Wenn Benedikt XVI. sein Schweigen bricht und auch seinen Nachfolger korrigiert

Papst Benedikt XVI. 2010 in Großbritannien
Papst Benedikt XVI. 2010 in Großbritannien

(Rom) Benedikt XVI., seit Ende Februar 2013 in der präzedenzlosen Situation eines emeritierten Papstes, greift in jüngster Zeit immer öfter zur Feder, um öffentliche Botschaften auszusenden. Botschaften, die wie Korrekturen an Fehlentwicklungen scheinen, ohne deren Urheber beim Namen zu nennen. Die Korrekturen betreffen den Dialog mit den Atheisten, Kritik an Kardinal Kasper und Lob für dessen Gegenspieler Kardinal Burke, öffentliche geäußerte Freude über den überlieferten Ritus, über den sich Papst Franziskus offiziell ausschweigt bis hin zu unzweideutiger Kritik an seinem Nachfolger. Vier Botschaften verschickte Benedikt XVI. allein im Monat Oktober. Eine kurze Zusammenschau.

Grüße an die verpönte  „Rückkehrökumene“

Das jüngste Beispiel ist eine Grußbotschaft zum fünften Jahrestag der Apostolischen Konstitution Anglicanorum coetibus, mit der Errichtung von Personalordinariaten für ehemalige Anglikaner, die in die volle Einheit mit der Katholischen Kirche zurückgekehrt sind. Die Botschaft Benedikts XVI. erging an den Ordinarius des ältesten dieser Personalordiariate, jenem für England und Wales Unserer Lieben Frau von Walsingham. Damit sandte der emeritierte Papst allein im Monat Oktober vier Botschaften aus.

Benedikt XVI. bricht damit immer häufiger sein Schweigen. Etwa um der Kirche mitzuteilen, daß jeder Verzicht auf die Wahrheit „tödlich“ ist für die Verkündung des christlichen Glaubens. Starke und klare Worte in einer an dialektischen Winkelzügeln reichen Zeit, die mehr oder weniger alles schönreden und erlauben sollen. Vor allem sagt der emeritierte Papst damit, daß sich damit das von seinem Nachfolger Papst Franziskus verkündete Programm Evangelii Gaudium, nämlich die Freude des Evangeliums nicht vermitteln läßt.

Franziskus-Lob für Benedikt: „Diskret“ – Doch so schweigsam ist sein Vorgänger nicht

„Er ist diskret, bescheiden, will nicht stören“, sagte Papst Franziskus jüngst über seinen Vorgänger Benedikt XVI. Anlaß war die Segnung einer Büste, die dem deutschen Papst gewidmet ist. „Ich spüre das, so als hätte ich den Großvater im Haus, wegen der Weisheit. Es tut mir gut, ihn anzuhören. Und es ermutigt mich auch sehr“, so der amtierende Papst weiter mit einem vielleicht nicht ganz passenden Vergleich, zumal Franziskus in einigen Wochen 78 Jahre alt wird und damit derselben „Großvätergeneration“ wie Benedikt XVI. angehört.

Gelegentlich, soviel ist bekannt, übermittelt Benedikt XVI. aus seinem Dasein eines „Klausurmönchs“ wie er selbst sagt, dem regierenden Papst Hinweise, Kommentare und Anmerkungen, um diesem seine Ansicht der Dinge anzubieten. Viel weiß man darüber nicht, es geschieht alles mit äußerster Diskretion. Bekannt wurde aber, daß Benedikt XVI. dem argentinischen Nachfolger einen vier Seiten langen Kommentar zu dessen umstrittenem Interview in der Jesuitenzeitschrift La Civiltà Cattolica vom 19. September 2013 zukommen ließ.

Der Inhalt des Kommentars ist nicht bekannt. Man kann sich jedoch den höflichen und respektvollen Ton der dichten Kritik vorstellen. Die Worte werden es nicht an Klarheit vermissen haben lassen. Was zwischen den beiden Päpsten, womit wir wieder bei einem Unding wären, ausgetauscht wird, unterliegt strikter Geheimhaltung.

Franziskus – Benedikt: Unterschiedlicher „Dialog“ mit Atheisten

Manchmal durchbricht Benedikt XVI. seine klösterliche Zurückgezogenheit und wird sichtbar. Aus seiner Grußbotschaft an den Coetus Internationalis Summorum Pontificum anläßlich der Dritten Internationalen Wallfahrt der Tradition nach Rom geht hervor, daß er dies ausschließlich auf Wunsch und Einladung des regierenden Papstes tut. Das jüngste Beispiel war seine Teilnahme am 19. Oktober an der Seligsprechung von Papst Paul VI. Das Wort hat Benedikt im Zusammenhang mit diesen Auftritten noch nie ergriffen.

Sein Schweigen bricht er allerdings gelegentlich in schriftlicher Form, meldet sich zu Wort und tut dies mit der von ihm gewohnten Klarheit der Sprache und des Denkens. Es handelt sich dabei nie um reine Höflichkeitsworte oder inhaltslose Wortansammlungen, wie sie zuweilen auch für Wortmeldungen mancher kirchlicher Würdenträger charakteristisch scheinen.

Die erste dieser öffentlichen schriftlichen Äußerungen Benedikts erfolgte im vergangenen Herbst. Zeitgleich mit dem „Dialog“ von Papst Franziskus mit dem Atheisten Eugenio Scalfari, antwortete Benedikt XVI. einem anderen Atheisten, Piergiorgio Odifreddi (siehe Benedikt XVI. antwortet Atheisten Piergiorgio Odifreddi: „Ihre Religion der Mathematik bleibt leer“). Während die Gesprächsführung Franziskus-Scalfari in Form und Inhalt umstritten ist und sich nachträglich herausstellte, daß Scalfari mit Zustimmung des Papstes dessen Antworten formuliert hatte, fiel Benedikts Antwort auf den Atheismus deutlich aus. Konnte Scalfari am Ende des Gesprächs triumphierend auftreten, weil die Kirche angeblich auf ihren Auftrag, andere zu Christus zu bekehren verzichte und das subjektive Gewissen zum höchsten Maßstab erhebe, zeigte Benedikt XVI. seinem „Gesprächspartner“ Odifreddi auf, daß dessen „Religion der Mathematik leer bleibt“ und verteidigte die Katholische Kirche und den Priesterstand gegen den „Sport“ Kirchenferner, den Klerikerstand generell ins Zwielicht von Kindesmißbrauch und Homosexualität zu rücken.

