Papst weigert sich abgesetzten Bischof zu empfangen: Von wegen „Dialog, Barmherzigkeit und Respekt“

Bischof Livieres harte Antwort auf Rom
Bischof Livieres harte Antwort auf Rom

(Rom/Asuncion) Seit Tagen befindet sich Bischof Rogelio Livieres Plano in Rom und bittet dort, von Papst Franziskus empfangen zu werden. Vergebens. Statt dessen wurde der Bischof amtsenthoben. Auf dieses Verhalten reagierte der Bischof mit einer harten Antwort. Währenddessen wird in Paraguay seine Absetzung von den progressiven Kirchenkreisen öffentlich gefeiert.

Bischof Rogelio Livieres Plano von Ciudad del Este ist kein Mann verklausulierter Worte. Das machte ihn unter Paraguays Bischöfen unbeliebt, zu denen bis vor wenigen Jahren auch Fernando Lugo gehörte, der „rote Bischof“ von San Pedro, der gegen den Willen Roms lieber für ein breites Linksbündnis als Staatspräsident kandidierte und dafür sein Bischofs- und Priestertum aufgab. Bischof Livieres wurde nun zum Opfer einer ebenso überraschenden wie brutalen „Enthauptung“ und weil er kein Mann der Beliebigkeit ist, reagierte er darauf mit einem gesalzenen Brief an den Präfekten der Bischofskongregation, Marc Kardinal Ouellet.

Auf der Internetseite seiner Diözese wurde erneut jenes Dossier vom vergangenen Sommer veröffentlicht, mit dem die Diözese auf alle Gerüchte und Vorwürfe reagiert hatte, die hinter vorgehaltener Hand von Mund zu Mund gereicht oder vom Apostolischen Visitator Kardinal Santos Abril y Castello, einem persönlichen Vertrauten von Papst Franziskus angesprochen worden waren.

Bischof bittet seit Tagen in Rom vom Papst empfangen zu werden – vergebens

Das Schreiben an Kardinal Ouellet und das Dossier legen die ethischen, aber auch formalen Unregelmäßigkeiten einer Aktion zur Diskreditierung eines Bischofs offen, die auf dessen Absetzung abzielten, die nun erfolgte. „Eine Operation, die einen ideologischen Beigeschmack“, so der Vatikanist Marco Tosatti.

Als „treuer Sohn der Kirche“ füge er sich der Entscheidung, so Bischof Livieres, auch wenn sie „unbegründet und willkürlich ist, wofür der Papst sich vor Gott verantworten wird müssen“. Im Bischofsbrief heißt es weiter: „Abgesehen von vielen menschlichen Fehlern, die ich begangen haben kann, und für die ich Gott und jene, die darunter gelitten haben mögen um Verzeihung bitte, stelle ich einmal mehr fest, daß der Kern des Falles eine Opposition und eine ideologische Verfolgung ist“.

Innerparaguayanische „Opposition und ideologische Verfolgung“

Msgr. Livieres, der dem Opus Dei angehört, war der einzige „konservative“ Bischof Paraguays. Ein Umstand, der etwas aussagen will über die Situation innerhalb der Bischofskonferenz und die der Bischof mit dem Hinweis auf die „Opposition“ meint. Wenn Bischof Livieres das weitaus größte Priesterseminar des ganzen Landes und weitum hatte, dann hängt das nicht zuletzt auch mit der Haltung der anderen Bischöfe zusammen. Die Förderung von Priesterberufungen liegt in weiten Teilen Lateinamerikas seit langem im Argen. Kulturelle Barrieren der indigenen Bevölkerung wurden nicht behoben, die unterschwellig starke Strömung der Befreiungstheologie steht in einem „ideologischen“ Gegensatz zum Priestertum. Liberale Bischöfe tun das ihre dazu.

„Das wirkliche Problem der Kirche in Paraguay ist die Krise des Glaubens, des Lebens und der Moral, die durch eine schlechte Ausbildung des Klerus noch gefördert und verlängert wurde, zusammen mit der Nachlässigkeit der Hirten“, so Bischof Livieres an Kardinal Ouellet.

