigerung bis zur bittersten Neige.

      Die obige Adresse sollte sich glücklich schätzen, daß ich nicht zur Koprolalie neige. 😉
      Da kann man nur grüßen mit „gehabt Euch wohl, trinkt den Kelch, den Ihr trinken wollt.“

      Ihnen wünsche ich eine gesegnete Adventszeit, auch wenn der Wind schärfer und der Seegang rauer wird.

      • Geehrter @Ben Hur,

        Ihren letzten schönen maritimen Satz kann ich nicht unbeantwortet lassen.
        Vor kurzem las ich auf einem niederländischsprachigen Blog einen ebenfalls maritimen Kommentar zu diesem Pontifikat:
        „… Steifer Wind von vorne, sehr häufig Gewitter, fallende Temperaturen, hohe Wellen- “, und dann herrlich – knapp: „Das dürfte zu meistern sein“.

        E ultreya e suseya, Deus adiuva nos.
        Ihnen ebenfalls einen gesegneten Advent.

      • Geehrter @Adrien Antoine,

        „Das dürfte zu meistern sein“ – eine Hoffnung machende wunderschöne Pointe. Die meisten meiner Kommentare entspringen eher einer bitteren Ironie.

        Im übrigen, um hier kein falsches Bild zu verfestigen, ich bin eine Frau, die hier schon unter einem anderen Namen gepostet hat, aber mit Ben Hur fühle ich mich den Sturmböen eher gewachsen. 😉

        Danke, auch Ihnen einen segensreichen Advent.

    • Besorgte Kommentare zur Türkei-Visite haben die Blockwarte von „kath.net“ zu wahrlich singulär-peinlichen Kapriolen verleitet: von der absurden Erdogan-Apologetik Pytliks über die Rundumschläge von Schlegel bis zum Schlußverdikt des „alles-Checker“ Gandalf.
      Mittlerweile folgt dieses banale neokonservative Portal in seiner Papalatrie einer absurden „Führer sprich, wir folgen“ Mentalität, die an Peinlichkeit und Sinnfreiheit nicht mehr zu überbieten ist. Diese Neigung zu eine Art „Führerkult“ sieh man auch wie „kath.net“ so Überfiguren aufbaut. Jetzt besonders den Jongleur von Passau, da Vorderholzer, Hanke und ganz besonders Huonder angesichts der kirchenpolitischen Lage als „Gurus“ nicht gut taugen mögen.

    • Wenn hier schon mal über die Zensur bei kathnet geschrieben wird das Kommentare nicht einmal unhöflich sein müssen, nur wahr um nicht veröffentlicht zu werden.
      Habe ich nun auch noch festgestellt, dass es ,,nur für mich sichtbare Kommentare,, gab, welche nur ich lesen konnte wenn ich mit meinem Computer eingeloggt war. Also für alle anderen Unsichtbar.
      Das sagt doch alles über kath net aus!!!

      • Nein, damit ist noch nicht alles gesagt.
        Ein Hinweis:
        Kommentatoren sollten darauf gefasst sein, dass die Userdaten von kath.net weitergegeben werden, so gezielt Interesse von außen angefragt wird. Unter „gekauften Journalisten“ gibt es keine respektierten Grenzen.

    • @ Sabine F

      Die Schiene die Kathnet fährt ist mir bekannt. Ich habe selbst 2 mal versucht einen Kommentar mit nur sehr leiser, verhaltener Kritik gegen Rom anzubringen. Aber leider -
      No chance! Diese Leute leiden an kompletter Umnachtung und Realitätsverweigerung, das ist mir unbegreiflich!

      • Verkommt das hier jetzt zu einem Rastplatz fürs kathnet-Wundenlecken ? Dass ausgerechnet auch Sie dazugehören !

      • Was ist da unbegreiflich? Es geht nicht um Realitätsverweigerung, sondern um Geld. Gekaufte Journalisten!

        An kath.net wird sichtbar, dass der Spagat – Diener zweier Herren zu sein – nicht lange turnbar war. Franziskus hat Licht und Schatten als Gegenpole selbst für Blinde sichtbar gemacht.

