Anmerkungen zum Kommentarbereich

Die Welt ist unruhig. Unruhig durch innere und äußere Spannung, durch Kriege und potentielle Kriege. Die schwere Christenverfolgung hat in manchen Weltgegenden ungeahnte Ausmaße angenommen. Die geistige Schwäche Europas und verstärkend laufende Irritationen über Rom, das nicht nur heilsgeschichtlich zeitlos, sondern auch in den Niederungen des konkreten Alltags ein fester Fels in der Brandung sein sollte, beruhigen nicht, sondern verschärfen die Lage und auch die Stimmung.

Eine Verschärfung, die wir auch im Kommentarbereich dieses katholischen Medienprojekt feststellen müssen. Eine „Radikalisierung“, die auch andere Medien bereits festgestellt haben. Eine Entwicklung, die menschlich verständlich und dennoch bedauerlich ist. Wo andere zum Mittel der Löschung greifen oder den Kommentarbereich zur Gänze schließen, möchten wir an alle Kommentatoren und Diskutanten den Appell richten, sich selbst zu mäßigen.

Der Kommentarbereich soll nach Möglichkeit eine ergänzende Funktion zu den Beiträgen haben, ein Platz sein, um zusätzliche Informationen zu veröffentlichen, auf Fehler aufmerksam zu machen, zu korrigieren und positiv wie negativ zu kritisieren. Er soll nicht zuletzt eine Möglichkeit zur freien, selbstverantworteten und vernünftigen Meinungsäußerung bieten.

Redaktion und Herausgeberschaft äußern sich nur in den seltensten Fällen im Kommentarbereich, da dieser den Lesern vorbehalten sein soll. Wir sind bemüht, Trolle zu sieben, ebenso nichtssagende, aus dem Rahmen fallende Pöbelkommentare von Zufallsbesuchern.

Wir ersuchen die Wortwahl ebenso sorgfältig zu überlegen wie Verlinkungen zu prüfen, unnötige Polemiken zu vermeiden und vor allem grundsätzlich auf persönliche Angriffe auf Mitdiskutanten, Herabsetzungen, reflexartige Unterstellungen oder unzulässige oder unangemessene Verallgemeinerungen zu verzichten. Das sollte generell gelten, aber nicht zuletzt auch gegenüber dem regierenden Papst. Eventuelle Kritik sollte präzise, begründet und sachlich vorgebracht werden.

Bei aller Hitze und Emotionalität des Gefechts sollte nicht vergessen werden, daß in einem öffentlichen Bereich auch Nicht-Christen gezeigt werden soll, wie Christen miteinander diskutieren. Vor allem gewinnen die Kommentare durch Weglassung unnötiger Seitenhiebe und persönlicher Angriffe meist an Gewicht und Wert.

Es gilt die Meinung der anderen zu respektieren. Wenn diese tatsächlich oder vermeintlich objektiv falsch ist, kann darauf aufmerksam gemacht werden. Manche Fragen klären sich auf diese Weise durch eine offene Diskussion, die auch für andere Leser ein Gewinn ist. Niemand kann verlangen, daß andere Leser unbedingt mit der selbst geäußerten Meinung übereinstimmen.

Es sollte auch unterschiedlich gewichtet werden, ob zu theologischen und kirchlichen oder zu politischen, historischen oder kulturellen Fragen diskutiert wird und eine Bedeutungshierarchie mitbedacht werden.

Das schließt pointierte und zugespitzte Formulierungen keineswegs aus. Durch Selbstkontrolle sollte jedoch dem Mittel der Zensur vorgebeugt werden, das Katholisches.info auch mit Blick auf abschreckende Beispiele anderer, auch katholischer Internetseiten nicht einsetzen möchte.

Wir sind überzeugt, daß durch das Beherzigen der genannten Regeln der Kommentarbereich ein tatsächlicher Gewinn für alle sein kann.

Text: Giuseppe Nardi

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34 Comments

  1. Ist es nicht so, dass man andere nur noch durch heftige Polemik und ätzende Kritik aufrütteln kann?

    Man schaue sich doch nur die meisten Mitmenschen an, die jedes Wort der NWO-Medien glauben!

    Die glauben, der Himmerl sei grün gefärbt, auch wenn ihre Augen etwas anderes sehen.

    Und ja, ihr habt recht, da Rom sagt – oder zumindest den Anschein erweckt – alles sei egal, gibt es auch keinen Ansatzpunkt zu einer vernünftigen Diskussion mehr.

