„Neue Ära“-Meditation im Park des Priesterseminars von Asuncion

Plakat für die Meditation für den Frieden
Plakat für die „Meditation für den Frieden“

(Asuncion) Während Bischof Rogalio Livieres des Suffraganbistums Ciudad del Este ohne Anklage, ohne Verfahren und ohne Möglichkeit sich gegen was auch immer rechtfertigen zu können, amtsenthoben wurde, wird im Metropolitanbistum Asuncion die „neue Ära“ gefeiert. In der Erzdiözese von Erzbischof Eustaquio Cuquejo, der vom Bischof von Ciudad del Este nach wiederholten Angriffen der Homosexualität beschuldigt wurde, errichtete der indische Guru Sri Ravi Shankar mit dem Wohlwollen der Erzdiözese eine Niederlassung seiner „Neue Ära“-Religion.

Die The Art of Living-Stiftung des Gurus veranstaltete am vergangenen 21. September im Park des erzbischöflichen Priesterseminars in Asuncion einen „Meditationstag für den Frieden“. Am Sonntag vormittag „meditieren wir für den Frieden. Der Planet meditiert. Wir erwarten Dich!“, hieß es auf den Einladungen.

Der Park des erzbischöflichen Seminars wird vom Diözesanökonom verwaltet. Ohne die Erlaubnis von Pater Enrique Mayer ist eine Nutzung nicht möglich. Ebenso ist sie unwahrscheinlich. Die Genehmigung für Guru Sri Ravi Shankar ist nicht die Entscheidung eines Ökonoms, sondern „interreligiöses“ Wohlwollen durch die Leitung des Erzbistums.

Was man in der Kirche heute darf und was nicht

„In der Kirche von heute kann man das eigene Haus in den Dienst der ‚Neuen Ära‘ stellen, oder behaupten, Jesus Christus sei weder ein Priester gewesen noch habe er ein Priestertum eingesetzt, wie der nicaraguanische Häretiker Miguel D‘Escoto, den Papst Franziskus jüngst rehabilitierte. Was man in der Kirche von heute aber als Diözesanbischof nicht kann, ist die Gründung eines traditionsverbundenen Priesterseminars und die Ausbildung der Seminaristen für die Zelebration der Heiligen Messe im überlieferten Ritus“

Guru Sri Ravi Shankar entstammt der brahmanischen Oberschicht Indiens. In den 1970er Jahren gehörte er der Transzendentalen Meditation von Maharishi Mhesh Yogi an, der ihn zum „Gouverneur des Zeitalters der Erleuchtung“ machte. 1986 wurde ihm von der Weltyogakonferenz der Ehrentitel eines „Kronjuwels des Yoga“ verliehen.

Zeitalter der Erleuchtung und internationale Institutionen

1981 gründete er mit der Art of Living Foundation seine eigene religiöse Bewegung, die von der UNO anerkannt ist. Seine ersten Kurse außerhalb Indiens hielt er in 1983 in der Schweiz. Der „spirituelle Meister“ ist fester Bestandteil des internationalen interreligiösen Dialogs. Er ist Vorstandsmitglied des Elijah Interfaith Institute, war Redner auf der Interreligiösen Konferenz über Terrorismus und globale Ethik (2005), dem Millenniums-Weltfriedensgipfel der religiösen Führer am Sitz der UNO in New York im Jahr 2000, beim Weltwirtschaftsforum 2001 in Davos und auch Gast beim Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden, auf einer Konferenz von UNAIDS zur HIV-Prävention, Diskriminierung und Gender-Theorie. Vor wenigen Tagen sprach er am Hauptsitz der FIFA auf einem „Sportgipfel“ zum Thema „Ethik im Sport“ in Zürich.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Art of Living-Einladung (Facebook)

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29 Comments

  1. Das läuft wohl alles auf eine Ent-Persönlichung des Menschen heraus. Die asiatischen „Meditations“-Einflüsse gehören alle in diese Richtung und haben längst auch die Kirche unterflutet. Höchstes Ziel dieser Religionen ist die Auflösung der Person im Brahman oder auch im Nirvana (ich weiß, dass das alles genauer durchleuchtet werden müsste!), nicht die Erhebung der Indivualseele zu Gott, der ebenfalls das Wesen der Person hat.