  15. Was ein Dementi von Walter Kasper wert ist, dass haben wir ja schon bei seinem Interwiev bei der Synode erlebt. Wenn er etwas dementiert, dann kann man davon ausgehen, dass es genau so war. Und wer es mit dem 6. Gebot nicht so ernst nimmt, wieso sollte er sich an das 8. halten?

  16. Eines ist, jenseits aller Spekulationen, sonnenklar: mit Bergoglio hat sich die Mehrheit der Kardinäle auf den denkbar ungeeignetsten Kandidaten geeinigt. Dass bei dieser Wahl manipuliert wurde, ist somit nicht von der Hand zu weisen. Und dass die genannten Herren Kardinäle ihre Verwicklung abstreiten, wen sollte das wundern!? Hat doch Kasper seine rassistischen Äußerungen über die afrikanischen Bischöfen abgestritten, bis man ihm das Gegenteil bewies und der Lüge überführte. Kardinäle sind halt längst keine Ehrenmänner mehr, deren Wort Gewicht und somit Überzeugungskraft hätte. Lombardi kann sich solche Auftritte deshalb also sparen, sie sind nichts als lächerlich.

  17. Kleine Anekdote am Rande: Kardinal Kasper soll übrigens, wenn sein Blut in Wallung gerät, auch nicht vom Heiligen Vater, sondern von „Bergoglio“ sprechen, entdeckt auf „Beiboot Petri“ -„Kardinal Walter K. Macht eine Szene“.

  18. Das sage ich schon seitdem Franziskus gewählt wurde.

    es müssen aber noch 2 andere Dinge angemerkt werden:

    1. die Duldung oder sogar Förderung der Wahl Bergoglios durch die alte Riege um Angelo Sodano, die so unter Benedikts Förderung von Bertone litt

    2. Bergoglio war wohl schon 2005 der Gegenkandidat von Ratzinger. Da es damals kein großes Vorkonklave gab, musste Bergoglio schon einige Zeit vor 2005 dem obigen „Kreis“ aufgefallen sein. Damals lebte ja auch noch Kardinal Martini der zusammen mit Kasper/Lehmann den Geist des Konzils aufrecht erhalten wollte. Alle drei Kardinäle stehen für den Geist des Konzils – ebenso die liberalen Kardinäle aus Europa und Nordamerika.

    Vielleicht wird dieses Pontifikat relativ kurz aber dafür wird der Effekt bzw. Schaden für das Papsttum und die Nachfolger enorm sein. Jeder muss wie Bergoglio sein.

  19. Diese Kardinälenlobby agiert schon sehr lange.

    2005 vor der Konklave war Danneels schon überzeugt, zum Papst gewählt zu werden;
    wie mündlich berichtet wurde (und hinterher auch noch reichlich auf Papier gedruckt) war Danneels in bester Stimmung nach Rom abgereist und man kolportiert daß er beim Abschied seiner Mitarbeiter noch gesagt hätte: “ Und wenn ich gewählt werde, nehme ich den Namen Johannes XXIV an.“
    Stattdessen wurde P. Benedictus XVI zum Papst gewählt.
    Der gewaltige Pädophilieskandal in Belgien, in welcher Vertuschung und Tolerierung und leider auch Verantwortlichkeit für die Indoktrinierung Danneels äusserst schwer verstrickt war, war durch Informierung der Kardinäle verantwortlich für die Torpedierung von Danneels ersehntem Pontifikatswunsch.
    Sehr wütend hat Danneels dann sofort nach der Papstwahl Rom wütend verlassen und die Einladung zum vom frisch gewähltem Papst angebotenen Festmahl nicht angenommen- eine schwere öffentliche Brüskierung.

