Was deutsches Fernsehen nie zeigen würde: Kurden parodieren Islamischen Staat (IS)

Kurdische Islamisten-Parodie
Kurdische Islamisten-Parodie

(Arbil) Im Westen, besonders im deutschen Sprachraum würde kein Sender es wagen, dergleichen auszustrahlen. Der kurdische Internetsender KurdSat Tv hat den Mut und sendet eine Parodierung des islamistischen Kampfverbandes Islamischer Staat. Seit einigen Monaten ist die mordende Dschihad-Truppe zum unheimlichen Nachbarn der Kurden geworden. Zu Kämpfen kam es zwar vorwiegend in Nordostsyrien, doch stehen auch die nordirakischen Kurden Gewehr bei Fuß. Als politische Korrektheit kaschierte Angst ließe westliche Programmdirektoren vor einem vergleichbaren Kabarett zurückschrecken. „Wir sind bärtig, schmutzig und abstoßend, wir sind hirnlos und haben nichts in unseren Köpfen“.

Mit diesem Liedtext macht sich KurdSat TV über die Krieger des neuen „Kalifats“ lustig. Eine sympathische und beißende Satire auf die Islamisten-Truppe, deren Entstehung und deren Aufstieg nur Dank mächtiger Unterstützer in den arabischen Emiraten und im Westen möglich wurde. Fünf Schauspieler treten im Video als bärtige Islamisten auf, schwarz gekleidet, Säbel schwingend und mit Totenköpfen spielend, im Hintergrund die schwarze Fahne des Dschihad. „Wir sind die Isis, wir melken die Ziegen auch wenn sie Böcke sind“, heißt es im Lied der „Dschihadisten“.

Die in ihrer großen Mehrzahl sunnitischen Kurden der schafilitischen Richtung leben auf mehrere Staaten des Nahen Ostens verteilt und verfügen über keine Eigenstaatlichkeit. Die Schätzungen gehen erheblich auseinander, weshalb Mittelwerte genannt werden sollen. Demnach beträgt der kurdische Bevölkerungsanteil mit rund 13 Millionen in der Türkei etwa 20 Prozent, fast ebenso viele sind es im Irak mit über sechs Millionen. Etwa sieben Millionen Kurden leben im Iran und machen dort ungefähr acht Prozent der Bevölkerung aus. In Syrien leben zweieinhalb Millionen Kurden, das entsprach vor dem Krieg ungefähr zwölf Prozent der Landesbevölkerung. Zu ihrem historischen Siedlungsgebiet gehört auch ein kleiner Grenzstreifen im westlichen Aserbeidschan. Der Anteil an der Bevölkerung dieses Landes beträgt allerdings nur etwa 1,5 Prozent. Die weitaus größte kurdische Diasporagemeinde lebt in der Bundesrepublik Deutschland, wohin sie im Zuge der deutsch-türkischen Gastarbeiter-Verträge gelangte. Gut 800.000 Kurden sollen in Deutschland leben und damit ein Prozent der Einwohner ausmachen.

Auf dem Weg zum eigenen Staat?

Parodie gegen brutale Wirklichkeit
Parodie gegen brutale Wirklichkeit

Am weitesten fortgeschritten ist das Bestreben nach einer eigenen Staatsbildung mit der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. Sie geht auf ein Autonomieabkommen von 1970 zurück, das der damalige irakische Vize-Präsident Saddam Hussein mit den Kurden vereinbarte. Nach dem Zweiten Golfkrieg 1991 wurde ein innenpolitisch weitgehend selbstverwalteter Teilstaat daraus mit eigenem Parlament, eigener Regierung und eigener Armee. Innerkurdische Konflikte verhinderten über Jahre den Ausbau dieser Stellung.

Die irakischen Kurden versuchen 2014 die Auflösungserscheinungen des Irak zur Gründung eines selbständigen Staates zu nützen. Grund für den Zerfall ist die prekäre innenpolitische Lage eines religiös und ethnisch zerrissenen Landes. Mit dem Auftreten des islamistischen Kampfverbandes Islamischer Staat kippte das labile innere Gleichgewicht. Mit der Eroberung der von sunnitischen Arabern bewohnten Gebiete des mittleren Irak haben die Kurden einen unangenehmen „Nachbarn“ bekommen. Zu offenen Kampfhandlungen zwischen Islamischem Staat und Kurden kam es bisher vor allem in Nordost-Syrien. Im Süden und Westen vom IS und im Norden vom türkischen Staat bedrängt, befinden sich die Kurden im Nordirak und Nordsyrien in einer wenig beneidenswerten Situation. Da die Türkei separatistische Bestrebungen ihrer eigenen großen Kurdengebiete befürchtet, gilt sie als Freund aller Feinde der Kurden. Wirklich Unterstützung für ihre Eigenstaatlichkeit haben sie von keiner Seite.

