Damals galt es Heinrich VIII. zu widerstehen, heute dem Papst? – Roberto de Matteis vernichtende Kritik am Zwischenbericht der Synode

Gut und Böse
Gut und Böse

(Rom) In Rom beginnt eine neuer Synodentag, an dem sich Kardinal Kasper als Eisbrecher für einen revolutionären Angriff auf die katholische Lehre und Praxis betätigt. Den Auftakt dazu machte seine Rede vor dem Kardinalskonsistorium im vergangenen Februar. Damals trat ihm als erster ein Mann öffentlich entgegen und unterzog seine Rede einer vernichtenden Kritik: der Historiker Roberto de Mattei. Heute geht er erneut an die Öffentlichkeit und unterzieht den von Kardinal Peter Erdö unterzeichneten Zwischenbericht der Synode einer vernichtenden Kritik. Die Autoren des Berichts vertreten eine Haltung, so de Mattei, mit der sie die Glaubenswahrheit zerstören. Der verstorbene Rechtsphilosoph Mario Palmaro schrieb im letzten Aufsatz vor seinem Tod, Kaspers Rede sei aus dem Stoff, aus dem die weißen Fahnen der bedingungslosen Kapitulation gemacht sind. Der bedingungslosen Kapitulation vor dem Zeitgeist der Welt. Mit dem Zwischenbericht sei man inzwischen viel weiter, so de Mattei.
Der Aufsatz des Historikers Roberto de Mattei erscheint parallel im Original in der heutigen Tageszeitung Il Foglio und in deutscher Übersetzung auf Katholisches.info. Die Zwischentitel stammen von der Redaktion.

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Sexuelle Revolution in die Kirche eingedrungen – Verständnis der Sünde gestrichen – Wissen um Gut und Böse abgeschafft

von Roberto de Mattei

Das Verständnis der Sünde gestrichen; das Wissen um Gut und Böse abgeschafft; das Naturrecht aufgehoben; jeder positive Bezug auf Werte wie die Jungfräulichkeit und die Keuschheit archiviert. Mit dem am 13. Oktober 2014 von Kardinal Peter Erdö bei der Synode über die Familie vorgelegten Bericht dringt die sexuelle Revolution offiziell in die Kirche ein, mit verheerenden Folgen für die Seelen und die Gesellschaft.

Die von Kardinal Erdö redigierte Relatio post disceptationem ist der zusammenfassende Bericht über die erste Woche der Synodenarbeiten und jener, nach dem sich die Schlußfolgerungen ausrichten. Der erste Teil des Dokuments versucht mit einer Sprache des übelsten 68er Jargons, den „anthropologisch-kulturellen Wandel“ der Gesellschaft als „Herausforderung“ für die Kirche aufzudrängen. Angesichts einer Zusammenschau, die von der afrikanischen Polygamie und „Ehe in Stufen“ bis zur „Praxis des Zusammenlebens“ der westlichen Gesellschaft reicht, stellt der Bericht das Vorhandensein „eines diffusen Wunsches nach Familie“ fest. Kein Element einer moralischen Wertung findet sich. Der Bedrohung des Individualismus und des individualistischen Egoismus stellt der Text den positiven Aspekt von „Verhältnis“ entgegen, das für sich als etwas Gutes betrachtet wird, vor allem wenn es dazu neigt, sich in eine stabile Beziehung zu verwandeln (Nr. 9-10). Die Kirche verzichtet darauf, Werturteile abzugeben, um sich darauf zu beschränken, „ein Wort der Hoffnung und des Sinns zu sagen“ (Nr. 11). Es bestätigt sich damit ein neues erstaunliches Moralprinzip, das „Gesetz der Gradualität“, das es erlaubt, positive Elemente in allen Situationen wahrzunehmen, die bisher von der Kirche als sündhaft definiert wurden. Das Böse und die Sünde existieren überhaupt nicht. Es existieren nur „unvollkommene Formen des Guten“ (Nr. 18), laut einer Doktrin der „Grade der Gemeinschaft“, die dem Zweiten Vatikanischen Konzil zugeschrieben wird. „Da daher eine geistliche Unterscheidung bezüglich des Zusammenlebens und den standesamtlichen Ehen und den wiederverheiratet Geschiedenen notwendig ist, fällt es der Kirche zu, jene über die sichtbaren und sakramentalen Grenzen hinaus verstreuten Samen des Wortes zu erkennen“ (Nr. 29).

Wiederverheiratet Geschiedene als Vorwand, um 2000 Jahre Moral und Glauben aus den Angeln zu heben

Das Problem der wiederverheiratet Geschiedenen ist der Vorwand, um ein Prinzip durchzubringen, das zweitausend Jahre katholische Moral und katholischen Glauben aus den Angeln hebt. Unter Verweis auf Gaudium et Spes „wendet sich die Kirche mit Respekt an jene, die an ihrem Leben auf unfertige und unvollkommene Weise teilnehmen, indem sie mehr die positiven Werte schätzt, die sie in sich tragen, als die Schwächen und Mängel“ (Nr. 20). Das bedeutet, daß jede Art von moralischer Verurteilung wegfällt, weil jedwede Sünde eine unvollkommene Form des Guten darstellt und damit eine unfertige Art, am Leben der Kirche teilzunehmen. „In diesem Sinn besteht eine neue Dimension der heutigen Familienpastoral im Begreifen der Realität standesamtlicher Ehen und, mit den notwendigen Unterschieden, auch des Zusammenlebens“ (Nr. 22). Und das vor allem „wenn die Verbindung durch eine öffentliche Bindung eine beachtliche Stabilität erreicht und durch tiefe Zuneigung, Verantwortung gegenüber dem Nachwuchs, und die Fähigkeit Prüfungen standzuhalten, gekennzeichnet ist“ (Nr. 22). Damit wird die Lehre der Kirche umgestürzt, laut der die Festigung der Sünde durch eine standesamtliche Eheschließung eine größere Sünde darstellt, als die gelegentliche und flüchtige sexuelle Vereinigung, weil Letztere es leichter ermöglicht, wieder auf den rechten Weg zurückzukehren.

„Mutige pastorale Entscheidungen“ meinen nicht den Mut, sich dem Bösen zu widersetzen

„Eine neue Sensibilität in der heutigen Seelsorge besteht darin, die positive Realität der standesamtlichen Ehen und, mit den nötigen Unterschieden, des Zusammenlebens, aufzugreifen“ (Nr. 36). Die neue Pastoral gebietet also, über das Böse zu schweigen, auf die Bekehrung des Sünders zu verzichten und den Status quo als unumkehrbar zu akzeptieren. Das ist das, was der Bericht „mutige pastorale Entscheidungen“ (Nr. 40) nennt. Der Mut, wie es scheint, besteht nicht darin, sich dem Bösen zu widersetzen, sondern darin, sich ihm anzupassen. Die Stellen, die der Annahme der homosexuellen Personen gewidmet sind, sind jene, die am skandalösesten scheinen, aber nur logische Folgerichtigkeit der bisher dargelegten Grundsätze sind. Auch der Mensch auf der Straße versteht das: wenn es dem wiederverheiratet Geschiedenen erlaubt ist, die Sakramente zu empfangen, ist alles erlaubt, einschließlich die homosexuelle Pseudo-Ehe.

Homosexuelle Personen haben „der christlichen Gemeinschaft Gaben zu bieten“?

Noch nie, wirklich nie, betont Marco Politi in der Tageszeitung Il Fatto vom 14. Oktober, hat man in einem offiziellen, von der kirchlichen Hierarchie produzierten Dokument einen solchen Satz gelesen: „Die homosexuellen Personen haben der christlichen Gemeinschaft Gaben und Eigenschaften zu bieten.“ Gefolgt von einer Frage an die Bischöfe der ganzen Welt: „sind wir imstande diese Menschen anzunehmen, indem wir ihnen einen Raum der Brüderlichkeit in unseren Gemeinschaften sicherstellen?“ (Nr. 50). Obwohl die Verbindungen gleichgeschlechtlicher Personen nicht mit der Ehe zwischen Mann und Frau gleichgestellt werden, bietet sich die Kirche an, „realistische Wege des affektiven Wachstums und der menschlichen und evangelischen Reife unter Einschluß der sexuellen Dimension auszuarbeiten“ (Nr. 51). „Ohne die mit den homosexuellen Bindungen zusammenhängenden moralischen Problemstellungen zu leugnen nimmt man zur Kenntnis, daß es Fälle gibt, in denen die gegenseitige Unterstützung bis zum Opfer eine kostbare Hilfe für das Leben der Partner ist“ (Nr. 52). Kein grundsätzlicher Widerspruch wird gegen die Kinderadoption durch homosexuelle Paare erhoben. Man beschränkt sich darauf, zu sagen, daß „die Kirche besondere Aufmerksamkeit für die Kinder hat, die mit gleichgeschlechtlichen Paaren leben, indem sie betont, daß die Bedürfnisse und die Rechte der Kleinen immer an die erste Stelle zu setzen sind“ (Nr. 52). Auf der Pressekonferenz, bei der der Bericht vorgestellt wurde, ging Msgr. Bruno Forte soweit, den Wunsch zu äußern nach einer „Kodifizierung der Rechte, die Menschen zu garantieren wären, die in homosexuellen Verbindungen leben“.

68er Parolen statt Worte des Apostel Paulus

Die vernichtenden Worte des heiligen Paulus, laut dem „weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber das Reich Gottes erben werden“ ( 1 Kor 6,9-10) verlieren für die Gaukler der neuen pansexuellen Moral die Bedeutung. Laut ihnen muß man die positive Realität dessen aufgreifen, was die Sünde war, die zum Himmel nach Rache schreit. (Katechismus des Hl. Pius X.). Die „Verbotsmoral“ ist durch die des Dialogs und der Barmherzigkeit zu ersetzen, und der 68er Slogan „verbieten verboten“ wird in die pastorale Formel aktualisiert: „nichts darf verurteilt werden“. Es fallen nicht nur zwei Gebote, das Sechste und das Neunte, die unreine Gedanken und Handlungen außerhalb der Ehe verbieten, es verschwindet auch die Idee einer objektiven natürlichen und göttlichen Ordnung, die im Dekalog zusammengefaßt ist. Es existieren keine in sich unerlaubte Handlungen, keine Wahrheiten und moralischen Werte, für die man bereit sein muß, auch das eigene Leben zu geben (Nr. 51 und Nr. 94), wie die Enzyklika Veritatis Splendor definiert. Auf der Anklagebank sitzt nicht nur Veritatis Splendor und die jüngsten Stellungnahmen der Glaubenskongregation zur Sexualmoral, sondern auch das Konzil von Trient, das dogmatisch die Natur der sieben Sakramente formulierte, beginnend mit der Eucharistie und der Ehe.

