„Gestern ihr Juden, heute wir Christen“ – Jüdischer Weltkongreß sucht antiislamistische Allianz mit Katholischer Kirche

WJC-Vorsitzender Ronald Lauder mit Papst Franziskus zu dessen Zeit als Erzbischof von Buenos Aires
WJC-Vorsitzender Ronald Lauder mit Papst Franziskus zu dessen Zeit als Erzbischof von Buenos Aires

(Vatikan) Papst Franziskus empfing am heutigen Donnerstag inoffiziell im Vatikan eine Delegation des Jüdischen Weltkongresses (WJC). Die Begegnung wurde nicht unter den offiziellen Audienzen verzeichnet. Aus diesem Grund gibt es von vatikanischer Seite keine Mitteilung über den Inhalt der Begegnung. Der Jüdische Weltkongreß gab hingegen den Medien im Rahmen einer Pressekonferenz am Sitz der Vereinigung  der Auslandspresse in Rom Auskunft. „In der Welt herrscht noch großes Leiden, zuerst wart ihr an der Reihe, nun sind wir an der Reihe“, habe der Papst dem Vorsitzenden des Jüdischen Weltkongresses Ronald S. Lauder gesagt,  wie dieser selbst berichtete. Die Begegnung des Papstes mit dem WJC fand anläßlich des jüdischen Neujahrsfestes Rosh Hashana statt.

Bei der Begegnung sei über den Nahen Osten gesprochen worden und über andere Orte, an denen Christen verfolgt werden. Aus den Erklärungen des Jüdischen Weltkongresses geht das Bemühen desselben hervor, einen anti-islamistischen Schulterschluß zwischen zionistischem Judentum und Katholischer Kirche zu erreichen.

„Der Papst hat gesagt, daß Christen und Juden gemeinsam für die Welt und den Frieden in der Welt beten müssen“, so Lauder vor der Presse. „Zuerst haben die Juden wilde Angriffe erlitten und die Welt hat dazu geschwiegen. Jetzt sind es die Christen, die vernichtet werden und erneut sagt die Welt kaum etwas. Warum reagiert die Welt so?“

Lauder hatte im vergangenen August in der New York Times einen Kommentar über die Verfolgung der Christen verfaßt, die er in einen Zusammenhang mit der Bedrohung des Staates Israels stellte. Damals stellte er die Frage: „Warum schweigt die Welt, während die Christen im Nahen Osten und in Afrika massakriert werden?“ Der WJC-Vorsitzende erinnerte an Gewaltexzesse in Nigeria, Syrien, dem Sudan und dem Irak. Lauder schrieb, daß „die allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber dem Islamischen Staat (IS) mit seinen Massenhinrichtungen von Christen und der Entschlossenheit, Israel zu vernichten, nicht nur falsch, sondern obszön ist“.

„Die Menschen guten Willens müssen sich vereinen und diese Welle abscheulicher Gewalt stoppen. Es ist nicht, als wären wir hilflos. Ich schreibe das als Bürger der stärksten Militärmacht der Erde. Ich schreibe dies als jüdischer Führer, der sich um seine christlichen Brüder und Schwestern sorgt. Das jüdische Volk versteht nur zu gut, was geschieht, wenn die Welt schweigt. Diese Mordkampagne muß gestoppt werden“, so Lauder in der New York Times.

Papst Franziskus gilt als „Freund der Juden“, wie es auf der Internetseite des Congreso Judio Latinoamericano (CJL), des lateinamerikanischen Zweiges des Jüdischen Weltkongresses heißt: „Im Unterschied zu seinen Vorgängern, unterhielt Papst Franziskus, bereits bevor er Papst wurde, Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: CJL

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67 Comments

  1. Wer hat denn erst die Christenverfolgung im Irak und in Syrien möglich gemacht? Wer hat den IS und Al Qaida aufgebaut und finanziert?

      • Überhaupt nicht, die ganze Unterminierung der schiitischen Regierungen in Bagdad und Damaskus ist keinesfalls auf Israel zurückzuführen und entspricht ja auch nicht der israelischen Strategie, Israel fordert ja nicht mindestens einmal wöchentlich einen Feldzug gegen den schiitischen Iran. Israel ist ganz und gar pazifistisch und friedlich!
        The_True_Life für wie dumm halten Sie eigentlich katholische Poster?

  2. „Aus den Erklärungen des Jüdischen Weltkongresses geht das Bemühen desselben hervor, einen anti-islamistischen Schulterschluß zwischen zionistischem Judentum und Katholischer Kirche zu erreichen…Der Papst hat gesagt, daß Christen und Juden gemeinsam für die Welt und den Frieden in der Welt beten müssen“,

    Ad 1: Zionistisches (=nicht religiöses, sondern freimaurerisch-rassistisches) Judentum und katholischer Glaube sind absolut unvereinbar, und die Kirche tut gut daran, sich von den Zionisten, denen im Nahen Osten aufgrund ihrer völlig unannehmberen Politik die Felle davonschwimmen, nicht für ihre perversen Zwecke vereinnahmen zu lassen.
    Ad 2: Weder mit Juden, noch mit Mohammedanern kann ein Katholik gemeinsam für die „Welt“ oder den „Frieden“ oder sonstwas beten. Christus ist unser Friede und nicht die UNO, der Globalismus, das Freimaurertum, oder die Interreligiosität. Friede wird nicht von unten gemacht, sondern von oben geschenkt.

  3. Warum überkommt mich nur das komische Gefühl, dass die Kirche hier vor einen fremden Karren gespannt werden soll? Anti-Islamisten-Allianz? Das klingt schon gut. Aber haben jene, die nun den „Schulterschluss“ wollen, nicht auch einiges damit zu tun, dass die Christen heute im Irak, in Syrien usw ausgelöscht werden?
    Vor 70 Jahren waren noch ein Drittel der Bewohner im Heiligen Land Christen. Heute sind die aufgerieben zwischen Juden und Moslems. Genau das geschieht im ganzen Nahen Osten. Es geht letztlich nur um den Staat Israel und das Erdöl der Amerikaner, und die beiden Faktoren hängen wieder zusammen.
    Und wieviele westliche Christen schauen weg, wenn Moslems morden, um sich mit ihnen solidarisieren zu können, und wieviel schauen weg, daß die Juden die einheimischen Christen faktisch ausgelöscht haben? Weil sie sich schon vor den Karren einer Seite spannen haben lassen, vielleicht ohne es zu merken. Denn als Tourist und Pilger kann man ja so gut wie überallhin und dann mal wieder weg.
    Eine verbockte Angelegenheit, aus der man nicht leicht mehr herauskommt. Die Christen sollten sich jedoch davor hüten, sich vor irgendeinen fremden Karren spannen zu lassen, sondern nach christlichen Maßstäben auf Lösungen im Nahen Osten drängen. Da liegt das gesamte Instrumentarium zur Verfügung. Aber nicht im Schlepptau von irgendwem

    • Nicht die Juden haben die einheimischen Christen ausgelöscht, sondern die Christen sich selbst, weil sie der panarabischen Illusion erlegen sind und sich mit den schäumenden, narzisstisch gekränkten Muslims nach der Staatsgründung Israels auf eine moralische Stufe gestellt und mit ihnen Israel ins Meer treiben wollen. Nun denn – man sieht, wohin das führt: Sie haben sich prostituiert für arabische Zwecke und haben nach getaner Arbeit von den Muslimen den Tritt erhalten, den jeder verdient, der mit der falschen Seite kollaboriert.

      Fakt ist, dass es man als Palästinenser egal welcher Religion in Israel ziemlich gut leben kann. Es ist mir unverständlich, warum sich Katholiken immerzu vor den antizionistischen Karren spannen lassen und nicht merken, wem sie da dienen: den Islamisten, die es seit 100 Jahren gibt, dem arabischen Nationalismus und v.a dem Kommunismus, der stets alles finanziert hat, was Israel zerstören sollte, sprich: das heilige Russland.
      Und nun empfehle ich mal, nachzudenken, was das eigentlich bedeutet, wenn die großen antichristlichen Bewegungen (selbst Hitler hat dem Großmufti von Jerusalem seinen Beistand im Kampf gegen die Zionisten versprochen…kleine Frage: was haben die Muslime eigentlich mehr im Hl. Land zu suchen als die Juden, sah das die Kirche – was v.a. den Islam betrifft – , nicht auch mal ganz anders?), also was heißt das eigentlich, wenn alle antichristlichen Ideologien antizionistisch gesonnen sind?
      Noch anders: was stört uns eigentlich daran, dass es Israel gibt?
      Hätten wir die Juden gerne ohne Zuflucht und stets einem weiteren Völkermord ohne jede Hilfe ausgesetzt?
      Ist das das Ansinnen der frommen Katholiken – ein Volk ins offene Messer laufen zu sehen und sich dünkelhaft daran zu weiden?

      Es ist der mit Antijudaismus assoziierte Panarabismus, der den Christen im Orient das Genick gebrochen hat, die Liebedienerei gegenüber dem Islam.

      • Nein, da gehen Sie entschieden zu weit. Philosemitismus hin oder her. Die Christen Palästinas sind keine schlechteren Christen als wir im Westen, ihnen haben fremde Eindringlinge mit Waffengewalt und der Arroganz von Kolonialinstitutionen (westliche Kolonialmächte und UNO) ihr Land geraubt. Und Sie geben ihnen nun auch noch die Schuld dafür? Das spottet jeder intellektuellen Redlichkeit und ist einseitigste Kriegspropaganda einer der beiden Kriegsparteien damals. Solch eine Logik hatten die Nazis (siehe Protektorat Tschechei) und die Kommunisten (die haben es noch heute in den Länder, wo sie regieren). Nein, die Juden sind keine schlechtere, sie sind aber auch keine bessere Rasse, Ethnie, Nation, Religion, Volk, was immer Sie wollen. Sie müssen sich genauso unter das Recht beugen.
        Für diese Wortmeldung sollten Sie sich an der Nase nehmen oder zum Thema schweigen. Das tut man nicht.
        So wie Sie schreiben hätten die Christen dort jubeln sollen, dass man ihnen ihr Land raubte, sie aus den Häusern vertrieben hat und vielleicht noch sagen: Hurran, wir freuen uns, weil die Invasoren sind ja Juden, ja dann, gehen wir gerne und still und leise. Wären es Moslems oder Chinesen oder Kommunisten oder Nazis, oder Deutsche, dann würden wir kämpfen, uns wehren und hätten sogar recht damit, aber so… Spitz formuliert, aber Ihrer Argumentation angemessen. Sorry, nicht persönlich zu nehmen, aber in der Sache geht das nicht.

      • Unsinn! Wer erliegt hier welcher Propaganda!? Über die Besiedlung und den Landkauf der Juden in Palästina noch unter den Osmanen gibt es genug Literatur – das war nicht alles Enteignung, wie Sie behaupten. Die Zahl der Palästinenser hat sich vervielfacht seit 1948, das Land war nur dünn besiedelt und z.T. gar nicht urbar gemacht, und die Osmanen waren froh, dass jemand kam und dort anpacken wollte – andernfalls hätten sie gar keine Siedler ins Land gelassen. Die Araber haben seit 1948 vollends alles getan, um die Palästinenser als Unterpfand zu missbrauchen. dass deswegen Israel kein Himmelreich ist, behaupte ich nicht, aber es ist ein normaler westlicher Staat mit seinen Stärken und Schwächen, auf jeden Fall aber ein Hort der Menschenrchte, wenn Sie es mit den arabischen Nachbarländern vergleichen…

        Ich habe weder behauptet, dass wir bessere Christen sind, noch kann man einen, der sich vom Antizionismus abgrenzt, als Philosemiten brandmarken, als sei das schon an sich selbst ein Argument – es ist nichts als ein inhaltsleerer Totschläger..

        Sie haben leider keine Ahnung vom Christentum im Orient. Das ist das Problem. Sie wissen gar nicht, welche Rolle die Christen dort spielten und spielen. Leider sind Sie nicht in der Lage, auf die genannten Probleme zu reagieren. Ich habe neulich hier schon zitiert, dass selbst Benedikt XVI. diese Problematik der aramäischen Christen angemahnt hat, als er dort war: Sie haben sich vor den arabischen Karren spannen lassen, anstatt ihrem Glauben ohne Kompromisse treu zu bleiben. Sie haben auf Kommunismus und Panarabismus gesetzt, anstatt im Glauben zu verharren.
        Es gibt viel Literatur aus orientalischer christlicher Feder. Und immer stößt einem sauer auf, dass sie auf ihre Weise auch nicht treu geblieben sind, selbst verwahrlost sind und von den Muslimen gerade auch wegen ihrer Säkularisierung, Verwestlichung und zugleich Arabisierung mit zunehmendem Misstrauen behandelt wurden.
        Der orientalische Christ ist gewissermaßen das Vorbild für den interreligiösen Ökumeniker – wachen Sie auf! Lesen Sie doch den Hilferuf Bischof Sakos an seine „muslimischen Geschwister“, mit denen man an denselben lieben Gott glaubt. Was muss noch passieren, bis man hier aufwacht!
        Das ist alles ein bisschen komplizierter, als es sich Otto Normalkatholik vorstellt.
        Die Repressionen gegen Christen haben mit den Juden ursächlich nichts zu tun!
        Die Christen sind nur nach der Staatsgründung Israels gewissermaßen gezwungen worden, Farbe zu bekennen – und taten dies aus Opportunismus und Furcht und geschürtem Hass für die islamische Seite. Das war ein großer Fehler!
        Zählen Sie 1+1 zusammen – dann könnte Ihnen aufgehen, dass da was Wahres dran sein könnte.

