Benedikt XVI.: Freude über Alten Ritus – „Verlasse Klausur nur auf Einladung des Papstes“

Botschaft von Benedikt XVI
Botschaft von Benedikt XVI

(Vatikan) Zum dritten Mal wurde am vergangenen Samstag im Petersdom ein Pontifikalamt im überlieferten Ritus unter großer Teilnahme des gläubigen Volkes zelebriert. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. schickte dazu eine Grußbotschaft, in der er seine Verbundenheit mit dem Alten Ritus zum Ausdruck brachte, ein bemerkenswertes Lob für die anwesenden Kardinäle, allesamt Widersacher von Kaspers Thesen, aussprach und erklärte, wann und warum er gelegentlich öffentlich auftritt.

Am vergangenen Wochenende fand in Rom die Dritte Internationale Wallfahrt der Tradition Summorum Pontificum statt. Wie bereits in den beiden vorhergehenden Jahren bildete ein Pontifikalamt im Petersdom den Höhepunkt der Wallfahrt. Gestern, Sonntag, stand zum Abschluß die Möglichkeit zum Besuch des altrituellen Benediktinerklosters in Norcia, dem Geburtsort des Heiligen Benedikt von Nursia, auf dem Programm. An de Wallfahrt nahmen mehrere Kardinäle teil, darunter Kardinal George Pell, Kardinal Walter Brandmüller und als Zelebrant im Petersdom Kardinal Raymond Burke.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. übermittelte dem Organisationskomitee und allen teilnehmenden Pilgern eine Grußbotschaft. Das Schreiben richtet sich an den Generaldelegaten des Cœtus Internationalis Summorum Pontificum (CISP) Giuseppe Cappoccia.

Benedikt XVI. drückte in dem Schreiben seine große Verbundenheit mit dem überlieferten Ritus aus und ebenso seine Wertschätzung für die teilnehmenden Kardinäle. Alle drei genannten Kardinäle gehören zu den Wortführern jener Gruppe, die sich bereits im Vorfeld und dann auf der jüngsten Bischofssynode über die Familie den Thesen von Kardinal Walter Kasper widersetzten. Gleichzeitig bekräftigte Benedikt XVI. den selbstgewählten Status eines für die Welt unsichtbaren „Klausurmönchs“. Diese Klausur verlasse er nur in besonderen Fällen, wenn Papst Franziskus dies wünscht und durch eine persönliche Einladung zum Ausdruck bringt. Die Grußbotschaft im vollen Wortlaut:

Verehrter Herr Generaldelegat,

endlich finde ich die Zeit Ihnen für Ihr Schreiben vom vergangenen 21. August zu danken. Ich bin sehr glücklich darüber, daß der Usus antiquus jetzt im vollen Frieden der Kirche lebt, auch unter den Jungen, unterstützt und zelebriert von großen Kardinälen.

Geistlich werde ich bei Ihnen sein. Mein Status eines „Klausurmönchs“ erlaubt mir nicht eine äußere Teilnahme. Ich verlasse meine Klausur nur in besonderen Fällen, vom Papst persönlich eingeladen.

Verbunden im Gebet und Freundschaft
Im Herrn Ihr

Benedikt XVI.

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Text: Giuseppe Nardi
Bild: rinascimentosacro.org

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54 Comments

  1. Die Worte des Papa emeritus sind natürlich höchst sybillinisch.
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    Es mutet wie Ironie an, wenn der „volle Friede“ gepriesen wird, in dem der alte usus in der Kirche gefeiert werden könne. Das neue Pontifikat unternimmt ja alles, diesen usus einzudämmen, wenn nicht überhaupt zu unterdrücken. Der Hinweis auf die „Jungen“ schmerzt die neue Kirchenführung, ist es doch allen bekannt, dass der extraordinäre usus, dort wo er zugelassen wird, weit mehr Berufungen evoziert als der ordinäre. Die von Benedikt hochgepriesenen Kardinäle sind ausgerechnet diejenigen, die der amtierende Papst aus seiner Nähe verbannt wissen will (Burke).
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    Die Schlussbemerkung lese ich so, dass dem Papa emeritus bedeutet wurde, dass seine Teilnahme an der Hl. Messe im Petersdom „höherenorts“ unerwünscht ist. Geschickt ermutigt er die Freunde des Alten Ritus, künftig beim neuen Papst darum zu ersuchen, der emeritierte Papst möge eingeladen werden. Dies setzt nämlich Franziskus unter Rechtfertigungszwang, wenn er dem Ansinnen nicht entsprechen will.

