Israel enteignet Palästinenser für neue illegale Siedlungen – Am Golan weht schwarze Fahne des Kalifats

Jüdische Siedlungen im Westjordanland
Jüdische Siedlungen im Westjordanland

(Tel Aviv) Israel beschlagnahmt in der Gegend von Gevaot im Westjordanland mindestens 400 Hektar zur illegalen Errichtung weiterer jüdischer Kolonien. Israel begründet den Schritt als Vergeltungsmaßnahme für die Ermordung von drei israelischen Jugendlichen im Juni, wie der israelische Hörfunk meldete. Das Projekt, in Gevaot eine jüdische Kolonie zu gründen, gehe aber bereits auf das Jahr 2000 zurück, so die israelische Friedensbewegung Peace Now. Unterdessen weht am Golan, von wo aus man bis Jerusalem blicken kann, die schwarze Fahne des Kalifats.

Die israelische Friedensbewegung Schalom Achschaw, international besser bekannt als Peace Now (Frieden jetzt) spricht daher von einer vorgeschobenen Begründung. Palästinenserpräsident Abu Mazen kritisierte die einseitige Aktion Israels, die „zu mehr Instabilität“ beitragen werde.

Peace Now: Größte Enteignung der vergangenen 30 Jahre

Gevaot liegt in den von Israel besetzen Palästinensergebieten des Westjordanlandes. Völkerrechtlich handelt es sich sowohl bei der Enteignung als auch der Siedlungstätigkeit um illegale Aktionen, da sich Israel Gebiet eines anderen Staates aneignet und durch Besiedlung einen dauerhaften Status daraus zu machen versucht. Durch neue Siedlungen, auf dem zu „Staatsland“ erklärten Gebiet, sollen die jüdischen Siedlungen von Etzion bei Betlehem gestärkt werden. Laut Peace Now handelt es sich um die größte Landenteignung durch Israel in den vergangenen 30 Jahren.

Die 1978 gegründete israelische Friedensbewegung Peace Now kämpft seit Jahren gegen die illegalen jüdischen Siedlungen außerhalb der israelischen Staatsgrenzen. Laut Peace Now habe die Regierung den palästinensischen Grundbesitzern, die in der Gegend Oliven anbauen, 45 Tage eingeräumt, um gegen die Enteignung Einspruch zu erheben. Die Aussichten, daß die Palästinenser ihre legitimen Rechte tatsächlich durchsetzen könnten, seien jedoch minimal, so die Friedensbewegung. Unter den Grundbesitzern sollen sich auch Christen befinden, wie es bei der Franziskanerkustodie in Jerusalem heißt.

Palästina als mehrere Homelands?

Bereits die UNO teilte das Gebiet der Palästinenser in zwei Teile und schwächte damit noch vor der willkürlichen Ausrufung der beiden Staaten Israel und Palästina Ende der 1940er Jahre die Eigenstaatlichkeit des palästinensischen Reststaates. Israel beabsichtigt seit der zweiten Intifada durch die illegale jüdische Siedlungstätigkeit auch das Westjordanland zu teilen und eine israelisch-jüdischen Siedlungsstreifen bis in die Jordansenke vorzutreiben.

Selbst wenn Palästina einmal ein souveräner Staat werden sollte, würde dadurch sein Staatsgebiet in mehrere, unzusammenhängende Teile zerfallen, deren territoriale Klammer Israel bilden und damit die palästinensische Souveränität faktisch auf den Status eines Protektorats reduzieren. Kritiker der israelischen Regierungspolitik sprechen daher von Versuchen, Palästina in mehrere Homelands aufzuteilen, wie es das südafrikanische Apartheidregime zwischen 1963 und 1994 getan habe.

Derzeit leben bereits etwa 500.000 israelische Juden in den Kolonien im Westjordanland und Ost-Jerusalem, die gemäß internationalem Recht illegal errichtet wurden und die Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts schwer belasten.