  2. Also ich finde schon gut, dass zur Mäßigung gemahnt wird, denn ich kenne genügend Foren (auch welche, die sich „christlich“ nennen), wo sinnlos hin- und hergestritten wird, wo „Trolle“ sich austoben und Sinnlos-Diskussionen regelrecht gefördert werden oder gegenteilige Meinungen erst gar nicht geschaltet werden.
    Hier ist das einzige Forum, wo noch fundierte und teilweise überzeugende Argumente ausgetauscht werden, ich hoffe wirklich, es bleibt so.

  3. In der Tat habe ich es auf kath.net schon erlebt, mit meinem Kommentar gelöscht bzw. gar nicht erst aufgenommen worden zu sein, obwohl dieser sachlich war, allerdings eine Kritik an Papst Franziskus enthielt. Ich hatte darauf hingewiesen, dass Papst Benedikt der XVI. nicht für das Vorgehen der Ordenskongegration unter Papst Franziskus gegen die Franziskaner der Immkulata mit in Haftung genommen werden kann, mag die erste Visitation auch unter Benedikt angeordnet worden sein. Schon das war zuviel für Kath,net. Katholisches.info ist da wesentlich großzügiger und sollte es bleiben. Deshalb unterstütze ich voll und ganz diesen Aufruf an die Kommentatoren zur Mäßigung.

    • Man muss es aber einmal klar sagen, auch die Redaktion dieser Website [kath.net] hat prinzipiell das Recht, Kommentare zu löschen. Wenn mir das als user nicht passt, rufe ich die Seite eben nicht mehr auf, denn das ist mein Recht 🙂 Was ich allerdings sehr kritisch sehe, ist das Mitkommentieren und das teilweise hochnäsige Abkanzeln anderer Kommentatoren durch die Redaktion dieser Seite. Das ist sehr schlechter Stil und geht gar nicht! Schon aus diesem Grund hat sich für mich der Besuch auf dieser Nachrichtenseite längst erledigt.

    • Mir ging es dort genauso, weshalb ich kath.net seither meide. Ich habe ebenfalls sachliche Kritik geäußert und Papst Benedikt XVI bezüglich Privatoffenbarungen (…“prüfen, das Gute behalten“) zitieren wollen. Trotz mehrmaliger Versuche wurden meine Kommentare nicht zugelassen, was mir meine Meinungsfindung bezüglich kath.net sehr erleichtert hat. Seither schaue ich regelmäßig auf katholisches.info und hoffe dass die Seite hier noch lange Bestand haben wird.

  4. Ein heißes Eisen…ich finde es gut, dass Katholisches viele Postings durchlässt. Aber wohl nicht alle.
    Denn leider erlebe ich es immer wieder, dass sich Poster, die offenbar nicht freigeschaltet wurden, weil sie etwas gegen meine Kommentare vorbrachten, mich privat angegangen haben und in einem Fall wurde ich sogar beschuldigt, ich hätte die Redaktion dazu bewegt, deren Kommentare zu unterdrücken. Leider posten mich solche Leute teilweise mit den unverschämtesten persönlichen Beleidigungen an, die man nicht ohne Scham erzählen könnte.

    Ich nehme aus diesem Grund mit der Redaktion von Katholisches überhaupt keinen direkten Kontakt mehr auf – um über jeden Verdacht der vielen Verschwörungsexperten hier erhaben zu sein.

    Mir persönlich geht es so, dass ich um Sachlichkeit wenigstens bemüht bin. Wenn man dann aber wegen einer anderen Einstellung zu einem Thema als Undercover, als Verschwörer, als Mossadagent oder sonst was noch Absurdes, als psychisch defektes Wesen, das irgendetwas abarbeiten muss, als „geistig verwirrt“ (weil man die Lehre der Kirche ausspricht) etc. angemacht wird, kann es durchaus sein, dass man selbst einmal ein persönliches Mahnwort loswird.

    Anyway – die Gottesmutter hat mir so gezeigt, welche Ungeister sich gerade unter Traditionalisten aufhalten, dass ich hier äußerst vorsichtig sein muss und dass hier der Böse ebenso, vielleicht noch mehr wütet wie anderswo.
    Mein ursprünglich naives und gutmeindendes Vertrauen in die „Tradis“ ist vollkommen zerstört – gerade durch die Kommentatoren, die sich besonders „katholisch“ aufmandeln und zu denen es auch leibhaftige Gestalten gibt, die mir dann begegnet sind. Mit zunehmendem und hellem Entsetzen nahm und nehme ich wahr, dass sie alles mögliche tradieren, das eindeutig nicht zu Christus gehört, sondern zum Reich des Bösen. Dieses Gewölle aus Traditionsversatzstücken und Satanischem ist das Schlimmste, was denkbar ist.

    Ich bitte um Entschuldigung, falls sich jemand tatsächlich mit sachlichen Recht und am echten Wortlaut gemessen persönlich und sachfern angegriffen gefühlt haben sollte. Ich weiß aber auch, dass viele Leute sich gerade deswegen angegriffen fühlen, weil man etwas ganz klar, fest und sachlich sagt. Einfach nur deswegen.