Der Bischof bekam den Bericht des Apostolischen Visitators nie zu Gesicht, weshalb er sich konkret gegenüber Rom auch nicht rechtfertigen oder verteidigen konnte. „Wenn man denkt, das Problem der Kirche Paraguays ist ein Problem der Sakristei, das man dadurch löst, daß man den Sakristan austauscht, irrt man sich grundlegend und auf tragische Weise.“

Absetzung „im Widerspruch zu den vielen Reden von Dialog, Barmherzigkeit und Respekt“

Bischof Livieres wurden von Rom zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Verfehlungen oder auch nur Beanstandungen vorgehalten, was ihm jede Replik unmöglich machte. Aus heiterem Himmel erfolgte ohne jede Grundangabe die Amtsenthebung. „Im Widerspruch zu den vielen Reden von Dialog, Barmherzigkeit, Offenheit, Dezentralisierung und Respekt für die Ortskirchen, wurde mir weder eine Gelegenheit gegeben, mit Papst Franziskus zu sprechen noch die Möglichkeit Unklares, Zweifel oder Sorgen zu klären. Folglich wurde mir durch ihn auch keine väterliche Zurechtweisung – oder brüderliche – zuteil, wie sie vorgesehen wäre.“

Bischof Livieres endet sein Schreiben mit den Worten: „Eine solche Vorgehensweise ohne jede Förmlichkeit auf undefinierte und abrupte Art, erscheint nicht sehr gerecht. Sie läßt weder Raum für eine legitime Verteidigung noch für eine angemessen Korrektur möglicher Fehler. Von Rom habe ich nur Druck erhalten, zurückzutreten.“

Bischof Rogelio Livieres befindet sich bereits seit mehreren Tagen in Rom und bittet, vom Papst empfangen zu werden – vergebens. In Paraguay wurde die Nachricht von der Absetzung in Abwesenheit des Bischofs bekannt. Während in seiner Diözese Rätselraten und Enttäuschung vorherrschen, machen in anderen Landesteilen progressive Kirchenkreise kein Hehl aus ihrer Freude und feiern die Amtsenthebung öffentlich.

Ex-Bischof Lugo feiert Absetzung: „Livieres hat nicht für die Einheit der Kirche gearbeitet“

Senator und Ex-Bischof Fernando Lugo
Senator und Ex-Bischof Fernando Lugo

In Paraguays stark befreiungstheologisch geprägtem Episkopat stellte Bischof Livieres eine Ausnahmeerscheinung dar. Zu dieser Bischofsrunde gehörte auch Fernando Lugo, der es vor wenigen Jahren vorzog gegen den Willen Roms, Bischofswürde und Priestertum an den Nagel zu hängen, um für ein breites Linksbündnis zu kandidieren. Als Staatspräsident scheiterte er innerhalb kurzer Zeit. Unter anderem wurde bekannt, daß er als Bischof ein Verhältnis mit einer Frau hatte und ein Kind zeugte.

Das war gestern. Heute feiert Ex-Bischof Lugo, der auch nach seiner Laisierung gute Kontakte mit hohen kirchlichen Würdenträgern Paraguays beibehielt, die Absetzung von Bischof Livieres. Der heutige Senator sagte in einem Interview für die Tageszeitung ABC: „Papst Franziskus duldet eben keinerlei Form von Irregularitäten, seien sie doktrineller, moralischer oder persönliche Art.“ Senator Lugo nennt zwar auch den vieldiskutierten Fall des argentinischen Priesters Carlos Urrutigoity, der vor zehn Jahren in den USA „wegen mutmaßlichen Sexualmißbrauchs“ beschuldigt wurde, sieht aber darin nicht den Grund der Absetzung, denn die Erklärung des Vatikans spreche von „pastoralen Gründen“ und „Einheit“, so Lugo.

Knackpunkt Kirchenverständnis und Befreiungstheologie?

Was Bischof Livieres vorzuwerfen ist, „und was auch ich an ihm kritisiert habe“, so Lugo, sei die Tatsache, daß er „nicht zur Einheit der Kirche“ Paraguays beigetragen habe. Ex-Bischof Lugo gehörte zu den am schärfsten von Bischof Livieres kritisierten Kirchenvertretern des Landes. Bischof Livieres bekämpfte die Befreiungstheologie als „schädlich“ und erhob mehrfach die Kritik, daß am Priesterseminar von Asuncion, die Befreiungstheologie weiterverbreitet werde. Aus diesem Grund entschied der Bischof, besonderen Wert auf eine eigenständige Priesterausbildung zu legen, die ausschließlich in seiner Diözese erfolgte und sich auch in pastoralen Fragen vom Erzbistum Asuncion und der Bischofskonferenz abzulösen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: ABC Color (Screenshots)

