Sechs Franziskaner der Immakulata suspendiert „a divinis“

Sechs Franziskaner der Immakulata "a divinis" suspendiert
Sechs Franziskaner der Immakulata „a divinis“ suspendiert

(Rom) Dramatische Neuigkeiten erreichen uns von den Franziskanern der Immakulata, die sich bekanntlich seit mehr als einem Jahr unter der kommissarischen Verwaltung des Kapuzinerpaters Fidenzo Volpi befinden. In einem exklusiven Artikel der Kollegen von Rorate Cæli heißt es: „Der andauernde Fall der Franziskaner der Immakulata ist an einem Punkt angekommen, an dem Kommissar Fidenzo Volpi, der für dieses Desaster verantwortlich ist, in wilder Manier Schläge austeilt wie ein Riese Polyphem, jenseits jeder Vorschrift des kanonischen Rechts, des gesunden Menschenverstands, einfacher Nächstenliebe und sogar menschlicher Logik.“ Volpi habe sechs Franziskaner „a divinis“ suspendiert, die derzeit Bischöfen außerhalb Italiens unterstehen. Jene Bischöfe haben die Franziskaner aufgenommen, während sie die Entbindung von ihren Gelübden erwarten, wofür die Ordenskongregation zuständig ist.

Eine Suspendierung „a divinis“ ist eine Strafe, die in der Regel schweren Vergehen vorbehalten ist. Im Fall der sechs Franziskaner besteht das „Vergehen“ allerdings lediglich darin, dass sie ihre Gemeinschaft verlassen wollen, nachdem sie durch die von Papst Franziskus gutgeheißene kommissarische Verwaltung vor der faktischen Zerstörung steht. Laut Rorate Cæli umfasse der gewöhnliche Prozess einer Suspendierung zwei vorausgehende Ermahnungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie für die betroffenen Personen die Möglichkeit zur Verteidigung. Pater Fidenzo Volpi habe nichtsdestotrotz drei Schreiben zur gleichen Zeit abgesendet – zwei Ermahnungen sowie die Suspendierung. Grund für die Suspendierung ist, dass sich die sechs Franziskaner außerhalb ihres Ordenshauses befinden, womit sie sich nicht mehr unter der Gewalt des Kommissars befinden. Dies stelle einen Akt des Ungehorsams gegenüber dem Papst dar. „Sie wurden in dieser Sache behandelt, als seien sie Schismatiker“, so Rorate Cæli.

Eine Reihe von Bischöfen in Europa, Asien und Afrika sei den legitimen Bitten von Franziskanern der Immakulata, ihre Kongregation zu verlassen, um ihren Berufung und ihren Glauben nicht zu verlieren, entgegengekommen. Unabhängig von den Franziskanern werde jedes Jahr Tausenden Ordensleuten die Erlaubnis gewährt, ihre jeweiligen Institute zu verlassen. Es handelt sich also keineswegs um eine unerhörte Prozedur. Die gegenwärtig für die Verwaltung der Franziskaner der Immakulata verantwortlichen Person haben laut Rorate Cæli erklärt, gemäß dem Willen des Papstes werde die Ordenskongregation für drei Jahre keine Dispensierungen für die Franziskaner gewähren.

Rorate Cæli verweist darauf, dass von der vielbeschworenen Barmherzigkeit im Fall der Franziskaner der Immakulata keine Rede sein kann. Selbst die Aufhebung der Gesellschaft Jesu im 18. Jahrhundert durch Papst Clemens XIV. sei wesentlich vernünftiger abgelaufen. Beinahe verzweifelt schließt der Artikel: „Es kann sicherlich nicht wahr sein, dass Papst Franziskus sich des dem Pharao ähnlichen verhärteten Herzens von Kommissar Volpi bewusst ist, der nicht gewillt ist, auf die Stimme der wahren Barmherzigkeit zu hören: ‚Lass mein Volk ziehen!‘ Sicherlich kann sich der Papst dessen nicht bewusst sein. Sicherlich.“

Text: M. Benedikt Buerger
Bild: MiL

drucken
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

59 Comments

  1. Das ist ja offensichtlich lächerlich, die drei vorgesehen Schreiben mit gleicher Post zuzusenden.

  2. Inwiefern kann das Kirchenrecht, das ja auch einen Schutz darstellt (Einspruchsfristen, Anhörungsrecht etc.) ausgehebelt werden? Im Bereich des Bürgerlichen Rechtes wären Verfahren, die es an grundlegenden Rechtsvorschriften mangeln lassen, ungültig.

