„Die Kirche ist ein Schlachtfeld“ – Auf dem Weg zur Synode 2015

Trojanisches Pferd
Wiederverheiratet Geschiedene als Trojanisches Pferd in der Katholischen Kirche

von Roberto de Mattei*

„Das Drama geht weiter!“ erklärte Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München-Freising in einem Interview (La Repubblica, 20. Oktober 2014). Das Drama ist das der Bischofssynode, die in der Aula einen unerwarteten Paukenschlag erlebte. Die am 13. Oktober vorgelegte Relatio post disceptationem, erhielt trotz Überarbeitungen zu den zentralen Knackpunkten nicht die erwartete Zweidrittelmehrheit: die Zulassung der wiederverheiratet Geschiedenen zur Kommunion und die Öffnung gegenüber homosexuellen Partnerschaften. Für den ersten Punkt stimmten 104 Synodalen dafür, dagegen 74. Zum zweiten Punkt gab es 118 placet und 62 non placet. Trotz des offensichtlichen Débâcle zeigte sich Kardinal Marx, einer der eifrigsten Vertreter des progressistischen Flügels zufrieden, weil der revolutionäre Prozeß aus verschiedenen Etappen besteht. Zu einigen Themen, erklärte er, „haben wir zwei Schritte vorwärts und dann einen Schritt zurück gemacht“. Der Schritt zurück wurde durch einen Widerstand der Synodenväter erzwungen, der stärker als erwartet war. Um die Tragweite des Ereignisses zu verstehen, empfiehlt es sich, das Zweite Vatikanischen Konzil in Erinnerung zu rufen: trotz der erbitterten Debatte in der Aula wurden die umstrittensten Dokumente, wie Dignitatis Humanae und Nostra Aetate mit 2.308 gegen 70 das erste und mit 2.221 gegen 88 das zweite Dokument angenommen. Wenn man angesichts des damaligen Ergebnisses von einem Mehrheitskonsens sprach, dann ist heute die Spaltung offensichtlich.

Die Kirche ist ein Schlachtfeld – Trojanisches Pferd wiederverheiratet Geschiedene

Die Kirche ist heute ein Schlachtfeld, wie sie es schon viele Male war von Nicäa bis zum Zweiten Vaticanum, und nie prallten dabei Konservative und Progressisten zusammen, sondern immer Katholiken, die nicht ein Iota des göttlichen Depositum anrühren wollen, und jene, die diesem Depositum etwas Neues hinzufügen wollen. Der Satz von Papst Franziskus, Gott habe „keine Angst vor dem Neuen!“, ist in einem ganz anderen Sinn zu verstehen, als dem, den ihm der Papst zugeschrieben hat. Richtig verstanden kann er nur bedeuten, daß Gott die Novatores nicht fürchtet, sondern deren Werk zerstört und die Aufgabe, sie zu besiegen den Verteidigern des unveränderlichen Lehramtes der Kirche überträgt.

Im Bereich von Glauben und Moral führt jede Ausnahme eine neue Regel ein, und jede neue Regel öffnet den Weg zu einem normativen System, das das vorherige umstürzt. Das Neue hat eine revolutionäre Tragweite, die bereits im embryonalen Stadium zu erkennen ist. Kardinal George Pell bezeichnete in einem Fernsehinterview für Catholic News Service die Forderung der Kommunion für wiederverheiratet Geschiedene als Trojanisches Pferd, das den Weg zur Anerkennung der homosexuellen Partnerschaften öffnet. Die Zahl der wiederverheiratet Geschiedenen, die um die Zulassung zur Kommunion bitten, ist irrelevant. Hier steht ganz anderes auf dem Spiel: die Anerkennung der Homosexualität durch die Kirche, die nicht mehr als Sünde oder objektiv ungeordnete Neigung verstanden wird, sondern als positive „Spannung“ zum Guten, die der pastoralen Annahme und des rechtlichen Schutzes würdig ist.

Anerkennung der Homosexualität: Marx und Schönborn forderten, Forte erfüllte sofort den Wunsch

Papst Franziskus bei der Bischofssynode
Papst Franziskus bei der Bischofssynode

Die Kardinäle Marx und Schönborn waren in dieser Sache ganz klar und der Sondersekretär der Synode, Msgr. Bruno Forte, Zögling der häretischen Tübinger Schule erfüllte die Desiderata als Autor der anstößigsten Teile des Zwischenberichts. Die breite Mehrheit der Synodenväter lehnte die skandalösen Paragraphen ab, aber was die Lehre nicht erlaubt, wird in Erwartung, daß die nächste Synode sie zulassen werde, in der Praxis einfach erlaubt. Für viele Laien, Priester und Bischöfe kann Homosexualität praktiziert, wenn auch nicht offiziell anerkannt werden, weil sie für sie keine schwere Sünde ist. Damit verbunden ist die Frage des außerehelichen Zusammenlebens. Wenn die Sexualität außerhalb der Ehe keine schwere Sünde mehr, sondern – sofern stabil und ehrlich – ein positiver Wert ist, dann verdient sie vom Priester gesegnet und vom Staat legalisiert zu werden. Und wenn sie ein Wert ist, dann ist sie auch ein Recht und wenn es ein Recht auf Sexualität gibt, dann ist der Schritt von der Anerkennung des Zusammenlebens Geschiedener zur Anerkennung der Homo-Ehe unvermeidlich.

Augustinus: „Schandtaten wider die Natur immer zu verabscheuen und zu bestrafen“

Das Lehramt der Kirche, das sich im Lauf von zweitausend Jahren nie geändert hat, lehrt dagegen, daß die praktizierte Homosexualität als widernatürliches Laster zu betrachten ist, das nicht nur die ewige Verdammnis der Individuen zur Folge hat, sondern auch den moralischen Ruin der Gesellschaft. Die Worte des Heiligen Augustinus in den Bekenntnissen fassen das Denken der Väter zusammen: „Darum sind Schandtaten, die wider die Natur sind, immer und überall zu verabscheuen und zu bestrafen als solche, die denen Sodoms gleichkommen. Begingen alle Völker solche, so würden sie nach dem göttlichen Gesetze derselben Strafe verfallen, da sie nicht dazu geschaffen sind, um auf solche Weise Mißbrauch zu üben.“ (Confessiones, Buch III, Kapitel 8, Übersetz. Otto F. Lachmann, Reclam 1888).