    Mittels einer Brahman-zentrierten Religion kann man die ganze Welt einigen und alle schwierigen Fragestellungen umgehen. Der einzelne wird auf sich selbst zurückgeowrfen und zur Leistung der Aufgabe seiner Persönlichkeit gezwungen, wenn er glücklich sein will, was wiederum heißt, jenseits von Glück oder Leid zu stehen.

    Mit diesem spirituellen Ansatz kann man den Kommunismus adeln, aber auch den Faschismus (der ja ebenfalls einen zwanghaften Kollektivismus pflegt) und aus seiner geistlosen Prolotiefe erheben – Kollektivismus, die totale Verweigerung gegenüber der Einzelseele und deren Vernichtung als zentraler Bestandteil in der östlichen Meditation als Verheißung persönlicher „Glückseligkeit“, die darin besteht, dass man sich selbst als „Selbst“ nicht mehr spürt.

    • Ich sagte es ja neulich schon: Wir haben es mit dem vollendeten Postmodernismus zu tun. Auch wenn es schmerzt: Benedikt hat damit angefangen, als er ausdrücklich in „Summorum pontificum“ einem liturgischen Pluralismus das Wort redete.
      M.E. war das die Wende vom Modernismus zum Postmodernismus, der eben jede „Rahmenerzählung“ nicht nur als gescheitert erklärt, sondern dämonisiert.
      Das ist der Punkt, an dem wir angekommen sind.
      Nun geht es nur noch darum, den einzelnen mit eisernem Stecken zurückzutreiben in die postmoderne, pluralistische Kollektivherde, in der er machen kann, was er will, solange er nicht Bezug auf eine absolut angesehene „Rahmenerzählung“ nimmt und dieselbe mit dem Ernst eines Überzeugten in Gemeinschaft leben will.

    • Darüber gibt ein sehr gutes Buch von Erika Lorenz.

      Vom Karma zum Karmel.

      Besser kann man es kaum erklären.

  2. Wie kann es sein, dass ein Bischof ohne Anklage ohne Möglichkeit der Stellungnahme abgesetzt wird ? Das ist unerträgliches Unrecht.

    • Ganz offensichtlich ermöglicht eine vorkonziliare, vormoderne Staats- und Regierungsform, nämlich eine absolutistische, die Amtsenthebung eines Bischofs in der geschehenen Art und Weise, ganz legitim und legal.
      Es sind vormoderne Methoden, welche die postmoderne Ära Bergoglio in den Sattel stemmen.

      • Nein. In vorkonziliaren Zeiten war es jedem Beschuldigten möglich, sich zu verteidigen, bevor ein Urteil gefällt wurde. Dies war ja gerade ein Grundsatz des Inquisituionsprozesses.
        Was Bergoglio hier praktiziert ist weder vormodern noch vorkonziliar, sondern schlicht und einfach despotisch.

  3. Was hier als „Neue Ära“ („Nueva Era“) bezeichnet wird, ist im Deutschen bekannter unter den Namen „New Age“ und „Neues Zeitalter“.
    zeitschnur hat im ersten Absatz ihres Kommentars vom 29.9.2014, 11:02, das nihilistische Endziel der östlichen Religionen kurz und sehr zutreffend charakterisiert.
    Das angestrebte Eintauchen in die Seligkeit eines unpersönlichen Nichts bzw. Alls ist freilich eine Illusion.
    Wie es im Hebräerbrief steht: „… den Menschen ist es gesetzt, e i n m a l zu sterben, dann aber das G e r i c h t“, und ausweislich der göttlichen Offenbarung gibt es nur zwei Ausgänge und Endzustände: die ewige Seligkeit mit im Himmel Gott und seinen Engeln und Heiligen, und die ewige Qual in der Feuerhölle beim Teufel und seinen Dämonen.
    Die einzige Tür in den Himmel: Jesus Christus.
    Die katholische Kirche heute ist weithin zu einer Organisation geworden, die die Menschen auf den breiten Weg des Verderbens führt statt auf den schmalen Weg des Heils.