Hinweis zur Überwindung der Kirchenkrise auf ignoriertes Lehramt

Sein Schweigen brach Benedikt XVI. auch im vergangenen März im Zusammenhang mit einem Buch über Papst Johannes Paul II. Der ehemalige Glaubenspräfekt hob dabei besonders die Enzyklika Veritatis splendor aus dem Jahr 1993 über moralische Fragen und die Erklärung Dominus Iesus von 2000 „über die Einzigkeit und Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche“ hervor und empfahl nicht nur ihr gründliches Studium, sondern sich deren Inhalte zu eigen zu machen. Benedikt XVI. benannte damit Schlüsseldokumente des jüngsten päpstlichen Lehramtes und zeigte dabei auf zwei der innerkirchlich am meisten ignorierten und mißachteten Dokumente. Benedikts Hinweis benennt damit einen Gradmesser für den Zustand der Kirche und liefert Instrumente, die Abhilfe schaffen können.

Benedikt beschränkt sich also keineswegs darauf zu beten und zu opfern. Er antwortet nicht nur Atheisten, sondern erteilt auch der Kirche Ratschläge.

Im Oktober nun folgten gleich vier Botschaften, drei kurze aber dichte Botschaften und eine längere Botschaft.

Botschaft zur Stärkung der Tradition: Überlieferter Ritus keine „Mode“

Die erste trägt das Datum des 10. Oktober und erging an den erwähnten Coetus Internationalis Summorum Pontificum, der die 2012 begründete Wallfahrt der Tradition nach Rom organisiert, mit dem Ziel die Verbundenheit traditionsverbundener Katholiken mit dem Papst zu zeigen und den überlieferten Ritus in den Petersdom und damit die sichtbarste Kirche der Christenheit mit dem Grab des Apostelfürsten Petrus und den Gräbern der Päpste zurückzubringen. Hochrangige Kardinäle nahmen daran teil. In diesem Jahr zelebrierte Kardinal Raymond Burke, der im Zuge der Bischofssynode über die Familie zum Wortführer der Verteidiger des Ehesakraments und der katholischen Ehelehre geworden ist. Neben Kardinal Burke waren die Kardinäle George Pell und Walter Brandmüller anwesend, die ebenfalls zu den Purpurträgern gehören, die sich öffentlich gegen die offenkundig von Papst Franziskus geförderte „neue Barmherzigkeit“ von Kardinal Walter Kasper stellten.

Papst Benedikt XVI. betonte in seiner Grußbotschaft die Bedeutung des überlieferten Ritus. Eine um so bedeutsamere Geste, zumal Papst Franziskus sich bisher öffentlich nicht dazu geäußert hat und inoffiziell widersprüchliche, in der Mehrzahl jedoch negative Signale ausgesandt hat. Ganz anders sein Vorgänger: „Ich bin sehr glücklich darüber, daß der Usus antiquus jetzt im vollen Frieden der Kirche lebt, auch unter den Jungen, unterstützt und zelebriert von großen Kardinälen.“ Ein einziger Satz mit einer gigantischen Botschaft. Das ist Benedikt XVI. Beobachtern fiel vor allem die Wortwahl auf. Der emeritierte Papst gebrauchte nicht mehr die in seinem Motu proprio Summorum Pontificum verwendete Definition des Alten Ritus als „außerordentliche Form“ des Römischen Ritus, sondern spricht vom „Usus antiquus“. Er gebraucht damit jene Definition, wie sie von der Tradition vertreten wird und wertet den überlieferten Ritus damit auch gegenüber dem Motu proprio noch einmal auf, besser gesagt, er hebt ihn tatsächlich in die ihm zustehende Stellung. Benedikt XVI. ist ein zu kluger Mann, um die Bedeutung von Worten nicht genau zu wiegen.

Dazu gehört auch die Aussage, „glücklich“ darüber zu sein, daß auch die Jugend zum überlieferten Ritus finde. Eine deutliche Erwiderung an seinen Nachfolger, ohne diesen natürlich zu nennen, der beim Ad-limina-Besuch der tschechischen Bischöfe im vergangenen Februar äußerte, nicht verstehen zu können, wie junge Menschen den Alten Ritus lieben und schätzen könnten und der in diesem Zusammenhang von einer bloßen „Mode“ sprach, der man daher „nicht so viel Aufmerksamkeit schenken“ solle. Bei seinem Brasilien-Aufenthalt zum Weltjugendtag hatte der Papst traditionsverbundene Katholiken als pelagianische Ideologen bezeichnet. Was das Kirchenoberhaupt dabei genau meinte, ist nach wie vor unklar. Die beiden Aussagen zusammengenommen scheinen mehr einen „ideologischen“ Vorbehalt des Papstes gegenüber dem überlieferten Ritus erkennen zu lassen.

Lob für Kardinal Burke und die Gegenspieler von Kardinal Kasper

Noch eine wichtige Aussage findet sich in der kurzen Botschaft Benedikts, wenn er sich „glücklich“ schätzt, daß der „Usus antiquus“ von „großen Kardinälen“ unterstützt und zelebriert wird. Worte die als ziemlich unzweideutige Parteinahme gegen Kardinal Kasper und dessen „Öffnungthesen“ aufgefaßt werden können. Vor allem ist es ein Ausdruck höchster Wertschätzung für Kardinal Burke, jenen Kirchenführer, dem Papst Franziskus nicht nur jede Rolle an der Römischen Kurie, sondern auch die Leitung einer Diözese verweigern will.

