Franziskus und eine „totalitäre“ Kollegialität? – Verbürokratisierung des Hirtenamtes

Können Bischöfe willkürlich abgesetzt werden
Können Bischöfe künftig willkürlich abgesetzt werden?

(Rom) Gibt es tatsächlich „Anzeichen eines offenkundigen totalitären ‚Bruchs‘“ in Rom, den Chiesa e Postconcilio in einer neuen Bestimmung ausmacht, die mit heutigem Tag in Kraft getreten ist? Mit dem Tagesbulletin des Heiligen Stuhls erfolgte heute folgende Mitteilung des Kardinalstaatssekretärs:

„Rescriptum ex audientia Ss.mi“ zum Rücktritt der Diözesanbischöfe und Inhaber von Ämtern päpstlicher Ernennung.

Der Heilige Vater Franziskus hat während der am 3. November dem unterzeichneten Kardinalstaatssekretär gewährten Audienz die Bestimmungen über den Rücktritt der Diözesanbischöfe und der Inhaber von Ämtern päpstlicher Ernennung approbiert.

Der Heilige Vater hat zudem festgelegt, daß das Beschlossene beständige und dauerhafte Gültigkeit habe, was auch immer dagegen vorgebracht werden kann, und mit dem 5. November mit der Veröffentlichung im Osservatore Romano und dann in den Acta Apostolicae Sedis in Kraft tritt.

Vatikan, 3. November 2014
Pietro Card. Parolin
Staatssekretär

Bestimmungen gegenüber Bischof Livieres nicht eingehalten

Die neuen Bestimmungen wurden „nach Anhörung und Annahme der Empfehlungen des Kardinalsrats, der den Heiligen Vater bei der Vorbereitung der Kurienreform und der Kirchenleitung unterstützt“ erlassen, wie es im Rescriptum  heißt.

Im Artikel 5 heißt es: (…) In einigen besonderen Fällen kann die zuständige Autorität es für notwendig erachten, von einem Bischof die Einreichung des Rücktritts vom Hirtenamt verlangen, nachdem ihm die Gründe dieser Forderung zur Kenntnis gebracht wurden und aufmerksam seine Gründe in brüderlichem Dialog angehört wurden.

Das wirkt umso erstaunlicher, da derselbe Papst diese Bestimmung erst vor 40 Tagen mit der Absetzung von Bischof Rogelio Livieres von Ciudad del Este in Paraguay nicht eingehalten hat. Bis heute wurden dem Bischof weder Gründe für seine Absetzung genannt noch wurde der Betroffene trotz mehrerer Ansuchen von Papst Franziskus empfangen, um im „brüderlichen Dialog“ den Betroffenen sich gegen Anschuldigungen rechtfertigen zu lassen.

Tür zu willkürlichen Absetzungen geöffnet?

Noch weit mehr erstaunt die unpräzise Formulierung, die einem Gummiparagraphen gleichkommt. Einzige Bedingung für eine Absetzung ist, daß der Papst die Betroffenen zuvor „brüderlich“ anhört. Hat sich der Papst damit selbst die Möglichkeit zugesprochen, bei Bedarf beliebig Absetzungen vozunehmen?

Die Dikasterienleiter an der Römischen Kurie, die nicht Kardinäle sind, und alle anderen Bischöfe, die Inhaber von Ämtern päpstlicher Ernennung sind [außer Diözesanbischöfe] verlieren automatisch mit Vollendung ihres 75. Lebensjahres ihr Amt.

Diözesanbischöfe, Weihbischöfe und Koadjutoren in den Diözesen sowie Kardinäle, die ein Dikasterium an der Römischen Kurie leiten, müssen mit Vollendung des 75. Lebensjahres ihren Rücktritt anbieten. Sobald der Rücktritt vom Hirtenamt in Kraft tritt, verlieren sie automatisch auch alle Ämter auf nationaler Ebene, die sie aufgrund des Hirtenamtes innehatten (Art. 3).

Kardinal Marx wäre ein halbes Jahr früher DBK-Vorsitzender geworden

Wäre Artikel 3 bereits in Kraft gewesen, hätte Erzbischof Zollitsch nach seiner Emeritierung als Erzbischof von Freiburg automatisch auch sein Amt als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz verloren und nicht erst ein halbes Jahr später mit Ablauf der regulären Amtszeit.

