Der ISlam führt zu einem Zivilisationsbruch

Islam und Gewalt: Kreuzigung - schariagerechte Hinrichtungsform
Islam und Gewalt: Kreuzigung – schariagerechte Hinrichtungsform

Angesichts der aktuellen Gewalt-Propaganda von Salafisten und IS-Dschihadisten in Moscheen, Medien und sozialen Netzwerken ist es dringlicher denn je, das Gewaltpotential der islamischen Lehre auszuloten. Muslim-Führer und Politiker reden den gewalthaltigen Islam zu einer Friedensreligion schön.

Ein Gastkommentar von Hubert Hecker

Der Islam schleppt seit seiner kriegerischen Gründungszeit durch den Propheten, Staats- und Kriegsherrn Mohammed ein erhebliches Gewaltpotential durch die Geschichte. Mehrere Jahrhunderte Eroberungskriege an den verschiedenen Fronten von Galizien bis zum Indus hinterließen ihre Spuren in Selbstverständnis und Überlegenheitsgefühl der Muslime.

Aber auch nach innen übt der klassische islamische Staat erhebliche Gewalt aus im ökonomischen, politischen und religiösen Sinne, und zwar über die muslimischen und mehr noch die nicht-islamischen Untertanen. Die Kurzformel heißt: „Der Islam herrscht und wird nicht beherrscht.“ Die Scharia-Zwangsmaßnahmen der IS-Milizen in den eroberten Orten im Nordirak zeigen das rigide religiös-politische Gewaltpotential des Islam.

Im Status der Minderheit geben sich Muslime stets friedlich

Wenn die Muslime in einem Land in der Minderzahl sind, dann propagieren die Imame zunächst friedliches Verhalten – bis die Zeit ihrer Herrschaft gekommen ist. Das ist die Situation der Muslime in Deutschland.

So betonen auch die deutschen Moslem-Führer stets, wie friedlich und eingepasst das Verhalten der überwältigenden Masse der Muslime sei. Von dem islamischen Gewalt-Ansatz, der bei einem Großteil der deutschen Muslime schlummert, sprechen sie lieber nicht. Doch in kritischen Zeiten wird die inkubierte islamische Gewaltbereitschaft hervorbrechen.

Diese Erfahrung machten kurdische Christen kürzlich im Nord-Irak: Seit Jahrhunderten lebten sie gutnachbarlich mit sunnitischen Moslems zusammen. Als dann aber der Anmarsch der IS-Milizen angekündigt war, da plünderten viele die Häuser ihrer christlichen Nachbarn sowie ein Nonnenkloster, noch bevor die IS-Terroristen vor Ort waren. Erzbischof Sharaf von Mossul, dessen Kathedrale die IS-Milizen in eine Moschee verwandelt haben, nennt es eine „große Lüge, wenn der Islam als eine Religion des Friedens bezeichnet wird“.

In den Medien säuselt man islamische Friedens-Schalmaien

Die meisten Politiker und Medien dagegen schmieren den Moslem-Funktionären Friedens-Honig um den Bart. Für ihre Pflichtübung, dass sie sich kürzlich bei ihrem „Aktionstag“ gegen die barbarischen Gräueltaten der IS-Milizen aussprachen, werden sie gar zu Friedens-Aposteln hochstilisiert.

Volker Bouffier, der hessische Ministerpräsident, behauptet in einem Beitrag für die FAZ vom 24.9. sogar, die Muslime seien „Verfassungspatrioten“, wenn sie die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit ausnutzten sowie Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit praktizierten.

Doch das Ausnutzen von Grundrechtsfreiheiten macht noch keine Demokraten. Denn das gleiche wie die gemäßigten Muslime machen auch die Salafisten-Prediger oder die Dschihadisten in zahlreichen Islamisten-Moscheen. Sie nutzen unsere liberale Verfassung aus mit dem Ziel, unseren Staat und die Verfassung zu untergraben sowie langfristig umzustürzen in einen islamischen Staat.

Bouffier und andere Politiker konstruieren sich einen „modernen Islam“ in Deutschland, der völlig frei von Gewaltbereitschaft und Abwertung der „Ungläubigen“ sei. Sie entwerfen ihn als totales Gegenbild zu dem Islam der neuen Radikal-Milizen.

Islam führt zu einem Zivilisationsbruch

Der hessische Ministerpräsident verstrickt sich bei diesem Konstrukt in entlarvende Widersprüche. Er behauptet, dass der „ungeheure Zivilisationsbruch“ durch die Islamisten „im Irak und andernorts nicht im Namen des Islams“ geschehe“. Aber schon im nächsten Satz stellt er fest, dass sich die „islamistischen Terroristen von IS, Boko Haran und Al Shabab bei ihren Gräueltaten auf die Scharia, den Koran und den Propheten berufen“. Doch genau mit diesen drei Komponenten – Mohammed, Koran und Scharia – ist der authentische Islam angemessen umschrieben. Worauf berufen sich denn „die Muslime in Deutschland“?

Wenn man die Aussagen der beiden Bouffier-Sätze dem Sinn nach kombiniert, dann kommt man zu folgender Schlussfolgerung: Die strikte Anwendung von Mohammeds Reden und Regeln in Koran und Scharia durch die streng-islamischen Kräfte führt zu ungeheuren Gewalttätigkeiten und Gräueltaten, einem Zivilisationsbruch. Oder anders gesagt: Das latente Gewaltpotential, das Mohammed in die Welt setzte, im Koran kodifiziert und im Frühislam praktiziert wurde, wird bei den Muslimen des ‚Islamischen Staats’ wieder manifest.

Nach dieser Feststellung bleibt es aber völlig unerklärlich, wieso der Islam in Deutschland eine Musterreligion von Friedlichkeit und Verfassungstreue sein soll.

Haben die deutschen Muslime den zahlreichen Gewalt-Aufrufen des Korans öffentlich abgeschworen? Verurteilen sie die Eroberungskriege und Überfälle der Kriegsherren Mohammed und seiner Nachfolger im Frühislam?

Solange das nicht der Fall ist, sollten die Politiker und Medien ein wachsames Auge auf das Gewaltpotential des Islam halten. Der Kanzlei von Ministerpräsident Bouffier sei empfohlen, einmal gründlich die einschlägigen Stellen im Koran zu studieren – und anschließend die entsprechenden Auswirkungen bei jungen Muslimen in Deutschland.

Wie sieht es mit dem islamischen Gewaltpotential bei deutschen Muslimen aus?

Der Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer stellte schon vor knapp 20 Jahren bei türkisch-muslimischen Jugendlichen „ein erhebliches Ausmaß an islamzentriertem Überlegenheitsgefühl und religiös fundierter Gewaltbereitschaft“ fest. Die Ergebnisse seiner Studie publizierte er in der Schrift: „Verlockender Fundamentalismus. Türkische Jugendliche in Deutschland, Frankfurt 1997“. Die 1220 schriftlich befragten Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren waren in Deutschland geboren und sozialisiert. Den Befragten wurden Thesen vorgelegt, zu denen sie in je zwei Kategorien Zustimmung oder Ablehnung ankreuzen konnten.