  2. Das liest sich wie der blanke Zynismus – angesichts dessen, dass der „Verfasser“ von „Summorum pontificum“ kein einziges Mal Zeit oder Lust fand, die Messe aller Zeiten zu zelebrieren.
    Von daher nehme ich ihm dieses (sowieso knappe und rein auf die Höflichkeitsebene abzielende) Schreiben nicht ab. Pure Diplomatie. Unwürdig.

    • „Zeit oder Lust“ -
      Johannes XXIII pflegte auf manche an ihn herangetragene Ansinnen zu antworten: „Wenn man mich lässt“ (!).

      • Solange Dr. Ratzinger noch Benedikt XVI. war, hätte ihn niemand „lassen“ dürfen, denn er war der Inhaber der unmittelbaren und vollen und universalen Jurisdiktionsgewalt in der Kirche. Er hätte zu JEDER Zeit die Messe aller Zeiten zelebrieren können – wenn er denn gewollt hätte. Er wollte aber nicht. Sonst hätte er es getan.
        Ratzinger war nie ein Traditionalist. Das ist die harte Wahrheit.

      • Kardinal Ratzinger hat privat die alte Messe gefeiert.
        Ob er das als Papst noch gemacht hat, weiß ich nicht, aber als Kardinal ja!

      • @Besorgter Christ: Können Sie das belegen?? Ich habe oft genug gelesen, daß Ratzinger nach der Liturgiereform NIEmehr die „Alte Messe“ gefeiert hat. Für einen Beleg Ihrer Aussage wäre ich dankbar.
        Und selbst wenn er „privat“ die Alte Messe zelebriert hätte – dann war das buchstäblich sein Privatvergnügen, womit er der Tradition überhaupt keinen Dienst getan hat.

      • An Traditionstreuer:

        In Weimar 1999 hat er es jedenfalls getan. Die Fotos müssten online verfügbar sein.

      • Einige Bilder von Kardinal Ratzinger als Zelebrant eines Pontifikalamtes im überlieferten Ritus finden sich bspw. hier:
        http://www.oratorium.at/artikel.asp?id=504

        Als Benedikt XVI. hat er mW nicht einmal „privat“ und schon gar nicht öffentlich die überlieferte Messe zelebriert. Und das ist das Entscheidende. Wenn ihm wirklich etwas daran gelegen wäre, hätte er das getan.

      • Ich weiß das aus einer sehr zuverlässigen, allerdings bereits verstorbenen Quelle, die den Kardinal privat zum Zwecke der Konzelebration mit nachfolgendem Sakristeigespräch anlässlich einer Romreise traf.
        Dieser Priester hatte nach dem ersten Motu Proprio JPII’s selber angefangen die alte Messe zu zelebrieren, was dem Priester ne Menge Feinde und Verachtung eingebracht hat.
        Deshalb drehte sich das Gespräch darum, auch weil der Priester liturgisch sehr interessiert und eben genau wie der damalige Kardinal noch in der vorkonziliaren Zeit zum Priester geweiht worden war.
        Beweisen kann ich es natürlich nicht.
        Aber es ist auch bekannt dass Kardinal Ratzinger in Wigratzbad bei der Petrusbruderschaft an einem levitierten Hochamt teilgenommen hat http://www.fssp.org/de/ratzwig1990.htm http://fssp.org/album/VS1990W/27%20canon.htm
        Ich würde einfach behaupten das die neue Messe eben durchaus gültig ist, der große Irrtum der Tradis besteht darin das zu leugnen, und Papst Benedikt versucht hat einen erneuten Bruch zu vermeiden.
        Er wollte überzeugen, und er war überzeugt, dass sich Realpräsenz ereignet, unabhängig vom Ritus, aber für Gott das beste gerade gut genug ist.

