„Papst verunsichert viele, weil er sich häufig selbst widerspricht“ – Interview mit Sandro Magister

Sandro Magister
Sandro Magister

(Rom) Der Papst verunsichert viele Bischöfe. Diesen Schluß zieht der Vatikanist Sandro Magister in einem ausführlichen Interview der Tageszeitung Italia Oggi. Der Grund dafür? „Weil er auf mehreren Ebenen gleichzeitig spielt und sich häufig sogar selbst widerspricht.“

Sandro Magister ist seit 40 Jahren Chronist der Ereignisse im Vatikan. 1974 veröffentlichte er seine ersten Artikel im italienischen „Spiegel“, dem Wochenmagazin L’Espresso. Noch immer berichtet er wöchentlich auf den Spalten dieser Zeitschrift über alles, was wichtig war jenseits des Tibers und in der Weltkirche. Sein Hintergrundwissen ist enorm und dennoch behielt er sich in den Jahren eine freie Meinung.

Geboren 1943 in Busto Arsizio bei Mailand, studierte er Philosophie und Theologie an der Katholischen Universität in der lombardischen Metropole und begleitet beruflich nun schon das fünfte Pontifikat.

Italia Oggi: Papst Bergoglio hat in diesen Monaten einen planetarischen Erfolg genossen. Er hat aber auch einige Entscheidungen getroffen, die nachdenklich stimmen. Zum Beispiel hat ausgerechnet er, der sich als Bischof von Rom vorstellte, bei der Bischofssynode über die Familie sogar das Kirchenrecht herausgezogen, um festzuhalten, daß er über Petrinische Macht verfügt.

Sandro Magister: Ja, das stimmt, und zwar in seiner Abschlußrede.

Italia Oggi: Er hat eine einvernehmliche und offene Sicht der Kirchenregierung skizziert, dann aber die Franziskaner der Immakulata unter kommissarische Verwaltung gestellt und das sogar mit recht harten Methoden und hat faktisch den Bischofskonferenzen einen Maulkorb umgehängt.

Sandro Magister: Einige, darunter auch die italienische, sind faktisch vernichtet.

Italia Oggi: Und in seiner Ansprache vor den Volksbewegungen schien es eher, als würde man bestimmte Analysen von Toni Negri1 hören. Gleichzeitig akzeptierte er aber die „Entlassung“ von 500 Kalligraphen, Malern und Druckern, weil der neue vatikanische Almosenier entschieden hat, sie nicht mehr zu brauchen.

Sandro Magister: In der Tat schreit diese Sache etwas…

Italia Oggi: … so wie die harten supergarantistischen Positionen zu Justiz und Strafvollzug schreien, während er selbst den ehemaligen Nuntius für die Dominikanische Republik, dem ein Verfahren wegen Pädophilie bevorsteht, in Sicherheitsgewahrsam nehmen ließ.

Sandro Magister: So hat es sich zugetragen.

Widersprüche sind Teil der Persönlichkeit von Jorge Bergoglio

Italia Oggi: Sie sind schon lange Vatikanist. Was für einen Eindruck haben Sie gewonnen?

Sandro Magister: Daß es Widersprüche gibt und daß sie ein Teil der Persönlichkeit von Jorge Bergoglio sind. Das ist ein begründetes Urteil, das auf den Beobachtungen von nun doch schon etlichen Monaten beruht.

Italia Oggi: Welche Schlußfolgerungen ziehen Sie daraus?

Sandro Magister: Er ist eine Person, die im Lauf ihres Lebens und nun auch als Papst, auf verschiedenen Registern gleichzeitig spielt, Baustellen offenläßt und viele Widersprüche. Allerdings sind die von Ihnen genannten nicht die einzigen.

Italia Oggi: Nennen wir andere …

Sandro Magister: Der eines äußerst gesprächigen Papstes, der telefoniert, der sich den verschiedensten Personen nähert, auch den fernsten, aber zum Fall Asia Bibi schweigt.

Italia Oggi: Die wegen Beleidigung des Islam zum Tode verurteilte Pakistanerin, die seit Jahren im Gefängnis sitzt.

Sandro Magister: Genau. Zu ihrem Fall hat Papst Franziskus kein Wort verloren. Genausowenig zu den in Nigeria entführten christlichen Mädchen, oder zur unfaßbaren, vor wenigen Tagen in Pakistan verübten Tat, bei der ein christliches Ehepaar bei lebendigem Leib in einem Ofen verbrannt wurde.

Italia Oggi: Es handelt sich um Geschichten, die das Verhältnis zum Islam betreffen, auf den wir noch zurückkommen. Diese Widersprüche nennen manche bereits „jesuitisch“, im Sinne von schillernd.

Sandro Magister: Ein solcher Zusammenhang wäre abwertend und nicht akzeptabel, auch wenn es wahr ist, daß die Spiritualität der Jesuiten historisch bewiesen hat, sich den verschiedensten Situationen anpassen zu können, manchmal auch solchen, die im Widerspruch zueinander stehen.

