Affront des Abtprimas von Klosterneuburg gegen Alte Messe und Kardinal Burke

Kardinal Burke zelebrierte am vergangenen Samstag im Petersdom ein Pontifikalamt im Alten Messe
Kardinal Burke zelebrierte am vergangenen Samstag im Petersdom ein Pontifikalamt im Alten Messe

(Wien) Die von Kardinal Raymond Burke für den kommenden 5. November angekündigte Votivmesse im überlieferten Ritus in der Pfarrkirche St. Leopold Donaufeld in Wien-Floridsdorf wurde abgesagt.

Kurienkardinal Burke wird, wie angekündigt, am 4. November, dem Gedenktag des Heiligen Karl Borromäus in der Wiener Karlskirche ein Pontifikalamt im Alten Ritus zelebrieren. Die ebenfalls für seinen Wien-Aufenthalt angekündigte Votivmesse für die Apostel Petrus und Paulus wurde hingegen abgesagt (siehe den Bericht  5.11.: Kardinal Burke zelebriert in Wien St. Leopold Votivmesse im Alten Ritus).

Ablehnung des überlieferten Ritus und Nachwehen der Bischofssynode?

Gründe für die Absage sind nicht bekannt, doch dürften sie mit dem überlieferten Ritus und mit Nachwehen der Bischofssynode über die Familie zu tun haben. Die Pfarrei St. Leopold Donaufeld ist dem Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg inkorporiert. Der Klosterneuburger Propst Bernhard Backovsky zitierte, das ist bekannt, den für die Pfarre St. Leopold zuständigen Chorherren und Pfarr-Moderator ins Stift und untersagte die Zelebration.

Bernhard Backovsky wurde 1995 zum 66. Propst und 17. Lateranensischen Abt des Stifts gewählt. 2002 erfolgte seine Wahl zum Generalabt der Österreichischen Augustiner-Chorherrenkongregation. Seit 2010 ist er zudem Abtprimas aller Augustiner-Chorherren weltweit.

Wie steht es um „offene Diskussion“ und dem „vollen Frieden der Kirche“ für den Usus antiquus“?

Das Verbot durch Abtprimas Backovsky muß als Affront von seltener Härte gegenüber dem überlieferten Ritus und einem der führenden Kirchenvertreter aufgefaßt werden. Eine unfreundliche Art, hinter der schwerwiegende Brüche innerhalb der Katholischen Kirche Österreichs sichtbar werden. Dazu scheint die Unfähigkeit zu gehören, den überlieferten Ritus zu akzeptieren und die Meinung anderer zu respektieren. Kardinal Burke und Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn standen sich bei der Bischofssynode auf entgegengesetzten Positionen gegenüber. Ein Zelebrationsverbot im Alten Ritus stellt eine schwerwiegende Bevormundung anderer dar, zuallererst des Zelebranten, aber auch der Gläubigen, die diesen wünschen.

Der unerfreuliche Vorfall wirft Fragen auf, wie es wirklich um die „offene Diskussion“ bestellt ist, die Papst Franziskus mehrfach für die Bischofssynode einmahnte. Und wie es wirklich um die Hoffnung bestellt ist, die der emeritierte Papst Benedikt XVI. am vergangenen Samstag in einer Grußbotschaft zum Audruck brachte: „Ich bin sehr glücklich darüber, daß der Usus antiquus jetzt im vollen Frieden der Kirche lebt, auch unter den Jungen, unterstützt und zelebriert von großen Kardinälen.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/Wikicommons

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39 Comments

  1. Ein Affront, gedeckt von höchster Stelle. Unter einem Papst Benedikt, hätte man diesen wohl nicht gewagt!

    • Seele: Wenn seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI das was er als „Heilige Messe im außerordentlichen römischen Ritus“ bezeichnete so wichtig gewesen wäre, dann hätte er als Papst diese auch zelebriert. Des weiteren hat es ja auch durch seinen Pressesprecher energisch dementieren lassen, das er privat diesen Ritus zelebriert. Und es ist aller höchste Wahrscheinlichkeit das Benedikt XVI sehr wohl wusste, das es Priester und Bischöfe gibt, die auch nach Summorum Pontificum das „Heilige Messopfer aller Zeiten“ massivst bekämpften, er war eben als Papst sogar zu Feige um seinen Eigenen Wörtern zu gehorchen, und daher musste er ja auch vor den Wölfen fliehen. .

