„Die Kirche ist ein Schlachtfeld“ – Auf dem Weg zur Synode 2015

Trojanisches Pferd
Wiederverheiratet Geschiedene als Trojanisches Pferd in der Katholischen Kirche

von Roberto de Mattei*

„Das Drama geht weiter!“ erklärte Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München-Freising in einem Interview (La Repubblica, 20. Oktober 2014). Das Drama ist das der Bischofssynode, die in der Aula einen unerwarteten Paukenschlag erlebte. Die am 13. Oktober vorgelegte Relatio post disceptationem, erhielt trotz Überarbeitungen zu den zentralen Knackpunkten nicht die erwartete Zweidrittelmehrheit: die Zulassung der wiederverheiratet Geschiedenen zur Kommunion und die Öffnung gegenüber homosexuellen Partnerschaften. Für den ersten Punkt stimmten 104 Synodalen dafür, dagegen 74. Zum zweiten Punkt gab es 118 placet und 62 non placet. Trotz des offensichtlichen Débâcle zeigte sich Kardinal Marx, einer der eifrigsten Vertreter des progressistischen Flügels zufrieden, weil der revolutionäre Prozeß aus verschiedenen Etappen besteht. Zu einigen Themen, erklärte er, „haben wir zwei Schritte vorwärts und dann einen Schritt zurück gemacht“. Der Schritt zurück wurde durch einen Widerstand der Synodenväter erzwungen, der stärker als erwartet war. Um die Tragweite des Ereignisses zu verstehen, empfiehlt es sich, das Zweite Vatikanischen Konzil in Erinnerung zu rufen: trotz der erbitterten Debatte in der Aula wurden die umstrittensten Dokumente, wie Dignitatis Humanae und Nostra Aetate mit 2.308 gegen 70 das erste und mit 2.221 gegen 88 das zweite Dokument angenommen. Wenn man angesichts des damaligen Ergebnisses von einem Mehrheitskonsens sprach, dann ist heute die Spaltung offensichtlich.

Die Kirche ist ein Schlachtfeld – Trojanisches Pferd wiederverheiratet Geschiedene

Die Kirche ist heute ein Schlachtfeld, wie sie es schon viele Male war von Nicäa bis zum Zweiten Vaticanum, und nie prallten dabei Konservative und Progressisten zusammen, sondern immer Katholiken, die nicht ein Iota des göttlichen Depositum anrühren wollen, und jene, die diesem Depositum etwas Neues hinzufügen wollen. Der Satz von Papst Franziskus, Gott habe „keine Angst vor dem Neuen!“, ist in einem ganz anderen Sinn zu verstehen, als dem, den ihm der Papst zugeschrieben hat. Richtig verstanden kann er nur bedeuten, daß Gott die Novatores nicht fürchtet, sondern deren Werk zerstört und die Aufgabe, sie zu besiegen den Verteidigern des unveränderlichen Lehramtes der Kirche überträgt.

Im Bereich von Glauben und Moral führt jede Ausnahme eine neue Regel ein, und jede neue Regel öffnet den Weg zu einem normativen System, das das vorherige umstürzt. Das Neue hat eine revolutionäre Tragweite, die bereits im embryonalen Stadium zu erkennen ist. Kardinal George Pell bezeichnete in einem Fernsehinterview für Catholic News Service die Forderung der Kommunion für wiederverheiratet Geschiedene als Trojanisches Pferd, das den Weg zur Anerkennung der homosexuellen Partnerschaften öffnet. Die Zahl der wiederverheiratet Geschiedenen, die um die Zulassung zur Kommunion bitten, ist irrelevant. Hier steht ganz anderes auf dem Spiel: die Anerkennung der Homosexualität durch die Kirche, die nicht mehr als Sünde oder objektiv ungeordnete Neigung verstanden wird, sondern als positive „Spannung“ zum Guten, die der pastoralen Annahme und des rechtlichen Schutzes würdig ist.

