Kardinal Kasper unterstellt Verteidigern des Ehesakraments: „Sie wollen einen Krieg“

Frage der wiederverheiratet Geschiedenen
Kardinal Kaspers Strategie der Entsachlichung der Frage der wiederverheiratet Geschiedenen

(Rom) Kardinal Kasper, der Wortführer der Zulassung der wiederverheiratet Geschiedenen zur Kommunion setzt einen weiteren Schritt zur Entsachlichung der Diskussion. In einem heute veröffentlichten Interview unterstellt er den Verteidigern der katholischen Ehe-Lehre, damit einen „Krieg“ zu wollen, dessen „Zielscheibe“ nicht er, sondern Papst Franziskus sei.

Der Vorstoß zur Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion erfolgt im Namen von „Barmherzigkeit“ und „Menschlichkeit“. Ein geübter taktischer Schachzug. Er unterstellt implizit, daß jede andere Position „unbarmherzig“ und „unmenschlich“ sei. So äußerte sich jüngst auch Bischof Franz-Josef Overbeck, der auf einer „Dialogveranstaltung“ der Deutschen Bischofskonferenz meinte, die Kirche müsse im Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen „menschlicher“ werden.

Eindruck einer strategischen Planung

Und Papst Franziskus steht wo
Und Papst Franziskus steht wo?

Überhaupt vermittelte der Vorstoß Kardinal Kaspers beim Kardinalkonsistorium im vergangenen Februar den Eindruck einer strategisch geplanten Aktion (Kardinal Kaspers Rede und „Die Zeit“ – Eindruck einer strategischen Planung), bei der maßgebliche Fäden bei Papst Franziskus selbst zusammenzulaufen scheinen. Dazu gehört ein informelles Bündnis mit weltlichen Medien zur Erzeugung öffentlichen Drucks, ebenso die Mittel der Drohung (Kaspers Nötigung: „Entweder wie ich will, oder besser keine Bischofssynode“) und der dramatischen Inszenierung.

Das jüngste Beispiel der dramatischen Inszenierung bildet ein heute in der italienischen Tagezeitung Il Mattino veröffentlichtes Interview Kaspers. Darin skizziert der Kardinal eine schwere „Bedrohung“, die sich gegen den Papst richte: „Sie wollen den Krieg bei der Synode. Der Papst ist die Zielscheibe“. Der Kardinal entsachtlicht damit die Diskussion um die wiederverheiratet Geschiedenen vollends. Die Entsachlichung stellte von Anfang an ein zentrales Element des Vorstoßes dar durch die Behauptung, die Frage allein der pastoralen Ebene zuordnen und damit von der Ebene der Glaubenslehre abkoppeln zu wollen. Gleichzeitig wurde die Frage emotionalisiert durch die Betonung von „Leiden“, „Barmherzigkeit“ und „Menschlichkeit“.

Entsachlichung der Frage durch inszenierte Emotionalisierung

Mit dem heute veröffentlichten Interview geht der Kardinal noch einen strategischen Schritt weiter und koppelt die Frage direkt an die Person von Papst Franziskus. Damit tritt die eigentliche Frage in den Hintergrund und das Pro und Contra um den seit März regierenden argentinischen Papst in den Vordergrund. Eine Ablehnung von Kaspers Thesen soll damit automatisch zu einem Angriff gegen den Papst umgedeutet werden.

„Einige wollen bei der kommenden Synode einen ideologischen Krieg. Die Lehre der Kirche ist offen, sie aber wollen eine kristallisierte Wahrheit. Die Zielscheibe der Polemiken bin nicht ich, sondern ist der Papst“, so Kasper wörtlich, der von der Zeitung als „Theologe“ vorgestellt wird, „den Franziskus zum zeitgenössischen Theoretiker der ‚Theologie auf den Knien‘ erhoben hat, der fähig ist, die Gesellschaft zu hören, vor allem die existentiellen Dramen des Menschen, nicht um zu verurteilen, sondern zusammen mit ihm zu gehen.“

Kaspers Replik auf Kardinäle, die seine Thesen als wahrheitswidrig verwerfen

Fünf Kardinäle verteidigen Ehe-Sakrament
Fünf Kardinäle verteidigen Ehe-Sakrament