      • P.S natürlich war Benedikt kein Traditionalist, er war katholisch.
        ER nahm das mit der Ökumene durchaus ernst, weswegen er versucht hat zunächst den jüngsten Abriss zu heilen.
        Dass genau das nicht funktioniert hat, die Wiederherstellung der vollen Einheit mit den Piusbrüdern zeigt, dass das ganze Ökumenegedöns einfach nur Gedöns ist.
        Weil wenn ich den frischen Riss nicht kitten kann, wie will ich den Riss kitten der schon alt und verhärtet ist, sich eigene Strukturen geschaffen hat?

  3. Den Einladungen Bergoglios zu folgen führt dazu, sich als Claqueur in eine Statistenrolle einzufügen und fremden Ansichten seine Autorität zu leihen – mit guter Miene, ohne gegensteuern zu können.

    Die entstandene Konstruktion zweier gleichzeitig lebender Päpste wird immer unmöglicher, solange der resignierte nicht wirklich für die Öffentlichkeit den Sender in jeder Hinsicht abgeschaltet hat – vor allem als Privatier (noch so ein Unding!) …

    Anfangs wollte man Zweifel durch ein gemeinsames Auftreten zerstreuen. Das erinnert an die Schlange im Paradies. Hätte Benedikt mal besser abgelehnt.

  4. „Ich bin sehr glücklich darüber, daß der Usus antiquus jetzt im vollen Frieden der Kirche lebt…“

    Bei aller inhaltlichen Kritik an Benedikt XVI. – aber das ganze Schreiben wirkt auf mich wie eine ironische Verfremdung.
    Gefällt es B. nun, dass der Usus antiquior „kontrolliert“, also „im vollen Frieden der Kirche“ lebt und kritisiert damit i.S. F.s die vielen freien Neuanfänge in aller Welt und bestätigt damit die Zerstörungen, oder will er damit hintergündig beklagen, dass es nicht so ist?
    Durfte er nicht raus zu diesem Event, oder verschanzt er sich hinter F. mit einer Unlust, dorthin zu kommen? (Ich traue F. zu, dass er respektlos und autoritär „niente“ verordnet…)
    Wie fühlt es sich an, wenn man „Summorum pontificum“ geschrieben hat, jetzt im Oktober 2014?
    Das sind versiegende Worte, kein Zweifel.

  5. Der Papst meint sicherlich, daß der überlieferte Ritus tatsächlich volles Bürgerrecht in der Kirche bekommen soll. Jeder Gutmeinende kann da nichts anderes heraushören. Ansonsten ist seine bewußte Wortmeldung nicht zu verstehen. Sie beinhaltet wie es aussieht auch eine gewisse Distanz zu Papst Franziskus.
    Man muß hier wirklich keine Haare in der Suppe suchen- das ist unsinnig.

    Daß Papst Benedikt seine selbstgewählte Klausur nur verläßt, wenn Papst Bergoglio das will, hat mit Aufrichtigkeit wie mit Klugheit zu tun.

  6. Klausurmönch
    „Ich verlasse meine Klausur nur in besonderen Fällen, vom Papst persönlich eingeladen.“

    Klingt fast wie eine Geheimbotschaft an die Welt: „Ich bin hier eingesperrt und darf nur raus, wenn es mein „Vorgesetzter“ erlaubt.“

    • Der Gedanke war mir auch schon gekommen: Papst Benedikt als Gefangener mitten unter den Wölfen. Das Kloster dort im Vatikan ist seine (Gefängnis)- Zelle- einerseits.
      Bis jetzt ist er da jedenfalls sicherer als er es bei Scotland Yard je sein könnte. Seine Gegner, die Lehrveränderer, wollten es ja so haben. Der Papst wird sich denken: dann müssen sie mit mir zurechtkommen- andererseits und „ich bin ja immer noch Papst“.
      Papst Benedikt ist jedenfalls freier als die Jahre vorher: er muß nicht mehr „liefern“. Er kann sich alles in Ruhe ansehen, was da vorgeht.
      Aber: ich habe persönlich Bedenken, daß das noch ewig so weitergeht; daß die Mobberei gegen ihn also wieder irgendwann anfängt.