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • Glaubt man wirklich, daß die Initiative von dem liebenswürdigen, überaus friedfertigen Klosterneuburger Abt ausgegangen ist? Angeblich hat er sogar vor einiger Zeit in der Donaufelder Pfarre ein Begräbnis im außerordentlichen Ritus geduldet. Was ist denn schon ein Abt gegen einen Kardinal?
      Man ahnt Schlimmeres.

  2. Das ist ein Skandal!

    Frage an die kirchenrechtlich mehr Gebildeten: das steht doch im Widerspruch zu Summorum Pontificum, oder?

  3. Und wieder wird hier nur gejault, gemault und geschimpft werden. Aber KEINER hat den Mut, dieser „Kirche“, die längst keine mehr ist, den Rücken zu kehren, ihr seinen Finanzzufluß zu entziehen und konsequent dorthin überzutreten, wo die Una Sancta real und vollumfänglich da ist: zur FSSPX!

    Es ist zum Weinen mit uns Traditionstreuen. Und Herr Bergoglio lacht sich ins Fäustchen, weil wir blöde Schafe alles mitmachen und nur im Netz ein bisschen rumblöken.

    • „Una Sancta real und vollumfänglich da ist: zur FSSPX! “

      Ubi petrus ibi Ecclesia! Selbst wenn der Papst Alexander heißt!

      Auch die orthodoxen Schismatiker sagen bei ihnen ist die una sancta.ist sie aber nicht.

      • Entschuldigung, aber was Sie hier sagen, ist häretisch. Der Papst hat aufgehört, Papst zu sein, wenn er sich in aller Form gegen die Tradition und die unwandelbare Lehre aller Zeiten stellt. Dies hat „Franz“ längst und oft genug getan. Er ist der klassische Fall des sog. Papa haereticus.

        Damit ist er nicht mehr Petrus. Und damit kann bei ihm auch die ecclesia nicht sein.

      • Welche Irrtümer lehrte Alexander denn? Welche schismatischen Akte setzte Alexander denn? Und wer und wo ist überhaupt Petrus?

      • Papst Alexander VI. ist tausendmal tausendfach dem Bergoglio-Regime und allen anderen Konzils-Päpsten vorzuziehen. Liest man aktuelle moderne Literatur über ihn bleibt von der albernen legenda nera nicht viel übrig.

    • Traditionstreuer: Woher wollen sie wissen ob jemand noch immer am modernen Ablasshandel teilnimmt oder dieser nicht schon lange vor dem Staat aus der „Ablasshandel betreibenden“ “ Körperschaft öffentlichen Rechts katholische Kirche Österreichs“ ausgetreten ist? Ich hoffe das viele auf ihre Wörter hören und den Mietlingen und Wölfen im Schafspelz das wegegenommen wird was sie als einziges noch anbeten, nämlich über den Euro den „Götzen Mammon“.

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

    • @Traditionstreuer. Sie haben völlig recht. Die gehorsamen Schafe wandern ohne Widerstand zur Schlachtbank. Doch ob ein Austritt aus der Kirche die Lösung ist? Tatsache ist, daß abgesehen von sozialen Projekten, mit der Kirchensteuer das Überleben der Häretiker in Deutschland finanziell unterstützt wird. Ein Dilemma für Gläubige die trotz allem in der Kirche bleiben wollen.

      • Also sind die Sedivakanstisten auch schon hier – gut zu wissen… dadurch wird diese seite noch mehr an seriösität einbüßen… aber es gibt ja Meinungsfreiheit.

