Sind Enthauptungen ein Akt islamischer Barmherzigkeit? – Islam und Gewalt (4)

Enthauptung auf öffentlichem Platz
Enthauptung auf öffentlichem Platz

Von Massen-Erschießungen durch die ISlamischen Terroristen berichteten kürzlich Überlebende vor dem UN-Menschenrechts-Ausschuss. Solche Endlösungen bei Gefangenen haben ihre Grundlage bei Mohammed, im Frühislam und auch im Koran.

Gastkommentar von Hubert Hecker

Die Muslime des ‚Islamischen Staats’ (IS) präsentieren im Netz das Enthaupten ihrer Gefangenen. Menschen weltweit erschaudern über diese ISlamische Brutalität. Was hatte der amerikanische Journalist verbrochen, als er über die Gräuel im syrischen Bürgerkrieg in Wort und Bild berichtete? Er war amerikanischer Nicht-Muslime, also „Ungläubiger“. Das reichte den ISlamisten für eine Gefangennahme.

In der islamischen Tradition kodifiziert: Gefangene köpfen oder versklaven

Die radikalen Muslime des IS wollen wortgetreu Mohammeds Koran praktizieren. In der Sure 8,68 lesen sie: „Es steht einem Propheten nicht zu, Gefangene zu machen (statt sie zu töten)“. Somit fühlten sie sich durch Mohammed selbst berechtigt, ihre Gefangenen zu töten, da deren Leben als ‚Kafir’ (Ungläubige) sowieso nichts wert wäre.

Die Nachfolger des Propheten milderten die hartherzige Haltung Mohammeds etwas ab. Schließlich stellten islamische Rechtsgelehrte es als Recht der muslimischen Kriegsherren dar, Gefangene entweder zu köpfen, zu versklaven, sie gegen andere Gefangene auszutauschen oder gegen Lösegeld freizulassen. Die jeweilige Entscheidung soll aus Opportunitätsgründen für die Sache des Islam getroffen werden. Nach islamischer Lehre hat ein Gefangener kein Menschenrecht auf Leben.

Die IS-Terroristen hatten zunächst versucht, eine horrende Lösegeldsumme mit dem gefangenen US-Amerikaner herauszupressen. Als sich die USA darauf nicht einließen, gingen die muslimischen Kidnapper eben zu der islamischen Alternative des Enthauptens über.

Die Terrormiliz der IS rühmt sich, mit ihrer Gefangenenbehandlung in der koranbasierten islamischen Tradition zu stehen. Im wahabitischen Saudi-Arabien wird bis heute das überkommene Scharia-Recht praktiziert, Menschen öffentlich zu köpfen, die gegen bestimmte Scharia-Regeln verstoßen.

Die ISlamisten nehmen sich Mohammed zum Vorbild

Schließlich können sich die ISlamischen Terror-Milizen auch auf die Taten von Mohammed selbst berufen. Im Jahre 627 veranlasste der Feldherr Mohammed in seiner Gaststadt Yatrib/Medina, dass mehre hundert Männer vom jüdischen Stamm Quraiza auf dem Marktplatz öffentlich geköpft wurden. Die Frauen und Kinder der Juden ließ Mohammed in die Sklaverei verkaufen.

Der arabische Historiker Ibn Ishaq beschreibt in seiner Prophetenbiographie diese Auslöschung eines ganzen Volksstammes folgendermaßen:

Nachdem die Quraiza gefangen genommen waren, „begab sich der Prophet zum Markt von Medina und befahl, einige Gräben auszuheben. Als dies geschehen war, wurden die Quraiza geholt und Gruppe um Gruppe in den Gräben enthauptet.“

Gnadenlose Ausschaltung der Macht-Konkurrenz

Hintergrund für die Strafaktion war die Grabenschlacht von 627. Vor dem Angriff der Stämme aus Mekka gegen Medina hatte Mohammed tiefe Gräben vor der Stadt ausheben lassen. Dieses Verteidigungssystem war erfolgreich, so dass sich die Angreifer nach zweiwöchiger Belagerung zurückzogen.

Danach behauptete Mohammed, der jüdische Stamm der Quraiza hätte bei der Belagerung Verrat begangen. Er führte sogar einen Befehl des Engel Gabriel an, die Quraiza anzugreifen.