    • Zum Kirchenrecht:
      Im Artikel heißt es: „Volpi habe sechs Franziskaner „a divinis“ suspendiert, die derzeit Bischöfen außerhalb Italiens unterstehen.“
      Ordensleute unterstehen in persönlicher Hinsicht grundsätzlich immer ihrem Ordensoberen unhd nicht einem Diözesanbischof.
      Sie sind nach dem CIC verpflichtet, in ihrem Ordenshaus zu leben, es sei denn, der Ordensobere hat ihnen aus gesundheitlichen Gründen oder wegen einer pastoralen Aufgabe das Leben außerhalb des Ordenshauses gestattet.
      So wie es sich hier darstellt scheinen sich die 6 Ordensleute ohne Erlaubnis selbstständig gemacht zu haben und sind trotz Aufforderung im Gehorsam nicht zurückgekehrt. In solchen Fällen ist eine Suspendierung ‚a divinis‘ nicht unüblich.

  3. Oh der Papst weiß genau was er tut, und „Altpapst“ Dr. Ratzinger weiß und wusste auch was er tut, sie wollen es so , genaso wie Johannes Paul II. an dem meines Erachtens die Prophezeiung vom großen Schauspieler der alle in die Irre führt, in Erfüllung gegangen sein könnte. Anschauen auf Youtube wie “ fromm“ er mit dem “ Pro Multis“ am 29. Juni 1985 das Hochamt zelebrierte (Suchbegriffe Karajan, Johannes Paul, trudeliese schmi(e)dt, Wiener Philharmonker – spanisch) während er 1987 das interreligiöse Gebet in Assisi bestritt, der der 1978 versprach mit dem Rosenkranz zu Maria zu führen.

    • Bitte lassen Sie Papst Benedikt aus dem Spiel. Er hat alles getan, was ihm möglich war, aber die Verantwortlichen wollten nicht auf ihn hören. Jetzt wäre jedes Wort von ihm nur noch kontraproduktiv. Es sind andere für diese ganze Misere verantwortlich, die aber tun ihren Mund nicht auf.

      • @Schatzgräber: Papst Benedikt kann man nicht aus dem Spiel lassen. Er hätte sich an seinem Vorgänger ein Beispiel nehmen können und das Kreuz bis zum Ende tragen können! Aber nein, er war zu ängstlich und hat gekniffen vor den Modernisten, den Wölfen. Hätte er ein wenig länger ausgeharrt – Bergoglio wäre nicht gewählt worden. Aber so war es von Anfang an geplant: Intrigen-Lügen-EINSCHÜCHTERUNGEN. Ratzinger war ZWAR EIN GLÄNZENDER THEOLOGE, aber zuwenig stark gegen die Wölfe. Er hätte niemals auf seine Einflüsterer hören sollen. Schade.

      • Wieso Benedikt aus dem Spiel lassen, der sein Amt weggeschmissen hat, immer so gescheit dahergerredet hat, und der sich ja nicht auf das Dozieren hätte beschränken müssen, er hätte als Hirt mit dem Hirtenstab zuschlagen können, er hätte von seinem Papstamt Gebrauch machen können wie Papst Franzsikus der reihenweise Bischöfe hinauswirft, oder er hätte so massiv vorgehen können wie Johannes Paul II. nur ein einziges Mal in seinem Leben, nämlich gegen die 4 Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. Das ist und war eine Dreierseilschaft die in verteilten Rollen spielt. Dr. Ratzinger der heute als Papst verkleidet herumläuft leistet einen Großdienst an der Ökumensierung und Verweltlichung des Papstamtes.

      • @leone Ich wäre Ihnen dankbar wenn Sie mir schreiben könnten wodurch sich Dr Ratzinger, von quantitativen Leistungen abgesehen als guter Theologe ausgezeichnet hat, etwa beim neuen Katechismus den er zusammen mit Kardinal Schönborn fabrizierte?

