Scharfe Kritik an Zwischenbericht – Kardinal Burke ortet „Manipulation“ und fordert Papst zur Stellungnahme auf

Bischofssynode: Synodalen beklagen zweideutige Begriffe in Zwischenbericht
Bischofssynode: Synodalen beklagen zweideutige Begriffe in Zwischenbericht

(Rom) Scharfe Kritik am Zwischenbericht der Bischofssynode übte der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanisław Gądecki von Posen. Synodalen beklagen „zweideutige“ Formulierungen. Unterdessen sagte der amerikanische Kardinal Raymond Burke unumwunden: „Die Information über die Synode ist manipuliert“ und forderte Papst Franziskus auf, endlich Stellung zu nehmen.

Generalrelator Kardinal Peter Erdö hatte die relatio post disceptationem vorgelegt und damit die erste Synodenwoche über die Familie zusammengefaßt. Heftige Kritik daran übte Erzbischof Gadecki. Was im Zwischenbericht stehe, sei „das Ergebnis des Einflusses der ehefeindlichen Ideologie“, so der Erzbischof gegenüber der Polnischen Sektion von Radio Vatikan. Es führe weg vom Lehramt Johannes Pauls II. über die Familie, sagte der polnische Oberhirte in Anspielung auf das Apostolische Schreiben Familiaris Consortio.

Zwischenbericht enthalte Elemente „der ehefeindlichen Ideologie“

Erzbischof Stanislaw Gadecki von Posen
Erzbischof Stanislaw Gadecki von Posen

Der Erzbischof zögert keinen Augenblick, seine vernichtende Kritik auszusprechen. Im Erdö-Zwischenbericht seien „sogar Spuren der ehefeindlichen Ideologie zu erkennen“. Die „pastorale Hauptaufgabe“ der Bischöfe sei, „die Familie zu unterstützen, und nicht ihr in den Rücken zu fallen durch das Hervorgeben schwieriger Situationen, die es gibt, aber nicht das Wesen der Familie darstellen und nicht die Notwendigkeit tilgen, die guten, normalen, gesunden Familie zu unterstützen, die vielleicht nicht um das Überleben kämpfen, dafür aber für die Treue“, so Erzbischof Gadecki.

Der Vertreter des polnischen Episkopats äußerte zudem Bedenken über gewisse zweifelhafte Kriterien, die auf der Bischofssynode zum Thema Familie angewandt würden. Dazu gehört „zum Beispiel das Kriterium der Gradualität. Kann man wirklich das Konkubinat als Gradualität der Ehe und als Weg zur Heiligkeit behandeln?“, so der Erzbischof. Der Zwischenbericht, so Msgr. Gadecki, „hat das Thema Sünde vollständig augelassen, so als hätte eine weltliche Sichtweise obsiegt und als wäre alles Unvollkommenes, das zur Vollkommenheit führe“.

Kritik an „Gradualität“ und dem Eindruck, die Synode akzeptiere Adoptionsrecht für Homosexuelle

Der Erzbischof geht noch weiter. Es sei von einer Reihe von Synodenvätern aufmerksam gemacht worden, „nicht so sehr auf das, was der Zwischenbericht sagt, als vielmehr auf das, was er nicht sagt. Konkret äußert er sich zu den Ausnahmen, obwohl hier auch Bedarf besteht, die Wahrheit darzulegen.“

Zudem seien die Punkte so formuliert, als sei die Synode für das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. „Auch das ist ein Mangel des Textes: statt zur Treue anzuspornen, zum Wert der Familie, scheint er alles zu akzeptieren, so wie es ist. Man gewinnt auch den Eindruck, als sei alles, was die Kirche bisher gelehrt hat, unbarmherzig gewesen, während nun die Lehre der Barmherzigkeit beginne“, so die Kritik des Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki. Die Kritik des Erzbischofs wurde von den andersprachigen Sektionen von Radio Vatikan nicht übernommen.

Kardinal Burke fordert Papst auf, Stellung zu beziehen und das könne er nur durch Bekräftigung „der Lehre aller Zeiten“ tun

Kardinal Burke: ortet "Manipulation" und fordert Papst zur Stellungnahme auf
Kardinal Burke: ortet „Manipulation“ und fordert Papst zur Stellungnahme auf

Von „Manipulation“ spricht der Präfekt der Apostolischen Signatur. Kardinal Burke sagt in einem Interview für die Tageszeitung Il Foglio, daß ein „beträchtlicher Teil der Synodalen“ die Bewahrung der von Christus anvertrauten Lehre wolle, daß deren Meinung aber nicht wirklich nach außen dringe. Das Interview wird am Mittwoch veröffentlicht, wurde auszugsweise bereits heute auf der Internetseite der Tageszeitung vorweggenommen. Der Kardinal fordert Papst Franziskus darin auf, Stellung zu beziehen, und eine solche Stellungnahme des Papstes, so der Kardinal, „kann nur in der Kontinuität mit der Lehre der Kirche aller Zeiten sein“.