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catholicus

So sieht die jakobinische Brüderlichkeit Bergoglios denen gegenüber aus, die nicht zu seinen Logenbrüdern gehören. Gott bewahre uns vor dieser „Barmherzigkeit“!

zeitschnur
Vielleicht legt dieses Beispiel offen, dass in der Konzilskirche wirklich nichts mehr zu hoffen ist. Offenbar hat der Bischof geglaubt, er könne durch einen geistlichen Rückzug in seine Diözese und eine Isolation seines Priesterseminars eine Art Verpuppung inerhalb dieser Scheinkirche durchführen, und irgendwann, wenn die Zeit reif ist, aus diesem Gehäuse wieder ausbrechen und die nachkonziliar total-geflutete Kirche „unterwandern“. Aus dieser Konstellation heraus betrachtet erscheint das nachkonziliaren Augen als „Störung“, als ein Ausscheiden aus der Marschrichtung des „Volkes Gottes“. Spätestens an diesem Punkt muss aber doch nun auch noch dem letzten klar werden, dass dies eine Scheinkirche ist. Jeder wird… weiter lesen »
zeitschnur
Dieser Fall passt also, nach meinen Überlegungen hier, schon zum Fall der FI, es ist dieses Hinausstolpern in die Scheinkirche. In den Märchen muss ein Spuk immer dann verschwinden, sobald Licht drauf fällt. Mit dem Morgen wird das Gespenst unsichtbar, es zerfällt zu nichts. Es ist dasselbe in der Scheinkirche, die nicht die Kirche ist: da tapsen ein paar wohlmeinende Leutchen rein – z.B. die FI oder dieser Bischof, aber auch andere – und die Scheinkirche muss um ihre Existenz fürchten. Bevor sie sich beleuchten lässt und alle Welt, dass sie nur ein Haufen Kot ist, tötet sie lieber jeden,… weiter lesen »
Mel
Gott sei Dank: „Würden diese Tage nicht abgekürzt, so würde kein Mensch gerettet werden“ Matth. 24,22 Das Gleichnis der klugen und törrichten Jungfrauen wird aktuell: der Bräutigam bleibt aus, es wird Nacht… Unsere Sorge sollte das Öl sein ! „Nicht diese internen Grabenkriegen und dem dämlichen Suchen nach Sündenböcken“ Ja, der Widersacher schmeißt uns wie Hunden Knochen hin, auf die wir uns stürzen sollen, und dabei das Wichtigste vergessen, das ÖL FÜR DIE LAMPE !!! Alles Wichtige steht in der Heiligen Schrift, es braucht keine „Erscheinungs- und Botschafts-Sucht“, keine Politik oder liturgische Fachsimpelei: Es ist wichtig die Stimme zur rechten… weiter lesen »
rampolla
Verehrte @Zeitschnur : Wenn alles seine Zeit hat , dann auch der momentane Blick- winkel der verschiedenen traditionalistischen Gruppen . Was die Genannten vereint , ist eine ahistorische , romantisch verklärte „Tradition“ , deren Ursprung im 19.Jarhundert liegt , und die in der Verklärung des Mittelalters in der Kunst und Literatur ihren Nieder- schlag findet ( Nazarener , Neogotik , Neoromanik , Caecilianismus etc. ). Diese Per- spektive ist vor allem von Sehnsucht nach scheinbar intakteren Zeiten geprägt , ver- gisst aber dabei , dass diese Vorstellungen /Praktiken von gesellschaftlicher Entwicklung abhängen . Solange eine Gesellschaft hierarchisch /patriacharlisch geprägt und… weiter lesen »
zeitschnur
@ rampolla Das sehe ich etwas anders: in der „Tradition“ tummeln sich Personen mit den Motivationen, die Sie nennen, aber an sich geht es ja sachlich darum, das, was die Kirche dogmatisch, lehrmäßig und liturgisch tradiert hat, nicht ins Gegenteil zu verkehren. Es ist auch dies Motiv bei vielen oder sogar allen. Nun ist aber die kritiklose Vermengung beider Stränge das, was am häufigsten anzutreffen ist. Wichtig ist aber nur der zweite, der erste ist sogar regelrecht falsch. Eine Aufhängung dessen, was geglaubt wird und wie es geglaubt wird, an den Verhältnissen der Gesellschaft zäumt m.E. das Pferd vom Schwanz… weiter lesen »
T. de Ahumada
Warum kommen Sie eigentlich immer mit diesem erhobenen moralischen Zeigefinger daher? – Erst erzählen Sie uns, dass sie als „Anglist“ mehr Ahnung von der englischsprachigen Presse haben, als die meisten Teilnehmer dieses Forums, obwohl manche von denen mehrsprachig großgeworden sind und den größten Teil ihres Lebens gar nicht in Deutschland verbracht haben. Es gibt hier Leute, die es einfach gar nicht erst nötig haben, Anglistik zu studieren,um besser als Sie beurteilen zu können, was in amerikanischen Zeitungen steht. Und es interessiert hier auch niemanden, was Sie können oder nicht: Argumente sind unabhängig von der Person, die sie äußert gültig oder… weiter lesen »
Ralph