        Also ihrer Meinung nach sollte ich aus der Kirche austreten und nur noch zur Piusbruderschaft gehen. Ich denke der am meisten davon hat, dass ich aus der Kirche austrete ist der Satan! Wir werden ja sehen wer recht behalten wird – vielleichtt ist es besser den schmalen Weg zu nehmen liebe Freunde? Ich könnte es mir auch bequem machen und die Kirche einfach verlassen und in die heile Welt der fsspx gehen -d ann hätte ich meine Ruhe – könnte schauen ein Heiliger zu werden… stattdessen bleibe ich in der Kirche wie bei einer alten kranken Mutter und tröste den Herrn durch meine Treue zu IHM!

        Jeder der zum Austritt aus der Kirche aufruft macht sich zum Verbündeten des Bösen – das muss jedem klar sein-das tun auch die protestantischen Sekten, die Muslime,die Atheisten-tolle truppe! ihr wollt eine Kirche wie sie die Häretiker wollten – ganz rein – so eine kirche gab es nie – sogar die Apostel haben gesündigt!

        Ich bin in der kirche NUR wegen christus-wegen den Sakramenten. wer die Liturgie zu einem Götzen macht verdrängt Christus von der 1. stelle!

        reichsrömer, armin, arrow, traditionstreuer

      • @Bavaria: Schon Ihre offenbar ganz unreflektiert gebrauchte Wendung „aus der Kirche austreten“, zeigt, welch modernistischen Geistes Kind Sie anscheinend sind. Sonst wüßten Sie, an der Tradition geschult, dass die Una Sancta, die von unserem Herrn so und nicht anders gewollte und gestiftete Hl. Kirche UNAUSTRETBAR ist!

        Es gilt der alte Grundsatz: Semel bapticatus, semper bapticatus. Zu deutsch: Semel catholicus, semper catholicus! Die Taufe als Eingliederung in den mystischen Leib des Herrn ist ein unauslöschliches Siegel, diese Eingliederung ist niemals rückgängig zu machen. Auch eine Exkommunikation kann dies nicht.

        Wir treten also mitnichten aus der Kirche aus, sondern lediglich aus der längst häretisch-schismatischen „Organiation öffentlichen Rechts“, die sich hierzulande etikettenschwindlerisch „katholische Kirche“ nennt, sie aber mitnichten ist.
        Man sieht hier immer wieder: Unsere häretischen Bischöfe haben ganze Abeit geleistet, dass selbst unter uns „Tradis“ die Naivität und zugleich die Höllenangst so gross ist, dass sie glauben, mit einem Austritt aus der öffentlich-rechtlichen Zwangskirchensteuervereinigung wären sie aus der Kirche ausgetreten und ihres Heils verlustig gegangen.
        Zum Weinen.

  4. Gerade das „Kloster“neuburg sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen! Die meinen weil sie ein wenig Spitze und Barock tragen wären sie gut!

    Die haben wie alle „neo-konservativen“ ein Probem mit der AUTHENTISCHEN Tradition. Das Problem ist halt dass diese AUTJENTISCHE Tradition sehr anspruchsvoll ist-das Latein,die riten und hier müssen unbedingt leben und Liturgie eine einheit bilden! das tun sie bei vielen neo-konservativen oder hobby-tradis oftmals nicht!

    man kann gerne mal auf tradi machen aber wer betet denn das ganze alte Offizium? oder zumindest das deformierte auf Latein wie papst Franziskus und papst benedikt? da hört tradi auf-Hauptsache spitze und barock der rest ist wurscht!bäh!

    • Zu Ihrer Info: Die „Klosteneuburger“ haben eine lange liturgische Tradition mit Pius Parsch!

      • Pius Parsch würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sähe, was die Modernisten aus seinen Ideen gemacht haben. Wie sagte sein langjähriger Schüler, der hochangesehene Prof. Petrus Tschinkel, dem die Modernisgten am Ende seines Lebens gar Predigtverbot in der Stiftskirche erteilt haben: „Pius Parsch wollte dem Volk das Mysterium erschließen, und diese Wahnsinnigen (scil. Modernisten) haben es zerstört!“ Treffenderes kann man über die Klosterneuburger Liturgiezerstörer nicht sagen!