Der „Fragebogen“ an die Bischöfe und die „soziologische“ Manipulation

Alles beginnt im Oktober 2013 als Papst Franziskus, nachdem er die Einberufung der beiden Synoden über die Familie, der ordentlichen und der außerordentlichen angekündigt hatte, einen „Fragebogen“ an die Bischöfe der ganze Welt verteilen ließ. Der irreführende Einsatz von Meinungsumfragen und Fragebögen ist bekannt. Die öffentliche Meinung glaubt, daß eine Sache richtig sein muß, wenn eine Mehrheit der Menschen das so sieht. Und die Umfragen schreiben der Mehrheit die von den Konsensmanipulierern bereits vorgefertigten Meinungen zu. Der von Papst Franziskus gewollte Fragebogen behandelte die brennendsten Themen von der Verhütung bis zur Kommunion für wiederverheiratet Geschiedene, von den wilden Ehen bis zur Ehe unter Homosexuellen mehr, um die Meinung zu lenken, als Meinungen einzuholen.

Die erste Antwort, die veröffentlicht wurde, war am 3. Februar nicht zufällig jene der Deutschen Bischofskonferenz mit der klaren Absicht, die Vorbereitung der Synode zu beeinflussen und vor allem, um Kardinal Kasper die soziologische Grundlage zu liefern, die er für seinen Bericht an das Kardinalskonsistorium brauchte, mit dem ihn Papst Franziskus beauftragt hatte. Was daraus hervorging war die ausdrückliche Ablehnung der „kirchlichen Aussagen zu vorehelichem Geschlechtsverkehr, zur Homosexualität, zu wiederverheirateten Geschiedenen und zur Geburtenregelung“ durch die deutschen Katholiken (DBK-Antwort, S. 2). Und weiter: „Die Antworten aus den Bistümern machen deutlich, wie groß die Differenz zwischen den Gläubigen und der offiziellen Lehre vor allem hinsichtlich des vorehelichen Zusammenlebens, der wiederverheirateten Geschiedenen, der Empfängnisregelung und der Homosexualität ist“ (DBK-Antwort, S. 19). Diese „Differenz“ wurde nicht als ein Sich-Entfernen der Katholiken vom Lehramt der Kirche dargestellt, sondern als Unfähigkeit der Kirche, den Lauf der Zeit zu verstehen und zu unterstützen. Kardinal Kasper bezeichnete in seinem Bericht beim Konsistorium am 20. Februar diese Differenz als „Abgrund“, den die Kirche aufzufüllen habe, indem sie sich der Praxis der Sittenlosigkeit anpaßt.

Papst will „transparente“ Diskussion“ hinter verschlossenen Türen?

Laut einem der Anhänger Kaspers, dem Genueser Priester Giovanni Cereti, bekannt wegen einer tendenziösen Studie über die Scheidung in der Urkirche, wurde der Fragebogen von Papst Franziskus in Gang gebracht, um zu verhindern, daß die Debatte „hinter verschlossenen Türen“ stattfinde (Il Regno-Attualità 6/2014, S. 158). Wenn es wahr sein sollte, daß der Papst eine transparente Diskussion wollte, dann versteht man nicht, warum das außerordentliche Konsistorium im Februar und nun die Synode im Oktober hinter verschlossenen Türen stattfindet. Der einzige Text, von dem man dank der Tageszeitung Il Foglio Kenntnis erhielt, war die Rede von Kardinal Kasper. Über die Arbeiten selbst legte sich ein Mantel des Schweigens.

Wer den Ablauf kontrolliert, kontrolliert die Meinung

In seinem Konzilstagebuch notierte Pater Chenu am 10. November 1962 folgenden Satz von Don Giuseppe Dossetti, einem der Hauptstrategen der progressiven Front: „Die wirksamste Schlacht spielt sich über das Verfahren ab. Ich habe immer auf diesem Weg gewonnen.“ In Versammlungen liegt der Entscheidungsprozeß nicht in der Hand der Mehrheit, sondern in der Hand der Minderheit, die die Vorgehensweise kontrolliert. Die Demokratie existiert in der politischen Gesellschaft nicht und erst recht nicht in der religiösen. Die Demokratie in der Kirche, wie der Philosoph Marcel De Corte anmerkte, ist kirchlicher Cäsarismus, das schlimmste aller Regime. Im laufenden Synodenverfahren wurde die Existenz dieses kirchlichen Cäsarismus durch das drückende Klima der Zensur bewiesen, das bis heute auf ihm lastet.

Sogar weltliche Medien von explosiver Kraft des Berichts überrascht

Die aufmerksamsten Vatikanisten wie Sandro Magister und Marco Tosatti haben darauf hingewiesen, daß im Unterschied zu den bisherigen Synoden, die Wortmeldungen der Synodenväter unter ein Veröffentlichungsverbot fallen. Magister erinnerte an die Unterscheidung, die Benedikt XVI. traf zwischen dem „wirklichen“ Zweiten Vatikanischen Konzil und dem „virtuellen“, das sich ihm überstülpte, und sprach von einer „Doppelung zwischen einer wirklichen und einer virtuellen Synode, letztere von den Medien konstruiert unter systematischer Betonung der Dinge, die dem Zeitgeist wichtig sind“. Heute sind es aber die Texte der Synode selbst, die sich mit zerstörerischer Macht Bahn brechen, und zwar ohne Verzerrung durch die Medien, die sich vielmehr selbst ganz überrascht zeigten von der explosiven Kraft der Relation von Kardinal Erdö.

Natürlich besitzt dieses Dokument keinen lehramtlichen Wert. Es ist auch erlaubt zu bezweifeln, daß es tatsächlich das Denken der Synodenväter widerspiegelt. Die Relatio nimmt aber die Relatio Synodi vorweg, das Schlußdokument der Bischofsversammlung.

Widerstand heute größeres Gewissensdrama: damals galt es Heinrich VIII. zu widerstehen, heute dem Papst

Das wirkliche Problem, das sich nun stellen wird, ist das des Widerstandes, der vom Buch „In der Wahrheit Christi bleiben“ der Kardinäle Brandmüller, Burke, Caffarra, De Paolis und Müller (Echter Verlag, 2014) angekündigt wurde. Kardinal Burke bekräftigte in seinem Interview mit Alessandro Gnocchi (Il Foglio, 14. Oktober 2014), daß eventuelle Änderungen der Glaubenslehre oder der Praxis der Kirche durch den Papst inakzeptabel wären, „weil der Papst der Stellvertreter Christi auf Erden und daher der erste Diener der Glaubenswahrheit ist. Die Lehre Christi kennend sehe ich nicht, wie man von dieser Lehre mit einer doktrinellen Erklärung oder einer pastoralen Praxis abweichen könnte, die die Wahrheit übergehen“.

Die Bischöfe und Kardinäle mehr noch als die einfachen Gläubigen befinden sich vor einem schrecklichen Gewissensdrama, das weit schwerwiegender ist, als jenes, in dem sich im 16. Jahrhundert die englischen Märtyrer befanden. Damals ging es darum, der höchsten weltlichen Autorität ungehorsam zu sein, König Heinrich VIII., der wegen einer Scheidung die Kirche von England ins Schisma mit der Kirche von Rom führte. Heute aber muß sich der Widerstand der höchsten kirchlichen Autorität widersetzen, sollte sie von der immer gültigen Lehre der Kirche abweichen. Und wer zum Widerstand gerufen ist, das sind nicht ungehorsame Katholiken oder solche, die im Widerspruch zur Lehre stehen, sondern genau jene, die am stärksten die Institution des Papsttums verehren. Damals wurden jene, die widerstanden, dem weltlichen Arm übergeben, der sie enthaupten oder vierteilen ließ. Der heutige weltliche Arm wendet die moralische Lynchjustiz an durch psychologischen Druck, der von den Massenmedien auf die öffentliche Meinung ausgeübt wird. Das Ergebnis ist häufig der psychische und physische Zusammenbruch des Opfers, eine Identitätskrise, der Verlust der Berufung und des Glaubens, außer man ist imstande, mit Hilfe der Gnade die heroische Tugend der Standhaftigkeit auszuüben. Widerstehen heißt in letzter Analyse, die vollständige Übereinstimmung des eigenen Lebens mit der unveränderlichen Wahrheit Jesu Christi zu bekräftigen, indem man die Thesen jener umstürzt, die die Ewigkeit des Wahren in der Flüchtigkeit des Erlebten auflösen möchten.

Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Sündenfall, Sixtinische Kapelle, Michelangelo

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74 Comments

  1. „Die Revolution frisst ihre Kinder“ und das ist am 1789 der Kirche namens 2 Vatikanisches Konzil am besten zu erkennen. Die Kirche Gottes unseres Herrn wurde von den Helfershelfern des Widersacher Gottes unseres Herrn mit kleinen Schritten immer mehr Unterhöllt, den sie wussten mit einen Großen Schritt hätten sie ihr wahres Ziel zu erkennen gegeben und die Herde Gottes unseres Herrn aufgeschreckt. Aber es waren vor allen die Nach VK II angefangen von Papst Paul VI – Benedikt XVI die die Wandung der Kirche Gottes unseres Herrn in die „Konzilskirche“ und nun in einen „Heidnischen Götzenkult“ erst ermöglichten, indem sie sich wie die berühmten drei Affen zu allen antikatholischen Wüten „Blind, Taub und Stumm“ stellten, „Wer schweigt duldet“.

