Papst Franziskus spricht am 25. November vor dem Europäischen Parlament

Papst Franziskus wird am 25. November vor dem Europäisches Parlament sprechen
Papst Franziskus wird am 25. November vor dem Europäisches Parlament sprechen

(Brüssel/Vatikan) Papst Franziskus wird am kommenden 25. November vor dem Europäischen Parlament in Straßburg sprechen. Vatikansprecher Pater Federico Lombardi bestätigte heute mit einer Presseerklärung den Besuch des Papstes. Die Einladung erfolgte durch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD).

Die Einladung hatte Schulz bereits am 19. März 2013, am Tag der Amtseinführung von Papst Franziskus in Rom ausgesprochen. Schulz sagte damals: „Ich hoffe den Papst so bald als möglich willkommen heißen zu können, um eine europäische und universelle Botschaft über die Grundwerte auszusenden, die heute mehr denn je erforderlich sind.“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und demnächst auch der Europäischen Bischofskonferenzen (COMECE), Erzbischof Reinhard Kardinal Marx von München-Freising sprach von einer „sehr guten Nachricht“. Der deutsche Kardinal sieht darin ein „starkes Signal des Papstes zur Unterstützung und Ermutigung des europäischen Einigungsprozesses“. Der Papst „würdigt den Erfolg des europäischen Projekts und nicht zuletzt die Friedensdividende, für die die EU den Friedensnobelpreis erhalten hat.“ Diese zweite Rede eines Papstes vor dem EU-Parlament unterstreiche die „fortdauernde Unterstützung der Kirche für die hohen Ideale der europäischen Integration“, so Marx.

Ob Papst Franziskus kritischere Worte zur gesellschaftspolitischen Ausrichtung der EU finden wird, als der ebenso staatsmännisch wie unkritisch auftretende deutsche Kardinal?

1988 hatte Papst Johannes Paul II. vor dem Europäischen Parlament gesprochen. Eine Rede von Papst Benedikt XVI. kam nicht zustande.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana

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46 Comments

    • @Dario: Na dann-der Vortrag kann ja was werden… Echt? Wenn der „Papst“ am 25.November in Brüssel mit dem Flugzeug (oder mit dem Helikopter?) angebraust kommt, mit seiner Aktentasche in der Hand, worin sich auch ein Rasierapparat befindet, sollte er zuvor in tiefem Ernst Joh. 10 lesen, ein Kapitel für Bischöfe, Kardinäle und insbesondere den Papst, wo sehr genau zwischen Hirten und Mietlingen unterschieden wird! Aber das wird Bergoglio nicht tun und dasselbe gilt für seine Pedell’s im Dienste. Er wird dafür seine schwadronierten ‚Perlen des Tages‘ an den Mann zu bringen versuchen. In Zuckerhülle verpackte Allgemeinplätze ausssprechen und von Friede, Freude, Eierkuchen schwafeln.

  1. Die entchristlichte „EU Spiritualität“ als „Friedensbringer“ ?
    Aus einem letztjährigen Bericht von katholisches.info:

    -
    Schon im vergangenen Jahr hatten die Weihnachtsgrußkarten des Europäischen Parlaments Staunen unter nicht wenigen Abgeordneten ausgelöst. Vertreter verschiedener Fraktionen richteten eine Anfrage an Parlamentspräsident Jerzy Buzek, in der sie aufforderten, die Weihnachtskarten künftig wieder mit „als christlich erkennbaren“ Symbolen zu drucken. Die Forderung fand offensichtlich kein Gehör. Die Weihnachtskarten 2012 zeigen stilisierte Weihnachtsbäume vor psychedelischem Hintergrund und verfremdeten Bildern des Europäischen Parlaments. Der Abgeordnete Fontana spricht von einem „weiteren Kapitel“ im „antichristlichen Feldzug“ Straßburgs, wo eine links-liberale Mehrheit den Ton angibt. Auf den „europäischen“ Weihnachtskarten findet sich nicht einmal der Aufdruck „Frohe Weihnachten“. Auf den Karten steht nur eine Zahl: „2013“. „Ein weiterer Versuch der Entchristlichung Europas durch die Zerstörung jedes Hinweises auf die Traditionen, Grundlagen und Wurzeln des Alten Kontinents“, so Fontana.