Die neuen Bestimmungen setzen die Verbürokratisierung des Hirtenamtes fort, die von Papst Paul VI. mit dem Motu proprio Ecclesiae Sanctae vom 6. August 1966 begonnen wurde, indem er eine Altersgrenze für Bischöfe festsetzte, die seither mit Vollendung des 75. Lebensjahres ihren Rücktritt anbieten müssen. 1970 folgten die Kardinäle mit der Altersgrenze von 80 Jahren. 1988 die Bischöfe, die an der Römischen Kurie tätig sind.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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36 Comments

  1. Eine für mich wichtige Frage an alle: wenn dieser Papst nun mal (wie es der Autor Antonio Socci zu belegen versucht) nicht richtig gewählt worden sein soll, und er sich sowieso katholisch-politisch unkorrekt verhält, sind dann all seine Handlungen, Entschlüsse und Beschlüsse noch ernst zu nehmen? Man sieht anhand der Werke, dass er der christlichen Lehre und dem katholischen Recht irgendwie widerspricht. Zum Beispiel wird der Gründer der Franziskaner der Immaculata versteckt und gefangen gehalten ohne einen Grund und ohne ein Prozess, oder seitens des Gründers, ein Anrecht sich zu verteidigen oder ein Anwalt zu nehmen. Wie schon hier im Bericht geschrieben: hält sich der Papst an einiges nicht und handelt immer wieder unorthodox. Ist das Papsttum?
    Es gibt ein sehr gutes Buch, dass derzeit in der Weltkirche für Unruhe sorgt, es wurde von einem gläubigen Journalisten Namens Antonio Socci geschrieben, der jetzt deswegen wie ein ansteckend kranker Mensch und ein Exkommunizierter in seiner Gemeinde behandelt wird, da er einiges aufdeckt. Im Internet auf https://www.youtube.com/watch?v=c-zEso4G91I gibt es in deutscher Sprache einige Informationen dazu.

    • Nein, es ist nicht Papsttum, wenn Herr Bergoglio versucht, sich über Christus zu stellen. Und wenn er nicht richtig gewält worden ist, sind sämtliche seiner Entscheidungen nichtig. Ein Wort von Papst Benedikt XVI, dass er zur Räumung der Kathedra Petri genötigt oder gezwungen wurde, und Herr Bergoglio kann seinen Urlaub im vatikanischen Gästehaus beenden und mit seiner schwarzen Aktentasche und seinen schwarzen Schuhen zurück nach Hause fliegen. Wenn Herr Bergoglio wirklich anfangen sollte, noch herätischer zu werden, wäre erstens Papst Benedikt XVI verpflichtet, seinen Amtsausübungsverzicht zurückzunehmen, zweitens müssten Herrn Bergoglio sämtliche Bischöfe und alle übrigen Katholiken die Gefolgschaft aufkündigen und drittens müsste er wegen Hochverrats an der Kirche Christi in den vatikanischen Kerker geworfen werden. Den Prozess über ihn würde dann der von ihm so geschundene Kardinal Burke halten, der aber trotz der Angriffe von Herrn Bergoglio ihm gegenüber der Blindheit Justitias die Treue halten würde. Andersherum, wenn Herr Bergoglio über Kardinal Burke eichten würde, würde Burke mit Sicherheit völlig ohne Prozess weggesperrt werden.
      Per Mariam ad Christum.

    • Ich habe übrigens verstanden wieso die „Franziskaner der Immakulata“ in Wirklichkeit verfolgt werden. NICHT wegen der tridentinischen Messe. Die gibt es auch in der Ecclesia Dei Gemeinschaft. Zwar bekommen es die Priester mit der Angst zu tun und wagen sich nicht, die alte Messe zu lesen und die Orden sollen die Tradition ablehnen etc. aber in Wirklichkeit sollte es ein Schlag gegen das Werk der Franziskaner der Immakulata im allgemeinem sein: DIE AKTIVE KATHOLISCHE MEDIENARBEIT!
      Den Modernisten geht es genau darum und nicht um die Messe! Ganz schlau und raffiniert gehen sie vor. Sie wollen die ganze Medienlandschaft dem Kult eines Papstes weihen und hassen und bekämpfen die katholische Medien, die die „wahre Lehre“ und vor allem: die Verehrung der Gottesmutter, vertreten. Weniger jedoch die einer Gottesmutter in Medjugorje. Die Medien sollen nicht mehr von Gott, der Tradition, der Kirchenlehre und der Muttergottes berichten. Es ist somit eine Diktatur im Gange. Deswegen ist es gut, dass es ein katholisches.info gibt. So viele andere konservativen Seiten die bekannt dafür waren die „Tradition“ zu lieben, hüllen sich in Schweigen. Sie haben den Kampf um den Glauben somit aufgegeben. Gelobt sei Jesus Christus! Er muss herrschen!