Ablauf der Bischofssynode von Papst Franziskus penibel kalkuliert

Italia Oggi: Widersprüchlich schien auch die Handhabung der jüngsten Synode.

Sandro Magister: Eine Handhabung, die vom Papst penibel kalkuliert war und bei der er nichts dem Zufall überlassen wollte, wie man hingegen glauben machen wollte, und die zahlreiche weitere widersprüchliche Elemente enthält.

Italia Oggi: Zum Beispiel?

Sandro Magister: Bergoglio sagte, und zwar wiederholt, die Lehre nicht anzurühren, sondern an der Seite der Tradition der Kirche zu stehen. Dann aber hat er Diskussionen angestoßen, wie die über die wiederverheiratet Geschiedenen, die in Wirklichkeit sogar Angelpunkte der Lehre berühren.

Italia Oggi: Warum?

Sandro Magister: Weil es unabwendbar ist, daß die Kommunion für die wiederverheiratet Geschiedenen zur Anerkennung der Zweitehe und damit zur Aufhebung des sakramentalen Ehebandes führt.

Verunsicherung reicht bis in die höchsten Kirchenkreise

Italia Oggi: Ich bin kein Vatikanist, aber von außen hat man den Eindruck, daß sich eine gewisse Verunsicherung ausbreitet und das nicht nur in der kirchlichen Hierarchie. Und das übrigens nicht nur in Bereichen, die man als traditionalistisch bezeichnen könnte …

Sandro Magister: Das steht außer Zweifel. Es gibt Kirchenvertreter von beachtlichem Rang, die gewiß keine Lefebvrianer sind, die das zu verstehen geben, auch wenn sie es nicht mit drastischen Worten und kritisierendem Ton sagen. Nicht einmal Kardinal Raymond Leo Burke, der kürzlich abgesetzte ehemalige Präfekt der Apostolischen Signatur hat es getan, weil es gar keine Richtung gibt, die dem Papst vorurteilsbeladen feindlich gesinnt ist. Allerdings gibt es offensichtliche Zeichen eines sich ausbreitenden Unbehagens.

Italia Oggi: Vielleicht einige Beispiele?

Sandro Magister: Nehmen wir den US-amerikanischen Episkopat und damit die Bischöfe eines der zahlenmäßig stärksten katholischen Völker der Erde. Diese Bischofskonferenz verfolgte in den vergangenen Jahren eine konsequente und kämpferische Linie auf öffentlichem Terrain, auch gegen bestimmte Entscheidungen von Präsident Barack Obama zu ethischen Fragen. Eine Linie, die von zahlreichen führenden Prälaten geteilt wurde. Ein Führungskern in der Kirche, könnte man sagen.

Italia Oggi: Und heute erleben die Amerikaner …?

Sandro Magister: Ein großes Unbehagen. Das gilt für die Kardinäle und Erzbischöfe wie Timothy Dolan von New York, Patrick O’Malley von Boston, José Gomez von Los Angeles oder Charles Chaput von Philadelphia. Ein Episkopat aus dem auch Burke stammt, der sicher nicht auf traditionalistische Kreise marginalisiert ist, sondern fester Bestandteil einer der solidesten Landeskirchen ist.

Feindseligkeiten von Kardinal Kasper losgetreten – Papst machte es möglich

Italia Oggi: Und auch die Italienische Bischofskonferenz, wie schon vorhin angedeutet, scheint etwas in Schwierigkeit zu sein.

Sandro Magister: Es bereitet Schwierigkeiten, mit diesem Papst Schritt zu halten mit einem Vorsitzenden Angelo Kardinal Bagnasco, der am meisten Schwierigkeiten von allen zu haben scheint.

Italia Oggi: Auch weil schon offen Erzbischof von Perugia, Gualtiero Bassetti, den Bergoglio zum Kardinal kreierte, als Nachfolger genannt wurde.

Sandro Magister: Meines Wissens gehört auch Bassetti zu den italienischen Bischöfen, die ein Unbehagen empfinden.

Italia Oggi: Unter den Italienern sind vielleicht der Mailänder Erzbischof Angelo Kardinal Scola und der Erzbischof von Bologna, Carlo Kardinal Caffarra zu denen, die die größten Schwierigkeiten mit Franziskus haben, zu zählen .

Sandro Magister: Das waren sie mit ihren Wortmeldungen vor und auf der Synode. Das war jedoch unvermeidlich, nachdem der Papst die Entscheidung getroffen hatte, Kardinal Walter Kasper die Diskussion eröffnen und damit die Feindseligkeiten lostreten zu lassen.

Italia Oggi: Warum?

Sandro Magister: Weil Kasper heute genau dieselben Thesen wieder auflegt, die 1993 an Johannes Paul II. und Joseph Ratzinger, damals im Amt des Glaubenspräfekten, gescheitert waren.