      • Wovon reden Sie eigentlich und werfen mir „Unsinn“ vor. Kein Wort habe ich zu einem ordnungsgemäßen „Landkauf“ geschrieben. Ich habe von Vertreibung geschrieben.
        Sie schreiben die Christen des Orients schlecht, um den Staat Israel zu verteidigen. Sie sollten sich fragen, auf welcher Seite Sie wirklich stehen, wenn Sie Ihre Brüder und Schwestern im Stich lassen. Und um ihrer Art, Birnen mit Äpfeln zu vergleichen zuvorzukommen. Damit meine ich nicht, Unrecht von Brüdern zu rechtfertigen, bestimmt nicht. Umso weniger aber ist Unrecht von Nicht-Brüdern zu rechtfertigen.

      • @ Nogo

        Ich „schreibe“ nicht die „Christen des Orients schlecht“! Ich weise auf schwere Probleme hin. Das ganze Dilemma begann schon mit den verschiedenen Schismen der orientalischen und östlichen Kirchen im Lauf der Jahrhunderte. Alleine diese Trennung von Rom hat die orientalischen Kirchen in der Mehrzahl abgekoppelt vom reinen Glauben und dem Islam gegenüber schutzlos gemacht.

        Ich habe nun mehrfach nachgewiesen, dass die moderne Problematik der Christen in ihrem Schulterschluss mit den Muslimen entstanden ist, der wiederum in der Illusion einer nicht religiösen arabischen „Umma“ begründet lag. Selbst Benedikt XVI. hat das angemahnt.

        Die Christen haben insbesondere im organisierten Terror der PLO eine entscheidende Rolle gespielt und sich damit aus eigenem Verschulden selbst in einen Gegensatz zu den Juden gesetzt. Sie erwarten doch nicht im Ernst, dass die Juden unter dem gerade vergangenen Holocaust und der Vernichtung unter Stalin sich bereitwillig „ins Meer treiben“ lassen wollten, wie die arabischen Großmäuler es ja lauthals gleich nach der Staatsgründung, die vollkommen legitim und legal war (UNO-Beschluss), verkündeten. Zumal diese arabische Hetze ja durchaus geistig mit dem Nationalsozialismus und einer Allianz zwischen Hitler und dem Großmufti von Jerusalem in einer historischen Verbindung steht.

        Die Christen haben schlicht aufs falsche Pferd gesetzt. Und das Problem ist, dass sich kaum ein israelischer Christ dies zu sagen getraut, weil der kollektive antizionistische Druck massiv ist und auch von westlichen Katholiken noch bestärkt wird.

        Ich habe jedes Mitgefühl mit den Christen, ich bete jeden Tag für Sie (tun Sie das auch?), aber ich sehe auch die Schieflage, in die sie sich selbst hineinmanövriert haben.

        Ich habe es nicht nötig, Israel zu rechtfertigen. Israel ist wie alle westlich geprägten Staaten voller Atheismus und Gottferne und daraus entsteht manche Ungerechtigkeit.

        Aber all diese propalästinensischen Schreihälse hier sehen alles nur aus der Perspektive der am lautesten brüllenden Araber – ich will darauf aufmerksam machen, dass das alles subjektiv ist und erst einmal an dem gemessen werden muss, was die andere Seite sagt. Das jedenfalls sagte schon der römische Mindestrechtsstandard: Audiatur et altera pars. Nun sagt uns dieser andere aber was anderes!
        Und dann steht, wenn man gerecht ist, erst mal Aussage gegen Aussage.
        Der nächste Schritt wäre, die vorgebrachten ggs. Klagen zu objektivieren und zu prüfen.

        Und genau da hängen hier sämtliche Antizionisten ab.
        Sie behaupten ohne zu wissen und verstoßen damit bedenkenlos gegen das 8. Gebot und rufen sich – gut organisiert – gegenseitig noch ein „Vergelt’s Gott!“ fürs Lügen zu.
        Auch das ist Babylon.

  4. Sieh mal einer an, wie schnell einen etwas einholt. Die interreligiösen Fallgruben, die Bergoglio selber gebuddelt hat, könnten schnell zu Stolperfallen werden. Auf welche Seite wird er sich wohl schlagen? Vielleicht kommt es zu einem neuerlichen Friedensgipfel oder zu einem weiteren Fußballspiel. „Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“. Bergoglio versucht es zwar immer wieder, aber Erfolg hat er keinen. Und wenn der Mann vom „Beten“ spricht, dann müsste er auch erklären, zu wem man beten soll. Zum Gott des AT? Oder vielleicht zu Allah? Bei seinen Plauderstündchen in den vatikanischen Gärten tauchte nämlich unser Heiland Jesus Christus überhaupt nicht auf. Vielleicht ging das ganze Spektakel genau deswegen in die Hose. Immerhin hat Bergoglio- wenn auch inoffiziell- mittlerweile zur Kenntnis genommen, dass die Christen grausam und brutal verfolgt werden und dass mit dem seichten Genuschel über die großen Gemeinsamkeiten der Religionen nichts verhindert wurde. Eher im Gegenteil: Viele haben den Eindruck, dass Bergoglio für alles zu haben ist. Ob das nur ein Eindruck ist, wage ich zu bezweifeln. Wenn ein Papst mit einem Freikirchler ein fröhliches Selfi produziert, mit geschworenen Feinden der Kirche fröhliche Tätatäs hat, dann kommt zwangsläufig die Frage: Kann man den Mann noch ernst nehmen? Die Antwort: O ja- aber vor allem innerkirchlich. Da packt er es an: Franziskaner von der Immakulata, Kardinal Burke usw.usw.

  5. „Rosh Hashanah“ ist ein Talmudisch/Kabbalistisches Fest. Interessant, dass ein Papst so was ehrt. laut Haaretz.
    http://www.kabbalaonline.org/kabbalah/article_cdo/aid/380105/jewish/The-Task-of-Rosh-Hashanah.htm
    http://www.haaretz.com/jewish-world/jewish-world-news/1.616280

    Dieses Blog, das sich viele Gedanken zum Verhältnis von Papst Franziskus zu den Juden macht, denkt sich seinen Teil:
    http://callmejorgebergoglio.blogspot.de/2014/09/ronald-s-lauder-to-spend-evening-of.html

    Interessant übrigens, wer Ronald S. Lauder ist.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ronald_Lauder
    Er protestierte gegen vieles, was den Juden nicht passt, u. a. 2009 gegen die Seligsprechung von Papst Pius XII.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Ronald_Lauder
    Setzte sich also in der Vergangenheit sehr für Katholiken ein, wie man sieht.

    Die Schminke-Firma seiner Mutter, Estee Lauder, ist im international einflussreichen „Council on Foreign Relations“ Mitglied:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Members_of_the_Council_on_Foreign_Relations

    Er soll mal beim Council on Foreign Relations nachfragen, warum „Die Welt so reagiert“ und bei der Vernichtung von Christen zusieht. Aber ich denke, das war ohnehin nur eine rhetorische Frage.

    • Genau, und wir sind wieder am Ermitteln in Sachen jüdische Weltverschwörung und entdecken wieder mal, wie alles zusammenhängt und finden die Lösung: die Juden sind an allem schuld und ziehen die Strippen und Bergoglio ist Teil des Netzwerkes.

      Es ist wirklich peinlich!

      Natürlich mögen Kalküle hinter Lauders Aktionen stehen – das haben auch unsere Aktionen an sich…bleiben wir fair. Es steht auch fest, dass Juden und Christen gegenüber dem Islam im genau gleichen Minderrang sind, also unfreiwillig im selben Boot sitzen.

      Dass Katholiken so dämlich sind und sich nach der Devise „divide et impera!“ von panarabischen und islamophilen Kreisen gegen die Juden aufbringen lassen, ist einfach ein Defizit der Katholiken. Dhimmis sollten sich nicht auch noch gegenseitig zum Ergötzen der Muslime zerfleischen – nicht wahr? Und wenn es ein paar orthodoxe Juden tun – wohlan, vergeltet Gleiches mit Gleichem?!

      Und noch was, Rosh Hashana ist das jüdische Neujahrsfest und geht auf das AT zurück. Hier wikipedia dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Rosch_ha-Schana

      Wenn man natürlich auf der esoterischen Kabalah-Website Infos sucht, kann man nur im esoterischen Verschwörungspool landen. Das ist so, als würde man sich bei Rudolf Steiner über den Sinn des Osterfestes informieren und entdecken, dass das ein ganz heidnisches Fest mit okkultem Touch ist.

      Fratres (et sorores!!!) – sobrii estote et vigilate!

      Mit Betonung auf SOBRII…

      • Ihrer Argumentation und tieferen Sichtweise, auch im posting von oben zur Lage im Nahen Osten, kann ich gut folgen. Dennoch bleibt für mich, nüchtern betrachtet, die Frage wie Sie den Talmud beurteilen, der ja bekanntlich alle Nichtjuden als Tiere klassifiziert – mit allen Konsequenzen. Wie viele sitzen nun eigentlich unfreiwillig im gleichen Boot?

      • Wie ich den Talmud betrachte?
        Als das, was er ist – eine Sammlung verschiedener rabbinischen Lehren und Debatten, die durchweg auch voneinander abweichen.
        Zwar gibt es im Judentum – wie im Katholizismus auch – diese Vorstellung, dass man im Rabbi (wie in einem katholischen Priester) „Gott“ stellvertretend sichtbar gemacht anerkennt, aber diese Lehren der Rabbis sind eben in vielem auch widersprechend.

        Über dem Talmud stehen in jedem Fall die Thora, die Propheten und Schriftwerke.

        Sie sehen ja selbst, wie zerklüftet auch das Judentum ist – nicht nur Goys, sondern auch Frauen werden von bestimmten Rabbis nicht als Menschen betrachtet. Nun wird jeder, der ein bisschen weiß, sofort sehen müssen, dass es massive Gegenbewegungen im Judentum zu diesen blasphemischen Lehren gibt.

        Und nun sind wir an einem entscheidenden Punkt: Sie werden auch Kirchenväter finden, die denselben blasphemischen Blödsinn verzapft haben! Genau wie solche Rabbis haben auch solche Kirchenväter damit krass der Überlieferung der Hl. Schrift dreist und selbstherrlich ins Gesicht widersprochen. Bloß sind dann neben Frauen eben v.a. die Juden untergeordnete Kreaturen…

        Wir werden übereinstimmen darin, dass für uns niemals maßgebend ist, was irgendein Kleriker oder Rabbi dahergeschwätzt hat, wenn es den Worten der Schrift ausdrücklich auf allen Sinnebenen und auf der Ebene des Wortlautes total widerspricht, und: am schlimmsten: den Worten des Herrn selbst!

        Ja – die Juden sitzen selbst in blaphemischer Verachtung dessen, was Gott überaus liebt, im selben Boot mit der Kirche.

        Aber ebenso wenig wie diese perversen rabbinischen Lehren unbestritten gelten, genauso wenig hat die Kirche die entsprechen kirchenväterlichen Perversionen je in den Rang der Wahrheit erhoben.

        Natürlich gibt es jüdische Geheimbünde, aber auch im Vatikan gab und gibt es das.

        Warum den Juden das vorwerfen, was bei uns selbst auch gang und gäbe ist?

        Gut ist es weder bei ihnen noch bei uns, aber man kann weder sie noch uns nur damit identifizieren – das wäre Lüge und Verleumdung…

        Ihr [der Juden] Problem ist einzig und alleine, dass sie IHN noch nicht erkannt haben – und in dieser Verblendung natürlich auch theologische Fehler produzieren. Aber das wird kommen, weil es uns so vorgehergesagt ist.

    • Liebe Martina, Vergelt’s Gott für Ihre so wertvolle Aufklärung! „ZEITSCHNUR“ hat offensichtlich den Auftrag, diese Seite mit ihrer transatlantisch-zionistischen Propaganda vollzumüllen. Wie sagt man so schön in Österreich: Ned amol ignoriern, wenngleich es natürlich äußerst verdienstvoll ist, den Agenten Washingtons und Tel Avivs die Maske vom Gesicht zu reißen. Die größte Unverschämtheit dieser Lügenpropaganda ist: „Fakt ist, dass es man als Palästinenser egal welcher Religion in Israel ziemlich gut leben kann.“ GEWISS, liebe Zeitschnur, das gilt wohl besonders für den Gazastreifen, ich konnte mich bei meinen Aufenthalten in diesem rassistischen Apartheitstaat auf Schritt und Tritt vergewissern, wie gut es den Nichtjuden dort geht. Sie halten uns wohl alle für deppert!

  6. Warum verkündigt die Kirche nicht den Christus des neuen Testamentes? Warum sagt niemand deutlich, dass der ganze Verfolgung und der Hass tief im Koran verwurzelt sin Der Islam ist gewaltsam und nicht reformierbar! So definiert er sich doch selbst? Warum akzeptieren das die Kirchenleute nicht und hängen immer noch an ihrem friedlichen Wunschislam, den es gemäß der islamischen Theologie und Tradition nicht gibt? Warum haben wir keine mutigen Hirten, die treu und klar die Wahrheit sagen? Warum schreitet die Kirche nicht gegen die glaubenszersetzenden liberalen Tendenzen ein? An fast jeder Universität lehren Theologen schlimmste Häresien und stellen die Bibel als Legendenbuch in die Ecke? Dabei arbeitet man methodisch atheistisch und versaut so ganze Generationen von Priestern!
    Es ist so traurig, weil es praktisch die Kirche nicht mehr merkbar gibt! Überall herrscht Dialog und man verzichtet politisch korrekt auf die Wahrheit! So haben es und die Apostel und Jesus nicht vorgelebt. Jeder Geist, der Christus leugnet ist antichristlich. Das muss doch gesagt werden. Wo ist die starke und mutige Kirche?? In den Pfarreien vor Ort nicht.