  4. Papst Benedikt hat keinem liturgischen Pluralismus das Wort geredet. Er spricht selbst von 2 Formen oder Ausgestaltungen des Einen Römischen Ritus. Das sollte man zur Kenntnis nehmen @zeitschnur.

    Das versteht kaum jemand; persönlich verstehe ich das auch nicht. Aber wenn Papst Benedikt XVI. das so sagt, weiß er wahrscheinlich, was er damit sagt. Schließlich kennt er beide Formen sehr gut und man darf ihm vertrauen finde ich, auch wenn man`s nicht (ganz) begreift.
    Der No kann sehr ehrwürdig gefeiert werden, wenn man selbst gläubig ist und der VO nützt nichts, wenn man selbst nicht gläubig ist.

    Der Begriff Person und was damit gemeint ist, ist außerhalb des Christentums (und teilweise des Judentums) unbekannt. Durch Taufe (und Firmung) – das Untertauchen in den Tod Christi hinein, das Sterben des „Alten Menschen“ – auf den Dreieinen Gott erhält der Mensch erst Personalität, Personenwürde. Die „neue Geburt von oben“ ist die Geburt des verantwortlichen, echten Personseins: man wird Kind Gottes.

    Wenn ein Erzbischof aber so einen Guru einlädt, ist das die Abkehr von Christus. Dagegen müßte nun Papst Franziskus intervenieren. Es gilt ja, Schaden von der Herde abzuwenden.

    • Nein, verehrter Franzel, Sie haben da sicher unrecht: „Pluralismus“ bedeutet, dass man kein fixierbares „Machtzentrum“ mehr anerkennt bzw. für notwendig hält.

      Wenn also Benedikt davon spricht, es handle sich um „ein und denselben“ Ritus, obwohl er erheblich und objektiv nachweisbar stark differeriert, dann sagt er damit, dass die wahrgenommenen Unterschiede eine illusionäre oder rein oberflächliche Differenz meinten.
      Dies ist nun auch das Credo des Pluralismus in Philosophie, Religion oder Politik. Etwas flach ausgedrückt: „Wir meinen doch eigentlich alle dasselbe (denselben Gott, dasselbe Gute, …und denselben Ritus etc.)

      Ich gebe Ihnen sehr recht darin, dass man denUsus antiquior zwar formell richtig, intentional aber verkehrt feiern kann. Aber der NOM recith in keinem Fall an den alten heran, weil er – wie Benedikt ja selbst zugibt – nicht mehr auf der Messopfertheologie basiert, die bis dato tradiert war. Man kann das noch so „würdig“ zelebrieren, es meint was anders, und durch die verfälschten Wandlungsworte und die vielleicht gar nicht gültig geweihten Priester darf man davon ausgehen, dass das gar keine katholischen Messen sind.
      Der Pluralismus bestreitet ja geradezu, dass es ein Entweder-oder geben müsse.

      Von dahr gesehen ist Ihr Einwand unlogisch. Vollends „traditionalistsich“ ist Ihre Folgerung, man müsse Benedikt „vertrauen“, auch wenn man ihn nicht verstehe.
      Damit stellen Sie sich gegen die Lehrsätze des Vat. I, die unbedingt auch die logische Stringenz und vernünftige Einsehbarkeit jeglicher Vorgänge in der Kirche fordern und den verfluchen, der das bestreitet.

      Auch die Meinung, man erhalte erst mit der Taufe überhaupt eine Personwürde, ist häretisch: der Mensch ist immer Person – das ist Substanz seines Wesens, allerdings gefallene Person, die zwar die Potenz in sich trägt, sich als Person zu entfalten, aber durch die Ersünde s geschwächt ist, dass sie dies nur schwer entwickeln kann.
      daher heißt es im Messkanon auch nicht, man werde durch den Glauben erst zur Person, sondern es heißt:

      „Deus, qui humanae substantiae dignitatem mirabiliter condidisti, et mirablius reformasti…“ (Mischung des Brotes und des Weines) – Gott, der du die Würde des menschlichen Wesens wunderbar begründet und noch wunderbarer erneuert hast…“

      Mit Ihrer Behauptung formulieren Sie dagegen die protestantische Häresie, die einen vollkommen, also total in jeder Hisnicht verdorbenen Menschen annimmt, dem also auch die Personwürde nicht mehr zukomme.