  4. Das schlägt dem Fass den Boden aus!!!
    Und all die anderen Franziskaner, fragt man sich, halten die immer noch schön still in ihrem unglaublichen Kadaver-Gehorsam?

    • Es ist nicht unbedingt gesagt, dass sich die anderen Franziskaner der Immakulata „in ihrem unglaublichen Kadaver-Gehorsam“ der Situation anpassen.
      Es könnte auch sein, dass sie sich wie gelähmt fühlen und noch keines klaren Gedankens fähig sind.
      Pater Volpi – ein knallharter, emotionsloser Durchgreifer, der sich der Unterstützung Papst Franziskus sicher ist?
      Man könnte sich fürchten vor diesem Mann?
      Und das tun die Franziskaner wahrscheinlich auch.

      • Richtig! Die können nicht viel machen, ein beispielloser satanischer Zynismus derartige Schreiben auf einen Schlag zu verschicken!

      • liebe @Marienzweig, es ist eine furchtbare Situation – ich möchte am liebsten gleich losbrüllen mit allen Registern – doch eben habe ich St. Bernhard super canticum canticorum gelesen (ich lese das Hohelied besonders gerne, wenn es mir richtig schlecht geht): „deus tranquillus tranquillat omnia – der ruhige Gott bringt alles zur Ruhe“. Dann darauf – und das ist mir grösste Trost: „quietum aspicere – quiescere est – den (in sich) ruhenden anschauen – hinschauen erschauen – das ist zur Ruhe kommen. „Was mich an Ihren Kommentaren neiden lässt – Sie werden nie ausfällig und ätzend – gehen die Dinge mit Besonnenheit unaufgeregt an, aber ganz entschieden in der Sache wohlgewählt in Wort und Ton. Theologisieren heisst ja auch streiten – da können in der Hitze des Gefechts manchmal die Salztöpfe durcheinander kommen – und es ist gut, dass das in diesem Portal unbeschadet geschehen kann. Beten wir weiter im besagten Sinne und uns bleibt die glückselige Wonne: quietum aspicere – quiescere est!

  5. Unsere Gesellschaft ist dermassen durch die atheistische Wissenschaft an den Menschen indoktriniert, dass sie den Gehorsam an den Menschen mit dem Gehorsam im Glauben gleichsetzt. Wann endlich begreift sie, dass Gehorsam im Glauben nicht gleichbedeutend ist mit dem Gehorsam zum Papst oder nur dann gleichbedeutend, wenn auch der Papst im absoluten Gehorsam zum Glauben steht.

  6. „Wer bin ich, um zu urteilen?“
    Ja Herr Bergoglio, wer bist du, um zu urteilen? Du willst es nicht, und tust es doch. Du hast dem Orden diesen Komissar (Was für eine Bezeichnung) aufgehetzt und willst diese Unterdrückung. Du solltest dich mal entscheiden, ob du nun urteilen willst, oder nicht.
    Per Mariam ad Christum.

    • „Herr Bergoglio“

      Dem Papst abzusprechen, dass er Papst, sogar, dass er Priester („Herr bergoglio“) ist, ist sedivakantistisch und (schon deshalb) abwegig und macht es nicht besser für die Franziskaner der Immakulata.

      Allerdings kann ich die Enttäuschung wegen dieser großinquisitorischen Massnahmen des Kommisar Volpi (und auch des Papstes selbst, da er ja dahinter steht) sehr gut verstehen. Das ist schon progromartig, was da abgeht gegen Franziskaner der Immakulata, die ihren Glauben bewahren wollen. Möge dieser Albtraum bald ein gutes Ende haben!

      • Welch ein tautologisches Argument: „…ist sedivakantistisch und schon deshalb abwegig)“!

        Und wir haben da wieder eine dieser typischen „Gehorsams“-Überzeichnungen, von denen ich behaupte, dass es sie zuhauf gibt und dass sie uns vollends in den Abgrund treiben.

