Papst Franziskus setzt Bischof Livieres ab – Intrigenspiel gegen glaubenstreue Bischöfe geht weiter

Bischof Livieres abgesetzt
Bischof Livieres abgesetzt

(Asuncion) Papst Franziskus hat heute Donnerstag, den Bischof Rogelio Ricardo Livieres Plano von Ciudad del Este in Paraguay abgesetzt. Gleichzeitig ernannte er Bischof Ricardo Jorge Valenzuela Ríos von Villarrica del Espiritu Santo zum Apostolischen Administrator des vakanten Bischofsstuhls.

Die Entscheidung hatte sich bereits im vergangenen Sommer abgezeichnet, als das Augenmerk von Papst Franziskus zu auffällig auf die lateinamerikanische Diözese fiel und ein Apostolischer Visitator entsandt wurde.

Nach Abschluß der Visitation wurden von den Entsandten zwar beruhigende und freundliche Erklärungen abgegeben, doch wer innerkirchliche Gepflogenheiten kennt, befürchtete bereits die Ruhe vor dem Sturm.

In einer Erklärung des vatikanischen Presseamtes heißt es dazu:

Nach einer genauen Prüfung der Schlußfolgerungen der Apostolischen Visitationen, die beim Bischof, der Diözese und den Seminaren von Ciudad del Este durch die Bischofskongregation und die Kleruskongregation durchgeführt wurden, hat der Heilige Vater für die Ablösung von S. Ex. Msgr. Rogelio Ricardo Livieres Plano gesorgt und S. Ex. Msgr. Ricardo Jorge Valenzuela Rios, den Bischof von Villarrica del Espiritu Santo zum Apostolischen Administrator des nun vakanten Stuhls ernannt.

Die gravierende Entscheidung des Heiligen Stuhls, wohlüberlegt aufgrund ernster pastoraler Überlegungen, ist vom höheren Wohl der Einheit der Kirche von Ciudad del Este und der bischöflichen Gemeinschaft von Paraguay geleitet.

Der Heilige Vater, in Ausübung seines Amtes als „ immerwährendes, sichtbares Prinzip und Fundament für die Einheit der Vielheit von Bischöfen und Gläubigen“ (Lumen Gentium 23) ersucht den Klerus und das ganze Volk Gottes von Ciudad del Este die Maßnahmen des Heiligen Stuhls im Geist des Gehorsams, gefügig und mit entwaffnendem Gemüt und geleitet vom Glauben annehmen.

Zudem lädt er die gesamte paraguayische Kirche, geleitet von ihren Hirten zu einem ernsthaften Prozeß der Versöhnung und der Überwindung jeglicher Parteilichkeit und jeglichen Unfriedens auf, damit das Antlitz der einzigen „durch das Blut seines eigenen Sohnes erworbenen“ Kirche nicht verletzt und die „Herde Christi“  nicht der Freude des Evangeliums beraubt wird. (Apostelgeschichte 20,28).

Die Vatikan-Erklärung in verständliche Worte gefaßt

Bischof Livieres zelebriert im Alten Ritus
Bischof Livieres zelebriert im Alten Ritus

Die vatikanische Erklärung ist in verständliche Worte zu übersetzen: Glaubenstreue Bischöfe stören die „Gemeinschaft der Bischöfe“ und werden auch weiterhin im Namen eines ominösen „Friedens“ in die Wüste geschickt. Papst Franziskus ernannte mit Msgr. Ricardo Jorge Valenzuela Ríos, Bischof von Villarrica del Espiritu Santo, einen der liberalsten Bischöfe Paraguays zum Apostolischen Administrator. Eine zusätzliche Ohrfeige zur Ohrfeige.

Der glaubenstreue Bischof Rogelio Ricardo Livieres Plano stellte eine Ausnahmeerscheinung unter Lateinamerikas Diözesanbischöfen dar. Innerhalb weniger Jahre erlebte seine Diözese Ciudad del Este eine Blüte. In fast jeder Pfarrei der Diözese wird die Heilige Messe auch im Alten Ritus zelebriert. Das Priesterseminar der Diözese zählt mehr als 200 Seminaristen, mehr als die Seminare aller anderen Diözesen Paraguays zusammen. Bischof Livieres war damit unter den Bischöfen das, was die Franziskaner der Immakulata unter den Orden waren. Er zeigte, daß Treue in Glaubenslehre und Liturgie großen Segen bringt. Damit wurde er zum Stein des Anstoßes für die anderen Bischöfe, die ganz andere „Erfolgsbilanzen“ vorweisen mußten. Große Erzdiözesen wie Buenos Aires und Montevideo haben weniger als 30 Seminaristen (siehe Bericht Berufungsboom durch Alte Messe in Paraguay – Papst Franziskus ordnet Visitation an). „Das erklärt, warum die Entwicklung in der Diözese Ciudad del Este progressive Teile der Kirche stört“, so Messa in Latino.

Bischof Livieres: Ärgernis durch Tradition und Alten Ritus

Visitator Kardinal Abril und Assistent in Ciudad del Este
Visitator Kardinal Abril und Assistent in Ciudad del Este

Bischof Livieras tat zudem etwas, was auch die Franziskaner der Immakulata taten, sie erhoben ihre Stimme, gleichberechtigt unter den anderen. Allerdings eine Stimme, die aus dem Chor fiel.

Nun wurde er Opfer einer Intrige, die schnell eingefädelt war. Die Streuung einiger unbewiesener Gerüchte und die Denunziation in Rom, die die Handhabe zur Entsendung einer Visitation ermöglichte. Die Diözese widerlegte die ausgestreuten Gerüchten Punkt für Punkt in einem ausführlichen Dossier. Bischof Livieres durchschaute das Spiel schnell und benannte den Erzbischof von Asuncion Msgr. Eustaquio Pastor Cuquejo Verga als Hauptintriganten, dem er öffentlich in einer Rede beim Marsch für das Leben „Homosexualität“ vorwarf und beklagte, daß er noch immer nicht aus dem Amt entfernt worden sei.

