Bischof tritt wegen Zölibatsbruchs zurück – Verhältnis mit verheirateter Frau

Der Bischof in Zivil mit seiner Geliebten
Der Bischof in Zivil mit seiner Geliebten

(London) Am Samstag trat Kieran Thomas Conry, der Bischof der katholischen Diözese Arundel-Brighton in England zurück, nachdem Medien ihn des Zölibatsbruchs überführt hatten. Noch keine Reaktion Roms.

Mit einer öffentlichen Erklärung gestand der Bischof seine „Untreue“ ein. Gleichzeitig „versicherte“ er, daß weder „Minderjährige verwickelt“ worden seien noch daß er „Illegales“ getan habe, wobei sich letztere Bemerkung auf das staatliche Strafgesetzbuch bezogen haben muß.

Medien berichteten in Wort und Bild, daß der Bischof eine „Affäre“ mit einer 43 Jahre alten, verheirateten Frau und Mutter von zwei Kindern hat. Der Ehemann hegte den Verdacht, daß die Frau fremdgehe und ließ sie durch einen Privatdetektiv überwachen. Was dabei zutage befördert wurde, hatte er allerdings nicht erwartet. Der Geliebte seiner Ehefrau ist der katholische Bischof. Das Ehepaar lebt bereits getrennt.

43-jährige Familienmutter nicht Grund des Rücktritts – Mehrere Affären

Die 43-Jährige ist jedoch nicht der Grund für den Rücktritt des Bischofs. In seiner Erklärung bezieht er sich auf ein früheres, bereits einige Jahre zurückliegendes Verhältnis. Bereits seit Monaten berichtet die Sonntagszeitung The Mail on Sunday über außerzölibatäre Frauengeschichten des Bischofs, von denen der katholische Oberhirte jedenfalls mehr als nur die beiden genannten Fälle gehabt zu haben scheint.

Der Rechtsanwalt des betrogenen Ehemanns überlegt eine Klage gegen die Katholische Kirche wegen des Verdachts, daß man von den sexuellen Aktivitäten des Bischofs gewußt, aber nicht tätig geworden sei und der Bischof die Möglichkeit hatte, Grund oder Anstifter zum Ehebruch zu sein.

Der Rücktritt, den der Bischof mit sofortiger Wirkung erklärte, wurde in Rom noch nicht offiziell bestätigt. Das tägliche Bulletin des vatikanischen Presseamtes gab zur fraglichen Angelegenheit noch keine Erklärung ab. Ein vom Papst angenommener oder angeordneter Rücktritt ist offiziell nicht erfolgt. Bischof Conry war 2001 von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Arundel-Brighton ernannt worden.

Erzbischof Vincent Kardinal Nichols von Westminster, der Vorsitzende der Bischofskonferenz von England und Wales bezeichnete den Vorfall als  „traurigen und schmerzlichen Moment“, der klarmache, daß  „wir immer eine Kirche der Sünder sind, gerufen zu Buße und Umkehr, und Gottes Barmherzigkeit bedürfen“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: The Mail on Sunday (Screenshot)

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zeitschnur

Na prima – man führt solange ein Doppelleben, solange es nicht rauskommt, und wenn man entlarvt wird, schmeißt man den Bettel einfach hin und die Kirche faselt irgendwas von „Wir sind alle Sünder und Gott ist barmherzig“..
Und dann gibt es noch Gläubige, die unverbrüchlich diesen weiß angestrichenen Gräbern den Gehorsam hinterhertragen und sich dabei besonders fromm wähnen.
Puh! Dieser moderne Gehorsamswahn in frommen Kreisen, geschürt von charismatischen Exponenten, offenbart immer mehr, was dieselben eigentlich angerichtet haben. Man darf sich da auch bezgl. des Opus Dei Fragen stellen…

ein besorgter Christ

Interessierte Frage „Was hat denn das Opus Dei mit der Sache zu tun?“

zeitschnur

Dieses Einschwören auf Gehorsam gegen die Hierarchie, die Heimlichtuerei, dass man nichts sagen darf, die Oberen immer deckt und entschuldigt und erst mal sich selbst geißelt, etc. Die Konservativen sind in die völlig falsche Richtung getrimmt worden – deshalb läuft ja die böse Saat des Vaticanum II auch ohne wirksamen Widerstand ab wie am Schnürchen. Das fing schon auf dem Konzil an.