        Ist das die Logik der Konservativen? Was nicht sein kann, das nicht sein darf…

        Seine Weihen sind nachkonziliar und nach der Liturgiereform – alleine deswegen schon zweifelhaft, weil die Weiheriten (v.a. die Bischofsweihe) aus sachlichen Gründen nicht mehr sicher ist. EB Lefebvre hat seinerzeit im alten Ritus nachgeweiht – heute ist das wohl nicht mehr so erwünscht…
        Aber selbst wenn er gültig geweiht wäre – durch seine antichristlichen Reden und Handlungen hat er sich selbst außerhalb der Gemeinschaft der Kirche gestellt.
        Wir müssen Häretiker im Klerus weder anerkennen noch gar ihnen folgen. Tun Sie es sehenden Auges doch – lästern Sie damit nicht Jesus selbst?

      • @ Guiseppe
        Dagegen verwahre ich mich auch im Namen anderer Kommentatoren. Man ist nicht sedisvakantistisch, wenn man Bergoglio beim Namen nennt. Er ist zum Papst gewählt worden und bis zum Nachweis des Gegenteils ist er das auch kirchenrechtlich. Aber diesem brutalen Diktator auf dem Papststuhl Ehrfurcht entegegenzubringen- das geht zu weit. Wer die eigenen Schwestern und Brüder derart behandelt, ihnen Existenz und Ansehen nimmt, hat jegliches Recht verloren, gelobt und geehrt zu werden. Und nebenbei: Diese ganzen Lügenmärchen- von wegen der Papst könne wegen gesundheitlichen Probleme keine Kniebeuge vor dem höchsten Herrn machen- habe ich gründlich satt. Bergoglio kann, wenn er will. Aber er will nicht ! Und das ist höchst bedenklich; offenbart es doch eine Überheblichkeit, die im absoluten Widerspruch zur Propaganda des Herrn aus Argentinien steht. Bei mir hat Bergoglio jede- absolut jede- Glaubwürdigkeit verloren. Er ist nicht würdig, dass man ihm glaubt.

      • Guiseppe: Es gibt genügend Indizien, dass der Rücktritt Papst Benedikts XVI. nicht rechtsgültig ist und somit Franziskus nicht Papst ist. Ihn als Usurpator zu bezeichnen, wäre allerdings falsch, da er vermutlich in die Abwicklung der „Causa B16″ nicht involviert war.

        Ihm das Priestertum abzusprechen, wäre natürlich falsch. Vermutlich spielen aber Bezeichnungen wie „Herr Bergoglio“ darauf gar nicht an, sondern darauf, dass er sich seine kirchlichen Würden nicht in den Pass eintragen lässt.

    • Geehrter Guiseppe,
      bitte kritisieren Sie dann auch @Wickerl, der Papst Benedikt XVI immer und immer wieder als „Dr. Ratzinger“ „beschimpft“. „Beschimpft“ mag nicht ganz das passende Wort sein, da der Doktorgrad keinesfalls geringwertig ist, aber er/sie bringt damit zum Ausdruck, dass er/sie Benedikt XVI nicht als Papst anerkennt und in ihm „nur“ einen Doktor sieht. Parallelerweise lässt sich Bergoglio, da er keinen Doktorgrad besitzt, als „Herr Bergoglio“ bezeichnen. Sie müssen aber zugeben, dass es Bergoglio einem nicht einfach macht, vor ihm Respekt zu haben und ihm die Ehrfurcht zu erweisen, die einem Papst eigentlich gebührt. Und ich bin auch kein Sedisvakantist. Ich erkenne Herrn Bergoglio nicht als Papst an, sondern sehe Papst Benedikt XVI weiter als Kirchenoberhaupt, sehe den Stuhl Petri also nicht als unbesetzt.
      Per Mariam ad Christum.

      • D‘accord, was „Dr. Ratzinger“ angeht. Das ist mir ebenso übel aufgestoßen (auch schon früher), auch wenn ich es (diesmal) nicht kommentiert habe.

        Ja, es wäre so schön, wenn Benedikt XVI. nicht zurückgetreten wäre. Aber er ist es. Ich bedauere es sehr, aber ich respektiere es. Ein neuer Papst wurde gewählt. Es ist leider nicht Kard. Burke oder Kard. Ranjith (mein Favorit) gewählt worden, sondern Kard. Bergoglio. Das bedauere ich auch sehr.

        Ihre These, dass Benedikt XVI. nach wie vor Kirchenoberhaupt ist, ist interessant. Wie begründen Sie das?

