Zensur bei Bischofssynode? – Kasper verweist auf Papst Franziskus

Kardinal Gerhard Müller warnt vor Zensur bei der Bischofssynode
Kardinal Gerhard Müller warnt vor Zensur bei der Bischofssynode

(Rom) Befürchtungen wurden bereits im Vorfeld der Bischofssynode laut, als Aussagen eines Kardinals bekannt wurden, der in fröhlicher Runde erzählte, wie man die Synode schon in die gewünschte Kasper-Richtung lenken werde (siehe Wie manipuliere ich eine Bischofssynode? – Aktionsplan gegen Ehesakrament). Nun schlägt Kardinal Gerhard Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation Alarm. Das Gespenst Zensur und Lenkung nimmt damit konkrete Züge an.

Der Kardinal protestierte dagegen, daß der Informationsfluß an die Öffentlichkeit einer Zensur unterliege. Die Wortmeldungen der Synodalen würden vor der Öffentlichkeit geheimgehalten. Da Kardinal Müller zu den Wortführern gehört, die die Glaubenslehre und Praxis verteidigen, bedeutet der Alarmruf, daß eine bestimmte Richtung benachteiligt und ein gewünschtes Bild vermitteln werden soll.

Wertloser Informationsfluß durch Presseamt des Vatikans

Wie AP berichtete, ließ der deutsche Kardinal gegenüber einem der in Rom anwesenden katholischen Fernsehsender seinem Unmut freien Lauf: „Alle Christen haben das Recht über die Wortmeldungen ihrer Bischöfe informiert zu sein.“

Eine deutliche Kritik an der Art, wie der Vatikan den Informationsfluß durch Vatikansprecher Pater Federico Lombardi SJ und seine beiden Priester-Assistenten, einer für die englischsprachigen, ein anderer für die spanischsprachigen Medien, handhabt. Was den Journalisten geboten wird, ist nicht wirklich zitierbar und damit letztlich wertlos (siehe eigenen Bericht Die verschiedenen Synoden – ungenügende Informationspolitik des Vatikans).

Vorschlag Kaspers als „Medizin schlimmer als die Krankheit“

Vor allem die Wortmeldungen der Synodalen, die sowohl die Glaubenslehre über das Ehesakrament als auch die kirchliche Praxis gegen Kardinal Walter Kasper und die Deutsche Bischofskonferenz verteidigen, fallen unter den Tisch. Um deren Aussagen zu sammeln, muß man sich auf die Suche machen und da und dort nachfragen. Das ist den Millionen zu Hause aber unmöglich. Eine kleine Stichwortsammlung. Ein Synodale sagte in der Aula, der Vorschlag Kaspers sei als „Medizin schlimmer als die Krankheit“ selbst. Beim täglichen Briefing für die Presse war davon kein Wort zu hören.

Ebensowenig von jenem Synodalen, der auf eine Schieflage der Begriffe hinwies, dem der „wiederverheiratet Geschiedenen“. In Wirklichkeit „reden wir hier von Menschen, die durch eine sakramentale Ehe verheiratet sind“, doch dieser wichtigste Umstand werde in einer verzerrenden Wortschöpfung unterschlagen, die davon ablenke und das Augenmerk auf Scheidung und Wiederverheiratung lenke.

Wieder ein anderer konterte der von Kasper und Papst Franziskus postulierten „neuen Barmherzigkeit“ und sagte, daß es auch schon vor 2014 Päpste gab und man nicht behaupten könne, daß diese nicht barmherzig gewesen seien.

Zum Stichwort „Barmherzigkeit“ erinnerte ein Synodale daran, daß alles einen Ort habe und der wichtigste Ort der Barmherzigkeit der Beichtstuhl sei. Dort zeige die Kirche seit jeher Barmherzigkeit. Wer diesen Ort aber nicht nützen wolle, beraube sich selbst der großen Barmherzigkeit, die Gott durch die Kirche ausübe, und könne nicht einfach verlangen, daß die Kirche den Ort der Barmherzigkeit an einen anderen, schlechteren Ort verlagern solle.

Kritisierter Kasper rechtfertigt sich, inderm er auf Papst Franziskus verweist

Andere Synodalen hielten Kasper und Marx entgegen, daß man nicht ständig „Barmherzigkeit, Barmherzigkeit“ rufen könne, sondern sich auch anstrengen und mehr evangelisieren müsse. Man rede immer von Formung und Unterweisung der Gläubigen, vernachlässige diese dann jedoch, aus Angst, man könnte mißverstanden werden. Auf diese Weise werde man aber garantiert nicht verstanden.

Der sensibel reagierende Kardinal Kasper rechtfertigte sich im Synodensaal gegen teils heftige Kritik an seinem Vorschlag und seinem Vorgehen damit, „daß schon er es gewesen sei, der die Initiative ergriffen habe, daß er aber vorher beim Papst nachgefragt habe…“, schreibt der Vatikanist Marco Tosatti für La Stampa. Der Kardinal sagte damit unverblümt, daß der eigentliche Stratege hinter der Operation Primatsumkehrung Praxis vor Lehre und Kommunion für die wiederverheiratet Geschiedenen Jorge Mario Bergoglio ist. Aussagen und Gesten des Papstes seit dem Konklave bestätigen diese Aussage Kaspers. Der deutsche Kardinal würde eine solche öffentliche Aussage kaum wagen, wenn sie nicht zutreffend wäre.
Die Kontrolle über den Informationsfluß bietet die Möglichkeit die öffentliche Meinung zu lenken. Im konkreten Fall scheint das vatikanische Presseamt mehr der Kasper-Partei den Rücken freizuhalten, damit diese über ihre eigenen Kanäle und durch direkte Medienkontakte den Informationsfluß lenken kann.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana

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74 Comments

  1. „Der Kardinal sagte damit unverblümt, daß der eigentliche Stratege hinter der Operation Primatsumkehrung Praxis vor Lehre und Kommunion für die wiederverheiratet Geschiedenen Jorge Mario Bergoglio ist.“

    Nun da wäre keiner draufgekommen. (Das war Spaß). Rein subjektiv ist mir aufgefallen das Kardinal Kasper nachdem Bergoglio sich zum Papst hat wählen und dann als Bischof von Rom in einem Nebengebäude im Vatikan gelandet ist sehr laut geworden ist. Und der befreienden Seufzer der deutschen Bischofskonferenz ist mir auch nicht verborgen geblieben. Irgend so ein Jesuit faselt schon von einem epochalen Zeichen und glaubt das wenn es etwas negatives gibt es nicht negativ ist.

    „Ein Synodale sagte in der Aula, der Vorschlag Kaspers sei als „Medizin schlimmer als die Krankheit“ selbst. Beim täglichen Briefing für die Presse war davon kein Wort zu hören.“

    Damit könnte er wohl recht haben. Ziehen wir uns warm an und stellen uns unter dem Schutz der Mutter Gottes und beochbachten das Treiben in Rom von dort in aller Gelassenheit.
    Seitdem ich den Begriff Konzilssaison kennen lernen durfte ist mir vieles leichter geworden.
    Per Mariam ad Christum.

    • Um sich der besonderen Treue gegenüber dem Papst (und dem Lehramt), die den Jesuiten (zumindest formal) abverlangt wird, leichter entledigen zu können, hat sich ein Jesuit gleich zum Papst wählen lassen, der dann Päpstliche Erklärungen von sich gibt, für die die heutigen Jesuiten leichter ihren Treueeid leisten können. Das nennt man dann typisch jesuitisches Taktieren. Der Orden hätte aufgelöst bleiben sollen, als er bereits kein Salz der erde mehr war. Jetzt befinden sich diese Figuren an entscheidenden Schaltstellen (vgl. Sekretär der DEU Bischofskonferenz, der sich auch schon – obwohl katholischer Leichtmatrose – als geschäftsführender Vorsitzender geriert).

  2. Und immer und immer wieder werden wir in dem bestätigt, was wir vom ersten Moment an befürchtet haben: Bergoglio ist weder gütig, noch barmherzig, noch im Gleichklang mit seinem Vorgänger und dem Lehramt der Kirche: er ist herrschsüchtig, intolerant, barmherzig nur gegenüber seinesgleichen und pfeift auf die Lehrtradition der Kirche. Von wegen theologische Diskussion- das Ergebnis der Synode stand von vorneherein fest. Nennen wir das Faktum beim Namen: Bergoglio will eine andere Kirche- aber wahrhaftig keine katholische, sondern eine der Welt angepasste, liberale und freimaurerische Kirche. Nur noch debile Schwachköpfe auf der einen Seite oder die völlig verblendeten Jubler auf der anderen Seite können das noch leugnen. Die Fakten- Reden und Handeln- des Selbstdarstellers in Rom sind eindeutig.