Stockhiebe gegen Traditionalisten viel häufiger und gezielter ausgeführt

Italia Oggi: Ja, der Papst hat Kasper gefördert, er hat Msgr. Bruno Forte zum Sondersekretär der Synode gemacht, der die Arbeiten so belastete, daß er Reaktionen von Synodenvätern provozierte, aber dann am Ende ermahnte Franziskus die einen wie die anderen, fast wie ein alter DCler (italienischer Christdemokrat) gegen die entgegengesetzten Extreme.

Sandro Magister: Das ist ein weiteres, sich wiederholendes Modul, in dem sich dieses Pontifikat ausdrückt: Seitenhiebe gegen die einen und die anderen. Wenn man aber die Summe macht, wird deutlich, daß die Stockhiebe gegen die Traditionalisten, die Legalisten, die Verteidiger der Glaubenslehre, sehr viel häufiger und gezielter ausgeführt werden. Wenn er sich hingegen gegen die Gutmenschen wendet, versteht man nie genau, wen er konkret damit meint.

Civiltá Cattolica-Leiter Sprecher des Papstes – Manuel Fernandez sein Ghostwriter

Italia Oggi: Mit der Synode trat der Chefredakteur der Civiltà Cattolica, Pater Antonio Spadaro immer mehr in den Vordergrund.

Sandro Magister: Er gebärdet sich inzwischen als Sprecher des Papstes und die Zeitschrift der Jesuiten, die sich im schrittweisen Niedergang befand (schon mit ihm als Chefredakteur, der sich viel mit Internet und Social Network befaßte), ist mit einem Schlag zum Sprachrohr der höchsten Spitze des Vatikans geworden. Vor allem seit dem ersten großen Interview mit dem Jesuitenpapst. Während der Ghostwriter von Franziskus Manuel Fernandez ist, der Rektor der Katholischen Universität von Buenos Aires, den der Papst zum Erzbischof machte. Mit Fernandez hat Franziskus Evangelii Gaudium geschrieben, so wie er schon vorher mit ihm das Dokument von Aparecida in Brasilien von 2007 verfaßt hat, als der damalige Erzbischof von Buenos Aires die Konferenz der lateinamerikanischen Bischöfe leitete, ein Dokument das für Viele die Vorwegnahme dieses Pontifikats war.

Italia Oggi: Im Widerspruch zum großen Zuspruch gibt es auch andere, wie den Publizisten Antonio Socci, der sogar die Gültigkeit der Papstwahl in Frage stellt. Haben Sie sein Buch: Non é Francesco (Er ist nicht Franziskus, Verlag Mondadori) gelesen?

Sandro Magister: Ich habe es an einem Abend gelesen, in einem Atemzug, trotz seiner 300 Seiten. Und das nicht wegen der Ungültigkeitsthese, weil ein Wahlgang im Konklave wegen eines weißen Stimmzettels zuviel annulliert wurde. Eine These, die meines Erachtens haltlos ist.

Antonio Soccis Buch rekonstruiert die Widersprüche dieses Pontifikats

Italia Oggi: Warum war die Lektüre dennoch interessant?

Sandro Magister: Wegen dem, was den Erfolg des Buches ausmacht, sodaß es heute die Bestsellerlisten anführt und alle anderen Bücher von und über Bergoglio überrundet hat: Es rekonstruiert mit unwiderlegbaren Fakten die Widersprüche, von denen wir bereits gesprochen haben.

Italia Oggi: Ein Buch, über das niemand offiziell spricht, scheint die enorme Popularität von Franziskus herauszufordern. Dem großen Zuspruch für Papst Franziskus zum Trotz nimmt die religiöse Praxis aber nicht zu, vielmehr wächst die Abneigung, auch die öffentliche, gegen die Katholische Kirche. Bergoglio Ja, Kirche Nein?

Sandro Magister: Auch die Popularität der Vorgänger, das sollten wir nicht vergessen, war sehr groß. Johannes Paul II. erlebte einen Welterfolg und das nicht erst in seinen letzten, durch Krankheit gezeichneten Jahren. Und auch Benedikt XVI. erreichte 2007 und 2008 in den Umfragen die höchsten Werte, auch wenn man das dann schnell in Vergessenheit fallenließ. Seine Reise in die USA war der Höhepunkt mit einem großen und positiven Empfang auch durch die weltliche Öffentlichkeit.

Vorgänger in der Kirche populär – Franziskus außerhalb

Italia Oggi: Wo liegt der Unterschied?

Sandro Magister: Daß die Vorgänger vor allem innerhalb der Kirche populär waren, auch wenn sie von beachtlichen Teilen der nicht christlichen öffentlichen Meinung bekämpft wurden. Die Popularität von Franziskus hingegen steht außerhalb der Kirche, auch wenn sie keine Wellen von Konvertiten hervorbringt. Im Gegenteil, die kirchenferne, dem Christentum feindlich gesinnte Kultur scheint ihn mit einer gewissen Befriedigung zu sehen.

