Barmherzigkeit nach Benedikt XVI.

Joseph Kardinal Ratzinger vor dem Konklave 2005jpg
Predigt von Joseph Kardinal Ratzinger als Kardinaldekan vor dem Konklave 2005

(Vatikan) Am 18. April 2005 hielt Joseph Kardinal Ratzinger als Dekan des Kardinalskollegiums die Predigt bei der Missa Pro Eligendo Romano Pontifice in der Patriarchalbasilika zu St. Peter in Rom. Mit Blick auf die soeben zu Ende gegangene Bischofssynode über die Familie, bei der es zu ungewöhnlichen Szenen des Unmuts über das Vorgehen von Papst Franziskus und seiner Mitarbeiter, allen voran Kardinal Walter Kasper, Kardinal Lorenzo Baldisseri, Erzbischof Bruno Forte von Chieti-Vasto und Titularerzbischof Victor Manuel Fernandez, Rektor der Päpstlichen Universität Buenos Aires und Ghostwriter des Papstes, gekommen ist, wird die programmatische Ansprache unmittelbar vor Beginn des Konklaves zum Kontrastpunkt. Barmherzigkeit war das wichtigste Stichwort der Bischofssynode und dient einer Richtung in der Kirche als Chiffre für revolutionäre Eingriffe in die kirchliche Lehre und Ordnung.
Über Barmherzigkeit sprach 2005 auch der damalige Kardinaldekan Joseph Ratzinger. Sichtbar wird ein unterschiedliches Verständnis, das über das bloße Verständnis von Barmherzigkeit hinausgeht. Einige zentrale Auszüge aus der Predigt.

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MISSA PRO ELIGENDO ROMANO PONTIFICE

Predigt von
Joseph Kardinal Ratzinger

Patriarchalbasilika zu St. Peter
18. April 2005

Lesungen: Jes 61,1–3a. 6a. 8b–9;
Eph 4,11–16;
Joh 15,9–17

In dieser verantwortungsvollen Stunde hören wir mit besonderer Aufmerksamkeit auf das, was der Herr uns mit seinen eigenen Worten sagt. Aus den drei Lesungen möchte ich nur einige Abschnitte auswählen, die uns in einem Augenblick wie diesem direkt betreffen.

Die Erste Lesung bietet ein prophetisches Bild der Figur des Messias – ein Bild, das seine ganze Bedeutung von dem Augenblick her erhält, als Jesus, der diesen Text in der Synagoge von Nazaret liest, sagt: „Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt“ (Lk 4,21). Im Zentrum des prophetischen Textes stoßen wir auf ein Wort, das – zumindest auf den ersten Blick – widersprüchlich erscheint. Der Messias, der von sich spricht, sagt, er sei gesandt worden, damit er „ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe, einen Tag der Vergeltung unseres Gottes“ (Jes 61,2). Wir hören voll Freude die Ankündigung des Jahres der Barmherzigkeit: die göttliche Barmherzigkeit setzt dem Bösen eine Grenze – hat der Heilige Vater uns gesagt. Jesus Christus ist die göttliche Barmherzigkeit in Person: Christus begegnen heißt, der Barmherzigkeit Gottes begegnen. Der Auftrag Christi ist durch die priesterliche Salbung zu unserem Auftrag geworden; wir sind aufgerufen, „das Jahr der Barmherzigkeit des Herrn“ nicht nur mit Worten, sondern mit dem Leben und mit den wirksamen Zeichen der Sakramente zu verkünden. Was aber will Jesaja sagen, als er den „Tag der Vergeltung unseres Gottes“ ankündigt? Jesus hat in Nazaret, als er den Text des Propheten las, diese Worte nicht ausgesprochen – er schloß mit der Ankündigung des Jahres der Barmherzigkeit. War das vielleicht der Anlaß zu der Empörung, die nach seiner Predigt aufkam? Wir wissen es nicht. Auf jeden Fall hat der Herr seinen authentischen Kommentar zu diesen Worten durch den Tod am Kreuz abgegeben. „Er hat unsere Sünden mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen…“, sagt der hl. Petrus (1 Petr 2,24). Und der hl. Paulus schreibt an die Galater: „Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; denn es steht in der Schrift: Verflucht ist jeder, der am Pfahl hängt. Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Heiden durch ihn der Segen Abrahams zuteil wird und wir so aufgrund des Glaubens den verheißenen Geist empfangen“ (Gal 3,13).

Die Barmherzigkeit Christi ist keine billig zu habende Gnade, sie darf nicht als Banalisierung des Bösen mißverstanden werden. Christus trägt in seinem Leib und in seiner Seele die ganze Last des Bösen, dessen ganze zerstörerische Kraft. Er verbrennt und verwandelt das Böse im Leiden, im Feuer seiner leidenden Liebe. Der Tag der Vergeltung und das Jahr der Barmherzigkeit fallen im Ostermysterium, im toten und auferstandenen Christus zusammen. Das ist die Vergeltung Gottes: Er selbst leidet in der Person des Sohnes für uns. Je mehr wir von der Barmherzigkeit des Herrn berührt werden, um so mehr solidarisieren wir uns mit seinem Leiden, werden wir bereit, „das, was an den Leiden Christi noch fehlt“ (Kol 1,24), in unserem Leib zu ergänzen.

Gehen wir zur Zweiten Lesung über, zum Brief an die Epheser. Hier geht es im wesentlichen um drei Dinge: erstens um die Ämter und Charismen in der Kirche als Gaben des auferstandenen und in den Himmel aufgefahrenen Herrn; sodann um das Heranreifen des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes als Voraussetzung und Inhalt der Einheit im Leib Christi; und schließlich um die gemeinsame Teilnahme am Wachsen des Leibes Christi, das heißt an der Umgestaltung der Welt in die Gemeinschaft mit dem Herrn.

Wir verweilen nur bei zwei Punkten. Der erste ist der Weg zur »Reife Christi«, wie es etwas vereinfachend im italienischen Text heißt. Dem griechischen Text nach müßten wir genauer von dem „Maß der Fülle Christi“ sprechen, die zu erreichen wir gerufen sind, um wirklich Erwachsene im Glauben zu sein. Wir sollen nicht Kinder im Zustand der Unmündigkeit bleiben. Was heißt, unmündige Kinder im Glauben sein? Der hl. Paulus antwortet: Es bedeutet, „ein Spiel der Wellen zu sein, hin- und hergetrieben von jedem Widerstreit der Meinungen…“ (Eph 4, 14). Eine sehr aktuelle Beschreibung!

Wie viele Glaubensmeinungen haben wir in diesen letzten Jahrzehnten kennengelernt, wie viele ideologische Strömungen, wie viele Denkweisen… Das kleine Boot des Denkens vieler Christen ist nicht selten von diesen Wogen zum Schwanken gebracht, von einem Extrem ins andere geworfen worden: vom Marxismus zum Liberalismus bis hin zum Libertinismus; vom Kollektivismus zum radikalen Individualismus; vom Atheismus zu einem vagen religiösen Mystizismus; vom Agnostizismus zum Synkretismus, und so weiter. Jeden Tag entstehen neue Sekten, und dabei tritt ein, was der hl. Paulus über den Betrug unter den Menschen und über die irreführende Verschlagenheit gesagt hat (vgl. Eph 4,14). Einen klaren Glauben nach dem Credo der Kirche zu haben, wird oft als Fundamentalismus abgestempelt, wohingegen der Relativismus, das sich „vom Windstoß irgendeiner Lehrmeinung Hin-und-hertreiben-lassen“, als die heutzutage einzige zeitgemäße Haltung erscheint. Es entsteht eine Diktatur des Relativismus, die nichts als endgültig anerkennt und als letztes Maß nur das eigene Ich und seine Gelüste gelten läßt.

