Was bedeutet die Opposition zur alten Messe wirklich? – (Teil 2)

Heilige Liturgie
Heilige Liturgie

von Peter Kwasniewski

Nachfolgend finden Sie den zweiten und letzten Teil des Artikels, den Dr. Peter Kwasnieski anlässlich des siebten Jahrestages des Inkrafttretens von Summorum Pontificum am vergangenen 14. September 2014 für „New Liturgical Movement“ verfasste, in deutscher Übersetzung. Der erste Teil ist am Dienstag erschienen.

Nachdem wir diese Punkte festgestellt haben, können wir leicht sehen, warum jede Bemühung, die Präsenz des usus antiquior in der Kirche heute zu verhindern oder einzuschränken, nur für großen Nachteil oder langfristigen Schaden sorgen würde.

Erstens wäre es ein Akt und ein Symptom des Ungehorsams, der von Gott nie gesegnet und stets durch ihn bestraft wird. Insbesondere würde es Ungehorsam gegenüber den rechtlichen Normen Papst Benedikt XVI. in Summorum Pontificum (und gegenüber den Klärungen in Universæ Ecclesiæ) darstellen, wie auch gegenüber der bekannten Äußerung Papst Johannes Paul II., dass „überall das Empfinden derer geachtet werden [muß], die sich der Tradition der lateinischen Liturgie verbunden fühlen, indem die schon vor längerer Zeit vom Apostolischen Stuhl herausgegebenen Richtlinien zum Gebrauch des Römischen Meßbuchs in der Editio typica vom Jahr 1962, weit und großzügig angewandt werden.“ Wie oben gezeigt wurde, genügt es nicht, es zu unterlassen, die traditionellen sakramentalen Riten schlechtzureden. Sie müssen gekannt und geliebt werden, wiedereingeführt und gefördert, studiert in Seminarien, den Gläubigen großzügig angeboten als ein kostbarer Schatz.

Zweitens, und hintergründiger, richtet sich der Gottesdienst auf das Herz des geistlichen Lebens einer Person, auf das, was höchst vertraut und wertgeschätzt ist. Jede Ablehnung, die Schätze der Kirche zu teilen, jede unbarmherzige Einschränkung dessen, was bereits verfügbar ist (oder verfügbar sein sollte), kann nur Zorn hervorrufen, Enttäuschung und Misstrauen, was die Einheit der Kirche verletzt, die fragil und von enormem Wert ist. Gewisse Bischöfe, Priester und Laien mögen die außerordentliche Form persönlich nicht sehr lieben, aber sie sollten die ansehnliche Minderheit von Katholiken anerkennen und respektieren, die es tun. Sie sollten einsehen, dass, wenn sie sie ihnen vorenthalten oder nicht gönnen, dies das beinahe das beleidigendste ist, was sie tun könnten – ähnlich dem Schlagen der Ehefrau, Mutter oder Großmutter eines Mannes. Um ganz offen zu sein – jene, die aufrichtig Frieden und gegenseitiges Verständnis wollen, sollten besser großzügig handeln, oder sie haben am Ende mit einem weiteren kirchlichen kalten Krieg zu tun. Wer will das schon?

Man braucht keinen Abschluss in Kernphysik, um zu sehen, dass es eine signifikante und wachsende Zahl von Katholiken zu Pfarreien und Kapellen zieht, wo die traditionelle Messe gefeiert wird, und mit ihren (im Durchschnitt) sehr großen Familien und starkem Engagement in Sachen Homeschooling gehört ihnen die Zukunft. 1988 gab es ungefähr 20 wöchentliche Sonntagsmessen im alten Ritus, heute sind es über 500. Es gibt keinen Grund, diese Bewegung zu bekämpfen, und allen Grund, sie zu unterstützen.