Das Interview stellt eine Replik des Kardinals auf das Buch von fünf Kardinälen dar, die Kaspers Thesen widersprechen. Das Buch erschien in mehreren Sprachen im amerikanischen Verlag Ignatius Press eines Mitglieds des Joseph-Ratzinger-Schülerkreises. Die Autoren fordern dazu auf, „in der Wahrheit Christi zu bleiben“. Ein harter Vorwurf gegen Kardinal Kasper, mit seinen Thesen die Wahrheit verlassen zu haben. Kardinal Gerhard Müller ist als Präfekt der Glaubenskongregation der ranghöchste und einflußreichste unter den fünf Kardinälen. Die weiteren Kardinäle sind Raymond Leo Burke, Walter Brandmüller, Velasio De Paolis und Carlo Caffarra. Drei von ihnen, die Kardinäle Müller, Burke und Caffarra werden als Synodalen ihre Klinge mit Kasper auch auf der am 5. Oktober beginnenden Bischofssynode über die Familie kreuzen. Papst Franziskus ernannte Kasper persönlich zum Synodenvater.

Im Interview erklärt Kasper, das Buch seiner fünf Mitbrüder im Kardinalskollegium noch nicht gelesen zu haben. Dennoch meint er, die Inhalte zu kennen. Er selbst sieht sich in der Position dessen, der lediglich die Themen aufgegriffen habe, die in Familiaris Consortio von Johannes Paul II. unbehandelt geblieben seien. Papst Wojtyla sei es gewesen, so Kasper, der die Familie als „zentrale“ Zelle, aber nicht mehr als „natürliche“ Zelle von Kirche und Gesellschaft bezeichnet habe. Die Familie sei zwar „etwas großes und schönes, aber nicht per se göttliches“, so der Kardinal. Dem sei Rechnung zu tragen und darin meint der Kardinal jenen Spielraum zu erkennen, der die Tore zu einer „neuen Pastoral“ öffne.

„Lehre der Kirche nichts Geschlossenes“

„Die Lehre der Kirche steht nicht zur Diskussion, kann aber vertieft werden. Aber die Lehre ist nicht etwas Geschlossenes. Es geht darum, über die Umsetzung der Lehre in komplexen Situationen zu diskutieren“, so Kasper in seinem Interview. Die fünf Kardinäle würden ihn angreifen, „weil sie sagen, daß das Ausgangsdokument [die Rede Kaspers beim Kardinalskonsistorium am 21. Februar] gegen die Wahrheit ist. Wir sind aber alle für die Wahrheit“, so Kasper.

Medien sehen Übereinstimmung zwischen Kasper und Papst Franziskus

Unterstützung findet Kardinal Kasper, wie beabsichtigt, bei weltlichen Medien, die wesentlich die öffentliche Diskussion beeinflussen. Der Spiegel titelte zum Buch, mit dem die fünf Kardinäle die katholische Ehe-Lehre verteidigen: „Kardinäle gegen Öffnung der Kirche für Geschiedene“. Der ORF: „Hardliner-Protest gegen Papst-Kurs“. Die Presse: „Palast-Revolte gegen den Papst. So ging die Meldung über die Ticker der internationalen Presseagenturen. Sie stellen eine verdeckte Parteinahme zugunsten Kaspers dar. Zudem wird allgemein suggeriert, daß Papst Franziskus derselben Meinung wie Kardinal Kasper sei. Dafür spricht tatsächlich vieles. Offiziell geäußert hat er sich allerdings nicht.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/Ignatius Press/OR

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Kostadinov

Klingt wie die Standard-Latrinenparolen eines Berufsfunktionärs, der versucht, berechtigte Kritik abzubügeln, wobei die Wortwahl schon belegt, daß die Kritik berechtigt ist und er sich getroffen fühlt. Um mich auch ein wenig auf sein Niveau zu begeben: Bei ihm ist ja der Name schon Programm 😀

Wohl mit der grösste Fehler von Kardinal Ratzinger / Papst Benedikt: Leute à la Kasper zu deckeln oder abzusägen und nur Leute auf Linie hochkommen zu lassen. Das ist etwas, was Bergoglio anscheinend perfekt beherrscht…

Simon Petrus

Ja, Franziskus hat sich bisher nicht öffentlich geäussert. Am Sonntag hat er in Rom aber 20 Brautpaare getraut. Dabei waren offenbar auch Paare, die bereits Kinder hatten. Zu den 20 Paaren, die für die Trauung am Sonntag ausgesucht wurden, gehörten auch welche, die schon zusammenleben. Zugelassen wurden auch Hochzeitspaare, von denen ein Partner schon einmal verheiratet war und dessen Ehe annulliert wurde.
Sind das nicht klare Signale?