        Über Papst Franziskus „Politik“ gegenüber den Franziskanern der Immakulata habe ich mich oben doch deutlich geäußert, wie Sie gerne nochmal nachlesen können. Und auch andere Dinge sprechen gegen Franziskus: Da wäre die bevorstehende Entlassung Kard. Burkes als Präfekt der Apost. Signatura, da wäre die zu erwartende (und zu befürchtende) Ernennung des Ersbischofs Piero Marini zum Präfekten der Liturgiekongregation. Da wäre dann die Abservierung eines glaubenstreuen Bischofs in seinem Heimatland Argentinien wegen nicht bewiesener Vorwürfe, dann diese Interviews mit Scalfari sowie der öffentliche und überschwengliche Lob Kard. Kaspers und so einiges mehr.

        In Ordnung, ein Sedisvakantist sind Sie nicht, zumindest nicht, solange der gute Papst em. Benedikt XVI. noch lebt.

  7. So sieht Bergoglios neue Kirche der Barmherzigkeit aus. Joseph Stalin hätte seine wahre Freude! Und wenn irgendjemand glaubt, das Kirchenrecht schütze ihn, der hat vor den konzilskirchlichen Instanzen ungefähr soviele Chancen wie vor Freisslers Volksgerichtshof, zumal mit Kard. Burke der wohl letzte Rechtswahrer davongejagt wird. Bergoglio ist ein Diktator, aber das hat er ja von seinen Kumpels in Argentinien gelernt, wie man sowas macht! Und die letzte Schuld liegt bei Prof. Dr. Ratzinger, der es vorzog, davonzulaufen, bevor der Krieg gewonnen ist, und heute an Bergoglios Seniorennachmittagen am Petersplatz als Komparse mitspielt!

    • Kard. Burke der wohl letzte Rechtswahrer
      ——-

      Na ja… Das war er sicher nicht… Die heutigen römischen Tribunäle sind sedes iniquitatis.

    • @ catholicus, wickerl und andere: Wenn Sie so genau wissen, warum und dass Papst Benedikt XVI. davon gelaufen ist und gekniffen hat etc., was ich hier an mehr als anmaßenden Begriffen lesen muss, dann wäre ich Ihnen für einen detailierten Hintergrundsbericht über die Einzelheiten, Gedankengänge, Beschlüsse, Absprachen, Erpressungen, subtilen unter Druck setzen etc. und den Gesundheitszustand zum damaligen Zeitpunkt des Papstes Benedikt sehr dankbar.
      Denn wir wissen nicht, was sich hinter den Mauern des Vatikan wirklich abgespielt hat, wahrscheinlich seit Jahren und was ein 86 Jähriger in Lage ist auszuhalten, zumal wenn er eine tief im Glauben stehende Persönlichkeit ist wie Papst Benedikt, und was nicht. Ich ersuche mit der mir möglichen Sachlichkeit darum, mit vorverurteilenden Wertungen, die keiner von uns widerlegen oder bestätigen kann, zurückhaltender zu sein.
      Der Konsequenz halber müsste dies auch für seinen Nachfolger gelten.

  8. Schon einmal daran gedacht, dass man verhindern möchte, dass die Betroffenen einen FdI-Orden reloaded gründen, der die Originalen auffordert, doch derüberzukommen ?

  9. „Es kann sicherlich nicht wahr sein, dass Papst Franziskus sich des dem Pharao ähnlichen verhärteten Herzens von Kommissar Volpi bewusst ist, der nicht gewillt ist, auf die Stimme der wahren Barmherzigkeit zu hören: ‚Lass mein Volk ziehen!‘ Sicherlich kann sich der Papst dessen nicht bewusst sein. Sicherlich.“

    Eher ist dem eigentlichen Tyrannen sein verhärtetes Herz nicht bewusst.
    Volpi ist ein dienstbarer Knecht seines Auftragsgebers.
    Die fühlbare Herzenshärte des Kirchenoberhauptes bereitet nicht nur den FdI großen Kummer.

    Wie viel Gebet braucht es wohl um ein derart verhärtetes Herz zu bekehren?

    Ein Trost: Bei Gott ist nichts unmöglich.