  3. Wär nicht der Papst selbst mit im Boot,
    dann wär der Kasper jetzt in Not.
    Doch findet Rom nur noch bedrohlich,
    wer „Tradi“ ist und gut katholisch!

    Egal ob Bischof oder Pater,
    Kapuziner der Immaculata,
    die werden zuerst inspiziert
    und anschließend gleich abserviert.

    Doch spricht man trotzdem, ziemlich breit
    über die Barmherzigkeit !
    Doch diese gilt, ihr wisst es schon,
    niemals für die Tradition.

    Da muss man schon geschieden sein,
    mit neuer Trulla an dem Bein,
    muss schwul oder auch lesbisch leben
    und auf die Kirchenlehr nichts geben.

    Für uns schickt, er vom Petris Thon
    den Bannstrahl wie er „Made In Rom“
    seit dem Konzil zu finden ist,
    der seine eigen Kinder frisst!

    Wartet nicht auf Barmherzigkeit,
    wenn ihr kein Ehebrecher seid!
    Denn sonst kennt Rom ja kein Erbarmen,
    so jetzt bin ich fertig, Amen.

  4. Sehr schön, wie dieser Artikel die strategische Zusammenarbeit der vatikanischen Presse mit der Bergoglio-Kasper-Fronde aufzeigt. Es ist nämlich keineswegs so, dass immer nur die bösen weltlichen Medien quasi von außen die Kirche in eine bestimmte Richtung drängen. Sondern die Medien werden von den Progressiven knallhart zur Durchsetzung ihrer Zeile eingesetzt (wohl auch gut bezahlt!) und mit entsprechenden Informationen gefüttert. Das war so bei den diversen Bischofsmobbings, angefangen von Groer über Krenn bis zu Mixa und Tebartz, das war so beim Konzil und ist auch jetzt bei der Bischofssynode der Fall. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!? Hoffentlich! Nebenbei: Was hindert es eigentlich Kardinal Müller u. a. Synodenteilnehmer, ihrerseits die Presse vom Geschehen in der Aula zu informieren?

    • Wie recht Sie haben!
      So sehe ich das übrigens auch bei den Scalfari-Interviews: Nicht Scalfari hat Bergoglio missbraucht, sondern – so verrückt das klingt – Bergoglio Scalfari!
      Bergoglio hätte alle macht der Welt gehabt, Scalfari die Veröffentlichung verzerrter Wiedergaben seiner Sätze gerichtlich zu untersagen. Aber er hat nicht nur nicht das getan, sondern die Version Scalfaris ausdrücklich bejaht.

      Wir müssen der kalten Wahrheit ins Auge sehen: Bergoglio will, dass der Atheist für ihn spricht, er will, dass das Ehesakrament ebenso wie das Eucharsitiesakrament vollends verhöhnt wird.

      ich weiß, dass mir viele überlnehmen, wenn ich die Dinge so rücksichtslos ausspreche.

      Aber eines bitte ich all jene doch einmal zu bedenken, die sich turnusmäßig über meine Äußerungen empören:
      Ich bin nicht nur Musikerin, sondern auch Sprachkünstlerin. Neben der Musik interssiert mich weltlich gesprochen mehr als die Sprache.
      Alles, was jemadn sagt, muss man in seiner präzisen Form ernstnehmen, selbst dann, wenn der es nur so dahergeredet haben sollte.
      Immer bezeugt die sprachliche Äußerung, wer der Geist, der spricht, IST.

      Die dem Modernismus entsprungene assoziative und beliebige Lesart, die unendliche Interpretationsspannen zulassen will, ist absurd.

      Man muss F. ebenso wie schon Ratzinger wirklich in allem, was sie sagten vollkommen ernstnehmen, und jedes Wort auf die Goldwaage legen.

      Der Fehler der Katholiken ist seit Jahrzehnten, dass sie genau davor zurückschrecken und dies allenfalls – wie die der Großteil derer, die glauben, die wahre Tradition zu hüten – selektiv tun.

      Es ist nicht die Welt, die hier das Hauptproblem darstellt, wie recht Sie haben!

      Man muss allerdings auch zugeben, dass auch Kard. Müller ein äußerst gebrochenes Verhältnis zur präzisen Sprache hat. Er folgt zwar einem gefühlt konservativen Glaubensdesign, aber auch er dreht und wednet die Dinge assoziativ, wenn ihm dies opportun scheint (z.B. virginitas in partu oder Evolutionismus etc.)

      • „Ein gebrochenes Verhältnis“ ist sehr zurückhaltend ausgedrückt. Ich orientiere mich höflicherweise am geschriebenen Wort. Und bei Kardinal Müller gibt es eben viel nebulöses Geschwurbel, verdrehte Sätze ohne Aussage. Verstehe, wer das will!
        Ein Genuß waren hingegen immer die die glasklaren Texte von Papst Benedikt, frisch wie Brunnenwasser, treffsicher und doch melodiös und grammatisch intakt.
        Sie haben recht, man muß genau hineinhören -entweder den Text zweimal lesen oder laut lesen.

      • Ich stimme Ihnen absolut zu. Wir müssen Franziskus durch Franziskus lesen. Ich habe mich der nicht ungefährlichen (für das eigene seelische Gleichgewicht) Aufgabe unterzogen, alle veröffentlichten Worte dieses Pontifikates zu sichten und die tendenziösen oder problematischen zusammenzustellen. Im bewussten Bezugnehmen und auch Absetzen zu einem bekannten anderen Internetportal habe ich sie „Franziskusperlen“ genannt. Diese veröffentliche ich sukzessive auf meinem Blog „Cetera tolle“ http://ceteratolle.blogspot.de/

  5. Please consider strongly the following case of a physician as an example characterizing some potential problems regarding to the pastoral character of a Council or Synod:

    A physician has to make a diagnose of his patient’s physical problems to find out the illness. Such act is in fact a falible act of problem analysing regarding the changing reality while the result of that diagnose is a characterization of the problem.
    Thereafter the physician has to find out what the best medicin will be to heal his patient and will then prescribe the medicine to his patient. This act is in fact a search for the best solution at the level of the truth, the level of natural scientific and experimental knowledge to determine the implementation of that truth onto the changing reality. Although such search for the truth would be in full accordance with the diagnose, if the fallible diagnose – problem analysis – is wrong, such medicine gives certainly a high risk in worsening the condition of the patient and even can cause death in longer term?
    Herewith a new problem has been appeared: how self-sufficient will the physician be, will he be able to acknowledge his own fallibility by recognizing his wrong diagnose or not. And if positive will he be able to take the right measures by prescribing new medicins not only to heal the illness but also to neutralize the wrong one firstly, while time is running due to the wrong medicin.

    • Das Problem ist nichts Neues unter der Sonne – schon immer war die Menschheit krank am Zerwürfnis der Geschlechter, das das Zerwürfnis mit Gott spiegelt.

      Es ist alleine schon perfide so zu tun, als sei dies nun eine „neue Zeit“.

      Wann immer Missionare irgednwo ankamen – das Zerwürfnis der Geschlechter und die Versklavung insbesondere der Frau war überall anzutreffen. Männer erlaubten sich freien Sex und mehrere Frauen, die sie – meist einseitig – verstoßen konnten nach Belieben.

      Die wahren Apostel folgten aber immer der Forderung aus Jesu Worten ohne Pardon für gar niemanden!

      Denn die Diagnose muss immer lauten: der Geschiedene und wieder Verheiratete leidet an der Härtigkeit des Herzens (Jesus). Das ist der Name der Krankheit. Und wer ein verhärtetes Herz hat, schadet nicht in erster Linie sich selbst oder dem Nächsten, sondern er beleidigt Gottes Heiligkeit.
      Daher waren die Missionare immer ganz rigoros. Auch bei Königen und Mächten. Was nützt es dem Menschen, wenn er verharren „darf“ in verhärteter Herzenshaltung gegen Gott, wenn er damit zur Hölle fährt und insbesondere als Fürst auch noch ein schlechtes Beispiel für die Untertanen abgibt (was ja dennoch, aber ohne Zustimmung der Kirche, geschehen ist)? Die Reformation ging dann andere Wege samt der Orthodoxie. Von dort ist gar nichts zu erwarten! Alleine schon wegen des Treuebruches hinsichtlich des 6. Gebotes!