    An Christi Himmelfahrt 2008 trafen sich Danneels, Kasper und der damalige Nuntius EB Karl Rauber zusammen mit Bonny und dem berüchtigtem pädophilem Bischof vanGheluwe in Brügge (Das Foto zu finden auf http://www.kavlaanderen.blogspot.be v. Samstag 29.11.2014)
    Kasper war übrigens auch bei der Bischofsweihe v. Bonny in 2009 anwesend.
    Es handelt sich hier um ein modernistische Truppe die in Rom im Ökumenebereich und an der Gregoriana stark vernetzt war.
    Danneels hatte gute und enge Beziehungen zu Großbritannien (inkl. Murphy-o‘Connor );
    noch 2011 wurde Danneels nach England eingeladen mit mehreren modernistischen Vorträgen, von dortigen Modrenisten sehr goutiert – im eigenen Land hatte er sich durch Totalversagen bei derr Pädofiliekrise unmöglich gemacht und mußte – von seinen Rechtsanwälten gezwungen- schweigen.
    Von Lehmann erfährt man in diesen Kontext nichts.
    1995-1998, anläßlich des Roeach3-Skandals (unter Danneels und vanGheluwe und durch diese Protegiert, wurde ein Religionsbuch mit einschlägig pädophilen Abbildungen (Zeichnungen) für Schulkinder v. 14-15 Jahren (3. Collegeklasse) („Roeach3″) publiziert und trotz großen Elternprotesten im Verkehr gehalten) wurden sehr viele Kardinäle durch engagierte Laien um Hilfe gebeten.
    Unterstützung kam v. Cardd. Ratzinger, Pio Laghi, Simonis, sehr viele aus Afrika (mir fällt sofort Uganda ein), Philippinen, …- Kasper und Lehmann fehlten.
    Hier wurde ein Gifgasangriff auf die Kirche verübt und sehr wenige haben richtig reagiert.

    Sofort nach der Papstwahl stand Danneels übrigens auf dem Balkon als der frischgewählten Franziskus sich den Menschen zeigte (aus dem Gedächtnis: links hinten)

    Und bei der Synode turnten dann einige dicke einschlägig bekannte Kardinäle herum.

    @Ultramontanus, man sollte mit undurchdachten Aussagen und Bedingungen immer sehr Vorsicht sein.
    Es ist soviel schlimmes passiert- und es kommt jetzt soviel schlimmes an der Oberfläche.
    Miserere

    • Schauen Sie, Bergoglio ganz in weiß, dahinter Hummes und Daneels. An diesem verhängnisvollen Abend im März war das alles bereits visuell offenbar. und selbst in glaubenstreuen Zirkeln wurde man als „Unheilsprophet“ oder „Kassandrarufer“ betitelt.

  20. The Great Reformer?
    Wo sind sie denn, seine Reformen? Stärkung des Islam! Förderung des Kapitalismus!

  21. @ Adrien Antoine, ich bin entsetzt über das was Sie da preis geben, daß kann doch nicht mehr meine Kirche sein!? Vor dem Link sollten Sie aber warnen, ich habe aber gleich abgeblockt und nichts mehr angeschaut.
    Ich wünsche Ihnen von Herzen Gottes reichen Segen und viel Kraft.

  22. Ein Argument fehlt mir hier bei dieser unglaublich klugen und kritischen Leserschaft: so eine Biografie verkauft sich mit einem (vermeintlichen) Knüller deutlich besser.
    Unter Kindern gibt es das schöne Spiel, jeder sagt sein liebstes „schmutziges Wort“. Mir kommt es kindisch vor, mit welchen Worten hier über Papst Franziskus hergezogen wird. Da scheint es mittlerweile einen ähnlichen Wettbewerb zu geben.
    Vermutlich wird aber auch dieser Beitrag von Herrn Nardi, dem Meister der Insinuation, wieder nicht online gestellt, so ist das mit dem eigenen Weltbild, das nicht erschüttert werden soll.

    gez. eine unbedarfte Freimaurerin

    • Sie sollten vielleicht die englischen Texte dazu konsultieren, wenn Ihnen als Gegenargument nichts anderes einfällt, als Herrn Nardi etwas zu unterstellen. Man sollte nicht immer von sich auf andere schließen ,werte Leonie.
      Dr.Austen Ivereigh war jahrelang enger Mitabrieter von Kardinal Murphy 0´Connor, hat alles hautnah miterlebt, auch die Aktivitäten des Teams Bergoglio. Selbst Sie müssen leider damit klar kommen, daß es die Pro-Bergoglio-Lobbyarbeit (die seine Wahl obsolet macht) gegeben hat und zwar u.a. von genau diesen 4 Kardinälen. Schlimm für Sie? Seien Sie tapfer!