Kaspers „neue Offenheit“ schon vor 30 Jahren diskutiert – „Sie fügt dem Glauben schweren Schaden zu“

Es funktioniere nicht, wenn die „Informationen manipuliert“ werden, so daß „nur eine Meinung betont wird, anstatt getreu die verschiedenen dargelegten Positionen wiederzugeben. Das besorgt mich sehr, weil eine beträchtliche Zahl der Bischöfe die Ideen einer Öffnung nicht akzeptiert, aber nur wenige davon erfahren. Man spricht heute von der Notwendigkeit, daß die Kirche sich der Welt öffnet, wie Kardinal Kasper im Februar verkündete.

In Wirklichkeit ist sein Standpunkt zum Thema Familie und der Kommunion für wiederverheiratet Geschiedene nicht neu. Sie wurde bereits vor 30 Jahren diskutiert. Seit Februar bekam sie neuen Auftrieb und man ließ sie schuldhaft sich ausbreiten. Aber das alles muß ein Ende haben, weil es dem Glauben schweren Schaden zufügt.“

Der Kardinalpräfekt sagte auch, daß „Bischöfe und Priester mir sagen, daß nun viele wiederverheiratet Geschiedenen die Zulassung zur Kommunion verlangen, weil das Papst Franziskus ja will. In Wirklichkeit, stelle ich fest, daß er sich in dieser Frage bisher nicht geäußert hat.“ Und falls er sich äußere, was der Kardinal sogar anmahnt, könne er nur im Sinne der „ewiggültigen Lehre der Kirche“ Stellung nehmen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana/Vatican Insider

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65 Comments

  1. Bergoglio wird nichts sagen, weil er
    a. zu dumm dazu ist, um qualifiziert Stellung zu nehmen
    b. er den Auftrag hat, die katholische Moral zu zerstören, da seine Vorgänger bereits das Dogma
    liquidiert haben
    c. er seinen intelligenteren Handlangern Kaspar und Konsorten grünes Licht gegeben hat.

    Die Vorgehensweise der freimaurerischen Antikirche hat seit dem vatikanischen Räuberkonzil einen Quantensprung gemacht, da es kaum noch katholische Prälaten alten Glaubens gibt, und da ihr „Papst“ vollkommen einer der Ihren ist.

      • Crisamo,
        machen Sie sich bitte sachkundig! Der Kommentar mag Mutmaßungen enthalten, jedoch solche, für die es reichlich Gründe gibt.

      • Ich kann im Beitrag von catholicus keinerlei Schmähung gegenüber Seiner Heiligkeit, Papst Benedikt XVI. entdecken. Und einen anderen Papst gibt es- zumindest laut eigener Aussage von Bergoglio- bislang nicht. Man möge mir ein einziges Zitat zeigen, in dem er sich als Papst bzw. Nachfolger Petri outet- es wird keine zu finden sein. Er ist lediglich Bischof von Rom. Sagt er selber. Wenn die Bergogliokriecher aber ihren eigenen Propheten nicht mehr ernst nehmen, kann man das dann von einem treuen Katholiken erwarten?

      • @ Marcellus

        „Man möge mir ein einziges Zitat zeigen, in dem er sich als Papst bzw. Nachfolger Petri outet- es wird keine zu finden sein.“

        Okay:

        15.3.13: Ansprache vor den Kardinälen:
        „Von allen Teilen der Erde hat sich ein flehentliches und viel­stimmiges Gebet der Christen für den neuen Papst erhoben, und voller Begeisterung war meine erste Begegnung mit der dicht gedrängten Menge auf dem Petersplatz. “

        16.3.13: Treffen mit den Medienvertretern:
        „Ich freue mich, zu Beginn meines Dienstes auf dem Stuhl Petri mit Ihnen zusammenzukommen.“ und: „Und als die Stimmen zwei Drittel erreichten, erscholl der übliche Applaus, da der Papst gewählt war. Und er umarmte, küsste mich und sagte mir: „Vergiss die Armen nicht!““

        19.3.13: Predigt bei der Amtseinführung:
        „Heute feiern wir zusammen mit dem Fest des heiligen Josef die Amtseinführung des neuen Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri – ein Amt, das auch Macht beinhaltet. Gewiss, Jesus Christus hat Petrus Macht verliehen, aber um was für eine Macht handelt es sich? Auf die dreifache Frage Jesu an Petrus über die Liebe folgt die dreifache Aufforderung: Weide meine Lämmer, weide meine Schafe. Vergessen wir nie, dass die wahre Macht der Dienst ist und dass auch der Papst, um seine Macht auszuüben, immer mehr in jenen Dienst eintreten muss, der seinen leuchtenden Höhepunkt am Kreuz hat.“

        Quellen: http://w2.vatican.va/content/francesco/de.html

        Das ist mehr als „ein einziges Zitat“.

