Der Alptraum dieses Pontifikats: Säuberungen ohne Verfahren

Bischof Rogelio Livieres
Bischof Rogelio Livieres

(Rom) „Man hat ein seltsames Gefühl …“ schreibt der katholische Publizist Mauro Faverzani. Der Grund? In den vergangenen Tagen wurden in den internationalen Medien zwei gänzlich unterschiedliche Fälle auf ein und dieselbe Stufe gestellt. Jener des polnischen Titularerzbischofs und Vatikandiplomaten Jozef Wesolowsky, ehemaliger Nuntius für die Dominikanische Republik, der auf Befehl von Papst Franziskus von der vatikanischen Gendarmerie wegen Pädophilie verhaftet wurde. Und jener von Bischof Rogelio Livieres Plano, der von Papst Franziskus als Diözesanbischof der Diözese Ciudad del Este in Paraguay abgesetzt wurde. Die beiden Fälle wurden in manchen Zeitungen auf der Titelseite nebeneinandergestellt, obwohl sie mitnichten miteinander vergleichbar sind. Und was hat eine sybillinische Warnung an Kardinal Pell damit zu tun, nachdem er ein leidenschaftliches Plädoyer zur Verteidigung der katholischen Ehelehre gegen Kardinal Kaspers „neue Pastoral“ veröffentlichte?

Zeitung der Bischöfe: Empörung über Pädophilen, Lob für Homosexuellen

Was Msgr. Wesolowsky betrifft, richtet das Medienkarussell seine Scheinwerfer auf die Anklage wegen Pädophilie, wobei tunlichst dessen erwiesene Homosexualität verschwiegen wird. Der paradoxe Spagat zwischen politisch korrekter Empörung und Vertuschung geht in der der Italienischen Bischofskonferenz gehörenden katholischen Tageszeitung Avvenire soweit, auf derselben Seite neben dem Foto des verhafteten Nuntius aus Polen eine überschwengliche Begeisterung samt Foto für dessen sexuellen Gleichgesinnten Pier Paolo Pasolini zu setzen.

Giuliano Ferrara, der streitbare Chefredakteur der Tageszeitung Il Foglio, der 2007 mit der Forderung nach einem internationalen Abtreibungsmoratorium für Aufsehen sorgte und im Frühjahr Kardinal Kaspers Strategie zur Unterminierung des Ehesakraments durchkreuzte, bezeichnete die ganze Angelegenheit als „grotesk“ und „enttäuschend“ und machte darauf aufmerksam, daß „das kirchenrechtliche Verfahren noch nicht abgeschlossen ist“, da im Fall Wesolowsky das Berufungsverfahren anhängig ist, „und das strafrechtliche Verfahren praktisch noch nicht einmal begonnen hat“. „Wo ist die Barmherzigkeit?“ in diesem Fall, fragte Ferrara aus den Spalten seiner Zeitung.

Die Verschleierung Urrutigoity

Und der Fall von Bischof Livieres? Die großen Medien präsentierten ihn als Schuldigen, den Fall seines Generalvikars Carlos Urrutigoity vertuscht zu haben, der vor zwölf Jahren in den USA des sexuellen Mißbrauchs beschuldigt worden war. Dem ist aber nicht so, wie Vatikansprecher Pater Federico Lombardi ausdrücklich der New York Times gegenüber erklärte: „Das wichtige Problem waren die schwierigen Beziehungen innerhalb des Episkopats und der Ortskirche“, während von Urrutigoity zwar „gesprochen wurde“, dieser aber „nicht zentral“ war.

Auch die Erklärung des vatikanischen Presseamtes beschränkte sich auf die Feststellung, daß die Entscheidung „von ernsten pastoralen Gründen“ sei und dem „höheren Wohl der Einheit der Kirche von Ciudad del Este und der Gemeinschaft der Bischöfe Paraguays“ geleitet sei. Seit Jahren standen seine bischöflichen Mitbrüder Bischof Livieres in Paraguay in herzlicher Abneigung gegenüber.