Cleo
In der Tat. Was ich gelesen habe, sind solche Trauungen im Petersdom sehr selten. Bei Johannes Paul II zweimal und bei Benedikt nie. Dass es also unter diesem Pontifikat just vor der Bischofssynode stattfand, wohl kaum ein Zufall. Der Bischof von Rom hätte gesagt: “ es seien Paare wie alle anderen“. Wer sind „alle anderen“?? Nun, es ist in der heutigen Zeit – leider! – der Normalfall, dass vor einer Ehe zusammengelebt wird und dass man erst mal schaut obs denn mit dem Kind klappt, ehe man heiratet. Mit dieser Aussage von Franziskus „es seien Paare wie alle anderen“ wirft… weiter lesen »
K
Man soll das nicht überbewerten, aber eine gewisse Signalwirkung mag das schon haben. Die Signale gehen ja auch in eine schöne Richtung. Mehr Mitleid und weniger Härte, wenn man will also von mir auch mehr „Menschlichkeit“. Aber es ist eben Gottes ureigener Wille, menschlich zu sein und nicht zu verdammen. Insofern ist es nicht einfach nur „menschlich“, sondern geradezu „göttlich“. Das Schöne daran ist also vor allem, dass in solchen Gesten und überhaupt in dem Bemühen, übermäßig schematischen und übertrieben strengen Regelungen die Spitze zu nehmen, die wirkliche Wahrheit über den Menschen in seinem Verhältnis zu Gott aufleuchtet. Diejenigen, die… weiter lesen »
Marcellus
Den menschenfreundlichen Gott beim genauen Gegenteil- nämlich der Relativierung seiner Gebote- zu verorten, halte ich für bedenklich. So gesehen war dann auch Moses ein hardliner und der Heiland selber auch, als er die Wechsler und Händler aus dem Tempel vertrieb. „Macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Räuberhöhle“. Es geht überhaupt nicht um das „Rechthaben“, sondern darum, dass Gott nur erfahrbar wird, wenn man zumindest versucht, das eigene Leben nach seinen Geboten auszurichten. Das ist ja die Ursünde des Geschöpfes- mit angeblicher Barmherzigkeit seine eigenen Gebote zusammen zu basteln und den lieben Gott auf einen freundlichen alten Tattergreis zu… weiter lesen »
K
Die Frage ist doch, was das heißen soll: „Gebote relativieren“. Gebote abzuschaffen, weil man keinen Bock darauf hat, sie einzuhalten, ist sicher verkehrt. Gebote so anzuwenden und auszulegen, dass sie dem Sinn gerecht werden, der dahinter steckt, ist aber richtig. In diesem Sinn ist „Relativierung“ (im Sinne einer Beachtung der Billigkeit und des Normsinns) absolut geboten und im Sinne des Erfinders, wohingegen rigoristische Verabsolutierung falsch ist. Das liegt daran, dass Gott kein Dummkopf ist, sondern hoch intelligent. Simplifizierendes Verabsolutieren von Normen ist dagegen geistig eher beschränkt. Der Sinn von Gottes Geboten ist nun der, dass die Menschen Gutes tun und… weiter lesen »
MisterX
Unfaßbar, so ein – mit Verlaub – Wohlfühgeschwafel. Dann war wohl Christi Opfer unnötig, weil ja damals schon alles so schön menschlich war? Oder mußte Christus uns erlösen, weil das Menschliche eben oft schrecklich ist? Wem der Mensch Maß aller Dinge ist, verstößt schon gegen das 1. Gebot Gottes. Deshalb lehnt die Kirche ja auch die Freimaurerei und die Demokratie ab. Die Verleumder Gottes, die sich heute anmaßen, sich Kirche zu nennen, sind dagegen Parteigänger all dessen, was die Kirche immer abgelehnt hat und ablehnen muß. Und wie weit geht denn Ihre „Menschlichkeit“? Gibt es vielleicht auch kein Unrecht mehr?… weiter lesen »
K
Na toll, jetzt spielst du mit dem Doppelsinn des Wortes „menschlich“. Neid, Missgunst, Gier, Brutalität, Ignoranz, Feigheit, Fanatismus: alles menschlich. Die Jesus umbrachten, waren in dem Sinne sehr „menschlich“. Ist gebongt! Deshalb musste er sterben und hat uns erlöst. Sonst noch was? Wie wäre es damit, diese allzu menschlichen Sünden möglichst vermeiden und „menschlicher“ zu werden? Ich weiß nicht, was daran so schwer zu begreifen sein soll. Gertrud von Le Fort hat es begriffen, wenn sie schrieb: Es sind nicht die Gottlosen, es sind die Frommen seiner Zeit gewesen, die Christus ans Kreuz schlugen. Also wenn du dich mit kulturpessimistischen… weiter lesen »
Ahawa