Anerkennung der Homosexualität: Marx und Schönborn forderten, Forte erfüllte sofort den Wunsch

Papst Franziskus bei der Bischofssynode
Papst Franziskus bei der Bischofssynode

Die Kardinäle Marx und Schönborn waren in dieser Sache ganz klar und der Sondersekretär der Synode, Msgr. Bruno Forte, Zögling der häretischen Tübinger Schule erfüllte die Desiderata als Autor der anstößigsten Teile des Zwischenberichts. Die breite Mehrheit der Synodenväter lehnte die skandalösen Paragraphen ab, aber was die Lehre nicht erlaubt, wird in Erwartung, daß die nächste Synode sie zulassen werde, in der Praxis einfach erlaubt. Für viele Laien, Priester und Bischöfe kann Homosexualität praktiziert, wenn auch nicht offiziell anerkannt werden, weil sie für sie keine schwere Sünde ist. Damit verbunden ist die Frage des außerehelichen Zusammenlebens. Wenn die Sexualität außerhalb der Ehe keine schwere Sünde mehr, sondern – sofern stabil und ehrlich – ein positiver Wert ist, dann verdient sie vom Priester gesegnet und vom Staat legalisiert zu werden. Und wenn sie ein Wert ist, dann ist sie auch ein Recht und wenn es ein Recht auf Sexualität gibt, dann ist der Schritt von der Anerkennung des Zusammenlebens Geschiedener zur Anerkennung der Homo-Ehe unvermeidlich.

Augustinus: „Schandtaten wider die Natur immer zu verabscheuen und zu bestrafen“

Das Lehramt der Kirche, das sich im Lauf von zweitausend Jahren nie geändert hat, lehrt dagegen, daß die praktizierte Homosexualität als widernatürliches Laster zu betrachten ist, das nicht nur die ewige Verdammnis der Individuen zur Folge hat, sondern auch den moralischen Ruin der Gesellschaft. Die Worte des Heiligen Augustinus in den Bekenntnissen fassen das Denken der Väter zusammen: „Darum sind Schandtaten, die wider die Natur sind, immer und überall zu verabscheuen und zu bestrafen als solche, die denen Sodoms gleichkommen. Begingen alle Völker solche, so würden sie nach dem göttlichen Gesetze derselben Strafe verfallen, da sie nicht dazu geschaffen sind, um auf solche Weise Mißbrauch zu üben.“ (Confessiones, Buch III, Kapitel 8, Übersetz. Otto F. Lachmann, Reclam 1888).

Die Hirten der Kirche haben im Lauf der Jahrhunderte diese ewiggültige Lehre aufgenommen und weitergegeben. Die christliche Moral hat die Homosexualität immer vorbehaltlos verurteilt und festgelegt, daß dieses Laster auf keine Weise von der Rechtsordnung legalisiert oder von der politischen Macht gefördert werden kann. Als 1994 das Europäische Parlament die erste Resolution zugunsten der homosexuellen Pseudo-Ehe beschloß, rief Johannes Paul II. in seiner Rede vom 20. Februar 1994 in Erinnerung, daß „die rechtliche Anerkennung der homosexuellen Praktik moralisch unzulässig ist. (…) Mit der Resolution des Europäischen Parlaments wird verlangt, eine moralische Unordnung zu legitimieren. Das Parlament hat unrechtmäßig abweichenden, nicht dem Plan Gottes entsprechenden Verhaltensweisen einen institutionellen Wert zuerkannt. (…) Das Wort Christi vergessend – ‚Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh 8,32) – hat man versucht den Einwohnern unseres Kontinents das moralische Übel, die Abirrung, eine Form der Sklaverei als Weg der Befreiung aufzuzeigen, indem man selbst das Wesen der Familie verfälscht hat.“

Am 28. Juli 2013 hat sich erstmals im Lehrgebäude ein Riß aufgetan

Papst Franziskus Rückflug von Rio
Papst Franziskus auf dem Rückflug von Rio

Am 28. Juli 2013 hat sich ein Riß in diesem Lehrgebäude aufgetan, als Papst Franziskus auf dem Rückflug von Brasilien die explosiven Worte sagte: „Wer bin ich, um zu urteilen!“, die seither dazu gebraucht werden, um jede Form von Überschreitungen zu rechtfertigen. Das Urteil mit der daraus folgenden Definition der Wahrheit und der Verurteilung der Irrtümer, steht sogar par excellance dem Stellvertreter Christi zu, dem obersten Hüter und Richter des Glaubens und der Moral. Unter Berufung auf die Worte von Franziskus haben einige Bischöfe und Kardinäle innerhalb und außerhalb der Synodenaula die Forderung zum Ausdruck gebracht, die positiven Aspekte widernatürlicher Beziehungen aufzugreifen.

Wenn aber eine der schlimmsten Sünden aufhört eine solche zu sein, dann wird dadurch automatisch das Verständnis von Sünde überhaupt angegriffen und lebt das lutherische Verständnis von Barmherzigkeit wieder auf, das vom Konzil von Trient in Bann gestellt wurde. In den am 13. Januar 1547 beschlossenen Canones über die Rechtfertigung heißt es: „Wenn jemand sagt, der rechtfertigende Glauben sei nichts anderes, als eine Zuversicht auf die göttliche Barmherzigkeit“ (Canon 12); „Wenn jemand sagt, Jesus Christus sei den Menschen von Gott nur als ein Erlöser, dem sie glauben und (Is 33,2; Mt 6) nicht auch als ein Gesetzeber, dem sie gehorchen sollen (Canon 21); „Wenn jemand sagt, es gebe (1 Kor 6,10) keine schwere Sünde, als die der Ungläubigkeit“ (Canon 27), „der sei im Bann“.