Schwarze Fahne des Kalifats weht am Golan

Franziskanerkustode des Heiligen Landes Pater Pizzaballa beim Meeting von CL in Rimini (2014)
Franziskanerkustode des Heiligen Landes Pater Pizzaballa beim Meeting von CL in Rimini (2014)

Die Franziskanerkustodie des Heiligen Landes äußerte sich noch nicht offiziell zur Landenteignung. Sie machte jedoch vor vier Tagen darauf aufmerksam, daß auf den Golanhöhen die „schwarze Fahne des Kalifats weht“. Am 27. August bombardierte die syrische Luftwaffe dort islamistische Stellungen. Dabei wurde ein israelischer Offizier durch eine verirrtes Geschoß verletzt. Vor kurzem wäre das noch ein Grund für einen militärischen Gegenschlag gewesen. Nun aber verhält sich Israel jedoch ganz ruhig. Die Franziskanerkustodie weiß auch den Grund dafür zu berichten. Weil Israel nicht unwesentlich Mitverantwortung an der neuen Stärke der Islamisten und des Kalifats trägt.

Im syrisch-israelischen Grenzgebiet der Demarkationslinie von 1967 „operieren seit einiger Zeit rund 30 Anti-Assad-Organisationen“, die „in vielen Fällen durch die entscheidende Unterstützung der USA, Jordaniens und auch Israels ausgebildet“ wurden, was auch durch israelische Militäranalysten (Debkafiles) zugegeben werde, so die Kustodie. Die zentrale Entscheidungsstelle für „Ausbildung, Bewaffnung und Finanzierung der Anti-Assad-Milizen“ befinde sich in der jordanischen Hauptstadt Amman. Errichtet sie vom amerikanischen Pentagon, doch seien dort auch israelische Offiziere maßgeblich eingebunden.

USA und Israel haben Al-Qaida, IS und Kalifat gefördert

Tatsache sei es, daß unter der Begründung die Anti-Assad-Opposition zu stärken, „Al-Qaida gestärkt wurde und damit letztlich das islamische Kalifat, das heute an die Türen des Golan klopft, wo bereits die schwarze Fahne des IS weht und von wo aus man bis Jerusalem sehen kann, über dessen Bedeutung als propagandistische Waffe man sich vollkommen bewußt ist “, so die Franziskanerkustodie ohne Umschweife. „Unter den Hunderten von Milizionären am Golan sollen sich auch Anhänger der Terrorgruppe Ansar al-Beit Maqdis, einer Koalition von Al-Qaida-Zellen befinden, deren Kämpfer von der ägyptischen Sinai-Halbinsel und – siehe da – aus dem Gaza-Streifen kommen.“

Nun müsse Israel „gute Miene zum bösen Spiel machen, wenn Assad die islamistischen Stellungen der al-Nusra-Brigade  am Golan bombardieren läßt, die sich hinter der Fahne des Kalifats schart und philippinische Blauhelme gefangennahm. Noch vor kurzem hätte ein solcher Akt sofort einen Gegenschlag der israelischen Kampfflugzeuge zur Folge gehabt, doch nun war der Angriff sogar so etwas wie eine Gefälligkeit. Im Nahen Osten in Aufruhr könnte der Feind von gestern zum Verbündeten werden“, so die Franziskanerkustodie in ihrer Analyse. Ähnlich äußerte sich bereits Pater Pierbattista Pizzaballa, der seit 2004 amtierende Kustos der Franziskanerkustodie des Heiligen Landes am vergangenen 24. August auf dem Meeting 2014 von Comunione e Liberazione in Rimini.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews/Franziskanerkustodie des Heiligen Landes

drucken
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

26 Comments

  1. Es ist nicht gut, daß Israel in Judäa und Samaria einen politischen Schwebezustand beläßt. Entweder das ganze ehemalige Cisjordanien zu israelischem Staatsgebiet erklären und die nicht willigen Islam-Araber ins ehemalige Transjordanien (heute Königreich Jordanien) schicken, oder in Gaza, Judäa und Samaria den unabhängigen islamischen Ministaat entstehen lassen. Für eine Lösung muß sich Israel auf kurz oder lang entscheiden.

    Übrigens ist die von 1948 bis 1967 bestehende Besetzung Gazas durch Ägypten sowie Judäas und Samarias durch Jordanien international nicht anerkannt worden. Seit Israels Staatsgründung befinden sich diese Gebiete in einem ungeklärten völkerrechtlichen Zustand.

  2. Das Westjordanland ist auf dem Interimsabkommen 1995 in drei Zonen eingeteilt worden, in denen Israel und die palästinensische Autonomiebehörde jeweils andere Befugnisse haben. Für mich ist unklar, was hier genau vorliegt.