Vom Papst angeordnete Visitation

Die Anklage von Bischof Livieres, die er offen erhob und nicht in Form einer Denunziation, wie seine Gegner vorgingen, zeitigte jedoch ganz anders geartete Folgen. Papst Franziskus schickte vom 21.-26. Juli einen Visitator, aber nicht nach Asuncion, sondern nach Ciudad del Este. Die Bischofskonferenz von Paraguay gab die bevorstehende Visitation mit sichtlicher Genugtuung auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz, natürlich ohne Bischof Livieres bekannt.

Wenn in der vatikanischen Erklärung der Eindruck erweckt wird, die Bischofskongregation und die Kleruskongregation hätten eigenständig oder gar unabhängig voneinander „Visitationen“ durchgeführt, so stimmt das nicht. Es gab nur eine einzige Visitation und die wurde von Papst Franziskus persönlich entschieden. Von ihm wurde auch der Visitator, Kardinal Santos Abril, Erzpriester der Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore bestimmt. Kardinal Abril, war von 2000-2003 Nuntius in Argentinien und ist seit Jahren ein enger Freund von Papst Franziskus (siehe Bericht Papst suspendiert Priesterweihen in der Diözese Ciudad del Este – Ein Deja-vu?).

Gläubige demonstrieren für Bischof Livieres
Gläubige demonstrieren für Bischof Livieres

Katholisches Trauerspiel

In Ciudad del Este wiederholte sich ein katholisches Trauerspiel, das man auch im deutschen Sprachraum in den vergangenen 25 Jahren mehrfach erleben mußte. Die Angriffe und Intrigen waren nicht immer, aber zu oft erfolgreich. Dabei wurden nicht nur Bischöfe abgesetzt. In Österreich gelang es durch einen Aufstand des progressiven Klerus und hauptamtlicher Angestellter der Kirche, brüderlichen Druck und das Zusammenspiel mit religionsfernen Medien bereits die Weihe und Amtseinführung eines erst ernannten Bischofs zu verhindern.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Eco Ciudad del Este/Diocesis de Ciudad del Este

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Laurentius

Wer also bei den Franziskanern der Immaculata nocht nicht überzeugt war, sollte nun wissen, wohin der Hase läuft.
2+2=4
Quod erat demonstrandum!

Dario

Ja, jetzt wird tüchtig „aufgeräumt“ und mit eisernem Besen „gekehrt“.

Dario

Liebe Redaktion, ich möchte Sie bitten meine Kommentare nicht eigenmächtig zu kürzen. Wenn Ihnen aus persönlichen Gründen meine Ansicht nicht passt, dann lassen sie sie eben im Ganzen nicht zu.

rampolla

Laut Agentur Reuters liegen zur Absetzung des Bischofs ganz andere Gründe vor , die hier ver-
schwiegen werden . Es geht um den Umgang /mit der Vertuschung von sexuellem Missbrauch .
Warum werden diese Verdachtsmomente hier nicht erwähnt ?

Schatzgräber

Warum aber erwähnt die Römische Presseagentur das nicht und gibt völlig andere Gründe an?

Carlos Sierra Moreno

Wer bezahlt sie?

Es ist nicht das erste Mal, dass sie solchen Blödsinn absondern, ohne einen Link auf die Behauptungen einzustellen.

Ihr Kommentar sollte erst gar nicht erscheinen, denn sie haben Freude daran, wenn die Kirche schaden nimmt.

Carlos Sierra Moreno

Entschuldigung.

Da war ich jetzt zu emotional.

Anscheinend haben die Pforten der Hölle die Kirche inzwischen doch überwältigt…

Marcellus

Warum entschuldigen Sie Sich bei diesem unsäglichen Rampolla? Sie haben doch völlig recht ! Stänkern und behaupten, ohne zu beweisen- die üblichen Methoden, die seit neuestem offizielle Linie sind. Soll sich Rampolla seinen Bergoglio doch im Heiligenschein bei sich aufhängen, aber endlich aufhören, die Zerstörung der Kirche schön zu reden. Das verfängt nicht mehr !

zeitschnur

…weil mit dem Argument der halbe Weltepiskopat abgesetzt werden müsste.

Traditionstreuer

Unglaublich, was Sie hier insinuieren!!
Wobei ich gestehe, angesichts Ihres kritiklosen Zionismus und der Begeisterung für die protestantisch-freimaurerisch beherrschten „USA“, die immer wieder aus Ihren Kommentaren spricht, wundert mich so eine kirchenfeindliche Behauptung nicht mehr.

zeitschnur

Bitte unterlassen Sie die persönlichen Beschimpfungen und denken Sie in Ruhe über den Sinn meiner Bemerkung nach. Vielleicht … insinuiert … sich Ihnen nach einigem Nachdenken, was ich gemeint haben könnte.

Amicus curiae

Sachte. Nicht so hastig. Ich empfehle den aktuellen Beitrag von „Rorate Caeli“.

Carlos Sierra Moreno

Danke!

Ohne einen Link zu einem sinnvollen Kommentar kann man von diesen Anschuldigungen ja nichts wissen.