Die Hirten der Kirche haben im Lauf der Jahrhunderte diese ewiggültige Lehre aufgenommen und weitergegeben. Die christliche Moral hat die Homosexualität immer vorbehaltlos verurteilt und festgelegt, daß dieses Laster auf keine Weise von der Rechtsordnung legalisiert oder von der politischen Macht gefördert werden kann. Als 1994 das Europäische Parlament die erste Resolution zugunsten der homosexuellen Pseudo-Ehe beschloß, rief Johannes Paul II. in seiner Rede vom 20. Februar 1994 in Erinnerung, daß „die rechtliche Anerkennung der homosexuellen Praktik moralisch unzulässig ist. (…) Mit der Resolution des Europäischen Parlaments wird verlangt, eine moralische Unordnung zu legitimieren. Das Parlament hat unrechtmäßig abweichenden, nicht dem Plan Gottes entsprechenden Verhaltensweisen einen institutionellen Wert zuerkannt. (…) Das Wort Christi vergessend – ‚Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh 8,32) – hat man versucht den Einwohnern unseres Kontinents das moralische Übel, die Abirrung, eine Form der Sklaverei als Weg der Befreiung aufzuzeigen, indem man selbst das Wesen der Familie verfälscht hat.“

Am 28. Juli 2013 hat sich erstmals im Lehrgebäude ein Riß aufgetan

Papst Franziskus Rückflug von Rio
Papst Franziskus auf dem Rückflug von Rio

Am 28. Juli 2013 hat sich ein Riß in diesem Lehrgebäude aufgetan, als Papst Franziskus auf dem Rückflug von Brasilien die explosiven Worte sagte: „Wer bin ich, um zu urteilen!“, die seither dazu gebraucht werden, um jede Form von Überschreitungen zu rechtfertigen. Das Urteil mit der daraus folgenden Definition der Wahrheit und der Verurteilung der Irrtümer, steht sogar par excellance dem Stellvertreter Christi zu, dem obersten Hüter und Richter des Glaubens und der Moral. Unter Berufung auf die Worte von Franziskus haben einige Bischöfe und Kardinäle innerhalb und außerhalb der Synodenaula die Forderung zum Ausdruck gebracht, die positiven Aspekte widernatürlicher Beziehungen aufzugreifen.

Wenn aber eine der schlimmsten Sünden aufhört eine solche zu sein, dann wird dadurch automatisch das Verständnis von Sünde überhaupt angegriffen und lebt das lutherische Verständnis von Barmherzigkeit wieder auf, das vom Konzil von Trient in Bann gestellt wurde. In den am 13. Januar 1547 beschlossenen Canones über die Rechtfertigung heißt es: „Wenn jemand sagt, der rechtfertigende Glauben sei nichts anderes, als eine Zuversicht auf die göttliche Barmherzigkeit“ (Canon 12); „Wenn jemand sagt, Jesus Christus sei den Menschen von Gott nur als ein Erlöser, dem sie glauben und (Is 33,2; Mt 6) nicht auch als ein Gesetzeber, dem sie gehorchen sollen (Canon 21); „Wenn jemand sagt, es gebe (1 Kor 6,10) keine schwere Sünde, als die der Ungläubigkeit“ (Canon 27), „der sei im Bann“.

Kein spielerisches Spektakel, sondern harter Kampf, in den Himmel und Erde verwickelt sind

Es geht um theologische Themen, die eine gesellschaftliche und soziale Rückwirkung haben. Auch Laien haben das Recht und die Pflicht, sich damit auseinanderzusetzen, während sich nicht nur die Synode von 2015 nähert, sondern auch das Jahr 2017, in dem sich zum 500. Mal die Revolution Luthers jährt, aber auch zum 100. Mal die Erscheinungen von Fatima. Das, was in der Kirche im Gange ist, ist nicht ein spielerisches Spektakel, wie Kardinal Marx weismachen möchte, sondern ein harter Konflikt, der Himmel und Erde miteinschließt. Die letzten Akte werden dramatisch, der Epilog aber wird mit Sicherheit siegreich sein laut der göttlichen Verheißung, die von der Gottesmutter in 1917 in der Cova da Iria bestätigt wurde. Möge die Unbefleckte Jungfrau sich herablassen und beharrliche Reinheit der Gedanken und des Handelns all jenen gewähren, die im Eifer des Gefechts mit Mut die Integrität des katholischen Glaubens verteidigen.

*Roberto de Mattei, Historiker, Vater von fünf Kindern, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Schriftleiter der Monatszeitschrift Radici Cristiane und der Online-Nachrichtenagentur Corrispondenza Romana, von 2003 bis 2011 stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Forschungsrats von Italien, von 2002 bis 2006 außenpolitischer Berater der italienischen Regierung, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen: Vicario di Cristo. Il primato di Pietro tra normalità ed eccezione (Stellvertreter Christi. Der Primat des Petrus zwischen Normalität und Ausnahme), Fede e Cultura, Verona 2013; in deutscher Übersetzung sind zuletzt erschienen: Das Zweite Vatikanische Konzil – eine bislang ungeschriebene Geschichte, Edition Kirchliche Umschau, Ruppichteroth 2011; Die Türkei in Europa – Gewinn oder Katastrophe?, Resch Verlag, Gräfelfing 2010; Plinio Corrêa de Oliveira – Der Kreuzritter des 20. Jahrhunderts, mit einem Vorwort von Alfons Maria Kardinal Stickler SDB, Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum, Wien 2004

Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: ACIPrensa

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42 Comments

  1. Dieses Dokument bedient sich eines christlichen Vokabulars, verdient aber nicht den Namen christlich, denn es sagt nichts von Sünde und Umkehr, nichts vom Glauben an Jesus Christus und die Erlösung durch sein Kreuzesopfer. Stattdessen weckt es die Illusion der Allerlösung, indem es die Stelle aus dem Kolosserbrief „Christus alles und in allen“ falsch auf alle Menschen bezieht statt allein auf die von Christus Erlösten. Ein Dokument des Abfalls vom christlichen Glauben.

    • „Ein Dokument des Abfalls vom christlichen Glauben.“
      Verfrühtes Triumphgeheul des Satans?