Wir haben jedoch ein anderes Maß: den Sohn Gottes, den wahren Menschen. Er ist das Maß des wahren Humanismus. „Erwachsen“ ist nicht ein Glaube, der den Wellen der Mode und der letzten Neuheit folgt; erwachsen und reif ist ein Glaube, der tief in der Freundschaft mit Christus verwurzelt ist. Diese Freundschaft macht uns offen gegenüber allem, was gut ist und uns das Kriterium an die Hand gibt, um zwischen wahr und falsch, zwischen Trug und Wahrheit zu unterscheiden. Diesen erwachsenen Glauben müssen wir reifen lassen, zu diesem Glauben müssen wir die Herde Christi führen. Und dieser Glaube – der Glaube allein – schafft die Einheit und verwirklicht sich in der Liebe. Dazu bietet uns der hl. Paulus – im Gegensatz zu den ständigen Sinnesänderungen derer, die wie Kinder von den Wellen hin- und hergeworfen werden – ein schönes Wort: die Wahrheit tun in der Liebe, als grundlegende Formel der christlichen Existenz. In Christus decken sich Wahrheit und Liebe. In dem Maße, in dem wir uns Christus nähern, verschmelzen auch in unserem Leben Wahrheit und Liebe. Die Liebe ohne Wahrheit wäre blind; die Wahrheit ohne Liebe wäre wie „eine lärmende Pauke“ (1 Kor 13,1).

Einleitung: Giuseppe Nardi
Bild: CTV ((Screenshots)

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64 Comments

  1. *schnief*
    wenn man das liest, merkt man erst, was für Oberflächlichkeiten einem da heute vorgesetzt werden…

    • Jetzt geht das kitschige Gejammer schon wieder los, dass uns dieser angeblich so „grosse“ und „traditionstreue“ Papst verlassen hat.
      Wie oft soll man’s noch sagen: Er war ein Mietling wie seine drei Vorgänger auch und sein Nachfolger erst Recht, nur verstand er es mit abgefeimter quasijesuitischer Schläue und einer rein äußerlich-ästhetizistischen Liebe zu Brokat und Gold, den vielen allzu naiven, auf reine Äusserlichkeiten fixierten Traditionalisten tödlichen Sand in die Augen zu streuen.
      Er hat den Zeitpunkt seines Abgangs mit aller Schläue von langer Hand vorbereitet – gerade noch rechtzeitig genug, damit sein alter Tübinger Bddy Kasper im Konklave aktiv die Fäden ziehen konnte.
      Man sollte ihm keine Träne nachweinen.

      • Wie passend schrieb die Systemzeitung „Welt“ am 19. Oktober:
        „Nur auf einen ist hinter den hohen Mauern für Franziskus Verlass: auf seinen Vorgänger, den emeritierten Papst Benedikt XVI. Auch an diesem Sonntag kam Joseph Ratzinger zur Messe auf den Petersplatz. Die beiden weiß bekleideten Nachfolger Petri begrüßten sich mit einer liebevollen Geste, bevor die Seligsprechung von Paul VI. begann.“
        Noch Fragen??? Alles ein abgekartetes Spiel „unter Brüdern“!

      • Sehr geehrter Herr Traditionstreuer Neunmalklug,

        hätten Sie’s doch ‚mal besser gemacht! Kritisieren und große Reden schwingen kann schließlich jeder! Hier sind Taten gefragt!
        Die Früchte dieses oben kritisierten Pontifikats sind jedenfalls nicht zu übersehen!

        Im übrigen werden wir alle ‚mal nach dem Maßstab der Nächstenliebe gerichtet werden – ein eiskaltes Herz aus Stein wird es da sehr schwer haben!

      • Beweisen Sie das mal! Ich glaube, er hatte zuviel um die Ohren, um auch noch darauf zu achten, ob so ein Kardinälchen ausm Schwäbischen da noch zufällig ins Konklave rein rutscht oder nicht…

      • Das sind schon große Unterstellungen, die Sie Papst Benedikt XVI anlasten. Sie sehen Benedikt XVI wohl als den bösen Zwillingsbruder von Imperator Palpatine. Dieser hat alle getäuscht und ist zum Diktator geworden und Benedikt XVI hat ebenfalls alle getäuscht und lacht sich wohl ihrer Meinung nach mit Herrn Bergoglio reichlich ins Fäustchen über die dummen Katholiken, die er täuschen konnte und die Hoffnung in ihn gesetzt hatten. Wir wissen nicht, was hinter den Mauern des Vatikans wirklich vorgeht, wir wissen aber, dass Papst Benedikt XVI die Führung der Kirche nicht leicht gemacht wurde. Für mich gilt auf jeden Fall das Sprichwort „Im Zweifel für den Angeklagten“.
        Per Mariam ad Christum.

      • Irgendwie zum Lachen ihr Beitrag, sie, HerrFrauTraditionstreuer, angesichts des obigen Artikels, der Predigt des Kardinals Josef Ratzingers, damals… Welcher Tradition sind sie treu? Ja, nach einem Lesen dieser Predigt, habe ich keine Angst mehr, Gott ist barmherzig. Danke. Gelobt sei Jesus Christus.

      • Jemanden, den die Welt hasst, ist Jesu Nachfolger, daran erkennt man die echten Propheten. Für mich eines der Kriterien um zu erkennen, dass Papst Benedikt und alle seine Vorgänger nicht von der Welt sind und waren. Wie man sieht, wird Franziskus jedoch von der Welt geliebt und bejubelt.

      • Tratidionstreuer: Sie haben sicher Recht was die Früchte von Papst Benedikt XVI betrifft, denn dieser hat sich wie die anderen nach VK II Päpste Ungehorsam einfach gefallen lassen. Und besonders als langjähriger Mitarbeiter der Kurie und Präfekt der Heiligen Kongregation für die Glaubenslehre, musste Benedikt XVI wissen wie es um die Kirche Gottes unseres Herrn bestellt ist. Und sich Ungehorsam einfach gefallen zu lassen, ist einer der schwersten Fehler die man als Vorgesetzter machen kann. Denn eines Tages wird man von seinen Untergebenen nicht mehr Ernst genommen, belogen und betrogen und das so lange bis man Aufgibt oder man es einfach so macht wie Benedikt XVI Feige flieht.

        Und das Benedikt XVI nur den Worten nach ein Traditionalist war, hat er ja aller Welt mit seinen Rücktritt bewiesen, oder will hier nur einer Behaupten das es Tradition ist das ein Papst zu Lebzeiten Zurücktritt und sich schlimmsten Ungehorsam einfach gefallen lässt ???
        Es steht geschrieben im Heiligen Willen Gottes unseres Herrn: „An ihren Früchten also sollt ihr sie erkennen“ und nicht „An ihren Wörtern also sollt ihr sie erkennen“.Den was nützt einen der am besten Theoretisch ausgebildete Arzt der Welt , wenn er in seiner praktischen Tätigkeit Patienten umbringt????

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • Unglaublich, diese Benedikt-Jubelperser hier. Und das wollen Angehörige der Tradition sein? Es ist nicht zu fassen. Sie verhalten sich diesem – sicherlich wenige Woche nach seinem Ableben auch zum Konzilsseligen erhobenen – Ex-Papst wie die berühmten drei Affen: Nichts sehen, nichts hören, nichts riechen. Dann träumt weiter. Und jammert dann aber nicht, wenn keine rmehr auf euch hört…

      • Geehrter Armin,
        dann müsste ja ihrer Meinung nach Coelestin V ebenfalls ein ganz übler Modernist gewesen sein. Und Pius XII wäre zu einem ganz üblen Modernisten geworden, wenn die Nazis ihn gefangengenommen hätten. Ich kann irgendwie ihre Logik nicht nachvollziehen, dass ein zu Lebzeiten aus dem aktiven Petrusdienst, die Betonung liegt auf „aktiver Petrusdienst“, denn ein Papst bleibt auf Ewigkeit Papst, auch wenn er stirbt oder auf sein Amt verzichtet, geschiedener ein übler Modernist ist. Benedikt hat seine Entscheidung zum Wohlwollen der Kirche getroffen oder glauben sie wirklich, er hat seine Entscheidung getroffen, um der Kirche zu schaden und nicht um die Kirche vor seiner Amtsmüdigkeit und immer schlechter werdenen Gesundheit zu schützen, dass ihm vielleicht wie bei Johannes Paul II Dinge zum Unterschreiben vorgelegt werden und er selber nicht erkennen kann, was er da eigentlich unterschreibt. Dass es so kommt, wie es nun gekommen ist, hat er ganz bestimmt nicht gewollt. Ich kann mir wirklich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er sich das jetzige bergoglianische Theather gewünscht hat. Er hätte seinen Nachfolger einfach selber bestimmen sollen, dann wäre es mit Sicherheit nicht Herr Bergoglio geworden, sondern höchstwahrscheinlich Kardinal Scola oder Kardinal Burke.
        Per Mariam ad Christum.

