Der päpstliche Consultor, der den Papst abschaffen will – Falsche Ökumene

Enzo Bianchi
Enzo Bianchi

(Rom) Der Papst scheint es noch nicht zu wissen, aber im „ökumenischen“ Kloster von Bose (im Sinne von Basisgemeinschaft),  bereitet man bereits sein Ende vor. Andererseits ist es Franziskus, der den „Prior“ der „monastischen Gemeinschaft“ vor kurzem zum Berater für die Einheit der Christen gemacht hat. Bose steht für das ökumenische Basis-Kloster, im Sinne von Basisgemeinschaft, des Laien Enzo Bianchi. Der religiöse 68er pilgerte zwar für geeignete Fotoaufnahmen zu Johannes Paul II. und sogar zu Benedikt XVI., ließ sich aber keine Gelegenheit entgehen, um Kritik am deutschen Papst anzubringen. Ausreichend Raum stand ihm in den linken italienischen Medien zur Verfügung. Unterstützung fand er dabei auch bei Alberto Melloni, dem heutigen Leiter der progessiven „Schule von Bologna“ und deren Netzwerk.

Während Benedikt XVI. und Enzo Bianchi gegenseitig auf Distanz blieben, machte Papst Franziskus den umtriebigen Ökumeniker zum Consultor des Päpstlichen Rats für die Förderung der Einheit der Christen. Sandro Magister schrieb jüngst einen Artikel über ein „geheimes“ Ökumene-Projekt von Enzo Bianchi und Alberto Melloni, das viel Aufmerksamkeit fand. Dieses Projekt im Namen der Ökumene sieht nichts weniger als die Abschaffung des Papsttums vor, besser gesagt, dessen Auflösung.

„Die Schriften und Reden Enzo Bianchis wirken seit vielen Jahren zersetztend, nicht zuletzt weil fast alle der Meinung sind, daß es sich bei Bose um einen jungen Orden handelt. In Wirklichkeit wurde die Gemeinschaft nie kanonisch errichtet, weil sie keine dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Wenn sich Bianchi dennoch ‚Prior‘ nennt, im Mönchsgewand auftritt und von ‚monastischer Gemeinschaft‘, ‚Kloster‘ und ‚Mönchen‘ die Rede ist, diese Gemeinschaft sich aber nicht an die Gesetze der Kirche hält, dann liegt zumindest ein gewisser Etikettenschwindel vor“, so Chiesa e Postconcilio.

Der Priester und Philosoph Msgr. Antonio Livi, Gründer der International Science and Commonsense Association (ISCA), schrieb über Bose: „Dank einer nicht uneigennützigen Hilfe der antikatholischen Medien, verstand es Enzo Bianchi sehr gut, sein öffentliches Bild zu pflegen: wenn er sich an Katholiken wendet, tritt Bianchi als ‚Prophet‘ auf, der für den Adventus eines neuen Christentums kämpft (eines Christentums, das modern sein muß, offen, nicht hierarchisch und nicht dogmatisch und damit letztlich nicht katholisch.“

Für Enzo Bianchi ist das Papsttum Haupthinderungsgrund für Einheit der Christen

Enzo Bianchi
Enzo Bianchi, Prior von Bose

„Die Dekonstruktion des Papsttums in seiner heutigen Form ist dem Prior von Bose ein besonders wichtiges Anliegen“, so Don Nicola Bux der bekannte Liturgiker und Consultor der Glaubenskongregation und der Gottesdienstkongregation. Don Bux war unter Benedikt XVI. auch Consultor des Amtes für die liturgischen Feiern des Papstes, bis Papst Franziskus alle Consultoren im Block entließ.

Enzo Bianchi behauptet, so Bux, keine Hoffnung mehr für eine Einheit der „großen traditionellen Kirchen“ zu haben, denn ihr Streit über den Primat sei der entscheidende Hinderungsgrund für die Einheit der Christen.

„Im Evangelium steht geschrieben, daß die Jünger untereinander zu streiten begannen bei die Frage, wer der Erste sei. Mir scheint, daß dieser Stret in der Kirchengeschichte fortgesetzt wurde und noch immer ein zentraler Knoten für die Frage der Einheit ist. Man übersieht, daß jede Tradition begrenzt und parteisch ist und daß nur alle zusammen zur vollen Wahrheit gelangen können“, schrieb Bianchi 1999 in seinem Buch Ricominciare (Neubeginn, S. 73f).