      Ihr Denkfehler liegt in beiden Fällen darin, dass Sie Natur und Übernatur nicht differenzieren – wie heute üblich. ich weiß, dass diese scholastische Unterscheidung heute durchweg verwischt und vermischt wird – mit verheerenden Folgen.

      Ich selber habe größten Gewinn durch Thomas v. A. und durch Mathias Scheeben gewonnen bzw. ich bin gerade dabei, das aufzusaugen wie ein trockener Schwamm, denn das ist der Weg, der aus dem Chaos herausführen wird (philosophisch gesehen).

      • Ach, was hier alles unter „Protestantismus“ läuft, ist oftmals nur ein Strohmann. Liebe Leute, informiert euch doch mal vor dem üblichen Routineschimpfen.
        „In der reformierten Kirche unterscheidet man zwischen dem natürlichen und dem moralischen Ebenbild Gottes. Das natürliche Ebenbild Gottes ist umfassender und besteht nach Auffassung der meisten reformierten Theologen im geistlichen, vernunftbegabten, moralischen, unsterblichen Wesen des Menschen. Dieses Ebenbild wurde durch den Sündenfall verzerrt, ging jedoch nicht ganz verloren. Das moralische Ebenbild Gottes wird enger aufgefasst und besteht in wahrer Erkenntnis, Gerechtigkeit und Heiligkeit. Es ging durch den Sündenfall verloren, wird uns aber in Christus wiedergeschenkt (s. Eph 4,24; Kol 3,10). Da der Mensch im weiteren Sinne seine Gottesebenbildlichkeit beibehielt, kann er immer noch als ein Träger des göttlichen Ebenbilds bezeichnet werden (s. 1 Mose 9,6; 1. Kor 11,7; 15,49; Jak 3,9).“ (Louis Berkhof, Grundriss der biblischen Lehre – Die wichtigsten Wahrheiten der Bibel auf einen Blick. Waldems 2012, S. 90. – Original: L. Berkhoff, Summary of Christian Doctrine, 1938). –
        Bei dieser Gelegenheit auch etwas zur reformatorischen Lehre vom (un)freien Willen, weil auch das zu den von Katholiken am meisten missverstandenen Themen gehört.
        „Es geht einmal bei der Freiheit nicht darum, ob der Mensch frei sei, übe die Dinge seines Alltags zu entscheiden. Luther schlug sich natürlich nicht mit der läppischen Frage herum, ob der Mensch frei sei, an einem sonnigen Tag spazieren zu gehen oder ob er lieber zu Hause bleiben wolle. Das hat mit dem Evangelium nichts zu tun. Es geht um die Frage, ob der Mensch, a u f s i c h g e s t e l l t, sich von der Sünde ab- und Gott zuwenden könne. Sodann sprechen Erasmus und Luther von der Willenskraft des unbekehrten Menschen. Es geht nicht um die Frage, ob der Christ in geistlichen Dingen einen freien Willen habe; denn dass dies der Fall ist, darf angesichts der Tatsache, dass der Heilige Geist in ihm wohnt, vorausgesetzt werden (wie auch Augustinus glaubte). Die Debatte dreht sich also darum, ob der unbekehrte Mensch irgendwie die Fähigkeit habe, von sich aus einen Schritt auf Gott hin zu tun, oder ob Gott in souveräner Weise Menschen belebe, die in ihren Sünden und Übertretungen tot sind, und ihren Willen neige, damit sie die Wahrheit des Evangeliums annehmen.“ (Erwin W. Lutzer, Einig in der Wahrheit? Grundlegende Kontroversen in der Geschichte des Christentums, Dillenburg 2006, S. 173. – Original: The Doctrines that Divide – A Fresh Look at the Historic Doctrines That Separate Christians, Grand Rapids, MI (USA) 1998.

      • Noch ein Nachtrag:

        Dass der theologische Pluralismus sehr wohl Beendikts Credo ist, kann man auch an anderen Dingen sehen.