      • Lieber Catholicus! Jetzt muss ich leider aufhören, den Gemütlichen zu spielen. Lassen Sie bitte die Kirche im Dorf. Dass Parsch im Grab rotiert, insbesondere wenn ihm heute die zweifelhafte „Ehre“ zu Teil wird, dass man ihn als den Wegbereiter des NOM feiert (was man in Klosterneuburg gelegentlich so hört) da bin ich Ihrer Meinung.
        Was den Parsch betrifft: Er hat „Chormessen“ mit Skola forciert, auch in der Form von „Betsingmessen“ mit einem Lektor als „Simultanübersetzer“ am Ambo, damit das Volk anstatt etwas Anderes zur liturgischen Handlung zu singen, wenigstens im Schott mitlesen und mitbeten konnte. Den Volksaltar hat er in St.Gertrud zwar ausprobiert bald auch schon wieder verworfen (Robert Kramreiter hat in keine spätere Kirche mehr einen eingebaut), er hat die Messe nicht verkürzt und umgeschrieben, sondern dem Volk im gesamten Inhalt vom Stufengebet bis zum Schlussevangelium erklärt – in seinen Schriften und vor allem in Predigtreihen – und genau das täte heute auch bitter Not!
        Aber Sie können nicht Klosterneuburg für sämtliche Fehlentwicklungen (von Kommunionspendung ohne Patene, Handkommunion bis zu unpassender Musik, paraliturgische Experimente usw reichend) der letzten 40 Jahre verantwortlich machen. Die „alten 68er“ unter den Priestern haben diesen Trend teilweise mitgemacht, einem liturgisch un- bzw fehlgebildeten Volk alle gestalterischen Freiheiten eingeräumt und nur die Wandlung beigesteuert. Das ist längst vorbei – Klosterneuburg hat hervorragende junge Brüder die zum Teil in Rom studiert haben (Josef, Pius, Alipius, Nikolaus usw) die wissen, was sie tun, indem sie alles wieder in geordnete Bahnen lenken – das braucht aber Zeit und die müssen wir ihnen geben.
        Wenn sich übrigens alle an „redemptionis sacramentum“ halten, wäre ein Großteil der Probleme auch schon gelöst.

    • Seit wann ist denn das Stift Klosterneuburg (neo-)konservativ? Es hat eine lange, ungebrochene Geschichte und steht in der Tradition von Pius Parsch. Spitze und Barock tragen hat hier nichts mit (neo-)konservativ zu tun.

      • Das Stift hat nicht nur eine lange Geschichte sondern Kohle bis zum geht nicht mehr… ich bete um eine Säkularisation 2.0 vor allem in Österreich, deutschland und der Schweiz. Manche haben es immer noch nicht gecheckt.

        Pius Parsch ist mir ein Begriff – ich bin ja nicht vom hinterm Mond.

        Liturgisch sind die trotzdem aber nicht gut – da ist sogar Heiligenkreuz besser.

      • Nur, weil es Klosterneuburg nicht so schlecht geht, wie anderen Klöstern, muß man es doch nicht verdammen.
        Eine Säkularisierung der Klöster – die Diözesen würde es wohl wieder kazum treffen – zu wünschen, empfinde ich als Verirrung.
        Und was soll ›liturgisch nicht gut‹ bedeuten? Es gibt jedenfalls manches, was für die Klosterneuburger Liturgiefeiern spricht, auch wenn sie mir zu modern sind.
        Ich bleibe dabei: Spitze und Barock tragen hat hier nichts mit (neo-)konservativ zu tun. Das Stift hat eine Position und ich finde nicht, daß man sich irgendwo anbiedert – schon gar nicht dadurch ›neokonservativ‹ erscheinen zu wollen.
        Weiters halte ich die Übernahme von Verantwortung (nicht nur finanziell) durch das Stift für vorbildlich, ebenso den Umgang mit Benachteiligten unserer Gesellschaft.
        Bitte etwas differenzierter.