Eine abgefragte These lautete so: „Jeder Gläubige muss wissen, dass die Religion anderer Nationen nichtig und falsch sind und ihre Angehörigen Ungläubige sind. Der Islam ist die einzig rechtgläubige Religion.“

Wie unschwer zu erkennen ist, enthält das Statement die islamischen Positionen, die seit Mohammed durch den Koran den Muslimen in Moscheen und Koran-Schulen tradiert werden: das Überlegenheitsgefühl der eigenen Religion („einzig rechtgläubige Religion“), kombiniert mit der Abwertung aller anderen Religion ohne Unterschied als „nichtig und falsch“. Die Angehörige anderer Religionen werden dabei stigmatisiert als „Ungläubige“. Sie seien alle verfluchte Kandidaten der Hölle, wie der Salafisten-Prediger Pierre Vogel ständig herableiert.

Mehr als die Hälfte der befragten muslimischen Jugendlichen, in einer erschreckend hohen Zahl von 55,9 Prozent, stimmten dieser These zu, über 30 Prozent davon sogar mit dem Votum „stimmt völlig“.

Woher haben die muslimischen Jugendlichen diese islamistisch-nahe Auffassung? Zum einen sicherlich aus den Lehren der Imame und Koranschulen, die laut Moslem-Führern ca. 20 bis 25 Prozent der eigenen Jugendlichen erreichen. Mit dieser Zahl darf man den Kreis der streng-religiösen Muslime in Deutschland annehmen. Dem verbleibenden von 30 Prozent wird wahrscheinlich durch Familien- und Gemeinschaftstraditionen der islamische Überlegenheitsanspruch und die Abwertung aller Nicht-Muslime vermittelt.

Es ist davon auszugehen, dass sich der Prozentsatz der streng-religiösen Muslime in den letzten 20 Jahren eher noch vergrößert hat. Daher sind die Befragungsergebnisse auch für heute relevant.

Bereitschaft zu physischer Gewalt bei einem Drittel junger Muslime in Deutschland

Brisanter noch sind die vier Fragen und Antworten zu religiös fundierter Gewaltbereitschaft bei muslimischen Jugendlichen. Die Antworten treffen den Kern unserer Verfassungsordnung, insofern sie das staatliche Gewaltmonopol in Frage stellen.

Die erste Frage bezieht sich allgemein auf die Rechtfertigung von „Gewalt, wenn es um die Durchsetzung des islamischen Glaubens geht“. 28, 5 Prozent halten diese Gewalt im Namen Allahs für „gerechtfertigt“. In Glaubensdingen soll es zwar „keinen Zwang“ geben (Sure 2,256), aber Gewalt für den Islam schon. In der Antwort spiegelt sich auch die historische Praxis der Muslime wieder. Die hatten über fast zehn Jahrhunderte mit kriegerischer Gewalt den islamischen Glauben in der halben Welt der mittleren Breitengrade ‚durchgesetzt’.

Die Zustimmung zu einem allgemeinen Satz ist leicht gegeben. Deshalb schoben die Sozialwissenschaftler eine weitere (Kontroll-) Frage bzw. These nach zu der persönlichen Bereitschaft zum Kampf – wie diese: „Ich bin bereit, mich mit körperlicher Gewalt gegen Ungläubige durchzusetzen, wenn es der islamischen Gemeinschaft dient“.

Normalerweise ist die Zustimmung bei einer persönlichen Bereitschaftsfrage geringer als bei allgemeiner Meinungsabfrage. In diesem Fall ergab sich aber eine gegenteilige Tendenz:

Knapp 36 Prozent, also mehr als ein Drittel, war bereit, persönlich und mit physischer Gewalt gegen „Ungläubige“ die Interessen der islamischen Gemeinschaft durchzusetzen. Wohlgemerkt – diese Gewaltphantasie und Gewaltbereitschaft wurden von jungen, in Deutschland sozialisierten Muslimen im Horizont des Grundgesetzes geäußert.

Die „Ungläubigen“ als Adressaten muslimischer Gewalttätigkeiten wären in Deutschland vor allem Christen und Juden.

Gewalt und Kampf gegen „Ungläubige“ gehen auf Mohammed und den Koran zurück

Letztlich geht die Aufforderung, gegen die „Ungläubigen“ mit allen Mitteln zu kämpfen, auf Mohammed und den Koran zurück. In vielen Suren-Versen wird der kriegerische Kampf propagiert gegen diejenigen, „die nicht der wahren Religion angehören“ – etwa in Sure 9.123: Ihr Gläubigen, kämpft gegen die Ungläubigen in eurer Nähe und lasst sie von eurer Seite Härte spüren.“

Diese ur-islamische Gewaltbereitschaft junger Muslime in Deutschland wird immer gefährlicher. Denn in diesen Kreisen finden die Dschihad-Predigten von radikal-islamistischen Imamen und Salafisten vorbereiteten Boden. Die dort gewonnenen Kämpfer gegen die „Ungläubigen“ in Syrien, dem Irak oder in Algerien werden als geschulte Terroristen nach Deutschland zurückkehren und dort eine Bomben-Stimmung verbreiten.

Töten im Namen Allahs – ein Viertel der jungen deutschen Muslime ist dazu bereit

Bei der dritten Frage äußerte ein Viertel der Jugendliche Zustimmung zu dem Statement, dass sie persönlich bereit seien, „andere zu erniedrigen, wenn es der islamischen Gemeinschaft dient“. Diese Bereitschaft von jungen Muslimen, Andersdenkende zu erniedrigen oder zu demütigen, korrespondiert mit der eigenen islamischen Überheblichkeit sowie der Verachtung aller „Ungläubigen“, wie oben zum ersten Fragen-Komplex dargelegt.

Bei der letzten Frage ging es um die äußerste Form von Gewaltbereitschaft – den Todschlag im Namen Allahs. 23 Prozent der jungen Muslime in Deutschland wollten davor dann nicht zurückschrecken, „wenn jemand gegen den Islam kämpft“. Dabei war die vorgegebene These noch besonders scharf formuliert: „… muss man ihn töten!?“ „Stimmt völlig“, meinte 9,2 Prozent der deutsch-türkischen Jugendlichen, 14 Prozent sagte „stimmt“.

Der Ansatz, die Zahl der potentiellen Dschihadisten in Deutschland mit 36 Prozent der gewaltbereiten Muslime (siehe oben) anzunehmen, mag zu hoch gegriffen zu sein. Die 23 Prozent der deutschen Muslime, die nicht nur zu töten bereit ist, sondern von einem „Muss“ des Tötens beim Kampf für den Islam ausgeht, gehört sicherlich zu dem engeren Kreis der Dschihad-Anfälligen. Dabei lässt sich eine Rechtfertigung durch einen vorgeblicher ‚Kampf gegen den Islam’ leicht konstruieren – etwa die amerikanischen Luftschläge gegen IS-Stellungen.

Auch zum Töten der Ungläubigen forderte Mohammed an verschiedenen Koranstellen auf. Die Heiden sollen ohne Umschweife getötet werden, so in Sure 9,5: „Wo immer ihr sie findet, greift sie an, belagert sie und lauert ihnen auf.“ So handeln die IS-Terroristen derzeit gegenüber den Jesiden. Vom Töten der anderen Ungläubigen spricht Mohammed in den Suren 2, 4, 8, 9 und einigen anderen.

Das generelle Tötungsverbot des Christentums gibt es im Islam nicht

In der jüdisch-christlichen Tradition gibt es ein grundsätzliches Tötungsverbot; „Du sollst nicht töten“ heißt es kategorisch im 5. Gebot des Dekalogs. In der christlichen Bibel erscheint Gott allein als Herr über Leben und Tod. Kein Mensch hat das Recht zu töten, auch nicht im Namen Gottes.