Die Kurden beteiligten sich vor hundert Jahren am türkischen Armenier-Genozid und übernahmen große Teile des ursprünglich armenisch besiedelten Gebiets der heutigen Türkei.

Schwierige Gemengenlage im Nahen Osten

Die syrischen und irakischen Christen werden vom Islamischen Staat brutal verfolgt. Eine wirkliche Schutzallianz durch die Kurden kam bisher nicht zustande. Das irakische Kurdengebiet bietet den Christen zumindest eine Zuflucht. Internationale Institutionen und Hilfsorganisationen konnten dort Flüchtlingslager errichten.

Der Nahe Osten ist eine komplexe ethnische und religiöse Gemengenlage, die durch westliche Interessenpolitik, bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion auch des Ostblocks, in starke Bewegung geraten ist mit der Gefahr, selbst die labilen Gruppenausgleiche zusammenbrechen zu lassen, die über Jahrhunderte ein, wenn auch teils prekäres Zusammenleben ermöglichten.
Der kurdische Sender KurdiSat Tv wagt trotz der unmittelbaren Bedrohung mit einer Parodie des Islamischen Staates, was im deutschsprachigen Fernsehen vergebens zu suchen ist.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Text: Andreas Becker
Bild: AsiaNews

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18 Comments

  1. Ich frage mich nur was der Katholizismus aus alledem für einen Gewinn erzielen soll, das Problem von ISIS ist wie Jakob Augstein im Spiegel schreibt ein vom Westen selbst geschaffenes, ISIS ist extrem gut ausgebildet , und hoch aufgerüstet, einmal schlagen sie vor den Toren von Bagdad und kurz danach vor den Toren von Damaskus zu. ISIS ist durchwegs besser aus- und aufgerüstet als die syrische Armee oder die Kurden und das durchwegs mit amerikanischen Waffen. (gepanzerte Humvees und dergleichen) Es liegt auf der Hand dass es da um eine Schwächung der arabisch- iranischen Kräfte zu Gunsten von Israel geht.Es ist der christliche Westen der das Baath- Regime in Damaskus beseitigen will, das den Christen in Syrien in den letzten Jahrzehnten leidlichen Unterschlupf bot. Man sollte sich nicht so sehr die bösen Moslems anschauen, als jene Christen die im Dienste des Zionismus und für das Erdöl den Nahen Osten “ aufmischten“. Zwischen 1700 und 1970 war der Islam sehr sehr ruhig und steigerte sich im Rahmen der ihm zugefügten Demütigungen und Niederlagen im Nahostkonflikt.

    • Wieder einer, der der alten Legende von den von außen zugefügten Legenden glaubt. Ach ja und der allpräsente, allschuldige Zionismus, dann weiß man ja schon woher der muffige Wind weht.