  7. In der Tat zeitigt das die Wahrheit aussen vor gelassen habende sog. „Friedensgebet“ vom Pfingstsonntag (!) in den Vatikanischen Gärten mehr und mehr Fallstricke. Die Wahrheitsfrage scheint so gut wie nicht nur nicht gestellt sondern klammheimlich „interreligiös“ zurechtdialogisert zu werden. Alles scheint sich auf ein Herbeireden eines „Friedens“ unter Ausschluss der Ewigen Wahrheit Jesus Christus zu fokusieren; und genau deshalb werden all diese „Friedensgerüste“ in sich zusammenfallen, weil auf Sand gebaut !
    Die gewaltdurchsetzte Irrlehre Islam wird weiter auf ihre Weise „dialogisierend“ die ihrige „Friedenszeit“ anstreben , will heissen die Weltherrschaft unter dem mörderischen Scharia-“Recht“. Die alleinige „Allianz“ mit sicherer Aussicht auf Erfolg ist denn diejenige mit der Ewigen Wahrheit Jesus Christus. Dies bedeutet denn auch Schluss mit dem „Kuschelkurs“ gegenüber Irrlehren und falschen Philosophien sondern unerschütterliche Bekenntnis zum König der Könige; Jesus Christus !

    Aus einer Abhandlung von Hw P. Bernhard Gerstle von der Petrus- Bruderschaft:

    -

    „Ist es nicht Anmaßung, in Sachen Religion von Wahrheit zu sprechen, gar zu behaupten,
    in der eigenen Religion die Wahrheit erkannt zu haben,
    die eine, die zwar Wahrheitserkenntnis bei anderen nicht außer Kraft setzt,
    aber die versprengten Stücke zur Einheit zusammen sammelt?
    Heute ist es zu einem Slogan von unwiderstehlicher Durchschlagskraft geworden,
    diejenigen als zugleich einfältig und arrogant abzuweisen, denen man nachsagen darf,
    sie glaubten, die Wahrheit zu „haben”.
    Solche Leute, so scheint es, sind dialogunfähig und letztlich nicht ernst zu nehmen.
    Die Wahrheit „habe” eben niemand.
    Wir alle könnten nur immer auf der Suche sein.
    Aber- so muß man dagegen fragen – was ist das für eine Suche, die nie ankommen darf?
    Sucht sie wirklich, oder will sie in Wahrheit gar nicht finden, weil es das Gefundene nicht geben darf?”

    Was hier Kardinal Ratzinger in einem Artikel v. 1.3.2003 in der „Tagespost” unter dem Titel:
    „Die Einzigkeit und Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche” anspricht,
    deckt sich weitgehend mit der Mentalität heutigen Denkens. Es darf keine verbindliche Aussage, keine Wahrheit geben, die für alle gilt und an der sich alle auszurichten haben.
    Seit dem so einflußreichen Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) aus Königsberg ist der Agnostizismus zur beherrschenden Philosophie geworden, die inzwischen auch das einfache Volk weitgehend übernommen hat.
    Der Agnostizismus leugnet, daß es eine objektive Wahrheit gibt.
    Sie ist für ihn immer subjektiv, relativ, nicht absolut, da es nach ihm eine sichere Wahrheits- und Gotteserkenntnis nicht gibt.
    Gegen diese Auffassung hat sich u. a.
    das I. Vatikanische Konzil ausgesprochen und als Glaubenssatz erklärt:
    „Gott ist mit dem Lichte der natürlichen Vernunft aus den geschaffenen Dingen (Schöpfung) mit Sicherheit zu erkennen!”

    Die Ringparabel
    Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) hat die Leugnung einer absoluten Wahrheit in seinem Werk „Nathan der Weise” in der sogenannten „Ringparabel” literarisch verarbeitet.
    Dieses Werk gehört seit vielen Jahren zum Pflichtprogramm der Gymnasiasten und trägt das Seine dazu bei, jungen Leuten klar zu machen, wie abwegig es ist, daß die katholische Kirche in Fragen des Glaubens und der Moral einen Anspruch auf absoluten Gehorsam erhebt.
    Als Aufklärer vertritt Lessing die Auffassung: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden.” Diese Meinung ist heute Allgemeingut geworden.
    Seine Quintessenz in der Ringparabel:
    Das Christentum, das Judentum und der Islam behaupten alle die wahre Religion zu sein. Doch welches letztlich die wahre Religion (in der Parabel: der echte Ring) ist, weiß keiner.
    Es soll jeder so tun, als habe er die wahre Religion und mit Eifer danach streben,
    sie so gut er kann zu leben.
    [….]
    Es hat nichts mit Arroganz zu tun, wenn wir davon überzeugt sind,
    daß das Christentum die einzig wahre Religion
    und darüber hinaus die katholische Kirche der „mystische Leib Chrsti” ist.
    Sie hat der Herr vor seiner Heimkehr zum Vater gegründet
    und in ihr ist Er geheimnisvoll gegenwärtig bis zu seiner Wiederkunft am Ende der Zeiten.
    Nur dieser Kirche ist der Heilige Geist verheißen, der sie „in alle Wahrheit einführen wird” (Joh. 16,13).
    Oder sollen wir jedes Mal lügen, wenn wir das Glaubensbekenntnis sprechen: „Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche…”?
    Hören wir nochmals in den oben erwähnten Artikel von Kardinal Ratzinger hinein:

    „Mir scheint, man müsse die Sache mit der Anmaßung umkehren:
    Ist es nicht Anmaßung zu sagen, Gott könne uns nicht das Geschenk der Wahrheit machen?
    Er könne uns die Augen nicht öffnen?
    Ist es nicht eine Verachtung Gottes zu sagen,
    wir seien nun einmal blind geboren, und Wahrheit sei nicht unsere Sache?
    Ist es nicht eine Degradierung des Menschen und seiner Sehnsucht nach Gott,
    uns nur als ewig im Dunkel Tastende anzuerkennen?
    Und damit geht dann Hand in Hand die wirkliche Anmaßung,
    daß wir eben selber Gottes Stelle einnehmen und bestimmen möchten,
    wer wir sind und was wir tun und aus uns und der Welt machen wollen.
    [….]
    -

    • Katholisches.info sollte keine Nazipropaganda verlinken!

      Hier eine Kostprobe aus dieser Website: „Man hat den Juden in den arischen Staaten die Gleichberechtigung gewährt, ohne ihre Geheimgesetze zu kennen. Man ist von der Voraussetzung ausgegangen, dass die „Religion“ (Gesetze) der Juden auf ähnlich sittlicher Grundlage beruhe wie die christliche. Soweit sich dies als ein Irrtum erweist, bleibt nichts übrig, als die unter falschen Voraussetzungen eingeräumten Rechte ihnen wieder zu entziehen.“

      Die ARISCHEN STAATEN…jüdische „Geheimgesetze“?

      Für den, der keine Bildung hat und außerdem auch noch dumm und bösartig ist, für den ist alles, was es auf dem freien Markt in Buchform zu kaufen gibt, ein „Geheimgesetz“.

      • „Katholisches.info sollte keine Nazipropaganda verlinken!“

        …sondern nur Ihre zionistische CIA und MOSSAD – Propaganda, die jede Kritik mit der altbackenen Faschismuskeule zum Schweigen bringen will. Wr haben verstanden, was Sie unter freier Meinungsäußerung verstehen. Diese Art Zensur findet auf dieser Netzseite gottlob noch nicht statt. Vielleicht orientieren Sie sich besser an kath.net, dort ist es üblich, unerwünschte Meinungen zu Medschu, diversen „Perlen“ u. ä. linientreu zu zensieren.

      • Meine Güte – es brummt geradezu dumm – wollen Sie Katholisches durch die Medien hetzen? Wissen Sie nicht, dass eine ganze Seite wegen solcher dumm-satanischer Propaganda ausgeschaltet wurde?
        Machen Sie doch einfach eine antijüdisch-zionistische Website selber auf, anstatt Katholisches.info in eine Gefahrenzone zu drängen.

        Es ist wirklich auffallend, wie wenig Substanzielles Sie mit welcher Verbissenheit vorbringen. Sagte nicht schön der Gröfaz: Je dicker die Lüge desto eher wird sie geglaubt, und: je öfter man die Lüge einfach und argumentationsfrei wiederholt – etwas bleibt immer hängen?

        Es fehlt jeder nachprüfbare Beweis.

  8. Vor diesen Karren wollen die Juden die Christen schon seit 20 Jahren spannen, sie funktionieren den zionistisch begründeten Territorialkonflikt um Palästina in einen Rassenkonflikt um, in Wirklichkeit sind es die Juden die obendrein einen „jüdischen“ Staat für sich in Palästina zu brauchen glauben. Aber in der Katholischen Kirche finden diese Leute viele, die bereit sind, da mitzugehen und mitzumachen, weil sie dumm sind oder sich zumindest so stellen. Nur soll keiner von denen die orientalischen Christen bejammern, weil es verlogen ist. Die nach Deutschland zugewanderten Türken haben auch kein Recht auf 80 Prozent des deutschen Gebietes einen eigenen Staat auszurufen und überdies den Rest noch besetzt zu halten und weiter zu besiedeln mit weiter zugewanderten Türken.

  9. Die Behauptung eines „Zionismus“ ist gleichzusetzen mit Antisemitismus. Niemand hat das Recht einen legalen und legitimen Staat, der Folge einer bis dahin beispiellosen Barbarei, ausgehend vom Laizismus bis hin zur Vaterländischen Reinigung unter Stalin gewesen ist. Wer irgendwelche „Zionisten“ beschuldigt irgendwelche Geheimgesellschaften (=Verschwörung!) gegen Christen zu betreiben begibt sich auf das Niveau eines Alfred Rosenbergs und eines Dr. Joseph Goebbels! Die Existenz Israels ist SCHULD DER FREIMAUREREI, die sich nach 1901 als Sieger Fühlen konnte und dann die Welt in die Katastrophe geführt hat, begonnen vom Laizismus in Frankreich von 1905 bis hin zur Vaterländischen Reinigung unter Stalin und schließlich zum II. Vatikanum, der Zerstörung der Kirche (letzteres historisch nachrangig!)
    Es ist also gut und billig (auch im Hinblck auf den Prozeß Jesu,!), daß die Juden sich endlich auch zum Schutz ihrer „jüngeren Brüder“ bekennen! LAßT ES ZU, DIE SELLEN NEHMEN KEINEN SCHADEN!!!
    Und, ohne Israel wären schom längst ALLE ORIENTALISCHEN UND NICHT UNIERTEN KIRCHEN AUSGELÖSCHT!!! Ein bißchen historische und taktisch-strategische Genauigkeit würde Wickerl, Marina und catholicus gut tun. Nein vielmehr das Gebot der Wahrheitsliebe ist hier notwendig. ZEITSCHNUR HAT RECHT! Nur, eines zum Hinweis: Woher stammen die entschiedensten IS-Kämpfer? Aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Australien! Haben diese irgenwann mal etwas mit Juden zu tun gehabt? NIE! Sie kennen das Judentum nicht.
    Ach ja, die behauptung, daß es sich bei Bagdhadi um einen Mossad-Agenten und Schauspieler aus Israel handeln soll, ist absurd, da er klassisches mesopotamisches Arabisch OHNE hivrit-Akzent spricht, also ein klassischer Schibbolet ist! Wer Ohren hat zu hören, der höre!
    Ich bin dem Jüdischen Weltkongress jedenfalls dankbar, es ist der erste Schritt zur Bekehrung, seht es endlich ein, Marina, catholicus und Wickerl!

    • Jakob Augstein bezeichnet im Spiegel „die neue Lichtgestalt des islamischen Terrors“ Bagdadi als ein Geschöpf des Westens. Es ist ja klar ersichtlich dass es bei diesen Aufrüstungen nur darum geht, die Moslems gegeneinander aufzuhetzen damit Israel entlastet ist. Diese Politik der Aufstachelung zum Massenmord wird nur sehr mittelfristig Erfolg bescheren.

      • Wer ist DER WESTEN? Es sind postfreimaurerische und scientology-infizierte Politiker, die nur noch den „Markt“, die börsennotierte Rendite kennen, die neoliberale und neokonservative New World Order, die nichts aber auch gar nichts mit dem Zionismus zu tun hat, ebenfalls nichts mit der sog. freiheitlich-demokratischen Grundornung, die in sich ein Oxymoron ist,
        Ach ja, wußten Sie mein lieber Wickerl, daß seit 2010 die Freimaurer sogar die ersten Logen schließen mußten oder zusammenlegen, da sich kein Mensch mehr für diesen Irrsinn interessiert? DIE ALTEN SCHRECKGESPENSTER TAUGEN NICHTS MEHR, SIE SIND TOT! Und Jakob Augstein, dieser armselige Autor des „Spiegels“, des antikirchlichen Hetzblattes, soll man diesen immer noch als seriösen Autor bezüglich der „Community“ ansehen, als Experten in Sachen Terrorismus? Schon was er über den Fall Verena Becker geschrieben hat, war hanebüchen! Und übrigens, er heißt al-Baghdadi, das h ist wichtig, weil die heutig transkribierte Schreibweise von Baghdad, nämlich Bagdad, eine Schreibweise von Gertrude Bell ist, die den türkischen Namen transkribierte!
        Noch einmal ein guter Rat! Informieren Sie sich bitte, bevor sie irgend etwas schreiben!

      • Herr Rhein, der Satan Bagdadi war jahrelang als Agent des isrealischen Geheimdienstes Mossad tätig. Es wäre schön, wenn Sie auch das zur Kenntnis nähmen.
        Warum wohl schweigt Israel plötzlich so dröhnend stille, genau seit der Zeit, als „Isis“ auf der Landkarte erschien… ?! Sie sind Fleisch vom Fleisch Judas.