Amicus curiae

Rorate verlinkt auf einen offenbar authentischen Brief von Bischof Fellay aus dem Jahre 1999 – ein in jeder Hinsicht eindrucksvolles Dokument. Nicht auszuschließen, dass der Heilige Vater dieses Schriftstück in der Akte Livieres lesen konnte. Seine Achtung gegenüber Bischof Fellay konnte dadurch nur steigen – bei allen sonstigen Differenzen

Jean-Louis

Bitte nicht naiv sein. Der inkriminierte Generalvikar war ja zurückgetreten und dabei hätte man es belassen können. Es geht aber hier eindeutig darum, die dem Bistum eigene Spiritualität und ein erfolgreiches Seminar zu zerstören.

zeitschnur
Habe den Artikel gerade gelesen: http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/ciudad-del-este-opus-dei-bishop.html#more Es geht tatsächlich um eine unverständliche Loyalität des Bischofs zu einem fragwürdigen Priester, aber auch der Autor dort fragt sich, wieso bei einem traditionsverbundenen Bischof solche drakonischen Maßnahmen erfolgen, bei anderen Bischofen – wie Daneels – dagegen: nichts. Auch wenn der Fall FI nicht mit diesem vergleichbar ist, scheint die Tridentinische-Messe-Frage einerseits schon eine Art Zünglein an der Waage zu sein. Andererseits wird auf Rorate Caeli ein Problem angesprohen, das ja auch mir so unendlich sauer aufstößt: Die „Tradition“ ist leider auch ein Sammelbecken der postmodrnen Outlaws meist rosa-prachtvoller oder bräunlich-zynischer Couleur. Diese Leute… weiter lesen »
Jean-Louis

Fallen Sie der Tradition bitte nicht in den Rücken. Wir müssen zusammenhalten. Bischof Livieres hat in der Sache vielleicht unklug gehandelt, mehr aber auch nicht. Wollen Sie das Gute, die Förderung würdiger Liturgie, das vorbildliche Priesterseminar, usw, einfach ignorieren? Wo bleibt die Vehältnismäßigkeit. Dass es dem Papt vorrangig um die Zerstörung der Tadition geht, sieht man schon daran, dass er „einen der liberalsten Bischöfe Paraguays“ zum Administrator ernannte. Finden Sie das auch großartig?

Lioba
Ach Himmel, fallen Sie doch nicht auch in den Chor der Homo-Claqeure herein. Die mag es überall geben, sie sind aber eine kleine Minderheit. In der Kirche wurden sie nur und erst mit den 68er und ihrer liberalen Freizügigkeit gross. Die Liberalen sind es auch, die Homosex und alle anderen Zölibatsvernichter betreiben, aber genau das den Konservativen und noch mehr den Tradis vorwerfen bzw. unterstellen. Das Spiel ist zu billig und was geht nun genau seit Stunden über Bischof Livieres über die Agenturticker: „Homosex“, wie schnill usw. Die verlorgendste, heuchlerischste Platte. Die wird nur, und nur gespielt, wenn es gegen… weiter lesen »
zeitschnur

Ah, wir müssen zusammenhalten?! Ist das die Nestbeschmutzer-Platte, die auch dazu geführt hat, dass man zusammenhielt und die ganzen Sexskandale vertuschte?

Ist das hier eine Moral!

Armin
Zeitschnur: Auch den verstorbenen Diözesanbischof Krenn, wurde ein Schandtäter von einer anderen Diözese mit aller höchster Wahrscheinlichkeit im Auftrag eines Wieners untergejubelt um eben eine Intrige gegen diesen zu starten (siehe das Buch „Der Wahrheit die Ehre“. Und sollte der Bericht von Rorate- caeli stimmen, so sollten die Bischöfe in deren Diözesen der Priester vorher Wüten konnten und die diesen einfach abgeschoben haben damit dieser wo anderes Wüten konnte, ebenso wenn nicht sogar noch schärfer zur Rechenschaft gezogen werden. Etwas anderes ist natürlich wenn dieser „Priester“ auch in der neuen Diözese Schandtaten vollbrachte und dann dieser vom Bischof gedeckt wurde.… weiter lesen »
zeitschnur
@ Lioba Regen Sie sich wieder ab. Und dann lesen Sie ganz ruhig noch mal mein Posting. Auf Homosex habe ich überhaupt nicht herumgeritten – ich bin hier eine der wenigen, die bei 6.Gebot-Themen nicht sofort hysterisch wird. Aber erwähnen darf ich es ja wohl, dass es da auch einen gewissen Kreis an Freunden des alten Ritus gibt – v.a. im konzilskirchlichen Tradilager. Mir gings nicht um das Lieblingsthema der Konservativen, sondern darum, dass das Tradilager mehr ein Sammelbecken von Outlaws und Sonderlingen ist, als dass hier das gelebt würde, was ich so dunkel noch aus meiner katholischen Herkunfts-Familie kenne.… weiter lesen »
T. de Ahumada
@ Jean Louis Niemand fällt der Tradition in den Rücken, der sie mahnt klüger und gerechter zu werden. – Wenn Zeitschnur es nicht getan hätte , hätte ich jetzt auch auf Rorate Caeli verlinkt. Selbstverständlich geht es bei der Absetzung von Bischof Livieres Plano nicht darum, dass er den einen Homo protegiert hat. Dieses war der Anlass, nicht die Ursache. – Nur hat sich dieser Bischof durch diesen Mitarbeiter sehr verletztlich gemacht und man hat das nutzen können, um ihn abzusetzen. Es war besonders unklug, ausgerechnet auf Homosexuelle zu „schießen“ und in den eigenen Reihen nicht aufgeräu mt zu haben.… weiter lesen »
Lioba
@zeitschnur Ich bitte um Entschuldigung, mein Posting von gestern (oben) war keineswegs gegen Sie persönlich gerichtet. Ich wollte und will nur sagen, aber ganz allgemein, nicht spezifisch Ihnen, dass es doch immer das gleiche Spiel ist. Mit vorgeschobenen, nur halb ausgesprochenen Insinuationen erfolgen drastische Eingriffe und die treffen jene guten Bischöfe (es gibt deren mehrere), die es auch innerhalb der Bischofskonferenz wagen, notfalls auch gegen andere Mitbrüder ihre Stimme zu erheben. Das tat Bischof Livieres, das tat bspw. Bischof Krenn („die sollen doch ihr Maul halten“). Und die werden geköpft im Namen der Ruhe unter den Bischöfen, weil die Liberalen… weiter lesen »
zeitschnur
@ Armin – So habe ich das verstanden. Ich kann doch nicht behaupten – ohne irgendwelche Beweise (nur weil das mal bei einem anderen Bischof irgendwo auf der Welt vorkam), dass der Priester „eingeschleust“ wurde. Dass es in der „Tradition“ mit der Ehrlichkeit und Unparteiischkeit nicht zum Besten steht, erfahre ich leider selbst so massiv, dass ich eher das annehme, was realistisch ist: dass der Bischof nach einer Abwägung und aus strategischen Gründen den Priester gedeckt hat. Ich habe – als ich in einem Archiv recherchierte – einmal einen solchen Fall hier in Deutschland im Archiv zufällig entdeckt (schon ein… weiter lesen »
zeitschnur
Lioba das hatte ich ja auch so eingeordnet, vielleicht nicht klar genug gesagt – das Tradi-Outfit ist dann das Zünglein an der Waage, ob man einschreitet oder nicht. Im übrigen fnde ich das Posting von @ T. de Ahumada ganz gut. Lesen Sie auch mein Neues an @ Armin – das Feld ist wirklich auch in Tradiland total vermint. Der Zerfall und die grauenvollen, aber kaum vermeidbaren Wanderbewegungen im Tradiland führen zwangsläufig zu all diesen exzessen innerhalb der Tradi-Szene. Wenn uns der Hl. Petrus davor warnte, dass der „leo rugiens“ umhergehe und suche, wen er verschlinge – ist es nicht… weiter lesen »
T. de Ahumada
Eines sollte uns doch allen klar sein: Nur weil „Traditionalisten“ die bessere Einsicht in die Lage der Kirche haben, sind sie doch nicht automatisch bessere Menschen. Es ist einfach gefährlich zu glauben, „uns wird das nicht passieren“. Nein, gerade, weil der Teufel daran interessiert ist, die echten Gläubigen zu Fall zu bringen, wird er genau diese umso mehr versuchen. Und entsprechend werden auch viele fallen. Es gibt nur einen Weg, der das verhindern kann: Demut und Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Schwächen. Und eine der ganz großen Schwächen ist eben, dass man ständig auf die Zahlen schielt und nicht auf die… weiter lesen »
Armin
Zeitschnur: Ihnen scheinen ja die „Traditionalisten“ ein gewaltiger Balken vor Augen zu sein. Daher ist mir auch verständlich, dass Sie die vom Modernismus durchseuchte „Konzilskirche“, die mit Intrigen und Lügen alles bekämpft was „katholisch“ ist, verteidigen. Dass man diejenigen die katholisch wirken am besten von innen heraus bekämpft indem man einfach Saboteure in diese schleust, ist ja nicht nur einmal vorgekommen. Siehe das Buch „Der Wahrheit die Ehre“, seine Eminenz Hans Hermann Groer, Bischof Mixa, den Fall David Berger oder die Intrigen und Lügen die verhinderten dass Linz einen Weihbischof mit Namen Gerhard Maria Wagner bekommt. Und Kreuz net haben… weiter lesen »
Traditionstreuer