      Die Medizin auf die immer gleiche alte Krankheit ist Reue, Buße, Umkehr, Ablassen von dem, was die Kirche Sünde nennt und individuelle Lösungen in der Gestaltung dieser radikalen Sündenabkehr.

      Schon der Volksmund sagt: Wo ein Wille ist, ist auch Weg.

      • Und in dem von Ihnen @zeitschnur aufgezeigten Zusammenhang wird überdeutlich, dass die seit dem Konzil praktizierte „Interkulturation“ der Anfang vom Ende jeglicher Mission war. Der daraus entstandene Synkretismus ist der Nährboden für die erfolgreiche Abwerbung durch die evangelikalen Sekten. Und Bergoglio macht nun aus der Not eine Tugend, in dem er sich diesen Leuten an den Hals wirft. Welch ein Niedergang! Gott scheint diese Konzilskirche in ihrem Tanz um das Goldene Kalb „Aggiornamento“ wirklich sich selbst zu überlassen.

      • December 2012 Pope Benedict XVI wrote: “Behind the vague expression ‚today’s world‘ lies the question of the relationship with the modern era. To clarify this, it would have been necessary to define more clearly the essential features that constitute the modern era. ‚Schema XIII‘ did not succeed in doing this. Although the Pastoral Constitution expressed many important elements for an understanding of the “modern world” and made significant contributions to the question of Christian ethics, it failed to offer substantial clarification on this point“.
        Ergo, the highest Magisterium is acknowledging or at least seems to indicate that regarding Vaticanum II a fundamental problem analysis has failed.
        Pope Benedict XVI wrote this statement regarding to Gaudium et Spes, additionally at the same time he also carried over this statement to Dignitatis Humanæ and Nostra Ætate.
        According the logics such analysis, must be either correct or not, the same analysis can never be both and therefore if that analysis has failed regarding to some of the Council documents then the same analysis may be expected to have failed for the whole, i.e., the “aggiornamento”, which affects in one document more and the other document less.
        Therefore not only the expressions of the ‚today’s world‘, the ‚modern era‘ and the “modern world” but also all statements and theories based on this failed analysis would bear a high risk on failing by wrongly taken measures.

      • Das ist wirklich ganz übel, wie Sie hier immer wieder von hinten durch die Brust ins Auge Ihren bizarren Feminismus reintragen. Damit hat die Tradition nie etwas am Hut gehabt!

      • @ Traditionstreuer

        „Die“ vulgäre, selbsternannte „Tradition“ nicht, das ist bekannt, aber die Kirche schon. Jesus war sicher auch ein „übler Feminist“, als er die Verstoßung der Frau verbot und die Polygamie gleich dazu…Und noch schlimmer Maleachi: er behauptet, dass die ungerechte Behandlung der Frauen einer der Hauptgründe für den Niedergang Israels sei…wahrscheinlich auch ein Feminist, ja, anders kann das nicht sein, die ganze Welt voller Verschwörer, hach ja, seufz…man sollte die Bibel verbieten…

        @ James van Oostveen

        Das ist ein interessanter Punkt: diese beständige Rede von einer gewandelten „neuen Zeit“, ohne dass je geklärt worden wäre, was an dieser „neuen Zeit“ denn abweichen sollte in fundamentalen Fragen von der „condition humaine“ aller Zeiten – treffend bemerkt!

        Der Begriff also eine Art Scheinwaffe, mithilfe derer man alles mögliche erkämpfen kann ohne zu wissen, worum es eigentlich geht – spirituell gesehn.

        Ein bisschen wie der 60er-Jahre-Witz von den Studenten, die eine Vollversammlung gewaltsam mitten in eine Vorlesung verlegten und auf die Frage des Professors, was sie denn anders haben wollten als bisher, antworteten, das könnten sie schließlich nicht wissen, denn genau das gelte es ja erst, herauszufinden.

      • @Zeitschnur: in der Tat, ein Verbot der Bibel (schon der Terminus „die Bibel“ ist übrigens Protestantensprech! Wir reden von Hl. Schrift!) wäre nicht der schlechteste Gedanke. Früher gab es mal die altehrwürdige „Arkandiszilin“, die u.a. auch dem Gebrauch der Bibel betraf, welcher allein dem geweihten Stande vorbehalten blieb. Man wußte, warum. Das Volk kann mit der Bibel ohne die ihre Auslegung leitenden Tradition viel Schindluder anstellen. Nicht umsonst lehrte das III. Laterankonzil noch: Die Laien sind die Feinde des Klerus.

  6. Was ist passiert – Sinneswandel?
    Nie hätte ich gedacht, dass sich ausgerechnet Kardinal Müller als furchtloser Verteidiger der kath. Glaubenslehre erweisen würde.
    Deo gratias!

    • Dario, was Kardinal Müller wirklich taugt, würde man zu sehen bekommen, falls es auf dieser Synode (oder danach) tatsächlich zu „pastoralen Anpassungen ohne Änderung der Lehre“ kommen sollte.

      Dann müsste er nämlich den Bettel hinschmeißen, wovor man ihm Respekt zollen müsste. Aber nicht etwa sich auf ein Nebenpöstchen, bspw. als Erzpriester einer päpstlichen Basilika, oder aber in ein deutsches Bistum wegloben lassen, womöglich analog mit dem Wunsch, den „Geruch der Schafe“ annehmen zu wollen.

      Allerdings hoffe ich, dass er’s nicht beweisen muss.

    • als aus der Diözese Regensburg stammender behaupte ich, daß Müller schon als „konservativ“ verteufelt wurde, als er dort Bischof wurde, er war von Anfang an ein rotes Tuch für die Progressiven. Als ich hier das erste Mal ins Forum gestolpert, war ich dann hocherstaunt, daß er auch für die Konservativen (unpassender Begriff, aber wie anders sagen?) ein rotes Tuch schien. Ich weiß nicht woher das kommt. Ich kann auch in diesen Äußerungen hier keinen Sinneswandel erkennen. Diese Meinung hat er auch schon als Bischof in Regensburg knallhart vertreten. Und die Liste der von ihm abgesägten Laiendarsteller, Hobbyzelebranten und 68er-Priester in Regensburg ist ziemlich lang…

      • Nun, werter Konstantinov, das liegt einfach daran, dass Kardinal Müller als Bischof von Regensburg der FSSPX und deren Priesterseminar in Zaitzkofen das Leben ganz schön schwer gemacht hat. Er hat damit seltsamer Weise eigentlich ganz entgegen der Großzügigkeit Benedikts gehandelt hat. So ganz konnte ich mir dieses Verhalten des damaligen Bischofs von Regensburg nicht erklären. Ich denke, neben persönlichen Animositäten, die von der Kritik der FSSPX an Müller als Theologen herrühren mögen, liegt es vor allem an Kardinal Müllers Persönlichkeitsstuktur. Er hat einen Loyalitätsbegriff, bei dem für „Extrawürste“ und Kritik am Papst kein Platz ist. Er hat deshalb gemeint, sich vor den Papst stellen zu müssen, um ihn vor dem von ihm als Anmaßung empfundenen Verhalten (bspw. Kritik und „unerlaubte“ Priesterweihen) der FSSPX zu schützen. Jetzt erlebt Kardinal Müller hautnah, wie schnell man in die Rolle der Opposition zu einem Papst und den römischen Vorgängen geraten kann. Ich hoffe, dass dadurch das Verständnis füreinander, also zwischen Kardinal Müller und der FSSPX, wächst, man den je anderen mit neuen Augen sieht, alten Streit in christlichem Sinne beilegt und nun, jeder auf seine Weise, entschlossen miteinander kämpft, wo der wahre Glaube gefährdet ist.

      • @hicesthodie: Müller hat Zaitzkofen in der Tat das Leben schwer gemacht. aber auch umgekehrt, Williamson ist da ein bißchen zu oft in Zaitzkofen gewesen. Und jedesmal wurde Müller von der Presse gelöchert, was er zu Williamson sagt. Das ist nicht nur Müllers Dickschädel gewesen, den er jetzt hoffentlich in Rom auch noch hat und dringend braucht!

      • Bischof Müller hatte auf die Priesterbruderschaft eingedroschen, um seine eigenen im Mainstream umstrittenen Maßnahmen nicht ganz so „schlimm“ aussehen zu lassen. Da kam Zaitzkofen, wo man ja noch „rechter“ ist, gerade recht; für die setzt sich niemand ein. Sollte der Regensburger Bischof dazu tatsächlich „gelöchert“ worden sein, dürfte dies ihm ganz zupass gekommen sein.