      • Sehr geehrter Markus: Wenn sie Papst Benedikt XVI Krankheit (also von Krankheit ist nichts zu erkennen außer man sieht das Alter als Krankheit ein und im Gegensatz zu PJP II ist ja Benedikt XVI das blühende Leben) Unwissenheit (keinerlei Erfahrung in der Verwaltung der Kurie) kann man ja Benedikt XVI nach seiner langjähriger Tätigkeit in der Kurie nicht nachsagen. Das waren ja die Gründe dass Colestin V zurückgetreten ist. Und zum Zeitpunkt des Rücktritts von Benedikt XVI bestand ja auch nicht Gefahr, dass Nazis oder eine andere weltliche Macht das Kommando über den Vatikan übernehmen würde. Seine Heiligkeit Papst PIUS XII hätte in einen solche Falle seinen Rücktritt verkündet.

        Ich habe es auch schon des Öfteren geschrieben und werde es immer wieder schreiben, dass seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI der vermutlich am besten theoretisch gebildetste Papst aller Zeiten war und ist, aber leider konnte er sein theoretisches Wissen (auch war diesem als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre der Zustand der deutschsprachigen Kirche sehr wohl bekannt) nicht in die Tat umsetzen. Und hat eben vor dieser Tatsache kapituliert und sich eben auch den schlimmsten Ungehorsam (siehe den Aufruf zum Ungehorsam des häretisch- schismatischen Vereines Pfarrerinitiative mitsamt den Bischöfen die diese Unterstützen“ .

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • „Krankheit“ beim Altpapst – da darf gelacht werden. Er erfreut sich, mit völlig normalen altersüblichen Bewegungseinschränkungen, bester Gesundheit, wie man ja alle paar Wochen sieht, wenn Franz ihn wieder zu einem Event rankarren lässt und mit kumpeligen Umarmungen vorführt, dass kein Blatt Papier zwischen die beiden passt.

        Im übrigen wissen wir dank Plaudertasche Gänswein, dass Dr. Ratzinger seine Abende vorzugsweise mit Fanta-Trinken und „Kommissar-Rexr“-Gucken im TV zubringt, in bürgerlicher Behaglichkeit also. „Krankheit“ sieht ganz anders aus.

      • Geehrter Armin,
        Ihnen ist hoffentlich bekannt, dass Papst Benedikt auf einem Auge fast blind ist und ein schwaches Herz hat, und das nicht erst seit kurzem, sondern schon sehr lange. Auch wenn er im Vergleich zu Johannes Paul II in seinen letzten Jahren noch relativ frisch und gesund wirkt, war er schon immer eine eher zierliche und gebrechliche Person. Ich bin aber überzeugt davon, dass Benedikts Gesundheit, wenn er nicht auf den aktiven Petrusdienst verzichtet hätte, heute auf jeden Fall viel angeschlagener wäre. Es war erkennbar, dass seine Gesundheit in seinen letzten Amtstagen schlechter bestellt war als heute. Vielleicht würde er heute gar nicht mehr leben, wenn er nicht verzichtet hätte. Ich muss aber zugeben, dass Papst Benedikt XVI heute einen erholten Eindruck macht und einsatzbereit wirkt, um selber wieder den aktiven Petrusdienst zu übernehmen und seine Vertretung Herrn Bergoglio nach Hause zu schicken. Beten wir dafür, dass er es auch tut.
        Per Mariam ad Christum.

      • Wenn alle Kritiker Benedikts mal die Augen aufmachen würden, dann würden sie sehen, dass er krank ist.
        Ich bin auch der Ansicht es wäre gescheiter gewesen, er hätte alles was zu tun ist delegiert und hätte sich als Papst zurückgezogen ins Appartemento und dort als Papst sein Siechtum gelebt, so wie JPII.
        Andererseits, ohne zu sehr in Spekulationen zu verfallen, hatte er halt keinen Ratzinger an seiner Seite und Vatikanleaks mag ihm vor Augen geführt haben, dass er sich auf niemanden verlassen konnte und die Kirche durch aufgebauschte Meldungen über Missgeschicke die bei alten Leuten halt normal sind, größeren Schaden genommen hätte, als durch einen Rücktritt!
        Man könnte nun einwenden, warum er nicht früher die Kurie gesäubert hat und dafür gesorgt hat, das in seiner Nähe nur zuverlässige Leute sind.
        Man erinnere sich an die Hypes, der vergangenen Jahre und wird feststellen, dass alles, was diese zuverlässigen Leute hätte stellen können mit der Fundamentalismuskeule und diversen aufgebauschten, echten, oder vermeintlichen Skandalen als nogo gestempelt wurde.

        Er saß sozusagen in der Zwickmühle, und auch ein intelligenter Gelehrter kann in keinen hineingucken, wie man so schön sagt und hellsehen schon gar nicht!
        JPII und Benedikt konnte beiden sich nicht wirklich vorstellen,wie ein Modernist wirklich denkt, weil beiden die Kirche heilig war, das war wohl ihr Fehler, aber Gott wird das anders sehen.

      • @Traditionstreuer

        Sie führen sich auf, als könnten Sie Benedikt rund um die Uhr beobachten. Mit Ihren Haßtiraden hier erweisen Sie der Tradition doch einen Bärendienst. Welcher Tradition sind Sie denn treu? Steinewerfen auf fast 90jährige, die den Intrigantenstadl in Rom nicht mehr managen können? Selbst für die allertraditionalistischsten Extrem-Sektierer gilt das 5. Gebot, auch wenn’s manchmal schwer einzuhalten ist! Also Splitter – Balken, mein Bester! Und ich kümmer mich jetzt auch wieder um meine Balken, okay?

      • @Kostadinov: Ihr moralingeschwngertes Statement gegen die „Extremtraditionalisten“ mit ihren „Haßtiraden“ gegen den Papa emeritus wäre nur dann glaubwürdig, wenn Sie und die meisten anderen hier Ihre eigenen Haßtiraden gegen den jetzigen Papst aufgeben würden. Sie sind auch nicht besser.

      • Also wenn ich den Gesundheitszustand von Benedikt XVI mit dem von PJP II vergleiche, der ja bis zu seinen Tode Papst war, so steht für mich fest das Krankheit sicher nicht der Grund für seinen Rücktritt war. PJP II hat allen Menschen gezeigt das man auch als Schwer Kranker Mensch nützlich sein kann. Benedikt XVI ist im Grunde genommen genau vor dem Geflohen was er selber heraufbeschworen hat, und hat die Herde Gottes unseres Herrn einfach den Wölfen überlassen, und stellt nun einfach auf Blind, Taub uns Stumm so nach dem Motto „Hinter mir die Sintflut“. Ein echter nach VK II Papst eben. Den Rest erspare ich mir.

        Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • Wenn ich hier mal etwas ganz Banales einwerfen dürfte, das aber jedem Normalo klar sein müsste:

        Ich sehe Ratzingers Theologie sehr kritisch. Ob er deswegen eine Riesenverschwörung „eingefädelt“ und „durchgezogen“ hat, vermag ich deswegen trotzdem nicht zu beurteilen – es nutzt auch nichts, darüber zu spekulieren.

        Aber eines ist so sicher wie früher (!) das Amen in der Kirche:
        Ein Mann in diesem Alter ist definitiv nicht mehr „fit“, auch wenn er keine konkrete Schwerstkrankheit hat!

