Für Salzburgs Erzbischof war Christus nicht Hoherpriester sondern „ein Laie“?

Franz Lackner mit Bischöfen Tirols: Jesus war Laie
Franz Lackner mit Bischöfen Tirols: Jesus war Laie

(Wien) Aus Anlaß der Neueinteilung der Diözesangrenzen in Tirol vor 50 Jahren lud der ORF die Bischöfe der alten Grafschaft Tirol zum „Gespräch“. Vor 50 Jahren 1964 zog die Katholische Kirche die Konsequenzen aus der am Ende des Ersten Weltkrieges vollzogenen Teilung des ehemaligen österreichischen Kronlandes an Inn und Etsch. Salzburgs Erzbischof Lackner machte im Gespräch  bei der Frage nach dem Priestermangel Jesus zum Laien.

1964 wurden die Diözesangrenzen den neuen völkerrechtlichen Grenzen und Verwaltungseinheiten angepaßt. Aus dem bei Österreich gebliebenen Anteil der Diözese Brixen wurde die neue Diözese Innsbruck. Die alte Diözese Brixen wurde um den sogenannten Deutschen Anteil der Diözese Trient erweitert und in die Diözese Bozen-Brixen umbenannt. Die verkleinerte Diözese Trient wurde zum Erzbistum erhoben. Das Erzbistum Trient und das Bistum Bozen-Brixen unterstehen seit 1921 direkt dem Papst. Trient verfügt über keine Suffraganbistümer und Bozen-Brixen gehört zu keiner Metropolitanprovinz. Das neue Bistum Innsbruck ist hingegen Suffraganbistum von Salzburg, wie es seit 798 schon die Diözese Brixen war.

Bischofsgespräch: 50 Jahre Diözesanneueinteilung in Tirol

Im ORF-Landesstudio Tirol trafen sich die Erzbischöfe Franz Lackner (Salzburg) und Luigi Bressan (Trient) und die Bischöfe Ivo Muser (Bozen-Brixen) und Manfred Scheuer (Innsbruck), um auf die letzten 50 Jahre zurückzublicken und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen.

„Wir befinden uns in einer massiven Umbruchs- und Übergangssituation, und da stellt sich die Frage: Wer stellt seine Lebenskraft, auch seinen Beruf, in den Dienst Gottes und der Menschen? (…) Wir brauchen Seelsorger, Priester, Ordensleute, Religionslehrerinnen, Pastoralassistentinnen“, sagte der seit 2003 amtierende Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer und plädierte für eine „Option für die Jugend“.

„Das Evangelium ist und bleibt konkurrenzlos, es ist aktuell und modern“, sagte der seit 2011 amtierende Brixner Bischof Ivo Muser. Glaube dürfe nicht aufgezwungen, sondern müsse lebendig sichtbar gemacht werden.

„Jeder sei berufen, Kirche zu sein und an der Seelsorge mitzuwirken, gibt der ORF Bischof Muser wieder: „Bei aller Wichtigkeit des Priesterdienstes, ist es wichtig, dass wir Seelsorge nicht einfach fixieren auf den Priester allein. Wir alle sind berufen, Kirche zu sein, unseren Beitrag zu leisten. Jeder mit den eigenen Kompetenzen, jeder mit den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten.“

Lackner: „Wir haben vergessen, dass Jesus auch Laie war.“

Erzbischof Franz Lackner
Erzbischof Franz Lackner

Ein Thema des Gesprächs war der Priestermangel. Die Antworten der Bischöfe blieben oberflächlich und konzentrierten sich, die Rolle der Laien zu betonen. Bei der Abwertung des Priestertums und Aufwertung des Laienstandes ging der neue Erzbischof von Salzburg am weitesten.

Der seit 12. Januar 2014 amtierende neue Erzbischof von Salzburg, der Franziskaner Franz Lackner meinte die „Zukunft der Kirche“ werde weniger Priester umfassen, aber, dass „die Laien in dieser Kirche wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen können“. Diese Aufgaben dürfe man nicht kleinreden, betonte Lackner. „Wir haben vergessen, dass Jesus auch Laie war.“

Die Aussage des Erzbischofs wird auf der Internetseite des Erzbistums Salzburg übernommen und ohne Ergänzung und Änderung weiterverbreitet. Selbst für Martin Luther war klar, daß Jesus Christus der wahre Hohepriester ist, wie ihn das Alte Testament für den Tempel Jerusalems kannte. Auch neuere protestantische Abspaltungen wie die Neuapostolische Kirche betonen die Stellung Christi als Hoherpriester. Doch der katholische Erzbischof von Salzburg und Primas Germaniae hält Jesus Christus für einen Laien?

Ein Erzbischof, der Jesus als Laie präsentiert? Gottes Sohn, der unter dem Priesterstand steht? Jesus Christus nicht als Hoherpriester schlechthin, der das Altarsakrament und das Priestertum gestiftet hat? Jesus nicht als der fleischgewordene Gott, von dem alle Weiheämter ausgehen durch die Einsetzung des Petrus und seines Primats? Keine Sukzession, die von Christus über Petrus über jeden Bischof seither bis zum letzten Priester reicht? Welche Sukzession wäre das, wenn Jesus Christus „Laie“ gewesen wäre?

Salzburg als alte Diözese wählt das Domkapitel den neuen Erzbischof aus einem Dreiervorschlag des Heiligen Stuhls.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: ORF Tirol/Erzdiözese Wien (Screenshots)

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106 Comments

  1. Es fehlen einem alle Worte.
    Das ist dümmer, schlimmer, entsetzlicher als alle Rahners, Küngs, Martinis und Bergoglios zusammen.

    O Immaculata, hilf!

    • Dümmer vielleicht schon, aber in jedem Fall nicht schlimmer als Küng, Martini und Bergoglio jeder für sich.
      Sie scheinen nicht viel von diesen Herren gelesen zu haben.

      O Sapientia fortiter suaviterque disponens omnia

  2. Und so jemand ist nun Primas Germaniae! Außer unterbelichteten Häretikern stand wohl niemand zur Verfügung…

  3. EB Lackner hat sich offensichtlich darauf bezogen, dass Christus nicht der jüdischen Priesterkaste angehört hat. Man sollte nicht jede missverständliche Formulierung gleich mit der Häresiekeule verfolgen.

    • Ich habe es so was von satt: diese ewigen nachträgliche Entschuldigungen: er wird es schon nicht so gemeint haben und eigentlich meinte er dies und das.:..
      Ein Bischof ist der Oberhirte einer ganzen Diözese, er soll Hirte, Lehrer, Anführer und oberster Priester sein. Ja wooo denn??? Wenn die meisten nur Sprechblasen hervorbringen oder mißverständlichen Schwachsinn. Wahrscheinlich laufen auch noch ein paar Trottel herum, die von Gott einen „Gottausweis“ verlange und eine Bestätigung, daß der Sohn Gottes schon DER Hohepriester ist.
      Im Ernst: Was taugen solche Bischöfe???? Sie reden über Priestermangel, wollen den Laien Honig um den Mund schmieren, weil das derzeit so IN ist, oder weil sie sich vor den Laien fürchten, beides wahrscheinlich, und dann kommen solche Unwahrheiten. IHN Christus, den Priester schlechthin…. ER stiftet alles wahre, einzige Priestertum und wird zum Laien degradiert. Oh heilige Einfalt…

    • Hm, das glaube ich nicht… Er wusste genau was er sagte… diesen Herren geht es doch am Ende nur um die Abschaffung des sakralen Priestertums

      • Wer so etwas behauptet, kennt EB Lackner nicht, einen Verteidiger des Zölibats. Aber wer ein Haar in der Suppe sucht, findet es auch, und wenn er es selber reinlegen muss.

      • @tschip: häh? haar in der Suppe suchen bei der schon mehrfach getroffenen Aussage „Jesus war auch Laie“? Das ist wohl eher so wie wenn man einen Teller Suppe über eine Karnevalsperücke gegossen hat…

  4. Es ist schade, wenn der Primas Germaniae so für Verwirrung sorgt.
    Ich bin kein Theologe und kann mich daher auch nicht auf die Frage einlassen, ob das Hohepriestertum Christi mehr mit seiner göttlichen oder mit seiner menschlichen Natur zu tun hat (oder mit beiden gemeinsam). Wohlmeinend könnte ich daher gerade noch behaupten, die erzbischöfliche Äusserung zielte auf die Aussage: „Jesus war auch einfacher Mensch.“ Wer nicht dabei war, weiss nicht, wie der Satz im mündlichen Vortrag betont wurde.
    Ich könnte christologisch korrekt schreiben: „Christus war auch Mensch.“ Die damit gemeinte Aussage – nämlich dass Christus Gott ist und auch Mensch – wäre nur durch die in der mündlichen Rede erkennbare Betonung klar.
    Wenn man die Aussage nur liest, könnte man sie in dem Sinne verstehen, dass „Christus ja auch nur ein Mensch war“. So wird der Glaubensinhalt stark verkürzt und vor allem missverständlich wiedergegeben. Leider ist das geeignet, unter den Gläubigen Verwirrung zu stiften.

    • „Wer nicht dabei war, weiss nicht, wie der Satz im mündlichen Vortrag betont wurde.“
      Lesen Sie doch bitte oben bei Florinus nach! Er hat es gründlich satt … mir geht es ebenso!
      Und wenn man das „Schnitzel“ noch zehnmal hin und her dreht, es kommt nichts anderes aus der Pfanne!!

  5. Wahrscheinlich will der Erzbischof sagen, dass Jesus Christus nicht aus einer Priesterfamilie stammte, dass er selbst im Tempel keinen Dienst als Priester ausgeübt hat.