      • Zumindest geht es ihnen „nicht nur“ um die Messe.
        Was derzeit in Rom geschieht, verursacht Ängste bei den Priestern die gelegentlich die alte Messe gelesen haben. Aber was beabsichtigt wird, betreff der Franziskaner der Immaculata, ist: die aktive katholische Medienarbeit dieser Ordensleute und Laienbrüder-Laienschwestern abzuschaffen… Die Medien sollen sich um Franziskus scharen und immer mehr den Irrtum als die wahre katholische fromme Lehre, verbreiten. Gottes Segen

  2. Die Konzilskirche, welche das „unzeitgemäße“ Konzept der societas perfecta und die damit verbundene „vollkommen überkommene statische und enge juridische“ Ekklesiologie zu überwinden gedachte, hat die Kirche au contraire zu einer beliebigen NGO mit einschlägig weltlichen Paradigmen demontiert. „Ecclesiae Sanctae“ und „Ingravescentem“ aetatem sind Produkte dieser banalen Auto-Säkularisation der Kirche. Als ob ein Nachfolger der Apostel in „Rente“ gehen könnte. Ich möchte nicht die Griechen loben, aber solch ein falsches modernes Zweckmäßigkeitsdenken ist ihnen in ihrem Bischofsideal zu recht fremd geblieben. Die Kardinäle Ottaviani u Tisserant und viele andere der damals „Betroffenenen“ haben dies seinerzeit beredt artikuliert. Sie wurden mundtot und zu „Pensionären“ gemacht.
    Das Telos dieser damaligen montinianischen „Reformen“ ist dasselbe wie der Kontext dieses Reskripts nämlich die unbotmäßigen „Bremser“ und „retardierende Kräfte“(so hörte man es schon von den begeisterten Jüngern des neuen Pfingsten in der Kirche in den 1960ern lauten als es darum ging ältere Hierarchen, die die „Implementierung des Konzils behinderten“ auszuschalten)der „Rückwärtsgewandten“ im Episkopat auszuschalten um sie durch willfährige Bürokraten und „zeitgemäße, mutige“ Manager des „Aufbruchs“ zu ersetzen.

    • So ist es! Danke! Das II. Vatikanum muss als das erkannt und überwunden werden, was es in Wahrheit ist: die Initialzündung zu Selbstentfremdung und damit Selbstzerstörung der Kirche. Ein Prozess, der mit dem Pseudoseligen Montini begann und der seinen gegenwärtigen Höhepunkt in der Bergoglio-Herrschaft findet.

  3. Und da Bergoglio die 75 überschritten hat und sich ja so gern als Bischof von Rom tituliert, bedeutet das: ab in den Ruhestand und zwar möglichst schnell und möglichst weit weg. Am besten noch heute, damit der Kirche weitere Eskapaden des Herrn aus Argentinien erspart bleiben. Wenn ich sein Interview Buch betrachte, dann kann man nur noch sagen: Der Mann ist absolut nicht mehr ernst zu nehmen. Es wird allerhöchste Zeit, dass er verschwindet.

    • Wir schenken ihm eine Jahreskarte für die Straßenbahnen in Buenos Aires und fünf schwarze Aktentaschen – gebraucht.

    • @ marcello Von welcher Seite haben Sie es betrachtet /werden Sie es betrachten : Von
      außen oder von innen ?

      • Alles, was man an Bergoglio betrachtet, ist irrwitzig!
        Oder befinden wir uns seit seinem Amtsantritt im „Dauerfasching“?
        Bei seinem Gegrinse und dümmlichen Gesten, könnte man es glauben!