Primatsfrage durch Christus entschieden

„In Wirklichkeit war es Jesus, der die vorösterliche Diskussion zwischen den Jüngern entschied und den Primat dem Simon-Kephas übertrug“, so Don Bux.

Zudem: Wer wirklich katholisch ist, weiß, daß es keine „traditionellen Kirchen“ gibt, sondern nur die eine Kirche Christi. Sie ist gegenwärtig in der versiegelten apostolischen Tradition Roms und ist von den Christen, die sich im ersten und zweiten Jahrtausend unabhängig in Kirchen und Gemeinschaften organsiert haben, anzuerkennen.

Bianchi vertritt eine relativistische Variante von der Einheit der Kirche. Er sagt es nicht, vertritt aber faktisch die Sichtweise von Jean-Marie Tillard, laut dem die Kirche die Summe der „Schwesterkirchen“ ist. Um den Irrtum dieses Verständnisses aufzuzeigen, hat die Glaubenskongregation unter Kardinalpräfekt Joseph Ratzinger und der Approbation von Papst Johannes Paul II. am 30. Juni des Heiligen Jahres 2000 eine Note zum Ausdruck „Schwesterkirchen“ herausgegeben, so Bux.

Der Begriff „Schwesterkirchen“

Darin heißt es:

Leider wurde die Verwendung dieses Ausdrucks jüngst in gewissen Veröffentlichungen und von einigen im ökumenischen Dialog tätigen Theologen in dem Sinn ausgeweitet, dass er auf der einen Seite die katholische Kirche und auf der anderen Seite die orthodoxe Kirche bedeute, was zu der Meinung führt, dass in Wirklichkeit die einzige Kirche Christi nicht existiere, sondern durch die Versöhnung der beiden Schwesterkirchen von neuem wiederhergestellt werden müsse. Darüber hinaus wird der Ausdruck von einigen unrechtmäßig auf das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche einerseits und der anglikanischen Gemeinschaft bzw. den nicht katholischen kirchlichen Gemeinschaften andererseits angewandt. So spricht man von einer „Theologie der Schwesterkirchen“ oder einer „Ekklesiologie der Schwesterkirchen“; solche Wendungen sind zweideutig und nicht in Kontinuität mit dem ursprünglichen korrekten Sinngehalt, den der Ausdruck in den lehramtlichen Dokumenten hat.

Und weiter:

Im eigentlichen Sinn sind Schwesterkirchen ausschließlich Teilkirchen (oder Teilkirchenverbände, wie etwa Patriarchate oder Kirchenprovinzen) untereinander. Es muss immer klar bleiben, auch wenn der Ausdruck Schwesterkirchen in diesem richtigen Sinn verwendet wird, dass die universale, eine, heilige, katholische und apostolische Kirche nicht Schwester, sondern Mutter aller Teilkirchen ist.

Bianchi vertritt zudem die These, mehr noch, er fordert ein, daß der Papst nichts alleine zu entscheiden habe. Gleichzeitig aber schreibt er dem Papst die Macht zu, „der Kirche die Einheit wiederzugeben“ (Neubeginn, S. 72f).

Der ökumenische Theologe Max Thurian beschrieb folgendermaßen die ökumenischen Konsequenzen des gemeinsamen Glaubensbekenntnisses der christlichen Konfessionen:

„Die sichtbare Einheit der Christen kann nicht vollendet werden außer in der Anerkennung der eucharistischen Zelebration und der Weiheämter, die die Kirche strukturieren, in der apostolischen Sukzession und der Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom. (…) Für die katholische Kirche, liegt die Fülle der Apostolizität in der Nachfolge der Bischöfe nach den Aposteln und in ihrer Gemeinschaft dank dem Amt des Petrus, das vom Bischof von Rom ausgeübt wird“ (Avvenire, 29. Juni 1997).

Was hindert, muß beseitigt werden

Für Enzo Bianchi ist ganz im Gegenteil die Anerkennung des päpstlichen Primats der wirkliche Hinderungsgrund für die Einheit der Kirche. Und was hindert, das muß beseitigt werden.

„Ich weiß nicht, ob Papst Franziskus das alles wußte, als er den Prior von Bose am vergangenen 22. Juli zum Consultor des Ökumene-Dikasteriums des Heiligen Stuhls ernannte“, so Don Bux.