    Wenn er allerdings nicht sagt, dass Jesus Christus, die zweite göttliche Person, wahrer Mensch geworden ist, um die gefallene Menschheit zu erlösen, durch seine Menschwerdung, sein Heilshandeln auf Erden, das in seinem Leiden, seinem Tod am Kreuz den Höhepunkt erreichte, dann ist er ein Häretiker.

    ER (Jesus Christus) SELBST IST DER PRIESTER, ER SELBST IST DAS OPFER! Vom Hohenpriester Jesus Christus leitet sich das katholische Priestertum ab. Die Priester des Alten Bundes waren schattenhafte Vorbilder, im Kreuzestod Jesu Christi und seiner glorreichen Auferstehung ist der Alte Bund vollkommen in den Neuen Bund hineingegangen.

    Machen wir uns doch nichts vor: Im deutschsprachigen Raum vertritt die überwiegende Mehrheit des Episkopates, des Klerus, mehr oder weniger die wirren Theorien des Erzbischofs Franz Lackner. Und das nicht erst jetzt, unter Bergoglio, sondern seit Jahrzehnten.

    Wären sie wenigstens ehrlich, würden sie sich ihrer bischöflichen Insignien entledigen und sich gewanden wie evangelikale Geistliche.
    Wären wir sie doch endlich los!!!

    Das Gegenteil ist der Fall: Wir sind inzwischen fast flächendeckend mit Bischöfen und mit Priestern geschlagen, die gar nicht Bischöfe und Priester im Sinne des 2000jährigen Glaubens sein wollen.

    Die katholische Kirche leitet sich ab vom Priestertum Jesu Christi, des einzigen wahren Hohenpriesters, des einzigen Mittlers zwischen Gott und der gefallenen Menschheit. Vor allem die Priester und Bischöfe lehnen sich dagegen auf. Ohne ihr Priestertum aufzugeben, ohne sich vom Bischofsamt zu trennen.

    Es ist nicht nur häretisch. Es ist auch unsagbar dreist und dumm. Es ist unerträglich. Und wir sind und bleiben mit ihnen geschlagen.

  6. Was würde wohl Erzbischof Andreas Rohracher zu diesem seinen Nachfolger sagen? In einer überaus beeindruckenden Predigt anl. einer Bischofsweihe im Jahre 1973 , die als Filmaufnahme auf DVD erschienen ist, rief er aus, daß in der öffentlichen Wahrnehmung Bischöfe und Priester zu Schießbudenfiguren herabgesunken seien. Offensichtlich hat sich Lackner dieser Sicht der Dinge angeschlossen – und handelt entsprechend.

  7. Unbedachtes, scheinbar originelles Dahergequatsche von Bischöfen ist ein Merkmal unserer Zeit. Dabei meinen sie es in der Regel wohl nicht einmal böse. Gott ist nicht katholisch, Jesus ist Laie, who am I to judge.

  8. Jesus war Jude und er war KEIN (jüdischer) Hoherpriester sondern tatsächlich Laie, nämlich gelernter Zimmermann.

    • Warum immer diese Schönreden. Das muss Ihnen in diesem Fall ja selber wehtun. Das ist es ja gerade. Christus ist der Hoherpriester niemand sonst. Er steht ja über allem irdischen Priestertum, das nur durch Ihn sein kann, aber weder neben über noch ohne ihn. Er hat das alte Hohepriestertum, das hohl und leer war, seiner wirklichen Bestimmung zugeführt. Die Frage, daß er weder jüdischer Hoherpriester noch Levit war, ist völlig irrelevant. Was für ein falscher Formalismus. Das war die Argumentation der Sadduzäer und der Pharisäer: Wer ist denn DER? Was will ER denn? Er kommt nicht aus den hohenpriesterlichen Familien noch ist er Levit und – schlimmer geht es nicht mehr – er behauptet gar der SOHN GOTTES zu sein…
      Und nun macht ihn ein Erzbischof der katholischen Kirche, der Primas des alten heiligen röm. Reichs. dt. Nation zum Laien.
      Garantiert findet er eine verschwurbelte Begründung, was er wirklich meinte, aber niemand verstanden hat. Mit was für Bischöfen straft uns Gott? Oder wohl richtiger: Was für theologische Tagenichste werden zu Bischöfen gemacht?

      • Der irdische Jesus war Laie. Den auferstandenen Christus bezeichnet die Kirche als den „ewigen Hohenpriester“, Erzbischof Lackner spricht aber von Jesus.

        Wenn mir etwas wehtut, dann Ihre antijudaistische Argumentation, die überdies theologisch falsch ist.

      • Aha, und der Auferstandene hat das Letzte Abendmahl gehalten, das Altarsakrament und das Priestertum eingesetzt und Petrus berufen….
        Die und Erzbischof Lackner können sich die Hand geben… Traurig, traurig, trauig

      • Lioba,

        es ist eine der Streitfragen der mittelalterlichen Kirche, die nie geklärt wurden, ob Jesus am Gründonnerstag mit dem Letzten Abendmahl auch tatsächlich eine Eucharistiefeier GEHALTEN hat (das er sie GESTIFTET hat, ist zweifelsfrei).
        Dafür gibt es einen guten Grund: Gegenwärtig wird unter den Gestalten von Brot und Wein infolge der Konsekration der VERKLÄRTE AUFERSTEHUNGSLEIB CHRISTI. Zum Zeitpunkt des Abendmahls liegen aber PASSION UND AUFERSTEHUNG noch VOR Christus.
        Ehe Sie Rapunzel also so wüst angehen, bitte ich Sie um eine theologische Grundlagenreflexion!

    • Rapunzel ist eine Märchenfigur. Ein junges Mädchen mit langen blonden Zöpfen, eingesperrt in einem hohen Turm…. und am Ende kommt tatsächlich ein Prinz angeritten, ruft „Rapunzel, Rapunzel lass dein Haar herunter“ – und rettet das Mädchen aus dem Turm. Beide reiten auf dem prächtigen Pferd davon und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie heute noch.

      So eine wunderbare Errettung hinein in ein ewiges Leben bei und mit Jesus, unserem Herrn und Gott (und nicht Laie) wünsche ich Ihnen, Rapunzel.

    • Der HERR war gewiss kein „Jude“ im abstammungsmäßigen Sinne. Väterlicherseits nicht und mütterlicherseits auch nicht, da das Erbgut der Mutter bei ihrer Empfängnis gnadenhaft performiert wurde.

      • Geht’s noch? Natürlich war Jesus dem Fleisch nach Jude, steht in der Schrift und ist absolut klar.

      • Nun, Jesus wurde am 8. Tag beschnitten, d.h. in die Gemeinschaft gläubiger Juden aufgenommen. Schade, dass Sie solche Vorurteile haben.

      • Wo steht das in der Schrift, dass der Herr Jude sei? Was ich geschrieben habe, sind offenkundig keine „Vorurteile“. Dieses Keulenwort ist hier absolut unpassend.

      • Nur mal so nebenbei: Die Torah bindet nur Juden – Jesus hält sich an das Gesetz des Mose; er wird als Sohn einer Jüdin beschnitten und nach jüdischem Brauch bestattet. Er spricht aramäisch, sieht sich zuerst zu den Juden als Gottes auserwähltem Volk gesandt – und jetzt kommts: Paulus bezeichnet ihn in Röm 1,3 als „dem Fleisch nach geboren… als Nachkomme Davids“. David ist übrigens eindeutig Jude. Nehmen Sie doch bitte nicht nur das „ungeschieden“, sondern auch das „unvermischt“ des Chalkedonense wahr. Jesus war – und ist! – von seiner Abkunft her Jude.

      • Besorgter Christ, die Frage mit dem Auf-den-Arm-nehmen muss ich Ihnen stellen. Wo steht in der Stammbaumaufstellung, dass unser Gott ein Jude ist?

      • Sarah, dass der Herr mütterlicheseits bis ins Großelternglied jüdische Vorfahren hat, bestreitet ja kein Mensch. Aber der Stammbaum beschreibt ja die väterliche Seite und da gibt es nunmal keine Zweifel, dass der Vater kein Jude ist, der Nährvater freilich schon.

      • Die beiden Stammbäume in Matthäus und Lukas gelten als einer der von Josef, der andere als der Mariens, aber selbst wenn beide nur die gesetzliche Abfolge, also die von Joseph angäben, so bleibt immer noch, dass Maria Jüdin war und bei den Juden eh die Zugehörigkeit über die Mutter geht, nicht über den Vater.
        Dass Maria die Tochter Zion, also die jüdische Frau überhaupt ist, dass lesen Sie am besten bei Kardinal Ratzinger nach!

      • Bei Kardinal Ratzinger nachlesen? Na da benennen Sie ja einen ganz unverdächtigen Zeugen. Wenn ich es richtig weiß, schrieb dieser Kardinal auch, dass Christus der vollkommene Jude sei. Ich bitte um etwas mehr Quellenkritik!

      • Dass Maria die „Tochter Zion“, also die „jüdische Frau überhaupt“ ist, kann man natürlich auch richtig verstehen. Die Tochter Zion ist die Kirche, Maria steht für die Kirche, was richtig ist. Auch die „jüdische Frau überhaupt“ wird richtig verstanden, wenn man mit Juden das Bundsvolk meint. Dann sind nämlich die Katholiken die wahren Juden, was wiederum zutreffend wäre und dann könnte man die Gottesmutter wahlweise als die „jüdische Frau überhaupt“ oder die „katholische Frau überhaupt“ bezeichnen, was das selbe bedeutete.

      • Ratzinger ist, zumal in seinen päpstlichen Jesusbüchern, einem unkritischen, modernistischen Philosemitismus erlegen. Das ist eine Schande.