      • @crisamo: Welche Schmähungen denn? Bergoglio ist es der schmäht. Vor den Rabbinern schwafelte er aus: Die Kirche ist eine Frau. Und letzthin: Gott existiert nicht. Er macht sich lustig über die Rosenkranzbeter, er setzt den Franziskanern der Immaculata einen despotischen Kommissar Volpi vor die Nase und benimmt sich auch sonst wie ein Elefant im Porzelalanladen. Ich bin 66 Jahre alt und lasse mir nicht den Mund von einem Freimaurer verbieten!

    • a) und c) stimmen sicher… bei b) könnte es auch sein, dass er eigentlich was „Gutes“ will aber einfach so dumm ist (Folge von a)), dass er sich vor andern Leuten Karren spannen lässt und nun sowas rauskommt

    • Lasst uns beten, daß die Kritiker der Kasper-Kirche nicht nur die Kraft haben, sondern auch Manns genug sind, aus der Synode auszuziehen, wenn da lehramtsfeindliche Beschlüsse gefaßt werden sollten.

  2. Warum sich noch aufregen? – Es bedarf doch keiner seherischen Fähigkeiten: Es wird noch schlimmer werden.

    Stück für Stück wird seit dem Vaticanum II die katholische Kirche zerlegt.

    Ich würde gerne wissen, welchen Widerstand man noch sinnvoll leisten kann.

    • @ Frontinus

      „Wacht nun, zu aller Zeit betend, auf dass ihr würdig geachtet werdet, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.“
      Lukas 21,36

      • Das sehe ich auch so – aber dieses Fliehen kann nicht darin bestehen, dass man nun zu denen rennt, die die Kirche seit Jahrhunderten als Schismatiker und Häretiker aufgefordert hat, zurückzukehren zur wahren Kirche.

        Es ist also Irrweg, im „Bunker“ des Protestantismus oder in der Orthodoxie nun auch noch den letzten Rest der verbleibenen Rechtgläubigkeit zu verlieren.

        Es geht dabei nicht darum, ob sich dort nette und engagierte Menschen befinden, was zweifellos der Fall ist, sondern darum, dass deren Lehre verkehrt ist.
        Andernfalls tut man nichts anderes als das, was F. tut – bloß auf „Reaktionär“.

        Aber dennoch haben Sie prinzipiell recht: Ich kann das nicht mehr als die Kirche betrachten, von deren Gemeinschaft her ich meinen Glauben ableite. Immer deutlicher erkennt man die großen Augen, die großen Ohren und das große Maul des Wolfes, der sich das Ehrengewand der Braut Christi angemaßt hat.

      • @Leo Lämmlein:

        Als Antwort, die ich Ihnen aus einem anderen Thread noch schuldig bin (sorry, habe den Überblick etwas verloren), wo sie m.E. protestantische Rezepte resp. Darlegungen äußerten, möchte ich gerne auf den Beitrag von Zeitschnur (7:31) verweisen.

  3. Jetzt geht es ans „Eingemachte“! Jetzt muss P. Franziskus endlich klipp und klar Stellung beziehen – da bin ich mal gespannt!

  4. ENDLICH !!!! Es geht endlich los. Offenbar sind nicht alle Bischöfe von allen guten Geistern verlassen. Wir müssen alles tun, um diese mutigen Bekenner zu stärken und zu unterstützen. Hoffentlich sind sich alle im Klaren darüber, dass Bergoglio derjenige ist, der mit seinen verlotterten Kasperkriechern hinter dem Ganzen steckt. Meinen größten Respekt vor diesen mutigen Bischöfen! Ich hatte allmählich wirklich schon gedacht, wir wären hier die letzten Mohikaner.

  5. PS. Und immer unverzichtbarer wird es, dass Seine Heiligkeit, Papst Benedikt XVI. sich öffentlich und glasklar hinter die katholische Lehre stellt und endlich damit beginnt, in die Kreuzesnachfolge Seines Herrn zu gehen. „Petrus, quo vadis?“ Und Petrus drehte sich um und ging den Weg Seines Meisters. Der Papst- Benedikt XVI. -darf und kann nicht mehr schweigen angesichts des unermeßlichen Schadens, der von einem Bergoglio angerichtet wird. Und er kann und darf nicht mehr länger schweigend zuschauen, wie die treuesten Söhne und Töchter der Kirche- Seine Söhne und Töchter- von Kommissaren – niedergemacht und zertrampelt werden.