Die Anhörung durch den Papst hätte schon vor der Absetzung stattfinden müssen. Das ist ein Gebot schon allein der Fairness. Christlich verfällt sich der sogenannte Papst auch hier nicht. Man muss sich für ihn schämen.

Leo Laemmlein

„Der Gottlosen Rotte beraubt mich; aber ich vergesse deines Gesetzes nicht.“
Psalm 119,61
Der Bischof soll froh sein und Gott danken!

defendor
Unabhängig der weiter unklaren Hintergründe der Absetzung eines mit der hl. Tradition verbundenen Bischofs scheint es so zu sein, dass das inflationär angepriesene päpstliche „Barmherzigkeitsnetz“ Löcher hat,durch die jene fallen, die nicht „die neue Kirche“ hochleben lassen wollen. Auszug aus einem Artikel von katholisches.info: - „Die „neue Kirche“ der Barmherzigkeit und die „Revolution“ Franziskus (Rom) Antonio Margheriti Mastino, Kirchenhistoriker und Volkskundler, im Broterwerb jedoch Publizist, betreibt die Internetseite PapalePapale und betreut für die Internet-Tageszeitung Qelsi Quotidiano die regelmäßige Rubrik Osservatore Romanesco über Kirche und Religion. [….] Die ältesten, abgetragenen Schuhe, die in den vergangenen Jahrzehnten bei den unzähligen pseudo-theologischen Kundgebungen… weiter lesen »
Eckstein

Danke – super Beitrag an richtiger Stelle!

hedi züger

Ganz grossartig, tiefes Danke!

Fides

Es kommt wir fast so vor wie Ausschluss aus der „kommunistischen“ Partei Roms, weil nicht parteikonform. Plano hat die höhern Weihen erhalten. Er ist Priester Jesu Christi und bleibt es. Das kann auch der Papst nicht rückgängig machen. Wenn sich doch Rom und die Hierarchie teilweise ausserhalb die Kirche gestellt hat, dann muss doch Rom in die Kirche zurückkehren, zum Glauben zurückkehren und nicht Plano um Wiederaufnahme in Rom betteln. Hoffentlich wird er zu einem unbequemen Prophet.

Marcellus

Es wird immer sichtbarer, was und wer da in Rom sein Unwesen treibt. Nicht mal reden will man mehr mit den treuen Katholiken- mit irgendwelchen Kirchenfeinden aber jederzeit. Das ist so eine bodenlose Schande ! Als ich mir gerade den letzten Gottesdienst S.H. Papst Benedikt XVI. angesehen habe, da kamen mir nur noch die Tränen. Dieser Bergoglio treibt mir auch Tränen in die Augen: Tränen des Zorns !