Ach, du liebes bißchen, was hat „K“ denn für eine Vorstellung von Gott und dem Menschen? Der Mensch als unfähiges Mauerblümchen, das von Gott aus Mitleid angenommen wird? Das hat mit Liebe doch nichts zu tun, das ist nicht mal barmherzig, das wäre nur erbärmlich. Komisch, was manche Leute sich unter dem Reich Gottes vorstellen. Bei der Hochzeit zu Kana steht doch alles glasklar. Die Ehe hat zwei Seiten, eine natürliche und eine sakramentale. Die natürliche Seite geht irgendwann zur Neige, Maria und Jesus sind dabei schon da, Maria bemerkt das nahe Ende und aktiviert Jesus. Wer darauf vertraut, wird… weiter lesen »
K
Diese allegorische Deutung des Weinwunders von Kana ist gar nicht schlecht. Sie geht natürlich insofern etwas am Thema vorbei, als die Unauflöslichkeit der Ehe und das Verbot der Scheidung gar nicht das eigentliche Thema sind. Es geht ja um Leute, die diesen Fehler schon begangen haben und nichts mehr daran ändern können, obwohl es ihnen leid tut. Das Thema ist also nur, ob solche Leute auf ewig partnerlos bleiben müssen oder nicht. Dass die zweite Partnerschaft ein Notbehelf und mit der ersten und eigentlichen Ehe nicht gleichwertig sein kann, solange der Ehepartner noch lebt, ist selbstverständlich. Trotzdem wäre es eine… weiter lesen »
zeitschnur
Es geht nicht drum, dass irgendwem „überstreng“ irgendwas abgefordert wird. Die Frage ist, warum einer, der eh schwach ist und sein will, unbedingt dieses kleine schwache Stückchen Brot essen will? Denn es handelt dabei um den Heiligen Gott, in dessen Willen Sexualität sicherlich etwas Gutes und Schönes, aber eben absolut Heiliges ist. Heilig heißt: es muss als Anteil der göttlichen Schöpferkraft gelebt werden. Wer das nicht will, weil er es leiber als Anteil seiner persönlichen, von Gott abgekoppelten Kräfte ansehen will, auf die er meint, einen Anspruch zu haben, darf das natürlich tun – aber ers chließt sich damit aus… weiter lesen »
K
Hallo zeitschnur! Danke für Ihre Antworten (natürlich können wir beim Siezen bleiben, ich hatte das schon wieder vergessen, Entschuldigung 🙂 Was mir an der Linie der Verfechter von strengen Reinheitsanforderungen an den Kommunionempfänger am meisten Bauchschmerzen bereitet und was ich vor allem auch, wenn ich dann ins Evangelium schaue, am allerwenigsten nachvollziehen kann, ist diese Tendenz, von außen bestimmen zu wollen, wem Gott es erlauben darf, sich ihm zu nähern. Und Anstoß zu nehmen, wenn Gott großzügiger ist als ich es vielleicht wäre. Das ist es, was mir da so aufstößt und was ich als zutiefst unevangelisch empfinde. Für mich… weiter lesen »
Ahawa
@ K Es gibt einen feinen Unterschied zwischen den Tagelöhnern und Schuldnern in den Gleichnissen und den Leuten, die im Ehebruch verharren, aber trotzdem an den Sakramenten teilhaben wollen. Dieser feine Unterschied ist aber der springende Punkt: Die Tagelöhner, Schuldner, auch beide Söhne, sie alle rechnen nicht mit der überreichen Gnade des Königs / Vaters. Sie erwarten das, was ihnen oder eben den anderen nach gerechtem Ermessen zusteht, nicht mehr und nicht weniger. Dann werden sie aber von der überreichen Gnade überrascht. Die kämpferisch aktiven wiederverheirateten Geschiedenen verharren aber in der Sünde und rechnen mit der Gnade Gottes. Sie rechnen… weiter lesen »
estersimplicia
@ K wissen Sie worin Ihr Irrtum besteht? darin dass sie denken dass die Sakramente so ne Art Belohunung sind, für die, die „gut im Herzen“ sind. Dem ist genau nicht so, die Sakramenten sind die Mittel die die Menschen gut machen. Und zu den Sakramenten gehört eben auch die Ehe. Will heißen in der Befolgung des Gebotes Gottes wird man gut. Und es gilt nicht, weil man schon gut ist, deshalb muss man das mit den Geboten nicht so ernst nehmen. Und ihr Gertrud von leFort Zitat ist schon klasse, nur die Frommen unserer Zeit, sind die, die es… weiter lesen »
K
@Ahawa, du wirst wohl selbst merken, dass das schlichte Unterstellungen sind. Es mag ja auf Krawall gebürstete Progressive geben, die so ein Anspruchsdenken haben. Generell leigt das Problem hier aber im Auge des Betrachters. Wenn ich mir die „bösen Tradis“ nur finster genug ausmale, habe ich auch bald keine Lust mehr, mit ihnen zu reden. Das tue ich aber ganz bewusst nicht, weil es auch unter „Dunkelkatholiken“ immer wieder Lichtblicke gibt. Genauso musst du das halt umgekehrt auch machen, dann ersparst du dir und anderen solche falschen Pauschalurteile. Interessant ist ja, wie das Gleichnis von den Tagelöhnern endet, wenn der… weiter lesen »
Ahawa