  5. Typisch Klosterneuburg, aber auch in Heiligenkreuz machen in der Stiftkirche Juden und Mönche gemeinsam religiöse Musik, nachlesbar auf der Homepage der Heiligenkreuzer, sie feiern das Fünfzigjahrjubiläum zu dem Judendokument des 2. Vaticanums.

    • Dieser Jude Jesus… hat sogar mit anderen Juden gegessen… schlimm schlimm.

      und diese jüdischen Psalmen – bäh.

      Also manchmal frag ich mich ob es dümmer eigentlich noch geht?

      • Er hat natürlich mit Juden gegessen, er war ja selber einer. Aber er war dazu Jude, um Juda seiner wahren Bestimmung zuzuführen und es zu erlösen. Aber – s. Joh 1 – Juda hat ihn verworfen. Damit ist Juda selber verworfen.

  6. Lesen wir doch noch einmal im „motu proprio SUMMORUM PONTIFICUM“
    -
    [….]
    Art. 5.
    §3
    Gläubigen oder Priestern, die darum bitten, hat der Pfarrer auch zu besonderen Gelegenheiten Feiern in dieser außerordentlichen Form zu gestatten, so z. B. bei Trauungen, bei Begräbnisfeiern oder bei Feiern zu bestimmten Anlässen, wie etwa Wallfahrten.
    [….]
    Art. 7.
    Wo irgendeine Gruppe von Laien durch den Pfarrer nicht erhalten sollte, worum sie nach Art. 5 § 1 bittet, hat sie den Diözesanbischof davon in Kenntnis zu setzen. Der Bischof wird nachdrücklich ersucht, ihrem Wunsch zu entsprechen. Wenn er für eine Feier dieser Art nicht sorgen kann, ist die Sache der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ mitzuteilen.“
    [….]
    -

  7. Was ich nicht verstehe, warum Kardinal Burke sich das überhaupt bieten läßt: Zu den kirchenrechtlich verbrieften Privilegien eines Kardinals der Hl. Römischen Kirche gehört es doch, daß er jederzeit und ohne jegliche Erlaubnis zu benötigen an jedem Altar in jeder Kirche auf dem Erdkreis eine Messe lesen darf, mit Ausnahme derjenigen Altäre, die alleine dem Papst vorbehalten sind (z. B. Hauptaltar im Petersdom). Er bräuchte auf die Auslassungen dieser Landpomeranze überhaupt keine Rücksicht nehmen.
    Und auch der Pfarrer von St. Leopold ist mir ein Rätsel: Daß die Pfarre dem Stift inkorporiert ist, heißt lediglich, daß das Stift den Pfarrer bestellen muß und dafür die Einnahmen aus der Pfarre für sich beanspruchen kann. Insofern es um „private“ Dinge geht schuldet der Pfarrer dem Prälaten Gehorsam, wie jeder Ordensmann seinem Oberen. Sofern es aber um die Pfarre geht (öffentliche Hl. Messen gehören eindeutig dazu) ist der Pfarrer jedoch allein, wie alle anderen Pfarrer auch, dem Ortsbischof untertan. Der Prälat hat dem Pfarrer in dieser Sache überhaupt nichts vorzuschreiben.
    Wobei wir bei einem grundsätzlichen Problem wären: In der Kirche (und auch in der Welt) geht deswegen so viel den Bach runter und obsiegt so oft das Unrecht, weil die Leute Appeasement betreiben (ja keinen Zoff!), anstatt Dinge durchzusetzen und auszusitzen, wo es alleine schon um das Prinzip gehen sollte!

  8. Betet lieber für den mutigen Pfarrer (leider nur Moderator) dieser Pfarre, der in den letzten Jahren hervorragende Aufbauarbeit geleistet und die Liturgie wieder in Ordnung gebracht hat – ein reger Gottesdienstbesuch und eine Warteschlange vor dem Beichtstuhl in der Karwoche sprechen eine klare Sprache. Seine Tage scheinen gezählt, denn im gesamten Klosterneuburger Stiftsbereich gilt ein klares Modernismusgebot. Es säumen bereits mehrere Leichen diesen Weg – darunter hervorragende Seelsorger, die weggeschickt worden sind.