      • Ihr Satz erinnert an den anderen Satz: Wir haben keinen König außer dem Kaiser… Die Folge war, dass das Volk, das diesen Satz sprach und seinen wahren König verwarf, mit heidnischer Fremdherrschaft bestraft wurde.

      • Das ist per heute leider richtig, aber wenn er ein solches Dokument wie diesen Zwischenbericht unterschreibt und damit die Lehre verlässt ist er kein Papst mehr, weil er sich damit selbst exkommuniziert

      • Dass Herr Bergoglio wirklich ein Papst ist, scheint mir von Tag zu Tag zweifelhafter. Möge Papst Benedikt XVI im Notfall die Kraft haben, den aktiven Petrusdienst erneut zu übernehmen.
        Per Mariam ad Christum.

  6. Der Vatikanist S. Magister berichtet darüber daß der Berichterstatter K. Erdö sich verärgert darüber gezeigt habe, dass sein Spezialsekretär Bischof Bruno Forte die Formulierungen der Abschnitte zu Homosexualität und Homosexuellen eigenmächtig verfaßt habe und in dem Bericht hälingen einbringen konnte.
    Forte gilt als Extremist in theologischer Hinsicht und hat ohne dass dieses Thema von der Synode auch nur annähernd in der beschriebenen Weise besprochen worden sei, seine persönlichen Ansichten dargelegt. Forte habe wie ein Bugnini für „Gayness“ gehandelt.

    Kein Wunder, dass die Bischöfe in der Aula wutentbrannt gewesen sind.

    Ja, Kardinal Burke ist zuzustimmen. Der Papst ist verpflichtet sich zu äußern und zu handeln.

      • Gute Frage. Daß Bischof Forte diesen Blödsinn (Punkt 50 ff.) alleine verfasst hat wage ich zu bezweifeln. Eher hat ihn P. FranzI. gerade deshalb zum Sekretär gemacht um auch das in die Texte zu bringen was im Vorfeld verabredet worden sein muss.
        Der polnische Erzbischof beklagte genau dies, nämlich daß nie Besprochenes in der Relatio auftaucht, dagegen wenig von der Lehre der Kirche zu lesen sei
        und das Geschriebene konträr der Lehre von JPII. (Fam.Cons.) sei.

        Kardinal Erdö muss sich entscheiden!

      • Sehr geehrter @Carlo,
        An den von Ihnen benutzten Terminus habe ich auch schon so häufig bei dem Herumeiern von hohen Prälaten gedacht.
        Es bleibt trotzdem ein recht derbe, um nicht zu sagen vulgäre Ausdruck.
        Besonders schlimm ist daß dieser Ausdruck jetzt schon auf offizielle kirchliche Websites zu finden ist:
        Bei einem Besuch v. niederländischen Seminaristen an das Städtchen Diest (Flämisch-Brabant) führte der lokale Pfarrer (jetzt Dechant) sie durch die Stadt mit Besuch dr Kirchen und des Beginenhofs und natürlich auch das Geburtshaus des Hl. Johannes Berchmans SI, Patron der Jugend und der Pflichtserfüllung.
        Unvergeßlich die aussage des Pfarrers: „Der Hl. Joh. Berchmans sei kein süßes Kekschen gewesen sondern ein echter junger Mann MIT BALLEN“(!)(sic!).
        „Le style, c‘est l‘homme.“(Buffon)

  7. Der Papst muß Farbe bekennen, da ein Ausweichen und Drumherumreden nichts mehr nützt.
    Kann er sich von seinen Dämonen trennen? Hat er die Kraft dazu?
    Hat er die Kraft, die Spalter und Betrüger in die Schranken zu weisen? Eher nicht, denn darum hätte er nicht den Kardinal Kasper vom Zügel nehmen müssen.

    Mich freut die Stellungnahme des Vorsitzenden der polnischen Bischofskonferenz. Ein klares Wort und eine Ansage mit Druck an den Papst, der sich Franziskus nennt.
    Es ist damit zu rechnen, daß das Schisma unmittelbar bevorsteht. Bis nächstes Jahr braucht man nicht mehr zu warten.

    • Der „Papst“ hat schon längst Farbe bekannt – alleine schon dadurch, dass er andere vorschickt, sich selbst aber zurückhält.

      Außerdem ist er doch derjenige, der Kasper schon am 1. Amtstag vor der ganzen Welt als seinen Hinterhof-Berater bekannt hat.

      Worauf warten Sie? Darauf, dass sich die Dämonen bekehren?