Progressiv-befreiungstheologisches Seminar gegen glaubenstreues Seminar

Auf der Internetseite seiner nunmehr ehemaligen Diözese erinnert ein Dossier daran, daß der Bischof unbequem war, weil er offen das Nahverhältnis des paraguayischen Episkopats mit der politischen Linken und der Befreiungstheologie kritisierte. Nachdem er Bischof wurde, zog er seine Priesteramtskandidaten vom gemeinsamen interdiözesanen Priesterseminar in Asuncion ab und gründete ein eigenes diözesanes Priesterseminar, um die künftigen Priester vor der akzentuierten politisch-ideologischen Ausrichtung von Asuncion zu bewahren. Die Neugründung erwies sich als ungeahnter Erfolg.

Als Bischof Livieres 2004 seine Diözese übernahm, fand er nur anderthalb Dutzend Priester vor. In den vergangenen zehn Jahren konnte er 60 Priesterweihen spenden und zuletzt jährlich 40 Neuzugänge in das Priesterseminar aufnehmen. Die Kandidaten kamen aus allen Diözesen des Landes. Das schlechte Vorbild der Bischöfe (der einzige Erzbischof des Landes ein Homosexueller, der Bischof von San Pedro verwarf das Weihesakrament für seine linken politischen Träume und hatte während seiner Zeit als Priester und Bischof sexuelle Beziehungen zu Frauen) und zölibatsbrechender Priester sowie weitverbreitete marxistische Theorien haben das sakramentale Priestertum wenn nicht bekämpft, so verunstaltet und unterdrückt.

Priesterberufungen wo Priestertum anerkannt und Vorbilder und Förderung vorhanden

Bischof Livieres öffnete ein Ventil, weil der die Erhabenheit des Weihesakraments sichtbar machte. Während seine bischöflichen Mitbrüder achselzuckend mehr oder weniger glaubwürdig beklagten, daß des keine Priesterberufungen gebe, erbrachte Bischof Livieres den Nachweis, daß es sehr wohl auch heute Priesterberufungen gibt, diese aber nur sichtbar werden können, wenn sie gefördert und nicht abgewürgt werden.

Dabei legte Bischof Livieres in Ciudad del Este sehr strenge Maßstäbe bei der Zulassung zum Priesterseminar an, weit strengere als das interdiözesane Priesterseminar von Asuncion. Die Behauptung, wo es viele Seminaristen gibt, werde wohl jeder genommen, auch „unwürdige“ Bewerber, war Teil jener Verleumdungskampagne, die letztlich in Rom Gehör fand und zur Absetzung des Bischofs führte.

Seit Jahren Kampf mit allen Mitteln gegen Bischof Livieres

Der übrige Episkopat reagiert heftig, weil man sich bewußt wurde, daß Bischof Livieres eine solche Dynamik entfaltete, nicht nur das monolithische Schema des Episkopats aufzubrechen, sondern entscheidend den künftigen Klerus nicht nur seiner Diözese, sondern des ganzen Landes zu formen.

Man versuchte seit Jahren, mit allen Mitteln gegen ihn vorzugehen. Alles wurde ihm vorgehalten, auch seine Zugehörigkeit zum Opus Dei. Zur Zeit von Vatileaks (Zufall?) gelangte ein Schreiben von Bischof Livieres an Papst Benedikt XVI. an die Öffentlichkeit, in dem er die innere Distanz der paraguayischen Bischöfe zur Glaubenslehre der Kirche belegte und beklagte und neue Kriterien für die Auswahl künftiger Bischöfe vorschlug. Das führte auch zu heftigen Reaktionen in seiner Diözese.