      • Fakt ist, dass die ISIS ein Kind der westlichen Hochfinanz ist
        Natürlich ist auf der anderen Seite der Koran !! das Problem, nicht der einzelne Moslem !!!!!!!!!!!!!
        Das allergrößte Problem ist aber der Westen selber (bzw. diejenigen die den ganzen Westen und die halbe Welt dazu wirklich regieren.
        Es ist die freimaurerisch dominierte Hochfinanz, welche ein kriminelles, unseliges, nicht mehr durch Gold gedecktes Schuldgeldsystem mit allen Mitteln !! verteidigt.
        Dagegen hat jeder einzelne Bürger auf der ganzen Welt ein effektives Mittel !!
        Er müsste nur sein Geld (alles Geld – ich habs gemacht und fahre gut damit) in Gold und Silber tauschen. Er will es aber nicht. Stattdessen konsumiert man auf Teufel komm raus (im wahrsten Sinne des Wortes), oder lässt sein Geld weiter bei Banken, Versicherungen und in Immobilien, wo es allfälliger finanzieller Repression in jeder Form !! ausgesetzt ist.
        Wer konsumiert (mehr als nötig) und sein Geld im System lässt, der stützt genau diese gottlose Hochfinanz ungewollt !!
        Wer aber sein „Geld“ mittels Gold und Silber aus dem System nimmt, der schützt sein erspartes effektiv und schwächt nebenbei ohne Mehraufwand genau diese Hochfinanz.
        Der zweite Punkt ist der geistige Kampf :
        Die Freimaurer sind die Statthalter des Teufels auf Erden. Der Verfasser des Korans war es auch. Beide wollen und wollten die Vernichtung des Christentums. Vor allem die katholischen Christen sind die Zielscheibe, oft sogar von anderen Christen. Das sagt viel aus. Die Lüge bekämpft die Wahrheit.
        Nicht der einzelne Moslem ist das Problem, der Koran ist es. Jeder radikale kann sich mit gutem „Recht“ darauf berufen.
        Es ist aber so, dass die westliche Hochfinanz auch die Moslems missbraucht um ihre Ziele langfristig durchzusetzen.
        Hier ist die effektivste Waffe das Gebet und ein möglichst gottgefälliges Leben (die Gebote einhalten). Wo die Religion (gewollt oder unbewusst) zurückgedrängt wird da entsteht ein Vakuum. Dieses wird sofort vom Teufel mittels Dämonen wieder aufgefüllt.
        Ein drängendes Problem unserer Zeit.
        Die Menschen sind schwach, anfällig für Sünde, bequem, lassen sich bis auf wenige Ausnahmen leicht indoktrinieren usw.
        Die freimaurerisch dominierte Hochfinanz jedoch ist straff organisiert und duldet keine Nachlässigkeiten, Wiederspruch usw. Gesteckte Ziele werden beharrlich verfolgt.
        Dieser Kampf wird auf zwei Ebenen geführt. Auf der materiellen und auf der geistigen. Zugegeben : Auf der geistigen Ebene hab ich ordentlich Nachholbedarf in einigen Punkten.

    • Wickerl
      Was da der Islamische Staat tut, ist im Zusammenhang mit den ganzen politischen Veränderungen seit dem sogenannten islamischen „Frühling“ zu sehen. Vom Resultat her kann man die Richtung erkennen. Das eine Resultat ist die Vernichtung des Christentums, wo es fast 2000 Jahre zu Hause war, das andere Resultat ist die Bildung einer fanatisch antiisraelischen Staatengruppe um Israel herum, was keineswegs in dessen Interesse liegt. Und: diese politisch-militärische Konstellation ist schon von den alttestamentlichen Propheten für die Endzeit vorhergesagt. Dazu kommt dann noch Russland (Daniel: „Fürst des Nordens“ ), das sich mit den Moslems gegen Israel verbünden wird. Das alles zeigt die Handschrift Satans und vielleicht des schon hinter den Kulissen wirkenden Antichrists: Der Haupthass Satans richtet sich 1. gegen die Christen, 2. gegen das auserwählte Volk.

      • Falsch , die Gottesmutter sagt die weltweihe Russlands voraus! Und die Bekehrung Russlands kommt gut voran, Präsident Putin hat sich der orthodoxen Kirche angeschlossen, und die Kirchen werden wiederaufgebaut und liebevoll restauriert seit Jahren, schauen Sie sich einmal auf Googlemaps Bilder über Russland an! Tel Aviv ist eine Hochburg des Homosexualismus, Israel stimmt in der Uno-Vollversammlung jeweils für die Anliegen der Homosexuellen, während es in Russland eine würdige Liturgie und eine intakte Morallehre gibt.

      • Sie sehen die Sachlage vollkommen richtig. Russland schlägt zu sobald die Türkei wie von der Tarantel gestochen losmarschiert ist. Putin löst das Problem im eigenen Süden mit den Moslems und kurbelt die Wirtschaft über Aufrüstung enorm an. Außerdem ist es genauso wie ein Kapuziner Mönch 1776 vorhersagte, wir haben jetzt 3 Päpste einen Italiener, einen Deutschen und einen Orthodoxen. Vatikanseite bestätigt sogar die Kapuziner Prophezeiung unbewusst,hier der Link:

        http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/31/russland:_papst_tawadros_besucht_patriarch_kyrill/ted-834001