  8. Ja, ich erwarte jetzt auch eine Äußerung des Heiligen Vaters, und zwar dem Anlaß entsprechend die Perle der Perlen.

  9. „Synodalen beklagen „zweideutige“ Formulierungen.“

    Ja Leute, werdet doch ENDLICH wach! Diese Formulierungen sind seit dem 2. Vatikanum gang und gäbe – ohne dass die Bischöfe dagegen mobil gemacht hätten, mit zwei Ausnahmen.

    Und ausser ein bisschen Dampf ablassen werden die Bischöfe auch nichts tun. Schliesslich klebt man zu sehr an dem schönen Posten und den Pfründen.

    Theologisch begründen lässt sich dies allemal: „Gehorsam.“

  10. Folgen wir Christus und seiner Kirche, dann folgen wir auch dem Papst und seiner Kirche und beten wir dafür, dass auch er Christus und seiner Kirche folgt.

  11. So ist es richtig. Mögen möglichst viele Bischöfe aufstehen und gegen den Versuch der Änderung der Lehren der heiligen katholischen und apostolischen Kirche protestieren, zu deren Änderung keiner, nicht einmal der Papst, berechtigt ist. Mögen möglichst viele Bischöfe nicht klerikalistisch und selbstherrlich auftreten, sondern vielmehr demütig und Christus gehorsam.
    Heiliger Giuseppe Melchiorre Sarto, der du als Papst Pius X die Kirche vor Häresien verteidigt hast, bitte für uns.
    Per Mariam ad Christum.

    • Möge dieses „aufstehen“ buchstäblich sein.
      Ich fände es herrlich, wenn es unter den Eminenzen und Exzellenzen zu einer handfesten Schlägerei um die W a h r h e i t käme, was immer noch besser wäre als die gewohnte Nachgiebigkeit gegenüber dem Bösen. Aber vielleicht ist dieser Gedanke eine Versuchung, die ich zurückweisen muss.

  12. Mutige Formulierung von Erzb. Gadecki: „Kann man wirklich das Konkubinat als Gradualität der Ehe und als Weg zur Heiligkeit behandeln?“
    Allein an dieser poentierten Aussage wird deutlich, auf welchen Abwegen sich die liberal-progressive Fraktion befindet.

  13. „Der Kardinalpräfekt sagte auch, daß „Bischöfe und Priester mir sagen, daß nun viele wiederverheiratet Geschiedenen die Zulassung zur Kommunion verlangen, weil das Papst Franziskus ja will. In Wirklichkeit, stelle ich fest, daß er sich in dieser Frage bisher nicht geäußert hat.“ Und falls er sich äußere, was der Kardinal sogar anmahnt, könne er nur im Sinne der „ewiggültigen Lehre der Kirche“ Stellung nehmen.“
    Genau das ist auch meine Beobachtung. ‚Mutig‘ drängen sich die ‚wiederverh. Geschiedenen‘ (Unwort) zur Kommunion. Sie gauben sogar, damit Zivielcourage zu zeigen.
    Andere sagen nach meiner Erfahrung: „Wenn jetzt die Kommunion für uns nicht kommt, treten wir aus dem Laden aus.“
    Franziskus hat die Kirche als Organ mit dem Rücken an die Wand gestellt. Er nimmt sie mit den Medien gemeinsam in die Zange und serviert die traditionelle Ehemoral auf dem Silbertablett der Barmherzigkeit.
    Irgendwie erinnert das alles an den Sündenfall. Eva (Sinnlichkeit/Barmherzigkeit) reicht Adam (Gerechtigkeit/Schutz/Vertand) den Apfel der Unordnung.
    Das ist der drohende Todesstoß für alles originär Katholische.

    • „Wenn jetzt die Kommunion für uns nicht kommt, treten wir aus dem Laden aus.“
      Wenn für die besagten Personen die heilige katholische und apostolische Kirche ein Laden ist, haben sie in der Kirche auch nichts zu suchen. Ein Laden, in der jeder, und sei er ein noch so großer Sünder, der sich zum Beichten und zur Buße zu fein ist, die Kommunion käuflich erwerben kann, wenn er nur das nötige Kleingeld besitzt. Ein wahrer Katholik würde zur Beichte gehen, die vom Priester auferlegte Buße verrichten und erst dann wieder die Heilige Kommunion empfangen.
      Per Mariam ad Christum.

    • Papst Franziskus hat sich zu dieser Frage geäußert durch konkludentes Handeln, indem er am hochheiligen Fest der Auferstehung des Herrn zum Telefonhörer griff und eine in ehebrecherischer Beziehung lebende Argentinierin anrief und sie ermunterte, den Leib des Herrn durch sakrilegischen Kommunionempfang zu schänden und sich auf diese Weise einen noch schlimmeren Platz in der Hölle zu sichern.