    Es gibt keinen Staat „Palästina“, der international anerkannt wäre. Es gibt seit 1988 den durch die PLO einseitig ausgerufenen „Staat“, der von den meisten islamischen Ländern und vielen (ehemals) kommunistischen Ländern anerkannt wird. Die meisten westlichen Länder haben dies aus guten juristischen Gründen nicht getan. Vor der UNO hat dieses in autonome Gebiete zerfallende Palästina nur einen Beobachterstatus. Auch wenn dies als Vorstufe zum vollen Status angesehen wird, hat ein anderer Staat, der Palästina als Staat anerkennt, damit keineswegs die beanspruchten Gebiete anerkannt. Die Lage ist also völkerrechtlich alles, nur nicht klar. Es ist daher nicht förderlich, in einem Artikel das Völkerrecht zu bemühen, das ohnehin, ganz abgesehen vom Nahostkonflikt, ein Kapitel für sich ist, weil auch dasselbe keineswegs etwas international Geklärtes oder gar Anerkanntes wäre. Jedermann meint davon sprechen zu dürfen, so, als gäbe es da irgendwo einen Kodex – den gibt es jedoch nicht! Wir haben viele Beispiele in der Welt, die uns zeigen, wie ungerecht und ahistorisch mit dem Thema Autonomie umgegangen wird. Berühmtestes Beispiel ist Tibet…

    Leider gibt der Artikel hier die komplexe rechtliche Lage im Westjordanland nicht kund und suggeriert fälschlicherweise, das sei sozusagen alles ein eigener Staat mit klaren Rechten und die bösen Juden würden mal wieder eine unerlaubte Siedlung bauen.

    So einfach ist es nicht! Bei aller Kritik, die man auch an der israelischen Politik äußern kann und soll!

    Ich finde es gefährlich, wenn Christen hier einseitig Stellung beziehen. Es ist Unsinn, den Islamismus und seine Fortschritte Israel anzulasten. Der Islamismus existierte ab dem Zeitpunkt, abe dem es keine islamische Großmacht mehr gab – nach dem Ende des 1. Weltkrieges und dem Zerfall des osmanischen Reiches. Kein Christ sollte jemals vergessen, dass er, was sein Verhältnis zum Islam betrifft, mit den Juden in einem Boot sitzt.

    Jeder Eingriff in das stolze islamische Selbstverständnis wie die Staatsgründung Israels erregt dessen Zorn. Tatsache ist jedoch, dass 20% der israelischen Bevölkerung Araber sind, denen es so gut geht wie keinem Araber in den Autonomiegebieten. Es geht Juden und Christen in arabischen Staaten nicht mal entfernt so gut wie den Arabern in Israel.

    Auch würde ich mich nicht auf die Meinungen von Schalom achschaw verlassen – das sind einseitige und ungerechte Traumtänzer, so wie etwa auch unsere Friedensbewegungen es waren bzw. sind. Da ist es dringend nötig, auch die andere Position stark erklingen zu lassen: audiatur et altera pars! Auch in ihrem Fall könnte man sich fragen, was eigentlich noch alles passieren muss, bis sie begreifen, was vonseiten der Araber auf lange Sicht zu erwarten ist und was nicht…

    • Danke, dass Sie auf das rechtliche Chaos bezüglich der sog. „autonomen“ Gebiete hinweisen und auch mal eine Lanze für Israel brechen. – Genau so ist es! Wenn ich die Wahl hätte, würde ich als Nicht-Jüdin viel lieber in Israel leben, als als Nicht-Moslemin in jedem muslimischen Land. Der Unwille, eine friedliche Lösung zu schaffen, geht einwandfrei von der arabischen Seite aus. Die Palästinenser werden seit der Gründung des Staates Israel nur von den anderen Arabern instrumentalisiert.