    • Wahrlich sehr unbedarft, Ihre zeitweiligen Äußerungen auf diesem Forum. Sind Sie Sich eigentlich im Klaren darüber, dass Ihre Wortmeldungen einzig und allein dazu führen, dass die Wut mancher User(ich schließe mich da nicht aus) nur umso größer auf „Ihren“ (meiner ist diese Figur schon lange nicht mehr) Bergoglio wird? Wie kann man nur in einem solchen Ausmaß die Realität ausblenden? Naja- der Herr und Meister in Rom macht es ja vor.

  23. Gott sei Dank, denn wenn der Heilige Geist das gewollt hätte,,,,das wäre wirklich sehr sehr schlimm. So sieht das ganze eindeutig und durchsichtig aus,
    wehe wenn dies wahr ist, dann können diese Kardinäle wohl nur mehr um Barmherzigkeit betteln vor Gott!

  24. So fügt sich eines zum anderen. Auch das „Versehen“ bei der Auszählung der Stimmzettel zur Papstwahl (einer zuviel) und die anschließende sofortige Wiederholung statt wie vorgeschrieben am nächsten Tag erscheint in einem Licht der Manipulation. Achtung, feindliche Übernahme!

  25. Es kommt immer mehr heraus, und der Schaden für die Kirche ist immens hoch.
    Es bleibt die Hoffnung, daß es noch eine Notbremsung gibt und der SuperGAU im Gröbsten abgewendet werden kann.
    Man darf glauben und hoffen, daß der Hl. Geist dennoch in der Kirche wirkt, und die Pforten der Hölle sie nicht zerstören können.

    Ich frage mich, was Papst Benedikt XVI. von alldem weiß oder wußte. Seine Rücktrittserklärung geschah ja bekanntlich in unrichtigem Latein. Auch sind ja beglaubigte Morddrohungen gegen ihn Ende 2011 publik gemacht worden.
    Ich könnte mir vorstellen, daß es zu seiner Beseitigung aus dem aktiven Dienst, denn Papst ist er ja nach wie vor- das ließ er sich nicht nehmen, sowohl inner- wie auch außerkirchliche „dunkle Mächte“ gab. Ich persönliche halte hier auch eine Verwicklung von BK Merkel für nicht ausgeschlossen: diese liegt auf der Hand. Denn Papst Benedikt störte in der Errichtung der angestrebten Freimaurerwelt doch zu sehr.

    Beides, der Rücktritt von Papst Benedikt wie die Wahl von Kardinal Bergoglio, sind einem Komplott geschuldet.
    Inzwischen läßt „man“ die Hüllen auch mehr und mehr fallen. Man glaubt wohl nicht ganz zu Unrecht, daß Papst Franziskus wohl fest im Sattel sitzt. Nicht auszuschließen, daß es da eine Absprache zwischen ihm und dem englischen Kardinal bezgl. der Veröffentlichungen gab.

    • Es war ein niederträchtiger Staatsstreich, eine Art Palastrevolution progressistischer Prätorianer in Rom.

  26. Danke für diesen wichtigen und niederschmetternden Beitrag! Die genannten Kardinäle sind auch so schon als abstoßende Gestalten in Erscheinung getreten.

    Herr Ivereigh klingt sehr pausibel.