  7. Nein, nein so geht es nicht. Ab und zu mal blinken und dann immer in den Konzilsschienen weiter fahren.
    Per Mariam ad Christum.

    • Der Spruch ist inzwischen schon abgedroschen! Lassen Sie sich, werter Herr/Frau Shuca, mal was Neues einfallen!

      • @mira
        Den habe ich zum ersten mal geschrieben, sie verwechseln mich wohl mit wem anderes. Wenn sie bessere Beiträge zu bieten haben, wo stehen die?
        Per Mariam ad Christum.

  8. Die Grußbotschaft von unserem Papa emerit.- Eremit, lässt durchblicken, dass die Freundschaft zwischen den beiden Päpsten nicht so dick sein kann, wie hier schon manche behauptet haben. Wenn P. Benedikt für alles, was er außerhalb der Klausur tun oder lassen will, eine Einladung, sprich Extra-Erlaubnis von Papst F. braucht, lässt das einige Rückschlüsse ziehen. Von wegen öfter gemeinsam gemütlich bei einem Gläschen Wein zusammensitzen ….

  9. Der em.Papst Benedikt hat in der vergangene Woche eine Grußbotschaft an die Tagung der Vatikan Ratzinger-Stiftung in Medellin „Achtung vor dem Leben, ein Weg zum Frieden“ geschrieben. Diese Nachricht wurde einen Tag darauf geändert in Grußbotschaft von „Benedikt Franziskus“, dann „Franziskus und auch Benedikt“.
    Auf Kath Net befindet sich die Ansprache verfasst von em. Papst Benedikt XVI. zur Eröffnung der nach Benedikt benannten Aula des Urbanianum in Rom. Diese Rede ist in vollem Wortlaut abgedrückt „Die Wahrheit der Religion und die wahre Religion“.

  10. @die Zuschriften:
    Wir müssen sehr vorsichtig mit den Worten von Papst Benedikt XVI., dem Emeritierten, umgehen.
    Seine Wertschätzung des Ritus aller Zeiten sollten wir dankbar anerkennen. Erkennbar hat er die
    Freiheit, nicht mehr das zu sagen, was er früher als nur an das Wort Gottes gebundener Mann, dufte. Seine heilsgeschichtliche Bedeutung werden wir erst später erkennen. Gestern konnte ich mich an einem aktuellen Zitat von ihm erfreuen, das beweist, dass ihm seine Klugheit und Klarheit der Gedankenführung noch nicht abhanden gekommen sind. Er sagte:
    „Heute haben viel die Idee, dass die Religionen sich gegenseitig respektieren und in interreligiösen Dialog eine gemeinsame Kraft für den Frieden werden sollten“. ..und weiter: so zu denken“ beruhe meistens auf der Voraussetzung, dass die verschiedenen Religionen Varianten ein und derselben Wirklichkeit seien. Dass Religion das Allgemeine ist, das in verschiedenen Kulturen verschiedene Formen annimmt, aber dieselbe Wirklichkeit ausdrückt“.

  11. Papst Benedikt verleugnet sich in einer Weise, die man menschlich nicht mehr nachvollziehen kann.
    Ist er nicht der (spezielle) Papst des 3. Fatima-Geheimnisses. Ist er nicht derjenige, auf den mit „Pfeilen und Feuerwaffen“ geschossen wurde und geschossen wird in direkter oder indirekter Weise?

    Jedenfalls kann mit dem Papst des 3. Geheimnisses kaum Papst Johannes Paul II. gemeint gewesen sein- wie das gesagt wurde. Auf ihn hatten es die Kommunisten abgesehen und dann einen geeigneten Mörder dazu gedungen, Ali Agca.
    Aber das veröffentlichte 3. Geheimnis ist eine Spiegelung des Glaubensabfalls von Geistlichen und Laien innerhalb der Kirche. Etwas anderes anzunehmen, macht wenig Sinn. Es kann sich nicht auf Papst Franziskus beziehen, also bleibt nur Papst Benedikt übrig.

    • Eine paar Überlegungen:
      Wir wissen offiziell, dass em. Benedikt XVI. das 3. Geheimnis von Fatima gelesen hat und somit kennt. Seine Entscheidung hat er lange bedacht, mit viel Gebet darum gerungen und ich bin überzeugt, er hat den Willen Gottes gesucht und tun wollen.
      Kann es denn nicht so sein, dass „Benedikt tat, was ihm der Hl. Geist gesagt hat“?