        Er hat in der Einleitung zu seiner Jesus-Trilogie ausdrücklich betont, er lade zur Diskussion über das von ihm Vorgetragene ein und beanspruche nicht seine Lehrautorität.

        Was ist das?

        Wann haben Päpste „private“, aber zentrale Meinungen veröffentlicht und die Gläubigen zur offenen Debatte aufgerufen?

        Der Gipfel der postmodernen Entgleisung ist die Tatsache, dass Gläubige sie widerspruchslos „fressen“ und in ihre Vorstellung von „Tradition“ integrieren.
        Unsere seitenlangen Debatten über die päpstliche Unfehlbarkeit, die auch nach Meinung der selbsternannten „Tradition“ auf ein vernachlässigbares Minimum zusmmengeschnurrt ist wie ein ehemals überdehnter Luftballon, offenbaren, dass auch die „Tradition“ längst in der Transformation zur postmodernen Livestyle-Gemeinde begriffen ist – es gibt auch bei ihnen kein Lehramt mehr, das echte Autorität hätte, propagieren also faktisch ebenfalls den theologischen Pluralismus, indem sie sich selbst als Lehrgewalt einsetzen und Gehorsam in Richtung Rom heucheln. Oder heucheln sie gar nicht?
        Auf jeden Fall setzen sie auf die Pluralität der Möglichkeiten, gleichberechtigt, man will nichts mehr verurteilen oder ablehnen…

        Und wie schrieb mir neulich hier im Forum einer so treuherzig? Papst Benedikt hätte auf die Frage, wieviele Wege es zu Gott gebe gesagt: „So viele, wie es Menschen gibt“. Oder wars Mutter Theresa? Oder sonst einer der modernen Heiligen? Und das im Lager der „Konservativen“!

        Bis vor kurzem gab es nur einen Weg zum Vater: Jesus Christus!

      • @ Leo Lämmlein

        Routineschimpfen?
        Vielleicht sind auch Sie nicht informiert, jedenfalls nicht vollständig? Ich jedenfalls habe Luther gelesen!
        Dass protestantische Grüppchen sich heute alles mögliche ganz individuell so zurechtlegen, wie es ihnen nun gerade recht erscheint, ist ohne Zweifel wahr. was Sie da also zitieren, mag ja einer der Protestanten meinen – fragt sich dann aber, warum er nicht katholisch wird, wenn es da nicht doch ein paar kleine Unterschiedchen gäbe…
        Es gäbe diese Grüppchen nicht, hätten nicht im 16. Jh die Reformatoren dieselben Lehren oft sogar verworfen, die ihre Nachfahren nun wieder aukochen, ohne zu wissen, dass ihre Verneinung der Bruch mit Rom überhaupt erst kam.

        Hören wir doch ein wenig auf den deutschen Reformator selbst:

        Luther:

        „Was der Mensch auch tut, tut er notwendig, doch ohne dass er dabei Zwang empfindet; er kann nur tun, was Gott von Ewigkeit her gewollt und von dem er gewusst und bestimmt hat, und dieser Wille Gottes ist wirksam, sein Vorherwissen ist gewiss. … Weder der Wille Gottes noch der Wille des Menschen steht unter Zwang; alles was der Mensch tut, sei es Gutes oder Böses, tut er ganz nach seiner Neigung und seinem Willen, als wäre dieser frei. Aber letztlich bleibt der Wille Gottes gewiss und unveränderlich; er regiert den menschlichen Willen. (…)
        Nachdem nämlich zugestanden und begriffen ist, dass der freie Wille, nachdem er die Freiheit verloren hat, unter die Knechtschaft der Sünde gezwungen worden ist und gar nichts Gutes wollen könne, so kann ich aus diesen Worten nichts anderes entnehmen, als dass der freie Wille ein leeres Wörtchen ist, dessen Inhalt verloren ist. Eine verlorene Freiheit nennt meine Sprachlehre keine Freiheit. (…)
        Denn das ist offensichtlich ein Beweis dafür, dass der freie Wille eine reine Lüge ist, dass es mit ihm geht wie mit jenem Weibe im Evangelium (Luk. 8,43); je mehr die Ärzte sich mit der Heilung befassen, desto schlimmer steht es. (…)
        Es ist also auch dies vor allen Dingen notwendig und heilsam für den Christen zu wissen, dass Gott nichts zufällig vorherweiß, sondern dass er alles mit unwandelbarem, ewigem und unfehlbarem Willen sowohl vorhersieht, sich vornimmt und ausführt. Durch diesen Donnerschlag wird der freie Wille zu Boden gestreckt und ganz und gar zermalmt. Deshalb müssen die, welche den freien Willen behauptet haben wollen, diese schlagende Erkenntnis entweder verneinen oder verleugnen oder auf irgendeine andere Weise von sich schaffen.