  10. Sicher ist er sich bewusst was passiert! Wieso will man nicht in aller demütig es wahr haben, dass der Papst und seine geistigen Brüder mit denen er in Brüderlichkeit einen Gott: deren Gott, anbetet, der- wie er selber gesagt hat: „nicht katholisch“ ist, ganz genau bescheid weiß. Der Papst ist smarter als man denkt oder glauben will. Es heißt „Papst Franziskus erwies sich in allen Fragen als gut informiert, folgte der Angelegenheit aufmerksam und zeigte mehrmals seine Wertschätzung für den ebenfalls anwesenden Pater Volpi und brachte so Gerüchte zum Schweigen, dass die Aktionen des kommissarischen Leiters und seiner Mitarbeiter ohne Wissen des Papstes vorgenommen wurden“ . mehr dazu habe ich hier gefunden: http://custos-sancto.blogspot.de/2014/06/neuigkeiten-zu-den-franziskanern-der.html?q=franziskaner+papst

  11. Prophezeiungen von Hl. Franziskus von Assisi
    Jemand, der nicht kanonisch gewählt, (aber) auf dem Höhepunkt jener Drangsal zum Papsttum erhoben worden sein wird, wird sich bemühen, in raffinierter Weise (wörtlich: mit Scharfsinn) vielen das tödliche Gift (wörtlich: den Tod) seines Irrtums einzuflößen.

    Dann werden sich die Ärgernisse vervielfachen, unser Orden wird gespalten werden, viele der übrigen (Orden) werden völlig zerbrechen, weil sie dem Irrtum nicht widersprechen, sondern zustimmen werden. Es wird so viele Meinungen und Spaltungen im Volk, unter den Ordensleuten und im Klerus geben, dass, wenn jene Tage nicht gemäß dem Wort des Evangeliums abgekürzt werden, selbst die Auserwählten (wenn dies möglich wäre) in die Irre geführt würden, wenn sie nicht in einem so gewaltigen Sturm von der unermesslichen Barmherzigkeit Gottes geführt würden. Unsere Regel und Lebensweise wird dann von einigen auf das schärfste bekämpft werden.

  12. Gratulation, Bergoglio ! Jetzt müssten selbst die Blödesten Deine Barmherzigkeitslügen durchschauen !

  13. Auch für jemanden, der kein professioneller Kanonist ist, ist klar, daß hier der Sinn des Kirchenrechts überschritten wird. Jetzt haben sie es zuweit getrieben.

    Vielleicht findet sich ein Kanonist, der der Frage nachgehen könnte, ob eine solche Anwendung des kirchlichen Strafrechts (das ja bekanntlich immer möglichst eng auszulegen ist) nicht als Mißbrauch selbst Kirchenstrafen nach sich zieht.
    Eine suspensio a divinis ist ja keine Kleinigkeit.

    Es zeigt aber die Schizophrenie eines Pontifikats, das sich Liebe und Barmherzigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, aber nach innen diktatorisch vorgeht.

    Darum glaubt man Papst Franziskus seine „Perlen“ auch nicht mehr. Taten sprechen lauter als Worte.

    • Danke, ich bin ganz Ihrer Meinung!

      Wer immer noch nicht k l a r erkennt was in Rom „gespielt“ wird, der verweigert die Realität – dem ist nicht mehr zu helfen!

    • Das kommt heraus, wenn man die „reine“ Barmherzigkeit predigt, ohne die Gerechtigkeit zu beachten. Dann ist schließlich alles erlaubt, dann gibt es kein Recht und kein Gesetz mehr. Dann herrscht nur noch diktatorische Willkür.

  14. Vielleicht ist wirklich die Zeit der Laien angebrochen nur anders, als man das so im allgemeinen versteht.
    Vielleicht wird die Kirche sich zurückziehen auf diejenigen die im stillen Kämmerlein vor sich hin beten, keinerlei öffentliche Funktion haben.

    Es scheint so, als habe die letzte Amtshandlung Papst Benedikts genau darin bestanden!
    Irgendwas muss in der Kurie los sein, (nur was?) dass alle Amtsträger in der Hand hat, dass alles was offiziell daherkommt gleichsam vergiftet, so dass offensichtlich nur noch der Rückzug ins Innere bleibt.
    Ich hoffe ich irre mich.