    Islamisch-linke Stadtregierung Brüssels in der Kritik – 2011 kein Christbaum, 2012 ein Ärgernis
    Neben den Weihnachtskarten ohne Weihnachten stößt auch ein futuristischer Baum auf dem Grand-Place auf Ablehnung. Er soll einen Christbaum darstellen, ist aber dermaßen verfremdet, daß ihn viele Bürger als „antichristliches Ärgernis“ betrachten.  2011 hatte die linksregierte Stadt Brüssel mit der Tradition gebrochen, auf dem großen Stadtplatz einen Christbaum mit Tausenden Lichtern aufzustellen. Bürgermeister Freddy Thielemans stützt seine Regierung auf die 16 Gemeinderäte seiner Sozialistischen Partei, von denen zehn Moslems sind. Mit Online-Petitionen forderten zahlreiche Bürger die Stadtverwaltung auf, wieder einen Weihnachtsbaum aufzurichten. Das 2012 sichtbar gewordene Ergebnis fand dennoch nicht die Zustimmung der Menschen. Mit Internet-Petitionen wurde nun ausdrücklich die Aufrichtung eines traditionellen Nadelbaums gefordert.
    [….]
    Pünktlich zur Weihnachtszeit setzt antichristlicher „Kreuzzug“ ein
    Wie in Brüssel und Straßburg hat auch in verschiedenen europäischen Hauptstädten wieder pünktlich zur Weihnachtszeit der antichristliche „Kreuzzug“ eingesetzt. Ein Feldzug gegen die Weihnachtskrippe, den Christbaum, die Weihnachtslieder und traditionelle religiöse Darstellungen. In Frankreich, wenig südlich von Paris wurde in einem Kindergarten der Weihnachtsmann im Namen eines fiktiven und kalten Respekts vor Andersdenkenden und der Neutralität des Staates als „zu christlich“ verboten. In Caorso, einer Gemeinde nahe der italienischen Stadt Piacenza wurde in einer Schule jeglicher religiöser Bezug auf Weihnachten untersagt. Begründet wurde die Maßnahmen, daß „jede Sache, die sich auf eine einzige Religion bezieht und nicht alle Religionen berücksicht“ zu unterbleiben hätte.

    Benedikt XVI.: Wenn die Menschen das Licht Gottes zu verdunkeln versuchen, herrscht „schreckliche Dunkelheit“
    Jedes Mal, wenn der Mensch versuchte, das durch die Geburt Jesu in die Welt gekommene Licht auszulöschen, sei das Ergebnis eine schreckliche Dunkelheit gewesen, sagte Papst Benedikt XVI., als vor wenigen Tagen der Christbaum auf dem Petersplatz neben der Krippe beleuchtet wurde. In verschiedenen Epochen habe man versucht, so der Papst, das Licht Gottes durch irreführendes und verführerisches Blendwerk zu ersetzen. Was folgte, seien meist Zeiten schlimmster Gewalt gegen Menschen gewesen, in denen selbst die edelsten Begriffe ihrer wahren Bedeutung beraubt wurden. Begriffe wie Freiheit, Gemeinwohl, Gerechtigkeit wurden ihrer Herkunft aus Gott und dessen Liebe entkleidet und zum Spielball menschlicher Interessen ohne Bezug zur Wahrheit und zur Verantwortung.