    • Herr Bergoglio scheint die Kirche wohl als sein Privatunternehmen zu betrachten, in dem er walten und schalten kann, wie er will. Spätestens aber, wenn er vor Dem steht, der ihm übergeordnet ist, werden ihm seine Knie schlottern. Dann wird Herr Bergoglio bestimmt sogar fähig sein, die Knie vor Ihm zu beugen. Ich möchte beim Jüngsten Gericht nicht in der Haut von Herrn Bergoglio stecken.
      Per Mariam ad Christum.

      • Markus @: Ich sagte es schon: Bergoglio alias Pope Francis ist ein Stoiker wie einst der römische Kaiser Sulla, nur dass Bergoglio darüber hinaus nach dem Mottto handelt: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Darüberhinaus sind seine „Früchte“ vom Holzwurm befallen. Denn obwohl er sich krampfhaft bemüht, tolle Reden zu schwingen, wird die Welt, auf die doch so gerne zugehen will, um keinen Deut bessser und positiver: Die Reichen werden reicher und die Armen ärmer – auch in den westlichen Ländern. Kriege und Bürgerkriege nehmen überhand. Verfall der öffentlichen Moral, Horrormessen des NOM nehmen zu, ungeheure Verbreitung der Homosexuallität in den PRIESERSEMINAREN UND DEM KLERUS, Unterdrückung der hl.Tridentinischen Messe, Verfolgung von tradiionstreuen Bichöfen und Priestern ,und, und, und! Ja es wird allerhöchste Zeit, dass dem Spuk unter der Ägide des Papstes Francis ein Ende gemacht wird.

      • Nun, Bergoglio ist ein zutiefst brutaler Despot, ein Machiavellist des Progressismus wie es keinen vor ihn so gegeben hat, der sein „Programm des Aufbruchs“ mit beachtlicher Entschlossenheit grob und rücksichtslos abspult, das hat er bereits mit allen Verhängnissen in Buenos Aires so vollstreckt, sodaß man die römische Kirche nicht mehr als solche zu erkennen vermag. (ist man genug alt und noch in der alten Kirche sozialisiert worden ist das jetzt schon manifest)
        Um zu gleich schlimmen und gemeinen Inhabern des heiligen römischen Stuhles zu kommen muß man wohl in die Zeit der Matrone Marozia stoßen. Obgleich man da wieder gleich zugeben muß, daß diese bei allen auch so tadelnswerten Lebensvollzügen doch nicht das depositium fidei penetrant wie Bergoglio je zu demontieren trachteten.

      • …jetzt wissen wir auch, wie er das meinte, als er sagte, die Kirche übe ihre „Mutterschaft“ „hierarchisch“ aus…

        …so wie man (im Umkehrverfahren zu früheren Missständen) die Frau innerhalb der Hierarchie nun hoch bzw. „gleichberechtigt“ ansetzt, macht F. also nun die „Mama“ zur Superhierarchin…

        Dabei ist eine Frau niemals im säkularen Sinne hierarchisch gepolt, und die Kirche war es, wenn man genau hinsieht, auch nie wirklich. Dass der Hierarch der „Diener aller“ ist (wie der Herr selbst), und dies, je „höher“ sein Rang scheint…passt zu der jeder Hierarchie enthobenen eigentlichen Königin, die so sehr Königin ist (also mehr als jeder andere Mensch!) wie sie nichts als „ancilla Domini“ sein wollte…

      • …also die Supermama, die F. da meint, das ist er selbst, er und nur er. Alle anderen kann man wegkehren, weil sie ja in der „Hierarchie“ unter ihm stehen…

        L‘église c‘est moi.

  4. Hw Prof. May im Jahre 1995:
    -
    Der Papst wird durch die Fülle seiner Gewalt nicht zum Diktator, wie der Tübinger Theologe Küng behauptet.
    Denn ein Diktator ist ja ungebunden, der Papst aber ist gebunden.
    Er ist gebunden an Christus. Er kann nicht tun, was er will, sondern er muß tun, was Christus will. Und was will Christus?
    Christus will die Aufrichtung des Reiches Gottes und das Heil der Seelen.
    Dies und nichts anderes kann und muß der Papst wollen: die Förderung der Gottesherrschaft und das Heil der Seelen.
    Seine Gewalt ist also inhalt lich ganz genau bestimmt.
    Er muß auf bauen und darf nicht niederreißen.
    Er kann nicht eine neue Offenbarung verkünden oder einen neuen Kult ein richten, son dern er hat die Tradition zu wahren, er hat die Kontinuität zu erhalten, d.h. die Verbindung mit dem gekreuzigten und auferstandenen Christus.
    Es ist ihm nicht gestattet, nach Willkür und Laune, nach Belieben und Geschmack zu handeln, sondern er hat zu hören auf das, was Christus zu ihm spricht.
    Er hat die Verantwortung vor Christus.
    Er muß Rechenschaft legen vor Christus.“
    [….]
    -