      Es ist wahrlich „kein spielerisches Spektakel, sondern harter Kampf, in den Himmel und Erde verwickelt sind.“
      Zur Erinnerung:
      Am 13. Oktober 1884, hatte Papst Leo XIII. eine bemerkenswerte Vision, während er eine Messe zelebrierte, etwa 10 Minuten stand er wie abwesend da, sein Gesicht wurde fahl und grau.
      Danach ging er in sein Arbeitszimmer und verfasste ein Gebet zum Hl. Erzengel Michael.
      Auf die Frage, was denn geschehen war, erklärte er, dass er zwei Stimmen gehört habe, die aus der Richtung vom Tabernakel kamen. Die eine Stimme war sanft und die andere war rauh und hart. Er hörte folgendes Gespräch:
      Die Stimme Satans prahlte mit seinem Stolz zu unserem Herrn: „Ich kann Deine Kirche zerstören.“ Die sanfte Stimme des Herrn: „Du kannst? Dann gehe und tue es.“ Satan: „Um das zu tun, brauche ich mehr Zeit und Macht.“ Unser Herr: „Wieviel Zeit? Wieviel Macht?“
      Satan: „75-100 Jahre, und mehr Macht über diejenigen, die sich meinem Dienst unterwerfen.“ Unser Herr: „Du bekommst diese Zeit, und diese Macht.“

      Genau 33 Jahre auf den Tag genau am 13. Oktober 1917, fand das Sonnenwunder in Fatima statt.

      75 Jahre später im Jahr 1959 gab Papst Johannes XXIII. die Eröffnung des Konzils in St. Paul vor den Mauern bekannt.
      Im 80. Jahr des Teufels war eine der ersten Änderungen aus dem Vatikanischen Konzil die Streichung des Gebetes zum Hl. Erzengel Michael im Jahr 1964.

      Exakt 130 Jahre später, am 13.Oktober 2014 erfolgt die Veröffentlichung der relatio mit dem ruchlosen Inhalt.

      Gebet zum heiligen Erzengel Michael

      Heiliger Erzengel Michael,
      beschirme uns im Kampf,
      schütze uns gegen die Bosheit
      und die Nachstellungen des bösen Feindes.
      „Ihm möge Gott gebieten“,
      so flehen wir inständig.
      Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen
      wollest den Satan und alle andern bösen Geister,
      welche zum Verderben der Seelen
      in der Welt umhergehen
      mit Gottes Kraft in die Hölle hinabstoßen. Amen.

    • IMEK
      Na, hoffentlich meinten Sie nicht mich mit dem Satan 8-( —denn ich heule bestimmt nicht vor Triumph über diese Synoden-Erklärung.
      Die verschiedenen theologischen Artikel nach dem Kardinalskonsistorium 2013 mit dem Auftritt Kardinal Kaspers sowie das rechtzeitig vor der Synode erschienene Buch der 4 (oder 5?) Kardinäle waren sicherlich ein verdienstvoller Ansatz, aber mit vermutlich geringer Wirkung auf das katholische Volk.
      Ich kann mir vorstellen, dass es wirkungsvoller wäre, wenn einige hochgestellte rechtgläubige Hierarchen eine eigene Erklärung herausgäben –ergänzend bzw. alternativ zu dem aktuellen, offiziellen Synodendokument und nicht umfangreicher als dieses–, in der sie die rechtgläubige katholische/christliche Lehre über Ehe und Sexualität zusammengefasst darlegen würden, nicht isoliert als moralischen Prügel, sondern in Zusammensicht mit der Erlösungslehre. Das müsste doch zu schaffen sein, und damit könnte weltweit gearbeitet werden.

      • Die internationale Theologenkommission hat eine Hilfestellung über den ‚Sensus fidel im Leben der Kirche‘ herausgegeben.
        Eine Übersetzung aus dem Englischen erschien in der Tagespost vom 18.Oktober und ist als katholischer Zeitgeistfilter gedacht um die echte christliche Lehre und Praxis zu erkennen.
        Das ist doch schon was.

  2. Die Kirche Gottes unseres Herrn ist schon lange geistig in sich gespalten, nämlich in dem Teil der noch immer als die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche Gottes unseres Herrn und eben den Teil der nach dem VK II erschaffen wurde und der am besten mit den Worte „Konzilskirche“ betitelt wird. Den die Konzilskirche hört nicht auf die Gesetze Gottes unseres Herrn und seiner Kirche, noch auf ihre eigenen siehe das noch immer gültige Kirchenrecht von 1983 welches ja bis auf den Teil in dem es um den Götzen Mammon geht, besonders im deutschsprachigen Raum nur „Totes Recht“ ist und auch ihren eigenen Katechismus nimmt dieser von Gott den Herrn abgefallene Teil an, siehe
    KKK: 1867 Die katechetische Tradition erinnert auch daran, daß es himmelschreiende Sünden gibt. Zum Himmel schreien das Blut Abels [Vgl. Gen 4,10], die Sünde der Sodomiten [Vgl. Gen 18,20; 19,13], die laute Klage des in Ägypten unterdrückten Volkes [Vgl. Ex 3.7-10], die Klage der Fremden, der Witwen und Waisen [Vgl. Ex 22, 20-22] und der den Arbeitern vorenthaltene Lohn [Vgl. Dtn 24,14-15; Jak 5,4].

    Dieser Teil ist also in sich Uneins und wird sich so selber eliminieren und ist es halt eine Frage der Zeit, und es ist zu hoffen das sich diese schnell eliminiert damit dieser Teil nicht noch viele Seelen erobert.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  3. Homosexualität bedeutet ein Irrtum der Natur, wird aber durch Verhinderung der genetischen Weitergabe ausgeglichen! Versuch und Irrtum.
    Auch wenn die Gender uns das Gegenteil lehren wollen, hat die Natur vor etwa 2 Milliarden Jahren die Zweigeschlechtlichkeit als Erfolgsmodell der Natur geschaffen oder Gott!
    Frei nach Heisenberg:
    Der erste Schluck aus dem Glas der Naturwissenschaft macht Atheistisch, doch auf dem Grund des Glases findet man Gott!
    Dabei bleibt der einzelne Mensch wertvoll.
    Vielleicht sollte das Thema der Synode, das Verheimlichen der Anlage sein, um keine Menschen vom anderen Geschlecht durch Vortäuschung in die Verzweiflung stürzen.

    • Geehrter Paschasius,
      Sie schreiben: „Auch wenn die Gender uns das Gegenteil lehren wollen, hat die Natur vor etwa 2 Milliarden Jahren die Zweigeschlechtlichkeit als Erfolgsmodell der Natur geschaffen oder Gott!“
      Waren Sie dabei vor 2 Milliarden Jahren, oder kennen Sie jemanden, der dabei war und darüber berichtet, was die Natur damals „schuf“?
      Aus der Bibel, gleich im ersten Kapitel, erfahren wir, dass G o t t den Menschen geschaffen hat, und zwar als Mann und Frau.