      Es ist – aus dem Glauben heraus – zulässig zu denken, dass wir aktuell in der Entfaltung dieses 3. Geheimnisses stehen, dh. es verwirklicht sich heute, Tag um Tag.
      Benedikt kann der Papst sein, der im 3. Geheimnis genannt wird und er kann dies auch so wissen und verstehen. Er kann erkannt haben, dass er noch eine große und wichtige Aufgabe für den Herrn zu erfüllen haben wird. Wenn es so ist, dass er der letzte wahre Papst ist, dann sind wir großen Veränderungen und Ereignissen zeitlich äußerst nahe.

      • Wenn Benedikt der Papst des 3. Geheimnisses ist, was macht das dann für einen Sinn zrückzutreten??
        Um die Prophezeiung ungültig zu machen?
        Oder das 3. Geheimnis ist anders, dann hätten aber 2000 ne Menge Würdenträger gelogen und Lüge kann nicht im Sinne der Madonna sein, ist es in ihrem Sinne, dann war es nicht die Madonna.

      • @ an besorgter Christ:
        Es ist vernünftig zu denken, dass bisher nur ein Teil des 3. Geheimnisses veröffentlicht wurde. Der Grund dafür liegt wohl im Inhalt des noch verborgenen Teiles. Es muss wohl die kathol. Kirche in ihrem innersten Kern selbst betreffen – auf dramatische Weise?
        Was ist für uns Katholiken dramatischer als die Geheime Offenbarung und was diese für die Menschheit enthält?

        Benedikt em. hat selbst bei seinem letzten Besuch in Fatima sinngemäß gesagt, dass „wer denkt, das 3. Geheimnis habe sich bereits erfüllt, irre “.

        Bei der Veröffentlichung im Jahre 2000 haben die Verantwortlichen im Vatikan nicht alles gesagt, um es milde zu formulieren. Was dann alles dazu und darüber interpretiert, interviewt und medial verbreitet wurde, eine Unzahl an Meinungen und Vermutungen, hat sein Ziel erreicht: die Irreführung der Gläubigen

      • Viele meinen ja, dass die Hauptaussage des 3. Geheimnisses der Abfall der Spitze/n der Kirche vom wahren Glauben ist. Deshalb hat es Papst Johannes Paul II. in Absprache mit Lucia auch nicht für gut befunden, es damals schon zu veröffentlichen. Zitat: „Die Zeit dafür ist noch nicht gekommen…..!“
        Das würde sich auch mit der „großen Botschaft von La Salette“ decken, in der die Muttergottes schon vor 150 Jahren, den Abfall Roms prophezeit hat: „Rom wird den Glauben verlieren und Sitz des Antichristen werden!“…..

  12. Auf kath.news ist zu lesen, daß Benedikt von Kard. Burke zur Messe eingeladen wurde. Es ist doch bezeichnend, daß er Kard. Burke eine Absage gibt (geben muß?) während er zur Seligsprechung des Novus Ordo-Papsts Paul VI hingeht (hingehen darf?)

    Bei solchen Dingen handelt es sich nicht um alltägliche Fragen des Gehorsams, denen ein „Mönch“ nachkommen muß, sondern um Fragen des Glaubens. Benedikt läßt sich zwingen, den NO zu bekräftigen und dem AO eine Abfuhr zu erteilen?

    Jeder Mensch hat vor Gott in Glaubensfragen die Willensfreiheit, ja oder nein zu sagen. Er läßt sich diese Willensfreiheit abnehmen vom Papst? Es kommt mir vor wie ein Affentheater „verlasse Klausur nur auf Einladung des Papstes…“

  13. Für Franzel

    Seit 2010 erscheinen fast täglich Botschaften für die biblisch prophezeite Endzeit, in der wir jetzt leben, mit dem Anspruch, dass diese Botschaften von Gott Vater, Jesus Christus und Maria stammen.