Italia Oggi: In welcher Hinsicht?

Sandro Magister: Indem sie sehen, daß das Kirchenoberhaupt sich ihren Positionen annähert, die er zu verstehen und sogar zu akzeptieren scheint. Die Sache mit den wiederholten Gesprächen mit Eugenio Scalfari steht beispielhaft dafür: der Papst akzeptiert, daß der Gründer der Repubblica, der bisher einer der härtesten Gegner der Päpste war, von diesen Gesprächen veröffentlicht, was er will.

Italia Oggi: Mehr noch: Scalfari selbst hat erklärt, auch veröffentlicht zu haben, was Bergoglio gar nicht gesagt hatte.

Sandro Magister: Genau, in all dem ist keine Annäherung an das Christentum zu erkennen. Das Christentum aus dem Mund Bergoglios ist nicht mehr provokant, es macht keine Probleme mehr, man kann es sogar mit Höflichkeit behandeln, überlegen und distanziert. Das Christentum zählt weniger. Es genügt an den italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi zu denken, einen Katholiken. Was die Italienische Bischofskonferenz macht, hat keinerlei Bedeutung. Kurzum, aus einer Situation der Konfrontation und des Konflikts, sind wir zum Desinteresse übergegangen.

Papst schweigt zum Islam: „Sehe darin keine Hilfe für die Christen in islamischen Staaten“

Italia Oggi: Mit der islamischen Welt geht Papst Franziskus sehr leise um. Und auch Staatssekretär Pietro Parolin war bei seiner jüngsten Rede vor der UNO sehr zurückhaltend. Einige sprechen von einer großen Vorsicht und verweisen auf die Regensburger Rede von Benedikt XVI., die gewaltsame Reaktionen mit Toten auslöste.

Sandro Magister: Das ist eine bis zum Extrem getriebene Vorsicht. Konkret kann ich nicht erkennen, welchen Vorteil das bringen soll. Es scheint mir nicht, daß daraus eine Hilfe, auch nur eine winzige, für die Christen in den islamischen Regionen wird. Die Vorsicht könnte man verstehen, wenn man sie in Proportion zu den Auswirkungen mißt. Sie hätte Gültigkeit, wenn dadurch geringerer Schaden angerichtet würde, was an das Schweigen von Pius XII. zu den Juden erinnert.

Italia Oggi: Eine historische Polemik, die noch immer geführt wird …

Sandro Magister: Papst Pacelli unternahm alles erdenklich Mögliche, um die Juden auch persönlich im Vatikan zu retten. Heute wissen wir das. Er zögerte aber, die Sache öffentlich anzuklagen, weil er in größerem Maßstab befürchtete, was in den Niederlanden geschehen war, wo es nach einer öffentlichen Anklage durch die Bischöfe zu einer noch brutaleren Judenverfolgung gekommen ist.

Italia Oggi: Heute dauert dieses Schweigen aber an.

Sandro Magister: Ausgenommen Kardinal Jean-Louis Tauran, Präfekt für den interreligiösen Dialog, der auch mit harten Urteilen nicht spart.

Italia Oggi: Der springende Punkt ist also?

Sandro Magister: Daß es Mächtige wie den Islamischen Staat (IS) gibt, bei dem man sich zu sehr beeilt, zu sagen, daß er nichts mit dem Islam zu tun hätte, sondern von einem radikalen Islamismus genährt würde, der für sich die Frage der Vernunft noch nicht geklärt habe und damit das Verhältnis zwischen Glauben und Gewalt. Genau das hatte Papst Benedikt XVI. in Regensburg beklagt. Der bisher einzige wirkliche Dialog zwischen Christentum und Islam wurde durch eben jene Rede ausgelöst, indem 138 Moslemvertreter mit einem Brief reagierten.

Italia Oggi: Auch wenn der Besuch von Benedikt XVI. in der Blauen Moschee in Istanbul im Jahr darauf als Wiedergutmachung gesehen wurde.

Sandro Magister: Ratzinger konnte sich diese Geste erlauben, gerade weil er in Regensburg gesagt hat, was er gesagt hat. Sein Urteil war nicht unklar und rätselhaft. Man hat es sehr gut verstanden, weil er es kristallklar ausgesprochen hatte.

Franziskus „läßt häufig Worte und Gesten absichtlich im Unklaren“

Italia Oggi: Und Franziskus redet klar?

Sandro Magister: Nicht immer. Als er in Betlehem an der Mauer stehenbleibt, die die Palästinensergebiete von Israel trennen und in völliger Stille verharrt, weiß man nicht recht, was er damit sagen will. Und wenn er auf Lampedusa „Schande“ ruft, ist nicht klar, wer weshalb sich schämen sollte. Italien, das Tausende und Abertausende Leben gerettet hat? Warum sagt er es nicht? Häufig werden Worte und Gesten absichtlich im Unklaren gelassen.