Gratias tibi, Papa Benedicte!Trotz der Unruhe einiger, die es schwer finden, Frieden und gemeinsamem Nebeneinander eine Chance zu geben, ist die außerordentliche Form kein Problem für die Kirche und könnte, wie Ratzinger bzw. Benedikt uns zu erkennen hilft, nie aus sich selbst heraus ein Problem sein. Stattdessen könnte man beklagenswerten traditionalistischen Gesinnungen begegnen, die befremden oder provozieren – und dies, um fair zu sein, ist ein zweischneidiges Schwert, denn die Befürworter des Novus Ordo zeigen häufig ihre eigenen beleidigenden Gesinnungen, wie etwa eine merkwürdige Verschmelzung von theoretischem Liberalismus und praktischem Totalitarismus. Was zu tun ist, besteht nicht darin, eifersüchtig den usus antiquior zu limitieren und zu kontrollieren, als sei er eine gefährliche süchtigmachende Substanz – ein Ansatz, der diese beklagenswerten Gesinnungen nur schürt –, sondern eine korrekte Gesinnung zu lehren und vorzuführen, die mit offenen Armen, mit Demut und kindlicher Einfachheit, all das empfängt, was die Kirche selbst gibt, sodass der usus antiquior etwas normales und natürliches wird, nicht etwas verbotenes (und so, vielleicht, verführerischer?), kontroverses oder polarisierendes.

Überlassen wir die letzten Worte Papst Benedikt, aus seinem Brief an die Bischöfe vom 7. Juli 2007:

Mir kommt da ein Wort aus dem zweiten Korintherbrief in den Sinn, wo Paulus den Korinthern sagt: „Unser Mund hat sich für euch aufgetan, Korinther, unser Herz ist weit geworden. In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Herzen. Laßt doch als Antwort darauf … auch euer Herz weit aufgehen!“ (2 Kor 6, 11–13). Paulus sagt das in anderem Zusammenhang, aber sein Anruf kann und soll uns gerade auch in dieser Sache berühren. Machen wir unser Herz weit auf, und lassen wir all dem Raum, wozu der Glaube selbst Raum bietet.

Text: M. Benedikt Buerger
Bild: New Liturgical Movement

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Chlodwig

Der Liberalismus kommt mit Vorliebe als „offen“ und „aufgeschlossen“ daher, doch stellt man seine viel zu menschlich-falschen Grundsätze in Frage, so reagieren seine Anhänger, als sei ein Sakrileg begangen worden.

Kostadinov

ist wie mitm letzten Konzil, von dem seine Fans nur als von „DEM“ Konzil sprechen, als hätte es vorher nie welche gegeben… Es wollte nicht dogmatisch sein, aber wenn man sich erdreistet, mal kritisch nachzufragen, dann fällt die Konzilskirche über einen her mit einer Unbarmherzigkeit, wie sie die Hl. Inquisition nie hatte…

Armin
Es ist doch Tatsache das seit dem VK II von Seiten der Päpste Ungehorsam einfach hingenommen wurde, und diejenigen die Ungehorsam leisteten einfach weiter wüten durften oder sogar noch schlimmer, manchmal sogar innerkirchlich befördert wurden. Den niemand kann mir erklären das seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI nicht wusste das nicht nur seinen Schreiben „Summorum Pontificum“ gegenüber Ungehorsam entgegen gebracht wurde. Und alleine mit seinen „Rücktritt“ hat Benedikt XVI aller Welt bewiesen das er nur mit Wörtern „Traditionsverbunden“ war und er wusste sicher das nach ihn „Wölfe regieren werden“. Wie sagt man so schön „Wasser predigen und Wein trinken“. Gottes und… weiter lesen »
zeitschnur
Der Autor verkennt die Problematik: Die meisten Traditionalisten folgen dem postmodernen Credo von der liturgischen Pluralität zwar rein theoretisch, aber auf der praktischen Vollzugsebene halt nicht. Der Grund, warum sie den alten Ritus feiern wollen, ist meist mit dessen faktischer Bevorzugung bzw. emotional-oberflächlicher Verabsolutierung begründet. Während man vonseiten Roms viel Verständnis für all jene hat, die den alten Ritus aufgrund seiner „würdigen Form“ bevorzugen, solange sie dessen Begründung nicht theologisch vertiefen, muss man gegen all jene vorgehen, die dem postmodernen Pluralimus-Konzept ausrücklich widersprechen. Logisch – wieso sollte sich die nachkonziliare Kirche innerhalb ihrer zäh verklebten Reihen auch selbst in Frage… weiter lesen »
Traditionstreuer