      • Auch wenn ich es interessant gefunden hätte dabei zu sein, bin ich froh, dass ich es nicht war. Dadurch sind mir die ganzen Katastrophen erspart geblieben, dafür sage ich schlicht und einfach Danke!
        Die Diskussion der Kreationisten und der Evolutionisten ist mir bekannt. Doch es ist die Größe Gottes den Funken einzuhauchen, um dem Leben seinen Weg zu schaffen! Schon eine einzige Urzelle bietet ein solches Wunder, das wir uns nur verneigen können.
        Auch die Bibel ist geschrieben von Menschen. Deshalb muss man auch immer die Zeit und Wissen berücksichtigen in der die Autoren lebten.
        Außerdem gibt es auch die Einflüsse fremder Kulturen in die Bibel.
        Der Gilgamesch-Epos z.B. Oder der Garten Eden der in den Nahostkulturen schon Jahrhunderte vor der Bibel existierte. Ich kann mich nur wiederholen:
        Der erste Schluck aus dem Glas der Wissenschaft macht Atheistisch, aber auf dem Grund des Glases findet man Gott.
        Das ist auch das Verhängnis des Islam, der Fundamentalismus. Nein eigentlich jeder Religion.

      • ad Paschasium vom 22. Oktober 2014 um 13:02
        -
        Auch ich bestaune immer neu die Natur und noch mehr den großartigen Schöpfer, der sie ins Dasein gerufen hat.
        Ja, die Bibel ist von Menschen geschrieben, in verschiedensten Literaturgattungen, von rund 40 Autoren aus verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen, Ländern und Sprachen, über eine Zeitspanne von anderthalb Jahrtausenden (ca. 1450 v. Chr. bis 100 n. Chr.). Die Bibel beginnt mit der Schöpfung der Welt und endet mit dem Ende der Welt, bzw. dieses Äons, und dem Beginn der Neuen Schöpfung. Und trotzdem bildet dieses Buch eine theologische Einheit – schon das ist ein Wunder, das auf den eigentlichen Urheber der Bibel verweist: Gottes Heiligen Geist. Deshalb wird die Bibel von Gott selbst an vielen Stellen „Wort Gottes“ genannt. Daher auch schreiben die Apostel Petrus und Paulus:
        „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2. Timotheus 3,16); „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet“ (2. Petrus 1,21).
        Nicht nur wir, auch Moses, der menschliche Verfasser des Buches Genesis, war bei der Schöpfung nicht dabei. Der Schöpfungsbericht ist jedoch unfehlbares Wort Gottes, und was darin dargelegt ist, stammt aus der Offenbarung des Heiligen Geistes, der bei der Schöpfung sehr wohl dabeiwar und mitwirkte.
        Deshalb liegt (imho) die Jahreszahl 4004 v. Chr. (nach James Ussher) für das Jahr der Schöpfung näher an der Wirklichkeit als das hypothetische Urknalljahr 13.800.000.000 v. Chr.
        😎

      • Gen 1
        26 Dann sprach Gott: „Laßt uns den Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich! Herrschen soll er über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über alles Wild des Feldes und über alles Gewürm, das am Boden kriecht!“ *
        27 So schuf Gott den Menschen nach seinem Bild. Als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er ihn. *

        Wenn ich mir vorstelle, dass es der 2. Göttlichen Person gefallen hat in einem Mutterschoß aufzuwachsen und daraus (im Lichte Gottes) geboren zu werden und 30 Jahre in einer Familie zu leben, so kann ich mir nicht vorstellen, dass seine Meister-Schöpfung, der Mensch, einen anderen Weg gegangen ist als in einer Gebärmutter aufzuwachsen und geboren zu werden und aufgezogen zu werden..
        Welche Arten von Hominiden Gott dazu benutzt hat ist ein Geheimnis, aber sie hatten nicht das Merkmal der göttlichen Ebenbildlichkeit und sie standen bestimmt unter dem Gesetzt des Todes. Der erste Mensch stand bestimmt nicht unter dem Gesetz des Todes. Erst durch Vermischung mit Spezies die nicht seiner Art waren stellte er sich unter das Gesetz des Todes.

      • Nur Interesse halber, Herr Laemmlein: negieren Sie die doch messbare Expansion des Universums oder glauben Sie, die hat auch vor etwa 4000 Jahren ihren Anfang genommen?

      • ad: Leoncio sagt:
        22. Oktober 2014 um 20:01
        .
        //Wenn ich mir vorstelle, dass es der 2. Göttlichen Person gefallen hat in einem Mutterschoß aufzuwachsen und daraus (im Lichte Gottes) geboren zu werden und 30 Jahre in einer Familie zu leben, so kann ich mir nicht vorstellen, dass seine Meister-Schöpfung, der Mensch, einen anderen Weg gegangen ist als in einer Gebärmutter aufzuwachsen und geboren zu werden und aufgezogen zu werden..\\

        Werter Leoncio,
        nach meiner Überzeugung müssen wir, wenn wir denn Christen sein wollen, bereit sein, unser menschliches Denken mit dem Wort Gottes in Übereinstimmung zu bringen, es dem Wort Gottes unterzuordnen. Wenn ich mir etwas nicht vorstellen kann, so ist das ja doch kein Wahrheitskriterium. Es gibt unermesslich vieles Unvorstellbare, welches wir dennoch als existent annehmen, angefangen von den Elementarteilchen (oder können Sie sich Quarks, Leptonen u. dgl. m. vorstellen?) über Antimaterie bis zu den Schwarzen Löchern u. v. a. m., oder auch nur die komplexen und imaginären Zahlen.
        Die Annahme einer evolutionären Stammesgeschichte des Menschen, wonach die ersten Menschen von höheren Säugetieren (Primaten) abstammen würden, widerspricht dem Zeugnis der Heiligen Schrift, insbesondere den Worten Jesu Christi, des Sohnes Gottes.

      • @ Leonie—22. Oktober 2014 um 21:11
        -
        //Nur Interesse halber, Herr Laemmlein: negieren Sie die doch messbare Expansion des Universums oder glauben Sie, die hat auch vor etwa 4000 Jahren ihren Anfang genommen?\\

        Grundsätzlich negiere ich überhaupt keine Fakten und Phänomene, weil ich großen Respekt vor der Wirklichkeit habe.
        Es geht bei Ihrer Frage m.E. nicht um Evidenzen, sondern um deren Interpretation.
        Jedes naturwissenschaftliche Modell beruht auf vorausgesetzten Grundannahmen –welche nicht immer ausdrücklich benannt werden.
        Die heute vorherrschenden Denkgebäude gründen auf dem „etsi Deus non daretur“.
        Der christliche (und jüdische) wissenschaftliche Kreationismus, insbesondere der „Junge-Erde-Kreationismus“, beruht auf der Grundannahme, dass der biblische Schöpfungsbericht –und damit zusammenhängende Bibelstellen– wörtlich zu verstehen ist und eine Schöpfung in sechs Tagen („yomim“) lehrt und nicht einen Milliarden Jahre umfassenden Evolutionsprozess.
        Die Expansion des Weltraums ist eine Interpretation der beobachteten Rotverschiebung der Spektrallinien des Lichts und beruht auf Annahmen der allgemeinen Relativitätstheorie.
        Junge-Erde-Kreationisten interpretieren dieselben Beobachtungen (Rotverschiebung, Blauverschiebung…) mit einem wissenschaftlichen Schöpfungs-Modell.