  15. Ist das Ziel womöglich die Uniformität von zeitgemässen „Cafeteria-Katholiken“ ? Kardinal Burke – bereits auch auf der „Abschiebeliste“ – in einem Interview mit „Polonia Christiana“ („Katholisches.info“ berichtete):
    -
    „Die Auffassung von einem „teilweisen Katholizismus“ ist ein Widerspruch in sich selbst, der die gegenwärtige kulturelle Neigung zu Individualismus und Relativismus reflektiert – mit anderen Worten: die Neigung, jegliche Realität den eigenen Gedanken und Wünschen anzupassen, ungeachtet ihrer objektiven Natur. Katholiken, die eine solche Auffassung von ihrem katholischen Glauben und der Praxis haben, werden manchmal „Cafeteria-Katholiken“ genannt, weil sie selbst auswählen, welche Teile des Lehramts der Kirche zu Glaube und Moral sie glauben und praktizieren wollen. Ein wahrer Katholik nimmt – ohne Kompromiss – alle Wahrheiten an, welche die Kirche lehrt bezüglich des Glaubens und des sittlichen Lebens.“
    -

  16. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Ordensgemeinschaft einfach zerschlagen werden soll. Die Brüder werden so lange malträtiert, bis die ersten ihre Rettung bei der FSSPX suchen. Danach wird es heißen: Seht ihr – sie sind doch alle Krypto-Lefebvrianer und waren nie etwas anderes!

    • Und genau aus diesem Grunde sollten die Herrschaften den Schritt von alleine tun und dem Orden schnellstens den Rücken kehren und zur einzigen Kirche Christi zurückzukehren naemlich zur FSSPX.
      Dort werden Priester und Ordensleute gesucht.
      Das Freimaurer Gesindel in und um Rom steht dann alleine und soll bleiben wo der Pfeffer wächst.

  17. Die rechtgläubige Kirche wird sich zurückziehen müssen. In die Verborgenheit. Alles das ist schon lange vorprophezeit worden. U.a. bei Emmerick und dgl. Papst Benedikt ist unser Papst. Wir sollten uns an ihn anlehnen. Es war sicher auch keine Feigheit von ihm, so zu handeln, wie er gehandelt hat. Ich denke, es kam auf Gottes Weisung so! Er wird die Kirche vom „Exil“ aus leiten. Viel darüber zu philosophieren, braucht man nicht. Die ist, was ich glaube! Es heißt ja auch: „Meine Worte sind nicht eure Worte und Meine Wege sind nicht eure Wege!“
    Evtl. ist es auch hilfreich, sich das Buch: „Häuser der Anbetung“ zu besorgen! Schadet ja nie!

  18. Nichts Neues unter der Sonne.
    Bei Erzbischof Lefebvre lief die Suspension a divinis in den 70er Jahren unter Papst Paul VI in ähnlich inkorrekter Form.
    „Lesen Sie die neue Messe und alle Schwierigkeiten sind beendet“ sagte man ihm sinngemäß. EB Lefebvre lehnte ab und wurde suspendiert.

  19. Der heilige Franziskus von Assisi prophezeite auf seinem Sterbebett, dass ein Antipapst (nicht kanonisch gewählter Papst) kommen würde, der seinen Namen tragen würde, und er würde seinen Orden spalten. Sobald man beginnt, die Dinge an ihren Konsequenzen und Folgen zu bewerten, erkennt man die Wahrheit. Fakt ist, dass wir 2 Päpste haben: einen Emeritus und einen Amtierenden! Noch Fragen? „Ich schicke euch wie Schafe unter die Wölfe, seid so klug wie die Schlange und so unschuldig wie das Lamm!“ – „An den Früchten erkennt ihr sie.“ Die Früchte von Franziskus? Jetzt sollte das Gewissen und die Erfahrung urteilen. Neutral bleiben zählt nicht.
    Sollte sich herausstellen, dass Papst Benedikt gehen „musste“ also nicht freiwillig gegangen ist, ist die Wahl von Franziskus nicht gültig. (Siehe zu den Intrigen auf Englisch leider nur PBS-Secrets of the Vatican, hervorragene Dokumenation über Benedikts letzten 2 Jahre vor seinem „Rückzug“.