        (Luther, Vom unfreien Willen 1524)

        Und man fragt sich, was wohl das Tridentinum verwerfen wollte, wenn das keiner so je gemeint hätte:

        „Wenn jemand sagt, der freie Wille des Menschen sei, nach der Sünde Adams, verloren, und ausgelöscht worden, oder es sei nur um einen Namen zu tun, ja es sei ein Namen ohne Wirklichkeit, und endlich eine vom Satan in die Kirche eingeführte Erdichtung, der sei im Bann.“ (Canon 5, Cum hoc tempore 1547)

    • Nein. Wenn man von Nutzen spricht, je nach dem ob man gläubig ist oder nicht, dann können wir glatt den NO und VO vergessen, also stellt man wieder den Mensch in den Mittelpunkt. Beim NO steht das ICH zwischen dem Volk und dem Hochaltar und verdeckt die Sicht und lenkt ab. Ich habe schon Nichtkatholiken erlebt, die verändert nach dem VO die Kirche verliessen, obwohl sie nichts verstanden und haben jenen dem NO vorgezogen, auch wenn dieser feierlich begangen wurde. Kinder ziehen den VO vor, das ist eine allgemeine Feststellung . Im VO ist der Gnadenfluss soviel höher, dass Christus sich hier in besonderer Weise selbst als Opfer immer wieder neu Gott darbietet und somit uns durch sein Opfer mit Gott versöhnt. Christus versöhnt uns mit Gott, was der schwache Mensch allein kaum vermag. Der NO mag ein feierlicher Akt sein, vielmehr als eine Feier ist er letztendlich nicht, wo der Unterhaltungswert oder die Predigt als gut oder oder langweilig beurteilt wird. Seit 50 Jahren wird dieser Gnadenfluss fast überall unterbunden. Der NO ist eine vesiegende Quelle.

  5. Es ist kaum zu fassen und doch bitter traurige Realität; Teile der Kirche sind aufgrund der „interreligiösen“ geistigen Umnachtung so mancher ihrer „Hirten“ für die freigeistige Absicht des Entzündens eines „weltreligiösen“ Weltenbrandes – unter Ausschluss der Ewigen Wahrheit Jesus Christus – gleichsam zu geistigen „Brandstiftern“ geworden.

    Gerade auch in „zeitgemässen“ christlichen Kreisen ist das unsägliche
    „Yoga“
    zu einer Art „Volkssport“ geworden.
    Der Einstieg in dämonischen Einflussbereich beginnt hier gedacht „harmlos“ als „Atem- und Haltungsübungen“ freilich mit dem letztendlichen Ziel der „völligen Entleerung“.

    Die sog. „Atem- und Haltungsübungen“
    folgen ganz bestimmten Mustern zur schleichenden Abgleiten in die seelengefährdende
    Irrlehre Hinduismus
    mit ihrer pantheistischen Vielgötterei und „Karma“- und „Reinkarnations“-Lüge.


    Kleiner Exkurs:
    Die Irrlehre des Hinduismus
    basiert auf der „Lehre“ eines nebulösen
    -“unpersönlichen“! – „Weltengrund“ ( Braham ).
    Dieser „Weltengrund“ sei die Existenzgrundlage von einem Sammelsurium an
    „personalen Gottheiten“
    ( Shiva, Vishnu….), die sich denn auch durch „Verkörperungen“ bemerkbar machen würden ( Krishna ).
    Es werden denn in diesem Zusammenhang auch Tiere, Pflanzen, Berge, Flüsse….“verehrt“
    („Pantheismus“!)
    und auch dubiose „Geister“ finden Erwähnung.
    Es ist denn eine zerfahrene Mixtur aus verschiedengründigen „Gottheiten“
    („Polytheismus“) und führt in den seelenaustrocknenden
    pantheistischen „Selbsterlösungs“-Sumpf
    mit damit einhergehender „Karma“- und „Reinkarnations“-Lüge.
    Der Hinduismus ist
    absolut unvereinbar mit
    der unfehlbaren Lehre der Heiligen Mutter Kirche.