  5. Es ist eindeutig und nicht mehr zu bezweifeln: Damit kann jeder glaubenstreue Bischof jederzeit aus seinem Amt entfernt werden. Es braucht nur ein paar progressistische Verleumder, und Rom enthebt ihn seines Amtes. Auf ein Verfahren, das die Verleumdungen überprüft, hat er kein Recht mehr, der Papst entscheidet, ohne dass Verleumder, Lügner, zu ihren Aussagen stehen müssen, für falsche Aussagen zur Verantwortung gezogen werden. Das ist die reinste Diktatur, und Herr Bergoglio ist ein Diktator: Er macht, was er will, er selbst steht über jedem (Kirchen) Recht.

    Wann wachen konservative bergogliotreue Katholiken endlich auf? Wann bildet sich ein Widerstand?
    Das Amt des Papstes und die katholische Kirche werden total deformiert.

    Der Papst hat das Recht, rechtliche Verfügungen zu erlassen, das steht ihm kraft seines Amtes zu. Aber er selbst hat sich nicht über das Recht zu stellen, er darf nicht wie ein Diktator schalten und walten wie es ihm beliebt. Er darf nicht das Recht auf seine persönlichen Vorlieben und Abneigungen zuschneiden und alle, die er nicht mag und will, ihrer Rechte berauben.

    Dieser Mann, Bergoglio, verachtet das Amt des Papstes. Gleichzeit nutzt er es nicht nur aus, er verzerrt es, um die katholische Kirche zu zerstören.

    Die viel kritisierte bis verachtete Inquisition: Sie argumentierte vom Recht her. Ob uns heute einzelne Vorschriften noch einleuchten, spielt keine Rolle. Es gab Rechte, die der Beschuldigte für sich in Anspruch nehmen konnte, und kein Papst hat diese angetastet.

    Machen wir uns nichts mehr vor: Jeder glaubenstreue Bischof kann aus seinem Amt entfernt werden, jeder! Es bedarf nur ein paar Lügner, Verleumder, die setzen die Presse ein, und der Bischof wird entfernt, wenn Herr Bergoglio ihn loswerden will.

    Aber wir wissen es: Seit dem Vorhaben, die Franziskaner der Immakulata zu zerstören, hat das Zeitalter der Kommissare begonnen. Glaubenstreue Katholiken sind in ihrer Kirche mit dem Stalinismus konfrontiert. Auch wenn es uns als Laien nicht trifft, was unsere materielle Basis betrifft, wenn man uns unsere glaubenstreuen Bischöfe wegnimmt, sind wir geistlich führungslos. Die wenigen glaubenstreuen Priester werden zum Schweigen gezwungen.

    Die Realität in der Konzilskirche ist das der Tendenz nach schon lange, nur nicht in dieser Bedingungslosigkeit, nicht in dieser Form des Stalinismus. Deshalb musste Benedikt XVI. entfernt werden, sorry, zurücktreten. Mit ihm ging das nicht.

    Möge der Himmel Hirten erwecken, die diesem Zerstörer Bergoglio widerstehen – bis hin zum Schisma, wenn es nicht mehr anders geht.

    „Hat sich der Papst damit selbst die Möglichkeit zugesprochen, bei Bedarf beliebige Absetzungen vorzunehmen?“ fragt Herr Nardi. Es ist eine rhetorische Frage. Wir kennen die Antwort längst. Der Gründer der Franziskaner der Immakulata steht noch immer unter Hausarrest.

    Kein glaubenstreuer Bischof, der den katholischen Glauben offen zum Ausdruck bringt, ist seines Amtes sicher.