      • Traditionstreuer,
        irgendwie sind Sie einem ja sympathisch. Trotz oder gerade wegen Ihrer direkten Aussprache über unseren emeritierten Benedetto treffen Sie den Nagel doch so ziemlich auf den Kopf. Gut, ein Benedetto-Jubler werden Sie nicht mehr werden, aber das ist auch gar nicht nötig, weil diese Ära zu Ende ist. Wie heißt es so schön in Anlehnung an profane Berufe: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Warum, soll es bei Benedikt und Franziskus anders sein ! Es gibt keine „Opposition“ und es wird auch keine Palastrevolte geben. Alles eine Mär. Es passt vielleicht ein dünnes Blatt zwischen Beide, weil sie nunmal verschieden sind, aber beide demonstrieren nur zu gut, daß sie nicht gedenken, sich theologisch auseinander dividieren zu lassen. Nein, Beide sind durch und durch Päpste der nachkonziliaren Ära. Der eine ist gewählt worden, um mit seinen progressiven Ideen die Lehre zu „reformieren“. Der andere hat das auch vorgehabt, nur „gebildeter“ und in ein traditionalistisches Gewand gekleidet. Benedikt leidet keine Qualen, sondern erfreut sich seines Ruhestandes und der Rest ist ihm so ziemlich egal. Er vertraut schließlich zu Recht auf die Führung des Heiligen Geistes in der Kirche. Er trat aus freien Stücken zurück und hatte es auch geplant. Vielleicht wurden seine Anweisungen boykottiert und er konnte sich nicht durchsetzen, weil er ja angeblich die Regionalkirchen hat schleifen lassen. Aber wozu gibt es einen Papst, wenn er sich nicht durchsetzen kann ? Konnte sich Pius X. etwa NICHT DURCHSETZEN ? Benedikt wollte bewußt die Türe zum Rentendasein öffnen, auch für seine Nachfolger. Das war vielleicht die revolutionärste Neuerung, die Benedikt vollbracht hat. Insofern hat Franziskus Recht, wenn er sagt, das es jedem Papst jetzt freisteht, ob er sich auch so entscheidet. Benedikt ist mit sich im Reinen. Er wollte das , was er jetzt macht. er wird von Franziskus nicht „ausgelacht“, wenn sich Beide treffen, wie manche meinen, in den Gesichtern lesen zu können. beide freuen sich wirklich von Herzen, wenn sie sich begegnen. Wer es fassen kann, der fasse es. Manche sollten wirklich aus ihren Träumen, Benedikt könnte das Ruder herumreißen, erwachen !

      • @Zeitschnur: Und? Ist das auch nur im entferntesten ein Grund, sich als MIETLING (Joh 10) zu erweisen und feige vor den Wöflen zu fliehen?? JP II; was immer man gegen den Koranküsser ernsthaft vorbringen muss, aber so tief ist er nicht gesunken! Irgendwie von ferne wußte der noch etwas davon, was die via crucis bedeutet…

        Die noch schrecklichere Variante, daß Dr. Ratzinger nicht nur einfach geflohen ist, sondern selber ein halber Wolf war, der dem draußen bereits brüllenden Wolf aus der Pampa die Koppel sperrangelweit geöffnet hat, lasse ich mal außen vor…

      • @Thomas2612:
        Sie treffen den Nagel auf dem Kopf. (Auch wenn ich mich Ihrer merkwüdig gelassenen, geradezu heiteren Haltung angesichts dieses dramatischen Elends in keiner Weise anschliessen kann!) So ist es, zwischen dem progressistischen Gaucho und seinem matt-neokonservativen Vorarbeiter passt allenfalls ein – rein stilistisch-habituelles – dünnes Pauspapier. Sie sind Buddies, und verstehen sich prächtig.
        Und ich möchte nicht wissen, wie oft sich Franz – unorthodox, wie er in jeder Hinsicht ist und sein will – abends im Schutze der Dunkelheit durch die vatikanischen Gärten zu Ratzinger nach Mater Ecclesiae schleicht und sie sich gemeinsam einen gemütlichen Abend machen. Der eine schlurft seinen Mate, der andere seine Fanta, und sie gucken „Kommissar Rex“ oder „Der letzte Tango“, kichern wie die Kinder und freuen sich über ihr Zerstörungswerk.

      • @Weinberg
        auch Sie sind nicht besser und arbeiten mit Unterstellungen: wo hab ich denn geschrieben, ich wäre besser? habe sogar explizit gesagt, ich geh zu meinem eigenen Balken zurück.
        Ich kritisiere hier den jetzigen Papst, weil mich seine Statements und Massnahmen in meinem Glauben verunsichern

        @Traditionstreuer „kritisiert“ Benedikt aufgrund von Behauptungen, an die er sicher glaubt, von denen er aber wirklich nicht wissen kann, ob sie stimmen, und das hab ich hier mehrfach versucht anzumerken, beim letzten Mal vielleicht zu scharf

        Wenn Sie für den Post hier zu feinfühlig sind, dann viel Spass auf anderen Webpages 😉

      • @Kostadinow: ist Ihr Glaube eine so leichte Feder, dass er durch die Figur irgendeines Papstes „verunsichert“ wird?
        Die Päpste kommen und gehen, aber – verbum dei manet in aeternum. Unser Glaube soll sich laut der Hl. Schrift an IHM festmachen, nicht an Menschen, auch nicht am „Stellvertreter Christi“.

  2. Der Rückgriff auf Benedikt XVI. vergrößert noch das derzeitige Chaos. Weil es den Eindruck erweckt, hier fechten zwei Führer gewisser Denkschulen einen Kampf aus: Ratzinger gegen Bergoglio. Wenn es um geoffenbarte Glaubenswahrheiten geht, dann gibt es jedoch in der katholischen Kirche keine Flügelkämpfe.

    Der Glaubenspräfekt Ratzinger – Papst Benedikt XVI. wollte immer nur überzeugen. Seine Autorität als Papst auszuüben, nämlich Häretiker auszuschließen, hat er versäumt. Wahrscheinlich war seine Position schon zu schwach, vielleicht war er wirklich der Überzeugung, auf die Autorität seines Amtes verzichten zu können. Wie seine „heiligen“ und „seligen“ Vorgänger, die Konzils- und Nachkonzilspäpste.

    Bischof Athanasius Schneider sprach unlängst von „Pius dem Großen.“ Er meinte Pius X., den letzten gültig heiliggesprochenen Papst. Leider steht dieser Bischof ziemlich alleine da. Doch wenn dieser heiliggesprochene Papst nicht der Maßstab wird, an dem sich die taumelnde Kirche aufrichtet, dann wankt sie dem Zusammenbruch entgegen, was ihr äußeres Erscheinungsbild anbetrifft.
    Und die Gläubigen fallen mehr und mehr den Wölfen zum Opfer. Das Trauerspiel geht weiter.

    • Es gibt jedoch auch noch Zackelschafe und sehr wehrhafte Hirtenhunde.
      Übrigens: das Hüten von Tieren ist so eine Sache.
      DAs schönste Beispiel finde ich den Zug von 3000 Rentieren von Ostkanada nach Nordalaska in den 30er Jahren, um den Eingeborenen dort eine neue Nahrungsquelle zu bieten.
      Einige Hirten unter Führung eines Lappen, unterstützt mit Hunden, führten diese Herde etwa 4500 km lang durch unwegsames Gelände, Flüsse, Morasten und überall Wölfe und Bären.
      Nach 3 Jahren erreichten sie das Ziel, mit etwas mehr Tieren als losgezogen: viele waren gestorben oder getötet worden, viele hatten Junge bekommen, und die wieder neue Junge – die Herde hatte sich verjüngt, etwas geändert von Individuen und war trotzdem dieselbe geblieben.
      Glauben ist auch Vertrauen und vice versa.

  3. Bei seiner Amtseinführung sagte er in der Predigt: Betet für mich, damit ich nicht feige vor den Wölfen fliege! Es wurde wohl zu wenig gebetete, der Hirte ist geflohen, und der Wolf regiert heute die Herde. Die seit dem Räuberkonzil ehebrecherische Konzilssekte, die der Welt mehr als ihrem Herrn gefallen will, zerstört sich von innen heraus, übrigbleiben wird die kleine Herde der treugebliebenen Katholiken. Beten wir um die Gnade der Beharrlichkeit bis ans Ende!

  4. Bezug:
    „Die Barmherzigkeit Christi ist keine billig zu habende Gnade, sie darf nicht als Banalisierung des Bösen mißverstanden werden. Christus trägt in seinem Leib und in seiner Seele die ganze Last des Bösen, dessen ganze zerstörerische Kraft. Er verbrennt und verwandelt das Böse im Leiden, im Feuer seiner leidenden Liebe.“
    Hinweis:
    Genau das ist es doch: bei Jesu Leiden handelt es sich um ein Opfer, zwar eines aus Liebe gesühnt, aber um nichts weniger eines, das die Gerechtigkeit Gottes wiederherzustellen sucht, fruchtbar werdend erst dann, wenn seine Gnadenströme angenommen werden ‚wollen‘ durch UMKEHR.
    Esoterikfreaks reden immer davon, ja es müsse eine Reinkarnation geben, da alles Unrecht nach Ausgleich schreie. Warum wollen sie dann aber nicht das Wesen des Messopfers verstehen? Ja, ganz klar, weil sie nämlich dann sofort, hier und heute umkehren müssten und nicht erst in einem neuen Leben.
    Ich warte noch auf den Tag, an dem Bergoglio mit Yogamatte auf der Bildfläche erscheint.