      • …und vor allem verstehe ich an der Israelkritik eines nicht:
        Angesichts der fast täglichen Raketenbeschüsse aus den autonomen Gebieten/bzw. dem Gazastreifen 8was hier total marginalisiert wird, als sei es völlig okay, wenn man dauernd beschossen wird!), der Tatsache, dass es immer noch erklärtes Ziel der Araber ist, die Juden ins Meer zu treiben, dass der jüdische Bevölkerungsanteil in Palästina sprunghaft stieg, als Juden aus Nazideutschland noch entkommen konnte – also gerade auch Deutschland aktiv dafür gesorgt hat, dass es diesen Staat zwangsläufig geben würde, wenn die Juden nicht zu internationalem Freiwild werden sollten – , angesichts all dieser Tatsachen begreife ich nicht, wie Katholiken ausgerechnet gegen die Juden so ungerecht sein können. Ob es uns passt oder nicht – sie führen uns unser eigenes Schicksal vor.
        Und warum wirft man ihnen vor, dass sie das tun, was man andererseits dem vatikan als Unterlassung vorwirft. Sie machen kurzen Prozess, wenn es ihnen zu bunt wird – mit Recht und aus Effinzienzgründen. Sie züchten sich nicht ihre eigenen Schlächter hoch, wie das die Katholiken seit dem Konzil machen.

        Ich begreife das nicht – das ist das Messen mit zweierlei Maß, wobei man für sich selbst dieses jüdische Maß gerne messen würde und betrauert, dass der Vatikan es nicht tut. Den Juden aber gesteht man es nicht zu…und wird ungerecht.

        Der Grundfehler liegt in der Ideologie, dass Gott sie verworfen hätte. Ich habe verschiedentlich hier im Forum nachgewiesen, dass sie nach der Schrift nicht verworfen sind, sondern ihre zeitweise Verblendung zu unserem Heil eingesetzt ist. Gott ist sich selbst treu. Er hat sie einmal geliebt und wird damit nicht aufhören. Seine Liebesgeschichte mit ihnen ist noch nicht zu Ende! Wir wissen aus der Schrift, dass Israel sich, wenn die Zeit gekommen ist, bekehren wird zu dem, vor dem sich alle Knie beugen müssen: Jesus Christus. Wunderbare Bekehrungen von Juden haben wir doch in der katholischen Kirche schon einige seit den letzten 200 Jahren erlebt, auch welche Bereicherung sie geworden sind für uns und dürfen mit Freude und Spannung den Rest auch noch erwarten.

        Die Vorgänge um Israel gehören m.E. in die Endzeit hinein – so jedenfalls ist es in der Schrift vorhergesagt.

      • “ … angesichts all dieser Tatsachen begreife ich nicht, wie Katholiken ausgerechnet gegen die Juden so ungerecht sein können …“
        Das dürfte eine Folge der Substitutionstheologie (replacement theology) sein, bei der die Kirche glaubte, seit dem Kommen Jesu Christi heilsgeschichtlich den Platz Israels einzunehmen. Dazu musste man einen Teil von Paulus und der alttestamentlichen Prophetie ignorieren oder umdeuten.
        Viele Zeichen weisen darauf hin, dass die Zeit der Heiden zu Ende geht –die ein 2000-jähriger Einschub zwischen die 69. und 70. Jahrwoche Daniels war– und wir dicht vor dem Beginn der 70. Jahrwoche Daniels mit der Trübsal und großen Drangsal stehen, an deren Ende der Rest Israels seinen wahren Messiaskönig anerkennen wird.
        Die katholische Kirche will bis heute nicht die prophetische Bedeutung der staatlichen Wiederherstellung des zerstreuten Judenvolks am 14. Mai 1948, 16 Uhr, wahrnehmen. Diese weltgeschichtlich präzedenzlose Staatsgründung wurde vom Propheten Sacharja vor rund 2500 Jahren prophezeit.

      • Die „Substitutionstheologie“ ist – das scheint hier neuerdings gerne verschwiegen zu werden – bis 1992 (das unsägliche und unselige „Nostra aetate“!) stets und unwandelbar Lehre der Kirche gewesen. Es mag in Deutschland hochgradig „politisch inkorrekt“ klingen, aber die Juden sind nun einmal die Christusmörder, die dann sub specie crucis geschrien haben: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“ Benedikt XVI. hatte noch die theologische Bildung, dies zu wissen, weshalb er die alte Karfreitagsbitte für Umkehr und Bekehrung der Judenheit wieder liturgisch zu Ehren gebracht hat. Eine Grosstat, die m.E. viel zu wenig gewürdigt wurde!

      • Vielleicht gehören wir zu der Generation, die mit eigenen Augen erleben wird, wer in diesem alten Streit recht hat. Bin sehr gespannt darauf. Ich habe meine Auffassung, aber ich prüfe sie an der Wirklichkeit.