Italia Oggi: Es fehlt die Zeit, um über vatikanische Angelegenheiten zu sprechen, wie jener von Ettore Gotti-Tedeschi, der aus der Vatikanbank IOR unter Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone entfernt wurde, dessen Anständigkeit seither aber mehrfach bestätigt wurde. Auch durch die Archivierung des Ermittlungsverfahrens durch die italienische Justiz.

Sandro Magister: Dennoch wird ihm die Rehabilitierung verweigert. Er bat Papst Franziskus um ein Gespräch, das ihm jedoch verweigert wurde.

Italia Oggi: Die Kirche als „Feldlazarett“, das aber manchmal die Türen verschlossen hält?

Sandro Magister. So ist es.

Erstveröffentlichung: Italia Oggi, vom 13.11.2014
Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana

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  1. marxistischer Staatstheoretiker, 1969 Mitgründer der linksextremen Gruppe „Arbeitermacht“ (Potere Operaio), 1973 Gründer der linksextremen Gruppe „Organisierte Selbstverwaltung“ (Autonomia organizzata), 1979 wegen Terrorismus und Anschlag auf die verfassungsmäßige Ordnung verhaftet, gegen Negri wurde als „Kopf“ der Terrororganisation Rote Brigaden (BR) Anklage erhoben, 1984 wurde er in einem umstrittenen Prozeß zu 34 Jahren Gefängnis verurteilt, für die Radikale Partei von Marco Pannella 1983 in das Italienische Parlament gewählt, konnte er sich noch vor Aufhebung seiner Immunität nach Frankreich absetzen, wo er unter dem Schutz von Staatspräsident Mitterand seine politische Arbeit fortsetzte. Als in Italien die Linksregierung unter Ministerpräsident Romano Prodi regierte, handelte Negri eine weitgehende Amnestierung aus und kehrte 1997 nach Italien zurück, verbrachte nur ein Jahr im Gefängnis und weitere fünf Jahre als Freigänger, 2003 endete seine Strafe, 2002 veröffentlichte er mit Michael Hardt das Buch Imperium – Die neue Globalisierungsordnung, das zu einem politischen Manifest der linksradikalen Globalisierungsgegner wurde. []

24 Comments

    • Und wenn er bemerkt, dass alle- oder die meisten- es traditionell und frommer haben wollen, so wird er dann doch noch die Tradition willkommen heißen und die tridentinische Messe nicht nur gestatten sondern sogar selber lesen und schon lässt er die Herzen aller höher schlagen. Aber was wirklich dahinter stecken wird? Alles ist ein Test. Alles wird geprüft um für die zukünftigen Generationen die Weichen zu stellen…
      Vergessen wir nicht, wenn der Antichrist kommt, wird er sich auch gerne hinter der Tradition als Fassade verbergen. Dann lieber keine Tradition als eine die alle Seelen verführt und mit sich in den Abgrund zieht. Aber zu schweigen bei all den verfolgten Christen ist wirklich hart und als Katholik muss ich sagen, kann man sich fast schämen katholisch zu sein,wenn die eigene Kirche den Verfolgten nicht wirklich hilft und auch nicht die Stimme für diese und zum Schutz dieser armen erhebt. Der eine Bischof der vor laufender Kamera weinte ist allein, ganz allein. Irgendwo stand geschrieben, dass er um einen Brief oder eine Reise des Hl.Vaters bat, er aber nicht darauf reagiert hat. Einen der verfolgten Bischöfe sagte, wie sehr sie jezt einen Vater bräuchten, einen Hl.Vater, ein paar

    • Nein, geehrter Georg, er „testet“ nicht die Katholiken – er regiert im Auftrag einer großen Macht.
      Nicht ohne Grund jedoch wurde durch BXVI sein Aufsatz aus dem Jahre 1972 gerade jetzt redigiert, auch wenn (zu) viele hier auf dieser Site lediglich den „langen Weg“ einer Lektionarsarbeit gelten lassen wollen…

  1. (Fortsetzung) Worte zur Stärkung, aber diese habe es nicht gegeben. Jetzt müssen die Christen sich selber schützen und verteidigen, auch ohne Segen des Papstes, sagte der Bischof und der Bischof sandte sie jetzt in den Krieg gegen die IS. Ich weiß nicht ob es dieser Bischof war, aber sieht ganz danach aus> https://www.youtube.com/watch?v=ljA08GZ615g#t=193

    Es ist wirklich alles ganz traurig und unfair. Beten wir für die bedrängte, verfolgte und leidende Christenheit und die Kirche.

  2. Herrlich, das Interview! Bleibt nur die Frage: Wenn alles schon so in Buenos Aires lief, wenn bekannt war, um welchen Mann es sich bei Bergoglio handelte, wie konnten dann die Kardinäle ausgerechnet einen solchen extrem Ungeeigneten zum Papst wählen? Was ist da passiert!? Wie hat man das geschafft!?