hicesthodie
ANGELUS, Petersplatz, Sonntag, 7. September 2014: „Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag! Das Evangelium des heutigen Sonntags aus dem 18. Kapitel nach Matthäus unterbreitet das Thema der brüderlichen Zurechtweisung in der Gemeinde der Gläubigen: also wie ich einen anderen Christen zurechtweisen soll, wenn er etwas tut, was nicht gut ist. Jesus lehrt uns: Wenn mein christlicher Bruder eine Schuld gegen mich begeht, mich beleidigt, muss ich ihm gegenüber Liebe walten lassen und vor allem anderen mit ihm persönlich sprechen und ihm erklären, dass das, was er gesagt oder getan hat, nicht gut ist. Und wenn der Bruder nicht auf mich… weiter lesen »
hicesthodie
„Tatsächlich sind wir alle vor Gott Sünder und bedürfen der Vergebung. Alle. Jesus nämlich hat uns ermahnt, nicht zu richten. Die brüderliche Zurechtweisung ist ein Aspekt der Liebe und der Gemeinschaft, die in der christlichen Gemeinde herrschen müssen. Sie ist ein gegenseitiger Dienst, den wir einander erweisen können und müssen. Den Bruder zurechtzuweisen ist ein Dienst, und dieser ist möglich und wirksam nur dann, wenn ein jeder sich als Sünder und der Vergebung des Herrn bedürftig erkennt. Dasselbe Bewusstsein, das mich den Fehler des Anderen erkennen lässt, ruft mir zunächst in Erinnerung, dass ich selbst Fehler gemacht habe und oftmals… weiter lesen »
Marienzweig
Des Papst Franziskus medienwirksame Kontaktfreudigkeit erstreckt sich -so scheint es- nur auf ausgesuchte Leute: Scalfaro, Kirchner, Fußballer, Polit-Linke, zusätzlich noch auf Adressaten seiner Briefe und Gesprächspartner/innen am Telefon. Wenn ein Bischof aus seinem Amt entfernt wird -vielleicht auch aus teilweise eigenem Veschulden- sollte er dennoch wenigstens Gelegenheit erhalten, seinen Standpunkt zur Angelegenheit darzulegen. Ist dieser Sinn für Fairness bei Papst Franziskus womöglich etwas weniger entwickelt? Aber soweit ich mich erinnere, hielt sich auch Bischof Tebartz-van Elst tagelang in Rom auf, ohne empfangen worden zu sein. Tausendmal kommt das Wort „Barmherzigkeit“ aus des Papstes Mund, möge er sich selbst daran orientieren.… weiter lesen »
hedi züger

Danke verehrte @marienzweig,
Mir kommt immer ein Wort Savonarolas in den Sinn wenn ich von besagter „Barmherzigkeit“ höre. In der Nacht vor seiner Hinrichtung hat er das Miserere ( ps.50) schriftlich ausgelegt. Darin sagt er – ich kann es nur sinngemäss tradieren“ erbarme dich meiner o Herr nach deiner grossen Barmherzigkeit – nicht nach der kleinen der Menschen!“ Freuen wir uns doch überschwänglich über die alles überragende Barherzigkeit des Herrn – denn d i e währt in Ewigkeit!

Marienzweig
Liebe hedi züger, darf ich Sie auf den Link verweisen, den weiter unten @Leo Lämmlein gesetzt hat: http://callmejorgebergoglio.blogspot.de/2014/09/francis-autographs-baseball.html Und auch auf meine Antwort darauf. Darin schrieb ich u.a.: „Ja, das heißt also, Papst Franziskus schenkt einem kleinen weißen Ball mehr Aufmerksamkeit als einem Bischof, der ein klärendes Gespräch sucht. An welchem Tag diese Aufnahmen gemacht worden sind, weiß ich nicht, vielleicht noch vor der Absetzung Bischof Livieres……“ Ich gönne Papst Franziskus wirklich die Freude. Aber die Bilder wirken auf mich mehr wie eine oberflächliche Gaudi, irgendwie peinlich. Es könnten Szenen aus einem Vereinsfest sein, stünde da nicht ein Mann in… weiter lesen »
Tradidi

Bischof Rogelio Livieres Plano sollte sich der FSSPX anschließen.

Zeitlos

Dieser würde dann die Lücke schließen, die der Rauswurf von Weihbischof Williamson schloss, die FSSPX hätte wieder vier Bischöfe, die unseligen Gespräche mit Rom wären im Nu beendet, und Herr Bergoglio würde die Exkommunikationskeule schwingen…

Zeitlos

Nachtrag:
Natürlich muss es heißen, „die der Rauswurf von Weihbischof Williamson riss“

Adrien Antoine
Geehrte @Zeitschnur, Nebenbei, wo Sie Wbf. Williamson nennen: Carlos Urrutigoity wurde am Anfang seiner Karriere, nachdem erste ungute Verdachtsmomente bei der FSSPX aufgefallen waren sofort von seinem Posten entfernt und vorerst nach weit entfernt versetzt; Wbf Williamson, damals für die FSPX in den USA zuständig, konsultierte Msgr. EB Lefebvre, der bei der noch unklaren Situation eine Bewährung an neuer Stelle unter Wbf Williamson erlaubte- in dubio pro reo-, aber ausdrücklich daran zufügte: „Sie müssen ihn mit Habichtsaugen beachten“. So geschah und kurz hinterher flog Urrutigoity raus bei der FSSPX um einen 26-jährigen geistlichen Amoklauf bei den römischen zu machen. Ich… weiter lesen »
zeitschnur

@ Adrien Antoine

Bitte – das war nicht von mir, sondern von @ zeitlos. Das sorgt leider immer wieder für Verwechslungen.
Auch letzte Woche nannte mich ein Poster mit dem falschen Namen.
„Zeitschnur“ ist übrigens mein allgemeiner Künstlername, so heißt auch mein Künstler-Verlag, mein Label und der Name ist auch gesetzlich geschützt (weil ich freischaffend bin).