Bei wikipedia heißt es zu den Vorwürfen: „Die gängige Meinung in der Forschung ist, dass die Quraiza sich während der Belagerung formal korrekt verhalten hätten. Bei den Arbeiten am Graben haben sie den Verteidigern geholfen, indem sie ihnen Schaufeln zum Ausheben des Grabens liehen. Allerdings haben sie auch die Angreifer während der Belagerung mit Proviant versorgt…..“

So oder so stehen die Hinrichtung von 400 Männern und die Versklavung der Frauen und Kinder in keinem Verhältnis zum mutmaßlichen Vergehen der Quraiza.

Widersprüchliche Ansätze der Koran-Interpretation

Zu diesem Komplex befragte das Magazin ‚focus’ den Münsteraner Professor für islamische Religionspädagogik, Mouhanad Khorchide. Der hatte mit seinem Buch von 2012: „Islam ist Barnherzigkeit“ Aufsehen erregt.

Khorchides Islam-Konzept baut auf zwei methodischen Prinzipien auf.
Zum einen seien der Auftrag Mohammeds und somit auch der Anspruch von Koran und Islam allein in der Haltung von „Barmherzigkeit“ zu suchen.
Zum anderen müsse der Koran als ein Buch des siebten Jahrhunderts historisch-kritisch untersucht werden, um seine Kernbotschaft ins 21. Jahrhundert zu übertragen.

Der geschulte Leser sieht es auf den ersten Blick: Diese beiden Forschungsprinzipien widersprechen sich diametral.
Wenn man historisch-kritisch an eine Textsammlung herangeht, kann man nicht im Vorhinein eine bestimmte Haltung als textbeherrschend postulieren. Wenn aber Khorchide die Barmherzigkeit als Über-Botschaft des Korans voraussetzt, kann er die Texte nicht mehr unbefangen in historisch-kritischer Weise untersuchen.

Sind Enthauptungen ein Akt der Barmherzigkeit?

Focus online machte die Probe aufs Exempel und fragte Khorchide, wie sich die öffentliche Enthauptung von etwa 400 Juden sowie die Versklavung von deren Frauen und Kinder unter dem Kriegsherrn Mohammed sowohl historisch-kritisch untersuchen wie auch als Akt der Barmherzigkeit darstellen ließen.

Eine Analyse der Antworten des Münsteraner Professors zeigt, dass er den beiden selbstgestellten Ansätzen nicht gerecht wird.

Unseriöse Quellen-Interpretation

Khorchides Buch: Islam ist Barmherzigkeit
Khorchides Buch: Islam ist Barmherzigkeit

Khorchide scheint zunächst mit der historisch-kritischen Methode vorzugehen. Von den zahlreichen Überlieferungen dieser Geschichte sucht er diejenigen Quellen abzuwerten, die von einer hohen Zahl von Enthaupteten sprechen. Dabei geht er unseriös vor, indem er das „Gehöft einer Frau“, in der die gefangenen Juden vor der Hinrichtung eingesperrt waren, mit „Wohnung einer Frau“ übersetzt. Anschließend macht er die Quelle lächerlich, da in einer „Wohnung“ nicht 400 oder mehr Personen eingesperrt sein könnten. Schließlich behauptet Khorchide, nach einer der „authentischsten“ Quellen (die Steigerung von authentisch ist Unsinn) seien nur 40 Männer enthauptet worden. Diese Zahl stellt er als gesicherte Tatsachenbehauptung in den Raum – auch das ist unseriös.

Schließlich ist es für die Bewertung von Mohammeds Taten nicht erheblich, ob er 400 oder 40 seiner Gegner auf dem Marktplatz von Yatrib enthaupten ließ.

Nach Khorchides eigenem Anspruch soll Barmherzigkeit das Grundprinzip des Korans bzw. des Propheten sein. Tatsächlich aber zeigte Mohammed unnachgiebige Härte und Grausamkeit: Er lehnte sowohl den Verhandlungsvorschlag ab, nach dem die Quraiza mit Eigentum abziehen sollten als auch das Angebot, dass sie ohne Eigentum abzögen.

Unter diesen Umständen muss man Mohammeds gnadenlose Härte sowohl als unbarmherzig wie auch als unverhältnismäßig bewerten.

Auch Khorchides Entschuldigungsversuch, dass Mohammed im üblichen vorislamischen Rechtsrahmen gehandelt hätte, ist nicht überzeugend. Denn diese Kontext-Behauptung kann mit fundiertem Quellennachweis bezweifelt werden. Darüber hinaus wird Mohammeds Originalität stets damit begründet, dass er die vorislamischen Grausamkeiten gemildert hätte.