      • @ gloria olivae

        Ist zwar nicht an mich gerichtet, aber haben Sie nicht den Aufruf zur Mäßigung gelesen?
        Wie kommen Sie dazu, Herrn Rhein in dieser Weise persönlich niederzumachen, für Ihre sachlichen Anliegen aber weder eine angemessene Sprache noch überhauot ein Argument vorzubringen?

        Ihr Satz ist eine reine Tautologie: Es ist so, weil es so ist.

        Wo ist der Beweis für diese Mär vom Mossadagenten al-Baghdadi? Ich werde ja auch als einer bezeichnet hier von Ihren Brüdern im Geiste…da weiß an ja, was man von solchen Verleumdungen zu halten hat.

  10. „Und, ohne Israel wären schom längst ALLE ORIENTALISCHEN UND NICHT UNIERTEN KIRCHEN AUSGELÖSCHT!!!“ (Ende des Zitats)
    Was soll denn der Unsinn? Wo hatte Israel in den arabischen Ländern jemals die Möglichkeit, zu Gunsten von Christen etwas zu bewerkstelligen? Allerdings sind mindestens 500 000 Christen seit 1947 wegen der Juden wohlgemerkt aus Palästina ausgewandert weil man sie, im Gegensatz zu den moslemischen Ländern, in Europa und Amerika genommen hat. Ich habe meine Informationen von den regulären Kirchen und christlichen Hilfsorganisationen in Palästina.
    Die Sage, dass Israel ein Vorposten der westlichen Welt in Nahost wäre, ist grober Unfug, weil Israel dort nichts tun kann als seine eigenen Grenzen sichern, und es fragt sich für wie lange noch.

  11. Ja, das ist witzig. Nachdem jahrzehntelang durch das Zusammenwirken von Linken und Zionisten immer wieder die Gleichsetzung Katholiken=Nationalsozialisten in die Köpfe der Medienkonsumenten reingeprügelt wurde, nachdem dieselben Kreise mit teuflischer Lust den islamischen Einfluss in Europa gesteigert haben und den Splitter im Auge des Katholiken als viel größer hingestellt haben als den Balken im Auge des Moslems, sollen wir Christen jetzt, wo den Zionisten ihre bisherigen Hiwis unheimlich geworden sind, für die „älteren Geschwister“ den Geh-her-da abgeben.
    Man merke: Einer der wichtigsten Mossad-Sprüche lautet: Wenn mein Freund mit mir zusammensitzt, sitzt er nicht mit seinem Freund zusammen. Also wir sollen sie als Freunde ansehen und für sie Opfer bringen, aber sie nützen uns nur eiskalt aus.

    • WOLFGANG BÖSE!!! Kennen Sie diesen??? Er war ein Linker und zugleich der schlimmste ANTISEMIT Schon vergerssen, was in Entebbe geschah??? Auch ein Rat an Sie, vorher informieren!

    • Ja, wo nützen sie aus – denen steht das Wasser bis zum Hals. Und uns auch. Ihr tanzt noch auf dem Vulkan, wenn bereits das Feuer herausschießt…
      Es ist nicht zu fassen, aber die Katholiken bringen sich selbst so oder so um den Rest an Segen. das Gegenteil von Bergoglio ist nich längst nicht die rechte Theologie…

      Es gibt, seitdem unser Lehramt ausfällt, den hemmungslosen Aufbau verschiedener fiktiver katholischer Welten – modernistisch, antimodernistisch, traditionalistisch etc.. Sie gehören wie der vielköpfige Drache in der Apokalypse alle demselben Geist an.

      Wie Bluthunde hetzen sie durch die zerstörte Kirche und suchen den Schuldigen – die einen sehen im Verbot bei der Zulassung zur Hl. Kommunion und sämtlichen Normen der Kirche den Feind, die nächsten sehen überall den phantastischen Zionismus am Werk, die übernächsten bezichtigen die Gottesmutter der übermäßigen Verehrung vor dem Konzil, und so geht es munter weiter…bloß katholisch ist das alles nicht.

      Was katholisch ist, wurde uns hinterlassen, aber Lehrbefugnis haben wir deshalb nicht.
      es ist v.a. eine Frage der Intelligenz und Bildung und des guten Willens, einer gerechten und bescheidenen Gesinnung, die heute noch einigen wenigen erlaubt, Schlüsse zu ziehen.
      Wenn Er doch bald zu Hilfe käme!

    • Wichtig ist auch folgender Hinweis: der Terrorismus der 70er Jahre in Europa (Rote Brigaden, RAF etc.) wurde finanziert von den Sowjets und ausgebildet wurden diese Leute in den Terrorcamps der Palästineser, die von arabischen Staaten und den Sowjets unterstützt wurden.

      Es ist also eine starke „Connection“ nicht nur zwischen den Rechten und den Israelfeinden, sondern auch zwischen der Linken, den Kommunisten und den israelfeindlichen Bewegungen.

      Auch heute noch sind es Politiker der Linken (Die Linke), wenn auch nicht alle pauschal, die sich engagieren für die Palästinenser und in ähnlicher Weise heftige Lügen und Verleumdungen über Israel verbreiten und dabei grundsätzlich nur auf die Stimme radikalisierter Palästinenser hören. Hier dazu eine Buchbesprechung: http://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/peter-ullrich-deutsche-linke-und-der-nahostkonflikt-verwirrende-einblicke-13057144.html Interessante Hinweise liefert auch dieser Artikel: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-06/linkspartei-antisemitismus-israel

      Wenn also @katzenellenbogen hier schwadroniert von der Verbüderung der Linken und der Zionisten, dann zeugt das entweder von einem alarmierenden Realitätsverlust oder bewusster Verdrehung der Wahrheit, die im übrigen jeder, der lesen und hören kann, klar einsehen kann. Es genügt, einfach mal, die entsprechenden Aktivisten anzuhören. dann wird einem vieles klarer.

      In aller Regel kommt nun die Platte von Trotzki, der schließlich ein Jude war und von Karl Marx und von Rosa Luxemburg – na und? Das ist doch völlig egal, es gab auch einen Ex-Seminaristen wie Stalin, Protestanten wie Engels und jede Menge Katholiken, die sich dem Kommunismus verschrieben haben. dennoch würden wir niemals deswegen alle georgischen priester deswegen verdächtigen, alle Protestanten oder alle Sonstwers. Vorausgesetzt wir denken klar und nüchtern. dass diejenigen, die sich dem Kommunismus verschrieben haben innerhalb der jüdischen gemeinden keienswegs goutiert wurdenn, ist im übrigen auch eine Tatsache, die unsere antisemitischen hetzer nicht gerne wahrhaben. Der Jude der 30er Jahre in Deutschland war sehr oft konservativ bis deutschnational eingestellt und stolz auf seine Beteiligung am 1. Weltkrieg. Alleine deswegen konnten viele es ja jahrelang nicht glauben, dass sie nun wie Feinde behandelt wurden. In Italien waren viele anfänglich sogar Mitglieder der faschistischen Partei…Erst der Rassismus der Faschisten drängte sie – gegen ihren Willen – aus dem rechten politischen Lager ins politische Niemandsland.

      Wir sind im Jahr 2014 angekommen. Bitte alle weit Zurückgebliebenen endlich mal nachrücken!

    • Auch solche Artikel beschreiben, dass der Antizionismus heute längst Oberwasser hat und nur noch eine dünne Schicht älterer Politiker sich davon deutlich abgrenzt. Wie lange noch?

      http://www.taz.de/!142364/

      Da Deutschland zur Zeit der Nazis schon mal einen massiven antisemitischen Schulterschluss mit den Arabern getätigt hat (s. Link in anderem Kommentar), vielleicht sogar Miturheber des islamistischen Antisemitismus ist, kann einem ein kalter Schauer über den Rücken laufen angesichts solcher Berichte.
      Es kann sein, dass uns unsere Geschichte irgendwann ganz brutal wieder einholt – und zwar aus unvermuteter Richtung.

  12. Wenn israelische Soldaten oder Polizisten in Israel Christen schützen, hat dies mit politischer und rechtsstaatlicher Verantwortung zu tun und nichts mit interreligiösem ökumenischen Hokuspokus, wer Ökumene möchte soll doch in eine Loge gehen, nur genau dies versucht Bergoglio den Leuten zu verzapfen. Es gab auch eine klare Trennung der Urchristen gegenüber dem Judentum, man verwendete keine hebräische Schrift, sondern griechisch, da in Ägypten ptolemäische Juden sogar mit einem rechtmäßigen Zaddok Priester lebten, wo vermutlich auch Jesus aufwuchs. Die Hohepriester in Judäa waren gekauft von der römischen Besatzungsmacht, erklärt wohl auch dass der Sanhedrin intern keine Ruhe im Judentum bekam. Ich nenne es historischen Parallelismus, was hier heute geschieht, ist das gleiche wie damals zu Jesu Zeiten in Judäa. Unsere Amtskirche verkauft sich an eine heidnische Besatzungsmacht und wirklich treue Israeliten, also das Christentum, müssen um die Wahrheit ringen, nicht vergessen, der Bund wurde ja durch Jesus erneuert, seither sind wir das wahre Israel und nicht irgendwelche Hebräer! Die Lüge fängt schon an, einen Juden als Juden zu bezeichnen, ein Jude ist ethnisch Hebräer, Judentum ist eine Religion und keine ethnische Zuordnung. leider kehrt man das Wort Hebräer so gut man kann unter den Teppich. Und zum Thema Gaza und Israel, sollen die Gaza Bewohner mal nach Deutschland schauen, dort hat man durch mönchische Tugenden wie Arbeit und Wissen sich aneignen, die russischen und amerikanischen Besatzer friedlich besiegt, ohne einen Schuss! Jetzt wo die geschlachtete Kuh BRD ausgeschlachtet ist, hauen Obama und Putin sich untereinander die Köpfe ein, nur möchten sie dies gern auf französischem und deutschem christlichen Boden. NEIN DANKE! Man erzeugt einen Religionskonflikt, und tut damit genau das, was das Kalifat möchte. Wind aus den Segeln nehmen, sieht anders aus, Liebes Israel, lieber Bergoglio! Man versucht die christliche Religion auf dem Altar der Hure Babylon zu opfern, mir kommt es vor, als legt man das Christentum wie ein Eisen auf dem Amboss Israel, um mit dem Hammer ISIS zuschlagen zu können. Das griechische Wort OIKOYMENA hat den Gematria Wert 666, und die Schrift ist griechisch. Also, Bitte an die Möchtegerns, Ökumene in der Loge, aber bitte nicht in der Kirche, dem Hause Gottes!!! Tanzt da nackt ums Feuer oder was immer ihr da auch macht, aber verkauft nicht uns Euren Müll, das christliche Abendland steht für hochqualitative Werte nicht für Schrott. Es lebe das heilige Deutschland! Amen
    christus vincit + christus regnat + christus imperat+

    • Diesen Mythos dass die Israelis die Christen schützen sollten sie nicht weiter verbreiten, die Christen haben mit den Juden bezüglich Enteignung und Entrechtung viel mehr Probleme als mit den Moslems, es gibt in Palästina unter den Palästiniern ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl und unter türkisch – moslemsicher Besatzung hielten sich hunderttausende Christen in Palästina die unter der folgenden jüdischen Besátzung fast alle ausgewandert sind, wenn der christliche Klerus ersucht im Lande auszuharren ist damit das jüdische und nicht etwa das moslemische Joch gemeint.

      • Benedikt XVI. hatte mit verschiedenen orientalischen Patriarchen die Christen v.a. in den islamistisch eskalierten Ländern zum Ausharren ermuntert – konkret die Christen des Irak. Den Bericht darüber brachte auch katholisches.info. Auch die armen Kopten, denen man die Kirche nur so wegschleift – Sie müssen schon verzeihen, dass daran keine Juden beteiligt sind und schon gar nicht Israel, sondern … na?

        Ansonsten erzählen Sie Verleumdungen. Von 8 – 9 Millionen Israelis sind 1-2 Millionen keine Juden, sondern Muslime oder Christen. Ich kenne christliche Palästinenser hier in Deutschland und müsste noch nicht einmal von denen solche Verleumdungen über Israel hören, wie Sie sie vorbringen.
        Die Christen können im Wesentlichen ihre Religion dort leben, auch wenn es gelegentlich Zank um heilige Orte gibt. Sie sind mit den Juden gleichberechtigt, sitzen im Parlament und können öffentliche Ämter bekleiden. Sie zahlen keine Schutzgelder und werden normal behandelt.

        Ich kann nicht sehen, dass Christen aus Furcht vor den Juden Israel verlassen hätten – es sei denn sie haben mit den Arabern gegen Israel Anschläge gemacht…

        Was ich sehe, dass seit Jahren und Jahrzehnten die orientalischen Christen die islamischen Länder verlassen, weil sie dort so schwer verfolgt werden, dass sie oft um ihr blankes Überleben laufen. Es ist in der ganzen Umma dasselbe – selbst im hintersten Indonesien oder Brunei.