    • Wertes Rapunzel, woher glauben Sie eigentlich, kommt denn das Priestertum, wenn nicht vom EWIGEN HOHEPRIESTER selbst? JESUS HÖCHSTPERSÖNLICH hat im Abendmahlsaal mindestens drei Apostel zum Priester geweiht – muss somit zumindest ‚mal die Bischofswürde gehabt haben!!! Könnte es sein, dass er sogar bedeutender ist als der Papst??!!!!
      Ist das zu hoch für langhaarige Blondinen?

      • Wo steht im Abendmahlsbericht, dass Jesus mindestens drei Aposteln zu Priestern geweiht hat?

        Und wer sollte Ihrer Vorstellung nach den Herrn „mindestens“ zum Bischof geweiht haben?

      • Die kath. Kirche beruft sich nicht nur auf die Hl. Schrift, sondern kennt auch die Tradition und apokryphe Überlieferungen, sowie die Visionen von Mystikern. Und da gibt es einige, die einen Blick in den Abendmahlssaal werfen durften und uns das Heilige Geschehen überliefert haben. Einfach mal informieren!

  9. Diesen Mist hat Herr Lackner schon vor geraumer Zeit in seinem Verbildungshaus St. Virgil zum Schlechten gegeben. Herr Lackner ist damit offensichtlich selber ein Laie, denn wer nicht an das Priestertum Christi glaubt, kann wohl kaum Priester Jesu Christi sein. Da aber die zweitvatikanische Konzilssekte offensichtlich nicht die von Christus gestiftete katholische Kirche ist, verstehen sich ihre Funktionäre offensichtlich als über Christus stehend. Das beweist schon die Ungeheuerlichkeit dieser Leute, das Testament Christi zu verfälschen, in dem die Worte der heiligen Wandlung von diesen Stümpern „verbessert“ wurden. Bergogliaccos Ketzersynode bringt Ehebruch und Homosex zu Ehren, und Herr Lackner will uns weismachen, daß Jesus Christus letztlich unter ihm stand, weil er ja nur ein einfacher Laie war. Sehr aufschlußreich! Diese Sekte ist nicht meine Kirche, in der ich getauft wurde!

  10. Tja, das ist wohl für niemanden eine Überraschung der die Situation in Österreich kennt. Lackner fügt sich nahtlos in die Riege der Kirchenzerstörer mit Knopflochentzündung ein. Der Oberwitz im Gefolge seiner Wahl durch das Kapitel war der, dass eine Reihe österreichischer Leitmedien Lackner als konservative Rache(!) für die durch modernistische Kräfte betriebene Zufallbringung des Fast-Weihbischofs Wagner präsentierten – ein echter Schenkelklopfer! Der einzige „Störfaktor“ im modernistischen Episkopat bleibt der Salzburger Weihbischof Laun.

  11. Das kommt davon, wenn man den Herren aller Mächte und Gewalten, den König der Könige, den wahren Gott von wahrem Gott als „Bruder Jesus“ anquatscht.
    Sicher wird der Primas sich in Kürze öffentlich mit einer häresiefreien Christologie korrigieren.

  12. Wie ist es möglich, einen derart degenerierten „Glauben“ von sich zu geben ? Erzbischof Lackner’s erschreckende Aussage
    -
    „Wir haben vergessen, dass Jesus auch Laie war.“
    -

    ist gleichsam der „Supergau“ durch den sich immer weiter ausbreitenden Weichspülkatholizismus.

    Daher für Erzbischof Lackner etwas Nachhilfe durch Erzbischof Wolfgang Haas:
    -
    „Die Kirche ist von ihrem Wesen her durch Weihe und Sendung auferbaut.
    Der HOHEPRIESTER JESUS CHRISTUS ist ihr Stifter und Erhalter. 
    Der Priester auf ewig, der am HOHENPRIESTERTUM DES HERRN Anteil hat, ist ein Geweihter und Gesandter.
    Er empfängt die heilige Weihe durch den Herrn selbst, vermittelt durch die Kirche und
    gemäss der kirchlichen Ordnung, die im gekreuzigten und auferstandenen Herrn ihren Ursprung hat.
    Der Priester, der auf heilige und heilswirksame Weise geweiht und damit Jesus Christus verähnlicht ist,
    empfängt seine konkrete Sendung im Dienst des neuen Gottesvolkes immer durch die Kirche und in ihr.
    Es gibt kein wahres Priestertum ausserhalb der wahren Kirche Christi und ohne sie.“
    -

  13. Naja, Laie und Priester haben ja verschiedene Bedeutungen. Jesus hat ja zum Stamm Juda und nicht zum Stamm Levi gehört, auch wenn sein Großcousin Zacharias Levit war. Er war also vom Alten Testament aus betrachtet wegen seines Judeseins Laie. Er war auch in anderer Hinsicht Laie. Er hat ja nicht nur nicht zum Stamm Levi gehört, er war ja auch als Theologe „self-made“. Von einer rabbinischen Ausbildung hört man da nichts.
    Selbstverständlich war er auch nicht Amtspriester wie es heutige katholische Priester sind. Denn er selbst ist ja der EINZIGE MITTLER und daher im ganz strengen Wortsinn auch der EINZIGE (Hohe-)Priester. Katholische Amtspriester haben ja nur im abgeleiteten Sinn Anteil an Jesu Priestertum, weil sie ihn (übrigens NIE vollständig) vergegenwärtigen.

    • Ich finde das lustig: die Liberalen schimpfen sonst immer gegen Vorschriften und Formalismen. Dann sagt ein Bischof einen handfesten Blödsinn (um nicht mehr zu sagen) und siehe da, die Liberalen verteidigen Vorschriften und Formalismen: Jesus war ja kein Levit, er war ja sogar ein „self-made“-Theologe. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Jesus Christus ist Gott, die zweite Person der allerheiligsten Dreifaltigkeit, er ist der Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. Er stiftet das Priestertum. Ein „Laie“ der das Priestertum einsetzt. Schwachsinn zur Potenz, wie der Verstand sofort signalisiert. Das fleischgewordene Wort, DIE WAHRHEIT stiftet das Priestertum durch die Berufung des Petrus, der Apostel, der Nachfolger der Apostel (apost. Sukzession), die Priester….
      Ein Erzbischof sollte das Wissen, präzise Sprechen, statt schwdronieren, er trägt Verantwortung, wenn er dem nicht gewachsen ist, soll er auf sein Amt verzichten, wäre auch eine Option.
      Der Sprecher von Bischof Huonder, Herr Gracia, sagte in einem Vortrag (wurde im Radio gesendet), daß die Bischöfe im deutschen Sprachraum, wenn sie Bischöfe werden und bleiben wollen, nur eine Aufgabe haben, nirgends anzuecken und den Haufen beisammenzuhalten, damit möglichst wenige „austreten“, wegen der Kirchensteuer. Mit wenigen klaren Worten die Lage auf den Punkt gebracht, wie sie Erzbischof Lackner mit einer Beleidigung unseres Herrn (!!!) bestätigt. Den Vortrag von Gracia hat Radio Maria Österreich gebracht und auch Radio Horeb!

    • „…er war ja auch als Theologe „self-made.“ Entsetzlich.
      Jesus Christus war und ist Gottmensch. Da konnte man in der Tat nichts von einer rabbinischen Ausbildung hören.
      Sahra, es ist nicht zu fassen: Jesus Christus offenbart den dreifaltigen Gott und Sich selbst. Und sie reden von der fehlenden rabbinischen Ausbildung. Er war ihr Lehrer, auf Ihn hätten sie hören müssen.

      Die Priester – in ihrer Person – vergegenwärtigen Jesus Christus überhaupt nicht. Weder vollständig noch unvollständig.
      Während der hl. Messe handeln sie als STELLVERTRETER Jesu Christi und setzen sein Opfer von Kalvaria vollständig gegenwärtig. In den durch den Priester als Stellvertreter Jesu Christi verwandelten Gestalten von Brot und Wein ist der geopferte und verklärte Jesus Christus vollständig gegenwärtig.

      Als Stellvertreter Jesu Christi sprechen sie die gültig Beichtenden von ihren Sünden frei, und zwar vollständig. Die Reihe der Sakramente ließe sich fortführen…

      Der Priester handelt am Altar und bei der Spendung der Sakramente als Stellvertreter Jesu Christi, als sein Diener, sein Werkzeug. Darin besteht die Würde und einzigartige Stellung des katholischen Priesters. Doch nicht in seiner Person setzt er Jesus Christus gegenwärtig, sondern in ganz bestimmten Handlungen.

      Der Unterschied ist wichtig. Sonst müsste man vor dem Priester niederknien, wenn man ihn sieht. Oder dürfte ihm kaum noch widersprechen in Debatten.

      Früher wussten das Katholiken ganz selbstverständlich. Da die nachkonziliare Kirche ein verändertes Priestertum mit der Messe Paul VI. hervorgebracht hat, ist diese Selbstverständlichkeit dahin.

      • Geehrte @Zeitlos,
        Das von Ihnen kommentierte Posting wurde von @Sarah geschrieben.
        @Sahra ist eine sehr engagierte traditionsfreundliche Posterin bei kath.net.
        Man sollte beide Personen nicht verwechseln (was zugegeben vom Namen her nicht leicht ist)

        Totus tuus

      • Natürlich hat der Mensch Jesus eine geistige Entwicklung. Das schreibt schon der Evangelist Lukas. Natürlich hat die Hl. Schrift gelesen und eben selber aus ihr gelernt, ohne in eine Rabbinenschule gegangen zu sein. Schreiben und lesen musste er auch lernen.

    • Die Aussage von EB Lackner war sehr dumm: sie ist zutiefst verwirrend für die Gläubigen (wovon inzwischen allen hoffen daß sie diese Worte richtig und besonders günstig für den Sprecher interpretieren) (wo doch die Verkündigung nach Vat.II das erste munus der Bischöfe darstellt) und sie ist natürlich nicht durch die Tatsachen belegt.