    • Ich denke Papst Franziskus ist ein Quotenpapst: Italiener, aber doch nicht, Amerikaner, aber kein Nordamerikaner, aus einem dritten Weltland, aber irgendwie doch kein Latino, kein Asiate und auch kein Afrikaner.
      Er ist einfach der optimale Kandidat gewesen, wenn man nicht theologische Kriterien angelegt hat.

      • Hin und her. Geographisch mag das stimmen. Berdoglio ist schon der Garant des gefährlichen Kurses der Aufweicher und Umkrempler weg von den Glaubenswahrheiten.

    • Das ist in der Tat die große Frage.

      Im Übrigen: das Bestehen der Sünde, des Bösen, und das Begehen von Sünden durch andere war noch nie eine Berechtigung, ein Grund um diese Sünden auch selbst zu begehen.

    • Ich glaube, man hat ihn aus Ratlosigkeit gewählt. Nachdem es mit allem Restaurationsbemühungen seit JP II und B XVI gar nichts geworden war, hat man aus Verzweiflung die Revolution des zweiten Vatikanischen Konzils nochmals aufführen und — was die Kasperianer betrifft — radikalisieren wollen. Der gaukelnde Bergoglio war dafür der rechte Mann am rechten Platz.

  3. Sehr richtig. In der Quintessenz muss festgestellt werden, dass Berdoglio seine Ziele hartnäckig verfolgt. Die vermeintliche Schnitzeljagd dient nur der Verunsicherung. Nichts ist dem Zufall überlassen. Man täusche sich nicht.

  4. Danke, Herr Nardi, für diese Übersetzung. Dieses Interview ist wirklich gut. Präzise Fragen, eindeutige Antworten.

    Es ergibt sich ganz klar: Dieser Papst ist für sein Amt nicht geeignet. Die Aufgabe des Papstes ist es, den überlieferten 2000jährigen Glauben zu verteidigen. Und, wenn es ihm gegeben ist, ihn auch zu vertiefen. Ganz bewusst Verwirrung zu stiften, die Glaubenswahrheiten ins Diffuse, Nebelhafte zu verzerren, ist genau das Gegenteil von dem, was das Amt des Papstes verlangt.

    Mir stellt sich auch die Frage: Wie konnte Bergoglio Papst werden, wenn sowohl sein Charakter als auch sein vorheriges Wirken bekannt waren?

    Es gibt für mich nur ein paar Hinweise, ein paar Splitter:

    1) Benedikt XVI. ist zu einem Termin zurückgetreten, der es Kardinal Kasper gerade noch erlaubt hat, mit ins Konklave einzuziehen. Es war ganz knapp, ich weiß nicht mehr, um wie viel Tage es ging, aber für Kasper reichte es gerade noch.

    2) Mächtige Kardinäle, Sodano z.B., konnten aus Altersgründen nicht mehr teilnehmen, sie waren bei der Vorbereitung des Konklaves sehr aktiv. Mit Kasper hatten sie einen der ihren unter den Papstwählern, der während des Konklaves eifrig Stimmung machen konnte. Gemeinsam mit anderen, ich denke an Kardinal Lehmann, dessen Talent als Strippenzieher allseits bekannt sein dürfte.

    3) Benedikt XVI. hat seinen Rücktritt zu einem äußerst unpassenden Zeitpunkt vollzogen: Er trat in der Fastenzeit zurück, in der Vorbereitung auf das Osterfest. Kardinäle zieht es dann zu ihren Aufgaben in der Diözese.

    4) Ein langes Konklave war allein vom Termin her völlig unerwünscht: Kardinäle, die sich nicht einigen können, womöglich bis in die Karwoche hinein, geben ein Ärgernis.

    5) Eine sehr rasche Entscheidung konnte nur jenen nutzen, die einen vorgefassten Plan hatten: die Wähler Bergoglios. Eine entschlossene Minderheit kann eine Mehrheit mitziehen, wenn diese bereits in Gedanken die Heimkehr wünscht aus Gründen, die im Kirchenjahr liegen.

    6) Benedikt XVI. wirkte nicht so krank, dass er die Karwochen- und Osterliturgie nicht mehr hätte leiten können. Er war keineswegs in der körperlich elenden Verfassung, in der sich Johannes Paul II. befand bei seiner letzten Leitung der Osterliturgie.

    7) Benedikt XVI. hat ein so sensibles, ein so hohes oder tiefes Verständnis für das Kirchenjahr, für die Liturgie, so dass sein Rücktrittstermin zu diesem Zeitpunkt nicht nachvollziehbar ist. Außerdem hat er ein sehr ausgeprägtes Pflichtgefühl. Er hatte sich nicht gescheut, während seiner Amtszeit körperliche Strapazen auf sich zu nehmen, die weitaus höher waren als die Leitung der Karwochen- und Osterliturgie.