@Zeitschnur: man hat, wenn man Ihre Tradihasserfüllten Postings so liest, die Sie seit einigen Monaten in steigender Intensität bringen, und dies mit Ihren früheren aufrechten, traditionstreuen Beitrgen vergleicht, den fatalen Eindruck, daß Sie sich auf den (Irr)Weg eines Berger oder neuerdings Püttmann begeben haben. Die Liberalen und Kirchenfeinde reiben sich die Hände.

zeitschnur
@ Armin Ich verteidige die Konzilskirche an keiner Stelle mehr – wie kommen Sie denn darauf? Wenn Sie alle Ressentiments ablegen und nur noch danach fragen, was wahr ist, werden Sie mich vielleicht besser verstehn… @ Traditionstreuer Ihnen kann ich nur raten, meine Postings nicht emotional zu lesen. Wenn ich objektiv schlechte Erfahrungen mache und davon rede, dann hat das nichts mit „hasserfüllt“ zu tun. Sie machen Opfer so zu Tätern. Im übrigen finde ich auch hier wieder das Posting von T. de Ahumada sehr gut. Nicht ich bin in erster Linie „traditionstreu“ (was immer das eigentlich sein soll –… weiter lesen »
Franzel

Leider ist das so wie Sie es sagen @zeitschnur. Man hat bei den „Traditionellen“ ein „Rechtsbürgertum“ und bei den anderen ist es das Linksbürgertum: es ist Ideologie.
Es gibt wenig echte Christen sowohl bei den einen wie den anderen meiner Meinung nach. Ein paar wenige aber reichen.

Immer den Rosenkranz beten und in und um Demut und Liebe beten und bitten- und seine Arbeit tun. Ein einfaches und gutes Leben. Wenn man sich alles, was in der Kirche so wenig erbaulich ist, zu Herzen nehmen würde, müßte man krank werden.
Alles Gute Ihnen von Herzen.

Traditionstreuer

@Zeitschnur:
Wie Sie hier argumentieren, das ist reinster Protestantismus. „Gott ist treu, obwohl ich untreu bin“ etc.pp. Nein, das ist häretisch! Gott ist treu, weil wir im Sinne der Werkgerechtigkeit uns bemühen, immer ein Stück mehr heilig, also treu zu werden. Das ist die Tradition!

Semper Catholicus

Sehr geehrte Frau Zeitschnur,
eine bescheidene Frage hätte ich einmal an Sie: Wenn Sie inzwischen so erbittert die Tradition kritisieren – warum sind Sie dann immer noch so eifrig auf einem Portal wie diesem hier unterwegs, das unverbrüchlich wie kaum ein anderes zu eben dieser Tradition steht und denen, die ebenfalls in ihr stehen, eine Stimme gibt?!? Das verstehe ich nicht.
Mir scheint, Sie würden sich mittlerweile bei einem bestimmten Portal aus Linz mit seinen täglich so hübsch aufgereihten Perlenketten wohler fühlen. Dort ist man auch ganz proamerikanisch und philosemitisch.

zeitschnur

@ Traditionstreuer

Protestantisch? Schon mal Bibel gelesen?

„Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden,
sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus.
Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus.
Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“ (1. Kor. 1, 6 ff)

zeitschnur

@ semper catholicus

Der Tag, an dem Sie verstehen, dass die „Tradition“ nicht Wachs in den Händen von rechtgerichteten Häretikern ist, wird Ihnen Ihre Frage beantworten.

Schatzgräber

Lässt sich das alles anders erklären, als dass ein erklärter Feind der Kirche den Thron des hl. Petrus erstiegen hat und in aller jesuitischen Rafinesse sein Zersörungswerk vollbringt?
Es wird nichts anderes helfen, als zu den geislichen Waffen des Gebetes zu greifen. Denken wir an die Macht des hl. Josef, an die Entschiedenheit des hl. Erzengels Michael und nicht zuletzt an die allerseligste Jungfrau Maria. Ihnen wird auch ein Fr. und seine Helfershelfer nicht widerstehen können.

rampolla
@ Schatzgräber : Verehrter Poster , bitte bei der Sache bleiben . „Rorate Coeli“ ein sicherlich der Tradition verpflichteter Blog in engl. Sprache (nur Englisch ? ) schreibt Sinngemäß : Unglücklicherweise muss eingeräumt werden , dass Bischof Plano an seiner Entlassung selbst schuld ist ( was indeed mostly of his own making ) Der hatte den Priester Carlos Urrutigoity , der als repulsive character (abstoßende Persönlichkeit ) und als Schande für den Trad. Katholizismus bezeichnet wird , unkluger- weise geschützt ( unwisely protected ) . Ebenso wird in dem Artikel ein Vergleich mit den Maßnahmen gegen die Franz. der Immaculata… weiter lesen »
Schatzgräber

Noch einmal: Warum schenkt uns das vatikanische Presseamt nicht klaren Wein ein, wenn diese Anschuldigungen so entscheidend sind? Ich lese immer nur, dass es bei der Absetzung um die Einheit der Kirche und Versöhnung geht.
Und sonst sagt selbst der Papst: „Wer bin ich, dass ich verurteile…?“ Wo bleibt hier diese Barmherzigkeit? Man kommt wirklich nicht mehr mit.

zeitschnur

Also ich bin dem Papst nicht dankbar, weil es ungezählte Bischöfe gibt, die ebenfalls in den Sexskandal verwickelt waren und gegen die nichts unternommen wurde und wird.

Aber dennoch gebe ich Ihnen sonst recht – es sind hier wieder die üblichen Verdächtigen, die in jedem sachlichen Hinweis eine Verschwörung vermuten oder aber offenbar Sätze überhaupt nicht begreifen, sich aber um so heftiger über das aufregen, was sie selbst missverstanden haben.

Tradidi

Das Foto stellt k e i n e Zelebration im Alten Ritus, da auf diesem Foto zwei Priester in Kasel dabeistehen = Konzelebration, beim ‚Subdiakon‘ fehlt das Schultervelum. Das Bild zeigt also eine Neue Messe am Hochaltar bei der (unüblicherweise) die Diakone die Kasel des Bischofs anheben.

Vielleicht sollte sich Msgr. Livieres Plano der FSSPX anschließen. Das wäre doch ein Paukenschlag.

Carlos Sierra Moreno

Mir scheint, dass das Chaos in der Kirche inzwischen von links (Befreiungstheologie) bis rechts (Opus Dei) reicht.

Unglaublich.

Da wundert es mich nicht, dass sich viele von ihr abwenden.

wickerl

ja so läuft das in der Kirche unserer Tage,

Chiara
Aktion Selbstmord würde man sagen. Aber für die Modernisten ist es kein Selbstmord sondern Auferstehung, Auferstehung der durch Papst Benedikt VXI. etwas ruhig gestellten bösen Geister, die sich jetzt austoben und wenn man sie um den Namen fragt, kann man nur mit einer Antwort rechnen: „Wir sind eine Legion!“ Ja, sie sind viele! Es geht doch so nicht mehr weiter, dass ein Neue Papst kommt und er seine Sachen durchzieht die entgegengesetzt stehen zu der Richtung des vorherigen „unfehlbaren“ Papstes. Was ist eigentlich mit dem Krönungseid des Papstes, wurde der etwas genau wie der Antimodernismuseid abgeschafft? Auch von Papst Paul… weiter lesen »
zeitschnur
Ein „Modernist“ und erst recht ein Postmodernist schwört jeden Eid – auch den Antimodernisteneid oder den Krönungseid. Das ist doch ihm so hoch wie breit. Pius X. hat doch die Strategie dieser Leute genau beschrieben: „Sie gebrauchen tausend schädliche Künste; nichts ist verschlagener, nichts hinterlistiger als sie; durcheinander, spielen sie bald den Rationalisten, bald den Katholiken, und das so heuchlerisch, dass sie den Unvorsichtigen leicht in den Irrtum hereinziehen. Äußerst verwegen schrecken sie vor keinen Folgerungen zurück und drängen sie mit fester Zuversicht auf. Es kommt hinzu bei ihnen –. eine sehr geschickte Seelenfalle ! – ein sehr arbeitsames Leben,… weiter lesen »
Lioba
Ach, bitte, Carlos Urrutigoity hin oder her, das ist doch nur der billige Vorwand, oder besser gesagt, der Happen, an dem sich dann die Voyeure abreagieren können und sofort zur Stelle sind (s. Rampolla) nach dem Motto: „Irgendwas wird schon gewesen sein“. „Irgendetwas“ ist immer. Für eine falsche Personalbesetzung wird kein Bischof entfernt. Das sagt man ihm einfach. Da kommt kein Visitator. NEIN, Ciudad del Este ist ein klassisches Beispiel für, nehmen wir den Begriff aus dem Artikel, eine INTRIGE, genau. Hat der Papst einen Visitator nach Asuncion geschickt, wo es nicht um Carlos Urrutigoity geht, sondern um den amtierenden… weiter lesen »
zeitschnur
Auf Rorate Caeli (Link oben in meinem Posting) heißt es am Schluss: „But let this also be a lesson to all tradition-minded Catholics: if they believe that they receive more from the Sacred Tradition of the Church, their demeanor must always be more exemplary than the „average“ (cf. Lk 12:48). Let there be no room in conservative or tradition-minded environments for any tolerance towards questionable characters, who bring all who are near them into disrepute. If liberals are not punished for this, and sometimes seem even to be promoted due to their recklessness (the Psalmist wrote so many verses on… weiter lesen »
arrow

So furchtbar war kreuz.net nicht. Die Redaktion hatte es wohl nur nie geschafft, der Legion von Pöblern Herr zu werden.