Die Ideen von Enzo Bianchi spiegeln jene „Hermeneutik des Bruchs“ wider, die den Roten Faden der mehrbändigen Konzilsgeschichte Conciliorum oecumenicorum generaliumque decreta der „Schule von Bologna“ bildet, gegen die, laut den zuständigen vatikanischen Stellen, „Vorbehalte doktrinellen Charakters bestehen“. Das hinderte die Deutsche Bischofskonferenz nicht daran, die deutsche Übersetzung zu finanzieren und damit zur offiziellen Konzilsinterpretation für den deutschen Sprachraum zu machen.

Kurienerzbischof Agostino Marchetto konterte der „Schule von Bologna“ bei jeder sich bietenden Gelegenheit und widerlegte ihre Thesen. Papst Franziskus bezeichnete Marchetto als „den besten Interpreten des Zweiten Vatikanischen Konzils“. Enzo Bianchi aber machte er zum Ökumene-Consultor. Mit Sicherheit einer jener zahlreichen Widersprüche des derzeitigen Pontifikats. Was aber denkt Papst Franziskus also wirklich über das Konzil?

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Settimo Cielo

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22 Comments

  1. Wenn man sich nicht festlegt, dann hat man einen grösseren Freiraum. Es gibt eigentlich kein Widerspruch sondern ein Deckmantel und das verborgene Wesen darunter, der die wirklichen Absichten und Ziele vollzieht. Bis zum Tag des Herrn.
    Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Alles muss so geschehen, wie es im Buch der Offenbarung geschrieben steht. Wer Ohren hat, der höre, wer Augen hat, der sehe.
    Mit den Lateranverträgen hat sich die Katholische Kirche an die Welt gebunden und seitdem ist sie gefangen. Die wahre Katholische Kirche ging in den Untergrund und ist bis heute unsichtbar, es sind alle die Gott im Gebet, den Sakramenten und im christlichen Zeugnis treu geblieben sind.
    Kämpfen wir den guten Kampf und bleiben wir dem Herrn im Allerheiligsten Sakrament treu, bleiben wir der Immakulata treu, jeder in seinem Stand, auf dem Weg zur Heiligung. Wer sich bewährt, wird die Krone der Herrlichkeit erhalten. Lassen wir uns nicht verwirren. Gott ist der Herr der Schöpfung und sein Wort ist wahr.

  2. Sage mir, mit wem du dich umgibst, mit wem du sprichst, und ich sage dir, wer du bist und was du bist. Dieses umgewandelte Sprichwort, kann man auf Papst Franziskus anwenden. Von Anfang an
    provoziert der “ Bischof von Rom “ nicht nur Bischöfe und Kardinäle, sondern besonders das Kir-
    chenvolk. Das Reden und Treffen mit ausgesprochenen Kirchenfeinden, Kommunisten, Muslimen
    und Theologen wie Küng, fördern geradezu ein Bild des Niederganges der katholischen Kirche.
    Des weiteren muss festgestellt werden, dass Priester, Orden und Gemeinschaften welche der Tra-
    dition anhangen, mundtot und indirekt bestraft werden. Wenn ein Papst bei der heiligen Wandlung
    und Allerheiligsten, keine Kniebeuge macht, bei öffentlichen Audienzen Küsschen verteilt anstatt
    zu segnen, dann ist der Moment gekommen, diesem Papst nicht mehr zu folgen, ja mehr noch, ihm zu widerstehen. Mit dem Verschweigen und Beschönigen muss jetzt Schluss sein. Das Kir-
    chenvolk muss Farbe bekennen, nicht nur beten, sondern sich an die zuständigen Bischöfe wenden, auch wenn es zwecklos erscheint.

    Alle sind aufgerufen unseren katholischen Glauben zu retten. Gott wird uns nicht verlassen !

  3. Hauptsache alles ist schön zeitgeistig! Dann ist es vielen heutzutage egal, ob ein Pseudo-Mönch Unsinn über das Amt des Papsts in die Welt setzt. Auf politischer Ebene ähnelt das stark den grünen Parteien. Dort kann man den größten Schwachsinn und die größten Todsünden in aller Öffentlichkeit propagieren, wenn man bloß im Ungeiste des Gutmenschentums steht, was in diesen Kreisen stets irrig als eine Art Generalabsolution gilt.