      • @ Leo Laemmlein: Kennen Sie den schon?

        http://www.youtube.com/watch?v=cDWALTAh_Y0

        ‚Expelled – Intelligenz Streng Verboten‘
        Ich fand den Film sehr interessant, regt auch zu weiterer Beschäftigung & Recherche an, ist aber wohl ‚hoch-umstritten‘, das (agnostische und atheistische) Wissenschafts- und Politestablishment sprüht Gift und Galle (na dann MUSZ er ja gut sein^^). Aber im Ernst, auch für Katholiken ganz lohnens- und nachdenkenswert, dieser Film von Ben Stein, bietet zumindest reichlich Anlaß zu weiterer Diskussion. Hier weitere Infos dazu:

        http://www.dreilindenfilm.de/shop/expelled-intelligenz-streng-verboten-p-113.html

  4. Zieht man die Sekretäre und die 26 vom Papst ernannten Synodenväter ab (die größtenteils für eine Öffnung sind) ist das Ergebnis noch desaströser bzw gespaltener: Dann lautet vermutlich bei den Wiederverheirateten das Verhältnis 80:70.

  5. Die Kirche ist in der Tat ein Schlachtfeld geworden. Ausgehend von der Synode 2014 zur Synode
    2015 , werden weiterhin Weichen gestellt, die darauf abzielen, den katholischen Glauben zu ver-
    wässern und auszudünnen. Die Kardinäle die sich den Vorgaben der Synode widersetzt haben,
    darunter Kardinal Müller, müssen damit rechnen, eliminiert oder zwangsversetzt zu werden, wie
    einige Beispiele zeigen. So gesehen, wird der geistige Kampf weiter gehen und man braucht kein
    Prophet zu sein um zu sehen, wohin die Reise geht. In den Marienerscheinungen und besonders
    in Fatima, wird diese Situation angekündigt.
    Die Siegerin in allen Schlachten Gottes, Maria, wird uns beschützen.

  6. Die Frage ist doch nicht, wie ‚wir‘ auf katholisches.info die Veränderungen in der Kirche beurteilen. Da sind wir uns doch ziemlich einig. Wenn in Zeitungsartikeln entsprechende Positionen vertreten werden, ist das erfreulich, weil vielleicht dadurch unser Standpunkt gestärkt wird.
    Was aber wichtig ist für uns: Was dürfen-können-sollen-müssen wir tun in dieser Zeit? Beten, den Bischöfen Briefe schreiben, zu Pius gehen? Darauf eine richtige Antwort, die wäre notwendig!

    • Man könnte auch Artikel ausdrucken und in Kirchen legen. Das aber bedürfte Mut. Noch besser, man steckte sie in Briefkästen. Aber…. das alles bringt nicht viel, außer Dohungen, Verleumdungen, Anzeigen.
      Mehr als denn je gilt hier das Herrenwort: „Wer es fassen kann, der fasse es.“
      Die Menschen leben leider in ihren kleinen, fast virtuellen Welten wie Gefangene. Was oben im Artikel beschrieben wird, dass nämlich aus Verlautbarungen Normen abgeleitet werden, ist in 95 % der Familien – Verzeihung: Partnerschaften – auf irgend eine Art bereits eingetreten: Verhütung, Abtreibung, Partnerwechsel, Konkubinat, Hofierung Homosexueller als kreativer, mutiger, ja besserer Menschen; kurz: die verzweifelte Suche nach der unbedingten Lust.
      Gehen sie heute mal mit einem Heiligenbildchen in die Katechese. Sie werden ausgelacht, verspottet, gedemütigt. Man glaubt, den katholischen Glauben, mit diesem Jesus am Kreuz, als Horrormärchen hinter sich gelassen zu haben.
      Aber selbst eine Aufregung wird nicht mehr erreicht. Das Wort Gottes erreicht die Menschen einfach nicht mehr. Es ist wie eine Botschaft vom anderen Stern, die so gar nichts mit ihrem Leben zu tun hat. Da zählt halt nur arbeiten, arbeitsfähig bleiben, Geld haben, in Urlaub fahren, sich und den Kindern die neuste Mode zu leisten.
      Nie waren Menschen so gleichgeschaltet, wie in unserer Zeit. Es gibt viele Individualisten, aber kaum mehr Individuen.
      Wenn sie vom Fernseher sitzen, am Computer sitzen oder einen Roman der Spiegel-Bestsellerliste lesen, sind sie schon gleichgeschaltet.

  7. Wir befinden uns in der Tat mitten im Krieg. Die Schlachtreihen sind klar und das war etwas Positives an dieser Synode, wenigstens das. Es kommt nun darauf an, kühlen Kopf zu bewahren, vor allem den eigenen inneren Frieden nicht zu verlieren und vom Herrn immer wieder zu erbeten im wahrsten Sinn des Wortes.
    Auf der Synode 2015, dem ultimativen Showdown, wird der Bruch nur noch amtlich gemacht werden. Mehr kann es da nicht geben. Es ist klar, was Herr Bergoglio mit seinen Worten „Gott hat keine Angst vor dem Neuen usw.“ beabsichtigt. Der Pferdefuß ist unübersehbar. Bei der gleichen Gelegenheit hatte er sich auch als Diktator zu erkennen gegeben: „Ich bin der Papst; eigentlich: ich bin die Kirche, die Kirche das bin ich.“

    Was werden nun die treuen Kardinäle tun? Warten bis Oktober 2015, warten wie eine Thüringer Bratwurst auf den Rost, warten wie das Huhn auf den Suppentopf?- Schlecht vorstellbar.

  8. Desaströs ist das Ergebnis in der Tat, und zwar für niemanden anderen als die, welche sich als die „Traditionellen“ bezeichnen. Dass die von Seiner Heiligkeit, Papst Franziskus angestossenen Überlegungen bei derart vielen Synodenvätern, die in der Mehrheit von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. in den Bischofsrang erhoben wurden, soviel Unterstützung erfuhren (teils in der überdeutlichen Mehrheit), zeigt ganz klar, dass auch die traditionell geprägten Hirten hier Spielraum sehen, sich auf die Menschen hin zu bewegen. Gott sei Dank!