    Zurück zu den „Atem- und Haltungsübungen“,
    die gerne auch als „Entspannungsübungen“ verkauft / aufgetischt werden;
    als Beleg für deren finsteren Hintergrund soll denn auch der Hinweis genügen,
    dass
    mit jeder einzelnen Fingerhaltung (!)
    eine bestimmte heidnische „Gottheit“ angerufen wird….
    sprich die Dämonen !

    Als Unterstreichung der unmissverständlichen
    Warnung vor jeglichen Praktiken des
    „Yoga“ ( wie sie auch immer umschrieben werden )
    eine zutreffende Schlussfolgerung bei „kathpedia“.:

    -

    „Die Vermischung
    von Praktiken des Yoga (oder Zen)
    mit christlichen Elementen ist
    Esoterik (eine „Patchwork-Religion“) und
    religiöser Synkretismus.

    Christus ist gekommen uns zu erlösen (vgl. Mt1,21EU).

    Eine angestrebte Selbsterlösung im Yoga
    ist antichristlich

    Wer intensiv
    Yoga betreibt, wird durch dessen
    okkulten Hintergrund unweigerlich,
    wenn auch oft unmerklich,
    mehr und mehr unter den Einfluß Satans kommen.
    Durch das Einströmen von „Kräften des Universums“
    (die aber nichts anderes sind als Kräfte heidnischer Götter)
    [Anmerkung von mir: Dämonen! ]
    setzt man sich der Gefahr aus,
    unter die Macht von unten zu kommen,
    auch wenn man meint, „christlichen Yoga“ zu betreiben.

    Und schließlich wechselt ein Yoga-Schüler
    vom Reich Jesu, dem Reiche des Lichts,
    in das Reich der Finsternis über,
    was ihm meistens erst aufgeht, wenn es zu spät ist.
    Dieser für die Ewigkeit folgenschwere Wechsel
    vom Reich Jesu
    zum Reich der Dämonen,
    wird sich entsprechend den geistigen Quellen des Yoga vollziehen.“
    -

    Marga Lauer, eine Aussteigerin aus der „Yoga“-Szene, hat zum wahren Glauben zurückgefunden. Sie warnt:

    -

    „Das Angebot von Yoga-Kuren ist für erlöste Christen
    nichts anderes
    als eine getarnte Verführung des Widersachers
    zur Untreue gegenüber dem Taufversprechen“
    -

    Auch von kirchlicher Seite gab es eine „Reaktion“;
    Fassungslosigkeit ergreift uns, wenn wir das Gerede
    des sog. „Weltanschauungsreferenten“ des Bistums Trier
    - Matthias Neff -
    anl. eines Interviews mit der „Saarbrücker Zeitung“ bezüglich der Warnungen von Frau Lauer lesen müssen:
    -

    „Es ist eine extreme Position,
    geprägt von einer engen Weltsicht.
    [….]
    Diese „Extremposition“ wird auch von den weitaus meisten Katholiken
    und der katholischen Kirche in Deutschland abgelehnt“
    -
    -

    Der desolate Seelen-Zustand der sich mitten im Zündeln des „Weltenbrandes“ der „Einheitsreligion“ befindlichen „Zeitgeist-Katholiken“.

    • Und übrig bleiben desorientierte Ex-Gläubige, ein Häufchen Krypto-Katholiken, leere Kirchen und ein prosperierender Episkopat.

  6. Beim ersten Lesen habe ich Sri Ravi Shankar mit dem Ravi Shankar aus Benares, der bereits verstorben ist, verwechselt. Wie auch immer, die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche braucht kein „New Age“-Zeug, keinen Hinduismus, keinen Synkretismus oder sonstige Irrlehren.