Kein spielerisches Spektakel, sondern harter Kampf, in den Himmel und Erde verwickelt sind

Es geht um theologische Themen, die eine gesellschaftliche und soziale Rückwirkung haben. Auch Laien haben das Recht und die Pflicht, sich damit auseinanderzusetzen, während sich nicht nur die Synode von 2015 nähert, sondern auch das Jahr 2017, in dem sich zum 500. Mal die Revolution Luthers jährt, aber auch zum 100. Mal die Erscheinungen von Fatima. Das, was in der Kirche im Gange ist, ist nicht ein spielerisches Spektakel, wie Kardinal Marx weismachen möchte, sondern ein harter Konflikt, der Himmel und Erde miteinschließt. Die letzten Akte werden dramatisch, der Epilog aber wird mit Sicherheit siegreich sein laut der göttlichen Verheißung, die von der Gottesmutter in 1917 in der Cova da Iria bestätigt wurde. Möge die Unbefleckte Jungfrau sich herablassen und beharrliche Reinheit der Gedanken und des Handelns all jenen gewähren, die im Eifer des Gefechts mit Mut die Integrität des katholischen Glaubens verteidigen.

*Roberto de Mattei, Historiker, Vater von fünf Kindern, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Schriftleiter der Monatszeitschrift Radici Cristiane und der Online-Nachrichtenagentur Corrispondenza Romana, von 2003 bis 2011 stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Forschungsrats von Italien, von 2002 bis 2006 außenpolitischer Berater der italienischen Regierung, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen: Vicario di Cristo. Il primato di Pietro tra normalità ed eccezione (Stellvertreter Christi. Der Primat des Petrus zwischen Normalität und Ausnahme), Fede e Cultura, Verona 2013; in deutscher Übersetzung sind zuletzt erschienen: Das Zweite Vatikanische Konzil – eine bislang ungeschriebene Geschichte, Edition Kirchliche Umschau, Ruppichteroth 2011; Die Türkei in Europa – Gewinn oder Katastrophe?, Resch Verlag, Gräfelfing 2010; Plinio Corrêa de Oliveira – Der Kreuzritter des 20. Jahrhunderts, mit einem Vorwort von Alfons Maria Kardinal Stickler SDB, Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum, Wien 2004

Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: ACIPrensa

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Leo Laemmlein

Dieses Dokument bedient sich eines christlichen Vokabulars, verdient aber nicht den Namen christlich, denn es sagt nichts von Sünde und Umkehr, nichts vom Glauben an Jesus Christus und die Erlösung durch sein Kreuzesopfer. Stattdessen weckt es die Illusion der Allerlösung, indem es die Stelle aus dem Kolosserbrief „Christus alles und in allen“ falsch auf alle Menschen bezieht statt allein auf die von Christus Erlösten. Ein Dokument des Abfalls vom christlichen Glauben.

IMEK
„Ein Dokument des Abfalls vom christlichen Glauben.“ Verfrühtes Triumphgeheul des Satans? Es ist wahrlich „kein spielerisches Spektakel, sondern harter Kampf, in den Himmel und Erde verwickelt sind.“ Zur Erinnerung: Am 13. Oktober 1884, hatte Papst Leo XIII. eine bemerkenswerte Vision, während er eine Messe zelebrierte, etwa 10 Minuten stand er wie abwesend da, sein Gesicht wurde fahl und grau. Danach ging er in sein Arbeitszimmer und verfasste ein Gebet zum Hl. Erzengel Michael. Auf die Frage, was denn geschehen war, erklärte er, dass er zwei Stimmen gehört habe, die aus der Richtung vom Tabernakel kamen. Die eine Stimme war sanft… weiter lesen »
Leo Laemmlein
IMEK Na, hoffentlich meinten Sie nicht mich mit dem Satan 8-( —denn ich heule bestimmt nicht vor Triumph über diese Synoden-Erklärung. Die verschiedenen theologischen Artikel nach dem Kardinalskonsistorium 2013 mit dem Auftritt Kardinal Kaspers sowie das rechtzeitig vor der Synode erschienene Buch der 4 (oder 5?) Kardinäle waren sicherlich ein verdienstvoller Ansatz, aber mit vermutlich geringer Wirkung auf das katholische Volk. Ich kann mir vorstellen, dass es wirkungsvoller wäre, wenn einige hochgestellte rechtgläubige Hierarchen eine eigene Erklärung herausgäben –ergänzend bzw. alternativ zu dem aktuellen, offiziellen Synodendokument und nicht umfangreicher als dieses–, in der sie die rechtgläubige katholische/christliche Lehre über Ehe… weiter lesen »
IMEK