    • Gloriae olivae wirft hier etwas durcheinander. Die Kirche betet für die Bekehrung der Juden – das hat sie niemals aufgegeben! Hätte sie sie für endgültig verworfen erklärt, hätte sie aufgehört für sie zu beten.

      Der Neue Bund löst den alten ab, aber er „ersetzt“ ihn nicht i.S. einer Aufkündigung der treue Gottes zu seineme ersten Bundesvolk. Diese Differenz ist notwendig, um sich nicht in beide Richtungen zu vergaloppieren. Würde man vom verwerfenden Ersetzen sprechen, müsste man Gott unterstellen, dass er ein einmal gegebenes Versprechen bricht. Nach der Schrift tut er das nicht – und die Kirche kann nichts lehren, was der Schrift eindeutig widerspricht:

      „Ich frage also: Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs! (…) Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt hat…“ (Man lese Römer 11 komplett.)

      Ihre „Verwerfung“ in der Verblendung hat „Versöhnung“ für die Welt gebracht.(V. 11+12!!!) Israel ist und bleibt die Wurzel, aus der die Kirche erwachsen ist.
      „Wenn du als Zweig vom wilden Ölbaum (dem heidentum) in den edlen Ölbaum eingepflanzt wurdest und damit Anteil erhieltst an der Kraft seiner Wurzel, so erhebe dich nicht über die anderen Zweige (…) Nun wirst du sagen: Die Zweige wurden doch herausgebrochen, damit ich eingepfropft werde…(…) Gewiss, sie wurden herausgebrochen, weil sie nicht glaubten (…Sei daher nicht überheblich, sondern fürchte dich! Hat Gott die Zweige, die zum edlen Baum gehören, nicht verschont, so wird er auch dich nicht verschonen…“

      Das ist Schriftwort an die damals schon den Juden gegenüber überheblichen Heidenchristen.

      Wer als angeblicher Katholik die Juden in irgendeiner Weise schmäht oder verachtet, redet sich um Kopf und Kragen, denn ganz Israel wird errettet werden – und wer will das, was Gott zur Rettung vorgesehen hat und immer noch liebt, anrühren wollen?

  3. „auf den Golanhöhen die „schwarze Fahne des Kalifats weht“

    Verstehe ich nicht!

    Die Golanhöhen sind zur Zeit von Israel besetzt. Wie kommen die ISIL dort hin? Wieso duldet Israel so etwas? Warum bombardiert Israel nicht selbst diese Terroristen?

    • Seit dem 6-Tage-Krieg 1967 hat Israel das Gebiet erobert. Dazu muss man wissen, dass Israel diesen Krieg nicht begonnen hatte. Es wurde jahrelang von Syrien aus und mit Zustimmung der Baath-Partei, die von den Sowjets unterstützt wurde, angegriffen durch arabische Guerillas, die damals noch panarabisch auftraten.
      Israel war damals umgeben von Staaten, die ihm die Anerkennung verweigerten und wurde immer wieder angegriffen.
      Immer wieder und ungebrochen verkündeten arabische Politiker wie nasser, Assad etc., dass sie die vollständige vernichtung Israels wollten und dafür alle Kräfte aufbringen würden.
      Die Golanhöhen eroberte Israel in einer Blitzaktion, bei der es einen großen Teil der syrischen Luftwaffe zerstörte, weil von dort aus der Krieg gegen Israel geführt worden war. Hunderte von israelischen zivilen Gebäuden und Ländereien waren zerstört worden.
      Mit der UNO-Res. 242 wurde ausgesprochen, dass jeder Staat im Nahen Osten das recht darauf habe, nicht ständig beschossen und bombardiert zu werden – auch Israel, dass aber Israel die Besetzung zurücknehmen solle. Das tat Israel mit guten Gründen – anders als mit dem Sinai – jedoch nicht, sondern baute Siedlungen hinein, um sich von dort aus besser schützen zu können.
      Heute hat das Gebiet den Status einer demilitarisierten Zone. Es kommt dort jedoch permanent zu Zwischenfällen, die keineswegs von Israel ausgehen. Dass man Israel vorwirft, dass es zurückschlägt, ist perfide – das ist selbst nach katholischen Rechtsvorstellungen vollkommen legitim!