Ich freue mich, jedenfalls an dieser Stelle endlich wieder einmal Ihnen ausdrücklich zustimmen zu können. Mögen Sie auch an anderen Stellen wieder an die Seite der Tradition geleitet werden.

magda

sehr treffend!

wickerl

Mephisto lässt grüßen , wieder einmal haben Sie sich alle Türen offen gelassen, jeder kann sich eine Scheibe abschneiden, gerade die die ihm gefällt……………………

zeitschnur

Wovon sprechen Sie?!
Sind Sie sicher, dass Sie mein Postuing überhaupt kapiert haben?

wickerl

@zeitschnur Bestimmt nicht, um das zu kapieren müsste man es mehrere Male lesen, und das liegt nicht am Inhalt sondern an der Schreibweise, und das ist womöglich beabsichtigt, Sie eröffnen einen Satz der in die eine Richtung geht, die aber der nächste Nebensatz abbrechen lässt………………

zeitschnur

Na also – das ist wenigstens ehrlich, Sie kapieren es also nicht. Bevor Sie dabei aber an Mephisto denken, lade ich Sie dazu ein, es weniger dramatisch einfach als eine eigene Leseschwäche oder meinetwegen auch meine Kompliziertheit zu verstehen…

Das redliche, 100% narzissmusfreie Motto muss lauten:

„Nicht alles, was ich nicht verstehe, ist falsch…oder gar mephistophelisch…
Falsch ist für meine Erkenntnis nur das, dessen Falscheit ich eindeutig und nachweisbar aufzeigen kann.“

Könnten wir uns mal auf solche undramatischen, weniger feindseligen Kommentare einigen?

Fides

Es braucht nicht die persönliche Akzeptanz (auch nicht die sofortige kanonische Anerkennung der Piusbruderschaft, die seit der Exkommunikation wieder allgemein den VOM darbringen darf), sondern die Öffnung durch Pfarreien und damit die ungehinderte Ausübung in den Kirchen, ohne dass dadurch der NOM gehindert wird. Es geht doch nicht an, dass man vielerorts während 40 Jahren in Haus- und Privarkapellen die Messe abhalten muss.

Zeitlos
Die Position von Peter Kwasnieski ist nicht einfach nur verkehrt, sie ist zumindest für den überlieferten Ritus sehr gefährlich. Weil sie leugnet, dass zwischen den beiden Riten objektiv sehr große theologische Unterschiede bestehen. Er schiebt die Bewertung ins rein Subjektive. Es scheint für ihn um ein „geistliches Wohlgefühl“ zu gehen. Wenn es nicht um mehr geht, dann hat jeder Papst das Recht, den überlieferten Ritus völlig zu verbieten um der Einheit der Kirche willen. Ich denke, Erzbischof Lefebvre hatte vollkommen Recht, als er sagte: „So sehr wir den Alten Ritus lieben, wenn der neue Ritus mit dem Glauben der Kirche… weiter lesen »
magda

Ich gebe Ihnen völlig recht darin, daß die neue Messe nicht zwangsläufig ungültig sein muß, aber in hohem Maße schädlich ist.
Zumindest für unsere Kapelle stimmt es nicht, daß die Priester der FSSPX sich nur selten mit dem Thema der Heiligen Messe beschäftigen.

Traditionstreuer

Sotry, aber wenn sie – was ich genauso sehe – in hohem Masse schädlich ist, kann sie NIEMALS gültig sein. Eine gültige sakramentale Handlung steht immer unter dem Vorzeichen „salus animarum spurema lex“. Daraus folgt logisch: Der „NOM“ ist in sich ungültig.