    • Dass Menschen sich auf Menschen hin bewegen ist doch nichts Neues! Das machen sie seit eh und je! Christen sind aber zur UMKEHR berufen. Mästen Sie sich nicht länger selbst, geben Sie dem Herrn Lob, Preis und die Ehre, wie es sich GEHÖRT!

      • Wir tun immer so, als würde uns mit der UMKEHR etwas abverlangt, als müssten wir weiß Gott wie hart kämpfen und leiden. Aber haben wir vergessen, dass die Wahrheit frei macht, dass die UMKEHR mehr als ein Bekenntnis abverlangt, sondern ein vorbildhaftes Christenleben zur Folge haben sollte, welches alle Menschen froh macht? Nicht zu sündigen ist daher ein Prvileg! Ja es ist die Freiheit, nicht mehr sündigen zu ‚müssen‘.
        Das muss man sich erst einmal wieder ins Bewusstsein rufen. Wir sind zur Freiheit (von der Sünde) berufen.
        Im Judentum gibt es die Aussage, wenn auch nur für einen Tag die Menschen geschlossen nach den Geboten leben würden, würde der Messias sogleich kommen. Das will heißen: in der Vorstellung der Juden würde dann wirklich Frieden, also ‚Reich Gottes‘ herrschen.
        Zudem meine ich: wir sollten uns nicht zu sehr ängstigen, wenn Gott doch alles in seiner Hand hält; auch den Herrn Bergoglio hat er in seiner Hand bzw. hat er nach seinen unerforschlichen Plänen aus seiner Hand gegeben.
        Trotzdem: Der Freiheit des Menschen, also dem Liebenkönnen ist, so denke ich bisweilen, ein wahrhaft hoher Preis gezollt. Denn wir stehen ja tatsächlich in einem Drama, über das Gott immer noch der Regisseur ist.
        Man könnte sogar Wut bekommen auf Gott selbst. Dann muss man sich aber wieder sagen: ER ist der Herr, das Leben läuft nach SEINEN Spielregeln. So einfach ist das.
        Und weiter: Luzifer hatte diese und jene Dispositionen, Gott konnte vorhersehen, dass er sich erheben würde; also war es auch in seinem Plan… Aber hier höre man besser auf ‚frei-zu-denken‘, denn es bringt ja nichts außer Widerstand gegen Gott auf den hin wir geschaffen sind und in dem wir einzig Leben in Fülle haben. Im Leben sind wir in der Lehre, deren Lehrmeister Gott der Herr ist.

  9. Roberto di Mattei hat es bereits umrissen:
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    „Wenn die Sexualität außerhalb der Ehe keine schwere Sünde mehr, sondern – sofern stabil und ehrlich – ein positiver Wert ist, dann verdient sie vom Priester gesegnet und vom Staat legalisiert zu werden. Und wenn sie ein Wert ist, dann ist sie auch ein Recht und wenn es ein Recht auf Sexualität gibt, dann ist der Schritt von der Anerkennung des Zusammenlebens Geschiedener zur Anerkennung der Homo-Ehe unvermeidlich.“
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    Und nun hören wir den als „Hoffnungsträger“ geltenden Bischof Oster in einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“; Bischof Oster als Sprachrohr für Bischof ( und Rotary-Club Mitglied ) Marx ?!:
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    „Möglicherweise ist der Tonfall neu, aber in der Sache kann ich nichts erkennen, was die Kirche nicht schon immer gelehrt hätte, und kann deshalb bislang allem zustimmen.
    Jeder Mensch, der handelt, erstrebt ein Gut und handelt niemals einfach durch und durch Böse, sagt der heilige Thomas von Aquin. Und jede Handlung findet in einem komplexen, umfassenden Kontext statt. Wir beurteilen zwar die sexuelle Handlung zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen oder diejenige außerhalb der Ehe zwischen Mann und Frau nicht positiv. Aber das heißt doch noch lange nicht, dass wir das ganze Leben solcher Menschen negativ beurteilen. Es ist doch völlig selbstverständlich, dass Werte wie Treue und gegenseitige Sorge auch bei Menschen ihren positiven Wert und Reichtum haben, die im Hinblick auf ihre Sexualität nicht nach dem leben, was wir für Gottes Gebot halten.“
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    Übrigens….warum es bis jetzt noch (!) kein Papst zum „Friedensnobelpreis“ gebracht hat ?
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    „Es wird so lange keinen Nobelpreis für einen Papst geben, bis die Katholische Kirche nicht ihre Sexuallehre geändert haben wird.“
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    (Gunnar Stålsett, Mitglied des Preiskomitees im Jahre 2001)

    „katholisches.info“ berichtete:

    http://www.katholisches.info/2014/10/10/veto-gegen-nobelpreis-fuer-einen-papst/

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    • Es ist wahr, dass der Mensch auch nach dem Sündenfall im Stande ist, Natürlich-Gutes zu tun. Leider nützt ihm das nicht zum ewigen Leben, solange er geistlich, in übernatürlicher Hinsicht, t o t ist, denn nur, wer aus Wasser und Geist n e u g e b o r e n wird, kann das Reich Gottes sehen und in es eintreten. Aber dieses Thema wurde auf der Synode gar nicht angesprochen. Diese Synodenväter, ob progressiv oder konservativ, interessieren sich offenbar nicht mehr für das ewige Heil der Menschen, jedenfalls nach dem Synodendokument zu urteilen. Obwohl es im CIC, versteckt im § 1752, heißt: „Salus animarum suprema lex“.

      • Sehr richtig, genau dieser ‚Wiedergeburt‘ des Geistes bedarf der Mensch. Dann erkennt er, dass auch eheliches Leben keusch zu sein hat.
        Wenn man dies formuliert hat, kann man auch wieder positiv und mutig formulieren, dass außereheliche Beziehungen und homosexuelle Handlungen sündhaft sind, da sie das Leben des Geistes auslöschen und Berufungen verhindern.
        Sie binden den Menschen und versklaven ihn an den Körper. Sofort wird er von Dämonen der Unkeuschheit gefangen genommen.
        Zunächst müsste man die Königssteiner- und Mariatroster Erklärung fallen lassen, nach der die oben genannten Enthaltsamkeitsnormen verletzt werden.
        Auf dieser Basis würde der Kirchenleib von vielen Wunden geheilt!
        Dann würde der Geist Gottes wieder Einzug halten können.
        „Ach, was!“, sagen die modernen Priester, „das sechste Gebot ist nicht das erste.“ Aber hallo, sage ich. Sie hängen auf das allerengste miteinander zusammen. Denn hier geht es um eine Verhältnisbestimmung von Geist und Leib!!