      Dass andererseits Kalifatsterroristen bereits seit Wochen den Libanon angreifen und in Syrien operieren, konnte man der allg. Tagespresse entnehmen. Zum Beispiel hier: http://www.taz.de/!143713/ (Und jetzt bitte nicht wieder behaupten, weils die TAZ sei, müsste es ja falsch sein – das war überall so zu lesen!). Aus dem Artikel geht auch hervor, warum dort unten überall schwarze Fahnen wehen: weil die arabische Welt offenbar voller privater Islamisten ist und sich das Ding so in den Vorgarten pflanzt wie unsere Fußballfans das mit der deutschen Flagge tun…

      • Danke für die Erläuterungen.

        Und bezüglich taz:

        Keine Sorge, seitdem die „konservativen“ Zeitungen wie blöde gegen Putin hetzen, in der Hoffnung, einen NATO-Krieg gegen Russland führen zu können, ist die „konservative“ Presse endgültig bei mir unten durch.

        Wahrheit ist Wahrheit, auch wenn sie in einer linken Zeitung steht. Und Lüge bleibt Lüge, auch wenn sie in einer konservativen Zeitung steht.

        Und zu den Flaggen: Das Problem, auch bei den Palästinensern ist, und niemand wagt es zu sagen, der ISLAM.

  4. Und wieder schlägt der Unrechtsstaat Israel zu! Er hat von den Nazis gut gelernt, wie man mit ungeliebten Minderheiten umgeht: Enteignung und Rausschmiß, wenn es sein muß physische Vernichtung, so einfach geht das. Kein Wunder, daß es unter solchen Umständen keinen Frieden geben kann, da dieser den Menschen guten Willens verheißen ist, nicht aber den Rechtsbrechern und Antichristen. Wem noch nicht klar ist, was Talmudismus und Zionismus in praxi bedeuten, nämlich pure Menschenverachtung aller Nichtjuden, dem mögen jetzt die Augen aufgehen, ehe es zu spät ist.

    • Frieden gäbe es, wenn die Palästinenser auf den Raketenbeschuss Israels verzichten würden.

      Und noch etwas: Sind Mohammedaner wirklich Menschen guten Willens, denen Frieden verheissen ist?

      Der Islam ist jedenfalls pure Menschenverachtung aller Nicht-Mohammedaner. Macht die Augen auf, ehe es zu spät ist!

    • catholicus
      Meines Erachtens stehen Sie in Gefahr, sich auf die falsche Seite zu stellen.
      In das neue Jerusalem kann man nur durch die Tore eintreten, auf denen die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels geschrieben stehen.

      • und die lauten bekanntlich Petrus und Paulus, Andreas Jakobus Johannes, Thomas, Jakobus, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Simon und Thaddäus!

        Durch das Alte Testament rettet sich seit der Promulgation des Neuen Bundes niemand mehr, alles andere sind pseudojudaisierende Phantasien freimaurerisch inspirierter One-World-Baumeister!

      • catholicus
        Es lohnt, die Heilige Schrift zu lesen, und wer die Worte der Offenbarung des Johannes liest und bewahrt (die genaugenommen die Offenbarung des erhöhten Herrn Jesus Christus ist, s. Off 1,1), wird dafür an sieben Stellen dieses Buchs seliggepriesen. Es ist so: Die Namen der zwölf Apostel stehen auf den Grundsteinen der Stadtmauer geschrieben, die Namen der zwölf Stämme, also der Söhne Jakobs/ Israels, stehen auf den Toren.

    • Sie leben in einer Traumwelt – schauen Sie doch mal auf die Fakten! Katholisch heißt doch nicht plemplem. In diesen Unrechtsstaat reisen unzählige Menschen ein und aus wie es ihnen beliebt, er behandelt im Krankenhaus diejenigen, die ihn zuvor angegriffen haben und dabei verletzt wurden, es ist ein Staat westlichen Zuschnitts mit allen Schwächen und Stärken. Dafür sollten Sie aber mal aufwachen und zur Kenntnis nehmen, dass sämtliche Kriege dort unten vonseiten der Araber ausgehen, erst i.S. des Panarabismus, der aber schon in den 40er Jahren mit den Nazis in regem Kontakt stand, heute eindeutig und immer perverser islamistisch.