Zeitlos
@magda, ich habe das nicht geschrieben, um zu polemisieren. Sie haben es auch nicht unterstellt. Und ich freue mich ehrlich für Sie und die Gläubigen Ihrer Kapelle, wenn die Priester dort „gegen den Trend“ predigen. Wenn ich katholische Bücher lese aus der Vergangenheit, dann steht das Kreuz, das Opfer, eindeutig im Zentrum, auch wenn es nicht es nicht eigens erwähnt wird. Oder wir können ins vergangene Jahrhundert gehen, zur Konvertitin Gertrud von le Fort. Sie hat nicht nur die großen geistlichen „Hymnen an die Kirche“ geschrieben, mit einem Sinn für das Kirchenjahr, wie es bei Priestern der FSSPX leider nicht… weiter lesen »
zeitschnur

Hey @ Traditionstreuer

…kaum zu fassen, aber diesmal bin auch ich mal mit Ihnen und Ihrem Schlussverfahren einer Meinung. Es ist korrekt: was in hohem oder höchsten Maße, ja auch was „nur“ schädlich ist, kann – wir reden vom Hl. Messopfer! – nicht gültiges Sakrament sein!
Logisch -sehr gut gesagt.

magda

@ Traditionstreuer, Sie haben mich überzeugt. Es ist logisch, wie Sie es darlegen.

zeitschnur
Das war die Formel, die Pius V. 1570 unter die Bulle „Quo primum“ (zur Liturgie) setzte: „Überhaupt keinem Menschen also sei es erlaubt, dieses Blatt, auf dem Erlaubnis, Beschluß, Anordnung, Auftrag, Vorschrift, Bewilligung, Indult, Erklärung, Wille, Festsetzung und Verbot von Uns aufgezeichnet sind, zu verletzen oder ihm im unbesonnenem Wagnis zuwiderzuhandeln. Wenn aber jemand sich herausnehmen sollte, dies anzutasten, so soll er wissen, daß er den Zorn des Allmächtigen Gottes und Seiner Heiligen Apostel Petrus und Paulus auf sich ziehen wird.“ Ob nach dieser Formel ein Papst wirklich das Recht hat, die Liturgie zu verändern? „Überhaupt kein Mensch“ ist nunmal… weiter lesen »
Kostadinov

Die Petrusbrüder in Zürich beschäftigen sich in den Predigten sehr häufig mit der Hl. Messe

Und wenn die NOM zwangsläufig ungültig wäre, dann hätte ich (Jg. 1972) bis vor 2 Jahren nie eine gültigte Messe erlebt, dann wäre auch meine Erstkommunion und Firmung ungültig – also bei aller Wertschätzung der alten Messe, das kann ja dann doch nicht sein, dass die neue automatisch ungültig ist.

zeitschnur
Ich verstehe das, was Sie da sagen, aber ich für mich – das ist kein Rat, denn das stünde mir nicht zu – hab mich deswegen noch mal nachfirmen lassen… Schaden kann eine sub-conditione-Wiederholung eines einmaligen Sakramentes nichts, aber wenn das erste mal doch ungültig war, dann wäre es sehr schade bei der Firmung und katastrophal v.a. bei der Taufe (die ja häufig auch nicht mehr ganz korrekt ausgeführt wird…aber wohl meist gültig ist). Ist heute wirklich ein Riesenproblem! Denken Sie, dass viele, die das lesen, dasselbe Problem haben. Die Kirche ging früher so wahnsinnig sensibel mit den Sakramenten um… weiter lesen »
Carlo

Der NOM ist ja nicht zwangsläufig ungültig, mais il est mauvais et dangereux !

Austria
zeitschnur: Also bei uns in Österreich habe ich noch nichts von einer Fatima – Fixiertheit merken können. Die Marienfrömmigkeit wird hier in einer „gesunden“ Weise gelebt. Auch der Fernkatechismus „Unserer Lieben frau Von Fatima“ hat als Zentrum das Kreuz und das Opfer. Schon die allerkleinsten lernen, Jesus Geschenke zu machen, sie lernen, daß Er für unsere Sünden gestorben ist und werden mE rechtsgläubig auf das Allerheiligste Sakrament des Altares vorbereitet. Ich kann von allen diesen „Defiziten“ in unserem Priorat und allg. im Österreichischen Distrikt nichts bemerken. Im Gegenteil, allein wie hier die Jugend geführt wird, wie liebevoll mit Kindern umgegangen… weiter lesen »
zeitschnur

@ Austria

Bitte – Sie verwechseln mich mit zeitlos, deren Ansichten zu Maria und Fatima m.E. falsch sind.