        Inwiefern allerdings Mgr. Williamson in Deutschland vor seinen unsäglich verharmlosenden Äußerungen mehr aufgefallen war, als die anderen Weihbischöfe, nähme mich wunder – kann man das nachlesen ?

      • @Carlo: also ich trag das Archiv der Mittelbayerischen Zeitung nicht mit mir rum, ich bin auf Williamson erst aufmerksam geworden, nachdem Benedikt die Exkommunikation aufgehoben hat. Danach war Williamson meines Wissens noch mehr mal in Zaitzkofen und in der Presse wurde spekuliert, ob er nicht dort eigentlich verhaftet werden müßte. Und in der heutigen Medien-Gesellschaft hast du nur noch eine Chance, wenn ein Holocaust-Leugner auf deinem Territorium auftaucht: Draufhauen auf seinen Verein…

        Und die Loyalitätsfrage kommt auch dazu, klar, die FSSPX hat der Konzilskirche Ärger gemacht. Das hätte ich in meiner Jugend auch so gesehen (bin ausm bistum Regensburg, Jahrgang 1972). Mit Lefebvre hat man immer Störenfried assoziiert, selbst im konservativen Nordbayern. Nachdem ich die Verwüstungen in der neuen Messe in Frankfurt, Stuttgart, Zürich erleben durfte, muss ich sagen, Deo Gratias hat die FSSPX diesen Ärger gemacht…

      • @Kostadinov: Besten Dank.

        Mgr. Williamson war seit seinen berüchtigten – und immer noch unbereuten – Aussagen kaum mehr in Zaitzkofen gewesen. Meines Wissens betrat er erstmals letztes Jahr wieder deutschen Boden, als er das Umfeld für eine Ausweitung seines „Widerstands“ abklären wollte.

        Was das Verhältnis Regensburg-Zaitkofen betrifft, muss die Atmospähre zu Zeiten Mgr. Grabers – ich habe dbzgl. keine praktische Erinnerung an diese Epoche – noch entspannter gewesen sein, womöglich wegen seiner persönlichen Bekanntschaft mit Mgr. Lefebvre, gerade auch vom Konzil. Von welchem Schlag dieser Oberhirte Ihres Heimatbistums war, lässt sich erahnen, wenn man liest, dass er 1973 das Bundesverdienstkreuz wegen des veränderten Abtreibungsparagraphen § 218 ablehnte.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Graber_(Bischof)

        Waren Sie in Einsiedeln?

      • @Carlo: Ja, ich war gestern in Einsiedeln, muss aber zu meiner Schande gestehen, daß ich mitm Auto war.

        An Bischof Graber in Regensburg kann ich mich nicht mehr erinnern, danach kam Manfred Müller, den mein Vater als „Schönschauer“ bezeichnete, also einen, der nur nirgendwo anecken wollte. Unter ihm wucherten die Laienzirkel und wurden manche Priester immer extravaganter in der Seelsorge. Gerhard Ludwig Müller hatte dann die ehrenvolle Aufgabe, sich bei all diesen Selbst- und Laiendarstellern unbeliebt zu machen…

  7. Bereits im Jahre 2012 hat sich Kardinal Müller – damals noch Erzbischof – als neuer Glaubenspräfekt bez. dieser Thematik unmissverständlich geäussert. Auszug aus
    „Zur Unauflöslichkeit der Ehe und der Debatte um die zivil Wiederverheirateten und die Sakramente von Erzbischof Gerhard Ludwig Müller Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre“
    -
    [….]
    „Immer wieder wird vorgeschlagen, man soll wiederverheiratete Geschiedene selber in ihrem Gewissen entscheiden lassen, ob sie zur Kommunion hinzutreten oder nicht. Dieses Argument, dem ein problematischer Begriff von „Gewissen“ zugrunde liegt, wurde bereits im Schreiben der Glaubenskongregation von 1994 zurückgewiesen. Natürlich müssen sich die Gläubigen bei jeder Messfeier im Gewissen prüfen, ob ein Kommunionempfang möglich ist, dem eine schwere nicht gebeichtete Sünde immer entgegensteht. Sie haben dabei die Pflicht, ihr Gewissen zu bilden und an der Wahrheit auszurichten. Dabei hören sie auch auf das Lehramt der Kirche, das ihnen hilft, „nicht von der Wahrheit über das Gute des Menschen abzukommen, sondern, besonders in den schwierigeren Fragen, mit Sicherheit die Wahrheit zu erlangen und in ihr zu bleiben“ (Johannes Paul II., Enzyklika Veritatis splendor, Nr. 64). Wenn wiederverheiratete Geschiedene in ihrem Gewissen subjektiv der Überzeugung sind, dass eine vorausgehende Ehe nicht gültig war, muss dies objektiv durch die zuständigen Ehegerichte nachgewiesen werden. Die Ehe betrifft nämlich nicht nur die Beziehung zweier Menschen zu Gott, sie ist auch eine Wirklichkeit der Kirche, ein Sakrament, über dessen Gültigkeit nicht der einzelne für sich, sondern die Kirche entscheidet, in die er durch Glaube und Taufe eingegliedert ist. „Wenn die vorausgehende Ehe von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen gültig war, kann ihre neue Verbindung unter keinen Umständen als rechtmäßig betrachtet werden, daher ist ein Sakramentenempfang aus inneren Gründen nicht möglich. Das Gewissen des einzelnen ist ausnahmslos an diese Norm gebunden“ (Kardinal Joseph Ratzinger, Die Ehepastoral muss auf der Wahrheit gründen: L’Osservatore Romano. Wochenausgabe in deutscher Sprache, 9. Dezember 2011, S. 7).
    Auch die Lehre von der Epikie, wonach ein Gesetz zwar allgemein gilt, aber das konkrete menschliche Handeln nicht immer angemessen abdeckt, kann hier nicht angewandt werden, weil es sich bei der Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe um eine göttliche Norm handelt, über die die Kirche keine Verfügungsgewalt hat. Die Kirche hat jedoch – auf der Linie des Privilegium Paulinum – die Vollmacht, zu klären, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit eine im Sinne Jesu unauflösliche Ehe zustande kommt. Sie hat, davon ausgehend, Ehehindernisse festgelegt, Gründe für die Ehenichtigkeit erkannt und ein ausführliches Prozessverfahren entwickelt.
    Ein weiterer Vorschlag für die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten plädiert mit dem Argument der Barmherzigkeit. Da Jesus sich selbst mit den Notleidenden solidarisiert und ihnen seine erbarmende Liebe geschenkt habe, sei die Barmherzigkeit ein besonderes Zeichen wahrer Nachfolge. Dies ist richtig, greift aber als sakramententheologisches Argument zu kurz. Denn die ganze sakramentale Ordnung ist ein Werk göttlicher Barmherzigkeit und kann nicht mit Berufung auf dieselbe aufgehoben werden. Durch die sachlich falsche Berufung auf die Barmherzigkeit besteht zudem die Gefahr einer Banalisierung des Gottesbildes, wonach Gott nichts anderes vermag, als zu verzeihen. Zum Geheimnis Gottes gehören neben der Barmherzigkeit auch seine Heiligkeit und Gerechtigkeit. Wenn man diese Eigenschaften Gottes unterschlägt und die Sünde nicht ernst nimmt, kann man den Menschen letztlich auch nicht seine Barmherzigkeit vermitteln. Jesus begegnete der Ehebrecherin mit großem Erbarmen, sagte ihr aber auch: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr“ (Joh 8,11). Die Barmherzigkeit Gottes ist keine Dispens von den Geboten Gottes und den Weisungen der Kirche. Sie verleiht vielmehr die Kraft der Gnade zu ihrer Erfüllung, zum Wiederaufstehen nach dem Fall und zu einem Leben in Vollkommenheit nach dem Bild des himmlischen Vaters.“

  8. „Franz I “ hat doch schon längst bewiesen das er auf Seiten derjenigen ist die die „Kommunion“ an Ehebrecher austeilen wollen ist, siehe sein Telefonat in der er einer Argentinierin die in Ehebruch lebt, empfohlen einfach zu einen Priester zu gehen der ihr dann die Kommunion gibt. Aber es ist ja nicht nur die Lehre über das Heilige Sakrament der Ehe welches bei dieser Synode fallen gelassen werden soll, siehe die Wortmeldungen zu Vorehelichen Beziehungen, Sodomiten, chemische Verhütung. Diese Synode dient nur dazu da um Gott den Herrn und seinen Heiligen Willen zu Verraten und ist natürlich für den Vatikan der den Modernismus huldigt und vom katholischen Glauben abgefallen ist, eine Chance zu erkennen, wenn sie in Zukunft bekämpfen und eliminieren müssen um weiterhin ihren Weg weg von Gott den Herrn und seiner Kirche bestreiten zu können. .