  5. Erzbischof von Philadelphia, Erzbischof Charles Chaput gemäss Bericht in der „Washington Post“ über den unpräzisen Abschlussbericht der Synode, über falsch verstandene „Barmherzigkeit“ und über den Nutzen der Homo-Lobby Hassattacken:
    -

    Doch es mangelt auch diesem an Präzision – einerseits, was die Konfusions-Entwirrung und andererseits, was klare, neue Diktion zur Erinnerung an die formulierten Lehren der Kirche über Ehe und Homosexualität betrifft.
    [….]
    „Keiner von uns wird auf Grundlage unserer eigenen Bedingungen in der Kirche willkommen geheißen. Wir sind zu den Bedingungen Jesu willkommen
    Das ist es, was es bedeutet, ein Christ zu sein. Du unterwirfst dich Jesus und seiner Lehre. Du schaffst dir nicht einen eigenen Corpus der privaten Spiritualität.
    [….]
    Wir müssen Gott allerdings auch für den entstandenen Konflikt danken. Er reinigt die Kirche, und er offenbart den Charakter der Feinde, die die Kirche hassen“
    -

    • Danke Defendor,erneut hier,ja,die Gesichter der Feinde der Kirche,sind sichtbar nackt und verlieren in dem ganzem Herumschlàngeln,die letzte Deckung ihrer Agression.Dem Gott,dem Allmàchtigem Vater,sei Dank.

  6. So viele, insbesondere belesene, studierte Gläubige machen den Fehler, dass sie angelernt haben, alles mit dem Verstand zu argumentieren, zu analysieren und zu beurteilen. Sie haben angelernt, lieber auf ihren Verstand, ihre Augen und ihre Ohren zu vertrauen, als auf ihr Herz. Sie haben verlernt mit dem Herzen zu hören und mit dem Herzen zu sehen. Sie haben verlernt hinzuhören, wenn Gott durch das Herz zu ihnen spricht. Nicht denken – GLAUBEN, wie kleine Kinder, hat Jesus uns aufgefordert! Das Herz öffnen und hinhören. Hier spricht unser Herr und Gott mit uns.

    Diesen Baum erkenne ich an seinen Früchten: Wenn Papst Benedikt predigt, dann verstehe ich was er sagt und ich erkenne sogar als kleiner Gläubiger, den tieferen Sinn seiner Worte. Seine Worte berühren meine Seele. Seine Worte ernähren meine hungrige Seele. Hier erkenne ich die Wahrheit, die nur im wahren Wort Gottes enthalten ist. In allen Predigten von Papst Benedikt steht Jesus Christus immer im Mittelpunkt!

    Auch diesen Baum erkenne ich an seinen Früchten: Beim Bischof von Rom kann ich mir noch so viel Mühe geben. Viele schöne Worte, aber ich verstehe nicht was er mir damit sagen will. Nur Chaos und Durcheinander. Meine Seele verhungert buchstäblich vor einem vollen Teller. Wenn ich mir die Predigten anhöre oder lese, vom Bischof von Rom, dann erwähnt er zwar schon ab und an Jesus, aber es wirkt als wären die (weltlichen) Worte wichtiger. Und Jesus? Der muss irgendwo hinten an der Seite warten bis er dran kommt…

    • Nachtrag:
      Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen.
      Man kann nicht Worte, die eindeutig vom Heiligen Geist inspiriert sind aussprechen und gleichzeitig dem Teufel ( als Heuchler und Verräter) dienen.
      Man kann nicht chaotisch und schäbig daher kommen, glaubenstreue Katholiken verfolgen und die Wahrheit Gottes verwässern und dann behaupten, man sei vom heiligen Geist inspiriert.

    • So geht es mir auch. Gestern Nacht hatte ich gelesen, dass Em.Papst Benedikt XVI. eine Rede verfasste, die Erzbischof Gänswein im Namen Benedikts vorgelesen hatte. Anlass war die Bennenung der Aula der Urbaniana nach Benedikt XVI. in diesen Tagen. Es seien „Auszüge“ im Osservatore Romanum, gestern, ich las es im Radio Vatikana cz.

    • Sie sprechen mir aus meinem tiefsten Herzen, das nach dem Quell göttlicher Weisheit und Belehrung dürstet.Die eigenartige Reife Ratzingers erklärt sich sicher aus den vielen Leiden und Invektiven, deren er dauernd ausgesetzt war-Ablehnung-Schmähungen (prouti usque huc habentur in quibusdam commentariis ut supra!). Er ist eben kein eiskalter abgehobener Gelehrter, dem der Mief der staubigen Studierstube anhängt, sondern ein sensibler, selbstloser, demütiger Gott und Menschen liebender Geistlicher durch und durch.Nur durch den ständigen Blick aufs Kreuz ist solches auszuhalten. Ich werde mit meinen armseligen Gebeten immer bei ihm sein. In steter liebender Dankbarkeit und Freude.

  7. An der Kritik, die an @ Traditionstreuer geübt wird, wird die Schwere dieser Kirchenkrise auch hier bei uns, in unserem kleinen Rahmen hier, ganz deutlich.
    Nach meiner Meinung ist nicht nur die Sprache zu hart, auch die persönlichen Unterstellungen gehen viel zu weit.
    Andererseits: Wir sind Gläubige. Mit und nach dem 2. Vatikanischen Konzil wird unser Glaube ständig unterminiert. Und zwar nicht von den äußeren Feinden der Kirche, sondern von der Hierarchie und von Priestern. Und sogar von den Päpsten.
    Und Professor Ratzinger hat daran mitgewirkt.Er hat sich ausdrücklich in seinen Erinnerungen zu dem Theologen de Lubac bekannt. Der Jesuitentheologe war einer der gefährlichsten Theologen überhaupt. Weil er den Unterschied zwischen Übernatur und Natur fast einebnete. Nach ihm hat der Schöpfer in die menschliche Natur ein „Streben nach der beseligenden Schau Gottes“ gelegt, egal ob Menschen Sünder sind und ungläubig. Wenn der Schöpfer den Menschen so geschaffen hat, dann „muss“ er dieses Verlangen auch befriedigen.
    Letztlich heißt das, dass die Erlösung durch Jesus Christus dann überflüssig wird. Weil wir uns kraft unseres Wesens bereits im Gnadenzustand befinden. Er hat das nicht so deutlich gesagt, doch es ist die logische Folge. Karl Rahner ist diesen Weg zu Ende gegangen. Durch unglaubliche Gedankenspiele, den „linguistischen Wahnsinn“ (Kardinal Siri), hat er die Leugnung der Erlösung durch Jesus Christus verhüllt. Er hat selbst Vorgrimler gegenüber über Rom gespottet, dass sie in Rom ein Werk von ihm gar nicht begreifen, und dass er deshalb durchkommt.
    Professor Ratzinger gehört in diese theologische Denkrichtung, er ist Epigone. Er hat sich davon angesprochen gefühlt, auch wenn er den tradierten Glauben mehr verteidigt hat hat als Rahner, Küng, Congar und die anderen. Er wurde von Küng als „Verräter“ bezeichnet, weil er auch am tradierten Glauben festhielt, er wollte diese Denkschule mit der Tradition verbinden. Er glaubte, das geht. Es geht aber nicht. Und so haftet Joseph Ratzinger – Papst Benedikt XVI., diese Widersprüchlichkeit an: Traditionstreue Katholiken können sich an ihm orientieren, wenn sie von ihrem Pfarrer, ihrem Diözesanbischof, ihrer Kirchenzeitung immer wieder ihren Glauben angegriffen sehen.
    Das Urteil über de Lubac habe nicht ich gefällt, sondern Guiseppe Kardinal Siri weist das theologisch in seinem brillanten Buch „Gethsemani“ streng logisch nach. Er setzt sich ausführlich mit Henri de Lubac, Karl Rahner, Jaques Maritain auseinander. Das Zerstörungswerk dieser Theologen tritt klar vor Augen (Maritain war Philosoph-Theologe, er trennte die Natur und Übernatur so stark, dass er behauptete die natürliche Welt sei „autonom“).

    „Wir kommen alle, alle in den Himmel“, traditionstreue Katholiken erleben das in ihren Gemeinden. Und machen den Pfarrer verantwortlich und die Pastoralreferentin. Dass „ihr Halt“, Papst Benedikt, auch mitgemacht, wissen sie nicht.
    Weil er das so plump nie gelehrt hat.