Ich bin eine große Marienverehrerin, denn nur das ist katholisch. Die Verehrung derjenigen, die gewürdigt wurde, GOTT zu gebären, ist notwendig, um dieses Geheimnis der Inkarnation wirklich nach und nach zu erfassen und zu achten und IHN im allerheiligsten Altarsakrament anzubeten. Wer es reflektiert, wird über Jesus nicht mehr wie über einen dürren dogmatischen Begriff, sondern wie über einen geliebten Bräutigam sprechen.

Wer es fassen kann, der fasse es.

zeitschnur

@ Carlo

Ce qui est „mauvais et dangereux“ n‘est jamais un sacrement en vigueur…non?
Vous pensez vraiment que le BonDieu se représente dans un sacrement dangereux est mauvais, qu‘il s‘offrit en signe mauvais et dangereux ET l‘effet de grace?!
Moi je ne le crois pas, c‘est impossible, une pensée diabolique..

Traditionstreuer

Man kann es auch kurz und knapp sagen: wer „Messen“ (bei Licht besehen sind es Mess-Simulationen) des „NOM“ besucht, versündigt sich am Heil seiner unsterblichen Seele, weil er damit den Weg nicht zum Himmel, sondern zur Hölle eingeschlage hat. Und er trägt im Blick auf seine Kinder, die er evt. dorthin mitnimmt, eine sozusagen unendliche Verantwortung füt den verlust deren ewigen Heils.

Tradidi
Die Neue Messe ist formalrechtlich verboten: „Si quis dixerit receptos et approbatos Ecclesiæ catholicæ ritus in solemni sacramentorum administratione adhiberi consuetos aut contemni aut sine peccato a ministris pro libito omitti aut in novos alios per quemcumque Ecclesiarum pastorem mutari posse: anathema sit.“ ~ Konzil von Trient, 7. Sitzung (vom 3. März 1547), Kanon 13. -> Die Einführung neuer Riten durch einen Hirten der Kirche – wer auch immer! (also auch Papst) – ist also unter Anathema gestellt und der Papst hat keineswegs das Recht den Ritus zu ändern. Die Neue Messe ist inhaltlich unkatholisch. - Warum wurden die Opferungsgebete… weiter lesen »
zeitschnur
Ich musste ein Momentchen nachdenken über diesen Canon 13, weil er etwas verschachtelt formuliert ist: „Wenn jemand sagt, dass die empfangenen und approbierten Riten der katholischen Kirche., die in der feierlichen Verwaltung der Sakramente auszuübende Gebräuche sind, geringgeschätzt werden oder ohne Sünde von Amtsträgern nach Belieben aufgegeben werden oder in irgendwelche Neuerungen durch welchen Hirten der Kirche auch immer verändert werden können, der sei verflucht.“ Ich bin ohnehin aufgrund der Bulle „Quo primum“ davon überzeugt, dass kein Papst das Recht haben kann, eine göttliche Regel, die in der Liturgie vollen Ausdruck findet, je noch einmal zu verändern. So ist es… weiter lesen »
Kostadinov

Hm, liebe Zeitschnur, wenn ich Sie richtig lese, dann kann künftig nicht mehr mit Bus und Tram zur Messe, dann brauch ich ja eine Zeitmaschine…

zeitschnur

@ kostatinov

…ne Zeitmaschine nicht, aber ein Auto oder Fahrkarten für weite Strecken ja.

Adrien Antoine
Vor kurzem las ich in caecilia, einer amerikanischen Zeitschrift zur Kirchenmusik, das ausführliche Memorandum von Dom Joseph Gajard osb (jahrzehntelangem Leiter der Choralschola v. Solesmes und großem Gregorianiker) an die Kongregation der Riten (September 1956): darin warnt er sehr hellsichtig vor alle Veränderungen an den texten der gregorianischen Melodien, des Stundengebets, der Liturgie weil die Einheit von Text und Musik dadurch verloren geht, aber besonders weil dadurch der Inhalt des Glaubens selbst verändert wurde mit nicht absehbaren Folgen. Dom Gajard war durch seine Stellung und sein Leben mit Sicherheit eine der größten Spezialisten auf diesem Gebiet und durch das große… weiter lesen »
zeitschnur
O…diese Antwort von Alphonse – einfach nur so dürr, wie sie dasteht – erscheint mir aber maliziös… Das kann auch was ganz anders heißen: ja, alle Welt kennt Econe, aber kennt sie damit den Herrn der Kirche? Dass Msgr. Lefebvre oder andere nicht sofort erkannt haben wollen, welcher Anschlag hier vorbereitet wurde – verzeihen Sie: das kann nach 150 Jahren heftigster innerkirchlicher Kämpfe um genau all diese Fragen, die ja dann im Vat. II sich Durchbruch verschafften, nach scharfen Verurteilungen derselben Dinge, die nun salonfähig wurden, durch die Päpste zuvor (z.B. im Syllabus oder in Pascendi), nicht sein, wenn ich… weiter lesen »
Jupp