    • Vom règne de la terreur Bergoglios und seiner eifrigen Clique von internationalen Mit-Komplotteueren des Abbruchs („mutige Aufbrüche“) haben wir nun erst den Prolog in nuce erblickt. Man muß sich als als glaubenstreuer Hirte auf das Schlimmste gefasst machen: Denunziation, Lügen, Ächtung, soziale und binnenkirchliche Abwicklung freilich ohne „Demut“ u „Barmherzigkeit“ seitens des Maximus-Humiliaten v. Rom.

  6. Diese Entscheidung von Franziskus öffnet der (neuen) päpstlichen Willkür Tür und Tor.
    Kein Bischof ist davor zukünftig sicher. Aber @ Zeitlos wir im deutschen Sprachraum haben wenig zu befürchten. Ich kenne dort nur einen, den ich als glaubensstark erachte, und der sitzt in Chur. In Baiern gibt es auch noch einen, der der reinen Lehre anhängt. Sind wir dankbar dafür, aber Ihm fehlt aber offensichtlich das Durchsetzungsvermögen.
    Uns hilft nur noch das Gebet und die Erinnerung an Bischof Dyba.

    • @Hans, ich denke mit großer Sorge an die Tridentinische Messe. Jeder Bischof, der sie hier und da zulässt, noch nicht mal aus innerer Überzeugung, sondern um den Gläubigen gerecht zu werden, kann sich schon verdächtig machen. Auch wenn er sich sonst duckt, sich klein macht, unauffällig sein will, Reste des Glaubens verteidigen will, er gerät schon in Verdacht.

      Wenn es kein Recht mehr gibt, kann ein Bischof sich nicht mehr auf „Summorum Pontificum “ und die Instruktion berufen. Verleumder finden immer etwas zum Aufbauschen, zum Verdrehen, und die Medienmeute ist stets bereit zum schmutzigen Dienst. Und Herr Bergoglio vollstreckt.

      Der Vorsitzende der DBK soll eine „gewisse“ Vorliebe für die „Alte Messe“ haben, habe ich mal gelesen. Ob es stimmt, weiß ich nicht, doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht gerät ein sonst angepasster Bischof dadurch nicht gleich ins Visier der Hierarchie-Nomenklatura, ist meine Hoffnung. Doch diese kleinteiligen regionalen Überlegungen lösen das Problem nicht.

      Das Gebet ist immer notwendig und auch ein Trost. Ich denke, wir brauchen in dieser Situation Prälaten vom Format eines Erzbischof Lefebvre. Nicht als Nachahmer, ich meine vom Format her, von der Persönlichkeit, der Glaubenstreue und Konsequenz.
      Noch sind sie nicht sichtbar. Lasset uns beten…

      • ich fürchte, man muß als Anhänger der Tridentinischen Messe einfach warten, bis dieses Pontifikat vorbei ist. Die (hier darob vielkritisierte) FSSP macht’s womöglich richtig, einfach unterm Radar bleiben, nix zum VII-Konzil sagen, aber sich ohne öffentliches Aufsehen um die Gläubigen kümmern, und nach Bergoglio schauen wir mal weiter, aufgrund des Altersschnitts der traditionell orientierten Priester hat demographisch irgendwann die Messe Bunigni ein Problem…

      • Der Vorsitzende der DBK hat vor allem eine Vorliebe für Macht, deshalb versteht er sich auch so gut mit Papst Franziskus. Darüber hinaus hat er Vorlieben für Alkohol, teure Zigarren und gutes Essen. Die alte Messe fasst der nicht einmal mit der Kneifzange an, nur barocker Pomp um seine Person ist erwünscht.

      • @Ordinariatskanzler
        Treffender Nickname. Sie scheinen sich ja im Bereich des Münchner Ordinarriats auszukennen.

      • @ kostantinov

        Leider sagt die FSSP sogar sehr viel Apologetisches zum vat. II – schauen Sie auf kath-info.

        @ Principal und @ Ordinariatskanzler

        Ich bin natürlich ganz down-under von jedem Ordinariat, aber es tut mir leid – man sieht Marx seine Lebensweise so sehr an, dass darüber keine vernünftigen Zweifel bestehen können.
        Mir wurde neulich klar, dass Völlerei eigentlich nach dem Hl. Paulus ebenso vom Himmelreich ausschließt wie das Halten von Lustknaben.
        Und auch Bergoglios Umfang hat beträchtlich zugenommen, seitdem er Papst ist.
        Dass es pummelige Herren gibt, also von Natur aus pummelig, ist dagegen was anders und sieht auch anders aus. Das könnte man eher bei dem von mir nicht geschätzten J23 annehmen.