    Diese Botschaften werden als DAS BUCH DER WAHRHEIT beschrieben, das im Buch Daniel Kap 10 bis 12 als „bis zur Endzeit versiegelt“ beschrieben wurde, wobei gemäß Offenbarung Kap. 5 allein Jesus Christus berechtigt ist, die Wahrheiten dieses versiegelten Buches zu öffnen und mitzuteilen, wenn die Zeit reif ist.

    Die von Ihnen angesprochenen Fatima-Prophezeiungen werden darin bestätigt. Und bereits ein Jahr vor Benedikts Rücktritt wurde sein Rücktritt vorhergesagt, wobei Benedikt der letzte Papst Gottes sei, der Gottes Wohlwollen hat, insofern er die korrekte Lehre bewahrt hat.

    Franziskus (der Papst nach Benedikt) wird, grob zusammengefasst, darin als sog. Falscher Prophet angekündigt, wie vorher in der Offenbarung vorhergesagt, der die jetzige Kirchenlehre negativ verändern und die Sünde nach und nach abschaffen wird mit dem finalen Grund, die Hl. Eucharistie zu entweihen, insofern die Realpräsenz Christi (Transsubstantiation) während der Eucharistie als falsch abgelehnt und durch nicht gottgemäße Rituale ersetzt werden wird usw usw.

    An die Stelle der hl. Messe wird ein gottloses „Eine-Welt-Ritual“ treten und die Lehre der Kirche werden durch allg. Menschenrechte ersetzt, was viele Menschen, die die göttl. Lehren nicht kennen, in die Irre führen wird. Der Falsche Prophet wird den noch kommenden Antichrist später in den Vatikan einladen, wo dieser dann repräsentieren und erklären wird, er sei Christus.

    Christus wird dann weiter unter seinen wahren Anhängern präsent aber in den offiziellen Messen (Tabernakel) dann nicht mehr anwesend sein, sobald die Entweihung der Eucharistie und der Sakramente einschl. der bibl. Lehren beginnt. Dies wird einschl. der Änderung aller jetzigen Kirchengesetze letztlich erzwungen werden mit einem gefälschten Referendum.

    Bevor Christus wiederkommt, wie biblisch vorhergesagt, wird weltweit eine „Warnung“ stattfinden, wobei jedem Menschen seine Sünden gezeigt werden, mit der Gelegenheit zu bereuen. Viele Menschen werden dabei sterben wegen des Schocks, den sie erleben. Aber viele werden gerettet werden. Wer vor seinem Tod nicht bereut, wird verloren sein.

    Es wird darin vor allen kommenden sehr schlimmen Endzeit-Ereignissen und von der Verharmlosung der Hölle usw. gewarnt und gesagt, wie wir uns verhalten können, um körperlich, geistig und seelisch als Gottes Restkirche zu überleben

    • Man kann sicher sagen, daß der Papst, der sich m.Er. zu Unrecht nach Franz von Assisi nennt, sehr viel zur Verwirrung, aber nicht zur Unterscheidung der Geister beigetragen hat.

      Die von Ihnen genannten Ereignisse sind auch anderen Sehern in ähnlicher Weise geoffenbart worden wie bspw. der Bruch innerhalb der Kirche, der nunmehr bei der Synode in Rom offen eingetreten ist. Immer deutlicher wird auch, welchen Wölfen wir als kleine Christen seit Jahrzehnten ausgeliefert waren und sind. Manchmal kann man sich fragen, ob da nicht wenige Priester entweder Ironiker oder aber Hanswürste sind.

      Man sieht ja überall Verfall, Unheil und Krieg. Es ist ja alles im Rutschen begriffen. Nur beten hilft, wirklich.

      • „Manchmal kann man sich fragen, ob da nicht wenige Priester entweder Ironiker oder aber Hanswürste sind.“
        Diesen Satz nehme ich hiermit zurück. Ich möchte Priester nicht mit derartigen Begriffen bezeichnen. Entschuldigung.

  14. Hat hier wirklich niemand verstanden, das Papst (Em.) Benedikt hier zum einfachen, treuen Volk spricht, wo die Hl. Messe im alten Ritus nun wirklich sehr gut aufgenommen wird, auch unter jungen Menschen?