Jean-Louis

Davon abgesehen, dass der Bischof das „als treuer Sohn der Kirche“ nicht will, so wäre das auch schwer realisierbar, weil die FSSPX von den nachkonziliaren Bischöfen, auch den konservativsten unter ihnen, lehrmäßig doch eine Menge trennt. Wie auch immer, ich hoffe, dass er auch weiter mutig am Aufbau des Reiches Christi mitwirkt, ohne falsche Rücksichten zu nehmen.

Carlo

Wieso das? Er gehört seit 1978 dem Opus Dei an, das ihm in einem seiner Häuser einen Auftrag zuweisen wird. Dort wird er sicher auch sein „Wechselbad“ zwischen NOM und überlieferter Messe, von dem er offenbar überzeugt ist, weiter praktizieren können.

Die Priesterbruderschaft wäre abgesehen davon kaum gut beraten, einen Bischof aufzunehmen, der sich wissentlich bis fast zuletzt einen Generalvikar leistete, dessen monströse Drecksspur vor Jahrzehnten bei ihr selbst ihren mutmaßlichen Anfang genommen hatte; man lese doch den anderswo verlinkten Brief aus den 90-er Jahren Mgr. Fellays an den damaligen Bischof der betreffenden US-Diözese.

Carlo

Aber der Hinweis auf Mgr. Williamson passt irgendwie, war er doch dafür verantwortlich gewesen, dass jener unsägliche Abbé Urri…. nach dem Rauswurf aus dem argentinischen Seminar sogleich in Winona eine „zweite Chance“ eingeräumt erhielt und eine Zeitlang unter seiner Ägide weiter zersetzend wirken konnte.

Es (er)klärt sich so manches.

Jean-Louis

Also, den Fall gesetzt, Bischof Livieres würde eine eigene Gemeinschaft bilden, so würde ich mich jedenfalls eher dieser anschließen als der FSSPX. Der Bischof ist auch nicht über seinen Generalvikar gestürzt, sondern weil er nicht die Meinung der anderen paraguayanischen Bischöfe vertrat, weil er die Alte Messe förderte und ein gut gehendes Priesterseminar betrieb.

Adrien Antoine
Nebenbei: Seit gesternmittag ist die Hauptnachricht betr. der Entpflichtung v. Bf. Livieres auf kath.net (sehr lebhaft kommentiert-80 Postings wie in der Top10-Tabelle rechts zu sehen) ihres Kommentarbereichs beraubt. Die Postings wurden einerseits sehr scharf, gingen jedoch ins Fundamentale und ein sehr Papst-Franziskus-treuem Poster setzte Alkoholmißbrauch, Homosexualität und Pädophilie ohne weitere Differenzierung als große fundamentale Übel von Bischöfen nebeneinander. Das Arbitrium, der freie Wille, scheint damit immer mehr aus der Mode zu kommen. Denn das ist der freie Wille und dazu hat man ein Gewissen: um “ das Gute zu tun und das Böse zu vermeiden“ (das ist übrigens ein Zitat… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Marienzweig

Ja, das heißt also, Papst Franziskus schenkt einem kleinen weißen Ball mehr Aufmerksamkeit als einem Bischof, der ein klärendes Gespräch sucht.
An welchem Tag diese Aufnahmen gemacht worden sind, weiß ich nicht, vielleicht noch vor der Absetzung Bischof Livieres.
Trotzdem, das Herz dreht sich mir um, wenn ich diese Bilder sehe.
Den Privatmann Mario Bergoglio, vielleicht als Vereinsvorstand beim jährlichen Sommerfest in vergnügter Runde – das könnte ich mir gut vorstellen und entspricht auch mehr der Stimmung, die diese Fotos vermitteln.

IMEK

Ein weiterer unverzichtbarer und vermutlich verabredeter Werbegag.