  14. Es gibt die Aufrechten und an sie hat sich das gläubige Volk zu halten. Was aber Papst Franziskus angeht, habe ich inzwischen klare Ideen:
    Zuerst war Benedikt XVI. wegzuräumen, der schließlich das Feld „freiwillig“ räumte und in welcher Gewissensnot auch immer (da will ich nichts unterstellen) sein Pontifikat verraten hat und vor den Wölfen geflohen ist. Vielleicht hat das weltuzgewandte Volk Gottes zu wenig gebetet!?
    Dann wurde ein Modernisten auf den Thron des Petrus gehoben. Bergoglio war sicher ein Kompromiß: man wollte ja z.B. einen Lateinamerikaner und vor allem war er weit weg, so daß er wirklich ein Überraschungseffekt war, weil ihn ja niemand kannte und man erst begreifen mußte. Aber die Agenda mit Hummes und Kasper&Co. ist klar.
    Und deshalb wird er NICHTS Sagen. Auch nach Burkes Aufforderung nicht. Jedenfalls nichts Konkretes. In einem Jahr wird die Synode mit einem schwammigen Dokument enden, in das jeder reininterpretieren kann, was er will. Und jedem Rechtgläubigen, der Kritik wagt, werden die Modernisten und die dummen „Neokonservativen“ a la kath.net empört vorhalten, daß ja nix Schlimmes im Dokument steht. In Wirklichkeit werden die Progressiven aber dann tun und lassen, was sie wollen (soweit sie es nicht ohnehin schon tun). Dann aber hochoffiziell.
    Und der Papst quasselt und quasselt jeden Tag: Und es ist schon ein roter Faden drin, nämlich ein ständiges An-den-Ohren-ziehen für das Volk Gottes: SCHLUSS MIT DOGMEN, LEHRE und VORSCHRIFTEN, ES LEBE DAS AUTONOME GEWISSEN.
    Was sagt er in diesen Tagen in den Perlen? Genau das! „Liebe, Barmherzigkeit, Liebe, Barmherzigkeit, Schluss mit Dogmen, Liebe, Barmherzigkeit, Schluss mit Lehre, Bestimmungen, Normen, Liebe, Barmherzigkeit, bla bla“. Substanzlos und evangeliumswidrig wie ein Sektenguru…, aber mit einem klaren Ziel. Irgendwie jesuitisch, wenn man an Blaise Pascal denkt. Die Kasuistik auf den Papstthron erhoben. Der Hochmut eines Ordens, der dienen wollte und Ämter auszuschlagen hatte. Doch dann wurden sie Kardinäle und mit Martini klappte es noch nicht als Papst, dann aber im zweiten Anlauf mit Bergoglio…

    • [email protected]: Papst Benedikt XVI. ist mitnichten vor den Wölfen geflohen. Das zu sagen ist eine Verleumdung.
      Papst Benedikt XVI. war an einen Punkt angelangt, wo er dem Herrn sein Ganzopfer angeboten hat. Er hatte alles im Hl. Geist geprüft und dann den Weg, den Kreuzweg angetreten: das geschah durch seine „Rücktrittserklärung“, sein Rücktritt vom aktiven Dienst, aber nicht sein Rücktritt als Papst.

      Frage: ist mein Herr und Erlöser an den ich glaube (hoffentlich immer mehr) auch „vor den Wölfen geflohen“, als er nämlich seinen Weg nach Kalvaria hinauf antrat?
      Sind die Apostel vor den Wölfen geflohen, als sie den Kreuzweg antraten?

      Sie sollten jetzt öffentlich Ihre Worte zu Papst Benedikt XVI. zurücknehmen und um die Gnade Ihrer Bekehrung beten.

      • @Franzel Damit wir uns nicht missverstehen: Ich bin eine begeisterte Anhängerin von Papst Benedikt XVI. Unkritisch bin ich deshalb aber nicht.
        Ich wünschte lieber heute als morgen seine Rückkehr ins Oberste Hirtenamt.
        Ich kann aber nicht vergessen, dass er es selbst aufgegeben hat. Nichts und niemand hätte ihn dort weggebracht. Nur der Tod. Sie hätten ihn ermorden müssen. Er wäre ein Märtyrer geworden.
        Ich hoffe, dass er zumindest nicht zum Abschluss der Synode erscheint und damit dem unsäglichen Dokument seinen indirekten Segen erteilt. Sonst wäre aus einem großen Hirten wirklich nur mehr ein kleines Schaf geworden, das sich beliebig herumschieben lässt.
        Mir ist bewusst, umso mehr wenn ich sehe, was derzeit in Rom passiert, wie allein sich Benedikt XVI. in seinem Pontifikat gefühlt haben muss. Von wieviel Feinden er umgeben war, die Loyalität nur geheuchelt haben. Ich kann mir sogar vorstellen, dass man ihn mit einer offenen Schismadrohung in den Rücktritt getrieben hat.
        Aber er besitzt die Intelligenz um Hintergrund und Folgen eines solchen Handelns zu durchschauen. Er musste wissen, dass sein persönliches Nachgeben der Kirche keinen Segen bringt, dass aus einer solchermassen erzwungenen Papstwahl nichts Gutes kommen konnte.
        Und dennoch hat er diesen unsäglichen Schritt gesetzt, der die Kirche jeden Tag mehr in ein unendliches Chaos stürzt, dessen Ende noch nicht einmal im Ansatz zu erkennen ist.
        Schade, ich könnte weinen aus Zuneigung und Enttäuschung über Benedikt XVI.