    • Psalm 83
      ————-
      1 Ein Psalmlied; von Asaph.
      2 Bleibe nicht ruhig, o Gott, schweige nicht und sei nicht still, o Gott!
      3 Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt.
      4 Sie machen listige Anschläge[1] gegen dein Volk, verabreden sich gegen deine Schutzbefohlenen[2].
      5 Sie sprechen: »Kommt, wir wollen sie vertilgen, daß sie kein Volk mehr seien, daß an den Namen Israel nicht mehr gedacht werde!«
      6 Ja, sie haben einen einmütigen Beschluß gefaßt, sie haben einen Bund gegen dich geschlossen:
      7 die Zelte Edoms und die Ismaeliter, Moab und die Hagariter,
      8 Gebal und Ammon und Amalek, das Philisterland samt den Bewohnern von Tyrus.
      9 Auch Assur hat sich ihnen angeschlossen und ist den Söhnen Lots ein Beistand geworden. (Sela.)
      10 Mach es mit ihnen wie mit Midian, wie mit Sisera, wie mit Jabin am Bach Kison,
      11 die vertilgt wurden in Endor, zu Dünger wurden fürs Ackerfeld!
      12 Mache ihre Edlen wie Oreb und Seb, wie Sebach und Zalmunna alle ihre Fürsten,
      13 sie, die sagen: »Wir wollen für uns in Besitz nehmen die Wohnungen Gottes!«
      14 Mein Gott, laß sie sein wie ein Blätterwirbel, mache sie wie Stoppeln vor dem Wind!
      15 Wie ein Feuer, das den Wald verbrennt, und wie eine Flamme, welche die Berge versengt,
      16 so verfolge sie mit deinem Ungewitter und schrecke sie mit deinem Sturmwind!
      17 Bedecke ihr Angesicht mit Schande, daß sie nach deinem Namen fragen, o Herr!
      18 Laß sie beschämt und erschreckt werden für immer, laß sie schamrot werden und umkommen,
      19 damit sie erkennen, daß du, dessen Name Herr ist, allein der Höchste bist über die ganze Erde!

    • Leider ist es nicht so, werter Wickerl, dass die muslim. Konflikte lediglich irgendwelchen Demütigungen und Niederlagen entspringen.

      Hier geht es eindeutig um das Erreichen der weltweiten religiös muslimischen Vorherrschaft durch den im Koran vorgeschriebenen Dschihad im Kampf gegen Juden und Christen und gegen alle anderen Ungläubigen im Rahmen muslim. Prophezeiungen.

      Der sunnitische IS als Kalifat wurde gegründet, weil es Überlieferungen mit Prophezeiungen gibt, wonach in der Endzeit, von der Sunniten denken, dass dies jetzt stattfindet, nach Erscheinen des 12. Kalifats der Weltenretter „Mahdi“ kommen wird.
      Dieser Mahdi wird, wie vorhergesagt, zusammen mit den Truppen dieses letzten Kalifats, die aus dem Osten kommen und mit schwarzen Fahnen kämpfen, (zuerst in Syrien und dann weltweit) unerbittlich und unbesiegbar sein.

      Der Imam Mahdi erscheint dann, wenn seine Truppen dieses 12. Kalifats schon siegreich kämpfen, zuerst öffentlich in Mekka an der Kaaba.
      Gleichzeitig erscheint dort an der Kaaba zusammen mit dem Mahdi auch der „Prophet“ Jesus, der Sohn der Maria, der von dort die Welt aufklären wird, dass die jüdisch christlichen Schriften gefälscht seien, dass die von Ismael abstammenden Muslime die wahren Nachfolger Abrahams mit Anspruch auf das Land seien und dass Gott Allah keinen Sohn hat.

      Jeder Muslim glaubt mit leichten Variationen an das Erscheinen des siegreichen Mahdi, der jetzt erwartet wird, was Sie leicht im Netz nachlesen können. Es wird relativ oft damit geprahlt.
      Jedenfalls wurde der IS als Kalifat gegründet, um den Mahdi gut vorbereitet, dort empfangen zu können, und um dabei möglichst als Märtyrer im Kampf mit dem Mahdi einen Freifahrtschein ins Paradies zu erhalten..

      Leider kennen nur wenige Menschen diesen Hintergrund aus dem Koran und den muslim.Überlieferungen und wissen nicht, dass diese Schriften reale Auswirkungen haben. So wird der Islam gründlich verharmlost und naiv glaubt man noch immer, man könne den Islam demokratisch und sozial aufpolieren, auch wenn langsam immer mehr Menschen aufwachen und die Realität erkennen.