Die internationale Theologenkommission hat eine Hilfestellung über den ‚Sensus fidel im Leben der Kirche‘ herausgegeben.
Eine Übersetzung aus dem Englischen erschien in der Tagespost vom 18.Oktober und ist als katholischer Zeitgeistfilter gedacht um die echte christliche Lehre und Praxis zu erkennen.
Das ist doch schon was.

Armin
Die Kirche Gottes unseres Herrn ist schon lange geistig in sich gespalten, nämlich in dem Teil der noch immer als die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche Gottes unseres Herrn und eben den Teil der nach dem VK II erschaffen wurde und der am besten mit den Worte „Konzilskirche“ betitelt wird. Den die Konzilskirche hört nicht auf die Gesetze Gottes unseres Herrn und seiner Kirche, noch auf ihre eigenen siehe das noch immer gültige Kirchenrecht von 1983 welches ja bis auf den Teil in dem es um den Götzen Mammon geht, besonders im deutschsprachigen Raum nur „Totes Recht“ ist und… weiter lesen »
Paschasius

Homosexualität bedeutet ein Irrtum der Natur, wird aber durch Verhinderung der genetischen Weitergabe ausgeglichen! Versuch und Irrtum.
Auch wenn die Gender uns das Gegenteil lehren wollen, hat die Natur vor etwa 2 Milliarden Jahren die Zweigeschlechtlichkeit als Erfolgsmodell der Natur geschaffen oder Gott!
Frei nach Heisenberg:
Der erste Schluck aus dem Glas der Naturwissenschaft macht Atheistisch, doch auf dem Grund des Glases findet man Gott!
Dabei bleibt der einzelne Mensch wertvoll.
Vielleicht sollte das Thema der Synode, das Verheimlichen der Anlage sein, um keine Menschen vom anderen Geschlecht durch Vortäuschung in die Verzweiflung stürzen.

Leo Laemmlein

Geehrter Paschasius,
Sie schreiben: „Auch wenn die Gender uns das Gegenteil lehren wollen, hat die Natur vor etwa 2 Milliarden Jahren die Zweigeschlechtlichkeit als Erfolgsmodell der Natur geschaffen oder Gott!“
Waren Sie dabei vor 2 Milliarden Jahren, oder kennen Sie jemanden, der dabei war und darüber berichtet, was die Natur damals „schuf“?
Aus der Bibel, gleich im ersten Kapitel, erfahren wir, dass G o t t den Menschen geschaffen hat, und zwar als Mann und Frau.

Paschasius
Auch wenn ich es interessant gefunden hätte dabei zu sein, bin ich froh, dass ich es nicht war. Dadurch sind mir die ganzen Katastrophen erspart geblieben, dafür sage ich schlicht und einfach Danke! Die Diskussion der Kreationisten und der Evolutionisten ist mir bekannt. Doch es ist die Größe Gottes den Funken einzuhauchen, um dem Leben seinen Weg zu schaffen! Schon eine einzige Urzelle bietet ein solches Wunder, das wir uns nur verneigen können. Auch die Bibel ist geschrieben von Menschen. Deshalb muss man auch immer die Zeit und Wissen berücksichtigen in der die Autoren lebten. Außerdem gibt es auch die… weiter lesen »
Leo Laemmlein
ad Paschasium vom 22. Oktober 2014 um 13:02 - Auch ich bestaune immer neu die Natur und noch mehr den großartigen Schöpfer, der sie ins Dasein gerufen hat. Ja, die Bibel ist von Menschen geschrieben, in verschiedensten Literaturgattungen, von rund 40 Autoren aus verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen, Ländern und Sprachen, über eine Zeitspanne von anderthalb Jahrtausenden (ca. 1450 v. Chr. bis 100 n. Chr.). Die Bibel beginnt mit der Schöpfung der Welt und endet mit dem Ende der Welt, bzw. dieses Äons, und dem Beginn der Neuen Schöpfung. Und trotzdem bildet dieses Buch eine theologische Einheit – schon das… weiter lesen »
Leoncio
Gen 1 26 Dann sprach Gott: „Laßt uns den Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich! Herrschen soll er über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über alles Wild des Feldes und über alles Gewürm, das am Boden kriecht!“ * 27 So schuf Gott den Menschen nach seinem Bild. Als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er ihn. * Wenn ich mir vorstelle, dass es der 2. Göttlichen Person gefallen hat in einem Mutterschoß aufzuwachsen und daraus (im Lichte Gottes) geboren zu werden und 30 Jahre in einer Familie zu… weiter lesen »
Leonie

Nur Interesse halber, Herr Laemmlein: negieren Sie die doch messbare Expansion des Universums oder glauben Sie, die hat auch vor etwa 4000 Jahren ihren Anfang genommen?