        Man sollte dieses Merkmal nicht unterschätzen. Es muss schon alles zusammenstimmen in der echten Nachfolge…

        Ansonsten fürchte ich, hilft uns Deutschland gar nichts. Jede bischöfliche Hoffnungsfigur erwies sich entweder als falscher Fuffziger (wie Overbeck oder Woelki) oder er wurde brutal geschasst.
        Man muss vielleicht eher konstatieren, dass einer, der sich in diesem Lug- und Truggebilde behauptet, nichts taugen kann…

  7. Kommt es mir nur so vor oder ist das Amt des Papstes unter Herrn Bergoglio viel mächtiger geworden. Bei Papst Benedikt XVI wirkte es immer so, als ob ihm alle ungestraft auf der Nase rumtanzen konnten. Er hat verfügt, dass die Wandlungsworte im deutschen Sprachraum korrigiert werden und die Bischöfe haben ihm nicht gehorcht. Er hätte alle ihres Amtes entheben können. Vor allem Kardinal Kasper, der immer ein Gegenspieler Papst Benedikts XVI war, hat sich viele Frechheiten gegenüber Papst Benedikt XVI erlaubt. Auch Piero Marini hat bei seiner Absetzung als Zeremonienmeister noch willkürlich Forderungen an Papst Benedikt XVI gestellt. Man stelle sich vor, jemand würde sich das gegenüber Herrn Bergoglio erlauben. Warum hat sich Papst Benedikt XVI das gefallen lassen?

    Frage an alle hier:
    Ist das Papstamt wirklich mit solch absoluten Vollmachten ausgestattet, dass der Papst jeden Bischof willkürlich absetzen kann. Bisher dachte ich immer, dass Diozösanbischöfe eine gewisse Autonomie besitzen, im Gegensatz zu Kurienbischöfen und -kardinälen, die der Papst jederzeit absetzen kann und alleine die Nachfolger bestimmt. Bei Diozösanbischöfen hat doch die Ortskirche ein Mitbestimmungsrecht, wer Bischof wird, oder irre ich mich etwa.
    Wenn ich jetzt also Papst wäre und ich würde den Novus Ordo verbieten und den Vetus Ordo als für die Gesamtkirche verbindlich erklären und die Bischöfe würden sich dagegen stemmen, dann könnte ich jeden einzelnen Rebellen absetzen.
    Und wenn ich als Papst die absolute Vollmacht inne habe und ich erkläre zu meinen Lebzeiten oder testamentarisch, dass ich selber bestimme, wer mein Nachfolger auf dem Stuhl Petri werden wird, müsste ich mir dann von den Kardinälen auf der Nase herumtanzen lassen und mir anhören, dass die Entscheidung über den nächsten Papst alleine dem Kardinalskollegium zusteht. Könnte ich derartige Rebellen nicht ebenfalls entlassen. Ein Papst kann ja das Wahlalter beschränken, er kann ebenfalls den Wahlkreis vergrößern, so dass zum Beispiel alle Bischöfe zur Papstwahl berechtigt wären. Ebenso könnte er dann auch den Wahlkreis verkleinern und die Entscheidung über den nächsten Papst allein einer Person überlassen, nämlich sich selbst. Benedikt XVI hätte also selber entscheiden können, wer ihn als Papst beerbt. Vielleicht werden wir das auch noch erleben und Herr Bergoglio ernennt Pater Volpi zum nächsten Papst.
    Wie mächtig ist das Papstamt wirklich ???
    Per Mariam ad Christum.

    • Weiß hier wirklich keiner eine Antwort auf meine Frage? Das ist echt schade, da auch sonst nirgendwo zu diesem Thema Informationen zu finden sind.
      Per Mariam ad Christum.

  8. Die Wahren Diener Christi werden aus der Kirche entfernt oder eingeschüchtert.
    Die nächste Synode wird kein Problem mit der 2/3 Mehrheit haben. Die Neue EineWeltreligion wird dann abgesegnet und durchstarten, jetzt vor aller WELT legitimiert.