      Das altgriechische Wort Laikos (lat. laicus) kommt in der Septuagint nicht vor.
      Es begegnet in den griechischen Versionen des Alten Testaments zuerst bei Aquila (Onkelos), 2e Jhdt. n. Chr.
      Bei Clemens v. Alxandrien (ca.250 n. Chr.) wird es im Gegensatz zu „Klerikos“ benutzt, wobei gersde hier niemals von Unserem Herrn Jesus Christus als „Laie“ die Rede ist, bzw. Clemens hieran überhaupt nicht zu denken wagte.

      „Laios“ ist übrigens abgeleitet und stark verwandt mit „laos“, als Volksmenge, Volksmasse, hier in Kontrast zu „Demos“, dem Volke als politischer Einheit, und zu „homados“, einem confusen Volksauflauf (übrigens mit pejorativem Charakter).
      Davon abgeleitet das Volksheer (Soldaten und Offiziere), das „Volk“ als Bauern, Handwerker und Matrosen (das würde ich jetzt auf Deutsch keine „Laien“ nennen, dafür ist ihr Fachwissen zu groß), das Volk/Publikum in der Arena;
      und dann in der Hl. Schrift: die Männer (ggb. die Frauen), die Juden, später dann: die Christen (ggb. die Heiden), und erst bei den Ekklesiastischen Autoren dann: Laien ggb. den Klerus.
      Bei all diesen Verteidigungsversuchen wird jetzt holterdipolter alles Mögliche durcheinandergemischt. und darüberhinaus sehr viel verschwiegen.

      Jesus Christus wurde in einer Familie des Hl. Restes geboren, nicht in einer jüdischen Priester-oder Levitenkaste.
      Ein „Selfmade-Theologe“ war er auch nicht: in einer frommen jüdische Familie wurde jede intelligente Junge sehr intensiv an den Tenak‘h ausgebildet.
      Der Glauben ist eine Gabe, ein Geschenk- das Verstehen der Texte ebenfalls.
      Jesus Christus ist der Summus Sacerdos, der von Isaîas besungene Gottesknecht, der seine Pflicht bis zum Ende erfüllt, der das Kreuzopfer darbringt im Eigenen Leib, die Zweite Göttliche Person- nicht von Menschen geweiht und von Menschen auch nicht weihbar.
      @Zeitlos und @defendor haben dazu alles schon gesagt.

      Saloppe Wortwahl bei einem sehr empfindlichem Thema: das ist Dummheit.
      Das gibt es leider schon im Überfluß an noch höherer Stelle.
      Und besonders schmerzhaft, wo das kommende Jahr doch im Zeichen der Orden steht:
      neben Kleriker und Laien gibt es natürlich noch Monialen, in der Mehrheit auch noch weibliche, die hier komplett vergessen werden.
      Ich finde es übrigens sehr schön daß jemand an Prof. Klaus Berger erinnerte.

  14. Ich denke, daß sowohl der Autor dieses Beitrages, Giuseppe Nardi, wie auch Salzburgs Erzbischof, ganz genau wissen, daß Jesus der Christus d e r Hohepriester schlechthin IST.
    Trotzdem war das Priestertum des Alten Testamentes a l l e i n dem Stamm Levi übertragen worden, der auch als einziger Stamm o h n e Landzuteilung verblieb.
    Jesus der Christus, der einzige wahre Hohepriester, entstammt Seiner Menschwerdung nach dem Stamm David !!!!! So gesehen war unser Herr Jesus Christus, was den Priesterdienst im Tempel angeht, „Laie“.
    Die Intentionen des Salzburger Erzbischofs, sowie des Autors dieses oben veröffentlichen Artikels möge Gott beurteilen. Meiner Ansicht nach hat Erzbischof Lackner der irdisch-geschichtlichen Tatsache nach das Recht auf seiner Seite.

    • Liebe Frau Mautner-Markhof
      gerne lese ich Ihre Kommentare. Nun muss ich mich auch einmal zu Wort melden. In diesem Fall fällt es mir nämlich zu schwer entschuldigend dem Erzbischof zur Seite zu springen. Alles hat Grenzen. Diese Erniedrigung des Herrn, diese Herabwürdigung des Heiligen als unpassende Verneigung vor dem Profanen tut zu weh.
      Wir sprechen von Gott. Da ist alles Reden über den Stamm Levi völlig irrelevant. Die Maßstäbe müssen uns bewusst bleiben und wir sollten sie nicht biegen, auch nicht, um einem Bischof zur Seite zu springen, der es, wie in diesem Fall, nicht verdient.
      Das Gespräch dauerte zwei Stunden, er hätte Gelegenheit gehabt, die Dinge korrekt wiederzugeben. Stattdessen… Es tut sehr weh. Keine Richtigstellung, seine Erzdiözese – ich habe es mir angeschaut, weil ich es nicht glauben konnte – gibt die Aussage wirklich genau so weiter. Da wäre ja ausreichend Gelegenheit zu sagen, was er denn wirklich gemeint haben wollte. Es ist nicht erfolgt. Ich muss daher annehmen, Erzbischof Lackner wollte es genau so sagen, wie er es gesagt hat. Und das stimmt mich traurig. Bestimmten Laienkreisen schöntun ist offenbar wichtiger als dem Herrn die nötige Verherrlichung entgegenzubringen. Ich bin wirklich sehr sehr traurig…

      • Mir geht es genauso wie Ihnen, habe immer große Stücke von Erzbischof Lackner gehalten! Wie Glücklich war ich wie er Erzbischof geworden ist !Um so schrecklicher habe ich jetzt seine Aussage Empfunden !Ich bin wirklich sehr traurig über seine Äußerung! Haben wir keine Bischöfe die ein Rückgrat haben? Was sagen die anderen drei Bischöfe dazu? Es waren insgesamt vier ,Schweigen im Walde? Wie geht es den echt Katholischen Priestern dabei Es ist nur noch ein Trauerspiel ,an wen sollen wir uns noch halten!

      • Was mich veranlaßt hat meinen Kommentar zu verfassen war der Umstand, daß mich zweierlei schmerzt:
        1. Daß Erzbischof Lackner den Umstand, daß unser Herr Jesus Christus Seinem Stammbaume nach als Mensch ( siehe Matthäus 1, Verse 1 bis 16 : „Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams …
        u.s.w.) durch die irdische, gesetzliche Vaterschaft Josefs, der seine Verlobte Maria, die Mutter Jesu „zu sich genommen“ hatte und damit ihre Schwangerschaft vor dem Gesetz legitimierte, dazu benutzt mit einer bestimmten Absicht darauf hinzuweisen, daß Jesus eben n i c h t aus der damaligen Priesterklasse stammte. (Alles das in einem schrecklich langen Satz gesagte ist aus Sicht der Zeit Jesu gesagt, in der ja keiner der damaligen Zeitgenossen um das große Geheimnis der wahren Wirklichkeit Jesu wissen konnte!! ) Mich befiel der Verdacht, daß Erzbischof Lackner mit seinem Hinweis damit bezweckt den Laienstand u n s e r e r Zeit solange aufzuwerten bis die Allgemeinheit den geweihten Priester unserer Zeit noch mehr seiner Herausgenommenheit entkleidet. Es steht mir aber n i c h t zu diesen meinen Verdacht Erzbischof Lackner anzulasten !!!

        2. Schmerzt mich, daß der Autor obigen Artikels sich sehr wohl das Recht nimmt darüber zu urteilen, daß Erzbischof Lackner Jesus Christus zum Laien abstempeln w i l l . Sicherheitshalber mit einem “?“ im reißerischen Titel versehen.

        Beide Haltungen, die eine mögliche, die zweite mit Sicherheit , erfüllen mich mit Widerwillen.
        Ich hatte ursprünglich die Absicht weder die Intention des einen zu entschuldigen noch der Intention des anderen Recht zu geben. Darum der Hinweis, daß beider Intentionen GOTT beurteilen möge. Jetzt aber b i n ich deutlich geworden.

      • Geschätzte gnädige Frau!
        Ein Häretiker wie Herr Lackner kann nie das Recht auf seiner Seite haben. Vor 20 Jahren hätte kein katholischer Bischof solche Ungeheuerlichkeiten von sich gegeben. Daß unser Herr kein Judenpriester war, der im Tempel Kälber und Ochsen schächtete, ist wohl jedem halbwegs Gebildeten klar, dazu brauche ich keinen „Erzbischof“, um mir das zu sagen. An keiner Stelle des Neuen Testaments oder in der Tradition findet sich die Ungeheuerlichkeit jener Behauptung Herrn Lackners (ein Erzbischof in der Nachfolge der Apostel kann er ja nicht sein, wenn für ihn Jesus selbst nur Laie war). Die katholische Wahrheit kommt hingegen sehr klar beim hl. Paulus zum Ausdruck: Hebr. 5, 1-11! Gelobt sei Jesus Christus, der ewige Hohepriester, der uns bald von den häretischen Konzilskirchenmietlingen befreien möge und uns wahre Hirten schenke – auf den Laienzirkus verzichte ich von Herzen gern!

    • Sie schreiben:
      „Jesus der Christus,…., entstammt Seiner Menschwerdung nach dem Stamm David“
      Da muss ich widersprechen bzw. ist eine notwendige Differenzierung betreffend „der Natur nach“ und „dem Gesetze nach“ zu treffen.