Leo Laemmlein
ad: Leoncio sagt: 22. Oktober 2014 um 20:01 . //Wenn ich mir vorstelle, dass es der 2. Göttlichen Person gefallen hat in einem Mutterschoß aufzuwachsen und daraus (im Lichte Gottes) geboren zu werden und 30 Jahre in einer Familie zu leben, so kann ich mir nicht vorstellen, dass seine Meister-Schöpfung, der Mensch, einen anderen Weg gegangen ist als in einer Gebärmutter aufzuwachsen und geboren zu werden und aufgezogen zu werden..\\ Werter Leoncio, nach meiner Überzeugung müssen wir, wenn wir denn Christen sein wollen, bereit sein, unser menschliches Denken mit dem Wort Gottes in Übereinstimmung zu bringen, es dem Wort Gottes… weiter lesen »
Leo Laemmlein
@ Leonie—22. Oktober 2014 um 21:11 - //Nur Interesse halber, Herr Laemmlein: negieren Sie die doch messbare Expansion des Universums oder glauben Sie, die hat auch vor etwa 4000 Jahren ihren Anfang genommen?\\ Grundsätzlich negiere ich überhaupt keine Fakten und Phänomene, weil ich großen Respekt vor der Wirklichkeit habe. Es geht bei Ihrer Frage m.E. nicht um Evidenzen, sondern um deren Interpretation. Jedes naturwissenschaftliche Modell beruht auf vorausgesetzten Grundannahmen –welche nicht immer ausdrücklich benannt werden. Die heute vorherrschenden Denkgebäude gründen auf dem „etsi Deus non daretur“. Der christliche (und jüdische) wissenschaftliche Kreationismus, insbesondere der „Junge-Erde-Kreationismus“, beruht auf der Grundannahme, dass… weiter lesen »
GW

@ Leo Laemmlein: Kennen Sie den schon?

http://www.youtube.com/watch?v=cDWALTAh_Y0

‚Expelled – Intelligenz Streng Verboten‘
Ich fand den Film sehr interessant, regt auch zu weiterer Beschäftigung & Recherche an, ist aber wohl ‚hoch-umstritten‘, das (agnostische und atheistische) Wissenschafts- und Politestablishment sprüht Gift und Galle (na dann MUSZ er ja gut sein^^). Aber im Ernst, auch für Katholiken ganz lohnens- und nachdenkenswert, dieser Film von Ben Stein, bietet zumindest reichlich Anlaß zu weiterer Diskussion. Hier weitere Infos dazu:

http://www.dreilindenfilm.de/shop/expelled-intelligenz-streng-verboten-p-113.html

Leo Laemmlein

GW
Nein, kenne ich nicht, will ich mir aber anschauen. Interessant, danke!
Argumente für eine junge Erde übrigens findet man in diesem Video (deutsch):
https://www.youtube.com/watch?v=B99B3mZvnkw
Auf Englisch ist noch mehr zu finden.

Paolo

Zieht man die Sekretäre und die 26 vom Papst ernannten Synodenväter ab (die größtenteils für eine Öffnung sind) ist das Ergebnis noch desaströser bzw gespaltener: Dann lautet vermutlich bei den Wiederverheirateten das Verhältnis 80:70.

alfredus

Die Kirche ist in der Tat ein Schlachtfeld geworden. Ausgehend von der Synode 2014 zur Synode
2015 , werden weiterhin Weichen gestellt, die darauf abzielen, den katholischen Glauben zu ver-
wässern und auszudünnen. Die Kardinäle die sich den Vorgaben der Synode widersetzt haben,
darunter Kardinal Müller, müssen damit rechnen, eliminiert oder zwangsversetzt zu werden, wie
einige Beispiele zeigen. So gesehen, wird der geistige Kampf weiter gehen und man braucht kein
Prophet zu sein um zu sehen, wohin die Reise geht. In den Marienerscheinungen und besonders
in Fatima, wird diese Situation angekündigt.
Die Siegerin in allen Schlachten Gottes, Maria, wird uns beschützen.