      • Ich glaube, Sie haben den Artikel nicht sorgfältig gelesen, lieber wickerl. Im Artikel steht:
        In der Welt herrscht noch großes Leiden, zuerst wart ihr an der Reihe, nun sind wir an der Reihe“, habe der Papst dem Vorsitzenden des Jüdischen Weltkongresses Ronald S. Lauder gesagt, wie dieser selbst berichtete.
        Und es wird von der Situation im Nahen Osten gesprochen nicht der Situation Israels, zwei verschiedene paar Schuhe. Staatliche Zwangsumsiedlung sind eine Sache, haben sie in China übrigens auch, finde ich auch nicht korrekt, aber Hinrichtungen und Bombenterror sind was anderes, etwas ganz anderes. Das ist, was bald im ganzen Nahen Osten Alltag ist, im Libanon köchelt es auch schon gewaltig. Und „zeitschnur“ hat es richtig erfasst, auch aus dem Artikel heraus, es geht auch um andere Orte der Welt, wie den asiatischen Raum zum Beispiel, und dort morden weder Juden noch Christen herum oder bomben sich ins Jenseits. Was klar ist, macht man die Situation unten vor Ort zu einem religiösem Thema, haben sie am Ende einen Religionskrieg weltweit, weil man sich auf das Niveau von Leuten herab lässt, die sich selbst in die Luft bomben und Zivilisten den Kopf abhacken. Ein sehr schmaler Grat, auf dem manche da wandeln wollen. Und ja, Israel ist mit Sicherheit kein Vorzeige-Staat, da gebe ich Ihnen durchaus recht. Aber bedenken Sie, jetzt brutzelt es schon im Libanon und irgendwann auch in der Türkei, danach geht dann spätestens alles sehr schnell, egal wie die Türkei reagiert. Religiöses Gepolter löst die Probleme nicht, genau wie in Afrika. Was die Probleme lösen könnte, wäre mal alte und neue Kolonialstrukturen da zu beenden, wie in Afrika auch. Nun wer gerne auf einem schmalen Grat eines Religionskrieges wandeln möchte, bitte sehr. Die Probleme sind im aktuellen Nahen Osten militärisch von Amerika gemacht, und nicht von Christen.

  13. Werte Zeitschnur, ich kann Sie nicht überzeugen, möchte Sie aber bitten, Ihren Philosemitismus selbst auf den Prüfstand zu stellen.
    Was Antisemtismus ist, hat die Welt auf tragische Weise gesehen, wenn DIE Juden zu „Untermenschen“ deklariert werden. Philosemitismus ist jedoch die Kehrseite derselben Medaille, wenn latent DIE Juden zu „Übermenschen“ gemacht werden. Beides ist nicht religiös betrachtet, objektiv falsch, religiös betrachtet ein Irrtum.
    Ich hoffe, sie unterliegen nicht auch insgeheim der irrigen Meinung, die Juden seien irgendwie etwas Besseres, hätten einen Sonderweg zum Heil, oder seien höherwertig als Heidenchristen, verbunden mit der irrationalen Sehnsucht, irgendwie „jüdisch“ zu werden. Keine Unterstellung, nur ein Hoffen. Ich habe solche Christen gesehen, amerikanische Evangelikale, aber auch Europäer.
    Zu Israel heute: Waren Sie schon einmal im Heiligen Land? Haben Sie den Kontakt zu den Menschen dort gesucht (aller Seiten)? Aufgrund ihrer Aussagen bezweifle ich das nämlich. Wären Sie dort gewesen, hätte Sie gesehen und gehört (Fakten, Fakten, Fakten), dann hätten sie nicht geschrieben, was sie soeben über die Christen und Moslems in Israel zum Besten geben zu müssen meinten. Sie müssen nicht öffentlich antworten, es genügt, sich die Fragen selbst ehrlich zu beantworten.
    Ich war dort und habe gesehen, habe geredet und gehört. Ich weiß nicht, was ihnen „christliche Palästinenser“ in Deutschland erzählt haben, aber ich weiß, was mir christliche Palästinenser im Heiligen Land erzählt haben, was mir Juden dort erzählt haben und was mir Moslems dort erzählt. Wenn Sie es wünschen, gebe ich Ihnen gerne Namen und Adressen weiter, damit Sie selbst diese Menschen aufsuchen und mit ihnen sprechen können. Ich habe dadurch gelernt, die Dinge differenzierter zu sehen, als aus der fernen Perspektive deutscher Bequemlichkeit und parteiischer Schablonen. Und ich habe erkannt, dass ein eingelernter Schuldkomplex im Zusammenhang mit dem heutigen Nahost-Konflikt nicht weiterhilft, sondern nur schwer hinderlich ist (egal ob er sich nun in Ablehnung oder Überhöhung einer der Seiten niederschlägt). Es ist ein Ratschlag, nicht mehr, nicht weniger. Danke für die Geduld des Zuhörens.

    • Sie haben offenbar meine Postings nicht verstanden – und unterstellen mir lauter Unsinn, um gleich zu sagen, mir damit aber nichts zu unterstellen. Mit diesem rhetorischen Schachzug kommen Sie nicht durch. Alles leere Worte.

      Philosemitismus, Evangelikale – was habe ich damit zu tun? Sie sollen nicht Ihre unscharfen Assoziationen zum Besten geben, sondern präzise Aussagen.

      Ihre Hinweise auf Ihre Reisetätigkeit sei uns allen ein Hinweis auf Ihre Weltläufigkeit, aber wie wäre es, wenn Sie Ross und Reiter nennen? Was haben Ihnen denn die Leute erzählt? Erst das wäre ein relevanter Diskussionsbeitrag.

      Am absurdesten ist das Geschwätz vom Schuldkomplex – gerade ich kann ihn gar nicht haben. Ein Teil meiner Familie war selbst unter den Opfern.

      Ich möchte Sie also höflich bitten, sich etwas zurückzunehmen, denn dieses großartige Auftreten ist für manche Menschen, die vielleicht die persönlichen Tragödien in den Familien kennen, rücksichtslos, beleidigend und davon abgesehen irgendwie großsprecherisch.

      Denn im Gegensatz zu der aufgebauschten „Not“ der „Palästinenser“, die von Anfang an weitgehend hausgemacht war und dann einen Rattenschwanz an Folgeproblemen wie permanenter (gewalttätiger) Aggression gegen Israel und dessen „Vergeltung“ hervorrief, ist die Vernichtung der Juden und vieler anderer Menschen durch die Nationalsozialisten, aber auch durch Stalin ein konkretes historisches Faktum.

      • Ich unterstelle Ihnen gar nichts. Bedauerlicherweise ist Ihr Adrenalinspiegel zu hoch. Vergleichen Sie meinen Tonfall mit dem Ihrer Antwort, dann werden Sie verstehen was ich meine und bedauere.
        Ihr Problem scheint (keine Unterstellung, sondern mein Eindruck durch Ihre Postings) jede Kritik an Israel und den Juden als Majestätsbeleidigung aufzufassen.
        Ich will es nur festhalten: Ich halte pseudojudaisierende Strömungen in der Kirche für bedenklich: solche gibt es bei der Gemeinschaft der Seligpreisungen, den Neokatechumenalen u.a.m. Ein Phänomen nach dem VKII. Ich frage mich, ob Sie – anders als die genannten Gemeinschaften – auch zu dieser Strömung gehören.
        Da Ihr „Problem“ Kritik an Israel ist, bzw. sie bereit sind, das Schicksal, Leid, Geschichte der palästinensischen Christen zu bagatellisieren und zu banalisieren, zwei konkrete Beispiele: Was würden sie einem gebildeten, gemässigten, etwa 35 Jahre alten palästinensischen Christen in Israel sagen, der mitten in Jerusalems Altstadt plötzlich mit trauriger Stimme sagt: Hier wurde meine Schwester von Juden ermordet?
        Was würden Sie einem palästinensischen Christen in einer der selbstverwalteten, mit Zäunen, Überwachungstürmen und Checkpoints umgebenen Mini-Inseln inmitten Israels sagen, der am selben Tag gerade Zielscheibe eines Angriffs radikaler Moslems geworden war, und der bei der Führung durch eine Kirche das Grab des betagten Priesters dieser Kirche zeigt und erzählt, dass er von jüdischen Siedlern ermordet und in unzählige Stücke zerhackt wurde? Der Mord geschah 1979. Der Priester wurde inzwischen von der orthodoxen Kirche als Märtyrer heiliggesprochen.
        Das meinte ich oben mit Umdenken, wenn man vor Ort die Dinge sieht und hört, ohne irgendeine Propagandamanipulation von welcher Seite auch immer.
        Abgesehen davon, steigen Sie bitte von ihrem hohen Ross herunter. Meine Urgrosseltern sind im Lager elend umgekommen. Aber genau diese Vermischung und diese Reflexe gehören nicht hierher, außer sie führen einen Stellvertreterkrieg, dann sagen Sie es aber bitte.

      • Viel Psychologie, Grenzüberschreitungen mir gegenüber … lassen Sie das bitte!

        Irgendwelche Geschichten von zerhackten Leuten – ja, die können wir uns nun gegenseitig um die Ohren schlagen.

        Das ist degoutant und es schaudert mich geradezu.

        Ihren 35 jahre alten Palästinenser muss man fragen, wieso er sagt, seine Schwester sei „von Juden“ ermordet worden. Von wem genau – von Juden, die als religiöse Juden und im Namen ihrer jüdischen Religion mordeten? Oder töteten sie aus einem bestimmten Zusammenhang heraus, womöglich als israelische Sicherheitsbeamte, der uns nicht gesagt wird? Und noch präziser: warum ist das geschehen?

        Es gilt ja stets bei solchen Erlebnisgeschichten, die keiner überprüfen und objektivieren kann: „Audiatur et altera pars“.

        Und das ist auch das Problem. Sie lassen sich hier auf subjektive Berichte ein und können nicht prüfen.

        Auf dieser Schiene will ich mich erst gar nicht bewegen, sondern das zur Hand nehmen, was irgendwie von hier aus und auch historisch überprüfbar ist. Und dann sieht es anders aus.

      • Ach Zeitschnur hoffentlich spenden Sie für Katholisches.info auch so viel als wie Sie da schreiben, dabei wäre es wichtig, dass sie die Spendenhöhe an der Quantität und keines falls an der Qualität Ihrer Beiträge bemessen!

      • @Ruben: ein herzliches Vergelt’s Gott für Ihr faires, polemikfreies und bewegendes Posting. Ich könnte sehr ähnliche Erfahrungen erzählen, die ich unter palästinensischen Christen gemacht habe. Es ist unfassbar, mit welchem Dünkel einzelne hier den Staat Israel apotheotisieren.

      • Sie reiten auf einem so hohen Ross, da ist die Diskussion nicht leicht. Ich habe das Meine gesagt. Ihr „degoutant“ nehme ich als Ihren ersten Schritt zum „Audiatur et altera pars“. Nochmal auch die Empfehlung: reisen Sie ins Heilige Land: hören, sehen, sprechen unnd immer die gleichen Masstäbe anlegen.

        Generell, und damit beende ich für mich das Thema: Der Staat Israel ist politisches Konstrukt (letztes Relikt des europäischen Nationalismus des 19./20. Jh.), nichts Religiöses, nichts Heilsgeschichtliches. Orthdoxe Juden lehnen den Staat als menschlichen Anmaßung ab, Gott spielen zu wollen. Der Staat Israel ist nicht die Sache der Christen. Die Christen sind das neue, wahre Israel, so wie das wahre Jerusalem nicht mehr im östlichen Mittelmeer, sondern im Himmel ist.
        Auch für Juden gibt es keinen anderen Weg zum Heil als durch Christus. Jeder Jude ist per se noch auf der Seite derer, die Christus gekreuzigt sehen wollten und sehen in Ihm den schlimmsten „Gotteslästerer“. Die Heilige Schrift klagt mehr über die Schuld der Juden, als über die der Römer, wenn die Juden auch gerne auf die Römer zeigen. Es kann kein Zweifel bestehen: ohne Römer hätte der Sanhedrin Jesus sofort hingerichtet.
        Einen Heilsautomatismus gibt es auf für „alle“ Juden am Ende der Zeiten nicht. Die Freiheit sich gegen Gott zu entscheiden, besteht immer. Es geht aber bis zum Ende der Zeiten um die Juden, die jetzt leben (seit 2000 Jahren und vielleicht noch lange) und ihr Seelenheil. Damit sie nicht verlorengehen, verlangt die Nächstenliebe, daß auch sie Gegenstand christlicher Mission sind. Denn als Jude wird keiner gerettet, auch nicht am Ende der Zeiten, sondern durch die Bekehrung zu Christus.
        Verzicht auf „Judenmission“ (wie Verzicht auf jede andere Mission) ist grössten Pflichtverletzung gegenüber Christi Auftrag.
        Paulus sagt ja gerade im Römerbrief leidend, er hofft, zumindest einige Juden retten zu können, was heisst im Umkehrschluss…
        Juden bekehren sich nicht erst seit 200 Jahren zu Christus. Da ist nichts mit Endzeit-Zeichen. Juden bekehren sich seit der Geburt Christi. Maria, Joseph, Apostel…
        Wir haben niemand in seiner Verstocktheit zu fördern. Auch der Staat Israel kann ein Instrument sein, die Verstocktheit zu fördern, statt zu überwinden. Der Staat Israel hat mit der Heilsgeschichte nichts zu tun. Christus hat den Bund erneuert, das Alte ist im Neuen, es existiert nicht separat. Deshalb gibt es neben dem Neuen Bund (der die lineare Fortsetzung des Alten Bundes ist auch keinen separat fortexistierenden Alten Bund. Es gibt nur einen einzigen Gottesbund, der in der Menschheitsgeschichte, als Heilsgeschichte gelesen, seiner Vollendung zustrebt.

      • @ruben Ich danke Ihnen , nicht nur weil Sie meinen Standpunkt unterlegen, sondern auch noch erweitern und präsisieren, ich habe es mit großem Interesse gelesen und dazugelernt.