      Jesus Christus entstammt Seiner Menschwerdung nach der Heiligsten Dreifaltigkeit. Die heilige Menschwerdung von Jesus wurde göttlich gewirkt. Jesus wurde im Schoße Mariens durch die Wirkung des Heiligen Geistes göttlich empfangen und hat Fleisch angenommen aus Maria der Jungfrau. Wir bekennen und beten dies im Glaubensbekenntnis.
      Der heilige Josef wurde dem Gesetze nach der irdische Vater von Jesus. Josef‘’s Abstammung aus dem Haus Davids galt dem Gesetze nach auch für Jesus, jedoch nicht der Natur nach.
      Jesus, von Seiner Empfängnis an wahrer Gott UND wahrer Mensch, ein Geheimnis von solcher Erhabenheit, dass kein menschlicher Verstand es je zu erfassen im Stande sein wird. Jeder Vergleich, jede Interpretation mit irdischen Kategorien, Termini oder gar vermessene Festlegungen (weil wir es ja „besser wissen“ als das geoffenbarte Wort Gottes/Evangelium) kann nur fehlschlagen und den Herrn beleidigen. Des Menschen Worte reichen an die Göttlichkeit nicht heran. Eines nur ist dem Menschen gemäß, dh. ist geboten und bringt den Menschen zu Gott, in eine lebendige Gottesbeziehung: die Anbetung.

      Mit Thomas von Aquin – Hymnus Adoro te devote:
      1. Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir.
      Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.
      Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin, weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.

      —–
      In meinem anderen Beitrag hierzu von heute verweise ich darauf, dass Erzbischof Lackner bereits im Nov. 2013 sagte:
      „Jesus selbst war ein Laie. Diese Tatsache sollte man in der Kirche diskutieren.“

      Lackner trifft eine Feststellung und regt dazu an, diese in der Kirche zu diskutieren. Die von ihm getroffene Feststellung ist die Leugnung der Göttlichkeit Jesu Christi. Das kann man nicht mehr schönreden. Wenn man das nun in der Konsequenz durchdenkt, dann ist der Erzbischof ein Berufskatholik, jedoch kein Hirte, um die Seelen zu lehren, leiten und heiligen.

      • Wo in der Bibel und unseren Dogmen steht, dass das Erbgut der Gottesmutter bei Jesu Empfängnis „transformiert“ worden ist?

        Sie verbreiten Irrlehren!

        Jesus war wahrer Gott UND WAHRER MENSCH in einer Person, seine menschliche Natur stammt von seiner jüdischen Mutter Maria, die Sie im Übrigen beleidigen, wenn Sie meinen, das Erbgut diese jüdischen Mädchens sei für den Erlöser nicht würdig genug gewesen.

      • @ Rapunzel !
        Ihr Kommentar von heute 27. Nov. um 11:19 steht hoffentlich irrtümlich als Antwort unter meinem Beitrag?
        Nichts davon, was Sie an dieser Stelle schreiben, hat mit meinem Beitrag zu tun.
        Ich ersuche Sie um Richtigstellung. Danke!

      • So ist es.Ich glaube an Jesus Christus….Ich glaube an den Dreieinigen Gott…Dafür muss ich nicht ein Theologe sein,nicht ,,bibelfest“sein.Jesus Christus,wurde schon einmal,nach irdischen Kategorien beurteilt und verurteilt,…Er sagte,,,mein Königreich ist nicht von dieser Welt…“Nein,Jesus Christus darf nicht neu etiketiert werden,modernisiert werden,usw.Es geht um die Abschaffung des Priestertums,um Leugnung des Katholischen Glaubens,besonders,durch die,,Fachleute“,um einen Kristus ,,wie du und ich“,neu, zu ,,erschaffen“.

      • Rapunzel, Sie haben, glaube ich, auf mich geantwortet.
        Ich möchte Sie umgekehrt auch warnen, die Gottesmutter zu beleidigen, indem Sie sie zum „jüdischen Mädchen“ downgraden. Bedenken Sie bitte, dass die Erbsünde biologisch-leiblich vererbt wird, was logisch daraus folgt, dass die Strafen für die Erbsünde leibliche Strafen sind und die Erbsünde selbst ja auch in ihrer Ausführung eine leibliche Sünde war. Daher sollten Sie meine traditionskonformen Gedankengänge nicht leichtfertig verwerfen.

    • Geschätzte gnädige Frau!
      Ein Häretiker wie Herr Lackner kann nie das Recht auf seiner Seite haben. Vor 20 Jahren hätte kein katholischer Bischof solche Ungeheuerlichkeiten von sich gegeben. Daß unser Herr kein Judenpriester war, der im Tempel Kälber und Ochsen schächtete, ist wohl jedem halbwegs Gebildeten klar, dazu brauche ich keinen „Erzbischof“, um mir das zu sagen. An keiner Stelle des Neuen Testaments oder in der Tradition findet sich die Ungeheuerlichkeit jener Behauptung Herrn Lackners (ein Erzbischof in der Nachfolge der Apostel kann er ja nicht sein, wenn für ihn Jesus selbst nur Laie war). Die katholische Wahrheit kommt hingegen sehr klar beim hl. Paulus zum Ausdruck: Hebr. 5, 1-11! Gelobt sei Jesus Christus, der ewige Hohepriester, der uns bald von den häretischen Konzilskirchenmietlingen befreien möge und uns wahre Hirten schenke – auf den Laienzirkus verzichte ich von Herzen gern!

  15. Im Artikel werden höchst notwendiger Weise die richtigen Fragen im Zusammenhang mit der ungeheuerlichen Aussage von Erzbischof Franz Lackner gestellt. Erzbischof von Salzburg sagte am 22. Nov. 2014 im ORF Tirol –> Zitat und O-Ton: „Wir haben vergessen, dass Jesus auch Laie war.“
    Diese Aussage ist schlichtweg die Leugnung der Gottheit Jesu Christi. Eine Selbsterhöhung des Erzbischofs durch die Herabstufung von Jesus zum Laien? Ungeheuerlich und erschreckend, aber nicht neu.
    Am 20. Nov. 2013 berichtet Kurier-Online über den neu ernannten Erzbischof von Salzburg und bringt dieses Zitat von ihm: „Jesus selbst war ein Laie. Diese Tatsache sollte man in der Kirche diskutieren.“

    Die Leug

  16. E s wird immer deutlicher, man kann sich drehen wie man will, es wird immer schlimmer mit un-
    seren Kardinälen und Bischöfen. Was manche von sich geben, ist kaum noch zu übertreffen. Erz-
    bischof Lackner von Salzburg versetzt unseren lieben Heiland in den Laienstand. Da muss es ge-
    stattet sein, zu fragen,wer diese unfähigen, glaubenszerstörenden Leute in den Kardinalstand er-
    hebt. Eine Antwort kann sein, aus Mangel an Masse oder faulem Umfeld. Österreich das einstige Marienland, wird heute umgepflügt und glaubensmäßig verwüstet. Ein bekannter Priester, heute
    schon in der Ewigkeit, hat folgendes gesagt : So wie damals Österreich durch den Rosenkranz-
    Kreuzzug von der Besatzung befreit wurde, so wird Österreich das erste Land sein, das vom Feind
    besetzt werden wird. Die Bischöfe und Kardinäle treten die Flucht nach vorne an, da sie nichts zu
    bewirken vermögen, werden jetzt die Laien vorgeschoben und die sollen es nun richten. Fragt denn keiner der Glaubenswächter, ob das im Sinne Gottes ist und der einzige traurige Weg die
    der Kirche ist ? Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Glaube verdunstet und es kei-
    nen Priesternachwuchs gibt. Wahrhaftig unsere Autoritäten haben den Glauben verloren, sind
    satt und müde. Da kann nur noch Gott helfen und uns seinen Geist senden !

    O, Maria hilf !
    ist ?

  17. Da sieht man wieder, dass großer Unsinn herauskommen kann, wenn man sich den christlichen Glauben zu kompliziert macht. Jesus Christus war Gott und Mensch, das fleischgewordene Wort Gottes, das mit dem Wort ‚Laie‘ herunterzuspielen ist selbst angesichts einer möglichen Gesprächsdynamik die unter den vier Bischöfen gewesen sein könnte, ein theologischer Fehltritt. Ich hoffe dass Erzbischof Lackner es nicht so gemeint hat und sich nachträglich korrigiert, sich nicht mitreißen läßt von den Ansichten der teilweise schlechten Gesellschaft, die manche glaubensschwachen kirchlichen Würdenträger möglicherweise auf ihn ausgeübt haben.
    Wenn schon Laien wirklich mehr Verantwortung übernehmen sollen innerhalb der katholischen Kirche, dann bitte ich darum, immer dazuzusagen, was man konkret damit meint! Alles andere nährt nur Spekulationen und bringt potenziell Schaden über die katholischen Kirche.

    • Und selbst wenn man vom Beispiel Jesu Christi ausgeht, der in der Zeit seines öffentlichen Wirkens keinem offiziellen Priesterstand angehörte, so ist aufgrund seiner Einzigartigkeit als göttlicher Erlöser sicher nicht davon auszugehen, dass in der heutigen Zeit gewöhnliche Laien ebenso eingestuft werden könnten. Das widerspräche der Vernunft und entspringt bestenfalls menschlicher Fantasie.

      • Ich glaube, bevor es in den Kommentaren hier ebenfalls zu kompliziert wird, wäre es wichtig zu beachten, welche Auswirkungen diese Aussage unter den mehrheitlich wenig bibelfesten Katholiken hat.
        Sie beinhaltet nämlich potenziell die unterschwellige Anregung Laien zu Priestern zu machen oder zumindest den Priesterstand durch die Einbindung von Laien abzuwerten, eben weil Jesus auch Laie war.
        Genau das implementiert diese Aussage, vor allem durch die einfache Formulierung, und da Erzbischof Lackner wissentlich zu denen spricht, die vermutlich bibelmäßig nicht sehr bewandert sind, Laien eben, birgt diese Aussage die Gefahr, wiederum von anderen progressiven Katholiken so verstanden und dankbar aufgegriffen zu werden, und schon steht das Priestertum vor einer erneuten Abwertung. Das ist das Problem!