Eine Minderheit von zehn Priestern, die er von seinem Vorgänger übernommen hatte, forderte zusammen mit dem progressivsten Teil der organisierten Laien erstmals eine apostolische Visitation. Die sichtbare Initiative ging von jenem Diözesanteil aus, der in seiner Ausrichtung mit der „sozialen Pastoral“ des übrigen Episkopats korrespondierte. Bischof Livieres genoß jedoch die Unterstützung von Benedikt XVI. Offensichtlich „hat Papst Franziskus beschlossen, mir die Unterstützung zu entziehen“, heißt es im Brief von Bischof Livieres an den Präfekten der Ordenskongregation, Kardinal Marc Ouellet.

Unbrüderliche „Unregelmäßigkeiten“

Paraguays Bischöfe geben Pressekonferenz zur Absetzung von Bischof Livieres
Paraguays Bischöfe geben Pressekonferenz zur Absetzung von Bischof Livieres

In dem Brief machte der abgesetzte Bischof mit großer Würde respektvoll aufmerksam auf einige objektive Unregelmäßigkeiten, deren Opfer er geworden ist. Er erhielt nie den Abschlußbericht über die Apostolische Visitation, die im vergangenen Juli von Kardinal Santos Abril y Castello auf Anordnung des Papstes durchgeführt wurde. Seine Absetzung wurde vom Nuntius öffentlich bekanntgemacht, bevor ihm das entsprechende Dekret ausgehändigt worden war. Obwohl der Bischof zu jener Zeit in Rom war, wurde er trotz mehrfacher Ansuchen von Papst Franziskus nicht empfangen. Die Absetzung erfolgte, während er von verschiedenen römischen Stellen befragt wurde. Die Befragung war demnach nur ein Vorwand, um ihn aus seiner Diözese nach Rom zu locken, während die Absetzung bereits beschlossene Sache war.

Der Bischof befand sich nichtsahnend in Rom, während in seiner Diözese Msgr. Ricardo Valenzuela, einer der progressivsten Bischöfe Paraguays, bereits als Apostolischer Administrator die Kontrolle über die Diözese übernahm. Mangels Vorwürfen oder einer regulären Anklage hatte Bischof Livieres auch keine Möglichkeit, sich zu rechtfertigen. Eine Vorgangsweise, die der Bischof mit harten Worten geißelte: „Im Widerspruch zu den vielen Reden von Dialog, Barmherzigkeit, Offenheit und Respekt für die Ortskirchen, wurde mir weder eine Gelegenheit gegeben, mit Papst Franziskus zu sprechen noch die Möglichkeit Unklares, Zweifel oder Sorgen zu klären.“ Die zu erwartende correctio paterna des Papstes oder zumindest fraterna des Bischofs von Rom fand nicht statt.

Bischof Livieres bekundete als „gehorsamer Sohn der Kirche“ der päpstlichen Entscheidung Folge zu leisten, bezeichnete sie jedoch öffentlich als „unbegründet und willkürlich“, für die „der Papst vor Gott Rechenschaft ablegen wird müssen“.

„Das ist ein Putsch!“

Bischof Livieres sieht in seiner Absetzung „eine ideologische Verfolgung“. Dafür spricht die wenig brüderliche Vorgehensweise. In der Diözese wurde die Absetzung in Abwesenheit bekanntgemacht, indem der Nuntius mit dem neuen Apostolischen Administrator vorfuhr. Wie Pagina Catolica berichtete, drangen zuvor nicht näher identifizierte „Gesandte von Franziskus“ in Begleitung der Polizei in die bischöfliche Kurie ein und versiegelten Schränke und Schreibtische. Die 89jährige Mutter des Bischofs, die in der bischöflichen Residenz wohnte, wurde unverrichteter Dinge vor die Tür gesetzt und im gesamten Haus die Schlösser ausgetauscht. Was in Ciudad del Este geschehen ist, „das ist ein Putsch!“, so Pagina Catolica.