  14. @ Ruben

    Da helfen nur Schriftzitate, und Herr Wickerl ist eingeladen, aus dem ganzen, nicht bloß einem Bruchstückchen des Schrifttextes zu lernen:

    Hier also der Römerbrief, Kapitel 11

    1 Ich frage also: Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs! Denn auch ich bin ein Israelit, ein Nachkomme Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
    2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt hat. Oder wisst ihr nicht, was die Schrift von Elija berichtet? Elija führte Klage gegen Israel und sagte:
    3 Herr, sie haben deine Propheten getötet und deine Altäre zerstört. Ich allein bin übrig geblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.
    4 Gott aber antwortete ihm: Ich habe siebentausend Männer für mich übrig gelassen, die ihr Knie nicht vor Baal gebeugt haben.
    5 Ebenso gibt es auch in der gegenwärtigen Zeit einen Rest, der aus Gnade erwählt ist -
    6 aus Gnade, nicht mehr aufgrund von Werken; sonst wäre die Gnade nicht mehr Gnade.
    7 Das bedeutet: Was Israel erstrebt, hat nicht das ganze Volk, sondern nur der erwählte Rest erlangt; die übrigen wurden verstockt,
    8 wie es in der Schrift heißt: Gott gab ihnen einen Geist der Betäubung, Augen, die nicht sehen, und Ohren, die nicht hören, bis zum heutigen Tag.
    9 Und David sagt: Ihr Opfertisch werde für sie zur Schlinge und zur Falle, zur Ursache des Sturzes und der Bestrafung.
    10 Ihre Augen sollen erblinden, sodass sie nichts mehr sehen; ihren Rücken beuge für immer!
    11 Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen? Keineswegs! Vielmehr kam durch ihr Versagen das Heil zu den Heiden, um sie selbst eifersüchtig zu machen.
    12 Wenn aber schon durch ihr Versagen die Welt und durch ihr Verschulden die Heiden reich werden, dann wird das erst recht geschehen, wenn ganz Israel zum Glauben kommt.
    13 Euch, den Heiden, sage ich: Gerade als Apostel der Heiden preise ich meinen Dienst,
    14 weil ich hoffe, die Angehörigen meines Volkes eifersüchtig zu machen und wenigstens einige von ihnen zu retten.
    15 Denn wenn schon ihre Verwerfung für die Welt Versöhnung gebracht hat, dann wird ihre Annahme nichts anderes sein als Leben aus dem Tod.
    16 Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist es auch der ganze Teig; ist die Wurzel heilig, so sind es auch die Zweige.
    17 Wenn aber einige Zweige herausgebrochen wurden und wenn du als Zweig vom wilden Ölbaum in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest und damit Anteil erhieltest an der Kraft seiner Wurzel,
    18 so erhebe dich nicht über die anderen Zweige. Wenn du es aber tust, sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.

    • 19 Nun wirst du sagen: Die Zweige wurden doch herausgebrochen, damit ich eingepfropft werde.
      20 Gewiss, sie wurden herausgebrochen, weil sie nicht glaubten. Du aber stehst an ihrer Stelle, weil du glaubst. Sei daher nicht überheblich, sondern fürchte dich!
      21 Hat Gott die Zweige, die von Natur zum edlen Baum gehören, nicht verschont, so wird er auch dich nicht verschonen.
      22 Erkenne die Güte Gottes und seine Strenge! Die Strenge gegen jene, die gefallen sind, Gottes Güte aber gegen dich, sofern du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du herausgehauen werden.
      23 Ebenso werden auch jene, wenn sie nicht am Unglauben fest halten, wieder eingepfropft werden; denn Gott hat die Macht, sie wieder einzupfropfen.
      24 Wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum herausgehauen und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest, dann werden erst recht sie als die von Natur zugehörigen Zweige ihrem eigenen Ölbaum wieder eingepfropft werden.

      UND NUN GUT ZUHÖREN AN ALLE – WER OHREN HAT ZU HÖREN, DER HÖRE:

      25 Damit ihr euch nicht auf eigene Einsicht verlasst, Brüder, sollt ihr dieses Geheimnis wissen: Verstockung liegt auf einem Teil Israels, bis die Heiden in voller Zahl das Heil erlangt haben;
      26 dann wird ganz Israel gerettet werden, wie es in der Schrift heißt: Der Retter wird aus Zion kommen, er wird alle Gottlosigkeit von Jakob entfernen.
      27 Das ist der Bund, den ich ihnen gewähre, wenn ich ihre Sünden wegnehme.
      28 Vom Evangelium her gesehen sind sie Feinde Gottes, und das um euretwillen; von ihrer Erwählung her gesehen sind sie von Gott geliebt, und das um der Väter willen.
      29 Denn unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt.
      30 Und wie ihr einst Gott ungehorsam wart, jetzt aber infolge ihres Ungehorsams Erbarmen gefunden habt,
      31 so sind sie infolge des Erbarmens, das ihr gefunden habt, ungehorsam geworden, damit jetzt auch sie Erbarmen finden.
      32 Gott hat alle in den Ungehorsam eingeschlossen, um sich aller zu erbarmen.
      33 O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!1
      34 Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
      35 Wer hat ihm etwas gegeben, sodass Gott ihm etwas zurückgeben müsste?
      36 Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

      _________________________________

      Ruben – Sie haben kein Recht, gegen dieses Schriftwort das Gegenteil zu behaupten. Sie versündigen sich. Bitte – hören Sie doch, was geschrieben steht.

      Sie tun das, was der Apostel in vers 25 sagt: Sie verlassen sich auf Ihre eigene Einsicht und gehen daher fehl und reden sich um Ihr eigenes Heil.

      Sie müssen als echter Katholik das respektieren, was uns in der Schrift hier so eindeutig, in keiner Weise zweifelhaft oder unklar ausgedrückt, missverständlich oder so oder so verstehbar überliefert ist.
      Sie wissen, dass jeder, der so zentrale Stellen leugnet, unter Bannfluch steht?

      • Was das Thema „Relikt“ betrifft, offenbaren Sie sich als echten Zyniker.
        Der Staat Israel wäre nie entstanden, wenn nicht zuvor Millionen Juden unter Hitler und Stalin ermordet worden wären.

        Im übrigen ist Israel durch einen legalen UNO-Beschluss gegründet worden wie viele andere Staaten auch.

        Ich weiß, dass in palästinensischen Schulbüchern, die Sie wohl lesen, ein Staat Israel überhaupt nicht existiert. Auch wird dort verschwiegen, dassd er Staat ganz legal entstanden ist.
        Ebenso wird dort erfunden, dass hier niemals Juden gelebt hätten.
        Immerhin hat der Herr selbst diesem Volk dieses Land einstmals verheißen und gegeben.

        Woher wissen Sie, dass das nicht mehr gilt?

        Wenn Sie aus der Wahrheit sind, müssen Sie anerkennen, dass der hl. paulus davon spricht, dass das alte Bundesvolk bis zum Ende der Zeiten existieren wird und warum sollte es nicht prinzipiell legitim sein, an dem Ort zu leben, an den Gott es einstmals selbst hingeführt hat?

        Warum ereifern Sie und Ihre Genossen sich so über Israel?

        Haben Sie es nicht gehört:

        „Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
        Wer hat ihm etwas gegeben, sodass Gott ihm etwas zurückgeben müsste?“

        Wie kommen also Sie und Ihre Genossen dazu, Israel einen Weg abzusprechen, den Gott keinem von uns verraten hat. Das geht uns schlicht nichts an.
        Dass die Juden sich genauso bekehren müssen wie alle, habe ich nun wirklich 1000mal schon gesagt, und es ist unlauter, mir dauernd zu unterstellen, ich würde das nicht sehen.

        Ich sitze auf keinem hohen Ross. Denn gerade ich versuche, die Schrift und Tradition ernst zu nehmen und mir hier kein Urteil darüber hinaus anzumaßen wie Sie das tun. dass Sie aber wegen mangelnder Argumente mit mir nicht leicht fertig werden, mag durchaus sein – vielleicht liegt es einfach daran, dass Sie von einem katholischen Standpunkt aus gesehen nicht recht haben?

      • Bei Ihrem Justament-Standpunkt traue ich mich fast nicht mehr, auch noch etwas anzumerken.
        Sie sagen, „niemand“ habe Ihnen glaubwürdige Quellen oder Links genannt. Ich habe Ihnen schon zwei, hoffentlich auch aus Ihrer Sicht glaubwürdige Quellen genannt. Auf eine haben Sie gar nicht reagiert und von der anderen sofort abgelenkt:
        1.) Shlomo Sand: Die Erfindung des Landes Israel (2012), Professor der Geschichte an der Universität Tel Aviv;
        2.) Der Hebräerbrief.
        Er ist genauso zu berücksichtigen wie der Römerbrief. Hinzu kommen weitere Bibelstellen. Erst das Ganze ergibt den Durchblick. Das tut an sich auch der Römerbrief. Betrachtet man ihn jedoch isoliert, läuft man Gefahr, ihn misszuverstehen und einseitig zu deuten.

      • Ungern schreibe ich noch einmal. Ich würde Sie gerne vor dem Hochmut bewahren, aber es scheint schwer.
        Ich kenne den Römerbrief. Ich habe Ihn wegen ihrer Postings schon vor Tagen eigens noch einmal genau durchgelesen. Meine Schlussfolgerungen habe ich hier bereits geschrieben.

        Darum hören nun Sie, was noch in der Heiligen Schrift steht:

        Galaterbrief, Kapitel 3:

        26 Denn ihr seid alle Söhne Gottes durch den Glauben in Christus Jesus.
        27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
        28 Es gilt nicht mehr Juden noch Griechen, nicht mehr Sklaven noch Freie, nicht mehr männlich noch weiblich; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.
        29 Wenn ihr aber Christus [gehört], so seid ihr folglich (des Abrahams Same, Erben gemäß [der] Verheißung.

        Johannesevangelium, Kapitel 19:

        7 Die Juden entgegneten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich als Sohn Gottes ausgegeben hat.
        8 Als Pilatus das hörte, wurde er noch ängstlicher.
        9 Er ging wieder in das Prötorium hinein und fragte Jesus: Woher stammst du? Jesus aber gab ihm keine Antwort.
        10 Da sagte Pilatus zu ihm: Du sprichst nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht, dich zu kreuzigen?
        11 Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben gegeben wäre; darum liegt größere Schuld auf dem, der mich dir ausgeliefert hat.
        12 Daraufhin wollte Pilatus ihn freilassen, aber die Juden schrien: Wenn du ihn freilässt, bist du kein Freund des Kaisers; jeder der sich als König ausgibt, lehnt sich gegen den Kaiser auf.

        16a Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde.
        16b Sie übernahmen Jesus.

        Matthäusevangelium, Kapitel 8

        10 Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.
        11 Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen;
        12 die aber, für die das Reich bestimmt war, werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.

        Offenbarung des Johannes, Kapitel 2

        9 Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut; und doch bist du reich. Und ich weiß, dass du von solchen geschmäht wirst, die sich als Juden ausgeben, sie sind es aber nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans.

        Hebräerbrief vollständig, hier der Länge wegen nur Hinweise:
        Kapitel 2

        1 Darum müssen wir umso aufmerksamer auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht vom Weg abkommen.
        2 Denn wenn schon das durch Engel verkündete Wort rechtskräftig war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam die gerecht Vergeltung fand,
        3 wie sollen dann wir entrinnen, wenn wir uns um ein so erhabenes Heil nicht kümmern, das zuerst durch den Herrn verkündet und uns von den Ohrenzeugen bestätigt wurde

      • Forts.

        Hebräerbrief:
        Kapitel 3

        6 Christus aber ist treu als Sohn, der über das Haus Gottes gesetzt ist; sein Haus aber sind wir, wenn wir an der Zuversicht und an dem stolzen Bewusstsein festhalten, das unsere Hoffnung uns verleiht.
        7 Darum beherzigt, was der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört,
        8 verhärtet euer Herz nicht wie beim Aufruhr, wie in der Wüste am Tag der Versuchung.
        9 Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt: und hatten doch meine taten gesehen,
        10 vierzig Jahre lang. Darum war mir diese Generation zuwider und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie erkannten meine Wege nicht.
        11 Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen.
        12 Gebt Acht, Brüder, dass keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz hat, dass keiner vom lebendigen Gott abfällt,
        13 sondern ermahnt einander jeden Tag, solange es noch heißt: Heute, damit niemand von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet wird;
        14 den an Christus haben wir nur Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten, die wir am Anfang hatten.
        (bitte selber weiterlesen)
        18 Wem hat er geschworen, sie sollen nicht in das Land seiner Ruhe kommen, wenn nicht den Ungehorsamen?
        19 Und wir sehen, dass sie wegen ihres Unglaubens nicht hineinkommen konnten.

        Kapitel 4
        1 Darum lasst uns ernsthaft besorgt sein, dass keiner von euch zurückbleibt, solange die Verheißung, in das Land seiner Ruhe zu kommen, noch gilt.
        (wichtig, aber bitte selber lesen)
        3 Denn wir, die wir gläubig geworden sind, kommen in das Land der Ruhe…
        (selber lesen)
        6 Da es nun dabei bleibt, dass einige hineinkommen, die aber, die früher die Freudenbotschaft empfangen haben, wegen ihres Ungehorsams nicht hineingekommen sind,
        7 setzt er aufs Neue einen Tag fest, nämlich: Heute, indem er durch David, wie schon gesagt, nach so langer Zeit spricht: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet neuer Herz nicht!
        8 Denn hätte schon Josua sie in das Land der Ruhe geführt, so wäre nicht von einem anderen späteren Tag die Rede.

        Israel (schon gar nicht der heutige Staat) sind das „Land der Ruhe“, die Juden sind nie im verheißenen Land angekommen.

        (selber lesen)
        11 Bemühen wir uns also, in jenes Land der Ruhe zu kommen, damit niemand aufgrund des gleichen Ungehorsams zu Fall kommt.
        12 Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert…
        (selber lesen)
        14 Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus , den Sohn Gottes, lasst und an dem Bekenntnis festhalten.

        einfach selber weiterlesen, alles wichtig
        Kapitel 8
        13 Indem er von einem neuen Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist dem Untergang nahe.
        15 Und darum ist er der Mittler eines neuen Bundes; sein Tod hat die Erlösung von den im ersten Bund begangenen Übertretungen bewirkt, damit die Berufenen das verheißene ewige Erbe erhalten.