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  9. Also ich finde es gut, dass Vertraulichkeit vereinbart wurde und die einzelnen Statements nicht veröffentlicht werden. So wurde es bei den letzten Synoden auch gehandhabt. Es macht die offene Aussprache leichter, wenn man davon ausgehen kann, dass nicht jedes Wort anschließend auf die Goldwaage der Öffentlichkeit gelegt wird. Am Ende entscheidet sowieso der Papst. So wie es bei den Synoden immer der Fall war.

    • Wenn sich der Papst aber gegen die Lehre entscheiden will, wonach es ja aussieht, sollte man ihm wenigstens ein paar Steine in den Weg legen. Das heißt auch, dass man ein paar Gegenargumente im Vorhinein aus der Debatte veröffentlichen sollte.

    • Geht ja nicht mehr. da die Vorstellungen Kaspars schon vor diesem Treffen bekannt waren, macht jetzt die Geheimhaltung auch keinen Sinn mehr.

  10. Eine Frage als Gedankenexperiment: Wenn auf dem Stuhl Petri der Gottseibeiuns selbst säße (in Verkleidung natürlich), wie müßte er es anstellen, um die katholische Kirche zu zerstören und möglichst viele Katholiken und andere Christen ins ewige Verderben zu ziehen?

      • Nun, bei meiner Frage hatte ich das berühmte Gedankenexperiment Platons in seiner Schrift „Politeia“ (Der Staat) im Sinn. Die folgende Zusammenfassung entnehme hier einem Artikel von Marius Reiser:
        „Das Gedankenexperiment stammt von Platon und steht in seinem berühmten Werk über den Staat (Politeia). Im 2. Buch dieses Werkes geht es um die Frage der Gerechtigkeit, und der Diskussionspartner des Sokrates, Glaukon, stellt gleich zu Beginn eine provozierende These auf. Er behauptet nämlich, daß der Mensch, wenn er könnte, wie er wollte, jederzeit das Leben eines rücksichtslos Ungerechten vorziehen würde. Das Prinzip der Gerechtigkeit habe man unter den Menschen nur aus Opportunität eingeführt und als Kompromiß, weil es sich herausstellte, daß eben nicht jeder den anderen übervorteilen konnte, ohne daß sich dieser wehrte und rächte. So habe man sich eben darauf geeinigt, daß das Unrechttun bestraft wird und derjenige, der Unrecht erlitten hat, sich rächen oder Wiedergutmachung erwarten darf. Aber, meint Glaukon, gebt doch dem Gerechten den Ring des Gyges, der Unsichtbarkeit verleiht und es seinem Besitzer ermögli cht, ungestraft zu tun, was er will, dann wird man schon sehen, wie lange der Gerechte gerecht bleibt. Er wird seine unnütze Tugend schnell ablegen, denn Macht tendiert dazu, ihren Inhaber zu korrumpieren, und absolute Macht korrumpiert absolut. Aber das ist schon wieder platonisch-christlich geurteilt; Glaukon würde sagen: Was heißt hier ‘Korruption’? So ist eben die Natur des Menschen. Und deshalb wird der Ungerechte, der sich durchsetzen kann, glücklich sein, der erfolglose Gerechte dagegen unglücklich.

        Der Rest des Dialogs und das heißt: der Rest des ganzen Werkes dient dem Nachweis, daß es in Wirklichkeit genau umgekehrt ist: Der Gerechte ist unter allen Umständen der allein Glückliche, der Ungerechte unter allen Umständen todunglücklich. Aber den langen Beweisgang für diese These können wir jetzt nicht verfolgen. Einem Christen wird sie ohne weiteres einleuchten. Sie bildet im übrigen die innerste Überzeugung des historischen Sokrates.

        Bleiben wir also bei der Gegenthese des Glaukon. Diese greift, um seine Behauptung noch anschaulicher zu machen, zu einem Gedankenexperiment. Denken wir uns doch einmal einen perfekten Gerechten und einen perfekten Ungerechten und sehen wir zu, wie es ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach wohl ergehen würde, so, wie die menschlichen Verhältnisse nun einmal sind. Zunächst der perfekte Ungerechte. Dieser hat Mut, beherrscht alle politischen Kniffe, setzt sich überall durch, läßt sich bei keinem Betrug erwischen und agiert so geschickt, daß er im Ruf des ehrenhaftesten Menschen steht. Seine Vollkommenheit besteht ja gerade darin, daß er als Gerechter erscheint, in Wirklichkeit jedoch das Gegenteil ist.“
        _______
        Schluss folgt.

      • Schluss.
        __________

        „Genau umgekehrt verhält es sich mit dem vollkommenen Gerechten. Dieser ist schlicht und ehrlich; er will nicht gut scheinen, sondern es wirklich sein. Und daß er es wirklich ist, beweist sich darin, daß er es bleibt, auch wenn es keinen Vorteil bringt und der Schein sogar gegen ihn spricht. Ja, wir müssen ihn uns so denken, daß er alles Üble nachgesagt bekommt und bei seinen Mitmenschen geradezu als ungerecht gilt, aber trotz allem unerschütterlich bei seiner Gerechtigkeit bleibt.

        Nachdem er nun seinen idealen Gerechten von aller scheinbaren Gerechtigkeit so befreit hat, daß er geradezu als das Gegenteil erscheint, und seinen idealen Ungerechten von aller scheinbaren Ungerechtigkeit so befreit hat, daß er als reiner Ehrenmann dasteht, fragt Glaukon: Wie wird es den beiden nun ergehen im Leben? Der Ungerechte, meint Glaukon, wird eine glänzende Partie heiraten, reich werden und überall den Ton angeben; er wird seinen Freunden Gutes erweisen können und seinen Feinden Schaden zufügen; ja, er wird große religiöse Stiftungen machen können, Opferfeste veranstalten und gottgefälliger erscheinen als der Gerechte.

        Welches Schicksal dagegen erwartet den wahrhaft Gerechten? Glaukon schildert es in wenigen Worten, die ich zitieren will: „Der Gerechte wird gegeißelt werden, gefoltert, in Fesseln gelegt, er bekommt beide Augen ausgebrannt und wird schließlich, nachdem er alles Schlimme erlitten hat, ans Kreuz geheftet. Dann wird er erkennen, daß man nicht darauf aus sein sollte, gerecht zu sein, sondern zu scheinen.“ Glaukon hat seine Antithese konsequent zu Ende gedacht. So wie er dem einen das Äußerste an gesellschaftlichen Vorteilen zudenkt, so denkt er dem anderen das Äußerste an menschlichen Leiden zu. Die Kreuzigung oder Pfählung war eine Hinrichtungsart, die in Griechenland nur für Sklaven angewandt wurde; ihre Anwendung für Freie galt als Brauch von Barbaren. Die Blendung ist im athenischen Strafrecht gar nicht als Strafe vorgesehen. Überhaupt galt im klassischen Athen die Regel, im Fall von freien Bürgern unnötige Grausamkeit bei der Todesstrafe zu vermeiden. Man denke nur an Sokrates selbst, den Platon für den „gerechtesten“ seiner Zeitgenossen hielt. Er wurde zwar verkannt und zum Tod verurteilt, aber immerhin zu einem humanen Tod durch den Schierlingsbecher. Glaukon dagegen erwartet „für den Gerechten nicht die normale humane Behandlung, die ein freier Bürger nach der athenischen Rechtspraxis zu erwarten hatte, sondern die schimpflichste Behandlung, die Sklaven und Schwerverbrechern der unteren Schicht zugedacht war.“
        __________

        Schluss des Schlusses folgt.