Mohammeds Segen für die kriegerischen Araber

Die letztere Behauptung trifft weder auf den geschilderten Fall zu, noch war das die allgemeine Linie Mohammeds. Im großen und ganzen ließ Mohammed die altarabische Praxis von Razzien und Raubzügen, Überfällen und Kriegen fortführen. Seine neue Ideologie bestand darin, dass er solche Gewaltaktionen nunmehr als von Allah gewollt und belohnt verkündete. So etwa bei Mohammeds Angriffs-Feldzug gegen die Christenstadt Tabuk im Jahre 630.

Eine erfolgreich Neuerung führte er allerdings ein: Nachdem der Prophet mit seinen Truppen alle gegnerischen Araberstämme besiegt und unterworfen hatte, legte er die Regel fest, dass die Araber (inzwischen Muslime) untereinander sich fürderhin nicht mehr bekriegen und Frieden halten sollten. Das Gebiet der Muslime sollte ein „Haus des Friedens“ sein. Gegen die Völker und Gebiete der „Ungläubigen“ dagegen („Haus des Krieges“) sollten die muslimischen Araber weiterhin mit Beute-Kriegen und Überfällen vorgehen dürfen – nunmehr mit Begründung und Ziel, sie der Herrschaft Allahs zu unterwerfen.

Es war kein neues, aber für die damaligen Araberstämme ein überaus erfolgreiches Rezept: Burgfrieden nach innen, um alle aggressiven Energien nach außen zu lenken. Im Koran wird diese Maxime an verschiedenen stellen ausgeführt, am klarsten in Sure 48,29: „Diejenigen, die zu Mohammed, dem Gesandten Allahs halten, sind barmherzig untereinander, aber voll Härte gegen die Ungläubigen.“

Ein Islam-Professor kommt ins Schwärmen

Mit diesem Koran-Zitat wird auch deutlich, dass Mohammed Allahs Barmherzigkeit nur für die Muslime verkündet. Für die Ungläubigen hat Allah nach zahlreichen Koranstellen nur Härte und Hölle, Strafe und Verdammnis bereit.

Khorchide dagegen will uns in jedem Interview sein Mantra unterjubeln: Allah und Islam seien nichts als Barmherzigkeit. Das sollte auch der einzige Auftrag Mohammad sein. Jede Lesart des Korans, die etwas anderes als Barmherzigkeit im Koran finde, sei zurückzuweisen. Nicht ohne Grund würden viele Suren mit der Formel beginnen: „Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen“. Aber wie soll man das Kapitel vom kriegerischen Beutemachen (Sure 8) als Akt von Allahs Barmherzigkeit verstehen?

Als Schlüsselstelle des Korans hält Khorchide die Sure 21,109 hoch: „Wir (Allah) haben dich (Mohammed) allein zu dem Ziel gesandt, dass du aller Welt unsere Barmherzigkeit verkündest.“ Khorchide unterstellt bei den Adressaten dieses Koranworts, als wenn Allah allen Menschen gleichermaßen seine Barmherzigkeit zuwenden würde – den Muslimen wie auch den „Ungläubigen“. Bei seiner Barmherzigkeits-These lässt Korchide alle textkritischen Analysen unter den Tisch fallen – von historisch-kritischen Ansätzen ganz zu schweigen.

Islam ist Barmherzigkeit für die Muslime, aber Bedrohung für allen anderen

Der Text von Sure 21 wie auch die weiteren Koran-Stellen zu Barmherzigkeit bestätigen, dass Allahs Wohlwollen sowie die Barmherzigkeit-Verkündigung von Mohammed sich ausschließlich auf die Gläubigen der „einzig wahren Religion des Islam“ (21,93) bezieht. Bei allen anderen Menschen kennen Allah und Mohammed keine Gnade. Das kann man auch aus dem Kontext der obigen Barmherzigkeits-Stelle ersehen: „Die Ungläubigen werden an der Hölle Anteil haben und auf ewig darin bleiben“ (21,100). Allen, die sich von Allah abkehren, ist „Strafe angedroht“ (21,110). Mit der eindeutigen Formel zugunsten der Gläubigen: „Der Allbarmherzige ist unser Herr“ endet die Sure 21. „Allahs Gnade und Barmherzigkeit waltet (nur) über euch“, heißt es in Sure 24,10.