        Für heute genug Lesestoff und zum Nachdenken. Danke

      • @ Ruben und @ Lioba

        Ja und? Sie wollen doch nicht etwa Paulus gegen Paulus ausspielen?

        Sie zitieren einiges, das dringend vollständig zitiert werden und außerdem von Ihren verzerrten Interpretationen befreit werden müsste. Und im übrigen widerspricht sich Paulus nicht selbst, steht also mit diesen Sätzen nicht gegen das, was ich zitiert habe.

        Gerade der Hebräerbrief ist metaphorisch. Vielleicht hilft es Ihnen, die Geschichte von Mose, Josua etc. zu lesen, um den Zusammenhang zu begreifen – vielleicht auch nicht.

        Ihre falsche Sichtweise, der Sie beide anhängen, hängt m.E. damit zusammen, dass Sie missachten, dass die Personen, von denen es heißt, dass sie nicht ins Land der Ruhe eingegangen sind, Personen sind, die man dingfest machen kann und die auch persönlich ungehorsam waren.

        Nirgends in der ganzen Schrift gibt es eine Sichtweise, die Nachfahren persönlich schuldig erklärt für die persönlichen Sünden der Väter.

        So sagt Paulus ja auch nicht, dass die Ungehorsamen und alle ihre Nachfahren sich um ihr Heil gebracht hättenen, sondern dass dies in der GEGENWÄRTIGEN ZEIT, also seiner eigenen Lebenszeit, die in die Zeit Jesu fällt, für die gilt, die IHN verworfen haben.

        Ansonsten kann ich nur mit Trauer feststellen, dass Sie offenbar nicht gewillt sind, sich aus Gottes Heilsplänen, die ER uns verborgen hat, demütig herauszuhalten. es ist unerklärlich, was einen katholiken dazu bewegt, sich dermaßen heftig gegen Israel zu stemmen – es ist uns schlicht nichts darüber offenbart worden, wie Gott die Schicksale Seines alten Bundesvolkes führen wird.
        Die Herzlosigkeit und Härte, mit der Sie dem schweren Schicksal der Nachfahren der Ungehorsamen begegnen, die zu Millionen ermordet wurden und ohne diesen Mord auch nicht Israel als Zuflucht gegründet hätten, spricht durchweg gegen Sie. Ich schlage Ihnen vor, dass wir es abwarten – und uns vor allem ungerechter Urteile über Dinge, die wir nur vom Hörensagen beurteilen können, enthalten.

        Da einige hier mit Ihren subjekitven Erfahrungen unter Palästinensern aufwarten und mir unterstellt haben, ich hätte keine Erfahrung dort (was andere über mich immer so genau wissen – erstaunlich?!) – ich sage nur soviel, dass ich auch auf rein subjektiver Erlebnis-Ebene diese emotionalen und hochaggressiven Behauptungen nicht nachvollziehen kann – offenbar war ich immer nur mit normalen und friedlichen Israeli – egal ob Juden oder nicht zusammen…

        Keiner von uns ist Gottes Ratgeber, und was Er tut, lässt Er sich nicht von Ihrem oder meinem kurzen Verstand absegnen.

        Der Autor Shlomo sand ist kein objektiver Zeuge für was auch immer. Er ist hochumstritten und vertritt steile Thesen, die mehr im rein spekulativen Bereich liegen. http://de.wikipedia.org/wiki/Shlomo_Sand

        Es gibt auch Leute, die bestreiten, dass es Tibeter gibt. es gibt auch Leute, die bestreiten, dass es Jesus gab. Auch auf der Uni.

        Sorry – mit so einem Unsinn vertue ich nicht wertvolle Zeit.

      • (Forts.)

        Über allem steht im Römerbrief dieser mahnende Spruch an die Heiden, der wohl schon damals notwendig gesat werden musste:

        „Nun wirst du sagen: Die Zweige wurden doch herausgebrochen, damit ich eingepfropft werde.
        Gewiss, sie wurden herausgebrochen, weil sie nicht glaubten. Du aber stehst an ihrer Stelle, weil du glaubst. Sei daher nicht überheblich, sondern fürchte dich!
        Hat Gott die Zweige, die von Natur zum edlen Baum gehören, nicht verschont, so wird er auch dich nicht verschonen.
        Erkenne die Güte Gottes und seine Strenge! Die Strenge gegen jene, die gefallen sind, Gottes Güte aber gegen dich, sofern du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du herausgehauen werden.“

        Das ist der springende Punkt: sonst wirst auch du herausgehauen werden!

        Uns steht es nicht an, uns über die ungehorsamen Juden von damals zu stellen und alle ihre Nachfahren, die es noch nicht besser erkennen können, eigenmächtig in Sippenhaft zu nehmen. Das ist doch unchristlich wie es nicht schlimmer geht!

        Schauen Sie sich doch unsere Kirche an, und wie Schuppen sollte Ihnen von den Augen fallen, dass wir fast in jedem Punkt wiederholen, was sich damals die jüdische Hierarchie geleistet hat.

        Wir sind wahrlich die falschen, uns über die Nachfahren der noch nicht gläubig gewordenen Juden zu stellen.

        Dass in Christus nicht mehr Jude oder Grieche ist, bezieht sich auf den Zustand innerhalb der Kirche – daraus kann man aber nicht schließen, dass es nun keine Juden mehr gibt im anderen und bisherigen Sinn. Das ist doch so absurd – denn sie sind ein Faktum! Alleine an der traditionellen Karfreitagsfürbitte müssen Sie doch erkennen, dass auch die Kirche natürlich von der Existenz der Juden ausging – bis heute!

        Die Stelle in der Apokalypse bezeichnet zwar die ungehorsamen Juden als Synagoge Satans, aber das hilft uns im Nahostkonflikt wohl kaum weiter, denn der Satan ist der Fürst der Welt, der Antichrist wirkt ebenso von Anfang an auch in der Kirche und bewirkt am Ende einen großen Abfall (sehen wir es nicht), und der Islam – was ist der wohl (?). Das ist ein schwieriges Terrain.

        Aber man sieht an diesem Punkt, wie grauenhaft diese Überhebung von Heidenchristen ist – und dass es ihnen eben nicht nur um legitime Kritik an Israel, sondern um die geistige Vernichtung eines ganzen Volkes geht.
        Sie alle, die plötzlich so schnell sich sammelten hier, haben es ja durch Ihre Postings bewiesen und vielfach schriftlich bezeugt, dass Sie Israel nicht lieben, dass Sie trotz des Völkermordes im 20. Jh die Juden schutzlos weiterhin den Völkern und deren Belieben ausliefern würden, obwohl Gott diesen Menschen Seine Treue nicht aufgekündigt hat, und dass es Ihnen um die konzeptionelle und verbale (Was soll sonst der Hinweis auf Sand?) und damit rein logisch auch um reale Zerstörung dieser Gemeinschaft geht.

        Ein Katholik aber kann die Auflösung dieses Volkes nur unter dem Gesichtspunkt seiner Bekehrung befürworten.
        Und auf die warte ich – gemäß dem Hl. Paulus.

  15. Zum guten Schluss hier die Stellungsnahme der FSSPX zu den Juden, die ich voll und ganz teile und eben so ja auch ausgedrückt habe: http://pius.info/faq-meistgestellte-fragen/6941-das-verhaeltnis-der-piusbruderschaft-zum-juedischen-glauben.

    Wir haben keine lehramtliche verbindliche Äußerung zur Frage Israels vor dem Konzil – müssen uns daher der eigenmächtigen und ungerechten, einseitigen Verurteilung enthalten.

    Im übrigen gilt hinsichtlich Israels, dass niemand weiß, ob Gott nicht auch aus dem, was im menschlichen Irren angefangen wurde, aufgrund Seiner Gnade am Ende das wird, was Er schon lange geplant hat – so wie es einst Josef seinen Brüdern sagen konnte:

    „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen (Gen. 50, 20)

    Zum Existenzrecht hier noch der sachliche und faktenreiche Artikel auf wikipedia, der die politischen Vorgänge, die harten Fakten und Uno-Resolutionen, die prüfbar sind, referiert und sich nicht auf subjektive oder nicht nachprüfbare Beschuldigungen einlässt: http://de.wikipedia.org/wiki/Existenzrecht_Israels

    Nein, meine lieben Widersacher in diesem Thema – Sie haben weder die Schrift noch die Kirche auf Ihrer Seite.
    Derjenige, der antisemitische und antizionistische Hetze im Tradilager verbreitet, ist z.B. Bischof Williamson. Aber wie wir gesehen haben, ist er auch vieler anderen Hinsicht von allen guten Geistern verlassen und scheut inzwischen nicht einmal mehr davor zurück, dogmatische Aussagen der Kirche in ihr Gegenteil zu verdrehen wie jüngst hinsichtlich der Unfehlbarkeit des Papstes.

  16. @ Zeitschnur, Sie sind (hoffentlich) kein so hoffnungsloser Fall wie es scheint (postkonziliare philosemitische Scheinwelt). So scharf Sie sonst denken, so sehr erliegen Sie (vor welchem persönlichen Hintergrund eigentlich?) in dieser Frage dem Zeitgeist. Ihre Sache. Reagieren Sie aber nicht so arrogant beleidigt, wenn andere klarer sehen.
    Ihr Niveau sinkt: „Paulus gegen Paulus ausspielen“, dümmer geht es nicht mehr. Ich habe gesagt, dass die GANZE Hl. Schrift zu bedenken ist. Das streiten Sie offen ab (exklusiv Römerbrief). Ihr Versuch der Historisierung der „Ungehorsamen“ in vorchristliche Zeit, steht so nicht in der Heilgen Schrift. Hilfreich dazu die NT-Übersetzung von Klaus Berger.
    Manche hier haben wenigstens „subjektive“ Erfahrungen mit paläst. Christen des Heiligen Landes. Sie haben sie nicht, waren nie dort und werfen arrogant a priori Shlomo Sand in die „umstrittene“ Ecke, ohne ihn gelesen zu haben. Ein Lehrbeispiel für Hochmut! Einschließlich des herablassenden Urteils, „andere“ – im Gegensatz zu Ihnen natürlich – seien nur zu „subjektiver“ Erfahrung, aber nicht zu objektiver Analyse samt Schlussfolgerungen fähig. Wer „Unsinn“ von sich gibt, dürfte damit auch gesagt sein.
    Zudem, was für eine böswillige Unterstellung, ich hätte etwas gegen Israel. Ich kann gar nichts gegen Israel haben: als Getaufter gehöre ich zu Israel, allerdings dem wahren (neuen) Israel Christi. Heilsgeschichtlich ist der Staat Israel damit eigentlich eine Usurpation. Die Crux unseres Disputs: der zionistische Staat Israel hat heilsgeschichtlich nicht die geringste Relevanz. Er ist bestenfalls eine weitere, zusätzliche Anmaßung des verstockten Teils des Alten Bundes gegen Gott. Die orthodoxen Juden sehen es ähnlich.
    Auch die Juden werden nur durch Christus gerettet Dabei müssen wir ihnen helfen. Jede Konservierung ihres Verstocktheit verstößt gegen das Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe.
    Die Juden sehen das natürlich anders und versuchen ihre Interesse durchzusetzen. Verständlich. Verständlich aus ihrer Sicht auch, daß sie einen eigenen Staat wollen. Das hat aber mit uns Christen nicht das Geringste zu tun. Daß sie es ausgerechnet in Palästina getan haben, hat alles schrecklich „religiös“ überladen. Judenstaaten gab es mehrere in der Geschichte. Der Staat Israel geht nur sekundär auf den Zweiten Weltkrieg zurück, sondern auf die Balfour-Deklaration. Sie sollten eben doch Sand lesen!
    Und was reiten Sie dauernd auf einem UNO-Beschluss herum, bezüglich Gründung des Staates? Als würde sich Israel um UNO-Beschlüsse scheren. Israel ist ein Produkt des europäischen Kolonialismus (wer sonst hätte so rücksichtslos sein können gegen die einheimische Bevölkerung und sich anmaßen, über das Land anderer zu bestimmen); und es ist von der Idee her ein Relikt des europäischen Nationalismus, ich wiederhole mich, die Juden haben diesen kopiert (es genügt an das israelische Einbürgerungsgesetz zu denken). Den genau gibt die UNO vor, zu bekämpfen, hegt ihn aber in Tel Aviv. Kurios nicht wahr. In ihrem Argumentationsmuster (religiös, ja heilsgeschichtlich aufgeladene Politik) wirken Sie ziemlich zionistisch. Warum nur? Ihnen fallen bestimmt ausreichend neue Rundumschläge und Verharmlosungen ein. Viel Spaß. Ich beende diese fruchtlose Diskussion definitiv.

  17. @Ruben, ich stimme Ihnen voll und ganz zu und danke Ihnen für Ihre klugen und ausgewogenen Worte.

    @zeitschnur: Weshalb nur bekennen Sie sich nicht zur Substitutionslehre der Kirche? (Die Frage stellt sich mir nicht zum ersten Mal: http://www.katholisches.info/2014/07/31/aufstand-der-arabischen-christen-gegen-orthodoxen-patriarchen-jerusalems/) Sie ist ein bedeutender und verpflichtender Teil der tradierten Kirchenlehre.

    Es verhält sich genau anders, als Sie behaupten: nicht Ihre „Widersacher“ (?!) haben in dieser Sache die vorkonziliare, wahre Kirche gegen sich, sondern Sie. Seltsam, wo Sie sich sonst doch so vehement als deren Sachwalterin geben.

    Diejenigen, welche nur an der katholischen Wahrheit festhalten, der Nähe zu antisemitischem oder gar nationalsozialistischem Gedankengut zu zeihen, ist intellektuell höchst unredlich, entspricht jedoch den Reflexen eines „politisch korrekt“ vernebelten und zersetzten Zeitgeistes.