Chlodwig

@ zeitschnur

Ein Katholik ist ausschließlich an die Weisungen Gottes gebunden. Geht ein echter Katholik in den Widerstand, so macht er dies im Gegensatz zu den Marxisten nicht aus Gründen einer gefährlichen Revolutionsromantik, sondern weil jemand in der Hierarchie die göttlichen Gesetze mißachtet. Kadavergehorsam bis in die Häresie hinein ist ganz sicher keine Tugend.

ein besorgter Christ

Nun es scheint so, dass Problem ist, dass der Gehorsam nur einseitig gefordert wird.
Jedoch ist der Gehorsam wiederum das was einen Ordensmann ausmacht.

Problematisch wird die ganze Sache erst dann, wenn der Obere sich eben genau nicht in der von Gott gegebenen Verantwortung sieht, weil er z.B. nicht mehr glaubt und noch nicht mal mehr versucht so zu sein, wie er sein müsste, wenn er glauben würde.
Womit wir wieder bei unserem Dauerthema wären.

Semper Catholicus

@Zeitschnur:
Ein weiteres Mal fallen Sie mit einem solchen Posting der Tradition und den aufrichtigen konservativen Kräften in den Rücken. Ich frage mich und Sie, was ist geschehen, dass sie eine solche conversio zum Dolchstoss durchgemacht haben? Es ist mir und anderen hier ein Rätsel.

zeitschnur

Das ist das Ideal – aber sehen Sie doch die Realität! Was Sie mit der Revolutionsromantik sagen wollen in dem Zus.hang verstehe ich nicht.

K
Liebe @zeitschnur, ich bin immer wieder überrascht von Ihren hellsichtigen Schlussfolgerungen. Sie haben bzgl. OD vollkommen recht, dieses Werk krankt an einer kindischen Spiritualität, die ihre Energie für das Aufrechterhalten einer falschen Fassade verpulvert, statt mannhaft der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Glauben Sie mir, ich weiß in diesem Fall sehr gut, wovon ich rede. Ich komme ja nun aus einer ganz anderen Ecke und halte – damit keine Missverständnisse aufkommen – Ihre Beurteilungen der gegenwärtigen Lage und bes. des gegenwärtigen Papstes sehr häufig für grundverkehrt, teils sogar gefährlich verkehrt. Aber ich erkenne trotzdem immer wieder Gemeinsamkeiten, die vllt. auf… weiter lesen »
zeitschnur
@ semper catholicus kann schon sein, dass ich einer Gemeinde von selbsternannten Traditionalisten aus Ihrer Sicht, die offenbar total auf tönernen Füßen steht – warum sonst diese Reaktion? – „in den Rücken fall“. und eine Dolchstoßlegende präsentieren Sie auch gleich noch dazu. Na prima – unfreiwillig bestätigen Sie mit Ihrem Posting alles, was ich wahrnehme in Ihren Kreisen. Auch hier wieder sind Sie nicht Manns genug, auch nur ein einziges, halbwegs würdevolles Argument zu präsentieren, verlangen also eben dumpfes Mitlaufen mit einer Herde, die Sie selbst erfunden haben. Jesus sagte, am Ende der Zeiten hieße es vielstimmig „Hier ist Christus,… weiter lesen »
zeitschnur

@ K

„Theoretisch“ wäre demnach die auslaufende Ausnahmegenehmigung für zur RKK neu Hinzugekommene möglich. Denn Trient formuliert ja bindend und rigoros für die, die schon immer katholisch waren.

Heute aber geht es ja wirklich nicht um eine Ausnahme, sondern um die Meinung, man müsse sich an etwas, das inzwischen (angeblich) zur Regel geworden ist, „pastoral anpassen“. Und dies auch noch bei Leuten, die von Haus aus immer Katholiken waren…