@ K
Ach Bruder, auch Du schreibst hier mit schwarzen Buchstaben auf weißem Grund.

zeitschnur
@ K Ich habe Ihnen auch beim andern Artikel geantowrtet auf Ihre Antwort an mich. Sie haben auch auf diese Diskussion verwiesen. Sowohl das Tagelöhnerbeispiel als auch der Satz an Johannes gehören nicht in den Zusammenhnag des Themas m.E. Bei den Tagelöhnern geht es nicht um Leute, die in einer Sünde verharrend zur Kommunion gehen, sondern um „Spät-Dazu-Gekommene“. Ähnlich wie bei verlornen Sohn – das erregt den Neid derer, die immer schön brav dabei waren. Zeitlich gesehen. Beim verlorenen Sohn und den Tagelöhnern, die spät in den Weinberg kommen, handelt es sich jedoch stets um eine Umkehr und Buße und… weiter lesen »
Marcellus
Früher wußte man, wie man mit einem Judas namens Kasper umzugehen hat. Schade, dass weder Papst Johannes Paul II noch Benedikt XVI einen solchen Heuchler in die Wüste geschickt haben. Noch schlimmer, dass Kasper auch beim Konklave kräftig die Fäden ziehen konnte. Eine alte Volksweisheit besagt: „Sag mir mit wem du dich abgibst und ich sage dir, wer du bist“- Kaspers begeisterter Mentor Bergoglio ist mit dieser Volksweisheit treffend charakterisiert: Beide führen einen Krieg gegen die Kirche und tarnen das ganze mit dem unsäglichen und nicht mehr ertragbaren Umdeutung der Barmherzigkeit. Das hat nichts mit Barmherzigkeit zu tun, sondern mit… weiter lesen »
IMEK
Der Kardinal skizziert eine schwere „Bedrohung“, die sich gegen den Papst richte: „Sie wollen den Krieg bei der Synode. Der Papst ist die Zielscheibe“. S. Eminenz befindet sich im Krieg mit der unveränderbaren Wahrheit, Jesus Christus. Entlarvend ist, dass nunmehr auf den Papst gelenkt wird, also denkt dieser genauso wie K. Kasper&Co. Zielen denn die Synodenbetreiber nicht ganz unverhohlen auf eine Änderung der pastoralen Praxis, wobei sie die Chuzpe haben zu behaupten die Lehre der Kirche ändere sich dabei nicht? Wie soll das gehen? Eine nicht geschlossene Lehre ist offen, also auf einmal auch für Irrtum? Welche Rücksichtslosigkeit gegenüber 2000… weiter lesen »
Adrien Antoine

Sehr gut bemerkt.