Wie aus allen Erklärungen paraguayischer Bischöfe und Ex-Bischöfe, wie jener von Ex-Staatspräsident Fernando Lugo, hervorgeht, spielte Urrutigoity im Fall Livieres keine Rolle. Es ging um die Beseitigung eines Störenfriedes, der den ideologischen kirchlich progressiven politisch linken Frieden des Episkopats und der paraguayischen Kirche störte. Urrutigoity diente nur dem Deutungsmuster der internationalen Presse, ebenso sexuell fixiert wie mit den Verhältnissen in Paraguay nicht vertraut, um den grundlegenden Richtungsstreit in der Kirche, um den es im Fall Livieres geht, hinter einer Schmuddelgeschichte zu verbergen. Statt komplizierte Zusammenhänge zu erklären, die zudem ideologisch nicht genehm sind, begnügte man sich mit plakativen Verdächtigungen, die wegen des Stichworts „sexueller Mißbrauchs“ viel leichter handhabbarer und vor allem inappellabel sind.

Was hätte Bischof Livieres zum Fall Urrutigoity sagen können, hätte ihn jemand gefragt?

Kardinal Santos Abril im Gespräch mit Carlos Urrutigoity (Ciudad del Este,Juli 2014)
Kardinal Santos Abril im Gespräch mit Carlos Urrutigoity (Ciudad del Este, Juli 2014)

Was hätte Bischof Livieres, wenn man ihn zum Fall Urrutigoity befragt hätte, sagen können? Zum Beispiel, daß Urrutigoity nie von irgendeinem Gericht verurteilt wurde, weder von einem staatlichen noch einem kirchlichen Gericht. Zum Beispiel, daß in den geduldigen Weiten des Internets zwar allerlei kursiert, die drei Anschuldigungen wegen angeblichen sexuellen Mißbrauchs in Wirklichkeit jedoch im Nichts geendet sind und vielmehr seine Unschuld anerkannt wurde. Zum Beispiel, daß die Glaubenskongregation offiziell jedes Vorgehen gegen ihn mangels konkreter Anschuldigungen einstellte. Zum Beispiel, daß der Argentinier Urrutigoity, als er 2005 nach Ciudad del Este kam, Empfehlungsschreiben verschiedener hoher Exponenten des Vatikans vorweisen konnte, darunter auch des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger. Angesichts der Strenge, mit der dieser als Papst Benedikt XVI. bei tatsächlichen Mißbrauchsfällen vorging, darf angenommen werden, daß er beim geringsten konkreten Zweifel, da seine Kongregation den Fall behandelt hatte, keine Empfehlung ausgesprochen hätte.

Der Vorwurf der angeblichen Mißwirtschaft gegen Bischof Livieres entpuppt sich als Verleumdung, da nachweislich alle Gelder in den Ausbau und den Unterhalt des ständig wachsenden Priesterseminars geflossen sind.
Einige Aspekte im Fall  Livieres erinnern auf traurige Weise an zwei Fälle im deutschen Sprachraum, jenen von Bischof Kurt Krenn in Sankt Pölten und jenen von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst in Limburg, die beide von Rom auf unrühmliche Weise und unter Mithilfe bischöflicher Mitbrüder abserviert wurden.

Bischof Livieres, das exoktische Unikum unter Paraguays Bischöfen

Am 27. September richtete Bischof Livieres ein Schreiben an die Priester, Seminaristen und Gläubigen seiner ehemaligen Diözese. Darin forderte er alle zum Gehorsam gegenüber der „rechtmäßigen Autorität“ auf. Den Seminaristen empfahl er die „Freude“, wie sie der heilige Paulus nennt und bat sie „dem Lehramt und der Tradition treu“ zu sein, um dadurch einmal „gute und heilige Priester“ zu werden.