K
Die franziskanische Gehorsamsauffassung eines Max Kolbe oder auch eines Padre Pio sollte man nicht überkritisch beäugen, @zeitschnur. Ein Vergleich mit den manipulativen Methoden des OD ist sicher verfehlt. Gehorsam heißt hier tun, was einem von den legitimen Oberen gerechterweise aufgetragen wird, auch wenn es dem eigenen Willen und den eigenen Überzeugungen (nicht aber dem Gewissen) widerstrebt. Daran ist nichts auszusetzen. Man kann auch Dinge tun, die einem nicht passen und die man sogar für verkehrt hält, weil man darauf vertraut, dass Gott auf krummen Linien gerade schreibt und auch der Irrtum des Oberen am Ende irgendwie zum richtigen Ziel (Gottes… weiter lesen »
zeitschnur
@ K Danke für die Antwort. Es geht bei einer Gehorsamsverweigerung heute nicht darum, dass einem etwas nicht passt, sondern darum dass man von den Oberen zur Sünde verführt und in den Abgrund geführt wird. Auch an Ihrer Antwort sehe ich, dass Sie das irgendwie gar nicht im Blick haben. Wenn die Oberin meinetwegen eine sinnlose – meiner Meinung nach – Aufgabe auferlegt, ist das doch etwas anderes als wenn man mich zwingen will, die zuvor gefälschten und verdorbenen Sakramente zu empfangen und abhalten will davon, sie so zu empfangen, wie es immer üblich war. Man will mich zwingen, einer… weiter lesen »
Marienzweig
Es ist nicht allein das Doppelleben des Bischofs, das schockiert. Es ist das bewusste Eindringen in eine Ehe, selbst unabhängig davon, ob diese zuvor schon brüchig war oder nicht. Aber ja, vielleicht dachte er bei sich: Was David schon machte, darf ich auch! Darf man von einem Bischof nicht verlangen, dass er in Gebet und Prüfung um Beherrschung seiner Gefühle ringt, dass er versucht, sich zurückzunehmen, den Kontakt zur Frau abbricht und sich auch einmal in die Lage des Ehemannes versetzt. „Was tue ich ihm da an, was tue ich der Frau an, was tue ich mir selbst und meiner… weiter lesen »
Kyrillus
Sie haben recht, @zeitschnur, was das pervertierte Gehorsamsprinzip und gerade auch das Opus Dei betrifft. (Nur dürfen Sie durch und durch in der alten, wahren Kirche verwurzelte Heilige wie Pater Pio oder Maximilian Kolbe in keiner Weise als daran mitschuldig zeichnen! Aber dazu habe ich an anderem Ort genug gesagt.) Solange die Lehre intakt und die Hierarchie trotz Ihrer menschlichen Mängel glaubenstreu ist, hat der katholische Gehorsam seinen tiefen Sinn; wenn die Hierarchie den Glauben jedoch nicht mehr in seiner verpflichtenden Ganzheit wahrt und Weisungen ausgibt, die nicht aus Geist und Glaube stammen, wird das Gehorsamsprinzip pervertiert und rückt in… weiter lesen »
zeitschnur
Ich denke, dass Sie das unterschätzen bei Kolbe oder Pater Pio. Ich gebe Ihnen ein Zitat von einer Website, die sich auf Kolbe bezieht: „Gehorsam üben “Den Willen Gottes erkennen wir nur im Gehorsam. Es kann sein, daß ein Oberer irrt, aber es kann nicht sein, daß wir irren, wenn wir ihm [dem Oberen] folgen”. So schrieb sinngemäß der Hl. P. Maximilian Kolbe OFMConv, nachzulesen in der Lesehore im franziskanischen Brevier an seinem Festtag, dem 14. August. Seither ich das gelesen hatte, sehe ich plötzlich den Gehorsam in komplett anderem Licht. In dem Vertrauen, daß die Gesamtkirche in ihrer Lehre… weiter lesen »
catholicus

DER HEILIGE MAXIMILIAN KOLBE KENNT SEHR WOHL DIE GRENZEN DES MENSCHLICHEN OBEREN GESCHULDETEN GEHORSAMS;

„Tunc tantum obœdiéndi darétur excéptio si supérior quídpiam præcíperet quod divínæ legis violatiónem, vel in mínimo, manifésto invólveret: quo in casu fidélis ipse Dei voluntátis intérpres non esset.“
GLAUBE IST EBEN MEHR ALS GEHORSAM;
ANSONSTEN HÄTTEN WIR AUCH ALLE DER LEGITIMEN HITLERREGIERUNG IN ALLEN DINGEN FOLGEN MÜSSEN!

zeitschnur

@ catholicus

Kolbe bezieht sich auf die hierarchischen Oberen innerhalb der Kirche. Davon war die Rede. Nicht von säkularen Herrschern.