    Es spricht Bände, dass ein an sich normaler theologischer Diskurs dermaßen heftige Aggressionen hervorruft. Es sind folgende Themen, bei denen sich viele überhaupt nicht im Griff haben:
    Israel/Juden
    Ehelosigkeit/Keuschheit als erhabenster Stand
    Maria
    Papsttum

    Es ist mir klar, dass ich einfach nicht in die gängen Lagerraster hineinpasse. Aber es ist mir nun mal nicht anders gegeben. Ich kann nicht um irgendwelcher Lager willen das verleugnen, was sich mir nach dem Studium der Schrift und Lehre als wahr zu erkennen gibt. Manche haben vielleicht schon gedacht: „O – die passt zu uns“ wegen einem Detail und waren enttäuscht, wenn ich in anderer Hinsicht ihre Sicht nicht teilte und auch noch starke Grunde dafür hatte.

    • Liebe @zeitschnur, ich glaube nicht, dass Sie sich von der allemal begrüßenswerten Ermahnung seitens der geschätzten Redaktion angesprochen fühlen müssen. Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie Ihre sehr lesenswerten, interessanten Ansichten hier in Kommentaren und Artikeln kundtun, sie waren/sind mir oft Anregung und manchmal sogar Trost, wenngleich ich auch hie und da einmal Dinge anders sehe als Sie. Und dann sind Sie so freundlich und antworten mir auch ganz sachlich und dann kann man das auch so stehen lassen, weil verschiedene Meinungen im Grunde schön und bereichernd sind, wenn man weiß, dass der andere grundsätzlich das Gute will und sich um Erkenntnis bemüht.

      Wir irren zur Zeit alle ein wenig umher, wie Schafe die keinen Hirten haben. Dass der Zorn einen da manchmal übermannt und man scharf, manchmal vielleicht auch zu dünnhäutig reagiert, ist menschlich. Die Redaktion hat das Recht und vielleicht sogar die Pflicht, Kommentare dann zu löschen oder zu kürzen, wenn in Ihnen Dinge gesagt werden, die dem katholischen Charakter dieser Seite abträglich sind. Wir dürfen uns bei allem Ärger und aller Enttäuschung nicht angreifbar machen. Ich hoffe von mir selbst, dass mir das in Zukunft noch besser gelingt.

      • Das glaube ich nicht, er war es ja immer, der andere als Antisemiten und so weiter beschimpfte, er hat sich entschuldigt, man könnte zur Tagesordnung übergehen, aber Ihren Persilschein finde ich sehr unpassend!

    • Soweit es einen Grund gibt, schließe ich mich Ihrer Entschuldigung gerne an. Ich kann nur für meine Beiträge sprechen: Es handelt sich immer nur um die eigene Meinung und ich darf nicht erwarten, daß sie geteilt wird. Niemals ist etwas persönlich zu nehmen (Zionismus) gerade zum Thema Israel/Juden, wie Sie schreiben. Die Wertschätzung anderer, einschließlich Ihrer Beiträge, ist für mich selbstverständlich. Somit würde ich persönlich weniger den Bösen bemühen, sondern mehr das – bei aller unterschiedlichen Meinung- Einigende sehen, das treugläubige oder traditionsverbundene Katholiken durch Gottes Gnade verbindet.

    • Seit eineinhalb Jahren lese ich hier überwiegend mit, manchmal kommentiere ich auch und dabei ist mir schon aufgefallen, dass Sie, liebe Zeitschnur, zunehmend auf kritische Distanz zu den „Tradis“ gehen und eine differenzierte Meinung vertreten was mich persönlich freut.

      Die klassischen kirchlichen Lager / Schubladen funktionieren sowieso nicht mehr, dafür sind die Streitthemen inzwischen zu komplex.

  5. Auf dieser Seite finde ich Informationen und Hintergrundberichte, die sonst kaum Raum einnehmen oder erst gar nicht veröffentlicht werden.
    Durch ehrliche, in der Sache entschiedene, aber immer so gut wie möglich sachliche Diskussion gewinnen alle.
    Auch wenn die Meinungen auseinandergehen, eine positive Grundstimmung dem anderen gegenüber sollte uns auszeichnen.
    Auch die vielen Fragen und Irritationen bezüglich Papst Franziskus dürfte uns nicht veranlassen, eine rote Linie zu überschreiten.
    Falls uns auch Nichtchristen lesen, wäre es doch wünschenswert, fänden sie unseren Umgang mit den einzelnen Themen imponierend.
    Dass hier kaum zensiert wird, finde ich sehr positiv.
    Seien wir dankbar dafür und setzen diese Freiheit nicht aufs Spiel.