    Natürlich hatten sich viele schon ähnliche Gedanken gemacht. „Zufälle“ als solche gibt es ja bekanntlich nicht. Die Absprache (oder auch Intrige bzw. Konspiration) ist natürlich eines der stärksten Mittel der Diplomatie und Politik: „Gehen zwei den gleichen Weg, ohne daß sie sich verabredet haben?“ (Amos 3, 3)

  27. Ali Hassan Bergoglio wendet seine Barmherzigkeit Richtung Mekka. Da stört natürlich jeder Katholik. Aber das gemütliche Teestündchen bei Erdogan hat ihm sichtlich behagt. Auch das wollten die Kirchenzerstörer, als sie ihren diabolischen Plan zur Wahl Bergoglios augekocht haben. Ich behaupte; die Wahl ist wegen verbotener Absprachen und Manipulationen ungültig. Ich traue keinem dieser Rotröcke mehr. Vielleicht wurden sogar falsche Stimmenergebnisse bekannt gegeben. Auf dem Thron Petri müsste ein ganz anderer- vom Heiligen Geist Erwählter- sitzen !

    • Heute hat er den Präsidenten Ägyptens „zur Wahrung der Menschenrechte“ ermahnt. Es geht um die Verhängung von Kapitalstrafen für islamistische Mordbrenner. Da ist Bergoglio gleich parat mit seinen „Mahnungen“ und „Aufrufen“. Die orientalische Christenheit um diese schert sich der peronistische Neu-Despot einen Kehricht.
      Sollte es noch zu einer rechtmäßigen Papstwahl kommen wäre es angebracht das Hospiz St. Martha nieder zu brechen, den Grund umzupflügen und hernach mit Salz zu bestreuen.
      In jeder Räumlichkeit der apostolischen Paläste der Vatikanstadt gehörte eine Messe zur Entsühnung und Reinigung zu lesen, bevor ein rechtgläubiger Papst davon Besitz nehmen kann.

  28. Vielleicht…ist es gut, die ENTHÜLLUNG des Heiligen Geistes von anderen Enthüllungen, jetzt besonders, zu unterscheiden. Der Heilige Geist weht, lassen wir uns nicht verwirren, durch den vielversprechenden, verführerischen Bergoglioharmoniegeist. Nicht folgen… zuerst beten…

  29. Letzte Meldung:
    Heute Donnerstag 04.12.2014 erschien auf der semioffiziellen Homepage der niederländischsprachigen Bistümer in Belgie http://www.kerknet.be, in dem Unterteil für „Bistum Antwerpen“ (links in der Säule „Kies Uw bisdom“ anclicken) erstmals seit längerem wieder ein kleiner Artikel zum Gedenken und Feiern von 6 Jahren Amtsführung v. dortigen Bischof Johan Bonny.
    Bonny ist inzwischen international sehr bekannt durch sein ominöses Papier das er wenige Wochen vor der Synode in einer konzertierten Aktion weltweit verbreiten ließ.
    Illstrativ für seine Beliebtheit in seinem Bistum daß die Gedenk- und Feiermesse in der Unsere-Liebe-Frauenkathedrale in Antwerpen gefeiert wird durch Bonny, seinem Vicarisgeneral, dem Kathedralkapitel und der sonstigen Bistumsleitung, und- nun wird es interessant- ggf. auch von Priestern des Bistums falls hierzu Lust habend (über die tatsächlich sehr geringe Popularität v. Bischof Bonny bei seinem eigenen Clerus scheint man sich auch in der Bistumsleitung in Antwerpen im Klaren zu sein.
    Als großer Clou: rechts ein sehr kleines Foto (in dem jetzigen Context und Situation äusserst stachelnd ggb. treu-frommen gläubigen):
    „Kardinal Kasper legt die Hände auf bei der Bischofsweihe v. Johan Bonny“ (Bingo!)

    In dem flämischen Wochenblatt Humo erschien übrigens vorgestern (02.12.2014) einen großen und sehr gut recherchierten Artikel über die Pädophilie in der belgischen Kirche und besonders über den stümperhafte Umgang und die kaum stattgefundene Aufklärung bei den jetzigen Bistumsverwaltungen.
    Bonny und DeKesel(Bischof v. Brügge) erscheinen in den nächsten Tagen übrigens vor einer parlamentarischen Kommission und werden wie es aussieht sehr heiß gegrillt werden.

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