Auch wenn Sie in Kapitalen schreiben, nützt das alles gar nichts: Sie haben offenbar nicht gelesen, dass er Gehorsam auch dann vorschreibt, wenn die Oberen irren.

Kyrillus
Nein, @zeitschnur, @catholicus ist ganz im Recht, und seine Großbuchstaben waren nicht die Übersetzung des Textes in Latein! Nochmals sinngemäß auf Deutsch: „Eine Entpflichtung vom Gehorsam wäre nur dann gegeben, wenn der Obere etwas befehlen würde, was offensichtlich ein göttliches Gebot verletzte, und wäre es auch nur im Kleinsten. Das entspräche nicht dem Willen Gottes, und in diesem Fall wäre der Gläubige nicht verpflichtet zu gehorchen.“ Diese Zeilen Kolbes folgen unmittelbar auf den von Ihnen bzw. dem Autor der wiedergegebenen Internetseite zitierten Satz! Dessen „Kolbe-Rezeption“ liegt also in der Tat „schief“, insofern er entscheidende Worte aus dem Zusammenhang unbeachtet lässt.… weiter lesen »
catholicus

Danke, @Kyrillus! Eine kleine Korrektur: Im zweiten Teil muß es heißen: „In diesem Fall wäre er (scil. der irrende Obere) nämlich kein treuer Übermittler mehr der Wahrheit“.
@zeitschnur: Glauben Sie konzilskirchlichen Zitaten die „spanisch“ klingen nur dann, wenn Sie den Kontext kontrolliert haben. Da hab‘ ich schon meine blauen Wunder erlebt!

zeitschnur
@ Kyrillus Vielleicht haben Sie mein Posting leicht in den falschen Hals bekommen? Sie müssen nun auch nicht mit Ihren Lateinkenntnissen auftrumpfen – jeder weiß hier, dass ich bin Lateiner bin. Mir ging es erst mal nur darum, dass das ostentative Kapitalschreiben auch nichts nützt, wenn eine Aussage nicht wahr ist – ich habe also rhetorische Mittel kritisiert. Ich habe nirgends behauptet, das in Kapitalen Geschriebene sei eine Übersetzung – also bitte erst mal selbst präzise lesen! Weiterhin habe ich die Vermischung politischen Ungehorsams mit geistlichem Ungehoram bei @ catholicus kritisiert, wenn Sie meine Sätze noch mal genau lesen wollen.… weiter lesen »
Kyrillus
Zurück von einer Reise, komme ich wieder einmal erst verspätet dazu, auf Ihre Entgegnung zu antworten. Aber natürlich weiß auch ich, dass Sie des Lateinischen mächtig sind! (Bzw. in Ihren Worten, nicht ganz ohne Situationskomik: „dass ich bin Lateiner bin“.) Und ich fühlte wirklich keinerlei Bedürfnis, mit meinen „Lateinkenntnissen aufzutrumpfen“, wie Sie es unterstellen. Sie beschweren sich verschiedentlich über die Psychologisiererei und die persönlichen Schläge, die Sie einstecken müssten; selbst verteilen Sie aber gern. Die Übersetzung stammt ja auch nicht von mir (@catholicus), sondern ist schlicht der betreffenden Lesehore des Stundenbuchs entnommen. Nicht zur Demonstration meiner Lateinkenntnisse habe ich sie… weiter lesen »
Kyrillus
(Fortsetzung) Da ihnen eben dies gelungen ist und die Lehre selbst nicht mehr die Kohärenz und Wucht besitzt, nicht mehr das eherne ungetrübte Medium der Wahrheit ist, welches auch den Bischöfen und Oberen Stand verleiht, sind die Wächter der Lehre selbst ins Trudeln gekommen, ja ist – wie man wohl nicht umhin kommt, zu konstatieren – die Linie der apostolischen Sukzession in vielen Fällen abgebogen hin zu beschränkten, unlauteren und/oder machtgierigen Charakteren (die den modernistischen Theologenschwätzern in die Arme laufen oder viel zu lauwarm widerstehen). Ja, heute gilt in der Tat nicht mehr: „Das aber kommt in der Praxis so… weiter lesen »
Chlodwig

Wieder unnötiges Wasser auf die Mühlen der Zersetzer des Christentums: „Seht mal her, der Zölibat ist doch sooo unmenschlich!“ Vor der Ernennung zum Diözesanbischof muß doch dem einen oder anderen innerhalb der Kirche die fehlende charakterliche Eignung des Mannes aufgefallen sein.