Der Titel von Khorchides Buch ist in dieser Allgemeinheit eine Täuschung. Er sollte besser lauten: ‚Islam ist Barmherzigkeit allein für die Muslime’. Im Untertitel müsste es dann heißen: ‚Der Islam hält für die Nicht-Muslime Erniedrigung, Unterwerfung, Krieg und Höllenqualen parat’.

Lektüre dazu: IS-Massaker im Irak: Gehört solche Gewalt zu Mohammeds Lehren? Focus online am 11. 9. 2014

Text: Hubert Hecker
Bild: Asianews/Tempi/

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht
Leo Laemmlein
In seinem Interview mit der katalonischen Zeitung „La Vanguardia“, Juni dieses Jahres, stellte Papst Franziskus christlichen, jüdischen und islamischen „Fundamentalismus“ auf eine Stufe. Er sagte: „… Fundamentalismus, zum Beispiel. Wir drei Religionen haben jeweils unsere fundamentalistischen Gruppen, klein im Verhältnis zum ganzen Rest…. Eine fundamentalistische Gruppe ist gewalttätig, selbst wenn sie niemanden tötet und niemanden schlägt. Die mentale Struktur des Fundamentalismus ist Gewalt im Namen Gottes.“ (Quelle: http://www.domradio.de/themen/papst-franziskus/2014-06-13/papst-franziskus-gibt-erneut-interview) 1993 veröffentlichte der Vatikan das Sendschreiben „Die Interpretation der Bibel in der Kirche“. Darin erhob sie die historisch-kritische Methode, die eine der Hauptursachen für den Glaubensabfall der modernen Christenheit ist, in kanonischen… weiter lesen »
Traditionstreuer

Und, sind Sie dann so konsequent und aus „dieser Kirche“ ausgetreten? Oder ist das nur einmal mehr ein leeres Maulheldentum??

samuel

Weiß denn der Papst nicht,
dass die Orientchristen nach 2000 Jahren
vor ihrer Ausrottung stehen ?
Dann ist er fehl am Platz.
Und was tut er konkret dagegen ?
Friedensgebete im Vatikangarten mit Leuten,
sie dann die moralische Überheblichkeit des Islam
vorbeten ?????????????????????????????!!!
Wahnsinn.

Jonas

Dann beten Sie dass der wahre Papst seinen Platz wieder einnehmen kann und Gott das Wunder von Garabandal in Kürze stattfinden lässt, anstatt dermassen über die Kirche Jesu Christi zu lästern, welche in eine fatale Kriese geraten ist. Nicht nur den aktuellen Papst betrifft dies sondern die ganze Kirche. Gott braucht Beter, keine lästerer…

Ein mitleider und Beter

Leo Laemmlein

Zur Kirche Jesu Christi gehören alle diejenigen, die an Ihn glauben!
Wer lästert hier die Kirche?

zeitschnur
Hier wäre übrigens ein Beispiel für eine Häresie F. – weil manche danach fragen, wo er denn häretisch sei. Denn wer die Irrtumslosigkeit der Schrift anzweifelt, ist unter Bannfluch, schon seit Trient, aber erneut seit dem Vat. I: „Die Bücher der Heiligen Schrift des Alten und Neuen Testaments aber müssen vollständig, mit all ihren Teilen als heilige und kanonische angenommen werden, so wie sie im Dekret des eben genannten Konzils aufgezählt werden und in der alten lateinischen Ausgabe, der Vulgata, vorliegen. Wenn die Kirche sie als heilige und kanonische Bücher wertet, so geschieht das nicht deshalb, als ob diese, durch… weiter lesen »
ein besorgter Christ
werte Zeitschnur, weiter unten, wo sie klarstellen, dass Massakrieren immer unchristlich ist, und auch gegen die Schrift, weil schon im AT wo es ja echt wüst zugeht,. wird drauf Wert gelegt den Feind mit „scharfem Schwert“ zu schlagen…….also für Foltern, Quälen, Vergewaltigen gibt die Schrift nichts, aber auch gar nichts her, während der Koran schon……also da haben Sie absolut recht. Nur was die Häresien des Papstes Franziskus angeht eben nicht. Nicht dass er nicht meist dummes Zeug reden würde, was offenbart, dass ihm die Lehre egal ist bzw er der Ansicht ist, dass die klassische Lehre verkehrt ist, damit haben… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Die Religion des Islams wurde in der Hölle ausgebrütet (wie die Äbtissin Maria von Agreda in ihrem Werk „Die mystische Stadt Gottes“ schreibt), und ihr Begründer Mohammed war, nach dem Urteil von Zeitgenossen, von Dämonen besessen. Übrigens fürchtete Mohammed selbst drei Jahre lang nach seinem ersten Berufungserlebnis mit dem Geistwesen Dschibril, unter dämonischem Einfluss zu stehen, und es war vor allem seine Frau Chadidscha, die ihn beruhigte und überredete, seine Visionen würden von Gott stammen. Ein evangelikaler Missionar und langjähriger Kenner des Islams stellte fest, dass der Islam unter seinen Anhängern eine kollektive Besessenheit erzeugt. — Diese Religion wird von… weiter lesen »
J.G.Ratkaj