Traditionstreuer

Ich behaupte sogar bis heute, dass dieses Portal in Wahrheit ein satanisches Werk von linken Trojanern war, die gezielt die Tradition und die Hl.Kirche überhaupt in Misskredit bringen wollten. Leider sind zu viele Traditionstreue darauf reingefallen und haben sich, manchmal zu ungezügelt, dort geäußert.

zeitschnur

Es lebe die Verschwörung und das heimliche Netzwerk!
Womit, frage ich, könnte man sich selbst besser von allen Sünden freisprechen!?

Leone
@loba: Die tradiionsverbundenen Bischöfe, Priester und glaubensreue – insebesondere die Petrusbuderschaft +Piusbruderschaft ,haben es nicht geschafft (bis jetzt jedenfalls) ihre INKONSEQUENTE Haltung und Strategie gegen das Neomernistische Rom zu ändern.Sie verharren in einer Art DEFAITISTISCHEN und falschen Unterwürfigkeit gegenüber dem Papst und dem ‚ewigen Rom‘.Das bedeutet einem kriecherischen Papismus zu frönen.Sie haben Angst. Sie sind zuweilen Naiv wie kleine Kinder. Schluss damit.Rom kann man nur beindrucken mit Gegendruck.Es müssen unbedingt von Seiten der Tradition ,neue Bischofsernennungen gemacht werden.Die Verbindungen und gegenseitigen Unterstüzungen von Tradiionsreuen Boschöfen und Kardinälen mussen forciert werden. Es geht nicht an, diese kindische Anhängigkeit an den Schurzzipfel… weiter lesen »
Hans
Ich möchte die leidenschaftlichen Diskutanten hier einmal zur Sachlichkeit aufrufen. Die Emotionalität der Diskussion ist nicht mehr zu ertragen und absolut nicht zielführend. Die Frage ist doch: Warum wurde ein Bischof, der bemerkenswerte Erfolge ( wie die Zahl der Seminaristen) auf zu weisen hat, aber auch aus möglicherweise Fehler gemacht hat, wirklich aus dem Amt entfernt worden? Eine hier gut und dort böse Diskussion führt uns nicht weiter. Ich persönlich kenne die Sachverhalte zu wenig, um beurteilen zu können. Auch, wenn ich heute Zweifel an dem derzeitigen Stellvertreter Christi habe, so bin ich zur Objektivität und Sachaufklärung bei den Entscheidungen… weiter lesen »
Adrien Antoine
Äusserst informativ die Website diocesiscde.info. Mit alle Respekt vor Rorate caeli und sehr viel Verständnis für die Verheerung die dort durch Carlos Urrutigoity angericht wurden: - Msgr. Fellay hat schon äusserst früh für Urrutigoity gewarnt. Es spricht übrigens enorm für die FSSPX daß sie hier, wie auf diesem Gebiet übrigens immer, sehr schnell und robust durchgegriffen hat. Das kann von Rom und besonders den Modernisten (e.G. Danneels) nicht gesagt werden. -Urrutigoity hat dann erst ein Seminar der FSSP maltraitiert (es betraf jedoch Erwachsene, keine Kinder) und später dann sehr viel Unheil über die Diözese Scranton gebracht. Das Seminar der FSSP… weiter lesen »
Borromäus

Das mit den Empfehlungsschreiben höchster römischer Stellen scheint tatsächlich zu stimmen. Mehrere Portale melden inzwischen, Urrutigoity sei persönlich Kardinal Ratzinger sehr verbunden gewesen und dieser habe ihn wiederholt gefördert.

Leone

NACHTRAG: Richtig sollte es heissen oben: Die traditionsverbundenen Bischöfe, Priester und glaubenstreue – insbesondere die….

rampolla
@ Lioba : Das Problem der Traditionellen ist , dass sie überall Heimtücke und Verrat an „ihrer“ Sache sehen , und überall kommen dan entweder die Freimaurer , oder die Zionisten , oder die Juden oder die Protestanten , oder die Homos oder die Progressisten , oder die kirchen- feindliche Presse , oder die halbherzig glaubenden Bischöfe als Drahtzieher in Frage . Dazu möchte ich bemerken : Ich bin seit 66 Jahren Mitglied der RKK , stamme väterlicher- seits aus einer frommen Familie , bin geprägt von der vorkonziliaren Glaubenspraxis , habe die UPs and DOWNs der zeitgenössischen Kirchengeschichte hautnah… weiter lesen »
Aventin

Also gestern abend wurde es in der Hauptnachrichtensendung des italienischen Fernsehens RAI die ganze Angelegenheit in etwas so berichtet, dass Papst Franziskus Bischof Livieres abgesetzt, weil dieser einen pädophilen Priester geschützt habe. Papst Franziskus habe gezeigt, dass er mit aller Entschiedenheit gegen sexuellen Missbrauch vorgehe und hier keine Vertuschung dulde. Eventuelle andere Zusammenhänge spielten in der Meldung natürlich überhaupt keine Rolle.

sina

Mit aller Entschiedenheit – ho, ho, ho!
Und was ist mit Danneels?

Sylvester

Traurig-traurig-traurig

Papst Benedikt hat die „Alte Messe“ wieder zugelassen: Haben wir 700 Jahre lang falsch gebetet?
Und jetzt

Markus

Was ist denn jetzt eigentlich der offizielle Grund für die Ablösung? In der Erklärung des vatikanischen Presseamtes wird keiner genannt.