  6. Ich finde es sehr wohl gut, dass hier die Kommentare, bevor sie eingestellt werden, überprüft werden und so Trolle so schnell als möglich ausgesiebt werden.

    Aber besonders in Zeiten wie der jetzigen, in der sogar die Wörter aus den Heiligen Willen für eine innerkirchliche Christenverfolgung, ja sogar einer regelrechten Kathophobie sorgen, ist es eben nicht immer leicht, wenn nicht sogar unmöglich, die Wörter zu finden, an denen auch die Innerkirchlichen Sünden fördernden Feinde Gottes unseres Herrn und seiner Kirche nicht gegen den Strich gehen.

    Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

  7. Sehr geehrte Frau Zeitschnur,
    jeder von uns denkt etwas anders und keiner passt in irgendein Lagerraster. Das müssen wir respektieren. Das ist Toleranz im christlichen Sinne, die es zu pflegen gilt. Papst Benedikt wurde einmal gefragt, wie viele Wege es zu Gott gibt und er antwortete, soviel es Menschen gibt. Diese Aussage trifft den Kern..
    Ein anderes Problem besteht in der Frage nach der Wahrheit. Es gibt nur eine Wahrheit und keine Vielfalt oder „Pluralität“ der Wahrheiten. Dieses heraus zu arbeiten, ist m.E. die Aufgabe und das Ziel eines solchen Forums.
    Beziehen wir diese Anforderung jedoch auf die heutige Verkündigung durch den derzeitigen Inhaber des Lehramtes, so haben wir mehrheitlich unsere Probleme die Wahrheit zu erkennen, weil die überlieferte Lehre verändert wird und sich von der Tradition löst und dieses unter dem Anspruch erfolgt, dass es lehramtlich erfolgt. Im Grunde genommen haben wir heute ein Lehramt, das die Logik als lehramtliche Methode verlassen hat und statt dessen diktatorische Ansprüche hat. Aus diesem Grunde weine ich Papst Benedikt XVI nach.

    • Ihr Beitrag erscheint mir schlüssig, wenn Sie aber Benedikt nachweinen kann ich nicht mitziehen, Johannes Paul , Benedikt und Franziskus zogen an einem Strang, das Ganze ist meines Erachtens ein durchdachtes System wie man das gläubige Volk, langsam und subtil von der Tradition entfremdet und entfernt. Auch die Freigabe der Alten Messe ist für mich nur ein vorübergehendes Tarnmanöver mit dem man womöglich die Piusbruderschaft an die Angel bringen will. Wie es läuft wenn man davon Gebrauch macht sieht man ja bei den Franziskanern der Immakula. Der Papstrücktritt hat meines Erachtens vor allem ein Ziel, durch das Herumlaufen eines oder mehrerer “ Altpäpste“ wird das Papstamt verweltlicht und abgewertet, und damit das Konzilsdokument über die Ökumene vorangebracht. Benedikt war ein Mann der ein Leben lang rechts blinkte und links abbog, bis zuletzt.

      • Sie haben sowas von Recht. Ich bin immer wieder erschüttert, in was für einem Weihrauchton hier Benedikt die Girlanden geflochten werden und die meisten Tradis tatsächlich glauben, er sei einer von uns (gewesen). Was für ein Irrwitz. Ratzinger war IMMER ein Modernist ganz klaren Wassers als Theologe, mit relativ ephemeren Entwicklungen hin zu einer leicht „neokonservativeren“ Linie im vorgerückten Alter, als er die Uni verlassen und bischöfliche Ämter übernommen hatte. Also ein gewisses „Nachdunklen“ durchs institutionelle Amt. Mehr aber auch nicht. Sein ganzer lupenreiner Modernismus verdichtet sich in der fatalen „Hermeneutik der Kontinuität“, das Unglückskonzil betreffend.

        Und all den „Summorum pontificum“-Jublern sei gesagt: Der entscheidende Skandal wurde auch dadurch mitnichten beseitigt und wieder gut gemacht. Die Messe Aller Zeiten bleibt weiterhin der „außerordentliche“ Ritus (also die Ausnahme, damit viel weniger wert), der in weiten Teilen häretische „NOM“ bleibt der „ordentliche“ Regelfall. Kein Zufall, dass der angeblich so Tradi-freundliche Benedikt niemals die Messe Aller Zeiten zelebrierte!

        Also, Schluss mit diesem dauernden Benedikt-Gejubele.