Kostadinov

Gemäss Rorate Caeli Blog wurde der ex-Bischof immer als „progressiv“ beweihräuchtert (Paradoxon beabsichtigt)

was soll man von der Herde erwarten…
…wenn schon manche Hirten nicht mehr wissen, wie man mit der Heiligkeit der Ehe und der Priesterweihe umgeht?
Und das Statement mit der Barmherzigkeit stösst auch sauer auf, dazu müsste der gute Mann nämlich umkehren und das Verhältnis lösen, aber nee, lieber löst er das Verhältnis zum Herrn… und dafür klingt das Statement von Kardinal Nichols schon zu verständnisvoll…

Marienzweig

Ja, Chlodwig – das ist das richtige, termingerecht verabreichte Futter für die bischöflichen Befürworter der Erleichterung zu den Sakramenten.
Sie werden in etwa sagen: „Wenn es schon die Bischöfe nicht schaffen, wie dann erst die „gewöhnlichen“ Katholiken? Da müssen wir also barmherzig sein.“
Und sie werden Barmherzigkeit üben!
Die anderen sind halt einfach nur hartherzig.

Dieser Vorgang wird sicher die Diskussion bei der kommenden Synode beflügeln.

Leo Laemmlein
Versuchen wir einmal, diese traurige Angelegenheit in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Dann sehen wir, dass hier etwas Grundsätzliches nicht mehr funktioniert in der Kirche, leider, und jedenfalls anders als in den apostolischen Gemeinden – wo die Christen nach dem Zeugnis der Apostelgeschichte t ä g l i c h beieinander waren, ihr Leben miteinander teilten, und folglich sich füreinander interessiertenund sich kannten – lest doch mal das 2. Kapitel! Und zwar schreibt Paulus an die Römer. „Ich bin aber, meine Brüdre, auch selbst im Blick auf euch überzeugt, daß auch ihr selbst voller Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis,… weiter lesen »
Chlodwig

Der Spaltpilz Satans grassiert innerhalb der Kirche. Die Sozialisten und ihre nützlichen Idioten fallen über jeden Bischof der Tradition wie in Chur und Liechtenstein her wie eine Meute Hyänen, doch episkopale Verwässerer der Lehre werden zu Idolen erhoben. Der Erfolg dieser Strategie ist der Unart vieler Menschen geschuldet, um jeden Preis sozial dabei sein zu wollen.