    Benedikt ist sehr intelligent, er überspringt seine Feinde einfach, bzw. teilt ihnen indirekt mit, dass das einfache, treue Volk hinter ihm steht, positiv raffiniert ausgedrückt! Das nenne ich klug und weise.

  15. Wir dürfen glücklich sein über diese wenigen Worte des geliebten Papstes Benedikt. Sie sind genau überlegt, und sie sind Worte eines Meisters der Sprache. Schauen wir statt zu kritisieren, was dahinter steht. Schauen wir, was er sagen will, da er unter absoluter Kontorlle steht. Er ist wie in einem Gefängnis und wird in allen Worten und Handlungen kontrolliert. Er ist nicht wie ein Eremit oder ein Mönch in Klausur, denn er darf nicht einmal zum Gottesdiesnst in die Peterskirche kommen, wenn er es wünscht. Er ist ein Gefangener, aber seine Überzeugung ist ungebrochen.

  16. Das antike byzantinische Recht kannte den “ Klostertod“. Derartiges sollte auch für Altpäpste vorgesehen werden.

  17. Dieses freundliche kurze Grußwort sagt in seiner Prägnanz gewaltig viel – und zugleich sehr wichtiges:
    Es ist gerichtet an den General-Delegierten des Coetus internationalis Summorum Pontificum, in den hiesigen Zeiten natürlich nicht nur namenstechnisch verbunden mit dem Coetus internationalis Patrum, der während des 2. Vatikan. Konzils für die Tradition und den Behalt der Lehre kämpfte; von den damals 225 Unterstützenden Bischöfen sind die Kard. Siri, Ottaviani, Ruffini, Browne und Msgr. Erzbischof Lefebvre die bekanntesten; und sehr interessant ist, daß zuden Revolutionären damals neben Hans Küng, Karl Rahner, Edward Schillebeeckx und Yves Congar auch Joseph Ratzinger gehörte.
    Insoweit ist dieser Gruß – und durch die Anwesenheit im Geiste – auch eine Selbstkorrektur zu damals: die Ereignisse des letzten halben Jahrhunderts, und nicht zuletzt der letzten Monaten und Tagen, haben deutlich gezeigt, wozu die damalige Reformen und neuen Gedanken geführt haben.
    Nur wenige Menschen haben den Mut, ihre Fehler der Vergangenheit einzugestehen (sei es auch verklausuliert), und noch weniger haben den Mut und die Kraft, aktiv zur Reparation beizutragen.

    Und dann steht dort „Usus antiquus“: nicht mehr „forma extraordinaria“ (ausserordentliche Form) der Messe, sondern (die modernistische Reform hat nicht nur die Meßliturgie unter Handen genommen, sondern faktisch auch das gesamte Stundengebet fast total ausgerottet, die einleitende Worte dazu im Gotteslob sind mehr als deutlich dazu): „Usus“, nicht nur „Gebrauch, Praxis“ sondern auch „Umgang mit, Wirklichkeit“;
    und „antiquus“ (nicht vetus, auch nicht antiquior (als „älter“, aber auch „hervorragend, hervorstechend“ – in Kontrast zu „novus“, was in der Antike nun nicht gerade ein Lob war)): von früher, altehrwürdig (gerade in Verbindung mit religio), sehr weit zurückgehend.
    Keine Spur mehr davon, daß durch weitere Neuigkeiten alles besser und schöner wird.
    Und dann die Jungen: nichts von „moda“!.
    Stattdessen wird die direkte Verbindung mit „großen“ Kardinälen (Pell, Burke, Brandmüller) gelegt.
    „Appogiato“ ist übrigens auch ein musikalischer Terminus, um gerade die Verbindung beim Vortrag anzudeuten.
    Hermeneutik beiseite: hier wird das Weitergeben der Fackel des Glaubens und der tridentinischen Liturgie betont.
    „…in una piena pace della Chiesa“: daß es in der Kirche auch partielle Frieden dazu gab, ist bekannt; und P. Benedikt XVI ist wohl so schlau, um nicht zu sagen, wo die Wahrheit gewesen ist.
    Daß jetzt und hier wir hier „in una piena pace della Chiesa“ stehen, ist trotzdem eine fantastische Aussage.
    Ob das auch für bestimmte andere gilt: das ist die große Frage.