Während Franziskus den amerikanischen Kardinal, am liebsten, salopp aber nicht unzutreffend gesagt, auf den Mond schießen, zumindest in ein einsames Kloster auf einer einsamen Insel verbannen würde, ehrt ihn Benedikt XVI. als einen „großen“ Kardinal (siehe Exil Malta? Endgültige päpstliche Säuberungsaktion gegen Kardinal Burke?).

„Jeder Verzicht auf Wahrheit ist tödlich“ für den Mission, Glauben und Kirche

Die zweite Botschaft sandte Benedikt XVI. an die Päpstliche Universität Urbaniana in Rom, die nach dem emeritierten Papst den Festsaal benannte. Der Festakt zur Benennung fand am 21. Oktober statt. Benedikt XVI. nahm nicht daran teil. Den Grund hatte er in der Grußbotschaft vom 19. Oktober genannt. An seiner Stelle verlas Kurienerzbischof Georg Gänswein als sein persönlicher Sekretär die Grußworte.

Erstaunlicherweise veröffentlichte die Universität die Botschaft nicht auf ihrer Internetseite. Ebensowenig der Osservatore Romano, der nur eine knappe Notiz des Ereignisses brachte. Der solchermaßen unter Verschluß gehaltene Text wurde erst am 23. Oktober mit Zustimmung Benedikts und dank dem Vatikanisten Armin Schwibach publik.

Die Päpstliche Universität ist die Missionsuniversität schlechthin der Katholischen Kirche, da sie der Römischen Kongregation für die Evangelisierung der Völker untersteht, die auch als Propaganda fide bekannt ist.

Hier sprach Benedikt XVI. die zentrale Botschaft aus, daß jeder Verzicht auf die Wahrheit für den christlichen Auftrag, den Glauben und die Kirche „tödlich“ ist. Der deutsche Papst ging auf die Zweifel ein, die heute grundsätzlich den Missionsauftrag ad gentes bedrohen. Der emeritierte Papst widerspricht der bequemen These, man könne die Mission durch einen „Dialog auf Augenhöhe“ zwischen den Religionen ersetzen und diese Bequemlichkeit, auf Mission und Bekehrung zu verzichten, mit dem „gemeinsamen Einsatz für den Frieden“ begründen. Salopp gesagt: Am wichtigsten sei, daß sich die Menschen nicht die Köpfe einschlagen, alles andere sei nebensächlich.

Mit einer solchen Haltung würde die Kirche jedoch davon abrücken, was die ersten Christen angetrieben hat, bis an die Enden der Erde das Evangelium Jesu Christi zu verkünden. Benedikt XVI. widersprach vor allem der Gleichwertigkeit der Religionen, die einfach nur unterschiedliche Ausdrücke für etwas, nämlich Gott seien, der ohnehin letztlich für Menschen nicht wirklich erfaßbar sei und daß die Religionen einfach nur Versuche des Erfassens darstellen und damit nur Varianten derselben Wirklichkeit seien. „Dieser Verzicht auf die Wahrheit scheint realistisch und nützlich für den Frieden unter den Religionen der Welt. Und dennoch ist er tödlich für den Glauben. Denn der Glauben verliert seinen verbindlichen Charakter und seinen Ernst, wenn sich alles auf letztlich austauschbare Symbole reduziert, die imstande sind, nur aus der Ferne auf das unzugängliche Geheimnis des Göttlichen hinzuweisen.“

Noch einmal Dominus Iesus und erneut Kardinal Walter Kasper

Auch in dieser Stellungnahme schwingt unausgesprochen die Erklärung Dominus Iesus mit, die außerhalb aber auch innerhalb der Kirche im Heiligen Jahr 2000 heftige Kritik auslöste, weil sie sich der Kapitulationshaltung, wie sie der verstorbene Rechtsphilosoph Mario Palmaro nannte, von Teilen der Kirche in den Weg stellte und von diesen entsprechend als lästig und hinderlich empfunden wird, die alle Religionen und Ideologien umarmen möchten, weil sie den eigenen Auftrag abwerfen wollen und in letzter Konsequenz nicht mehr an den eigenen Glauben glauben. Die Form der Apostasie in der Kirche ist kein neues Phänomen, tritt aber heute stärker denn je auf, ohne bisher innerkirchlich thematisiert zu werden.

Zu den heftigsten Kritikern von Dominus Iesus gehörten Kardinal Edward Cassidy, damals Vorsitzender des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen und dessen Nachfolger in diesem Amt, Kardinal Walter Kasper, womit sich der Kreis gewissermaßen und wenig erstaunlich wieder schließt. Erstaunlicher und bedenklicher ist, daß Kardinal Kasper unter Papst Franziskus zum päpstlichen Haustheologen avancierte, auf den sich der regierende Papst beruft und an dessen Theologie er sich ausrichtet, die er am vergangenen 21. Februar im Kardinalskonsistorium über Gebühr als „Theologie auf den Knien“ lobte.

Klarer Missionsauftrag gegen verwirrenden „Missionsverzicht“

Vor allem antwortete Benedikt XVI. in knapper und klarer Sprache den verwirrenden Ausführungen von Papst Franziskus über ein Nein zu Proselytismus und eine Mission ohne Bekehrung (siehe Nein zu Bekehrungen, Ja zur Mission – Widerspricht sich der Papst selbst? ebenso Wenn „Dialogprozeß“ mit „missionarischem Hinausgehen“ verwechselt wird). Aussagen, die er unter anderem im zweifelhaften ersten Interview des Atheisten Scalfari äußerte. Wie erwähnt, stammen die Antworten aus der Feder Scalfaris, der sie aber vor Drucklegung dem Papst zuschickte und durch dessen Sekretär die Druckerlaubnis erhielt. Antworten, die vom Heiligen Stuhl nie dementiert wurden und an deren inhaltlicher Authentizität kaum gezweifelt werden kann, zumal der Papst sie in anderem Rahmen wiederholte.