„Im Christentum führte die Erfahrung des Unglaubens nicht zum Aufruf, die Ungläubigen zu töten, sondern zum Missionseifer“ – so Prof. Martin Rhonheimer in einem Artikel der NZZ. Solche Missionare wie Francesco Vitoria und Bartolomé de las Casas machten bei ihrer Mission in Mittelamerika geltend, dass Ungläubige als Menschen die gleichen grundlegenden Rechte besitzen würden wie Christen. Dabei wurden sie von päpstlichen Verlautbarungen unterstützt. Diese christliche Tradition steht im diametralen Gegensatz zur islamischen Lehre und Praxis gegenüber den Ungläubigen.

Das generelle Tötungsverbot der jüdisch-christlichen Tradition ist Grundlage unserer Verfassung und Gesetzgebung. Entscheidend ist dabei, dass das gesetzliche Tötungsverbot in Paragraf 211 ff. im „Recht auf Leben“ (Art. 2,2) begründet ist.

Dieses Grundrecht im Verfassungsrang gilt für jeden Menschen gleich welcher Konfession, Herkunft etc. Ein solches positives Lebensrecht kennt der Islam nicht, denn alles Leben und die Lebenselemente seien Gnade und Gabe Allahs.

Im Islam gilt eine geteilte oder gestufte Tötungs-Ethik

Der Islam kennt daher kein generelles Tötungsverbot gegenüber anderen Menschen. Zwar wird die Tötung der eigenen Glaubensgenossen streng geahndet, aber für den Totschlag von „Ungläubigen“ gibt es großzügige Ausnahmen. Unter bestimmten Bedingungen ist vom Koran sogar ein „Muss“ angesagt, Ungläubige zu töten. Ein bekanntes Beispiel für die Tötungs-Pflicht der Muslime gegenüber einem bezeichneten „Ungläubigen“ war das Scharia-Urteil gegen den indisch-britischen Schriftsteller Salman Rushdie.

Was ist der islamisch-koranische Hintergrund für diese geteilten Tötungs-Regelungen?

Nach dem Koran ist die Menschheit zweigeteilt zwischen den gottgewollten Muslimen als vollwertige Menschen und den Ungläubigen als verfluchte Menschen minderer Qualitäten und Rechte, deren Schicksal sowieso die Hölle ist. Für die zwei Klassen von Menschen gibt der Koran unterschiedliche Weisungen vor – exemplarisch ausgedrückt in der Sure 48,29: ‚Ihr Gläubigen, seid gegeneinander barmherzig, gegen die Ungläubigen aber hart und heftig.’

Trennung von Staat und Religion in der christlich-europäischen Tradition

In diesem Zusammenhang ist ein weiterer Unterschied zwischen der christlichen und islamischen Tradition wichtig: Mit dem Jesus-Wort, Gott und dem Kaiser ihre unterschiedlichen Referenzen (und Steuern) zu erweisen, ist dem Christentum die Trennung zwischen Staat und Religion in die Wiege gelegt.

In der europäischen Tradition von römischem Recht und christlicher Staatsferne bildete sich ein Staatstyp heraus, der konfessions- und religionsneutral ist: Der Staat gewährleistet allen Religionsgemeinschaften die gleichen Bedingungen der freien Religionspraxis. Im Gegenzug erwartete er eine entsprechende Toleranz untereinander sowie die unbedingte Respektierung des staatlichen Gewaltmonopols. Demnach ist den Bürgern generell Gewalt, Kampf oder gar Totschlag gegenüber Menschen anderer Religion verboten. Ein Widerstandsrecht gegenüber Staat und Regierung ist allenfalls bei Bedrohung der verfassten Ganzheit erlaubt.

Islamische Gewaltbereitschaft bedroht Menschenrechte und staatliches Gewaltmonopol

Im Islam dagegen sind in den Gestalten Mohammeds und seiner Nachfolger-Kalifen von Anfang an Staat und Religion vermischt. Nach dem Modell des Früh-Islam bestand und besteht immer wieder die Tendenz zu einer politisch-religiösen Gewalten-Einheit – aktuell in dem Konstrukt des „Islamischen Staates“. Oder der (islamische) Staat steht unter der Fuchtel von Moslem-Führern bzw. einem Wächterrat.

Selbst in der muslimischen Minderheitensituation in Deutschland unterminiert ein beachtlicher Teil streng religiöser Muslime das staatliche Gewalt- und Tötungsverbot. Mit der oben aufgezeigten islamischen Bereitschaft zu Todschlag und Gewalttätigkeiten gegenüber anderen „ungläubigen“ Menschen stellen Muslime sowohl das Menschenrecht anderer Bürger in Frage als auch das Gewaltmonopol des Staates.

Angesichts der aktuellen Gewalt-Propaganda von Salafisten und IS-Dschihadisten ist es dringlicher denn je, dass Politiker und Medien die hier lebenden Muslimen in aller Deutlichkeit aufklären: Die islamisch-koranische Lehre von den zwei Menschenklassen an Gläubigen und Ungläubigen gehört definitiv nicht zu Deutschland. Propaganda und Bereitschaft zu Gewalt und Kampf gegen „Ungläubige“ ist mit der deutschen Verfassungsordnung gänzlich unvereinbar.

Weiterführender Text:
Martin Rhonheimer: Töten im Namen Allahs, Neue Zürcher Zeitung vom 6. 9. 2014

Bild: MRCTv (Screenshot)

drucken
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

30 Comments

  1. Die Ablehnung des Islams sollte konsequent erfolgen. Dialoge mit den Führern sind grundfalsch. In Rom wird man allerdings unter diesem Papst nichts lernen.

  2. Leider kann ich den islamischen Dominanzanspruch auch aus meiner Erfahrung bestätigen. Neulich war ich regelrecht erstaunt, wie ein kleiner Bub, dessen Mutter als Geschiedene, in knallengen Jeans, mit Lovern, gefärbten offenen Haaren, kettenrauchend (also keineswegs eine Kopftuchfrau) sehr „integriert“ wirkt, mir treuherzig erklärte, der Islam sei überhaupt nicht gewalttätig, aber wenn jemand den Koran breche, dann müsse hart betsraft werden, weil der Koran schließlich die „Wahrheit“ sei.