    Fortsetzung:

  8. Der emer. Papst Benedikt in seiner Predigt, z.B.:
    „Die Barmherzigkeit Christi ist keine billig zu habende Gnade, sie darf nicht als Banalisierung des Bösen mißverstanden werden.“

    Ich bin der Ansicht, dass dieser Text es wert ist, gelesen zu werden und in den Diskussionen darüber nicht mit der Person verknüpft werden sollte.

    Es geht ja hier nicht um das -wie es scheint- willfährige Verhalten Benedikts, sondern um dessen obige Predigt.
    Sein früheres oder jetziges richtige oder nicht-richtige Verhalten ist hier nicht das Thema.

  9. Wie oft hat Kardinal Ratzinger – Papst Benedikt denn von der Gefahr der ewigen Verdammnis gepredigt, von der Hölle? Fast nie. Er schätzte den Theologen Urs von Balthasar, der lehrte, es gebe zwar die Hölle, aber sie sei leer.

    Joseph Ratzinger – Papst Benedikt XVI. konnte sehr tief über den Glauben predigen, schreiben, Vorträge halten. Nicht umsonst wurde er von allen Progressisten, Liberalen, der agnostisch-atheistischen Leitmedienmeute abgrundtief gehasst und verleumdet. Deswegen kann er kein Heuchler gewesen sein, und er war es nicht.

    Aber er hat nicht mehr in vollem Umfang den katholischen Glauben gelehrt. Ich habe ihn in einer kleinen Pius-Kapelle wieder kennengelernt. Mein zartes Konzilskirchenseelchen zuckte erschrocken zusammen, als ich die Patres auch über die Gefahr der ewigen Verdammnis predigen hörte, die Gefahr, womöglich in die Hölle zu kommen. Doch unser Herr selbst hat über diese Gefahr äußerst deutlich gesprochen, eindringlich vor ihr gewarnt. Und so war es gleichzeitig befreiend, von dieser fromm-weichen Theologie wegzukommen: Von einem Gott, der uns mit seiner Liebe überschüttet, ob wir es wollen oder nicht.

    Gott liebt uns, mehr als wir uns vorstellen können. Doch diese Liebe geht über die Menschwerdung, sie gipfelt im Kreuz Jesu Christi. In der Erlösung. Wenn wir diese Liebe zurückweisen bis zu unserem letzten Atemzug, mit ihren Anforderungen und Geboten, dann sind wir verloren.

    Diesen unseren katholischen Glauben, den die Kirche sich nicht erdacht hat, sondern der von Gott geoffenbart wurde, hat auch Papst Benedikt in der Regel nicht mehr verkündet. Und er hat sich von Karl Rahner zwar theologisch abgesetzt, ihn aber nie zur Verantwortung gezogen.

    Meine Sorge gilt den Ecclesia-Dei-Priestern: Ohne Papst Benedikt würden sie nicht existieren. Wir alle haben Grund, Papst Benedikt dafür zu danken. Dass es eine Alternative zur FSSPX gibt, halte ich für dringend nötig. Doch wenn sie theologisch nicht über Ratzinger hinausgehen, ihn nicht auch theologisch überwinden, übernehmen sie auch seine Irrtümer. Zumindest besteht die Gefahr.
    Irrtümer entstehen nicht nur, indem man sie laut verkündet. Sie setzen sich fest, wenn sie permanent verschwiegen werden. Das Verschweigen unserer Sündhaftigkeit, die reale Möglichkeit, für immer und ewig von Gott getrennt zu sein, ist unverantwortlich.

    Schade, dass das Buch „Gethsemani“ von Giuseppe Kardinal Siri nur noch schwer erhältlich ist. Er greift weder theologisch den Papst an, noch das 2. Vatikanische Konzil. Gerade deswegen könnte das Buch eine Brücke sein für diejenigen Katholiken, denen Erzbischof Lefebvre zu weit ging.
    (Dass für mich Erzbischof Lefebvre „der geistliche Leuchtturm“ ist, muss ich nicht mehr betonen. Für meine Fehler, meine Argumentationsschwächen, trägt er nicht die geringste Verantwortung, füge ich hinzu, um ihn nicht zu kompromittieren).

    • bei der Kritik an @Traditionstreuer ging es mir nicht um irgendwelche theologischen Feinheiten, sondern einfach um die lächerliche Behauptung, Benedikt wäre mit Absicht so zurückgetreten, dass Kasper noch ins Konklave käme. Benedikt hatte ja sonst nix zu tun damals… Entweder Fakten auf den Tisch oder darauf verzichten, solche Abstrusitäten durch die Gegend zu posten. Oder hat ihm Benedikt das mal beim Frühstück erzählt?

      • Gefunden – danke sehr!
        Für alle: der Link führt zu einer PDF-Datei, die abgespeichert/downloaded werden kann.

  10. Nun ja – ich bin in Benedikts Predigt über diese Formulierung gestolpert:

    „Christus trägt in seinem Leib und in seiner Seele die ganze Last des Bösen, dessen ganze zerstörerische Kraft. Er verbrennt und verwandelt das Böse im Leiden, im Feuer seiner leidenden Liebe. Der Tag der Vergeltung und das Jahr der Barmherzigkeit fallen im Ostermysterium, im toten und auferstandenen Christus zusammen. Das ist die Vergeltung Gottes: Er selbst leidet in der Person des Sohnes für uns. Je mehr wir von der Barmherzigkeit des Herrn berührt werden, um so mehr solidarisieren wir uns mit seinem Leiden, werden wir bereit, „das, was an den Leiden Christi noch fehlt“ (Kol 1,24), in unserem Leib zu ergänzen.“

    „Verbrennt“ und „verwandelt“ Jesus wirklich das Böse „im Feuer seiner leidenden Liebe“?

    Der Satz ist unklar – meint Ratzinger, dass das Böse weggeschmolzen und vernichtet wird, oder meint er, dass das Böse transformiert wird?
    Gerade letzteres wäre in der Tat häretisch, denn es heißt, wer in Christus ist, sei „eine neue Kreatur“, also eine Neuschöpfung.

    Ebenso unklar ist für mich die Formulierung, man „solidarisiere“ sich mit „seinem Leiden“. „Solidarisiert man sich“ oder stirbt man denn nicht förmlich mit IHM, um neue Kreatur zu werden?

    Im Duden steht unter dem Wort „solidarisieren“: „den Rücken stärken/steifen, die Stange halten, sich einsetzen, einstehen, eintreten für, halten zu, sich organisieren, Partei ergreifen/nehmen, stehen zu, Stellung beziehen/nehmen, unterstützen, sich vor jemanden/etwas stellen, sich zusammenschließen, sich zusammentun; (gehoben) dienen, sich verwenden; (umgangssprachlich) die Hand ins Feuer legen, sich starkmachen für“

    Es scheint, dass Ratzinger objektiv Bergoglio begrifflich nahe steht, allerdings, wie ich schon oft sagte, eben auf einem sehr hohen Reflexionsniveau, das F. vollkommen abgeht.

    Wenn wir es aber schon von Früchten haben:
    Wo sind die guten Früchte Ratzingers? Ja, man muss wenn man hier sagt: „Ich sehe keine“, dann aber so ehrlich sein zu sagen, dass man die auch bei sämtlichen 20. Jh-Päpsten einschl. Pius X. nicht sehen kann.
    Denn: „Gute Früchte“ muss man sehen, pflücken und verwerten können, sie müssen gesund und kräftig halten und weitere Früchte bringen durch einen guten innewohnenden Samen.

    Die Wahrheit ist: keine noch so gut gemeinte Saat hat erkennbare, wirkungsvolle und sich fortpflanzende Früchte gebracht – eine deprimierende, aber auch ernüchternde Tatsache.
    Suchen wir nicht Hilfe in schwachen Menschen, die versagt haben, auch wenn sie meinten, zum Retter berufen zu sein.

    Suchen wir Hilfe in dem, der um Hilfe angerufen werden will, ohne Ihm dabei erzählen zu wollen, wie Er gefälligst zu helfen hat.
    Mit leeren Händen auf Seine Hilfe warten – ist nicht das das Gebot der Stunde nach dem offensichtlchen Scheitern aller (!) Reformversuche?