Letztlich macht sich Benedikt XVI. den Titel des Apostolischen Schreibens von Franziskus, Evangelii gaudium zu eigen, wenn auch in einer inhaltlich etwas abgewandelten Form. Wer die „große Freude“ des Glaubens empfangen habe, könne gar nicht anders, als sie weiterzugeben. Damit greift der Emeritus jenes „Hinausgehen“ auf, das dem regierenden Papst so wichtig ist, stellt es allerdings in einen etwas anderen Kontext, nämlich ohne jeden tatsächlichen oder vermeintlichen Verzicht auf die Wahrheit, der „tödlich“ wäre.

Benedikt bekräftigt „nicht verhandelbaren Werte“ gegen Nicht-Verstehen seines Nachfolgers

Die dritte Botschaft trägt sogar das Datum vom 4. August, wurde aber erst am 23. Oktober veröffentlicht. Es ist ein Schreiben Benedikts an die Vatikanische Stiftung Joseph Ratzinger -Benedikt XVI. anläßlich einer von dieser organisierten Tagung in Medellin in Kolumbien zum Thema „Der Respekt für das Leben, ein Weg für den Frieden“.

In diesem Schreiben unterstreicht Benedikt XVI. den „bedingungslosen Respekt des nach dem Ebenbild Gottes erschaffenen und so mit einer absoluten Würde ausgestatteten menschlichen Lebens”. Aus diesem Grund, so Benedikt, „sind das Thema des Friedens und das Thema des Respekts für das menschliche Leben an den Glauben an den Schöpfergott gebunden als die wahre Garantie unserer Würde”.

Benedikt XVI. legte damit ohne wenn und aber ein erneutes Bekenntnis zu den nicht verhandelbaren Werten ab, die sein Nachfolger Franziskus nach eigener Aussage „nie verstanden“ hat und zu denen er lange Monate seines Pontifikats schwieg und es in der großen Öffentlichkeit gewissermaßen bis heute tut (siehe Ein nicht verhandelbarer Papst? – Franziskus zertrümmert weiteres zentrales Element Benedikts XVI.).

Personalordinariate dienen wichtigem Auftrag

Die vierte Botschaft, ebenfalls datiert vom 10. Oktober, aber erst nun veröffentlicht, verschickte Benedikt XVI. in deutscher Sprache. Sitz des Ordinarius des Personalordinariats Unserer lieben Frau von Walsingham ist die „Bayerische Kapelle“ in London, die an die einstige diplomatische Vertretung des Herzogtums, dann Königreichs Bayern in England erinnert. Eine symbolträchtige Verbindung zwischen dem Ordinariat und dem bayerischen Papst.

Benedikt XVI. schreibt, daß die Personalordinariate einem „wichtigen Auftrag im Ganzen der Kirche Gottes“ dienen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: AsiaNews

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49 Comments

  1. Ich finde den Vergleich sehr passend, sagt er doch einiges über Franziskus aus. Er selbst schreibt sich einen jungen, frischen, gar jugnedlichen, beweglichen Geist zu, für Benedikt bleibt das streichelnde Wort eines ‚tüddeligen‘ Großvater.

    • Sei es Absicht oder nicht, mit dieser Rollenzuweisung kommt Papst Franziskus stets als flotter junger Spunt daher. Und mancher Zeitgenosse fällt darauf herein.

      • Jugendlich wäre das ganze „zeitgeistkonforme“ Theater vielleicht zu einer Zeit in der greise perverse Schreibtischtäter eine hysterische kriegsväterverstörte Jugend mit farblicher Geschmacksverwirrung (wahrscheinlich unter dem Einfluß von Gras) zu Revolten gegen alles und nichts aufstachelten – sprich in der Ära der 68er-Dinosauriergeneration- gewesen…

    • Da kein Kompetenter antwortet, einen Link kann ich nicht geben, dann: der letzte Brief nach England findet sich auf KathTube als Foto im Original. Text der Rede für die Urbaniana sowie die Grussbotschaft nach Medellin findet sich auf KathNet. Das Schreiben zur Heiliger Messe hier.

    • 1. Der Text der Grußbotschaft an den Vorsitzenden der Personalprälatur Our Lady of Walsingham (dd 10. Oktober 2014, heute erst bekanntgeworden) wurde heute morgen 30. Oktober 2014 auf http://www.kath.net veröffentlicht, und heute Mittag hier auf http://www.katholisches.info.

      2. Der Text de Grußbotschaft an den Coetus internationalis Summorum Pontificum (dd 10. Oktober 2014) findet sich in Übersetzung und mit Foto des Originals hier auf http://www.katholisches.info v. 27.Oktober 2014, mit ausführlichem Kommentar und vielen Postings.
      Ein Tag später war der Text zu lesen in Der Tagespost v. 28.Oktober 2014 S. 4 links unten.
      (Vorankündigung auf „Vatican Insider“ v. 25.10.2014)

      3.Der weitaus wichtigste Text, die Botschaft v. P. Benedictus XVI an die Università Pontifica Urbaniana, dd. 21. Oktober 2014, erschien in sehr guter Übersetzung und mit gediegenen Bemerkungen am 25.10.2014 auf rorate-caeli.blog , gleichfalls am selbem Datum bei http://www.kavlaanderen.blogspot.be (auf niederländisch) und auf einer vollen Seite in Die tagespost Samstag 25. Oktober 2014 (Feuilleton S. 9).
      Beide Texte sind wortlich fast gleich; die Zitierungen bzw. die Quellenangaben auf rorate-caeli.blog (auf Englisch) sind jedoch äusserst interessant (darüber später mehr)

      Es fällt auf daß auf allen modernistischen Portalen und in allen dito Gazetten dies alles totgeschwiegen wird.
      Man bekommt dort nämlich nasse Füße.
      Sehr unwohl scheint sich bei den Ereignissen der letzten 4 Wochen auch ein bekanntes Internetplatform zu fühlen: ist doch die Koherenz von vielen dort publizierten Artikeln und besonders deren Inhalt nicht selten defekt.

