Kommissar schließt weiteres Kloster der Franziskaner der Immakulata

Kirche San Pasquale in Benevent. Kloster der Franziskaner der Immakulata geschlossen
Kirche San Pasquale in Benevent. Kloster der Franziskaner der Immakulata geschlossen

(Rom) Der Apostolische Kommissar Pater Fidenzio Volpi schließt in Übereinstimmung mit dem Generalsekretär Pater Alfonso Bruno ein weiteres Kloster der Franziskaner der Immakulata (FI). In der italienischen Stadt Benevent, nur knapp 40 Kilometer vom Mutterhaus des Ordens in Frigento (Diözese Avellino) entfernt, wird das Kloster San Pasquale geschlossen.

Die Entscheidung ist symbolträchtig. In Benevent wurde am 22. Juni 1990 am Vorabend des Herz-Jesu-Festes durch Erzbischof Carlo Minchiatti (1915-1996) das Dekret zur Errichtung des Ordens diözesanen Rechts unterzeichnet. Das Hochfest des Heiligsten Herzen Jesu ist damit der kanonische Gründungstag der Franziskaner der Immakulata. An jenem Sonntag 1990 legten die ersten 30 Ordensbrüder ihre Gelübde ab.

Das Kloster San Pasquale bestand seit etlichen Jahren. Die Pfarrseelsorge der Gläubigen erfolgte zunächst im neuen Ritus, mit Inkrafttreten des Motu proprio Summorum Pontificum parallel auch im überlieferten Ritus. Neben der täglichen Heiligen Messe im Alten Ritus wurde auch täglich eucharistische Anbetung gehalten.

Die Anwesenheit der Franziskaner der Immakulata und ihre Seelsorge waren um so kostbarer da sonst in der Erzdiözese Benevent kein anderer Ordenspriester oder Diözesanpriester die Heilige Messe im Alten Ritus zelebrierte.

Mit der kommissarischen Verwaltung wurden die Beneventer Gläubigen ganz des überlieferten Ritus beraubt, da den Priester des Ordens die Zelebration des Alten Ritus verboten wurde. Nun werden sie auch des Ordens beraubt, der hier seinen kanonischen Ursprung hat.

Eine Gläubige der Erzdiözese Benevent schrieb dazu in einem Brief an die Internetseite Messa in Latino: „Es stellt sich die Frage: Besteht die Reform, mit der der Kommissar sich brüstete, den Orden wieder zu seinem ‚ursprünglichen‘ Geist zurückzuführen, darin, die Klöster zu schließen und die Gläubigen wegen der in der Diözese weitverbreiteten doktrinellen Verwirrung der heute mehr denn je für das Seelenheil notwendigen Seelsorge zu berauben?“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

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Dario

Unerträglich – sie wüten, und wüten, und wüten. Aber das Ende der „Fahnenstange“ ist noch längst nicht erreicht. Ich möchte nicht wissen, wie es in 10 Jahren aussehen wird!

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