      Die Nazis haben bereits von Berlin aus in de 40ern einen Radiosender „Freies Arabien“ ausgestrahlt. Und es gab durchaus politische Abkommen zwischen dmals schon islamistischen Panarabern wie dem Großmufti von Jerusalem und Hitler. Der Wahn ist uralt.
      Ihnen und allen Ressentiment-Antjudaisten kann man nur den satirisch-düsteren Roman „Der Nazi und der Friseur“ von Edgar Hildenrath empfehlen.

      Das 8. Gebot…

      • „Dafür sollten Sie aber mal aufwachen und zur Kenntnis nehmen, dass sämtliche Kriege dort unten vonseiten der Araber ausgehen, erst i.S. des Panarabismus“

        Ich wage zu bezweifeln, daß DIE Gewalt von DEN Arabern ausgeht,
        ALLE Gewalt dort unten geht von DEN Moslems aus, weil die Judenvernichtung als Aufforderung explizit in DEM Koran steht, sowie auch die Tötung von uns christlichen Götzendienern
        Daher werden dort unten auch die ARABISCHEN Christen von den ARABISCHEN Moslems ganz Korankonform verfolgt und ermordet
        Es gibt in Germanistan übrigens keine Probleme mit arabischen Christen, die sind allesamt gut integriert und wirkliche Fachkräfte wie oftmals Ingenieure, im Gegensatz zu ihren islamischen Landsleuten, die auch hierzulande für die alltägliche völlig islamisch korrekte Bereicherung sorgen!!!

      • Bedenken Sie, was der Heilige Pius X. zu diesem Thema sagte: Die Juden haben unseren Herrn nicht anerkannt, deswegen kann die Kirche niemals die Juden anerkennen. Die Gewalt in Palästina ist mit der zionistischen Landnahme eingezogen, das ist wohl eine unleugbare historische Tatsache. Enteignung und Rechtsbrüche, ethnische Säuberungen unter Berufung auf das Alte Testament sind wohl keine Grundlage für ein gedeihliches Zusammenleben. Ihr liebes Israel ist der einzige Staat auf der Welt, der seit seiner Proklamation keine einzige UNO-Resolution respektiert, geschweige denn umgesetzt hat. Dieser Staat ist der trotzige Versuch, das Reich des jüdischen Pseudomessias zu errichten, um unseren Herrn Jesus Christus vor aller Welt erneut als Lügner darzustellen, ähnlich wie es Julian apostata mit seinem gescheiterten Tempelneubau versuchte. Anstelle von Romanen sollten Sie sich lieber mit den Fakten auseinandersetzen, auch wenn Sie mit Ihrer zionistischen Ideologie nicht übereinstimmen. Nur die Wahrheit macht frei, und die heißt nicht Jehova oder Mohammed, sondern Jesus Christus!

      • @ Kerstin

        Sie irren sich – die ersten PLO-Aktivisten waren überdurchschnittlich häufig Christen und ihre Ideologie war rein nationalistsich – eben panarabistisch. Von dieser Ideologie hat sich die Bewegung gelöst und islamistischen Strömungen ergeben. http://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stinensische_Befreiungsorganisation#Weitere_Entwicklung_und_Losl.C3.B6sung_vom_Panarabismus

        Tut mir leid – aber das sind nun mal die Fakten. Die arabischen Christen haben sich mit ihrer Israelfeindschaft selbst das wasser abgegraben -bis heute. So wird ein Schuh draus.

      • @ catholicus

        Ich liste die ganze Zeit Fakten auf, weise Quellen nach, beziehe mich auf reales Geschehen.
        Pius X. hat nirgends gesagt, dass man „die Juden“ nicht anerkennen dürfe. Er war nur skeptisch gegenüber einer Staatsbildung. Wie jeder rechte Katholik erwartete er ihre Bekehrung zu Christus!
        Was Pius X. wohl gesagt hätte, wenn er den Holocaust erlebt hätte?
        Er taugt also mit seinen kargen Statements zum Thema absolut nicht als Beweis für oder gegen etwas, was die aktuelle Lage betrifft.
        Im übrigen weist @ Leo Lämmlein zu Recht darauf hin, dass die Rückkehr Israels ins Heilige Land eine biblische Prophetie erfüllt.