zeitschnur
Mit Verlaub – das ist Blödsinn. In der Schrift steht, dass der homo iniquitatis von Anfang an in der Kirche wirkt und immer sichtbarer wird. Es gibt keine ideale „Gemeinde“! In der Apokalypse werden Sie die „Gemeinde“-Typen finden, die wir auch heute haben. Seit Tagen bleiben Sie mir die Antwort auf die Frage schuldig, wo – bitteschön- durchgehend seit der Zeit der Apostel eine solche ideale „Gemeinde“ existiert. Ihre Russlanddeutschen sind sicher nette und erntsfhafte leute, aber ich bin mir sicher, dass sie nicht in apostolischer Sukzession stehen, dass sie einer direkten idealen „Gemeinde“ der Vergangenheit entstammen, sondern dass sie… weiter lesen »
Leo Laemmlein
zeitschnur Sie schreiben: „In der Schrift steht, dass der homo iniquitatis von Anfang an in der Kirche wirkt und immer sichtbarer wird.“ Wo steht das? In 2 Thess 2,3, worauf Sie wohl anspielen, steht das nicht. „Ideale Gemeinde“ ist Ihr Ausdruck, nicht meiner. Ich sage nur, dass der Herr Jesus Christus und die Apostel Gemeinden von Gläubigen und nicht von Ungläubigen wollten, und ich nehme an, dass es zu allen Zeiten der Kirchengeschichte wahre Gläubige und wohl auch Gemeinden gab. Von den Gemeinden der apokalyptischen Sendschreiben ist der Herr nur mit den Gemeinden von Smyrna und Philadelphia zufrieden. Seit ich… weiter lesen »
zeitschnur
@ Leo Lämmlein Nur kurz, weil ich gerade unter Druck bin: Ich habe aus Versehen „homo iniquitatis“ statt „mysteium iniquitatis“ geschrieben. Verzeihung. Aber am Sinn ändert es nicht viel. das „In der Lehre bleiben“ musste nach frühester kirchlicher Auffassung (und Klemens ist so früh, also kurz nach der Apostelzeit, dass man doch annehmen muss, dass das von den Aposteln so überliefert wurde, zumal ja auch in der Schrift eindeutig verlangt ist, dass die Weiheriten nur von denen, die selbst geweiht sind, durchgeführt werden dürfen. Das entspricht auch der alttestamentlichen Praxis. Es gibt also keinerlei biblischen Anhalt, das plötzlich rein „vergeistigt“… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Ferner sprach ich mit einem jüngeren Mitglied der Gemeinde, namens E., wenn ich mich recht erinnere. Das erste, was er mich fragte, war: Glauben Sie an Jesus Christus und dass er Ihr Erlöser ist? (Eine solche Frage wurde mir niemals von einem Katholiken gestellt, in all den Jahrzehnten.) Ich antwortete, dass ich an Jesus als meinen Erlöser u n d als meinen HERRN glaube. E. war ein Jahrzehnt lang drogensüchtig gewesen, harte Drogen. Er hatte jede Hoffnung auf sich selbst und auf andere Menschen verloren. In seiner Verzweiflung betete er zu Gott. Durch seine Mutter fing er an, die Gemeinde… weiter lesen »
zeitschnur
@ Leo Lämmlein Wie bereits gesagt: Ich bezweifle weder den guten Willen dieser Gemeindeleute noch dass Gott in ihnen nicht bloß „Häretiker“ sieht. Sie wissen es nicht besser und die Kirche ist heute nicht mehr glaubwürdig. Ich bin mit einer Dame befreundet, deren Mann Lutheraner war. Er ist inzwischen verstorben. Sie war in einem inneren Zwiespalt, weil sie ihm nicht empfehlen konnte, unter den gegeben Umständen „katholisch“ zu werden, aber andererseits weiß, dass extra ecclesiam… Zu bedenken ist, dass auch der Häretiker ja nicht samt und sonders falsch liegt, sondern – nach der tradierten Definition – in aller Regel in… weiter lesen »
Adrien Antoine
Wenn man die Homepage des Bistums liest, wird es einem noch übler. Bf. Kieran Conry: „…I am sorry to confess…“! Wenn man einen Fehler, eine Sünde begeht, sollte man aufrichtig bereuen, Besserung anstreben, das “ Gute wollen und das Böse vermeiden“ um Kard. Burke zu zitieren. Stattdessen wird hier lange alles vertuscht, nicht authentisch gelebt, und wenn dann alles ans Licht kommt, die Demission hingereicht als ob man das Weiheambt wie ein Bettel hinschmeissen kann. Das Schönste kommt noch hinterher: „I have decided…“- Er hat da nichts zu entscheiden: weder darf er andere Ehen kaputtmachen noch den Eid seines Zölibatsversprechens… weiter lesen »
Chlodwig

Jeder Katholik muß wissen, daß Gott in objektiven Kategorien vorgeht. Ihn interessiert es herzlich wenig, ob sich jemand seine „Privatmoral“ schustert, sondern es zählt die Befolgung Seiner objektiven Vorgaben. Mißachtung der Sexualmoral gehört mit zu den schlimmsten Sünden, die ein Mensch begehen kann. Ist man erst einmal im Zustand der Todsünde, ist sofortiges Aufhören und eine rasche Beichte oberstes Gebot.