      Gerade deshalb gebührt katholisches.info besonders großes Lob für seine tapfere und äusserst wichtige Leistung.
      Die Anzahl der Postings steigt (wie übrigens in ganz Europa bei den aufrichtig traditionsfreundlichen Medien) rasant.
      Proficiat!

  2. Wer jetzt immer noch die Dinge vertuscht wie das „Forum Deutscher Katholiken“, macht sich verdächtig, nämlich in dem Sinne, nichts verstehen zu wollen.

    Papst Benedikt XVI. hat offenkundig noch eine Mission. Nämlich die wahre Lehre zu behaupten gegen alle Irrlehren des Arianer-Papstes Bergoglio.
    Es stellt sich hier auch die Frage, wie lange es 2 Päpste im Vatikan gleichzeitig geben kann und geben wird. Muß man sich auf eine Vertreibung Benedikts gefaßt machen?
    Papst Benedikt hat nun, spätestens in diesem Monat, eindeutig Position gegen seinen „Nachfolger im Amt“ bezogen.

    • Vielleicht steht ja eine Vertreibung Bergoglios und eine Rückkehr von Papst Benedikt XVI auf den Stuhl Petri bevor. Und alle, die Benedikt XVI für einen Modernisten halten, vor allem @Wickerl und @Traditionstreuer, die Bekanntmachungen Papst Benedikts sind höchst vorbildlich und strahlen Katholizität aus. Selbst wenn Benedikt in der Vergangenheit vielleicht modernistischen Tendenzen zugeneigt war, kann er sich, auch im hohen Alter, immer noch ändern, so wie jeder Mensch. Auch Hans Küng könnte das und ich bete dafür, dass er aus der Finsternis zurück zum Licht findet. Benedikt merkt natürlich, dass Herr Bergoglio Chaos und Verwirrung anrichtet und möchte ganz offensichtlich durch seine Worte die Wunden lindern.
      Beten wir für Papst Benedikt XVI. Vielleicht steht seine Rückkehr auf den Stuhl Petri unmittelbar bevor.
      Per Mariam ad Christum.

  3. Ich sehe schon wieder all die gutgläubigen „Tradis“ jubelnd herannnahen, die aus diesen wenigen diplomatisch-kryptischen Auslassungen des „Papa emeritus“ ihren Nektar saugen und sich einreden, er sei ein Traditionalist (gewesen).

    Nicht zu fassen. Niemals wird er – Modernist, der er ist und immer war – wirklich dem sich immer schneller drehenden Zerstörungsrad seines Nachfolgers in die Speichen greifen.

    • Na, von Ihnen als Modernist tituliert zu werden, verbuch ich doch glatt als Kompliment 😉

      abgesehen davon, dass ich obigen Text für zu schön, um wahr zu sein, halte

      • Traditionstreuer hat aber recht !!! Leider. Benedikt XVI ist und bleibt ein Modernist. Ihnen hat er in die Hände gespielt in unglaublichem Ausmaß !!
        Lesen sie sein erstes Buch „Einführung ins Christentum“. Nur ein paar Seiten…. und es wird ihnen klar sein.

      • Danke für Ihren Hinweis auf dieses unselige Buch, das die Gemüter zahlloer katholischer Leser verwirrt hat. Beinahe auf jeder Seite finden sich Sätze, die man von Standpunkt der unwandelbaren Lehre als Häresie bezeichnen muss.
        Es ist tragisch, dass viele der „Unseren“ theologisch derart schlicht und schwach sind, dass sie solches nicht mal merken. Bzw. einfach keine Bücher lesen, sondern ihr theologisches Wissen aus Traktätchen und dem Netz beziehen. Sie hören, Benedikt hat wertvolle Messgewänder benutzt und „Summorum pontificum“ geschrieben (schreiben lassen), und flugs ist er ein Traditionalist…
        Zum Weinen.

    • Wenn ich mich recht erinnere, hat man den Konzilstheologen Dr. Ratzinger zu den Modernen gezählt.
      Aber ist es nicht so, daß ein Mensch in seiner Jugend dem Revolutionären zuneigt, er sich mit zunehmendem Alter dem Konservativen nähert und mit wachsender Reife bemerkt, daß das revolutionäre bzw. evolutionäre Neue in der Maßlosigkeit und im Relativismus versinkt. Das gilt für manche große Persönlichkeit, warum nicht auch für einen großen Theologen?

  4. Überinterpretiert bzw. Kaffeesatzleserei. Für mich lesen sich die Botschaften völlig harmlos. Wenn Benedikt Einfluss auf den Kurs der Kirche nehmen wollte, hätte er nicht zurücktreten dürfen. Dass Benedikt gegen die Option Kaspers votiert, kann man sich auch so denken, denn auch in seiner Amtszeit, schon als Glaubenspräfekt, war das Thema virulent, und er hat sich klar dagegen ausgesprochen; als junger Theologe dachte er m. W. in eine ähnliche Richtung wie Kasper, sodass nun wiederum nicht anzunehmen ist, dass er das völlig abwegig findet und daran Wohl und Wehe der Kirche aufhängt. Man kann sich auch leicht denken, dass Benedikt anders als Papst Franziskus über die alte Messe denkt. Papst Franziskus – liturgisch völlig desinteressiert – hält sie für ein Auslaufmodell; Benedikt zwar womöglich auch, aber in anderer „dialektischer“ Weise, dass der neue sich vom alten Ritus „befruchten“ lassen soll … Auch ich spekuliere nun und sehe, es bringt nichts. Gossip – mehr nicht. Ich denke jedenfalls nicht, dass Benedikt als Schattenpapst agieren will bzw. agiert.