    Hier der Artikel in voller Länge:

    http://www.katholisches.info/2012/12/21/weihnachtskarten-ohne-weihnachten-des-europaischen-parlaments-wenn-neutralitat-zur-leere-wird/

  2. Ja genau, wir brauchen einen Opi, der uns das Märchen von den Grundwerten erzählt, die uns so dringend notwendig wären, so einen Flower-Power-Opi, und wenn er aus dem Che-Guevara-Kontinent kommt – umso besser. Wie romantisch.
    Er könnte ja mit Uli Wickert zusammen auftreten und sie könnten eine Talkshow über die ehrlichen Dummen zelebrieren. Die Simultan-Übersetzer in ihren Glashäuschen werden tausend Missverständnisse erzeugen, über die wir wieder wochenlang streiten dürfen, und F. erhält den Friedensnobelpreis zum 5ten Mal, weil er es meisterhaft versteht, über seinem Geschwätz von gestern zu stehen, ja, es nicht mal zu erinnern. Er erhält als erster auch den Pulitzer-Preis, den Goethepreis der Stadt Frankfurt und den Büchner-Preis. Dann folgt der Friedenspreis des deutschen Buchhandels, das Bundesverdienstkreuz und zur Buchmesse erscheint ein umfangreicher Interviewband „Franziskus im Dialog“, hg. von Scalfari. An Weihnachten liegt der Schinken dann unter millionen katholischen Weihnachtsbäumen in 20 Sprachen, die vielen Übersetzungsfehler nach wie vor inklusive, und gewiss schreiben mir wieder 20 Kenner und Profis, dass F. alles anders gemeint hat, als ich es verstanden habe. Aus jedem Buch quillt heißer, schwarzer Rauch – in memoriam Paul VI., der ja nun auch bald in den Kreis der nachkonziliaren Antiheiligen eingereiht werden wird.

    Was wollt ihr eigentlich, läuft doch prima!

    • [email protected] ! Der reaktionäre Standpunkt ist gekennzeichnet durch ein mehr
      oder weniger wütend bis gewalttätiges Reagieren auf historische Prozesse , die man
      bedauerlicherweise nicht mehr verändern kann. Die Wut , wie sie sich in Ihrer Satire
      äußert , ist schon deshalb befremdend , weill sie sich bloß auf eigene Ressentiments
      stützt , und nicht auf die Analyse von Fakten . Es gibt keinen Che Guevara Konntinent ,
      ebensowenig einen Stalin Kontinent oder einen Pol Pot Kontinent . Das Heimatland des
      Papstes ist ebenso wie das Nachbarland Chile durch viele Unterschiedliche Experimente
      gegangen .Was Sie eigentlich mit Ihrer Satire bezwecken wollen ist mir unklar , zu-
      mal die Rede noch gar nicht gehalten wurde . Die Verunglimpfung in ihr ist zwar im
      Niveau reltiv hoch , trifft aber trotzdem genauso ins Leere .

  3. Ich gestehe auch: diese Zeit ist anscheinend nur mit Humor,gemischt mit einer Prise Zynismus zu überstehen !!
    Gott möge uns Kraft geben,durchzuhalten.

  4. Conchita Wurst wird auch in Straßburg auftreten. Da ließen sich die beiden Events doch terminlich zusammenlegen. Das wäre Klasse!

    • Den Event mit der größten Peinlichkeit würde ganz klar Bergoglio gewinnen. Für Peinlichkeiten jeder Art, nichtssagende Äußerlichkeiten und primitive Showeinlagen hat er ein gutes Händchen.

  5. Da bin ich gespannt was er dem Homo- und Genderparlament erzählen wird, ich fürchte allgrößte , dem Ernst der Lage keinesfalls gerecht werdende Peinlichkeiten.

    • Empfehlen wird er vermutlich – Barmherzigkeit, Barmherzigkeit, B a r m h e r z i g k e i t – bis zum Erbrechen….