Mir kommt das Sprichwort in Erinnerung: „Wer Wind säht, wird Sturm ernten“.
Kard. Kasper hat in sehr hohem Alter mit viel fahrigem Temperament eine leine Offensive losgetreten- jetzt jammert er lautkehls wenn die Front in Flammen steht.
Lepanto!

catholicus
Dieselbe Taktik wie vor 50 Jahren bei der zweitvatikanischen Räubersynode: Die Brandstifter bezichtigen die Feuerwehr als Unruhestifter. Wer erinnert sich an die Worte Walter Ulbrichts: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“. Gleiche Schule: Niemand hat die Absicht, die Unauflöslichkeit der Ehe anzutasten. Das Resultat wird ähnlich sein wie in Berlin 1961 und Rom 1965, weil sich die glaubenstreuen Katholiken um des lieben Friedens und einer falsch verstandenen „Einheit“ willen über den Tisch ziehen lassen. Doch wie sagte schon der heiligmäßige Pius XII. im Jahre 1949: „Es würde dann wohl alles geeint, aber nur zum gemeinsamen Untergang!“ Darum müssen… weiter lesen »
Reichsvogt

Kasper ist wohl ein Sophist reinsten Wassers.

zeitschnur
—– „Papst Wojtyla sei es gewesen, so Kasper, der die Familie als „zentrale“ Zelle, aber nicht mehr als „natürliche“ Zelle von Kirche und Gesellschaft bezeichnet habe. Die Familie sei zwar „etwas großes und schönes, aber nicht per se göttliches“, so der Kardinal.“ —– Jesus hat zwar die unter Sünde lähmende Macht der natürlichen Familie aufgehoben („Nur wer den Willen des Vaters tut, ist mein Bruder oder meine Schwester“/“Ich bringe das Schwert zwischen Mutter und Tochter etc.“). Und: „Wer nicht um meinetwillen Vater und Mutter, Brüder und Schwestern verlässt, ist mein nicht wert….er erhält schon hier Schwestern, Brüder und Mütter in… weiter lesen »
K

@zeitschnur, ich bin (ehrlich) beeindruckt. Das hast du hervorragend erkannt und auf den Punkt gebracht (wieder ehrlich).
Der letzte Absatz (Kaspar sei ein Häretiker usw.) überzeugt zwar nicht und wirkt auch wie ein eher zusammenhanglos angehängtes Cetero censeo, ändert aber an der Richtigkeit des davor Gesagten nichts.

zeitschnur

Wieso überzeugt das nicht? Weil Sie dem nicht folgen wollen? Immerhin widerspricht Kasper eine zentralen Aussage Jesu…

zeitschnur
Bitte lesen Sie (lassen Sie uns bitte beim „Sie“ bleiben – aus Respekt und Höflichkeit…) mein Posting noch mal genau: Gerade durch die strikte Distanz zur Übermacht einerseits der Familie als auch zur Überbewertung der Sexualität im gesamten NT ist jede sexuelle Disziplinlosigkeit eine Verschmutzung des Tempels des Herrn – denn das sind wir leibhaftig selbst in Christus. Ihr Statement oben greift daher zu kurz: zwar ist eine sexuelle Entgleisung wahrlich nicht die Sünde Nr. 1, das ändert aber nichts dran, dass das Menschenbild der Kirche den Menschen als Herrn über seine Triebe ansieht, um überhaupt Mensch zu sein –… weiter lesen »
Adrien Antoine

Lieber @K,
Ihr Hinweis auf den berühmten Schlußsatz von Cato maior enthält einen Fehler:
Es ist „ceterum censeo (Cathaginem esse delendam)“; „cetero“ als Adverb kommt erst in der silbernen Latinität (Plinius der Jüngere) vor.