  4. Man muss diesem Herrn Bianchi nur ins Gesicht schauen,dann weiß man,woran man ist.Zu dem Kommentar von Ivanhoe ist nichts mehr hinzuzufügen!

  5. “ Was aber denkt Papst Franziskus also wirklich über das Konzil?“
    Ich gehe mal davon aus das er das Konzil als eine Perle betrachtet die er jetzt richtig ins Rollen bringen muß. Er ist doch nicht allein im Nebengebäude des Vatikans. Er hat doch bestimmt sehr interessante Berater die ihm ständig ins Ohr flüstern tun. Und über ihnen trohnt der Konzilsgeist in all seiner Pracht.
    Schwesternkirchen? Nehmt eure „Subsistit in Lehre“ und schmeißt sie in den Tiber und schon schwimmen Enzo Bianchi und seine Kohorten auf dem Trockenen. Ihr habt ja mit dieser Lehre erst all diese Geister geschaffen die ihr nun nicht mehr los werdet. Drei Angriffsziele hat die Ökumene. Das Papstamt, die Heiligen und als abschließende Krönung die Mutter Gottes.
    Per Mariam ad Christum.

  6. In „Bose“ wird nur zweimal wöchentlich „Eucharistie gefeiert“. Die „Liturgische Kalender“ umfasst auch Protestanten wie Albert Schweitzer oder Dag Hammarskjöld.

    Zu Dag Hammarskjöld ( ehemals zweiter UN Generalsekretär und „Friedensnobelpreisträger“); dieser liess seinerzeit im UNO Gebäude in New York einen sog. „Meditationsraum“ errichten. Dieser innen schwach beleuchtete Raum hat die Form einer Pyramide ohne den obersten Stein. Von der Decke aber fällt ein schmaler Lichtstrahl auf den steinernen Altar herab. Hinter diesem wiederum hängt ein „Kunstwerk“ von 27 Dreiecken. Und….im Zentrum befindet sich das allsehende Auge !
    Dag Hammarskjold zu diesem „Meditationsraum“:
    -
    „Der Stein in der Mitte des Raumes hat mehr zu bedeuten. Wir erkennen ihn als einen Altar; dieser ist nicht leer weil es keinen Gott gibt, oder weil es ein Altar für einen unbekannten Gott ist, sondern weil er Gott gewidmet ist, der unter vielen verschiedenen Namen und Formen angebetet wird.“
    -
    Die „schöne neue Welt“ also inkl. der menschengemachten „Einheitsreligion“!?

    Msgr. Antonio Livi, zögert denn auch nicht, den „Prior“ von Bose einen falschen Propheten zu nennen.

    Die katholische Historikerin Cristina Siccard umreisst den von Bianchi vorgelegten (Schein)“Weg zum Heil“ eines horizontalen, anthropozentrischen Christentums als Ersetzung des wahren Weges durch:
    -
    „demagogische Suche nach dem Frieden, einer illusorischen universalen Freundschaft und einer laizistischen Solidarität“
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    • Ja der Stein von Dag Hammarskjöld, er erinnert mich an einen anderen Stein den man anbetet, den Yameen Allah an der Kaaba in Mekka, er symbolisiert die rechte Hand Allahs, doch eigentlich ist Jesus Christus die rechte Hand Gottes (Psalm 118). Der Kaaba Stein ist auch an einer Ecke angebracht weil Jesus zum Eckstein verworfen wurde, altes Heidentum in neuem Gewand macht aus einer Hure noch lange keine Königin. Warum sagen die nicht was diese Welteinheitsreligion ist, es ist zum Himmel stinkender Baalskult und wie er endet weiß man ja.Dieser falsche Apostel von Bose scheint ja dort gut aufgehoben zu sein.Hier in Europa findet man diesen Steinkult auch in einer Form wieder und zwar im Darwinismus, weil alles von einem Stein abstammt durch die Urknalltheorie. Seltsame Freunde die dieser Papst Franziskus hat, wenn das mal gut für ihn ausgeht….