Die Konzilskirche hilft eifrig mit, daß die letzten verbliebenen Dämme gegen den „Wahn des Islam“(Papst Leo XIII.) brechen.
Zum einen ihre hoffnungslos naiven „Dialog“-Protagonisten, zum anderen die Proponenten der Weltregierung, die diesen Teufelsglauben um ihrer schimpflichen Pläne gebrauchen.

Leo Laemmlein

Beten wir für die Opfer, aber beten wir auch für die Täter.

Gerd Hengsberger
Die Wahre Religion ist die der Kirche Jesus Christus. Aber auch in Ihr ist Satan am Werk und stiftet zum Frevel und Häresie an. Alle Menschen in welcher Religion und Glaubensrichtung auch immer werden von Gott geliebt, sie sind seine Geschöpfe und er wird auch ihnen den anbieten durch Jesus Christus zu ihm zu kommen. In all diesen Religionen wirkt Satan noch grausamer als in den Christlichen Religionen und Glaubensrichtungen, da diese über keine oder weniger Gnaden verfügen und vor allem das Wort, den Weg, die Wahrheit und die Sakramente nicht kennen. Wir sollten das bedenken wenn wir uns mit… weiter lesen »
Dr. Christoph Heger

Die Historizität eines Mohammeds in Mekaa und vor allem die der von ihm erzählten Geschichten ist höchst fraglich. Das Entscheidende aber ist, daß diese (Mord-)Geschichten im Islam geglaubt werden und als „Brauch des Propheten“ (sunna) Quelle des islamischen „Rechts“ sind. Insofern ist die bekannte Leier, das habe alles „mit dem Islam nichts zu tun“ volksverdummende Irreführung.

Carlo

Dr. Heger: schön, hier von Ihnen zu lesen !

Dr. Christoph Heger

Von woher kennen wir uns, Carlo?

K
Heute leben wir in einer Zeit, in der einerseits viele Menschen überhaupt nicht mehr glauben und sich immer mehr der Religion entfremden, andererseits unter religiösen Menschen immer radikalere Elemente die Deutungshoheit übernehmen. Beides sind die Folgen mangelhafter religiöser Bildung und Erfahrung. Nicht umsonst kommen die Anhänger radikalislamischer Gruppen in der westlichen Welt sehr oft aus einem bereits teilweise säkularisierten Milieu und kennen ihre eigene Religion nur schlecht. Deshalb halten sie die radikalste und krasseste Auslegung ihrer Religion für die authentischste und richtigste und sind anfällig für Radikalisierungsspiralen, weil ihnen der richtige Maßstab fehlt. Genau dasselbe Phänomen ist auch im Christentum… weiter lesen »
ein besorgter Christ
Prinzipiell Zustimmung, aber es hat im Christentum Exzesse gegeben und die Gnosis, deren Grundidee ja die einer „Gruppe von Guten“, ist, denen Gegenüber halt die weniger Guten eh nix zu melden haben, bzw man sich um die eh nicht zu kümmern braucht, ist immer eine Versuchung, gerade der Frommen. Aber diese Versuchung ist im Islam in den Suren hineingeschrieben, will heißen, derjenige, der sich vor lauter religiösem Eifer., über die goldene Regel „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu“ meint hinwegsetzten zu müssen, kann sich durchaus auf den Propheten Mohammed und den Koran… weiter lesen »
Arrow

Eine radikale, von mir aus auch fundamentalistische Christusnachfolge kann ja wohl nicht schlecht sein.
Jotatreue gegenüber der Lehre der Kirche sicher auch nicht.
Die sogenannte goldene Regel ist natürlich falsch, weil sie komplett subjektivistisch ist.

ein besorgter Christ

@ arrow die Goldene Regel findet sich, anders formuliert, im Matthäus Evangelium „Alles was ihr von anderen erwartet, das tut ihr ihnen!“
Ansonsten haben Sie schon recht ein Christentum das auf dem Fundament steht, das Christus gelegt hat, das sorum fundamentalistisch ist, ist sehr gut!