im Netz gefunden:
LAUDATE katholisches Gebetbuch und Gesangbuch
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?f=20&t=9633&start=80
kann man als PDF auf sein Laptop speichern, dann hat man immer ein Gebetbuch von vor dem II. vat. Konzil dabei.

Austria
zeitlos und zeitschnur: Entschuldigung, ich habe natürlich Frau Zeitlos gemeint. Ich weiß, es paßt nicht ganz zum Thema, aber nachstehend ein heute auf der Seite der FSSPX veröffentlichter Apell vom EB bezüglich von Inhalten von Predigten. Ich poste ihn hier, weil von mancher Seite Kritik an der FSSPX aufgekommen ist, daß zu wenig über die Kirchenkrise gepredigt werde: „Ich meine, dass man die Realität so nehmen muss, wie sie ist; und vor allem sind wir nicht verpflichtet, jeden Tag eine neue Einschätzung des Papstes zu geben. Das erwarten die Leute nicht, die Leute erwarten nicht, dass Sie in ihrer morgigen… weiter lesen »
zeitschnur

Furchtbar – das ist ja entsetzlich! Der „EB“ macht ganz klassische totalitäre Propaganda, will die Leute, die er natürlich für halbverblödet hält, mit dem Kreisen um ihre persönliche Heiligung ablenken.
Das sind Durchhalteparolen.

Da kommt die Frage hoch, was er bezweckt hat damit – immerhin hat seine Strategie dazu geführt, dass „die“ Tradition hilflos auf FSSPX eingeschworen wurde, ihr Unbehagen auf Nebenkriegsschauplätzen auslebt und den Bezug zur geistlichen Realität völlig verloren hat und wie eine aufgescheuchte Herde jeder neuen Einspeisung albernen Verschwörungstheorien hinterherrennt.

Man hat gerade den Eindruck, Lefebvre sei ein U-Boot der Zerstörer gewesen.

Traditionstreuer

Ihr immer erschreckender zu Tage tretender Hass auf Seine höchst ehrenwerte Exzellenz, ohne dessen Wirken die Pforten der Hölle das ewige Rom schon überwältigt hätten, macht mich immer rat- und fassungsloser. Sind Sie eine Trojanerin der Linken??

Carlo

Nein. Ich wünsche, dass der Priester die Schrift – oft genug schwierig zu verstehen – auslegt und eine Anwendung fürs Leben aufzeigt. Wie komme ich in den Himmel ?

Mann muss nicht verblödet sein, zu empfehlen, nicht (ständig) über den Papst zu wettern; es reicht doch, dass es EINEN gibt, der kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten.

zeitschnur

@ Traditionstreuer

Ja genau – ich bin eine Trojanerin der Linken, eine verkappte Jüdin, eine Mossadagentin, eine Furie, eine Doppelagent, ein Protestant, eine Radikalfeministin, und Maria halte ich für Gott.
Haben Sie sich schon mal gefragt, ob es mich wirklich gibt, oder ob nicht eine ganze Bande unter meinem Namen postet? Hm hm hm…tja wer weiß…

Falls jemandem noch was Kluges einfällt, bitte mitteilen. Man könnte daraus ein Theaterstück über die vielen Identitäten der Zeitschnur machen.