      • Die Wirkung der Aussage ist das Eine, wie Lackner es aber gemeint hat, ist wohl etwas Anderes. Beim Lesen seiner Aussage auf der Homepage der Erzdiözese denke ich, was er eigentlich sagen wollte, ist dass er den Laien eine Tätigkeit in der Evangelisierung der Nichtgläubigen zumutet. Es handelt sich wohl um ein Kommunikationsproblem.

      • Genau. Christus brauchte kein formelles Amt. Das wäre ja widersinnig gewesen. Offenbar will man ihn nur in der Rolle des Wanderpredigers für künftiges Gutmenschentum sehen.

  18. Er kennt sich vor allem beim Fußball aus, er ist aber einer der wenigen die ich nicht für bösartig sondern nur für dumm halte!

    • ich glaube dennoch Dummheit ist oft gefährlicher als Bosheit.
      Herr wir bitten für alle die Macht über uns haben in geistlichen und weltlichen Dingen
      :die Guten erhalte in deiner Güte
      die Bösen und Dummen erleuchte und mache gut in deiner unendlichen Barmherzigkeit!wir bitten dich erhöre uns!

  19. Irgendwie riecht auch diese erzbischöfliche „Neuigkeit“ nach „kritisch-historischer Exegese“;
    Klaus Berger – emeritierter Professor für Neutestamentliche Theologie -
    über den Scherbenhaufen der „kritisch-historische Exegese“:
    -
    „Die historisch-kritische Exegese der letzten 200 Jahre
    hat alles Porzellan im Haus der Christenheit zerschlagen,
    bis hin zur letzten Blumenvase.“
    -

  20. Ein echter christkatholischer Laie ist nicht wissenschaftlich ausgebildet.
    Er soll sich durch das Bischofswort geehrt fühlen und die Ärmel hochkrempeln.
    Tatsache ist, daß der Kirche Priester fehlen. Also bindet sie die Laien stärker ein als jemals zuvor im Laufe ihrer Geschichte. Von Zeit zu Zeit muß diesen Laien der Bauch gepinselt werden. Und das ist nun geschehen. Es ist eine Überlebensstrategie. Wenn die Notsituation vorüber ist – als alte Institution denkt die Kirche bekanntlich in anderen Zeitdimensionen – und der Priesterstand möglicherweise eine neue Blütezeit erlebte, dann könnten die Laien wieder in ihre Schranken gewiesen werden und es gälte dann als häretisch Jesus als Laien zu bezeichnen. (Der Realisierung solcher Träume dürfte allerdings die Islamisierung in die Quere kommen.)

    • Das stellt eine Aufforderung zur Lüge dar. Nach dem aktuellen Katechismus der Kirche ist so etwas verboten, selbst wenn man meint, damit ein moralisch gutes Ziel zu verfolgen. Definitionsgemäß ist ein Priester ein Mensch im Dienste Gottes. Da Jesus Christus der einzige Gottmensch ist, ist er zugleich der Hohepriester, von dem sich jegliches Priestertum des Neuen Bundes ableitet. Derart wichtige Fragestellungen lassen sich nicht einmal so, dann aber so auslegen. Das wäre nämlich Relativismus, vor dem die Kirche zu Recht warnt.

  21. Parole, parole… Worte, Worte, nichts als Worte…

    Bischof Scheuer meint, wir bräuchten Seelsorger, Priester, Ordensleute, Religionslehrerinnen, Pastoralassistentinnen.
    Nein, er braucht keine Pastoralassistentinnen. Er soll aufhören, einige seiner Priester kaltzustellen bzw. ihnen (zumindest teilweise) ihr priesterliches Wirken zu verbieten, z.B. hinsichtlich des Religionsunterrichtes! Und er und seine Diözese lassen gewisse Priester aus „zu katholischen“ Gemeinschaften gar nicht herein!
    Er hat gefragt: „Wer stellt seine Lebenskraft, auch seinen Beruf, in den Dienst Gottes und der Menschen?“
    Das hat mancher getan, wurde aber dann vom Bischof oder/und anderen Mächtigen seiner Diözese in die Wüste geschickt!
    Das hat sich natürlich herumgesprochen, und immer wieder kommt es vor, dass berufene junge Männer von vornherein dieses Bistum meiden und anderswo hinflüchten.
    Wer hat übrigens eine Ahnung, wie viele Männer aus der Diözese Innsbruck sich derzeit im Priesterseminar in Innsbruck befinden?

  22. Fakt ist: Die deutschsprachigen Bischöfen streben eine Laienkirche an.
    Wenn der Gründer der Kirche zum Laien gemacht wird, dann liegen diese Herrschaften stramm auf Kurs.
    Ein wenig erzbischöfliche Propaganda um Laien auf die gewünschten Positionen zu bekommen, könnte förderlich sein. Eh kloar dass der Bruder Jesus ein Loie war, odr?
    Wer immer das ite Magazin liest kann in der Ausgabe vom 5. November 2014 darüber lesen, dass Jesus ein Laie gewesen sei. Wie diese Laienkirche Form annimmt lässt sich dort betrachten.

    Es ist Zeit vom Schlafe aufzustehen sonst wachen wir in dieser Laienkirche ohne den Hohepriester und König Jesus Christus auf!!!!

    • Hinter dem ITE DasMagazin stecken Schweizer Kapuziner.
      Naheliegend,dass ein Franziskaner sich dafür interessiert auch wenn er Erzbischof ist.

  23. Dieser Ausbund an Dummheit und alle Ordinärheit sprengende Aussage von Erbischof Lackner beweist aufs Neue, dass diese heutige Kirchenorganisation völlig auf der Schiene der HÄRESIE oder der DUMMHEIT spurt. Wes GEISTES KIND der Erzbischof ist – und nicht nur er – ,offenbart sich WIE SCHON ZUVOR DER HÄRETIKER Hans Küng in seinen Machwerken postulierte: Denn diese Zwischenbemerkung hinter dem Namen Jesu bedeutet, dass für Lackner und zuvor schon H.Küng der Mensch Jesus(Laie) nichts weiter als ein Mensch wie du und ich war, ein gottbegeisterter zwar, aber mehr auch nicht; er erwartete den unmittelbar bevorstehenden Anbruch des Messiasreiches, wie viele andere Juden seiner Zeit. Also eine chilistische Stimmung, in der alles nebensächlich wird, was nicht auf das wahre Ende und das dicht bevorstehende Ende und das dicht bevorstehende Gericht Bezug nimmt. Darin war also Jesus befangen, und eben deshalb genügt seine Botschaft für die heutige Zeit nicht. Es muss daraus allerlei „entwickelt“ werden, auch wenn es nicht drinsteckt. Nur fragt es sich, warum dann überhaupt noch Christentum, es sei denn, man treibt die Frage bis in den Verdacht hinein, hier werde die Kirche lediglich als gut geeignetes, einflussreiches und über Kritik erhabenes Transportmitel verwendet. Besonders wenn man noch hinzunimmt, dass auch der nachösterliche Christus für viele Theologen – und eben auch für solche Leute wie Lackner offenbar – , und so auch Küng, nicht „Gott“ ist, sondern ein von „Gott Angenommener“. Also eben ein Laie… Wo man diese Formel findet, steckt stets der partielle Unglaube dahinter, von wem im vorigen Kapitel die Rede war! Das also – die GESCHICHTE JESU als rein menschliches Dokument. dem Gott nachträglich seine Unterschrift geliehen hat – das also liegt hinter der Küng’schen Soziallehre, die eingestandernermassen nicht aus dem Evangelium zu belegen ist. Jesus als ein etwas einfältiger Wanderrabbi, dem Küng und übrigens auch Rahner und jetzt Lackner und tutti quanti den Star stechen, denn Jesus sah irrigerweise nichts als das bevorstehende Ende mit seiner „Naherwartung“. Tatsächlich stand sein Ende bevor, und tatsächlich steht Küngs und Lackners und unser aller Ende bevor, das ist wahrhaftig genug an sicherer Naherwartung. Das Reich Gottes oder das Reich Satans bricht über jeden in der Stunde des Todes herein. Ist das nicht nah genug?

    • Liebe Autoren,
      die solche Aussagen als „DUMM“ qualifizieren, das sind sie sicher nicht. Selbst nach Meinung von Kirchenfeinden, sind Erzbischöfe sicher an der Spitze der Intelligenz eines Landes zu suchen. Insoferne kann es, wenn es sich nicht augenscheinlich um Irrtum oder Fehlinterpretation handelt, nur um „ABSICHT!“ handeln. Und das ist das eigentlich schreckliche in dem Zusammenhang, die reden absichtlich so! Gott mit uns.

  24. Weiß er nicht, wer Christus war ? Brauchte er ein „Amt“ als Sohn Gottes ? Was soll dieser Ausflug in die Gegenwart ? Das verstehe ich nicht.

    • Die Kirche ist erst mit dem Pfingstereignis, somit nach Christi Himmelfahrt entstanden. Die Einteilung der Menschen in Laien und Kleriker ist erst kirchlich vorgenommen worden. Jesus Christus als Laien darzustellen, ist nicht nur dogmatisch schief, sondern darüber hinaus ein Anachronismus.

  25. @defendor
    Nach meiner Meinung sprechen Sie ein eminent wichtiges Thema an, mit Ihrem Hinweis auf die historisch-kritische Exegese. Im Rahmen der historisch-kritischen Exegese wird so gedacht, geredet, geglaubt, wie es Erzbischof Lackner zum Ausdruck bringt. Die Aussagen sind sehr unterschiedlich, die Hypothesen wechseln schneller als man lesen kann, doch der Stil, die Herangehensweise bleiben typisch.