  6. Martin Schulz (SPD) ist ein Marxist, also Anti-Christ reinsten Wassers. Bei der diesjährigen EU-Wahl hatte er mit der Abschaffung des christlichen Kreuzes Wahlkampf betrieben.
    Papst Franziskus ist wie es aussieht von der marxistisch inspirierten „Befreiungstheologie“ beeinflußt.
    Da bestehen also irgendwo ideologische Gemeinsamkeiten.
    Papst Franziskus liest das Evangelium auch ein gut Stück soz. mit marxistischen Augen. Das scheint mir – ich täusche mich gerne – der Fall zu sein.

    Es ist manchmal die Frage, wer sein eigentlicher Impulsgeber ist: Christus oder die marxistische Ideologie oder beide gemischt.

    • @Dario
      Danke für Ihren wichtigen Hinweis!
      Ich habe die Petition unterschrieben, jedoch mit folgendem Kommentar:

      „Ich unterstütze voll und ganz Ihr Anliegen, möchte aber hinzufügen:
      Es wäre die oberste Pflicht von Papst Franziskus, hier entsprechende Worte zu äussern.
      Würde unser Pontifex diese „Schwarze Messe“, die eine ungeheuerliche Sache ist, öffentlich ablehnend bewerten, hätte dies vermutlich größere und weitreichendere Wirkung als meine Unterschrift und die vieler Anderer.“

      Es kann natürlich sein, dass ich nur unzureichend informiert bin, aber meines Wissens hat sich Papst Franziskus hierzu (noch) nicht vernehmlich zu Wort gemeldet.
      Womöglich ist er über diese „höllische Veranstaltung“ aber gar nicht informiert und ich würde ihm Unrecht tun.

      • Ein herzliches Vergelt’s Gott.
        Ihren Kommentar finde ich sehr gut. Vielleicht weiß ja kath. Info ob der Papst darüber Bescheid weiß.

  7. Es wird eine Freimaurerrede vor einem Freimaurerparlament sein.
    Mit dem Herrn Jesus Christus hat das alles nichts zu tun – im Gegenteil (wenn man versteht, was damit gemeint ist).

    • Da hatte ich heute eine Diskussion: Jemand meinte, Bergoglio sei der Antichrist. Ich habe dem energisch widersprochen, denn der Antichrist zeichnet sich neben seiner Verschlagenheit durch hohe Intelligenz aus. Aber auf den Propheten des Antichristen trifft faktisch alles zu, was vorausgesagt wurde. Bergoglio ist ein antikatholischer, interreligiöser Freimaurer, der dem Antichristen den Weg bereitet. Wir hätten- falls wir es nicht ohnehin schon waren- spätestens in dem Moment argwöhnisch werden müssen, als die Lügengeschichte vom kniekranken Bergoglio kolportiert wurde, der deswegen keinerlei Ehrerbietung gegenüber dem höchsten Herrn zeigen könne. Bei anderen Gelegenheiten- auch das durften wir mittlerweile bitter erfahren- funktioniert es mit dem Knien bestens. Das apokalyptische Zeichen schlechthin war für mich allerdings das Fronleichnamsfest. Auch wenn viele hier Papst Benedikt XVI kritisieren- für mich bleibt er bis zu seinem Tod Papst. Der argentinische Laiendarsteller dagegen hat das Petrusamt verwirkt- wenn er es überhaupt jemals inne hatte.

      • Volle Zustimmung. Auch für mich bleibt Benedikt XVI bis zu seinem Lebensende Papst. Bei Herrn Bergoglio ist es sowieso ein Ding der Unmöglichkeit, in ihm den Papst zu sehen.
        Per Mariam ad Christum.