    • sehr wohl zur Kenntnis genommen, allerdings scheinen diese Möglichkeiten des Kirchenrechts derzeit nur für die FdI zu gelten, alles was progressiv ist, hat Freifahrtschein…

  20. Der Bischof von Rom ist der Papst, er hat die plena potestas, und daher ist richtig, was er tut. Er wird seine Gründe haben und ist einfachen Laien gegenüber zu keiner Rechenschaft verpflichtet.

    • Ein Papst hat die plena potestas, deshalb muss aber nicht alles richtig sein, was er tut. Er wird seine Gründe haben, aber er muss für sein Handeln vor Gott Rechenschaft ablegen. Vor allem sollte ein Papst die einfachen Laien nicht verunsichern und das Seelenheil der Gotteskinder nicht gefährden, sonst wäre es, nach Jesu Worten, besser, dass er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.

      • Nur dass hier nicht die „einfachen“ Laien sind. Die „einfachen“ Laien wissen gar nichts über all diese Dinge und es erregt sie auch nicht.

    • Na, Sie haben ja noch das Papstbild ausm Mittelalter, verglichen damit sind wir Tradis ja fast schon liberal 😀

    • @Sarah, ist es richtig, dass mit Billigung Papst Franziskus ein grund-katholischer, glaubenstreuer Orden nicht nur aufgelöst, sondern regelrecht zerlegt wird?
      Gibt es eine vernünftige Begründung für die brutale Zerstörung
      des Ordens der Franziskaner der Immakulata?
      Eine Begründung, die auch „einfache Laien“ verstehen und problemlos nachvollziehen könnten?
      Empfinden Sie kein Mitgefühl für die Ordensbrüder, deren Glaubens- und Geistesleben so jäh und mitleidlos unterbrochen wurde, die auseinandergerissen und in verschiedene Länder verteilt wurden?
      Und macht es Ihnen auch nichts aus, dass der greise Gründer des Ordens, Pater Manelli, irgendwo isoliert leben muss, ohne Kontakt zum Bischof von Rom?
      Es gäbe noch so viele Punkte anzuführen, dieser eine soll vorerst genügen, um Sie vielleicht doch einmal zum Nachdenken einzuladen.
      Rechenschaft mag er uns, die er als „Fledermaus-Christen“ bezeichnete, vielleicht nicht geben – aber er wird, wie wir alle, einst seinem Schöpfer Rechenschaft geben müssen.
      Versuchen Sie bitte, beide Seiten der Medaille in den Blick zu nehmen.

    • @ Sarah
      Noch übler gehts kaum noch. Hätte das hier jemand unter Benedikts aktivem Pontifikat geschrieben, wäre die Meute der Bergoglio Kriecher über ihn hergefallen. Kein Papst steht über dem, was die Kirche zu glauben lehrt. Und der Herr aus Argentinien mit seinen Showeinlagen schon gar nicht.

    • @Sarah,
      Das hat Alexander Borgia als Papst Alexander VI auch schon so gesagt und der Christenheit gewaltigen Schaden zugefügt.
      Papst Clemens VII ebenso; der Sacco di Roma hat hier dann eine direkte Antwort auf gegeben.
      Deus in adiutorium intende

  21. @Sarah: Sie outeten sich hier wiederholt als Papst Franziskus-Fan.
    Bis vor einer Woche hätte ich noch geschrieben, daß ich Ihre Comments dafür verstörend apodiktisch finde. Nun aber verstören sie mich nicht mehr.Fanclub eben.

  22. @hedi züger am 3. Oktober 2014 um 3:42

    Liebe Frau Züger!
    Diskutieren, etwas ausfechten, auch miteinander „streiten“ -im richtigen Sinne gemeint- warum nicht?
    Aber niemals den anderen in seiner Würde verletzen, ich denke, das sollte unseren Umgang untereinander bestimmen.

    Sie haben geschrieben, welches Gebet Ihnen hilft in aller Bedrängnis.
    Meines ist das von Teresa von Avila: Nichts soll dich ängstigen …
    und das von Niklaus von Flüe: Mein Herr und mein Gott …

    Die Zeiten sind beängstigend, doch mit Teresa bete ich: Solo Dios basta!
    Pace e bene, liebe hedi züger!

Comments are closed.