    Und ja es wird allerhöchste Zeit dass die wenigen noch wahrlich katholischen Hirten von ihrem Seelenverschlingenden „Kadaver- Führergehorsam“ ablassen und aus dem „geistigen Schisma ein körperliches Schisma“ wird. Ja es ist schwer von gewohnten Pfad abzugehen, es ist aber um des ewigen Seelenheils der Herde Gottes unseres Herrn dringend nötig, denn Gott der Herr und sein Wille stehen weit über dem Willen des Bischofs von Rom und aller Kleriker die von Gott dem Herrn und seiner Kirche abgefallen sind. Um es weltlich vergleichen zu können, es scheint dass hier eine Mücke einem Elefanten ihren Willen aufdrücken möchte.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  2. Ja die Lage ist sehr schlimm, aber der jetztige Papst ist wenigstens nicht falsch, vielleicht ist man in diesen Kreisen, denen ich auch Dr. Ratzinger zurechne jetzt der Ansicht dass man die Hüllen fallen lassen kann.

    • In der Tat! Das Ganze ist auch ein Testlauf, eine Art Generalprobe (Williamson spricht von „dress rehearsal“), um zu sehen, wie weit man gehen kann. Das Gleiche findet übrigens derzeit auch in den MSM statt, wo man die Dreistigkeit des Lügens auch ausweitet, um zu schauen, was geht.

    • Ja, Dr. Ratzinger hat auf subtilste Weise – die nötige sophistische Intelligenz dafür hatte er ja reichlichst – den theologischen Boden bereitet, den Franz mit seinen treu Ergebenen jetzt umpflügt. Es macht mich immer wieder fassungslos, wie große Teile der Tradition diesen Altpapst immer noch als „Einen der Ihren“ ansehen. Wie blind muss man dazu sein.

      • Ja, Dr Ratzinger ist „einer von uns“; er steht fest auf dem Boden der katholischen Tradition, die allerdings lebendig ist, und nicht versteinert und erstarrt. Mich macht es fassungslos, wenn einige hier nicht sehen, dass Benedikt und Franz absolut gegensätzlich sind. Um das zu untermalen, betrachte man nur, was Bergoglio aus einer Synode über Familie gemacht hat, und wie eine solche Synode wohl unter Ratzinger gelaufen wäre. Ratzinger ist ein heiligmäßiger Papst, der bei der Verkündigung von Gottes Wort niemals Kompromisse gemacht hat. Die „Welt“ hat das erkannt, und keine Ruhe gegeben, bis er weg war. Nur einige (hoffentlich wenige) Tradis begreifen das nicht, sehr zum Schaden unserer Sache, d.h. des unverfälschten chitlichen Glaubens und der authentischen katholischen Kirche. Papst Benedikt zeigt uns den Weg.

      • Sorry, Herr Jean-Louis, dann haben Sie offenkundig höchstens die Jesusbücher des damaligen Papstes gelesen (die übrigens auch voll von „Erkenntnissen“ der häretischen „historisch-kritischen Methode“ sind). Aber all die Bücher des Prof. Dr. Ratzinger haben Sie offenbar niemals in der Hand gehabt – sonst könnten Sie diesen Unsinn „Er war einer von uns“ hier niemals verzapfen. Mal sein berühmtestes Buch gelesen, „Einführung in das Christentum“? Es wurde nach seinem Erscheinen in zwei Rezensionen hymnisch belobigt – die beiden Rezensenten hießen zufällig Karl Rahner und Walter Kasper…
        Soviel zur theologischen Bildung in Teilen der Tradition. Es ist zum Weinen.

      • Nehmen Sie sich, geehrter Traditionstreuer, zehn Minuten und schauen Sie sich folgendes Video an, und dann vergleichen Sie mit dem was man uns zur Zeit in Rom erzählt:
        http://www.youtube.com/watch?v=PESYIwLboZk
        Dann verstehen Sie sicher auch, was ich meine.
        Übrigens: auch als nicht Theologe hab ich eine Menge Publikationen von Josef Ratzinger gelesen (von allen anderen Theologensozusagen nichts, warum auch?); Sonst könnte ich ja nicht behaupten, dass ich in quasi allem mit ihm übereinstimme.

      • Was für Benedikt spricht, ist in der Tat, dass er (ganz im Gegensatz zu Franz) verfolgt wurde.
        Es ist daher zu vermuten, dass der häretische Geist mit den Jahren aus ihm gewichen ist, er aber in seiner für ihn typischen Schwäche und Inkonsequenz seine schlimmsten Häresien nicht eigenhändig verurteilt hat.

    • Geehrter @Wickerl,
      Ihre unaufhörliche Hetze gegen Professor Dr. Papst Benedikt XVI in gut 90% Ihrer Kommentare wird langsam langweilig. Papst Benedikt hat die kirchliche Lehre so gut verteidigt wie er nur konnte. Er hätte konsequenter sein müssen, das gebe ich zu, aber er war dafür einfach zu mild und zu lieb. Es ist sicher nicht seine Stärke, mit der Faust auf den Tisch zu hauen und „Basta!“ zu sagen. Ein konsequenter Regierungsstil wie ihn Herr Bergoglio jetzt an den Tag legt, wäre bei Benedikt sicher segensreich gewesen. Für mich passt auf jedenfall mehr als nur ein Blatt zwischen Altpapst und Neupapst.
      Per Mariam ad Christum.

    • Diese Äußerung stößt mir übel auf: „Ja die Lage ist sehr schlimm, aber der jetztige Papst ist wenigstens nicht falsch,…‘
      Es müsste besser heißen: „Er ist authentisch.“ Aber ich weiß nicht, ob ‚nicht falsch‘ der richtige Ausdruck ist. Das ist doch eher ein Euphemismus.
      Aber ich weiß, was Sie meinen…

      • Alle Päpste, die ich kannte, von Johannes bis Franz waren authentisch. Das sagt aber rein gar nichts über ihre Lehre und über ihr Wirken aus. Benedikt war lehrmäßig der stärkste, der katholischste,was das Durchsetzungsvermögen anbelangt, allerdings der schwächste dieser Päpste. Da er diese Regierungsschwäche nun mal hatte, und das auch allen bekannt war, hätte man ihn besser beraten müssen. Benedikt hat seine Ziele nicht erreicht, weil er das richtige Umfeld dafür nicht zu schaffen vermochte, und ihm auch keiner dabei geholfen hat.

  3. Nur ein Kommentar eines Katholischen Gläubigen:
    1. Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie.
    2. Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie.
    3. Darauf kommt eine Sittenverderbnis wie noch nie.
    4. Alsdann kommt eine große Anzahl fremder Leute ins Land.
    5. Es herrscht eine große Inflation. Das Geld verliert mehr und mehr an Wert.
    6. Bald darauf folgt die Revolution.
    7. Dann wird der Westen über Nacht überfallen!
    Ihr Alois Irlmaier. +26.July 1959
    Wenn jetzt die IS die Flagge des Islam auf dem Petersplatz aufstellt, ist (Virtuell zuerst) das ein Zeichen, denn Irlmaier hat auch Prophezeit, das es in Italien eine große Revolution gibt und der Papst über Frankreich nach Köln flüchtet. laut Irlmaier
    Einfach mal nach diesen Prophezeiungen googlen. Deckt sich mit vielen besonders im Katholischen Raum beschriebenen Schauungen.
    Doch ich glaube es wird noch etwa 16 Jahre dauern, dann ist Europa so marode und das grausame Unheil wird beginnen.

    • Wenn Putin zu Poroschenko gesagt haben soll, er könne, wenn er wolle, in wenigen Tagen mit seinen Truppen in Warschau sein, dann passt das ganz in diesen Kontext. Putin ist doch auch im Bilde. Auch er testet, ‚was geht‘. Und irgendwann geht es dann auch.

    • Er hat auch gesagt:

      „Das neue Geld wird nicht kommen.“

      Doch der Euro IST gekommen.

      • Oder es war gar nicht der Euro gemeint?
        Wenn es die Bestrebungen zu der neuen EINE Welt Religion gibt und wenn man sieht, wie EU, Russland, China und USA die übrige Welt bereits beherrschen, warum nicht auch die Bestrebungen zu einer neuen EINE Welt Währung?

      • Irlmaier hat folgendes Gesagt:
        Auf die Fragen nach der DM.
        Das neue Geld ist in Ordnung
        Nur vor dem darauf folgenden müsst Ihr in Hut sein!

    • Ich frage mich nur, welcher Papst fliehen wird. Es heißt doch auch, er würde in Köln Zuflucht suchen und finden. Das würde aber doch nach der Logik bedeuten, dass es wohl Papst Benedikt ist, denn Bergoglio würde sich- wenn er nach Deutschland fliehen sollte- wohl bei seinem übergewichtigen Kumpanen Marx einquartieren. Dessen Armutsresidenz in München wird laut Meldung des erzbischöflichen Ordi-narr- iats für lasche 50 Millionen renoviert. Die Deckenrestaurierung sei mit 7,5 Millionen halt so teuer. In dieser Bruchbude wird sich doch ein bescheidenes Dachzimmerchen für den Barmherzigkeisprediger aus Rom finden lassen.

      • Laut Irlmaier ist München aber nicht sicher!
        Hier eine Prophezeiung aus dem Islam:
        Die IS hatte doch vergangene Woche virtuell Ihre Flagge auf dem Obelisk auf dem Petersplatz veröffentlicht hier was sie dazu gelinkt haben
        50 Zeichen des Letzten Tages

        Dr. Suhaib Hasan
        Aus einer Lesung, gehalten in der Islamischen Gesellschaft
        der Universität Cambridge im Monat Shawal 1420 (Januar 2000).

        50 Zeichen, offenbart von Allah s.w.t. und dem Propheten Muhammed s.a.w.:

        Wollen die Ungläubigen etwas anderes erwarten als die letzte Stunde,
        welche sie plötzlich überkommen wird? Schon sind Anzeichen dieser eingetroffen,
        und wenn sie nun wirklich über sie hereinbricht,
        können sie dann noch Ermahnung annehmen?