      • „Papst Benedikt XVI (…)- für mich bleibt er bis zu seinem Tod Papst.“

        Sie sagen im Grunde nur das Selbstverständliche. Papst ist und bleibt man auf Lebenszeit, denn die Übergabe der Schlüsselgewalt ist an die Person gebunden. Man kann das nicht ablegen, wie einen alten Mantel. Selbst wenn ein Amtsträger dement würde, bliebe er der Papst, der lediglich in seiner Amtsausübung gehindert wäre. Wir dürfen uns von diesen liberalen Rationalisten nicht ein X für ein U vormachen lassen. Schon die Einrichtung von emeritierten Bischöfen war ein Witz. Leider hat dazu keiner gelacht, was dazu führte, das man nun auch das Papstamt in dieser Hinsicht zu beschädigen sucht. Mit höchst zweifelhaften theologischen Argumenten und Ausnahmefällen von der Regel wird versucht, einen Papstrücktritt zunächst zu legitimieren und in Schritt 2 zum Normalfall zu deklarieren. Wäre dies aber der Fall, hätte die Kirche nicht seit unvordenklichen Zeiten einen solchen Rücktritt nie gekannt. Wenn Ausnahmen zu Regelfällen werden können, dann sollte man bspw. auch vor der Neuauflage von Gegenpäpsten keine Scheu haben.

      • @Marcellus , was gedenken Sie denn gegen den Propheten zu unternehmen ,
        den Sie hier nach bewährter Rundumschlagmethode abqualifizieren ? Haben
        Sie die hier unterbreiteten Anschuldigungen genügend recherchiert um sicher
        zu sein , dass es sich um einen Freimaurer handelt . War die Knieverletzung
        eine Ausrede ? Verachtet der Papst das Fronleichsnamsfest ?
        Niemand kann von Ihnen verlangen , dass Sie den Papst lieben oder ver-
        ehren . Aber ein Christ sollte bei aller Gegnerschaft den Respekt gegen-
        über einem Mitmenschen nicht verlieren .

      • @ hicesthodie
        Seh das so ähnlich. Man hat damit dass man Pfarrer und Bischöfe in den Ruhestand geschickt hat, das Amt angefangen zu demontieren.
        Natürlich kann ein 80jähriger Pfarrer, Bischof, Papst nicht mehr so agieren, wie ein junger, das ist schon klar und in früheren Zeiten, hat der entsprechende Würdenträger halt alles, fast alles delegiert.
        Aber er war Pfarrer, Johannes Maria Vianney und unzählige andere Pfarrer waren Pfarrer ihrer Dörfer, auch noch als sie auf dem Sterbebett lagen!
        Es hat in meinem Augen was, wie mit dem Umgang mit einem alt gewordenen Vater, ist der auch schon lange nicht mehr in der Lage seine Steuer selber zu machen, seinen Rasen selber zu mähen, oder die Tochter abends aus der Disco abzuholen, muss ihm im Gegenteil nur die Steuer gemacht, der Rasen gemäht und er zur Krankengymnastik gefahren werden, wo bleibt er immer noch der Vater!
        Diese Dimension des geistlichen Amtes ist durch die ausufernde Emeritiererei komplett verloren gegangen.
        Man könnte überspitzt sagen, dass auch die Kirche zu Patchworkfamilien übergegangen ist und wir alle Kindern gleichen, die ihre Mutter (die Kirche) über alles lieben, sie auch verstehen, das sie den Vater aufs Altenteil gesetzt hat, aber das Herz sieht es nicht ein.