    Doch diese Situation ist für die Gläubigen der Tradition ebenfalls hochgefährlich für den Glauben. Denn der Pattloch-Verlag legt die bekannte „Pattloch“-Bibel (Hamp, Stenzel,Kürzinger) nicht mehr neu auf. Damit verschwindet die letzte Bibel vom Markt, die man noch empfehlen konnte. Deren Anmerkungen noch mit dem Lehramt der katholischen Kirche übereinstimmen.

    Diese Situation ist dramatisch. Nach meiner Wahrnehmung kommt die Schriftlesung innerhalb der Tradition sowieso schon viel zu kurz. Dass der hl. Pius X. nicht nur Katechismen veröffentlicht hat, sondern größten Wert auch auf die Hl. Schrift legte, wird meistens verschwiegen. Er hat allerdings mit seiner ganzen Autorität als Papst Katholiken regelrecht verboten, protestantische Bibelausgaben zur Hand zu nehmen, nicht nur wegen der Übersetzung, sondern der Anmerkungen und Sacherklärungen der historisch-kritischen Exegese.

    Wenn wir keine Bibelausgaben mehr haben, wenn die Schriftlesung wegfällt, dann ist der traditionelle katholische Glaube ebenfalls in großer Gefahr. Die Gestalt Jesu Christi gerät völlig aus dem Blickfeld. Wir glauben dogmatisch an ihn, aber sein Wirken, seine ganz lebendige Person stehen nicht mehr vor uns. Die sonntägliche Lesung und der Abschnitt aus dem Evangelium reichen nicht aus, sich der hl. Menschheit Jesu Christi in der geheimnisvollen Tiefe zu nähern. Das Bedürfnis nach einer menschlichen Person, die den Glauben konkret verkörpert, wird dann auf Seherinnen verlagert. Marienbotschaften oder Botschaften von Engeln, Christusvisionen von Sehern und Seherinnen, nehmen den Raum ein, den der hl. Schrift gebührt.

    Das gegen Luther gerichtete Misstrauen, was die Hl. Schrift anbetrifft, kommt erschwerend hinzu. Dabei geht es bei der Ablehnung des Häretikers Luther nicht um seine Wertschätzung der Bibel, diese kann gar nicht genug geschätzt werden. Sondern dass er das Lehramt außer Kraft setzte, die Bibelauslegung dem privaten Gewissen und Wollen überließ, den Subjektivismus an die Stelle des Lehramtes stellte, war sein verhängnisvoller Fehler, der bis heute den christlichen Glauben zerstört.

    Die „Antwort der katholischen Tradition“ kann nicht heißen: Die private Schriftlegung unterbleibt. Doch welche Bibel ist noch da?

    Sehr zu empfehlen ist die „Stuttgarter Keppler-Bibel.“ Doch sie umfasst leider nur das Neue Testament. Trotzdem trifft auf sie zu, was der damalige Distriktobere der FSSPX, Pater Schmidberger im August 2009 schrieb:

    • „In einer Zeit, da nach den Worten des Heiligen Vaters ‚der Glaube in weiten Teilen der Welt zu erlöschen droht wie eine Flamme, die keine Nahrung mehr findet‘ und wo die allererste Priorität darin liegt, ‚Gott gegenwärtig zu machen in dieser Welt und den Menschen den Zugang zu Gott zu eröffnen‘, ist der Besitz dieses Buches eine Kostbarkeit, die mit allem Gold der Welt nicht aufgewogen werden kann.‘
      Trinken wir täglich aus dieser sprudelnden Quelle lebendigen Wassers, das weiterfließt ins ewige Leben.“

      Pater Schmidberger ist nur zuzustimmen. Doch diese Bibel umfasst nur das Neue Testament. Sie würde, würde sie überhaupt zur Hand genommen, für die meisten Gläubigen reichen. Doch wer auch das Alte Testament lesen möchte, wer Querverweisen nachgehen möchte, für den reicht die Stuttgarter Kepplerbibel nicht. So empfehlenswert sie auch ist.

      Ohne Schriftlesung verkümmert auch der Glaube der Tradition. Zumal nicht wenige Priester der Tradition sehr wenig biblisch predigen, um mich vorsichtig auszudrücken…

      Die Balance ist verloren: Die „Nachkonzils-Priester“ predigen sehr bibelbetont; wenn sie gläubig geblieben sind, legen sie die „Beziehung zu Jesus“ nahe. Doch in der Regel bleiben die Gottheit Jesu Christi, auch das Geheimnis der heiligsten Dreifaltigkeit, völlig ausgespart. Was die Predigt über die heiligste Dreifaltigkeit anbetrifft, befinden sie sich in holder Eintracht mit den meisten Priestern der Tradition. Wird jedoch die heiligste Dreifaltigkeit in der Predigt ausgespart, trifft das auch die Christus-Beziehung. Sie wird zu oft ins rein Dogmatische abgedrängt. Dann müssen die Seher und Seherinnen mit ihren Botschaften auf den Plan treten, um die „emotionale Lücke“ zu füllen. Das scheint mir vor allem ein Problem der FSSPX-Priester zu sein, doch nicht von allen wohlgemerkt…

      Einen Grund, nur auf die Defizite der Bischöfe und Priester der nachkonziliaren Kirche zu sehen, sehe ich nicht. Auch wenn der Glaubensabfall der nachkonziliaren Kirche ein erschreckendes Ausmaß angenommen hat.

  26. Ich bin so entsetzt, was ich über diesen Salzburger Erzbischof lese. Ich weiß echt nicht, was ich dazu sagen soll. Meines Erachtens ist das die reine Häresie. Geht nicht überhaupt das Christentum allein auf Jesus, unserer aller Erlöser zurück. Natürlich war er als geborener Jude auch Laie und vom biologischen aus gesehen auch Handwerker, aber Gott Jahwe hat Jesus, seinen eingeborenen Sohn zu uns in diese reale Welt gesandt, als einzigen Hohenpriester. Nur durch ihn können unsere Seelen gerettet und wir alle vor dem Ewigen Höllenfeuer bewahrt werden. – Alle meine Geschwister, wenn ihr das lest, setzt euch nieder und betet, betet, betet … auch für diesen armen verwirrten Mann.

    • Mir geht es genau so. Diese Trivialisierung aus dem Munde eines EB ist geradezu gotteslästerlich. Er sollte abtreten.

    • @ Friederice Dirksen, Sie schreiben:

      Sie sind entsetzt über den Salzburger Erzbischof und treffen dennoch in der 3. Zeile die idente Feststellung (???), indem Sie schreiben:
      “Natürlich war er als geborener Jude auch Laie……… “

      So wie Sie es erklären, “war Jesus natürlich auch Laie – als geborener Jude“. Sie sehen, ich bleibe ganz bei den von Ihnen verwendeten Worten. Die zugrunde gelegte Kausalität ist schlichtweg falsch.
      Ihre Aussage ist um nichts weniger entsetzlich als jene des Erzbischofs. Es ist die Leugnung der Göttlichkeit Jesu Christi.
      Sie fahren fort mit: “… und vom biologischen aus gesehen auch Handwerker,……… “
      Dieser Halbsatz ist Unsinn. Der Gottmensch Jesus hat in Seinen irdischen Tagen, bevor er mit 30 Jahren Sein öffentliches Leben begann, eine handwerkliche Tätigkeit ausgeübt, ja. Das hat mit Biologie nichts zu tun.

      Die Lehre über die Göttlichkeit des Erlösers Jesus Christus ist in den 245 Dogmen enthalten (mit Status „de fide“ (höchste Glaubensgewissheit der katholischen Kirche):

      Christlicher Glaube gründet auf der Offenbarung Gottes. Darum gibt es unverrückbare Wahrheiten, die aus dieser Offenbarung abgeleitet sind. Solche Glaubenssätze nennt man Dogmen. Für Katholiken sind diese – genauso wie die Gebote – keine Bevormundungen oder Einschränkungen, sondern Haltepunkte ihres Glaubens. Wenn Gott sich offenbart, will er klare Orientierung geben, Licht in die Grundfragen des Lebens bringen.Unter einem Dogma versteht man eine fest dstehende Definition oder eine grundlegende Lehrmeinung,
      Aus den 245 Dogmen: Die Lehre von der Person des Erlösers
      72. Jesus Christus ist wahrer Gott und wesenhafter Gottessohn.
      73. Christus hat einen wirklichen Leib, nicht einen Scheinleib angenommen.
      74. Christus hat nicht bloß einen Leib, sondern auch eine vernünftige Seele angenommen.
      75. Christus wurde aus einer Adamstochter, der Jungfrau Maria, wahrhaft gezeugt und geboren.
      76. Die göttliche und die menschliche Natur sind in Christus hypostatisch, d.h. in der Einheit der Person, miteinander verbunden.
      77. Die beiden Naturen Christi bestehen nach der Vereinigung ohne Verwandlung und Vermischung in ihrer Eigenart unversehrt fort.
      78. Jede der beiden Naturen in Christus besitzt einen eigenen physischen Willen und eine eigene physische Wirkungsweise.
      79. Die hypostatische Vereinigung der menschlichen Natur Christi mit dem göttlichen Logos erfolgte im Augenblick der Empfängnis.
      80. Die hypostatische Vereinigung wird nie aufhören.
      81. Der Akt der hypostatischen Union wurde von den drei göttlichen Personen gemeinsam bewirkt.
      82. Die zweite göttliche Person ist allein Mensch geworden.
      83. Jesus Christus ist auch als Mensch der natürliche Sohn Gottes.
      84. Der Gottmensch Jesus Christus ist mit einem einzigen Kult, und zwar mit dem Gott allein zukommenden absoluten latreutischen Kult, zu verehren.
      85. Die göttlichen und menschlichen Prädikate Christi sind dem einen fleischgewordenen Logos zuzuteilen.
      86. Christus war frei von jeder Sünde, sowohl von der Erbsünde als auch von jeder persönlichen Sünde.
      87. Die menschliche Natur Christi war körperlichen Leiden unterworfen.