    Medial wird allerdings alles getan, dieses Bild zu mildern. Neulich stand im SZ-Magazin ein interview mit dem palästinensichen Islamgelehrten Mouhanad Korchide (Uni Münster), der den barmherzigen Gott herausstellen möchte und dem Islam so einen Weg zum inneren Frieden bereiten will. Sicher kann man dessen wohlmeindende Intentionen nicht bezweifeln, leiden doch die Muslime selbst am meisten unter der Rigidität und Kälte ihrer Religion, aber verschwiegen wird, dass die muslimische Community Korchide für einen Härteiker hält: http://www.zeit.de/studium/hochschule/2014-01/khorchide-muenster-islamische-theologie-kritik

    • Zeitschnur:

      In der nachfolgenden Sendung gelingt es dem aus Ägypten stammenden Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad (er musste schon vor einiger Zeit unter Polizeischutz gestellt werden) wirksam und erhellend, das Gesäusel des von Ihnen erwähnten Dr. Korchidé (…teilweise unterstützt von dem etwas pomadigen Moderator) zu entblättern und ins rechte (nüchterne, brutale) Bild der islamischen Realität zu rücken:

      http://tvprogramm.srf.ch/details/310141bc-e2ef-4920-a112-dff775a2b974

      • @ Carlo

        Vielen Dank für den Link! Ich habe mir den ganzen Film angesehen.
        Khorchide nehme ich schon ernst – er sucht fieberhaft nach einer Alternative zu dieser Realität, die er ja sehr wohl im Islam kennt. Er ist – philosophisch gesehen – ein Postmoderner, spricht ja auch immer von „Narrativen“, von kontextuellen Auslegungen, die man gewissermaßen immer neu in neue historische Realitäten übersetzt. Die Meinung, Allah sei v.a. andern „barmherzig“ sieht er in der Bismillah-Formel vor den Suren begründet: das stehe davor, um den Leser daran zu erinnern, dass das Folgende unter dem Aspekt der Barmherzigkeit Gottes verstanden werden müsse.
        Hamed Abdel-Samad dagegen fragt sich, was das für ein Gott ist, der es nötig hat, so ausufernd im Koran Gewalt zu predigen, um sich dann drauf zu verlassen, dass 1500 Jahre später ein netter Mann aus dem Libanon kommt und sagt, das müsse man aber alles unter dem Label „Barmherzigkeit“ verstehen, wenn doch die islamische Tradition das stets anders verstanden und umgesetzt hat.

        In den Standpunkten beider Männer offenbart sich das Dilemma des modernen/postmodernen, gutwilligen Muslim.
        Man muss den beiden muslimischen Gesprächspartnern Intelligenz und höchstes Reflexionsniveau bescheinigen, was beim Moderator und seiner typisch deutsch-ideologischen Konditionierung (auch wenn er Schweizer ist – das ist alles eine geistige Suppe), sofort in den Keller abrutscht. Insbesondere Abdel-Samad denkt fast erfrischend klar (für den Moderator ein Beweis dafür, dass er „Fundamentalist“ ist), aber auch Khorchide denkt – wenn auch innerhalb einer postmodernen Theorie – sehr differenziert.
        Auch wenn ich Khorchide nicht zustimme, handelt es sich eben doch um einen durchdachten, wenn auch unrealistischen Ansatz.
        Das Diskussionsniveau ist vorbildlich, auch der Umgang miteinander…

        Ich dachte spontan beim Zuhören, dass dieses Aufwachen und Ringen der Muslime vielleicht der Anfang einer Annäherung an den Herrn und König des Alls sein kann und dankte Gott dafür, dass sie sich so intensive Gedanken machen und auch darüber äußern. Möge Gott beide Männer auf Seinen geliebten Sohn aufmerksam machen: Herr Khorchide wird dann das Ziel seiner Sehnsucht in Christus erkennen und Herr Abdel-Samad wird die Aladin-Wunderhöhle der katholischen Traditon entdecken und sie gewinnen wie den biblischen Schatz im Acker. Wieder ist mir ein wenig das Herz der Muslime begegnet, und sie haben es verdient, endlich den zu erkennen, der sie schon immer geliebt hat.
        Denn eines ist klar verstehbar: sie sehnen sich nach einem wahren Gott.

      • Zeitschnur: bis !

        Tatsächlich schien mir Hamed Abdel-Samads im Verlaufe der Diskussion eine Spur Traurigkeit zu offenbaren, die weder spontan wirkte noch primär in seiner – für Außenstehende ja unvorstellbaren – Sicherheitslage permanenten Polizeischutzes zusammenhängen könnte.

        „… I only know that nothing will happen that was not foreseen by You, and directed to my greater good from all eternity.“

        Trotz seines kultivierten Stils inkl. charmantem Wiener Einschlag halte ich hingegen Herrn Korchidé für ein U-Boot. Selbstverständlich soll aber obenstehender Morning Offering-Auszug auch für ihn gelten.

      • @ Carlo

        Khorchide will sich durch den postmodernen, mit idealistischen Elementen durchsetzten Denkansatz den Islam „aneignen“. Ob er ein U-Boot ist? Haben Sie da handfeste Hinweise? Träumt er nicht den Traum, den schon Schleiermacher u.a. geträumt haben:

        „Jede heilige Schrift ist nur ein Mausoleum der Religion, ein Denkmal, daß ein großer Geist da war, der nicht mehr ist; denn wenn er noch lebte und wirkte, wie würde er einen so großen Wert auf den toten Buchstaben legen, der nur ein schwacher Abdruck von ihm sein kann? Nicht der hat Religion, der an eine heilige Schrift glaubt, sondern. welcher keiner bedarf und wohl selbst eine machen könnte.“ (Schleiermacher: Über die Religion, S. 82 (Reclam-Ausgabe 1980))

        Er pickt sich gewissermaßen raus, was ihm gefällt, historisiert das Unangenehme und idealisiert das Angenehme.
        Abdel-Samad sagt da – und das liegt meinem Denken viel näher – ganz logisch: Wieso? Wenn ich das Unangenehme historisiere, dann muss ich logisch auch das Unangenehme historisiere.
        Dann bleibt aber vom Islam nichts mehr übrig, das geglaubt werden könnte, ohne dass man islamistisch wird.
        Und das ist genau das Dilemma jedes sensiblen Muslims. Mit einem enormen geistigen Aufwand hat man sich in die Sackgasse eines Irrgartens verloren.
        Nur ein Weg ist gegeben, da hinauszufinden. Ich bitte täglich für die Muslime und dafür, dass sie diesen Weg erkennen, dass der Himmel ihnen entgegenkommt in ihrem Dilemma.

  3. Ich möchte den Verfasser daran erinnern, dass für die Gewaltenteilung immer wieder die Bibelstelle, „gib dem Kaiser, was der Kaisers ist“ angeführt wird. Lesen Sie die Bibel, dann werden Sie merken, dass auch das Christentum diese Gewaltentrennung so nicht kennt. Denn als Christus die Antwort verweigerte und Pilatus sich an ihn wandte, „weisst du nicht, dass ich die Macht habe, dich zu verurteilen““, dann antwortete Christus, „du hättest keine Macht, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.“ Das Machtmonopol liegt nicht beim Staat. Das scheint man mit dem Aufbegehren gegen Gott seit der Französischen Revolution vergessen zu haben. Viele Politiker sprechen immer vom Volkssouverän. In der Schweizer Verfassung steht aber sehr schön am Anfang, wer der Souverän ist. „Im Namen Gottes des Allmächtigen, amen.“ Lesen Sie bitte auch die Petrusbriefe. Da steht ehret die Statthalter, den sie sind von Gott gesandt. Das Tötungsmonopol, auch der Massenmord am ungeborenen Leben, das statthaltern, wie es heute gehandhabt wird, das müssen sich die Veantwortlichen in Staat und Gesellschaft unseres christlichen Abendlandes schon mal zu Gemüte führen und sich fragen, ob sie wirklich von Gott gesandt sind, wenn sie gegen Gottes 10 Gebote verstossen, oder ob sie nicht zurecht als Ungläubige bezeichnet werden, auch wenn sie sich noch so christlich und als westliche Wertegemeinschaft geben?