  8. Ich kann den Aufruf zur Mäßigung verstehen.
    Verm.. werden die Betreiber sehr viele Unverschämtheiten lesen.
    Ich muss gestehen, dass ich hier auch schon Radikales gut vertreten habe. Ich werde dies aber in Zukunft unterlassen. Ich bin aber der Meinung, dass unsere Zeit einen radikalen Weg verlangt, kann, sollte aber nur mit radikalen Mitteln der Nächstenliebe geschehen.
    Wir sollten uns auch alle ein Beispiel an dem Radikalsten aller Wege nehmen, an dem von Jesus!
    Alles, alles Gute.

  9. Es stimmt schon, dass oder der Böse treibt überall sein Unwesen, denn Menschen, egal wie gut sie es meinen, sind letztenendes beeinflußbar oder haben Schwächen, bei denen der Böse sie dann packt.
    Nicht umsonst mahnt die Bibel zu Wachsamkeit aber auch zur Nüchternheit.
    Ich habe es mir tatsächlich zur Gewohnheit gemacht,nichts von vorn herein zu verdammen oder zu verurteilen,ich lasse Meinungen und Gegenmeinungen auf mich wirken und gehe dann nach dem Motto vor: prüft alles,behaltet das Gute.
    Interessant ist,das eigentlich überall ein Körnchen Wahrheit versteckt ist,man muß nur wie beim Puzzlen vorgehen und die passenden Teile zusammensuchen.
    Klingt leicht,ist es aber natürlich nicht.
    Und wenn es gar nicht passen will,um Erkenntnis beten und/oder sich auf sein „Bauchgefühl“ verlassen.
    Hier sind Frauen tatsächlich (vielleicht) im Vorteil.

  10. Auch ich bin oft so betroffen wie unsachlich, grob und sogar geradezu vulgär Kommentare zu den verschiedensten Veröffentlichungen in diversen Internetseiten sind. Eigentlich bin ich es schon leid geworden Kommentare überhaupt zu lesen. Um so mehr stechen die „zivilierten“ wirklich wie kleine Wunder heraus.
    Was diese Internetseite aber bei mir persönlich auslöst ist leider eine zunehmende Beunruhigung und immer größer werdende Irritation – und ich kann noch nicht wirklich erkennen ob diese Beunruhigung dem verbreiteten Inhalt oder der Tatsache gilt, daß er verbreitet wird. Ich habe mich schon fast daran gewöhnt alles aber auch wirklich alles was in den Medien publiziert wirerd in Frage zu stellen. War ich irgenwo selbst anwesend hatte ich bei den Berichterstattungen öfters den Eindruck der Berichterstatter und ich waren n i c h t zur gleichen Zeit am gleichen Ort.
    Ich weiß auch nicht ob es immer gut ist wenn alles immer verbreitet wird. Was unseren Glauben betrifft scheint es mir manchmal für mich besser zu sein ihn so gut als nur immer möglich kennen zu lernen, nicht jeglicher modernen Strömung nachzulaufen, alte Kathechismen mit neuen Versionen zu vergleichen und die Heilige Schrift auch in alten Übersetzungen zu studieren. Die laufenden „Entschärfungen“ in der jeweiligen neueren Wortwahl in den Texten ist wirklich mehr als seltsam. Ich denke d a r a u f sollten die zu Unterrichtenden hingewiesen werden und nicht so sehr w e r w a n n w a s w o gesagt hat. Also mehr Blick auf das was Gott durch Christus im Heiligen Geist von uns möchte und was er uns drindend nahe legt zu meiden. So werden wir weniger durch Bericherstattungen hin und her geworfen, von denen wir ja doch n i e ganz genau wissen können ob sie zu 100% der Wahrheit entsprechen oder nur teilweise oder gar nicht.
    Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen : was die Diskrepanz zwischen Erlebtem und nachher Kommentiertem betrifft bezieht sich das nicht auf diese Internetseite. Denn nichts vom Publizierten kann ich nachprüfen. Ich muß auf die Integrität und Objektivität v e r t r a u e n. Oder ich lese sie, wie auch andere, gleich überhaupt nicht. Und d a s wäre auch nicht richtig.
    In Jesus und Maria CMM

  11. Was oft vergessen wird: Wir sollen einander lieben. Daran sollte man uns erkennen. Es ist eine Schande, dass wir uns selbst über anders Denkende erheben und gleichzeitig behaupten zu Christus zu gehören, ich nehme mich selbst nicht aus. Fehler anzusprechen und Missstände aufzuzeigen ist Pflicht eines Christen, aber nie darf dabei der Sünder denunziert werden. Nur Jesus Christus ist der Richter. Jesus hat sich oft über genau dieses Verhalten der Pharisäer geäußert, ihm gefällt das gar nicht.

    • „Fehler anzusprechen und Missstände aufzuzeigen ist Pflicht eines Christen, aber nie darf dabei der Sünder denunziert werden.“

      Was meinen Sie damit?