Bischof Livieres war ein exotisches Unikum in Paraguay: der einzige „konservative“ Bischof des Landes. Eine „Spezies“, die vorerst offiziell ausgestorben ist. Mit seiner Absetzung wiederholt sich der Alptraum dieses Pontifikats. Wie gegen die Franziskaner der Immakulata „greift der Heilige Stuhl ein, indem er jene bestraft, die Treue zur Glaubenslehre beweisen und dadurch geistliche Früchte hervorbringen“, wie der Blog Campari&Maistre schrieb.

Die Vorgehensweise zeigt dabei ein bestimmtes Muster. Die Strafmaßnahmen erfolgen auf dem Verwaltungsweg, so daß keine Möglichkeit zur Verteidigung besteht. Anschuldigungen werden gar nicht formuliert, außer summarisch und völlig willkürlich als angeblicher Mangel eines sensus Ecclesiae. „Die Waffe der Verleumdung und der Denunziation scheint zum Hauptinstrument geworden zu sein, um die Gegner des neuen Kurses zum Schweigen zu bringen“, so Campari&Maistre.

Eine sybillinische Warnung an Kardinal Pell

Warnung an Kardinal Pell?
Warnung an Kardinal Pell?

In diesem Sinn ist wohl auch eine sybillinische Warnung an Kardinal George Pell zu verstehen, die im linken Magazin L’Espresso erschienen ist, das zur Mediengruppe der Tageszeitung La Repubblica von Eugenio Scalfari gehört. Der Kardinal wurde vor einem Monat von einer Untersuchungskommission zu sexuellen Mißbrauchsfällen der Regierung von Canberra über die Zeit befragt, als er Erzbischof von Melbourne und dann Sydney war. Kardinal Pell, der zum kleinen Kreis der „konservativen“ Kirchenfürsten mit einer Affinität zu Tradition gehört, wurde von Papst Franziskus nach Rom geholt. Manche Beobachter sprechen von einer „Neutralisierung“. Die Warnung so kurz vor der Bischofssynode macht jedenfalls hellhörig.

Dem Kardinal wird ausgerechnet aus dem Umfeld des unorthodoxen päpstlichen „Hausmediums“ La Repubblica vage vorgeworfen, seinerzeit etwas vertuscht haben zu wollen. Ein Vorwurf, der ausgerechnet nach dem Erscheinen von Pells neuestem Buch „Das Evangelium der Familie“ erhoben wird, mit dem er die katholische Ehelehre gegen die „Öffnungen“ von Kardinal Kasper verteidigt. Zufall?

Unterdessen zeichnet sich ab, daß in Rom mit zweierlei Maß gemessen wird. Der Vatikanist Marco Tosatti (La Stampa) kann sich einfach nicht erklären, warum Papst Franziskus ausgerechnet den belgischen Kardinal Godfried Danneels persönlich zum Synodalen ernannte und zur Bischofssynode über die Familie nach Rom einlädt. Einen Mann, der nachweislich geradezu einen pädophilen Sumpf um sich duldete, so daß die Medien noch im vergangenen Jahr den Ausschluß vom Konklave forderten. Doch, zieht Tosatti dann doch seine Schlüsse, Danneels „ist ein Freund des Papstes und vor allem ist er ein Progressiver“. „Und das scheint heutzutage alles zu erklären …“, wie Mauro Faverzani hinzufügt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana/Wikicommons

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14 Comments

  1. „Der paradoxe Spagat zwischen politisch korrekter Empörung und Vertuschung geht in der der Italienischen Bischofskonferenz gehörenden katholischen Tageszeitung Avvenire soweit, auf derselben Seite neben dem Foto des verhafteten Nuntius aus Polen eine überschwengliche Begeisterung samt Foto für dessen sexuellen Gleichgesinnten Pier Paolo Pasolini zu setzen.“

    Ich verstehe nicht, worauf Sie hinauswollen. Denken Sie man sollte Pasolini nicht loben, weil er homosexuell war? Der Zusammenhang erschliesst sich mir gar nicht.