    • Die Diskussion ist allerdings etwas komplizierter. Und die Schrift weist eher in die Richtung, dass „jegliche (legitim) staatliche Gewalt“ von Gott gegeben ist, wie der hl. Paulus es schreibt – auch die heidnische, als solche aber dazu da ist „die Guten zu schützen und die Bösen zu bestrafen“.
      Der Hl. Paulus bestreitet das auch prinzipiell nicht dem heidnischen Staat.
      Auch wenn ein Regierender es nicht weiß, hat er seine Autorität von Gott (wie z.B. Pilatus) und muss sich vor IHM verantworten. Das Gesetz, so schreibt es ebenfalls der hl. Paulus, ist auch den Heiden ins Herz geschrieben.
      Um legitime staatliche Autorität entsprechend der Aufgabe, die sie hat, auszuüben, bedarf es tatsächlich grundlegend nur dieser Einschreibung des Gesetzes ins Herz.
      Ich habe es neulich schon empfohlen: Thomas von Aquin: De regimine principium.
      Daher kann man mit der Tradition eben gerade nicht eine Art „Umma“, bloß christlich, begründen.

      • Ist ja klar. Pilatus war Heide und das Römische Reich heidnisch. Und Jesus sagt, mit andern Worten auch dir Heide ist die Macht nur von oben gegeben. Ins Herz geschrieben, Das Transzendentale kommt nicht vom Verstand. Umso schlimmer als christliche Politiker dies eigentlich wissen sollten.

  4. Der Irrlehre Islam ist Gnade und Erlösung unbekannt.
    Sie zielt unvermindert auf die Weltherrschaft !
    Der vor ca. 3 Jahren zum Christentum konvertierte und von Papst Benedikt XVI. getaufte
    ehemalige Mohammedaner
    Magdi Christian Allam,
    ein bekannter Journalist der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“.
    berichtete, dass sich seine Bekehrung
    über einige Jahre vollzog, in denen er die unheilvollen Einflüsse des politischen Islam als offenkundige Irrlehre erkannt hatte.
    Er umschreibt die Irrlehre
    Islam als Religion,
    -
    „die von Hass und Intoleranz charakterisiert ist“
    -

    Der sog. „tolerante und friedfertige“ Islam ist eine „Fata morgana“, schlicht inexistent aufgrund des kriegerischen und gewaltverherrlichenden – die islamische Weltherrschaft fordernden – Irrlehrenbuch „Koran“ und dessen „Erfinder“, dem falschen Feldherrn „Propheten“ ( und selber gewalttätigen) Mohammed . Die über 1400 jährige kriegerische Expansion der Irrlehre Islam spricht für sich. Hw Martin Rhonheimer über die vergebene Mühe jener Moslems, die nach einem angeblich „friedfertigen“ Islam Ausschau halten:
    -
    „Gehen sie zu ihren Ursprüngen zurück,
    stossen sie auf den kriegerischen, expansiven Islam von Medina, die Legitimierung des Tötens zur Ehre Allahs und einen gewalttätigen Mohammed.“
    -

    Der „friedliebende Islam“ ?!; diese Irrlehre kennt Gewaltaufrufe noch und noch; O-Ton aus dem „Koran“:
    -
    2:191
    „Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung zum Unglauben ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.“
    4:74
    „Lasst also für Allahs Sache diejenigen kämpfen, die das irdische Leben um den Preis des jenseitigen Lebens verkaufen. Und wer für Allahs Sache kämpft, alsdann getötet wird oder siegt, dem werden Wir einen gewaltigen Lohn geben.“
    8:39
    „Und kämpft gegen sie, damit keine Verführung mehr stattfinden kann und kämpft, bis sämtliche Verehrung auf Allah allein gerichtet ist. Stehen sie jedoch vom Unglauben ab, dann, wahrlich, sieht Allah sehr wohl, was sie tun.“
    3:157
    „Und wahrlich, wenn ihr auf dem Wege Allahs erschlagen werdet oder sterbt, wahrlich, Allahs Vergebung und Barmherzigkeit ist besser als das, was ihr zusammenscharrt. Und wenn ihr sterbt oder erschlagen werdet, werdet ihr vor Allah versammelt.“
    47:34
    „Wahrlich jene, die ungläubig sind und die sich von Allahs Weg abwenden und dann als Ungläubige sterben – ihnen wird Allah gewiss nicht verzeihen So lasset im Kampf nicht nach und ruft nicht zum Waffenstillstand auf, wo ihr doch die Oberhand habt. Und Allah ist mit euch, und Er wird euch eure Taten nicht schmälern.“

    Die angestrebte Weltherrschaft:
    -
    9:29
    „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.“
    -

    Die Methoden: (Auswahl)
    -
    4:56
    „Diejenigen, die nicht an Unsere Zeichen glauben, die werden Wir im Feuer brennen lassen: Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben Wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe kosten. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Allweise.“

    5:33
    „Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.“

    Die Leugnung der Ewigen Wahrheit Jesus Christus inkl. Strafandrohung bei Zuwiderhandlung:
    -
    4:171
    „O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurem Glauben und sagt von Allah nichts als die Wahrheit. Wahrlich, der Messias, Jesus, Sohn der Maria, ist nur der Gesandte Allahs und Sein Wort, das Er Maria entboten hat, und von Seinem Geist. Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten, und sagt nicht: „Drei.“ Lasset davon ab – das ist besser für euch. Allah ist nur ein einziger Gott. Es liegt Seiner Herrlichkeit fern, Ihm ein Kind zuzuschreiben. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Allah genügt als Anwalt.“
    5:17
    „Wahrlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist der Messias, der Sohn der Maria.“ Sprich: „Wer vermochte wohl etwas gegen Allah, wenn Er den Messias, den Sohn der Maria, seine Mutter und jene, die allesamt auf der Erde sind, vernichten will?“ Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen beiden ist. Er erschafft, was Er will; und Allah hat Macht über alle Dinge.“
    5:73
    „Wahrlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist der Dritte von dreien“; und es ist kein Gott da außer einem Einzigen Gott. Und wenn sie nicht von dem, was sie sagen, Abstand nehmen, wahrlich, so wird diejenigen unter ihnen, die ungläubig bleiben, eine schmerzliche Strafe ereilen.
    4:47
    „O ihr, denen die Schrift gegeben wurde, glaubt an das, was Wir herabgesandt haben und welches das bestätigt, was euch schon vorliegt, bevor Wir manche Gesichter vernichten und sie auf ihre Rücken werfen oder sie verfluchen, wie Wir die Sabbatleute verfluchten. Und Allahs Befehl wird mit Sicherheit ausgeführt.“

    Schliesslich der türkische Ministerpräsident Erdogan: Deutlicher geht es wohl nicht mehr:
    -
    „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

  5. Dank an die Redaktion, dass sie solche Beiträge bringt. Das ist die eigentliche Aufklärung, und nicht das jakobinische Gutmenschentum.

  6. Zunächst sollte es selbstverständlich sein: Jede Religion, deren Vertreter sich und ihre Religion ernst nehmen, ist überzeugt davon, die einzig wahre Religion zu sein. Dass der Islam den westlichen Relativismus nicht übernimmt, darf man ihm keinesfalls vorwerfen.