      Wenn jemand ausdrücklich Dogmen und Schrifttexten widerspricht, sie verdreht und dabei über Leichen geht, muss man denjenigen wirklich warnen dürfen, weil er sich um sein Heil redet und schwächere Leute zum Bösen verführt!

      Hier im Forum sind allzu viele, die sich sehr leichtfertig über das hinwegsetzen, was in der Schrift steht und was die Kirche dazu gelehrt hat. Es geht hier meist nicht um „andere Meinungen“, sondern darum, dass die Kirche stets den, der solches tut als „ausgeschlossen“ betrachtet hat.

      Wenn Poster – nur weil ihnen etwas privat nicht passt – , ohne Not z.B. Leo XIII. als einen beschuldigen, der schuld sei an der Kirchenmisere, weil er wie auch seine Vorgänger die Marienverehrung und das Rosenkranzgebet gefördert hat, dann ist das bereits im häretischen Grenzbereich – es kann nicht sein, dass ein anonymer Poster der Einbildung erliegt, er habe das damals durchaus noch rechtgläubige Lehramt zu korrigieren und zu denunzieren.

      Oder die jüngste Debatte hinsichtlich der Juden – es ist ein Stück Wahnsinn, die Nachfahren der damals Ungehorsamen kollektiv geistig zu vernichten und zu behaupten, Gott habe sie für immer verworfen, wenn ausdrücklich sowohl im Römer-, als auch im Hebräerbrief das Gegenteil steht und die Kirche dies auch so vertrat.

      Oder hinsichtlich der Unauflöslichkeit der Ehe und der Nachrangigkeit der Ehe vor dem zölibatären Leben – das hat das Konzil von Trient als Dogma formuliert!

      Sie werden nun aber feststellen, dass diejenigen, die nicht dem definierten Glauben folgen wollen, sondern ihre eigene Weisheit einsetzen, mit allen rhetorischen und propagandistischen Bandagen kämpfen.
      Sie unterstellen einem Dinge, die man nie gesagt hat, bezweifeln die sachliche Motivation dessen, der auf die Lehre der Kirche verweist und sie auch klar nachweisen kann, ergehen sich in Andeutungen und unterstellen, man gehöre einem geheimen Verschwörernetzwerk an.

      Giuseppe Nardi hat gewiss damit recht, dass wir in chaotischen Zeiten Leben und viele den Boden unter den Füßen verlieren und – das sage ich – sich an irrwitzige Lehren falscher Propheten hängen. Der Fanatismus, mit dem diese Irrlehren – gerade auch im Tradilager!!! – dann verbreitet und verteidigt werden, hat sich sicher seit dem Pontifikat Bergoglios verstärkt.

      Was am meisten fehlt, ist eine Schulung im klaren, philosophischen und nüchternen Denken.
      Wir sind inzwischen so degeneriert, dass einer, der stark argumentiert und klar formuliert, aufgrund dieser Stärke als „hochmütig“ bezeichnet wird. Die Sachfrage bleibt im zweiten Rang, stattdessen überall nur noch Psycho.

      Wir sind aber nach der Schrift aufgerufen, nicht in einem selbstmitleidigen Geist zu handeln, sondern „männlich“ zu werden, d.h. klar, unerschütterlich, aber wahrhaftig und der Sünde – ja der Sünde! – unerschrocken entgegenzutreten.

      • Ich meine damit, den Sünder zu lieben, aber die Sünde zu hassen; die Sünde verurteilen (und keineswegs zu verschweigen!!), aber nicht den Sünder zu beschimpfen oder etwa meinen, wir sind besser dran. Wir sollen helfen, dass Seelen gerettet werden und daher sollen wir auch die Missstände aufzeigen, die Irrwege anprangern, selbst wenn es dem Papst betrifft. Aber auch daran denken, dass der Herr alle in seinem Reich haben möchte, daher für die Sünder beten, richten wird der Herr alleine. Hochmütig ist keineswegs der, der klar formuliert, sondern derjenige, der glaubt, weiser zu sein als alle anderen.

        „Wir sind aber nach der Schrift aufgerufen, nicht in einem selbstmitleidigen Geist zu handeln, sondern „männlich“ zu werden, d.h. klar, unerschütterlich, aber wahrhaftig und der Sünde – ja der Sünde! – unerschrocken entgegenzutreten.“ – Dem kann ich nur beipflichten.

      • Okay – genau, das sehe ich auch so!