      Natürlich ist es nicht möglich, mit Satire und Parodien in Deutschland Muslimen wirksam einen Spiegel vorzuhalten.
      Schon gar nicht kommt man im deutschen Rechtsstaat mit Beschimpfungen weiter, die strafgesetzlich angreifbar sind, sobald sie den Frieden stören und das lässt sich an den Rändern weit genug auslegen.
      Dieter Nuhr, der muslimische und christliche Kritik gern humoristisch verpackt verteilt, wurde in den vergangenen Tagen von einem Muslim deshalb angezeigt.
      Immerhin wagten sich anschließend einige Humoristen vor, den Hass von IS und HogeSa (Hooligans gegen Salafisten) spöttisch zu besingen. Mehr als ein Karnevalslied wird davon kaum bleiben.

      • Hinzufügen möchte ich, dass es auch einen muslimischen 33 Grad-Freimaurerorden gibt, bekannt unter dem Namen Shriners (Schreiner), die ebenfalls wie alle Muslime als Weltenretter den MAHDI erwarten. Allerdings bekennen die shriners zusätzlich, dass die göttliche Blutlinie des Mahdi bis nach Ägypten zurückzuführen ist usw.

        Heimlich gefilmte Reden des Imam Ferry Louis Farrakhan, Hochgradfreimaurer der Shriners und bekennender Luziferer, sind bei YouTube zu finden.

        Auch Menschen, die vorher als Hochgradfreimaurer bei den Shriners oder anderen Freimaurerorden Zugang zu den höchsten Geheimnissen des 33. Grades der satan. Anbetung hatten und inzwischen von Jesus Christus bekehrt sind, berichten inzwischen bei YouTube und im gesamten Netz davon und warnen.

      • Ja Annabel Ihr Geschwurbel zerbricht an meiner Aussage dass sich der Islam zwischen 1700 und 1950 sehr , sehr ruhig verhielt!

      • Meine Info zum islamischen Hintergrund dürfen Sie, werter Wickerl, gern subjektiv als Geschwurbel bezeichnen. 😉
        Bedenken Sie jedoch, dass ich Ihre Aussage, dass es bis 1950 relativ ruhig war, nicht anzweifelte, sondern lediglich darauf aufmerksam machte, dass der muslim. religiöse Hintergrund der eigentliche Grund für die Unruhen und zuletzt für das Ausrufen des IS-Kalifats waren.

        Dabei ist es wichtig zu verstehen, was ein Kalif (muslim. Stellvertreter Gottes auf Erden und legitimer Nachfolger Mohameds) und ein Kalifat (Gottesstaat mit den Gesetzen der Scharia) für Muslime bedeuten und wie der geschichtliche Zeitrahmen des Kalifats zu Ihrer zeitlichen Beobachtung passt.

        Im Koran ist der Begriff Kalif als „Stellvertreter Gottes“ lange gebräuchlich. Die ersten Kalife sind laut Koran der (biblische) Kalif Adam und der Kalif König David (Sure 2:30 und 38:26).
        Nach dem Tod Mohameds traten seine familiären Nachfolger, die für Muslime legitime Kalifennachfolge an, wobei Schiiten und Sunniten sich wegen dieses Kalifatennachfolgeanspruchs in verschiedenen Dynastien zerstritten und seitdem mit eingesetzten unterschiedlichen Kalifen getrennte Wege gingen.
        In einem Kalifat hatte jeder Muslim dem Kalifen den Hingabetreueeid zu leisten und sich der Scharia, den muslim. Gesetzen, zu unterwerfen.

        Das sunnitische osmanische Kalifat, deren Sultane gleichzeitig als Kalifen (höchste Geistliche als muslim. Vertreter Gottes auf Erden) fungierten, endete 1924. Es entstand ein säkularer laizistischer türkischer Staat, insofern Trennung von Kirche und Staat seit 1924 geboten war, um religiöse Eingriffe des Kalifen in die revolutionierten Staatsgeschäfte zu vermeiden.

        Seitdem besteht unter Sunniten die Sehnsucht nach einem sog. goldenen Zeitalter mit der Macht eines Großreich-Kalifats und damit Gottesstaates unter Entsagung der Moderne mit konsequenter Unterwerfung unter die Scharia. Da Muslime, wie ich vorher schrieb, die Endzeit mit dem Kalif Mahdi (biblischer Antichrist) erwarten, spitzte sich der Wunsch nach der Kalifatsausrufung in den letzten Jahren dramatisch zu.