        Wie kommt das eigentlich, dass angeblich so traditionsgläubige Katholiken das, was die Schrift – und auch die Lehre – sagt, den Verschwörungstheorien irgendwelcher Schwarmgeister unterordnen?

        Ganz Israel, so heißt es im Römerbrief wird am Ende der Tage gerettet werden. Und der Prophet Sacharja hat geschaut, dass sie weinen werden um den, den sie durchbohrt haben und sich zu ihm bekehren werden.

        Wollen Sie die Schrift belehren?

      • @ catholicus: Meines Wissens war (ist?) der Zionismus und die Idee, einen „Judenstaat“ zugründen, ein Projekt von eher säkularen Juden gewesen. In seinen Anfängen hatte das ganze durchaus auch sozialistische Züge, etwa in der Struktur der Kibbuze.
        Ein Teil der strenggläubigen Juden lehnt den Staat Israel ab, weil nach ihrem Glauben nur des Messias einen neuen jüdischen Staat gründen darf.

        Daß ein Teil der Siedler für die Gründung der illegalen Siedlungen inzwischen eine Mischung aus religiös/Nationalistischen Motiven (Erez Israel usw.)angibt, ändert daran wenig.

        Ihren „gut christlichen“ Anti-Judaismus, mit einem Schuß Freimaurer-Paranoia im Abgang, finde ich ziemlich erschreckend. Dieser Geist hat in den vergangenen Kahrhunderten immer wieder dazu gedient, zu Pogromen anzustacheln, das sollte endlich aufhören, egal was ein Pius X. dazu gesagt hat.

        @Kerstin: Der Islam ist nicht das einzige Motive, warum die Araber Israel angreifen. Es kommt noch ein guter Teil anti-westliches Resentiment dazu. Für viele Araber war (ist?) die Gründung Israels der Versuch „des Westens“ = der ehemaligen Kolonialmächte, wieder einen Vorposten im Nahen Osten zu erreichten. Diese Einstellung mag inzwischen zurückgegangen sein, aber sie dürfte noch vorhanden sein.
        Der Islam ist eben nicht an allem schuld.

  5. Man sollte aber eines nicht aus den Augen verlieren: der STAAT Israel ist so säkular wie jeder andere westliche Staat und ist meiner Meinung nach somit NICHT mit dem VOLK der Juden identisch!
    Die Juden sind und bleiben, denke ich, nach wie vor unter alle Völker verstreut, wie übrigens auch die Christen.
    Die „Sammlung“ am Ende der Zeiten ist wohl mehr geistig gemeint, Sammlung ins Reich Christi, das nicht von dieser Welt ist.
    Man sollte auch nicht vergessen, dass die sogenannten „orthodoxen“ Juden in Israel genau so ungeliebt sind wie die „fundamentalistischen“ Christen in den übrigen westlichen Staaten.
    Das ganze Treiben, dem wir heute mit einer Mischung aus Unverständnis und Entsetzen beiwohnen „dürfen“, ist nichts anderes als der fulminante Versuch, nun endgültig mit dem jüdisch-christlichen Glauben „aufzuräumen“ und ihn mit Stumpf und Stiel auszurotten.
    Dazu bedient man sich nun auch des Islam, der wahrscheinlich nur zu diesem Zweck „erfunden“ wurde.
    Ich empfehle allen in dieser mehr als verworrenen Zeit die Schriften von Kirchenlehrern oder Begnadeten wie M.von Agreda oder A.K.Emmerick. Diese Schriften sind sehr erhellend und ein Leitfaden durch das geistige Labyrinth der heutigen Tage.

    • Warum meinen Sie, dass die Sammlung der Juden am Ende des Zeitalters „wohl mehr geistig gemeint“ ist? Die Worte der Heiligen Schrift sind zuerst in ihrem wörltichen Sinn zu verstehen, nur wo das nicht möglich ist, sind sie uneigentlich, bildlich, übertragen, geistlich… zu deuten.

      • Da habe ich auch gestutzt – in der Schrift ist nichts nur „im übertragenen Sinn“, sondern besonders bei den markanten Prophetien ganz buchstäblich zu verstehen.
        Man wollte auch die „Jungfrauenschaft“ der Gottesmutter „rein geistig“ verstehen etc. – Nein: es ist alles konkret gemeint und konkret geworden.
        Gott sei Dank!
        Laudetur Jesus Christus!

Comments are closed.