Was jetzt die Sakramente und die Hl. Kommunion betrifft, so empfehle ich die Lektüre des Hl. Ambrosius „De mysteriis/De sacramentis“, in der Reihe „Fontes Christiani“ bei Herder herausgegeben und sehr kostengünstig beim Sarto Verlag zu bekommen; die Lateinkenntnisse werden hervorragend unterhalten und verbessert.
Der Westen hat weitgehend den Sinn für das Sakrale verloren;
Gerade durch ad fontes können wir da sehr viel lernen.

K
Hallo Adrien, danke für die Verbesserung. Das man ein lateinisches -us oder -um durch ein einfaches -o ersetzt, ist ein typischer Flüchtigkeitsfehler, der uns (ich bin Spanischsprecher) immer wieder passiert, ¡gracias! und sorry… Back to the roots ist immer viel versprechend, das finde ich auch. Man entdeckt immer wieder Neues und es erweitert den Horizont ungemein. Was die Kritik an @zeitschnurs These anbelangt, und insbesondere der Hinweis unten auf Papst Benedikt, der behauptet haben soll, die Heiden hätten das in der Ehe liegende Göttliche nicht sehen können, bin ich eher skeptisch. Man kann @zeitschnurs Ansatz gewiss nicht verabsolutieren, aber gerade… weiter lesen »
IMEK

K. Kasper gebührt sogar der inoffizielle Ehrentitel „Theologe des Papstes“.

ein besorgter Christ
Also werte Frau Zeitschnur das kann man einfach nicht so stehen lassen. 1. kannte auch das Heidentum die Ehelosigkeit z.B die Vestalinnen und auch die Dienerinnen jungfräulicher Göttinnen, Artemis, Athene. Dazu gab es in den heidnischen Kulten der Antike ja immer wieder Relikte früherer, bronzezeitlicher Urmutter Kulte, die ihre (Männlichen ) Priester prinzipiell kastriert haben. Will hießen,. es stimmt einfach nicht, dass man früher nur die Familie sah, was aber stimmt ist dass früher die Familie viel nötiger war als heutzutage, gab kein Harz IV und kein Wohnungsamt und und und. Jedoch gab und gibt es schon immer die Idee,… weiter lesen »
zeitschnur
Ehrlich gesagt verstehe ich Ihren Gedankengang nicht ganz. Vor allem bezieht er sich auf etwas, was ich so gar nicht behauptet habe. M.E. hilft es auch wenig, wenn wir hier assoziative Meinungen zum Besten geben – die Frage ist: Was ist denn wahr? Natürlich gab es im heidnisch-kultischen Bereich Ehelosigkeit. Die macht der Sippe war dadurch nicht gebrochen… Das hat aber mit dem, was ich sagen wollte, nichts zu tun. In all diesen heidnischen Religionen herrscht eine fast erdrückende Macht der Sippe. Sie finden das z.T. heute noch im Judentum (je orthodoxer desto ausgeprägter), ganz extrem im Islam, aber auch… weiter lesen »
ein besorgter Christ

@ Zeitschnur das ist Blödsinn, einfach weil die Ehe ein Sakrament ist, und es ist doch wohl Blödsinn zu behaupten: die Kirche wolle nicht, dass die Leute der Berufung! zur Ehe folgen.

Die Verachtung der Ehe ist die Domäne der Gnosis und die ist nicht christlich.