zeitschnur
@ Carlo Sehen Sie nicht die Problematik, dass niemand in den Himmel kommt, der sein Hirn abschaltet und einfach vertrauensvoll selbsternannten Traditionshütern folgt? Diese naive und bestürzende Piustaktik ist gefährlich, und mir sind schon allzu viele Leute begegnet, besonders Frauen, die wirklich ihr Gehirn an der Piustheke abgegeben haben. Eine Katasrophe, weil das, was die Frauen machen, automatisch und ungewollt sogar direkte Auswirkung auf alles andere und alle anderen hat! So geht das nicht! Es geht nämlich nicht drum, „über den Papst zu schimpfen“, sondern darum, dass den Gläubigen kein Sand in die Augen über die Lage gestreut wird –… weiter lesen »
Traditionstreuer
Das ist schon wieder Protestantismus pur: „Jeder ist gehalten, alles zu prüfen“ – wie kann man nur als angeblich treuer Katholik so einen Unsinn schreiben?! Der Priester als Alter Christus ist gehalten, alle und alles zu prüfen, und wir als das Volk haben uns gehorsam danach auszurichten. Die Kirche ist eine göttliche Hierarchie, genau so und nicht anders gestiftet, und keine demokratische Veranstaltung, in der einfach so jeder alles prüfen kann. Früher sagte man hierzulande zu den linken Dauerkritikastern: „Dann gehn Sie doch nach drüben!“ Zu Ihnen, Frau Zeitschnur, möchte man rufen: Dann gehen Sie doch zu Luthers Nachfahren, dort… weiter lesen »
Kostadinov

Sie schreiben: „…ne Zeitmaschine nicht, aber ein Auto oder Fahrkarten für weite Strecken ja.“

Und was wären die potentiellen Ziele? FSSPX oder FSSP kann’s ja Ihren Postings gemäß eigentlich nicht sein…

zeitschnur
Also wirklich Traditionstreuer, das ist nicht mehr satisfaktionsfähig, was Sie da labern. Es gibt auch noch was zwischen dumpfbackigem Gehorsam und totaler Selbstbestimmung. Es ist Ihr Problem, dass Sie davon nichts wissen, nicht meines! Außerdem hat auch der Priester nicht alles zu prüfen als „alter Christus“, wenn wir es schon mal so eng angehen wollen, wie Sie es offenbar tun. Der Priester hat keinen Anteil am Lehramt. Er ist dem Bischof zum Gehorsam verpflichtet und hat nicht mehr Lehrentscheidungsbefugnis als jeder Laie. was er predigt, muss absolut konform sein. Das war schon immer so. Punkt. Um zu erkennen, ob unsere… weiter lesen »
Pater Pio
Gestern las ich in einem Lokal die ‚Bild am Sonntag‘. Darin äußerte sich Erzbischof Gänswein u.a. zum Ehesakrament. Sinngemäß: „Die Unauflöslichkeit der sakr. Ehe steht nicht zur Debatte. Das hat das Lehramt stets betont.“ Zu homosexuellen Beziehungen: „diese sind wider die Natur des Menschen“, zum Zölibat: „Man verzichtet auf viel, aber man gewinnt umso mehr“. Man solle zudem nicht glauben, Vatikanbewohner seien nicht im Bilde und lebten hinter dem Mond. Sie kennen die Gesellschaft genau. Gänswein stellt sich eindeutig hinter das Lehramt, hier besonders hinter Bendedikt. Damit tritt er indirekt in Opposition zu Franziskus. Er trickst nicht rum, verhandelt nicht,… weiter lesen »
Pater Pio
An alle Gesetzeskasuistiker und Wiedertäufer: WENN IHR NICHT WERDET WIE DIE KINDER. Wenn ich auf Maria schaue, die das Jesuskind in ihren Armen, am Herzen (I) trägt, das da ist die Frucht ihres Leibes, hat sie mit Jesus auch ihr eigenes inneres Kind zur Welt gebracht (Frucht ihrer Demut vor Gott). Jesus hat sich immer nur den kindlichen Seelen geoffenbart. Die Stolzen hat er verschmäht. Nur zwei unter allen gelesenen Postings haben mich wirklich berührt, vielleicht auch nur, weil ich den lieben Gott noch nicht in der Tasche habe: 1.) „Für jedes hier geschriebene unnütze Wort wird eines Tages Rechenschaft… weiter lesen »
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