  9. Sehr interessant:
    In Nordbelgien wollte der Bischof v. Brügge (Westflandern) DeKesel einen mehrmals pädophil aufgefallenen „Priester“ (noch durch vanGheluwe geweiht) nach 5 Jahre Wartezeit wieder in eine Parochie einsetzen.
    Nach lautem Protest wurde es dann Hals über Kopf nicht gemacht.
    Inzwischen wird in der Diözese Antwerpen (unter Bischof Bonny, ebenfalls ein Westflame) öffentlich protestiert gegen einen Einsatz in Herentals-Morkhoven_Noorderwijk.
    Die Aussagen der dortigen Kirchenoberen lassen plakativ jede Empathie für die Opfer vermissen.
    Sie lernen es nie.

  10. Ich finde, dass die Bezeichnung „totalitäre Kollegialität“ ein guter merkenswerter Begriff ist, der viel kennzeichnet.

  11. @ Sina : Mit „es“ habe ich das Buch mit den Interviews gemeint, das man bekanntlich nur bewerten
    kann, wenn man es gelesen hat .Ich habe im übrigen den Eindruck , dass man sich vielzusehr von
    Oberflächlichkeiten zu einem Urteil verleiten lässt , beziehungsweise von Vorurteilen aus zweiter
    Hand . Nur die Tatsache , dass Scalfari ein Linksliberaler ist , und der Papst mit ihm Gespräche
    führt , ist doch kein Grund ,schon prophylaktisch die Nase zu rümpfen und „Bäh“ zu schreien .
    Es ist doch zunächst einmal ein Fortschritt , sich anderen Ideen angstfrei zu öffnen und nicht gleich
    die Pest oder den Luzifer auf der anderen Seite zu vermuten . Dass jemand nicht katholisch ist ,
    ist doch nicht gleich ein Makel .

    • In Sachen Lehre Christi muss man sich „keinen anderen Ideen“ angstfrei öffnen!
      Und von Angst kann sowieso keine Rede sein.
      Eher von Wut!

  12. @ Sie meinen also , der Papst solle Nichtkatholiken grundsätzlich als eh Verlorene oder gefährliche
    Ketzer meiden ? Demnach wäre ja jede Art von Mission , und sei sie nur ein Gedankenaustausch im
    Dialog , schon bedenklich .Das ist doch eine total naive Vorstellung !

    • @ rampolla

      Egal, wie wir es nun im einzelnen gerne regeln wollen – ich persönlich sehe in den anderen prinzipiell Gottes Geschöpfe, um die er vielleicht immer noch heftig ringt und dabei meine Liebe benötigt.
      Es gibt aber auch Menschen, in denen tritt einem die Finsternis entgegen.
      Und wenn man das einmal erfasst hat, bekommt man Angst davor, nicht selbst womöglich unbewusst oder aus Leichtsinn Ort der Finsternis zu werden.
      Früher lehrte die Kirche jeden das Kommuniongebet „Herr lass nicht zu, dass ich mich je von dir trenne (dass er es nie tun wird, ist klar!)“, weil man weiß, wie schwach man ist.
      Unbedarft jedenfalls sollte niemand in Beziehungen zu anderen einsteigen. Zu schneller Distanzverlust (auch der Ausgangspunkt der vielen sexuellen Tragödien) sollte unterbleiben – natürlich in jedweder Art von Beziehung.
      So wird der andere in jedem Fall eine christliche Heruasforderung, bei der aber der Herr mit Sicherheit nicht jedem alles abverlangt bzw. zulässt, weil er die Gaben unterscheidlich verteilt hat. Niemals darf ich dabei unredlich oder verlogen oder parteiisch werden. (Was uns allen aber ganz leicht doch passiert…)

      Wichtig ist, dass ich mich nicht sektiererisch verriegle, aber auch am meisten darum besorgt bin, mich von Ihm niemals zu trennen und wenn es möglich sein sollte, auch dem anderen einen ganz schwachen Abglanz von Seiner großen Heiligkeit und Liebe zu spenden, wenn Gott es will und Er die Gande dazu gibt, damit dieser andere auch Anteil erwerben darf an der göttlichen Gnade, die Er uns allen eigentlich zugedacht hat.

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