    • Und warum spricht Burke hier dauernd von der „gegenwärtigen Lehre“, die die Wahrheit sei?
      Er legt sich doch so selber ein Ei ins Nest, denn jeder, der nicht auf den Kopf gefallen ist, wird mit Recht sagen: Naja – wenn es eine „gegenwärtige“ lehre gibt, gibt es auch eine zukünftige, und die kann ja dann von der 2gegenwärtigen“ Lehre abweichen, andernfalls müsste man ja von einer „ewigen“ oder „zeitlosen“ lehre, die die Wahrheit ist, sprechen.

      Kardinal Burke rudert also zurück?

      Auf jeden Fall hat er mein Vertrauen bei einem solchen Volkabular nicht!

  2. Und so musste es ja kommen. Bergoglio hat es ja selbst angekündigt: Er will die Kirche der modernen Welt die Türen öffnen – mehr als der Frevler Montini -alias Papst Paul VI. Eine verbeulte Kirche ist ihm lieber, er betrachtet sich als einen grossartigeren Kaholiken und Papst als alle vor ihm – hauptsächlich und jedenfalls jene vor dem V2. Das Konzil von Trient ist ihm offenbar schnuppe. Es lebe der „Fortschrritt“, der „neue Mensch“, der Dialog ist sein Panier und die Tradition von beinahe 2ooo Jahren Kirchengeschichte bedeutet für diesen Papst und seine Pedell’s nur noch alten Plunder. Die hl.Trideninische Messe ist für ihn nicht mehr Wert als eine Tasse kalter Kaffe. So sieht es also aus – nein, so ist es doch!

  3. Nachtrag: Richtig soll es heissen: Die Hl.Tridentinische Messe ist für ihn nicht mehr Wert als eine Tasse kalter Kaffe.

    • @ Leo Lämmlein:
      Wenn Sie gestatten, würde ich Ihren Kommentar gerne ergänzen: Zum Ekeln schäbig, weil mit einer Verlogenheit sondersgleichen, Werte wie Barmherzigkeit und Nächstenliebe pervertiert werden und unter dem Beifall einer ebenfalls ekelerregenden Jublermeute den Anfang einer abartigen Verdrehung aller bislang geübten moralischen Werte bilden. Bergoglio ist eine der schlimmsten Geißeln, die die Kirche heimsuchen konnten, da er die Machtfülle des Petrusamtes eiskalt und erbarmungslos benutzt, um sowohl das Petrusamt selbst, als auch alle, die im Wege stehen zu zerstören. Und die Hölle tut alles, um die Menschen zu verblenden und ihnen das auch noch als den Weg zum Himmel zu verkaufen. Was ein wenig tröstlich ist, ist die Tatsache, dass jetzt doch die ersten mutigen Bekenner auftreten. Diese erwartet das Martyrium. Wer sich Bergoglio in den Weg stellt, verliert alles: Reputation, Ansehen und Amt. Diese mutigen Menschen erwartet ein Kreuzweg: In die Ecke gestellt, verleumdet und gebrandmarkt. Angst regiert die katholische Kirche des Jahres 2014. Unter dem Pontifikat S.H. Papst Benedikt XVI. konnte man frei atmen. Jetzt hat sich alles verdüstert- die Luft ist schlecht für katholischen Glauben und katholische Treue.

  4. Schlicht die „demütige“ Umsetzung des vorgestellten Programms im Interview mit dem Freimaurer Scalfari in der „La Republica“; wir erinnern uns an die Aussage von Papst Franziskus:

    -
    „Das Zweite Vatikanische Konzil …
    hat beschlossen, der Zukunft mit einem
    modernen Geist ins Gesicht zu sehen und sich für die
    moderne Kultur zu öffnen.
    Die Konzilsväter wussten, dass Öffnung zur 
    modernen Kultur 
    religiöse Ökumene bedeutete und Dialog mit den Nichtglaubenden.
    Seitdem ist sehr wenig in diese Richtung getan worden.
    Ich habe die Demut und den Ehrgeiz, es tun zu wollen.“
    -