    • Dag Hammarskjöld war Freimaurer. Seine Ausführungen zum „Meditationsraum“ sind charakteristisch freimaurerisch, somit natürlich tief verwurzelt in einer offenkundigen Irrlehre. Wer wie Hammarskjöld als Mitglied einer Loge stirbt, dessen Seelenheil ist mehr als fraglich. Ein Katholik kann so jemandem keine Verehrung zukommen lassen, wie er es gegenüber den Seligen und Heiligen der Kirche tun kann. Höchstens kann der Gläubige hoffen, daß als Freimaurer gestorbene Personen noch die Gnade Gottes finden, ins Fegefeuer zu gelangen.

  7. Enzo Bianchi wurde mit Zustimmung von Benedikt XVI bei der 13. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode vom 7. bis 28. Oktober 2012 zum Adiutor ernannt. Also: keine Neuentdeckung durch Franziskus.

  8. Nicht nur das Papsttum, die ganze katholische Lehre steht der „Einheit“ entgegen. Was für eine Einheit ? Es steht jedem frei, evangelisch zu werden oder gleich etwas Anderes, was zumindest ehrlicher wäre, als hier von falschen „Einheiten“ oder sonstigen Postulaten zu sprechen.

  9. Derartige Erkläungen kennen wir ja schon von Sankt Johannes Paul II. dass er sein Papstamt so reformieren muss, dass es in der Ökumene keine Probleme bereitet. So sieht in unseren Tagen der von Jesus eingesetzte Felsen aus.

  10. Lieber Alfredus, du hörst dich an wie ein neuer Luther. Auch er wollte mit seiner Rebellion gegen Papst (und Bischöfe) die Kirche Jesu retten. Der Aufruf mit den Protestbriefen an die Bischöfe wird keinen Oberhirten vom Stuhl reißen. Schreib selber (probeweise) an deinen Ordinarius und teste seine Reaktion selbst aus. Nicht einmal Protestaktionen der Gläubigen, die sich für ihre treuen Pfarrer einsetzen, bewirken etwas. Für mich ist eines sicher: Nur ein Austritt aus dem Steuersystem und damit das Geldhahn abdrehen bereitet unseren Oberhirten Unbehagen. Sonst nichts. Wenn du aber aus der Kirche austrittst, bist du draußen. Wenn du öffentlich gegen den Papst agierst, bist du auch draußen. Denn wo der Petrus ist, da ist die Kirche Jesu. Wir alle haben noch nicht wirklich begriffen, dass uns die mächtigste Waffe in die Hand gegeben wurde: „nur noch den Betern kann es gelingen…“. Die Kirche retten man nicht mit Protestbriefen, weil sie nicht einmal gelesen werden. Jede flapsige Äußerung von Franziskus und jede neue Fehlentscheidung ist für mich ein Hilferuf des Papstes um Gebet. Wir werden am Jüngsten Tag nicht gefragt, wie viele Protestbriefe wir abgeschickt haben, sondern Jesus wird uns an seine Worte Worte erinnern: „Petrus ich habe für dich gebetet“ und wir? Ich zweifle stark, dass Gott unser Beschimpfen der schwachen Bischöfe und des Papstes segnet…

    • Augusta @ Na liebe Frau Augusta, das fehlte mir gerade noch, mich gemeinsam mit dem Übeltäter Luther zu nennen. Seit meiner Jugend an habe ich mich immer für unse-
      re heilige “ Katholische Kirche “ eingesetzt und werde es zeitlebens tun. Ich habe nichts
      von meinem Schreiben zurück zu nehmen. Wir alle haben gelernt, Kirche ist da wo der
      Papst ist. Kein Katholik wird das in Frage stellen. Der Heilige Geist weht wo er will. Der
      Heilige Geist lenkt und regiert die Kirche. Aber er lässt es möglicherweise zu, dass ein wenig würdiger, Papst werden kann. Ich habe einige Dinge aufgezählt, die unter vielen
      anderen Dingen, ein würdiges Pontifikat nicht erkennen lassen. Auch unter den Jüngern
      Jesu gab es einen Verräter. Und hat nicht die Muttergottes in mehreren Erscheinungen
      gesagt, besonders in La Salett, Rom wird den Glauben verlieren und Sitz des Antichris-
      ten werden. Es sind also keine “ flapsigen Äußerungen “ über Papst Franziskus, son-
      dern, handfeste Beweise und Taten mit entsprechenden sauren Früchten. Ich selber
      möchte mit meiner Einschätzung lieber Unrecht haben ! Das wäre dann zum Wohle un-
      serer Heiligen Kirche !