Uli

Die Frage ist doch nicht, wie ‚wir‘ auf katholisches.info die Veränderungen in der Kirche beurteilen. Da sind wir uns doch ziemlich einig. Wenn in Zeitungsartikeln entsprechende Positionen vertreten werden, ist das erfreulich, weil vielleicht dadurch unser Standpunkt gestärkt wird.
Was aber wichtig ist für uns: Was dürfen-können-sollen-müssen wir tun in dieser Zeit? Beten, den Bischöfen Briefe schreiben, zu Pius gehen? Darauf eine richtige Antwort, die wäre notwendig!

Pater Pio
Man könnte auch Artikel ausdrucken und in Kirchen legen. Das aber bedürfte Mut. Noch besser, man steckte sie in Briefkästen. Aber…. das alles bringt nicht viel, außer Dohungen, Verleumdungen, Anzeigen. Mehr als denn je gilt hier das Herrenwort: „Wer es fassen kann, der fasse es.“ Die Menschen leben leider in ihren kleinen, fast virtuellen Welten wie Gefangene. Was oben im Artikel beschrieben wird, dass nämlich aus Verlautbarungen Normen abgeleitet werden, ist in 95 % der Familien – Verzeihung: Partnerschaften – auf irgend eine Art bereits eingetreten: Verhütung, Abtreibung, Partnerwechsel, Konkubinat, Hofierung Homosexueller als kreativer, mutiger, ja besserer Menschen; kurz: die… weiter lesen »
Franzel
Wir befinden uns in der Tat mitten im Krieg. Die Schlachtreihen sind klar und das war etwas Positives an dieser Synode, wenigstens das. Es kommt nun darauf an, kühlen Kopf zu bewahren, vor allem den eigenen inneren Frieden nicht zu verlieren und vom Herrn immer wieder zu erbeten im wahrsten Sinn des Wortes. Auf der Synode 2015, dem ultimativen Showdown, wird der Bruch nur noch amtlich gemacht werden. Mehr kann es da nicht geben. Es ist klar, was Herr Bergoglio mit seinen Worten „Gott hat keine Angst vor dem Neuen usw.“ beabsichtigt. Der Pferdefuß ist unübersehbar. Bei der gleichen Gelegenheit… weiter lesen »
pacelli-fan

Desaströs ist das Ergebnis in der Tat, und zwar für niemanden anderen als die, welche sich als die „Traditionellen“ bezeichnen. Dass die von Seiner Heiligkeit, Papst Franziskus angestossenen Überlegungen bei derart vielen Synodenvätern, die in der Mehrheit von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. in den Bischofsrang erhoben wurden, soviel Unterstützung erfuhren (teils in der überdeutlichen Mehrheit), zeigt ganz klar, dass auch die traditionell geprägten Hirten hier Spielraum sehen, sich auf die Menschen hin zu bewegen. Gott sei Dank!

Zachar

Dass Menschen sich auf Menschen hin bewegen ist doch nichts Neues! Das machen sie seit eh und je! Christen sind aber zur UMKEHR berufen. Mästen Sie sich nicht länger selbst, geben Sie dem Herrn Lob, Preis und die Ehre, wie es sich GEHÖRT!