        Muhammed 18

        Vergangenheit:
        ______________

        Spalten des Monds.

        Tod des Propheten Muhammed s.a.w..

        Tod von tausenden Muslimen (es wird angenommen, dass es sich dabei um den Ausbruch der Pest in Amwas (Palästina) handelt, zu der Zeit, da Umar r.a. Kalif war).

        Große Schlacht um Medina (wahrscheinlich die Schlacht von Al-Harrah in der Zeit des Kalifen Yazid im Jahre 63 Hijra).

        Eroberung von Jerusalem durch die Muslime.

        Eroberung von Konstantinopel durch die Muslime.

        Zwei große Gruppen Muslime werden einander bekriegen.

        Krieg zwischen Muslimen und einem Volk rötlicher Hautfarbe und kleinen Augen, die Sandalen aus Haaren tragen (man nimmt an, dass es sich dabei um die Invasion der Mongolen handelt).

        Allgemeine Übereinkunft zwischen Muslimen und Nichtmuslimen einer braunen Rasse (Chinesen und Völker Mittelasiens).

        30 Selbsternannte (Propheten) erscheinen.

        Gegenwart?
        ____________

        Arme und ungebildete Viehhirten werden darum wetteifern, hohe Gebäude zu errichten

        Die Sklavin wird ihre Herrn gebären.

        Tumult (Fitna) wird entstehen und in jedes arabische Haus eindringen.

        (Religiöses)Wissen wird verschwinden (durch den Tod von Gelehrten) und Ignoranz wird vorherrschen.

        Alkoholische Getränke werden in großen Mengen konsumiert werden.

        Weit verbreiteter illegaler (außerehelicher) Geschlechtsverkehr.

        Erdbeben werden zunehmen.

        Zeit wird schnell vergehen (so gefühlt von den Menschen).

        Lauten (Musikinstrumente/Musik) und Versuchungen werden sich verbreiten.

        Blutvergießen wird zunehmen.

        Jemand, der an einem Grab eines anderen vorbeigeht, wird sich wünschen, an seiner Stelle zu sein.

        Es wird kein Vertrauen mehr geben.

        Die Herrschaft wird Leuten übergeben werden, die nicht tauglich dafür sind.

        Menschen werden sich zum Gebet versammeln

      • So geht es weiter und auf diesen Koransatz beruft sich die IS mit dem Foto auf dem Petersplatz.

        Der Link dazu:
        http://www.tauhid.net/cyberzeichen.html

        Zukunft:

        Die Zahl der Männer wird sich verringern, die der Frauen sich erhöhen, bis auf einen Mann vierzig Frauen kommen.

        Der Fluss Euphrat wird einen Schatz von Gold enthüllen und viele werden sterben, einander bekriegend, in der Hoffnung, die Kontrolle über ihn zu gewinnen.

        Das Kommen des Mahdi a.s. (Nachkomme aus der Familie von Muhammed s.a.w., sein Name wird der des Propheten s.a.w. sein), er wird Führer der Muslime.

        Die Eroberung Roms durch die Muslime.

        Das Erscheinen des Messias a.s. in Damaskus zur Zeit des Morgengebetes. Er wird hinter dem Imam beten.

        Erscheinen des Antichristen (Al-Maseh ad-Dajjal) mit allen möglichen Attributen von Betrug und Verlockungen, der die größte Versuchung in der Geschichte der Menschheit werden wird. Er wird begleitet von 70000 Juden aus Isfahan (Iran).

        Großer Krieg zwischen Muslimen (eingeschlossen Juden und Christen, die beim Auftauchen des Messias Muslime werden) gegen die Juden und dem Rest der Ungläubigen, die die Anhänger des Antichristen sind.

        Jesus wird den Antichristen töten in der Nähe des Einganges von Ludd (der Stadt Lod im modernen Israel, wo sich zur Zeit ein Flughafen und eine große Militärbasis befinden).

        Jesus wird das Kreuz zerbrechen, d.h. das falsche Christentum zerstören.

        Erscheinen der Stämme von Gog und Magog und die damit einhergehenden Katrastrophen.

        Zeit des großen Friedens in der verbleibenden Lebenszeit von Jesus.

        Reichtum wird in einem solchen Überfluss vorhanden sein, dass es schwierig werden wird, jemanden zu finden, der Almosen annimmt.

        Arabien wird ein Land der Gärten und Flüsse.

        Die Gesellschaft beginnt zu zerbrechen.

        Frauen des Stammes Daus aus dem Yemen werden beginnen mit ihren Hüften zu kreisen und den Tawaf (das Herumgehen) um die Götze Zul-Khulsah zu vollführen.

        Erscheinen sprechender Bestien aus der Erde.

        Großes Feuer im Hijaz, sichtbar für die Einwohner von Basra.

        Drei große Armeen werden das Land erobern: eine im Osten, eine im Westen und eine in Arabien.

        Der Herrscher von Abyssinien (Äthiopien) mit schwachen Beinen (Zul-Zuwaikatan) wird die Kaaba zerstören.

        Große Wolken von Rauch.

        Die Sonne geht im Westen auf.

        Aufkommen einer Brise, die die Seelen der Gläubigen nehmen wird.

        Niemand wird auf der Erde gelassen, der gewohnt war zu sagen: „Allah, Allah“, oder: „Es gibt keinen Gott außer Allah (La ilaha illallah)“.

        Am Ende wird der Jüngste Tag die schlimmsten aller Menschen erreichen, die wie Esel kopulieren, ohne sich dabei vor den Augen anderer zu verstecken.

        Der Engel Israfil, auf dem der Friede sei, wird zum ersten Mal in seine Trompete blasen.

        Danach werden alle auferstehen.

        Möge uns Allah vor diesem großen Tumult des Lebens und des Sterbens beschützen und vor dem großen Tumult des Antichristen (Masih ad-Dajjal).

        Dr. Suhaib Hasan

        Auch im Islam scheint Christentum wichtig zu sein!

  4. Tamtam um die zivilrechtlich Wiederverheirateten, die es doch so furchtbar arg zur Kommunion drängt, glaubt doch eh niemand. Dass der Papst wenigstens nicht falsch ist, ist für einen Papst doch wirklich außerordentlich wenig. Die wenigen Organisationen (bezeichnen wir das einmal so neutral), die noch auf dem Boden der Lehre stehen, sind zu fördern.

  5. Geht es bei der kirchlichen Eghelehre wirklich nur um Naturrecht und Gut und Böse?

    Verwechselt man nicht allzu schnell das, was Fluch der Sünde ist, mit dem, was ursprünglich gut geschaffen wurde?
    So meinen diejenigen, die heute gerne vom „Naturrecht“ reden, nicht selten eine Festschreibung derjenigen Realitäten, die nach dem Sündenfall die Natur zerstört haben.
    Und von da aus ist man dann ganz schnell bei einer positiven Setzung weiterer sündhafter Meinungen.

    Leider schafft auch de Mattei hier keine tiefere Begründung.

    In Tradikreisen wird häufig die Begründung der katholischen Ehemoral in Verbindung mit einem praktischen Ergebnis geliefert: Seht doch, katholische Ehen sind glücklicher, halten länger etc. Als ob das ein Argument wäre!
    Es ist – geistlich betrachtet – keines!
    Denn nicht anders ist die prinzipielle Argumentationsstruktur auf der Synode!
    Was ist Glück? Das, was die Welt unter Glück versteht?!

    Es ist zwar nichts einzuwenden gegen den Wunsch nach Harmonie, aber das ist die falsche Perspektive für den Christen.

    Wir halten nicht deshalb an der lebenslangen, unauflöslichen formellen Ehe zwischen einem Mann und einer Frau fest, weil man da glücklicher und zufriedener ist.
    Wir halten vielmehr daran fest, weil die sakramentale Ehe ein Zeichen setzt in einer Welt, die nicht weiß, was Ehe ist und dies auch aus der „Natur“ nicht abzuleiten weiß.

    Die sakramentale Ehe stellt die Treue Gottes zum Menschen zeichenhaft vor aller Welt dar.
    Die katholische Ehe stellt aber noch viel mehr dar: sie stellt die Tritintät dar, sie stellt dar, wie Gott sich nicht zu gut war, sich uns gleich zu machen, sie erinnert an Jesus und Maria und daran, dass Gott mit uns tatsächlich „ein Fleisch“ wurde, sie ist ein vernünftiges Zusammenleben der Geschlechter, gegenseitige Dienerschaft (nicht Herrschaft des einen über den anderen), sie ist Bevollmächtigung, Anteil an Gottes Schöpferkraft zu erhalten. Die katholische Ehe ist heilig.

    Sie ist als dieses heilige Zeichen ein Weg zur ewigen Seligkeit.

    Leider spricht de Mattei von all dem nicht.
    Ich befürchte, dass die reine „Rechtsebene“ nicht klären kann, warum die katholische Ehe wirklich nicht „von dieser Welt“ ist und was das bedeutet.
    Da wäre etwas mehr Tiefe notwendig.

    • Das ist mal wieder typisch für Sie! Sie sind natürlich „klüger“ als Prof. Roberto de Mattei. Sie hätten das besser durchdacht und geschrieben. Da fällt mir gerade das Wort Größenwahn ein! Vielleicht schreiben Sie ihm mal einen Brief und teilen ihm mit, wie man zu denken hat.

      • Dario ! Please, hold your horses !

        Sollten wir uns hier nicht bemühen, die vernünftige und faire Vorgehensweise der ach so verschrienen alten Indexkongregation anzunehmen, die m.W. stets nur den INHALT eines konkreten Schrifterzeugnisses, NICHT aber dessen Autor be- resp. entsprechend begründet verurteilte ?

      • Roberto di Mattei ist Historiker und kein Theologe.
        Wer die Einleitung seines Buches über das VK II liest wird von ihm persönlich darauf hingewiesen.