    8) Mir drängt sich der Gedanke auf: Sein Rücktrittstermin hat passgenau denjenigen in die Hände gespielt, die Bergoglio gut kannten und ihn als Papst wünschten.

    9) Der Gedanke, Benedikt XVI. hätte womöglich Bergoglio gewollt, wäre absurd. Bergoglio war sein Gegenspieler beim letzten Konklave. Bergoglio unterlag. Damals…

    • Natürlich war der Rücktrittstermin Benedikts genauestens orchestriert. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man Benedikt sogar vorgegaukelt hat, es könne, wenn er sich entschlösse, seinen Rücktritt schnell, noch vor dem Osterfest zu vollziehen, nur ein Ratzingerianer sein Nachfolger werden. Dann hat man die Kardinäle im Vorkonklave – dem Schlüsselereignis der Bergoglio-Inszenierung – aufgewiegelt und alle gegenwärtigen Miseren der Kirche (die ja zum Teil nur hochgekocht wurden, um Benedikt zu schaden und zu zermürben: siehe Missbrauchsskandal, zumindest in Deutschland von den Jesuiten publik gemacht) seinem Pontifikat und seiner theologischen Schule angelastet (Marini-Wort von der „sumpfig-stickigen Luft“) und zugleich Bergoglio als Gegenentwurf und neuen Heilsbringer aufgebaut (was für Vorträge waren es, mit denen er die Kardinäle nach Presseberichten für sich eingenommen haben soll? Im poltrigen Stil der Casa-Santa-Marta-Predigten dürften sie ja wohl nicht verfasst gewesen sein. Gab es einen Ghost-Writer?). Dennoch bleibt die Frage, wie die Kardinäle es fertig brachten, sich blenden zu lassen, um nach „bestem Wissen und Gewissen“, offensichtlich ohne nähere Prüfung seines Vorlebens (Dossiers der Bischofskongregation!?), diesen Mann mehrheitlich zu wählen.

    • Ja, das alles lässt ein böses intrigantes Spiel zumindest erahnen.
      JMBergoglio war bereits im Konklave 2005 mit über 40 Stimmen in die engere Wahl gezogen worden. Damals war er ein Protegé von keinem anderen als K. Martini, den er als Papst in Interviews als eine für ihn sehr bedeutende Person genannt hat und dessen Hinterlassenschaft er nun demütigst umsetzt.

      Wer das letzte Interview liest, das Pater Georg Sporschill und Federica Radice Fossati Confalonieri mit K. Martini vor dessen Tod Ende August 2012 führten und das unmittelbar nach seinem Ableben vom „Corriere della Sera“ veröffentlicht wurde, kann das Programm erkennen das Papst Bergoglio so unermüdlich abarbeitet.

      http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1287922/Kardinal-Martini_Hat-die-Kirche-Angst-statt-Mut

      Martini fordert einen radikalen Weg der Veränderung in der Kirche. Er nennt die Fragen zur Sexualität und zu allen Themen, die den Leib betreffen, als ein Beispiel und fragt ob die Menschen die Stimme der Kirche zur Sexualmoral noch hören. Und weiter: Ist die Kirche hier eine glaubwürdige Gesprächspartnerin oder nur eine Karikatur in den Medien?
      Er fragt für wen sind die Sakramente da? Diese Sakramente seien kein Instrument zur Disziplinierung, sondern eine Hilfe für die Menschen an den Wendepunkten und in den Schwächen des Lebens. Er fragt weiter:
      „Bringen wir Sakramente zu den Menschen, die neue Kraft brauchen? Ich denke an die vielen Geschiedenen, wieder Verheirateten, an Patchwork-Familien. Sie brauchen besondere Unterstützung. Die Kirche steht zur Unauflöslichkeit der Ehe. Es ist eine Gnade, wenn eine Ehe und Familie gelingt. Wenn die Eheleute zusammenhalten und einander tragen. Wenn sie Kinder haben und sie zu selbstständigen und mutigen Christen erziehen. Christliche Familien zeichnen sich aus durch die Kraft, jenen entgegenzukommen, die Not haben in der Beziehung oder in der Erziehung. Die Art und Weise, wie wir mit Patchwork-Familien umgehen, bestimmt die Generation der Kinder. Eine Frau wurde von ihrem Mann verlassen und findet einen neuen Lebenspartner, der sich ihrer und der Kinder annimmt. Die zweite Liebe gelingt. Wenn diese Familie diskriminiert wird, wird nicht nur sie, sondern werden auch ihre Kinder zurückgestoßen. Wenn sich die Eltern in der Kirche ausgeschlossen fühlen oder keine Unterstützung erfahren, verliert die Kirche die nächste Generation.“…“Die Einladung, zur Kommunion zu gehen und das Brot des Himmels zu empfangen, richtet sich an die Suchenden und Bedürftigen. Das ist kein Anbiedern, sondern ein selbstbewusstes Angebot der Kirche im Wissen darum, dass bei Gott nichts unmöglich ist. Die Frage, ob Geschiedene zur Kommunion gehen dürfen, sollte umgedreht werden. Wie kann die Kirche den Menschen, deren Beziehung schwierig oder gescheitert ist, mit der Kraft der Sakramente zu Hilfe kommen?“…

      Womit er persönlich ringe sei, dass die
      Kirche ist zweihundert Jahre lang stehen geblieben sei und sich nicht bewege.