    Etwa dieser Herr aus Bayern, seinerzeit hoffnungsvoller Kaplan in der Pfarre St. Leopold kann ein Lied davon singen:

    http://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt/neumarkt/artikel/priester-ist-sein-traumberuf/949562/priester-ist-sein-traumberuf.html

    Wir sehen einander alle am 4.11. in der Karlskirche. Im Übrigen wäre es Zeit, eine regelmäßige Feier der tridentinische Messe auch in Transdanubien, insbesondere auch für den Einzugsbereich Weinviertel, fix zu installieren. Dahingehende Anträge an unseren Herrn Kardinal dürfen laut „summorum pontificum“ eingebracht werden!

    • Was soll man denn dem Pfarrmoderator vorwerfen?

      * Dass er auf die Anfrage eines Kurienkardinals, eine hl. Messe zu feiern, ja gesagt hat? Das hätten vermutlich zahlreiche andere Pfarrer auch getan.

      * Dass er im Gehorsam seinem Ordensoberen gegenüber offenbar sofort und bedingungslos reagiert und die Messe wieder abgesagt hat? Das hätten vermutlich nicht viele getan.

      * Dass er offenbar in seiner Pfarre eine wahre Insel des Glaubens aufgebaut hat (lt. Homepage tägliche Messen, ständige, 24h an 7Tagen in der Woche (!!!!) Eucharistische Anbetung, tägliches Rosenkranzgebet, Hausmission (!!!), Katechese (lt. Homepage heute abend zum Thema „Predigt“) ,…)? Da muss man fast zweimal hinschauen, um glauben zu können, dass es das überhaupt gibt.

      Ich denke, diesen hochwürdigen Herren sollte man sich genauer ansehen…

    • Ich habe bereits überall in unserer Umgebung die Pfarren angeschrieben wegen einem Alten Ritus im 21., wurde aber überall nur unhöflich abgewiesen. Jetzt auch das noch, da ist mal eine Messe morgens, zu der man mit dne Kindenr gehen könnte, und sie wird verboten. 🙁

      Wieviele Leute braucht denn eine „Gruppe von Laien“, damit sie den Art. 7 des Summorum Pontificum erwirken kann? Unsere Familie ist auf jeden Fall dabei!

      • Nach meinem Wissen sind es 15 bis 20 – die müssen sich allerdings erst zusammenfinden; dann geht auch nicht jeder an jedem Sonntag hin – es muss eine stabilie Gruppe (Pfarrgemeinde) zumindest in dieser Größe sein und die müsste es in 21./22. + angrenzendes Weinviertel jedenfalls geben.
        Sofort nach Einführung von Summorum Pontificum wurden von „Pro Sancta Ecclesia“ Antragsformulare augeschickt. Ergebnis war damals ein Gespräch mit dem Pfarrer, der einem die Notwendigkeit freundlich auszureden versuchte – etwa: die tridentinische Messe ist theologisch überholt….. Bis zum Bischof kamen die Anträge meist gar nicht.

  9. @Traditionstreuer
    Ihre Aufforderung, die finanziellen Zuwendungen zu unterbinden, kann ich nur unterstützen.
    Ich habe vor vielen Jahren (die genaue Jahreszahl müsste ich recherchieren) die Steuerzahlungen an diese postkonziliare Vereinigung eingestellt. Anlass war damals ein vom Bistum Aachen geführter Rechtsstreit um die Verwendung des Begriffes “ römisch-katholisch“. Die FSSPX hatte diesen Begriff auf dem Schild ihres Oratoriums in Aachen verwendet.
    Ich habe auf dem Amtsgericht die Einstellung der Steuerzahlungen vorgenommen, denn wie könnte ich vor einer weltlichen Behörde den Austritt aus der römisch-katholischen Kirche erklären? Diese Kirche lehrt, dass die Taufe ein unauslöschliches Prägemal in meiner Seele hinterlassen hat. Also kann ich doch nicht wie bei einem Sportverein nach Gusto ein- und austreten. Niemals hatte ich die Absicht, aus der römisch-katholischen Kirche auszutreten, deren Lehren und Überlieferungen ich authentisch bei der FSSPX finde.
    Nach bestem Wissen und Können unterstütze ich finanziell die FSSPX.