    • „Wir halten vielmehr daran“ (an der sakramentalen Ehe)fest, „weil sie ein Zeichen setzt in einer Welt, die nicht weiß, was Ehe ist…“ „Die sakramentale Ehe stellt die Treue Gottes zum Menschen zeichenhaft vor aller Welt dar.“

      Nichts davon ist wahr. Die katholische Kirche lehrt, dass Jesus Christus die Ehe als Sakrament eingesetzt hat. Deswegen hat die von Jesus Christus gegründete Kirche kein Recht, das Ehesakrament auszuhöhlen. Das ist der einzige Grund, alles andere ist Fantasie.
      Am schlimmsten ist der Vergleich zwischen dem Sakrament der Ehe und der Trinität, bzw. der Trinität und der Inkarnation.

      Die zweite göttliche Person ist Mensch geworden, um uns von der Schuld unserer Stammeltern zu erlösen. Um uns den Himmel zu öffnen, die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott.

      Es handelt sich um Fantasien von @ Zeitschnur, mit dem katholischen Glauben haben diese Vergleiche nichts zu tun.

      Ich weiß: Auf mich hageln jetzt wieder Unterstellungen. Roberto de Mattei konnte, mit Verlaub, diesen Unsinn nicht schreiben, weil er mit der katholischen Ehelehre nicht das geringste zu tun hat.

      Roberto de Mattei und alle Katholiken brauchen nicht künstlich nach Begründungen zu suchen, um die sakramentale Ehe zu legitimieren. Sie ist Dogma, sie gehört zum unantastbaren Glaubensgut der katholischen Kirche. Das kein Papst anzutasten hat.

    • zu @zeitschnur
      - „So meinen diejenigen, die heute gerne vom „Naturrecht“ reden, nicht selten eine Festschreibung derjenigen Realitäten, die nach dem Sündenfall die Natur zerstört haben.“
      – Sehr gute, treffende Formulierung! (Zustimmung)
      - „In Tradikreisen wird häufig die Begründung der katholischen Ehemoral in Verbindung mit einem praktischen Ergebnis geliefert: Seht doch, katholische Ehen sind glücklicher, halten länger etc. Als ob das ein Argument wäre!“
      – Und ob das ein Argument ist, sofern es das Ergebnis einer geistig-geistlichen Durchdringung des Sakramentes ist. (Einwand; aber siehe auch unten)
      - „Es ist zwar nichts einzuwenden gegen den Wunsch nach Harmonie, aber das ist die falsche Perspektive für den Christen.“
      - Harmonie ist Gleichklang/ ausgewogenes Verhältnis. Eine geistlose Harmonie, die dem Schnurren einer Katze gleichkommt, ist sicherlich kein Motiv für einen Christen, wohl aber jene, die sich einstellt, wenn eine Ehe keusch gelebt wird. Dann tritt nämlich trotz Schmerzen und Prüfungen eine Freude (eu) ein, die die geistig Armen der Seeligpreisungen (angelium) jetzt schon verkosten können. Die Freude kommt aus der Ordnung. (Einwand)
      - „Wir halten vielmehr daran fest, weil die sakramentale Ehe ein Zeichen setzt in einer Welt, die nicht weiß, was Ehe ist und dies auch aus der „Natur“ nicht abzuleiten weiß.“ – Das Ehesakrament geht über den Zeichencharakter hinaus. Es ist ja voll (hat voll) vom Bezeichneten (zu sein). Damit gibt es Zeugnis von der Verbindung in und mit Christus. (Einwand)
      - „…sie ist ein vernünftiges Zusammenleben der Geschlechter, gegenseitige Dienerschaft (nicht Herrschaft des einen über den anderen), sie ist Bevollmächtigung, Anteil an Gottes Schöpferkraft zu erhalten. Die katholische Ehe ist heilig.“
      - (Volle Zustimmung, wenn das die Schlussfolgerung ist und das vorher gesagte darauf hinausläuft bzw. sich daraus ergibt.)

      • @ Pater Pio

        Ihre Einwände sind Einwände allerdings gegen etwas, das ich ja nicht behauptet hatte.

        * Ich wollte hinsichtlich des Glücksargumentes, wenn es so platt vorgetragen wird wie dies gewöhnlich geschieht, nur darauf hinweisen, dass damit ja auch die Befürworter der Auflösung des Ehesakramentes argumentieren – auch sie behaupten, unter den und den Umständen sei ein Mensch glücklicher. Oft auch hinsichtlich des Priesterzölibats: wenn der Priester heiraten dürfte, wäre er zufriedener und glücklicher etc.

        Es ist ersichtlich, dass eine solche Argumentation einfach zu angreifbar ist und zu kurz greift.

        Was Sie daher weiter ausführen, trifft eben nicht nur auf die Ehe zu, sondern auf jeglichen Stand, zu dem Gott beruft, ist also hinsichtlich meiner These eine Art Exkurs.

        Pius X. schrieb:

        „Die Ehe ist das Sakrament, das den Mann und die Frau bis zum Tode eines Partners unauflöslich vereint, wie Jesus Christus und die Kirche (seine Braut) vereint sind, und das ihnen die Gnade gibt, miteinander heilig zu leben und die Kinder christlich zu erziehen.“ (Kat. § 406)

        Die hochaggressiven und zum Fremdschämen vulgären Postings von @ dario und @ zeitlos bestätigen nur, was ich „der“ Tradition vorwerfe: Ohne tieferes theologisches Wissen schmettern sie jeden tiefen Gedankengang ab. Diese „Tradition“ wird samt und sonders, nachdem sie ihr Unheilswerk vollendet hat, weggespült von den Ereignissen. Niemand wird dies alles bestehen, der sich nicht den tieferen Fragen aufrichtig stellt, zumal sie in der echten Tradition schon sehr oft durchdacht wurden.

        Zum Zusammenhang von Trinität und Ehe/Familie ist sehr viel geschrieben worden, besonders vom Hl. Augustinus.
        Wer sich einsteigend informieren möchte, sei eingeladen, die wirklich tiefen und echten traditionellen Ausführungen des Hl. Augustinus zur Kenntnis zu nehmen:

        http://www.patristique.org/sites/patristique.org/IMG/pdf/72_xviii_1_2_05.pdf

      • @zeitschnur
        Liebe zeitschnur, Ihre Taktik geht nicht auf! „Hochaggressiv und zum Fremdschämen“, das sind Sie! Ich habe Ihnen den Spiegel vorgehalten und jetzt versuchen Sie den Spieß umzudrehen. Möchten Sie gerne, dass ich Ihnen Ihre unverschämt anmaßenden Postings noch einmal präsentiere?

      • Die Diskussion über die Spuren der Trinität in der ganzen Schöpfung (in Form von Analogien), insbesondere im Ebenbild Gottes, dem Menschen, ist so alt wie die Kirche, wurde sehr kontrovers diskutiert, ohne dass ein dogmatisches Endergebnis dazu formuliert worden wäre. Insbesondere den Kirchenvätern standen bestimmte, aus der heidnischen Philosophie stammende Prämissen, die jedoch die Hl. Schrift weder kennt noch eigentlich zulassen würde, im Wege, hier zu einem Ergebnis zu kommen. Insofern ist hier ein echter Gedankenraum offen.

        Noch ein Beispiel:

        Thomas v. A. (s.th. I, 36, 3 ad 1):

        „(…) cum spiritus sanctus communiter procedat a patre et filio, invenitur spiritus sanctus immediate a patre procedere, inquantum est ab eo; et mediate, inquantum est a filio. Et sic dicitur procedere a patre per filium. Sicut etiam Abel processit immediate ab Adam, inquantum Adam fuit pater eius; et mediate, inquantum Eva fuit mater eius, quae processit ab Adam; licet hoc exemplum materialis processionis ineptum videatur ad significandam immaterialem processionem divinarum personarum. -

        - Wenn der Heilige Geist gemeinsam aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, entdeckt man, dass er unmittelbar aus dem Vater hervorgeht, soweit er aus ihm hervorgeht; und mittelbar, soweit er vom Sohn ausgeht. Deshalb sagen wir, er geht aus dem Vater durch den Sohn hervor. Wie ja auch Abel unmittelbar aus Adam hervorging, soweit Adam dessen Vater war, und mittelbar, soweit er aus Eva hervorging, die wiederum aus Adam hervorgegangen war.“

        Die Analogie von Trinität und Familie wurde immer wieder diskutiert – bis zum heutigen Tag. Die Frage ist nicht, ob man das darf, sondern wie genau man diese Analogie setzt. Da der Mensch Ebenbild Gottes ist, muss er davon ausgehen, dass er sich in der Offenbarung der Trinität und dem Nachsinnen darüber überhaupt erst selbst erkennt.

        Die philosophische Frage zielt aber v.a. daraf ab, inwiefern der „neue Mensch „Geist“ (Paulus) ist und inwieweit die leibliche Abbildlichkeit des Menschen (Genesis) in Christus überhaupt Bestand hat. Dass sie aber wenigstens noch voläufig Bestand hat, offenbart uns unsere physische Realität. Argumentierte man nur „geistig“, gäbe es tatsächlich keinen Grund, warum nur Männer Priester sein können (also für Momente in persona Christi SEIN können) und warum nur eine Frau in Christus buchstäblich ihren Bräutigam sehen kann (was ja tatsächlich bei einer weiblichen Profess auch als „Heirat“ zelebriert wird!)

        Ist dies nur dem Schon-und-noch-nicht geschuldet? Sehr schwer zu entscheiden, zumal Jesus ja sagt, im Himmel werde nicht mehr geheiratet. Ob damit aber die komplementäre Gestaltung des Menschen hinfällig wird?

        An dieser Frage hängt jedoch die ganze derzeitige innerkirchliche Debatte! Und mit Basta-Theologie ist es nicht getan.

        Pfarrer Milch hatte schon recht, als er sagte, die Traditionalisten dächten nicht christlich, sondern „mohammedanisch“. http://www.spes-unica.de/milch/texte/text.php?datei=1987_1pfingsten

      • @ dario

        Welche Taktik? Ich argumentiere in der Sache, Sie dagegen pöbeln auf unterstem Niveau herum, ohne auch nur ein Fetzchen Sachhaltigkeit.