zeitschnur
@ besorgter christ Ganz ruhig – Sie verstehen einfach die Nuancen nicht. Ich verachte nicht die Ehe! Dennoch ist es durchweg Lehre der Kirche gewesen, dass das jungfräuliche Leben besser ist. Ich habe oben den Canon von Trient zitiert. Der Apostel Paulus sagt, nur der Ehelose könne wirklich ungeteilt dem Herrn dienen. Lassen Sie das so stehen – es ist Schriftwort. Im übrigen sagte ich an anderer Stelle ja, dass man nicht nur zur Ehelosigkeit, sondern auch zur Ehe berufen sein muss, Jesus aber den Kreis der Ehefähigen angesichts der Verdorbenheit durch die Sünde erheblich einschränkt (!). Tut mir leid,… weiter lesen »
Armin
Kardinal Kaspar ist ebenso wie „Franziskus I“ ein vom Modernismus (laut dem Heiligen Papst PIUS X die Synthese aller Häresien) durchseuchter Feind Gottes unseres Herrn und seiner Kirche, und wie kann jemand am besten vom eigenen Treiben ablenken? Richtig indem man seinen Gegnern genau das Vorwirft was man selber betreibt! Und daher ist klar das zumindest Kardinal Kaspar einen Krieg gegen Gott den Herrn und seiner Kirche führt und das dieser eben nur mit Hilfe von „Franziskus I“. Und was diese nun bevorstehende „Bischofssynode betrifft, so sind auf jeden Fall Gott der Herr und seine Kirche und alle wahren Katholiken… weiter lesen »
Adrien Antoine
„…auf die Gesellschaft hören, vor allem die existentiellen Dramen des Menschen, nicht um zu verurteilen, sondern um zusammen ihm zu gehen…“: Mit fast identischen Worten wurde am 28 Juni 1984 in der flämischen Kirchenzeitung Kerk&Leven in einem großen Artikel fett geworben für eine „Arbeitsgruppe zur Unterstützung der Interessen der Pädophilen in der Kirche“. Die Resultate dieser schrecklichen Katastrofe sind überall bekannt. Die leitende Figur an katholischer seite war Jef Barzin, jetzt Dekan in Antwerpen-Noord, großer Freund und Protégé vom antwerpener Bischof Johan Bonny; Bonny selber brachte vor 2 Wochen in einer konzertierten Presseaktion ein modernistisches Papier zur moderne Ehe usw.… weiter lesen »
ein besorgter Christ

Um Himmels willen und den leitenden Personen ist nichts passiert?
Noch nicht mal ne Therapie?

Im Grunde kommt das daher, dass man Gott im rein Innerweltichen sucht, und dann rutscht er vom Bauch ne Etage tiefer und das ist dann eben genau nicht Gott, sondern, der Herr der Unterwelt.

sina

@K
Sie meinen den Blödsinn wohl wirklich, den Sie schreiben?!
Unglaublich!!

Nassauer
Ich ABER sage euch. „Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren…“ „Ich ABER sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um Ehebruch), der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freit, der bricht die Ehe.“ Gott liebt also nicht vorbehaltlos, sondern denjenigen, der die Gebote hält und DADURCH Jesus liebt. Jesus lehrt, dass man die Gebote nach außen hin – dem sichtbaren Buchstaben nach – halten soll,… weiter lesen »
Eckstein

Sehr guter Beitrag, ganz der Wahrheit verpflichtet zur Ehre Gottes!

Franzel

Extrem alles gut gesagt @zeitschnur. Ich ziehe gerne meinen Hut.

Kardinal Kasper hat sich in sein Selbstdenken verrannt- offenbar seit Jahrzehnten schon.
Eigentlich ist er am Ende und scheut sich, seine(n) Lebensfehler zuzugeben.
Er ist ein armer alter Mann. „Seine Zeit“ ist längst abgelaufen. Ja, man kann auch insbesondere für ihn beten wie man eh für die Bischöfe und Priester betet.

Arrow

Nun ja. In seinem Buch „Jesus von Nazareth – Band 1″ schreibt Benedikt einen orthodoxen Autor zitierend ja, dass der Antichrist ein promovierter Theologe aus Tübingen sei.

Der hier in Rede stehende Kardinal ist auch ein promovierter Theologe aus Tübingen. Man muss eben lesen …

zeitschnur

Meinte er damit nicht eher Hans Küng?

Kostadinov

Küng und Kasper haben neben Tübingen eins gemeinsam: tanzt die Kirche nicht nach ihrer Pfeife, geben sie die beleidigte Leberwurst…

Wickerl

Er “ argumentiert “ ganz im Stil der amerikanisch- israelischen Propaganda, griffig, jedoch abseits der Denkgesetze, eben nur der Propaganda verpflichtet!

sweet

Wenn Kardinal Walter Kasper meint: „Sie wollen einen Krieg!“ will er damit sagen: „Sie wollen den totalen Krieg“ – und gläubige Katholiken sind nichts anderes als Nazis.

Adrien Antoine

Wahrscheinlich denkt Kard. Kasper hier an den altrömischen Satz (übrigens ein Paradigma aus der Sprachlehre v. P. Adhemar Geerebaert SI):
„Si pace frui volumus, bellum gerendum est“-
Wann wir dem Frieden genießen wollen, müssen wir erst Krieg führen.

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