    • wenn die Lage der Dinge so ist, dass 114 ansonsten ganz katholische Kardinäle von einem einzige Kasper dahin gehend überredet werden können, etwas zu tun, was sie ohne dessen Rhetorik nie getan hätten, dann stimmt da hochgradig was nicht!

      Im Grunde ist es die gleiche Argumentation wie zur Köngisteiner Erklärung, man hat den Bischöfen den klärenden Text Kardinal Bengschts unterschlagen, heißt es immer.
      Ich frage mich dann immer „Was waren das nur für Bischöfe, die nicht selber denken können?“
      AUch hier wieder, ich kann mir nicht vorstellen, dass Kardinal Kasper der Königsmacher für Kardinal Bergoglio gewesen ist, oder, wenn es an seiner Person hing, ja dann wieder die Frage „Was hat die Kirche für Kardinäle, die nicht selber denken können?“

  5. Ich denke @Zeitlos, daß Papst Benedikt XVI. genau vom Hl. Geist geführt wurde und sein Rücktrittsdatum keineswegs willkürlich war. Es ist doch so, daß es in der Kirche seit Jahrzehnten zunehmend starke Kräfte gab, die einfach nicht mehr zu bändigen waren. Nun gebrauchen sie also gerissenlos und gewissenlos ihre Möglichkeiten- es sind Machthaber, Gewalttätige. Diese haben jetzt, was sie bekommen wollten.
    Gott aber ließ in die Kuppel des Petersdomes an jenem Abend, dem 11.02.2013, einen gewaltigen Blitz fahren: das ist ein Zeichen. Es ist ein Zeichen, daß Gott weiterhin Herr der Kirche ist, auch wenns nach außen hin nicht so aussieht, sondern die Machtmißbraucher tun, was sie wollen ohne Rücksicht auf alle und alles.

    Es könnte sogar gedenkt werden, daß Gott den Papstsitz weg von Rom verlegt haben will in eine andere Stadt, ein anderes Land- jedenfalls weg vom anti-christlichen Westen.

  6. @zeitlos

    Es handelte sich um lediglich fünf Tage, die Kardinal Kasper noch zur Teilnahme am Konklave reichten;

    - Rücktritt Papst Benedikt
    28. Februar 2013

    - Kardinal Kasper’s 80. Geburtstag
    5. März 2013

    Fünf Tage späterer Rücktritt und Kardinal Kasper wäre aussen vor geblieben.

    • trotzdem vermute ich, dass Benedikt andere Sachen im Kopf hatte, als zu überlegen ob da so ein Tübinger Akademikerle noch ins Konklave kommt oder nicht…

      • Das glaube ich auch [email protected], vielleicht wissen Sie, wie sehr ich S.H. Benedikt verehre – in Sachen Theologie, besonders in actu exercito Liturgie, Menschenfreundlichkeit, jeden und jede geduldig anhörend, Bescheidenheit – ganz einsame Koryphäe – aber in Personalpolitik oft sehr kurzsichtig – sagen wir gutgläubig und leider unbedarft. Als Mozartliebhaber(ich bin es auch) nicht schrillen Ausseinandersetzungen zugeneigt, bevorzugte er eher Harmonie und friedvolles Einvernehmen. Seine Schwäche war – er meinte, alle seine Leute seinen edel, hilfreich und gut (d.h. im Kontext übernatürlich eingestellt – proh dolor!) – wie er selbst es durch und durch war – das hat ihn dann in die Flucht – sprich Studierstube gedrängt, welche seine herrlichen theologica hat entstehen lassen. Es wäre ein leichtes gewesen, den Rücktritt zurückzustellen zu Ungunsten Kaspers, Lehmanns etc., aber seine Gutgläubigkeit hat leider ebenso entgegengestanden wie eine innewohnende Starre wohlmeinenden Beratern gegenüber. Er wollte und konnte einfach niemandem weh tun. Mit welchen Folgen!

  7. Danke für die Übersetzung und Bereitstellung dieses Interviews! Es faßt gut zusammen, was sich viele in etwa auch so denken.

    Was daraus folgt, ist klar: Diesen Kurs können und werden wir nicht mittragen.

    Am besten wäre es, Papst Franziskus tut selber, was er bei Papst Benedikt so gelobt hat, nämlich dessen vorzeitigen Rücktritt.

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