        Jeder, der sich öffentlich äußert – das gilt auch für die Professoren – muss sich Fragen gefallen lassen. Und die habe ich ganz ruhig und mit Argumenten gestellt. Aber er muss sich nicht gefallen lassen, dass er dumm und ad personam angemacht wird. Daher: unterlassen Sie das jetzt bitte, es nervt!

        Mich interessieren ausschließlich die theologischen Probleme, in denen wir stehen.

      • @ Traditionstreuer

        Okay – was genau ist meine Apostasie?

        Ich möchte in aller Ruhe darauf hinweisen, dass Sie solche Titulierungen – noch dazu ohne irgendein Argument – eines Tages vor einem Größeren verantworten müssen.

        Zum sachlichen Vorgehen:

        Wenn Ihnen die Auffassung eines anderen häretisch vorkommt, müssen Sie diese Auffassung sachgemäß zitieren und anschließend nachweisen, warum Sie diese Auffassung für häretisch halten. Dies aber aufgrund von Hl. Schrift, Dogmen und verbindlicher Lehrtradition.

        Es ist alsdann wichtig, nicht die Person des anderen als Apostaten zu beschimpfen, sondern die eingegrenzte kritisierte und zitierbare Auffassung des anderen.

        Tautologische Wahrheitssetzungen sind unzulässig, von kindergartentypischen Gesten ganz zu schweigen.

        So hat es die Kirche immer gehalten, allerdings durch die Hl. Inquisiation – kleine Geister und Hobbytheologen hatten dazu keine Befugnis.

      • Und noch ein Nachtrag:

        Da ich versuche, die Sache wirklich weitblickend zu durchdenken und auch sehr viel lese, muss man die Verwischung der Ebenbildlichkeit des komplementären Menschen zur Trinität, der auch Augustinus erlegen ist, wirklich entgegentreten.

        Warum?

        Inzwischen dient Augustinuns mit sachlichem Recht (!) einer schwul-lesbisch-queeren Theologie als Unterlage für ein a-sexuelles Menschenbild. Hier beruft man sich ausdrücklich auf die a-sexuelle und rein psychologische Analogie des menschlichen Geistes zur trinitarischen Struktur, die er diskutiert hat und in der er tatsächlich, im fast dreisten Widerspruch zur Hl. Schrift (Gen. 1, 27) die Gottebenbildlichkeit der Frau bestreitet, um seine rein-geistige Konstruktion aufrechtzuhalten. Doch das nur am Rande. Im Ergebnis liefert diese Vergeistigung der queeren Theologie jedes erdenkliche willkommene Argument!
        (z.B. hier ein Beispiel für die schwul-lesbisch-queere Theologie auf S. 257: http://books.google.de/books/about/Sexualmoralische_Verstehensbedingungen.html?hl=de&id=eUltz0lB3ecC)

        Wie gesagt ist diese Sache immer intensiv und kontrovers diskutiert worden, aber wie sehr gerade die augustinische Position hinkt und wie eine verspätete Zeitbombe erst heute ihre verheerende Wirkung entfaltet, zumal sie in ziemlich deutlichem Widerspruch zur Schrift steht, offenbart sich erst zu Zeiten der Bestreitung der geschlechtlichen Diffenerenz klarer. Dafür ist auch der Schlussabschnitt meiner Quelle oben zu Augustinuns ein sehr guter Beweis.

        Es genügt daher nicht, mit ein paar Haurucksätzen die „Tradition“ zu verteidigen. Das Problem steckt im Detail und darin, dass gerade die frühen Väter sehr viel Fragwürdiges hinsichtlich der Geschlechter und der Ehe formuliert haben, woraus ja bereits die Orthodoxie seit langem ihre Irrpraxis zur Ehe herleitet.

        Ohne eine genaue und redliche Bedenkung der Gesamtproblematik wird jeder Versuch, die Tradition wieder ins Zentrum zu rücken, misslingen.

  6. Unsere Ahnen hatten in den Umbrüchen und Katastrophen der letzten beiden Jahrhunderte im Papsttum einen Garanten.
    Veni creator Spiritus!
    Consolatrix afflictorum, ora pro nobis!

  7. Bergoglio kann den Friedensnobelpreis nach freimaurerischen Angaben ja erst bekommen, wenn er als Vorlleistung die katholische Sittenlehre zerstört hat, so wie Paul der Schlechte als Vorleistung für seinen UNO-Auftritt die Tiara ablegen mußte. Beide sind folgsame Adepten ihrer Oberen, so wird auch Bergoglio seinen Lohn in dieser Welt erhalten, in der anderen möchte ich lieber nicht an seiner Stelle sein!

  8. Herzlichen Dank für die Veröffentlichung des Aufsatzes von Roberto de Mattei, den man in allen anderen katholischen Medien in Deutschland vergebens suchen müsste.
    Die Situation in unserer Kirche kann man nur noch als dramatisch bezeichnen.

    Allerdings liegt das Drama ca. 55 Jahre zurück: Es wurde grundgelegt, entworfen auf dem 2. Vatikanischen Konzil.

    Die einzigen Bischöfe, die sich einige Jahre später der Entwicklung entgegengestemmt haben, waren Erzbischof Lefebvre und Bischof de Castro Mayer. Beide sind exkommuniziert zu Grabe getragen worden und nicht rehabilitiert.

    Auf pius-info wurde vor kurzem ein Beitrag von 1980 veröffentlicht, in dem Erzbischof Lefebvre ausdrücklich vor Kardinal Kasper warnte, der damals natürlich noch nicht Kardinal war. Er verglich ihn in seiner Gefährlichkeit für den Glauben mit Bischof Lehmann und Hans Küng.

    Alle, die den katholischen Glauben als Theologen kennen, hätten wissen müssen, was der französische Erzbischof wusste. Ihm wurde ja kein geheimes Material zugespielt, er hat lediglich die Veröffentlichungen Kaspers gründlich gelesen und bewertet. Die Verantwortung dafür, dass Kasper nicht zur Rechenschaft gezogen wurde, sondern im Gegenteil weiter Karriere machte, tragen der heilige Papst Johannes Paul II. und sein Glaubenspräfekt Kardinal Ratzinger. Wobei ich mich ausdrücklich vom Kommentar von @wickerl distanziere. Nicht nur der Sprache wegen. Sondern weil es eine böswillige Unterstellung ist, dass Kardinal Ratzinger- Benedikt XVI. die katholische Ehelehre aushöhlen wollte. Er wollte es nicht, er hat sie ausdrücklich verteidigt und wurde übel angegriffen deswegen. Aber ein Fehler bleibt ein Fehler, ob man ihn will oder nicht.

    Zurück zu Erzbischof Lefebvre: Er hat diese Entwicklung ganz klar vorausgesagt, immer an Hand von Dokumenten, von Vorfällen, in denen Bischöfe gegen die Lehre verstießen.

    Doch der Erzbischof hat sich in einer Frage getäuscht: Er hat bei der Bischofsweihe 1988 nicht damit gerechnet, dass diese Krise so lange dauert. Um ein Schisma zu verhindern, haben die von ihm geweihten Bischöfe nur die Weihevollmacht, jedoch keine Jurisdiktion.

    Die Frage, wie Erzbischof Lefebvre jetzt reagieren würde, stellt sich nicht, kein Mensch kann sie beantworten.

    Daraus ergibt sich: Wir brauchen Bischöfe, die sich Papst Franz aktiv gegenüberstellen, inhaltlich in der Form, die dem Aufsatz von Roberto de Mattei entspricht.

    Wenn Bischöfe und der eine oder andere Kardinal ihrer Pflicht nachkommen, die letzte Bastion des Glaubens zu verteidigen und sich Herrn Bergoglio entgegenstemmen, haben wir das Schisma.

    „Das Modell Lefebvre“ war 1988 richtig, nach meiner Auffassung.

    Doch es ist spätestens jetzt überholt. Ein „Weiter-so“ wird das Erscheinungsbild der katholischen Kirche noch weiter zerstören. Die Angst vor einem möglichen Schisma scheint mir gefährlicher als ein Schisma selbst.

    • Deutschland gehört den Protestanten.
      Deutschland spielt nicht nur geo- und witschaftspolitisch in Europa wieder eine zentrale Rolle.
      Die ‚protestantischen‘ Bischöfe Deutschlands beherrschen Rom. Dort ziehen sie alle Register.
      ‚Wir‘ sind tatsächlich immer noch Papst.
      Bzw. jetzt erst recht!!
      Leider!

      • Das Deutschland protestantisch ist, ist ja nix Neues… Aber: das es Österreich jetzt auch ist und auf vorderster Welle mitreitet, das ist neu. Der selige Kaiser Karl hat sicher schon einen Drehwurm, weil er sich so oft im Grab rumdrehen muss

  9. Leider die altbekannte und unvernünftige Hetze gegen Papst Benedikt XVI. von @Wickerl, @Armin und wem auch immer noch. Da ist man unfähig zu unterscheiden und bedient seinen Kirchenhass gegen Gute. Beide verorte ich im Lager der Kirchenzerstörer.
    Die verleumderischen Attacken gegen Papst Benedikt XVI. möchte ich hiermit, wenn erlaubt, wiederum zurückweisen

    • Franzl: Frage an Sie: Was hat seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI AKTIV unternommen? Was hat Benedikt XVI gegen die Wölfe im Schafspelz unternommen, wann wurden antikatholische Bischöfe und Priester von Ihm bestraft, ein Lehman, Kaspar, Schönborn, Marx, Woelki, Hans Küng, Zulehner, Schüller usw. denn diese haben ja nicht erst seit „Franziskus I ihre antikatholische Fratze zu erkennen gegeben.