    Bis ca. 1962 gehörte es zum unanfechtbaren Glaubensgut der katholischen Kirche, dass sie die einzig wahre Kirche, die alleinseligmachende Kirche ist. Und sie hatte nach dem Willen ihres Stifters, des Gottmenschen Jesus Christus, diesen Glauben der ganzen Welt zu verkünden, aber ausschließlich mit friedlichen Mitteln. Alle Völker sollten missioniert werden. Wer sich der christlichen Botschaft bewusst verweigerte, kann, nach der Lehre der Kirche bis ca. 1962, nicht die ewige Seligkeit erlangen.

    Diesen Glauben haben selbst die Päpste aufgegeben. Nicht nur Herr Bergoglio, sorry, Papst Franz, sondern besonders Johannes Paul II. hat sich hier hervorgetan. Er stützte sich auf Konzilsdokumente.
    „Halt“, werden Ratzingerianer und Ecclesia-Dei-Priester rufen, wenn es dazu gekommen sein sollte, dann wurden die Konzilsdokumente falsch interpretiert. Dass die katholische Kirche ihre lehramtlichen Aussagen vor dem 2. Vatikanischen Konzil nicht in zweideutiger, widersprüchlicher Sprache formulierte, blenden sie aus.

    Zurück zum Islam: Die Bedrohung, die von ihm ausgeht, liegt in der Gewaltverherrlichung seiner Wurzeln. Seines Gottesbildes. Seines Propheten. Islam und Gewalt gehören grundsätzlich zusammen. Auch wenn es viele Muslime gibt, die auf Grund ihres Charakters, ihrer friedlichen Person, mit Gewalt nichts zu tun haben wollen.

    Wenn Katholiken im Laufe der Zeit Gewalt angewendet haben gegen Andersgläubige, dann haben sie schwer gesündigt. Und das macht den Unterschied. In fast allen Menschen schlummert Gewaltpotential. Das sich gern gegen Andersgläubige, Andersdenkende entlädt. Wenn Katholiken – oder Christen überhaupt – diesem Drang nachgeben, dann versündigen sie sich schwer.
    Anders im Islam. Hier ist die Gewalt das legitime Mittel, die eigene Religion weltweit durchzusetzen.
    Der Wahrheitsanspruch allein macht den Islam nicht gefährlich. An ihm sollte sich Herr Bergoglio, sorry, Papst Franz, ein Beispiel nehmen. Die Mittel, die der Islam anwendet, machen ihn seit seinem Bestehen zu einer Gefahr. Von seiner Lehre abgesehen.

  7. Die Radikalisierung des ISLAM in den letzten 50 Jahren beruht meines Erachtens weitestgehend auf den Niederlagen der Araber gegen Israel und der völlig einseitigen Politik der USA und Europas gegenüber Israel, dessen Dauerbesatzung und Dauerentrechtung der Zivilbevölkerung hinreichendst Anlass zur Entstehung eines enormen Hasses diesem Staat und seinen Verbündeten gegnüber liefert. Man bekäme das Problem , wenn überhaupt noch, nur duch einen Nahostfrieden in den Griff den man Israel abnötigen müsste durch massive Druckausübung.

    • Ja, warum nur hat sich Israel nicht gefälligst massakrieren und von der Landkarte fegen lassen? Was haben die Juden überhaupt im Hl. Land verloren? Sollen sie diese knapp 22k km2, von denen aus sie das ganze arabische Unheil samt dessen weltweiten Folgen ausgelöst haben, endlich räumen!

      Aber „danke“: Aus Ihren – und anderen österreichisch klingenden – Wortmeldungen zu diesem Thema lässt sich ansatzweise, aber genug um zu erschauern nachvollziehen, wie es in einer einstigen Residenzstadt vor noch nicht so langer Zeit so weit kommen konnte, dass man Menschen einer bestimmten Volksgruppe zum Spektakel der Öffentlichkeit mit Zahnbürsten die Straßen fegen ließ.

      [Update 22:20: @Redaktion: Wollen Sie bitte den letzten Satz entfernen ? Den nehme ich hiermit zurück, besten Dank !- Der Satz wurde wunschgemäß gestrichen]

      • Geht’s noch? Ich finde es unerhört, wie Sie auf die Österreicher einhauen, um Ihren bundesdeutschen Antifakopmplex abzureagieren. Vergleiche mit der Kritik am Staate Israel und antisemitischen Aktionen im Dritten Reich verbieten sich m. E. von alleine. Abgesehen davon, daß es diese Dinge auch bei Ihnen im Reich draußen gab! Sie sollten sich einmal besinnen, wie der von Ihnen so geschätzte Nahoststaat mit seinen Bürgern umgeht: Nichtjuden sind dort per se Bürger zweiter Klasse, gelten als wehrunwürdig, haben eigene Autonummern, es gibt eigene Ämter, die die jüdische Rassereinheit erkunden, bevor man die Staatsangehörigkeit erhält etc. Erinnert uns das vielleicht an etwas? Ergo: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

      • @ Carlo

        Ich bin ja froh, dass wenigstens außer mir noch einer hier im Forum die Chuzpe hat, dieses gebetsmühlenartige, zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auftauchende dumme Geschwätz abzuweisen.
        Danke!

      • Hören Sie doch auf herumzupöbeln und in Ihrer Einfalt alles und jeden, der einigermaßen Deutsch zu schreiben versteht, automatisch als „Bundesdeutschen“ zu bezeichnen. Setzen, sechs !

        Was Ihre hanebüchene Propaganda gegen den Rechtsstaat Israel betrifft – vermögen Sie einen weiteren in Nahost zu nennen ? – könnte diese tatsächliche von der Antifa stammen. So treffen sich die Extreme – ob mit oder ohne Praefix: Soz bleibt Soz !

      • Den letzten Satz in meinem Post von 21:04 nehme ich mit Bedauern, ihn geäußert zu haben, hiermit zurück.

      • @Carlo Ihre vollkommen unsachlichen Polemiken kommentieren sich selbst. Glauben Sie ja nicht, daß Sie damit ihren politischen Auftraggebern etwas Gutes tun. Im übrigen: „Setzen sechs“ sagt genug über Ihre Herkunft, bei uns in Österreich gibt es nämlich keine Sechser, und wir können Ihrer besserwisserischen Belehrungen getrost entraten!

  8. Der sog. Islam ist üblen Ursprungs. Die Moslems, falls sie das nicht durchschaut haben und willentlich dem entkommen wollen, befinden sich in den Klauen des Teufels.

    Die Erscheinungen der Muttergottes in Fatima-Portugal sind doch wohl eine eindeutige Warnung an die Christen vor dem Islam. Über Jahrhunderte hatte Maria die Christen gegen die Moslems immer wieder geschützt und zu Siegen auf dem „Schlachtfeld“ verholfen: ob in der Seeschlacht von Lepanto oder am Kahlenberg bei Wien usw.

    Die Bitten der Muttergottes an uns für Rußland zu beten, seine Bekehrung, können eigentlich nicht nur dem kommunistischen Rußland geschuldet sein. Das ist inzwischen Vergangenheit, aber die „Botschaft von Fatima“ ist alles andere als Vergangenheit.
    Es muß also noch einen zweiten Grund geben: Rußland ist zwar überwiegend orthodox, aber hat auch beträchtliche islamische Bevölkerungsteile. Die Bekehrung des orthodoxen wie islamischen Rußland hin zur katholischen Weltkirche als Voraussetzung für einen allgemeinen und umfassenden Frieden ist offenkundig das Ziel der Aufrufe Marias ausgerechnet in/bei einem Ort namens Fatima.