    Glauben Sie im übrigen wirklich, dass Sie mit Ihren Verweisen auf Wikipedia- und Zeitungsartikel Ihrem eigenen Anspruch auf „Objektivität“ und „Nachprüfbarkeit“ gerecht werden?! Schon in unserer Auseinandersetzung über den hl. Pater Pio (http://www.katholisches.info/2014/07/15/roberto-de-mattei-entdogmatisierung-oder-wer-hat-das-konzil-verraten/), den Sie unter Berufung auf Zeitungsartikel ins Zwielicht stellten, sind mir Zweifel aufgekommen, ob sich Ihr (auf einer Metaebene von Ihnen wiederholt emphatisch thematisierter) Objektivitätsanspruch und Ihre tatsächliche Anwendung von Maßstäben denn so sehr entsprechen. Ich erlaube mir diese Bemerkung, da ich, unbenommen Ihrer wertvollen Ansätze, nicht selten über Ihren Ton und Ihre Haltung Mitdiskutanten gegenüber stolpere. (Und wenn Sie mir vorwerfen, ich „psychologisiere“, entgegne ich Ihnen: Form und Inhalt sind letztlich nicht zu trennen!)

    „Wer diesen Bund Gottes mit dem verstockten Volk bestreitet, der beraubt sich automatisch seines eigenen Heils. Und das ist auch der Grund für den Niedergang der orientalischen Christen – das und nur das!“

    Dies sind Ihre Worte im Kommentarteil des oben verlinkten Artikels. In meiner Antwort damals habe ich das eine „unverfrorene Ungerechtigkeit Glaubensbrüdern gegenüber“ genannt. Gerade auch angesichts Ihres wiederholt demonstrierten Leugnens der kirchlichen Substitutionslehre kann ich nicht umhin, dies nochmals dick zu unterstreichen!

  18. „Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird.
    Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen.
    Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan.“ (2. Korinther 3, 14)

    Noch einmal verweise ich zum letzten Mal auf die Perspektive der Schrift: es gibt die Juden, sie sind weder Konstrukt noch rfindung, sie sind von dem geliebt, der sie unwiderruflich erwählt hat (Römerbrief), obwohl sie treulos waren, es gibt keine Kollektivschuld, aber eine Verblendung, die sich in der Erziehung und Tradition dort fortsetzt. Diese wird aber nach der Schrift am Ende der Zeiten aufgehoben. Mehrfach bezeugt die Schrift, dass in dieser Verstockung des alten Bundesvolkes ein „Geheimnis“ läge.

    Ich verweise zum letzten mal auf meine Postings. Es ist offenbar nicht möglich, sich sachlich auseinanderzusetzen. Man steckt mich in eine „Feindschublade“ und will mich auf Gedanken festlegen, die ich weder denke, noch gesagt habe:

    1. Ich habe die Substitutionstheologie nicht geleugnet –
    2. Ich stecke auch nicht die „wahren katholiken“ in die schublade der Antisemiten und Nationalsozialisten

    ad. 1: Die Substitutionstheologie gilt, aber sie besagt nicht, dass Gott pauschal alle Juden für alle Zukunft verworfen hat. es gibt einen geheimnisvollen Heilsplan Gottes, und uns ist mehrfach in der Schrift bezeugt, dass die Juden am Ende IHN erkennen und gerettet werden. Es tut mir leid – aber katholische Lehr eist nicht das Phantasieprodukt aus unberufenen Gehirmen, sondern v.a. einmal das, was uns die Schrift bezeugt.
    Ich habe das nun tausendmal so bekannt, und es kann nur als bösartig betrachtet werden, mir ständig zu unterstellen ich bestritte, dass man nun nur noch in Christus selig werden kann.
    Entweder man liest mich nicht, oder man ist böswillig. anchdem ich nun so oft betont habe, wie ich denke, muss ich leider letzteres annehmen.

    ad 2.) Die Postings hier im Forum haben teilweise sehr wohl einen deutlich antisemitischen Charakter. Da verlinkt einer Schrifttum, das von „arischen Völkern“ ausgeht. Der nächste leugnet, dass es überhaupt Juden gibt. Der übernächste sieht hinter allem Bösen unserer Zeit „jüdisch-freimaurerisches“ Wirken im Ggs. zum „römisch-katholischen“ etc. etc.
    Es gehört nur ein wenig Redlichkeit dazu, anzuerkennen, in welchem Fahrwasser man sich da bewegt.

    Was die Verbindung zwischen arabischem Antisemitismus und dem Nationalsozialismus betrifft, habe ich auf historische Realitäten verwiesen.

    Immer wieder habe ich versucht, auf Fakten und Quellen, die man objektivieren kann, hinzuweisen. Geantwortet wurde mit Subjektivität, persönlicher Anmache und Spekulationen über mich persönlich. Nicht einmal das Schriftwort wurde stehegelassen, sondern mit dem schimärischen Hinweis, man müsse die ganze Schrift lesen, abgetan. Nun sagt sie aber immer sinngemäß dasselbe…

  19. Mit Verlaub, liebe @zeitschnur, aber das ist doch ein Zerrspiegel, den Sie da Ihren Mitdiskutanten hinhalten.

    Ich lese Ihre Kommentare schon genau, wenngleich ich nicht alle Artikel und Forumsdiskussionen verfolge. Mir jedenfalls wäre es neu, dass Sie sich bis anhin klar zur Substitutionslehre bekannt hätten. Gestatten Sie, dass ich nochmals auf die Diskussion von Anfang August (die ich weiter oben verlinkt habe) zurückkomme. Dort reagieren Sie auf einen Kommentar von @Leo Laemmlein, in welchem er die Substitutionstheologie als „unbiblisch und falsch“ kennzeichnet, jedenfalls noch mit warmen Worten des Dankes.

    Und in einem anderen Beitrag am gleichen Ort schreiben Sie:

    „Viele haben hier schon behauptet, es bestünde kein Bund mehr zwischen dem alten Israel und Gott. Es ist brandgefährlich, so etwas zu sagen, weil es direkt die Liebe und Treue Gottes leugnet, denn ER ließ SEINEN Apostel etwas anderes sagen:

    „Das ist der Bund, den ich ihnen gewähre, wenn ich ihre Sünden wegnehme. Vom Evangelium her gesehen sind sie Feinde Gottes, und das um euretwillen; von ihrer Erwählung her gesehen sind sie von Gott geliebt, und das um der Väter willen.“

    Wer diesen Bund Gottes mit dem verstockten Volk bestreitet, der beraubt sich automatisch seines eigenen Heils. Und das ist auch der Grund für den Niedergang der orientalischen Christen – das und nur das!“

    Ich denke, Sie interpretieren sowohl die kirchliche Substitutionslehre – sofern Sie sich denn wirklich dazu bekennen wollen – als auch die angeführten Schriftstellen irrtümlich. Wie ich schon damals zu zeigen versucht habe, besagt die Substitutionslehre, dass in der Tat kein Bund zwischen Gott und dem heutigen Judentum mehr besteht; denn der Alte Bund ist nicht mehr, er ist aufgehoben in den Neuen; der Neue Bund jedoch besteht nur zwischen Gott und denen, die Ihn anerkennen, Vater, Sohn und Hl. Geist. Insofern die Juden die Dreifaltigkeit ablehnen, besteht kein Bund mehr zwischen ihnen und dem Schöpfer; sie stehen außerhalb, wie die Heiden. Insofern sie Ihn aber annehmen, sind sie Christen. Es besteht eben KEIN geheimnisvoller zweiter Bund neben dem mystischen Leibe Christi, kein Bund zwischen Gott und talmudischem Judentum! Es gibt nur den Einen Neuen Bund in der Kraft Christi!

    Oh ja, Sie selber sagen (am genannten Ort): „die „verstockten“ Juden haben den Bund ihrerseits insofern aufgekündigt, als sie Gott vorschreiben wollten, wie ER zu handeln habe“. Nichts desto trotz soll es „brandgefährlich“ sein, den Bund als beendet zu erkennen?! Denken wir klar: Zu einem Bund gehören zwei. Wenn er von einer der Parteien aufgekündigt wurde, dann besteht er nicht mehr. Ihr zu unrecht relativierendes „insofern“ und dessen Begründung jedoch ist purer Euphemismus angesichts des Todes Gottes! Aber Sie neigen in dieser Thematik offenbar gern zu Verbrämungen.

  20. (Fortsetzung)

    Gottes Liebe und Treue werden keinesfalls geleugnet, ebensowenig das Geheimnis seiner Beziehung zum einst erwählten Volk, wenn man klar bekennt – wie es die alte Kirche immer getan hat – dass es keinen heilswirksamen Bund mehr zwischen den Juden und Gott gibt. Die Liebe und Treue der einen Partei kann im Geheimen bestehen bleiben, der Bund als solcher nicht. Es ist falsch und entspricht nicht dem vorkonziliaren, wahren Lehramt, wenn Sie alogisch darauf beharren, dass nach wie vor und irgendwie ein „Bund (…) zwischen dem alten Israel und Gott“ bestünde.

    Entweder – oder: Entweder Sie bejahen die Einzigkeit des Neuen Bundes – und dieser besteht allein zwischen Gott und denen, die an Seinen Sohn glauben – oder Sie nehmen (wie die meisten Progressisten heute) einen zweiten, „speziellen“ Bund zwischen Juden und Gottvater an: den Alten Bund, der nie aufgehoben worden sei. Tertium non datur – auch wenn Sie es sich in einer Art Schlingerkurs zwischen den Positionen zu wünschen scheinen und gleichsam postulieren. Aber nur die erste Position entspricht der kirchlichen Substitutionslehre.

    Ein Bund zwischen Gott und Judentum besteht also nicht mehr. Wohl aber sind, wie Paulus sagt, Gnade und Berufung Gottes unwiderruflich: und aus eben dieser Gnade und Erbarmung – „um der Väter willen“ – wird Gott einst „alle Gottlosigkeit von Jakob nehmen“: in seinem Erbarmen wird er den Juden den Schleier von den Augen nehmen und Ihnen den EINTRITT in den auch und gerade für sie vorgesehenen Neuen Bund gewähren. So und nur so sind die Paulusworte zu verstehen: „Das ist der Bund, den ich ihnen gewähre, wenn ich ihre Sünden wegnehme.“

    Wenn es so wäre, wie Sie (immer noch am genannten Ort) behaupten, und der Alte Bund von Gott „lediglich (…) auf alle Menschen“ erweitert worden wäre (auf alle Menschen ohnehin nicht, es sei denn, Sie vertreten die Allerlösungstheorie), mithin immer noch die Juden einschlösse, bräuchte Paulus ja nicht von einem „Gewähren“ Gottes gegenüber den Juden zu sprechen. Denn man gewährt nicht, was ohnehin schon besteht. Dieses Gewähren aber ist an einen zukünftigen (endzeitlichen) Zeitpunkt gebunden: „wenn ich ihre Sünden wegnehme“.

    Und noch etwas zu Ihrer Interpretation des Paulusworts: „Vom Evangelium her gesehen sind sie Feinde Gottes, und das um euretwillen“. Das bedeutet (in für Paulus so typischer Raffung, Verdichtung): UM SEINER LIEBE ZU DEN HEIDEN WILLEN – NAHM GOTT DEN ABFALL DER JUDEN IN KAUF; nicht hingegen bedeutet es, die Juden wären – um den Heiden den Weg zu Gott zu ebnen – zum Abfall prädestiniert gewesen, wären gleichsam notwendig von Gott abgefallen. Das wäre eine Freiheitsbeeinträchtigung, wie sie Gott nie und niemals und niemandem gegenüber verhängt! Gleichzeitig aber impliziert diese irrige Perspektive natürlich auch eine Schuldentlastung für die Juden.

  21. (Fortsetzung)

    Dass Sie die Stelle in der Tat in diesem Sinne interpretieren, geht aus folgenden Ihrer Worte hervor: „Paulus sagt ja sogar, dass um unsretwillen, der Römer, der Heiden, das sind wir hier, ein Teil Israels verstockt wurde. Sie sind verstockt, damit wir Heiden IHN finden dürfen! Wir verdanken ihnen so viel!“ Und weiter: „Damit soll natürlich die Verstockung inhaltlich nicht gerechtfertigt werden.“ Inhaltlich nicht, aber doch wohl ursächlich?! Das ist Ihr Gedanke. Es ist freilich nicht der des Apostels!

    Mit dieser von Ihnen (mindestens einer vielleicht undeutlichen, d.h. nicht durchdachten Intention nach) irrtümlich aus dem Pauluswort herausgelesenen „Notwendigkeit“ eines Abfalls der Juden von Gott „zu unserem Heil“ untermauern Sie aber verschiedentlich Ihre von einer rosaroten Brille (durch die womöglich auch Blauäugigkeit hindurchschimmert) gekennzeichneten Einschätzungen zum Staat Israel und der israelischen Politik. Demgegenüber kann ich nur wiederholen: Die menschenverachtende Politik Israels aktuell wieder schönzufärben, zu relativieren oder halb zu übersehen, dafür haben wir als Katholiken wahrlich keinen Grund. „Seid klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben.“

    Aus all dem Gesagten ergibt sich, wie ich meine, auch logisch nachvollziehbar, weshalb ich Ihre so schroffe (um nicht zu sagen lieblose) wie irriger Schriftinterpretation entsprungene, der Substitutionslehre widersprechende Behauptung in der Tat als eine unverschämte Ungerechtigkeit Glaubensbrüdern gegenüber empfinde: „Wer diesen Bund Gottes mit dem verstockten Volk bestreitet, der beraubt sich automatisch seines eigenen Heils. Und das ist auch der Grund für den Niedergang der orientalischen Christen – das und nur das!“ Sätze wie diese gehören durchgestrichen.

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