Pater Pio
Wir tun immer so, als würde uns mit der UMKEHR etwas abverlangt, als müssten wir weiß Gott wie hart kämpfen und leiden. Aber haben wir vergessen, dass die Wahrheit frei macht, dass die UMKEHR mehr als ein Bekenntnis abverlangt, sondern ein vorbildhaftes Christenleben zur Folge haben sollte, welches alle Menschen froh macht? Nicht zu sündigen ist daher ein Prvileg! Ja es ist die Freiheit, nicht mehr sündigen zu ‚müssen‘. Das muss man sich erst einmal wieder ins Bewusstsein rufen. Wir sind zur Freiheit (von der Sünde) berufen. Im Judentum gibt es die Aussage, wenn auch nur für einen Tag die… weiter lesen »
defendor
Roberto di Mattei hat es bereits umrissen: - „Wenn die Sexualität außerhalb der Ehe keine schwere Sünde mehr, sondern – sofern stabil und ehrlich – ein positiver Wert ist, dann verdient sie vom Priester gesegnet und vom Staat legalisiert zu werden. Und wenn sie ein Wert ist, dann ist sie auch ein Recht und wenn es ein Recht auf Sexualität gibt, dann ist der Schritt von der Anerkennung des Zusammenlebens Geschiedener zur Anerkennung der Homo-Ehe unvermeidlich.“ - Und nun hören wir den als „Hoffnungsträger“ geltenden Bischof Oster in einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“; Bischof Oster als Sprachrohr für Bischof… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Es ist wahr, dass der Mensch auch nach dem Sündenfall im Stande ist, Natürlich-Gutes zu tun. Leider nützt ihm das nicht zum ewigen Leben, solange er geistlich, in übernatürlicher Hinsicht, t o t ist, denn nur, wer aus Wasser und Geist n e u g e b o r e n wird, kann das Reich Gottes sehen und in es eintreten. Aber dieses Thema wurde auf der Synode gar nicht angesprochen. Diese Synodenväter, ob progressiv oder konservativ, interessieren sich offenbar nicht mehr für das ewige Heil der Menschen, jedenfalls nach dem Synodendokument zu urteilen. Obwohl es im CIC, versteckt im… weiter lesen »
Pater Pio
Sehr richtig, genau dieser ‚Wiedergeburt‘ des Geistes bedarf der Mensch. Dann erkennt er, dass auch eheliches Leben keusch zu sein hat. Wenn man dies formuliert hat, kann man auch wieder positiv und mutig formulieren, dass außereheliche Beziehungen und homosexuelle Handlungen sündhaft sind, da sie das Leben des Geistes auslöschen und Berufungen verhindern. Sie binden den Menschen und versklaven ihn an den Körper. Sofort wird er von Dämonen der Unkeuschheit gefangen genommen. Zunächst müsste man die Königssteiner- und Mariatroster Erklärung fallen lassen, nach der die oben genannten Enthaltsamkeitsnormen verletzt werden. Auf dieser Basis würde der Kirchenleib von vielen Wunden geheilt! Dann… weiter lesen »
Fides

Das zeigt doch was der hochheilge Nobelpreisträger der Freimauers Nobel wert ist. Er gehört doch irgendeinmal in den Abfalleimer der Geschichte.

Eva Keglevich

Wichtig ist es, selber unterscheiden zu können, sich zu bilden um zu argumentieren. Dann sollte man dem eigenen Bischof einen klaren Brief schreiben. Und natürlich beten. Aber es herrscht ein allgemeines Unwissen über die Lehre der Kirche, das von den Medien ausgenutzt wird. Bitten wir den Hl JP II um seine Fürsprache!

J.G.Ratkaj

Wie stets eine fundierte Analyse von Professor de Mattei.
Jedenfalls wird der Machiavellist Papst Franz und seine Getreuen nichts unversucht lassen 2015 endlich den Umbruch zu zementieren. Die Situation wurde nun ausgelotet, Personalien und Strategien werden nun entsprechend abgeklärt.

Leo Laemmlein
Papst Franziskus verkündet also, Gott habe „keine Angst vor dem Neuen“. Was für ein Satz! In der Bibel ist zu diesem Thema auch etwas gesagt. Da lesen wir: Das, was war, ist das, was sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was getan wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne. Gibt es ein Ding, von dem einer sagt: „Siehe, das ist neu“? Längst ist es gewesen für die Zeitalter, die vor uns gewesen sind…“ (Kohelet 1,9-10) Was will Papst Franziskus uns mit seinem Satz sagen? Etwa das, dass Gott „keine Angst davor habe“, wenn die… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Auch dazu hat Gott sich bereits geäußert:
„Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“
Jesaja 5, 20