Leo Laemmlein

@ K
Erlauben Sie mir ein paar Fragen.
Waren die „biblizistischen“ Waldenser gewalttätig?
War die Enzyklika „Providentissimus Deus“ von Papst Leo XIII. (1893) fundamentalistisch?
Sind die Verfasser der Chicago-Erklärung (http://www.reformatio.de/bekenntnisse/Chicago.pdf) „gefährliche Eiferer“ mit wenig „Ahnung und religiöser Erfahrung“? Ist Ihnen zu Ohren gekommen, dass einer dieser Gelehrten einem Nichtchristen den Kopf abgeschnitten hat?
Ist Ihnen die Studie bekannt, die vor ein paar Jahren herauskam (2010?), worin festgestellt wurde, dass muslimische Jugendliche umso gewaltbereiter sind, je religiöser sie sind, genau umgekehrt wie bei christlichen Jugendlichen?

Seinsheim

Sie wollen doch nicht allen Ernstes traditionsbewusste Katholiken mit Salafisten in einen Topf werfen?! Wer von den Tradis hackt Dieben die Hand ab oder schneidet Andersgläubigen die Kehle durch? Oder steinigt (vermeintliche) Ehebrecherinnen? Und die Kreuzzugspredigten der Päpste entstanden in einer Situation, in der das abendländische Chirstentum kurz davor stand, vom Islam überrollt zu werden – nachdem die orientalischen Chirstenten bereits unterworfen und zu hunderttausenden massakriert worden waren.
Sie vergleichen hier wirklich Äpel mit Birnen bzw. Fliegen mit Elefanten.

K
Vielleicht ein paar gute Bücher über die Kreuzzüge lesen. Manzikert war weit weg und 1096 auch schon etwas her, in Byzanz hatte die Dynastie gewechselt, die Seldschuken zogen erstmal nach Persien, Pilgerzwischenfälle gab es auch nur in deren Gebieten und eine konkrete Gefahr im Hl. Land selbst bestand absolut nicht. Der fatimidische Eiferer Al-Hakim war längst tot und die Grabeskirche restauriert und wiedereröffnet. Die islamische Welt war total zerrissen und als Ganze überhaupt nicht handlungsfähig. Wir befinden uns im späten 11. Jh. Selbst in Spanien gab es da noch keinen Religionskrieg, sondern wechselnde Bündnisse zwischen christlichen und muslimischen Kleinfürsten gegen… weiter lesen »
zeitschnur
@ K Es gibt zwar sicherlich gewisse strukturelle Gemeinsamkeiten des Geistes bei christlichen Sektierern und Islamisten oder ultraorthodoxen Juden. Aber Sie übersehen m.E. dass das Christentum eigentlich eine „Loser“-Religion ist. Das Reich ihres Herrn und Königs ist nicht von dieser Welt. Er ließ sich selbst kreuzigen… dass unsere katholisch-faschistischen Freunde das nicht gerne hören, liegt an ihrer sektiererischen Irrlehre, denn im depositum fidei ist nirgends etwas hinterlegt, was zu ihren Schlüssen berechtigte… Die Selbstopferung Jesu sollte für jeden Christen der mentale Ausgangspunkt sein. Dass viele Christen offenbar genau das umgewandelt haben und aus Jesus den Superhero, den Supermonarchen und den… weiter lesen »
K
Liebe @zeitschnur, ich gebe Ihnen wie sooft auch hier weitgehend oder sogar vollständig recht. Ein historisches Problem mit (zumeist von Eiferern provozierten) Gewaltausbrüchen haben alle großen Religionen, selbst das Judentum – man denke an die Schreckensherrschaft Nehemia II. Anfang des 7. Jh., dessen Massakern nach (sicherlich zahlenmäßig übertriebenen, aber grds. glaubwürdigen) chr. Berichten Zehntausende Christen beim Mamillateich in Jerusalem zum Opfer fielen. Wir haben den großen Vorteil, dass man Jesus selbst bei kritischer hist. Analyse nicht zum Hass- und Gewaltprediger stilisieren kann. Er empfahl den Jüngern zwar den Kauf von Krummdolchen und war in seinen Wortgefechten mit Gegnern nicht zimperlich,… weiter lesen »
ein besorgter Christ

@ K kaufen Sie sich eine Bibel!