  5. Soweit ich den vorstehenden Bericht überblicke, entspricht das, was G. Nardi zur Causa Bischof Livieres schreibt, der Wahrheit. Auch meine südamerikanischen Quellen sagen nichts anderes. Es kann aber nicht deutlich genug hervorgehoben werden, dass die meisten Bischöfe von Paraguay ehemalige „Mitbrüder im Bischofsamt“ und Freunde des ehemaligen Staatschef Lugo gewesen sind. Auf dieser Ebene ist enorm viel Stimmung gegen den Bischof von Ciudad des Este gemacht worden. Er passte nicht in das Bild der vereinten Kämpfer für die Freiheit einer paraguayischen Kirche und Ihrer Ideologie, die sich eindeutig in der Befreiungstheologie widerspiegelt. Das Herunterspielen dieser Wahrheit und das Aufbauschen eines angeblichen Homoskandals um den Generalvikar wird jedoch auch in Südamerika forciert, wie ich erst gestern wieder aus Brasilien erfahren habe. Wir einfachen Gläubigen unterschätzen völlig den vatikanische Geheimdienst und seine Methoden.

  6. Hier auf dem Portal haben es ja mittlerweile fast alle begriffen, dass der Putsch, den Bergoglio angezettelt hat, auf kurz oder lang jeden beseitigen wird, der nicht in das Barmherzigkeitsschema hineinpasst. Nach den FdI folgen Priester und Bischöfe. Selbst Kardinäle sind nicht mehr sicher. Mag auch in einigen Fällen eine nachweisbare moralische Verderbtheit der Grund sein, so ist die eigentliche Absicht Bergoglios eine andere: Unumkehrbare Revolution in der Kirche nicht als Wirken des Heiligen Geistes, sondern als grandioser Sieg der Freimaurer, die mit dem Nuschelproheten aus Argentinien endlich ihr Ziel erreicht haben. Der Rücktritt S.H. Papst Benedikt XVI war einer ihrer größten Triumphe. Mit dazu beigetragen haben die moralisch verderbten Kurialen, die sich damit selber den Ast abgeschnitten haben, auf dem sie gesessen haben. Aber hauptsächlich dürfte das Ganze eine von vorneherein geplante Aktion gewesen sein. Und etliche Kardinäle, die es jetzt erwischt, haben wahrscheinlich beim Konklave den Heiligen Geist mit dem Geist, der stets verneint, verwechselt. „Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber“. Diese alte Volksweisheit wird jetzt wohl mancher voller Bitternis unterschreiben können.
    Es wird aber nicht dabei bleiben: Bergoglios Eskapaden und Karnevaliaden schwappen ja mittlerweile über und verbreiten sich rasend schnell in der ganzen Kirche. Gehorsam: ja. Kadavergehorsam: nein. Maßstäbe für den Gehorsam: Gottes Gebote und das von Gott eingesetzte Lehramt. Wer systematisch das Petrusamt aushöhlt, kann von einem Katholiken keinen Gehorsam mehr einfordern, zumal wenn das zu einer noch schnelleren Zerstörung und Relativierung der Kirche führt.

  7. Herzliches Vergelt’s Gott für diesen objektiven, von wirklicher Kenntnis der Hintergründe geprägten Artikel. Vor allem, daß dem angeblich pädophilen Generalvikar endlich einmal Gerechigkeit widerfährt, indem mal jemand klarstellt, dass er nie verurteilt wurde und sich die Vorwürfe gegen ihn als haltlos erwiesen haben. Auch ist es Fakt, dass Urrutigoity ein enger Vertrauter, ja Freund Benedikts XVI. war und auch heute noch ist. Glaubt irgendjemand, Benedikt hätte einen Pädophilen promotet? Damit ist klar, dass das Ganze eine ganz schäbige Intrige gegen ihn und v.a. seine Bischof war.