      • Schluss des Schlusses.
        __________

        Wie gesagt, dies liegt in der Konsequenz des radikal gefaßten Gedankenexperiments. Deshalb hat Platon auch kaum erwartet, daß dieser theoretisch konstruierte Fall jemals real eintreten könnte. Denn wie soll es jemals einen vollkommenen Gerechten geben, wenn nicht einmal Sokrates ein solcher war? Oder einen perfekten Ungerechten? Platons Gerechter ist ein ebenso theoretisches Konstrukt wie sein Ungerechter. Daß sein Ungerechter etwas ausführlicher geschildert wird und mit mehr lebensnahen Zügen als sein Gerechter, liegt daran, daß die Wirklichkeit des Lebens vom einen mehr zeigt als vom anderen, weil die Menschen in ihrer Verblendung die Gewichte anders verteilen, als Gott es tut. Doch um so mehr muß die Tatsache frappieren, daß der Fall doch einmal vorgekommen ist; daß ein vollkommen Gerechter auftrat und genau das von Platon vorausgesehene Schicksal erlitten hat: nach gräßlichen Qualen endet er am Kreuz. “

        Quelle: http://catholic-church.org/ao/ps/reiser5.html

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        Worauf Prof. Reiser in seinem Artikel nicht einging:
        Es wird in der Geschichte der Menschheit einmal der „vollkommen“ Ungerechte kommen, und das wird der endzeitliche Antichrist sein – die zweite Person der widergöttlichen Dreiheit, welche da sind Satan, der Antichrist und der Falsche Prophet.

  11. @zeitschnur Tippfehler? Und ich dachte schon, das wäre der Selbsttitulierung „Sprachkünstlerin“ geschuldet 😉

  12. Gelenkt ist die ganze Veranstaltung von A bis Z. Das Ergebnis steht von Anfang an fest. es geht doch nur noch um Vernebelungsformulierungen.

  13. Wie kann bei den Entwicklungen in der Kirche, die auf dieser Synode überdeutlich werden, guten Gewissens die Sorge der Piusbruderschaft eigentlich noch kritisieren und behaupten, sie seien nicht (mehr) katholisch. Es scheint die Zeit zu kommen, dass im Interesse des Seelenheils der Menschen Ungehorsam gegen Rom sogar geboten sein kann.

  14. @defendor Zitat Gerhard Kardinal MMüller „Natürlich müssen sich die Gläubigen bei jeder Messfeier im Gewissen prüfen, ob ein Kommunionempfang möglich ist, dem eine schwere nicht gebeichtete Sünde immer entgegensteht.“ Der gemeine Gläubige hat’s doch leicht. Er bleibt der Kommunion fern, bis er die schwere Sünde sakramental gültig gebeichtet hat, ihm vom kath. Priester die Absolution erteilt worden ist und er seine ihm auferlegte Busse verrichtet hat.
    Der Priester, der sich kurz vor der Feier des Hl. Messopfers schwer versündigt, aber nicht mehr beichten kann, wird sich wohl das Gericht essen, sofern er nicht schleunigst die notwendige Beichte nachholt. Oder er sagt vor versammelter Gemeinde die Messe kurzfristig ab 😉

    • „Der Priester, der sich kurz vor der Feier des Hl. Messopfers schwer versündigt, aber nicht mehr beichten kann, wird sich wohl das Gericht essen, sofern er nicht schleunigst die notwendige Beichte nachholt.“
      Oder die Konsekration findet gar nicht statt. Oder glaubt hier einer das Christus dazu nicht fähig wäre?
      Per Mariam ad Christum.

    • Ein Gedankenspiel:
      Oder besagter Priester würde nicht absagen, sondern vor den Gläubigen bekennen, dass er infolge einer Sünde sich ausserstande sieht, die Wandlung zu vollziehen.
      Jene, die wissen, was Wandlung und Kommunion bedeuten und also eine sehr hohe Meinung von beidem haben, wären zwar erschrocken, würden es aber verstehen und mit Respekt anrkennen.
      Den lediglich zur Kommunion Rennenden würde es vermutlich nicht allzuviel bedeuten, darauf verzichten zu müssen. Die Kirche wäre einfach nur schneller aus.
      Anderen gäbe er ein gutes Beispiel.
      Das Negative des Priesters könnte also sogar noch zu etwas Positivem führen – das Nachdenken über die Kommunion und die daraus resultierende Frage nach der Berechtigung des eigenen Empfangs der Eucharistie.
      Aber wir wissen, dass so etwas nie passieren wird!

    • Das tut er nicht, sofern er seine Sünden aufrichtig bereut und den festen Willen hat, sobald als möglich die Lossprechung zu empfangen und Buße zu tun. Allerdings ist die Gefahr des Gewöhnungseffekts bei oberflächlicher Betrachtungsweise sehr groß, nach dem Motto: ach noja, dann sammle ich mal alle schweren Sünden bis zur nächsten Monatsbeichte. Nicht umsonst haben die Heiligen sehr oft den Beichtstuhl aufgesucht, denn wem viel Gnade gegeben, von dem wird auch viel Herzensreinheit gefordert.

  15. Kardinal Marx gibt sich immer deutlicher als leichtgewichtiger Konjunkturritter zu erkennen.
    Das war leider vorhersehbar. Seine Förderungen in der Vergangenheit, die mit Liebedienerei „erarbeitet“ worden sind, stellen sich jetzt als Ergebnis von gesteigertem Opportunismus oder von langfristig angelegter Verlogenheit dar. Beides wäre aber eines Bischofs und erst recht eines Kardinals unwürdig. Als Rechtfertigungsgrund könnte er vielleicht Dummheit oder charakterliche Schwachheit in Feld führe – wäre aber für die Kirche auch blamabel.

  16. Auch wenn seine Eminenz Kardinal Müller, Häresien in Büchern verbreitete, muss man diesen nun doch für seinen Einsatz für das Heilige Sakrament der Ehe danken. Also nicht immer nur das Negative sehen, und es ist zu vermuten, dass Kardinal Müller nach der Synode so und so aus allen vatikanischen Ämtern eliminiert wird.

    Warum aber seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. ihn zum Leiter genau der Kongregation machte, die eigentlich Häresien verhindern sollte, das weiss sicher nur Gott der Herr alleine, ebenso warum und wieso Benedikt XVI feige sein Amt niederlegte.

  17. @Hyronimus_Otto;

    Als Antwort auf Ihren Einwand der hl. Pierre-Julien Eymard,der über das Wesen des katholischen Priestertums schreibt:
    -
    „2. Sein Wesen

    Es handelt sich um eine Vollmacht der Verwandlung,
    die die Substanz des Brotes und Weines in den Leib und das Blut Jesu Christi wandelt.

    Es ist eine Vollmacht der Verherrlichung,
    denn eine Messe gereicht Gott zu größerer Ehre als die Huldigungen aller geschaffenen Wesen zusammengenommen, und zwar im Himmel und auf Erden. Es ist eine Vollmacht der Heiligung. Was würde die Welt ohne Zwecke und Früchte der hl. Messe sein?

    3. Die Ausübung dieser Vollmacht

    Sie ist an den priesterlichen Stand und NICHT an die Heiligkeit des Priesters gebunden.

    Jesus Christus hat es in seiner Weisheit und Barmherzigkeit so gewollt, um allen Zweifel in unserem Glauben aus der Welt zu schaffen.

    Er lässt die Vereinigung von Hoheit und Niedrigkeit, von Heiligkeit und Barmherzigkeit zu.

    Es ist das Bild des Kalvarienberges, wo sich am blutigen Opfer Jesu Christi sowohl die unwürdigen jüdischen Priester als auch die Heiligkeit Mariens und die Liebe des Apostels Johannes befanden,
    genauso die mitfühlenden hl. Frauen zusammen mit der gleichgültigen und feindseligen Volksmenge.“
    -

    Und auch aus dem KATECHISMUS:

    -
    „1584
    Letztlich handelt Christus selbst durch den geweihten Diener
    und wirkt durch ihn das Heil.
    Dessen Unwürdigkeit kann Christus
    NICHT
    am Handeln hindern
    [Vgl. K. v.Trient: DS 1612 ;1154].

    Der hl. Augustinus
    sagt dies mit eindringlichen Worten:
    „Der stolze Amtsträger ist dem Teufel zuzuordnen.
    Die Gabe Christi wird deswegen nicht befleckt;
    was durch
    ihn ausfließt, behält seine Reinheit;
    was durch ihn hindurchgeht, bleib lauter
    und gelangt zum fruchtbaren Boden
    [….]
    Die geistliche Kraft des Sakramentes
    ist eben dem Licht gleich:
    wer erleuchtet werden soll,
    erhält es in seiner Klarheit,
    und wenn es durch Beschmutzte geht,
    wird es selbst nicht schmutzig“ (ev..Jo. 5,15).“
    -

  18. Noch einmal, Bergoglio ist nicht Papst und will es nicht sein. Er ist prominenter Teil einer weltlichen Macht gg Jesus und seine Kirche. Etwas anderes zu erwarten ist überflüssig.
    Es kommt jetzt darauf an darüber zu sprechen was zu tun ist damit nicht zu viele Seelen verloren gehen und die treuen Diener und Gläubigen sich schützen.