Selbstverständlich für das ehrwürdige Papstamt.

Leo

Aus dem Munde nicht weniger Oberhirten klingen die Worte „Mitbrüderlichkeit“, „Barmherzigkeit“ und „Toleranz“ nur noch unglaubwürdig und hohl

rampolla
Geehrter@ de Ahumada ! Im Rückblick muss ich Ihnen Recht geben . Den Anglisten so raus- hängen zu lassen schmeckt nach Angeberei/besserwisserei . Was mich an dem Artikel gestört hatte , war die Dürftigkeit der Information mit dem Resultat , dass daraus ein Riesenfass aufgemacht wurde. Den „moralischen Zeigefinger “ kann ich nicht nachvollziehen , meine Argumente sind meist kirchen- historisch geprägt , bzw. gesellschaftskritisch gefärbt , wohingegen die Argumentation relativ vieler Poster hier , abgesehen von Entrüstung und Ressentiments ,HÖCHST moralisch geprägt ist mit Schuldzuweisungen und Vorwürfen aller Art .Argumente sind weder gültig noch ungültig , sondern gut und… weiter lesen »
Marienzweig
@rampolla Ich möchte mich auch gerne einmal an Sie wenden. Sie monieren die Argumente vieler Kommentatoren, die „von Entrüstung und Ressentiments , HÖCHST moralisch geprägt“ sind, mit „Schuldzuweisungen und Vorwürfen aller Art“. Ihre „Argumente sind meist kirchen-historisch geprägt , bzw. gesellschaftskritisch gefärbt …“, wie Sie schreiben. Auch ich bin der Ansicht, man sollte sich verbal etwas zurückhalten, da wir nicht immer über die Hintergründe genügend Bescheid wissen. Dennoch muss es möglich sein, sich über ein Vorkommnis zu äussern, selbst wenn es nur über die Gefühlsebene geht. Wir sehen und bewerten Dinge auch über das Herz und nicht nur über Verstand… weiter lesen »
rampolla
Liebe @Marienzweig . Vielen Dank für Ihre Antwort . Ich bin noch nicht lange in diesem Forum und musste mich nach einem längeren Ausflug bei kath.net erst an das andere Klima gewöhnen. Zuerst dachte ich , die vereinzelt papstkritischen Äußerungen seien eher die Ausnahme , mittler- weile habe ich dazugelernt , welche verschiedenen Schattierungen den trad. Katholizismus prägen . Ich habe mich nie von der Papsteuphorie anstecken lassen und bin seit JP II. skeptisch , wenn sich Päpste zu oft in den Medien präsentieren und sich zu deutlich medienwirksam verkaufen . Auf der anderen Seite ist die Beziehung zum Papst… weiter lesen »
Marienzweig
Über Ihre Rückmeldung freue ich mich sehr und danke Ihnen, lieber @rampolla! Dass Sie manche der Beiträge abschreckend finden, kann ich sehr gut nachvollziehen. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auch auf den Hinweis bzw. die Bitte der Redaktion an die Kommentatoren weiter unten aufmerksam machen. Einige der Kommentare sind wirklich sehr hart formuliert, gelegentlich unter der Gürtellinie und befremden deshalb. Doch habe ich den Eindruck, dass die meisten der Schreiber eine ehrliche Sorge um die Zukunft der katholischen Kirche umtreibt. Sorge, Trauer, Frust, ein gewisses Unbehagen, Unsicherheit – auch ich spüre das alles. Von vielen habe ich auch schon… weiter lesen »
Kostadinov
bzgl. kath.net: bin gestern zensiert worden, weil ich anlässlich der Promotion des Michael-Gebets von Papst Leo durch Papst Franziskus gefragt habe, ob das jetzt ein Beruhigungsmittelchen für die traditionell angehauchten ist 🙂 Das Problem, das ich mit dem jetzigen Papst habe (und das auch Sie haben, wenn ich Sie richtig verstehe) ist, diese Unstimmigkeit und Janus-Köpfigkeit. Einmal gibt’s Barmherzigkeit als Freifahrtschein (Kaspers Ego-Trip als Theologie auf Knien), dann wird das altehrwürdige Michaels-Gebet empfohlen, dann wird wieder irgendwo etwas platt gemacht, was die alte Messe gefördert hat, und nicht vor dem letzten Konzil in Ehrfurcht erstarrt, dann wird gemäss Bischof von… weiter lesen »
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