      • Ich denke das Problem ist, dass wir alle davon ausgehen, dass Papst Benedikt gezwungen wurde, und nicht in Rechnung stellen, dass er möglicherweise so erkrankt ist, dass er damit rechnen musste, dass er wirklich nicht mehr in der Lage war, die Kirche zu leiten.
        Normalerweise wäre sowas kein Problem, hat es wohl an den Enden anderer Pontifikate auch gegeben.
        Nur musste Papst Benedikt davon ausgehen, dass man dann in seinem Namen alles mögliche tun und veröffentlichen würde, wo er nie und nimmer dahinter gestanden wäre.
        So stand er wohl vor der Wahl dreier Übel.
        1. Am Platz bleiben und alles absegnen auch wenn er nicht mehr in der Lage war, oder absehbar nicht mehr in der Lage sein würde, die Schriftstücke zu kontrollieren.
        2. Am Platz bleiben und gar nichts mehr absegnen, nichts mehr unterschreiben und damit viel Unmut und Zorn auf sich ziehen
        3. Zurücktreten und hoffen, dass man ihn in Ruhe lässt.

        Oder

  15. Vielleicht ist das auch noch eine Möglichkeit: Um die Zankereien zu beenden, könnte „man“ das tägliche Opfer auch kurzerhand abschaffen.

    • das geschieht, wenn es wirklich so schlimm ist, wie mache vermuten, und daran wird es sich zeigen, Ende 2016.
      Dann sind es noch ca. 3einhalb Jahre, die man überstehen muss, (siehe Buch Daniel, Kapitel 12 und 9)

      • @ zeitschnur wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil.
        Ich schrieb „wenn……dann“ und wenn das tägliche Opfer abgeschafft wird, und der unheilvolle Greul aufgestellt wird, dauert es noch dreieinhalb Jahre.
        Wenn Papst Franziskus der Papst der Endzeit ist, der das tägliche Opfer abschafft,. dann wird das Ende 2106 geschehen.
        Genau deshalb müssen wir uns da gar nicht drüber verrückt machen,weil a) wenn es kommt dann kommt es und b) werden wir es schon mitkriegen (Luk 17,22ff9 und genau deshalb ist es c) hochmütig zu behaupten man wisse es.

  16. Wenn dem so stimmt, woran ich leider keinen Zweifel habe, heisst es ab jetzt: Satanas non ante portas, sed intra muros.
    Heilige Gottesgebährerin steh uns bei.

  17. Am Ende darf wahrscheinlich jeder so entscheiden wie er möchte. Alles ist richtig und Alles ist falsch. Man braucht die Ergebnisse dieser Synode ja nur diplomatisch genug aufsetzten. Alter Bauerntrick, fallen heute noch die meisten daruf rein.
    And there you have the motivation behind „dialogue“ with „elder brothers“ so succinctly summed up by one of the greatest pioneers of interfaith „dialogue“ who participated in the writing of a Church council document, Nostra Aetate. Rabbinic warfare against Christian souls is not fought with guns and bombs, but with „conversation“ and „discussion.“
    http://mauricepinay.blogspot.de/2007/12/vatican-ii-kabbalist-sage-rabbi-abraham.html

    am Ende wird trotz allem die Wahrheit gewinnen.