Ralph

Das fällt mir bei dem Bericht auch auf. Handfestes nicht ersichtlich. Vielleicht unterschiebt man ihm Kinderschändung oder noch besser „Protz“.

Ralph

Das destruktive Wirken des Papstes müßte sich doch so langsam herumsprechen auch in glaubenstreuen Kreisen, die immer noch an falsch verstandenem Gehorsam festhalten.

Marienzweig

Hat Bischof Livieres Carlos Urrutigoity wirklich gedeckt, so ist das nicht in Ordnung.
Geschieht dies in einer Partei, beispielsweise der grünen, würden wir dies auch verurteilen und mit Recht.
Dass aber mit Bischof Livieres ein „Konservativer“ aus dem Amt entfernt wurde, ist sicher ein angenehmer und nicht ganz unerwünschter Nebeneffekt für Teile der Kirche.

Aventin

Nach einigen Recherchen auf englischsprachigen Seiten komme ich zu dem Schluss, dass der Grund für die Ablösung von Bischof Livieres vor allem in der Person seines Generalvikars Urrutigoitiy geschehen sein dürfte, einem offenbar charismatisch begabtem Mann, der eben diese Begabung zu sexuellen Verfehlungen gegenüber jungen Männern ausgenutzt haben dürfte. Entsprechende Vorwürfe gegen ihn waren bekannt. Auch bei dem Grundsatz „in dubio pro reo“ (insofern der hier überhaupt eingreifen könnte) muss man doch sagen, dass Bischof Lievieres diesen nie und nimmer hätte zum Generalvikar machen dürfen.

Robert
Nach den vom Vatikan erlassenen strengen Richtlinien zum sexuellen Missbrauch durch Kleriker darf ein Priester, der strafrechtlich verurteilt wurde, nicht mehr priesterlich in der Seelsorge tätig sein, normalerweise wird er laisiert – so wie jetzt der ehemalige Nuntius in der Dominikanischen Republik, Erzbischof Wesolowski. Nach dem Leitsatz Null Toleranz. Wenn nun ein Bischof einen solchen Priester nicht nur deckt, sondern ihn auch noch in verantwortlichen Positionen belässt macht er sich selber strafbar. Genau das scheint hier passiert zu sein und deshalb hat der Vatikan jetzt so entschieden. Nach dem Leitsatz Null Toleranz. Ich finde es sehr gut, wenn der Leitsatz… weiter lesen »
Aventin
Ich stimme Ihnen zu, allerdings ist hier für mich noch nicht ganz klar, ob wirklich von sexuellem Missbrauch die Rede sein kann, und ob es sich nicht „nur“ um sexuelle Verfehlungen gegenüber jungen Männern (Seminaristen) handelt. Auch bei Verfehlungen gegenüber Minderjährigen ist die Sache in meinen Augen nicht so ganz leicht. Die unsittliche Berührung eines 17jährigen hat für mich nicht denselben Verfehlungsgrad wie diejenige eines 11jährigen oder gar 7jährigen. Was nun den Herrn Uruguttiy angeht, so habe ich die englischsprachigen Seiten dahingehend verstanden, dass er bislang nicht strafrechtlich verurteilt, er einmal allerdings rausgekauft wurde. Ich lasse mich aber gerne korrigieren.… weiter lesen »
Hindevodelang
Hab mich auch durch allerlei Seiten gequält zu diesem Carlos Urrutigoitiy: Zur Bischofsabsetzeung: die Absetzung von Bischof Livieres war kein „angenehmer Nebeneffekt“, sondern das wirkliche und einzige Ziel. Der Bischof ist, mit grossem Schaden. Um Urrutigoitiy kümmert sich schon heute kein Mensch mehr in Rom oder Asuncion. Zu Urrutigoitiy: Mal langsam. So klar liegen die Dinge nicht, wie manche hier tun. Bei den Piusbrüder ist er nicht wegen sexueller Verfehlungen rausgeflogen, sondern weil er eine eigene Gemeinschaft gründen wollte. Er scheint begabt, was nicht gegen ihn spricht, und fand Aufnahem in der Diözese Scranton. Da gründete er dann tatsächlich seine… weiter lesen »
Aventin

Wie so häufig werden wir die Wahrheit nicht erfahren. Ich tröste mich damit, dass mein Vater mir einmal als Lebensweisheit mit auf den Weg gegeben hat: „Es ist manchmal besser, wenn man etwas nicht weiß“.

Bluebeardy

Nach seinen Aktivitäten in Pennsylvania hielt sich Urrutigoity auch in Kanada auf, wo ebenfalls
Beschuldigungen gegen ihn erhoben wurden.

Eine kanadische Überlebendenseite hat ein äußerst umfangreiches Archiv, bis in die Gegenwart reichend, über ihn angelegt.
https://www.google.de/search?q=Urrutigoity+canada+site%3Ahttp%3A%2F%2Ftheinquiry.ca%2F&btnG=Suche&hl=de&as_nlo=&as_nhi=&lr=&cr=&safe=images

Vielleicht korrigiert das einige Fehlinformationen über ihn hier.

Lioba
Hab ich auch gelesen. Das ist alles nicht der springende Punkt in der Sache: Glaubenstreue Katholiken sind eben brav bürgerlich. Die bürgerlichen Deppen konnte man schon immer leicht ködern. Man will jemanden denunzieren (die Rede ist nicht von diesem Urrtigoi… irgendwas, sondern von Bischof Livieres, um den geht es nämlich!!!), werfe irgendein Stichwort hin, womit kein Bürgerlicher etwas zu tun haben will (also am besten etwas straffälliges, wo im Hinterkopf Polizei, Staatsanwalt, Gefängnis mitschwingt) und er wird sich sofort distanzieren und abtauchen. Bischof Livieres, einer der besten Bischöfe Lateinamerikas wird abgesägt, man wird das Stichwort Mißbrauch(sverdacht) hin und schon rennen… weiter lesen »
Cäsarea

Erhellender Brief des betroffenen Bischofs an Bischof Quellet:

http://adelantelafe.infovaticana.com/adelante-la-fe/monsenor-livieres-responde-su-destitucion-el-pueblo-ha-sido-escuchado/

Es macht mich traurig, wie hier unter uns Brüdern und Schwestern im römisch-katholischen Glauben, jetzt bereits Urteile niederschreiben werden. Wer kennt hier die Wahrheit über die Person und die Amtsführung des ex Bischofs von Cuidad del Este?