        Die panislam. Muslimbruderschaft gründete sich 1926 also 2 Jahre nach dem Ende des Kalifats, wobei sie anfangs in ihren Statuten verlauten ließen, dass sie den Dschihad verwerfen, was sich bald änderte. Sie definieren die Echtheit des Islams als Kalifat und setzten sich schließlich offiziell 1953 als Partei der Befreiung das Ziel, alle muslim. Länder in einem Kalifat zu vereinen.
        Alle sog. Befreiungsgruppen, die heute den gewalttätigen Dschihad zugunsten einer Neuausrufung des Kalifats in terrorist. Gruppen vertreten, sind aus dieser Muslimbruderschaft hervorgegangen. Sie besuchen seit Jahren alle islam. Staaten, um ihnen anzutragen, das kommende Kalifat mit der Scharia unter den Bedingungen des Dschihads zu unterstützen, was in Videos öffentlich dokumentiert ist.
        Der IS mit der Ausrufung des Gottesstaat-Kalifats ist eine logische Folge aus diesen relig. Kalifat-Großmachtphantasien.

    • Man kann in einem katholischen Forum natürlich auch Jakob Augstein zitieren, ebenso wie Rudolf Augstein, Karl Marx, Jean-Jacques Rousseau, Max Horkheimer (und die „Frankfurter Schule“) oder Jean-Paul Sartre.

      Wo aber der Heilige Geist weht, das ist ein ganz anderes Thema.

      • „Wo aber der Heilige Geist weht, das ist ein ganz anderes Thema.“
        Die Frage ist ob er überhaupt weht, dieser Spruch ist eine Erfindung der Nachkonziliaristen!

  2. Absolute Zustimmung. Die Rolle des Zionismus und des Staates „Israel“ in dieser ganzen Gemengelage darf unter der Herrschaft der PC hier im „liberalen Westen“ ja nie offen beleuchtet werden. Der IS ist nicht zuletzt auch ein Kind des Mossad!

  3. Wenn Humor provoziert und Aggressionen schürt oder Propagandazwecken dient, dann nein danke. Man führt so den Humor ad absurdum, da er nicht Freude sondern Wut auslöst, aber verständlich da Kurden ja auch Moslems sind und dementsprechend ticken. Situationsbedingten Galgenhumor kann ich dort nicht erkennen, eher ein preiswerter Propagandaversuch, und wenn es nur dem kurdischen Ego dient. Die Spirale der Gewalt ist dort schlimm genug, das ist nur Öl ins Feuer, nicht mehr aber schon genug.

  4. Sich über jemand lustig zu machen, ist noch keine Lösung des eigentlichen Problems.

    Letztlich geht es in der Frage des wahren Kalifats um einen innerislamischen Streit um die Deutungshoheit. Wäre IS-“Kalif“ Bagdadi der von allen Muslimen erwartete endzeitliche Kalif, würde dies die Autorität aller anderen Herrscher in muslimischen Ländern in Frage stellen, denn dann müssten sie alle sich ihm unterstellen und mit ihm gemeinsam alle Ungläubigen töten!
    Diese Endzeit-Erwartung der Notwendigkeit der Vernichtung der „Ungläubigen“ ist nicht nur ein IS-Problem, sondern ein Problem des muslimischen Glaubens überhaupt!
    Syrien und die Ausrufung eines Kalifats von dort aus spielt in diesem Glauben insofern eine besondere Rolle, als nach muslimischer Endzeit-Erwartung Jesus in Damskus wieder erscheinen und die Christen zum Übertritt zum Islam auffordern soll. Wer dann nicht übertritt, der muss von den „Gläubigen“ getötet werden!

    Deutschland hat im ersten Weltkrieg schon einmal versucht, arabische Stämme in einem geplanten „heiligen Krieg“ gegen die Kolonialmacht England durch Waffenlieferungen zu unterstützen. Diese Waffen wurden dann aber gegen Deutschland selbst eingesetzt, weil England für einen solchen Einsatz die Unabhängigkeit versprach!

    Der Westen sollte sich hier also nie zu sehr von einer Seite einnehmen lassen, sondern je nach Bedarf vor allem auf die humanitäre Katastrophe reagieren. Vor allem die USA sind hier gefordert, sie tragen eine große Mitverantwortung am Chaos durch ihren Einmarsch im Irak und danach den überhasteten Rückzug. Aber auch die Anfeuerung des syrischen Bürgerkriegs durch westliche Staaten ist unverantwortlich und kann niemals zu einer Verbesserung der Lage beitragen!

    Wer von dem ganzen Chaos profitiert, sind Rüstungskonzerne und Kräfte im Hintergrund, die als „lachende“ Dritte zusehen, wie sich ganze Länder in ihrer Grundstruktur auflösen!

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