    • „Verbrennt“ und „verwandelt“ Jesus wirklich das Böse „im Feuer seiner leidenden Liebe“?
      -Ich weiss, was Papst Benedikt damit meint. Und genauso ist es.

      „Ebenso unklar ist für mich die Formulierung, man „solidarisiere“ sich mit „seinem Leiden“.
      - Auch da weiss ich, was Papst Benedikt damit meint. Und genauso ist es.

      Und jetzt fragen Sie mich sicher nach einer Erklärung. Die würde ich Ihnen in aller Demut gerne geben, aber ich habe Ihnen keine. Keine, die Sie intellektuell zufrieden stellen würde. Manche Wahrheit muss man vielleicht erst selber erleben, leben und erfahren, damit man sie versteht resp. glaubt.

      • Nein – so geht das nicht!

        Das ist ja wirklich wie bei F. – ich könnte ja gerade noch lachen!

        Redet einen Haufen unklares Zeug, das sogar eindeutig nach Häresie (also nach einem Widerspruch zu definierten Lehraussagen der Kirche – nur damit wir auch diesen inzwischen inflationär gebrauchten Kampf-Baseballschläger der Ultrarechten mal geklärt hätten) riecht, und dann gibt es die Alles-Versteher, die einen Papst als Projektionsfläche für ihre eigenen Wünsche brauchen!
        Es ist immer dasselbe Muster – die einen machen das mit Pius X., die andern mit Johannes XXIII., die nächsten mit JPII und gaaanz viele mit Benedikt und immer noch mit F….

        Ehrlich @ Cleo – ich glaube Ihnen, dass Sie irgendetwas Gutes in Ihrem Herzen meinen, so ganz verschwommen jedenfalls kann auch ich ahnen, was Sie fühlen.
        Aber es gibt einen Unterscheid zwischen „Ich“ und „Pius X.“ oder „Benedikt“ oder „Franziskus“.
        Glaube sollte doch vorwiegend eine nüchterne Angelegenheit sein und eben nichts verschwommen Gefühltes – denn das hatte bereits das Vat. I als Häresie verurteilt. (Verzeihung, aber das ist vielen auch nicht so ganz klar…)
        Auch das „Gefühlte“ oder „Geschaute“ (was überaus wertvoll ist!), muss doch präzise sagbar sein oder sich wenigstens an Gesagtem im „digitalen“ Sinn (nach Watzlawick) messen lassen.

      • Werte Cleo,
        trösten Sie sich und lassen Sie sich von diesen unverschämten Äußerungen nicht verbittern. Auch Mose konnte nicht gut sprechen, man sagt auch, er sei ein Stotterer. Sein Bruder übernahm das Sprechen für ihn. Still sein und hören können, was für eine große Gnade!

      • Hey, Zachar, bitte abschwellen – nicht Cleo redet unverständlich, sondern F. und…auch äh…ja auch der eigentlich hochintelligente Benedikt.
        Bitte prüfen Sie noch mal die beiden Postings, vielleicht macht es dann Klick.
        Cleo redet verständlich, unterschätzt aber m.E., dass unklare Papstworte eine verheernde Wirkung haben.

      • Ach Zeitschnur, also bitte! Wenn Sie in Ihrem Wutschnauben mal innehalten und sich einen Moment der Besinnung gönnen würden, so wäre Ihnen sehr schnell klar, dass Sie unterschiedliche Texte nur einer Lesart unterziehen wollen, die nicht in jedem Fall die richtige ist . Das ist unprofessionell! Warum soll sich ein Papst in einer Predigt nicht des poestischen Stilmittels bedienen dürfen? Ihre Ansicht ist verheerend! Selbstverständlich ist das möglich, zumal so manche Wahrheit in poetischer Verdichtung klarer zum Ausdruck gebracht werden kann. Falls Ihnen aber der Zugang zur Poesie verwehrt ist, so schweigen Sie dazu doch einfach.

      • Nananana…Sie schwellen ja immer mehr an…

        Was dogmatisch definiert ist, kann nicht poetisch evrfremdet werden – jedenfalls nicht dann, wenn man sich der Gefährlichkeit solchen Unterfangens bewusst ist.

        Unmerklich hat Benedikt nämlich die komplette Sühneopfertheologie total verschoben bzw. sogar annulliert – rein poetisch natürlich.

        Fragt sich, ob das Volk in der Lage ist, diese poetische Verfehlung dann wider zurechtzurücken, und das vor allem angesichtes der Tatsache, dass das Volk ja nichts anderes mehr kennt als Poesie…

  11. Ich habe es lange nie verstanden warum Benedikt XVI in seinem Deutschlandbesuch nach Thüringen, nach Erfurt ins Augustinerkloster ging und mit drei evangelischen Bischöfinnen einen Gottesdienst feierte bis es Klick machte. Ich glaube er wollte das ökumenische Festival des Jahres 2017 anschieben.
    Per Mariam ad Christum.

    • „Wie viele Glaubensmeinungen haben wir in diesen letzten Jahrzehnten kennengelernt, wie viele ideologische Strömungen, wie viele Denkweisen… Das kleine Boot des Denkens vieler Christen ist nicht selten von diesen Wogen zum Schwanken gebracht, von einem Extrem ins andere geworfen worden: vom Marxismus zum Liberalismus bis hin zum Libertinismus; vom Kollektivismus zum radikalen Individualismus; vom Atheismus zu einem vagen religiösen Mystizismus; vom Agnostizismus zum Synkretismus, und so weiter. “
      Sprechen nicht bestimmte Dokumente des letzten Konzils von der Weisheit der anderen Religionen die wir suchen sollen? Wer hat denn uns in Assisi die vielen Glaubensmeinungen wie auf einer Modenschau vorgeführt?
      “ Die Liebe ohne Wahrheit wäre blind; die Wahrheit ohne Liebe wäre wie „eine lärmende Pauke“ (1 Kor 13,1).“
      Ich halte den Konzilsgeist mal für eine lärmende Pauke und mal für einen schleichenden Iltis. Je nachdem wie es gerade am besten funtioniert bei der Herde.
      Per Mariam ad Christum.

    • @shuca 1

      Papst Benedikt fädelte o.g. ökumenische Treffen so geschickt ein, dass er dafür ausschließlich Stätten auswählte, die den noch zur katholischen Kirche gehörenden Luther zugeordnet werden können. Orte, die die Reformatoren in protestantische Pilgerstätten umgewandelt haben, mied er geflissentlich! Das spricht unbedingt für ihn!!!

      Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass das Wort „katholisch“ allumfassend bedeutet: Hat Jesus nicht selbst gesagt, dass er noch andere Schafe hat, die nicht von diesem Stall sind…?
      Um es mit den Worten des Hl. Kirchenvaters Augustinus auszudrücken: „Es gibt Leute, die sind (laut Taufschein) in der katholischen Kirche – aber in Wirklichkeit sind sie draußen; und es gibt welche, die befinden sich außerhalb der Kirche, aber in Wirklichkeit gehören sie dazu (weil sie gottgefällig leben) !!
      Wer von uns kann das beurteilen? Übrigens zeigt das Gleichnis von barmherzigen Samariter, dass unsere Nächstenliebe weit aus größer sein sollte, als die der Schriftgelehrten und Pharisäer und daher weit über unsere kath. Mitchristen hinausgehen muss!

      Außerdem gilt für alle Christen (auch für den Papst ) der Missionsauftrag Jesu und zwar immer und überall, gelegen und ungelegen! Wissen wir, wieviel protestantische, andersgläubige und atheistische Herzen dieser charismatische Papst angerührt und in die kath. Kirche geführt hat? – Allein nach dem Weltjugendtag in Köln gab es eine beachtliche Eintrittswelle und dutzende Konversionen (in die kath. Kirche)!
      Auch diese Zahlen sprechen für ihn!

      • @kirche
        Das habe ich früher auch viel gemacht und alles versucht im positiven zu sehen was einem negativ in der Kirche aufgefallen ist. Ich habe sogar vor vielen Jahren in irgendeinem Forum geschrieben „Johannes Paul II“ ist der größte Papst nach Petrus. Heute sage ich mir ständig. Es ist alles viel schlimmer als du dir vorstellen kannst.
        Per Mariam ad Christum.

  12. Weiß hier jemand, ob das ITCCS-Whistleblowing bereits zu breiterer Kenntnis gelangt ist? Der deutsche Vertreter dieser Common-Law-Gerichte belastet auf youtube Benedikt und Franz schwer. Es gäbe Augenzeugen für Abscheuliches. Deshalb rechnet ITCCS auch mit einem baldigen weiteren Papstrücktritt.