  18. @catholicus Zu Punkt „a.“ Ihres Kommentares, der in der Reihe ganz oben steht: Vielleicht wäre es an der Zeit, für die künftigen „papabiles“ einen Katalog von gewissen geistig-intellektuellen Mindestanforderungen neben der als selbstverständlich vorauszusetzenden geistlich-spirituellen Eignung zu formulieren: z.B. aktive Beherrschung von mindestens fünf der wichtigsten Sprachen in Wort und Schrift, akademische Mindestlaufbahn, gewisse wissenschaftliche Reputation usw…. Mit Schrecken erinnere ich mich an den ersten österlichen „urbi er orbi“ von Franziskus vor den Augen der Weltöffentlichkeit (!). Er hat sich nicht mal bemüht, ihn in den wichtigsten Sprachen zu formulieren. Welch eine Demut vor der berechtigten Erwartung der Menschen auf dem Petersplatz und an den Rundfunk- und Fernsehgeräten.
    Und eine gewisse körperliche Eignung wenigstens zum Zeitpunkt der Wahl täte dem Amt sicher auch ganz gut …

    • Das sind aber alles keine geistlichen Qualifikationen, Verehrtester! Wissen Sie nicht, dass der Heilige Geist selbst den ungebildetsten Menschen zu einem Klugen und Weisen machen kann?
      Und letzteres scheint mir hier viel eher das Problem zu sein.
      F. hätte auch ohne sprachliche Bildung „Defizite“ ausgleichen können. Man denke etwa an Mose und Aaron – wo der von Gott berufene Mose eine schwere Zunge hat, schenkt ihm der Herr eine Zunge durch Aaron. Das wäre bei einem demütigen „Papst“ ganz genauso möglich!
      Wenn der Herr einen weniger Gebildeten zum Papst beruft, stellt Er ihm zu 100% Gefährten an die Seite, die das Fehlende treu ergänzen.

      • Ja, und einem sehr Gebildeten, jedoch gebrechlichen Papst analog wirksame Stützen, liebe Benedikt-Fans !

      • @zeitschnur „Das sind aber alles keine geistlichen Qualifikationen“ …Wenn Sie meinen Kommentar genau gelesen hätten, Verehrteste, wäre Ihnen nicht entgangen, daß ich eben diese geistliche Eignung als „selbstverständlich vorauszusetzend“ angeführt habe (s. meinen Kommentartext). Ein gewisses intellektuelles und körperliches Mindestmaß der Eignung zum Papstamt zu formulieren, halte ich jedenfalls nicht für abträglich. Es müssen ja nicht gleich durchwegs Ausschlußkriterien sein. Aber vielleicht existiert ja so ein geduldiges Papier in Rom schon längst ?! Sachkundige vor !

    • Es ist eine Tatsache, daß J.M. Bergoglio im Konklave als mindestens drei Fremdsprachen beherrschend mit längeren Auslandsaufenthalten vorgestellt wurde.
      Ein Kardinal Lehmann hat sich Camp santo teutonico noch euphorisch über diese Fähigkeiten, vor Journalisten ausgelassen.
      Seulement une petite fraude.
      Macht nichts

      • Es bekam doch jeder Kardinal vorm Konklave so eine Mappe mit Kurzbiographien und Profil eines jeden Mitbruders – was ja an sich sehr sinnvoll ist. Nur, wer war egtl. dafür zuständig? Vielleicht … der Herr Kardinal-Dekan!? Jedenfalls war schon das eine Möglichkeit zur subtilen Manipulation, eben zum „Schönschreiben“ …

  19. Was jetzt kommt, ist unschwer zu erraten:

    Der „Heilige Geist“ hat geweht und alle Gegner des einzig wahren, weil „barmherzigen“ Katholizismus entlarvt, beflügelt den Bischof von Rom, diese Kräfte, die zu einem „kollegialen Miteinander“ nicht fähig sind – notfalls helfen ein paar gezielt geplante Visitationen – in den kommenden zwei Jahren durch Kräfte zu ersetzen, die sich in erster Linie selbst für progressiv halten und nach Schafen riechen und das gewünschte Ergebnis ist bei der Fortsetzung der Synode in zwei Jahren sicher.

    Benedikt – was hast Du uns angetan! Gott sei Deiner Kirche gnädig!

  20. Du sollst deinen Vater und Mutter ehren
    Du sollst nicht Ehe brechen
    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib
    Worüber hat die Synode das Recht zu entscheiden

    Jesus erwartet von uns das wir auch für die beten die Ihn verraten, in der Hoffnung das sie umkehren

    und weiter, bemüht euch nicht zu argumentieren, denn nichts was ihr sagt wird etwas ändern, antwortet statt dessen mit Liebe denn das ist die einzige „Waffe“ gegen Satan und jene die er missbraucht

    Diese „Waffe“ wirkt allerdings nicht beim wirklichen Falschen Propheten, denn er ist der Sohn Satans

  21. Es drängt mich folgendes zu sagen was mir besondere Orientierung i s t :
    Liebe deinen Feind denn wenn du nur d i e liebst die dich lieben was hast du besonderes getan. Tun das nicht auch die Heiden?
    Verurteile nicht. Denn mit d e m Maß mit dem d u mißt wirst du gemessen werden.
    Jesus als Gekreuzigter vor Seinem Tod: Vater vergib ihnen. Sie wissen n i c h t w a s sie tun.

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