    • Das zeigt doch was der hochheilge Nobelpreisträger der Freimauers Nobel wert ist. Er gehört doch irgendeinmal in den Abfalleimer der Geschichte.

  10. Wichtig ist es, selber unterscheiden zu können, sich zu bilden um zu argumentieren. Dann sollte man dem eigenen Bischof einen klaren Brief schreiben. Und natürlich beten. Aber es herrscht ein allgemeines Unwissen über die Lehre der Kirche, das von den Medien ausgenutzt wird. Bitten wir den Hl JP II um seine Fürsprache!

  11. Wie stets eine fundierte Analyse von Professor de Mattei.
    Jedenfalls wird der Machiavellist Papst Franz und seine Getreuen nichts unversucht lassen 2015 endlich den Umbruch zu zementieren. Die Situation wurde nun ausgelotet, Personalien und Strategien werden nun entsprechend abgeklärt.

  12. Papst Franziskus verkündet also, Gott habe „keine Angst vor dem Neuen“. Was für ein Satz!
    In der Bibel ist zu diesem Thema auch etwas gesagt. Da lesen wir:
    Das, was war, ist das, was sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was getan wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne. Gibt es ein Ding, von dem einer sagt: „Siehe, das ist neu“? Längst ist es gewesen für die Zeitalter, die vor uns gewesen sind…“ (Kohelet 1,9-10)
    Was will Papst Franziskus uns mit seinem Satz sagen? Etwa das, dass Gott „keine Angst davor habe“, wenn die katholische Kirche Sünden nicht mehr verurteilt, sondern als Zwischenstufe zur Vollkommenheit respektiert? Wenn sie Gutes bös und Böses gut, Bittes süß und Süßes bitter, Weißes schwarz und Schwarzes weiß nennt?

    • Auch dazu hat Gott sich bereits geäußert:
      „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“
      Jesaja 5, 20

      • Sehr geehrter Herr Lämmlein
        Sie berufen sich in Ihren Zitaten immer auf das Alte Testament.
        Mir war das Neue immer Näher. Da gibt es die Gnade! Das Vergeben.
        Vielleicht weil ich aus dem Rheinland stamme?
        Hier war auch die Gottesmutter sehr verehrt worden, wenn ich an die Marienlieder und die Inbrunst denke, mit der diese gesungen wurden!
        Sicher im Rheinland spielte auch der Matronenkult eine große Rolle.
        Warum auch nicht?
        Warum soll ein tiefer Glaube nicht weiterleben. Auch das ist eine Evolution.
        Im Talmud werden 248 Gebote (einschließlich der 10 Gebote) und 365 Verbote aufgeführt. Im NT hat sich gerade Jesus mit den starren Regeln angelegt.
        Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein……
        Wenn ich in Köln bin besuche ich immer eine der alten Romanischen Kirchen.
        Setze mich meist in die Krypta und genieße die Ruhe und meine Gedanken sind den Menschen die hier gebetet haben auf einmal sehr nahe. In den Fünfzigern gab es eine Geschichte im Lesebuch: Ein hoher Herr hat die Kirche bauen lassen. Ein altes Mütterchen wollte eine kleine Münze beisteuern. Der Herr hat es Ihr verboten, er wollte die Kirche Alleine bauen. Da hat das Mütterlein ein Bündel Heu für die Esel gekauft, die beim Bau eingesetzt wurden. Als die Kirche gesegnet wurde staunten alle nicht schlecht. Das Mütterlein war auf der Stifterstatue abgebildet.

      • Sehr geehrter Herr Paschasius (22. Oktober 2014 um 13:27)
        auch mir ist das Neue Testament näher insofern, als ich ja, dank Gottes unergründlicher Gnade, ein Teil desselben bin. Zugleich sind wir aber Teil des ganzen Heilshaushalts, und dazu gehört das Alte Testament mit den verschiedenen darin enthaltenen Bundesschlüssen.
        Wir sollen wie Timotheus Arbeiter sein, die das Wort der Wahrheit richtig schneiden (2 TIm 2,15), also die Heilsgeschichte und ihre Verwaltung richtig unterscheiden.
        Dazu gehört z.B., dass wir Christen uns nicht beschneiden müssen, keine Tieropfer darbringen, usw. usf. Denn, worauf Sie ja auch anspielen, „das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden“ (Joh 1,17).
        Allerdings enthalten die von mir angeführten Zitate aus dem Prediger und aus Jesaja allgemeine Wahrheiten, die jetzt so wahr sind wie ehemals, oder sie waren niemals wahr.
        Wir haben zwar keine 613 Mitzwot, wie die Juden. Aber enthält nicht auch der Codex Iuris Canonici von 1983 1752 Canones? Der alte Codex von 1917 hatte noch 2414 Canones. Eine stattliche Zahl für die Religion der Gnade.
        Aber im Ernst. Das Neue Testament enthält Hunderte von klaren Befehlen, Anweisungen, Vorschriften des Herrn Jesus Christus und der Apostel, und wir Christen tun gut daran, diese ernst und wörtlich zu nehmen und in unserem Leben anzuwenden. Lesen wir einmal unter diesem Gesichtspunkt die Evangelien und Apostelbriefe, und staunen wir.
        Zu dem Satz aus dem Propheten Jesaja „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“ (5, 20) möchte ich noch ergänzen, was Gott solchen Leuten ankündigt: „Darum, wie des Feuers Zunge die Stoppeln verzehrt und dürres Gras in der Flamme zusammensinkt, so wird ihre Wurzel wie Moder werden und ihre Blüte auffliegen wie Staub. Denn sie haben das Gesetz des HERRN der Heerscharen verworfen und das Wort des Heiligen Israels verschmäht.“ (V. 24).
        Die Synodalen hätten sich dieses Gotteswort auf ihren Schreibunterlagen befestigen sollen, vielleicht wäre ein besseres Ergebnis herausgekommen.
        Was Papst Franziskus in seinem Satz, Gott habe „keine Angst vor dem Neuen“, nicht beachtet, ist, dass Gott u n w a n d e l b a r ist, und auch Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit !

    • Das „Neue“, das Fr. anspricht, ist im Grunde nur ein Deckname oder eine Tarnkappe für den totalen Umsturz alles Heiligen, den Fr. und seine Fr.Freunde planen. Natürlich wird dieser den Gläubigen nur häppchenweise präsentiert, damit man sich langsam, aber sicher an die neue Ordnung gewöhnt. Die alte Schlange kommt wie ehedem listig und schleichend, so dass man auch von „schleichender Perversion“ sprechen könnte. Wenn ich mir das 3. Foto im obigen Artikel anschaue, dann fällt mir auf, dass Fr. mit seiner leicht ausgestreckten Hand ein M für „Mason“ oder auch für „masonic“ andeutet (Zeigefinger und Ringfinger sind gespreizt, Mittelfinger und Ringfinger sind zusammen). Das ist eine eingetragene Signalgeste im Fr.lexikon. Auf you tube kann man dazu einige Filme unter dem Stichwort „masonic signs / gestures“ anschauen!

      • Korrektur: Es muss heißen, Zeigefinger und kleiner Finger sind gespreizt …
        (selbst der Fehlerteufel hat sich still und heimlich eingeschlichen!!!)

        Auch empfehlenswert auf you tube: „Bergoglio / Pope Francis masonic“

      • Korrektur meinerseits: Es muss natürlich heißen „Zeigefinger und kleiner Finger sind gespreizt…“ (Selbst hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen,,,!)

  13. Ich fasse den Artikel von Robert de Mattei für mich mal ganz kurz und platt zusammen:
    Wenn man dem Teufel den kleinen Finger gibt, so nimmt er die ganze Hand.

  14. Petrus ist der Fels, auf den Jesus seine Kirche baut, dieser Tage erleben wir ein seltsamens Drama, das man in der Indutrie Elchtest nennen würde.

  15. Rein weltimmanent gesehen, ist die Katastrophe nicht mehr zu verhindern. Bergoglio wird mit allen Mitteln versuchen, seine Vorstellungen durchzusetzen. Und er wird es- einfach mal logisch betrachtet- auch schaffen. Dann ist das Tor weit geöffnet, um endlich mit den anderen typisch katholischen Wertvorstellungen aufzuräumen. Zölibat, Frauenpriestertum und was es sonst noch so als Relikte gibt- mit allem wird Bergoglio aufräumen.
    Wenn jedoch Gott selber eingreifen sollte- sei es wie auch immer- dann wird die Kirche wieder zur Ruhe kommen. Deshalb ist bei allem aktiven Widerstand gegen die Zerstörer auch das Beten gefordert. Ich bin felsenfest überzeugt, dass diese schrecklichen Jubler und Modernisten durch den Teufel selbst verführt sind und sie in die Irre und die ewige Finsternis hineintaumeln. Sie wollen sich nicht dem Wirken des Heiligen Geistes öffnen und begehen die himmelschreiende Sünde, ihre Privatvorstellungen als Gottes Willen hinzustellen. Die Kirche hat sicher nicht 2000 Jahre geirrt- und deshalb wird sich die Wahrheit durchsetzen. Dass verschiedentlich hier versucht wird, Treue mit Pharisäertum gleichzusetzen, ist skandalös; denn dann wären die vielen Heiligen, die diese Lehre der Kirche mit ihrem Blut bezahlt haben nur verblendete Pharisäer gewesen. Mir tun diese verblendeten Modernisten unendlich leid. Aber das kann nicht bedeuten, sich nicht gegen sie zu wehren. Mal davon abgesehen, dass dieses ständige Betroffenheitssymptom einem nur noch gehörig auf die Nerven geht. Ein guter Psychotherapeut könnte da vielleicht einiges wieder richten. Denn dieses Barmherzigkeitsgefasel soll doch nur die eigenen Schwächen rechtfertigen. Ein in sich ruhender und selbstbewußter Charakter ist darauf nicht angewiesen. Er lebt Barmherzigkeit und Nächstenliebe, ohne ständig herumzujaulen.

    • Ja das denke ich auch: die „Katastrophe“ oder die Spaltung ist nicht mehr zu verhindern. Das steht fest und es ist auch gut so, hat sein Gutes wie alles eher Negative auch sein Gutes hat.
      Man kann als kleiner Christ jetzt schon reagieren und soz. ins innere Exil gehen.
      Die guten Bischöfe und Kardinäle und die Gläubigen sollten sich von der herrschenden Tempelaristokratie innerlich trennen, einen Schlußstrich ziehen.
      Wie an anderer Stelle gesagt, meine ich, daß die jetzige Situation vergleichbar ist mit der Situation der Judenchristen, die aus Jerusalem weggingen und sich vom Tempel und den Juden vollständig, in Gänze lösten. Der Tempel und ganz Jerusalem wurden dem Erdboden gleichgemacht wie die Geschichte lehrt.
      Man muß jetzt die Gelegenheit dazu nutzen und beim Schopfe packen: klug sein wie die Schlangen und arglos wie die Tauben- und weggehen, aufbrechen. Nicht starren auf den Vatikan wie das Kaninchen auf die Schlange; weggehen vom bürokratischen Denken und der falschen/ „warmen“ „Sicherheit“.

      Laß man die heutigen „Juden“ doch ihre Sachen machen und selbst zu Christus, dem Gekreuzigten stehen.

  16. Bei der Synode wurde eine gewaltige Schlacht geliefert.
    Man kann an de Pressemeldungen und Berichten sehr gut sehen wie tief der Schock durch die mannhafte Abwehr der gegen die kirchliche Lehre und gegen 2000 Jahre katholische Tradition gerichtet Änderungen sitzt;
    und die große Anzahl vieler Kardinäle die- kaum gesehen in der katholischen Kirche- so tapfer und streitbar auf die Barrikaden geht, noch wohl angesichts des Pontifex maximus, ist ebenfalls verblüffend.
    Ich habe keine Angst: bei dem Gegner sitzen soviele Feiglinge, Dummköpfe, Selbstverliebte, lockere Mundwerke, inzwischen auch Rassisten, liturgische Zerstörer – das ist doch nichts Attraktives, nichts Qualitätsvolles, das ist doch Chaos – Tohuwabohu pur.
    Wir haben Unser Herr Jesus Christus mit uns, die Fürsprache der Heiligen (der Festtag gestern des Hl. Johannes Cantius wurde übrigens total vergessen- die offene Rebellion der polnischen Bischöfe mußte wohl nachträglich bestraft werden-), wir haben 2000 Jahre christliche Literatur, die Kirchenväter, die Dogmatik bei uns- wer kann uns dann noch schlagen?

    Jetzt sollte die kirchliche Tradition, die schon in den frühesten Anfängen praktizierte Reinigung und Separierung/Exilierung on häretischen Gruppen sehr gut studiert und publiziert werden.
    Auf in die zweite Runde!

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