Leonie

Woher nehmen Sie diese Gewissheit, dass Gott in objektiven Kategorien vorgeht? Sie sollten sich mit den Schriftgelehrten und Pharisäern zusammentun, das ist nicht jesuanisch was Sie da sagen.

zeitschnur
@ Leonie Doch – Chlodwig hat hier schon recht, zumal es ja immer ich selbst bin, der sich entscheidet zu einer sexuellen Entgleisung. Anders ist es bei Sünden, die durch meine Väter auf mich kommen, also z.B. die Tatsache, dass einer niemals in Berührung kam mit der katholischen Lehre und seit Jahrhunderten in einer prot. Familie lebt – hier kann man nicht einfach verlangen, dass jemand die Sachlage durchschaut. Er kann seinem Erkenntnisstand nach nach bestem Wissen und Gewissen handeln und dennoch objektiv falsch liegen. Dasselbe gilt für die Juden, die ja nun auch nichts dafür können, dass einige wenige… weiter lesen »
Chlodwig

@ Leonie

Der Katholizismus ist nicht wie das Judentum mit Hunderten von Ge- und Verboten versehen. Einige Dinge sind allerdings verbindlich festgehalten wie beispielsweise die Sexualmoral, Gewalt gegen andere, Eigentumsdelikte etc. Das Christentum erstickt weder den freien Willen des Menschen in einer Flut göttlich begründeter Gesetze, noch rutscht es in den Relativismus ab, dessen einziger Maßstab der menschliche Subjektivismus ist.

Heinrich
Dieser Vorgang ist nicht mal die Nachricht wert. Wieder einer der nackt ums goldene Kalb getanzt hat und mit dem Kalb verbrannt wird, na gut.. Es mangelt an staatlicher und gesellschaftlicher Konsequenz in solchen Angelegenheiten. Die Kirche hat ihre Hausaufgaben gemacht diesbezüglich. Nach germanischem Recht hätte man den Mann wie die Frau aus der Sippe verstoßen, kein Wunder das so der Virus durch ganze Sippen geht. Und bitte soll jetzt keiner kommen und sagen es sei hart. Ein Bauer erschießt einen Hund wenn er beißt, so zu handeln bei dem Bischof oder der Frau wäre hart. Die Inkonsequenz davor Position… weiter lesen »
Chlodwig

Als zurückgetretener Bischof sollte Conry genügend dogmatisches Wissen haben, daß seine Taufe, seine Priesterweihe und seine Bischofsweihe unauslöschlich sind. Entscheidet er sich endgültig für das Konkubinat bzw. eine zivile Ehe, so wird er in Todsünde sterben und bei Satan landen so sicher wie das Amen in der Kirche. Aus Perspektive seines Seelenheils müßte er sofort mit seinem Lotterleben aufhören und reumütig in den priesterlichen Dienst zurückkehren, wenn er nicht heillos dem Widersacher Gottes und seinen Spießgesellen wie den Freimaurern ausgeliefert sein möchte.

Heinrich
Ja stimmt schon. Verwundern würde es mich dennoch nicht wenn er eine andere Konfession annimmt und heiratet. Seine Äußerung „I have deceided“ zeigt ja schon, er versteht nicht oder schert sich einen Teufel um die Gesetze. Den freien Willen hat er ja schon sich zu entscheiden, dabei ist die Teufelei eigentlich das der Mann vermutlich nicht sich ganz bewusst ist, schon längst eine Entscheidung getroffen zu haben, allen Einflüsterungen seiner Umwelt zum Trotz. Er hätt ja locker auch irgendwann mal hinwerfen können und mit seiner Mätresse durchbrennen können und am Ende ne schöne anglikanische Hochzeit, so hätte er nur sich… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Mal eine dogmatische Frage:
Gibt Gott den Gerechten hinreichende Gnade zur Beobachtung der göttlichen Gebote – ja oder nein?
Hat die richtige Antwort auf diese Frage heute irgendeinen Einfluss auf die Seelsorge?

zeitschnur

Nach der Lehre der Kirche gibt er hinreichende Gnade, die Gebote zu halten. Das ist sogar regelrecht Dogma.
Wenn wir fallen, liegt es an uns, aber wir dürfen jederzeit zurückkommen und erhalten bei aufrichtiger Reue die vollständige Vergebung.

Ihre Frage ist wichtig, weil sie nämlich offenbart, dass der, der das verneint, Gott unterstellt, Er lasse uns sündigen, sei also der Urheber des Bösen, was ich kaum wage zu schreiben. Gott weiß, dass ich das nicht denken will und nicht denke!
(Auch an diesem Punkt bin ich immer wieder aufs Neue bestürzt über Luthers Auffassungen dazu.)