    Und über Rußland hinaus gilt das für die gesamte Orthodoxie wie die islamische Welt. Fatima in Portugal ist offenbar ein himmlischer Aufruf zum Gebet und Opfer für die Bekehrung/Hinwendung aller orthodoxen Christen wie aller Moslems weltweit zur katholischen Kirche.

  9. Ich möchte noch etwas hinzufügen – nicht nur der Koran ist für den Islam wichtig, es gibt auch die Hadithen. Nun gibt es viele Suren bzw. Texte in den Hadithen, die sich gegenseitig wiedersprechen oder gänzlich ausschließen. So ist es leicht, sich den Islam so hinzubiegen, wie man es gerade braucht.
    Nichtgläubige haben so gut wie keine Rechte und Lügen ist erlaubt, wenn zweckdienlich – „Islam ist Friede“…“das ist nicht der wahre Islam“. Das ist der Grund, warum ein Friedensvertrag niemals verbindlich sein kann.
    Vergewaltigung und Versklavung von Frauen und Mädchen, sowie Entführung und Raub ist ein Recht gegenüber Ungläubigen, die rechtlos sind. Ein Ungläubiger darf gar nicht gegen einen Moslem vor Gericht aussagen.
    Mohammed hat zwar keine noch so perverse Sünde ausgelassen, aber Kritik ist nicht erlaubt, weder an ihm, noch am Islam. Die Blasphemie-Gesetze sind deshalb eine beliebtes Mittel, um Kritiker oder Christen loszuwerden, siehe Indien und Pakistan. Nicht mal das Töten ist eine Sünde, schon eher eine Pflicht. Die allerschlimmste Sünde im Islam ist allerdings die Konversion zum Christentum, die einen grausamen Tod als Strafe nach sich zieht. Da der Islam nicht nur Religion, sondern auch Politik und Sozialsystem ist und Kritik tödlich ist, ist es schwer, sich abzuwenden.
    Die hohe Zahl an Konversionen ist deshalb ein Wunder, das nur der Herr bewirken kann. Wenn unser Gott die Liebe ist, dann heißt das im Umkehrschluss – bei so viel Hass – dass Allah Satan ist.
    Auch der Islam erwartet seinen eigenen Messias, den Mahdi, der sehr viel Ähnlichkeit mit dem Antichristen aus der Offenbarung hat.
    Wir müssen sehr viel für unsere islamischen Brüder und Schwestern beten, denn sie wurden um ihr Heil und die Liebe betrogen.

  10. @Franzel
    Alle orthodoxen Christen werden katholisch und bekommen dann den wunderbaren Papst Franziskus und modernistische Mahlfeiern bis in die entlegensten Winkel Sibiriens hinein. Die Messen dauern keine Stunden mehr sondern höchstens 60 Minuten. In ihnen wird von der neuen Barmherzigkeit gepredigt werden nach dem Vorbild des glorreichen Westens, des Horts aller Zivilisation. Und vielleicht bekommt Moskau ja als Partnerbistum Trier und der fantastische Bischof Ackermann predigt dann den Russen als Ehrengast, was sie bislang noch nicht wussten und bis dahin noch nie gehört haben, wie sie ihren neuen Glauben noch weiter verwässern können. Wird das ein Fest geben, darauf warten die Russen sehnsüchtig.
    Also bitte keine Bekehrung der Orthodoxie zum katholischen Glauben, weil das Unsinn ist und unrealistisch! Viel eher sollten Missionsbestrebungen der katholischen Tradition unterstützt werden, was sicher immer nur aufgrund der schwierigen Verhältnisse partielle Erfolge zeitigen wird. Aber von der Mentalität und der Glaubensdisziplin her hätte die Tradition noch die besten Chancen. Bekehrung der Orthodoxie hin zu unserem verweichlichten Katholizismus nein, eine mit Rom unierte Orthodoxie ja. Und bitte niemals Orthodoxie und Islam in einen Topf werfen. Sowas geht gar nicht. Zu solcher Überheblichkeit haben wir seit dem VKII (leider) keinen Grund mehr.

    • Es gilt das Wort Christi, daß alle eins sind. Das bedeutet nicht, daß es nicht unterschiedliche Kirchensprachen und auch liturgische Traditionen geben kann und soll. Es bedeutet aber, daß es Eine Kirche mit dem Petrus an der Spitze der Hierarchie geben muß. Dieser Petrus hat nach dem Willen des Erlösers über die ganze Herde zu wachen und auch Recht zu sprechen.
      Die Zertrennung in Kirchen und kirchliche Gemeinschaften ist nicht der Wille Christi.

      Es ist nebenbei gesagt nicht ausgeschlossen, daß irgendwann nicht mehr Rom, sondern Moskau das Zentrum der katholischen, gesamten Christenheit ist.

    • @ thomas2612

      „Also bitte keine Bekehrung der Orthodoxie zum katholischen Glauben, weil das Unsinn ist und unrealistisch! “

      Verzeihen Sie – aber Unsinn ist vielmehr F. mit dem katholischen Glauben gleichzusetzen. Die Rückkehr der Orthodoxie zum wahren katholischen Glauben ist dennoch das Ziel – aber nicht unter diesen Umständen!
      Was die endlosen Ausdehnungen der Hl. Messe usw. betrifft gilt auch hier, dass Quantität nicht immer im Zusammenhang mit Qualität spricht, und dass es ein Vorzug der römischen Tradition ist, die Dinge maximal präzise gesagt zu haben – deshalb kommen wohl kaum Missverständnisse auf und Seichtigkeiten.
      Und genau das sollte zerstört werden!
      Traditionsstränge, die es in der Orthodoxie und im Islam gemeinsam gibt, müsste man erst mal sachlich erforschen, bevor man sie bestreitet. Durch die Ablehnung Filioque ist die Orthodoxie tatsächlich in ihrem Gottesbild näher am Islam oder Judentum! und ein falsches Gottesbild zieht automatisch ein falsches Menschenbild nach sich.
      Gibt es zu der speziellen Frage Literatur? Weiß das jemand?

      • Sehr verehrte zeitschnur,

        Literatur kann ich Ihnen keine benennen, dazu bin ich jetzt auch nicht kompetent.
        Im Internet las ich u.a. dazu: „Allerdings bezeugen die katholischen Ostkirchen, die in Gemeinschaft mit dem Papst leben und die das Glaubensbekenntnis so beten wie ihre Glaubensgeschwister in den orthodoxen Kirchen (nämlich ohne das „filioque“), dass es zwar im Westen allgemeiner Usus ist, aber doch nicht zum Kernbereich des Glaubensbekenntnisses gehört.“ Unterschiedliche Entwicklungen der Theologie in dieser Frage führten zweifelsfrei auch zu unterschiedlichen Ekklesiologien. Diese Entwicklungen wurden durch die geschichtlichen Umstände mit begünstigt und sind sehr verwoben auch durch unterschiedliche Auffassungen von Mentalität und Kultur. Ihren Satz „Durch die Ablehnung Filioque ist die Orthodoxie tatsächlich in ihrem Gottesbild näher am Islam oder Judentum“ halte ich doch für sehr konstruiert. Ich würde auch nicht von einem „falschen“, sondern von einem unterschiedlichen Gottesbild sprechen. Die Frage stellt sich konkret für mich als heutigen Katholiken, welche theologische Relevanz hat das für meine persönliche Gottesbeziehung ? Und da muß ich doch sagen, die Gemeinsamkeiten überwiegen und sondern ab von den anderen Religionen. Der Calvinismus kann auch in eine Nähe gebracht werden zum Judentum aufgrund des Bilderverbots. Aber dennoch glauben die Calvinisten an den Erlöser und wahren Gott und wahren Menschen Jesus Christus, freilich in einer mit vielen Mängeln und Defiziten behafteten Weise. Orthodoxen und Katholiken ist gemeinsam die Anbetung und Verehrung der Heiligen Dreifaltigkeit. Meines Wissens ist das bei den Juden und Islam-Anhängern nicht der Fall.