K

Steht da was anderes drin?

K
@ein besorgter Christ Die Christen, die 1099 die blutige „Reinigung“ der hl. Stätten verbrachen, waren keineswegs Häretiker, sondern überzeugte und durchaus fromme Gregorianer. Und sie wurden für ihr Massaker vom frisch gewählten Papst Paschalis II. ja ausdrücklich gelobt. Diese Leute hatten keinesfalls die Vorstellung, sie würden mit ihrem Tun die Botschaft Jesu verbiegen. Im Nachhinein können wir das natürlich leicht sagen. Aber wir sollten dann auch analysieren, warum es zu solchen Ausartungen kam. Und die Wurzel ist, wie unten auch in der Antwort auf @seinsheim angedeutet, religiöses Eiferertum. Es gab auch damals vereinzelt Stimmen, die bemerkten, dass das nicht zusammenpasste… weiter lesen »
ein besorgter Christ
@ k wie auch ihnen nicht entgangen sein kann, schreibe wir 2014 und dieses Portal stellt keine Zeitmaschine dar, in der sie mit dem Kreuzzüglern, (wobei man auch hier feststellen muss, hätte es sie nicht gegeben, so hätten wir auch in Europa kein Bier mehr und müssten 5 mal am Tag gen Mekka beten und all die leckere Wurst gäbe es auch nicht, und die europäische Gelehrsamkeit auch nicht, und deshalb wahrscheinlich auch kein Internet, aber egal) also dieses Portal ist keine Zeitmaschine mittels der Sie mit den Kreuzzüglern kommunizieren können, Sie sind hier also falsch aber sie finden bestimmt… weiter lesen »
K
Die geschichtlichen Fragen habe ich doch nicht aufgeworfen, davon sprachen die anderen (u.a. der @besorgte Christ). 2014 stand ja von Anfang an im Fokus meines Interesses. Nur interessieren mich der Islam und seine Auswüchse hier natürlich wenig (schon deswegen, weil das nicht meine Religion ist). Wenn man über den Islam reden oder gar dessen Probleme lösen will, muss man in der Tat andere Leute ansprechen. Hier geht es vielmehr um die Probleme der Katholiken. Und da gibt es nunmal auffällige Parallelen, die allerdings (ich sagte es von Anfang an) eben gerade nicht die Gewaltfrage betreffen, sondern das allg. Phänomen, dass… weiter lesen »
ein besorgter Christ

also fassen wir Ihren Standpunkt zusammen werter K. weil der Islam sein Radikalen Elemente nicht in den Griff kriegt, keinerlei Anstalten dazu macht, das überhaupt in den Griff kriegen zu wollen, deshalb soll ich mir von meinem Gott sagen lassen „du, du bist nicht kalt nicht heiß, du, du bist lau!“

Radikaler Islam bedeutet Märtyrer werden, indem ich andre umbringe, möglichst brutal, radikales Christentum bedeutet Märtyrer werden, indem ich mich umbringen lasse, weil mir die Wahrheit, (=Christus) wichtiger ist, als alles andere.
Nur weil eine falsche Religion entgleitet, soll ich meine richtige Religion falsch leben?
Das ist wohl nicht christlich!

K
Diese Zsfg. übergeht mein Hauptargument. Jede Religion kann entarten. Insofern ist der Islam ein abschreckendes Bsp. für uns, wenn man so will. Am Islamismus lassen sich einige Mechanismen studieren, die zur Ausartung einer Religion oder Glaubensüberzeugung in wirklichkeitsfernen Fanatismus führen (dabei können hist. Bsp. lehrreich sein, im Kern geht es aber ums hier und heute). Der Islam hat da zugegebenermaßen gewisse besonders heikle Schwachstellen, die bei uns (glücklicherweise) heute fehlen, aber das Grundmuster religiöser Fanatisierung ist dasselbe. Der Denkfehler des obigen Statements besteht vor allem darin, radikale Jesusnachfolge mit aggressiv-eiferndem Fanatikertum gleichzusetzen. Christliche Eiferer sind ja genauso aggressiv und unduldsam… weiter lesen »
ein besorgter Christ