    • Was soll denn das? Hören Sie doch bitte mit diesem ITCCS-Scheiss auf. Verzeihen Sie den derben Ausdruck, aber das ist doch ein Ärgernis der Sonderklasse. Lassen Sie sich doch nicht für blöd verkaufen und versuche Sie nicht andere auch noch in diesen Schmutz hineinzuziehen.

      • Okay, aber woher weiß man denn so genau, dass es sich um „Scheiss“ handelt? Ich bin erst durch andere Leser hier auf diese Geschichte gestoßen.

    • Bei ITCCS haben Leute nach Gewohnheitsrecht selber eine Gerichtsbarkeit gegründet die dann dort selber klagen, also Kläger und Richter sind an einem selbst erfundenen Gericht! Sollte wirklich so Belastendes Material da sein warum setzen die das nicht einfach ins Internet? Wäre was dran wäre halb Deutschland auf der Straße am folgenden Tag, nein sogar 90 Prozent der Deutschen. Wofür haben wir denn Internet? Ich hatte selbst mit Abwehrdiensten in der Vergangenheit zu tun und kann Ihnen sagen, hätte jemand in der westlichen Welt irgend etwas was das westliche System absolut gefährdet und hantiert damit lauthals rum, würden sie von sämtlichen Nachrichtendiensten gejagt werden. Ich weiß, dass es so ist, weil mir dies von einem ehemaligen ausländischen europäischen Diplomaten damals ins Gesicht gesagt wurde, da ich was aussprach und ich dann mit dieser Erkenntnis als Reaktion konfrontiert wurde. Snowden hat zum Beispiel gar nichts gesagt, außer was schon alle wussten, hätte Snowden gesagt warum Deutschland wirklich das am meisten überwachte Land der Welt ist wäre er tot. Weder Russland noch die USA hätte das zugelassen. Mich wundert, dass einer wie Kevin Annett noch lebt wenn es wahr sein sollte. Seit über zwei Jahren hantiert Kevin Annett mit ITCCS rum, nichts ist passiert, in der Zeit zeugen andere zwei Kinder.

  13. @administrator—leider habe ich nicht immer soviel Zeit, alle Kommentare durchzulesen. Ich bin entsetzt, dass solche Beiträge, wie die von @TRADITIONSTREUER hier einfach so abgehakt werden. Es sind Schmähungen erster Güte, und dass einem so hochintelligenten und theologisch allseits anerkannten Papst Bened., ich verfolge hier vieles und freue mich über Auseinandersetzungen, aber Respekt sollte einem Christenmenschen gut anstehen!!!
    Immer wieder finde ich in der Literatur, die ich von Ratzinger besitze, auch ein Ringen um den Glauben, eine differenzierte Auseinadersetzung etc. Wenn nicht Papst emeritus als Bewahrer zu sehen ist, wer dann in unserer heutigen Geistlichkeit????????
    Weiß nicht, ob ich Lust habe, hier weiter vorbeizuschauen!!!!

    • vielleicht noch eine Ergänzung: ich bin keine Theologin oder Philosophin, allerdings sehr interessiert….ich glaube, dass es immer schon verschiedene Denkrichtungen im katholischen Glauben gegeben hat, sonst gäbe es keine Konzilienbeschlüsse, Wir sind Gott sei Dank nicht muslimischen Glaubens, wo man sich kein Eigendenken erlauben darf.
      @zeitlos zu Lubac
      „Nach ihm hat der Schöpfer in die menschliche Natur ein „Streben nach der beseligenden Schau Gottes“ gelegt, egal ob Menschen Sünder sind und ungläubig. „Wenn der Schöpfer den Menschen so geschaffen hat, dann „muss“ er dieses Verlangen auch befriedigen.“

      warum nicht: siehe Katechismus 1. Kapitel Nr.27 die Gottfähigkeit des Menschen—capax dei—–das ist Streben nach einer Gottes idee

      wissen wir, die wir hier im Forum versammelt sind, so haargenau, was häretisch ist? NEIN…ich nehme mir als mündiger Christ die Möglichkeit mitzudenken, nachzudenken, etc….Das hat Gott uns auch mitgegeben…

      • Dass viele im Forum hier tatsächlich vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen und viel zu schnell mit dem Wort „häretisch“ um sich schlagen ohne genaue Kenntnisse, mag ja sein.

        Aber wenn die Kirche uns Sätze dieser Struktur hinterließ:

        „Si quis dicit (dann kommt die irrige Meinung) anathema sit!!

        Dann sollte doch einem logisch denkenden Menschen klar sein, dass jeder, der das irrig Gemeinte vertritt, eine Häresie vertritt.

        Oder wenn Sätze die Struktur haben:

        „Wir stellen daher fest, dass (dann kommt das zu Glaubende)…“

        Dass dann jeder, der dieses zu Glaubende bestreitet und darauf auch nach „Inquisitio“ beharrt, ein Häretiker ist.

        Dazu ist es doch überhaupt erst so definiert worden – damit man sich orientieren kann.

      • werte Frau Zeitschnur, haben Sie nie davon gehört was das katholischste Wort überhaupt ist?
        Das ist nämlich das et….et!
        Die Kirche hat eine horizontale Ausrichtung das macht sich an den Dogmen und Anathemen fest, aber sie ist nicht der Verein der Wissenden, oder ein gnostischer Club von Erwählten, sondern gerufener Sünder und Blinder.
        der Donatismus hat zu allen Zeiten und so auch heute wieder eine starke Anziehungskraft, gerade auf Leute die leiden unter der Situation, aber es ist nichts wie eine Glaubensprobe, nämlcih die ob ich glaube, dass Gott
        stärker ist als alle Sünde und alle menschliche Dummheit, auch der Variante die besonders schlau und klug ist und aktuell in der Kirche das Sagen hat, oder ob wirklich glaube, dass Menschen das Werk Gottes zerstören können?
        Papst Benedikt war Professor das bedeutet er war Wissenschaftler, Wissenschaftler müssen Gewissheiten hinterfragen und merkwürdige Fragen stellen,. das hat er getan.
        Ihm deshalb zu unterstellen er sei Häretiker ist ein starkes Stück.
        Katholisch sein bedeutet nicht die Schrift und die Konzilsdekrete, sowie die Vätertexte zu rezitieren, sondern sie zu verstehen.
        Was nun die Konzilstexte angeht, so sind z.B die Texte des ersten Konzils überhaupt nicht mehr vollständig gültig, weil ich zumindest noch nie was von einem katholischen Blutwurstverbot sowie einem katholischen Schwein- oder Hasenpfefferverbot gehört habe.
        Außerdem war es, seit 1 Korinther 11 immer, und die Bilder des von Ihnen so geliebten Fatima, zeigen es ja auch, Brauch und Sitte, dass katholische Frauen und Mädchen was auf dem Kopf haben.
        Ich erinnere mich wilde, engagierte Reden gegen das Kopftuch von Ihnen werte Zeitschnur gelesen zu haben.
        Es geht so leid mir das tut, nie und nimmer um die Buchstaben, sondern um den lebendigen Gott, den man mit dem Buchstaben (den Dogmen und Anathemen) annähern will und sogar muss.
        Dass dieser Ansatz seit 50 Jahren zu schweren Missbräuchen führt und damit die eigene religiöse Laschheit udn Faulheit verbrämt wird, ändert nichts daran, dass er dennoch richtig ist.
        Benedikt hat versucht den Gott der Philosophen udn den Gott der Lebenden, der derselbe ist, bekannt zu machen, dass man ihm nicht gefolgt ist, kann man ihm nicht vorwerfen und dass unsere Sprache begrenzt ist, ist ja genau die Ursache dafür, dass man „dahintersteigen“ muss, wenn man zu Gott will.

  14. cit. “ ….Die Liebe ohne Wahrheit wäre blind; die Wahrheit ohne Liebe wäre wie „eine lärmende Pauke“(1 Kor.13,1)

    Ich habe einmal folgenden Gedanken eines Priesters gehört:
    „Liebe ohne Regel ist Chaos – Regel ohne Liebe ist Hölle“

    Dieser recht einprägsame Ausspruch hat sich in meinem eigenen Erleben als wirklich wahr erwiesen.

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