      • @ein besorgter Christ
        Tja, sehen Sie sich doch nur die episkopalen Jammerlappen der Nachkonzilskirche an. Die besten unter ihnen wollen in der Tat hier und da noch etwas Gutes bewirken und werden dafür über kurz oder lang von ihren eigenen aufgehetzten Diözesanen unter indirekter oder direkter Mithilfe der bischöflichen Mitbrüder aus dem Amt gemobbt, die anderen sonnen sich ein wenig verschämt im verbliebenen Glanz aus vorkonziliaren Tagen, machen im Wesentlichen business as usual, versuchen hauptsächlich, nirgendwo anzuecken, Christ-Sein zu Discount-Preisen feilzubieten und sehnen sich schon fünf Jahre vor Erreichen des Pensionsalters nach ihrem „wohlverdienten“ Ruhestand. Und bei der Priesterschaft ist es dasselbe in Grün. Jetzt wird nun auch das Papstamt glücklich verrentet. Da kommt so ein vom H-H-Heilgen Geist Erwählter aus dem Konklave gewackelt, im Bewusstsein, so ungefähr fünf bis zehn Jahre je nach Gusto – oder nach Gusto seiner Wahlmänner – die Puppen tanzen lassen zu können. Und wenn ihm dann der ganze Laden vor lauter Reformerei so langsam um die Ohren fliegt, dann sagt er: „Tschüssi!“ und widmet sich fortan seiner Käfersammlung. Mein Gott, was für ein öder Verein! „Selig sind diese Schläfrigen, denn sie sollen bald einnicken!“, fällt mir dazu nur noch ein.

    • Ja, so ist es. Nun haben es in der Kirchengeschichte immer wieder zweifelhafte Figuren geschafft, Papst zu sein. Was mich hier und jetzt so sehr erschreckt, ist, daß es keinen nennenswerten Widerstand gibt. Niemand da, der die Wahl eines rechtschaffenen und damit rechtmäßigen Papstes fordert. Niemand da, der klipp und klar fordert, das letzte Konzil zu verwerfen. Es gibt keine nennenswerte Opposition, geschweige denn seriöse Regenten der Kirche. Dieser durch und durch weltliche – und dann auch noch dezidiert etatistische – Mensch kann doch kein rechtmäßiger Nachfolger auf dem Stuhle Petri sein. Nirgends wird diese – keineswegs abwegige, vielmehr naheliegende – Position wirksam vertreten. Alles geht im seichten Seihwasser des Neukatholischen (was es nicht geben kann) unter, man zählt Franziskus-Perlen, weil sich das Zählen von Rosenkränzen angeblich nicht mehr gehört – und das Zählen von Wählerstimmen ist natürlich längst sakrosankt … dem gibt man die Ehre.
      Was für ein verkehrter Glaube!

      • Ich glaube, dass dies alles so sein „muss“.
        Es muss sich erfüllen, was u.a. von Johannes geschaut wurde.
        Das Finale ist längst eingeläutet!

      • Es stimmt es hat schon immer wieder unmögliche Päpste gegeben. Nur hat es in der Vergangenheit aber auch immer wieder große Heilige gegeben, die dafür gesorgt haben, dass das Schiff der Kirche in diesen Zeiten nicht „in den seichten Gewässern in denen es fuhr auf Grund gelaufen ist“.
        Und solche Leute sind nirgendwo in Sicht.
        Wo man hinguckt:
        Wegducken, Ignorieren, so tun, als sie alles in Ordnung…..

      • @ Mister X ! Mit zweifelhaften Figuren haben Sie allerdings recht . Wer aber
        dazu zählt entscheidet die Geschichtswissenschaft und die Erfahrung aus
        gewisser Distanz . Ein nennenswerter Widerstand ergäbe sich bei Missbrauch
        des Amtes oder erheblichen Verstößen gegen die Tradition der Kirche.
        Wenn der sich nicht ergibt , muss man sich Fragen , ob die Kardinäle alle
        gleichgeschaltet sind oder mehrheitlich falschen Vorstellungen von Papst und
        Kirche anhängen .Luther hat damals gesagt „Konzilien irren und haben geirrt“,
        was einer der Knackpunkte seiner Verurteilung war . Lässt sich ein Konzil
        widerrufen ? Es hat sich , nach einigem zeitlichen Abstand , ein Unbehagen am
        Geist des Konzils ergeben , eine ganze Anzahl von Katholiken empfindet es
        als Last und Verirrung . Ich weiß es nicht . Im Moment ist vieles im Fluss , weil ,
        auch durch widerstreitende Kräfte und Parteienbildungen ,der Boden unter den
        Füßen weggleitet . Eines steht für mich fest : dass allzu frühe Urteile schädlich
        sind!