        Das größte Problem: die Zeit ist so finster, dass unser Herr uns sagen ließ, dass auch die Heiligen verführt würden, wenn die Zeit nicht verkürzt würde. Das ist doch beängstigend! Es ist eine massive geistige Verwirrung, und ich bin überzeugt, dass nur absolute Hingabe an IHN durch Maria überhaupt noch schützen kann. Aber auch das ist längst für viele zu veräußerlichten, dünkelhaften Pose verkommen…

        Selbst die tiefsten Wege sind inzwischen ausgelatscht und zum Feld von Schwätzern und Großmäulern geworden, die damit der Kirche den allerletzten Rest geben – auf der Tradi-Schiene. Man hat den Eindruck, auch der Satan liest inzwischen die alte Messe und betet den Rosenkranz, aber irgendwo findet man doch das Minuszeichen davor, wenn man wachsam ist. Und wenn man es entlarvt, bricht die wahre Hölle los. Nicknames schießen wie Pilze aus dem Boden und rhetoren dagegen an…

        Ein jeder zittere darum, dass das, was er zum besten gibt, gute Früchte bringe, und wir alle sollten uns hüten davor, Gott beraten zu wollen, wo uns keine eindeutige Weisung vorliegt oder nichts weiter offenbart worden ist.
        Gott lebt in seinem heiligen Geheimnis, und es heißt, er lacht derer, die meinen, ihm auf die Sprünge helfen zu sollen.

        Welch ein Chaos! Welch eine Gottvergessenheit auch unter vielen „Frommen“! Welch eine Dunkelheit!

        Wenn das alles geschieht, sagte Jesus, sollen wir unsere Köpfe heben und IHm entgegensehen – Er ist nicht mehr weit, egal wie lange es menschlich noch geht, Er ist ganz nah. Aber Seine Annäherung wird diese chaotische Welt und „Kirche“ erschüttern wie noch nie, so sehr stehen wir IHm entgegen, es wird furchtbar sein, wenn Er in Seiner Herrlichkeit wiederkommen wird. Seien Erscheinugn wird alleine schon ein furchtbares Gericht sein und mit einem Schlag all das entlarven, was Falschmünzerei war.
        Setzen wir alles dran, dass wir IHM dennoch entgegentreten können! Flehen wir um unsere Reinigung und um Schutz unt er dem Mantel der Gottesmutter, damit Er uns erkennen kann, wenn Er kommt.
        Darum – nur darum geht es.
        Zittern wir!

      • Liebe Zeitschnur, die Kirche wird trotz allem nicht untergehen, das ist uns versprochen worden. Ein kleiner Rest wird sich sammeln und die Lehre aufrechterhalten. Die große Glaubensprüfung könnte daraus bestehen, dass Rom in die Irre geht… Hier werden vielleicht auch Heiligmäßige verführt einer falschen Kirche zu folgen. Da heißt es wachsam sein und trotz aller noch kommenden Verfolgungen standhaft bleiben. Die Zeichen sehen wir jetzt. Aber Gott ist immer mit seinen Kindern – gerade in der Bedrängnis . Der Sturm wird auch wieder vorübergehen und der Herr wird kommen in Herrlichkeit und wir werden Ihn mit Sehnsucht und Freude erwarten, sofern wir Ihn nicht vorher verlassen haben. Beten wir, dass wir Ihn mit weißen Kleidern erwarten. Richten wir unsere Augen nur auf Jesus. Ich sehe es so wie Sie. Beten wir füreinander.

  12. Freie Meinungsäußerung, hier ?
    Wohl kaum … was nicht der gepflegten Selbstbeweihräucherung (oder dem Selbstmitleid) entspricht und möglicherweise der Wahrheit zu nahe kommt, wird doch gnadenlos zensiert …

    Also seid doch wenigstens so ehrlich (8. Gebot) und schreibt das auch …

  13. Es war und ist ja wirklich teilweise diffamierend und herabwürdigend wie bspw. Papst Franziskus und Papst em. Benedikt XVI. am laufenden Band von verschiedenen Kommentatoren bedacht wurden und werden. Das kann nur böse Absicht sein. Da gibts in der Tat Personen, die sich gerne als „Tradis“ oder so bezeichnen und nichts als schmutzige Wäsche waschen. Einige Personen, die mir dazu einfallen, haben sich dazu hier aber noch nicht geäußert!

    Gut, daß Katholisches.info diese Dinge nunmehr anspricht.

  14. Ich habe einmal einen Priester gefragt wie denn das mit dem „den Nächsten l i e b e n“ unter schrecklichen Umständen funktionieren soll !!??. Er antwortete mir:
    1. töte ihn nicht. Weder geistig noch körperlich
    2. Wünsche ihm nicht den Tod. Weder geistig noch körperlich
    3. Tue ihm nichts Böses
    4. Wünsche ihm nichts Böses
    5. Wünsche ihm Gutes
    6. Tue ihm Gutes
    7. Bete und bitte für ihn mit all Deiner Kraft
    Wenn Du so weit gelangt bist wird Dir Gott die angetanen Wunden bereits geheilt haben …..