  27. @tschip „Ein Verteidiger des Zölibats“ – unabhängig vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage: das allein sagt nichts, aber auch gar nichts!

  28. Der Gott hat seinen Sohn NICHT zur Verkörperung der Tugenden eines Laien geschickt,sondern,er schickte ein Messias,…Er ist herabgestiegen von dem Himmel…es ist kein Leie vom Himmel herabgestiegen.Die Heilsgeschichte wurde offenbart,der Neue Bund …..Es gibt kein verkörperter Laie,keine Laienheilsgeschichte,keine Laienherlichkeit,keine Laienheilsgeschichte.Wir bekamen die ewige Wahrheit,das ewige Leben,durch Kristus,den Herren,nicht durch den Laien.Wir bekamen die einzige,katholische Kirche und Ihre Priester,die Eucharistie.Gott sandte uns nicht eine Leienversammlung,Laienabendessen,Laiendialog,Laientänze…als Erlösung.Es geht um Beziehung des Menschen zum Dreieinigem Gott,um Glauben an diesen Gott.Wir bekennen uns zu diesem Gott,wir beten zu diesen Gott,demütig.Wir brauchen keine Neue Annahärung an Gott,durch Laie zu Laie Bild.Kumpel zu Kumpel….Und,in der Krippe am Heiligenabend,wird ein Messias geboren.Der Messias ,nicht ei zukunftiger Laie…..

  29. Erzbischof Franz Lackner:

    // „Wir haben vergessen, dass Jesus auch Laie war.“//

    Wie hat der Erzbischof das gemeint?
    In unserer relativistischen Zeit der niedergerissenen Mauern und gesprengten Fundamente muss man ja nachfragen: aus welchem Blickwinkel, in welcher Beziehung sagt er so etwas?
    Wenn er auf Jesus von Nazaret aus gesellschaftswissenschaftlicher und weltlich-religionsgeschichtlicher Perspektive schaut, ja, dann stammte der Stifter des Christentums nicht aus dem Stamme Levi, sondern aus Juda, und war kein Kohen, im Unterschied etwa zu seinem Verwandten Zacharias, dem Vater Johannes des Täufers.
    Aber ist es annehmbar, dass ein katholischer Bischof vor einem riesigen Fenrsehpublikum Jesus in solcher Weise abqualifiziert?
    Muss ein Bischof über Jesus Christus nicht als G l ä u b i g e r sprechen, den christlichen Glauben b e z e u g e n und deshalb die säkularwissenschaftlich beschreibende, phämonemale Oberfläche hinter sich lassen und zum S e i n Jesu vordringen?
    Wer Jesus Christus wesenhaft und wirklich i s t, wissen wir das nicht mit vollkommener Gewissheit aus der geglaubten Offenbarung Gottes? Doch, das wissen wir, und dazu muss ein katholischer Bischof stehen und das muss er verkünden.
    Der Kommentator Fridolin hat das entscheidende Stichwort gegeben: Jesus Christus ist Priester nach der Ordnung Melchisedechs.
    Im Canon Missae wird das nach der Wandlung angedeutet in der Bitte „Supra quae“ um die Annahme des Opfers.
    In Sacrosanctum Concilium (Nr. 7) und im Katechismus der Katholischen Kirche (Nr. 1069) wird gesagt: „Durch die Liturgie setzt Christus, unser Erlöser und Hohepriester, in seiner Kirche, mit ihr und durch sie das Werk unserer Erlösung fort“. Das steht in der Tradition des Thomas von Aquin: „Totus autem ritus christianae religionis derivatur a sacerdotio Christi: Der ganze christliche Kult ist vom Priestertum Christi hergeleitet“ (Sth IIIa q.63 a.3).
    Vor diesem Hintergrund erweist sich die saloppe Bemerkung des Erzbischofs in der Tat als ungeheuerlich, weil sie das Wesen Christi verleugnet und das Fundament des katholischen Priestertums und der Sakramente untergräbt.
    Das Priestertum Christi ist eine Grundwahrheit des Neuen Bundes. Laut der Heiligen Schrift wurde Jesus Christus als Hoherpriester von Gott, mit einem Eid, eingesetzt, nach der Ordnung Melchisedeks. die h ö h e r steht als Aaron und das levitische Priestertum. Das Priestertum Christi wurde im Alten Testament vorausgesagt, es ist unwandelbar, makellos rein, treu, allen anderen überlegen, … …
    Vom hl. Apostel Paulus (Kol 2,18-19) erfahren wir, dass Wahrheitsverdreher von Christus dem Haupt der Kirche ablenken.

  30. Wie weit ist doch das altehrwürdige Erzbistum Salzburg, der Sitz des Primas Germaniae herunter gekommen. Es ist zum Weinen was für unwürdige Nachfolger auf dem Stuhl der Fürsterzbischöfe des Heiligen Römischen Reiches in Salzburg sitzen. In was für Zeiten müssen wir leben, und mit welch großer Ohnmacht die Häresien ertragen, welche allenthalben wie die Pest um sich greifen. Kann dies denn der Wille Gottes sein???

  31. Jesus, als Mensch und Gottessohn – beraubte man Ihn einst seiner Kleider, war er schutzlos der Meute ausgeliefert.
    Christus, als unser Erlöser und unser Herr – beraubt man Ihn heute wiederum.
    Es geht, glaube ich, in erster Linie gar nicht so sehr um Erzbischof Lackner´s Äusserung.
    Es geht für mich darum, dass man sich herausnimmt, Christus -bildlich gesprochen- wieder Seiner Kleider zu berauben, Seiner Würde, Seiner Hoheit.
    Auch heute, aufs neue, so scheint es, sieht sich Christus Menschen gegenüber, die Ihn so klein machen wollen, wie sie selber sind.
    Es sind gar nicht so wenige.

  32. Jesus macht sich für uns in der Eucharistie schon so klein, wäre es nicht für uns Pflicht Jeus zu erhöhen !So wie Moses die Schlange in der Wüste erhöht hat , sollen wir den Jesus erhöhen !

  33. Was Erzbischof Lackner von Salzburg vor einem mutmaßlichen Millionen-Fernsehpublikum sagte: dass Jesus Christus ein „Laie“ war, ist, wie in meinem Kommentar weiter oben schon belegt, nichts Neues in der katholischen Kirche.
    Vom „Freckenhorster Kreis“ im Bistum Münster gibt es das Papier „Laien in der Kirche. Kirche Jesu – eine Zwei-Klassen-Gesellschaft?“ (http://www.freckenhorster-kreis.de/dialog-pdf/laie.pdf), das mit diesen Feststellungen beginnt:
    „Die Laien in der Kirche haben keinen Grund, sich minderwertig zu fühlen; denn sie befinden sich in bester Gesellschaft. Jesus, der nicht zuletzt durch seine Kultkritik das Establishment herausforderte, war Laie, die Apostel waren Laien, die Jesusbewegung war eine Laienbewegung. Ebensowenig gab es in der jungen Gemeinde Priester. Das Herrenmahl, das am Sonntag, dem „ersten Tag der Woche“ gefeiert wurde, war keine kultische Opferhandlung. Opferpriester wurden nicht gebraucht. Vorsteher der Eucharistie war das Gemeindemitglied, das seine Wohnung für die Feier zur Verfügung stellte. Alle Gemeindeglieder trugen gleichberechtigt mit ihren unterschiedlichen
    Fähigkeiten zum Gemeindeleben bei. Das ist der Befund des Neuen Testaments.“
    Eine glänzende katholische Rechtfertigung des Protestantismus.
    Akzeptiert man diese, dann ist es nur konsequent, wenn man die katholische Kirche protestantisch umformt, oder man wird gleich Protestant.
    Dieser katholische Arbeitskreis arbeitet seit 1969, anscheinend unbeanstandet vom jeweiligen Münsteraner Diözesanbischof.
    Man findet dort in nuce die ganze Revolution, die in der Kirche vor sich geht.
    Da sind einmal priesterlose Eucharistiefeiern mit selbstgemachten Hochgebeten und abgeänderten Einsetzungsworten, offensichtlich ohne Glauben an die Transsubstantiation (http://www.freckenhorster-kreis.de/spirit.html).
    Da sind auf der Link-Seite Verzweigungen zum katholisch/ökumenischen Schwulennetzwerk (http://www.queergemeinde-muenster.de/; von da aus geht es dann weiter zu: http://www.queergemeinde-muenster.de/links.htm ) und zur Befreiungstheologie: Igreja nova / Neue Kirche in Brasilien etc. (http://www.freckenhorster-kreis.de/dialog-links.html).
    Lesen und staunen!

    • Entzetzlich.Das hätte ich doch nicht gedacht.Jetzt verstehe ich auch,warum die intensive Arbeit,dieser Leute im ,,Osten“,noch mit dem Schwerpunkt Ukraina,usw.Und das schon 1969,Es ist unglaublich,es erklärt Vieles,in damaliger Politik und dem Kirchengeschehen,z.B.in der Tschechoslowakei.Danke,für diesen Hinweiss,Leo Laemlein.

  34. @ Arrow
    Bravo! Dieser „Pfeil“ hat oft ins Schwarze getroffen. Auch wenn Sie von braven Tradi-Katholiken Hiebe einstecken müssen, weil ein kritikloser Philosemitismus sich jetzt sogar dort ausbreitet, harren Sie in der Wahrheit aus!
    Übrigens habe ich in einer Kirche in Österreich, ich weiß nicht mehr wo, eine Statue von unserem Heiland, ähnlich einer (ziemlich großen) Herz-Jesu-Statue, gesehen, auf der Christus ein barockes Chorhemd und eine Stola trägt, womit seine Rolle als der Ewige Hohepriester ausgedrückt wird. Sehr schön und erhaben…

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