Paschasius
Sehr geehrter Herr Lämmlein Sie berufen sich in Ihren Zitaten immer auf das Alte Testament. Mir war das Neue immer Näher. Da gibt es die Gnade! Das Vergeben. Vielleicht weil ich aus dem Rheinland stamme? Hier war auch die Gottesmutter sehr verehrt worden, wenn ich an die Marienlieder und die Inbrunst denke, mit der diese gesungen wurden! Sicher im Rheinland spielte auch der Matronenkult eine große Rolle. Warum auch nicht? Warum soll ein tiefer Glaube nicht weiterleben. Auch das ist eine Evolution. Im Talmud werden 248 Gebote (einschließlich der 10 Gebote) und 365 Verbote aufgeführt. Im NT hat sich gerade… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Sehr geehrter Herr Paschasius (22. Oktober 2014 um 13:27) auch mir ist das Neue Testament näher insofern, als ich ja, dank Gottes unergründlicher Gnade, ein Teil desselben bin. Zugleich sind wir aber Teil des ganzen Heilshaushalts, und dazu gehört das Alte Testament mit den verschiedenen darin enthaltenen Bundesschlüssen. Wir sollen wie Timotheus Arbeiter sein, die das Wort der Wahrheit richtig schneiden (2 TIm 2,15), also die Heilsgeschichte und ihre Verwaltung richtig unterscheiden. Dazu gehört z.B., dass wir Christen uns nicht beschneiden müssen, keine Tieropfer darbringen, usw. usf. Denn, worauf Sie ja auch anspielen, „das Gesetz ist durch Mose gegeben; die… weiter lesen »
kirche
Das „Neue“, das Fr. anspricht, ist im Grunde nur ein Deckname oder eine Tarnkappe für den totalen Umsturz alles Heiligen, den Fr. und seine Fr.Freunde planen. Natürlich wird dieser den Gläubigen nur häppchenweise präsentiert, damit man sich langsam, aber sicher an die neue Ordnung gewöhnt. Die alte Schlange kommt wie ehedem listig und schleichend, so dass man auch von „schleichender Perversion“ sprechen könnte. Wenn ich mir das 3. Foto im obigen Artikel anschaue, dann fällt mir auf, dass Fr. mit seiner leicht ausgestreckten Hand ein M für „Mason“ oder auch für „masonic“ andeutet (Zeigefinger und Ringfinger sind gespreizt, Mittelfinger und… weiter lesen »
kirche

Korrektur: Es muss heißen, Zeigefinger und kleiner Finger sind gespreizt …
(selbst der Fehlerteufel hat sich still und heimlich eingeschlichen!!!)

Auch empfehlenswert auf you tube: „Bergoglio / Pope Francis masonic“

kirche

Korrektur meinerseits: Es muss natürlich heißen „Zeigefinger und kleiner Finger sind gespreizt…“ (Selbst hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen,,,!)

Senfkorn

Ich fasse den Artikel von Robert de Mattei für mich mal ganz kurz und platt zusammen:
Wenn man dem Teufel den kleinen Finger gibt, so nimmt er die ganze Hand.

Pater Pio

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

Wickerl

Petrus ist der Fels, auf den Jesus seine Kirche baut, dieser Tage erleben wir ein seltsamens Drama, das man in der Indutrie Elchtest nennen würde.

Marcellus
Rein weltimmanent gesehen, ist die Katastrophe nicht mehr zu verhindern. Bergoglio wird mit allen Mitteln versuchen, seine Vorstellungen durchzusetzen. Und er wird es- einfach mal logisch betrachtet- auch schaffen. Dann ist das Tor weit geöffnet, um endlich mit den anderen typisch katholischen Wertvorstellungen aufzuräumen. Zölibat, Frauenpriestertum und was es sonst noch so als Relikte gibt- mit allem wird Bergoglio aufräumen. Wenn jedoch Gott selber eingreifen sollte- sei es wie auch immer- dann wird die Kirche wieder zur Ruhe kommen. Deshalb ist bei allem aktiven Widerstand gegen die Zerstörer auch das Beten gefordert. Ich bin felsenfest überzeugt, dass diese schrecklichen Jubler… weiter lesen »
Franzel
Ja das denke ich auch: die „Katastrophe“ oder die Spaltung ist nicht mehr zu verhindern. Das steht fest und es ist auch gut so, hat sein Gutes wie alles eher Negative auch sein Gutes hat. Man kann als kleiner Christ jetzt schon reagieren und soz. ins innere Exil gehen. Die guten Bischöfe und Kardinäle und die Gläubigen sollten sich von der herrschenden Tempelaristokratie innerlich trennen, einen Schlußstrich ziehen. Wie an anderer Stelle gesagt, meine ich, daß die jetzige Situation vergleichbar ist mit der Situation der Judenchristen, die aus Jerusalem weggingen und sich vom Tempel und den Juden vollständig, in Gänze… weiter lesen »
Adrien Antoine
Bei der Synode wurde eine gewaltige Schlacht geliefert. Man kann an de Pressemeldungen und Berichten sehr gut sehen wie tief der Schock durch die mannhafte Abwehr der gegen die kirchliche Lehre und gegen 2000 Jahre katholische Tradition gerichtet Änderungen sitzt; und die große Anzahl vieler Kardinäle die- kaum gesehen in der katholischen Kirche- so tapfer und streitbar auf die Barrikaden geht, noch wohl angesichts des Pontifex maximus, ist ebenfalls verblüffend. Ich habe keine Angst: bei dem Gegner sitzen soviele Feiglinge, Dummköpfe, Selbstverliebte, lockere Mundwerke, inzwischen auch Rassisten, liturgische Zerstörer – das ist doch nichts Attraktives, nichts Qualitätsvolles, das ist doch… weiter lesen »
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