    • Und wo ist die Garantie, dass nicht ein falscher Petrus auf dem Thron sitzt? Ist etwa der hl. Augustinus auch draussen, wenn er aufruft, dorthin zu gegen wo der irdische Arm der Kirche nicht reicht, wenn dein Glaube in Gefahr ist? Natürlich ist es nicht ein Hilferuf des Papstes, sondern vom Himmel für diesen Papst zu beten. damit er betet, vielleicht auch den Rosenkranz betet. Alles andere kommt von oben. Brüsten sie sich nicht, indem sie sich als papsttreu halten und damit andere die sich Sorge um den Glauben machen ins Gewissen reden. Nicht einmal die Piusbruderschaft will den Papst weg. Für sie ist auch der Papst Franziskus der Papst. Lesen sie besser, was Luther wollte, nicht das Papsttum beseitigen, sondern die Lehre und damit die Kirche Jesu Christi ändern. Ist diese Änderung nicht etwa im vollen Gange! Nicht nur Worte, sondern Worte und Werke. ER wird uns auch nach unsern Werken fragen.

      • Fides @ Ach Fides, Ihnen kann man nicht helfen. Glauben Sie mir, oder auch nicht. Ich brauche wirklich keinen Nachhilfeunterricht über Luther. Nicht über-heblich sein !

  11. Als Kommentar auf den letzte Satz von Don Bux:
    Ich weiß nicht ob P. Franziskus das NICHT wußte, wenn er Enzo Bianchi zum Ökumene-Consultor berief.
    Es ist typisch für viele nebulöse Gruppierungen und neue Bewegungen im parakirchlichen Raum, daß sie sich sehr „ekklesiastisch“ geben, mit Tragen von Habiten und Soutanen (das sieht man sehr gut bei gregorianischen Scholen in protestantisch-nordischem Raum, besonders in Norwegen und Schweden), sehr viel Theater und Brimborium, „sehr wenig Inhalt und totale Abwesenheit von Dogmatik und Fundamentaltheologie“ (letzteres übrigens ein Kommentar v. Joseph Card. Ratzinger in seinen späteren Jahren).
    Bianchi repräsentiert hier faktisch das Bild der Kirche als ein „cloud“, eine Elektronenwolke, wo alles kunterbunt durcheinandergeht und keine feste Struktur herrscht.
    Das gleiche Bild wurde übrigens v. belgischen Prof. für Moralphilosophie Roger Burggraeve (Salesianer, Uni Löwen) promotet:
    dieser Haustheologe von Godfried Danneels gab mehrere Interviews mit häretischem Inhalt – vorübergehend versuchte man mit der dazugehörigen „Erreichbarkeitsmoral“ und mit den „weiter entfernten Gläubigen“ (die dann wohl faktisch zum großen Teil total ungläubig sind) die pädophilen Verbrechen zu rechtfertigen.
    (Totales Debakel: in den letzten 4 Tagen sind erneut 2 durch den Pädophilen-Bischof vanGheluwe geweihte Priester ganz in die Nachrichten gekommen).

  12. Diese falsche Ökumene muß der Papst zwingend ablehnen!
    Kein Papst kann sich erlauben ein Verwischen der Grenze zwischen Wahrheit und Irrtum zu tolerieren, also kann er diesem „Ökumeniker “ auch nicht als seinen Ratgeber einsetzen.
    Der Herr Bianchi weist daneben weitere Zeichen der Verdorbenheit im Denken auf, wozu auch das Erfinden neuer Worte und zweideutiger Sprachgebrauch gehören.

    Sollte keine Korrektur erfolgen, muß sich der Papst die Frage gefallen lassen warum er gemeinsame Sache mit Feinden der Kirche macht, die er bis zum Blutvergießen verteidigen müsste.

    • Er will ja nicht die Kirche bis zum Blutvergießen verteidigen und trägt deshalb nicht die roten Schuhe, die genau das symbolisieren.

    • //Kein Papst kann sich erlauben ein Verwischen der Grenze zwischen Wahrheit und Irrtum zu tolerieren,//

      Er darf nicht, aber, wie wir sehen, er kann, und das von seiner Machtposition aus wirkungsvoller als jede andere Person auf Erden, und also wohl gerade deshalb.

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