Jean-Louis

Könnte vielleicht jemand den Brief übersetzen, oder die Hauptgedanken in Deutsch offen legen? Die meisten hier verstehen wohl kein Spanisch.Mit meinen Latein- und Französisch-Kenntnissen habe ich mich in etwa durch den Text gekämpft, und er scheint mir wert auch einem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht zu werden.

Schwäbischer Katholik
Mich erinnert das Ganze wieder einmal an unseren früheren Augsburger Bischof Walter Mixa. Er passte nicht ins Bild dieser in Deutschland ach so politisch korrekt auftretenden Bischöfe. Es imponierte mir sehr, wie er sich gegen seine, aus weltlicher Sicht, übermächtigen Gegner stellte. Mit Argumenten konnten sie ihm nicht beikommen, da war er ihnen überlegen, so wurde fieberhaft nach einem Skandal gesucht, den man medienwirksam aufziehen konnte. Irgendwann kamen sie auf die Idee, ihm sexuellen Missbrauch zu unterstellen, was sich schnell als falsch herausstellte. Die Gegner gaben aber nicht auf und trieben ihn immer weiter in die Enge, immer in der… weiter lesen »
T. de Ahumada

Seltsam. Gerade lese ich in der FAZ, dass man Bischo Jozef Wesolowski wegen kinderpornographischem Material festgenommen hat.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kinderpornografisches-archiv-bei-frueherem-erzbischof-13175136.html

Das war doch der Mann, der als Nuntius den Bischof von Puerto Rico, wegen Vertuschung von pädophilen Machenschaften angeklagt hatte:

http://www.katholisches.info/2013/05/04/vatikan-fordert-rucktritt-des-erzbischofs-von-san-juan-auf-puerto-rico/

… und unter dem Artikel in der FAZ ist ein Videoclip zum Fall Livieres eingebettet.

Wer soll denn da noch den Überblick behalten? Ich hab ihn auf jeden Fall jetzt ersteinmal verloren.

Adrien Antoine
Hochgeachte @T. de Ahumada, Es ist bei der Beschäftigung mit diesem Problem normal den Überblick zu verlieren. Es ist ein echtes „diaballein“, Durcheinanderbringen, typisch für die Aktivität des Bösen. Die Täter sind nicht logisch strukturiert, extrem histrionisch, mit theatralischen Tendenzen, und nicht einsichtig- mit einer ausgeprägten Tendenz zu Rezidivierung. Wie aus den Untersuchungen der bei der Operation „Kelch“ beschlagnahmten Computern und Laptops der Bischöfen (Belgien 2010) hervorging, fand sich jede Menge anrüchiges Material darauf- expressis bei Danneels sehr viel über die Morde an die junge Mädchen durch Dutroux. (Sehr viel Arbeit für die Rechtsanwälte v. Danneels) Nicht lachen: Danneels hat… weiter lesen »
Cäsarea

Ich stimme Ihnen zu, Lioba. Danke für Ihre erhellenden Ausführungen!

rampolla
@Lioba : Ich bin kein Voyeur der sich abreagiert , ( siehe Ihr Posting vom 25.9. ) sondern ich rege mich über Dinge auf, die unklar sind /gehalten werden oder die in ihrer Einseitgkeit der Ver- nunft und der Wahrheit ins Gesicht schlagen . Mittlerweile ist mir auch durch entsprechende Lektüre klar ,dass Paraguay in religiösem Unfrieden lebt ,und dass der bisherige , traditionell gesinnte Bischof sich einer Mehrheit von Kollegen entgegenstellte , die „liberal“ gesonnen, Ideen der Berei- ungstheologie anhängen .Wahrscheinlich ist dieser Faktor „Störenfried“ (Bischof liv.-Plano) der eigentliche Grund der Absetzung und der Fall Urrutigoity untergeordnet , auf… weiter lesen »
Adrien Antoine
G. @rampolla, Bingo! -Die Ereignisse im Bistum Scranton sind in der Tat äusserst mysteriös: wieso das Bistum den Löwenteil der Entschädigungen in diesem Fall zahlte, C.Urr. nie zur Auslieferung beantragte sondern weit weg haben wollte und ein, wenn nicht zwei Bischöfe dort sehr nebulös taktierten. Rein militärisch gesehen würde ich dort einmal gut bis zum Boden apostolisch visitieren und alle Beteiligten ebenfalls feuern, sowohl alle die über 15 Jahren dort vertuscht und geschwiegen haben. -Und auch ganz Paraguay gehört apostolisch visitiert: der frühere Bischof Lugo, hinterher Präsident, hatte auf einmal auch ein Kind (von 12 Jahren alt) und dabei traten… weiter lesen »
Cäsarea

Gerade dachte ich darüber nach, wie in diesen Tagen für die Mitglieder der Personalprälatur Opus Dei der Kelch der Freude und des Dankes mit Myrrhe gemischt wird.
Morgen wird mit Alvaro del Portillo der erste Nachfolger des Hl. Josemaria Escriva, Gründer des Opus Dei, in Madrid selig gesprochen.
Ein froher, gelassener und den Menschen mit Wohlwollen begegnender Begleiter des Gründers.

Dario

„Hl. José Maria Escrivá“ -dann lesen Sie bitte einmal das Buch: Hinter der Schwelle – ein Leben im Opus Dei von Maria del Carmen Tapia. Es sei Ihnen wärmstens empfohlen!!

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