    • “ … hätte er nicht zurücktreten dürfen.“
      Vielleicht hat dem emeritierten Papst sein Rücktritt inzwischen auch schon schlaflose Stunden bereitet und diesen Schritt womöglich als nicht mehr gutzumachenden Fehler erkannt….
      Wir wissen es nicht!
      Wenn Benedikt um alle -gelinde gesagt- Irritationen weiß, die Papst Franziskus verursacht, kann ihm nicht sehr wohl in seiner Haut sein.

  5. Der hl.Geist weht wo er will.
    Vielleicht wird die „Gloria Olivae“ (Benedikt) noch einmal gebraucht, wenn sich die Westentaschen Kardinaele und dieser Papst selbst ad absurdum gefuehrt haben.
    Man weiss es nie.
    Beten wir um ein kurzes „Pontifikat des Schreckens“ der jetzigen Modernisten.

    • „Pontifikat des Schreckens“ — Sehr gut erkannt!!! Völlig richtig !! Tolles Wortspiel, das den Tatsachen entspricht !!

  6. So ist es.

    Bei allen sichtbaren Unterschieden zwischen Papst em. Benedikt und Papst Franziskus machen sich die Sache diejenigen zu leicht, die hier nur den „Modernisten“ und dort nur den „Traditionalisten“ sehen.

    Erinnern wir uns: Papst Benedikt hat nie im alten Ritus zelebriert (zumindest nicht öffentlich, um den schwachen Gerüchten ihr kleines Recht zu geben). Er hat Kardinal Kasper in das Amt berufen, das er inne hatte. Er hat das II. Vatikanum immer verteidigt, usw. usw. Ihn jetzt zum Helden der Traditionalisten zu machen ist eindeutig überinterpretiert.

    Dagegen hat auch Papst Franziskus Seiten, die ihn offensichtlich vom „Modernismus“ abheben, z. B. die Predigt von heute Morgen Santa Marta über den Satan, und nicht nur heute. Außerdem seine Marienfrömmigkeit vom ersten Tag seines Pontifikats an. Und in seiner Abschlussrede zur Synode: Die „Modernisten“ (die „buonisti“- Gutmenschen) verbinden die Wunden, die noch nicht geheilt sind, usw. usw.

    • @CRIASMO
      Marienfrömmigkeit? Dieser Mann hat die Rosenkranzbeter als Erbsenzähler beschimpft? Die Marienverbundene Franzikaner der Immaculata schikaniert er wo er nur kann!
      Merken Sie eigentlich noch irgendetwas?

  7. In den Nachrichten Gloria.tv wurde berichtet, daß Kardinal Pell und Kardinal Sarah zum o.g. Pontifikalamt nicht gekommen sind wegen plötzlicher Erkrankung.

  8. Danke für diesen interessanten und gut recherchierten Beitrag! Jedem, der nicht sehr gute Quellen hat, wären diese Ereignisse verborgen geblieben.

    Wie es oben jemand sagte: Vielleicht hat Papst Benedikt seinen Rücktritt schon bereut.
    Vermutlich versucht er, den Schaden, den Papst Franziskus anrichtet, etwas zu reparieren oder dem Papst – wenn auch zaghaft – in die Speichen zu greifen..

  9. Ich halte diesen Beitrag für eine ziemliche Kaffeesatzleserei. Und das ist dieses Forums nicht würdig und auch nicht gerecht.

    • Warum? Ist doch gut begründet.
      Lassen sie uns ihre Variante zu den genannten Botschaften von Benedikt XVI. wissen.

  10. Ich glaube nicht, dass Papst Benedikt freiwillig zurückgetreten ist. Er meinte doch, er trete zurück um mehr Schaden von der Kirche abzuhalten. Mein Eindruck war, er wurde unter Druck gesetzt. Entweder er geht, oder der nächste grosse Skandal wird über die Kirche kommen…Ich denke, wenn er nicht gegangen wäre, hätte es ein grosses Medienspektakel gegeben, über Homosexualität in der Kirche…und dies wollte Benedikt nicht weil er der Meinung war, dies hätte der Kirche noch mehr Schaden zugefügt, als sein Rücktritt, schliesslich gibt es noch andere gute Kräfte in der Kirche und er hat sich selbst nie so wichtig genommen.
    Seit seinem Abgang gibt es keine Kritik in den Medien. Weder Finanzen, noch sonst irgendein öffentliches Problem. Auf einmal ist alles wunderbar und Franziskus, der ersehnte Retter. Nur wer hatte Interesse daran, diese Richtung einzuschlagen…

    • In der Tat, es ist verdächtig ruhig unter den kathophoben Kritikern. Weder Vatikanbank noch Knabenliebe.
      Der Preis? Die Einverleibung von Homosexualität und Genderei in „Ehe und Familie“?

  11. Bevor ich mein mir selbst verpasstes „Pseudonym“ Lügen Strafe im wahrsten Sinne des Wortes und mir dazu noch selbst seherische Fähigkeiten zuschreibe („ich sehe schon wieder“…), verzichte ich lieber auf beides und poste hier wie anderswo wenigstens unter den beiden Vornamen, die in meinem Pass stehen. Ja, Benedikt wollte und wird auch nie „Traditionalist“ sein, sondern er ist ganz einfach ein „Traditionstreuer“ 😉

    • Nein, der abgesprungene Papst war nie ein Traditionstreuer.
      Weshalb wohl sagte Seine Exzellenz, der auch hier von vielen hochgeschätzte Bischof Tissier de Mallerais, das Lesen der Schriften von Dr. Ratzinger bereite ihm „physische Schmerzen“??? Er hat völlig Recht.