      • Uff, seufz

        dass die Protestanten natürlich ihre Version vom Filioque haben, und dass nach dem Konzil auch die Katholiken alles konterkarieren, was sie zuvor einmal ausgefochten haben…

        Ja, warum extra ein Filioque-Dogma formulieren, wenn das eigentlich bloß ein unterschiedliches, aber nicht gegensätzliches Gottesbild meint…tiefer Seufzer…wir meinen also wohl doch irgendwie alle dasselbe. Wozu also all die Streitereien? Auch Sie, verehrte Antwortende, reden so letzten Endes der „Eine-Welt-Religion“ das Wort, ohne sich dessen bewusst zu sein.

        Liebe beide Poster – da erübrigt sich jede Debatte! Das Chaos ist perfekt, weil die katholische Kirche ihre eigene Lehre nicht mehr ernstnimmt.

        Dass es aber Affinitäten zwischen Islam und Protestantismus gibt, ebenso zwischen der Orthodoxie und dem Islam, haben schon andere bemerkt – das ist nicht auf meinem Mist gewachsen.
        Das führt aber hier offenbar zu weit, weil man keine sichere katholische Grundlage für die Debatte anerkennen will. Also lasst uns hilflos herumpaddeln und alles immer weiter runternivellieren, was die Kirche mal mit großen Ernst ausgefochten hat…

        Ich mach das jedenfalls so nicht mit. Ich glaube das, was uns die Kirche bis 1962 zu glauben vorgelegt hat. Die Widersprüche danach oder gar der Protestantismus dürfen mir nicht das Hirn weichmachen. Jesus Maria und Josef!

        Einer, der den Weg vom Protestantismus aller Couleur über die Orthodoxie zum Katholischen zurückgefunden hat, ist der früh verstorbene Volker Jordan. Von ihm gibt es ein sehr persönliches und aufrschlussreiches Interviewbuch mit Felizitas Küble.
        Vielleicht hilft das auch manchem weiter.

  11. Niemand hat die Absicht, katholische Glaubenslehre zu relativieren oder die Bejahung von Dogmen in Zweifel zu ziehen. Gott bewahre ! Sie haben selbst um Lektüre gebeten, die die unterschiedlichen Traditionen beleuchtet. Die Protestanten haben einfach das Filioque der katholischen Glaubenslehre übernommen, weil sie die 18 vorreformatorischen Konzile, unter dem Vorbehalt der Autorität der Bibel, anerkennen. Für die lateinische Kirche hat Augustinus von Hippo das Filioque mit folgendem Bild verglichen: Vater und Sohn seien in gegenseitiger Liebe miteinander verbunden, der Heilige Geist sei nun als dieses „Band der Liebe“ (vinculum amoris) zu denken. Insofern sei der Sohn ebenfalls am Hervorgang des Geistes beteiligt, jedoch nur mitwirkend, nicht hauptrangig. Nach der Lehre der orthodoxen Kirchen hingegen ist der Vater der einzige Ursprung innerhalb der Dreiheit. Sohn und Heiliger Geist müssten gewissermaßen als rechter und linker Arm des Vaters gedacht werden. Mir erscheint dieses Bild irgendwie „patriarchalischer“. Als Katholiken glauben wir an die unverrückbaren Wahrheiten, die aus der Offenbarung abgeleitet, uns als Glaubenssätze vorgestellt werden. Das ist unsere Grundlage. Es gilt aber auch hinsichtlich des Filioque: „Werden diese berechtigten, einander ergänzenden Sehweisen nicht einseitig überbetont, so wird die Identität des Glaubens an die Wirklichkeit des einen im Glauben bekannten Mysteriums nicht beeinträchtigt.“ (KKK248) Denn die Gemeinschaft mit den orthodoxen Kirchen ist so tief, tiefer als mit allen anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. Auf diese Besonderheit wollte ich hinweisen. Sie sollte jedem Katholiken ein Herzensanliegen sein.

    • Einem Katholiken sollte die Wahrheit ein Anliegen sein. Die Wahrheit.
      Für die Protestanten spielt das Filioque keine besondere Rolle. Nach der Lehre der Kirche geht der Hl. Geist aus Vater und Sohn als ein un demselben Prinzip gleichermaßen durch Hauchung hervor.

      Dieses Dogma (1215) vesteht aber nur, wer streng scholastisch denkt. Und da liegt der Hase auch im Pfeffer:
      Dem Vater einen „Hauptrang“ zuzusprechen ist bereits der Fall in die arianische Häresie.
      Warum?
      In Gott (Trinität) fallen Akt und Potenz in eins. Es ist von daher unsinnig, dem Vater einen „Hauptrang“ zuzusprechen, weil Vater und Sohn doch das selbe Prinzip verkörpern.
      Ein eben solcher „Patriarchalismus“ ist eben nicht katholisch!
      Auch wenn der Vater das Prinzip ist, aus dem der Sohn gezeugt/geboren ist, darf man das ja nicht im akzidentiellen Sinn (miss-)verstehen!
      Es ist auch in der natürlichen Vaterschaft erkennbar, die als Prinzip gedacht den Nachkommen grundsätzlich nicht vom Vorfahren unterscheidet – nur akzidentiell. Letzteres aber gibt es bei Gott ja nicht isoliert!
      Diese Trinitätsvorstellung ist sehr gut abgebildet im „Ebenbild Gottes“, dem Menschen als Mann und Frau. Auch wenn Adam zuerst geschaffen und die Frau aus dem „Prinzip des Mannes“ herausgenommen wurde, wäre es vollkommen absurd zu meinen, das Kind aus beiden sei hauptsächlich vom Vater gezeugt. ja, Gott hat, wie um Seine eigenen Relationen mittels Ebenbild ein für allemal zu klären, gerade der Frau die viel viel größere und gewichtigere Rolle beim Zeugen und Gebären (also dem „Hervorgehen der Kinder aus Vater und Mutter) zugesprochen. So als wolle Er damit sagen, dass es abwegig ist, zwischen Vater und Sohn auch nur im Ansatz und in irgendeiner Hinsicht eine substanzielle „Rangfolge“ zu konstruieren. Denn wie gesagt: das ist die arianische Häresie.

      Es ist bezeichnend, das man heute daran völlig vergessen hat und munter „Gemeinsamkeit“ und „Nähe“ zur Orthodoxie behauptet, obwohl gerade dieser Punkt tausendmal wichtiger ist als alles feierliche Gepränge oder sonstige….Akzidentien, diesmal wirklich, echte Akzidentien…die leider nicht automatisch auf eine gleiche Substanz verweisen – es könnte auch eine Täuschung sein, wenn man erst genauer hinsähe.

Comments are closed.