  7. „We have before us the opportunity to forge for ourselves and for future generations a NEW WORLD ORDER, a world where the rule of law, not the law of the jungle, governs the conduct of nations.

    When we are successful, and WE WILL BE, we have a real chance at this new world order, an order in which a credible United Nations can use its peacekeeping role to fulfill the promise and vision of the U.N.’s founders.“

    – Der Schutzheilige der Konservativen, George H.W. Bush

  8. Es scheint, als ob sich in der Kirche ein fataler Paradigmenwechsel andeutet:
    Der Glaube soll durch Sinnstiftung ersetzt werden. Sinnstiftung (wie hier diskutiert wurde) aber kann Vieles einschließlich der fernöstlichen Religionen bedeuten. Unser Glauben verliert dabei die Theozentrik zugunsten Anthropozentrik . Es deutet sich aber auch folgende Vorgehensweise an. „Sinnstiftung“ soll durch die Methode des „Produkt placements“ in der Gesellschaft erzeugt werden und den Glauben ersetzen. Eine moderne Kirche benötigt den Glauben nicht, so sehen es heute auch manche Hirten. Aber die Welt braucht, um regierbar zu bleiben, die Deutung durch Sinnstiftung. Das soll unter Leugnung der Lehre des Stifters, unseres Herren, die zukünftige politisch zugedachte Aufgabe der Kirche sein.
    Bleiben wir achtsam!!
    Laudetur Jesus Christus

  9. Machen wir uns nichts vor:

    Noch ein paar Jahre, und die Mohammedaner übernehmen Deutschland (und Europa).

    Dann ist SCHLUSS mit diesem esoterischem Quatsch und mit dem New Age.

    Aber leider auch mit dem Christentum.

  10. Hierzu passend: MANE-THEKEL-PHARES¨! (Gezählt-Gewogen-Geteilt!). Ob linksob rechts-ob in der Mtte, der Strom der Völker wälzt sich trübe, verrückt und ziellos-Lebenstsandardtänzerschritte! Die Linken treiben Peitschenhiebe,
    die Rechen-Götzen dieser Zeit!
    Die Mitte -schwankend hin und her-
    ein wenig rechts-ein wenig links-
    nur torkelnd noch auf schwachen Füssen!
    Ihr Fundament Schon fern-im Ungeähr-
    der liberale Oede-und Toleranzen grüssen!
    Anstatt von Kreuz und Himmelreich,
    von Ewigkeit und heil‘ger Liebe,
    statt von Erlösung-von Befreiung(!)-
    ein Schwätzertum von<frei und gleich<<

    e

  11. es predig schwelgend nur Sozialgetriebe,
    vom Recht und des Menschen auf Entzweiung!!

    Das ist die Zeit des Ohrenkitzel!
    Das ist die Zeit der Fabelei‘n! Des ränkevoll modern-Pluralen Schund! Des gleubensleer-entarteten Gekritzel!
    Der Aergernisse und der Mühlenstein! Die Zeit der Gier und der Dämonen Stund! Gezählt sind deine Werke:
    -ein Haschen nur im Wind-nur Illusionen!
    Gewogen und zu leicht befunden:
    Geteilt veruntreut ist das Reich:- schon züngeln Endzeitvisionen: (Erich Becker)

  12. -Gewogen und zu leicht befunden:
    -abtrünnig bist du-
    verschleudert hast du deine Traditionen. Voilà: Das ist sie-die RKK-Konzilskirche!

  13. @zeitschnur: ich denke mal, daß Papst Benedikt kein Relativist ist. Er hat jedenfalls mehr Ahnung und Wissen und Frömmigkeit als Sie es hier gerne vorgeben. Wie kann man einem so verdienten Papst, Stellvertreter Christi, nur solche Sachen unterstellen!?
    Mir können Sie von mir aus unterstellen, was Sie wollen, aber den Papst werde ich verteidigen. Da können Sie schreien oder schreiben was und wie Sie wollen.

    Papst Benedikt XVI. ist ein großer Kirchenlehrer und hatte sich schon als Kardinal sehr große Verdienste im Streit gegen Pluralismus und Relativismus erworben sowie für die Verbreitung des Evangeliums Jesu Christi erworben.

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