  12. Die längste Botschaft v. P. Benedikt XVI ist das Grußwort an die Studierenden der Päpstl. Universität Urbaniana.
    Über 300 Jahren alt, und jetzt mit einer frisch renovierten Aula Magna , die nach P. Benedikt XVI genannt wurde (auch das ist in diesen Tagen sehr mutig), ist sie eng mit der Kongregation für die Mission der Völker/frühere: der Propaganda fide verbunden.
    Ein Großteil der Professoren ist afrikanischen und asiatischen Ursprungs; es finden sich auch viele polnische Professoren und Dozenten darunter.
    Das sind jetzt gerade die Völker, die bei der Synode die altehrwürdige Lehre der Kirche vertreten haben und am 16.Oktober auch in voller Öffentlichkeit mit feurigem Eifer verteidigt haben.
    Das gerade der persönliche Sekretär von P. Benedikt XVI (EB Gänswein) diese Botschaft vorlas, und wohl am 21. Oktober 2014, 5 Tage nach dem berühmten „Donnerstag v.16.10.2014″, sagt an sich schon alles.

    Der Text referiert dann gleich nach dem Dekret „Ad Gentes“, woran Joseph Ratzinger noch als peritus mitgearbeitet hat; er greift damit auf das 2. Vatik. Konzil zurück, und wohl gerade auf den Text, an dessen Vernachlässigung (und damit verbunden faktisch die Dechristianisierung großer Teile des westlichen Christentums) die modernistisch geprägte Kirche sich schwerst versündigt hat.
    Dialog versus Mission. gerade hierüber werden schon viele -leider unmißverständliche Aussagen und „Franziskusperlen“ getan.
    Der Hauptpunkt ist dann das Nennen der „Wahrheit“ als Fundament des christlichen Glaubens.
    Sehr interessant- und auch hier wieder ein weites Zurückehen in der neuesten Geschichte:
    1985, bei den damals intensiven und häufigen Gesprächen von EB Msgr. Lefebvre in Rom, sagte dieser zu zwei Kurienkardinälen, die ihn mit kleinen Zugeständnissen auf liturgischem Gebiet versuchten zu ködern, sanft lächelnd:
    “ Mais Mon Eminence, Vous savez comme moi qu‘il ne s‘agit en première place ni de la liturgiei, non, pas du tout; il s‘agit en effet dela Vérité!“
    (Eminenz, Sie wissen genau so gut wie ich daß es hier nicht an erster Stelle um die Liturgie geht, nein, ganz und gar nicht; es geht in Wirklichkeit um die Wahrheit!“
    Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
    Die Perikeln und Desaster der letzten 50 Jahren haben in der Zwischenzeit deutlich gezeigt was da alles schief gelaufen ist und auch (ich denke hier besonders an Bugnini und Casaroli) mit Absicht verbrochen wurde.
    Eine späte Einsicht ist immer besser als keine Einsicht.

    Jesus Christus als die Wahrheit- Jesus Christus als der Logos:
    Das greift direkt zurück auf Die Verbum, die einzige Constitution des 2. Vatikanums mit dogmatischem Charakter- deshalb auch sehr gerne total vergessen, weil den Modernisten nicht passend.
    Ein Ehrbeweis an Pater de Lubac S.I., großen Patristiker, Jesuiten, noch während des Konzils sehr kritisch über die sich ankündigende Deviationen, danach in ein Rumpelkabuff in Lyon, später in Paris abgestellt.
    ff.

  13. ff.
    Jesus Christus als der Logos: diese Aussage wird nicht nur gesagt sondern auch getan wenn nach der Hl. Messe in ordo antiquus der Prolog des Johannesevangeliums gelesen wird- ein Text der es bei allen Zweiflern und Okkultisten immer sehr schwer hat; er gehört jedoch seit fast 2 Jahrtausenden zum Grundgerüst des Christentums.
    P.Benedikt xVI hielt übrigens darüber eine wunderschöne Katechese zu Johannes Eriugena, dessen Homilie auf den Prolog von St. Johann meines Wissens nach nicht in einer neuen deutschen Aufgabe zu bekommen ist (Sources Chrétiennes , inzwischen ausverkauft).

    Vielleicht tragen diese Schriften doch noch Früchte:
    Gerade lese ich in der Tagespost v. 28.10.2014 (S. 5): „Die Liebe ist der Maßstab des Glaubens“ (v. Franciscus): das steht so ungefähr auch in dieser Ansprache, die schließt mit der Liebe der Heiligen aller Jahrhunderte als richtiger Beweis für die Wahrheit des Christentums.
    Und dann darunter (cfr. Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen, mit Stiftungsprofessur zum Dialog mit dem Islam): „Zum Dialog „verurteilt““- naja, da steht m.E. die Hilfe für die Menschen im Tur Abdin, in Syrien und im Irak, in Pakistan und Indien und in den Sahelländern an erster Stelle.

  14. Jaja, „Halleluja!“ Und die Rückkehr des „rechtmässigen“ Papstes, der ja ein soo grosser Freund der Tradition war und ist, steht unmittelbar bevor, wenn man sich diese Botschaften nur wie 2 und 2 zusammenzählt…

    Nicht zu fassen, was sich hier für eine kindliche Naivität offenbart. Dann träumt halt weiter – aber hört bitte auf, dann noch wehleidig rumzujammern, wenn die Modernisten einen Sieg nach dem anderen erringen. Ihr habt ihnen das Feld bereitet, indem ihr wichtige Vertreter von ihnen, wie weiland die Trojaner, für Traditionalisten gehalten habt. .