  8. Zu „Marcello“ – Also, das was Sie da absondern, gleicht an Volksverhetzung. Papst Franziskus
    ist ein Segen für die katholische Kirche, weil er endlich aufräumt mit den Scheinheiligen und
    Selbstgerechten. Ein Unglück für die Kirche sind Typen wie Meisner, Müller und Konsorten.
    Diesen ist es doch ganz egal, wieviel Leute noch aus der Kirche austreten, die Hauptsache, ihre ihre Machtansprüche bleiben erhalten.

    • @Mathilde Vietze
      Welcher konkreten Vergehen haben sich der ehemalige Kölner Kardinal Meisner und Kardinal Gerhard Müller schuldig gemacht?
      Und welche Personen meinen Sie, wenn Sie von „Konsorten“ sprechen?
      Reicht es Ihrer Ansicht nach, „konservativ“, glaubenstreu oder einfach nur katholisch zu sein, um als „Unglück für die Kirche“ bezeichnet zu werden?
      Genießt nur die „moderne“ Ausrichtung der Kirche Daseinsrecht in Ihren Augen?
      Damit würden Sie genau das bestätigen, was hier sorgenvoll kommentiert wird.
      Der Priester einer Nachbarpfarrei -liberal, weltoffen, modern- (merken Sie, wie positiv diese Begriffe klingen?) sprach stets davon, wie vielfältig und offen die Kirche sei.
      Dieser Mann war ein Meister des Wortes, sehr viele standen hinter ihm.
      Doch man musste schon sehr viel Leidensfähigkeit aufbringen, um als lehramtstreuer Katholik seine sonntäglichen Predigten ertragen zu können.
      Er war Mitinitiator des Freiburger Pfarrer-“Aufbruchs“ vor wenigen Jahren.
      Klar war er für Kommunion für alle, für Frauenpriestertum, die ganze sattsam bekannte Forderungsliste eben.
      Er sprach sich stets für Toleranz aus!
      Diese erstreckte sich allerdings nicht auf den damals noch amtierenden Papst Benedikt.
      Wie oft opponierte er gegen ihn, auch in den Predigten.
      Für das Beichtsakrament war er auch nicht.
      Mitunter konnte er recht sarkastisch, ja verletzend werden.
      Das habe nicht nur ich schmerzlich erfahren müssen.
      In einer Mail an mich gab er wenigstens selbstkritisch zu, ein Zyniker zu sein.

      Meine Frage an Sie nun, Mathilde Vietze:
      Wie schätzen Sie solch ein Verhalten ein?

    • Zu „Mathilde Vietze“:

      Unklar ist mir der „Segen für die katholische Kirche“ weil er den großen Pädophilenfreund und lokale Kirchendestruktor No 1 Godfried Danneels extra nach Rom auf der Synode der Familie einlädt (Danneels hat vor laufender (geheimen) Kamera die Familie seines Freundes und Bischofskollegen Roger vanGheluwe total an die Wand gefahren).
      Daß es sowohl spirituell als auch körperlich äusserst gesund war sich schleunigst von der nordbelgischen Bastardkirche zu entfernen, ist inzwischen breit bekannt; daß viele Flamen dies auch getan haben, hat die Zahl möglicher Schlachtopfer von dieser durch Homo- und Pädophilie infiltrierten Bande deutlich reduziert.
      Bravo!
      Omnia instaurae in Christo.
      Und was die Machtansprüche betrifft: auch da hat Danneels in der Roeach3-Affäre schwerst sein Amt u.A. durch den intimidierenden Anruf seines Sprechers Toon Osaer mißbraucht.
      Mit Erasmus von Rotterdam: Hier scheint man wie Thasymachus als Merkur loszuziehen um dann gleich als Vulkan zu hinken.
      (Colloquia familiaria, Reclam, S.59)

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