      • @ rampolla

        Vielleicht genügt es, einfach einen Grundkurs in Aussagenlogik zu machen. Jesus hatte wirklich recht, als ER sagte, die Weisen der Welt hätten sich zu Narren vor Gott gemacht.

        Zweifelhafte Figuren sind alle jene, die offen sündigen und Weiheämter innehaben (was Sünde ist, hat die Kirche klar definiert) und diejenigen, die das, was offenbart, immer gelehrt, immer und überall geglaubt (!!!) und dogmatisch definiert wurde, verformen, umdeuten oder förmlich verneinen.

        Und um das zu erkennen, genügen wie gesagt ein paar Stunden Aussagenlogik.

        Und noch was: letztendlich entscheidet weder die „Geschichtswissenschaft“ noch die Distanz – was wahr ist ist wahr! dazu bedarf es weder der Distanz noch der Wissenschaft. Und da, wo es uns unmöglich ist, die Wahrheit zu erkennen, entscheidet….Gott.
        Nur mal so nebenbei…

  8. An @ Mr X Es geht nicht um die Form des Textes , noch um verhüllte und zeichenhafte Sprache ,
    hier eben in satirischer Weise dargeboten , sondern um den Anlass /die Anlässe so etwas zu schreiben.
    Satire „darf bekanntermaßen alles“ , aber es müssen Gründe Vorliegen , die zu derartig grotesker
    Übertreibung führen . Man muss also drüber lachen können , weil man sich an Situationen erinnert ,
    in denen der Karikierte sich unsterblich blamiert hat . Was die Vergleiche angeht (Flower Power ,
    Che Guevara) , sowie der Vergleich mit Paul VI. , so ergeben sich dazu bestimmte Assoziationen.
    ( verspielter Protest , Schockieren aus reiner Lust , „Linksterrorismus“ , Paul , der Antiheilige
    = der Modernist ) , so wird der Papst eindeutig in eine bestimmte Ecke gestellt . Diese Art der Über-
    zeichnung müsste sich abe doch von der Wirklichkeit ausgehen , und nicht von der Realität die
    man sich selbst macht.

    • Sie sind doch ein Troll! Um was geht es Ihnen sachlich? Doch nicht etwa um die Metaebene, die berühmte? „Nicht mehr das Was, sondern nur das Wie ist noch ein Kriterium“?!
      Sie lenken vom Problem ab und offenbaren den verklemmten, diktatorischen Charakter des Modernismus!

      Wenn man eine Wahrheit absolut nicht hören will, dann beginnt man eine Diskussion darüber, ob die Wahrheit auch im „richtigen Ton“ gesagt wurde.
      Und was der richtige Ton ist, das verfügen diktatorisch alle jene, die bestimmte Aussagen nicht hören wollen und vor allem und schlicht um Gegen-Argumente verlegen sind.

      Gähn….

      • Woher wissen Sie , was die Wahrheit ist @zeitschnur . Erkenntnisse , die
        mal als wahr deklariert wurden , können sich ändern. Auch die Kirche und
        ihre Lehren sind den Erkenntnisprozessen der Geschichte unterworfen . Diese
        neuen und vielleicht irgendwann wieder alten Erkenntnisse als „Relativismus“ zu bezeichnen, verrät Angst und Denkfaulheit.

      • „Auch die Kirche und ihre Lehren sind den Erkenntnisprozessen der Geschichte unterworfen .“

        Nein, @rampolla, das sind sie eben nicht, weil die Kirche und ihre Lehren überzeitlichen Charakter tragen. Sie stehen über der Geschichte, wie übrigens auch jeder Christ, der um seine ewige Bestimmung weiß. Leider ist dieses Bewusstsein in der Nachkonzilskirche vollständig verloren gegangen und heraus kommt eine Institution, die nicht den Geist der Zeit prägt, sondern sich von ihm prägen lässt. Sie wird so zum Rohr im Wind, zum Salz, das schal geworden ist. Sie wird überflüssig wie ein Kropf. Man entledigt sich ihrer. Und genau in diesem Prozess stehen wir.