  19. Wie ich bereits mehrfach angeführt habe, gehöre ich nicht zur Spezies derer, die für jedes Ereignis der Weltgeschichte die passende Prophezeiung bereit liegen haben, aber mittlerweile werde ich schon hellhörig: Gloria oliviae für S.H. Papst Benedikt XVI. trifft den Nagel auf den Kopf: Sein Pontifikat war- so umstritten es bei manchem auch sein mag- geprägt von innerkirchlichem Frieden. Er hat versucht, alte Wunden zu heilen. Sein Wesen und Sein Auftreten waren von großer Güte und Friedensliebe geprägt. Und jetzt die Dampframme Bergoglio: Was den jubelnden Schwachköpfen als angebliche Barmherzigkeit verkauft wird, ist der Ausverkauf der Kirche, ist diktatorische Unbarmherzigkeit gegen alles und jeden, der auch nur leicht das Lehramt der Kirche vertritt. Und wenn es heißt, dass Kardinal gegen Kardinal und Bischof gegen Bischof steht, dann sehen wir die großartige Leistung des falschen Propheten in Rom: Streit, Uneinigkeit, Auflösung der kirchlichen Disziplin, Verhöhnung der Sakramente, besonders des höchsten Sakramentes, Relativierung aller bislang geglaubten Werte und eine primitive Showdarbietung, die ihresgleichen sucht.@ Leo Lämmlein: Wie fragten Sie? Was würde der leibhaftige Gottseibeiuns in seiner Raffinesse tun, um die Kirche zu zerstören- säße er auf dem Stuhl Petri?

  20. Ein weiterer Zeuge für das planvolle Vorgehen Bergoglios ist Padre Joagin Nunez der am 15.09. auf einem spanischsprachigen Fernsehkanal (SF) von seiner Begegnung mit FranzI. berichtet.
    Ein offenbar von B. bevorzugter Priestertyp, schmuddelig im Aussehen ist nett gesagt.

    Er bestätigt mit vielen Worten, dass das Kirchenhaupt ihm erzählte er werde mit der geplanten Änderung bzgl. Ehesakraments ernst machen.

  21. Neue aktuelle Veröffentlichungen bekannter (Miß-) Erfolgsautoren, erhältlich im Internet-Shop von quathsch.net, unbedingt sofort bestellen:

    - Fidel Bergoglio: „Das verlorene Gewissen – Ein Selbsterfahrungsbericht“ (Heft, 10 Seiten)

    - Walter der Kasper: „Praktischer Leitfaden zur Zerstörung der Sittlichkeit“ (Heft, 5 Seiten)

    - Massonico Baldisseri-Machiavelli: „Manipulation leichtgemacht.“ (gebundene Ausgabe in 2 Bänden, insgesamt 1800 Seiten)

    - Reinhard Brutalinski: „Die deutsche Maffia. Tagebuchaufzeichnungen aus Rom“ (Broschüre, 40 Seiten)

    - Jorge Mario Hoffenschock: „Warme Brüder. Anmerkungen eines deutschen Amoralisten.“ ( Broschüre, 35 Seiten)

    - Cristofero Bizzaro: „Gradualität. Ein Plädoyer für die Abschaffung des gesunden Menschenverstandes. Mit einem Vorwort von Margot Käsfrau.“ (Broschüre, 67 Seiten)

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    • Oh, besten Dank für den Literaturtipp! Hab gerade mal nachgesehen, den Baldisseri-Machiavelli gibt’s auch als bibliophile Luxus-Ausgabe – beide Bände im Schmuckschuber aus gold-gepunztem, zelluloid-verstärktem Juchtenleder, auf handgeschöpftem Bibel-Dünndruckpapier, mit Goldschnitt und echt-seidenem Lesebändchen (in allen Regenbogenfarben), echt klasse, und mit sechshundertsechsundsechzig Euro (zahlbar in 9 Monatsraten à 74,– €) gar nicht mal so DERMASZEN überteuert!^^ – Aber das Allertollste kommt noch: bei den ersten 66 Bestellungen sind die Exemplare vom Autor HANDSIGNIERT!!!…!

      • Es gibt vom Verlag bis zum 20.10.2014 noch eine Sonderaktion: Wer ein Werk von Fidel Bergoglio kauft, kommt in eine Verlosung. Die ersten drei Gewinner werden zu einem unverbindlichen Plauderstündchen mit Bergoglio ins schöne syrisch-türkische Grenzgebiet eingeladen. Während die Vöglein singen, signiert der Verfasser jeweils ein Exemplar seines Werkes mit einigen tiefschürfigen Gedanken.

      • Mir geht´s wie Carlo.
        Ich freue mich, Ihren Namen -wenn auch nur als Kürzel- wieder einmal auftauchen zu sehen.
        Viel Gutes für Sie!

      • Als ich Antifebronius‘ exquisites „Literaturlistchen“ las, mußt‘ ich laut loslachen – was, gerade in dieser Zeit, ein echter Segen ist. Bringt ja nix, wenn man sich angesichts all dieser fürchterlichen Meldungen „in der letzten Zeit“ nur noch die Magengeschwüre herbeiärgert. DEN Gefallen dürfen wir ihnen nicht tun, den Infernalischen … – also merci vielmals 😉 !!

      • Und vielen Dank an alle Autoren & Kommentatoren; ich lese zwar regelmäßig mit (und es tut sehr gut, zu sehen, daß es doch noch viele Menschen mit wohldurchdachten, absolut senkrechten und echt-katholischen Ansichten gibt), aber mir fällt es im Moment, ehrlich gesagt, etwas schwer, selber was (wenigstens einigermaßen) Gescheites beizutragen – wenn man sich dieses völlig verheerenden Zustands in weiten Teilen der Kirche UND der Welt so massiv bewußt wird (oder werden muß), dann … kann es einem schon mal ein bißchen die Sprache verschlagen. Weiß nicht – liegt das nun bloß an meinem persönlichen Empfinden, oder ist es tatsächlich so gruselig (geworden?)?? – Vor allem das gigantische Ausmaß der Verlogenheit (auch in [Welt-] Politik & Medien, im ‚main stream‘) und des eiskalten, zutiefst scham-, gewissen- und gottlosen Zynismus‘ und Egoismus‘ auf dieser Welt ist … doch echt nur noch ekelerregend – das hätte ich noch vor ein paar Jahren so nicht gedacht, nichtmal ansatzweise …
        … umso wichtiger (auch) dieses Forum und die Existenz des Internets überhaupt! Was hätten wir noch vor Jahrzehnten gemacht, wo’s (jedenfalls für Nicht-Experten) so unglaublich schwer gewesen sein muß, überhaupt an glaubwürdige, gesicherte Informationen und fundierte Analysen heranzukommen (z.B. an sowas wie die Ottaviani-Intervention), solange man keine ‚Kontakte‘ hatte? So die Zeit der Anfänge von ‚Una Voce‘ oder der ‚Einsicht‘ und anderer (maschinengetippter und handkopierter) Zeitschriften / Info-Blätter – die lagen ja nicht im Kiosk aus … und erstrecht nicht in den Kirchen oder Pfarrheimen …

      • Auch wenn ich nolens volens mal wieder hinterherhinke: Auch mich freut es, wieder von Ihnen zu hören, lieber @GW! Und Ihre Seelenlage verstehe ich nur zu gut…! So köstliche wie schneidende Ironie à la @Antifebronius kann da mitunter ein nachgerade notwendiges Ventil sein.

        Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei.

  22. Daß von interessierter Seite versucht wird die Berichterstattung über die Synode sehr einseitig zu lenken, teils durch Nichtinformation, teils durch äusserst selektive Information, teils durch verwirrende und verblödende Meldungen der Kirchenpresse (da gibt es leider sehr viele unrühmliche Beispiele), ist klar.
    Genauso klar ist jedoch daß eine solche Desinformation und Geheimhaltung in den Zeiten der modernen Medien, und wohl gerade bei einer Synode mit sehr vielen älteren und gesprächigen Herren aus allen Herren Länder unmöglich ist.
    Sehr vieles ist schon an die aussenwelt gedrungen; viele Bischöfe und Erzbischöfe lassen ihre Aussagen über die bistumseigene Websites veröffentlichen.
    Eine frische Frontmeldung: Danneels hat auch schon sein Wörtchen sagen dürfen, in typischer Danneelsweise leicht stammelnd und mit vielen Pausen, und von der totalen Gnade und Barmherzigkeit gesprochen;
    Der Auftritt dieser einschlägig bekannten Person (die große Frage ist natürlich ob er hier nicht auch eine Generalabsolution der pädophilen Mißtäter anvisierte) warso desaströs für die modernistische Truppe daß inzwischen auch schon ein Foto v. P.Franziskus im Internet unterwegs ist, wo er aus Verzweiflung die Hände vor dem Gesicht hält (www.kavlaanderen.blogspot.be)
    Die Synode scheint in der Tat nicht in die von oben gewünschte Richtung zu laufen.
    De ore leonis libera me Domine.
    Sta. Maria della Vittoria

    • Ein Förderer der Pädophilie wie Danneels wurde zu einer Familiensynode eingeladen – so etwas bringt nun tatsächlich nur ein Bergoglio fertig!