    • Danke für Ihren wahren Kommentar. Sie sind einer der ganz wenigen, die verstanden haben, worum es geht. Auch ich unterstütze in vieler Hinsicht die FSSPX und weiß mich dabie in tiefstem Sinn als treuer Sohn der Kirche.

  10. @bavaria: Aus der Kirche austreten kann man ja gar nicht. Aber ein Ausscheiden aus der kirchensteuerpflichtigen Körperschaft des öffentlichen Rechts kann sich zunehmend nahelegen, muss aber von jedem selbst abgewogen und entschieden werden. Ob bei der Piusbruderschaft oder sonst einer altrituellen Gemeinschaft die heile Welt oder Kirche besteht, kann man stark bezweifeln. Aber mindestens ebenso, ob es überhaupt je nach dem Sündenfall eine heile Welt gab oder von uns zu bewerkstelligen ist. Das ist wohl auch Aktionismus und Illusion. Allerdings sollte man durchaus konsequent nur noch im überlieferten Ritus praktizieren, wobei klar ist, dass Priester und Ordensleute das in exklusiver Weise schwerer können als Laien. Aber grundsätzlich sollte man es, weil es keine Reform der Reform gab und geben wird und dazu auch ästhetische Kosmetik ohnehin nicht ausgereicht hätte. Die zwei Formen eines Ritus waren eine kirchenrechtliche fictio, um das Verhalten Pauls VI. bei der Liturgiereform irgendwie rechtfertigen zu können. Bei Ausbleiben einer Reform der Reform besteht kein Anlass die Unterscheidung von ordentlichem und außerordentlichem Usus (und die Art der Zuordnung von ordentlich und außerordentlich) weiterhin zu akzeptieren. Einem Kardinal nicht die Zelebration zu ermöglichen und diese wegen des Usus abzublasen, ist der eigentliche Skandal. Sowohl gegen allgemeines Kirchenrecht verstoßend als selbstverständlich auch gegen MP.

  11. Es ist so traurig zu sehen, wie die heilige Messe im überlieferten Ritus bekämpft und niedergemacht wird. Die fortschrittsgläubigen Zerstörer in der heiligen Kirche begreifen wirklich gar nichts mehr, am allerwenigsten vom Menschen. Da können sie sie noch so laut dröhnend ihre Parolen auf die Pauke hauen, es bleibt doch nur kaltes und leeres Getöse! In und mit der Heiligen Messe zogen und ziehen ein paar wenige noch heute mit traumwandlerischer Sicherheit durch ihr Leben der Ewigen Heimat zu. So wie Ureinwohner, die Aborigines, auf Traumpfaden durch die Wüste ziehen konnten, von Quelle zu Quelle. Aber nein, das muss alles zerstört werden, weil der Fortschritt seine Arbeitssklaven braucht, die nur mit verkümmertem und erkaltetem Seelenleben gut genug funktionieren. Es ist so unendlich traurig, wie der Durchblick und die Einsicht nicht mehr gefördert sondern bereitwilligst zerstört werden. Und wozu?

  12. Endlich tritt die Wahrheit an den Tag. Neben der Finanz-, Sozial- und Energieindustrie, ist die Bewegung der neuen Kirche auch ein gewaltiger Industriezweig. Als Hauptaktionär des Pornoverlages verdient doch der deutsche Episkopat Milliarden. Und denken sie die Bedeutung als Arbeitgeber. Das Reich Satans würde ohne dies glatt zusammenbrechen.

    • Da dürften Sie einer Fehlinformation aufgesessen sein. Genannter „Pornoverlag“ kostet im Gegenteil Millionen an Kirchenmitteln.

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