      Ja theoretisch war Papst Benedikt XVI ein genialer Papst, aber was hat er praktisch umgesetzt? Siehe „Für Viele“, „Summorum Potificum“, „Actus formalis“ er hat vieles so formuliert dass aus JA auch ein NEIN werden konnte und Ungehorsam hat er sich einfach gefallen lassen. Und mit seinem Rücktritt hat er auch bewiesen, dass er nur den Worten nach ein „Traditionalist“ war, genau daher bete ich nach wie vor für seine Heiligen Papst Benedikt XVI, dass er nun als emeritierter Papst sein antikatholisch zu nennendes Schweigen bricht. Und solange er dies nicht tut, steht er eben auch auf Seiten der Feinde Gottes unseres Herrn und seiner Kirche. „wer schweigt duldet“

      Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

      • @ Armin: „…genau daher bete ich nach wie vor für seine Heiligen Papst Benedikt…“
        Ihnen ist ein freudscher ‚Verschreiber‘ unterlaufen.
        Sie haben bei Ihren Einwendungen nicht unrecht. Trotzdem sagt ihnen ihr ‚Tiefenbewusstsein‘, dass sie sich gegen Benedikt versündigen, wenn sie ihn derart schlecht ’schreiben‘.
        Beten Sie weiterhin für ihn. Diesen zarten und heiligmäßigen Papst, den man so oft schon verkannt hat.

      • Pater Pio: Ich bete jeden Tag für die von Gott dem Herrn abgefallenen Priester, Bischöfe damit sie eben zu Gott den Herrn und seiner Kirche zurückfinden.

        Gebet für Priester, Bischöfe, die ihrer Heiligen Berufung untreu wurden:
        Göttlicher Heiland Jesus Christus, Du bist der gute Hirt, der Sein Leben gibt für Seine Schafe. Sei ganz besonders guter Hirte den armen, verirrten Priestern, die Du zu Führern Deines Volkes bestellt hattest, die Dir aber den Treueschwur ihrer Heiligen Weihe brachen und ihrer erhabenen Berufung untreu wurden, oder die in Gefahr stehen, ihrer erhabenen Berufung untreu zu werden. Schenke diesen Priestern die ganze Fülle Deiner dem verirrten Schäflein so treu nach gehenden Hirtensorge! Berühre ihr Herz mit dem alles besiegenden Gnadenstrahl Deiner „Allbarmherzigen Liebe“! Erleuchte ihren Geist und stärke ihren Willen, auf dass sie aller Sünde und allem Irrtum den Rücken kehren und zu Deinem Heiligen Altar und zu Deinem Volk zurück kommen. O gütigster Heiland! Gedenke, dass Du die Seelen der verirrten Priester einst mit Deinem Kostbaren Blut erkauft und in unendliche bevorzugender Liebe mit dem unauslöschlichen Merkmal der Priesterweihe gezeichnet hast. Mache gänzlich zu Schanden jede beklagenswertesten Helfershelfer Satans, die der Tugend der Priester nachstellen und ihr Heiliges Priesterideal gefährden. Flehe auch, Du Mutter aller Priester, für all jene gefährdeten und irrenden Priester, die Weg und Ziel nicht mehr klar sehen und sich nach eigenem Gutdünken eine andere Richtung suchen. Keine Mutter lässt ihr Kind im Stich, wenn es in Gefahr ist. So sende auch Du Deine Heiligen Engel zu einem so eindringlichen Mahnen, dass es nicht überhört werden kann! Maria, Mutter unseres Herrn, halte Deinem göttlichen Sohn Deine Hände, Dein Herz, Deine Tränen als Lösegeld hin, und ER wird alles annehmen und den Priestern das wahre Licht und rechte Kraft und die verlorene Freude schenken. Gütigster Heiland, nimm unsere Gebete und Opfer für die armen verirrten Priester mit besonderer Huld an und erhöre uns. Amen

      • @Armin
        Ich verstehe sie. Sie sind nicht der einzige der über Benedikt XVI skeptisch denkt. Na gut, wenn aber kein Blatt zwischen ihm und Bergoglio passt gibt es keinen Raum mehr für Glorifizierung.
        „Subsistit in“ die gefährlichste Waffe des Konzilsgeistes.
        Per Mariam ad Christum.

  10. „Undignified, Shameful, Completely Wrong.“ Kardinal Müller zu dem Arbeitspapier.
    („Rorate Caeli“, Übersetzung aus La Repubblica)

  11. Zu diesem guten Artikel: es bleibt abzuwarten wie sich Papst Franziskus endgültig entscheidet. Wenn sich an ihm nicht noch ein Bekehrungswunder ereignet, dann kommt der von der Muttergottes an verschiedene Personen mitgeteilte Bruch in der Kirche.
    Das wäre dann auch womöglich gar nicht so schlecht. Dann sind jedenfalls die Fronten klar und dann kann sich jeder selbst auch entscheiden. Wie das dann jeweils vor Ort aussieht, ist natürlich die spannende Frage. Man braucht ja schließlich den Herrn Pfarrer vor Ort, selbst wenn er dann sehr wahrscheinlich zur Gegenkirche des Herrn Kardinals Kasper gehört.

    Wie das ganze Procedere in Rom aussehen mag, das möchte man sich gar nicht vorstellen.
    Es gilt zu beten und aufzuopfern. Alles andere kann man getrost dem Himmel überlassen. Der Herr wird gegebenenfalls selbst eingreifen bzw. die Muttergottes wird dem Satan den Kopf zertreten.

  12. Wofür ich wirklich mal dankbar wäre, wenn mir kompetent erklärt werden würde, wieso ein Priester, der in seiner Pfarrei praktisch das Bußsakrament abgeschafft hat, der in seinen Predigten durchblicken läßt, dass er an der die Allerlösungslüge glaubt, wie ein solcher Priester die Sakramente gültig spenden kann. Z.B. die hl.Eucharistie feiern kann.?

    • Kompendium des KKK
      229. Warum sind die Sakramente wirksam?
      Die Sakramente wirken ex opere operato („aufgrund der vollzogenen sakramentalen Handlung“). Denn Christus ist in ihnen am Werk und vermittelt die Gnade, die sie bezeichnen, unabhängig von der persönlichen Heiligkeit des Spenders. Die Früchte der Sakramente sind aber auch von der inneren Verfassung ihres Empfängers abhängig.

      http://www.vatican.va/archive/compendium_ccc/documents/archive_2005_compendium-ccc_ge.html

      Zu diesem Thema eine schöne Kathechese auf radiohoreb vom 14.10.14
      http://www.horeb.org/index.php?id=download-katechismus

      • …na so ganz reicht das aber nicht hin – wichtig war bei der Spendung der Sakramente auch stets die Intention, also die Überzeugung, mit der Spendung des sakramentes das zu spenden, was die Kirche damit meint.

        Die Frage nach der Gültigkeit der so gespendeten Sakramente ist also berechtigt.

        Was der KKK schreibt trifft dann zu, wenn der Spender der Sakramente trotz allem die Intention hat, die Sakramente echt zu spenden, auch wenn er persönlich in Sünde ist. Der Priester, von dem hier die Rede ist, hat aber den Glauben an die Wirksamkeit der Sakramente insofern aufgegeben, als sie in ihrer tradierten Form und dem damit verbundenen Inhalt eigentlich überflüssig sind – seiner Intention nach.

  13. Kapuzinerpredigt:
    Ich hab, im Himmel, keine Frag
    heut meinen predigtfreien Tag.
    Doch seh‘ ich diesen Sündenpfuhl
    dann drängt es mich zum Predigtstuhl!
    Schon Paulus sagt, ganz ohne Häme:
    Wenn‘ s möglich wär, ein Engel käme,
    vom Himmel runter, ganz verrucht
    und andres lehrt, er sei verflucht!
    Wenn der Apostel Engel schilt,
    das gleiche für Prälaten gilt!
    Ein Herr in Lila, rot und weiß,
    ders besser wie die Bibel weiß,
    ist ebenso zu übergehen
    wie Engel aus den Himmelshöhen!
    Bald melden fröhlich die Zerstörer:
    Conchita Wurst wir Kirchenlehrer
    und Westerwelle Kardinal!
    Ganz ehrlich, das wär mir egal!
    Das wär mir „Wurst“ und zeigt nur an,
    das diese Lehr nicht stimmen kann
    Sagt nicht der wahre Herr Welt
    wenn‘ s Laub vom Feigenbaume fällt,
    dann steht der Winter vor der Tür
    und grade so ist es auch hier!
    Der Winter naht, vielleicht nicht morgen,
    doch sollt ihr heut schon dafür sorgen!
    Geht nur zu wahren Messe hin,
    behaltet Gott in eurem Sinn,
    greift nicht das Höchste mit den Händen
    sonst könntet Ihr wie jene enden,
    die schon auf diesem Wege wandeln
    und schlecht bei der Synode handeln
    gegen Gottes heilig Wort,
    begeh‘ n der eignen Seele Mord.
    Bleibt fest und ehret Gottes Namen,
    bleibet gut katholisch . Amen

  14. Man müsste Pater Leppich wiederbeleben. Der hätte noch mut, was zu sagen, d.h. öffentlich.
    Wir hier schreiben zwar mutig, aber irgendwie verstecken wir uns auch, weil wir genau wissen, draußen wird man uns in eine Zwangsjacke stecken, wenn wir von Sünde und Bekehrung sprechen würden.

  15. In einem anderen Diskussionsforum hat jemand zu einem anderen Thema geschrieben:
    Lasst uns aufhören zu diskutieren, um zu beten.

    Das passt auch hier.

  16. Bergoglio ist der schlimmste und gefährlichste Inhaber des römischen Stuhles seit Honorius I.. Er bringt die Dekadenz des konziliaren und nachkonziliaren Papsttums an ihren Tiefpunkt.