    • @traditionstreuer
      Bevor ich mein mir selbst verpasstes „Pseudonym“ Lügen Strafe im wahrsten Sinne des Wortes und mir dazu noch selbst seherische Fähigkeiten zuschreibe („ich sehe schon wieder“…), verzichte ich lieber auf beides und poste hier wie anderswo wenigstens unter den beiden Vornamen, die in meinem Pass stehen. Ja, Benedikt wollte und wird auch nie „Traditionalist“ sein, sondern er ist ganz einfach ein „Traditionstreuer“ 😉

      • Sorry, aber „traditionstreu“ und „traditionalistisch“ sind ein und dasselbe, auch wenn der modernistische Feind uns etwas anderes einreden will. So wie auch „Islam“ und „Islamismus“ nicht zwei verschiedene Dinge sind.
        Benedikt war niemals traditionstreu, weil er niemals traditionalisisch war. Und umgekehrt.

    • Hochgeehrter @Traditionstreuer,

      Ihre Aussagen scheinen mir sehr pessimistisch.
      Ich frage mich ab wo die Modernisten Sieg nach Sieg erringen?
      Die Diözese Antwerpen liegt am Boden, Gent ebenfalls, Brügge köchelt in dem Sud von Homo- und Pädoskandalen ruhig weiter; die Attraktivität der modernistischen Bastardkirche in Flandern tendiert zu null- Danneels und vanGheluwe sind die Anti-evangelisatoren par excellence.
      Die ehemals große Orden sind zusammengeschmolzen: die Jesuiten und Dominikaner haben sich fusioniert mit den niederländischen Confratern, ihr Impakt hat sich in den letzten 30 Jahr fast komplett verloren.
      Theologische Kenntnisse, Vernunft, Wissen und Stil sind verloren gegangen.
      Bei der letzten Synode erlitten Bonny, Kasper und der pontifex maximus eine gewaltige Niederlage.
      Die inzwischen von Freimaurern und traditionskritischen Kräften dominierte belgische Presse sprach hinterher unanim vom „verschlagenen Papst“, was dann wieder in der modernistischen „Tertio“ als falsch abqualifiziert wurde: es hätte nämlich überhaupt keine Schlacht oder Konfrontation gegeben und alles sei genau so modernisierungsbedürftig wie vorher.
      Nur dumm daß wieder etwas unerquickliche Geschichten bei den Modernisten aufgetaucht sind- die Güllegrube wurde noch immer nicht gelehrt.

      Darum: Mehr Mut! In dem Kampf um das depositum fidei wird kein Millimeter nachgegeben.
      Die Tradition ist nach über 40 Jahren stärker, lebendiger, reicher an Facetten wie je zuvor, wächst kontinuierlich.
      Sie kann nicht mehr besiegt werden.

      • naja, der Sieg der Modernisten scheint zu sein, daß man die katholische Kirche in Flandern mit der Lupe suchen muß, oder seh ich da was falsch?

  15. Wow… das scheint sich gerade zu erfüllen:

    „Die Kreuzigung Meines mystischen Leibes — Meiner Kirche auf Erden — beginnt heute, der Anfang der letzten Verfolgung, während der freimaurerische Plan, Mein Haus zu entweihen, allen, die die Wahrheit kennen, klar werden wird.

    Die Geschichte wird sich jetzt wiederholen, aber die Wahrheit wird nicht verleugnet werden. Diejenigen, die Mich verleugnen werden, werden sich schließlich mit der Zeit an Mich wenden. Diejenigen, die wissen, dass die Prophetien, die vorhergesagt worden sind — dass Meine Kirche das letzte Ziel sein würde, bei der Säuberung der Welt von allen Spuren von Mir, Jesus Christus —, dass diese jetzt stattfinden, werden Mir in Meiner Restarmee folgen. Sie werden Meinen Lehren bis zum Ende der Zeit treu bleiben.

    Niemand kann das Wahre Wort Gottes davon abhalten, sich zu verbreiten. Niemand. Die Regentschaft im Hause Petri wird kurz sein und bald wird Mein geliebter Papst Benedikt Gottes Kinder von seinem Exil aus leiten. Petrus, Mein Apostel, der Gründer Meiner Kirche auf Erden, wird ihn in den letzten schweren Tagen, da Meine Kirche um ihr Leben kämpft, führen.

    Euer Jesus“

    [Update 2.11. Link entfernt]

    • WOW ebenso
      und damit haben sich dies falschen Propheten ins eigene Knie geschossen. Ich hoffe, dass alle gutgläubigen Christen, die dem Märchenbuch der Wahrheit alias Buch der Lüge unverständlicherweise „Glauben“ schenken, sich das ganz genau merken. Denn daran kann man das Hingespinst nun messen. Dann gehen hoffentlich allen die Augen auf. Ist ja irr, was da abgeht an Wundersucht, daß nüchterne Katholiken, wie blind und besoffen hinter einer Bande ominöser „Botschaften“-Verbreiter herrennen. Was für eine kranke Zeit… Als würde Papst Franziskus in Rom nicht reichen. Der Teufel schläft wirklich nicht und kennt ganz unterschiedliche Strategien

      • Ja, diese Gruppe von Christen verstehe ich auch nicht. Es ist da die Blindheit wie bei den Zeugen Jehovas- es werden Prophezeihgungen ausgesprochen und niemanden interessiert es wenn sich kaum eine davon erfüllt?! 2010 sollte die Warnung sein und 2014 stehen wir noch vor den selben Problemen wie vorher- war die Warnung unbemerkt an uns vorübergezogen? Diese Menschen müssen sehr verzweifelt sein, wenn sie immerfort an solchen Unsinn glauben! Möge der Herr ihnen Licht und Einsicht schenken.

    • Was ist denn das für ein antichristlicher Unsinn da in Verlinkung bitte? Stände da nichts von Maria könnte man glauben die Internetseite sei von einer protestantischen Sekte!

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