    • Danke für die sehr einfühlsame Hermeneutik dieses kurzen, aber inhaltsvollen päpstlichen Schreibens, die m.E. den Intensionen des Schreibers sehr nahe kommen dürfte.

    • Sehr gute Worte von Ihnen. Ich stimme Ihnen zu und danke Ihnen dafür.

      Das wird ganz so sein, daß sich Papst Benedikt nämlich ein Herz genommen hat und nun offen sagt, was er als im aktiven Dienst stehender Papst (noch) nicht sagen konnte- oder aber, daß er selbst zunehmend die Sackgassen erkennt, die mit dem „NO“ verbunden sind.
      Mir selbst ist in letzter Zeit mehr und mehr bewußt geworden, daß diese Neumesse ziemlich grundverkehrt ist: es ist keine wirklich hl. Messe.

    • Möglicherweise ist aus dem Blatt Papier nun doch schon ein ganzer Stapel geworden, der nicht zwischen Franziskus und Benedikt passt.

      In diesen Zeiten der Verwirrung und Spaltungen bleibt uns das Vertrauen auf die Macht des Gebetes. Der HERR erleuchte unseren Weg, ohne IHN nur Finsternis

  18. Die Echtheit dieses Schreibens anzuzweifeln, ist nicht nur nicht abwegig, sondern durchaus anzuraten

  19. Da gibt es verschiedene Deutungsmöglichkeiten, warum Benedikt XVI nicht an der Messe teilnahm. So ein richtiger Verfechter der „außerordentlichen Form“ ist er nun ja auch wirklich nicht.

  20. Benedikt ist Klausurmönch und nicht mehr Papst. Er war und ist der letzte Papst. Was er sagt ist nicht „weltliche Politik“ wie die Diskutanten in ihrer Mehrheit sie verlangen sondern wirklich vom Heiligen Geist. Wann zeigen die von Bergoglio enttäuschten endlich das sie auf Gott vertrauen und politisches Denken ablegen?

    • Ist das keine Politik? Benedikt stellt sich öffentlich absolut hinter Franziskus und dessen Politik, aus welchen Gründen auch immer. Es ist müssig, darüber zu spekulieren.
      Diese ganzen Spekulationen sind verschwendete Zeit.

      Fakt ist: Benedikt demonstriert unbedingten Gehorsam diesem Bischof gegenüber, was dann natürlich auch allen anderen – den FI, den Ecclesia Dei Gemeinschaften usw. – zu denken geben wird oder soll und im Grunde alle Benedikt-Fans auffordert, Kritik an Franziskus zu unterlassen. Benedikt hat Vorbildcharakter und mit jedem Wort, das er spricht oder nicht spricht, macht er Kirchenpolitik.

      Im übrigen: in den früheren Jahren war es der Papst selber, der ein Grußwort an die Tradition gerichtet hat. Das hat diesmal gefehlt. Ist das keinem aufgefallen?

  21. Lieber Papst Franziskus, du wurdest von afrikanischen Bischöfen aufgefordert, den Katechismus zu lesen. Wäre es nicht an der Zeit dem Beispiel Benedikt des XVI. zu folgen und abzudanken um Reymund Kardinal Burke, oder seinesgleichen den Stuhl Petri freizumachen, um die Einheit in der katholischen Lehre wiederherzustellen!

  22. Da kommt bei dem Schreiben Benedikts der Gedanke hoch, ob er sich mehr oder weniger freiwillig unter das Kuratel Bergoglios begeben hat? Der Usus antiquus ist auch gewiß nicht im Frieden der Kirche verankert, wie Benedikt meint, sondern ist einem verbissen geführten Vernichtungsfeldzug des überaus barmherzigen Bischofs von Rom und seiner servilen Helfer ausgesetzt. Da ist noch schlimmeres zu erwarten.

  23. @Annabel010101

    Sie haben es sehr deutlich und einfach ausgesprochen. Vielen Dank dafür.
    Es wird doch nicht verstanden werden wollen.

    Der Mensch lernt nur unter Schmerzen.

    Nachher haben sie es vorher gewußt. Alle.

    Gott der Dreifaltige behüte Sie.

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