Adrien Antoine
Eine interessante Frage! Der erste Vers des 1. Psalmes weist schon darauf hin: „Beatus vir qui timet Dominum „- „Selig ist der Mensch der Gott fürchtet…“. „Gerecht“ wird man nur durch die Erfüllung der religiösen Pflicht- wie schon P. Benedikt XVI/J.Ratzinger mehrmals sehr ausführlich betr. die Passagen des Gottesknechts bei Jesaja schrieb: Durch das Erfullen des „mi’spat“ besteht der Gottesknecht bei dem „sad‘iqk“ („Gericht“). Um auf Ihre Frage zu antworten: Der Gerechte hat natürlich diese Gnade bekommen, sonst wäre er nicht gerecht. Eine zweite Frage ist, ob jedermann die göttliche Gebote zu beobachten hat: natürlich, weil es für den mit… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Adrien Antoine Die richtige Antwort ist, wie Sie ja auch in Ihrer Antwort bestätigen: ja. Und das ist sogar Dogma. Es lautet: „Gott gibt allen Gerechten hinreichende Gnade (gratia proxime vel remote sufficiens) zur Beobachtung der göttlichen Gebote.“ De fide. Schon das 2. Konzil von Orange lehrte, dass alle Getauften unter Beihilfe und Mitwirkung Christi alles zum Seelenheil Notwendige erfüllen können (D 200), und auch das Konzil von Trient erklärte, dass die Gebote Gottes für den Gerechtfertigten nicht unerfüllbar sind (D 828). Das Tridentinum übernahm hierbei den Satz des hl. Augustinus: „Gott verlässt mit seiner Gnade die Gerechten nicht, wenn… weiter lesen »
Leo Laemmlein

„Sündigt ruhig, habt keine Angst, denn Alles ist vergeben worden! Wie mehr Sünde, um so mehr Vergebung!“ (sic). Das ist ganz platte Apokatastasis.
Ja, Adrien, das ist freventliche Vermessenheit, und wer so etwas sagt, wandelt, um mit Johannes in seinem 1. Brief zu sprechen, nicht im Licht.

zeitschnur

@ Leo Lämmlein

Aber sehen Sie denn nicht, wie nah der blasphemische Satz Danneels an dem Luthers ist:
„Esto peccator et pecca fortiter, sed fortius fide et gaude in Christo, qui victor est peccati, mortis et mundi!“
(„Sei ein Sünder und sündige kräftig, aber kräftiger glaube und freue dich in Christus, der der Sieger über die Sünde, den Tod und die Welt ist!“)

catholicus

Ein Bischof nach dem Herzen Bergoglios, dem ja weder Zölibat noch die Unauflöslichkeit der Ehe etwas bedeuten. Wäre die Geschichte nicht durch den gehörnten Ehemann aufgeflogen, so hätte sich Exzellenz weiterhin des pseudopäpstlichen Wohlwollens erfreut. Aus dem Amt gejagt werden von diesem Vollstrecker des Bösen ja nur glaubenstreue Kardinäle und Bischöfe.

Jupp

hier mal ein interessantes Buch als PDF:
Wer ist Don Luigi Villa?
http://www.chiesaviva.com/donluigivilla%20ted.pdf
lohnt sich auf jedenfall mal zu lesen!

Ralph

Jetzt soll dort die Kirche verklagt werden. Das sind doch seltsame Auswüchse.

Chlodwig

Der Gehörnte sollte sich darüber im klaren sein, daß nicht die Institution katholische Kirche die Schuld trifft, sondern einzig und allein die beiden Ehebrecher zu tadeln sind.

Dario
@Zeitschnur Nur 3 Beispiele, die man fortsetzten könnte! Zeitschnur – an semper catholicus, 30. Sept. 14, 10:33 „Auch hier wieder sind Sie nicht Manns genug…“ Zeitschnur – an Kyrillus am 1. Okt. 14, 12:12 „Sie müssen nun auch nicht mit Ihren Lateinkenntnissen auftrumpfen – jeder weiß hier, dass ich (bin) Lateiner bin“. 29. Sept. 14, 18:49 an Leo Laemmlein „Mit Verlaub – das ist Blödsinn“. Zeitschnur Sie reden immer „klug“ über die Kirche, den katholischen Glauben und Jesus Christus, haben aber ganz offensichtlich keine Ahnung davon, wie man sich als kath. Christ seinem Nächsten gegenüber verhält. Die Art und Weise,… weiter lesen »
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