      • @ rampolla

        …na denn…das sagte auch seinerzeit Pilatus. Ich weiß, deshalb, was die Wahrheit ist, weil ich an IHN glaube, und ER ist die Wahrheit (sagte ER selbst).

        Aber das glauben Sie offenbar gar nicht – also doch ein Troll hier?

        Desweiteren gibt es logische Schlussverfahren, die mich mancher Wahrheit versichern können. Sie können natürlich daran zweifeln, ob Sie überhaupt je geboren sind oder mir gerade eine Antwort geschickt haben…tja, vielleicht gibt es Sie gar nicht, oder Sie bilden sich nur ein, auf Deutsch zu schreiben. Und ob es wirklich Sie waren, die unter „rampolla“ gepostet hat – wer weiß? was ist wahrheit? Tztztztztz…sehr schwierig, das alles, und ob A auch nachher noch gleich A ist – who knows?

  9. „Ob Papst Franziskus kritischere Worte zur gesellschaftspolitischen Ausrichtung der EU finden wird, als der ebenso staatsmännisch wie unkritisch auftretende deutsche Kardinal?“
    Nun wir kennen doch unsere Konzilspäpste. Die können schon kritisch sein, besonders wenn sie damit keinen Ärger bekommen. Also wenn ich Papst wäre, würde ich dem Europäischen Parlament die Atomwaffen Russlands als eine Geißel Gottes und Pussy Riot als das Glaubensbekenntnis des Westens bezeichnen. Aber ich glaube das würden sie mir sehr Übel nehmen und man weiß nicht ob sie gleich durchknallen würden oder etwas später.
    Per Mariam ad Christum.

  10. Wer schweigt stimmt zu, zur schweren Sünde Sodoms und zum Genderunwesen, zur Massenpornographie und und und und

  11. Liebe Sina, und andere Diskutanten hier,
    wenn Sie den Papst nicht mögen, ist das ihre Sache, auch wenn Sie die Barmherzigkeit diskreditieren, aber bitte, bitte, berufen Sie sich nicht auf Jesus Christus. Mit diesem Statement haben Sie sich entschieden, seine Nachfolge zu verlassen. Auch für Geschreibsel in Foren wird Mann/Frau sich dereinst verantworten müssen.
    In der Wendezeit gab es den Spruch „Stasi in die Produktion“, ich denke, vielen DiskutantInnen in diesem Forum täten etwas soziale Arbeit und Werke der Barmherzigkeit sehr gut.

    • Bei uns genügt das Wort – D i s k u t a n t e n. Damit ist wie eh und je Mann und Frau gemeint und so soll es auch bleiben! Also, verschonen Sie uns bitte mit einer Femi-Emanz-Sprache!!!

      • Hervorragend gekontert, verehrter Dario ! Auf den plumpen Schwerthieb der sattsam bekannten „Piep, piep, pier- wir ham uns alle lieb“ Ideologie ein eleganter Florettstreich. Mit welcher Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit da soziale Arbeit und Barmherzigkeit gefordert wird. Natürlich setzt man voraus, dass kein katholischer Diskutant solche Werte besitzt und auch umsetzt. Typisch modernistisch: Toleranz für jeden Schwerverbrecher, aber nicht für die bösen, bösen Menschen, die eine gegenteilige Meinung äußern. Denen wird schon gleich mal- in unglaublicher Überheblichkeit- mit dem göttlichen Gericht gedroht. Und natürlich verlässt man auch die Nachfolge des Herrn. Man kann nur den Kopf schütteln ob solcher Selbstgerechtigkeit und Überheblichkeit.

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