  17. Herr de Mattheis vergiss gerne, dass der Widerstand Thomas Morus‘ und John Fischers gegen Heinrich VIII gerade DIE TREUE ZU ROM und ZUM PAPST bzw. zu seiner Entscheidung in der Angelegenheit der Ehe des Monarchs mit Katharina von Aragon (siehe dazu die Briefe des Hl. Thomas aus dem Turm von London, die legen diese Problematik klar, sowie, im Übrigen, das Thema der vieldiskutierten Kollegialität der Bischöfe im Verhältnis zum Primat des Papstes)
    Ich glaube, der Heilige Thomas Morus würde vor der Unruhestiftung des Herrn de Mattheis schmunzeln, und ihm mit einen gewissen Witz daran erinnern, dass der Papst zu diesem Dokument, (welches NICHT zum Kirchlichen Lehramt gehört) und ihren Aussagen sich nicht geäußert hat. Die Haltung des Herrn de Mattheis erinnert er an die Haltung Cromwells gegenüber des Hl. Thomas, als an die Haltung eines Menschen, der Gott und seinem Vertreter einen Vorschuss an Vertrauen gibt…

  18. Das VII hat uns protestantisiert, diese Synode anglikanisiert und, manche Aussagen von Papst Franziskus gehen Richtung Islamisierung(Relativierung der Dreifaltigkeit)

    • Auch dem Papst gegenüber bracht kein Katholik sein Gewissen und auch nicht seinen Verstand auszuschalten. Und haben Sie noch nicht realisiert, dass der Papst höchstens der Stellvertreter, aber nicht der Oberlehrer des lieben Gottes ist?

    • Noch viel schimmer kann eine Aussage nicht mehr sein. Wir haben schon in der ersten Klasse gelernt, dass Richtschnur, was katholisch ist, allein die Gebote Gottes und die Aussagen des Lehramtes sind- nicht aber das grenzenlos dumme Genuschel eines Herrn Bergoglio. Lassen Sie doch vielleicht Ihre schon peinliche Bergogilo Anbetung nicht allzudeutlich heraushängen- das ist nur noch peinlich- richtig peinlich!

  19. Verehrte Zeitschnur
    habe Ihre wunderbaren Ausführungen über die Gottesmutter gelesen. http://zeitschnur.blogspot.de/

    eine Antwort eines kleinen ungebildeten Gläubigen:

    Der Rosenkranz – himmlische Gebärmutter

    Wer sich in das Rosenkranzgebet hineinbegibt macht an der Nabelschnur zum Himmel fest. Wir müssen keine Leistungen bringen. Das Wiederholen des „Gegrüßet seist du Maria“ entspricht dem ruhigen Atmen der Seele. Wir können uns einfach im himmlischen Frieden ausruhen. Wir werden mit himmlischen Gnaden genährt.
    Dieses tägliche Gebet ist eigentlich alles.
    Dank, Lobpreis, Hingabe, Zwiegespräch, Betrachtung und Anbetung des Dreifaltigen.
    Was wir nicht können macht unsere himmlische Mutter. Es gibt Veränderungen in unserem Leben. Manchmal und meistens unscheinbar. Aber auch manchmal erstaunlich.
    Sicher ist, dass wir in einem geschützten geistigen Raum sind. Deswegen ist dieses Gebet überall angebracht. Zuhause, im Auto, im Bahnhof, auf dem Flughafen, auf dem Parkdeck, am Strand oder auf den Bergen.
    Es ist natürlich ein Geschenk, wenn man zu zweit ist. Aber das ist ja gerade der Punkt. Auch wenn du scheinbar allein betest, bist du mit Maria unserer himmlischen Mutter zusammen im Gebet. Also in Wirklichkeit nicht allein.
    Der Glorreiche, Freudenreiche, Schmerzreiche und der Lichtreiche Rosenkranz betrachtet das Leben und Erlösungswerk Jesu.
    Aber da gibt es jede Menge anderer Rosenkränze. Wir zu Hause beten immer am Mittwoch den Rosenkranz zum Hl. Josef. Eine wunderbare Betrachtung der Hl. Familie. Immerhin hat Jesus 30 Jahre in so einer Familie verbracht.
    Sehr wichtig ist der Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit. Auch der größte Sünder, der nur einmal diesen Rosenkranz mit Reue betet, erfährt in seiner Todesstunde Rettung.
    Jedes Geschöpf, dessen Herz und Verstand noch nicht durch Geld, Macht, Luxus und Perversion zerstört ist, hat das natürliche Bedürfnis seinen Schöpfer anzubeten und zu danken.
    Also, gebt Zeugnis von eurer Hoffnung.

    • Erwähnen möchte ich noch den Liebesflammenrosenkranz (der mit den roten Herzen). Die Muttergottes hat gesagt, dass in der Zeit, wo man diesen Rosenkranz betet (ca. 10 Minuten) Satan so sehr von der Liebesflamme geblendet wird, dass er den Griff über der Welt lösen muss. In dieser Zeit kann die Barmherzigkeit Gottes, selbst in den verhärtetsten Sündern, wirken.

    • Lieber Leo Stratz,

      haben Sie herzlichen Dank für den Beitrag. Vielleicht noch eine Ergänzung:

      // Sicher ist, dass wir in einem geschützten geistigen Raum sind. Deswegen ist dieses Gebet überall angebracht. Zuhause, im Auto, im Bahnhof, auf dem Flughafen, auf dem Parkdeck, am Strand oder auf den Bergen..//

      Im öffentlichen Raum (Bahnhof etc.) ist es durch die äußeren Einflüsse und Ablenkungen oftmals sehr schwierig (zumal noch allein), sich so weit in sich zu kehren, um zu einer würdigen Hingabe und Betrachtung (oder wie Sie so schön schreiben „im himmlischen Frieden ausruhen“) zu gelangen – um ganz bei IHM zu sein. Das erfordert viel Übung und Anstrengung – so meine Erfahrung. Vielleicht aber ist dies auch das Öl, das es für die Lampen zu sammeln gilt, um in den schwierigen Zeiten (die zweifellos noch kommen werden) davon genügend vorrätig zu haben, um dem Bräutigam, wenn er kommt, mit brennenden Lampen begegnen zu können.

      • Meine Erfahrung ist, dass man aber auch im größten äußeren Trubel oder auch einer aktuellen inneren Aufgewühltheit durch den Rosenkranz zur Ruhe kommt und plötzlich die Schwelle überschreiten darf in ein „anderes Land“.

        Gerade das ruhige Wiederholen ist da eine große Hilfe, die syntaktische Zentrierung auf die Geheimnisse Christi, die eben auch Geheimnis der Erlösung des Menschen und seine Verwandlung zu Gott hin sind (was in Maria so hell widerscheint).

        Es ist, als könnte man tatsächlich für Momente in den Himmel sehen.

      • Ja, das stimmt, liebe Zeitschnur.
        Sobald die Schwelle überschritten hat, erkennt man auch die Nichtigkeit vieler (weltlicher) Sorgen und erkennt eigentlich, dass „Gott allein genügt“. – Ein Stück Himmel vorweg.

  20. Beten wir für die gottgeweihten Diener, nicht nur in seinem Umfeld, die er in die Irre, von Jesus wegführt.

  21. Wenn ich mich in die Diskussionen und guten Beiträge (wie von @zeitschnur) von gestern einklinken kann:
    Ich finde, die Ehe, also die Ehe zwischen Mann und Frau ist nicht allein Abbild der göttlichen Trinität. Ich würde sagen, daß die Ehe zwischen Mann und Frau ein Abbild der „Ehe“ zwischen Gott und der Jungfrau und Gottesgebärerin Maria ist. Maria ist der Schlüssel zum Verständnis des Menschen überhaupt wie dann auch der Ehe würde ich meinen.
    Maria wurde geschaffen oder gedacht von Gott vor allem „Anfang“, also vor dem „im Anfang…“; somit wahrerweise auch vor den Engeln.

    Die Ehe zwischen Mann und Frau ist ein Bild und Abbild der „Ehe“ zwischen Gott und Maria. Diese Ehe ist reinste Keuschheit, reinste Weisheit, reinste Liebe. Und deswegen, nicht trotzdem, sondern dsewegen wurde sie auch im und durch den Hl. Geist schwanger und Gebärerin, Gottesgebärerin.

    Das ist so und es ist ein großes Geheimnis. So ist auch die Ehe zwischen Mann und Frau ein Geheimnis. Man wirds nie ergründen können, nur im demütigen Glauben annehmen können.
    Wenn man Maria ausklammert, wird man das Wesen des Menschen wie auch der Ehe nicht verstehen können m.Er.

    Daß die sog. Welt das nicht begreift ist soz. kein Wunder. Und daß die Theologen das nicht begreifen, ist womöglich auch kein Wunder. Wer aber Maria ehrt, versteht die Zusammenhänge (irgendwann), ist jedenfalls auf dem richtigen Weg möchte ich sagen.

    • @ Franzel

      …ich meinte nicht, dass die Ehe „allein“ Abbild der Trinität ist… Ich habe ja sofort auch von der Vermählung zwischen Himmel und Erde gesprochen..

      Was viele nicht verstehen ist, dass die trinitarische Struktur überall im Wesen und Sein des Menschen Spuren hinterlässt, dies aber aus dem einfachen und biblisch stark bezeugten Grund, dass der Mensch „als Mann und Frau“ (Gen. 1) Ebenbild dieser Trinität ist.

      Wie ich aber schon öfters dargelegt habe, bin ich überzeugt, dass die Ebenbilddimensionen multipel sind, und kein Mensch sie auf Erden je ganz durchdringen wird. Selbst der hl. Paulus sagt dazu „Hoc sacramentum magnum est“ (also die Ehe) und deutet damit an, dass in der Ehe ein tiefes, allertiefstes Geheimnis steckt.

      Wenn ich ein Zipfelchen dieser großen Geheimnisse erfassen darf, manchmal vielleicht nur für Lidschläge, dann erfüllt mich das mit großer Freude!

      Falls ich darin irren sollte, kann man mir gerne sachlich und ruhig etwas entgegenhalten.
      Da all die Anfeindungen hier aber grundsätzlich nur feindselig, niemals aber sachhaltig sind, dürfte klar sein, aus welcher Quelle sie stammen.
      Zum Glück gibt es hier ja noch ein paar Leute, mit denen man ganz normal und zivilisiert einen Diskurs führen kann.
      Danke all diesen Postern!

  22. Diese Angriffe auf zeitschnur sind wirklich unerträglich. Wer die Wahrheit nicht verträgt soll wegbleiben. Oder fehlt einfach das Wissen oder die Logik

    • Trotzdem ist es leider der Ton, der die Musik macht! Memento: fortiter in re suaviter in modo! fällt mir leider- Gott seis geklagt auch nicht immer leicht.

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