      Daß der Apostat Daneels sich überhaupt noch in der Öffentlichkeit sehen läßt, beweist (falls das überhaupt noch nötig war), daß er keinerlei Schamgefühl besitzt. Seinem Nachfolger macht der senile Intrigant das Leben zur Hölle, nachdem seine eigene Bilanz eine restlose Verwüstung aufweist. Z.B.: Rückgang der priesterlichen Berufungen um 99,4 %!

      Der belgische Modernismus zeichnet sich übrigens ganz besonders durch seine manifeste Debilität aus – insofern hat wohl der Auftritt des Daneels ein authentisches Bild vermittelt.

      Momentan ist Papst Franziskus verzweifelt damit beschäftigt, die für ihn ziemlich peinliche Wahrheit über die Synode unter den Teppich zu kehren. So ernannte der Kollegialitätsfetischist Franziskus-unangekündigt und handstreichartig- auf einmal lauter Erzliberale (z.B. Ravasi, Wuerk) zu Verfassern des abschließenden Berichts. Nützen wird es ihm schlußendlich doch nichts, da zu viele Zeugen dabei waren, die reden können – und werden. Die Vergatterung zur Geheimhaltung hat ja bereits beim Konsistorium im März nichts genützt.

      • Geehrter @Antifebronius,
        Danneels (mit 2 nn) hat offensichtlich nie Schamgefühl besessen.
        Der Mangel an Empathie ist übrigens typisch für diese Naturen und eins der wichtigsten Faktoren daß es zu fortgeseztem und rezidivierendem Verhalten kommt.
        Das ist richtige Psychopathologie; der Umgang damit ist in der Kirche (noch) fast nicht existent.
        Ihre Beschreibung der Kirche in Nordbelgien (im Süden/französischsprachigen Teil ist die Situation zum Glück deutlich besser) ist zutreffend.
        Der Prozentsatz (99,4%) stammt übrigens von mir und betrifft die Periode 1955-2009; es endet jedoch mit 100%, wurde doch das Seminar von Mechelen-Brussel (in Leuven) was betrifft flämische Kandidaten in 2010 nach Durchschau aller Kandidaten und Feststellung von diabolischen Tendenzen kurzerhand total geleert.

  23. Der hl. Apostel Paulus rät allen Christen, lieber nicht zu heiraten. Er rät allen, gegen das Fleisch anzukämpfen. Diese Lehre wurde immer wieder mal vernachlässigt im Laufe der 2000 Jahre, aber immer wieder auch neu aufgefrischt.
    Mit der Taufe und der Firmung ist der Mensch nicht mehr Kind der Welt, sondern Kind Gottes.
    Und das hat Folgen, jedenfalls für den Apostel Paulus. Es bedeutet, daß soz. das Vermehrungsgebot Gottes an Adam und Eva ein gutes Stück weit nicht mehr gilt. Ein gutes Stück weit nicht mehr gilt.
    Die Ehe und damit das Kinderzeugen sind also nicht mehr wirklich erstrebenswert. Nur wer sich nicht enthalten kann- und das ist nichts Schlimmes- soll heiraten. Aber auch in der Ehe gilt es, keusch zu sein.

    Das ist es, was wieder gepredigt werden muß. Denn mit Jesus Christus ist es durchaus gut, wenn „der Mensch allein ist“. Das ist die christliche Revolution. Das Alte gilt nicht mehr so ganz.
    Leider wurde das nicht mehr gesagt in letzter Zeit- ganz im Gegenteil. Der Eros und die Begierden wurden als richtig und normal hingestellt. Die vielen Ehescheidungen und Trennungen sind aber ein deutliches Zeichen für die Wahrheit, die der Apostel Paulus gepredigt hat. Sie sind ein Beweis dafür, daß die offizielle Amtskirche Fehler gemacht hat und die meisten „Gläubigen“ auch gerne Fehler machen wollen und wollten und selbst die Verantwortung als Christ/Kind Gottes ablehnen, indem sie sich die verkehrte Weltsicht der Ehe gerne zu eigen machten und machen.

    Und nun haben wir den Salat. Alle sind davon betroffen, ob so oder so. Denn wo ein Glied leidet, leiden alle anderen mit- ganz automatisch.

    Es ist nicht gut zu heiraten: das muß wieder Lehre der Kirche werden. Es ist gut, wirklich Kind Gottes zu sein, ein neuer Mensch, und somit die Finger vom Sex zu lassen.
    Das ist, was Kardinal Müller predigen sollte und auch die anderen Kardinäle. Und das soll jeder Christ predigen.

    • In der heutigen Zeit ist es sicher besser, allein zu bleiben, wenn man nicht einen katholischen Partner an seiner Seite hat. Zudem muss man Gott dienen wollen durch die Elternschaft und hat sich zu rechtfertigen für die Erziehung und das Seelenheil der Kinder. Das sind große Aufgaben. Pater Pio sagte „Muttersein ist ein Martyrium.“
      Das sollten sich mal die emanzipierten Frauen der Moderne und Postmoderne auf der Zunge zergehen lassen.
      Pio sagte auch: „So viele Seelen gehen verloren, weil sie die Kinder nicht annehmen wollen, die Gott ihnen schenken will.“ (Verhütung und Abtreibung)
      Ich glaube, Kardinal Müller weiß auch, dass man die Wahrheit nicht vor die Schweine werfen soll.
      Es ist ja alles millionenfach gepredigt worden. Genützt hat es wenig.
      Schon Augustinus schrieb, der Fleischesmensch vermöge Schönheit gar nicht wirklich zu sehen, da er alles durch den Trieb wahrnehme.
      Und Casanova sagte: „Bei der Liebe ist 3/4 Neugierde“, die aber, kommt von der Schlange. Sexualität verkommt so zum Spiel!
      Man macht Treueschwüre und sagt hinterher: „Es war ja alles nicht so gemeint.“
      Deshalb soll man sich bei der Partnerwahl immer an die Maximen Pater Pios halten:
      1)Ist er gesund?
      2)Ist er arbeitswillig?
      3) Liegt bei ihm in der Vergangenheit nichts Unmoralisches vor?
      4) Aus welcher Familie kommt er?
      5) Praktiziert er den Glauben?
      6) Liegt wirkliche Zuneigung vor?
      Das ist jetzt aus dem Gedächtnis wiedergegeben und die Reihenfolge mag eine andere sein. Aber der Inhalt stimmt.
      Auch Sri Yukteswar, Lehrer des Yogananda, lehrte: „Die Sexualität gleicht dem Oleander, einem immer grünen Baum. Aber jedes Blatt von diesem Baume ist giftig.“
      Kurz und gut: Die Weisheit aller Zeiten lehrt es. Sexualität ist gut, aber nur im Rahmen der Weitergabe des Lebens und einer verantwortlichen Elternschaft.
      Mein Vorkommentator rät Kard. Müller, dies zu predigen.
      Auch ich rate dazu. Denn das erste und sechste Gebot sind auf das Engste miteinander verbunden. Diese Zusammenhänge sieht man nicht mehr oder stellt sie zu wenig heraus. Franzikus und sein Konsortium haben davon scheinbar überhaupt keine Ahnung mehr.
      DENN SIE HABEN IHRE KLEIDER IM BLUTE DES LAMMES REIN GEWASCHEN (BEICHTE!!!!).

      • „In der heutigen Zeit ist es sicher besser, allein zu bleiben, wenn man nicht einen katholischen Partner an seiner Seite hat.“
        Sehr interessante Gedanken die ich bestätigen tue. Aber nur katholisch wird in dieser Zeit nicht mehr reichen. Der Partner sollte schon ein großer Marienverehrer sein. Sicher ist sicher. Ein lauer katholischer Partner ist genauso gefährlich wie ein Atheist.
        Per Mariam ad Christum.

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