@ K sie kommen mir vor, wie jemand, der Angesichts einer Sturmflut, die gerade dabei ist, die Deiche zu brechen, darauf hinweist, dass man Kakteen nciht zuviel gießen soll.
Und nochmal es ist ein Unterschied, ob ich fanatisch katholisch meinen Mitmenschen auf den Keks gehe, weil ich an allem was zu meckern finde oder ob ich fanatisch katholisch meinen Mitmenschen den Kopf abschneide.

josef

Ja es gibt sie überall, sie sind klüger als alle andere und können alles beurteilen. Der Teufel hat seine Soldaten überall wo nicht gebetet wird. Besserwisser sind auch versucht!
Mohamed war eine reine Ausartung des Bösen nur wollen viele das nicht sehen.

samuel

1. Und deswegen will die Nomenklatura noch mehr Muslims in der BRD.
2. Und deswegen bekämpfen sie einen säkularen Assad, damit sich der Islamismus
auch in der letzten Winkeln von letzten Kulturgegenden im Nahen Osten durchsetzt.
Kann mir einer diesen politischen Wahnsinn erklären ?
Wer ihn unterstützt, macht sich mitschuldig !!
Ausgelöst von USA und Saudi- Arabien, und unterwürfig umgesetzt
von einstigen stolzen Kulturvölkern Frankreich, England, BRD.
Andere Parteien müssen endlich an die Macht und wenn es sie nicht
gibt, müssen sie gegründet und auch gewählt werden.

Dr. Christoph Heger

Samuel, aus diesem Grunde und weil ich etwas vom Islam verstehe, bin ich aktives Mitglied bei PRO NRW. Die PRO Bewegung ist die einzige Partei, die konsequent islamkritisch ist – islamkritisch, nicht muslimfeindlich.

Seinsheim

Zu diesem Thema empfehle ich auch die Oktober-Ausgabe des VATICAN MAGAZIN, gerade was die Brutalität der IS-Horden betrifft.

Katharina
In der kommende Woche wird bei Duncker & Humblot in Berlin ein wichtiges Buch gegen die permanente Desinformation über den Islam, u.a. durch unsere poltisch-medialen „Eliten“ erscheinen, das ich sehr empfehlen kann. Ich hoffe, daß es auch einige katholische Hirten lesen werden, mir liegen die Fahnen bereits vor, es ist vom wirklichen Islamwissenschafter, dem Göttinger Orientalisten Prof. Tilman Nagel, geschrieben: „Angst vor Allah? – Auseinandersetzng mit dem Islam“ Es ist geradzu ein gut lesbares Handbuch für die Begegnung mit den Anhängern Allahs. Man kann dann auch noch besser das neueste, unwissenschaftliche Machwerk des Soziologen und in Münster zum Professor kreierten… weiter lesen »
K
Das ist eine gute Leseempfehlung, danke dafür! Nagel ist ja lustigerweise einer der führenden konservativen Freimaurer Deutschlands. Er sagt Sätze wie: „Ich glaube, eine säkulare Gesellschaft hat als wesentliches Element die Historisierung der Religionen. Es kann keine Säkularität geben in einer Gesellschaft, in der ein Teil sagt, wir beharren darauf, dass unsere universale Wahrheit überall gelten muss. Das ist ein Widerspruch in sich.“ http://diepresse.com/home/panorama/religion/521871/Tilman-Nagel_Islamophobie-zulassen? Hier zeigt sich wiederum schön die Nähe des Islamismus zum radikalkatholischen Weltbild. Niemand soll glauben, Nagels Kritik an religiösen Wahrheitsbegriffen mache vor dem Katholizismus halt. Khorchide darf man nicht als Religionswissenschaftler betrachten, er ist zuallererst islamischer… weiter lesen »
dhmg
Der Koran ist mit Sicherheit von der Bibel abgekupfert, denn genauso liest er sich. Es wurden oft einfach nur Wörter ausgetauscht und Formulierungen verbogen, um dem Ganzen etwas Glanz zu verleihen und es als Unikat erscheinen zu lassen. Meiner Meinung nach sind sämtliche extremistischen Muslime ohnehin schon hart genug bestraft mit dem (zweiten) Tod der in der Ewigkeit auf sie wartet. Wenn man dieser islamischen Lehre folgen und nach ihr handeln würde, würde man sich mit Sicherheit nach kurzer Zeit innerhalb der sieben Todsünden bewegen, was dann zwangsweise eine teuflische Besessenheit bei den Muslimen, besonders bei den IS-Kämpfern erzeugt. Aber… weiter lesen »
wpDiscuz