    • Das ist alles richtig gesagt, aber im Leben gibts zwischen Gut und Böse noch vieles andere. Bspw. bei Kauf und Verkauf einer Sache. Wer da betrogen wird, der wird sich nicht so einfach kleinmachen um des lieben/falschen Friedens willen. Das heißt: in aller Regel ist da Streit schon vorprogrammiert, weil es letztlich auch dem „Täter“ nichts nützt, wenn er mit seinem Unrechthandeln durchkommt.
      Nächstenliebe heißt oft genug, die Angelegenheiten immer wieder mal klar anzusprechen wie es der Herr Jesus selbst auch getan hat- mitunter mit drastischen Worten.

  15. Sehr wichtiger Aufruf durch die Redaktion, ist zu unterstützen – und zu befolgen.

    Denn die Alternativen wäre das Forum einer mittlerweile geschlossenen Seite, das unter aller Kritik war, oder aber die schon von anderen Postern genannte katholische und kommerziell eingefärbte Zensurseite (die auch – wie schon einmal gesagt – meine regulären und zum Teil von dort selbst angeforderten Gastkommentare gelöscht hat).

    Insofern müssen wir froh sein, daß hier ein gut moderiertes Forum für einen Gedankenaustausch auf hohem Niveau existiert. Es liegt an der Leserschaft, ob das erhalten werden kann oder nicht. Ich würde eine Schließung des Forums sehr bedauern.

  16. @ Magdalena schrieb gestern folgendes:

    „Hochmütig ist keineswegs der, der klar formuliert, sondern derjenige, der glaubt, weiser zu sein als alle anderen.“

    Ich muss das noch mal aufgreifen, denn hier liegt ein logischer Fehler. Wenn man meint, etwas klar formulieren und aussprechen zu sollen, muss dem die Überzeugung zugrunde liegen, dass man da etwas zu sagen hat und vielleicht tatsächlich etwas klarer sieht, als ein anderer es tut. Warum sollte man es sonst engagiert in die Runde tragen?

    Nun regt aber alleine diese sachliche Motivation in einer Debatte schon viele auf – sie ertragen nur Beiträge, die das vortragen, was ihren Ohren schmeichelt – in der Schrift heißt es, am Ende werden sie sich Lehrer suchen, die ihren Ohren wohltun.

    Man fragt nicht mehr danach, ob eine Aussage wahr ist, sondern ob sie einem passt. Solche Poster, deren es hier leider einige gibt, setzen voll darauf, dass es genügend negativ grundgestimmte Leser gibt, die bei entsprechender Rhetorik sofort anspringen und in einem überzeugenden Redner – was sonst – „Hochmut“ oder „Überheblichkeit“ wahrnehmen, denn es gehört sich schließlich nicht, das einer was sagt, was einem nicht passt. Willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein, sagt schon das Sprichwort.

    Sie werden also doch immer, weil ja jeder ernsthaften Äußerung eine starke Überzeugung von der Richtigkeit des Vorgetragenen innewohnt, bei dem, der Ihnen nicht zustimmt, Gefahr laufen, dass er Ihnen unterstellt, „weiser zu sein zu wollen als andere“.

    Das ist also ein unsinniges Kriterium: Von Belang kann nur sein, ob etwas wahr ist oder falsch.
    Es ist in dem Zusammenhang auch bezeichnend, dass viele nur das für wahr halten, was bestimmte Personen sagen. Sie treffen hinsichtlich der Wahrheit also eine Vorentscheidung, und wahr ist nur das, was sie für wahr halten wollen – egal, was man beweisen kann.
    Mit Vernunft und Nachdenklichkeit hat das nichts zu tun, sondern mit Ressentiments.

    Nicht zuletzt ist dieses Muster bereits das Niveau, auf dem auch Jesus vieles ausfechten musste – wenn alle Stricke rissen, warf man IHM vor, Er rede „zu hart“, er sei überheblich oder er rede im falschen Ton (vor dem hohen Rat – eine Schlüsselszene) etc.

    Das Problem der politically correctness rührt daher, dass man jeden eigenständigen und intelligenten Redebeitrag sofort diffamiert – es könnte ja sein, dass dadurch einige nachdenken und aus dem Denkkäfig abspringen, in dem man sie hält.

    Auf diese Weise hat man viele der besten Köpfe in der Geschichte in die Pfanne gehauen. Und nicht jeder hat das verkraftet. Ignaz Semmelweis, der bahnbrechende Mediziner, der dazu verhalf, dass die Frauen- und Kindersterblichkeit im Kindbett rapidement sank, wurde am Schluss krank an der Meute, die ihn förmlich zu Tode hetzte mit ihrem Neid, ihrer Dummheit und der Behauptung, er wolle weiser sein als andere…

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